David: Mommy? Will you die?
Monica: Well, one day, David, yes, I will.
David: I'll be alone.
Monica: Don't worry yourself so.
David: How long will you live?
Monica: For ages. For 50 years.
David: I love you, Mommy. I hope you never die. Never.
Ein Film, der mit den Emotionen spielt, desweiteren sehr tiefgreifend ist und nachdenklich macht, mit 'A.I. Künstliche Intelligenz' hat Steven Spielberg eine wunderschön gefilmte Dystopie geschaffen, welche sich mit der Existenzberechtigung, mit Fortschritt, Technik und Liebe auseinandersetzt. Ein Märchen, eine Hommage an Pinocchio, eine Verneigung vor Stanley Kubricks '2001 - eine Odyssee im Weltraum' und Ridley Scotts 'Blade Runner'.
In ewig langen Kamerafahrten erzählt Spielberg die Geschichte eines künstlich gefertigten Jungen. So viele gesellschaftskritische Untertöne, so viel Information verpackte Spielberg dabei, dass sein Film absolut zu Herzen geht. Die ganze Geschichte, all die Emotionen, werden dabei durch den talentierten Kinddarsteller Haley Joel Osment getragen. Und John Williams schuf erneut einen packenden, wunderschönen Soundtrack, der alle Szenen optimal begleitet.
Dass der Film jedoch nicht ohne Schwächen auskommt, ist schade. Immer wieder driftet er in Langatmigkeit ab, einige Szenen wirken leicht klischeehaft, zudem verliert sich der Film, besonders im Mittelteil, in typischer Hollywood-Unterhaltung. Es ist ganz einfach all zu offensichtlich, dass sich Spielberg an ein großes Zielpublikum richten wollte, und damit büsst der Film an einigen Stellen sehr an Qualität ein.
Welches Schlussfolgerung ziehe ich also? Eine Hommage an die ewige Liebe, poetisch, grandios bebildert, effekttechnisch over-the-top, und doch stellt sich im Abspann eine leichte Enttäuschung ein. Denn 'A.I.' berührt ungemein, doch es wäre halt noch so viel mehr möglich gewesen.
Naja, als negativen Aspekt sehe ich noch, dass Spielberg durch die Übernahme von Kubricks Stil seine Handschrift verliert. Sonst aber Zustimmung, das schlimmste war mMn das Ende das hat sich ehrlich gesagt wie 10 Stunden angefühlt.
Das Ende fand ich grandios, total schön bebildert, sehr emotional, vor allem durch Williams Score und dann die Botschaft, einfach toll, mich hat hingegen der Mittelteil total genervt, viel zu Mainstream...
[...] Dennoch arbeitet Spielberg in "AI" unentwegt seinem Freund und/oder Vorbild hinterher, wenn er anders als sonst mit betont langen Einstellungen und Steadycam-Fahrten inszeniert, wenn er die Geschichte prägnant in mehrere Akte gliedert oder seinen Stammkomponisten John Williams anweist, in dessen Score Kubricks Vorliebe für klassische Walzer als Element der Kontrapunktisierung entgegenzukommen. So sehr sich Spielbergs Stil mit all seinen Kartenspielertricks, seiner visuellen Schön- und selten Doppelbödigkeit mit den hinterlassenen Ambitionen eines Regisseurs wie Kubrick auch beißt, gerinnt die eigenwillige Kombination erst im letzten Drittel zur unerträglichen Imitation: Wenn Spielberg in klinischem Ambiente einen neuen Humanitätsbegriff zu formulieren versucht, heben sich die Unterhaltung des einen und Prätention des anderen gegenseitig auf. [..]
Der Film ist vieles auf einmal: Science-Fiction-Vision, Horror, philosophischer Essay und Gefühlsdrama; vor allem aber ein großes Märchen darüber, was es heißt, ein Kind zu sein. [...] Letztlich bleibt er aber, in seiner visuellen und emotionalen Stärke, auch in seiner Gefühlsseligkeit, im allzu deutlichen Ausreizen vieler Situationen, ganz ein Film von Spielberg.
Steven Spielberg präsentiert eine rührselige Science Fiction-Mär von einer bunten Zukunft, die kaum noch Menschlichkeit besitzt und von Robotern dominiert wird, was allerhand soziale und gesellschaftliche Probleme heraufbeschwört. Trotzdessen wird seine Pinocchio-Geschichte mit sehr viel Aufwand, Tricktechnik und vor allem Gefühl erzählt und einzig und allein vom jungen Haley Joel Osment getragen. Dieser bestreitet seine recht anspruchsvolle Rolle souverän, kann aber nicht verhindern, dass alles zu sehr im Kitsch ertrinkt und die Handlung, gerade gegen Ende, nur so dahin kriecht.
Man merkt "A.I." an, dass Steven Spielberg sich deutlich an Kubricks Stil orientiert hat, sodass dessen Vision die ganze Zeit irgendwie durchscheint. Die Geschichte von Mecha-Pinocchio ist berührend, und wird mit prächtigen, eindrucksvollen Bildern erzählt, die von John Williams' Musik fantastisch untermalt werden. Haley Joel Osment spielt den Roboterjungen, der in der Lage ist zu lieben, aber eigentlich trotzdem keine echten Gefühle hat, ganz hervorragend. Eine beeindruckende Leistung! Und Gigolo Joe, genial dargestellt von Jude Law, ist zweifelsohne das absolute Highlight des Streifens. "A.I." erzählt eine märchenhafte Geschichte in einer fesselnden Zukunftsvision. Exzellent in Szene gesetzt, mit vielen interessanten Ideen versehen, traumhaft und bewegend!
Und eben auch von Kubrik in tausenden von Seiten Skript und Entwürfen darüber entsprechend "vorbereitet", also eigentlich sein filmischer "Nachlass", ein Wort an die "Menschheit", an jene gerichtet, die es wahrnehmen "können", ..?
Man mag sich kaum vorstellen, wie das Ergebnis ausgesehen hätte, wenn das, wie geplant, Stanley Kubrick verfilmt hätte.
Das hier ist nur oberflächlicher, furchtbarer Esokitsch.
Eigentlich wollte Kubrick nie bei dem Film selbst Regie führen, sondern nur die Produktion mit Spielberg teilen. Das Drehbuch hätte er aber bei der ersten Fassung selber geschrieben, aber das konnte er leider nie beeenden. Spielberg hat es danach übernommen und er hat es leider mit zu viel Kitsch versehen. Troztdem würde ich den Film 6 Punkte geben.
Das Ende dieses großartigen Films ist alles andere als schnulzig oder kitschig oder rührselig. Es führt eiskalt und folgerichtig die Handlung zu ihrem Ende. Dabei ist die Auflösung für uns Zuschauer so unerträglich, dass sich der eine oder die andere sicherlich gern einredet, es sei kitschig und albern.
Leider ist es das nicht. Die "menschliche" Welt hat aufgehört zu existieren. Alles weg - der Medienhype, der achtlose Umgang, die Verrohung.
Es sind merkwürdige Maschinenwesen, die auf der Erde gleichsam wissenschaftlich arbeiten und nur einen Blick auf den Roboterjungen werfen müssen, um sein Dilemma zu erfassen. Sie können ihm helfen. Die Menschen konnten das nicht und genau deswegen gibt es sie nicht mehr.
