A.I. - Künstliche Intelligenz

A.I. Artificial Intelligence (2001), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 13.09.2001

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
6.8
Kritiker
57 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5
Community
8447 Bewertungen
100 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Steven Spielberg, mit Haley Joel Osment und Frances O'Connor

A.I. – Künstliche Intelligenz von Steven Spielberg versetzt den Zuschauer in eine Zukunft, in der Roboter mit Gefühlen das Leben von Menschen erfüllen sollen.

In einer nicht allzu fernen Zukunft entsteht in einem Forschungslabor der erste intelligente Roboter mit menschlichen Gefühlen in der Gestalt des elfjährigen David (Haley Joel Osment). Aber seine “Adoptiveltern” sind mit dem künstlichen Ersatzkind überfordert und setzen ihn aus. Auf sich allein gestellt versucht David, seine Herkunft und das Geheimnis seiner Existenz zu ergründen. Damit beginnt eine unglaubliche Odyssee voller Abenteuer, Gefahren und geheimnisvoller Begegnungen.

Hintergrund & Infos zu A.I. – Künstliche Intelligenz
A.I. – Künstliche Intelligenz basiert auf der Kurzgeschichte Supertoys Last All Summer Long von Science-Fiction Autor Brian Aldiss. Stanley Kubrick arbeitete schon seit den 80er Jehren mit Aldiss zusammen um aus der Kurzgeschichte eine Moderne Pinocchio-Geschichte zu machen. Stanley Kubrick hielt schon früh Telefonate mit Steven Spielberg wegen A.I. – Künstliche Intelligenz, bis Spielberg das Werk und sämtliche Unterlagen seines Idols Kubrick kurz vor dessen Tod übergeben bekam. Zu Beginn des Films hat Stanley Kubrick posthum einen Produzenten-Credit und am Ende steht die Widmung “Für Stanley Kubrick”. Jan Harlan, Kubricks Schwager und Produzent seiner Filme fungierte auch bei A.I. – Künstliche Intelligenz als Executive Producer. Steven Spielberg verwendete viele Motive von Stanley Kubrick, so hielt er sich an eine extrem strenge Drei-Akt-Struktur und John Williams komponierte Musik, die stark an die Filme von Stanley Kubrick erinnern.

  • 37795279001_684395459001_th-684389969001
  • 37795279001_1860613897001_th-5061bded4facb0e4006b1aee-782203287001
  • A.I. - Künstliche Intelligenz - Bild 6450823
  • A.I. - Künstliche Intelligenz - Bild 2345255
  • A.I. - Künstliche Intelligenz - Bild 2345242

Mehr Bilder (17) und Videos (3) zu A.I. - Künstliche Intelligenz


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: A.I. - Künstliche Intelligenz

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Aus Stanley Kubricks Erbe „A.I.“ entwirft der massentaugliche Träumer und im Herzen Kind gebliebene Steven Spielberg eine Welt voller Sinnbilder, voller übertragener Anekdoten und irrealen wie emotional verknüpften Träumen. In einer futurischsten Zeit, in der die Polkappen durch die immense Industrialisierung und extreme Umweltverschmutzung geschmolzen sind und Familien ihre schweren Verluste wie privativen Schmerzen durch Mechas (Roboter, die in der Lage sind zu fühlen) kompensieren können, drängt sich unhaltbar die Frage nach der eigenen Existenzberichtigung in den Mittelpunkt. Eine Frage, die in ihren moralischen wie philosophischen Wurzeln bis tief an die Anfänge allen Seins zurückzuführen ist. „A.I.“ hätte ein Prunkstück des modernen Sc-Fi-Kinos werden können, mit bedeutungsvollen, existenziellen Subtext, mit intelligenten Analysen über den unantastbaren Wert des Daseins, über die Kraft der Emotionen und über den globalen Umschwung, der sich natürlich nicht nur in den gesellschaftlicher Strukturen transformiert hat, sondern auch in seiner ethischen Seelenverankerung.

