Adams Äpfel - Kritik

Adams æbler

DE/DK · 2006 · Laufzeit 95 Minuten · FSK 16 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 7

    2.Sichtung

    Hat mir etwas besser als beim 1.Mal gefallen. Der ganze Film ist so abgedreht, dass man die ganze Zeit mit offener Kinnlade vorm Bildschirm hockt. Allerdings schafft er es nicht mich zu überraschen. Es wird strikt vom Anfang bis zum Ende ein Tempo gehalten und von diesem wird nicht abgewichen. So versetzt der Film einen ein wenig in Trance und man schüttelt die ganze Zeit mit dem Kopf, weil die Charaktere einfach so fertig und abgedreht sind. Aber genau dafür liebe ich die Dänen bzw. die Skandinavier. Die machen soooo geile Filme mit einem soooo kleinen Budget. Warum schaffen wir in Deutschland das so selten :-/

    • 10

      Alles was ein Film braucht! Tragisch, humorvoll, bewegend.
      Überragende Handlung, überragend gespielt!
      ...einfach Perfekt!

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      • 10

        "Adam... .... eins solltest du wissen.... Christopher hat grade eine Grippe hinter sich, die war... jaaa... langwierig... und daher gebe ich gerne zu das er in dieser Woche nicht richtig auf Zack ist...." tjaaaa was soll ich sagen? Meine Bewertung spricht für sich :)

        • 10

          Der Film ist deshalb so besonders, weil er keinerlei Tabus kennt. Sein Humor ist daher extrem skurril, und der geneigte Zuschauer lacht anfangs vielleicht mit Zurückhaltung, wirft diese Fesseln von Moral und Konvention dann aber ab und genießt diesen Irrsinn vollends.
          Das ist für mich das Rezept einer gelungenen Komödie, - sie teilt in alle Richtungen aus und gibt jeden Protagonisten zum Abschuss frei, ohne jedoch parteiisch oder gar politisch zu sein. Mads Mikkelsen ist erneut großartig, ebenso wie seine Mitstreiter. Ein unglaublich komischer Film, unfassbar schräg und letztendlich liebenswert.

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          • 10
            FrancisYorkMorgan 10.02.2017, 09:33 Geändert 10.02.2017, 13:05

            Die zehn Gebote für einen 10 Punkte Film

            Gebot Nummer 1; Der deutsche Filmtitel sollte genau zehn Buchstaben haben.

            Gebot Nummer 2; Ein Film muss nicht unbedingt auf Anhieb funktionieren. Was bei Adams Äpfel aber, zumindest in meinem Kasperkopf, der Fall war. Man drang mich einst, in einer kleinen Runde zur Sichtung. Das muffige Cover und der mir wiedergegebene Inhalt schreckten mich vor dem Anlauf des Filmes etwas ab, ich war der einzige, der ihn vorher nicht kannte und was war das letztlich für ein großartiger Filmabend. Ich, als Erstsichter, lachte, feixte und ging in mich und dem restlichen Publikum erging es nicht anders. Ein Unikat. Adams Äpfel wächst mit jeder Sichtung, verliert nichts von seiner Sogkraft und vereint seine Gegensätze und Gemeinsamkeiten so interessant, wie es nur selten gelingt. Der beste Partyfilm, der allein noch viel besser funktioniert. Über die Jahre ist mir aufgefallen, wie wenig Bier- und Raucherpausen eingelegt werden, wenn diese filmische Gottheit über den heimischen Bildschirm tanzt, spricht, liest, lacht, weint, sich verprügelt und über den Haufen schießt.

            Gebot Nummer 3; Die Regie. Dieser Film wollte wirklich gemacht werden. Ich kann mir das breite und zufriedene Grinsen in meinem Geiste vorstellen, als Regisseur Anders Thomas Jensen zum ersten mal seine Wunschfassung erblickte. Jedes Bild sitzt, die Drehorte(Harne Kirke bei Faarborg, Dänemark) sind perfekt, stimmig und wunderbar gewählt und alles greift ineinander. Vom Score, über den Schnitt bis hin zu den gelenkten Mannen und Damen vor wie hinter der Linse. Eine einmalige Leistung. Denn auch wenn Flickering Lights, Dänische Delikatessen und der sehr quere Man & Chicken durchweg gute Arbeiten sind, Adams Äpfel IST filmisch gebackenes Platin. Ein deftig schmackhafter Apfelkuchen auf Celluloid. Mit Stückchen und handgemacht.