Das ist nicht albern, sondern unerträglich bitter. Wer diese Erkenntnis - und darum geht es hier - nicht um Rührung - an sich heranlässt, dem wird nachhaltig elend und der sieht die Welt fortan mit anderen Augen.
Das hat mit Rührseligkeit oder Albernheit nichts, gar nichts zu tun.
Eine brilliante Story. Ein sehr guter (manchmal sehr gemächlicher) Film. Unvergesslich.
>A.I.< Menschsein. Was bedeutet das? Was kennzeichnet diesen Begriff? Diese zugegeben recht alten Fragen werden hier in diesem Film behandelt, wo ein Roboterjunge die zentrale Figur einnimmt. Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei die Fähigkeit der Liebe. Eigentlich wollte >Stanley Kubrick< dieses Projekt beenden, aber er verstarb zuvor und so übernahm >Steven Spielberg< den Regiestuhl.
1. Optik
Man sieht eine kalte, sterile Zukunftswelt mit schick designten Häusern, Möbeln und ganzen Städten. Dazwischen dann die Schrottfelder und die Ruinen von aufgegebenen Metropolen, wie das versunkene New York City. Dies alles sieht fantastisch aus und ein großes Lob auch für die Roboter, die sich teils aus Müll repariert haben und teilweise sehr fantasievoll gestaltet sind. Auch gibt es eine ganze Reihe äußerst beklemmende Bilder wie etwa der >Mond<.
2. Musik
Da wir hier von >John Williams< reden, darf klar sein, dass der Soundtrack einfach wunderbar ist. Für diesen Film sind die Klänge größtenteils eher ruhig gehalten und etwas mehr in den Hintergrund gerückt. Alles in allem ist der Score sehr angenehm und gegen Ende kommt dann ein äußerst intensives Stück, das einem mit seinem hoffnungslosen wie auch mysteriösen Klang gefangen nimmt.
3. Inhalt
Wegen Überbevölkerung und Mangel an Lebensraum werden Geburten reglementiert und viele Paare in der Zukunft bekommen nie die Erlaubnis ein Kind auszutragen.
Aus diesem Grund entwickelt man einen Kinderroboter der Ersatz bringen soll. Das wichtigste Merkmal dieser neuen Klasse ist die Fähigkeit zu lieben und das erste Exemplar David wird seinen >Eltern< zugewiesen.
Hier zeigt sich schon die große, gefühlsmäßige Ebene des Films. Die Beziehung zwischen ihm und seiner verzweifelten Mutter baut sich perfekt auf und wirkt äußert >echt<, sofern man diesen Begriff in dem Zusammenhang benutzen kann.
Doch die Sache verkompliziert sich, als der richtige Sohn wieder aus dem Koma erwacht und nach einigen Zwischenfällen wird David mit einem Teddy in der Wildnis ausgesetzt.
Unfähig zu begreifen und nicht in Lage seine Mutter zu vergessen, macht er sich dann auf, um eine Möglichkeit zu finden ein richtiger Junge zu werden und so zurückkehren zu können. Das zentrale Ziel dabei ist die blaue Fee.
Man merkt sicher schon von welchem Märchen man sich hier bedient hat und auch so ist die poetische Reise des Jungen auch aufgebaut. Sein langer Weg ist gespickt mit Symbolen und allerhand Gestalten wie der Sexbot Joe, die Mechazertrümmerer, die bunte Sündenstadt, der allwissende Computer, der Ort seiner Geburt und am Ende dann die Kälte.
Absolut hervorragend ist die stimmige Atmosphäre und die Dialoge, die sowohl menschlich wirken, aber einem dabei dennoch immer vor Augen geführt wird, dass das dort Roboter sind. Allerdings hat mich selten so eine künstliche Filmperson so sehr in ihren Bann gezogen und selten hab ich so sehr mitgefühlt.
Dies liegt insbesondere an dem grandiosen Haley Joel Osment, der dem David das nötige >Leben<, die Naivität, die Zielbesessenheit und die Hoffnung einhaucht.
Es gibt fast keine langweilige Stelle und jede Person und jedes Ereignis hat ihren bestimmten Zweck und wirkt dabei so rund und herzergreifend.
Ein Knackpunkt ist dabei aber das von vielen kritisierte Finale. Ich mochte es ehrlich gesagt auch nicht, aber es war dennoch erträglich.
Was ebenfalls viele sauer aufstoßend könnte ist die doch sehr starke Überinszenierung und der Kitsch. Ich mag so etwas, aber eine ganze Reihe anderer eben nicht und man sollte sich darauf einstellen wenn man >A.I.< guckt.
4. Fazit
Ich könnte im Prinzip noch Stunden schreiben, da mich so viel an dem Film fasziniert und gefesselt hatte.
Wie das Ergebnis geworden wäre, wenn >Kubrick< es hätte fertigstellen können, liegt vermutlich weit jenseits jeder Vorstellungskraft von uns allen.
Allerdings hat >Spielberg< gute Arbeit gemacht und aus dem Material das Beste herausgeholt und hat ein perfektes Sci-Fi-Drama kreiert.
Aber wie gesagt ist das Ganze manchmal durchaus etwas zu schnulzig.
Ein wirklich toller Film, der im Mittelteil leider ein wenig abfällt, aber dafür mit dem vielleicht rührseligsten Ende der Filmgeschichte aufwarten kann. Nur ganz knapp an einem Meisterwerk vorbei inszeniert, aber trotzdem großartig umgesetzt.
War das nicht eigentlich ein von Stanley Kubrick geplanter Film, der, als er dann gestorben ist, von seinem guten Freund Spielberg in seinem Sinne vollendet wurde o.Ä. ? Würde mich wahnsinnig interessieren wie Kubrick ihn gestaltet hätte.
@Danyrail: Jupp so war es mal geplant.... Storyboards von Kubrick lagen wohl vor und Spielberg hat dann es dann in eine Kindgerechte Version zusammen gschustert. Frechheit! Das war wohl nicht im Sinne des Erfinders...
Vorab: Spielberg ist ein sehr guter Regisseur. Trotzdem könnte ich weinen, weil Kubrick dieses Since Fiction Drama nicht inszeniert hat. Trotzdem ist es eine tolle Geschichte. Ein Roboter der zwar kein Mensch ist, sich aber immer menschlicher verhält.
Was ich ebenfalls sehr gut fand, war das Szenenbild. 8,5 Punkte.
Wenn Spielberg wie Kubrick den Film in 4:3 Vollbild gedreht hätte wäre er besser geworden. Mit Weitwinkel 25 mm abwärts (bis zu 9,8mm). Steven hat den Film nach Kubricks Drehbuch gedreht. Er hat Kubrick nicht kopiert! Es war auch eine Kubrick-Produktion.
Sehr berührend. Interessante Vorstellung der Zukunft. Vielschichtig.
"A.I." merkt man zum Glück Kubricks Einflüsse stark an.
Das Potenzial für philosophischen Tiefgang wurde aber leider viel zu wenig ausgeschöpft und auch über das Ende lässt sich streiten.