Dabei versteht sich „A.I.“ als überdeutliche Pinocchio-Parabel, die den kindlichen Roboter auf die Suche nach der Menschlichkeit schickt, dabei aber auch genauso an diese appelliert. Es ist die Vision eines Visionärs, die Brian Aldiss 1969 mit „Super-Toys Last All Summer Long“ verfasste und die mit mehr Einfluss eines eben solchen hochintelligenten Visionärs, Stanley Kubrick, zu Großkunst geworden wäre. Spielberg inszeniert einen durchaus guten Film, eingeteilt in drei Passagen, mit vielen erstrangingen Ansätzen, doch der familiäre/larmoyante Kitsch siegt unnötigerweise und wiegt dabei tonnenschwer auf den Schultern des eigentlich angetanen Betrachters. Am Ende schließt sich der Kreis, der technologische Fortschritt kennt keine Grenzen mehr und erforscht sich schlussendlich selbst - doch die Bestimmungssuche und Sinnfindung verschenkt ihr unermessliches Potenzial.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Oceanic6: CinemaForever

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

David: Mommy? Will you die?
Monica: Well, one day, David, yes, I will.
David: I'll be alone.
Monica: Don't worry yourself so.
David: How long will you live?
Monica: For ages. For 50 years.
David: I love you, Mommy. I hope you never die. Never.

Ein Film, der mit den Emotionen spielt, desweiteren sehr tiefgreifend ist und nachdenklich macht, mit 'A.I. Künstliche Intelligenz' hat Steven Spielberg eine wunderschön gefilmte Dystopie geschaffen, welche sich mit der Existenzberechtigung, mit Fortschritt, Technik und Liebe auseinandersetzt. Ein Märchen, eine Hommage an Pinocchio, eine Verneigung vor Stanley Kubricks '2001 - eine Odyssee im Weltraum' und Ridley Scotts 'Blade Runner'.

In ewig langen Kamerafahrten erzählt Spielberg die Geschichte eines künstlich gefertigten Jungen. So viele gesellschaftskritische Untertöne, so viel Information verpackte Spielberg dabei, dass sein Film absolut zu Herzen geht. Die ganze Geschichte, all die Emotionen, werden dabei durch den talentierten Kinddarsteller Haley Joel Osment getragen. Und John Williams schuf erneut einen packenden, wunderschönen Soundtrack, der alle Szenen optimal begleitet.

Dass der Film jedoch nicht ohne Schwächen auskommt, ist schade. Immer wieder driftet er in Langatmigkeit ab, einige Szenen wirken leicht klischeehaft, zudem verliert sich der Film, besonders im Mittelteil, in typischer Hollywood-Unterhaltung. Es ist ganz einfach all zu offensichtlich, dass sich Spielberg an ein großes Zielpublikum richten wollte, und damit büsst der Film an einigen Stellen sehr an Qualität ein.

Welches Schlussfolgerung ziehe ich also? Eine Hommage an die ewige Liebe, poetisch, grandios bebildert, effekttechnisch over-the-top, und doch stellt sich im Abspann eine leichte Enttäuschung ein. Denn 'A.I.' berührt ungemein, doch es wäre halt noch so viel mehr möglich gewesen.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

ElMagico

Antwort löschen

...und Schmalz ist tatsächlich vorhanden ;) aber das geht ok so.


der cineast

Antwort löschen

Interessiert mich sowieso, jetzt noch mehr. Lange Kamerafahrten? I like :)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

[...] Dennoch arbeitet Spielberg in "AI" unentwegt seinem Freund und/oder Vorbild hinterher, wenn er anders als sonst mit betont langen Einstellungen und Steadycam-Fahrten inszeniert, wenn er die Geschichte prägnant in mehrere Akte gliedert oder seinen Stammkomponisten John Williams anweist, in dessen Score Kubricks Vorliebe für klassische Walzer als Element der Kontrapunktisierung entgegenzukommen. So sehr sich Spielbergs Stil mit all seinen Kartenspielertricks, seiner visuellen Schön- und selten Doppelbödigkeit mit den hinterlassenen Ambitionen eines Regisseurs wie Kubrick auch beißt, gerinnt die eigenwillige Kombination erst im letzten Drittel zur unerträglichen Imitation: Wenn Spielberg in klinischem Ambiente einen neuen Humanitätsbegriff zu formulieren versucht, heben sich die Unterhaltung des einen und Prätention des anderen gegenseitig auf. [..]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Der Film ist vieles auf einmal: Science-Fiction-Vision, Horror, philosophischer Essay und Gefühlsdrama; vor allem aber ein großes Märchen darüber, was es heißt, ein Kind zu sein. [...] Letztlich bleibt er aber, in seiner visuellen und emotionalen Stärke, auch in seiner Gefühlsseligkeit, im allzu deutlichen Ausreizen vieler Situationen, ganz ein Film von Spielberg.

