[...] Der Film ist eine Entdeckung über das Erste, das Endgültige, das Bleibende, über Gefühle, über die Schatten, die der Spiegel wirft. Jeder Blick gewährt uns einen Einblick ins verbotene Terrain der eigenen aufgeladenen Schuld: ein Tasten und ein Gleiten bis in die Tiefen der Psyche. [...]
Die drei Geschichten laufen nebeneinander ab, sind nicht in chronologischer Reihenfolge und der Zuschauer braucht eine Weile, bis er sich zurechtfindet und die Zusammenhänge versteht. Keine skurile Charaktere, sondern Menschen, wie sie im echten Leben vorkommen. Lange Momente der Stille. Harte Schnitte zwischen den Szenen und den verschiedenen Schauplätzen. Ein Erzählstil, der durchaus etwas von Tarantino hat.
Nach “Amores Perros” und vor “Babel” liefert Alejandro González Iñárritu ein originell erzähltes, schön bebildertes und stark gespieltes Drama, bei dem sich die aus vielen Einzelteilen bestehende Geschichte erst im Laufe der Zeit, nach und nach, zusammenfügt. Die interessante Story um Schuld, Liebe und Schicksalsbewältigung wird so zerrüttet präsentiert wie es die drei Hauptfiguren, brillant verköpert vom Trio Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro, sind. Technik und Inhalt greifen perfekt ineinander. Still, aber doch sehr intensiv, ohne zu übertreiben.
21 Grams gibt letztlich nur vor, dem Zufall zu folgen, in Wahrheit bewegen ihn blasse metaphysische Ideen, werden Figuren und ihr Schicksal bloß exekutiert. Alles kommt darin so, wie es kommen muss, weil Iñárritu die Kausalität des Geschehens nur graduell aufhebt, auf den Suspense eines überraschenden Endes dann doch nicht verzichten kann.
Der Film war wirklich sehr beeindruckend, allein durch die fabelhaften Schauspieler aber auch durch die bedrückende Story. Aber das große Manko was der Film hat ist die erzählweise, ich finde dadurch macht sich der Film die ganze aufgebaute Atmosphäre wieder zu nichte, sehr schade denn ich denke hätte man den Film "normal" erzählt wäre er noch viel besser gewesen. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr bewegender und guter Film, mehr leider nicht.
Inà rritu gibt Schuld, Sühne, Rache und dem Leiden der Welt Namen und Gesichter von bizarrer Schönheit. Er folgt seinen Figuren in ihre Abgründe, er zeigt sie in fahlen Farben und in Bildern, die schwanken wie die aus der Bahn Geratenen selbst.
"21 Gramm" verstrickt verschiedene Geschichten verschiedener Individuen miteinander, und zeigt uns was für Außenstehende nicht sichtbar wäre.
Menschen die scheinbar nichts miteinander verbindet sind plötzlich voneinander abhängig, kennen sich, suchen einander heim...eine ungehemmte Darstellung von Schuld, Tod, Trauer und Vergeltung.
Sehenswert
Ein düsteres, stilles, leidenschaftliches, intensives und tieftrauriges Drama mit Top-Stars. Dieser Film fährt ein und bleibt im Kopf. Die nicht chronische Erzählweise fordert völlige Konzentration und macht den Film nicht langweilig. Es geht um Verlust, Gewinn, Trauer und Schuld und um die Verarbeitung all dieser Aspekte. Man kann mit den Akteuren mitfiebern und sich die Situationen sehr gut vorstellen. Obwohl er 2h dauert, ist er nicht langatmig, und das ist ein gutes Zeichen. Der Film nimmt sich die Zeit, die er braucht. Als Zuschauer selbst braucht man auch eine gewisse Zeit um in den Film hinein zu kommen. Alle drei Hauptdarsteller sind von den Leistungen her etwa auf gleichem Niveau. Naomi Watts hat für mich jedoch am überzeugendsten gespielt.
Ein sehr guter Film der unter die Haut geht. Im Film muss man von der ersten Minute aufpassen, weil der Film nicht von Anfang an beginnt. Tolle Story, super Schauspieler, Sean Penn kann wirklich gute Filme machen, wie für die Rolle gemacht. Biutiful vom gleichnamigen Regisseur fand ich einen Tick besser. Alle beiden Filme empfehlenswert.
Es gibt Themen über die sprechen wir nicht gerne.
Es gibt Momente an denen wir zerbrechen.
Es gibt einen Glauben,tief im Herzen,ein jeder denkt er hat ihn gefunden.
Es gibt den unausweichlichen Zerfall,unser Herz wird ständig gequält.
Es gibt die Leere Mensch,seine Hülle, sein Fleisch,sein Blut,kalt und starr ohne zu wissen warum er lebt.
Es gibt den Tod der als letzter einen Weg bereitet,aus Verlust entsteht neues Leben.
Er ist es der das Gleichgewicht hält........
21 Gramm ist schwermütig und besitzt eine kühle Präzision.
Er schürft tief in den Ängsten, wühlt tief in den Eingeweiden herum,zeigt den Mensch als zerbrechliches Wesen.
Ein Geflecht aus Bildern das sich langsam zu einem Ganzen bildet.
Worte die schmerzen,Geschichten ohne Erbarmen,Menschen am Abgrund.
Doch in all dieser Schaurigkeit,in dieser Realität,keimt ein Funken der dem Leben huldigt.
Der zum Nachdenken anregt,zum Hinterfragen an sich selbst und seinen Mitmenschen.
Wer in diesem Film nicht nur das schlechte sieht(und sich danach schlecht fühlt), wird sicher gut unterhalten.
Bei aller Schwere, ein wichtiger Film da er die Grenzen aufzeigt.
Eben das sich nicht nur alles um den einzelnen dreht.
Das es mehr gibt als die eigene ach so tolle Persöhnlichkeit.
Das wir lernen können, das wir Traditionen sprengen können,das wir unser ganzes Leben verändern können.
Ich habe höchsten Respekt vor den Menschen die wirklich durch die Hölle gegangen sind und immer egal wie schwer es war niemals aufgegeben haben.
Davon können sich einige ne Scheibe abschneiden, damit sie merken wie klein und bedeutungslos ihre ach so großen Probleme eigentlich sind.
Diese Frage scheint paradox zu klingen, wird aber am Ende des Filmes nachvollziehbar geklärt. "21 Gramm" ist Alejandro González Iñárritus ruhiges Schicksalsdrama über Verlust, Tod, Leben, Schuld und Reue. Das Drehbuch ist grandios geschrieben und schafft den Spagat zwischen Zeitsprüngen und Spannung so gekonnt, dass man als Zuschauer stets die Frage hat wie es weitergeht, ohne dabei aber den Faden zu verlieren. Sean Penn, Naomi Watts und Benicio Del Toro sind so fantastisch eingespielt, dass man ihnen mit Leichtigekeit den Todkranken, die Witwe und den Ex-Knacki abnimmt. Der Film bedrückt aufgrund seiner intensiven Geschichte, wirkt dabei aber nicht stoisch, da die Atmosphäre zwar ruhig ist, aber dennoch mit einer gewissen melancholischen Leichtigkeit aufwartet. "21 Gramm" ist packend, authentisch und bewegend und ist ein weiterer Beweis für Iñárritus Feingefühl.
Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu schlug mit seinem Debütfilm 'Amore Perros' ein wie eine Bombe. Von allen Seiten umjubelt und gefeiert folgte 2003 sein zweiter Film. Mit '21 Gramm' nimmt uns Iñárritu mit auf eine unglaubliche Reise, tief in das Innerste von uns allen und geht ohne Probleme in die Filmgeschichte ein.
Der Collegeprofessor Paul hat einen schweren Herzfehler und braucht ein neues Herz. Seine Frau Mary erfährt, dass sie unfruchtbar ist. Der Ex-Häftling Jack hat sich der Religion zugewandt, mit der er seine Drogen- und Alkoholsucht bekämpft. Christina, früher ein Partygirl mit Drogenproblemen, ist zur respektablen Mittelschichtsmutter gereift. Ein verheerender Verkehrsunfall macht alle miteinander bekannt und bringt so manche Veränderung mit sich.
'21 Gramm' erzählt seine Geschichte nicht nach herkömmlichen Erzählstrukturen. Er springt durch die Zeit, Gegenwart und Vergangenheit, alles vermischt und muss vom aufmerksamen Zuschauer immer mehr zusammengesetzt werden. Rodrigo Pinto's körnige, leicht unscharfe und absolut trostlose Bilder unterstütz von der Handkamera lassen den Film extrem nah und authentisch wirken. Man ist immer mittendrin und ein Schlag in die Magengrube folgt dem nächsten. Dazu der unglaublich intensive, fast minimalistische Score, der jede Szene mit einer unglaublichen Schwere unterlegt die sich von Minute zu Minute immer mehr ausbreitet.
