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Verlust

Pete Postlethwaite R.I.P.

03.01.2011 - 12:57 Uhr
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Pete Postlethwaite in der Doku The Age of Stupid
Pete Postlethwaite in der Doku The Age of Stupid
Der britische Schauspieler erlag seinem langen Kampf mit dem Krebs. Er wurde 64.

Die meisten Kinozuschauer wurden wohl durch Die üblichen Verdächtigen auf Pete Postlethwaite aufmerksam. Sein markantes Gesicht, seine leicht irritierende Art verliehen der Figur des Kobayashi eine hypnotische, unheimliche Wirkung. Zuvor hatte er schon als gewaltätiger Ehemann in Distant Voices Still Lives, neben Daniel Day-Lewis in Im Namen des Vaters oder als Verurteilter in Alien³ überzeugt.

Davor lagen viele Jahre in denen er sich neben der Arbeit im Theater, mit kleinen Rollen und in TV-Filmen durchschlug. Zum bekannten Gesicht wurde der 1946 geborene Postlethwaite, den Steven Spielberg (der ihn in Amistad und Vergessene Welt – Jurassic Park besetzte) einmal als “besten Schauspieler der Welt” bezeichnete, erst Anfang der 90er. Dabei brauchte es oft keine großen Auftritte, er war ein brillanter Ensemble-Spieler, der auch kleine Rollen, wie die des Priesters in William Shakespeares Romeo + Julia mit großer Präsenz ausfüllte.

Er war ein Arbeitstier, ein Schauspieler ohne Allüren, der sich bis zum Schluss in seine Arbeit warf. Alleine im letzten Jahr war er gleich dreimal zu sehen: Im Remake von Kampf der Titanen, in Inception und in The Town – Stadt ohne Gnade. Gleichzeitig setzte er sich im Doku-Spielfilm The Age of Stupid – Warum tun wir nichts? für mehr Aufklärung zum Klimaschutz ein.

Pete Postlethwaite, der bereits 1990 das erste Mal mit Krebs diagnostiziert wurde, starb gestern an den Folgen der Krankheit. Er hinterlässt seine Frau und seine beiden Kinder.

Wir werden ihn vermissen.

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