Tatort: Der wüste Gobi - Kritik

Tatort: Der wüste Gobi

DE · 2017 · Laufzeit 90 Minuten · Kriminalfilm
Du
  • 6
    Hardcoremodus 20.01.2018, 08:09 Geändert 20.01.2018, 08:11

    Schon eher eine Krimi Komödie würde ich sagen,der fünfte Fall des Weimarer Duos Dorn und Lessing.Manche Szenen haben mich durchaus schmunzeln lassen.
    Jürgen Vogel reißt einiges wieder raus mit seiner Darstellung des Gothillf Bigamiluschvatokovtschvili,den alle nur Gobi nennen weil niemand seinen Nachnamen aussprechen kann.Daumen hoch dafür.

    "Der Typ ist so Koscher wie ein Schweinenackensteak"

    11
    • 7

      Jetzt hat mich die Muse doch noch geküsst! :D
      Zumindest zu zwei Filmen werd ich dieses Jahr noch einen detaillierteren Kommentar schreiben, denn die Eindrücke sind noch frisch und ich habe dabei ein dringendes Mitteilungsbedürfnis. Den Anfang macht der aktuelle Weimar-"Tatort", zu dem ich auch einen persönlichen Bezug habe, aber dazu später mehr.
      "Der wüste Gobi" ist definitiv weitaus unterhaltsamer als die vorherigen Fälle des Duos Ulmen/Tschirner. Die meisten Gags, oft resultierend aus den schrulligen Eigenheiten der Charaktere, zünden. Besonders witzig ist der Running Gag, dass Ulmens Charakter den Großteil des Films über der einzige ist, der den komplizierten Nachnamen des titelgebenden gesuchten Verbrechers aussprechen kann, was er dazu auch sehr häufig tut (wie oft dafür wohl geprobt werden musste?).
      Mit Jürgen Vogel als ebenjenen angeblichen Mörder und Jeanette Hain (die passenderweise auch im Münsteraner "Tatort: Fangschuss", der dieses Jahr die höchsten Einschaltquoten erzielte) als dessen Freundin hat man sich hier zudem noch weitere prominente Unterstützung geholt. Die beiden versierten Akteure sind mit sichtlich Spielfreude dabei, wie auch der Rest der Besetzung.
      Die Handlung ist zwar an sich nicht sonderlich originell (so lässt sich der wahre Täter doch recht früh vorausahnen), wird aber ziemlich flott und kurzweilig erzählt. Was mich stutzig machte, war, dass gegen Ende mehrmals recht deutlich Blut spritzt, aber für einen Prime-Time-Krimi bewegte sich das noch im vertretbaren Rahmen.
      Für mich als Weimarer war dafür erfreulich, dass man diesmal viele schöne Ansichten der Stadt und bekannter Sehenswürdigkeiten zeigt. Aber vor allem, dass mehrere Personen und Orte aus meinem engsten Umkreis im Film auftauchen. So sieht man ziemlich früh ein Konzert der Staatskapelle, in der meine Eltern spielen und beide sind tatsächlich für ein paar Sekunden im Bild, wie auch mehrere, mir gut bekannte Kollegen (Jeanette Hain, die eine Harfenistin darstellt, nahm für die Folge übrigens extra Harfen-Unterricht und spielte das Instrument in der betreffenden Szene, meinen Eltern zufolge, auch ziemlich gut). Der Vorsitzende der Kommission, die ganz zu Beginn über Gobis weitere Unterbringung in der Psychiatrie entscheidet, wird dazu vom Nachbarn meiner Großeltern, der Schauspieler beim Deutschen Nationaltheater Weimar ist, dargestellt. Und wenn im letzten Drittel Gobi eine Affäre mit einer anderen Frau beginnt, worin dann plötzlich seine Freundin platzt, so wurde das teilweise in der alten Wohnung meiner Tante (die jetzt in Erfurt lebt) gedreht.
      Somit ist die Folge, auch wenn sie an sich nur wenige Überraschungen bietet, für mich zu etwas Besonderem geworden.
      Und was den Unterhaltungswert betrifft, ist sie, was "Tatorte" betrifft, definitiv im oberen Bereich anzusiedeln (daher völlig unverständlich, dass sie die wenigsten Einschaltquoten dieses Jahres erzielte!). Für mich ist das hier der bisher beste Weimar-"Tatort".

      7
      • 7

        Lustiger und unterhaltsamer Kalauer"krimi" ohne Nährwert.

        Wie viele Takes hat es bedurft um Bigamiluschvatokovtschvili fehlerfrei auszusprechen?

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        • 5 .5

          story/besetzung/witz...alles war ok aber üebr 5.5 kommt er doch nicht

          • 8

            Köstlicher Krimi-Klamauk. Zwar waren manche Gags flach und die Lösung des Falles nach etwa der Hälfte des Films voraussehbar, jedoch war die hahnebüchene Geschichte so liebenswert inszeniert, die Darsteller zudem gut ausgewählt und sehr spielfreudig, dass in der Summe eine hervoragende Krimikomödie herauskam. Tschirner und Ulmen sind zudem für meinen Geschmack deutlich amüsanter als das Duo Liefers & Prahl.

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            • 7
              DerDed 27.12.2017, 08:48 Geändert 27.12.2017, 10:19

              Ich mag Nora Tschirner und Christian Ulmen auch. Vielleicht ein kleeeines bischen zu albern manchmal, aber für mich dann doch noch ok. Und Jürgen Vogel ist eh ne Granate. Diesen Tatort fand ich vom Witz, von der Buchstabennudelsuppe, von dem Wollstrickschlüpfer-Wunsch her schon klasse.

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              • 7

                Einfach das beste der derzeitigen Tatort-Teams.

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                  Sorry dumm und dümmer als TATORT .............gehört zu den schlechtesten überhaupt ....

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                  • 6

                    Auch in ihrem fünften Fall nehme ich Ulmen und Tschirner ihre Rollen nur bedingt ab. Hier wurde wieder auf Nummer sicher gegangen und alles eher auf Humor getrimmt, welcher aber mehrere Male nur bedingt zündet. Jürgen Vogel darf hingegen wieder glänzen und die Identität des Mörders dürfte jedem erfahrenen Krimigucker schnell klar sein.

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