Mit Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro hat Iñárritu einen Cast der absoluten Extraklasse zusammengestellt. Sean Penn spielt Paul, einen Professor der dringend auf ein Spenderherz wartet und dabei verschiedenste Stadien seiner Gefühlswelt durchleben muss. Sean Penn bringt wie gewohnt eine grandiose Leistung und begeistert durch sein feines und dramatisches Schauspiel. Mit Watts und del Toro hat Penn es aber zwei ebenbürtigen Darstellern zu tun und Penn sticht keinesfalls besonders aus dem Cast hervor. Naomi Watts als Christina, die sich von der Drogensüchtigen ins geordnete Leben eingefügt hat, gerät durch einen schrecklichen Unfall total aus dem Tritt und wird zu einem schmerzerfüllten Wrack. Watts bringt wahrscheinlich die stärkste Leistung des Films, ging bei der Oscar Verleihung leider leer aus. Ihre Gefühlsausbrüche und Zerrissenheit bringt sie mit unglaublicher Kraft auf den Bildschirm und verschlägt nicht nur einmal dem Zuschauer die Sprache. Benicio del Toro als Ex-Knacki Jack, der immer wieder Probleme mit der Polizei hatte und den Weg zu Gott gefunden hat, aber einen unverzeihlichen Fehler begeht. del Toro, ebenfalls Oscar Nominiert, leistet auch wieder großes und rundet den Cast endgültig zu einem der besten überhaupt ab.
Mit dem zweiten Teil seiner Todes-Trilogie inszeniert Alejandro González Iñárritu einen durch und durch depressiven Einblick in drei verschiedene Menschenwelten die sich nach und nach in ihrem Leben begegnen und das Leben der anderen katastrophal verändern. Der Tod spielt für Iñárritu eine riesige, alles überschattende Rolle. Was bedeutet der Tod und wann beginnt er? Wann sterben wir, wann ist dieser Moment greifbar nah, wie entgehen wir ihm und was sind die Folgen davon in Anbetracht auf unser Familiäres Umfeld? Der Tod spielt die größte Rolle im Leben, denn nichts liegt so nah beieinander wie Leben und Tod. Der Anfang und das Ende. Dazu schleicht sich Liebe ein. Unerfüllt, unglücklich, unausweichlich. Erst langsam und unaufdringlich, doch irgendwann unaufhaltsam und machtergreifend. Doch was bedeutet Liebe nach all diesen unerträglichen Schicksalsschlägen? Ist es die verzweifelte Suche nach Trost, Schutz, Ablenkung und Nähe? Die Hoffnung auf Verdrängung und Bewältigung? Wahrscheinlich von allem etwas. Aber was bringt Liebe wenn der Hass immer größer ist und alles überwiegt? Wenn man seine Wunden durch Rache heilen will und dabei selbst in Schuld treibt. Wie schuldig ist der Schuldige wenn niemand von seiner Schuld weiß, nur er selbst. Und welchen Gewissensbissen muss dieser Mensch standhalten? All die Gefühle, die Schuld, der Schmerz, der Hass, die Liebe und die Rache. Die ganzen moralischen Fragen, die eigenen blockierten Fluchtwege und die unabänderbare Situation in die wir immer ohne Vorwarnung gestoßen werden. Alles macht '21 Gramm' aus. Wenn geschundene Seelen sich zusammentun wächst daraus kein standhafter Zusammenhalt, das eigene Chaos breitet sich nur immer weiter aus, Stück für Stück bis zum schonungslosen Gefühlsurknall. Das inszeniert Iñárritu in derart depressiver Art und Weise die noch lange schmerzen wird. Also, wer sich auf '21 Gramm' einlassen kann erlebt einen Film der dem Zuschauer auf kurze Sicht einiges an Kraft und Mut nimmt, aber wer über den Tellerrand blicken kann wird einen Film erleben der nicht nur nimmt sondern auch extrem viel gibt.
Fazit: Alejandro González Iñárritu's '21 Gramm' zählt zu den bedrückendsten depressivsten, schonungslosesten und gleichzeitig menschlichsten und einfühlsamsten Filmen überhaupt. Die unglaublich starken Schauspieler, die einbrennenden Bilder und Iñárritu's sensible Inszenierung machen '21 Gramm' zu dem was er ist: ein kraftvolles, tragisches und aufwühlendes Meisterwerk.
„Was hab ich in diesem Club der lebenden Toten verloren?“
Alles Gute zum Geburtstag!
Mein Geburtstagsgeschenk an dich: 10.0 Punkte für diesen Film.
Aber auch nur aufgrund des hervorragenden Endes, welches einiges rausgeholt hat.
Um ehrlich zu sein, hatte ich im Vorfeld etwas anderes erwartet: "Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm, genau in dem Moment, in dem der Tod eintritt. Doch wie viel sind 21 Gramm? Das Gewicht von fünf 5 Cent Münzen. Das Gewicht eines Kolibris. Eines Schokoriegels..." Unerwartet fand ich mich nun in einem Strudel aus Dramatik, Melancholie und einem völlig verwirrenden Anfang wieder. Es geht um drei Personen, die alle ein gemeinsames Schicksal verbindet. Doch der Film beginnt damit, in nicht chronologischer Reihenfolge zwischen den drei Erzählsträngen hin und her zu springen. Mit der Zeit geht dieses Konzept jedoch mehr als auf und man sitzt als Zuschauer gespannt vor der Mattscheibe, um endlich zu erfahren, wie sich das Leben aller drei Personen (toller Cast!) grundlegend ändert. Als Fazit bleibt mir persönlich nur zu sagen: Wenn ich einmal eine kleine Tochter haben sollte, dann werde ich ihr auf alle Fälle blaue Schnürsenkel kaufen, wenn sie die haben möchte...
Wie viel wiegt die Seele? Wie viel die Liebe? Wie viel ein einzelnes Leben, mag es auch so bitter sein. Was verliert der Mensch, wenn er stirbt? Nur ein Leben oder vielleicht doch mehr? Was ist der Preis den wir zahlen? Was?....."21 Gramm"?
Das ist die Frage...denn erstmal ist "21 Gramm" ein Film von Alejandro Gonzalez Inarritu aus dem Jahre 2003.
Die Story exzellent gehandhabt, in drei Handlungsträngen aufgeteilt, interessant und komplex miteinander verwoben, selbstverständlich zudem auch mehr als interessant bis zum Schluss: Der Kollegeprofessor Paul Rivers hat einen neuen Herz bekommen, er möchte herausfinden wer der Spender war und trifft auf Christina, die in einer tiefen Trauer festsitzt, da ihr Ehemann und ihre beiden Töchter bei einem Unfall starben, der Täter begann Fahrerflucht.
Der Cast wurde natürlich hervorragend ausgewählt, auf einem hohen Niveau, eben echtes Top-Niveau, so und nicht anders, einmal mit einem wie immer brillanten Sean Penn als Paul Rivers, der Herzkranke, der Mann, der nach dem Menschen hinter seinen Leben sucht, dann noch eine nicht weniger grandios aufspielende Naomi Watts als Christina Peck, die verzweifelte Ehefrau, die in ihrer tiefen Festung der Trauer so gesagt gefangen ist, die den Tod kaum überwinden kann und zum Schluss gäbe es da noch den famosen Benicio Del Toro, der sich als religiöser Ex-Häftling Jack Jordan in Hochform zeigt, als der Mann, der das Leben von allen veränderte, als der Fahrer des Wagens, die Religion als Halt gegen den Alkohol und die Drogen.
Weiterhin kann ich auch die Regie des Herrn Regisseurs nur als genial loben, intensiv erzählt, packend und kraftvoll, von ein unglaublichen Eindringlichkeit, die ich kaum beschreiben kann, Inarritu verpackt oder besser gesagt fügt die Handlungstränge mehr als spannend bzw. komplex zusammen, Zeitsprünge und so weiter und so weiter sehr intelligent gemacht, dazu aber auch noch tragisch und deprimierend, aber irgendwie sehr sensibel.
Und die Kamera stark geführt, fast schon dokumentarisch und dabei selbstverständlich intensiv, atemberaubend, ich kann dieses bedrückende Gefühl nicht beschreiben, ich will nicht sagen schonunglos, oder besser gesagt man fühlt mit jeder Minute den Schmerz den Trauer und die Liebe der Protagonisten und die Bilder transferieren das nahezu perfekt, anders kann ich es nicht beschreiben.
Dazu noch ein tolles Drehbuch, mit tiefgründigen, hintergründigen, interessanten und meiner Meinung nach auch großartig ausgearbeiteten Charakteren, tragisch ihre Leben, traurig ihre Geschichten, einfach packend, deprimierend, wie die Toten das Leben anderer Menschen beeinflussen können, jeder für sich, muss damit umgehen, mit dem Tod, denn der kennt keine Wiederkehr...
Was kann ich nun also schlussendlich sagen außer, dass ich "21 Gramm" für ein filmisches Erlebnis der Extraklasse halte, ich würde sagen für mich ein Meisterwerk... das Gewicht der Seele...
21 Grams ist vieles: traurig, deprimiernd, intensiv, brilliant... Vor allem aber ist 21 Grams eines: unglaublich menschlich.
Das merkt man vor allem an der unglaublich präzisen Beobachtung der Charaktere: ein gläubiger Ex-Häftling, eine vom Verlust ihrer Familie gezeichnete Frau, ein vereinsamter, durch die Herzspende des Ehemannes der vorher genannten Frau geretteter Mann, der aber trotzdem kein Glück findet.
Gemäß diesem XY-Motiv fängt Inarritu die Lebensläufe der einzelnen Charaktere ein. Er riskiert Zeitsprünge, Einschübe und Parallelismen und vereint sie zu einem einzigartigen Kaleidoskop über Glauben, Tod und Liebe. Das gibt dem Film eine unglaubliche Sensibilität und Schönheit.
Zuerst etwas verwirrend, doch die großartige schauspielerische Leistung der Darsteller und die nach und nach folgenden Erklärungen machen diesen Film zu einem echten Geheimtipp, was anspruchsvolle Dramen betrifft.