            Gebot Nummer 4; "How deep is your Love". Das 1996er Cover von Take That, im Original von den BeeGee's. Dieser Song läuft an genau geeichten Stellen im Film. Bei der Erstsichtung wirkte das noch wie ein ulkiger Gag, aber der Song hat eine tiefe Bedeutung innerhalb dieses filmischen Konstrukts. Regisseur und Autor Anders Thomas Jensen hat hier einen Film geschaffen, in dem sogar dieses Lied eine Ebene darüber einnimmt. Jedenfalls ein gern gesehener Gast, wenn es um den Klingelton auf meinem Telefon geht.

            Gebot Nummer 5; Zitat Feuerwerk. "Klar, wir hätten uns auch einschüchtern lassen können. Von Statistik und Vernunft..." - Ivan Fjeldsted. Wenn man Kennern nur den Filmtitel in die Ohren legt, dann sprühen Funken, einige grenzwertige Sprüche feuern durch den Raum und alles funktioniert, Sowohl für sich, als auch in der rührenden Moral des Filmes. Keine Frage, der Humor ist schwarz, bitter und bestes Material um den Geist du fordern, den Dialog zu hinterfragen und eben, und dafür schätze ich Adams Äpfel am meisten, vor den Kopf zu stoßen. Manches wirkt unverblümt, ruppig und auch verharmlosend - und dennoch - ein außerordentliches Fest an Zitaten. Auf den Punkt aus dem Ofen geholt, dieses wortreiche Kuchen. "Lambert. Er ist ein toller Kater, aber für nichts zu gebrauchen."

            Gebot Nummer 6; Gebäck, Kuchen, Milch, Cowboy-Burger im Garten fressen. Seit der Sichtung packt es mich manchmal. Kochen, Grillen, Dosen auf einem Lagerfeuer warm machen schön und gut. Aber backen? Für's Backen kriegt man mich selten in die Küche. Aber! Hin und wieder backe ich einen Apfelkuchen, vor allem, weil es simpel ist und einfach köstlich mundet. Nicht groß, nicht außergewöhnlich. Mit Puderzucker bestreut, Kaffee mit einem Schuss fettreicher Milch dazu. Der Film führte mich dazu. Zum backen. Bei 10 Geboten muss man auch nach winzigsten Halmen greifen.

            Gebot Nummer 7; Gegensätze. Es ist erstaunlich, wie selten man es so perfekt ausformuliert und gefilmt trifft. Adams Äpfel zieht alle Register, wandelt durch einen eigens geschaffenen Kompass, pendelt von Nord nach Süd, von Ost nach West und kehrt manchmal auf halbem Wege um, um letztlich etwas ganz anderes zu machen. Dieser Film packt so viele menschliche Klischees in eine Kirche - unfassbar genial. Adams Äpfel meistert die Melange aus Humor, Drama, Emotion und Skurrilität wie kein zweiter Film. Nicht selten punktet der Humor durch bittere Kontraste, um dann vollends zu strahlen. Im schichtenden Spiel mit dem wunderbaren Score schafft Jensen hier etwas einzigartiges, etwas, was ich gerne mal wieder in einem Film erleben möchte. Das Lachen bleibt einem oft im Halse stecken, auch wenn man den Film schon zwanzig mal gesehen hat. Wieder und wieder. Ein Geniestreich.