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (95) — Film: A.I. - Künstliche Intelligenz


Sortierung

marijke.achenbach

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Beim ersten Mal schauen noch recht uneinschätzbar, was den Verlauf und das Ende des Films betrifft. Ich habe ihn absolut genossen und werde ihn mir sicherlich auch wieder anschauen.
Spielberg hat es mal wieder geschafft eine zukunftsutopische Idee zu Verfilmen, die sich quasi selbst kritisiert und den Zuschauer selber darüber nachdenken lässt, ob z.b. eine künstliche Intelligenz mit Emotionen, als "Gebrauchsgegenstand" (hier im Film quasi als maschinellen Ersatz des im echten, im Koma liegenden Sohnes) zu schaffen ethisch vertretbar wäre.
Ausserdem lässt Spielberg immer noch genug (nicht zu viel, nicht zu wenig) Platz in der Story für Herz und Gefühle.
Auch Interessant sind die vielen Anspielungen auf das Märchen "Pinocchio". Ich war ziemlich erstaunt, wie gut dieser Transfer von altem Märchen zu utopischer Zukunft im Film funktioniert hat.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

marcowski

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Der gelungene philosophische Charakter des Film verliert sich mit dem durcherklärten, Spielberg-typischen Schluss.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Nebelung

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

...und nein, die verdammten Maschinen werden keine Menschen, egal wie gut sie uns imitieren.
Grausigster Kitsch, bis dass der Deibel kommt.
Solche Filme sind vermutlich am allgemeinen Auftauchen der Gattung "Gutmensch" in der westlichen Welt mitverantwortlich...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

schoenchenfremder

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Cirrus, Socrates, Particle, Decibel, Hurricane, Dolphin, Tulip,Monica,David,Monica.... der erste Film der mich zu tränen rührte...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TinaCocaine

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin eigentlich überhaupt keine Anhängerin von Sci-Fi, aber "A.I. Künstliche Intelligenz" finde ich großartig! Anfangs etwas mau und insgesamt an einigen Stellen widersprüchlich, steigert sich der Film von Minute zu Minute und wird gegen Ende nochmal richtig traurig und bombastisch. Ich habe Rotz und Wasser geheult, finde die Story, die Charaktere und die Besetzung mehr als grandios und habe selten einen so glaubwürdigen Kinderstar wie Haley Joel Osment gesehen, dem die Rolle wie auf den Leib geschneidert ist. Vor "Teddy" hatte ich beim ersten Mal ein bisschen Angst, weil ich immer darauf wartete, dass sich ein "Chucky-die-Mörderpuppe-Bär" aus ihm entwickelt. Fakt ist, meine Kinder werden nie so ein Vieh bekommen :-D Ein ganz, ganz toller Film, bei welchem ich hingegen vieler anderer hier besonders toll finde, dass Spielberg ihn verwirklicht hat. Auch wenn ich ein Kubrick-Fan bin, wäre mir "A.I" von ihm sicherlich etwas too much gewesen...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KimJongDix

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

meiner meinung nach der schlechteste film aller zeiten.
das einzig positive daran, er hat ein ende.
aber diese gefuehlten 3 stunden sind wirklich eine qual fuer saemtliche sinne.
duenne story, pseudo gefuehle, plastic hollywood, wie es klischeehafter nicht geht.
ekelhaft.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Telebaum

Antwort löschen

auf jeden! wat n schrott.


Momsel

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Etwas zu hektischer Anfang für meine Geschmack, von der Idee sehr interessant & vor allem ziemlich rührselig erzählt mit gelegentlichen Schwenker zum etwas sehr kitschigen. Am Ende kam ich dann auch nicht mehr so gut mit grad wegen dem extremen Sprung danach. Doch die letzten 10 Minuten waren einfach spitze & sehr toll gedreht. Auf jedenfalls ein Blick wert, aber besonders herausragend nun auch wieder nicht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daymare