Um zu Beginn mal etwas Persönliches von mir zu geben: "21 Gramm" war damals der Film, bei dem ich Naomi Watts' Charme verfiel, mich auf Sean Penn aufmerksam machte und Benicio del Toro zu einem meiner Lieblingsschauspieler wurde.
Ich möchte nicht die anderen klasse gespielten Nebenrollen auslassen, aber es ist ebendieses Trio, welches "21 Gramm" neben der konfusen Erzählweise irgendwie einzigartig macht. Besonders im ersten Teil des Films bleiben uns die einzelnen Erzählstränge ein Rätsel und wir erkennen keinen Zusammenhang. Absolut unwichtig. Denn in jedem einzelnen Puzzleteil steckt so viel Gefühl und Leidenschaft, dass wohl die Meisten von der Geschichte betroffen sind, auch wenn sie sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht verstehen. Wenn Inarritu schon geschickt voraus greift und uns in der Story noch unerklärte Handlungen und Zusammenhänge zeigt, weckt das schlagartig unser Interesse, Spannung bleibt immer erhalten. Der Zuschauer will wissen: Wie wird es dazu kommen? Was wird geschehen?
Um es kurz zu halten: "21 Gramm" hat eigentlich alles. Ein großartiges Schauspielensemble verkörpert ausgesprochen viel Gefühl in einem philosophischen Drama mit ein wenig Thrill, Spannung und Anspruch, denn mitdenken ist auch gefragt.
Wem also das alles zusagt und die psychischen Abgründe einiger Menschen, die ein tragischer Unfall verbindet, erforschen möchte, dem ist dieser Film absolut zu empfehlen. Für mich zweifelsohne Inarritus Bester.
FUCK! Ich hab ihn verpasst, da ich für Deutsch eine Gedichtsinterpretation anfertigen musste. Und heute erfahre ich, dass mein Deutschkurs ausfällt. Wie dem auch sei, toll geschrieben. :)
Warum kann ein Film nicht eine Geschichte vom Anfang zum Ende erzählen, sondern muss völlig wirr hin und her springen? Um (offensichtlich für viele erfolgreich) zu verschleiern, dass er nicht nur einen völlig hohlen Titel hat, sondern auch einen reichlich banalen Inhalt. Praktisch auch für die Hauptfigur, dass die Witwe seines Herzens so jung und sexy ist (wäre eher doof gewesen, wenn es jemand wie die Tussi vom Knacki gewesen wäre). Egozentrisch wie er ist, macht es ihm auch nichts aus, sie noch einmal Verlust spüren zu lassen. Aber das ist alles nicht wichtig, denn hier geht es um die wirklich wichtigen Fragen. Die allerdings schon tausendmal zuvor und vor allem deutlich besser gestellt wurden.
"Die Erde dreht sich, sie dreht sich um sich selbst. Damit wir uns näher kämen."
„21 Gramm“ von Alejandro González Iñárritu ist kein schöner Film. Wirklich nicht. Kein Film den man eben mal schauen kann, und dann wieder vergessen. Vielmehr ein Film der lange im Kopf bleibt. Viele Tränen wurden vergossen während ich dieses Meisterwerk sah. Einige nach dem Film, als ich mir den Soundtrack anhörte.
Jetzt, wo ich wieder über den Film denke ist mir wieder zum heulen! Die Schicksale der 3 Menschen, die Taten, die Blicke, die Worte. Großes Gefühls Kino, das ist „21 Gramm“. Die Darsteller, unglaublich. Jede Mimik sitzt. Gefühle werden so echt rüber gebracht, dass man fast vergessen könnte das es letzt endlich doch nur ein Film ist.
"Fühle die Musik, fühle den Schmerz, fühle die Einsamkeit, fühle die Trauer, fühle das Verlangen, fühle das Schicksal, fühle den Abgrund, fühle eines der besten Dramas überhaupt! Fühl dich scheiße!"
Kein Zitat aus dem Film. Ein Auszug aus dem Kommentar von JohnnyKee. Besser könnte man dieses Werk nicht beschreiben, daher musste ich dies einfach hier unterbringen!
Der Filmtitel bezieht sich auf die Legende, wonach der Mensch im Moment des Todes 21 Gramm leichter werde. Das sei das Gewicht der Seele, die entweiche.
Experimente mit Sterbenden
Für einmal ist eine moderne Legende wahr - in ihrer Anlage, nicht zwingend in ihrer Aussage: 1907 wurden in Massachusetts / USA tatsächlich Experimente mit Sterbenden durchgeführt. Dr. Duncan MacDougall legte nacheinander sechs Todkranke auf ein Bett, das mit einer genauen Waage gekoppelt war.
Publikation in Fachmagazin
In seiner Publikation in American Medicine behauptete er, dass er bei den Sterbenden einen Gewichtsverlust im Moment des Todes feststellen konnte. Diese Aussage wurde später von der renommierten Tageszeitung New York Times zitiert und dort zu den 21 Gramm verdichtet, die bei dem Experiment angeblich im Schnitt "verloren gingen". Übernommen wurde auch die Feststellung von MacDougall, das könnte das Gewicht der Seele sein, jedenfalls habe er keine andere Erklärung für den Gewichtsverlust.
Nur ein Mal 21 Gramm gemessen
Ein Blick auf die Experimente bietet ein differenzierteres Bild: Von den sechs Sterbenden konnte er bei zweien das Experiment nicht wirklich durchführen. Bei zwei weiteren stellte er einen Gewichtsverlust beim Tod von 14 Gramm fest, ein paar Minuten später zusätzliche 28 bis 42 Gramm. Bei einem weiteren Probanden wog er nach dem Tod einen Verlust von 8 Gramm. Beim Nachmessen konnte die Differenz allerdings nicht mehr festgestellt werden, sie stellte sich erst 15 Minuten später wieder ein. Nur beim ersten Toten mass er die berühmten 21 Gramm.
Kein Gewichtsverlust bei Hunden
MacDougal hat das Experiment mit Hunden wiederholt. 15 Bellos und Fidos brachte er zu Tode. Bei ihnen konnte er keine Gewichtsreduktion feststellen - was ihm durchaus entgegen kam, denn nach seiner Ansicht haben bloss Menschen Seelen.
War offensichtlich ein Gläubiger
Was ist davon zu halten? Wenig. Duncan Mac Dougall soll wohl ein weitgehend zuverlässiger Mediziner gewesen sein. Doch sein Kommentar zum Hunde-Experiment weist ihn als prinzipiell Gläubigen aus. Er wollte mit seinem Experiment offensichtlich die Existenz der Seele verifizieren, also bestätigen. Das stärkt das Vertrauen in seine wissenschaftliche Neutralität nicht wirklich.
Wenig wissenschaftliche Versuchsanlage
Aber selbst wenn er das Experiment faktentreu publiziert haben sollte: Sechs Versuchspersonen sind eine viel zu kleine Stichprobe für gültige Schlüsse - zumal die Ergebnisse höchst unterschiedlich ausfielen. Auch sind Zweifel an der Versuchsanordnung erlaubt: Waren die Waagen genau genug? Wie haben sie eigentlich den Zeitpunkt des Todes fest gestellt? Und wäre dieser geringe Verlust durch andere Prozesse erklärbar, etwa einen finaler Schweissschub; 0.2 Deziliter sind auf der Fläche des gesamten Körpers rasch verdunstet. Und Hunde haben bloss an den Fussballen Schweissdrüsen.
Experiment nie wiederholt
Das Experiment wurde nie wiederholt; es ist ethisch nicht ganz problemlos, mit Sterbenden ein bisschen zu experimentieren, obwohl sich dafür gewiss Freiwillige finden liessen. Aber das wissenschaftliche Interesse daran fehlt. Selbst wer an die Existenz einer Seele als Trägerin von Persönlichkeit über den Tod hinaus glaubt, nimmt meist an, dass sie nicht materiell ist, also auch kein Gewicht hat.
Logische Probleme
Ob materiell oder nicht - logisch gesehen bringt das Konzept einer manifesten Seele ein paar Probleme mit sich: Wann kam sie im Laufe der Evolution hinzu? War sie schon bei den ersten komplexen Molekülen dabei? Ähnlich bei der individuellen Entwicklung: Entsteht sie bei der Befruchtung? Kommt sie irgendwann dazu? Wie ist deren Interface zu unserer Psyche vorstellbar, die eine Funktion unseres Gehirns ist?
Nicht erfahrbar
Oder ist es aus Sicht der Seelen-Gläubigen nicht sinnvoller, gleich auf jedwede rationale Erklärung zu verzichten? So gross der Wunsch nach sachlichen Hinweisen auf die Existenz von Seele und anderen metaphysischen Konzepten auch sein mag, sind sie eben genau das: metaphysisch, gemäss Definition "überempirisch, also jede mögliche Erfahrung überschreitend".
Nahtod-Erfahrung als Beweis?
Wie steht's denn mit angeblichen Beweisen, etwa den Nahtod-Erfahrungen? Dabei berichten einige Menschen, die bei Operationen oder Unfällen klinisch Tod waren davon, ihren Körper verlassen zu haben und oft einem hellen Licht entgegengeschwebt zu sein.
Im Experiment simulierbar
Klingt wie eine Ablösung vom sterblichen Körper aus Sicht der Seele, ähnelt aber verdächtig den Erfahrungen von Piloten in Zentrifugen, die bei extremen Beschleunigungen aufgrund von Sauerstoffmangel im Gehirn für kurze Zeit das Bewusstsein verlieren. Ausserdem konnten diese Symptome auch bewusst durch die Stimulierung einer bestimmten Hirnregion ausgelöst werden.