Ich weiß gar nicht genau wie ich den Film finden soll, denn Streckenweise finde ich ihn total super, dann einfach nur wieder wahnsinnig kitschig... Aber die Botschaft wird gut und eindeutig vermittelt und zum Schluss drückt er einfach so wahnsinnig auf die Tränendrüse ab da kann ich ihn einfach immer nur weiterempfehlen!
Ach, Haley Joel Osment ist einfach nur fantastisch.... der wird noch ein ganz großer!
Steven Spielberg sagte bereits 1984 zu Stanley Kubrick: "Das ist die beste Geschichte, die du jemals geschrieben hast." Leider starb Kubrick, bevor dieser Film es zur Vollendung schaffte und so nahm sich Spielberg dessen an. "Mami, wenn ich es schaffe wie Pinocchio ein echter Junge zu werden, darf ich dann wieder nach Hause kommen?" 'A.I.' ist kein reiner Science-Fiction-Film, 'A.I.' ist ein Science-Fiction-Märchen. So wird der Roboter David verstoßen als der echte Sohn Martin nach Hause kommt und begibt sich auf eine aberwitzige Reise auf der Suche nach der blauen Fee, damit auch er ein echter Junge werden kann. Hilfe bekommt er dabei vom Super-Toy Teddy und dem Liebesroboter Joe, wobei Jude Law hier erstaunlich blass bleibt, obwohl die Rolle viel Potential bietet. Haley Joel Osment agiert einmal mehr verblüffend gut, so steht er seiner Leistung aus 'The Sixth Sense' in Nichts nach. Das Ende mag nicht jedem gefallen, ich finde es dagegen recht gelungen.
Ich hingegen bin tierisch froh, dass Kubrick den nicht gemacht hat. Ich fand diesen Film so akzentlos, lahm und bildlastig, dass ich Kubrick wohl verteufelt hätte, aber andererseits wäre es unter Kubricks Hand wohl auch nie derart rührselig und belastend für mich geworden...
Tja, ich muss gestehen, dass ich von Kubricks Filmen nur einen Bruchteil gesehen habe, von daher kann ich mir darüber kein Urteil bilden. Aber im Grunde war es ja wohl seine Idee, die Spielberg in Gedenken an ihn weiterentwickelt hat. Wer weiß, wie der Film ausgesehen hätte, wenn... ;)
Ein wenig schön.
Ein wenig unterhaltsam.
Ein bisschen infantil.
Dazu noch ein bisschen besonders.
Eine gehörige Prise klassischer Lebensweisheiten.
Eine Überdosis Banalität.
Und jede Menge herzerwärmende Magie. Hach......
Wie ihr seht sind die Zutaten von A.I. ein wenig unstimmig.
Denn A.I. ist weder dies noch das. In den verschiedensten Abschnitten überwiegt sich der Film mit Kitsch, dann aber wieder mit Dramatik, dann wieder mit nichts, dann wieder mit Action und so weiter und sofort. Manchmal hat man auch das Gefühl hier drei Filme in einem zu sehen, was auch an den groben Übergängen der einzelnen Abschnitte liegt.
In jedem Abschnitt dominiert dann wieder eine Eigenschaft das Geschehen was dem Film leider überhaupt nicht bekommt. Dazu noch das banale und kitschige Ende, welches unheimlich unpassend ist, und die Voraussetzungen für die pure Verzweiflung sind perfekt.
Und doch ist A.I. trotz der Fehler ein unfassbar melancholischer, ruhiger, schöner und ja, für die Art von Filmen, unterhaltender und schmackhafter Allerleieintopf. Mhmm, lecker.
Leicht bekömmlich, doch der annehmbare Geschmack ist recht schnell wieder vergessen.
Was bleibt ist der köstliche Duft. Doch dabei hat man sich den Geschmack so viel exquisiter vorgestellt.
Sie können nicht lieben, sie sind nicht natürlich, sie können nicht fühlen.
Aber sie leben. Für immer.
Ein äusserst trauriger Film mit sehr toller Grundidee. Spannung wird nicht wirklich erzeugt, doch es ist sehr schön anzusehen, was der Regisseur sich unter der Zukunft vorstellt. Davon lebt der Film auch grösstenteils.
Was zunächst ausgezeichnet und sehr interessant beginnt, endet schliesslich - wie die meisten hier auch schon erwähnt haben - auf dem Schrottplatz, im wahrsten Sinne des Wortes. Gegen Ende ist "A.I. - Künstliche Intelligenz" einfach nur noch sau blöd und mal ganz ehrlich dieser Liebesroboter ist total unnötig und Dr.Who ist einer der nervigsten Filmcharaktere aller Zeiten. Wiederrum das Ende vom Ende ist gleichzeitig wunderschön und auch traurig. Sehenswert ist der Film allemal, doch einmal reicht auch wieder.
"Es war einmal......"
A.I. - Künstliche Intelligenz beginnt wie ein sehr klassisches Märchen. Ein Erzähler erläutert die Rahmenbedingungen der Situation. Eine Menscheit belastet durch Überbevölerung und wie diese Umstände in eine stark wachsende Roboter-Industrie resultierten. Nur der Sci-Fi Faktor lässt einen nicht in ein Märchen abdriften. Deshalb ist A.I. eher ein großartiger Roboter-AbenteuerDrama-Film mit durch die Bank weg großartigen Schauspielern.
Ein Lob auch an Spielberg, der es geschafft hat Kubricks Einflüsse beizubehalten und diese besonders in der Figur des Joe (Jude Law) zu inszenieren. Natürlich passen die Gewalt/Sex-Passagen nicht unbedingt in einen Film der sich im Fokus um einen Jungen handelt, der auf der Suche nach der Menschmachenden Fee ist um Liebe zu empfangen. Aber gerade dieser Gegensatz macht es umso interessanter. Natürlich bleibt die Geschichte um Haley Joel Osment der Hauptpunkt, welche er mit seinen Freund Teddy erlebt und auf welche gefährliche und fantasiereiche Reise er sich begibt. Zu Beginn konnte man sich nicht wirklich in die Figuren reinversetzen, aber das ändert sich nach 15-20 Minuten und man ist voll im Bann der Geschichte und sitzt nur noch bedrückt und beeindruckt aufm Sofa. Wenn das Ende nicht so Spielberghaft wäre und ein wenig logischer und nachvollziehbar wäre, dann hätte der Film sicher das Zeug zu einer 10.0 gehabt. Der Schluss klaut einen leider viel Gedankenspielraum und wirkt wie ein Alternativende. Der Schlusscut hätte einfach 10 Minuten vorher gesetzt werden müssen. Insgesamt eine absolute Empfehlung, besonders für die sentimentalen Cineasten :)
Der Film geht gegen Ende kaputt. Anfänglich echt sehr gut, doch ab der Stelle wo er zusammen mit dem Sexroboter nach der Fee zu suchen beginnt, geht der Fim steil bergab. Noch 7 Punkte, hätte aber das Potential auf mehr gehabt
Das Ende ist bodenloser Kitsch und sollte einfach ignoriert werden.
Der Rest ist wahrhaftig großes Kino, das andere, vielleicht sogar viel wichtigere Fragen stellt, als "Übernehmen Maschinen die Weltherrschaft??"
