"Der Film handelt von unserer Kultur der Angst und wie unsere Angst uns zu Gewaltakten auf häuslicher und internationaler Ebene führt", sagt Moore, der bekennender Waffengegner ist und in seinen Schlussfolgerungen keinen Hehl daraus macht. Trotzdem ist es ihm gelungen, die Position des überheblichen, moralischen Besserwissers zu vermeiden. Die Hauptarbeit leisten die Waffennarren selbst
Der übergewichtige Spin-Doctor hat wieder zugeschlagen. Wer auf eine wilde Aneinanderreihung von "Fakten", die typische Tränendrüse fordernde Konfrontation mit den "Bösen" und den zufrieden-ironischen Unterton des Moneymakers Moore steht, wird bestens bedient.
Ich weiß, dass micael moore nicht objektiv genug an seine themen rangeht, und trotzdem gucke ich seine dokumentationen gerne. Die Satiere macht es, dass auch Leute gefallen an seinenFilmen finden, die nicht gleicher Meinung mit hm sind. In manchen Punkten liegt Moore außerdem vollkommen richtig!
Schuldige, für die Gewaltbereitschaft der amerikanischen Jugend:
- Zornerfüllte Heavy-Metal-Subkultur
- Die Eltern
- Gewaltfilme
- South Park
- Videospiele
- Fernsehen
- Entertainment
- Satan
- Cartoons
- Die Gesellschaft
- Drogen
- Schock-Rocker Marilyn Manson
Wieso sagt keiner von den sogenannten 'Experten', dass niemand anderes, als die geistige Behinderung des kompletten amerikanischen Volkes und den daraus resultierenden zu lockeren Waffengesetze daran schuld sind?!
Wieso hat sich selbst knappe 10 Jahre nach der Dokumentation und den schrecklichen Ereignissen nichts daran geändert?!
Ganz einfach, die Amerikaner sind nun mal so, wie sie sind. Grenzdebil, rassistisch, psychopathisch und dumm. Und für diese ganz besondere Form der Dummheit gibt es eben kaum ein Heilmittel.
Der einzige normale Typ, der in dieser äußerst zynischen Dokumentation zu Wort kommt, ist eben der gewaltverherrlichende, psychopathische, fleischgewordene Satan Marilyn Manson, der klipp und klar sagt, was Sache ist.
Und man kann von Charlton Heston halten was man will. Als Schauspieler mag er vllt. die ganz große Nummer gewesen sein, aber als Mensch war er unten durch.
Wo sind solche Leute wie John Dillinger, wenn man sie mal braucht?
Konto eröffnen. Gewehr bekommen. Bank überfallen. Problem gelöst.
Würd dir insgesamt recht geben, find nur die Verallgemeinerung,dass alle Amerikaner so sind etwas fragwürdig. Gibt ja auch den ein oder anderen netten ;)
Die 'Netten' (Apropos, nett ist der kleine Bruder von Scheiße :D) stellen aber nur die Ausnahme der Regel dar und sind deswegen nicht wirklich erwähnenswert.
Man kann ja ohne Frage gegen das System sein, find Amerika auch nicht so spitze, aber es auf (fast) alle Amerikaner zu schieben find ich schon ungerecht
@ alexandrasmovie: Ich handhab das so, wie es die Alliierten früher gemacht haben, die meinten, dass alle Deutschen Nazis sein. Das hat nicht gestimmt.
Im Gegenzug eben meine Wenigkeit, die sagt, dass alle Amerikaner dumm sind. Dies mag jetzt zwar nicht auf alle Amerikaner zutreffen und, wie du meinst ungerecht sein, aber Statistiken, Volker Pispers und die Nachrichten geben mir recht.
Wenn dann sind die Amerikaner aber nicht dumm geboren, sondern durch eine falsche Erziehung/Gesellschaft so geworden. (zB das Schulsystem halte ich da auch für etwas fragwürdig)
Außerdem hat das Ende des Films meine These, dass wirklich alle Amerikaner dumm seien zum Teil revidiert.
Als z.B. der Vorstand von 'K-Mart' beschloss, keine Munition mehr zu verkaufen. Ich schreibe bewusst 'zum Teil', weil es eben unverantwortlich und dumm war, überhaupt Munition und zu Anfang auch Gewehre in einer normalen Warenhauskette zu verkaufen.
Anti-Amerikanismus im Sinne von "Ich mag keine Amerikaner" IST rassistisch, weil er sich nicht gegen eine politische Ideologie, ein System oder eine Organisation richtet, sondern eine Ansammlung von Menschen, die nicht viel gemeinsam haben, außer dass sie im gleichen Land leben. Und die gleichen Leute heulen dann rum, wenn irgendwelche Amerikaner ohne Schulabschluss meinen, wir würden alle auf Hitler abfahren.
Die amerikanische Gesellschaft wird einfach noch stärker von Arschlöchern dominiert als bei uns. Wir sind auch nicht alle Sarrazin-Fans.
