Der Film 21 Gramm wurde von 43 Kritikern bewertet.
7.0Sehenswert
Die drei Geschichten laufen nebeneinander ab, sind nicht in chronologischer Reihenfolge und der Zuschauer braucht eine Weile, bis er sich zurechtfindet und die Zusammenhänge versteht. Keine skurile Charaktere, sondern Menschen, wie sie im echten Leben vorkommen. Lange Momente der Stille. Harte Schnitte zwischen den Szenen und den verschiedenen Schauplätzen. Ein Erzählstil, der durchaus etwas von Tarantino hat.
Nach "Amores Perros" und vor "Babel" liefert Alejandro González Iñárritu ein originell erzähltes, schön bebildertes und stark gespieltes Drama, bei dem sich die aus vielen Einzelteilen bestehende Geschichte erst im Laufe der Zeit, nach und nach, zusammenfügt. Die interessante Story um Schuld, Liebe und Schicksalsbewältigung wird so zerrüttet präsentiert wie es die drei Hauptfiguren, brillant verköpert vom Trio Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro, sind. Technik und Inhalt greifen perfekt ineinander. Still, aber doch sehr intensiv, ohne zu übertreiben.
21 Grams gibt letztlich nur vor, dem Zufall zu folgen, in Wahrheit bewegen ihn blasse metaphysische Ideen, werden Figuren und ihr Schicksal bloß exekutiert. Alles kommt darin so, wie es kommen muss, weil Iñárritu die Kausalität des Geschehens nur graduell aufhebt, auf den Suspense eines überraschenden Endes dann doch nicht verzichten kann.
Der Film war wirklich sehr beeindruckend, allein durch die fabelhaften Schauspieler aber auch durch die bedrückende Story. Aber das große Manko was der Film hat ist die erzählweise, ich finde dadurch macht sich der Film die ganze aufgebaute Atmosphäre wieder zu nichte, sehr schade denn ich denke hätte man den Film "normal" erzählt wäre er noch viel besser gewesen. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr bewegender und guter Film, mehr leider nicht.
Inà rritu gibt Schuld, Sühne, Rache und dem Leiden der Welt Namen und Gesichter von bizarrer Schönheit. Er folgt seinen Figuren in ihre Abgründe, er zeigt sie in fahlen Farben und in Bildern, die schwanken wie die aus der Bahn Geratenen selbst.
Ich habe einige Tage davor "Amores Perros" gesehen, und hab mir deswegen jetzt - weil mir der Film gut gefiel - auch "21 Gramm" angeschaut. Die Schauspieler sind toll ausgewählt und spielen ihre Rolle gekonnt, da bin ich absolut begeistert.
Ich muss sagen, dass ich eben - weil ich den Ablauf aus "Amores Perros" kenne, nicht mehr wirklich spannend finde. Es ist quasi ein "Abklatsch", und auf Dauer wäre mir diese Art von Film wohl zu langweilig, was schade ist, denn die Story ist wirklich bewegend emotional, wenn auch schwer. Nur eben vom Aufbau her gleich verpackt.
Ich weiß nicht, ob es auch so gewesen wäre, hätte ich die Filme in der anderen Reihenfolge gesehen. Allerdings hat mich "21 Gramm" nicht so sehr geschockt und in eine emotionale brutale Welt gesteckt, wie "Amores Perros". Es hat mich nicht so sehr mitgenommen. Deswegen ist die Bewertung hier etwas geringer ausgefallen.
Ich werde nie begreifen, warum diese eigentlich belanglose Geschichte derart viel Zuspruch gefunden und so viele Leute gar von einem Meisterwerk reden. Der Film chronologisch erzählt, ergibt im Grunde doch nur eine Art großen TV-Roman, der etwas düsterer daherkommt. Die Schauspieler sind aber gut.
Toller Sean Penn ! Und abgesehen von der manchmal etwas ZU verwirrend geratenen Handlung (die ja nicht chronologisch abläuft) ist auch der Film toll. Wirklich zu empfehlen :)
Starke Schauspieler, aber eine Schicksalsstory, die man sich nich unbedingt ansehen muss. Ich muss zubegen, ein wenig enttäuscht war ich schon, da ich es ein wenig zu übertrieben, zu skuril finde, wie die Fänden am Ende, mit jedem noch so kleinen Bezug an des anderen Geschichte, perfekt zusammenlaufen...
Erst durch „Babel“ auf Alejandro Innaritu aufmerksam geworden wollte ich mehr von ihm sehen und landete bei „Amores Perros“. Der flashte erneut, wenn auch auf gänzlich andere Art und Weise, so dass ich mich sogar dazu überwand „21 Gramm“ zu sehen. 'Überwand' aus dem Grund, dass ich Sean Penn bis heute nie viel abgewinnen konnte. Seine Fähigkeiten stehen ausser Frage, allerdings konnte ich mit vielen seiner Rollen nichts anfangen. Viele ansich gute Filme in denen er ebenfalls gut spielt, allerdings war da immer wieder etwas, dass mich sehr störte.
ZACK!!! „21 Gramm“ ändert hier ALLES. Hier nervt nichts und niemand. Innaritu zerpflückt seinen Film - wie immer - sehr geschickt. Man fiebert mit den einzelnen Handlungssträngen mit, steht zu Beginn im Dunkeln, wird sich aber doch ziemlich schnell der tatsächlichen Reihenfolge der gezeigten Bilder bewusst und ahnt auch relativ früh, wie das Gezeigte zusammengeführt werden wird. Dennoch bleibt man zu jedem Zeitpunkt gut unterhalten und wird sich bei aufmersamer Betrachtung – welche zwingend nötig ist – bewusst, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde. Die Reihenfolge des Gezeigten ist tausendfach besser überlegt als in den meisten anderen guten Dramen der Moderne. Meiner Meinung nach hat Innaritus hauseigener Drehbuchschreiber Guillermo Arriaga sich hier selbst übertroffen.
Und anders als beim Meisterzerstückeler David Lynch wird dem Zuschauer hier auch gestattet, dass er das Gesehene verstehen kann. Denn was Lynch so zelebriert ist eine ewig andauernde Ahnungslosigkeit seiner Zuschauer, die mal ganz nett ist, allerdings auf Dauer doch mehr nervt als zum tatsächlichen Hinterfragen und Zusammensetzen der einzelnen Puzzlestücke anregt. Das ist natürlich alles Geschmackssache, aber ich steh auf Ergebnisse und nicht auf grenzloses Herumstochern in einer dunklen Materie in der alles möglich scheint und vielleicht auch ist... zumindest etwas mehr.
Auch Kameraführung und Sound sind - ich möchte fast sagen wie gewohnt - nahe an der Perfektion. Wenn ich jetzt noch sage, dass Benicio del Toro einer meiner Lieblingsschauspieler und Naomi Watts – spätestens seit „Mulholland Drive“, siehe Lynch - meine absolute Lieblingsschauspielerin ist, dann sollte klar sein, dass „21 Gramm“ zu meinen Favourites gehört.
Fazit: Ein Film, der auch beim zweiten Mal noch viel zu bieten hat und den man sich gerne auch noch ein drittes Mal ansieht.