Ich fand den Film eine bodenlose Frechheit. Schon alleine aus logischen Gesichtspunkten: wie sollen Roboter die Weltherrschaft übernehmen, wenn sie von Menschen geschaffen wurden? Gerade diese Intelligenz die hierfür vonnöten wäre kann nicht erschaffen werden, zumindest nicht von Menschen. Soviel Surrealismus und aufgesetzter Mist - gerade am Schluss - zeugt einfach nur von Unvermögen.
Was macht einen Menschen lebendig? Die Tränen, die ihm von den Wangen rollen oder dass er dich Mama nennt?
Nicht nur, dass Spielberg eine überwältigende Geschichte eines kleinen Jungen und seinem Teddybär erzählt. Hier steckt Liebe und Gefühl drin, wie sie in keinem anderen Film je dargestellt wurde. Es vergehen keine fünf Minuten, da hat der Zuschauer sich in nahezu jeden Charakter eingefühlt; in die Eltern von Martin, in Martin und ganz besonders natürlich in David und Teddy. Ab nun beginnt eine dramatische und dennoch immer wieder hoffnungsvolle und fantasiereiche Reise in die Welt der Mechas und Orgas.
Spielberg erschuf durch fantasievolle und einmalige Kulissen und Bilder sowie durch manch sagenhafte Musik eine einzigartige Atmosphäre und entführt in seine ganz eigene Welt irgendwo zwischen Realität, Zukunft und Dystopie.
Die allumfassend erstklassig agierenden Schauspieler lassen agieren exzellent, besonderes Lob geht an den jungen Hauptdarsteller Haley Joel Osment, der von mir wohl als einziger in seiner Altersgruppe einen Oscar bekommen hätte. Ebenso glänzt ein Jude Law, der durch sein Talent den Film zusätzlich um einiges bereichert.
Immer wieder kommen Eindrücke Kubricks, der sich den Film eigentlich unter den Nagel gerissen hatte, "in letzter Minute" aber verstarb, zum Vorschein, sprich die eher düsteren Sex- und Gewaltandeutungen, die vor allem im Mittelteil zu verspüren sind. Ein weiteres Kompliment an Spielberg, der ganz in Würde Kubricks verfilmte und ihn gekonnt umsetzte.
Dem Zuschauer wird die liebliche Darstellung im Herzen treffen oder sie wird ihm vollkommen auf die Nerven gehen. Mich hat der komplette Film auf seine grässliche, herzzerreißende Art berührt und eine wuchtige Wirkung hinterlassen. Auch wenn er letztendlich nicht mit "realistischem" Anspruch dienen kann; allein die Idee, einen in gewisser Weise "Außenseiter-Sci-Fi"-Film zu kreieren, in dem von der Menschheit verstoßene Roboter auf der Suche nach der sie zum Menschen machenden Fee sind, verdient mein vollkommenes Ansehen; dazu seine mögliche Deutung in Symbolik.
Spielberg ist inzwischen virtuell gereift, die Handlung hat mehr Tiefgang, die Bilder sind noch eindrucksvoller. Man bekommt außerdem noch eine visionäre Vorstellung von der Erde in 2000 Jahren, nach Eiszeit und globaler Erwärmung. Das zentrale Thema aber ist der Umgang des Menschen mit künstlicher Intelligenz, sprich Robotern, die wie Menschen aussehen. Und was ist mit ihren Gefühlen, so sie denn welche haben? Das ist kein filmisches Neuland. Hier sehen wir den Gegensatz sowie Vor- und Nachteile von echten Kindern und Robotern (Mechas). Das Science Fiction Märchen kann man in drei Teile zerlegen, die in zunehmendem Maße in eine Fabelwelt vordringen. Zunächst kommt der kleine David (ein Mecha) in eine Familie. Es gibt ganz alltägliche emotionale Turbulenzen. Dann geht es für ihn mit Gigolo Joe in einem Roadmovie mit viel Action weiter. Hier überzeugt vor allem Jude Law. Und schließlich nach Jahrtausendsprüngen gelangen wir in eine Fantasiewelt, wo die Träume schlafen, in der alles und nichts möglich ist. Das Ende dehnt sich ziemlich, das Tempo wird bewusst heruntergefahren, man ertrinkt in einem Schwall von Zuckerguss, obwohl es keine schöne neue Welt ist. Die Wesen sind kalt, abstrakt und uniform, obwohl freundlich. Halt Kopfgeburten eben. Da fehlt es an menschlicher Wärme und Zuneigung, die, wie wir wissen, für uns lebensnotwendig sind, wie Luft und Wasser. Diese Welt hat keine Zukunft!
Teil 1.) Der beste Teil, man wird in den Film gut hineingeführt und es ist von Anfang an spannend! [9.0]
Teil 2.) Immer noch gut aber die Spannung lässt langsam nach; Charaktere verschwinden plötzlich aus dem Film und tauchen überhaupt nicht mehr auf. [7.0]
Teil 3.) Der Film gerät ins abstruse; plötzlich ist man 2000 Jahre später, dann ist Eiszeit und dann wieder doch nicht; ganz am Ende viel zu viel Schmalz und Handlungslücken. [2.0]
Nach guten Start wird der Film von Zeit zu Zeit langatmiger und langweiliger bis am Ende der ganze gute Handlungsverlauf über den Haufen gekehrt wird.
A.I. Künstliche Intelligenz - Kritik
US 2001 Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 13.09.2001
Kritiken (3) — Film: A.I. Künstliche Intelligenz
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenDavid: Mommy? Will you die?
Monica: Well, one day, David, yes, I will.
David: I'll be alone.
Monica: Don't worry yourself so.
David: How long will you live?
Monica: For ages. For 50 years.
David: I love you, Mommy. I hope you never die. Never.
Ein Film, der mit den Emotionen spielt, desweiteren sehr tiefgreifend ist und nachdenklich macht, mit 'A.I. Künstliche Intelligenz' hat Steven Spielberg eine wunderschön gefilmte Dystopie geschaffen, welche sich mit der Existenzberechtigung, mit Fortschritt, Technik und Liebe auseinandersetzt. Ein Märchen, eine Hommage an Pinocchio, eine Verneigung vor Stanley Kubricks '2001 - eine Odyssee im Weltraum' und Ridley Scotts 'Blade Runner'.
In ewig langen Kamerafahrten erzählt Spielberg die Geschichte eines künstlich gefertigten Jungen. So viele gesellschaftskritische Untertöne, so viel Information verpackte Spielberg dabei, dass sein Film absolut zu Herzen geht. Die ganze Geschichte, all die Emotionen, werden dabei durch den talentierten Kinddarsteller Haley Joel Osment getragen. Und John Williams schuf erneut einen packenden, wunderschönen Soundtrack, der alle Szenen optimal begleitet.
Dass der Film jedoch nicht ohne Schwächen auskommt, ist schade. Immer wieder driftet er in Langatmigkeit ab, einige Szenen wirken leicht klischeehaft, zudem verliert sich der Film, besonders im Mittelteil, in typischer Hollywood-Unterhaltung. Es ist ganz einfach all zu offensichtlich, dass sich Spielberg an ein großes Zielpublikum richten wollte, und damit büsst der Film an einigen Stellen sehr an Qualität ein.
