Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding - Kritik

DE 1999 Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Komödie, Thriller, Kinostart 26.08.1999

  • 8

    "Bang Boom Bang" ist sowas von Ruhrpott und damit sicherlich nicht jedermanns Sache aber verdammt nochmal, ich liebe diesen Film.
    Ein wirklich exzellenter Mix aus dreckigen Proletensprüchen in Kreisliga-Mainier und noch dreckigeren Charakteren.

    "90 Minuten Hardcore, echte Gefühle."

    Karl-Heinz "Kalle" Grabowski, gespielt von Ralf Richter ist da wohl der kultigste von allen. Ein cholerischer Vollprolet, der einen Spruch nach dem anderen drückt.

    "Der Pornowichser hat meine Olle gefickt!"
    "Waas?"
    "Was hat der Typ meine Olle zu ficken? Ich bring ihn um!"

    Der Film ist einfach vollgepackt mit überzeichneten Charakteren, die aber gleichzeitig so glaubhaft rüberkommen und den Ruhrpott-Charme perfekt transportieren.

    "Der ActionAndy hat den Eierhahn mit der 11 einfach umgewämst."

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    • 10

      Der Pferd heißt Horst.

      Es gibt wohl kaum einen anderen Film, den ich in den letzten 15 Jahren häufiger gesehen habe und den ich heute immer noch so derbe abfeiere wie damals. Hier stimmt einfach alles. Vokuhila-Kalle, Franky's Fickparade, Mongo-Schlucke. Absoluter Kult.

      • 9

        Für mich ist Bang Boom Bang die mit weitem Abstand beste Komödie aus deutschen Landen, die ich mir bisher zur Gemüte führen durfte. Der Charme des östlichen Ruhrgebietes wird nahezu perfekt eingefangen. Ich bin etwa 15 km östlich von Unna aufgewachsen, habe in meiner Jugend selbst gegen den SV Holzwickede gespielt und war vollends baff, als ich damals Till Schweiger im Trikot von Holzwickede im Kino gesehen habe. Ich fand den Film zwar gut, aber es war eine ganz andere Atmosphäre im Kino als bspw. bei American Pie, der im gleichen Jahr in den Deutschen Kinos lief. Gelacht wurde nur an wenigen Stellen, da man den Humor erst nach der Zweit- oder Drittsichtung so richtig versteht.

        Mittlerweile habe ich den Film sicherlich an die 10x gesehen und ich finde ihn immer noch genauso gut wie vor über 15 Jahren. Kein späterer Film von Peter Thorwart konnte auch nur im Ansatz das Niveau von Bang Boom Bang erreichen. Oliver Korittke als intelligenter, unglaublich fauler und ständig bekiffter "Keek", Markus Knüffken als kolerischers "Andi", Heinrich Giskes als hinterhältige "Ratte" (!), Jochen Nickel als sexbesessener Franky (Frankys Fickparade(!)), Christian Karrmann als versnobter Marc Kampmann und natürlich die drei absoluten Protagonisten, die auch noch in hundert Jahren hier im Ruhrpott Kult sein werden: Martin Semmelrogge als alkoholkranker Loser Schlucke, Ralph Richter als brutaler Kalle Gabrowski und, meine Lieblingsfigur mit den geilsten Sprüchen der deutschen Filmgeschichte, Dieter Krebs als Megaarschloch "Werner Kampmann".

        Ich als Jahrgang 78er war damals genau im richtigen Alter und ich kenne keinen einzigen in meinem gesamten Freundeskreis, sofern er männlich ist, der diesen Film nicht absolut genial findet. Bis heute zitieren wir den Film bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder. Es gibt eigentlich nur einen Film, der einen ähnlichen Einfluss auf uns hatte, das war "The Big Lebowski".

        Nun muss ich leider aufhören, über dieses Juwel weiter zu rezensieren denn:

        "Ich bin da was am planen dran. Das kann nur einer alleine."

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        • 7
          BenAffenleck 05.02.2015, 21:45 Geändert 05.02.2015, 21:51

          Nach dem gelesenen Kommentar von Buddy „pischti“ haben wir (Pa & Ma Affenleck) uns gestern auch noch recht spontan BANG BOOM BANG gegeben. Mein Kollege meinte heute morgen nur: „Schon wieder?“ Der Streifen geht immer wieder mal, obwohl er Welten von einem Lieblingsfilm entfernt ist.

