Guardians of the Galaxy 3 - James Gunn ist plötzlich raus als Regisseur

James Gunn am Set von Guardians of the Galaxy
© Disney
James Gunn am Set von Guardians of the Galaxy
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Redakteurin bei moviepilot.de, schreibt am liebsten über Game of Thrones und Filme, die in Nudel-Restaurants in Hongkong spielen.

James Gunn ist raus aus Guardians of the Galaxy 3. Der Regisseur und Drehbuchautor, der seit dem ersten Teil über Star-Lord und seine Crew Regie führt und die Drehbücher schreibt, wurde überraschend von Disney entlassen. Grund sind ältere, kontroverse Tweets über Pädophilie und Vergewaltigung, die in den vergangenen Tagen wieder zum Vorschein gekommen sind und heftig diskutiert wurden. Gunn hatte sich für die Tweets entschuldigt, doch wie der Hollywood Reporter berichtet, hat sich Disney von dem Regisseur distanziert und ihn entlassen. Der Marvel-Blockbuster steht nun ohne Regisseur da, die Zukunft von Guardians of the Galaxy Vol. 3 ist unklar.

James Gunns Tweets "widersprechen Disneys Werten"

Alan Horn, Vorstandsvorsitzender von Walt Disney hat sich in einem Statement zu der Trennung von James Gunn geäußert:

Die verstörende Haltung und Äußerungen, die in James Gunns Twitter-Feed entdeckt wurden, sind nicht zu verteidigen und passen nicht zu den Werten unseres Studios, und wir haben unsere Geschäftsbeziehung mit ihm beendet.

Zuvor hatte sich James Gunn bei Twitter folgendermaßen geäußert:

Viele Leute, die meine Karriere verfolgt haben, wissen, dass ich, als ich angefangen habe, mich selbst als Provokateur verstanden habe, der Filme und Witze macht, die empörend und tabu sind. Wie ich öffentlich mehrfach angesprochen habe, habe ich mich als Mensch weiterentwickelt, genau wie meine Arbeit und mein Humor.

James Gunn, der sich bei Twitter vielfach kritisch über die Republikanische Partei und die Politik von US-Präsident Donald Trump geäußert hatte, war in den letzten Tagen in rechtskonservativen Kreisen zur Zielscheibe von Kritik geworden. Die konservative Website Daily Caller hatte alte Tweets von ihm ausgegraben, die daraufhin in den sozialen Medien für Kritik sorgten. Die derben Witze über Pädophilie, AIDS und Vergewaltigung reichen bis ins Jahr 2008 zurück und wurden in der Zwischenzeit von Gunn gelöscht. Doch auch in Fan-Kreisen hagelte es Kritik für Tweets wie:

Expendables is so manly I f*cked the sh*t out of the p*ssy boy next to me. (August 2010)
Just made a joke about ass-raping my friend when she was asleep. (August 2008)
Three Men And A Baby They Had Sex With. #unromanticmovies (Juli 2012)

Wie Comic Book berichtet, erschienen die meisten Tweets dieser Art, bevor James Gunn den Posten als Regisseur von Guardians of the Galaxy übernahm.

Zukunft von Guardians of the Galaxy Vol. 3 unklar

Bislang ist unklar, wie der Regieposten für Guardians of the Galaxy 3 besetzt wird und was mit den bestehenden Plänen von James Gunn passiert bzgl. der Handlung des dritten Teils. Ursprünglich war auch vorgesehen, dass James Gunn weitere Filme für Marvel Studios dreht, nachdem die Guardians of the Galaxy-Trilogie mit Chris Pratt, Zoe Saldana und Dave Bautista abgeschlossen wird.

Mehr: Guardians of the Galaxy 3: Das sagt James Gunn zu seiner Entlassung

Was sagt ihr zum Ausstieg von James Gunn?

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