@ Punsha: Die Auflistung stammt aus dem Film. :D
@ Ichundso: Also, wenn ich schreiben würde, dass die momentan dort herrschende 'Teaparty-Bewegung' in meinen Augen nichts anderes als die Reinkarnation des Ku-Klux-Klans ist und ich den Republikanern allesamt das geben will, was sie verdient haben, dann richtet sich mein Anti-Amerikanismus doch gegen "eine politische Ideologie, ein System oder eine Organisation". Und genau dagegen richtet sich mein derzeitiger Anti-Amerikanismus.
Vorher war es der Irakkrieg und davor war ich einfach zu jung und hatte von all den Sachen keine Ahnung.
Also, mein Anti-Amerikanismus ist nicht rassistisch, nicht oberflächlich, sondern begründet. Die Begründung liefern mir die täglichen Nachrichten aus den USA.
Die Tea-Party-Bewegung ist in der Tat das Schlimmste, was dem Land und vielleicht der Welt passieren konnte, aber ich muss wohl den offiziellen Aufruf verpasst haben, bei dem sich sämtliche US-Bürger dazu bekannt haben. Wo hat die Occupy-Bewegung ihren Anfang genommen? Wo regiert zur Zeit vollkommen gegen die Traditionen ein schwarzer Präsident?
Das heißt, du schreibst "Amerikaner sind scheiße" und meinst "Der Teil der Amerikaner, der scheiße ist, ist scheiße". Amerika ist nicht nur Tea Party. Im Gegenteil, die Tea Party ist eine verdammte Gegenbewegung, weil sie die Richtung nicht mögen, in die die Politik sich entwickelt.
In welche Richtung entwickelt sich denn bitte die Politik?
Obama ist Präsident, ja. Nur, für wie lange denn noch? Meinst du, er wird wiedergewählt?
Und was hat er erreicht? Friedensnobelpreis bekommen, für das, was er versprochen, aber bisher nicht wirklich umgesetzt hat. Es herrschen immer noch Kriegszustände in Afghanistan und neue Spannungen zwischen USA und dem Iran.
@Kreazo Es geht doch hier gar nicht um das System und die Politik sondern nur um die Aussage, dass du die Eigenschaften auf die amerikanischen Bürger überträgst. Ich fänds auch nicht toll,wenn ich mit der NPD gleichgestellt werden würde.
[Ich wollte mit meinen Formulierungen genau das erreichen, was Moore mit 'Bowling For Columbine' erreicht hat und zwar zu polarisieren. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir das besser gelungen ist, als erwartet. Und ich mit so einer massiven Gegenresonanz nicht gerechnet habe.
Aber es macht Spaß zu sehen, dass die Moviepilotcommunity nicht auf den Kopf gefallen zu sein scheint.]
Wie sinnig, zu schreiben, die Amerikaner seien [u.a.] rassistisch, und gleichzeitig diese zu hassen und als dumm darzustellen. Sorry, absolut kein Verständnis.
[Natürlich hast du in Ansätzen recht, aber ich stimme da 'Ichundso' zu.]
@Kreaexo
Nicht dass du mich falsch verstehst, ich bin auch gegen Amerika's Politik, System, Regierung usw...nur halte ich es, wie Ichundso (HA, ohn Anführungszeichen!) für falsch, das auf ein Volk zu verallgemeinern. Klar so weit? :D
Damals als "Bowling for Columbine" noch ganz neu in die Kinos kam und meine Wenigkeit noch jung und weitaus stärker politisiert war als heute, da war diese "Doku" was ganz Tolles.
Heutzutage reicht ein Blick auf irgendeine zweitklassige Antifantenwebsite um zu erfahren wie dumm die Amis, wie böse die Unternehmer und wie schlimm lockere Waffengesetze sind. Das muss man nicht auf 2 Stunden Dauerpolemik ausweiten, von den gefakten Szenen und fragwürdigen "Fakten" ganz zu schweigen. Nicht noch einmal bitte!
Ja aber ist das ein Grund den Film schlecht zu bewerten? Ich hätte es ja verstanden wenn der Film aus dem Jahr 2011 kommt, aber wie du schon geschrieben hast, ist der Film von "damals". Und so sollte man ihn deshalb bewerten.
Dass Satire alles darf, ist nicht neu und diesen Grundsatz werde ich verteidigen, auch bei Werken, die nicht meine Zustimmung erlangen.
Darf Michael Moore ein solches Ereignis nutzen, um seine Platitüden in die Welt zu posaunen? Ja, natürlich. Und er klagt einiges an, was anklagenswert ist. Läßt dabei aber auch sicher genausoviel außen vor. Beleuchtet einseitig, selektiv und stellt Situationen ganz nach Belieben.
Einmal mehr beraubt er sich eines Großteils des bissigen Potentials, das er auffahren könnte.