18% mit Nahtod-Erfahrung
Eine andere Studie berichtet, dass 18% aller Herzstillstands-Patienten von einer Nahtod-Erfahrung berichten. Die niederländischen Mediziner fragen, weshalb denn nicht alle Probanden diese Erfahrung gemacht haben, wenn das bloss eine Funktion des mit Sauerstoff unterversorgten Gehirns sei. Würde ein "Seelenspaziergang" als Erklärung beigezogen werden, müsste aber dieselbe Frage gestellt werden; wenn schon Seele, dann haben wir doch alle eine, oder? Naja, ausser MacDougalls Hunden. Aber der Homo Sapiens sieht sich generell gerne als Höhe- und Schlusspunkt der Evolution.
Eigentlich wollte ich ja was über den Film wissen. Trotzdem spannender Artikel. Wusste nicht, dass Hunde den Tunnel am Ende des Lichts nicht sehen können.
"Wieviele Leben leben wir? Wieviele Tode sterben wir? Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm, genau in dem Moment in dem der Tod eintrifft! Jeder von uns! Wieviel sind 21 Gramm? Wieviel geht verloren? Wann verlieren wir 21 Gramm? Wieviel von uns ist verloren? Wieviel ist gewonnen? WIEVIEL ist gewonnen? 21 Gramm, das Gewicht von fünf Fünf-Cent-Münzen! Das Gewicht eines Kolibris, eines Schokoriegels! Wieviel wiegen 21 Gramm?"
"21 Gramm" ist ein Film fernab vom Mainstream, der mich, obwohl es sich hierbei um eine US-Produktion handelt, umso mehr überraschte. Denn hier gibt es keine lachenden Kinder, kein fröhliches Familienleben, kein Funken Freude, kein Happy End sondern einzig allein die wahre, schmutzige, düstere und unfaire Realität. Winzige Hoffnungsschimmer blitzen immer mal wieder auf, verschwinden jedoch genauso schnell wie sie gekommen sind. Ein Film über einfühlsame Menschen für einfühlsame Menschen, die gewillt sind, sich auf diese schwere Kost einzulassen.
Hier werden die Schicksale dreier Personen intensiv beleuchtet, die mehr miteinander zu tun haben, als es der Anfang vermuten lässt. Da gibt es Paul (Sean Penn), der auf eine Herztransplantation hofft, Jack (Benicio Del Toro), der so seine Schwierigkeiten mit Gott hat und Cristina (Naomi Watts), die eine Totalkatastrophe hinsichtlich ihrer Familie in Kauf nehmen muss.
Was mich am meisten bestürzte, ist diese schauderhafte Gesamtatmosphäre. Ein ungeheurer Schleier der Melancholie legt sich auf diesen Film nieder. Er ist trostlos, niederschmetternd und herzzerreissend. Ich habe bis dato noch keinen so deprimierenden Film gesehen - und das meine ich durchaus im positiven Sinne.
"21 Gramm" legt sofort los. Eine ausführliche Exposition gibt es hier nicht. Er ist mit so einigen Zeitsprüngen versehen, die für mehr Spannungsreichtum sorgen. Anfangs kommt das Ganze etwas verwirrend daher, aber mit jeder neuen Szene fängt man an, Zusammenhänge zu begreifen und einzuordnen - wie Puzzleteile, die anfangs nicht recht ineinandergreifen wollen, am Ende aber ein schlüssiges und passendes Gesamtbild ergeben. Dass der Film einige Längen besitzt, trübt den guten Eindruck aber nur gering, da sie verwendet werden um den einzelnen Charakteren mehr Tiefe zu geben.
Doch das verborgene und eigentliche Kernstück des Films besteht aus mannigfaltigen Entscheidungen, die die Protagonisten zu treffen haben: Ist die Zeit gekommen um Suizid zu begehen, weil mir das eigene Leben ausweglos erscheint? Kann ich ein neues Leben beginnen, obwohl ich ein seelisches Wrack bin? Soll ich mich der Polizei stellen? Darf ich mich auf eine andere Frau einlassen? Kann ich mich auf Gott verlassen? Wird er die richtigen Entscheidungen treffen?
Das ist aber auch nur ein Bruchteil von Fragen, die die Hauptakteure zu klären haben. Ebensoviele Schicksalsschläge mir gravierendem Ausmaß müssen sie einstecken, verarbeiten und überstehen. Der Film dringt weit in die menschliche Psyche ein, ohne dabei im Kitsch zu versinken und offenbart, wieviel der Mensch vertragen und aushalten kann.
Das Regisseur Alejandro González Iñárritu sein Handwerk beherrscht, zeigt u.a. die Szene, in der zwei Protagonisten wie wild mit einer Waffe umherrangeln. Hier hört man nichts, außer einem langanhaltenden Rauschen, das zusätzlich für mehr Dramaturgie sorgt.
Von den Darstellern gefiel mir Naomi Watts am besten. Sie glänzt nicht nur mit einer ungeheuren natürlichen Schönheit sondern mit ebenso leidenschaftlichem Schauspiel. Sie versteht es, glaubhafte Emotionen darzustellen. Besonders ihr Aussticken zeigt, mit wieviel Enthusiasmus sie an ihre Rollen geht. Sean Penn und Benicio Del Toro machen ebenfalls einen sehr guten Job. Sie alle spielen Charakterrollen mit gehörigem Tiefgang: Man leidet und fühlt mit ihnen jeden Atemzug.
"21 Gramm" ist gut gemachte Filmkunst, die ausschließlich mit erbarmunglosem, bedrückendem und melancholischem Inhalt daherkommt, die qualvollen Leidenswege der aus dem Leben gegriffenenen Personen analysiert sowie eine nachdenkliche Komponente am Ende aufweist. Sicherlich kein Film für zartbesaitete oder gefühlsscheue Gemüter.
Ich habe den Film leider immernoch nicht gesehn, wurde mir aber schon mehrmals empfohlen und jetzt nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, bekomme ich richtig Lust auf den Film :)
21 Gramm - Kritik
US 2003 Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.02.2004
Kritiken (6) — Film: 21 Gramm
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Der Film ist eine Entdeckung über das Erste, das Endgültige, das Bleibende, über Gefühle, über die Schatten, die der Spiegel wirft. Jeder Blick gewährt uns einen Einblick ins verbotene Terrain der eigenen aufgeladenen Schuld: ein Tasten und ein Gleiten bis in die Tiefen der Psyche. [...]
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kltrg
Kommentar löschenDie drei Geschichten laufen nebeneinander ab, sind nicht in chronologischer Reihenfolge und der Zuschauer braucht eine Weile, bis er sich zurechtfindet und die Zusammenhänge versteht. Keine skurile Charaktere, sondern Menschen, wie sie im echten Leben vorkommen. Lange Momente der Stille. Harte Schnitte zwischen den Szenen und den verschiedenen Schauplätzen. Ein Erzählstil, der durchaus etwas von Tarantino hat.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenNach “Amores Perros” und vor “Babel” liefert Alejandro González Iñárritu ein originell erzähltes, schön bebildertes und stark gespieltes Drama, bei dem sich die aus vielen Einzelteilen bestehende Geschichte erst im Laufe der Zeit, nach und nach, zusammenfügt. Die interessante Story um Schuld, Liebe und Schicksalsbewältigung wird so zerrüttet präsentiert wie es die drei Hauptfiguren, brillant verköpert vom Trio Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro, sind. Technik und Inhalt greifen perfekt ineinander. Still, aber doch sehr intensiv, ohne zu übertreiben.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschen21 Grams gibt letztlich nur vor, dem Zufall zu folgen, in Wahrheit bewegen ihn blasse metaphysische Ideen, werden Figuren und ihr Schicksal bloß exekutiert. Alles kommt darin so, wie es kommen muss, weil Iñárritu die Kausalität des Geschehens nur graduell aufhebt, auf den Suspense eines überraschenden Endes dann doch nicht verzichten kann.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenDer Film war wirklich sehr beeindruckend, allein durch die fabelhaften Schauspieler aber auch durch die bedrückende Story. Aber das große Manko was der Film hat ist die erzählweise, ich finde dadurch macht sich der Film die ganze aufgebaute Atmosphäre wieder zu nichte, sehr schade denn ich denke hätte man den Film "normal" erzählt wäre er noch viel besser gewesen. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr bewegender und guter Film, mehr leider nicht.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenInà rritu gibt Schuld, Sühne, Rache und dem Leiden der Welt Namen und Gesichter von bizarrer Schönheit. Er folgt seinen Figuren in ihre Abgründe, er zeigt sie in fahlen Farben und in Bildern, die schwanken wie die aus der Bahn Geratenen selbst.
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Kommentare (108) — Film: 21 Gramm
Kommentar schreibendustyOn3 2012/01/24 23:39:43
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Joeyjoejoe17 2012/01/25 08:55:51
Antwort löschenhab den auch noch nicht gesehen. Man muss ja nicht alles geschaut haben ;)
dustyOn3 2012/01/25 09:48:24
Antwort löschenStimmt wohl. ;-)
JohnnyKee 2012/01/25 13:23:17
Antwort löschenIch schick dir gleich 21. Dann passt das so schick zum Titel... ;)
Oceanic6 2012/01/25 13:35:13
Antwort löschenDen muss man auch nicht gesehen haben, Zeitverschwendung ;)
dustyOn3 2012/01/25 20:04:49
Antwort löschenFandst den echt so schlecht?