Meiner Meinung nach wohl Iñárritus einzigartigster Film aus der zusammenhangslosen Drama-Trilogie bestehend aus Amores Perros, 21 Gramm, und Babel. Dieses Puzzle löst sich erst gegen Ende des Films, der einen verdammt starken Eindruck hinterlässt. Selten habe ich einen Film gesehen, bei dem alle drei Hauptdarsteller so stark überzeugen konnten, allen voran für mich Sean Penn, welcher ohnehin zu den besten Hollywood-Darstellern gehört. Benicio Del Toro und Naomi Watts waren natürich nicht viel schlechter. Also wenn ich jemandem einen Film von Alejandro González Iñárritu empfehlen würde, dann diesen.
"21 Gramm" ist ein bewegendes und aufwühlendes Drama, das unter die Haut geht !!
Der Zuschauer wird in einem geschickt verwobenen Erzählstrang hinein gezogen, der in seiner tragischen Atmosphäre bis zum Schluss fesselt !!
Besonders beeindruckend sind die drei grandiosen Hauptdarsteller Sean Penn, Naomi Watts und insbesondere Benicio Del Toro, die in ihrem intensiven Schauspiel ein Glanzleistung abliefern !!
Fazit: Ein intensives wie auch deprimierendes Drama, dass dem Zuschauer noch sehr lange nachhaltig in Erinnerung bleiben wird !!
Verglichen mit der Anzahl von Zeitsprüngen wirkt zwar sogar Tarkowskis "Spiegel" linear, dennoch weiß Innaritus zweiter Film zu fesseln, was nicht zuletzt den grandiosen Leistungen der drei Hauptdarsteller zu verdanken ist, besonders Sean Penn bietet hier eine unglaublich intensive Performance. Überhaupt ist Intensität DAS Stichwort, wie auch in "Amores Perros" wird der Zuschauer hier mitten in die tragischen Schicksale dreier Personen geworfen, und auch hier gibt es keine klare Unterteilung in "gute" und "böse" Menschen, durch die verschiedenen Perspektiven kann man sich selbst ein eigenes Bild von der Gesamtsituation machen, gerade weil jede Person in ihren Handlungen und Reaktionen stets nachvollziehbar bleibt, bietet der Film viel an Emotionalität. Auch die Zusammenfügung der einzelnen Handlungsstränge gelingt dem Drehbuchregisseur hervorragend, wenn auch durch die "Herzgeschichte" ein Hauch von etwas Übernatürlichem in die Geschichte kommt. Aber ohnehin bleiben die Wirren von menschlichen Seelen das Hauptthema des Films, welcher in seiner Struktur oftmals dem Prinzip "Zuerst die Antworten - dann die Fragen" folgt und somit auch eine besondere Faszination entwickelt. Trotz der sehr verschachtelten Struktur kann man dem Film jedoch weitgehend gut folgen, gerade wenn man im Vorfeld eine kurze Zusammenfassung der ohnehin nicht gerade umfangreichen Story gelesen hat. Es sind die Emotionen, die Reaktionen und die Taten der Personen, die hier im Vordergrund stehen, jede mit ihren eigenen Leiden, mit ihren eigenen Problemen und Sorgen, Stärken und Schwächen. Und die hervorragende Darstellung dieser durch die Schauspieler wird auch durch die zahlreichen Zeitsprünge nicht gestört. Insgesamt ein gewohnt großartiges Schicksalsdrama von Alejandro Gonzales Innaritu, welches weniger sperrig ist, als es zunächst den Anschein hat und von seinen bisherigen drei Filmen die wohl besten Schauspielleistungen bietet, im Gesamtbild hat meiner Meinung nach jedoch sein Erstling "Amores Perros" die Nase vorne. Dennoch ist "21 Gramm" jedem anspruchsvollen Filmfreund zu empfehlen. Meiner Meinung nach zudem die bisher beste Performance von Sean Penn, habe selten so sehr mit einer Filmfigur mitfühlen können.
Es gibt Filme für die will man nicht viel Geld ausgeben. Diese Filme müssen nicht schlecht sein. Diese Filme könnten sogar wahre Perlen sein. Aber ich will nicht jeden Preis dafür zahlen. Gestern war es dann soweit, schon lange anvisiert und dann zugeschlagen.
21 Gramm
Wieder einmal versuchte ich mich daran, etwas zu greifen was fernab meines eigentlichen Filmhorizontes liegt. 21 Gramm ist einer dieser Filme, die fernab vom Mainstream sind. Dieser Film zählt zu der Sorte von denen man etwas halten muss, über den man stundenlang philosophieren sollte, wenn man als Hip in der Welt der "wahren" Cineasten durchgehen will. Also einer dieser Filme, für den man sich wahrlich Zeit nehmen muss und ihn nur in einer angemessenen Atmosphäre ertragen kann.
21 Gramm ist anders, er lebt nicht von Bildern, Kamerafahrten oder gut aussehenden Schauspieler. Es ist einer dieser Filme die grobkörnig gefilmt wurden, von Dialogen lebt und von Experimenten des Regisseurs. 21 Gramm ist Kopfkino in jeglicher Hinsicht. Hat man als geouteter Mainstream Cineast nicht schon genug damit zu tun den Dialogen zu folgen, so muss man noch einer Erzählstruktur folgen die ihres gleichen sucht. Man kennt Episodenfilme, man kennt auch Memento. Aber all dies wird hier noch von Alejandro Gonzales Inarritu überspitzt, in dem er den gewillten Zuschauer auf eine harte Probe stellt. Kein klarer Handlungsbogen, keine Zeitlinie, keine offensichtliche Verknüpfung der Handlungsebenen. Immer wieder springt die Szene von Gegenwart in die Vergangenheit und sogleich wieder in die Zukunft. Selbst am Ende des Filmes weiß man nicht, was das hier und jetzt ist.
21 Gramm ist ein starker Film. Leicht ist er auf keinen Fall. Waren es ja schließlich auch der Trailer und das DVD Cover, welche mich mit ihren starken Claims gelockt haben.
"MAN SAGT,
DASS 21 GRAMM DAS GEWICHT IST, DAS
WIR VERLIEREN, WENN WIR STERBEN,
DAS GEWICHT VON
FÜNF FÜNF-CENT-STÜCKEN.
DAS GEWICHT EINES KOLIBRIS.
DAS GEWICHT EINES STÜCKES SCHOCKOLADE.
UND VIELLEICHT AUCH
DAS GEWICHT DER SEELE."
Aber alles in allen zeigt der Film Wirkung. 3 Menschen, welche nichts mehr zu verlieren haben, nachdem sie einst soviel gewonnen hatten. Der todkranke Paul (Sean Penn / Ich bin Sam, Mhystic River), welchen durch ein Spenderherz ein neues Leben geschenkt wurde, welches ihm dann doch wieder genommen wurde. Ehefrau und Mutter Christina (Namomie Watts / Ring), welche eine Familie hatte die sie über alles liebt, welche ihr genommen wurde.
Und dann ist da noch Jack (Benicio Del Toro), welchen in einer Phase der Läuterung, wieder der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Man nimmt unweigerlich teil an den Leiden der 3 Protagonisten, wenn sich nach der ersten Hälfte des Filmes langsam der Schleier der Erkenntnis über einen nieder lässt. Zusammenhänge versteht, Episodenschnipsel zu einander puzzelt, dann beginnt der Film sich zu öffnen. Doch auch dann bleibt der Film noch "unerträglich", denn so wird das Leid der Personen zu keinem Zeitpunkt aufgelockert. So das es einfach nur schwer bleibt dem Film zu folgen mit Kopf und Herz.