Es könnte so unterhaltsam sein, es könnte so gefährlich sein. Aber so bleibt an positiven Dingen letzten Endes nur sein gelungener Angriff über den Aktionismus der Medien übrig (hinsichtlich der Manson-Debatte), aber auch der trägt einiges an unfreiwilliger Ironie in sich, da ja "Bowling for Columbine" gleichermaßen Teil dieses Aktionismus ist.
Bei aller Berechtigung, die einigen von Moores Intentionen innewohnt (beileibe nicht allen), sind seine filmischen Plädoyers dafür zu oft zahnlose Werke, die sich selbst das Potential wegschnappen und mich letzten Endes nur langweilen, unerheblich, wie gern ich mit manchen seiner Ideen sympathisieren würde.
Meiner Meinung nach geht Michael Moore viel zu aggresiv vor, da ist es teilweise verständlich wenn die Leute nicht reden wollen. Doch der wohl größte Kritikpunkt dieses Filmes liegt darin das der Film einfach nicht objektiv ist. Es werden lauter negative Dinge über irgendwelche Leute oder Firmen gezeigt, ohne dabei auch auf andere Dinge einzugehen. Der Film ist einfach zu Subjektiv.
Dennoch sehr Interesant, aufjedenfall Sehenswert (Außer man ist sehr leicht zu beeinflussen)
Ich finde es wichtig sich auch mal mit der Problematik der Waffenkultur in den USA zu beschäftigen. Moore hat zwar seine ganz eigene Weise wie er das ganze Darstellt und wie er die Botschaft rüber bringen will. Aber sie kommt an! und das ist das wichtigste.
Mir jedenfalls hat der Film einige interessante Dinge aufgezeigt.
Ein Dokumentarfilm bzw. eher ein Plädoyer gegen den Waffenkult (in der USA). Auch wenn das ganze natürlich ziemlich plakativ von Moore in Szene gesetzt wurde, finde ich sehr gut das es jemand gibt wie ihn der ein solches Thema anpackt....!
Nur mal so:
Zu dem Thema hab ich neulich "Das Urteil - Jeder ist käuflich" gesehen... Der Film hat zwar keine autobiografische Handlung, aber ich fand den trotzdem sehr spannend und interessant ;)
"Auf eines kann man sich immer verlassen: Auf die Angst der Weißen vor dem schwarzen Mann!" Meine erste Michael Moore Dokumentation hat mich doch erschüttert. Bereits nach den ersten 10 Minuten, als Moore ein Konto eröffnet und dafür eine Knarre umsonst bekommt, kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen: Sind die wirklich so naiv oder tun die nur so?! Bei den Statistiken kann ich ja glatt froh sein, dass ich während meiner Aufenthalte in den USA nicht über Haufen geschossen worden bin! Sicher zeigt Moore hier die krassesten Beispiele von Menschen auf, aber schließlich kann man nur mit dem Holzhammer auch die Masse aufwecken. Richtig stark fand ich die Aktion mit den beiden Schülern der Columbine High School und K-Mart, immerhin ein kleiner Punktsieg gegen die Waffen-Nation. Auch Marilyn Mansons Aussagen standen im Kontrast zu seinem Outfit – beeindruckend. ;-) Ich glaube, ich werde in den nächsten Tagen mal wieder Bowlen gehen…
Michael Moore macht das auch alles nur wegen der Aufmerksamkeit und wegen dem kommerziellen Erfolges!
Viel zu viel ist hier gefaked um diese Doku wirklich als eine Art Bild der "Waffen-Nation" zu sehen.
Und meine Amerika Erfahrungen haben ebenfalls mit diesen Bildern hier 0% gemeinsam.
@shade1593: Meine Erfahrungen haben mir leider gezeigt, dass die Amis ihre Heimat, ihre Army und ihre Waffen lieben.
Es ist richtig, dass das nicht überall so ist, aber besonders in Texas habe ich dieses Phänomen beobachten müssen.
Michael Moors Selbstdarstellung als morderner Moralmessias klingt auch in "Bowling for Columbine" nicht ab. Er benützt seine altbewährten Mittel aus dem Handbuch für Dokumanipulation um den Zuschauer aufzurütteln und gewisse Missstände an den Pranger zu stellen mal wieder äußerst effektiv.
Inhaltlich ist "Bowling for Columbine" allerdings um einiges wertvoller als "Fahrenheit 9/11" und Konsorten, da sich Moore diesmal nicht inhaltslos in irgendwelchen Verschwörungstheorien verliert und nebenher noch für den Extremliberalismus wirbt, sondern immerhin mit belegbaren Zahlen auftritt die auch der redegewandteste NFA-Vorsitzende nicht widerlegen kann. Man hat hier seltener das Gefühl, dass Moore sich mit billigen Tricks und Fantasieanwandlungen das zurechtbiegen will, was er gerne vermitten würde, auch die Interviews sind im Großen und Ganzen vertretbarer und objektiver als man es vom dicklichen Apostel gewohnt ist.