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Oceanic6 2012/01/25 20:07:52
Antwort löschenGrausam... Inarritus Schlechtester.
dustyOn3 2012/01/26 00:40:13
Antwort löschenNa gut. Wir werden sehen. ;-)
ZedsDeadBaby 2012/01/18 18:38:29
Kommentar löschen"21 Gramm" verstrickt verschiedene Geschichten verschiedener Individuen miteinander, und zeigt uns was für Außenstehende nicht sichtbar wäre.
Menschen die scheinbar nichts miteinander verbindet sind plötzlich voneinander abhängig, kennen sich, suchen einander heim...eine ungehemmte Darstellung von Schuld, Tod, Trauer und Vergeltung.
Sehenswert
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MOVIE...FAN 2012/01/06 22:49:41
Kommentar löschenEin düsteres, stilles, leidenschaftliches, intensives und tieftrauriges Drama mit Top-Stars. Dieser Film fährt ein und bleibt im Kopf. Die nicht chronische Erzählweise fordert völlige Konzentration und macht den Film nicht langweilig. Es geht um Verlust, Gewinn, Trauer und Schuld und um die Verarbeitung all dieser Aspekte. Man kann mit den Akteuren mitfiebern und sich die Situationen sehr gut vorstellen. Obwohl er 2h dauert, ist er nicht langatmig, und das ist ein gutes Zeichen. Der Film nimmt sich die Zeit, die er braucht. Als Zuschauer selbst braucht man auch eine gewisse Zeit um in den Film hinein zu kommen. Alle drei Hauptdarsteller sind von den Leistungen her etwa auf gleichem Niveau. Naomi Watts hat für mich jedoch am überzeugendsten gespielt.
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aopen 2011/12/30 00:38:17
Kommentar löschenEin sehr guter Film der unter die Haut geht. Im Film muss man von der ersten Minute aufpassen, weil der Film nicht von Anfang an beginnt. Tolle Story, super Schauspieler, Sean Penn kann wirklich gute Filme machen, wie für die Rolle gemacht. Biutiful vom gleichnamigen Regisseur fand ich einen Tick besser. Alle beiden Filme empfehlenswert.
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Apokalyptischer Reiter 2011/12/22 03:10:56
Kommentar löschenEs gibt Themen über die sprechen wir nicht gerne.
Es gibt Momente an denen wir zerbrechen.
Es gibt einen Glauben,tief im Herzen,ein jeder denkt er hat ihn gefunden.
Es gibt den unausweichlichen Zerfall,unser Herz wird ständig gequält.
Es gibt die Leere Mensch,seine Hülle, sein Fleisch,sein Blut,kalt und starr ohne zu wissen warum er lebt.
Es gibt den Tod der als letzter einen Weg bereitet,aus Verlust entsteht neues Leben.
Er ist es der das Gleichgewicht hält........
21 Gramm ist schwermütig und besitzt eine kühle Präzision.
Er schürft tief in den Ängsten, wühlt tief in den Eingeweiden herum,zeigt den Mensch als zerbrechliches Wesen.
Ein Geflecht aus Bildern das sich langsam zu einem Ganzen bildet.
Worte die schmerzen,Geschichten ohne Erbarmen,Menschen am Abgrund.
Doch in all dieser Schaurigkeit,in dieser Realität,keimt ein Funken der dem Leben huldigt.
Der zum Nachdenken anregt,zum Hinterfragen an sich selbst und seinen Mitmenschen.
Wer in diesem Film nicht nur das schlechte sieht(und sich danach schlecht fühlt), wird sicher gut unterhalten.
Bei aller Schwere, ein wichtiger Film da er die Grenzen aufzeigt.
Eben das sich nicht nur alles um den einzelnen dreht.
Das es mehr gibt als die eigene ach so tolle Persöhnlichkeit.
Das wir lernen können, das wir Traditionen sprengen können,das wir unser ganzes Leben verändern können.
Ich habe höchsten Respekt vor den Menschen die wirklich durch die Hölle gegangen sind und immer egal wie schwer es war niemals aufgegeben haben.
Davon können sich einige ne Scheibe abschneiden, damit sie merken wie klein und bedeutungslos ihre ach so großen Probleme eigentlich sind.
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Don_Tony 2011/12/14 08:28:50
Kommentar löschen21 Gramm das Gewicht dass man verliert wenn man stirbt.
Geniale Schauspieler, gut inszeniertes Drama bei dem man sehr gut aufpassen muss dass man nichts wichtiges übersieht.
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J!GS4W 2011/12/11 11:29:05
Kommentar löschenWieviel wiegt das Leben?
Diese Frage scheint paradox zu klingen, wird aber am Ende des Filmes nachvollziehbar geklärt. "21 Gramm" ist Alejandro González Iñárritus ruhiges Schicksalsdrama über Verlust, Tod, Leben, Schuld und Reue. Das Drehbuch ist grandios geschrieben und schafft den Spagat zwischen Zeitsprüngen und Spannung so gekonnt, dass man als Zuschauer stets die Frage hat wie es weitergeht, ohne dabei aber den Faden zu verlieren. Sean Penn, Naomi Watts und Benicio Del Toro sind so fantastisch eingespielt, dass man ihnen mit Leichtigekeit den Todkranken, die Witwe und den Ex-Knacki abnimmt. Der Film bedrückt aufgrund seiner intensiven Geschichte, wirkt dabei aber nicht stoisch, da die Atmosphäre zwar ruhig ist, aber dennoch mit einer gewissen melancholischen Leichtigkeit aufwartet. "21 Gramm" ist packend, authentisch und bewegend und ist ein weiterer Beweis für Iñárritus Feingefühl.
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SoulReaver 2011/11/14 19:38:21
Kommentar löschen„Das ist also das Wartezimmer des Todes.“
Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu schlug mit seinem Debütfilm 'Amore Perros' ein wie eine Bombe. Von allen Seiten umjubelt und gefeiert folgte 2003 sein zweiter Film. Mit '21 Gramm' nimmt uns Iñárritu mit auf eine unglaubliche Reise, tief in das Innerste von uns allen und geht ohne Probleme in die Filmgeschichte ein.
Der Collegeprofessor Paul hat einen schweren Herzfehler und braucht ein neues Herz. Seine Frau Mary erfährt, dass sie unfruchtbar ist. Der Ex-Häftling Jack hat sich der Religion zugewandt, mit der er seine Drogen- und Alkoholsucht bekämpft. Christina, früher ein Partygirl mit Drogenproblemen, ist zur respektablen Mittelschichtsmutter gereift. Ein verheerender Verkehrsunfall macht alle miteinander bekannt und bringt so manche Veränderung mit sich.
'21 Gramm' erzählt seine Geschichte nicht nach herkömmlichen Erzählstrukturen. Er springt durch die Zeit, Gegenwart und Vergangenheit, alles vermischt und muss vom aufmerksamen Zuschauer immer mehr zusammengesetzt werden. Rodrigo Pinto's körnige, leicht unscharfe und absolut trostlose Bilder unterstütz von der Handkamera lassen den Film extrem nah und authentisch wirken. Man ist immer mittendrin und ein Schlag in die Magengrube folgt dem nächsten. Dazu der unglaublich intensive, fast minimalistische Score, der jede Szene mit einer unglaublichen Schwere unterlegt die sich von Minute zu Minute immer mehr ausbreitet.
Mit Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro hat Iñárritu einen Cast der absoluten Extraklasse zusammengestellt. Sean Penn spielt Paul, einen Professor der dringend auf ein Spenderherz wartet und dabei verschiedenste Stadien seiner Gefühlswelt durchleben muss. Sean Penn bringt wie gewohnt eine grandiose Leistung und begeistert durch sein feines und dramatisches Schauspiel. Mit Watts und del Toro hat Penn es aber zwei ebenbürtigen Darstellern zu tun und Penn sticht keinesfalls besonders aus dem Cast hervor. Naomi Watts als Christina, die sich von der Drogensüchtigen ins geordnete Leben eingefügt hat, gerät durch einen schrecklichen Unfall total aus dem Tritt und wird zu einem schmerzerfüllten Wrack. Watts bringt wahrscheinlich die stärkste Leistung des Films, ging bei der Oscar Verleihung leider leer aus. Ihre Gefühlsausbrüche und Zerrissenheit bringt sie mit unglaublicher Kraft auf den Bildschirm und verschlägt nicht nur einmal dem Zuschauer die Sprache. Benicio del Toro als Ex-Knacki Jack, der immer wieder Probleme mit der Polizei hatte und den Weg zu Gott gefunden hat, aber einen unverzeihlichen Fehler begeht. del Toro, ebenfalls Oscar Nominiert, leistet auch wieder großes und rundet den Cast endgültig zu einem der besten überhaupt ab.