Welches Schlussfolgerung ziehe ich also? Eine Hommage an die ewige Liebe, poetisch, grandios bebildert, effekttechnisch over-the-top, und doch stellt sich im Abspann eine leichte Enttäuschung ein. Denn 'A.I.' berührt ungemein, doch es wäre halt noch so viel mehr möglich gewesen.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
hoffman587 2011/06/05 14:39:53
Antwort löschenNaja, als negativen Aspekt sehe ich noch, dass Spielberg durch die Übernahme von Kubricks Stil seine Handschrift verliert. Sonst aber Zustimmung, das schlimmste war mMn das Ende das hat sich ehrlich gesagt wie 10 Stunden angefühlt.
facepalm 2011/06/05 14:43:29
Antwort löschenAlso das Zitat oben klingt schon nach triefender Schmalzigkeit aber ich lass mich überraschen. Gleich mal auf die Liste.
Oceanic6 2011/06/05 14:44:46
Antwort löschenDas Ende fand ich grandios, total schön bebildert, sehr emotional, vor allem durch Williams Score und dann die Botschaft, einfach toll, mich hat hingegen der Mittelteil total genervt, viel zu Mainstream...
Alle 5 Antworten zeigen
ElMagico 2011/06/05 15:05:20
Antwort löschen...und Schmalz ist tatsächlich vorhanden ;) aber das geht ok so.
der cineast 2011/06/06 17:50:00
Antwort löschenInteressiert mich sowieso, jetzt noch mehr. Lange Kamerafahrten? I like :)
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Dennoch arbeitet Spielberg in "AI" unentwegt seinem Freund und/oder Vorbild hinterher, wenn er anders als sonst mit betont langen Einstellungen und Steadycam-Fahrten inszeniert, wenn er die Geschichte prägnant in mehrere Akte gliedert oder seinen Stammkomponisten John Williams anweist, in dessen Score Kubricks Vorliebe für klassische Walzer als Element der Kontrapunktisierung entgegenzukommen. So sehr sich Spielbergs Stil mit all seinen Kartenspielertricks, seiner visuellen Schön- und selten Doppelbödigkeit mit den hinterlassenen Ambitionen eines Regisseurs wie Kubrick auch beißt, gerinnt die eigenwillige Kombination erst im letzten Drittel zur unerträglichen Imitation: Wenn Spielberg in klinischem Ambiente einen neuen Humanitätsbegriff zu formulieren versucht, heben sich die Unterhaltung des einen und Prätention des anderen gegenseitig auf. [..]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDer Film ist vieles auf einmal: Science-Fiction-Vision, Horror, philosophischer Essay und Gefühlsdrama; vor allem aber ein großes Märchen darüber, was es heißt, ein Kind zu sein. [...] Letztlich bleibt er aber, in seiner visuellen und emotionalen Stärke, auch in seiner Gefühlsseligkeit, im allzu deutlichen Ausreizen vieler Situationen, ganz ein Film von Spielberg.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (92) — Film: A.I. Künstliche Intelligenz
Kommentar schreibenChewbacca 2012/05/02 19:25:02
Kommentar löschenSteven Spielberg präsentiert eine rührselige Science Fiction-Mär von einer bunten Zukunft, die kaum noch Menschlichkeit besitzt und von Robotern dominiert wird, was allerhand soziale und gesellschaftliche Probleme heraufbeschwört. Trotzdessen wird seine Pinocchio-Geschichte mit sehr viel Aufwand, Tricktechnik und vor allem Gefühl erzählt und einzig und allein vom jungen Haley Joel Osment getragen. Dieser bestreitet seine recht anspruchsvolle Rolle souverän, kann aber nicht verhindern, dass alles zu sehr im Kitsch ertrinkt und die Handlung, gerade gegen Ende, nur so dahin kriecht.
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Mr. Pink 2012/04/19 19:03:27
Kommentar löschenMan merkt "A.I." an, dass Steven Spielberg sich deutlich an Kubricks Stil orientiert hat, sodass dessen Vision die ganze Zeit irgendwie durchscheint. Die Geschichte von Mecha-Pinocchio ist berührend, und wird mit prächtigen, eindrucksvollen Bildern erzählt, die von John Williams' Musik fantastisch untermalt werden. Haley Joel Osment spielt den Roboterjungen, der in der Lage ist zu lieben, aber eigentlich trotzdem keine echten Gefühle hat, ganz hervorragend. Eine beeindruckende Leistung! Und Gigolo Joe, genial dargestellt von Jude Law, ist zweifelsohne das absolute Highlight des Streifens. "A.I." erzählt eine märchenhafte Geschichte in einer fesselnden Zukunftsvision. Exzellent in Szene gesetzt, mit vielen interessanten Ideen versehen, traumhaft und bewegend!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Brentano 2012/05/09 09:19:59
Antwort löschenUnd eben auch von Kubrik in tausenden von Seiten Skript und Entwürfen darüber entsprechend "vorbereitet", also eigentlich sein filmischer "Nachlass", ein Wort an die "Menschheit", an jene gerichtet, die es wahrnehmen "können", ..?
Markbln 2012/04/12 17:41:00
Kommentar löschenMan mag sich kaum vorstellen, wie das Ergebnis ausgesehen hätte, wenn das, wie geplant, Stanley Kubrick verfilmt hätte.
Das hier ist nur oberflächlicher, furchtbarer Esokitsch.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Paolo Colella 2012/04/12 18:20:06
Antwort löschenEigentlich wollte Kubrick nie bei dem Film selbst Regie führen, sondern nur die Produktion mit Spielberg teilen. Das Drehbuch hätte er aber bei der ersten Fassung selber geschrieben, aber das konnte er leider nie beeenden. Spielberg hat es danach übernommen und er hat es leider mit zu viel Kitsch versehen. Troztdem würde ich den Film 6 Punkte geben.
1stephan1 2012/03/28 22:51:50
Kommentar löschenDas Ende dieses großartigen Films ist alles andere als schnulzig oder kitschig oder rührselig. Es führt eiskalt und folgerichtig die Handlung zu ihrem Ende. Dabei ist die Auflösung für uns Zuschauer so unerträglich, dass sich der eine oder die andere sicherlich gern einredet, es sei kitschig und albern.
Leider ist es das nicht. Die "menschliche" Welt hat aufgehört zu existieren. Alles weg - der Medienhype, der achtlose Umgang, die Verrohung.
Es sind merkwürdige Maschinenwesen, die auf der Erde gleichsam wissenschaftlich arbeiten und nur einen Blick auf den Roboterjungen werfen müssen, um sein Dilemma zu erfassen. Sie können ihm helfen. Die Menschen konnten das nicht und genau deswegen gibt es sie nicht mehr.
Das ist nicht albern, sondern unerträglich bitter. Wer diese Erkenntnis - und darum geht es hier - nicht um Rührung - an sich heranlässt, dem wird nachhaltig elend und der sieht die Welt fortan mit anderen Augen.
Das hat mit Rührseligkeit oder Albernheit nichts, gar nichts zu tun.
