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Welche Serie mag niemand - außer dir?

The Event
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sciencefiction Andrea Wöger
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Senior Redakteurin bei Moviepilot. Taucht am liebsten mit Science Fiction Double Features in andere Welten und Zeiten. Mag das Queere, Fantastische, Abseitige und könnte die Finger auch nicht von der Lachsschaumspeise lassen.

Letzte Woche haben wir dich gefragt, welche beliebte und populäre Serie du nicht leiden kannst und um die du lieber einen weiten Bogen machst. Heute wollen wir das Gegenteil von dir hören. Welche Serie, die niemand zu mögen scheint, findest du super? Auch wir haben darüber nachgedacht:

Johanna lässt sich gerne von Awkward in ihre Teenie-Phase zurückversetzen
Ist es peinlich, Awkward - Mein sogenanntes Leben zu mögen? Ich weiß es nicht, jedenfalls bin ich bis heute mit meiner heimlichen Leidenschaft für die MTV-Teenie-Serie um die angeblich selbstmordgefährdete Jenna (Ashley Rickards) nicht gerade hausieren gegangen. Auch wenn ich während der ersten drei Staffeln keine Folge verpasst habe und bei der Dreieckskiste zwischen Jenna, Matty (Beau Mirchoff) und Jake (Brett Davern) mitgefiebert habe und die Geschichte um Jennas Außenseitertum und ihre angespannte Beziehung zu ihrer Mutter Lacey (Nikki DeLoach) verfolgt habe. Nach der 3. Staffel, als die Showrunnerin Lauren lungerich die Serie verließ, bin allerdings auch ich ausgestiegen und habe seither keine neue Folge mehr gesehen. Als ich aber Episode 1 mal wieder sah, hatte ich noch immer meine helle Freude an ihr.

Matthias verliert sich gerne in der Welt von Shannara
Anfang des Jahres habe ich versucht, euch moviepiloten mit meinen Recaps die Adaption von Terry Brooks' gleichnamiger Fantasy-Reihe schmackhaft zu machen. Am Ende der zehn Episoden der 1. Staffel von The Shannara Chronicles musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich mit meiner Begeisterung für die dystopische Fantasy-Serie ziemlich alleine dastehen. Ein perfekter Kandidat also, um in dieser Liste aufgezählt zu werden - ich bereue immer noch keine einzige Minute dieses Abenteuers, das sein Versprechen über weite Strecken tatsächlich einhält. Zwar mag die MTV-Oberfläche auf den ersten Blick abschrecken, was ich allerdings darunter entdeckt habe, begeistert mich noch Monate nach dem Staffelfinale. Sicherlich ist The Shannara Chronicles nicht perfekt, dennoch füllt das Format eine große Lücke in meinem Serien-Tagebuch und dafür bin ich sehr denkbar.

Alexander ist (k)eine verzweifelte Hausfrau
Geschlechterklischees sind out. Waren auch nie in. Selbst einem lockeren Smalltalk verleihen sie eine Tiefe, die an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten und gleichzeitig unterbieten ist. Daher fällt meine Wahl auf die Desperate Housewives, die ja bekanntermaßen nur von Frauen oder sektschlürfenden homoerotisierten Klischees geschaut wird. Ich habe nicht alle Episoden, aber einen Großteil der Serie gesehen. Und dies mit großem Vergnügen. Die illusorische Welt des US-amerikanischen Suburbanen scheint einer Mixtur einer Puppenhauskulisse und dem demaskierenden Element im Fahrwasser von American Beauty zu entspringen. Die Figurenkonstellation dreht sich dynamisch um sich und trotz des möglichen Eindrucks, es handle sich um First World-Püppchen - was ich an und für sich grauenerregend fände - hat die Serie dramatisches Gewicht. Auf euch, Mädels, und cheers!

Jenny hat ein Herz für Soaps
Ich begrüße all die neuen Möglichkeiten, die das Streaming für Serien-Liebhaber eröffnet, aber etwas vermisse ich: Soaps. Nicht irgendwelche Soaps, sondern Reich und Schön, diesen absolut realistischen Einblick ins Fashion-Imperium der Familie Forrester. Ich habe Reich und Schön wohl nie bewusst "eingeschaltet", aber dank diverser Schulferien und später Vorlesungstermine mindestens, naja, 150 der 7000 Folgen gesehen. Als "gut" würde ich die Intrigen im Hause Forrester Creations nicht bezeichnen, und als "Pleasure" nur im Vergleich zum frühmorgendlichen Aufstehen in einem völlig unterkühlten Plattenbauzimmer. Aber zufällig durch Reich und Schön-Folgen zu dösen, das vermisse ich, seitdem ich meine DVB-T-Antenne abgestöpselt habe. Und die Serie absichtlich im Stream schauen ... das mag ich mir dann doch nicht antun.

Andrea fragt sich, wie The Event weitergeht
Die Serie The Event kann als größten Erfolg den Preis des Location Team of the Year - Episodic Television bei den California on Location Awards 2011 verbuchen. Nachdem die Serie 2011 nach nur einer Staffel und einem enormen Cliffhanger eingestellt wurde, wüsste ich immer noch gerne, wie es weitergeht, doch um den weiteren Verlauf des Flops hüllt sich beachtliches Schweigen. Ich mochte die grenzenlosen Verschwörungsfantasien, das wenig nuancierte Schauspiel und die bekömmlichen Charaktere. Schade, dass das außer mir kaum jemand so sah.

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