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Hmmm, wenn ich ehrlich bin hatte ich mir doch etwas mehr von A.I. erhofft!? Das rührselige Sci-Fi-Märchen hat doch spürbare Längen und einige trashige Momente (Stichwort: Fleisch-Fest)! Highlight war für mich aber definitiv Jude Law als Sex-Roboter!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mac_C_Tiro

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

In Idee und Sory recht widersprüchliches Zukunftsmärchen mit traumhaftem Soundtrack, opulenten Bildern und einem furios spielenden Jude Law! Was Botschaft und generell Ethik angeht fehlt es, nach ambitioniertem Aufbau, gegen Ende etwas an Tiefgang.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

liquiem

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Manche Filme muss man gesehen haben, weil sie so schlecht sind. Ein recht schwüler, säuselnder Film - man ahnt es: Nix Schlimmes! Nur Glanz und Elend einer Menscheit. Und obacht -der Film geht ja noch immer weiter!- wer hät's gedacht, abermals schwüle Luft und säuselnde Leere. Haley Joel Osment, so leid es mir tut, dein Gesicht zerläuft in dieser monotonen Schwüle und nie wieder sehen will ich es.
Da wünsch ich mir leiber ein asimovsches Donnerwetter herbei, daran erinnert man sich wenigstens! 2 Punkte gibt's für die Optik. Optik mit viel Leere...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

nini_paga

Antwort löschen

Das ist wirklich so schade drum, weil Kubrick den doch eigentlich machen wollte. Ich habe in der Kubrick-Ausstellung mal Skizzen für A.I. von ihm gesehen.... Das wäre bestimmt total der krasse Film geworden, wenn er den gemacht hätte...


liquiem

Antwort löschen

Ah stimmt! Dass Kubrick in den Anfängen seine langen Finger im Spiel hatte, daran hab' ich gar nicht mehr gedacht. Aber auch gut so, sonst wäre mein Review wohl noch vernichtender ausgefallen. Immerhin hatte Kubrick noch einen richtigen Block und Zeichenstift und auf seinen Skizzen war auch bestimmt kein Osment-Babyface zu sehen... Ah nini, ich stalke mal wieder ein bißchen bei Dir für's Wochenende. Hoffentlich hast nen guten Tipp parat!


Marco Smud

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Etwas langweilig. Die beste Szene ist der Schluß.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chewbacca

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Steven Spielberg präsentiert eine rührselige Science Fiction-Mär von einer bunten Zukunft, die kaum noch Menschlichkeit besitzt und von Robotern dominiert wird, was allerhand soziale und gesellschaftliche Probleme heraufbeschwört. Trotzdessen wird seine Pinocchio-Geschichte mit sehr viel Aufwand, Tricktechnik und vor allem Gefühl erzählt und einzig und allein vom jungen Haley Joel Osment getragen. Dieser bestreitet seine recht anspruchsvolle Rolle souverän, kann aber nicht verhindern, dass alles zu sehr im Kitsch ertrinkt und die Handlung, gerade gegen Ende, nur so dahin kriecht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man merkt "A.I." an, dass Steven Spielberg sich deutlich an Kubricks Stil orientiert hat, sodass dessen Vision die ganze Zeit irgendwie durchscheint. Die Geschichte von Mecha-Pinocchio ist berührend, und wird mit prächtigen, eindrucksvollen Bildern erzählt, die von John Williams' Musik fantastisch untermalt werden. Haley Joel Osment spielt den Roboterjungen, der in der Lage ist zu lieben, aber eigentlich trotzdem keine echten Gefühle hat, ganz hervorragend. Eine beeindruckende Leistung! Und Gigolo Joe, genial dargestellt von Jude Law, ist zweifelsohne das absolute Highlight des Streifens. "A.I." erzählt eine märchenhafte Geschichte in einer fesselnden Zukunftsvision. Exzellent in Szene gesetzt, mit vielen interessanten Ideen versehen, traumhaft und bewegend!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Brentano

Antwort löschen

Und eben auch von Kubrik in tausenden von Seiten Skript und Entwürfen darüber entsprechend "vorbereitet", also eigentlich sein filmischer "Nachlass", ein Wort an die "Menschheit", an jene gerichtet, die es wahrnehmen "können", ..?


Prechtl

Antwort löschen

Wäre interessant zu sehen, wie der Film unter Kubrick ausgesehen hätte.