Alles in allem ist 21 Gramm einer dieser Filme, welche man sich zum Leiden anschaut. Wenn einen die bunte grelle und immer spaßige Happy Ending Welt von Hollywood zu viel wird, man etwas pseudoauthentik erleben will und über die existenziellen Fragen des Lebens philosophieren will. Wieviel wiegt Rache? Wieviel wiegt Liebe? Wieviel wiegt Schuld?
Der Film ist ab 12 freigegeben, ein ganz schlechter Scherz!
Sehr schwieriger Film mit abrupten Szenenwechseln, anfangs weiß man nicht um was es geht. Es wird in der Zeit von Gegenwart in die Vergangenheit und Zukunft gesprungen und zurück, also ein ganz anderes Filmschema als gewohnt.
Überhaupt feheln hier lustig, noch irgendwie optimistisch Momente, die Hauptdarsteller (alle miteinander verknüpft) befinden sich an einem persönlichen Tiefpunkt. Auch die Kamera sei erwähnt, wirkt als würde man daneben stehen, also sehr realitätsnah.
Ein stiller, bewegender, schwieriger, unkonventioneller, starker Film.
Mitreißendes und sehr tiefsinniges Drama mit viel Trauer! 3 komplett unterschiedliche Menschen mit ihrer ganz eigenen und problemreichen Lebensgeschichte werden durch das Schicksal auf tragische Weise zusammengeführt.
Zum Anfang des Filmes können die 3 verschiedenen Handlungsstränge etwas verwirrend wirken, aber trotzdem mus man aufpassen, da am Ende alles wieder zusammengeführt wird.
Wirklich kein Film für ein DVD-Abend bei dem man Spaß haben will. Man sollte ihn wirklich nur konzentriert und in der richtigen Stimmung anschauen. Man merkt durch diesen Film einfach, wie kurz unser Leben sein kann und wie hart das Schicksal zuschlagen kann!
Emotionales und erstklassiges Meisterwerk!
Ein äußerst philosophisches Herangehen an das Thema Sterben.
Mit grandiosen Charakteren, grandioser Story und brillianten Schauspielern. Man erlebt sehr intensive bewegende Szenen, die filmisch grandios umgsetzt sind:also äußerst gut kenne ich mich nicht aus aber ich fand die szene am schluss mit dem rauschen grandios und auch die stille nachdem penn und watts sex hatten.Alles in allem ein Meisterwerk, aber halt schwere Kost, was für den Kopf. Trotzdem schafft es inarritu einen nicht damit zu erschlagen(als würde man einen prof über den sinn lebens labern hören) allein durch die abgehackten unchronologischen szenen wird man total in den film hinengesogen, will wissen was passiert und sitz am ende sprachlos da !
Nachdem ich schon "Amores Perros" und "Babel" gesehen habe, ist dieser Film eher enttäuschend. Mehr gibt es leider nicht zu sagen, er hat mich weder großartig gerührt noch bewegt. Schon zu viel gesehen?
Ein perfektes Meisterwerk für die guten Glücklichen - solche glücklichen guten Gutmenschen voller Rücksicht, die die Augen nicht verschliessen; solche eben, die auch mal das Elend zwischendurch richtig spüren und aufnehmen möchten.
Ja sie spüren das tatsächlich, denn richtige gute Gutmenschen haben - ach - so grandiose Empathie für alles irgendwie Ungerechte auf dieser Welt. So bleibt die Welt eben auch schön!
Also ich als Gutmensch könnte eigentlich jederzeit und an jedem Ort über die Welt kotzen, und schön finde ich sie zuweilen auch nur, weil ich glaube, dass alles noch viel schlimmer kommt.
Genau. Habe mich totgeärgert, passend zum Filmthema. So pathetisch! Und so tragisch! Und so ergreifend! Wenn man aber hundertmal zu dick aufträgt, verkehrt man den Schrott ins Gegenteil=>LÄCHERLICH. Danke, dass ich nicht ganz allein damit bin...
Iñárritu kreiert ein Meisterwerk, welches einen verstört und mitreißt.
Eine sehr eindringliche Entwicklung, die durch die Asynchronität im Zeitablauf nur noch unterstriechen wird.
Am Ende ist man sich allerdings nicht sicher, was man von dem Gesehenen halten soll. Deprimierend und aufwühlend.
„21 Gramm. Das Gewicht von fünf 5-Cent-Münzen. Das Gewicht eines Kolibris. Eines Schokoriegels.“ Laut eines Experiments das Gewicht der Seele. Es geht um Schicksal, um Schuld und um Rache. Mit „21 Gramm“ hat Regisseur Alejandro González Iñárritu ein optisch wie erzählerisch äußert ansprechendes und nachdenklich stimmendes Werk über das Zusammenleben verschiedener Menschen geschaffen.
Typisch für Regisseur Iñárritu und Drehbuchautor Guillermo Arriaga führt „21 Gramm“ drei Handlungsstränge in einem tragischen Ereignis zusammen. Da gibt es den ehemaligen Häftling Jack, gespielt von Benicio del Toro, der nach krimineller Vergangenheit Trost im Glauben sucht, den herzkranken Paul, gespielt von Sean Penn, der auf ein Spenderherz wartet, und die Familienmutter Cristina, gespielt von Naomi Watts, die scheinbar ihre Alkohol- und Drogenprobleme überwunden hat.
Anfangs völlig unabhängig voneinander erzählt, führt „21 Gramm“ die drei Handlungsstränge langsam zusammen. Bemerkenswert ist dabei die Erzählstruktur: Nicht nur durch anfängliche schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Orten und Personen, sondern vor allem durch die nicht chronologische Szenenabfolge, die teilweise spätere Ereignisse vorausnimmt oder frühere Ereignisse erst erklärt bzw. in anderem Licht erscheinen lässt, wird man gezwungen, genau zu beobachten.
Früh kristallisiert sich für den mitdenkenden Zuschauer heraus, auf welche Weise die drei Handlungsstränge ineinander münden. Das gemeinsame Schicksal, das die drei Charaktere verbindet, ist nicht wirklich einfallsreich, und so lässt sich schon früh anhand vieler Kleinigkeiten das Grundkonstrukt des Plots erahnen. Allerdings hält das Skript genug Überraschungen bereit, um trotzdem nicht langweilig zu werden. Im Gegenteil, man ist weiterhin gehalten aufzupassen, um die letzten Details der Story mitzubekommen. Schließlich gibt der Film dann zwar seine nicht-lineare Struktur auf und beschreibt die letzten Ereignisse chronologisch, aber auch dann fiebert man immer noch mit.
Neben den Ort- und Zeitsprüngen wird „21 Gramm“ vor allem von seinen Hauptdarstellern getragen. Das Schauspiel von Benicio del Toro und Sean Penn ist schon genial, und dennoch werden beide von der beeindruckenden Naomi Watts deutlich übertrumpft. Besonders in einigen hysterischen Szenen, in denen ihr Charakter mit ihrem Schicksal hadert, zeigt Naomi Watts enormes schauspielerisches Talent – leider in der deutschen Synchro etwas übertrieben, was aber der Glaubwürdigkeit kaum Abbruch tut. Auch handwerklich lohnt sich der Film aufgrund vieler gelungener Einstellungen.