Mit dem zweiten Teil seiner Todes-Trilogie inszeniert Alejandro González Iñárritu einen durch und durch depressiven Einblick in drei verschiedene Menschenwelten die sich nach und nach in ihrem Leben begegnen und das Leben der anderen katastrophal verändern. Der Tod spielt für Iñárritu eine riesige, alles überschattende Rolle. Was bedeutet der Tod und wann beginnt er? Wann sterben wir, wann ist dieser Moment greifbar nah, wie entgehen wir ihm und was sind die Folgen davon in Anbetracht auf unser Familiäres Umfeld? Der Tod spielt die größte Rolle im Leben, denn nichts liegt so nah beieinander wie Leben und Tod. Der Anfang und das Ende. Dazu schleicht sich Liebe ein. Unerfüllt, unglücklich, unausweichlich. Erst langsam und unaufdringlich, doch irgendwann unaufhaltsam und machtergreifend. Doch was bedeutet Liebe nach all diesen unerträglichen Schicksalsschlägen? Ist es die verzweifelte Suche nach Trost, Schutz, Ablenkung und Nähe? Die Hoffnung auf Verdrängung und Bewältigung? Wahrscheinlich von allem etwas. Aber was bringt Liebe wenn der Hass immer größer ist und alles überwiegt? Wenn man seine Wunden durch Rache heilen will und dabei selbst in Schuld treibt. Wie schuldig ist der Schuldige wenn niemand von seiner Schuld weiß, nur er selbst. Und welchen Gewissensbissen muss dieser Mensch standhalten? All die Gefühle, die Schuld, der Schmerz, der Hass, die Liebe und die Rache. Die ganzen moralischen Fragen, die eigenen blockierten Fluchtwege und die unabänderbare Situation in die wir immer ohne Vorwarnung gestoßen werden. Alles macht '21 Gramm' aus. Wenn geschundene Seelen sich zusammentun wächst daraus kein standhafter Zusammenhalt, das eigene Chaos breitet sich nur immer weiter aus, Stück für Stück bis zum schonungslosen Gefühlsurknall. Das inszeniert Iñárritu in derart depressiver Art und Weise die noch lange schmerzen wird. Also, wer sich auf '21 Gramm' einlassen kann erlebt einen Film der dem Zuschauer auf kurze Sicht einiges an Kraft und Mut nimmt, aber wer über den Tellerrand blicken kann wird einen Film erleben der nicht nur nimmt sondern auch extrem viel gibt.
Fazit: Alejandro González Iñárritu's '21 Gramm' zählt zu den bedrückendsten depressivsten, schonungslosesten und gleichzeitig menschlichsten und einfühlsamsten Filmen überhaupt. Die unglaublich starken Schauspieler, die einbrennenden Bilder und Iñárritu's sensible Inszenierung machen '21 Gramm' zu dem was er ist: ein kraftvolles, tragisches und aufwühlendes Meisterwerk.
„Was hab ich in diesem Club der lebenden Toten verloren?“
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seven 2011/11/14 19:42:08
Antwort löschen*Beifall klatsch*
Stefan_R. 2011/11/14 19:48:20
Antwort löschenToll! Gleich vorgemerkt.
JohnnyKee 2011/11/14 20:55:59
Antwort löschen*jubel und so.... ;D
Oceanic6 2011/11/14 22:08:47
Antwort löschenIch bin enttäuscht von dir! :P
SoulReaver 2011/11/14 22:14:30
Antwort löschenDas dachte ich mir schon! :D Dafür war ich woanders ganz fleißig. Also sei wieder stolz :)
lieber_tee 2011/11/15 00:18:55
Antwort löschenOh der war doch soooo bedeutungsvoll und schwermütig. Betroffenheitskino pur. Nicht so mein Ding. Aber gut gespielt und schöne, sehr schöne Bilder.
SoulReaver 2011/11/15 10:12:48
Antwort löschen@seven & Stefan_R Danke! :)
@lieber_tee Genau mein Ding :D. Aber von schönen Bildern kann man gar nicht sprechen.
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Kreaexo 2011/12/29 03:27:29
Antwort löschenAlles Gute zum Geburtstag!
Mein Geburtstagsgeschenk an dich: 10.0 Punkte für diesen Film.
Aber auch nur aufgrund des hervorragenden Endes, welches einiges rausgeholt hat.
SoulReaver 2011/12/29 09:52:46
Antwort löschenDanke :)
Die einzig wahre Bewertung :D
Tachitalili 2011/11/07 14:49:16
Kommentar löschenDepri- Film, dessen Aussage ich nicht finden konnte.
Lahme Story.
Naomi Watts spielt mal überzeugend.
Machart ist ok.
Fazit: muß nicht unbedingt sein.
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kinogaengerin 2011/09/20 19:09:03
Kommentar löschenUm ehrlich zu sein, hatte ich im Vorfeld etwas anderes erwartet: "Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm, genau in dem Moment, in dem der Tod eintritt. Doch wie viel sind 21 Gramm? Das Gewicht von fünf 5 Cent Münzen. Das Gewicht eines Kolibris. Eines Schokoriegels..." Unerwartet fand ich mich nun in einem Strudel aus Dramatik, Melancholie und einem völlig verwirrenden Anfang wieder. Es geht um drei Personen, die alle ein gemeinsames Schicksal verbindet. Doch der Film beginnt damit, in nicht chronologischer Reihenfolge zwischen den drei Erzählsträngen hin und her zu springen. Mit der Zeit geht dieses Konzept jedoch mehr als auf und man sitzt als Zuschauer gespannt vor der Mattscheibe, um endlich zu erfahren, wie sich das Leben aller drei Personen (toller Cast!) grundlegend ändert. Als Fazit bleibt mir persönlich nur zu sagen: Wenn ich einmal eine kleine Tochter haben sollte, dann werde ich ihr auf alle Fälle blaue Schnürsenkel kaufen, wenn sie die haben möchte...
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based_god 2011/09/20 19:22:13
Antwort löschenhuch, gleich der nächste schöne comment zu einem meiner lieblingsfilme ^^
kinogaengerin 2011/09/20 19:45:32
Antwort löschenUnd danke nochmals! :)
marcowski 2011/09/17 00:05:59
Kommentar löschenfilmisches Puzzlespiel voller Melancholie
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paeko 2011/09/15 11:12:31
Kommentar löschenEin Film der sich nicht nur wegen der nicht linear erzählten Geschichte vom Durchschnitt Hollywoods deutlich abhebt.
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hoffman587 2011/09/11 20:42:22
Kommentar löschen21 Grams
Wie viel wiegt die Seele? Wie viel die Liebe? Wie viel ein einzelnes Leben, mag es auch so bitter sein. Was verliert der Mensch, wenn er stirbt? Nur ein Leben oder vielleicht doch mehr? Was ist der Preis den wir zahlen? Was?....."21 Gramm"?
Das ist die Frage...denn erstmal ist "21 Gramm" ein Film von Alejandro Gonzalez Inarritu aus dem Jahre 2003.
Die Story exzellent gehandhabt, in drei Handlungsträngen aufgeteilt, interessant und komplex miteinander verwoben, selbstverständlich zudem auch mehr als interessant bis zum Schluss: Der Kollegeprofessor Paul Rivers hat einen neuen Herz bekommen, er möchte herausfinden wer der Spender war und trifft auf Christina, die in einer tiefen Trauer festsitzt, da ihr Ehemann und ihre beiden Töchter bei einem Unfall starben, der Täter begann Fahrerflucht.
Der Cast wurde natürlich hervorragend ausgewählt, auf einem hohen Niveau, eben echtes Top-Niveau, so und nicht anders, einmal mit einem wie immer brillanten Sean Penn als Paul Rivers, der Herzkranke, der Mann, der nach dem Menschen hinter seinen Leben sucht, dann noch eine nicht weniger grandios aufspielende Naomi Watts als Christina Peck, die verzweifelte Ehefrau, die in ihrer tiefen Festung der Trauer so gesagt gefangen ist, die den Tod kaum überwinden kann und zum Schluss gäbe es da noch den famosen Benicio Del Toro, der sich als religiöser Ex-Häftling Jack Jordan in Hochform zeigt, als der Mann, der das Leben von allen veränderte, als der Fahrer des Wagens, die Religion als Halt gegen den Alkohol und die Drogen.
Weiterhin kann ich auch die Regie des Herrn Regisseurs nur als genial loben, intensiv erzählt, packend und kraftvoll, von ein unglaublichen Eindringlichkeit, die ich kaum beschreiben kann, Inarritu verpackt oder besser gesagt fügt die Handlungstränge mehr als spannend bzw. komplex zusammen, Zeitsprünge und so weiter und so weiter sehr intelligent gemacht, dazu aber auch noch tragisch und deprimierend, aber irgendwie sehr sensibel.
Und die Kamera stark geführt, fast schon dokumentarisch und dabei selbstverständlich intensiv, atemberaubend, ich kann dieses bedrückende Gefühl nicht beschreiben, ich will nicht sagen schonunglos, oder besser gesagt man fühlt mit jeder Minute den Schmerz den Trauer und die Liebe der Protagonisten und die Bilder transferieren das nahezu perfekt, anders kann ich es nicht beschreiben.
Dazu noch ein tolles Drehbuch, mit tiefgründigen, hintergründigen, interessanten und meiner Meinung nach auch großartig ausgearbeiteten Charakteren, tragisch ihre Leben, traurig ihre Geschichten, einfach packend, deprimierend, wie die Toten das Leben anderer Menschen beeinflussen können, jeder für sich, muss damit umgehen, mit dem Tod, denn der kennt keine Wiederkehr...
Was kann ich nun also schlussendlich sagen außer, dass ich "21 Gramm" für ein filmisches Erlebnis der Extraklasse halte, ich würde sagen für mich ein Meisterwerk... das Gewicht der Seele...