          Das Teil macht aber einfach Laune, hat so dermaßen viel Ruhrpott-Charme, daß einfach ein Dauergrinsen angesagt ist. Die Charaktere sind so dermaßen überzeichnet, daß man manchmal nur noch mit dem Kopf schütteln möchte. Aber gerade das zeichnet Peter Thorwaths Film aus. Die völlig bekloppten Figuren.
          Die abgelieferten Sprüche hauen wir uns in unseren Jungs-Runden schon nach dem dritten Bier um die Ohren, auch wenn man es nach fast 15 Jahren schon nicht mehr hören kann.

          Fazit: Natürlich nicht der beste deutsche Film, dafür die beste deutsche Komödie mit Kultstatus.

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          • 8
            pischti 03.02.2015, 11:05 Geändert 03.02.2015, 18:41

            Gestern nach vielen Jahren mal wieder ne Neusichtung und die Begeisterung ist immernoch die gleiche. "Bang Boom Bang" gehört für mich zu den besten deutschen Komödien, vor allem dann, wenn man wie ich den Humor rabenschwarz mag. Es sind die durchgeknallten Figuren, sei es Martin Semmelrogge als "Schlucke", Oliver Korittke als "Keek" oder Dieter Krebs als "Werner Kampmann", die begeistern. Doch einer stiehlt allen die Show, Ralf Richter als Schwerverbrecher "Karl-Heinz Grabowski". Wobei ich manchmal glaube, dass sich Richter hier selbst spielt. Zu dem wunderbar unterhaltenden Cast gesellt sich eine witzige Story mit kleinem Storytwist am Ende und ein gelungener Soundtrack der H-Blockx, die zu meiner Jugendzeit im Freundeskreis fast Kult waren. Wenn ich die Wertungen meiner Buddys überfliege, dann bin ich zufrieden. Bewegen sie sich doch völlig zurecht meist im 7ner bis 8er Bereich. Fast vergessen, Til Schweiger hat hier den wahrscheinlich besten Auftritt seiner Karriere :D

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            • 9

              Absoluter Kultfilm mit vielen deutschen Stars und Zitaten für die Ewigkeit :)

              "Suppa Schnukke"!

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              • 10

                Ich bin hier zuhause und deshalb ist's mein Lieblingsfilm. Geht nicht anders. Neben vielen großartigen Leistungen beim Cast und beim Plot haben mir besonders die verschiedenen Misfits-T-Shirts gefallen. Wie schon gesagt, das ist meine Heimat!

                • 8 .5

                  Mit das Beste was deutsches Kino zu bieten hat, zum totlachen :D

                  • 7 .5

                    Kein Mensch will deine bescheuerte Fresse sehn ... ZEIG DIE OLLE!!!

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                    • 10

                      Heute schenke ich "Bang Boom Bang" mein Herz. Peter Thorwarth stellt mit seinem Regie-Debüt seine Beobachtungsgabe unter Beweis. Seine Figuren sind einfache Leute, die gerade so über die Runden kommen und ihr Herz auf der Zunge tragen. Ich liebe den Ruhrpott der späten 90er Jahre und ich liebe auch die Ruhrpotter Mundart.

                      "Was hat dieser Typ, meine Olle zu f*cken???" :D

                      "90-60-90... Das sind die Noten, weswegen wir Dich hier eingestellt haben."

                      "Unser Zuckermäusken! Marc, hoffentlich warst du an der dran bis die hier weg is, für wat anderes is die nämlich nich gut!"

                      Das nur ein kleine Auswahl meiner Lieblings-Zitate.

                      Während die Hauptfiguren in den ganzen Schweiger- und Schweighöfer Produktionen teure Lofts bewohnen, blendend aussehen und die tollsten Jobs haben, zeigt Peter Thorwart wie das Leben von den einfachen Leuten aussieht.

                      Besonders lobend möchte ich noch die Leistung von dem großen Diether Krebs erwähnen, welcher seine letzte große Rolle in "Bang Boom Bang" spielte und als Werner Kampmann in die deutsche Filmgeschichte eingehen wird.

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                      • 8

                        Ganz toller Film.
                        Einziger Nachteil ist, dass ich immer traurig werde,
                        wenn ich dran denke, dass so ein Talent
                        wie Oliver Korittke heute nicht zeigen darf,
                        was er kann.
                        Ein Riesentyp!!
                        Vergammelt bei uns in Münster.
                        (Vielleicht STINKT deshalb der "Deutsche Film".

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                        • 10

                          Immer wieder grossartig. Ich habe den Film mittlerweile bestimmt an die 20 mal gesehen und kann ihn auch weitestgehend mitsprechen, aber was will man machen?
                          Alles auf Horst!