Die zentralen Motive („Wie viel wiegt Rache? ...Liebe? ...Schuld?“), die der Film an die Schicksale der Charaktere anlehnt, stimmen nachdenklich. Ohne moralische Aufgesetztheit, wie man sie leider viel zu häufig in Filmen findet, sprechen sich Alejandro González Iñárritu und Guillermo Arriaga für Kommunikation und Vergebung aus, indem sie aufzeigen, wohin die Abgründe des Menschen führen. In der Hinsicht ist „21 Gramm“ sogar etwas deprimierend und bedrückend.
Fazit: „21 Gramm“ ist ein tiefgründiges, authentisch gespieltes Drama, dessen Erzählstruktur viel zum intensiven Eindruck beiträgt. Schade, dass Iñárritu und Arriaga diese Qualität mit „Babel“ nicht halten konnten...
Drei großartig agierende Schauspieler, eine ungewöhnliche Erzählweise einer guten Story, viel Gefühl macht gute Unterhaltung die sehr tief unter die Haut geht. Der Film bewegt und rührt den Zuschauer ohne ihn merklich zu langweilen.
Sehr bewegendes und optisch sehr gelungenes Drama. Benicio del Toro stiehlt allen anderen die Show.
Leider sind es zu viele, zu kurze Episoden die viel zu wirr und viel zu ineinander verschachtelt erzählt werden.
Dass Inarritu es besser kann, hat er danach mit Babel bewiesen.
Eine sehr ungewöhnliche Erzählstruktur macht "21 Gramm" besonders in den ersten 40 Minuten, zu einem äusserst spannenden und gleichzeitig deprimierenden Erlebnis. Hat man sich später im Story/Charakter-Gewirr zurechtgefunden, wird die Handlung etwas vorhersehbar. Kann aber trotzdem noch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten.
Bei den Darstellern bestechen besonders Del Toro und Watts, Sean Penn hat prinzipell irgendetwas an sich was ich nicht mag, objektiv betrachtet ist aber auch seine Leistung hier sehr gut.
Iñárritu's Werke werde ich in Zukunft jedenfalls weiter verfolgen. Sehr kreativ der Mann, sowohl was Story als auch Optik angeht.
"21 Gramm" ist ein emotionales Drama, das dem Zuschauer noch lange nach dem Anschauen im Gedächtnis bleiben wird. Dabei ist die Story nicht wirklich neu und bietet nichts, was es nicht schon in ähnlicher Form gegeben hätte. Trotzdem hebt sich der Streifen von den meisten Hollywood-Dramen ab und wird somit zu etwas ganz Besonderem.
Das Geheimnis liegt in der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird und weniger in dem was eigentlich geschieht. Zumindest ist dies in der ersten Hälfte des Filmes der Fall, wo drei Personen unabhängig voneinander vorgestellt werden, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Natürlich erweist sich das als Trugschluss, denn alle drei Schicksale hängen auf grausame Weise zusammen.
Dem Publikum wird allerdings keine Chronologische Aufzählung geboten.
"21 Gramm" liefert stattdessen kleine Häppchen aus unterschiedlichen Zeitpunkten der jeweiligen Schicksale und teilweise ist nicht einmal klar, zu welcher Person der Schnippsel denn nun gehört. Man ist als Beobachter also dazu angehalten diese Puzzleteile selbst zusammen zu fügen und die Beziehung der Personen zueinander herauszuarbeiten. Dabei sind die Filmfetzen so gut verteilt, dass das Drama immer wieder für Überraschungen gut ist.
Sobald die Beziehungen der Figuren halbwegs klar sind, verliert der Film aber leider sehr stark an Fahrt, was nicht zuletzt an der plötzlich linearen Erzählweise in der zweiten Hälfte liegt. Dem Streifen scheint mit einem Mal die inspirative Kraft ausgegangen zu sein und so plätschert die Geschichte ganz konventionell und langweilig dahin.
Zum Schluss greift "21 Gramm" jedoch wieder sein Tempo und den Ideenreichtum der ersten Hälfte wieder auf und bietet nach einer langatmigen Mittelphase einen gelungenen Abschluss.
Die Schauspielkunst in diesem Werk ist so ganz nebenbei einfach nur zu bewundern und allen voran brilliert Naomi Watts, die in der ihr aufgetragenen Rolle Sean Penn, Benicio del Toro und den restlichen Cast locker an die Wand spielt. Zu eindrucksstark und überzeugend spielt sie, als das man ihre Rolle in diesem Film nicht loben könnte.
Doch auch die Kameraarbeit verleiht dem Film einen gewissen Reiz: gute Einstellungen und schnelle Kameraschwenks, die sich perfekt in das Gesamtbild einfügen, dominieren spürbar, wirken aber nicht zu aufdringlich.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass "21 Gramm" trotz einiger Hänger in der Mitte in sehr gelungenes und innovatives Drama geworden ist, das vor allem Eines ganz grandios beherrscht:
Unter die Haut zu gehen!
Fazit: Unbedingt ansehen!!!
Super Schitt, Darstellung, Regie. Ein fabelhafter Benicio, Sean und Naomi. Der Film hat Spannung, Gefühl und eine Traumbesetzung. Einer der besten Schnitte der Filmgeschichte.
Im Gegensatz zu Babel mehr verwirrende Zeitsprünge. Dafür sind die Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen enger, nachvollziehbarer und nicht so an den Haaren herbei gezogen wie bei Iñárritus Nachfolgewerk. Mich konnte 21 Gramm wesentlich mehr überzeugen als der mit Preisen und Nominierungen überhäufte Nachfolger.
Der Film ist tatsächlich sehr bedrückend und traurig. Nichts für gute Laune.
Kritiker — Sehenswert 7.5
Der Film 21 Gramm wurde von 43 Kritikern bewertet.
Die drei Geschichten laufen nebeneinander ab, sind nicht in chronologischer Reihenfolge und der Zuschauer braucht eine Weile, bis er sich zurechtfindet und die Zusammenhänge versteht. Keine skurile Charaktere, sondern Menschen, wie sie im echten Leben vorkommen. Lange Momente der Stille. Harte Schnitte zwischen den Szenen und den verschiedenen Schauplätzen. Ein Erzählstil, der durchaus etwas von Tarantino hat.
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Flibbo: [neue Website coming soon]
Nach "Amores Perros" und vor "Babel" liefert Alejandro González Iñárritu ein originell erzähltes, schön bebildertes und stark gespieltes Drama, bei dem sich die aus vielen Einzelteilen bestehende Geschichte erst im Laufe der Zeit, nach und nach, zusammenfügt. Die interessante Story um Schuld, Liebe und Schicksalsbewältigung wird so zerrüttet präsentiert wie es die drei Hauptfiguren, brillant verköpert vom Trio Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro, sind. Technik und Inhalt greifen perfekt ineinander. Still, aber doch sehr intensiv, ohne zu übertreiben.
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D. Kamalzadeh: Der Standard
21 Grams gibt letztlich nur vor, dem Zufall zu folgen, in Wahrheit bewegen ihn blasse metaphysische Ideen, werden Figuren und ihr Schicksal bloß exekutiert. Alles kommt darin so, wie es kommen muss, weil Iñárritu die Kausalität des Geschehens nur graduell aufhebt, auf den Suspense eines überraschenden Endes dann doch nicht verzichten kann.