Markbln

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Man mag sich kaum vorstellen, wie das Ergebnis ausgesehen hätte, wenn das, wie geplant, Stanley Kubrick verfilmt hätte.
Das hier ist nur oberflächlicher, furchtbarer Esokitsch.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Paolo Colella

Antwort löschen

Eigentlich wollte Kubrick nie bei dem Film selbst Regie führen, sondern nur die Produktion mit Spielberg teilen. Das Drehbuch hätte er aber bei der ersten Fassung selber geschrieben, aber das konnte er leider nie beeenden. Spielberg hat es danach übernommen und er hat es leider mit zu viel Kitsch versehen. Troztdem würde ich den Film 6 Punkte geben.


1stephan1

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Das Ende dieses großartigen Films ist alles andere als schnulzig oder kitschig oder rührselig. Es führt eiskalt und folgerichtig die Handlung zu ihrem Ende. Dabei ist die Auflösung für uns Zuschauer so unerträglich, dass sich der eine oder die andere sicherlich gern einredet, es sei kitschig und albern.
Leider ist es das nicht. Die "menschliche" Welt hat aufgehört zu existieren. Alles weg - der Medienhype, der achtlose Umgang, die Verrohung.
Es sind merkwürdige Maschinenwesen, die auf der Erde gleichsam wissenschaftlich arbeiten und nur einen Blick auf den Roboterjungen werfen müssen, um sein Dilemma zu erfassen. Sie können ihm helfen. Die Menschen konnten das nicht und genau deswegen gibt es sie nicht mehr.
Das ist nicht albern, sondern unerträglich bitter. Wer diese Erkenntnis - und darum geht es hier - nicht um Rührung - an sich heranlässt, dem wird nachhaltig elend und der sieht die Welt fortan mit anderen Augen.
Das hat mit Rührseligkeit oder Albernheit nichts, gar nichts zu tun.

Eine brilliante Story. Ein sehr guter (manchmal sehr gemächlicher) Film. Unvergesslich.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Selcarnor

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

>A.I.< Menschsein. Was bedeutet das? Was kennzeichnet diesen Begriff? Diese zugegeben recht alten Fragen werden hier in diesem Film behandelt, wo ein Roboterjunge die zentrale Figur einnimmt. Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei die Fähigkeit der Liebe. Eigentlich wollte >Stanley Kubrick< dieses Projekt beenden, aber er verstarb zuvor und so übernahm >Steven Spielberg< den Regiestuhl.

1. Optik

Man sieht eine kalte, sterile Zukunftswelt mit schick designten Häusern, Möbeln und ganzen Städten. Dazwischen dann die Schrottfelder und die Ruinen von aufgegebenen Metropolen, wie das versunkene New York City. Dies alles sieht fantastisch aus und ein großes Lob auch für die Roboter, die sich teils aus Müll repariert haben und teilweise sehr fantasievoll gestaltet sind. Auch gibt es eine ganze Reihe äußerst beklemmende Bilder wie etwa der >Mond<.

2. Musik

Da wir hier von >John Williams< reden, darf klar sein, dass der Soundtrack einfach wunderbar ist. Für diesen Film sind die Klänge größtenteils eher ruhig gehalten und etwas mehr in den Hintergrund gerückt. Alles in allem ist der Score sehr angenehm und gegen Ende kommt dann ein äußerst intensives Stück, das einem mit seinem hoffnungslosen wie auch mysteriösen Klang gefangen nimmt.

