The Irishman: Was den Netflix-Mafiafilm von seinen großen Vorbildern unterscheidet

The Irishman
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Am kommenden Freitag ist es so weit. Martin Scorseses neuster Film The Irishman feiert auf dem New York Film Festival seine Weltpremiere, zwei Monate vor seinem Start auf Netflix. Gegenüber Deadline enthüllte Produzentin Jane Rosenthal auf dem roten Teppich der Emmy-Verleihung am Sonntag bereits neue Informationen zum kommenden Mafiaepos.

Im Zuge ihrer Ausführungen verglich sie The Irishman mit anderen großen Werken von Martin Scorsese und ging zudem auf Inhaltliches zur Geschichte des Films mit Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci ein.

The Irishman ist ein eher langsamer Scorsese-Film

Im Vergleich mit anderen Filmen des bekannten Regisseurs sei The Irishman ein eher langsamer Film, wie Rosenthal der Seite erklärte:

Was euch überraschen wird ist, dass er als Scorsese-film ein langsamer Film ist. Er hat nicht die Art von Intensität, die visuelle Identität wie ein Casino oder ein Goodfellas. Er erzählt von Typen, die auf sich selbst aus einer älteren Perspektive blicken.

Rosenthal nennt zwei interessante Beispiele in der Gegenüberstellung mit The Irishman. Martin Scorseses Casino (1995) und Goodfellas (1990) sind knapp drei- bzw. zweieinhalbstündige Werke ebenfalls angesiedelt in kriminellen Milieus, die durch ihre teils rauschartigen Sequenzen aus beispielsweise einprägsamen Kameraeinstellungen- und fahrten, einer treffenden Musikauswahl und Erzählstimmen aus dem Off einen rasanten Filmsog erzeugen.

The Irishman handelt von giftiger Männlichkeit

Zugleich drehe sich The Irishman um eine Art zerstörerische Männlichkeit und damit einem Thema, das Martin Scorseses Schaffen ebenfalls nicht fremd ist. Rosenthal:

Worauf man blickt mit so etwas wie The Irishman ist die toxische Männlichkeit und was geschieht, wenn jemand eine Familie vor seine eigene Kernfamilie stellt und dann versucht, Reparaturen am Ende ihrer Leben vorzunehmen. Was mit speziell Männern geschieht, die diese Entscheidung treffen.

Im Laufe seiner Karriere befasste sich Martin Scorsese häufig mit verschiedenen Variationen einer toxischen bzw. selbstzerstörerischen und zugleich schöpferischen Männlichkeit. In jenen Filmen erleben seine Figuren Aufstiege zu einem hohen Preis und oft auf Kosten von Freundschaft und Familie, mit dem ein persönlicher Fall einhergeht.

The Irishman ist ab dem 27.11.2019 weltweit bei Netflix zu sehen.

Was sagt ihr zu den neuen Infos zu Martin Scorseses Netflix-Film The Irishman?

Moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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