Heftige Marvel-Kritik: Jetzt spricht der MCU-Boss

11.11.2019 - 11:45 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Avengers 4: Endgame
© Disney
Avengers 4: Endgame
Nach der Marvel-Kritik seitens Martin Scorsese und Co. hat sich mit Kevin Feige nun erstmals der Chef des Marvel Cinematic Universe verteidigend geäußert.

Marvel-Filme seien "kein Kino" und eher mit "Vergnügungsparks" vergleichbar, die das Kino bedrohten, sagte der bekannte Regisseur Martin Scorsese (The Irishman). Kollege Francis Ford Coppola (Apocalypse Now) bezeichnete Werke aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe) als repetitiv und "verachtenswert".

Nach der Kritik an Marvel hat sich nun erstmals Kevin Feige, seines Zeichens MCU-Boss, öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Gegenüber The Hollywood Reporter  erklärte der Produzent, warum der Tadel gegen das Franchise aus seiner Sicht unzutreffend sei. Derweil erweiterte Scorsese seine Kritik und erklärte seine Aussagen.

"Es ist bedauernswert": MCU-Chef kontert Marvel-Kritik

Ein zentraler Vorwurf an Marvel-Filme lautet, dass sie das Kino gewissermaßen kapern und andere Filmemacher und kleinere Produktionen verdrängen würden. Es ist somit ein Konflikt zwischen kostspieligem Franchise-Kino und dem Kino unabhängiger Autorenfilmer. Feige will in MCU-Filmen keine negativen Auswirkungen sehen:

Ich denke, dass es nicht wahr ist. Ich denke, es ist bedauernswert. Ich denke, dass ich und jeder, der an diesen Filmen arbeitet, das Kino liebt, diese Filme liebt, es liebt, ins Kino zu gehen, es liebt, eine gemeinsame Erfahrung in einem Kino voller Leute zu machen.

In einem Gastbeitrag für die New York Times  schrieb Martin Scorsese Anfang des Monats, dass es derzeit "zwei getrennte Felder" gebe, nämlich die "audiovisuelle Unterhaltung" und das "Kino". Diese würden sich hin und wieder überschneiden, "aber das wird immer seltener."

Martin Scorsese: Marvel ohne Risiko

Marvel-Werken warf er in dem Artikel zusätzlich vor, ohne Risiko zu sein: "Was es nicht gibt, ist [eine] Offenbarung, [ein] Mysterium oder echte emotionale Gefahr. Die Filme werden gemacht, um bestimmte Forderungen zu befriedigen und sie sind entworfen als Variationen einer begrenzten Anzahl von Themen."

The First Avenger: Civil War

Dem entgegnete der MCU-Chef nun: "Jeder hat eine andere Definition von Kino. Jeder hat eine andere Definition von Kunst. Jeder hat eine andere Definition von Risiko." Jeder sei zu seiner eigenen Meinung berechtigt. Zudem gehe Marvel Risiken ein.

Als Beispiele nannte der 46-Jährige das Duell zweier Hauptfiguren, Iron Man und Captain America, in The First Avenger: Civil War oder Thanos' (später negierten) Massenmord in Avengers 3: Infinity War.

Wie steht ihr zu Marvel-Filmen und was sagt ihr zur Kritik?

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