            Gebot Nummer 8; Die Schauspieler. Die Nebendarsteller sind alle hervorragend gewählt, meist alte Bekannte aus anderen dänischen Filmdelikatessen, aber auf der Hauptdarstellerbank zieht Jensen wirklich alle Register. Mads Mikkelsen. Was soll man über ihn noch schreiben, was nicht andere Kritiker wie Fans schon zig fach durch die Tastatur brachten? Ein großartiger Schauspieler der vermutlich ALLES kann. Schaut man sich die Filmografie mal an, muss man schon den Hut ziehen. Seine beste Leistung in Stein zu meißeln, ist nicht möglich, so vielfältig und stark ist seine Präsenz und das Bestehen in fast jeder Rolle. In Adams Äpfel trumpft er auf, spielt den gottesfürchtigen Pfarrer Ivan mit der völlig verpolten Weltanschauung. Ulrich Thomson konnte bisher zwar nicht diese Brillanz zeigen, zumindest international, aber auf dänischem Boden macht ihm keiner was vor. Diese klirrende Ambivalenz in der Figur des Adam, dieses zynische und perplexe Bild, nun, das ist Thomson's beste Leistung, keine Frage. Die Wandlung, die Adam innerhalb des Filmes durchmacht, konnte nur durch diesen Schauspieler wirken. Beide, sowohl Mikkelsen, als auch Thomson harmonieren perfekt...und manchmal eben auch nicht. Großartiges Schauspielkino.

            Gebot Nummer 9; Gewalt auf Augenhöhe. Nimmt man alle Zutaten des Filmes für sich her, ist es ein Wunder, wie Jensen diese so wundervoll übereinander schichtet. Er greift zig Themen wieder und wieder auf, dreht sich innerhalb Konstellation und wenn dann mal geschossen oder geschlagen wird, dürfte es so manch unvorbereiteter Zuschauer die Augen aufreißen. Blut, Blut, deformierte Gesichter, zerfleddertes Gehirn und Schusswunden. Ein Film, der in keiner Ecke glatt oder gehobelt kommt. Einer mi richtigen Fruchtstücken, nicht mit diesem chemischen Brei in den Fertigprodukten.

            Gebot Nummer 10; Das wichtigste Gebot von allen. Das Drehbuch. Noch heute packt mich die pure Ehrfurcht vor diesem Entwurf. Anders Thomas Jensen, der Meisterautor. Dieser Film bedient sich so vielen Klischees, seltsamen Gegensätzen, webt biblische Töne durch die gesamte Story, fängt Worte daraus auf und häkelt eine eigenwillige, fordernde und schlaue Symbiose aus vielen unterschiedlichen Zutaten, Stichen und Fäden. Ein Film, den man aufmerksam verfolgen muss, denn es macht Spaß, diesen Film aufzusaugen, seine Zeilen zu verinnerlichen. Ich las einige Jahre danach sogar das Buch Hiob, schaute mir Interpretationen an und wieder und wieder packte sie mich - diese Ehrfurcht. Dieses Drehbuch ist absolutes Platin. Müsste ich nur nach den Drehbüchern gehen, dann wäre dieses in meiner persönlichen Top 3. Doch der Zauber dieser Wörter, der aus diesen Zeilen faucht, nun, der geht erst mit den anderen 9 Ecken und den frischen Fruchtstückchen in meinem Herz auf. Adams Äpfel sollte man mal gesehen haben.

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            • 10
              nofuture 12.01.2017, 16:57 Geändert 12.01.2017, 23:44

              Diesen Film begleitet eine unglaubliche schizophrene Ausstrahlung. Zum einen, die exorbitante dramatische Entwicklung der Protagonisten. Zum anderen, die gleichzeitig skuril, humoristische Untermalung, welche zwar nicht tongebend ist, jedoch das bezeichnende Element der pechschwarzen skandinavischen Filme darstellt. Ein sich zuspitzender Horror, gepaart mit einer eigenwilligen, subtilen Leichtigkeit. Ein anstrengender Film, mit originellem Witz, den man, wie ich finde, umbedingt mal gesehen haben muss!!

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              • 7 .5

                Dänischer Humor im Mantel eines überaus interessanten Dramas. Auch wenn der Film größtenteils sehr ruhig verläuft, hat er mich über die volle Laufzeit gefangen genommen.
                Absolute Empfehlung. Nochmal würde ich ihn allerdings nicht anschauen, dazu ist er wie erwähnt zu spannungsarm.

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                • 9
                  (VincentVega) 22.11.2016, 13:04 Geändert 22.11.2016, 16:57

                  Dieser Text entstand im Zuge der Textgeschenke zum Geburtstag-Aktion.
                  Dieses Mal beglückwünschen wir den wunderbaren Mads Mikkelsen.