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                          • 9 .5

                            Einer der coolsten deutschen Kultfilme aller Zeiten. Kann ich mir immer wieder ansehen. Einfach nur zum wegschmeißen. Die besten sind immer noch Schlucke und Kalle-

                            • 7 .5

                              Ralf Richter steigert sich richtig rein in seine Rolle, und ich frage mich, ob er das nicht in Wirklichkeit auch ist.

                              Es sind alle Chraktäre super. Dieter krebs als Ober A-Loch ist einfach nur herrlich.

                              • 8

                                Wenn die Story stimmt und mitreißt und auch noch die Schauspieler Freude an ihren Rollen haben und man dies dem Film auch noch ansieht, ja, dann kann sogar ein deutscher Film zum sehr unterhaltsamen Kultfilm werden. - Hier ist es passiert.

                                • 7 .5

                                  "Bang Boom Bang" ist ein wendungsreich-kreative Kultstreifen unter dem Motto "Der Ruhrpott macht jetzt einen auf Gangsterfilm." Allerdings liegt der Handlungsort eher in Westfalen. Macht aber auch nichts, denn die Charaktere erzielen ihre Wirkung, was neben deren überspitzten Profil vor allem an dem hingabevollen Spiel der Darsteller liegt. Martin Semmelrogge -hier wahrscheinlich in der Rolle seines Lebens- als Schlucke, Oliver Korittke als Kek und selbstredend Diether Krebs als Kampmann sind nur der Gipfel des Eisbergs. Die Dialoge und atmosphärischen Kulissen wissen zu überzeugen.
                                  Zwischendurch verliert der turbulente Kleinganovenklamauk leider etwas an Fahrt und verheddert sich im Geflecht der BEziehung zwischen seinen zahlreichn Akteuren. Ein solides Buch, gelungener Witz und für 1999 hervorragende Kameraarbeit machen "Bang Boom Bang" zu einem der deutsche Filme, die sich jeder anschauen kann und sollte!

                                  • 9 .5

                                    Kalle Grabowski 4 President!

                                    • 8

                                      Hachja, die rare Spezies der gelungenen deutschen Filme. Hübsche Story, ein hervorragender Ralf Richter und dank der Kürze und Verschwiegenheit seines Auftrittes wohl auch die beste Performance, die Till Schweiger jemals geliefert hat und liefern wird.

                                      • 7

                                        Nach dem eher überschaubaren Vergnügen „Knockin on Heavens Door“, der plump und peinlich sich dem Stile Tarantions anbiederte, schafft es im Gegensatz dazu Regisseur und Drehbuchautor Peter Torwarth erkennbare Einflüsse (Tarantino, Coen-Brüder, Guy Ritchie) gekonnt auf den Ruhrpott zu transformieren. Das bedeutet: Verschrobene Kleinkriminelle, die neben Würstchenstand und Kneipe versuchen über die Runden zu kommen.
                                        So ist „Bang Boom Bang“ ein in Ruhrpottcharme gekleidete Gangsterkomödie, die dank zahlreicher Figuren und verknüpften Handlungsebenen, nur selten langweilig wird. Ein amüsantes deutsches Tarantio-Coen-Ritchie-Konglomerat, dass allein wegen dem fluchenden und tobenden Ralf Richter einen Blick wert ist

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                                        • 8

                                          Ich wusste ja schon vorher das der Film einer der Kultfilme in Deutschland ist, deswegen ist die Bewertung auch nicht sehr überraschend! Hat mir gut gefallen auch wenn er mehr von Guy Ritchie´s Filmen hat, z.b. Bube Dame König GrAs oder Snatch - Schweine und Diamanten (Ja ich weiß das Snatch nach ihm kam, trotzdem sind unverkennbar Parallelen erkennbar) als Tarantinos. Das Ensemble allen voran Proll Ralf Richter trumpfen ganz schön auf. Und der Film macht dadurch wirklich Spaß.

                                          Punkteabzug gibt es aber weil ich teilweise weniger verstanden habe als bei den Indern bei mir auf der Arbeit wenn diese versuchen englisch zu reden :D Ist ja heftig da will man zwischendurch immer mal wieder nachschauen ob die deutsche Sprachausgabe eingestellt ist :D

                                          Aber wie schon geschrieben sehr unterhaltsam und für alle die Gaunerkomödien im Stil von Guy Ritchie mögen durchaus empfehlenswert ;)

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                                          • 6

                                            1999

                                            Zwei Filme laufen zu völlig unterschiedlichen Jahreszeiten und im etwa halbjährlichen Abstand in den Kinos an.
                                            Einer von beiden floppt, der andere fährt ein für eine heimische Produktion durchaus ordentliches Ergebnis von rund einer Halbe Millionen Zuschauern ein.

