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Der Maschinist

The Machinist (2004), ES Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 11.11.2004


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7.3
Kritiker
62 Bewertungen
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7.6
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223 Kommentare
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von Brad Anderson, mit Christian Bale und Jennifer Jason Leigh

Der Maschinist Trevor Reznik (Christian Bale) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen – die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh) und die Kellnerin Marie (Aitana Sánchez-Gijón) – mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Albtraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen…

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Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Der Maschinist

_Garfield: Blogbusters

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7.0Sehenswert

[...] „The Machinist“ - die Bale-Show. Extreme method-acting trifft auf dunkelgraue Optik, Psycho-Studie auf verworrenen Thriller. Bale's Performance beschränkt sich nicht nur auf das körperliche, seine Augen sind schwarz, der Blick ist gequält. Er lässt das Essen stehen und wir sind in etwa den selben Qualen ausgesetzt wie sein Charakter Trevor Reznik. Handlung und Optik, Figurenkonstellation und auditive Untermalung, alles scheint dem walisischen Schauspieler untergeordnet. Der repetitive Score brennt sich unaufhörlich in mein Gedächtnis, in einer scheinbaren Endlos-Schleife verharrend, mehr als eine nervenaufreibende Tour de Force. Anderson geizt nicht damit, uns das Ergebnis einer strikten Abmagerungskur immer wieder vor Augen zu führen, den seelischen Bewusstseinszustand seines Protagonisten immer wieder visuell repräsentieren zu lassen. Wir sehen Bale sich selber im Spiegel erblickend, haben Angst er könnte jeden Moment zerbrechen. Er kotzt sich aus, opfert sich für seine Rolle bis zum letzten auf und präsentiert uns damit seinen bisherigen Karriere-Höhepunkt. [...]

Die Simplizität des Plots mag stören, ebenso wie das mehr oder weniger vorhersehbare Finale, das schlussendlich eigene Interpretationsansätze vollkommen überflüssig macht und das Geschehen schlüssig-plausibel abzuschließen weiß. Und tatsächlich verbaut sich „The Machinist“ damit vielleicht die Möglichkeit über den Abspann hinaus im Gedächtnis zu bleiben. Die Parallelen zu Lynch drängen sich dennoch auf, denn atmosphärisch erreicht Brad Anderson einige Male dessen Klasse, wenngleich er die Lynch'sche Komplexität vermissen lässt. Doch verlässt man erst einmal die rein narrative Ebene und hört auf sich über den Plot und dessen Vorhersehbarkeit als solchen zu echauffieren, erblickt man ein kleines Meisterwerk. Denn die eigentlichen Stärken von „The Machinist“ liegen nicht in seinem schon oft gesehenen Plot, sie liegen im Detail, in jenen Momenten in denen wir uns sogar körperlich beeinträchtigt fühlen, imstande sind uns über die filmischen Ebenen hinaus mit Anderson's Stoff auseinanderzusetzen.

Es geht über die technischen Aspekte hinaus, ja es geht selbst über Bale's Performance hinaus, es ist das enorme Identifikationspotenzial, dass „The Machinist“ inne hat. Mehr nervöser Fieber-Traum, als Realität, mehr unschönes Gefühl als bloßes Thriller-Kino. Eine cineastische Abhandlung über Schuld und Verantwortung, über das Wesen des Menschen, vor allem aber über dessen Psyche und den Abwehrmechanismus, der eintritt, wenn wir nicht mehr imstande sind, uns mit jenen Dingen zu konfrontieren, die uns irgendwann einmal an diesen Punkt geführt haben müssen. Was am Ende bleibt, ist jedoch vor allem eine herausragende schauspielerische Leistung und das Bedürfnis schlafen zu gehen, nachdem man sich etwas zu essen gemacht hat. Schmerzhaft, im besten Sinne.

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Sozionaut

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Der Kommentar so gut wie der Film!


_Garfield

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Schönen Dank euch beiden! :)


Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Das rechte Auge. Nicht ausgeruht seit über einem Jahr. Das linke Auge. Will sich einfach nicht endgültig schließen. Trevor Reznik kämpft sich von Tag zu Tag. Ohne Schlaf. Ohne wirklich etwas zu essen. Der gebrochene Mann, dessen Skelett präsenter als die Haut darum herum ist. Wer ist dieser Mann? Was ist geschehen? Ruhe. Nichts als Ruhe ersehnt er, ruhige Minuten in denen er Schlaf findet. Doch jemand will das nicht. Es scheint wie ein Fluch. Jeder verschwört sich gegen ihn, erst die Ruhe, dann die Mitarbeiter, dann die Welt. Etwas verfolgt ihn. Ein großes graues Monster. _ _ _ _ E R. Er kann sich davor nicht verstecken. Er muss sich auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Doch was er findet ist mehr als das. Es ist die Erfüllung.

Ein normaler Thriller oder ein seelischer Psychotrip? Ein akzeptabler Protagonist oder ein beeindruckender Antiheld? Eine dröge Erzählung oder eine atemanhaltende Geschichte? Bei „Der Maschinist“ kommt man ins diskutieren. Ein weiterer überflüssiger Streifen in diesem Genre oder etwas Besonderes? Ich komme auf zweiteres. Die Schwächen die der Film mit sich trägt sind nicht zu verstecken, vor allem das Ende leidet darunter das man viel zu schnell darauf schlussfolgern kann was hier los ist. Doch bleibt „Der Maschinist“ eine Reise in die krankhaft verzerrte Seele des Trevor Reznik. Minute für Minute, Schritt für Schritt geht man weiter in ihn herein, erforscht das was ihn von innen auffrisst. Viele kleine Details, Details die von mir aus noch kleiner hätten sein können, die gekonnt im ganzen Film verstreut wurden, deuten darauf hin. Der abstoßende Antiheld und sein Unterbewusstsein blicken dich an. Er, fragend. Das Unterbewusstsein, dreckig lächelnd.
Trevor Reznik. Ein Typ an den ich nur schlechte Gedanken zu vergeben habe. Christian Bale. Ein Typ den ich in meine Arme schließen möchte und den Oscar überreichen will. Er hat sich mit seinen vielen abstoßenden Rollen in mein Herz gespielt, das haben bisher sehr wenige geschafft. Für das nicht perfekte Drehbuch kann er nichts, doch er selbst ist über sich hinaus gewachsen.

Dieser Film spricht so gut wie jeden an, jeder hat so ein Monster in sich, nur manche können es besser verstecken. Zum Vorschein kommt es jedoch irgendwann immer. Diese Psychostudie, die auch einem selber helfen kann, verdeutlicht das.
„Guilty.“

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

sweetForgiveness

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Klasse! [3] (vielleicht schaffst dus noch bis zum Abitur :D)


the traveler

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Klasse! [3]


Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

Mit seiner ruhigen, befremdlichen Bildsprache und einer Musik, die deutliche Anleihen bei Bernard Herrmann macht, baut Brad Anderson ein beunruhigendes Szenario von beträchtlicher Sogwirkung auf. Das Geschehen und viele der Figuren sind so undurchschaubar, daß man anfangs durchaus Vergleiche zu den radikaleren Arbeiten der Herren Lynch und Cronenberg heranziehen kann. Leider gibt sich auch DER MASCHINIST den derzeit im Kino so beliebten "Wer bin ich?"-Spielchen hin und schließt das alptraumhafte Geschehen mit einer zwar schlüssigen und auch dramatisch wirkungsvollen, aber nicht sonderlich originellen und vor allem nur allzu realen Auflösung ab. Das Unklare, das Geheimnisvolle, das bei oben genannten Regisseuren die Hermeneutik so fordert, ist hier ebenso wenig vorhanden wie bei verwandten Beispielfilmen (etwa IDENTITY, HIDE AND SEEK oder THE I INSIDE). Das Problem von DER MASCHINIST, der sehr gut gespielt und auch gut gemacht ist, liegt ganz einfach in der schieren Existenz all dieser anderen Filme. Man kennt das alles so oder so ähnlich schon sehr gut und möchte sich eigentlich einem größeren Mysterium hingeben; sich einfach mehr fordern lassen. Dennoch ein sehenswerter, sorgfältig konzipierter Film mit sehr starken Momenten.