                  Adams Äpfel versteht es bei mir ein tolles Wechselbad der Gefühle auszulösen. In dieser absurd, komischen Tragikomödie stehen sich die beiden Protagonisten Ivan und Adam gegenüber. Ivan, ein äußerst optimistischer und gutmütiger Pfarrer und Adam, ein misanthropischer Neonazi der auf Bewährung ist.

                  Mads Mikkelsen spielt den vom Leid gebeutelten Pfarrer, welcher sich zur Aufgabe gemacht hat Straftäter zu resozialisieren, unfassbar gut und ist mit seinem übermäßigen Optimismus ein perfekter Gegenpart zum grummeligen Menschenhasser Adam.
                  Dieser versucht im Laufe dieses ultra-schwarzhumorigen Streifens immer wieder Ivan zu brechen und ihn von seinem Glauben abzubringen.
                  Ivan jedoch sieht das Gute in allen Menschen, auch wenn sie wenig gute Taten bisher vollbracht haben und versucht trotz seines gebeutelten Lebens, die Menschen mit seinem Frohsinn anzustecken und somit das Gute aus ihnen hervorzulocken.
                  Die Gratwanderung zwischen der skurrilen, schwarzhumorig pointierten Komödie und der mit biblischen Motiven verzierten Tragödie, verliert sich zu keiner Zeit und hat seinen Ruhepol ganz klar bei Mads Mikkelsen, der hier nicht nur starkes Schauspiel auffährt sondern auch sein ganzes komödiantisches Talent ausspielt.

                  Drehbuch-Mastermind Anders Thomas Jensen hat hiermit einen einzigartigen Film geschaffen.
                  Der es ebenso schafft eine frische, gelungene Parabel über Erlösung und Vergebung, Vielfalt und Menschlichkeit zu erzählen so wie einer der bissigsten und schlicht humorvollsten Filme überhaupt zu sein.

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                  • 7

                    Notiz an mich: 02.11/16/VoD/amüsant und schwarzhumorig komisch; tolle Szene im Regen und viele Wahrheiten; Anprangerung von Rollenbildern; teilweise nicht ganz glaubhafte Charakterentwicklungen

                    • 6

                      "Adams Äpfel". Schon allein der Titel klang für mich uncool. Der Film war schon Sehenswert, aber keiner den man sich mehrmals anschauen kann.

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                      • 8

                        Bewertungen bei MP absolut passend.

                        Als mir der Film zum ersten Mal empfohlen wurde, war ich sehr skeptisch. Als ich dann noch etwas über die Story laß wuchs meine Skepsis weiter. Ich gab dem Film eine Chance und muss nun sagen, dass ich es keines Wegs bereue. Die Stärke des Films ist sein schwarzer Humor, der einen urplötzlich wie ein Fausthieb ins Gesicht trifft. Dazu ein starker Mikkelsen.
                        Inhaltlich passiert nicht viel im Film, daher sollte man keine "dänische Action" erwarten. Die geschichte spielt auf dem Land und kommt mit wenigen Charakteren aus. Dieser Film lebt eigentlich durch seine unerwarteten Momente/Situationen.

                        Mein Fazit: Gibt dem Film eine Chance !

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                        • Normalerweise bin ich für schwarzen Humor immer zu haben, aber der Film war mir zu heftig.
                          Am Anfang war es noch witzig, weil hier auch mit Situationen gespielt wurde in denen ganz anderes reagiert wird, als normalerweise übrig (ich sag nur Adam und die Waffe).
                          Aber als der Hintergrund geklärt wurde, warum Ivan so ist wie er nun ist hat mich das zutiefst deprimiert. Beim weiteren Verlauf des Filmes hätte ich fast durchheulen können, aber ich bin auch ein Mensch der sich beim sehen eines Filmes immer versucht in die Personen hineinzuversetzen.
                          Für mich hat dieser Film die Grenze vom Schwarzem Humor überschritten (allein schon durch die psychische Gewalt mit der Adam auf Ivan einwirken will), aber anderen scheint es ja zu gefallen wie ich hier schon las.

                          • 10

                            Hat ein Ehrenplatz in meiner DVD Samlung. Unscheinbar, subtil und bitter bööööööööses Stück Komödie.

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                            • 5

                              Manchmal kann man sich auch bei moviepilot, selbst bei der großen Community, ziemlich einsam fühlen.
                              Zum Beispiel, wenn einem ein dänischer schwarzhumoriger Film nicht mal ein müdes Lächeln abringen kann. Dann schaut man auf die mp-Seite, sieht die Bewertungen der Buddies. Scrollt dann runter, und noch weiter runter...
                              nur satt-orange bis knallrote Zahlen.

                              Mads Mikkelsens Pfarrer ist schon 'ne Marke und hat mir auch mit Abstand am besten an dem Film gefallen. Allerdings konnte ich auch nicht viel mehr finden, was ADAMS ÄPFEL ausgemacht hat.
                              Alles dreht sich um den unerschütterlichen Optimismus Ivans, den Adam zu erschüttern versucht.
                              Das ist nicht mal eine schlechte Grundidee für einen Film und hätte mir sicher auch mehr Spaß bereitet, wenn Adam dies auf eine besonders clevere Art und Weise gemacht hätte. Dies beschränkt sich hier allerdings nur auf Gespräche, die sich zudem immer nur im Kreis drehen. Und auch sonst passiert hier, obwohl immer irgendetwas passiert, herzlich wenig. Auch die Nebengeschichte mit den Neonazis gab wenig für mich her und wirkte eher fehl am Platz.

                              Die ersten paar Minuten bis zum Anfangsgespräch zwischen Ivan und Adam fand ich sehr amüsant, danach kam nichts mehr und ich fing schnell an mich zu langweilen.
                              Sicher fanden viele diese Skurilität zum Schießen. Mein Ding war es leider nicht.
                              In meinem Kopf hieß es: "Aha, ja, das ist eine komische Situation und ja, dieser Dialog gerade ist ziemlich absurd. Skurril, grotesk, düster, ...verstehe..."
                              Dieser Impuls schaffte es leider nicht die kurze Strecke hinunter zu meinen Lachmuskeln, schade.

                              Ich fand ADAMS ÄPFEL aber immernoch etwas unterhaltsamer als AM SONNTAG BIST DU TOT, der mich ein bisschen an den erinnert.

                              10
                              • 8 .5

                                Was für ein grandioses Stück schwarzhumoriger Filmgeschichte. Da gibt es Momente im Film da muss man erst mal wieder zurück spulen weil man nicht mehr aus dem Lachen kam.

                                • 7 .5

                                  Um den Film mit einem Wort zu kommentieren, benutze ich das Wort skurril!

                                  Und das ist er auch! Einfach nur skurril

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                                  • 9

                                    Bitterböse und pechschwarze Filmperle.

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                                    • 7 .5
                                      Trouble 19.03.2016, 13:10 Geändert 19.03.2016, 21:38

                                      Troupardos Wildes Filmgewusel

                                      Staffel 2:Arthaus
                                      Episode 3: Adams Äpfel

                                      Oder...Trouble ist spät dran...sehr spät! Vor fünf Tagen und ich wollten Shepardo und ich unseren Kommi raushauen, aber ich hatte unheimlich viel um die Ohren und reiche meinen Kommentar nun nach.

                                      Komik kann auf verschiedene Wege entstehen.
                                      Jeder empfindet etwas anderes als humoristisch und der Humor an sich hat sich unheimlich gewandelt.
                                      Das ist auch der Grund, warum ich Klamauk nicht verurteile, im Gegenteil, ich mag ihn sogar, denn letztlich nutzt er einfach nur eine andere Ebene, um einen Überraschungseffekt bzw. eine komische Note zu schaffen.
                                      Adams Äpfel bedient sich da einer etwas klassischeren Variante. Er nutzt Kontraste: Ein Pfarrer und ein Skinhead.
                                      Da fängt es schon an.
                                      Kontraste bestehend aus "Gut" und "Böse", aus "tief" und "flach" bringen einen einfach zum Schmunzeln und das auf höchst interessante wie auch erschreckend innovative Art und Weise.

                                      Das behutsame, ruhige und fast sanfte Erzähltempo lässt sich Zeit, die Charaktere gut einzuführen, lässt sich Zeit, die Dialoge komplett auszukosten und schafft trotzdem eine gewisse Dynamik.
                                      Spannung lässt sich auch nicht missen, der Bogen hält vom Anfang bis zum Ende und sorgt mit Beifügung starker Darsteller letztlich dafür, dass bei mir ein sehr guter Gesamteindruck entsteht.

                                      Aber auch davon abgesehen hat Adams Äpfel seine tiefen Momente und schürft keineswegs nur ein der Oberfläche.
                                      Es geht ums Schicksal, darum, wann ein Mensch ist.
                                      Kann ein Mensch überhaupt böse sein oder sind wir nicht alle Gutmenschen?
                                      Auf böse und dennoch liebe Art und Weise wirft Regisseur Jensen auf genannte Fragen einen skurrilen und unheimlich unterhaltsamen Blick.

                                      Insgesamt betrachtet handelt es sich bei Adams Äpfel um einen meiner Meinung nach sehr gelungenen Film, der nicht nur sehr unterhaltsam auf mich wirkt, sondern ebenso nachdenkliche Momente schafft.

                                      Grotesk und skurril-das trifft es wohl am ehesten.

                                      Und nun schaut bitte noch beim Kommi von dem guten Shepardo vorbei, der wie immer sehr gelungen ist, wie ich finde.

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                                        Shepardo 14.03.2016, 21:29 Geändert 14.03.2016, 21:30

                                        Staffel 2:Arthaus
                                        Episode 3: Adams Äpfel
                                        Nun, nachdem wir uns vor 2 Wochen mit einem doch sehr besonderem Film gewidmet haben sind wir (Trouble und ich) mal wieder zusammengekommen um einen doch eher ''normaleren'' Film zu sichten. Dieser ist jedoch auch etwas ganz besonderes.

                                        Zum ersten wird der Film fast komplett von seinen Schauspielern und Dialogen getragen, welche alle wirklich super sind und jeder Charakter etwas Tiefe bekommt, der eine mehr, der andere weniger. Man kann sich mit allen vertraut machen und seine Meinung bilden, ob die Figur jetzt sympathisch ist, oder nicht. Ich habe auch keine Figur als störend empfunden und alle haben so hereingepasst. Wie schon erwähnt machen die Schauspieler hier eine prima Leistung und Beeindrucken mit ihrer Leistung. Allen voran Mads Mikkelsen als Chef des Ganzen. Ups, ich sollte wohl erstmal erklären, worum es überhaupt geht.

                                        Adam ist ein Neo-Nazi und soll in eine Besserungsanstalt, da er ein ''schlechter Mensch'' ist. Darauf trifft er auf andere Leute, die sein, nun ja... Schicksal(?) oder ähnliches teilen. Doch irgendwann verpflichtet sich Adam einen Apfelkuchen zu backen aus Adams Äpfeln.

                                        Der Film ist jedoch trotzdem etwas besonderes, denn er ist, nicht wie ein paar Blockbuster, eine Gagmaschine, sondern setzt seine guten und lustigen Momente recht behutsam ein, doch die sitzen dann auch.

                                        Wie schon oben erwähnt sind die Dialoge auch sehr gekonnt geschrieben und geben dem Film eine große Tiefe (sagt man das so?), da die Dialoge hauptsächlich über die Geschichte der einzelnen Personen berichten.

                                        Schwächen gibt es eigentlich keine, da er die ganze Zeit seine Spannung hält und diese nicht verliert und ich denke mal, dass ich die anderen Punkte genügend beleuchtet habe. Also mit ''Adams Äpfel'' müsste eigentlich jeder etwas anfangen können, der nicht von schwarzem Humor abgeneigt ist.

                                        Und nun guckt noch schnell bei Troublemakers Kommentar vorbei, dann bin ich glücklich :D

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                                          Geniale Dialoge, Geniales Thema und schwarzer Humor vom feinsten . Mein Lieblingsfilm .

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                                            Herrlich! Dieser Film glänz durch die Komik der Kommunikation. Auf der einen Seite der grimmige brutale Nazi und auf der anderen Seite, der Priester, der nicht im Stande ist Dinge negativ zu bewerten. Die anderen Protagonisten passen super ins Bild, bleiben aber zu häufig im Hintergrund.
                                            Dennoch habe ich mich köstlich amüsiert und besonders das Ende wurde dann auch noch tiefsinnig und emotional.
                                            Nur zu empfehlen. ;)

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                                            • 8

                                              "Ist das ein gut aussehender Mann! Dein Vater?"
                                              "Das ist Hitler!"
                                              "Nein, Hitler hatte einen Vollbart. Nein hast recht, hab ich mit dem Russen verwechselt."