                                            Der Flop, so schnell er auch wieder verschwunden ist, wird später einen Popkulturstatus innehaben, der von Chuck Palahniuks Buchvorlage über den Boom auf Video und DVD bis zur Website "What would Tyler Durden do?" reicht.
                                            Der deutsche Film aber, der ist in den ausgehenden Neunzigern bereits in aller Munde und erreicht so eine Beliebtheit, dass er seit seinem Kinostart im August '99 als Dauer-Running Gag im UCI Bochum Ruhrpark einmal pro Woche um 23 Uhr läuft. Und läuft und läuft.

                                            Der Flop (welche Überraschung): David Finchers "Fight Club".
                                            Der Erfolg: "Bang Boom Bang" vom Dortmunder Debütanten Peter Thorwarth

                                            Wie zum Henker komme ich also dazu, diese beiden völlig unterschiedlichen Filme in einen Kommentar zu packen?
                                            Bis vor kurzem hatte MP User pischti (einer meiner ersten Buddies hier) bis dato nicht "Fight Club" gesehen (ich weiß, kaum zu glauben, aber das lest ihr am besten selber hier nach: http://www.moviepilot.de/movies/fight-club-2/comments/880439).
                                            Ich als waschechter Bochumer (ok, nicht direkt aber egal) kannte diesen Ruhrpott-Kultstreifen nicht.
                                            Also: Deal! (unter meinem Kommentar zu "12 Years a Slave", unpassender ging's also kaum).

                                            2009 veranstaltete das UCI zum 10-jährigen Jubiläum der Endlosvorführung ein Special, bei dem der Film in allen 14 Sälen vor über 2000 Gästen gezeigt wurde.
                                            Bereits 2008 drehten eingeschworene Fans den gesamten Streifen nach, der dann anschließend im Beisein von Peter Thorwarth uraufgeführt wurde.
                                            Und jedes Mal, wenn man den Programmflyer aufschlug (bzw. jetzt nur noch den Online-Service besucht), strahlte einem dieses absolut deutsche Humor-Kulturgut entgegen.

                                            Was hatte ich also für Erwartungen an "Bang Boom Bang"? Keinen Blassen.

                                            Und um ehrlich zu sein: Nach rund 100 Minuten Unterhaltung, die nur mininal über Proll-Perlen wie "Feuer, Eis und Dosenbier" oder "Ballermann 1-6" liegen, frage ich mich...

                                            WARUM SO VIEL HICKHACK UM SO EINEN SCHEISS?

                                            Gute alte Zechenhäuser, gelbe Häuschen anstatt hässliche Telekommunikationsobelisken (überhaupt nicht lustig bei strömendem Regen!), "Franky's Videopower" direkt um die Ecke, bis obenhin vollgestopft mit klobigen VHS-Kassetten, hinter der Bedien-Blondine Werbung für (wie bezeichnend) David Finchers "The Game".
                                            Gegenden in Dortmund und Unna, die man (zumindest Dortmund) wie seine Westentasche kennt.
                                            Das ist nicht bloß seelige Nostalgie, sondern vor allem eins: Heimat, süße, süße Heimat!

                                            Das Ganze nimmt sich zu keinem Zeitpunkt ernst und sprüht nur so vor Verweisen auf die offensichtlichen Vorbilder (all Credits to Quentin Tarantino).
                                            Die Besetzung, die ist auch ein Hingucker: Kult-Proletarier Ralf Richter, Ex-"Promi Big Brother" Container-Insasse Martin Semmelrogge, Oliver Korittke, in Gastrollen "Tilli Vanilli" Schweiger (Dank an User vanilla ;) in seiner tatsächlich wohl besten Rolle (!!), "Hombre" Hilmi Sözer und (damals noch) "Wochenshow" Moderator Ingolf Lück. Ach ja, und eine blutjunge Alexandra Neldel, vor ihrer Sat.1 Zuhälterschaft. Besonders hervorzuheben ist aber natürlich Diether Krebs, seines Zeichens "Dem Alfred Tetzlaff sein Sozi-Schwiegersohn Michael Graf", hier in seiner letzten Rolle, bevor kurz danach dessen Lunge seinem Nachnamen tragischerweise alle Ehre machen sollte.

                                            "Na Zuckermäusken, biste wieder meinen Sohn am anbaggern??Die muss sich noch so lange in der Firma halten bis du an ihr dran wars Marc, für wat Anderes ist die nämlich nicht gut."
                                            "Ich glaub Zuckermäusken gefällt es nicht mehr bei uns in der Firma"
                                            "Moment mal, du hast doch gesagt du hast die Briefe fertig"
                                            "Ich hab gesagt die Briefe gehen morgen raus."
                                            "Man Man Man, 90 60 90, das sind die Noten warum wir dich hier eingestellt haben. So und jetzt mach dich vom Acker wir haben was wichtiges zu besprechen!

                                            Die witzigen Dialoge sind es wohl, die den Film so anbetungswürdig machen. Und klar sind die teilweise schon verdammt lustig. Vor allem, wenn die Deppen den geklauten Tresor "mitter Karre durche Pampa" schleifen. Und klar ist das witzig, wenn Ralf Richter in "Franky's Fickparade" seine "Olle" wiederfindet und seinem Genossen "nen ordentlichen Satz warme Ohrn verpasst".
                                            Oder einer der Bullen lapidar sagt: "Den Tresor ham ma auch schon, den ham die Verbrecher in Bilmerich ins Forellenzuchtbecken geschmissen - bescheuert, nich ?"

                                            Das sind "90 Minuten Hardcore-Echte Gefühle".
                                            Mitten-in-die-Fresse-rein-Oberprollo-Humor.
                                            Aber 90 Minuten lang? Fast eine Stunde dauert es, bis die depperte Gaunernummer wirklich mal "inne Puschen" kommt. Immer wieder hab' ich mich gefragt: Worum geht's hier eigentlich?
                                            Der Rest besteht aus überdrehten Ampelmännchen-Figuren mit maßlos übertriebenen Ruhrpott-Klischees. Irgendwann hat mich das Ganze dann fast schon angeödet, auch wenn "Bang Boom Bang" zum Ende hin wirklich mal Fahrt aufnimmt und mit einer guten Schluss-Pointe in den (für damals originellen) "hangoverigen" Abspann entlässt.

                                            Dazwischen "gibbet" aber einfach zu viel Leerlauf, die lässigen Sprüche sind das einzig (eventuell) wirklich Kultverdächtige. Nur fühlt sich einiges davon an wie ein überlanger, unzusammenhängender Sketch.

                                            Klar, so eine Proll-Komödie will einfach nur unterhalten.
                                            "Datt is watt zu lachen, hömma!"
                                            Nur: "Datt is mir zu wenich, weisse?! Weisse Bescheidt!"

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                                              Ein gelungenes Sonntagabendvergnügend mit abgedrehten Charakteren, nicht mehr und nicht weniger aber mit das Beste was die Deutschen in Sachen "gelungen" überhaupt zu bieten haben !

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                                              • 7

                                                Muss schon sagen "Hut ab" ein guter Streifen aus deutschen Landen. Hab den Film schon ewig in meiner "to do Liste" und hab es dann endlich mal geschafft ihn hinter mir zu bringen. Doch es hat sich richtig gelohnt. Martin Semmelrogge als Schluckspecht und Ralf Richter als Knacki sind der Knaller. Schon die erste Szene mit Richter fand ich urkomisch. Dann noch Diether Krebs in seiner letzten Rolle...was will man mehr?? Ok der Film is manchmal ein wenig albern und die ein oder andere Wendung war vielleicht zu viel. Aber sonst gibt es nicht viel zu meckern!!

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                                                • 6 .5

                                                  Ich hab mich lange geziert, mir diese 90er-Gangster-Komödie aus deutschen Landen zu geben, aber am Ende hat sichs doch gelohnt. Sehr kurzweiliger Spaß mit vielen guten Ideen, die leider oft nicht zu Ende ausgespielt wurden, weshalb der Film bei mir einiges an Potenzial verschenkt. Vielleicht warens einfach zu viele Ideen für einen Film. Dennoch, ohne ein Fan dieses Ruhrpott-Humors zu sein, fühlte ich mich durch die kompletten 110 Minuten unterhalten - und konnte mich sogar mit der deutschen Machart anfreunden. Nur Til Schweigers Kurzauftritt hättes' nun wirklich nicht gebraucht, das war einfach nur trashig.

                                                  • 7 .5

                                                    Gangsterkomödie ausm Pott! Das macht schon deutlich mehr Spaß als irgendein graues Berlin-Drama. Geografisch und kulturell bin ich da natürlich durch meine Nähe auch voreingenommen, aber was soll's. Deutsche Abendunterhaltung, die sich munter bei Ritchie und den Coens bedient. Gerne mehr davon!

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