Doch auch bei diesem Streifen entpuppen sich Schwächen mit der jede Dokumentation zwangsläufig zu kämpfen hat:
Der Zuschauer hat keinerlei Beweise für die Relevanz und Korrektheit der "Fakten" der Regisseur serviert.
Abgesehen davon kommt "Bowling for Columbine" mit den Schwächen um die Ecke, die wohl Moore-spezifisch sind, denn solche dreisten Methoden hat weder Al Gore noch Bill Maher noch sonstwer drauf.
Da rennt er schon gerne Mal mit zwei Amoklaufopfern im Anschlag in einen Supermarkt in dem die tötenden Kugeln gekauft wurden und macht dort mal so richtig die 400-€-Aushilfe für das Leid der Welt verantwortlich.
Am nächsten Tag bringt er noch die komplette Presse mit, damit genau die ihm helfen, gegen die er diverse Szenen vorher noch vehement ins Feld gezogen ist und die er später auch wieder als Mittäter für die Sozialverschrottung darstellt.
Und bei aller Kapitalismusfeindschaft vergisst man ganz gerne, dass Michael Moore trotz Schmuddellook an seinen Sozialkritikergüssen auch nicht schlechter verdient als die verhassten FOX-News oder diese üblen "Wirtschaftssünder".
Trotz seiner üblichen Makel ist Moore diesmal auf dem vollkommen richtigen Weg. Bei den amerikanischen Konservativen ist was im Busch, das ist mit der möglichen Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump mal wieder überdeutlich. Ein ätzender Amerikanismus hat sich breit gemacht. Der Stärkere überlebt, das wusste auch schon Darwin, doch Lösungen hat selbst Michael Moore nicht im Repertoire.
Nur verstehe ich nicht so ganz, weshalb du einerseits mit dem rundlichen Gnom recht hart ins Gericht gehst, aber dennoch stattliche 7 Punkte locker machst!?
@chaos: Nunja er ist mir einfach unsympatisch und hat dramaturgisch einiges aufm Kasten, was ihm als Regisseur an sich vielleicht Punkte bringen würde, als Dokumentationsmacher allerdings völlig daneben ist...
Die 7 Punkte gibts schlichtweg für die Aussage des ganzen Films. Ich persönlich schüttele mit dem Kopf wenn ich diese ganzen subelitären Dorffritzen mit ihren Schrotflinten sehe, die jeden Eindringling, sei der es der Postbote oder die Zeugen, nach dem Motto "Get off my property!" mit 6 Kugeln von ihrem hochheiligen Besitz jagen. Und genau auf dem Gebiet hat Michael Moore recht, die Medien polarisieren natürlich. Und wenn einem mittelständischen Texaner von ABC o. Ä. gepredigt wird, dass er erstens seinen Besitz verteidigen darf und zweitens ein uneingeschränktes Waffenbesitzrecht genießt, dann macht er davon auch 100%ig Gebrauch. Und dann wundert mich eine Zahl von über 10000 Ermordeten auf amerikanischem Gebiet jährlich nicht mehr groß...
Grundsätzlich hat die Doku was, aber halt dermaßen megafett und einseitig aufgetragen, dass ich daher halt nur schwer verstehen kann, dass der Bengel solch einen Anklang findet.
Aber nun denn, jedem das Seine... ;o)
Naja, die Sache ist nunmal die. Wenn ein halbwegs authenitischer Konservativer einen ähnlichen Film drehen würde, dann hätte das nunmal die Attitüde von einem Werbefilm für die Army. Viel Patriotismus wo er nicht hingehört...
Dass Moore in die Gegenrichtung startet, kommt denk ich mir mal sehr gut an, denn Onkel Sam hat als Vorbild leider ausgedient...
Kann ich immer wieder mal schauen die "Doku", klar sollte man den Film nicht allzu ernst nehmen, ich sehe Moore immer als zynischen Kabarettisten der mit maßlosen Übertreibungen arbeitet und sich seine Fakten schön hinbiegt wie er es braucht.
Jedoch kommt ein unterhaltsamer und kurzweiliger Film heraus der mit seiner Kernaussage schon recht hat.
Ein klassischer Micheal Moore: US-kritisch, einseitig, polemisch. Aber lieben wir ihn nicht dafür? Dafür, dass er den Finger in die offenen Wunden der "letzten Supermacht" legt, sie vorführt und ihr den Spiegel vor die selbstgefällige Fratze hält?
Diesmal geht es um die Vernarrtheit der Amerikaner was ihre Waffen betrifft. Der zweite Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung garantiert jedem (weißen) Amerikaner das Recht darauf, eine Waffe besitzen zu dürfen. Damals jedoch waren die USA gerade unabhängig geworden, die drohende Invasion der Briten hätte jederzeit erfolgen können. Dies blenden die Amerikaner jedoch gerne aus. Es regiert ein Klima der Angst.
