Dark Wings, Dark Words

Wir schauen Game of Thrones - Staffel 3, Folge 2

Jaime Lannister
© HBO
Jaime Lannister

Mit Valar Dohaeris reisten wir zurück in die Welt von Game of Thrones, die zweite Episode, Dark Wings, Dark Words, wirft nun die Plotmaschine an. Forsch springt die Serie von Schauplatz zu Schauplatz, lässt Bran, Sansa und Arya neue Bekanntschaften schließen, während Brienne und Jaime auf ihre sicherlich hätten verzichten können. Dank einer markanten Abweichung vom Buch wird sogar Verräter Theon zurückgeholt, der Buße tun muss für seine Sünden in Winterfell, wobei es Alfie Allen sowie seiner von Staffel 1 an in den Vordergrund gerückten Rolle zuzuschreiben ist, dass ich sogar ein bisschen Mitleid mit dem Knaben von den Iron Islands empfunden habe. Aber nur ein bisschen! Dark Wings, Dark Words ist ein exzellentes Beispiel für die Virtuosität, mit der Game of Thrones zwischen seinen vielen Reisegruppen navigiert. Außerdem kommt Hodor vor. Hodor!

Was passiert: Bran träumt wieder von dem dreiäugigen Raben. In seiner Fantasie wird er sogar mit Robb und Jon vereint. Der von Thomas Brodie-Sangster (Tatsächlich … Liebe) gespielte Jojen Reed kündigt sich darin ebenfalls an, um sich wenig später mit seiner Schwester Meera (Ellie Kendrick) zur Gruppe um Bran, Osha, Rickon und Hodor (Hodor!) zu gesellen. Wieder einmal kann dem Casting dieser Serie nur applaudiert werden, trifft Sangster mit seinen großen dunklen Augen und dem elfenhaften Jungengesicht Jojen doch perfekt, während Kendricks wehrhafte Meera an eine etwas ältere Version von Arya erinnert. Apropos Arya: In Episode 1 von Staffel 3 hatte diese ausgesetzt. In Dark Wings, Dark Words treffen wir sie mit Gendry und Hot Pie wieder, doch die drei bleiben nicht lange allein. In einer Straffung der Buch-Handlung stolpern sie erst über Thoros of Myr (Paul Kaye), Mitglied der Brotherhood Without Banners. Dumm nur für Arya, dass sich in deren Gewalt auch der Hound befindet, der die Tochter Winterfells prompt enttarnt (oder wie er sie höflich nennt: Stark bitch).

Das Gezänk von Jaime und Brienne bringt derweil beide in die Bredouille, als sie bei einem Schwertkampf von Noah Taylor überrascht werden, der den Kingslayer dank eines schlauen Bauern identifiziert. There Is No “I” In Team…

Buch-Spoiler/Spekulation: Eine deutliche Abweichung von der Vorlage sind Theons Szenen. Misfits -Absolvent Iwan Rheon ist im Kerker kurz zu sehen und verspricht dem Gefolterten die Rettung. Ich tippe auf ein Täuschungsmanöver von Ramsay Snow, dem allseits bekannten Bastard of Bolton, der Theon hier an der Nase herumführt; schließlich wurde eine ähnliche Wendung aus A Clash of Kings am Ende von Staffel 2 weggelassen. Im Buch bietet Ramsay, illegitimer Sohn von Roose Bolton, den wir in der Serie häufig und mies dreinschauend an Robbs Seite sehen, Theon seine Hilfe bei der Verteidigung Winterfells an. Theon nimmt an, Ramsay marschiert ein und schlägt Theon nieder. Vielleicht vergrößert die Serie Ramsays Storm of Swords-Arc künstlich, um ihn den Zuschauern prophylaktisch näher zu bringen. Mit Theon hat das auch geklappt. Spoiler Ende

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