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

[...] Wer kennt folgendes Problem nicht. Wenn man ganz einsam und verlassen die Zimmerdecke bei Nacht anstarrt, man nicht mehr weiß, wie man seine Zeit im Bett vertreiben soll, wenn keine Frau mehr da ist, man jedoch so langsam, aber wirklich so ganz langsam müde vom ewigen starren Betrachten eines Zimmers aus der selben Perspektive wird, dessen Umrisse man bei eben jener Tageszeit nicht mehr eindeutig zu sehen vermag. Man hofft förmlich darauf, endlich seine langersehnte Ruhe in einem gesunden Schlaf zu finden, der aber nicht eintritt. Minuten vergehen, denn das rythmische, geradezu hypnotisierende Klicken des Minutenzeigers einer sich vielleicht im Raum befindenden Uhr geht unaufhörlich weiter. Stunden vergehen. Quälend lange Stunden. Die Augen werden schwer, die Lider senken sich allmählich herab, man denkt sich, dass man einschlafen will, einschlafen, einfach abschalten, sich in seine Träume wiegen, vielleicht sogar in seine Alpträume, doch vom endgültigen Schlaf kann immer noch nicht gesprochen werden. Es ist hoffnungslos. Es darf sich weiter im Bett gewälzt werden, es darf weiter gegrübelt werden. Was tun? Das obligatorische "Schafezählen"? Lesen? Fernsehen? Gesagt, getan. Die Pointe des Ganzen beläuft sich jedoch dahingegend, dass es einem nach mehrmaligen Anläufen und Omas bewährten Hausmittelchen immer noch nicht vergönnt ist, einzuschlafen. So geht der Kampf gegen den Schlaf in die nächste Runde. Die Rede ist natürlich von Agrypnie – Schlafstörung/Schlaflosigkeit. [...]

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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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6.5Ganz gut

Wie in Herk Harveys Klassiker "Carnival of Souls", der Elemente des Industriefilms mit klassischen Horrormotiven kombinierte, ist auch in "The Machinist" alles eine Frage der Perspektive. Die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmt von Szene zu Szene mehr. Brad Anderson spielt wahrhaft virtuos mit den Manipulationsmöglichkeiten des Kinos. Das ist ein Segen, aber auch ein Fluch. So atmosphärisch dicht "The Machinist" auch erzählt ist, seine Auflösung, die einzig und allein auf der Täuschung des Zuschauers basiert, muß letztlich eine Enttäuschung sein. Daran kann nicht einmal Christian Bales eindrucksvolles Spiel und sein an Selbstzerstörung grenzender Einsatz etwas ändern.

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isinesunshine: isinesunshine.de

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9.0Herausragend

The Machinist ist ein ausgesprochen guter Thriller mit einem erschreckend dürren, abgemargerten Christian Bale als Trevor Reznik von nichteinmal 60 kg (laut Post-Its im Film). Der Film ist extrem düster und unwahrscheinlich kalt - nicht zuletzt durch die (eis)blauen Farbtöne, in denen er daherkommt. Hier sieht der Zuschauer noch nicht einmal in einem Schweißer mit brennendem Arbeitsgerät etwas heißes, nicht einmal etwas warmes, sondern nur einen kühlen Fabrikarbeiter in trister Umgebung. Diese blassen Farben werden nur durch einen roten Thunderbird kontrastiert, der so den ganzen Film über irreal und deplatziert wirkt.

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Uwe Mies: Westdeutsche Allgemeine Zei...

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6.0Ganz gut

Der Film pirscht sich durch einen Kosmos der Verunsicherung, der viel bei Hitchcock und Polanski abkupfert, aber seine Geheimnistuerei um genau jene Spur überzieht, die die Auflösung enttäuschend banal ausfallen lässt. Stilverliebt ist dieses Fegefeuer um Schuld und Sühne unbedingt; stilbildend ist es nicht.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Eine unglaubliche Performance von Bale, die leider nur fast für die eher simple Story entschädigt

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Kommentare (215) — Film: Der Maschinist


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BernhardRiemann

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hab mich fast zu Tode gegruselt :o
Natürlich kann man dann im Nachgang hier bei Moviepilot dann Kommentare lesen, deren Autoren den Plot in den ersten 5 Minuten erahnt hatten und sich über fehlende Spannung beklagen. Typisch, ich freue mich schon richtig auf diese Kommentare, die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche *g*
Zum Glück bin ich nicht so abgeklärt und Filme wie dieser hauen richtig rein, allein könnte ich mir so etwas nie und nimmer anschauen, mit Unterstützung geht's grad so. Christian Bale sieht wahrhaft schrecklich aus, schon allein das gibt eine Gänsehaut, ganz zu schweigen von der Handlung. Wirklich krass! Und ich frage mich immer noch, was davon nun real (also im Film real) und was halluziniert war... Ist diese Fahrt mit der Geisterbahn tatsächlich passiert? Wozu hat der Typ Zehen an den Händen?
Heute nacht werde ich bestimmt schlecht träumen *gg*

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iris.gepunkt

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Bewertung9.0Herausragend

Selten hat mich ein Film emotional dermaßen gefangen genommen. Durchgängig eine extrem beklommene Stimmung, die mich auch lange nach Ende des Films nicht losgelassen hat. So was kann kaum ein Film, aber hier ist es quasi in Perfektion passiert.
Dazu ein tolles Cast mit einem herausragenden Bale und handwerklich schön gemacht.

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MaceWindu1998

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Maschinist ist ein klasse Thriller!
Mit unglaublichem Christian Bale! Der Mann bringt Opfer für die Schauspielerei!
Sehr spannend und mysteriös, und ein tolles Ende!

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Gabster

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Bewertung6.0Ganz gut

Stimmungsvoller, aber im Großen und Ganzen eher durchschnittlicher Thriller, dessen nette Schlusspointe zwar schlüssig aber nicht wirklich originell ist. Ein bisschen erinnerte er mich an Filme wie "The I inside" oder "Das Lazarus Projekt", auch wenn "Der Maschinist" durch seine düsterer Grundhaltung vielleicht ein bisschen länger nachwirkt. Christian Bale gibt sich hier sichtlich Mühe, hat aber schon einige Leistungen gezeigt, die weitaus besser waren, von ihm war ich etwas enttäuscht, auch wenn die Szenen zwischen ihm und Jennifer Jason Leigh wirklich schön waren.

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AlexanderDeLarge

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Bewertung7.0Sehenswert

Wäre Christian Bale nicht so verdammt dünn, er wäre Tyler Durden...

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galadrielcat

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Bewertung6.0Ganz gut

Einfach unglaublich, wie gruselig abgemagert Christian Bale in diesem Film ist. Das setzt der finsteren Stimmung des Ganzen die Krone auf. Aber leider kann die aufgebaute Mysterystimmung zum Ende des Films nicht mehr gehalten werden und verpufft am Schluss. Die Auflösung ist zu banal und lässt Fragen offen- viel verschenktes Potetial.

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Kevkev151012

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Bewertung6.5Ganz gut

Richtige Intentionen, falsche Umsetzungen durch den Regisseur.
Wie so oft, wird hier viel verschenkt.
Bale zeigt hier mal wieder das er bereitet ist alles für seine Rollen zu tun.
6,5 oder vielleicht 6 Punkte sind hier wohl angebracht. :)