Eine brilliante Story. Ein sehr guter (manchmal sehr gemächlicher) Film. Unvergesslich.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Selcarnor 2012/02/29 09:07:38
Kommentar löschen>A.I.< Menschsein. Was bedeutet das? Was kennzeichnet diesen Begriff? Diese zugegeben recht alten Fragen werden hier in diesem Film behandelt, wo ein Roboterjunge die zentrale Figur einnimmt. Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei die Fähigkeit der Liebe. Eigentlich wollte >Stanley Kubrick< dieses Projekt beenden, aber er verstarb zuvor und so übernahm >Steven Spielberg< den Regiestuhl.
1. Optik
Man sieht eine kalte, sterile Zukunftswelt mit schick designten Häusern, Möbeln und ganzen Städten. Dazwischen dann die Schrottfelder und die Ruinen von aufgegebenen Metropolen, wie das versunkene New York City. Dies alles sieht fantastisch aus und ein großes Lob auch für die Roboter, die sich teils aus Müll repariert haben und teilweise sehr fantasievoll gestaltet sind. Auch gibt es eine ganze Reihe äußerst beklemmende Bilder wie etwa der >Mond<.
2. Musik
Da wir hier von >John Williams< reden, darf klar sein, dass der Soundtrack einfach wunderbar ist. Für diesen Film sind die Klänge größtenteils eher ruhig gehalten und etwas mehr in den Hintergrund gerückt. Alles in allem ist der Score sehr angenehm und gegen Ende kommt dann ein äußerst intensives Stück, das einem mit seinem hoffnungslosen wie auch mysteriösen Klang gefangen nimmt.
3. Inhalt
Wegen Überbevölkerung und Mangel an Lebensraum werden Geburten reglementiert und viele Paare in der Zukunft bekommen nie die Erlaubnis ein Kind auszutragen.
Aus diesem Grund entwickelt man einen Kinderroboter der Ersatz bringen soll. Das wichtigste Merkmal dieser neuen Klasse ist die Fähigkeit zu lieben und das erste Exemplar David wird seinen >Eltern< zugewiesen.
Hier zeigt sich schon die große, gefühlsmäßige Ebene des Films. Die Beziehung zwischen ihm und seiner verzweifelten Mutter baut sich perfekt auf und wirkt äußert >echt<, sofern man diesen Begriff in dem Zusammenhang benutzen kann.
Doch die Sache verkompliziert sich, als der richtige Sohn wieder aus dem Koma erwacht und nach einigen Zwischenfällen wird David mit einem Teddy in der Wildnis ausgesetzt.
Unfähig zu begreifen und nicht in Lage seine Mutter zu vergessen, macht er sich dann auf, um eine Möglichkeit zu finden ein richtiger Junge zu werden und so zurückkehren zu können. Das zentrale Ziel dabei ist die blaue Fee.
Man merkt sicher schon von welchem Märchen man sich hier bedient hat und auch so ist die poetische Reise des Jungen auch aufgebaut. Sein langer Weg ist gespickt mit Symbolen und allerhand Gestalten wie der Sexbot Joe, die Mechazertrümmerer, die bunte Sündenstadt, der allwissende Computer, der Ort seiner Geburt und am Ende dann die Kälte.
Absolut hervorragend ist die stimmige Atmosphäre und die Dialoge, die sowohl menschlich wirken, aber einem dabei dennoch immer vor Augen geführt wird, dass das dort Roboter sind. Allerdings hat mich selten so eine künstliche Filmperson so sehr in ihren Bann gezogen und selten hab ich so sehr mitgefühlt.
Dies liegt insbesondere an dem grandiosen Haley Joel Osment, der dem David das nötige >Leben<, die Naivität, die Zielbesessenheit und die Hoffnung einhaucht.
Es gibt fast keine langweilige Stelle und jede Person und jedes Ereignis hat ihren bestimmten Zweck und wirkt dabei so rund und herzergreifend.
Ein Knackpunkt ist dabei aber das von vielen kritisierte Finale. Ich mochte es ehrlich gesagt auch nicht, aber es war dennoch erträglich.
Was ebenfalls viele sauer aufstoßend könnte ist die doch sehr starke Überinszenierung und der Kitsch. Ich mag so etwas, aber eine ganze Reihe anderer eben nicht und man sollte sich darauf einstellen wenn man >A.I.< guckt.
4. Fazit
Ich könnte im Prinzip noch Stunden schreiben, da mich so viel an dem Film fasziniert und gefesselt hatte.
Wie das Ergebnis geworden wäre, wenn >Kubrick< es hätte fertigstellen können, liegt vermutlich weit jenseits jeder Vorstellungskraft von uns allen.
Allerdings hat >Spielberg< gute Arbeit gemacht und aus dem Material das Beste herausgeholt und hat ein perfektes Sci-Fi-Drama kreiert.
Aber wie gesagt ist das Ganze manchmal durchaus etwas zu schnulzig.
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aberaber 2012/02/21 14:27:17
Kommentar löschenAuwändig und spannend, aber mit einigen Längen
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Crow369 2012/02/18 09:22:57
Kommentar löschenEin wirklich toller Film, der im Mittelteil leider ein wenig abfällt, aber dafür mit dem vielleicht rührseligsten Ende der Filmgeschichte aufwarten kann. Nur ganz knapp an einem Meisterwerk vorbei inszeniert, aber trotzdem großartig umgesetzt.
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Danyrail 2012/02/18 12:30:10
Antwort löschenWar das nicht eigentlich ein von Stanley Kubrick geplanter Film, der, als er dann gestorben ist, von seinem guten Freund Spielberg in seinem Sinne vollendet wurde o.Ä. ? Würde mich wahnsinnig interessieren wie Kubrick ihn gestaltet hätte.
HaudenLukas 2012/02/18 12:43:20
Antwort löschen@Danyrail: Jupp so war es mal geplant.... Storyboards von Kubrick lagen wohl vor und Spielberg hat dann es dann in eine Kindgerechte Version zusammen gschustert. Frechheit! Das war wohl nicht im Sinne des Erfinders...
Jeff Lebowski 2012/02/10 17:39:14
Kommentar löschenVorab: Spielberg ist ein sehr guter Regisseur. Trotzdem könnte ich weinen, weil Kubrick dieses Since Fiction Drama nicht inszeniert hat. Trotzdem ist es eine tolle Geschichte. Ein Roboter der zwar kein Mensch ist, sich aber immer menschlicher verhält.
Was ich ebenfalls sehr gut fand, war das Szenenbild. 8,5 Punkte.
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NWO@Movie 2011/12/22 01:38:15
Kommentar löschenWenn Spielberg wie Kubrick den Film in 4:3 Vollbild gedreht hätte wäre er besser geworden. Mit Weitwinkel 25 mm abwärts (bis zu 9,8mm). Steven hat den Film nach Kubricks Drehbuch gedreht. Er hat Kubrick nicht kopiert! Es war auch eine Kubrick-Produktion.
Sehr berührend. Interessante Vorstellung der Zukunft. Vielschichtig.
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FumerTue 2011/12/01 21:17:23
Kommentar löschen"A.I." merkt man zum Glück Kubricks Einflüsse stark an.