3. Inhalt

Wegen Überbevölkerung und Mangel an Lebensraum werden Geburten reglementiert und viele Paare in der Zukunft bekommen nie die Erlaubnis ein Kind auszutragen.
Aus diesem Grund entwickelt man einen Kinderroboter der Ersatz bringen soll. Das wichtigste Merkmal dieser neuen Klasse ist die Fähigkeit zu lieben und das erste Exemplar David wird seinen >Eltern< zugewiesen.
Hier zeigt sich schon die große, gefühlsmäßige Ebene des Films. Die Beziehung zwischen ihm und seiner verzweifelten Mutter baut sich perfekt auf und wirkt äußert >echt<, sofern man diesen Begriff in dem Zusammenhang benutzen kann.
Doch die Sache verkompliziert sich, als der richtige Sohn wieder aus dem Koma erwacht und nach einigen Zwischenfällen wird David mit einem Teddy in der Wildnis ausgesetzt.
Unfähig zu begreifen und nicht in Lage seine Mutter zu vergessen, macht er sich dann auf, um eine Möglichkeit zu finden ein richtiger Junge zu werden und so zurückkehren zu können. Das zentrale Ziel dabei ist die blaue Fee.
Man merkt sicher schon von welchem Märchen man sich hier bedient hat und auch so ist die poetische Reise des Jungen auch aufgebaut. Sein langer Weg ist gespickt mit Symbolen und allerhand Gestalten wie der Sexbot Joe, die Mechazertrümmerer, die bunte Sündenstadt, der allwissende Computer, der Ort seiner Geburt und am Ende dann die Kälte.
Absolut hervorragend ist die stimmige Atmosphäre und die Dialoge, die sowohl menschlich wirken, aber einem dabei dennoch immer vor Augen geführt wird, dass das dort Roboter sind. Allerdings hat mich selten so eine künstliche Filmperson so sehr in ihren Bann gezogen und selten hab ich so sehr mitgefühlt.
Dies liegt insbesondere an dem grandiosen Haley Joel Osment, der dem David das nötige >Leben<, die Naivität, die Zielbesessenheit und die Hoffnung einhaucht.
Es gibt fast keine langweilige Stelle und jede Person und jedes Ereignis hat ihren bestimmten Zweck und wirkt dabei so rund und herzergreifend.
Ein Knackpunkt ist dabei aber das von vielen kritisierte Finale. Ich mochte es ehrlich gesagt auch nicht, aber es war dennoch erträglich.
Was ebenfalls viele sauer aufstoßend könnte ist die doch sehr starke Überinszenierung und der Kitsch. Ich mag so etwas, aber eine ganze Reihe anderer eben nicht und man sollte sich darauf einstellen wenn man >A.I.< guckt.

4. Fazit

Ich könnte im Prinzip noch Stunden schreiben, da mich so viel an dem Film fasziniert und gefesselt hatte.
Wie das Ergebnis geworden wäre, wenn >Kubrick< es hätte fertigstellen können, liegt vermutlich weit jenseits jeder Vorstellungskraft von uns allen.
Allerdings hat >Spielberg< gute Arbeit gemacht und aus dem Material das Beste herausgeholt und hat ein perfektes Sci-Fi-Drama kreiert.
Aber wie gesagt ist das Ganze manchmal durchaus etwas zu schnulzig.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

aberaber

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Auwändig und spannend, aber mit einigen Längen

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Crow369

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ein wirklich toller Film, der im Mittelteil leider ein wenig abfällt, aber dafür mit dem vielleicht rührseligsten Ende der Filmgeschichte aufwarten kann. Nur ganz knapp an einem Meisterwerk vorbei inszeniert, aber trotzdem großartig umgesetzt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Danyrail

Antwort löschen

War das nicht eigentlich ein von Stanley Kubrick geplanter Film, der, als er dann gestorben ist, von seinem guten Freund Spielberg in seinem Sinne vollendet wurde o.Ä. ? Würde mich wahnsinnig interessieren wie Kubrick ihn gestaltet hätte.


HaudenLukas

Antwort löschen

@Danyrail: Jupp so war es mal geplant.... Storyboards von Kubrick lagen wohl vor und Spielberg hat dann es dann in eine Kindgerechte Version zusammen gschustert. Frechheit! Das war wohl nicht im Sinne des Erfinders...


Jeff Lebowski

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vorab: Spielberg ist ein sehr guter Regisseur. Trotzdem könnte ich weinen, weil Kubrick dieses Since Fiction Drama nicht inszeniert hat. Trotzdem ist es eine tolle Geschichte. Ein Roboter der zwar kein Mensch ist, sich aber immer menschlicher verhält.
Was ich ebenfalls sehr gut fand, war das Szenenbild. 8,5 Punkte.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

NWO@Movie

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wenn Spielberg wie Kubrick den Film in 4:3 Vollbild gedreht hätte wäre er besser geworden. Mit Weitwinkel 25 mm abwärts (bis zu 9,8mm). Steven hat den Film nach Kubricks Drehbuch gedreht. Er hat Kubrick nicht kopiert! Es war auch eine Kubrick-Produktion.
Sehr berührend. Interessante Vorstellung der Zukunft. Vielschichtig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch