[...] Es ist grandios, wie unaufgeregt und leicht „Babel“ in der ganzen Welt, zwischen ganz verschiedenen Kulturen hin- und herspringt. Die brillante Montage erzählt die vier Episoden verschachtelt, aber auch nicht unnötig komplex. Natürlich suchen sich die meisten Leute ihre Lieblingsepisode heraus, doch macht der Film spürbar, das auf jeder von ihnen das gleiche Interesse liegt. Ein glänzendes Timing erhält die ruhige Grundstimmung konstant aufrecht, lässt aber auch zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. [...]
[...] Babel' scheint in jedem Fall Iñárritus reifste Inszenierung zu sein. Er zeigt uns einen Film der wie von ihm gewohnt unzählige Dinge thematisiert. Da wäre die Kindliche Naivität und Unüberlegtheit. Die Gefühle zu Menschen, die man erst in extremen Situationen wieder fühlt. Die Bindung zur Familie und die daraus entstehenden Komplikationen, ob in der Pubertät oder im hohen Alter. Der Schmerz des Erwachsenwerdens, die damit verbundene Sucht nach Anerkennung und das Verlangen nach unbekannten und neuen Dingen. Das richtige Ziel finden, das meistens über den falschen Weg führt. Dazu ist 'Babel' ein Film, der uns zeigt, was es bedeutet durchzuhalten. Für das zu Kämpfen, dass man braucht und liebt. Zu dem zu stehen, egal wie schwer es in dem Moment auch scheinen mag. Wieder ist alles vertreten, von Liebe über Schmerz bis zum entdecken neuer Lebenslust. All das zieht, wie jeder von Iñárritu's Filmen, einige der besten Filmmomente überhaupt nach sich. Zu erwähnen wäre das Telefonat zwischen Richard und seinem Sohn nach unglaublich schweren Tagen der Verzweiflung und Angst, oder die absolut perfekt inszenierte Szene in der Chieko durch eine Disco wandert und der Zuschauer dabei immer wieder in ihre Situation gepresst und genau das fühlt wie sie. Ein junges Mädchen in ihrer leisen Welt zwischen greller Farben und extremer Lautstärke. Aber man könnte an dieser Stelle jede Szene mit Chieko erwähnen, da diese zu den besten des Films zählen, das würde aber viel zu weit führen. Auch 'Babel' wird wieder zu einem durchaus starken, gefühlvollen und streckenweise schmerzhaften Film. [...]
Jeder, der die Filme von Alejandro González Iñárritu (21 Gramm, Amores Perros – Hundeliebe) kennt, weiß wie genial und stilreich seine Dramen erzählt werden.
Wo in “21 Gramm”, die Episoden noch sehr verwirrend aufgebaut waren, erkennt man bei “Babel” sofort, oder schon nach kurzer Zeit wie die Episoden zusammen hängen. Aber der größte Unterschied zu “21 Gramm” ist, dass die 4 Episoden für sich allein schon 4 kleine Filme hätten sein können. So Bildgewaltig und stimmungsvoll erzählt Alejandro González Iñárritu seine Filme, das einem fast die Spucke wegbleibt.
Genau das habe ich mir auch gedacht. Die verschiedenen Geschichten die hier zu einer verwoben werden, hätten definitiv Stoff für 4 Filme geboten. Wirklich ein ausgezeichneter Film.
In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.
Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und verletzen…
In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.
Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und verletzen Susan schwer. Richard steht mitten in der Wüste alleine da und versucht, verzweifelt um das Leben seiner Frau kämpfend, Hilfe zu organisieren, was aufgrund der sprachlichen Barrieren gar nicht so einfach ist. Zu Hause in Kalifornien entschließt sich Richards Kindermädchen Amelia (Adriana Barraza) Richards Kinder unerlaubt mit zur Hochzeit ihres Sohnes in Mexiko mitzunehmen. Auf der Rückkehr über die Grenze gerät Amelias Neffe Santiago (Gael García Bernal) mit einem US-Zollbeamten in Streit und lässt seine Tante und die beiden Kinder schließlich in der Wüste zurück. Derweil kämpft in Tokio die junge taubstumme Chieko (Rinko Kikuchi) um Liebe und Anerkennung. Ihr Vater, nach dem Tod seiner Frau selbst verzweifelt, kommt nicht mehr an seine Tochter heran, die sich durch den Selbstmord der Mutter und die eigene Behinderung verunsichert, Drogenkonsum und oberflächlichen sexuellen Kontakten hingibt um in der Gruppe der Gleichaltrigen anerkannt zu sein...
Diese vier Episoden, von den drei locker miteinander verwoben sind (die vierte nur symbolisch) beschäftigen sich jede auf ihre Weise mit dem Thema Kommunikation in tragischen Situationen. In jeder Episode sind 2 Sprachen vertreten, arabisch und englisch in der Wüste, spanisch und englisch in Mexiko und japanisch und die Gebärdensprache in Tokio, was den metaphorischen Vergleich zum Turmbau von Babel wieder aufgreift. Wie beabsichtigt macht dies die Konflikte, in denen die einzelnen Personen stehen, auch sichtlich greifbar. Die einzelnen Episoden werden nicht chronologisch, sondern zeitlich versetzt erzählt, was inzwischen ein Markenzeichen des mexikanischen Regisseurs zu sein scheint. Auch die von ihm immer wieder gewählten dramatischen Themen und die Drehbuchvorlagen des Autors Guillermo Arriaga um die Unfähigkeit der Menschen, in Beziehungen glücklich zu sein fügen sich zu einer losen Trilogie mit den Vorgängerfilmen „Amores Perros“ und „21 Gramm“ zusammen, die jedoch eigene und in sich geschlossene Geschichten erzählen.
Das Drama „Babel“ kommt inhaltlich nicht ganz so hart und kompromisslos wie die erwähnten Vorgänger daher, die zum Teil tief erschütterten. Dies ist nicht unbedingt als Kritik gemeint, denn Momente der Verzweiflung gibt es auch in „Babel“ zur Genüge, allerdings sind deren Enden weitaus versöhnlicher, als man es von Innaritu aus den bisherigen Filmen gewohnt ist. Nichtsdestotrotz ist der Film sehr gut geworden, was vor allen Dingen an den hervorragenden Darstellern sowie den grandiosen Bildern des oscargekrönten Kameramanns Rodrigo Prieto liegt. Der Film ist durchgehend in blassen Grau-, Grün und Brauntönen gehalten, was die verzweifelte Lage der Charaktere hervorragend unterstreicht. Schauspielerisch beeindruckt vor allem Brad Pitt auf sehr hohen Niveau als verzweifelter Ehemann Richard. Möglichweise bringt ihm diese Leistung sogar seinen zweiten Golden Globe (und seinen ersten Oscar?) nach „12 Monkeys“ ein. Ebenfalls unglaublich dicht (und ebenfalls Golden-Globe nominiert) ist die Darstellung von Adriana Barraza als naives Kindermädchen Amelia. Wenn sie gegen Ende des Film mit ihrem roten Kleid weinend durch die Wüste stolpert, ist ihre ganze Verzweiflung nachzufühlen. „Babel“ gilt bei den kommenden „Golden Globe“ Verleihungen Ende nächster Woche mit sieben Nominierungen (u.a. Bestes Drama und Beste Regie) als der Top-Favorit und dürfte damit auch im Rennen um die Oscars gut dabei sein.
Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.
