Gegen die "Conversion Therapy"

Transgender-Game Jam zu Ehren von Leelah Alcorn

#JamForLeelah
© Matthew Boucher/Kara Jayne
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Die sogenannte "Conversion Therapy" (oder noch schlimmer: "Reparative Therapy") versucht, Menschen mit sexuellen Identitäten, die von der Heteronormativität abweichen, ihre Andersartigkeit auszutreiben. Dabei kommen zum Beispiel Elektroschocks oder Übelkeit verursachende Medikamente in Verbindung mit pornografischem Bildmaterial zum Einsatz. Wahlweise werden die Opfer dieser "Therapie" aber auch genötigt, zu heterosexuellen Pornos zu masturbieren. Die meisten Therapeuten-Verbände der USA lehnen diese Praktiken ab, es gibt sie aber trotzdem noch. Sie können Menschen in den Selbstmord treiben, wie das Beispiel von Leelah Alcorn zeigt. In ihrem Abschiedsbrief gibt der Transgender-Teenager unter anderem der "Conversion Therapy", zu der sie gezwungen wurde, Mitschuld an ihrem Tod.

Um ihrer zu gedenken, um für mehr Toleranz zu werben und um für die Bedürfnisse der LGBTIQ-Menschen zu sensibilisieren, soll nun ein Game Jam stattfinden. Leelah Alcorn war Gaming-Fan und hat sich für das Entwickeln von Spielen begeistert. Also sind nun alle Interessierten eingeladen, selbst Spiele zu entwickeln, die sich (angemessen) mit den Themen Transsexualität oder generell mit den Themen Gender sowie sexueller Identität auseinandersetzen. Dabei soll nicht nur ein größeres Bewusstsein in unserer Gesellschaft entstehen, sondern auch Geld für wohltätige Zwecke gesammelt werden. Obendrein wirbt der Game Jam für eine Petition mit dem Spitznamen "Leelah's Law", die das Verbot der "Conversion Therapy" fordert.

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Der Game Jam startet diesen Sonntag und ihr könnt bis zum 18. Februar eure Spiele einreichen. Ausführliche Informationen und Hintergründe sowie allerlei Anleitungen und Hinweise findet ihr auf der offiziellen Seite JamForLeelah. Die Petitionen zum Verbot der "Conversion Therapy" findet ihr hier und hier.

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