Vom Massaker in Littleton erschüttert, führt Moore (übrigens selbst Mitglied der NRA!!) vor, wie einfach es in den USA ist, an Waffen zu kommen (beim Friseur kann man Patronen kaufen) und zeigt, dass Schusswaffen nicht zu weniger Kriminalität führt, sondern die Toten durch Schusswaffen in den USA höher liegen als in anderen Industrieländern. Hier macht Moore übrigens das, was er gerne macht: Er belegt seine Aussage mit Zahlen, ohne aber die richtigen Maßstäbe zu nehmen. So nimmt er die absolute Zahl bei den Toten durch Schusswaffen ohne zu erwähnen, dass die USA auch mit Abstand von all seinen Vergleichsländern (Deutschland, GB, Japan, Kanada) die meisten Einwohner hat. Die Zahl der Toten in Relation zur Einwohnerzahl wäre richtiger gewesen. Und hier kommen wir zu der Kritik, die aber auf alle Moore-Filme zutrifft: Er stellt sich als Hüter der Wahrheit hin und nutzt Zahlen so, wie er sie gebrauchen kann. Wer diese Hintergründe nicht durchschaut, folgt allzuleicht einem Polemiker.
interessant, teilweise witzig, weil sarkastisch und auf die spitze getrieben, mutig/frech... sehr guter dokumentarfilm von michael moore über den "amerikanischen fetisch waffe"(zitat 3sat)...
Eine Krawall; Holzhammer,- Emotionsdokumentation, die sich in das Gedächtnis der Zuschauer fressen will und dies auch mit drastischen Mitteln tut. Da wird Hollywood - Veteran Charlton Heston vor laufender Kamara mit Bezug auf seine mehr oder weniger vertretende Mitgliedschaft in der NRA bloßgestellt und Geschädigte des Highschool - Amoklaufs, der hier den Aufhänger gab, benutzt um einen munitionverkaufenden Supermarkt in die Enge zu treiben. Michael Moore befragt Menschen die direkt oder indirekt mit dem Columbine - Attentat in Berührung kamen. In sporadischen Exkursen kommen auch andere Menschen zu Wort. Dass sich hier der skeptische Zuschauer gleichermaßen angesprochen fühlt wie so manche Vertreter der veralteten, amerikanischen Waffenrechte, das ist offensichtlich genauso gewollt. Nur schafft es Moore nicht die brisanten Fragen, die er stellt zu beantworten oder noch besser, seine Interviewpartner antworten zu lassen. Stattdessen vergleicht er, um seine offenen Thesen zu unterstützen, Äpfel mit Birnen. So unterscheidet sich die blutige amerikanische Geschichte dermaßen von jener dunklen der Deutschen, dass die Aufrechnung der Morde durch Schusswaffen in den jeweiligen Ländern und eine Gegenüberstellung der Zahlen gezwungenermaßen torkelt. Aber da auch Al Gore auf solche Mittel zurückgreift, sei ihm das verziehen. In dem Sinne gilt: gleiches Recht für alle. Außerdem soll das auch schon der größte, der vielen kleinen Kritikpunkte sein. Denn wie man das von Moore - Filmen gewohnt ist, kommen Verschwörungstheoretiker gehörig auf ihre Kosten. Versucht die US - Regierung mit dem breiten Sprachrohr der Medien Angst in der Bevölkerung zu verbreiten, um somit den Konsum und nicht zuletzt den panikgetriebenen Waffenkauf zu fördern bzw. zu erzwingen? Vielleicht. Vielleicht ist die Frage des Films auch eine ganz andere. Hoch anzurechnen ist, dass Moore es schafft nebenbei auch noch das kleingetretene Thema der gesellschaftlichen Rassendiskriminierung hervorzukramen um auch die Letzten von der Schlechtheit der Medien zu überzeugen. Das Beispiel der Show, welche Polizisten dabei zeigt wie sie schwarze Kleinkriminelle jagen, lässt selbst harte Skeptiker zum ersten Mal zweifeln und kaum einen anderen Schluss zu als dass, das Einwandererland No. 1 oder zumindest deren führende Medien immer noch in Schwarz/Weiß sende(t).
All diese Mittel sind in Neonfarben angemalt, platt und manchmal sogar etwas populistisch, aber sie bringen die glitzernde, romantische Hollywoodfassade der Wirtschaftsmacht USA zum Bröckeln und unschöne Dinge, von denen wir ahnungslose, verblendete Europäer gar nichts mitkriegen, kommen zum Vorschein - oder auch nicht. Immerhin kann man sie sich mit Moores Hilfe selbst herleiten. Und das ist es was ein guter, ein aufrüttelnder Dokumentarfilm tun sollte - zum Nachdenken anregen. Das MM das scheinbar Unmögliche erreicht und den Mart dazu bringt keine Waffenmunition mehr zu verkaufen, sei nur am Rande erwähnt. Am Ende steht ein herausragender Dokumentarfilm mit einem sehr ironischen und schwarzhumorigen Soundtrack.
Nur schade, dass diese durchaus interessante, wenn auch etwas zu lang geratene Doku, mit Untertiteln versehen ist.
Die Essenz des Ganzen, dass die Angst die Saat allen Übels ist, lässt sich nun einmal nicht so ganz von der Hand weisen.
Und dass die Amis im Allgemeinen etwas schießwütiger veranlagt sind, lässt sich sicherlich auch nicht vollständig leugnen, dennoch gibt es natürlich leider auch in zahlreichen Ländern dieser Erde Amokläufe und durchgeknallte Vollspinner.
Trotz alledem ist selbstverständlich nicht alles Gold was glänzt und entspricht gewiss nicht alles den Tatsachen, was uns der "Big Boy" hier an vermeintlichen Fakten so alles auftischt.
Marilyn Manson wurde ja schon ein paar Mal erwähnt, auch mir bleibt er in Erinnerung - als derjenige, der so intelligent gesprochen hat, wie er schräg aussah. :)
Einerseits ganz witzig gemacht, aber als Dokumentarfilm taugt der Streifen nicht viel. Zu sehr biegt Michael Moore sich "seine Wahrheit" so hin, wie er's braucht, und das ist inzwischen auch nachgewiesen worden. Klar, dass der Film beim antiamerikanischen Mainstream gerade in Europa auf fruchtbaren Boden fällt (nach dem Motto: haben wir doch immer gewusst, die Amis sind meschugge...), dennoch hat mich die Begeisterung über diesen Film verstört. Hier offenbart sich bei den jubelnden Zuschauern ein ziemlich schiefes Bild über die USA, welches von den Machern dieses Streifens recht billig bedient wird.
Bowling for Columbine - Kritik
US 2002 Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Komödie, Dokumentarfilm, Kinostart 21.11.2002
Kritiken (2) — Film: Bowling for Columbine
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschen"Der Film handelt von unserer Kultur der Angst und wie unsere Angst uns zu Gewaltakten auf häuslicher und internationaler Ebene führt", sagt Moore, der bekennender Waffengegner ist und in seinen Schlussfolgerungen keinen Hehl daraus macht. Trotzdem ist es ihm gelungen, die Position des überheblichen, moralischen Besserwissers zu vermeiden. Die Hauptarbeit leisten die Waffennarren selbst
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenDer übergewichtige Spin-Doctor hat wieder zugeschlagen. Wer auf eine wilde Aneinanderreihung von "Fakten", die typische Tränendrüse fordernde Konfrontation mit den "Bösen" und den zufrieden-ironischen Unterton des Moneymakers Moore steht, wird bestens bedient.
72 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (43) — Film: Bowling for Columbine
Kommentar schreibenJeff Lebowski 2011/12/31 10:50:50
Kommentar löschenIch weiß, dass micael moore nicht objektiv genug an seine themen rangeht, und trotzdem gucke ich seine dokumentationen gerne. Die Satiere macht es, dass auch Leute gefallen an seinenFilmen finden, die nicht gleicher Meinung mit hm sind. In manchen Punkten liegt Moore außerdem vollkommen richtig!
Kommentar gefällt mir Antworten
Kreaexo 2011/12/09 18:23:28
Kommentar löschenSchuldige, für die Gewaltbereitschaft der amerikanischen Jugend:
- Zornerfüllte Heavy-Metal-Subkultur
- Die Eltern
- Gewaltfilme
- South Park
- Videospiele
- Fernsehen
- Entertainment
- Satan
- Cartoons
- Die Gesellschaft
- Drogen
- Schock-Rocker Marilyn Manson
Wieso sagt keiner von den sogenannten 'Experten', dass niemand anderes, als die geistige Behinderung des kompletten amerikanischen Volkes und den daraus resultierenden zu lockeren Waffengesetze daran schuld sind?!
Wieso hat sich selbst knappe 10 Jahre nach der Dokumentation und den schrecklichen Ereignissen nichts daran geändert?!
Ganz einfach, die Amerikaner sind nun mal so, wie sie sind. Grenzdebil, rassistisch, psychopathisch und dumm. Und für diese ganz besondere Form der Dummheit gibt es eben kaum ein Heilmittel.
Der einzige normale Typ, der in dieser äußerst zynischen Dokumentation zu Wort kommt, ist eben der gewaltverherrlichende, psychopathische, fleischgewordene Satan Marilyn Manson, der klipp und klar sagt, was Sache ist.
Und man kann von Charlton Heston halten was man will. Als Schauspieler mag er vllt. die ganz große Nummer gewesen sein, aber als Mensch war er unten durch.
Wo sind solche Leute wie John Dillinger, wenn man sie mal braucht?
Konto eröffnen. Gewehr bekommen. Bank überfallen. Problem gelöst.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 34 Antworten
Kreaexo 2011/12/09 18:58:14
Antwort löschenMein erster Kommentar der gemeldet wurde. Ich hab's geschafft.
alexandrasmovie 2011/12/09 19:59:40
Antwort löschenWürd dir insgesamt recht geben, find nur die Verallgemeinerung,dass alle Amerikaner so sind etwas fragwürdig. Gibt ja auch den ein oder anderen netten ;)
Kreaexo 2011/12/09 20:40:09
Antwort löschenDie 'Netten' (Apropos, nett ist der kleine Bruder von Scheiße :D) stellen aber nur die Ausnahme der Regel dar und sind deswegen nicht wirklich erwähnenswert.
Ichundso 2011/12/09 20:50:39
Antwort löschenDAS ist mal rassistisch.
Kreaexo 2011/12/09 20:53:09
Antwort löschenIch würde es eher als offener Anti-Amerikanismus darstellen, den sie sich selbst zu verdanken haben.
alexandrasmovie 2011/12/09 20:56:21
Antwort löschenMan kann ja ohne Frage gegen das System sein, find Amerika auch nicht so spitze, aber es auf (fast) alle Amerikaner zu schieben find ich schon ungerecht
Le Samourai 2011/12/09 20:57:40
Antwort löschensigned.
Kreaexo 2011/12/09 20:59:40
Antwort löschen@ alexandrasmovie: Ich handhab das so, wie es die Alliierten früher gemacht haben, die meinten, dass alle Deutschen Nazis sein. Das hat nicht gestimmt.
Im Gegenzug eben meine Wenigkeit, die sagt, dass alle Amerikaner dumm sind. Dies mag jetzt zwar nicht auf alle Amerikaner zutreffen und, wie du meinst ungerecht sein, aber Statistiken, Volker Pispers und die Nachrichten geben mir recht.
alexandrasmovie 2011/12/09 21:08:05
Antwort löschenWenn dann sind die Amerikaner aber nicht dumm geboren, sondern durch eine falsche Erziehung/Gesellschaft so geworden. (zB das Schulsystem halte ich da auch für etwas fragwürdig)
Kreaexo 2011/12/09 21:09:23
Antwort löschenDa pflichte ich dir bei.
alexandrasmovie 2011/12/09 21:10:22
Antwort löschenDann ist ja gut :D
Kreaexo 2011/12/09 21:13:57
Antwort löschenAußerdem hat das Ende des Films meine These, dass wirklich alle Amerikaner dumm seien zum Teil revidiert.
Als z.B. der Vorstand von 'K-Mart' beschloss, keine Munition mehr zu verkaufen. Ich schreibe bewusst 'zum Teil', weil es eben unverantwortlich und dumm war, überhaupt Munition und zu Anfang auch Gewehre in einer normalen Warenhauskette zu verkaufen.
Punsha 2011/12/09 21:24:54
Antwort löschenErzähl doch mal lieber ein bisschen was über den Film. ;)
Ichundso 2011/12/09 21:25:09
Antwort löschenAnti-Amerikanismus im Sinne von "Ich mag keine Amerikaner" IST rassistisch, weil er sich nicht gegen eine politische Ideologie, ein System oder eine Organisation richtet, sondern eine Ansammlung von Menschen, die nicht viel gemeinsam haben, außer dass sie im gleichen Land leben. Und die gleichen Leute heulen dann rum, wenn irgendwelche Amerikaner ohne Schulabschluss meinen, wir würden alle auf Hitler abfahren.
Die amerikanische Gesellschaft wird einfach noch stärker von Arschlöchern dominiert als bei uns. Wir sind auch nicht alle Sarrazin-Fans.
Kreaexo 2011/12/09 21:35:55
Antwort löschen@ Punsha: Die Auflistung stammt aus dem Film. :D
@ Ichundso: Also, wenn ich schreiben würde, dass die momentan dort herrschende 'Teaparty-Bewegung' in meinen Augen nichts anderes als die Reinkarnation des Ku-Klux-Klans ist und ich den Republikanern allesamt das geben will, was sie verdient haben, dann richtet sich mein Anti-Amerikanismus doch gegen "eine politische Ideologie, ein System oder eine Organisation". Und genau dagegen richtet sich mein derzeitiger Anti-Amerikanismus.
Vorher war es der Irakkrieg und davor war ich einfach zu jung und hatte von all den Sachen keine Ahnung.
Also, mein Anti-Amerikanismus ist nicht rassistisch, nicht oberflächlich, sondern begründet. Die Begründung liefern mir die täglichen Nachrichten aus den USA.
Ichundso 2011/12/09 21:41:57
Antwort löschenDie Tea-Party-Bewegung ist in der Tat das Schlimmste, was dem Land und vielleicht der Welt passieren konnte, aber ich muss wohl den offiziellen Aufruf verpasst haben, bei dem sich sämtliche US-Bürger dazu bekannt haben. Wo hat die Occupy-Bewegung ihren Anfang genommen? Wo regiert zur Zeit vollkommen gegen die Traditionen ein schwarzer Präsident?