Das Potenzial für philosophischen Tiefgang wurde aber leider viel zu wenig ausgeschöpft und auch über das Ende lässt sich streiten.
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the comedian 2011/09/07 14:22:53
Kommentar löschenIch weiß gar nicht genau wie ich den Film finden soll, denn Streckenweise finde ich ihn total super, dann einfach nur wieder wahnsinnig kitschig... Aber die Botschaft wird gut und eindeutig vermittelt und zum Schluss drückt er einfach so wahnsinnig auf die Tränendrüse ab da kann ich ihn einfach immer nur weiterempfehlen!
Ach, Haley Joel Osment ist einfach nur fantastisch.... der wird noch ein ganz großer!
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kinogaengerin 2011/07/06 17:20:48
Kommentar löschenSteven Spielberg sagte bereits 1984 zu Stanley Kubrick: "Das ist die beste Geschichte, die du jemals geschrieben hast." Leider starb Kubrick, bevor dieser Film es zur Vollendung schaffte und so nahm sich Spielberg dessen an. "Mami, wenn ich es schaffe wie Pinocchio ein echter Junge zu werden, darf ich dann wieder nach Hause kommen?" 'A.I.' ist kein reiner Science-Fiction-Film, 'A.I.' ist ein Science-Fiction-Märchen. So wird der Roboter David verstoßen als der echte Sohn Martin nach Hause kommt und begibt sich auf eine aberwitzige Reise auf der Suche nach der blauen Fee, damit auch er ein echter Junge werden kann. Hilfe bekommt er dabei vom Super-Toy Teddy und dem Liebesroboter Joe, wobei Jude Law hier erstaunlich blass bleibt, obwohl die Rolle viel Potential bietet. Haley Joel Osment agiert einmal mehr verblüffend gut, so steht er seiner Leistung aus 'The Sixth Sense' in Nichts nach. Das Ende mag nicht jedem gefallen, ich finde es dagegen recht gelungen.
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doctorgonzo 2011/07/06 17:47:39
Antwort löschenIch hingegen bin tierisch froh, dass Kubrick den nicht gemacht hat. Ich fand diesen Film so akzentlos, lahm und bildlastig, dass ich Kubrick wohl verteufelt hätte, aber andererseits wäre es unter Kubricks Hand wohl auch nie derart rührselig und belastend für mich geworden...
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kinogaengerin 2011/07/06 18:32:42
Antwort löschenTja, ich muss gestehen, dass ich von Kubricks Filmen nur einen Bruchteil gesehen habe, von daher kann ich mir darüber kein Urteil bilden. Aber im Grunde war es ja wohl seine Idee, die Spielberg in Gedenken an ihn weiterentwickelt hat. Wer weiß, wie der Film ausgesehen hätte, wenn... ;)
doctorgonzo 2011/07/07 10:31:52
Antwort löschenWahrscheinlich weniger kitschig. Auch wenn Kubrick bei seinem letzten Werk (`Eyes wide shut´) merklich an Biss verloren hatte.
JohnnyKee 2011/06/08 16:23:18
Kommentar löschenEin wenig schön.
Ein wenig unterhaltsam.
Ein bisschen infantil.
Dazu noch ein bisschen besonders.
Eine gehörige Prise klassischer Lebensweisheiten.
Eine Überdosis Banalität.
Und jede Menge herzerwärmende Magie. Hach......
Wie ihr seht sind die Zutaten von A.I. ein wenig unstimmig.
Denn A.I. ist weder dies noch das. In den verschiedensten Abschnitten überwiegt sich der Film mit Kitsch, dann aber wieder mit Dramatik, dann wieder mit nichts, dann wieder mit Action und so weiter und sofort. Manchmal hat man auch das Gefühl hier drei Filme in einem zu sehen, was auch an den groben Übergängen der einzelnen Abschnitte liegt.
In jedem Abschnitt dominiert dann wieder eine Eigenschaft das Geschehen was dem Film leider überhaupt nicht bekommt. Dazu noch das banale und kitschige Ende, welches unheimlich unpassend ist, und die Voraussetzungen für die pure Verzweiflung sind perfekt.
Und doch ist A.I. trotz der Fehler ein unfassbar melancholischer, ruhiger, schöner und ja, für die Art von Filmen, unterhaltender und schmackhafter Allerleieintopf. Mhmm, lecker.
Leicht bekömmlich, doch der annehmbare Geschmack ist recht schnell wieder vergessen.
Was bleibt ist der köstliche Duft. Doch dabei hat man sich den Geschmack so viel exquisiter vorgestellt.
Sie können nicht lieben, sie sind nicht natürlich, sie können nicht fühlen.
Aber sie leben. Für immer.
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hoffman587 2011/06/08 16:25:55
Antwort löschenStimme mit den genannten Punkten überein, das Énde ist wirklich schlimm.
WaaayneTrain 2011/06/01 13:58:44
Kommentar löschenEin äusserst trauriger Film mit sehr toller Grundidee. Spannung wird nicht wirklich erzeugt, doch es ist sehr schön anzusehen, was der Regisseur sich unter der Zukunft vorstellt. Davon lebt der Film auch grösstenteils.
Was zunächst ausgezeichnet und sehr interessant beginnt, endet schliesslich - wie die meisten hier auch schon erwähnt haben - auf dem Schrottplatz, im wahrsten Sinne des Wortes. Gegen Ende ist "A.I. - Künstliche Intelligenz" einfach nur noch sau blöd und mal ganz ehrlich dieser Liebesroboter ist total unnötig und Dr.Who ist einer der nervigsten Filmcharaktere aller Zeiten. Wiederrum das Ende vom Ende ist gleichzeitig wunderschön und auch traurig. Sehenswert ist der Film allemal, doch einmal reicht auch wieder.
7.0
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Dysta 2011/05/11 16:20:51
Kommentar löschen"Es war einmal......"
A.I. - Künstliche Intelligenz beginnt wie ein sehr klassisches Märchen. Ein Erzähler erläutert die Rahmenbedingungen der Situation. Eine Menscheit belastet durch Überbevölerung und wie diese Umstände in eine stark wachsende Roboter-Industrie resultierten. Nur der Sci-Fi Faktor lässt einen nicht in ein Märchen abdriften. Deshalb ist A.I. eher ein großartiger Roboter-AbenteuerDrama-Film mit durch die Bank weg großartigen Schauspielern.
