Neues The Masked Singer-Rateteam: Warum Ruth Moschner die beste Jurorin ist

The Masked Singer: Das muss Staffel 3 besser machen
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The Masked Singer
17.08.2020 - 15:30 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Ruth Moschner rät sich in der ProSieben-Show The Masked Singer die Seele aus dem Leib, ihr Geheimnis ist ein Promi-Röntgenblick. Ihre Pause ist schwer zu verkraften.

Die Kandidaten der 3. Staffel The Masked Singer können etwas entspannter in die Show gehen, denn Ruth Moschner ist vorerst nicht mehr dabei. Wie ProSieben am Wochenende bekanntgab, gönnt der Sender seiner Stamm-Jury eine Pause, wenn im Herbst die zweite Ausgabe des Jahres 2020 läuft.

Im Frühling 2021 zu Staffel 4 kehrt Moschner dann zusammen mit Rea Garvey zurück. Genaue Starttermine stehen noch nicht fest und Bülent Ceylan ist bislang als einziges neues Jurymitglied bekannt.

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Masked Singer: Ruth Moschner errät Kandidatinnen mit einem Röntgenblick

Der vorübergehende Verlust Moschners wird verdeutlichen, wie wichtig die beherzte Raterin für die Show ist, warum sie mehr als ein Jurymitglied ist. Von "raten" können wir bei ihren Kombinationsverrenkungen sowieso nicht sprechen. Diese einzigartige Mischung aus Branchenwissen und Beobachtungsgabe dringt wie ein Röntgenblick durch die dicken Promi-Masken.

Wo Collien Ulmen-Fernandes manchmal etwas wahnhaft mit Assoziationen um sich warf (no offense, ich hätte sie gerne länger in der Jury gesehen), trägt Moschner ihre Vermutungen fein säuberlich, bedacht und strukturiert vor wie Hercule Poirot im letzten Akt eines Agatha Christie-Krimis. Wenn ihr ein besonders verrückter Einfall kommt, wird sie auch mal überschwänglicher.

Das Faultier in The Masked Singer

Sie sieht Indizien, wo keine sind. Sie veredelt dumpfe Ahnungen zu klaren Schlussfolgerungen. Manche Menschen haben ein absolutes Gehör, Moschner hat den absoluten The Masked Singer-Blick.

Was ist ihr Geheimnis?

Ruth Moschner: Die Promi-Expertin von The Masked Singer

Diese Fähigkeit ist vor allem begründet auf Moschners abenteuerlicher Reise durch das (Privat)Fernsehen der letzten zwanzig Jahre. Seit ihrer ersten großen Moderation in Freitag Nacht News (2000 bis 2005) tingelte sie durch durch zig Formate der großen Sender VOX, RTL, ProSieben usw. Sie war bei Genial Daneben, Gaststar in Hinter Gittern, sie moderierte Big Brother, shoppte bei Promi Shopping Queen, war in African Race. Sie hat alles gesehen.

Dass sie jeden kennt, der in den letzten 20 Jahren das RTL-Gebäude in Köln auch nur mal betreten hat, beweist sie in der Show regelmäßig. Wer sonst hätte beim Faultier einen Namen wie Mirco Nontschew ins Spiel gebracht? Das war zwar letztlich falsch, aber einer der originellsten und am besten durchdachten Rateversuche der Staffel. Und in dieses Promiregal greift The Masked Singer ja auch sehr häufig.

Miese Hinweise: Wir brauchen einen Guide im The Masked Singer-Dschungel

Moschner schließt mit dieser Spezial-Kompetenz einen Graben zwischen dem Publikum und den dann doch oft relativ unbekannten oder in Vergessenheit geratenen Kandidaten. Die miesen Masked-Singer-Hinweise helfen da nicht wirklich, sie bieten keine Hilfestellung, sondern verwischen eher noch die Fährten zur Lösung.

In diesem Verwirrspiel findet Moschner überraschend häufig den Weg zu den Prominenten hinter den Masken. Sie war es dann auch, die den Stefan Raab-Hype um das Faultier beiseite schob und den Namen Tom Beck in den Ring warf  (was sich als richtig erwies).

Was The Masked Singer von ProSieben in Staffel 3 besser machen muss

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So gibt sie den Mitratern daheim Hoffnung. Sie lebt den Geist von The Masked Singer vor: Immer dran bleiben, auf Details achten, mal die Wikipedia-Seiten von RTL-Shows aus dem Jahr 1997 durchstöbern.

Ruth Moschner spornt zum Mitraten an

Während Rae Garvey lieber die Qualität der Auftritte bewertet, scannt Moschner die Kandidaten, sucht nach Lücken in der Fassade, der einen Marotte, die sich aus der Privat- in die Show-Identität gestohlen hat und die Kandidaten verrät.

Und wenn es diese Lücke nicht gibt, fantasiert sich die davon erst so richtig angespornte Moschner mit Begeisterung eine irre Theorie zurecht - mit der sie dann ebenfalls richtig liegt, manchmal jedenfalls.

The Masked Singer ist keine perfekte Show. Die Ausgaben ziehen sich gerade im letzten Drittel einer Staffel in die Länge, wenn die Kandidaten ihr Repertoire allmählich ausgeschöpft haben und mehrere Auftritte absolvieren müssen. Was mich dann in der Show hält, sind die Minuten zwischen den Auftritten, wenn sich das Rateteam unter Moschners Anführung und Inspiration die Köpfe heiß spekuliert. Hoffentlich gibt es in der Moschner-losen 3. Staffel kein Begeisterungsvakuum.

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