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Evie: www.inderzange.de
Der Film war wirklich sehr beeindruckend, allein durch die fabelhaften Schauspieler aber auch durch die bedrückende Story. Aber das große Manko was der Film hat ist die erzählweise, ich finde dadurch macht sich der Film die ganze aufgebaute Atmosphäre wieder zu nichte, sehr schade denn ich denke hätte man den Film "normal" erzählt wäre er noch viel besser gewesen. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr bewegender und guter Film, mehr leider nicht.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Inà rritu gibt Schuld, Sühne, Rache und dem Leiden der Welt Namen und Gesichter von bizarrer Schönheit. Er folgt seinen Figuren in ihre Abgründe, er zeigt sie in fahlen Farben und in Bildern, die schwanken wie die aus der Bahn Geratenen selbst.
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Kommentare — Sehenswert 7.8
Der Film 21 Gramm wurde von 2669 Mitgliedern bewertet.
station57 2010/01/20 00:13:07
Ich habe einige Tage davor "Amores Perros" gesehen, und hab mir deswegen jetzt - weil mir der Film gut gefiel - auch "21 Gramm" angeschaut. Die Schauspieler sind toll ausgewählt und spielen ihre Rolle gekonnt, da bin ich absolut begeistert.
Ich muss sagen, dass ich eben - weil ich den Ablauf aus "Amores Perros" kenne, nicht mehr wirklich spannend finde. Es ist quasi ein "Abklatsch", und auf Dauer wäre mir diese Art von Film wohl zu langweilig, was schade ist, denn die Story ist wirklich bewegend emotional, wenn auch schwer. Nur eben vom Aufbau her gleich verpackt.
Ich weiß nicht, ob es auch so gewesen wäre, hätte ich die Filme in der anderen Reihenfolge gesehen. Allerdings hat mich "21 Gramm" nicht so sehr geschockt und in eine emotionale brutale Welt gesteckt, wie "Amores Perros". Es hat mich nicht so sehr mitgenommen. Deswegen ist die Bewertung hier etwas geringer ausgefallen.
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Keoma 2010/01/19 15:42:11
Ich werde nie begreifen, warum diese eigentlich belanglose Geschichte derart viel Zuspruch gefunden und so viele Leute gar von einem Meisterwerk reden. Der Film chronologisch erzählt, ergibt im Grunde doch nur eine Art großen TV-Roman, der etwas düsterer daherkommt. Die Schauspieler sind aber gut.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Claudia :) 2010/01/10 14:08:25
Toller Sean Penn ! Und abgesehen von der manchmal etwas ZU verwirrend geratenen Handlung (die ja nicht chronologisch abläuft) ist auch der Film toll. Wirklich zu empfehlen :)
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Rezerwat 2009/12/27 22:58:27
Na ja...
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BadaBoomBang 2009/12/27 23:38:42
wenn du nichts zu sagen hast, dann lass es einfach!
Rezerwat 2009/12/28 23:03:02
Wenn dass für Dich keine Aussage ist... dann sorry... kann nichts dafür...
Alle 4 Antworten zeigen
mistral36 2010/01/10 18:56:30
"Na ja", aber 7,5 Punkte?
Wo soll da die durchdachte Aussage sein?
Rezerwat 2010/01/11 19:08:54
Autsch ist bei mir 0
Na ja 7,5
JAWOHL = 10 Punkte...
Jetzt zufrieden?
USA_Christoph 2009/12/19 09:11:53
Starke Schauspieler, aber eine Schicksalsstory, die man sich nich unbedingt ansehen muss. Ich muss zubegen, ein wenig enttäuscht war ich schon, da ich es ein wenig zu übertrieben, zu skuril finde, wie die Fänden am Ende, mit jedem noch so kleinen Bezug an des anderen Geschichte, perfekt zusammenlaufen...
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BAD ONI0N 2009/12/16 16:09:35
Erst durch „Babel“ auf Alejandro Innaritu aufmerksam geworden wollte ich mehr von ihm sehen und landete bei „Amores Perros“. Der flashte erneut, wenn auch auf gänzlich andere Art und Weise, so dass ich mich sogar dazu überwand „21 Gramm“ zu sehen. 'Überwand' aus dem Grund, dass ich Sean Penn bis heute nie viel abgewinnen konnte. Seine Fähigkeiten stehen ausser Frage, allerdings konnte ich mit vielen seiner Rollen nichts anfangen. Viele ansich gute Filme in denen er ebenfalls gut spielt, allerdings war da immer wieder etwas, dass mich sehr störte.
ZACK!!! „21 Gramm“ ändert hier ALLES. Hier nervt nichts und niemand. Innaritu zerpflückt seinen Film - wie immer - sehr geschickt. Man fiebert mit den einzelnen Handlungssträngen mit, steht zu Beginn im Dunkeln, wird sich aber doch ziemlich schnell der tatsächlichen Reihenfolge der gezeigten Bilder bewusst und ahnt auch relativ früh, wie das Gezeigte zusammengeführt werden wird. Dennoch bleibt man zu jedem Zeitpunkt gut unterhalten und wird sich bei aufmersamer Betrachtung – welche zwingend nötig ist – bewusst, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde. Die Reihenfolge des Gezeigten ist tausendfach besser überlegt als in den meisten anderen guten Dramen der Moderne. Meiner Meinung nach hat Innaritus hauseigener Drehbuchschreiber Guillermo Arriaga sich hier selbst übertroffen.
Und anders als beim Meisterzerstückeler David Lynch wird dem Zuschauer hier auch gestattet, dass er das Gesehene verstehen kann. Denn was Lynch so zelebriert ist eine ewig andauernde Ahnungslosigkeit seiner Zuschauer, die mal ganz nett ist, allerdings auf Dauer doch mehr nervt als zum tatsächlichen Hinterfragen und Zusammensetzen der einzelnen Puzzlestücke anregt. Das ist natürlich alles Geschmackssache, aber ich steh auf Ergebnisse und nicht auf grenzloses Herumstochern in einer dunklen Materie in der alles möglich scheint und vielleicht auch ist... zumindest etwas mehr.
Auch Kameraführung und Sound sind - ich möchte fast sagen wie gewohnt - nahe an der Perfektion. Wenn ich jetzt noch sage, dass Benicio del Toro einer meiner Lieblingsschauspieler und Naomi Watts – spätestens seit „Mulholland Drive“, siehe Lynch - meine absolute Lieblingsschauspielerin ist, dann sollte klar sein, dass „21 Gramm“ zu meinen Favourites gehört.
Fazit: Ein Film, der auch beim zweiten Mal noch viel zu bieten hat und den man sich gerne auch noch ein drittes Mal ansieht.
Story:--------10
Genre:-------9
Acting:-------10
Kamera:-----9
Sound:-------10
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
PaJeRo 2009/11/24 17:49:16
Meiner Meinung nach wohl Iñárritus einzigartigster Film aus der zusammenhangslosen Drama-Trilogie bestehend aus Amores Perros, 21 Gramm, und Babel. Dieses Puzzle löst sich erst gegen Ende des Films, der einen verdammt starken Eindruck hinterlässt. Selten habe ich einen Film gesehen, bei dem alle drei Hauptdarsteller so stark überzeugen konnten, allen voran für mich Sean Penn, welcher ohnehin zu den besten Hollywood-Darstellern gehört. Benicio Del Toro und Naomi Watts waren natürich nicht viel schlechter. Also wenn ich jemandem einen Film von Alejandro González Iñárritu empfehlen würde, dann diesen.
