Neon Genesis Evangelion: Darum ist es fantastisch, dass der Anime zu Netflix kommt

Neon Genesis Evangelion
© Netflix
Neon Genesis Evangelion

Netflix nimmt Neon Genesis Evangelion in sein Programm. Normalerweise ist es nichts Besonderes, dass der Streaming-Dienst einen Anime in sein immer weiter wachsendes Angebot alter und neuer Anime-Serien aufnimmt. Neon Genesis Evangelion ist aber doch ein besonderer Fall eines Science-Fiction Animes. Worum es darin geht, was die Serie so besonders macht und warum die Netflix-Veröffentlichung für so begeisterte Reaktionen sorgt, haben wir hier kurz für euch zusammen gefasst.

Worum geht es in Neon Genesis Evangelion?

Die Erde befindet sich im Krieg mit Engeln - furchteinflössenden Aliens, die regelmäßig für Tod und Zerstörung sorgen. Mittelpunkt des Kampfes ist die Stadt Tokyo-3, die sich mit Evangelions, von Menschen gesteuerten Riesenrobotern, dagegen wehrt. Shinji Ikari wird von seinem Vater in die Stadt beordert, um eine der EVA-Einheiten zu steuern. Mit dieser enormen Verantwortung ist er oftmals überfordert.

Warum hat Neon Genesis Evangelion Kultstatus?

Nach seiner Japan-Premiere 1995 fand der Anime auch den Weg in die USA und nach Deutschland, wo ihn eine noch wachsende Fangemeinde mit offenen Armen empfing. Mit seiner ungewöhnlichen Thematik und der einzigartigen Gestaltung sprach Neon Genesis Evangelion Zuschauer auf einer Ebene an, die wenige andere Serien erreichten. So wurde Evangelion häufig zitiert und parodiert, selbst Gainax, sein eigenes Studio, hat sich daran schon beteiligt.

Damit ist die Serie auch vielen heute noch wichtig, nicht zuletzt, da sich mit dem Alter oft auch die eigene Einstellung dazu veränderte. Während Shinji anfangs zum Beispiel noch wie ein weinerlicher Teenager wirkt, der sich strikt gegen den Spaß eines eigenen Riesenroboters wehrt, erkennt man ihn vielleicht erst später als vernachlässigten Heranwachsenden unter massivem Druck. Ähnlich verhält es sich mit den meisten anderen Figuren.

Was gehört alles zu Neon Genesis Evangelion?

Mittlerweile umfasst Neon Genesis Evangelion weit mehr als nur eine 26-teilige Serie. Nach ihrem Ende erschien der Film The End of Evangelion, der einen anderen Schluss als die umstrittenen letzten zwei Folgen des Anime nachreichte. Im gleichen Jahr fasste der Compliation-Film Death & Rebirth die Serie in Ausschnitten aus dieser zusammen.

Seit 2007 wird der Anime mit den Rebuild-Filmen neu aufgelegt. Evangelion: 1.01 - You are (not) alone. hielt sich zum Großteil noch an das Original, mit einigen Änderungen. Evangelion: 2.22 - You can (not) advance. und Evangelion: 3.33 - You can (not) redo. gingen dann in eine völlig andere Richtung. Evangelion 4.0 Final soll die Reihe beenden und ist nach mehreren verpassten Startterminen nun für das Jahr 2020 angesetzt.

Warum ist es gut, dass Neon Genesis Evangelion auf Netflix erscheint?

Ein Anime auf Netflix ist zunächst wegen der einfachen Verfügbarkeit und der geringen Kosten erfreulich. Streams fehlen bei älteren Serien oft und DVDs oder Blu-rays können sehr teuer ausfallen. Bei Neon Genesis Evangelion besteht noch ein Sonderfall, denn wer es sich auf DVD kaufen will, muss verdammt tief in die Tasche greifen. So beliebt die Serie auch ist, ist sie schon seit Jahren vergriffen - DVDs sind dementsprechend schwer zu kriegen und können schon mal ein paar Hundert Euro kosten. Dank Netflix gibt es für potenzielle neue Fans nun einen unproblematischen Weg, den Anime nachzuholen, während sich alteingesessene Verehrer noch mal davon überzeugen können, wie gut sich Neon Genesis Evangelion in mehr als 20 Jahren gehalten hat.

Neon Genesis Evangelion und The End of Evangelion erscheinen im Frühjahr 2019 auf Netflix.

Habt ihr Neon Genesis Evangelion schon gesehen oder werdet ihr Netflix nutzen, um das nachzuholen?

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