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fkfilmkritik 2011/09/11 21:20:59
Antwort löschenSchön geschrieben, der Johnny wird sich freuen. xD
hoffman587 2011/09/11 21:33:20
Antwort löschenDanke und das müssen wir eben mal sehen;D
kinogaengerin 2011/09/11 21:55:14
Antwort löschenDen muss ich auch unbedingt noch gucken. :)
hoffman587 2011/09/11 21:56:28
Antwort löschen@KG: Solltest, wie alles von Alejandro Gonzalez Inarritu ^^
hoffman587 2011/09/11 21:56:39
Antwort löschen*du
JohnnyKee 2011/09/11 21:59:32
Antwort löschenDer Johnny freut sich ungemein und huldigt den tollen Kommentar! :D
hoffman587 2011/09/11 22:03:55
Antwort löschenDann bin ich froh bzw. glücklich und danke:)
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John Milton 2011/09/12 15:53:45
Antwort löschenWunderbares Kommentar zu einem wunderbaren Film. Wunderbar.
hoffman587 2011/09/12 17:23:42
Antwort löschenDanke:)
Jack_Torrance 2011/09/05 18:40:24
Kommentar löschen21 Grams ist vieles: traurig, deprimiernd, intensiv, brilliant... Vor allem aber ist 21 Grams eines: unglaublich menschlich.
Das merkt man vor allem an der unglaublich präzisen Beobachtung der Charaktere: ein gläubiger Ex-Häftling, eine vom Verlust ihrer Familie gezeichnete Frau, ein vereinsamter, durch die Herzspende des Ehemannes der vorher genannten Frau geretteter Mann, der aber trotzdem kein Glück findet.
Gemäß diesem XY-Motiv fängt Inarritu die Lebensläufe der einzelnen Charaktere ein. Er riskiert Zeitsprünge, Einschübe und Parallelismen und vereint sie zu einem einzigartigen Kaleidoskop über Glauben, Tod und Liebe. Das gibt dem Film eine unglaubliche Sensibilität und Schönheit.
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JohnnyKee 2011/09/05 20:45:30
Antwort löschenGanz vorzüglich :D
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Imagination 2011/09/05 22:42:07
Antwort löschenGleiche Wertung und du drückst genau das aus, was ich gestern ebenfalls empfunden habe.
Jack_Torrance 2011/09/06 16:54:22
Antwort löschen@ JohnnyKee:
Gracias :D
@Imagination:
Cool, das verblüfft und freut mich zugleich ;-)
agynessa 2011/09/05 17:17:54
Kommentar löschenZuerst etwas verwirrend, doch die großartige schauspielerische Leistung der Darsteller und die nach und nach folgenden Erklärungen machen diesen Film zu einem echten Geheimtipp, was anspruchsvolle Dramen betrifft.
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Punsha 2011/09/04 23:13:08
Kommentar löschenUm zu Beginn mal etwas Persönliches von mir zu geben: "21 Gramm" war damals der Film, bei dem ich Naomi Watts' Charme verfiel, mich auf Sean Penn aufmerksam machte und Benicio del Toro zu einem meiner Lieblingsschauspieler wurde.
Ich möchte nicht die anderen klasse gespielten Nebenrollen auslassen, aber es ist ebendieses Trio, welches "21 Gramm" neben der konfusen Erzählweise irgendwie einzigartig macht. Besonders im ersten Teil des Films bleiben uns die einzelnen Erzählstränge ein Rätsel und wir erkennen keinen Zusammenhang. Absolut unwichtig. Denn in jedem einzelnen Puzzleteil steckt so viel Gefühl und Leidenschaft, dass wohl die Meisten von der Geschichte betroffen sind, auch wenn sie sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht verstehen. Wenn Inarritu schon geschickt voraus greift und uns in der Story noch unerklärte Handlungen und Zusammenhänge zeigt, weckt das schlagartig unser Interesse, Spannung bleibt immer erhalten. Der Zuschauer will wissen: Wie wird es dazu kommen? Was wird geschehen?
Um es kurz zu halten: "21 Gramm" hat eigentlich alles. Ein großartiges Schauspielensemble verkörpert ausgesprochen viel Gefühl in einem philosophischen Drama mit ein wenig Thrill, Spannung und Anspruch, denn mitdenken ist auch gefragt.
Wem also das alles zusagt und die psychischen Abgründe einiger Menschen, die ein tragischer Unfall verbindet, erforschen möchte, dem ist dieser Film absolut zu empfehlen. Für mich zweifelsohne Inarritus Bester.
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Punsha 2011/09/04 23:20:49
Antwort löschenDanke! :)
DeDavid 2011/09/05 09:46:09
Antwort löschenFUCK! Ich hab ihn verpasst, da ich für Deutsch eine Gedichtsinterpretation anfertigen musste. Und heute erfahre ich, dass mein Deutschkurs ausfällt. Wie dem auch sei, toll geschrieben. :)
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Punsha 2011/09/05 15:04:46
Antwort löschenSchade, schade! Dann eben auf ein nächstes Mal. ;)
Mighty House 2011/09/05 23:25:13
Antwort löschenDienstag ;)
Jomo 2011/09/04 23:08:32
Kommentar löschenWarum kann ein Film nicht eine Geschichte vom Anfang zum Ende erzählen, sondern muss völlig wirr hin und her springen? Um (offensichtlich für viele erfolgreich) zu verschleiern, dass er nicht nur einen völlig hohlen Titel hat, sondern auch einen reichlich banalen Inhalt. Praktisch auch für die Hauptfigur, dass die Witwe seines Herzens so jung und sexy ist (wäre eher doof gewesen, wenn es jemand wie die Tussi vom Knacki gewesen wäre). Egozentrisch wie er ist, macht es ihm auch nichts aus, sie noch einmal Verlust spüren zu lassen. Aber das ist alles nicht wichtig, denn hier geht es um die wirklich wichtigen Fragen. Die allerdings schon tausendmal zuvor und vor allem deutlich besser gestellt wurden.
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Broda 2011/08/30 13:52:04
Kommentar löschen"Die Erde dreht sich, sie dreht sich um sich selbst. Damit wir uns näher kämen."
„21 Gramm“ von Alejandro González Iñárritu ist kein schöner Film. Wirklich nicht. Kein Film den man eben mal schauen kann, und dann wieder vergessen. Vielmehr ein Film der lange im Kopf bleibt. Viele Tränen wurden vergossen während ich dieses Meisterwerk sah. Einige nach dem Film, als ich mir den Soundtrack anhörte.
Jetzt, wo ich wieder über den Film denke ist mir wieder zum heulen! Die Schicksale der 3 Menschen, die Taten, die Blicke, die Worte. Großes Gefühls Kino, das ist „21 Gramm“. Die Darsteller, unglaublich. Jede Mimik sitzt. Gefühle werden so echt rüber gebracht, dass man fast vergessen könnte das es letzt endlich doch nur ein Film ist.
"Fühle die Musik, fühle den Schmerz, fühle die Einsamkeit, fühle die Trauer, fühle das Verlangen, fühle das Schicksal, fühle den Abgrund, fühle eines der besten Dramas überhaupt! Fühl dich scheiße!"
Kein Zitat aus dem Film. Ein Auszug aus dem Kommentar von JohnnyKee. Besser könnte man dieses Werk nicht beschreiben, daher musste ich dies einfach hier unterbringen!
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SoulReaver 2011/08/30 14:14:58
Antwort löschenPenn ♥
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JohnnyKee 2011/08/30 15:58:39
Antwort löschenGenial! Made my day! :D
Reaper© 2011/08/30 19:02:53
Antwort löschenanstregend...aber gut
Napoleon II 2011/08/29 19:54:58
Kommentar löschenDer Filmtitel bezieht sich auf die Legende, wonach der Mensch im Moment des Todes 21 Gramm leichter werde. Das sei das Gewicht der Seele, die entweiche.
Experimente mit Sterbenden
Für einmal ist eine moderne Legende wahr - in ihrer Anlage, nicht zwingend in ihrer Aussage: 1907 wurden in Massachusetts / USA tatsächlich Experimente mit Sterbenden durchgeführt. Dr. Duncan MacDougall legte nacheinander sechs Todkranke auf ein Bett, das mit einer genauen Waage gekoppelt war.
Publikation in Fachmagazin
In seiner Publikation in American Medicine behauptete er, dass er bei den Sterbenden einen Gewichtsverlust im Moment des Todes feststellen konnte. Diese Aussage wurde später von der renommierten Tageszeitung New York Times zitiert und dort zu den 21 Gramm verdichtet, die bei dem Experiment angeblich im Schnitt "verloren gingen". Übernommen wurde auch die Feststellung von MacDougall, das könnte das Gewicht der Seele sein, jedenfalls habe er keine andere Erklärung für den Gewichtsverlust.
Nur ein Mal 21 Gramm gemessen
Ein Blick auf die Experimente bietet ein differenzierteres Bild: Von den sechs Sterbenden konnte er bei zweien das Experiment nicht wirklich durchführen. Bei zwei weiteren stellte er einen Gewichtsverlust beim Tod von 14 Gramm fest, ein paar Minuten später zusätzliche 28 bis 42 Gramm. Bei einem weiteren Probanden wog er nach dem Tod einen Verlust von 8 Gramm. Beim Nachmessen konnte die Differenz allerdings nicht mehr festgestellt werden, sie stellte sich erst 15 Minuten später wieder ein. Nur beim ersten Toten mass er die berühmten 21 Gramm.
Kein Gewichtsverlust bei Hunden
MacDougal hat das Experiment mit Hunden wiederholt. 15 Bellos und Fidos brachte er zu Tode. Bei ihnen konnte er keine Gewichtsreduktion feststellen - was ihm durchaus entgegen kam, denn nach seiner Ansicht haben bloss Menschen Seelen.