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willy50 2009/11/06 07:27:04
Mindestens 23 Gramm für die Seele dieses Films. Gerührt, nicht geschüttelt.Sean, du bist der Größte !
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Chris12zero 2009/10/20 01:42:45
"21 Gramm" ist ein bewegendes und aufwühlendes Drama, das unter die Haut geht !!
Der Zuschauer wird in einem geschickt verwobenen Erzählstrang hinein gezogen, der in seiner tragischen Atmosphäre bis zum Schluss fesselt !!
Besonders beeindruckend sind die drei grandiosen Hauptdarsteller Sean Penn, Naomi Watts und insbesondere Benicio Del Toro, die in ihrem intensiven Schauspiel ein Glanzleistung abliefern !!
Fazit: Ein intensives wie auch deprimierendes Drama, dass dem Zuschauer noch sehr lange nachhaltig in Erinnerung bleiben wird !!
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BigDi 2009/10/18 16:01:58
Verglichen mit der Anzahl von Zeitsprüngen wirkt zwar sogar Tarkowskis "Spiegel" linear, dennoch weiß Innaritus zweiter Film zu fesseln, was nicht zuletzt den grandiosen Leistungen der drei Hauptdarsteller zu verdanken ist, besonders Sean Penn bietet hier eine unglaublich intensive Performance. Überhaupt ist Intensität DAS Stichwort, wie auch in "Amores Perros" wird der Zuschauer hier mitten in die tragischen Schicksale dreier Personen geworfen, und auch hier gibt es keine klare Unterteilung in "gute" und "böse" Menschen, durch die verschiedenen Perspektiven kann man sich selbst ein eigenes Bild von der Gesamtsituation machen, gerade weil jede Person in ihren Handlungen und Reaktionen stets nachvollziehbar bleibt, bietet der Film viel an Emotionalität. Auch die Zusammenfügung der einzelnen Handlungsstränge gelingt dem Drehbuchregisseur hervorragend, wenn auch durch die "Herzgeschichte" ein Hauch von etwas Übernatürlichem in die Geschichte kommt. Aber ohnehin bleiben die Wirren von menschlichen Seelen das Hauptthema des Films, welcher in seiner Struktur oftmals dem Prinzip "Zuerst die Antworten - dann die Fragen" folgt und somit auch eine besondere Faszination entwickelt. Trotz der sehr verschachtelten Struktur kann man dem Film jedoch weitgehend gut folgen, gerade wenn man im Vorfeld eine kurze Zusammenfassung der ohnehin nicht gerade umfangreichen Story gelesen hat. Es sind die Emotionen, die Reaktionen und die Taten der Personen, die hier im Vordergrund stehen, jede mit ihren eigenen Leiden, mit ihren eigenen Problemen und Sorgen, Stärken und Schwächen. Und die hervorragende Darstellung dieser durch die Schauspieler wird auch durch die zahlreichen Zeitsprünge nicht gestört. Insgesamt ein gewohnt großartiges Schicksalsdrama von Alejandro Gonzales Innaritu, welches weniger sperrig ist, als es zunächst den Anschein hat und von seinen bisherigen drei Filmen die wohl besten Schauspielleistungen bietet, im Gesamtbild hat meiner Meinung nach jedoch sein Erstling "Amores Perros" die Nase vorne. Dennoch ist "21 Gramm" jedem anspruchsvollen Filmfreund zu empfehlen. Meiner Meinung nach zudem die bisher beste Performance von Sean Penn, habe selten so sehr mit einer Filmfigur mitfühlen können.
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Deacon 2009/09/29 08:38:54
Es gibt Filme für die will man nicht viel Geld ausgeben. Diese Filme müssen nicht schlecht sein. Diese Filme könnten sogar wahre Perlen sein. Aber ich will nicht jeden Preis dafür zahlen. Gestern war es dann soweit, schon lange anvisiert und dann zugeschlagen.
21 Gramm
Wieder einmal versuchte ich mich daran, etwas zu greifen was fernab meines eigentlichen Filmhorizontes liegt. 21 Gramm ist einer dieser Filme, die fernab vom Mainstream sind. Dieser Film zählt zu der Sorte von denen man etwas halten muss, über den man stundenlang philosophieren sollte, wenn man als Hip in der Welt der "wahren" Cineasten durchgehen will. Also einer dieser Filme, für den man sich wahrlich Zeit nehmen muss und ihn nur in einer angemessenen Atmosphäre ertragen kann.
21 Gramm ist anders, er lebt nicht von Bildern, Kamerafahrten oder gut aussehenden Schauspieler. Es ist einer dieser Filme die grobkörnig gefilmt wurden, von Dialogen lebt und von Experimenten des Regisseurs. 21 Gramm ist Kopfkino in jeglicher Hinsicht. Hat man als geouteter Mainstream Cineast nicht schon genug damit zu tun den Dialogen zu folgen, so muss man noch einer Erzählstruktur folgen die ihres gleichen sucht. Man kennt Episodenfilme, man kennt auch Memento. Aber all dies wird hier noch von Alejandro Gonzales Inarritu überspitzt, in dem er den gewillten Zuschauer auf eine harte Probe stellt. Kein klarer Handlungsbogen, keine Zeitlinie, keine offensichtliche Verknüpfung der Handlungsebenen. Immer wieder springt die Szene von Gegenwart in die Vergangenheit und sogleich wieder in die Zukunft. Selbst am Ende des Filmes weiß man nicht, was das hier und jetzt ist.
21 Gramm ist ein starker Film. Leicht ist er auf keinen Fall. Waren es ja schließlich auch der Trailer und das DVD Cover, welche mich mit ihren starken Claims gelockt haben.
"MAN SAGT,
DASS 21 GRAMM DAS GEWICHT IST, DAS
WIR VERLIEREN, WENN WIR STERBEN,
DAS GEWICHT VON
FÜNF FÜNF-CENT-STÜCKEN.
DAS GEWICHT EINES KOLIBRIS.
DAS GEWICHT EINES STÜCKES SCHOCKOLADE.
UND VIELLEICHT AUCH
DAS GEWICHT DER SEELE."
Aber alles in allen zeigt der Film Wirkung. 3 Menschen, welche nichts mehr zu verlieren haben, nachdem sie einst soviel gewonnen hatten. Der todkranke Paul (Sean Penn / Ich bin Sam, Mhystic River), welchen durch ein Spenderherz ein neues Leben geschenkt wurde, welches ihm dann doch wieder genommen wurde. Ehefrau und Mutter Christina (Namomie Watts / Ring), welche eine Familie hatte die sie über alles liebt, welche ihr genommen wurde.
Und dann ist da noch Jack (Benicio Del Toro), welchen in einer Phase der Läuterung, wieder der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Man nimmt unweigerlich teil an den Leiden der 3 Protagonisten, wenn sich nach der ersten Hälfte des Filmes langsam der Schleier der Erkenntnis über einen nieder lässt. Zusammenhänge versteht, Episodenschnipsel zu einander puzzelt, dann beginnt der Film sich zu öffnen. Doch auch dann bleibt der Film noch "unerträglich", denn so wird das Leid der Personen zu keinem Zeitpunkt aufgelockert. So das es einfach nur schwer bleibt dem Film zu folgen mit Kopf und Herz.
