The Finest Hours bei ProSieben - Darum floppte das stürmische Helden-Kino

The Finest Hours
© Disney
The Finest Hours

1952 vor der Küste Neuenglands: Wegen eines massiven Sturms zerbricht der Öltanker SS Pendleton und droht, seine Crew in den Tod zu reißen. Daraufhin macht sich die US-Küstenwache auf, die Besatzung zu retten. Basierend auf den in dem Buch The Finest Hours: The True Story of the U.S. Coast Guard's Most Daring Sea Rescue von Michael J. Tougias und Casey Sherman erzählten Ereignissen inszenierte Regisseur Craig Gillespie die Geschichte der Rettungsmission. An den Kinokassen erwies sich das Historiendrama als Flop: Laut Box Office Mojo nahm The Finest Hours bei kolportierten Produktionskosten zwischen 70 und 80 Millionen US-Dollar lediglich 52 Millionen Dollar ein. Wir haben uns zur heutigen Fernsehausstrahlung auf ProSieben um 20:15 Uhr auf die Suche nach Gründen gemacht.

Marketing könnte für Schiffsbruch bei The Finest Hours gesorgt haben

Forbes will die Gründe des Scheiterns von The Finest Hours bereits zum Kinostart Anfang 2016 ausgemacht haben. Demnach lag dieses vor allem an einem Marketing, dass es nicht geschafft habe, den Film als etwas Einzigartiges zu bewerben. Zum Einen habe dies an der Veröffentlichung von Ron Howards Im Herzen der See gelegen, der rund anderthalb Monate zuvor anlief und ebenfalls, grob gesagt, von der Konfrontation Mensch gegen Natur erzählte. Zudem sei es entscheidend gewesen, den Streifen auch vom Filmjahr 2015 insgesamt abzuheben, in dem diverse, groß budgierte Katastrophen- bzw. Survival-Filme erschienen, darunter neben Im Herzen der See noch San Andreas, Everest und Der Marsianer. Dem produzierenden Studio Disney störte das nicht wirklich.

Dies sei ebenso missglückt wie der Fokus auf die Schauspieler. Die Strategen hätten nämlich vor allem Chris Pine und Casey Affleck ins werbeträchtige Rampenlicht gerückt. Dem Bericht zufolge war dies ein Fehler, da beide nicht die nötige Zugkraft aufgewiesen hätten. Diese sei zwar auch bei den ebenfalls in The Finest Hours zu sehenden Ben Foster und Eric Bana nicht der Fall, doch handelte es sich bei ihnen um "etablierte und beliebte Schauspieler", die der Kampagne die nötige "Bedeutung eines respektierten Ensemble-Casts" verliehen hätten, infolgedessen ein breiteres Publikum hätte angesprochen werden können. Im Herzen der See blieb spielte ebenfalls weniger als seine Produkionskosten in Höhe von 100 Millionen Dollar ein: Am Ende spülte das internationale Publikum knapp 94 Millionen Dollar in die Kassen. In dem Kinojahr gab es auch noch andere Flops an den Kinokassen.

Wer im Sommer allerdings mit viel Wasser sehen will, der sollte heute Abend ProSieben einschalten. Über 450 moviepiloten haben The Finest Hours eine Durchschnittsbewertung von 5,9676 verpasst. Der Film sein nicht außergewöhnlich, aber unterhaltsam, heißt es unter anderem in den Kommentaren.

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moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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