Der Film ist von Anfang bis Ende beeindruckend. Im Vordergrund steht das Unvermögen der Menschen zur Kommunikation, und zwar im doppelten Sinne. Auf der einen Seite Kommunikation im eigentlichen Sinne, sei es nun auf Grund unterschiedlicher Sprachen, oder Einschränkungen durch Behinderungen. Auf der anderen Seite dreht es sich um die Schwierigkeiten die in der Kommunikation im zwischenmenschlichen, sowie im interkulturellen Bereich auftreten.
Mit genauem Blick führt der Regisseur vor Augen, wie sehr die menschliche Kommunikation von Missverständnissen und daraus resultierenden Fehlperzeptionen geprägt ist.
Ganz klar: Thema verfehlt! Hinter der bemüht anspruchsvollen Inszenierung, die sich dem untertitelaffinen Programmkinopublikum anbiedert und zum Langweilen neigt, verbergen sich unglaubwürdig konstruierte Zufalls-Ereignisse, die der vom Trailer suggerierten Thematik "Globalisierung - Sprachbarrieren - Probleme der modernen Welt" nicht ansatzweise gerecht werden. Die Schauspieler geben ihr Bestes, können Iñárritus gehaltlosen "Blabla"... tschuldigung: "Babel" aber auch nicht mehr retten.
"Babel" ist ein Film, der seine gesamte Wirkung einzig und allein im Kino entfalten kann. Er verdankt seine Qualität nicht etwa einer politisch besonders scharfen Beobachtung. Aber das ist auch nie das Ziel von Iñárritu gewesen. Schon "Amores Perros" war mehr Stadt-Porträt als radikale Sozialkritik und auch mit "Babel" geht es dem Regisseur mehr um eine Zustandsbeschreibung als um eine politische Zuspitzung. So sehr die Meinungen über die vermeintliche Botschaft des Films auseinandergehen: Der filmischen Qualität und Wahrhaftigkeit von "Babel" wird man sich nicht entziehen können. "Babel" jedenfalls ist der bisher herausragende Film des Kinojahres 2006 und ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie eines der interessantesten Regisseure unserer Zeit.
Obwohl ich sowohl bei Amores Perros wie auch bei bei 21 Grams die Gesellschaftskritik als einen ganz wichtigen Punkt sehe. In Babel ist sie nicht omnipräsent, nichtsdestotrotz wird sie von der großen Wirkung der Bilder nicht verschluckt, sondern vom Regisseur klar formuliert.
Kommt ihr dummen Kinder, ich erkläre euch mal die Globalisierung. Bis auf die Japan-Episode vermochte mich der Film nicht zu packen. Iñárritu macht eben das, was er immer macht. Und das wird zunehmend langweiliger und abgenutzter. Überschätzt. Und das Ethno-Geklimper nervt hier tierisch.
Verwobene Episoden im Stil von "Magnolia", nur radikaler. Trotz vieler langsamer Momente nie langatmig. Fotografie und Musik unterstützen die erschreckende Authentizität.
Iñárritu erzäht uns in vier Gesichten wie die Handlung eines Menschen das Leben von anderen Menschen beeinflusst. Ein Schuss in der Wüste Marokkos, mexikanisch-amerikanische Grenze, Tokio und das Leben von einem Dutzend Menschen ändert sich. Der Flügelschlag eines Schmetterlings ändert den lauf der Welt. Was für Folgen haben unsere Handlungen?
Doch zwei Schwächen hat der Film. Brad Pitt und Cate Blanchett passen nicht in die Besetzungsliste. Hier hätte Iñárritu nicht auf den Marketingeffekt der gr. Namen setzten sollen und weniger bekannte Schauspieler einsetzten können. Der Rest des Casts spielt ja auch sehr gut. Vor allem das Spiel von Rinko Kikuchi ist gut. Die chronologische Verknüpfung der Story ist nicht perfekt gelungen, die Teile werden zu früh verbunden und am anderen Enden sind sie lose.
„Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.“ [1. Buch Mose, Kapitel 11]
Viele bewegende Schicksale auf drei verschiedenen Kontinenten. Nach den Erfolgen von AMORES PERROS und 21 GRAMM dreht Alejandro González Iñárritu mit BABEL seinen dritten Episodenfilm. Doch diesmal überschreitet er die Grenzen der Länder und erzählt eine Geschichte, die sich ebenso geographisch wie thematisch über die ganze Welt erstreckt. Es ist die Rede von vielen bewegenden Schicksalen auf drei verschiedenen Kontinenten mit einem Unfall im Mittelpunkt, der alle verbindet. Aber schnell wird einem klar, dass es hier so viel mehr gibt, was die Menschen verschiedenster Kulturen gemeinsam haben, denn obwohl keiner den anderen versteht, sind es doch die Gefühle, die ein und die selbe Sprache sprechen. BABEL zeigt den Kampf eines jeden Menschen um Verständnis und Toleranz, und wie Sprachvielfalt und Bürokratie versucht, diesem ersehnten Wunsch einen Riegel vorzuschieben. Iñárritu tut dabei das, was er am besten kann: Er versucht seine Zuschauer am Herzen zu packen und überträgt seine Kritik am Menschen in Emotionen, denen sich niemand entziehen kann. Warum wird ein lebensrettender Krankenwagen von der amerikanischen Botschaft gestoppt? Warum hat die Festnahme einer völlig harmlosen Frau mehr Priorität als zwei Menschenleben zu retten? BABEL zeigt uns, wie unbegreiflich das Verhalten vieler Menschen ist, wenn sie auf Unbekanntes stoßen, eröffnet uns aber auch wenige Lichtblicke, die begriffen haben, was es heißt tolerant zu sein und Sprachbarrieren mittels Nächstenliebe zu überwinden. Und spätestens nach einem der ergreifendsten Filmenden versteht man, dass der Gewehrschuss als auslösendes Moment hier lediglich als Aufhänger für eine wesentlich bedeutsamere Verbindung steht: Der Traum von einer Welt, die sich und alle Menschen als ein Ganzes sieht. Ländergrenzen sind nur politische Hürden, keine menschlichen. Kritisch, eindringlich, packend und sehr emotional. Ein Meisterwerk.
Hm, komisch. Hat sich letztens bei mir sogar zum stärksten gemausert. (Babel > 21 Gramm > Amores Perros | und dann Biutiful) ... aber sind alle sehr gut.
Ich fand den nicht ganz so emotional mitreißend und erdrückend wie die anderen, lag wohl auch daran, dass ich mit den ganzen Untertiteln zu den fremden Sprachen und der viel zu leisen Stimme von Brad Pitt überfordert war :D
Spitze! Ich liebe Iñárritu, habe allen Filmen 10 Punkte gegeben und '21 Gramm' sogar in meiner LF-Liste. Bin aber am Überlegen, ob 'Babel' ihn nicht sogar überbietet. 'Babel' bleibt mir bei jeder Sicht nämlich irgendwie am ergreifendsten im Gedächtnis.
Bei Babel, muss ich Joseph zu stimmen, fand den teils arg konstruiert und der Zusammenhalt ist insofern irgendwie abstrus, besonders der bei Japan-Episode, wobei die noch zu den stärksten zählt (mit der von Pitt) und wie ich finde auch einige davon mit unnötigen Klischees dabei angereichert wurden.
@HJ: Danke. Verspüre zurzeit das dringende Bedürfnis "21 Gramm" und "Amores Perros" ein weiteres Mal zu sehen. Vielleicht können die jetzt auch noch zulegen
@hoff: Inwiefern konstruiert? Die Verknüpfung der Erzählstränge ist es jedenfalls nicht, denn deren Zusammenhang ist ja nur sehr lose, was völlig beabsichtigt ist, wie ich schon bemerkte. Vielleicht meinst du, dass alle Episoden so sehr auf einen Höhepunkt hinarbeiten? Da könnte ich mitgehen, wobei ich auch finde, dass mit Ausnahme der Mexiko-Episode (Stichwort: Passkontrolle) alle völlig ungezwungen und nachvollziehbar zu ihrem Höhepunkt kommen.
Richtig. Ronstruiert insofern, dass bei jeder Episode eine gewisse Entwicklung darin abgearbeitet wird. Wobei mich auuch der Verlauf einiger Episoden störte, insofern beziehe ich mich auch größtenteils auf die für mich teils nervige, trotz kritischem Anteil, Mexiko-Episode. Ist auch die, die mich im Nachhinein am meisten störte an dem Film.
Hier wird durch einen Trivialen Auslöser, dem man es sogar etwas ansieht für was er gedacht ist, ein roter Faden gesponnen, der eigentlich nur dazu dient, vier sehr eigenständige Schicksale, lose miteinander zu verbinden.
Jede der vier Episoden könnte für sich alleine schon einen ganzen Film in Anspruch nehmen, doch das brauchen sie gar nicht. Hier kommt jeder Geschichte ausreichend Zeit zu, um sich zur Genüge zu entfalten und ihre Botschaft mitzuteilen. Sei es die Angst vor dem Fremden, die sich zuerst durch Susan äußert, später dann durch die Reisegruppe im Marrokanischen Hinterland. Die Probleme Illegaler Einwanderer in Amerika. Cheiko die aus ihrer stummen Welt vllt nicht flüchten will, doch wenigstens in der anderen
wahrgenommen werden will, aber immer wieder auf die Grenzen ihres eigenen
Körpers stößt und natürlich die Ausgrenzung durch die Gesellschaft. Aber es werden auch andere Themen aufgenommen, wie die riesige Gastfreundschaft und die ausgelassene Freude anderer Kulturen. Und am Rande noch ein wenig Medien- und Staatskritik. Alles in allem ein sehr schöner Film der durchaus zum Nachdenken anregt.
Wie gewohnt inszeniert Inárritu ein überaus intensives Drama, das unter die Haut geht. Anders als bei seinem Meisterwerk 21 GRAMM schafft er es in BABEL aber leider nicht, einige Längen zu umgehen, was aber dank des tollen Casts nicht allzu schlimm ist. Sicherlich nicht die beste Arbeit des Mexikaners, reiht sich jedoch gut in seine Filmographie ein: erstklassig inszeniert und gespielt, eine gefühlvolle, verschachtelte Handlung mit einer ganzen Reihe an Charakteren, für die man von der ersten Sekunde an Empathie aufbringen kann.
Mein erster Gedanke nachdem ich den Film von Alejandro González Iñárritu gesehen habe, war "OK"!
Die Story von Babel war eigentlich relativ gut, aber die Umsetzung war jetzt nicht gerade hervorragend. Ich fand den Film viel zu langatmig und die Geschichte im asiatischen Raum ist meiner Meinung nach völlig fehl am Platz.
Meine Motivation diesen Film überhaupt zu schauen ging von Brad Pitt aus und ich wurde von seiner Leistung auch nicht enttäuscht. Statt Cate Blanchett hätte man jede Schauspielerin verpflichten können weil der Anspruch für ihre Rolle nicht besonders hoch war. (ohne sie jetzt zu verurteilen)
Mir war natürlich klar was Alejandro Gonzalez Inarritu mit der Geschichte aussagen will, aber man muss diesen Film jetzt nicht unbedingt gesehen haben
Mein Vater sagte zu mir nachdem Film: "Wenn du suizidgefährdet bist und dir Babel anschaust, danach begehst du Selbstmord" - Sicherlich hat dieser Film einen negativen Grundtenor und ist sehr von Tod und Trauer geprägt, doch die Botschaft dieses Films ist eine ganz andere - jede Tat, die du begehst, hat Einfluss auf viele Menschen überall auf der Welt. Also überlege gut was du tust. Und dieser Gedanke ist meiner Meinung nach eher positiver Natur.
Babel ist ein schöner und nachdenklicher Film über Grenzen und ihren flüchtigen Charakter:
Kommunikationsgrenzen, soziale Grenzen - welche sich im Film häufig durch Uniformen zeigen, rechtliche Grenzen, monumentale unüberwindbare Staatsgrenzen, kulturelle Grenzen, die grenze zwischen einem dummen Fehler und einem verbrechen und letztlich die fragilste aller Grenzen: die zwischen Schuld und Unschuld.
Babel zeigt still aber eindrucksvoll wo Barrieren uns trennen und wie sie uns dennoch verbinden.
Die Verbindung der Geschichten hat mir gefallen, wobei ich mit der Japanerin relativ wenig anfangen konnte. Alles in allem hat sich mir die Message nicht so richtig erschlossen: Klar, konnten alle nicht mit den anderen reden, aber ...
Tolle Bilder, tolle Atmosphäre.
Genre passt! Und leider muss ich genau das hier bewerten, deshalb absolut sehenswert.
Was ich nicht verstehen kann, sind Menschen, die auf sowas stehen,
warum will man sich einen Film angucken, nachdem man dann völlig am Boden zerstört ist, gefühlsmäßig stark irritiert, und sich am liebsten zum Schlafen auf Eisenbahnschienen legen will?
Ihr wollt Drama?
Dann geht auf die Straße, da gibts Drama genug. Live!
Was würdest du vorschlagen? Nur Filme zu schauen, bei denen deine Hirnaktivität geringer ist, als beim Schlafen?
Filme wie dieser (wobei es durchaus noch bessere in dieser Hinsicht gibt) sollten m. E. nicht nur zur Unterhaltung dienen, sondern auch auf Sachen hinweisen, die wir nicht aktzeptieren (wollen/ können). Die Realität ist nicht so, wie sie in "Indiana Jones", "Hangover" und co. dargestellt wird, sondern wie du schon sagst, eher ein "Drama". Warum also die Augen vor den Tatsachen verschließen und immer nur in illusorische und idealistische Welten fliehen? Warum nicht auch mal einen Film schauen und ihm die Möglichkeit geben, deine Sicht auf die Welt und Realität zu verändern?
Und letzten Endes musstest du ja feststellen, dass der Film "sehenswert" ist :)
Ja, also ääääh. Ich sage es mal zuerst: "21 Gramm" ist für mich ein unglaublich depressives und deprimierendes Meisterwerk. Und ist dies das Ende der Trilogie von Iñárritu auch? Öh, jaaaa näää nicht so direkt. Dabei ist die Ausgangsposition garnicht mal schlecht: 3 Kontinente. 3 Stories und eine Auflösung, die diese weit voneinander entfernten Gebiete zusammenhält. Das gelingt ja auch, teilweise, aber warum nicht ganz. Ja, "Babel" hat eine Schwäche. Eine die den kompletten Plot für mich deutlich weiter nach unten zieht. *Trommelwirbel* Nämlich die Asia-Episode, die in meinen Augen jedenfalls unpassend war. Bietet sie sich doch gut an um der Geschichte mehr Abwechslung zu verleihen und die interessante Kultur miteinzubinden, wird daraus ein für mich etwas nerviges. "Ich will unbedingt Sex haben!!!"-Gesülse. Wenn dann mich wenigstens die Auflösung oder Zusammenführung der Episoden überzeugt hätte, hätte ich es ja noch verziehen, aber dem war nicht der Fall! Ich dachte es käme ein richtiges zusammenführen der Mechanismen. Dabei war das nur basierend auf irgendeinem Zufall, der noch nichtmal wirklich Aussagekraft in den Händen hielt. Oder sollte es nur zeigen: "Waffen sind schlecht!" Wenigsten riss mich die Episoden mit Pitt und Blanchett mit und den Kindern mit dem Gewehr.
Ich fand die Asia-Episode am stärksten und sie geht weit über "Ich will unbedingt Sex haben" hinaus, es geht um die Vater-Tochter Beziehung die seit dem Tod der Mutter gestört ist. Außerdem ist die Szene in der Disco für mich eine der Besten der Filmgeschichte. Wollts nur mal gesagt haben =).
Ich hab manchmal das Gefühl alle denen der Film gefällt haben diese als Lieblings-Episode. ;)
Ja, da hast du natürlich Recht. Mir gefiel aber allein schon diese übertriebene Ausgangs-Situatonen nicht ganz.
Die Disko-Szene hatte was, das stimmt.
Kein Problem.
Babel fehlt mir schon seit Ewigkeiten als einziger Film in meiner Iñárritu-Sammlung, da ich mich seit Biutiful an den guten Mann nicht mehr herantrau...der Kommentar bestätigt mich irgendwie. :)
Finde den Asia-Teil auch fast am stärksten, gegen die Disco-Szene ist wirklich nichts zu sagen! Und für mich wars eher ne Message à la wie klein doch die Welt ist, weniger "Waffen sind schlecht".
Drei Kontinente. Vier Leben. Vier Schicksale. Ein auslösendes Moment. Scheinbar ohne Zusammenhang. Kindliche Unbekümmertheit als Auslöser für eine Verkettung von Schicksalen. Zufall als wiederkehrendes Leitmotiv. Ein gehörloser Teenager, geprägt von seinem Schicksal. Auf der Suche nach Liebe, Verständnis, Glück. Wir empfinden nicht nur Mitleid mit ihr. Wir empfinden nach, beginnen zu verstehen und bewundern sie für ihre Stärke. Keine aufdringliche Behinderten-Werbung, kein Zeigefinger, kein schlechtes Gewissen. Lediglich das Produkt einer intoleranten und von Egoismus zerfressenen Gesellschaft bekommen wir präsentiert. Wir bekommen einen Ausblick auf die möglichen Folgen. Der Ausgang ist logisch. Der Ausgang ist menschlich. Ein junger Polizist als Rettung, als Musterbeispiel, als Appell an die Menschlichkeit in uns. Ein Hilfeschrei und eine Reaktion. Ursache und Wirkung. Eine fürsorgliche Mexikanerin. Sie arbeitet als Kindermädchen. Seit sechzehn Jahren. Sie fällt eine falsche Entscheidung. Das falsche Auto, die falsche Person. Ein Zwischenfall. Nun droht die Abschiebung. Nach sechzehn Jahren. Sie ist fleißig, integriert, angenommen. Keine Gnade. Amerikanische Bürokratie, Existenzverlust. Ein amerikanisches Pärchen in Marokko. Sie haben Probleme. Eine Busfahrt wird zur Beziehungsprobe. Sie wird angeschossen, droht zu verbluten. Ein lokales Kaff als unfreiwilliger Zufluchtsort. Ein Bus mit spießigen Touristen. Die Bewohner des Dorfes. Neugierde. Kulturschock. Skepsis. Angst. Sprachbarriere. Wissenslücken. Politische Barrieren. Rassismus. Ein junger Marokkaner und sein Bruder. Der Schütze, ein Kind. Ein Unfall. Die Waffe wurde erst gekauft. Von einem Nachbarn. Dieser bekam sie als Geschenk von einem Japaner aus Tokio. Zufall. Unglücklich verkettet. Ein leiser Film, akzentuiert tritt Musik auf. Viele Untertitel. Viele Sprachen. Eine Ode an das Leben. Ein Film voller Optimismus. Aber auch eine Warnung und eine Erkenntnis. Unser Handeln bleibt nicht ohne Folgen, Toleranz kann Leben retten, die, die am wenigsten haben, werden hilfsbereit sein, die Lösung fängt in jedem von uns an. Sprachliche Barrieren, ethnische Barrieren, politische Barrieren existieren nur in unserem Kopf. Wir stehen uns selbst im Weg, kein Schicksal, kein Zufall. Es ist unsere Entscheidung. Wie die junge Teenagerin. Sie bricht aus, entscheidet, tut alles. Der Ausgang des Films. Unendlich optimistisch. Unendlich rührend. Keine bahnbrechende Erkenntnis, nur ein Schritt dahin, sie endlich zu verstehen.
Ich muss sagen, dass ich mir viel mehr von dem Streifen erwartet habe. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte viel zu sehr in die Länge gezogen und auch die aufmacherische Filmbeschreibung: "Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet." bestätigt sich nicht. Schicksale wie sie unterschiedlicher nicht sein können sind einfach künstlich dramatisch mit einander verknüpft und öffnen mir keine Tür durch die ich gehen kann um mich in den Film einzufühlen, was meiner Meinung nach das Ziel eines Dramas sein sollte.
Von mir bekommt Babel lediglich 4 Punkte und das auch nur aufgrund der spitzen Schauspielleistung von Brad Pitt und Cate Blanchett
Ich weiß gar nicht, welche negativen Kritikpunkte ich bei Babel aufführen kann. Selbst beim zweiten Mal Sehen schaffte der Film es, mich zu fesseln und gespannt auf die nächste Szene warten zu lassen. Von den Längen, die andere hier aufführen, spüre ich kaum etwas.
Worum geht es eigentlich? Es ist schwer, das auszudrücken. Man lernt in drei (oder sogar vier?) Handlungssträngen Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen, die durch Zufälle miteinander verbunden sind.
Sie alle kämpfen mit ihren persönlichen Problemen. Diese unterscheiden sich zwar vor allem in ihrer Art und Intensität, doch es ist nachvollziehbar, warum gerade das gerade jetzt so wichtig für diese Person ist.
Der Film erzählt eine Geschichte über Kommunikation. Er zeigt Personen, die versuchen, sich einander mitzuteilen, auf ganz verschiedene Weisen. Es werden sowohl gescheiterte Versuche gezeigt als auch Menschen, die lernen, wieder aufeinander zuzugehen. Und trotzdem wird der rote Faden der Geschichte nie außer Acht gelassen.
Welche Sprache verstehen Menschen am besten? Sprache, Gewalt, Sex, Körpernähe, Aufmerksamkeit?
Ein unglaublich gelungener Film mit eindrucksvollen Schauspielern, Bildern und Musik. Selbst die harten Schnitte sind gelungen.
Ich kann ihn nur empfehlen :)
Wie schon in "21 Gramm" verwebt Regisseur Alejandro González Iñárritu drei einzelne Storylines aus aller Herren Länder zu einem toll erzählten Ganzen. Alle Geschichten sind zum Teil zutiefst tragisch und bieten sowohl den Hollywood-Kalibern Brad Pitt/Cate Blanchett als auch den vielen unbeschriebenen Blättern eine tolle Bühne zum Schauspielern. Ganz nebenbei bekommt man realistische Einblicke in ferne Kulturen. Damit es nicht langweilig wird, springt der Film immer mal wieder an spannenden Stellen zur nächsten Story über, die Dramatik wird dadurch auf die Spitze getrieben. Wem also die beiden Vorgänger gefallen haben, der wird auch hier wieder sehr gut bedient.
Sinnfreies, leeres, gar dummes Drama um Nichtigkeiten die eigentlich keine sind aber in der Verknüpfung des ganzen künstlich dazu aufgeblasen werden. Enttäuschend.
Alejandro González Iñárritu inszeniert mit "Babel" einen eindrucksvollen Film über Gewalt, Schuld und Reue. 4 zusammenhängende Geschichten erzählen, wie verschiedene Leute mit diesen Themen umgehen und diese erleben.
Der Film lädt dazu ein, sich ein eigenes Bild über die Schuld oder die Reue der verschiedenen Charaktere zu machen, da der Film uns keine Meinung vorgibt.
Die verschiedenen Geschichten sind berührend und traurig, da man sich meist gut in die Lage der Figuren hineinversetzen kann.
Zudem ist die Musik des Filmes klasse und unterstreicht die traurigen und eindrucksvollen Geschichten.
Mit tollen Bildern hat der Film auch visuell viel zu bieten.
Im Großen und Ganzen ein toller, berührender Film, der zum Nachdenken anregt!
Babel - Kritik
US 2006 Laufzeit 144 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.12.2006
Kritiken (14) — Film: Babel
Flibbo: wieistderfilm.de
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Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SoulReaver: CinemaForever
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Evie: www.inderzange.de
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Wo in “21 Gramm”, die Episoden noch sehr verwirrend aufgebaut waren, erkennt man bei “Babel” sofort, oder schon nach kurzer Zeit wie die Episoden zusammen hängen. Aber der größte Unterschied zu “21 Gramm” ist, dass die 4 Episoden für sich allein schon 4 kleine Filme hätten sein können. So Bildgewaltig und stimmungsvoll erzählt Alejandro González Iñárritu seine Filme, das einem fast die Spucke wegbleibt.
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Beny 2011/02/22 00:20:28
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
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Fricki76: Asianfilmweb.de
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Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und verletzen…
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenWenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.
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willy50 2009/11/12 07:15:46
Antwort löschenHausmeister können nicht irren.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenDer Film ist von Anfang bis Ende beeindruckend. Im Vordergrund steht das Unvermögen der Menschen zur Kommunikation, und zwar im doppelten Sinne. Auf der einen Seite Kommunikation im eigentlichen Sinne, sei es nun auf Grund unterschiedlicher Sprachen, oder Einschränkungen durch Behinderungen. Auf der anderen Seite dreht es sich um die Schwierigkeiten die in der Kommunikation im zwischenmenschlichen, sowie im interkulturellen Bereich auftreten.
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apreussler
Kommentar löschenSehr gut gemachter Film, auch wenn ich von der Besetzung erst abgeschreckt war. Aber er hat sich wirklich gelohnt!
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Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa
Kommentar löschenMit genauem Blick führt der Regisseur vor Augen, wie sehr die menschliche Kommunikation von Missverständnissen und daraus resultierenden Fehlperzeptionen geprägt ist.
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Moviesteve: Podcast
Kommentar löschenGanz klar: Thema verfehlt! Hinter der bemüht anspruchsvollen Inszenierung, die sich dem untertitelaffinen Programmkinopublikum anbiedert und zum Langweilen neigt, verbergen sich unglaubwürdig konstruierte Zufalls-Ereignisse, die der vom Trailer suggerierten Thematik "Globalisierung - Sprachbarrieren - Probleme der modernen Welt" nicht ansatzweise gerecht werden. Die Schauspieler geben ihr Bestes, können Iñárritus gehaltlosen "Blabla"... tschuldigung: "Babel" aber auch nicht mehr retten.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschen"Babel" ist ein Film, der seine gesamte Wirkung einzig und allein im Kino entfalten kann. Er verdankt seine Qualität nicht etwa einer politisch besonders scharfen Beobachtung. Aber das ist auch nie das Ziel von Iñárritu gewesen. Schon "Amores Perros" war mehr Stadt-Porträt als radikale Sozialkritik und auch mit "Babel" geht es dem Regisseur mehr um eine Zustandsbeschreibung als um eine politische Zuspitzung. So sehr die Meinungen über die vermeintliche Botschaft des Films auseinandergehen: Der filmischen Qualität und Wahrhaftigkeit von "Babel" wird man sich nicht entziehen können. "Babel" jedenfalls ist der bisher herausragende Film des Kinojahres 2006 und ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie eines der interessantesten Regisseure unserer Zeit.
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Nevenka 2009/11/09 21:23:00
Antwort löschenObwohl ich sowohl bei Amores Perros wie auch bei bei 21 Grams die Gesellschaftskritik als einen ganz wichtigen Punkt sehe. In Babel ist sie nicht omnipräsent, nichtsdestotrotz wird sie von der großen Wirkung der Bilder nicht verschluckt, sondern vom Regisseur klar formuliert.
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenKommt ihr dummen Kinder, ich erkläre euch mal die Globalisierung. Bis auf die Japan-Episode vermochte mich der Film nicht zu packen. Iñárritu macht eben das, was er immer macht. Und das wird zunehmend langweiliger und abgenutzter. Überschätzt. Und das Ethno-Geklimper nervt hier tierisch.
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al-x
Kommentar löschenSprache, Kommunikation bzw. Probleme bei eben dieser
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenVerwobene Episoden im Stil von "Magnolia", nur radikaler. Trotz vieler langsamer Momente nie langatmig. Fotografie und Musik unterstützen die erschreckende Authentizität.
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Kommentare (129) — Film: Babel
Kommentar schreibenderFilmfreak 2012/05/09 13:51:41
Kommentar löschenIñárritu erzäht uns in vier Gesichten wie die Handlung eines Menschen das Leben von anderen Menschen beeinflusst. Ein Schuss in der Wüste Marokkos, mexikanisch-amerikanische Grenze, Tokio und das Leben von einem Dutzend Menschen ändert sich. Der Flügelschlag eines Schmetterlings ändert den lauf der Welt. Was für Folgen haben unsere Handlungen?
Doch zwei Schwächen hat der Film. Brad Pitt und Cate Blanchett passen nicht in die Besetzungsliste. Hier hätte Iñárritu nicht auf den Marketingeffekt der gr. Namen setzten sollen und weniger bekannte Schauspieler einsetzten können. Der Rest des Casts spielt ja auch sehr gut. Vor allem das Spiel von Rinko Kikuchi ist gut. Die chronologische Verknüpfung der Story ist nicht perfekt gelungen, die Teile werden zu früh verbunden und am anderen Enden sind sie lose.
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Punsha 2012/05/05 12:47:18
Kommentar löschen„Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.“ [1. Buch Mose, Kapitel 11]
Viele bewegende Schicksale auf drei verschiedenen Kontinenten. Nach den Erfolgen von AMORES PERROS und 21 GRAMM dreht Alejandro González Iñárritu mit BABEL seinen dritten Episodenfilm. Doch diesmal überschreitet er die Grenzen der Länder und erzählt eine Geschichte, die sich ebenso geographisch wie thematisch über die ganze Welt erstreckt. Es ist die Rede von vielen bewegenden Schicksalen auf drei verschiedenen Kontinenten mit einem Unfall im Mittelpunkt, der alle verbindet. Aber schnell wird einem klar, dass es hier so viel mehr gibt, was die Menschen verschiedenster Kulturen gemeinsam haben, denn obwohl keiner den anderen versteht, sind es doch die Gefühle, die ein und die selbe Sprache sprechen. BABEL zeigt den Kampf eines jeden Menschen um Verständnis und Toleranz, und wie Sprachvielfalt und Bürokratie versucht, diesem ersehnten Wunsch einen Riegel vorzuschieben. Iñárritu tut dabei das, was er am besten kann: Er versucht seine Zuschauer am Herzen zu packen und überträgt seine Kritik am Menschen in Emotionen, denen sich niemand entziehen kann. Warum wird ein lebensrettender Krankenwagen von der amerikanischen Botschaft gestoppt? Warum hat die Festnahme einer völlig harmlosen Frau mehr Priorität als zwei Menschenleben zu retten? BABEL zeigt uns, wie unbegreiflich das Verhalten vieler Menschen ist, wenn sie auf Unbekanntes stoßen, eröffnet uns aber auch wenige Lichtblicke, die begriffen haben, was es heißt tolerant zu sein und Sprachbarrieren mittels Nächstenliebe zu überwinden. Und spätestens nach einem der ergreifendsten Filmenden versteht man, dass der Gewehrschuss als auslösendes Moment hier lediglich als Aufhänger für eine wesentlich bedeutsamere Verbindung steht: Der Traum von einer Welt, die sich und alle Menschen als ein Ganzes sieht. Ländergrenzen sind nur politische Hürden, keine menschlichen. Kritisch, eindringlich, packend und sehr emotional. Ein Meisterwerk.
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Joeyjoejoe17 2012/05/05 12:55:17
Antwort löschenKlasse Film, aber, wie ich finde, der schwächste Teil von Alejandros Todes-Trilogie.
Punsha 2012/05/05 12:59:03
Antwort löschenHm, komisch. Hat sich letztens bei mir sogar zum stärksten gemausert. (Babel > 21 Gramm > Amores Perros | und dann Biutiful) ... aber sind alle sehr gut.
Joeyjoejoe17 2012/05/05 13:02:20
Antwort löschenBei mir ist die Reihenfolge genau umgekehrt.
Ich fand den nicht ganz so emotional mitreißend und erdrückend wie die anderen, lag wohl auch daran, dass ich mit den ganzen Untertiteln zu den fremden Sprachen und der viel zu leisen Stimme von Brad Pitt überfordert war :D
Und Biutiful hab ich noch vor mir
Hooded Justice 2012/05/05 13:05:46
Antwort löschenSpitze! Ich liebe Iñárritu, habe allen Filmen 10 Punkte gegeben und '21 Gramm' sogar in meiner LF-Liste. Bin aber am Überlegen, ob 'Babel' ihn nicht sogar überbietet. 'Babel' bleibt mir bei jeder Sicht nämlich irgendwie am ergreifendsten im Gedächtnis.
hoffman587 2012/05/05 13:15:14
Antwort löschenBei Babel, muss ich Joseph zu stimmen, fand den teils arg konstruiert und der Zusammenhalt ist insofern irgendwie abstrus, besonders der bei Japan-Episode, wobei die noch zu den stärksten zählt (mit der von Pitt) und wie ich finde auch einige davon mit unnötigen Klischees dabei angereichert wurden.
Punsha 2012/05/05 13:39:07
Antwort löschen@HJ: Danke. Verspüre zurzeit das dringende Bedürfnis "21 Gramm" und "Amores Perros" ein weiteres Mal zu sehen. Vielleicht können die jetzt auch noch zulegen
@hoff: Inwiefern konstruiert? Die Verknüpfung der Erzählstränge ist es jedenfalls nicht, denn deren Zusammenhang ist ja nur sehr lose, was völlig beabsichtigt ist, wie ich schon bemerkte. Vielleicht meinst du, dass alle Episoden so sehr auf einen Höhepunkt hinarbeiten? Da könnte ich mitgehen, wobei ich auch finde, dass mit Ausnahme der Mexiko-Episode (Stichwort: Passkontrolle) alle völlig ungezwungen und nachvollziehbar zu ihrem Höhepunkt kommen.
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hoffman587 2012/05/05 13:52:57
Antwort löschenRichtig. Ronstruiert insofern, dass bei jeder Episode eine gewisse Entwicklung darin abgearbeitet wird. Wobei mich auuch der Verlauf einiger Episoden störte, insofern beziehe ich mich auch größtenteils auf die für mich teils nervige, trotz kritischem Anteil, Mexiko-Episode. Ist auch die, die mich im Nachhinein am meisten störte an dem Film.
Markbln 2012/05/08 14:23:56
Antwort löschenBiutiful ist prätentiöser Müll.
John.Dwight 2012/04/29 17:33:37
Kommentar löschenHier wird durch einen Trivialen Auslöser, dem man es sogar etwas ansieht für was er gedacht ist, ein roter Faden gesponnen, der eigentlich nur dazu dient, vier sehr eigenständige Schicksale, lose miteinander zu verbinden.
Jede der vier Episoden könnte für sich alleine schon einen ganzen Film in Anspruch nehmen, doch das brauchen sie gar nicht. Hier kommt jeder Geschichte ausreichend Zeit zu, um sich zur Genüge zu entfalten und ihre Botschaft mitzuteilen. Sei es die Angst vor dem Fremden, die sich zuerst durch Susan äußert, später dann durch die Reisegruppe im Marrokanischen Hinterland. Die Probleme Illegaler Einwanderer in Amerika. Cheiko die aus ihrer stummen Welt vllt nicht flüchten will, doch wenigstens in der anderen
wahrgenommen werden will, aber immer wieder auf die Grenzen ihres eigenen
Körpers stößt und natürlich die Ausgrenzung durch die Gesellschaft. Aber es werden auch andere Themen aufgenommen, wie die riesige Gastfreundschaft und die ausgelassene Freude anderer Kulturen. Und am Rande noch ein wenig Medien- und Staatskritik. Alles in allem ein sehr schöner Film der durchaus zum Nachdenken anregt.
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Pfizze 2012/03/13 15:28:49
Kommentar löschenWie gewohnt inszeniert Inárritu ein überaus intensives Drama, das unter die Haut geht. Anders als bei seinem Meisterwerk 21 GRAMM schafft er es in BABEL aber leider nicht, einige Längen zu umgehen, was aber dank des tollen Casts nicht allzu schlimm ist. Sicherlich nicht die beste Arbeit des Mexikaners, reiht sich jedoch gut in seine Filmographie ein: erstklassig inszeniert und gespielt, eine gefühlvolle, verschachtelte Handlung mit einer ganzen Reihe an Charakteren, für die man von der ersten Sekunde an Empathie aufbringen kann.
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Petr 2012/03/07 03:32:33
Kommentar löschenDie Geschichte aus Tunesien fesselt und man hat das Gefühl, man sei wirklich vor Ort dabei.
Die Geschichte der mexikanischen Babysitterin ist OK.
Die Geschichte des tauben Mädchens aus Japan hat mich gelangweilt.
Es ist aber interessant, welch Relevanz Kommunikation hat und wie mangelnde Kommunikation zu großen Problemen werden kann.
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MUFC 2012/02/28 17:56:14
Kommentar löschenMein erster Gedanke nachdem ich den Film von Alejandro González Iñárritu gesehen habe, war "OK"!
Die Story von Babel war eigentlich relativ gut, aber die Umsetzung war jetzt nicht gerade hervorragend. Ich fand den Film viel zu langatmig und die Geschichte im asiatischen Raum ist meiner Meinung nach völlig fehl am Platz.
Meine Motivation diesen Film überhaupt zu schauen ging von Brad Pitt aus und ich wurde von seiner Leistung auch nicht enttäuscht. Statt Cate Blanchett hätte man jede Schauspielerin verpflichten können weil der Anspruch für ihre Rolle nicht besonders hoch war. (ohne sie jetzt zu verurteilen)
Mir war natürlich klar was Alejandro Gonzalez Inarritu mit der Geschichte aussagen will, aber man muss diesen Film jetzt nicht unbedingt gesehen haben
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Filmar 2012/01/29 02:09:32
Kommentar löschenUnglaubliche Spannung!
8/10
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mcclane91 2011/12/29 11:57:39
Kommentar löschenMein Vater sagte zu mir nachdem Film: "Wenn du suizidgefährdet bist und dir Babel anschaust, danach begehst du Selbstmord" - Sicherlich hat dieser Film einen negativen Grundtenor und ist sehr von Tod und Trauer geprägt, doch die Botschaft dieses Films ist eine ganz andere - jede Tat, die du begehst, hat Einfluss auf viele Menschen überall auf der Welt. Also überlege gut was du tust. Und dieser Gedanke ist meiner Meinung nach eher positiver Natur.
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TFX 2012/01/08 17:14:01
Antwort löschenWobei der Grundgedanken mit den Einflüssen auf andere Personen in jedem Episodenfilm auftaucht.
Gentleman Jack 2011/12/09 11:14:04
Kommentar löschenBabel ist ein schöner und nachdenklicher Film über Grenzen und ihren flüchtigen Charakter:
Kommunikationsgrenzen, soziale Grenzen - welche sich im Film häufig durch Uniformen zeigen, rechtliche Grenzen, monumentale unüberwindbare Staatsgrenzen, kulturelle Grenzen, die grenze zwischen einem dummen Fehler und einem verbrechen und letztlich die fragilste aller Grenzen: die zwischen Schuld und Unschuld.
Babel zeigt still aber eindrucksvoll wo Barrieren uns trennen und wie sie uns dennoch verbinden.
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Flominator 2011/12/05 20:02:31
Kommentar löschenDie Verbindung der Geschichten hat mir gefallen, wobei ich mit der Japanerin relativ wenig anfangen konnte. Alles in allem hat sich mir die Message nicht so richtig erschlossen: Klar, konnten alle nicht mit den anderen reden, aber ...
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taunus-nuss 2011/11/27 19:14:18
Kommentar löschenTolle Bilder, tolle Atmosphäre.
Genre passt! Und leider muss ich genau das hier bewerten, deshalb absolut sehenswert.
Was ich nicht verstehen kann, sind Menschen, die auf sowas stehen,
warum will man sich einen Film angucken, nachdem man dann völlig am Boden zerstört ist, gefühlsmäßig stark irritiert, und sich am liebsten zum Schlafen auf Eisenbahnschienen legen will?
Ihr wollt Drama?
Dann geht auf die Straße, da gibts Drama genug. Live!
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Prival 2012/03/06 23:19:10
Antwort löschenWas würdest du vorschlagen? Nur Filme zu schauen, bei denen deine Hirnaktivität geringer ist, als beim Schlafen?
Filme wie dieser (wobei es durchaus noch bessere in dieser Hinsicht gibt) sollten m. E. nicht nur zur Unterhaltung dienen, sondern auch auf Sachen hinweisen, die wir nicht aktzeptieren (wollen/ können). Die Realität ist nicht so, wie sie in "Indiana Jones", "Hangover" und co. dargestellt wird, sondern wie du schon sagst, eher ein "Drama". Warum also die Augen vor den Tatsachen verschließen und immer nur in illusorische und idealistische Welten fliehen? Warum nicht auch mal einen Film schauen und ihm die Möglichkeit geben, deine Sicht auf die Welt und Realität zu verändern?
Und letzten Endes musstest du ja feststellen, dass der Film "sehenswert" ist :)
fkfilmkritik 2011/11/15 18:17:57
Kommentar löschenJa, also ääääh. Ich sage es mal zuerst: "21 Gramm" ist für mich ein unglaublich depressives und deprimierendes Meisterwerk. Und ist dies das Ende der Trilogie von Iñárritu auch? Öh, jaaaa näää nicht so direkt. Dabei ist die Ausgangsposition garnicht mal schlecht: 3 Kontinente. 3 Stories und eine Auflösung, die diese weit voneinander entfernten Gebiete zusammenhält. Das gelingt ja auch, teilweise, aber warum nicht ganz. Ja, "Babel" hat eine Schwäche. Eine die den kompletten Plot für mich deutlich weiter nach unten zieht. *Trommelwirbel* Nämlich die Asia-Episode, die in meinen Augen jedenfalls unpassend war. Bietet sie sich doch gut an um der Geschichte mehr Abwechslung zu verleihen und die interessante Kultur miteinzubinden, wird daraus ein für mich etwas nerviges. "Ich will unbedingt Sex haben!!!"-Gesülse. Wenn dann mich wenigstens die Auflösung oder Zusammenführung der Episoden überzeugt hätte, hätte ich es ja noch verziehen, aber dem war nicht der Fall! Ich dachte es käme ein richtiges zusammenführen der Mechanismen. Dabei war das nur basierend auf irgendeinem Zufall, der noch nichtmal wirklich Aussagekraft in den Händen hielt. Oder sollte es nur zeigen: "Waffen sind schlecht!" Wenigsten riss mich die Episoden mit Pitt und Blanchett mit und den Kindern mit dem Gewehr.
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Wumz 2011/11/15 18:43:47
Antwort löschenIch fand die Asia-Episode am stärksten und sie geht weit über "Ich will unbedingt Sex haben" hinaus, es geht um die Vater-Tochter Beziehung die seit dem Tod der Mutter gestört ist. Außerdem ist die Szene in der Disco für mich eine der Besten der Filmgeschichte. Wollts nur mal gesagt haben =).
fkfilmkritik 2011/11/15 18:54:32
Antwort löschenIch hab manchmal das Gefühl alle denen der Film gefällt haben diese als Lieblings-Episode. ;)
Ja, da hast du natürlich Recht. Mir gefiel aber allein schon diese übertriebene Ausgangs-Situatonen nicht ganz.
Die Disko-Szene hatte was, das stimmt.
Kein Problem.
JohnnyKee 2011/11/15 19:07:02
Antwort löschenDisco-Scene = EPIC!!!!
based_god 2011/11/15 19:08:49
Antwort löschenDann ist jetzt wohl Biutiful dran ^^
_Garfield 2011/11/15 19:15:32
Antwort löschenWumz: Word! Großartiger Film und saustarke Episode.
Punsha 2011/11/15 19:50:37
Antwort löschenBabel fehlt mir schon seit Ewigkeiten als einziger Film in meiner Iñárritu-Sammlung, da ich mich seit Biutiful an den guten Mann nicht mehr herantrau...der Kommentar bestätigt mich irgendwie. :)
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Punsha 2011/11/16 17:27:12
Antwort löschenSo, ich nehms zurück. Schande über dich! :DD
JanoX 2012/04/10 18:04:24
Antwort löschenFinde den Asia-Teil auch fast am stärksten, gegen die Disco-Szene ist wirklich nichts zu sagen! Und für mich wars eher ne Message à la wie klein doch die Welt ist, weniger "Waffen sind schlecht".
_Garfield 2011/10/30 15:13:47
Kommentar löschenDrei Kontinente. Vier Leben. Vier Schicksale. Ein auslösendes Moment. Scheinbar ohne Zusammenhang. Kindliche Unbekümmertheit als Auslöser für eine Verkettung von Schicksalen. Zufall als wiederkehrendes Leitmotiv. Ein gehörloser Teenager, geprägt von seinem Schicksal. Auf der Suche nach Liebe, Verständnis, Glück. Wir empfinden nicht nur Mitleid mit ihr. Wir empfinden nach, beginnen zu verstehen und bewundern sie für ihre Stärke. Keine aufdringliche Behinderten-Werbung, kein Zeigefinger, kein schlechtes Gewissen. Lediglich das Produkt einer intoleranten und von Egoismus zerfressenen Gesellschaft bekommen wir präsentiert. Wir bekommen einen Ausblick auf die möglichen Folgen. Der Ausgang ist logisch. Der Ausgang ist menschlich. Ein junger Polizist als Rettung, als Musterbeispiel, als Appell an die Menschlichkeit in uns. Ein Hilfeschrei und eine Reaktion. Ursache und Wirkung. Eine fürsorgliche Mexikanerin. Sie arbeitet als Kindermädchen. Seit sechzehn Jahren. Sie fällt eine falsche Entscheidung. Das falsche Auto, die falsche Person. Ein Zwischenfall. Nun droht die Abschiebung. Nach sechzehn Jahren. Sie ist fleißig, integriert, angenommen. Keine Gnade. Amerikanische Bürokratie, Existenzverlust. Ein amerikanisches Pärchen in Marokko. Sie haben Probleme. Eine Busfahrt wird zur Beziehungsprobe. Sie wird angeschossen, droht zu verbluten. Ein lokales Kaff als unfreiwilliger Zufluchtsort. Ein Bus mit spießigen Touristen. Die Bewohner des Dorfes. Neugierde. Kulturschock. Skepsis. Angst. Sprachbarriere. Wissenslücken. Politische Barrieren. Rassismus. Ein junger Marokkaner und sein Bruder. Der Schütze, ein Kind. Ein Unfall. Die Waffe wurde erst gekauft. Von einem Nachbarn. Dieser bekam sie als Geschenk von einem Japaner aus Tokio. Zufall. Unglücklich verkettet. Ein leiser Film, akzentuiert tritt Musik auf. Viele Untertitel. Viele Sprachen. Eine Ode an das Leben. Ein Film voller Optimismus. Aber auch eine Warnung und eine Erkenntnis. Unser Handeln bleibt nicht ohne Folgen, Toleranz kann Leben retten, die, die am wenigsten haben, werden hilfsbereit sein, die Lösung fängt in jedem von uns an. Sprachliche Barrieren, ethnische Barrieren, politische Barrieren existieren nur in unserem Kopf. Wir stehen uns selbst im Weg, kein Schicksal, kein Zufall. Es ist unsere Entscheidung. Wie die junge Teenagerin. Sie bricht aus, entscheidet, tut alles. Der Ausgang des Films. Unendlich optimistisch. Unendlich rührend. Keine bahnbrechende Erkenntnis, nur ein Schritt dahin, sie endlich zu verstehen.
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JohnnyKee 2011/10/30 15:22:00
Antwort löschenGanz, ganz wunderbar!
_Garfield 2011/10/30 17:58:25
Antwort löschenDanke! :)
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Patrick Zecca 2011/11/14 20:09:59
Antwort löschenInteressant und gut geschrieben, leider erzählst du schon die ganze Geschichte. Für Unwissende also weniger zu empfehlen, eine Warnung wäre nett.
_Garfield 2011/11/15 20:50:48
Antwort löschenDanke und Entschuldigung!
Kahlewoo 2011/10/28 16:55:16
Kommentar löschenIch muss sagen, dass ich mir viel mehr von dem Streifen erwartet habe. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte viel zu sehr in die Länge gezogen und auch die aufmacherische Filmbeschreibung: "Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet." bestätigt sich nicht. Schicksale wie sie unterschiedlicher nicht sein können sind einfach künstlich dramatisch mit einander verknüpft und öffnen mir keine Tür durch die ich gehen kann um mich in den Film einzufühlen, was meiner Meinung nach das Ziel eines Dramas sein sollte.
Von mir bekommt Babel lediglich 4 Punkte und das auch nur aufgrund der spitzen Schauspielleistung von Brad Pitt und Cate Blanchett
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Karowdame 2011/10/13 14:36:40
Kommentar löschenWunderschöner, ruhiger Film...aber das schönste ist die Musik von Gustavo Santaolalla!
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cecile 2011/10/11 22:42:32
Kommentar löschenIch weiß gar nicht, welche negativen Kritikpunkte ich bei Babel aufführen kann. Selbst beim zweiten Mal Sehen schaffte der Film es, mich zu fesseln und gespannt auf die nächste Szene warten zu lassen. Von den Längen, die andere hier aufführen, spüre ich kaum etwas.
Worum geht es eigentlich? Es ist schwer, das auszudrücken. Man lernt in drei (oder sogar vier?) Handlungssträngen Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen, die durch Zufälle miteinander verbunden sind.
Sie alle kämpfen mit ihren persönlichen Problemen. Diese unterscheiden sich zwar vor allem in ihrer Art und Intensität, doch es ist nachvollziehbar, warum gerade das gerade jetzt so wichtig für diese Person ist.
Der Film erzählt eine Geschichte über Kommunikation. Er zeigt Personen, die versuchen, sich einander mitzuteilen, auf ganz verschiedene Weisen. Es werden sowohl gescheiterte Versuche gezeigt als auch Menschen, die lernen, wieder aufeinander zuzugehen. Und trotzdem wird der rote Faden der Geschichte nie außer Acht gelassen.
Welche Sprache verstehen Menschen am besten? Sprache, Gewalt, Sex, Körpernähe, Aufmerksamkeit?
Ein unglaublich gelungener Film mit eindrucksvollen Schauspielern, Bildern und Musik. Selbst die harten Schnitte sind gelungen.
Ich kann ihn nur empfehlen :)
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Rodon 2011/10/05 17:01:35
Kommentar löschenWie schon in "21 Gramm" verwebt Regisseur Alejandro González Iñárritu drei einzelne Storylines aus aller Herren Länder zu einem toll erzählten Ganzen. Alle Geschichten sind zum Teil zutiefst tragisch und bieten sowohl den Hollywood-Kalibern Brad Pitt/Cate Blanchett als auch den vielen unbeschriebenen Blättern eine tolle Bühne zum Schauspielern. Ganz nebenbei bekommt man realistische Einblicke in ferne Kulturen. Damit es nicht langweilig wird, springt der Film immer mal wieder an spannenden Stellen zur nächsten Story über, die Dramatik wird dadurch auf die Spitze getrieben. Wem also die beiden Vorgänger gefallen haben, der wird auch hier wieder sehr gut bedient.
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Narrisch 2011/09/27 00:55:00
Kommentar löschenSinnfreies, leeres, gar dummes Drama um Nichtigkeiten die eigentlich keine sind aber in der Verknüpfung des ganzen künstlich dazu aufgeblasen werden. Enttäuschend.
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Kreaexo 2011/08/25 21:51:35
Kommentar löschenHm... in den Kommentaren wurde eigentlich schon alles zu diesem Film gesagt.
Daher: Angucken! Genießen! Mitfiebern!
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lovenotwar 2011/08/14 17:03:24
Kommentar löschenAlejandro González Iñárritu inszeniert mit "Babel" einen eindrucksvollen Film über Gewalt, Schuld und Reue. 4 zusammenhängende Geschichten erzählen, wie verschiedene Leute mit diesen Themen umgehen und diese erleben.
Der Film lädt dazu ein, sich ein eigenes Bild über die Schuld oder die Reue der verschiedenen Charaktere zu machen, da der Film uns keine Meinung vorgibt.
Die verschiedenen Geschichten sind berührend und traurig, da man sich meist gut in die Lage der Figuren hineinversetzen kann.
Zudem ist die Musik des Filmes klasse und unterstreicht die traurigen und eindrucksvollen Geschichten.
Mit tollen Bildern hat der Film auch visuell viel zu bieten.
Im Großen und Ganzen ein toller, berührender Film, der zum Nachdenken anregt!
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