Alles in allem ist 21 Gramm einer dieser Filme, welche man sich zum Leiden anschaut. Wenn einen die bunte grelle und immer spaßige Happy Ending Welt von Hollywood zu viel wird, man etwas pseudoauthentik erleben will und über die existenziellen Fragen des Lebens philosophieren will. Wieviel wiegt Rache? Wieviel wiegt Liebe? Wieviel wiegt Schuld?
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Weltensegler 2009/09/05 12:18:53
Der Film ist ab 12 freigegeben, ein ganz schlechter Scherz!
Sehr schwieriger Film mit abrupten Szenenwechseln, anfangs weiß man nicht um was es geht. Es wird in der Zeit von Gegenwart in die Vergangenheit und Zukunft gesprungen und zurück, also ein ganz anderes Filmschema als gewohnt.
Überhaupt feheln hier lustig, noch irgendwie optimistisch Momente, die Hauptdarsteller (alle miteinander verknüpft) befinden sich an einem persönlichen Tiefpunkt. Auch die Kamera sei erwähnt, wirkt als würde man daneben stehen, also sehr realitätsnah.
Ein stiller, bewegender, schwieriger, unkonventioneller, starker Film.
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Tyler 2009/09/06 10:31:21
die 12er Freigabe ist wirklich lachhaft.
Auch wenn ich da ganz anderer Meinung bin, kann ich deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen.
Leo91 2009/07/29 17:33:18
Mitreißendes und sehr tiefsinniges Drama mit viel Trauer! 3 komplett unterschiedliche Menschen mit ihrer ganz eigenen und problemreichen Lebensgeschichte werden durch das Schicksal auf tragische Weise zusammengeführt.
Zum Anfang des Filmes können die 3 verschiedenen Handlungsstränge etwas verwirrend wirken, aber trotzdem mus man aufpassen, da am Ende alles wieder zusammengeführt wird.
Wirklich kein Film für ein DVD-Abend bei dem man Spaß haben will. Man sollte ihn wirklich nur konzentriert und in der richtigen Stimmung anschauen. Man merkt durch diesen Film einfach, wie kurz unser Leben sein kann und wie hart das Schicksal zuschlagen kann!
Emotionales und erstklassiges Meisterwerk!
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Punk 2009/07/28 15:09:10
Absolut sehenswert!
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DeZeiter 2009/07/16 00:24:54
Ein äußerst philosophisches Herangehen an das Thema Sterben.
Mit grandiosen Charakteren, grandioser Story und brillianten Schauspielern. Man erlebt sehr intensive bewegende Szenen, die filmisch grandios umgsetzt sind:also äußerst gut kenne ich mich nicht aus aber ich fand die szene am schluss mit dem rauschen grandios und auch die stille nachdem penn und watts sex hatten.Alles in allem ein Meisterwerk, aber halt schwere Kost, was für den Kopf. Trotzdem schafft es inarritu einen nicht damit zu erschlagen(als würde man einen prof über den sinn lebens labern hören) allein durch die abgehackten unchronologischen szenen wird man total in den film hinengesogen, will wissen was passiert und sitz am ende sprachlos da !
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kalliope 2009/07/11 12:31:35
Nachdem ich schon "Amores Perros" und "Babel" gesehen habe, ist dieser Film eher enttäuschend. Mehr gibt es leider nicht zu sagen, er hat mich weder großartig gerührt noch bewegt. Schon zu viel gesehen?
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Mawazh 2009/05/19 22:57:38
Sehr bewegendes Drama mit einer interessanten Erzählstruktur und drei Hauptdarstellern, die ganz große Klasse sind.
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patcharisma 2009/04/26 03:20:52
Ein perfektes Meisterwerk für die guten Glücklichen - solche glücklichen guten Gutmenschen voller Rücksicht, die die Augen nicht verschliessen; solche eben, die auch mal das Elend zwischendurch richtig spüren und aufnehmen möchten.
Ja sie spüren das tatsächlich, denn richtige gute Gutmenschen haben - ach - so grandiose Empathie für alles irgendwie Ungerechte auf dieser Welt. So bleibt die Welt eben auch schön!
Mir wird grad schlecht!
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stalker 2009/06/27 00:42:43
Also ich als Gutmensch könnte eigentlich jederzeit und an jedem Ort über die Welt kotzen, und schön finde ich sie zuweilen auch nur, weil ich glaube, dass alles noch viel schlimmer kommt.
alanger 2009/03/22 15:54:22
dumm und selbstverliebter, ach sooo tiefsinniger mist.
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davidpm 2010/01/04 22:17:08
Genau. Habe mich totgeärgert, passend zum Filmthema. So pathetisch! Und so tragisch! Und so ergreifend! Wenn man aber hundertmal zu dick aufträgt, verkehrt man den Schrott ins Gegenteil=>LÄCHERLICH. Danke, dass ich nicht ganz allein damit bin...
stalker 2009/03/22 15:48:17
Ein Meisterwerk! Perfekt!
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s3ss0r 2009/03/22 12:20:12
Iñárritu kreiert ein Meisterwerk, welches einen verstört und mitreißt.
Eine sehr eindringliche Entwicklung, die durch die Asynchronität im Zeitablauf nur noch unterstriechen wird.
Am Ende ist man sich allerdings nicht sicher, was man von dem Gesehenen halten soll. Deprimierend und aufwühlend.
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FordFairlane 2009/02/21 23:10:33
Hat mich jetzt nicht so umgehauen, da man sich die geschichte hätte denken können!!
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Chrisetoph 2009/02/09 21:45:52
„21 Gramm. Das Gewicht von fünf 5-Cent-Münzen. Das Gewicht eines Kolibris. Eines Schokoriegels.“ Laut eines Experiments das Gewicht der Seele. Es geht um Schicksal, um Schuld und um Rache. Mit „21 Gramm“ hat Regisseur Alejandro González Iñárritu ein optisch wie erzählerisch äußert ansprechendes und nachdenklich stimmendes Werk über das Zusammenleben verschiedener Menschen geschaffen.
Typisch für Regisseur Iñárritu und Drehbuchautor Guillermo Arriaga führt „21 Gramm“ drei Handlungsstränge in einem tragischen Ereignis zusammen. Da gibt es den ehemaligen Häftling Jack, gespielt von Benicio del Toro, der nach krimineller Vergangenheit Trost im Glauben sucht, den herzkranken Paul, gespielt von Sean Penn, der auf ein Spenderherz wartet, und die Familienmutter Cristina, gespielt von Naomi Watts, die scheinbar ihre Alkohol- und Drogenprobleme überwunden hat.
Anfangs völlig unabhängig voneinander erzählt, führt „21 Gramm“ die drei Handlungsstränge langsam zusammen. Bemerkenswert ist dabei die Erzählstruktur: Nicht nur durch anfängliche schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Orten und Personen, sondern vor allem durch die nicht chronologische Szenenabfolge, die teilweise spätere Ereignisse vorausnimmt oder frühere Ereignisse erst erklärt bzw. in anderem Licht erscheinen lässt, wird man gezwungen, genau zu beobachten.