Ein Lob auch an Spielberg, der es geschafft hat Kubricks Einflüsse beizubehalten und diese besonders in der Figur des Joe (Jude Law) zu inszenieren. Natürlich passen die Gewalt/Sex-Passagen nicht unbedingt in einen Film der sich im Fokus um einen Jungen handelt, der auf der Suche nach der Menschmachenden Fee ist um Liebe zu empfangen. Aber gerade dieser Gegensatz macht es umso interessanter. Natürlich bleibt die Geschichte um Haley Joel Osment der Hauptpunkt, welche er mit seinen Freund Teddy erlebt und auf welche gefährliche und fantasiereiche Reise er sich begibt. Zu Beginn konnte man sich nicht wirklich in die Figuren reinversetzen, aber das ändert sich nach 15-20 Minuten und man ist voll im Bann der Geschichte und sitzt nur noch bedrückt und beeindruckt aufm Sofa. Wenn das Ende nicht so Spielberghaft wäre und ein wenig logischer und nachvollziehbar wäre, dann hätte der Film sicher das Zeug zu einer 10.0 gehabt. Der Schluss klaut einen leider viel Gedankenspielraum und wirkt wie ein Alternativende. Der Schlusscut hätte einfach 10 Minuten vorher gesetzt werden müssen. Insgesamt eine absolute Empfehlung, besonders für die sentimentalen Cineasten :)
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f.wo 2011/05/11 12:34:14
Kommentar löschenDer Film geht gegen Ende kaputt. Anfänglich echt sehr gut, doch ab der Stelle wo er zusammen mit dem Sexroboter nach der Fee zu suchen beginnt, geht der Fim steil bergab. Noch 7 Punkte, hätte aber das Potential auf mehr gehabt
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raycluster 2011/05/04 23:32:19
Kommentar löschenDas Ende ist bodenloser Kitsch und sollte einfach ignoriert werden.
Der Rest ist wahrhaftig großes Kino, das andere, vielleicht sogar viel wichtigere Fragen stellt, als "Übernehmen Maschinen die Weltherrschaft??"
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SpiceWeasel 2011/05/05 14:56:04
Antwort löschenobwohl genau diese Frage am ende von A.I. ja beantwortet wird! ;-)
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KingKoitus 2011/05/09 20:48:10
Antwort löschenIch fand den Film eine bodenlose Frechheit. Schon alleine aus logischen Gesichtspunkten: wie sollen Roboter die Weltherrschaft übernehmen, wenn sie von Menschen geschaffen wurden? Gerade diese Intelligenz die hierfür vonnöten wäre kann nicht erschaffen werden, zumindest nicht von Menschen. Soviel Surrealismus und aufgesetzter Mist - gerade am Schluss - zeugt einfach nur von Unvermögen.
raycluster 2011/05/16 03:06:10
Antwort löschenJeder verplempert mal seine Zeit ;-) Ich hab mich dafür nach "Repo-Men" wochenlang über die verschwendete Zeit geärgert.
Hooded Justice 2011/04/28 18:07:35
Kommentar löschenWas macht einen Menschen lebendig? Die Tränen, die ihm von den Wangen rollen oder dass er dich Mama nennt?
Nicht nur, dass Spielberg eine überwältigende Geschichte eines kleinen Jungen und seinem Teddybär erzählt. Hier steckt Liebe und Gefühl drin, wie sie in keinem anderen Film je dargestellt wurde. Es vergehen keine fünf Minuten, da hat der Zuschauer sich in nahezu jeden Charakter eingefühlt; in die Eltern von Martin, in Martin und ganz besonders natürlich in David und Teddy. Ab nun beginnt eine dramatische und dennoch immer wieder hoffnungsvolle und fantasiereiche Reise in die Welt der Mechas und Orgas.
Spielberg erschuf durch fantasievolle und einmalige Kulissen und Bilder sowie durch manch sagenhafte Musik eine einzigartige Atmosphäre und entführt in seine ganz eigene Welt irgendwo zwischen Realität, Zukunft und Dystopie.
Die allumfassend erstklassig agierenden Schauspieler lassen agieren exzellent, besonderes Lob geht an den jungen Hauptdarsteller Haley Joel Osment, der von mir wohl als einziger in seiner Altersgruppe einen Oscar bekommen hätte. Ebenso glänzt ein Jude Law, der durch sein Talent den Film zusätzlich um einiges bereichert.
Immer wieder kommen Eindrücke Kubricks, der sich den Film eigentlich unter den Nagel gerissen hatte, "in letzter Minute" aber verstarb, zum Vorschein, sprich die eher düsteren Sex- und Gewaltandeutungen, die vor allem im Mittelteil zu verspüren sind. Ein weiteres Kompliment an Spielberg, der ganz in Würde Kubricks verfilmte und ihn gekonnt umsetzte.
Dem Zuschauer wird die liebliche Darstellung im Herzen treffen oder sie wird ihm vollkommen auf die Nerven gehen. Mich hat der komplette Film auf seine grässliche, herzzerreißende Art berührt und eine wuchtige Wirkung hinterlassen. Auch wenn er letztendlich nicht mit "realistischem" Anspruch dienen kann; allein die Idee, einen in gewisser Weise "Außenseiter-Sci-Fi"-Film zu kreieren, in dem von der Menschheit verstoßene Roboter auf der Suche nach der sie zum Menschen machenden Fee sind, verdient mein vollkommenes Ansehen; dazu seine mögliche Deutung in Symbolik.
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8martin 2011/04/28 12:06:10
Kommentar löschenSpielberg ist inzwischen virtuell gereift, die Handlung hat mehr Tiefgang, die Bilder sind noch eindrucksvoller. Man bekommt außerdem noch eine visionäre Vorstellung von der Erde in 2000 Jahren, nach Eiszeit und globaler Erwärmung. Das zentrale Thema aber ist der Umgang des Menschen mit künstlicher Intelligenz, sprich Robotern, die wie Menschen aussehen. Und was ist mit ihren Gefühlen, so sie denn welche haben? Das ist kein filmisches Neuland. Hier sehen wir den Gegensatz sowie Vor- und Nachteile von echten Kindern und Robotern (Mechas). Das Science Fiction Märchen kann man in drei Teile zerlegen, die in zunehmendem Maße in eine Fabelwelt vordringen. Zunächst kommt der kleine David (ein Mecha) in eine Familie. Es gibt ganz alltägliche emotionale Turbulenzen. Dann geht es für ihn mit Gigolo Joe in einem Roadmovie mit viel Action weiter. Hier überzeugt vor allem Jude Law. Und schließlich nach Jahrtausendsprüngen gelangen wir in eine Fantasiewelt, wo die Träume schlafen, in der alles und nichts möglich ist. Das Ende dehnt sich ziemlich, das Tempo wird bewusst heruntergefahren, man ertrinkt in einem Schwall von Zuckerguss, obwohl es keine schöne neue Welt ist. Die Wesen sind kalt, abstrakt und uniform, obwohl freundlich. Halt Kopfgeburten eben. Da fehlt es an menschlicher Wärme und Zuneigung, die, wie wir wissen, für uns lebensnotwendig sind, wie Luft und Wasser. Diese Welt hat keine Zukunft!
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moviee 2011/04/28 03:45:35
Kommentar löschen"A.I." - Gliederung
Teil 1.) Der beste Teil, man wird in den Film gut hineingeführt und es ist von Anfang an spannend! [9.0]
Teil 2.) Immer noch gut aber die Spannung lässt langsam nach; Charaktere verschwinden plötzlich aus dem Film und tauchen überhaupt nicht mehr auf. [7.0]
Teil 3.) Der Film gerät ins abstruse; plötzlich ist man 2000 Jahre später, dann ist Eiszeit und dann wieder doch nicht; ganz am Ende viel zu viel Schmalz und Handlungslücken. [2.0]
Nach guten Start wird der Film von Zeit zu Zeit langatmiger und langweiliger bis am Ende der ganze gute Handlungsverlauf über den Haufen gekehrt wird.
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