War offensichtlich ein Gläubiger
Was ist davon zu halten? Wenig. Duncan Mac Dougall soll wohl ein weitgehend zuverlässiger Mediziner gewesen sein. Doch sein Kommentar zum Hunde-Experiment weist ihn als prinzipiell Gläubigen aus. Er wollte mit seinem Experiment offensichtlich die Existenz der Seele verifizieren, also bestätigen. Das stärkt das Vertrauen in seine wissenschaftliche Neutralität nicht wirklich.
Wenig wissenschaftliche Versuchsanlage
Aber selbst wenn er das Experiment faktentreu publiziert haben sollte: Sechs Versuchspersonen sind eine viel zu kleine Stichprobe für gültige Schlüsse - zumal die Ergebnisse höchst unterschiedlich ausfielen. Auch sind Zweifel an der Versuchsanordnung erlaubt: Waren die Waagen genau genug? Wie haben sie eigentlich den Zeitpunkt des Todes fest gestellt? Und wäre dieser geringe Verlust durch andere Prozesse erklärbar, etwa einen finaler Schweissschub; 0.2 Deziliter sind auf der Fläche des gesamten Körpers rasch verdunstet. Und Hunde haben bloss an den Fussballen Schweissdrüsen.
Experiment nie wiederholt
Das Experiment wurde nie wiederholt; es ist ethisch nicht ganz problemlos, mit Sterbenden ein bisschen zu experimentieren, obwohl sich dafür gewiss Freiwillige finden liessen. Aber das wissenschaftliche Interesse daran fehlt. Selbst wer an die Existenz einer Seele als Trägerin von Persönlichkeit über den Tod hinaus glaubt, nimmt meist an, dass sie nicht materiell ist, also auch kein Gewicht hat.
Logische Probleme
Ob materiell oder nicht - logisch gesehen bringt das Konzept einer manifesten Seele ein paar Probleme mit sich: Wann kam sie im Laufe der Evolution hinzu? War sie schon bei den ersten komplexen Molekülen dabei? Ähnlich bei der individuellen Entwicklung: Entsteht sie bei der Befruchtung? Kommt sie irgendwann dazu? Wie ist deren Interface zu unserer Psyche vorstellbar, die eine Funktion unseres Gehirns ist?
Nicht erfahrbar
Oder ist es aus Sicht der Seelen-Gläubigen nicht sinnvoller, gleich auf jedwede rationale Erklärung zu verzichten? So gross der Wunsch nach sachlichen Hinweisen auf die Existenz von Seele und anderen metaphysischen Konzepten auch sein mag, sind sie eben genau das: metaphysisch, gemäss Definition "überempirisch, also jede mögliche Erfahrung überschreitend".
Nahtod-Erfahrung als Beweis?
Wie steht's denn mit angeblichen Beweisen, etwa den Nahtod-Erfahrungen? Dabei berichten einige Menschen, die bei Operationen oder Unfällen klinisch Tod waren davon, ihren Körper verlassen zu haben und oft einem hellen Licht entgegengeschwebt zu sein.
Im Experiment simulierbar
Klingt wie eine Ablösung vom sterblichen Körper aus Sicht der Seele, ähnelt aber verdächtig den Erfahrungen von Piloten in Zentrifugen, die bei extremen Beschleunigungen aufgrund von Sauerstoffmangel im Gehirn für kurze Zeit das Bewusstsein verlieren. Ausserdem konnten diese Symptome auch bewusst durch die Stimulierung einer bestimmten Hirnregion ausgelöst werden.
18% mit Nahtod-Erfahrung
Eine andere Studie berichtet, dass 18% aller Herzstillstands-Patienten von einer Nahtod-Erfahrung berichten. Die niederländischen Mediziner fragen, weshalb denn nicht alle Probanden diese Erfahrung gemacht haben, wenn das bloss eine Funktion des mit Sauerstoff unterversorgten Gehirns sei. Würde ein "Seelenspaziergang" als Erklärung beigezogen werden, müsste aber dieselbe Frage gestellt werden; wenn schon Seele, dann haben wir doch alle eine, oder? Naja, ausser MacDougalls Hunden. Aber der Homo Sapiens sieht sich generell gerne als Höhe- und Schlusspunkt der Evolution.
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dumas 2011/08/29 20:10:21
Antwort löschenEigentlich wollte ich ja was über den Film wissen. Trotzdem spannender Artikel. Wusste nicht, dass Hunde den Tunnel am Ende des Lichts nicht sehen können.
Napoleon II 2011/08/29 20:45:08
Antwort löschennein das behauptet nur Duncan Mac Dougall um verkrampft an der these 21 g glauben zu können
Joxcus 2011/08/29 15:55:15
Kommentar löschen"Wieviele Leben leben wir? Wieviele Tode sterben wir? Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm, genau in dem Moment in dem der Tod eintrifft! Jeder von uns! Wieviel sind 21 Gramm? Wieviel geht verloren? Wann verlieren wir 21 Gramm? Wieviel von uns ist verloren? Wieviel ist gewonnen? WIEVIEL ist gewonnen? 21 Gramm, das Gewicht von fünf Fünf-Cent-Münzen! Das Gewicht eines Kolibris, eines Schokoriegels! Wieviel wiegen 21 Gramm?"
"21 Gramm" ist ein Film fernab vom Mainstream, der mich, obwohl es sich hierbei um eine US-Produktion handelt, umso mehr überraschte. Denn hier gibt es keine lachenden Kinder, kein fröhliches Familienleben, kein Funken Freude, kein Happy End sondern einzig allein die wahre, schmutzige, düstere und unfaire Realität. Winzige Hoffnungsschimmer blitzen immer mal wieder auf, verschwinden jedoch genauso schnell wie sie gekommen sind. Ein Film über einfühlsame Menschen für einfühlsame Menschen, die gewillt sind, sich auf diese schwere Kost einzulassen.
Hier werden die Schicksale dreier Personen intensiv beleuchtet, die mehr miteinander zu tun haben, als es der Anfang vermuten lässt. Da gibt es Paul (Sean Penn), der auf eine Herztransplantation hofft, Jack (Benicio Del Toro), der so seine Schwierigkeiten mit Gott hat und Cristina (Naomi Watts), die eine Totalkatastrophe hinsichtlich ihrer Familie in Kauf nehmen muss.
Was mich am meisten bestürzte, ist diese schauderhafte Gesamtatmosphäre. Ein ungeheurer Schleier der Melancholie legt sich auf diesen Film nieder. Er ist trostlos, niederschmetternd und herzzerreissend. Ich habe bis dato noch keinen so deprimierenden Film gesehen - und das meine ich durchaus im positiven Sinne.
"21 Gramm" legt sofort los. Eine ausführliche Exposition gibt es hier nicht. Er ist mit so einigen Zeitsprüngen versehen, die für mehr Spannungsreichtum sorgen. Anfangs kommt das Ganze etwas verwirrend daher, aber mit jeder neuen Szene fängt man an, Zusammenhänge zu begreifen und einzuordnen - wie Puzzleteile, die anfangs nicht recht ineinandergreifen wollen, am Ende aber ein schlüssiges und passendes Gesamtbild ergeben. Dass der Film einige Längen besitzt, trübt den guten Eindruck aber nur gering, da sie verwendet werden um den einzelnen Charakteren mehr Tiefe zu geben.
Doch das verborgene und eigentliche Kernstück des Films besteht aus mannigfaltigen Entscheidungen, die die Protagonisten zu treffen haben: Ist die Zeit gekommen um Suizid zu begehen, weil mir das eigene Leben ausweglos erscheint? Kann ich ein neues Leben beginnen, obwohl ich ein seelisches Wrack bin? Soll ich mich der Polizei stellen? Darf ich mich auf eine andere Frau einlassen? Kann ich mich auf Gott verlassen? Wird er die richtigen Entscheidungen treffen?
Das ist aber auch nur ein Bruchteil von Fragen, die die Hauptakteure zu klären haben. Ebensoviele Schicksalsschläge mir gravierendem Ausmaß müssen sie einstecken, verarbeiten und überstehen. Der Film dringt weit in die menschliche Psyche ein, ohne dabei im Kitsch zu versinken und offenbart, wieviel der Mensch vertragen und aushalten kann.
Das Regisseur Alejandro González Iñárritu sein Handwerk beherrscht, zeigt u.a. die Szene, in der zwei Protagonisten wie wild mit einer Waffe umherrangeln. Hier hört man nichts, außer einem langanhaltenden Rauschen, das zusätzlich für mehr Dramaturgie sorgt.
Von den Darstellern gefiel mir Naomi Watts am besten. Sie glänzt nicht nur mit einer ungeheuren natürlichen Schönheit sondern mit ebenso leidenschaftlichem Schauspiel. Sie versteht es, glaubhafte Emotionen darzustellen. Besonders ihr Aussticken zeigt, mit wieviel Enthusiasmus sie an ihre Rollen geht. Sean Penn und Benicio Del Toro machen ebenfalls einen sehr guten Job. Sie alle spielen Charakterrollen mit gehörigem Tiefgang: Man leidet und fühlt mit ihnen jeden Atemzug.
"21 Gramm" ist gut gemachte Filmkunst, die ausschließlich mit erbarmunglosem, bedrückendem und melancholischem Inhalt daherkommt, die qualvollen Leidenswege der aus dem Leben gegriffenenen Personen analysiert sowie eine nachdenkliche Komponente am Ende aufweist. Sicherlich kein Film für zartbesaitete oder gefühlsscheue Gemüter.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
änna_banana 2011/12/18 20:18:17
Antwort löschenIch habe den Film leider immernoch nicht gesehn, wurde mir aber schon mehrmals empfohlen und jetzt nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, bekomme ich richtig Lust auf den Film :)
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