Früh kristallisiert sich für den mitdenkenden Zuschauer heraus, auf welche Weise die drei Handlungsstränge ineinander münden. Das gemeinsame Schicksal, das die drei Charaktere verbindet, ist nicht wirklich einfallsreich, und so lässt sich schon früh anhand vieler Kleinigkeiten das Grundkonstrukt des Plots erahnen. Allerdings hält das Skript genug Überraschungen bereit, um trotzdem nicht langweilig zu werden. Im Gegenteil, man ist weiterhin gehalten aufzupassen, um die letzten Details der Story mitzubekommen. Schließlich gibt der Film dann zwar seine nicht-lineare Struktur auf und beschreibt die letzten Ereignisse chronologisch, aber auch dann fiebert man immer noch mit.
Neben den Ort- und Zeitsprüngen wird „21 Gramm“ vor allem von seinen Hauptdarstellern getragen. Das Schauspiel von Benicio del Toro und Sean Penn ist schon genial, und dennoch werden beide von der beeindruckenden Naomi Watts deutlich übertrumpft. Besonders in einigen hysterischen Szenen, in denen ihr Charakter mit ihrem Schicksal hadert, zeigt Naomi Watts enormes schauspielerisches Talent – leider in der deutschen Synchro etwas übertrieben, was aber der Glaubwürdigkeit kaum Abbruch tut. Auch handwerklich lohnt sich der Film aufgrund vieler gelungener Einstellungen.
Die zentralen Motive („Wie viel wiegt Rache? ...Liebe? ...Schuld?“), die der Film an die Schicksale der Charaktere anlehnt, stimmen nachdenklich. Ohne moralische Aufgesetztheit, wie man sie leider viel zu häufig in Filmen findet, sprechen sich Alejandro González Iñárritu und Guillermo Arriaga für Kommunikation und Vergebung aus, indem sie aufzeigen, wohin die Abgründe des Menschen führen. In der Hinsicht ist „21 Gramm“ sogar etwas deprimierend und bedrückend.
Fazit: „21 Gramm“ ist ein tiefgründiges, authentisch gespieltes Drama, dessen Erzählstruktur viel zum intensiven Eindruck beiträgt. Schade, dass Iñárritu und Arriaga diese Qualität mit „Babel“ nicht halten konnten...
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Tyler__Durden 2009/01/12 23:01:37
Packendes und Grandios Gespieltes Drama über Liebe,Verlust und Rache.
3 Ausnahme Schauspieler unter der Regie eines Ausnahme Regiesseurs.
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Sabrina_M 2008/12/12 13:11:23
Drei großartig agierende Schauspieler, eine ungewöhnliche Erzählweise einer guten Story, viel Gefühl macht gute Unterhaltung die sehr tief unter die Haut geht. Der Film bewegt und rührt den Zuschauer ohne ihn merklich zu langweilen.
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Trevedas 2008/11/10 14:46:48
Sehr bewegendes und optisch sehr gelungenes Drama. Benicio del Toro stiehlt allen anderen die Show.
Leider sind es zu viele, zu kurze Episoden die viel zu wirr und viel zu ineinander verschachtelt erzählt werden.
Dass Inarritu es besser kann, hat er danach mit Babel bewiesen.
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cannibal83 2008/10/29 20:51:01
Eine sehr ungewöhnliche Erzählstruktur macht "21 Gramm" besonders in den ersten 40 Minuten, zu einem äusserst spannenden und gleichzeitig deprimierenden Erlebnis. Hat man sich später im Story/Charakter-Gewirr zurechtgefunden, wird die Handlung etwas vorhersehbar. Kann aber trotzdem noch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten.
Bei den Darstellern bestechen besonders Del Toro und Watts, Sean Penn hat prinzipell irgendetwas an sich was ich nicht mag, objektiv betrachtet ist aber auch seine Leistung hier sehr gut.
Iñárritu's Werke werde ich in Zukunft jedenfalls weiter verfolgen. Sehr kreativ der Mann, sowohl was Story als auch Optik angeht.
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MasterTNQ 2008/08/30 00:41:09
"21 Gramm" ist ein emotionales Drama, das dem Zuschauer noch lange nach dem Anschauen im Gedächtnis bleiben wird. Dabei ist die Story nicht wirklich neu und bietet nichts, was es nicht schon in ähnlicher Form gegeben hätte. Trotzdem hebt sich der Streifen von den meisten Hollywood-Dramen ab und wird somit zu etwas ganz Besonderem.
Das Geheimnis liegt in der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird und weniger in dem was eigentlich geschieht. Zumindest ist dies in der ersten Hälfte des Filmes der Fall, wo drei Personen unabhängig voneinander vorgestellt werden, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Natürlich erweist sich das als Trugschluss, denn alle drei Schicksale hängen auf grausame Weise zusammen.
Dem Publikum wird allerdings keine Chronologische Aufzählung geboten.
"21 Gramm" liefert stattdessen kleine Häppchen aus unterschiedlichen Zeitpunkten der jeweiligen Schicksale und teilweise ist nicht einmal klar, zu welcher Person der Schnippsel denn nun gehört. Man ist als Beobachter also dazu angehalten diese Puzzleteile selbst zusammen zu fügen und die Beziehung der Personen zueinander herauszuarbeiten. Dabei sind die Filmfetzen so gut verteilt, dass das Drama immer wieder für Überraschungen gut ist.
Sobald die Beziehungen der Figuren halbwegs klar sind, verliert der Film aber leider sehr stark an Fahrt, was nicht zuletzt an der plötzlich linearen Erzählweise in der zweiten Hälfte liegt. Dem Streifen scheint mit einem Mal die inspirative Kraft ausgegangen zu sein und so plätschert die Geschichte ganz konventionell und langweilig dahin.
Zum Schluss greift "21 Gramm" jedoch wieder sein Tempo und den Ideenreichtum der ersten Hälfte wieder auf und bietet nach einer langatmigen Mittelphase einen gelungenen Abschluss.
Die Schauspielkunst in diesem Werk ist so ganz nebenbei einfach nur zu bewundern und allen voran brilliert Naomi Watts, die in der ihr aufgetragenen Rolle Sean Penn, Benicio del Toro und den restlichen Cast locker an die Wand spielt. Zu eindrucksstark und überzeugend spielt sie, als das man ihre Rolle in diesem Film nicht loben könnte.
Doch auch die Kameraarbeit verleiht dem Film einen gewissen Reiz: gute Einstellungen und schnelle Kameraschwenks, die sich perfekt in das Gesamtbild einfügen, dominieren spürbar, wirken aber nicht zu aufdringlich.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass "21 Gramm" trotz einiger Hänger in der Mitte in sehr gelungenes und innovatives Drama geworden ist, das vor allem Eines ganz grandios beherrscht:
Unter die Haut zu gehen!
Fazit: Unbedingt ansehen!!!
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JimiHendrix 2008/08/18 03:54:26
Super Schitt, Darstellung, Regie. Ein fabelhafter Benicio, Sean und Naomi. Der Film hat Spannung, Gefühl und eine Traumbesetzung. Einer der besten Schnitte der Filmgeschichte.
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flokru 2008/08/10 14:14:52
Im Gegensatz zu Babel mehr verwirrende Zeitsprünge. Dafür sind die Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen enger, nachvollziehbarer und nicht so an den Haaren herbei gezogen wie bei Iñárritus Nachfolgewerk. Mich konnte 21 Gramm wesentlich mehr überzeugen als der mit Preisen und Nominierungen überhäufte Nachfolger.
Der Film ist tatsächlich sehr bedrückend und traurig. Nichts für gute Laune.
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