                                              Oft habe ich nun gehört/gelesen, dass ADAMS ÄPFEL wohl sehr gut sein soll, allerdings habe ich, aus mir im Nachhinein unerklärlichen Gründen, den Film unbewusst einige Zeit vor mir hergeschoben. Direkt muss ich dabei mal jeglicher Objektivität entsagen und kann dementsprechend nur behaupten, dass mich ADAMS ÄPFEL komplett für sich gewonnen hat. Ich hatte beim Anschauen dieses ganz gewisse Gefühl. Dieses Gefühl weshalb ich überhaupt angefangen habe mich intensiver mit Filmen zu beschäftigen. Dieses Gefühl das nur ganz besondere Filme hervorrufen. Persönlich hat mich dieser Film komplett in seinen Bann gezogen, was wohl mit das beste ist, was ein Film bei mir schaffen kann.

                                              Nur, die Frage stellt sich mir dennoch, warum?

                                              Kultige Zitate, ein Allerlei an interessanten, durchweg auch fehlgeleitete Charaktere bzw. Figuren, die vom Schicksal gebeutelt wurden, eine sehr spannende Symbolik und einen noch bizarreren Ton. Man kann hier wohl so einige Gedanken zusammengetragen, denn immer fühlt sich dieser Film doch recht komisch an. Komisch nicht im "lustigen" Sinne, wenn natürlich diverse Zitate auch für viele Lacher sorgen, sondern eher im im Sinne von "anders". Richtig erklären kann ich das gar nicht, am besten wird dies wohl durch den Charakter "Ivan" verdeutlicht, der eine sehr sonderbare Krankheit hat. Für ihn gibt es nichts Schlimmes, keine Behinderung, keine bösen Menschen und alles ist gut. Er sieht alles im wahrsten Sinne des Wortes mit der rosaroten Brille. Eigentlich wirkt das so absurd und dennoch wird zu jeder Zeit das Gleichgewicht mit der Glaubwürdigkeit gehalten, sodass man es dennoch nachvollziehen kann. Selbiges gilt auch für die titelgebenden Äpfel Adams, die symbolisch für den Werdegang und die Entwicklung eben jenen Adams stehen. Alles wirkt gleichermaßen "weird", ohne je albern zu sein, wie auch ernsthaft, ohne dabei zu langweilig oder seriös zu sein. Der schwarze Humor trifft dabei auch genau meinen Geschmack, wie gesagt, vor allem die Zitate und Sprüche die hier teilweise fallen, haben ein großes Kultpotential. Nicht zu vergessen die Schauspieler, bei denen mich vor allem ein Mads Mikkelsen mal wieder total überzeugt hat. Für mich wohl einer der charismatischsten Schauspieler die ich je gesehen habe und das sage ich, wenn ich auch erst drei Filme mit ihm so wirklich gesehen habe. Er bringt eine so besondere Ausstrahlung mit sich, bei der er gar nicht viel machen muss um die Szene für sich zu gewinnen.

                                              ADAMS ÄPFEL ist wahrhaftig ein ganz toller Film, den ich wohl noch oft sehen werde. Ein ganz besonderer Streifen, der mich auf anhieb, ich muss es nochmal betonen, persönlich erreicht hat. Und das ist mir, wie gesagt, mit das Wichtigste. Ein Film kann objektiv noch so gut sein, finde ich keinen Zugang zu ihm, dann bin ich in erster Linie enttäuscht. Und dieser Zugang war hier definitiv, in einem riesigen Maße, vorhanden.

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                                                manchmal dachte ich wann ist der Film endlich aus!!!!!
                                                Sicher der Film bietet ein wenig schwarzer Humor, aber das war´s dann auch schon, sonst ist er wie ein Drama!!!!!

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                                                  Mein liebster "nordischer" Film, tiefschwarzer Humor, skurille Charaktere und ein sensationeller Mads Mikkelsen!!!

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                                                  • 6

                                                    Mag witzig sein aber ist nicht schön anzusehen, sodass ich mir das kein zweites mal antun würde. Einen Lachkrampf habe ich nicht bekommen.

                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=0418455&c0=movpa krit