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PuertoRican

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss ehrlich sagen, dass ich echt ein wenig sauer auf Brad Anderson, den verantwortlichen Regisseur bin. Der Maschinist hat eine überragende Story und richtig richtig gute Szenen bei denen einem der Schauer den Rücken runterlaufen könnte aber stattdessen die Wirkung ungenutzt verpufft. (SPOILER) Ich meine da gibt es die hammer Szene bei der die Uhr immer wieder zwischen den Sekunden springt, die wiederholte Entscheidung ob er nun "The Road to Salvation" oder "The Road to Hell" nimmt, es gibt einen unbekannten, unheimlichen Fremden, der wie es sich herausstellt, sein inpersonifiziertes schlechtes Gewissen ist. Allein Christian Bale spricht schon durch seine extreme körperliche Verwandlung um die Rolle möglichst authentisch spielen zu können für diesen Film (solche Schauspiler braucht man!) und trotzdem wurde ich nicht wirklich warm mit ihm und das obwohl psycho-thriller genau mein Ding sind. Mehrere Faktoren verhindern meine komplette Begeisterung die ich für diesen Film empfinden würde. Zum einen finde ich die Filmmusik einfach nur unpassend und tatsächlich sogar eine der Hauptgründe warum sich keine Spannung aufbauen kann, denn immer wenn ein Spannungshöhepunkt eingeleitet wird, wie zum Beispiel wenn er das erste mal den Post-It an der Kühlschranktür kleben sieht oder als er durch den unheimlichen Fremden bei der Arbeit abgelenkt wird wodurch dann letztendlich der Unfall passiert, ertönt die wirklich wirklich schrecklich unpassende Musik. Ich frage mich was sich der verantwortliche Komponist dabei gedacht hat! Ich kenne mich 0 mit dem Komponieren von auch nur irgendeiner Art von Musik aus aber selbst ich kann erkennen, dass es hier fehlgeschlagen ist. Mich stören vor allem die tiefen Töne die vorherrschen. Es hat mir jedes Gefühl von Anspannung genommen, es hat mich eher entspannt, keinerlei Emotionen in mir hervorgerufen und das finde ich scheiße. Ich könnte wirklich heulen weil die Idee des Films so genial ist und die Besetzung auch einfach nur Gold wert ist und nichts daraus gemacht wird. Da ist ein Budget von 5 millionen Dollar und die Spannung fehlt. Naja, der nächste Punkt der mich furchtbar enttäuscht hat war die Geisterbahnfahrt, weil hier zu viel verraten wurde. Nach dieser Szene konnte man sich schon zu viel selbst zusammen reimen. Anderson hat zu viel vorweg genommen. Es gab danach nicht mehr viel Spannung, weil man einfach schon zu viel gezeigt bekommen hatte. Ich meine alles war zu offensichtlich. Spätestens als man den Gehängten sah wusste man bescheid und als das Ende dann kam hab ich sofort gedacht "War ja klar...". Und genau das darf meiner Meinung nicht passieren. Weiterhin finde ich, hätte man bei der Lichtstimmung konsequent sein sollen. Diese Kunststoffleuchtenatmosphäre die man am Anfang vom Film immer gesehen hatte, gab dem Film einen ganz eigenen Flair, eine eigene Atmosphäre die perfekt gepasst hat. Sie hat die Schlaflosigkeit, das Ungesunde, den Beruf des "Maschinisten" perfekt symbolisiert und auch die Nachtaufnahmen in der heruntergekommenen Wohnsiedlung waren stilbewusst dem Image des Films wie maßgeschneidert. Die Außenaufnahmen bei gutem Wetter jedoch haben das alles kaputt gemacht wenn man mich fragt. Meiner Meinung nach wäre es viel authentischer gewesen die besagten Szenen irgendwie künstlich zu verändern, sodass die kalte Lichtstimmung in der Fabrik irgendwie kopiert wird oder komplett auszulassen. Dabei macht es auch nichts wenn das Ganze irgendwie nicht ganz real wirkt, denn das ist es ja auf die eine oder andere Weise auch nicht. Geil wäre es vielleicht sogar gewesen hätte man noch ein leichtes Flackern oder ähnliches mit rein gebracht. Wie dem auch sei, der letzte Punkt wäre noch, dass ich mich zu wenig in die Psyche von Trevor Reznik hineinversetzt gefühlt habe. Da sich die ganze Geschichte letztenendes aber um genau diese dreht frage ich mich einfach warum Anderson nicht mehr von Reznik´s seelischer Verfassung gezeigt hat. Direkt nach dem Unfall wäre zum Beispiel ein guter Zeitpunkt um alles kurz zu vertiefen, aber stattdessen wird nur minimal kurz Christian Bales geschockter Gesichtsausdruck gezeigt und dann noch, dass er wegfährt. Ich finde die Idee, dass er, weil er sich das selbst nicht verzeihen kann, die ganz Geschichte verdrängt und dadurch eine akute Schlafstörung bekommt sowie die Halluzination die sein schlechtes Gewissen verkörpert und ihn wortwörtlich "quält", einfach nur logisch und sehr klug. Denn so funktioniert die menschliche psyche nunmal. Leider wird mir als Zuschauer zu wenig Reznik´s emotionale Lage greifbar gemacht. Ich fühle nicht mal im Ansatz wie schrecklich er sich fühlen muss und deshalb nimmt es mich auch nicht mal im Ansatz mit als am Ende alles aufgedeckt wird. Es bleibt mir einfach zu gleichgültig, weil ich nicht mal irgendeine Emotion empfinde. Das krasse Gegenbeispiel bildet hier meiner Meinung nach "Shutter Island", der es einfach versteht den Zuschauer mit in die Spiralle des Wahnsinns der menschlichen Psyche zu entführen und es einem auch greifbar zu machen was in dem Protagonisten vorgeht.

Mehr als Sehenswert und tatsächlich noch etwas darüber hinaus (hauptsächlich weil ich von einigen Szenen sehr inspiriert und fasziniert bin) geht es bei diesem Film leider nicht. Bedauerlicher Weise

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errorSource

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Bewertung9.0Herausragend

Ein klein wenig verschenktes Potenzial.
Die Leistungen die Bale und der restliche Cast liefern sind sehr überzeugend, wobei die Handlung eher dünn und unnötig wirr bleibt.

Morbide finde ich die Besessenheit mancher Schauspieler. Der Dark Knight hat sich im wahrsten Sinne geopfert für diese Rolle.
Jedoch sollte mit Talent und Können überzeugt werden, nicht mit der Bereitschaft zur Selbstzerstörung. Alles in Allem stimmt das Verhältnis zwischen Spannung und Mystery, zum absoluten Favoriten meinerseits fehlte aber der Moment wo ich überrascht wurde.

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RoboMaus

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Bewertung5.0Geht so

Irgendwie komme ich mit den spanischen Mystery-/Psychofilmen nicht zurecht. Das ist für meinen Geschmack im Aufbau viel zu langatmig, ähnlich wie bei 'Timecrimes'. Bevor man an das Ende kommt, wirkt der Plot wie eine Aneinanderreihung von kleinen, mehr oder weniger belanglosen Episoden, was die Bildung eines Spannungsbogens verhindert. Nach etwas über der Mitte dachte ich schon daran, die DVD auszuwerfen. Am Schluss ergibt dann natürlich alles einen Sinn, aber diese Erkenntnis ist hart erkämpft. Dass man für sein schlechtes Gewissen oder verdrängte traumatische Erlebnisse irgendwann bezahlt, war mir allerdings auch schon vorher bekannt. Wirklich überzeugend ist hingegen die schauspielerische Leistung von Christian Bale, der sich für diese Rolle quasi geopfert hat und sie unnachahmlich spielt.

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VajaJukic

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Bewertung9.0Herausragend

Ich find ihn toll, schlichtweg genial! Bale's Leistung einfach der Wahnsinn!

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Louis Cyphre

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Bewertung6.5Ganz gut

Habe ich dann endlich auch mal geschafft. Kam bei mir überhaupt nicht an. Das Schauspiel von Bale war mir dann doch etwas zu dünn. *g* Ich hatte ständig diesen widerlichen (Ab)Kupfer-Geschmack von Lynch und "Fight Club" im Mund und habe bei den Toilettenpausen auch nicht auf Pause gedrückt.
Hatte ich mir mehr von versprochen.

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mrdo

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Bin ganz deiner Meinung. Der Film kommt mir vor wie ein Mix aus "Memento" und "Fight Club".


Amarawish

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Bewertung7.5Sehenswert

Verwirrung pur, originelle Story ung gute Darstellung von Bale.
Sehenswert.

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splattiboy

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Bewertung7.0Sehenswert

Gute Story, noch bessere atmosphärische Darstellung und unglaubliche schauspielerische Leistung ( auch auf körperliche Leistung bezogen). Aber leider zu vorhersehbar. Vorher zu wissen was da vor sich geht,nimmt leider die Spannung. Deswegen "Nur" ein " sehenswert "

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DeutschePraezision

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Bewertung7.5Sehenswert

Interessanter Film.

Spoiler:
Man denkt die ganze Zeit das er nen "Mörder" ist (Blut im kühlschrank, im Teppich die "Leiche" ), dann wendet sich das Blatt komplett, man bekommt Mitleid mit ihm, denkt er befindet sich in einer Verschwörung und zum Schluss ist er doch der "Mörder". (Aber halt ganz anders als vermutet)
Ein Film, der eine gute Poente hat und wertvolle Informationen fürs Leben enthält. (Verdrängung funktioniert nicht z.B)

Mir hat eigentlich alles gefallen, ich habe auch noch 15 Minuten nach dem Film die ganze Zeit gegrübelt und versucht alles zu begreifen was ich da gesehen hatte. (was ja dann auch funktionierte).

Komisch fand ich bloß, dass er volle Kanne vom Auto überfahren wurde, gleich wieder aufstehen konnte und wenig später sogar wieder gerannt ist.

Fazit:
Supi Film, echt sehenswert!

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metroid82

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Bewertung9.0Herausragend

Hammer geiler mystery streifen und wie ich finde eins der besten christian bale Filme!!

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kay.fleeks

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr schön gespielt. Der Leidensweg des Protagonisten wurde überzeugend dargestellt. Schöne Botschaft und das Ende war in seiner Gesamtheit gelungen.

Gehört definitiv zu einem meiner Lieblingsfilme, dafür 8,5 Punkte.

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mjk

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Bewertung7.5Sehenswert

Toll geschauspielert, und Respekt an Bale, fürs Abnehmen, und dann wieder trainieren, für "Batman Begins"

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Brainybab

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Bewertung6.0Ganz gut

Schon von Anfang an ist einem klar: es stimmt etwas nicht. Z.B. wäre ein Mensch nach einem Jahr ohne Schlaf bereits tot, sein Körper würde sich selbst vergiftet haben. Trevor müsste also wenigstens ab und zu geschlafen, das aber geleugnet haben. Es stimmt also offenbar mit seiner Wahrnehmung etwas nicht.
Worauf das aller Wahrscheinlichkeit nach hinausläuft, ist also fast von Vornherein klar. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Ich hatte nichts von dem Film erwartet, dachte sogar, er würde nicht mein Ding sein. Zum Glück habe ich mit getäuscht. Ein gut gemachter Film, dem es gelungen ist, mich zu fesseln. Einmal sehen reicht mir allerdings.

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mjk

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Ich stimme dir fast komplett zu, nur das mit dem "einem Jahr ohne Schlaf" stimmt, meiner Meinung nach, nicht so ganz. Zu sagen, dass man ein Jahr nicht geschlafen hat, ist wie wenn ich sage "Ich konnte heute Nacht nicht schlafen". Natürlich habe ich dann irgendwann mal für zu mindest eine kurze Zeit meine Augen geschlossen und konnte schlafen, und so habe ich es auch im Film interpretiert. Und jede Nacht (oder alle paar Nächte) mal kurz zu schlafen, reicht glaub ich um zu überleben.


Brainybab

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klingt plausibel. danke


Tj.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unsere Augen fixieren den schwarzen Schirm. Finstere Bilder und doch können wir die Augen einfach nicht verschließen. Leblos kauern wir derweil, versuchen unsere Fesseln zu entfernen. Unlösbar. Das Universum um uns wird unscharf, die Wirklichkeit möchte uns entgleiten. Die sanften, betäubenden Töne erschlagen uns. Die Schmerzen pflastern sich einen düsteren Pfad durch unseren Körper. Man möchte schreien. Doch wir sind unvernehmbar. Unser Schöpfer schuff Filme wie diesen, um Qual von Schmerz, Schlaflosigkeit von Müdigkeit und Uns von Tieren zu unterscheiden. Sichtbar für uns alle. Wir müssen nur die Augen öffnen. Und ich bin baff.

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