Born to be Blue - Kritik

Born to be Blue

GB/CA · 2015 · Laufzeit 97 Minuten · FSK 12 · Musikfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 7

    Zusammengehalten wird die Stilübung in Kinobildern von Ethan Hawke, der als Schmerzensmann des Jazz eine künstlerische Passionsgeschichte aufführt.[Stefan Benz]

    • 7 .5
      DiePresse.com 09.06.2017, 10:12 Geändert 09.06.2017, 15:44

      Das würdige Biopic Born to Be Blue zeigt [Ethan Hawke als Chet Baker] am Scheideweg zwischen Virtuosität und Verfall. [Samir H. Köck]

      • 7

        Ethan Hawke verkörpert das Knorrige, zugleich äußerst Fragile und Autodestruktive an Baker mit angemessen minimalem Spiel. [Tim Caspar Boehme]

        • 7

          [Das High von Born to be Blue] ist die Performance von Hawke, die Illusion einer kausalen Erklärbarkeit von Schönheit aus überwundenen Krisen. [Jan Künemund]

          • 7

            Der krasse Wechsel zwischen Höhenflügen und Niederschlägen ergibt sich aus einem Mix von biografisch belegten und fiktiven Szenen. Die dünnhäutige Psyche des Künstlers ist kaum auszuhalten, so schmerzt schon das Zusehen. [Günter H. Jekubzik]

            • 6 .5

              Wer die dramaturgisch aufgepeppte [Filmvariante des Lebens von Chat Baker] mit einigen belegten Schlüsselszenen und anderen hinzugedichteten bevorzugt, ist bei "Born to be Blue" genau richtig. [Bettina Peulecke]

              • 6 .5

                [Born to be Blue] kommt dem Trompeter, einem der einfühlsamsten und genialsten aller Zeiten, so nahe, wie es kaum eine Dokumentation schafft. [Max Trompeter]

                • 7

                  „Born to Be Blue“ erzählt mal realitätsgetreu, dann wieder sehr fiktionalisiert von dem Comebackversuch Chet Bakers in den 60ern. Zwischen Drogen und Kunst entsteht so das Porträt eines Mannes, der immer auf der Suche war, aber nur selten irgendwo ankam. Der Fokus liegt zwar etwas zu stark auf der Romanze, dennoch ist das melancholisch-impressionistische Biopic sehens- wie hörenswert.

                  • 6

                    Je stärker man sich von [Hawkes intensivem Spiel] berühren lässt, desto betrogener fühlt man sich am Ende, wenn man versteht, das Born to be Blue mit all seinen virtuos gebrauchten filmischen Mitteln das Verhältnis zwischen Kunst und Leben, Dichtung und Wahrheit nicht erhellt, sondern verstellt. [Jens Balzer]

                    • 7

                      Mit unglaublicher Intensität verkörpert Charakterdarsteller Ethan Hawke [...] diesen tragischen und faszinierenden Musiker. [Luitgard Koch]

                      • 6

                        1966 befindet sich Chet Baker am Tiefpunkt seines Lebens und seiner Karriere. Ein Angebot aus Hollywood und die Liebe einer Schauspielerin könnten ihn retten. Der kanadische Regisseur Robert Budreau imaginiert in »Born to be Blue« die Renaissance des Jazzmusikers als stimmungsvolle, brüchige Montage von Vergangenheit und Gegenwart, von Glanz und Abglanz. [Gerhard Midding]

                        • 7

                          [...] Befreit von jedweden formelhaften BioPic-Zwängen und abseits des krampfhaften Hausierens mit lexikalischem Wissen findet Born to Be Blue seine Kompetenz in der Beschreibung eines Menschen, der vom Sonnenaufgang träumen durfte, aber dem Sonnenuntergang verfallen war. In den Tiefen des Drogensumpf wartet die traurige Wahrheit hinter der prominenten Fassade: Chet Baker wünschte sich nichts mehr als zu spielen, seine Abhängigkeit von synthetischen Betäubungsmitteln aber zerschlug ihn mehr und mehr. Eigentlich wollte er doch nur den Schmerz stillen, um sich Glanz und Gloria hinzugeben, letztlich jedoch war er selber der Urheber seines Schmerzes und Schuld daran, nicht nur aufgrund seines Könnens berühmt-berüchtigt zu werden, sondern wegen seiner eigenverschuldeten Auftritte als zerfurchtes Wrack. Born to Be Blue intoniert ein Lied des Scheiterns; ein Scheitern an sich und der Welt. [...]

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                          • 8

                            Born to be Blue ist eine harte und kompromisslose Interpretation der Jazz-Legende, wobei sich ein nie besserer Ethan Hawke hier schonmal als Bester Darsteller empfiehlt. [Liz Beardsworth]

                            • 5

                              Budreau hat eine offensichtliche Zuneigung für Baker und bestimmt die tragische Schwäche des Musikers als den Glauben daran, dass Heroin sein Talent steigern würde. [...] Aber seine Variation des Themas Chet Baker spielt sich nicht als inspirierte Improvisation ab, sondern siedelt sich stattdessen an im altbekannten Groove eines Erlösungsmelodrams. [Serena Donadoni]

                              • 7

                                In Ethan Hawkes exzellenter Darstellung wird das glamouröse Mysterium zu einem glaubwürdigen, wenn auch armseligen Charakter, der nur für zwei Sachen lebte: Die Trompete und das Heroin. [Stephen Holden]

                                • 7

                                  Indem Regisseur Budreau in Anspruch und Ausmaß seines Films bescheiden bleibt, sollte Born to Be Blue gleichermaßen bei Baker-Fans wie auch bei Neulingen Anklang finden. [Noel Murray]

                                  • 6

                                    Den Hauptdarstellern Ethan Hawke und Carmen Ejogo schaut man gerne zu und auch die sexuelle Chemie zwischen den beiden stimmt. Doch insgesamt ist Born To Be Blue zu flach und wirkt eher wie ein Fernsehfilm: Zu sauber, zu heiter und als Kostümdrama zu perfekt. [Stephen Dalton]

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                                    • 7 .5

                                      Robert Budreaus Born to be Blue ist ein interessiertes, erfrischendes Biopic, das verständlich macht, was für Baker Charisma bedeutete und wie es funktionierte. [Sheila O'Malley]

                                      • 8

                                        Ethan Hawke liefert im Nicht-Chet-Baker-Biopic Born to be Blue eine der besten Darstellungen seines Lebens ab.