Das heißt, du schreibst "Amerikaner sind scheiße" und meinst "Der Teil der Amerikaner, der scheiße ist, ist scheiße". Amerika ist nicht nur Tea Party. Im Gegenteil, die Tea Party ist eine verdammte Gegenbewegung, weil sie die Richtung nicht mögen, in die die Politik sich entwickelt.
Kreaexo 2011/12/09 21:50:32
Antwort löschenIn welche Richtung entwickelt sich denn bitte die Politik?
Obama ist Präsident, ja. Nur, für wie lange denn noch? Meinst du, er wird wiedergewählt?
Und was hat er erreicht? Friedensnobelpreis bekommen, für das, was er versprochen, aber bisher nicht wirklich umgesetzt hat. Es herrschen immer noch Kriegszustände in Afghanistan und neue Spannungen zwischen USA und dem Iran.
alexandrasmovie 2011/12/09 21:54:39
Antwort löschen@Kreazo Es geht doch hier gar nicht um das System und die Politik sondern nur um die Aussage, dass du die Eigenschaften auf die amerikanischen Bürger überträgst. Ich fänds auch nicht toll,wenn ich mit der NPD gleichgestellt werden würde.
SoulReaver 2011/12/09 21:55:27
Antwort löschen(Ich will euch nicht beim Diskutieren stören, aber: Bisschen zu krass gesehen vllt von dir Max, aber im Großen und Ganzen stimm ich dir schon zu.)
alexandrasmovie 2011/12/09 21:57:09
Antwort löschen@SR Insgesamt würd ich ja auch zustimmen, bei so Dingen muss man nur eben immer auf die Wortwahl achten
SoulReaver 2011/12/09 22:01:34
Antwort löschen@alexandrasmovie Klar muss man das, aber melden muss man den Kommentar hier trotzdem nicht :)
alexandrasmovie 2011/12/09 22:02:37
Antwort löschen@SR hab ich ja auch nicht und würde ich auch nicht tun ;)
Kreaexo 2011/12/09 22:02:40
Antwort löschen[Ich wollte mit meinen Formulierungen genau das erreichen, was Moore mit 'Bowling For Columbine' erreicht hat und zwar zu polarisieren. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir das besser gelungen ist, als erwartet. Und ich mit so einer massiven Gegenresonanz nicht gerechnet habe.
Aber es macht Spaß zu sehen, dass die Moviepilotcommunity nicht auf den Kopf gefallen zu sein scheint.]
SoulReaver 2011/12/09 22:08:30
Antwort löschenJap, is doch was feines wenn man n bisschen Gegenwind bekommt :)
alex023 2011/12/09 23:38:58
Antwort löschenWie sinnig, zu schreiben, die Amerikaner seien [u.a.] rassistisch, und gleichzeitig diese zu hassen und als dumm darzustellen. Sorry, absolut kein Verständnis.
[Natürlich hast du in Ansätzen recht, aber ich stimme da 'Ichundso' zu.]
Ichundso 2011/12/09 23:41:34
Antwort löschenIch hätte einen Usernamen wählen sollen, der keine Anführungszeichen benötigt.
alex023 2011/12/09 23:42:38
Antwort löschenSorry :P
alex023 2011/12/09 23:49:32
Antwort löschen@Kreaexo
Nicht dass du mich falsch verstehst, ich bin auch gegen Amerika's Politik, System, Regierung usw...nur halte ich es, wie Ichundso (HA, ohn Anführungszeichen!) für falsch, das auf ein Volk zu verallgemeinern. Klar so weit? :D
SoulReaver 2011/12/10 17:07:26
Antwort löschenThema is durch.
Guckste jetzt Fahrenheit 9/11, Max?
Kreaexo 2011/12/11 00:42:08
Antwort löschenMal schauen. Bin noch ganz geflasht, wegen des J.B.O.-Konzerts eben. :D
SoulReaver 2011/12/12 20:09:13
Antwort löschenDas lenkt jetzt aber vom Thema ab :(
Kreaexo 2011/12/12 20:21:24
Antwort löschenDas Thema ist doch sowieso durch.
Pascal, Bilder auf Facebook vom J.B.O.-Konzert! War der Burner. :D
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SoulReaver 2011/12/13 10:26:31
Antwort löschenIch werd sie mir mal anschauen und hier nicht sagen was ich von J.B.O. halte :)
Sonse 2011/12/13 13:29:04
Antwort löschenKommentar unter Vorbehalt aufgrund eurer Diskussion mit einigem Bauchgrimmen freigegeben.
Sumsi79 2011/10/15 15:31:02
Kommentar löschenDamals als "Bowling for Columbine" noch ganz neu in die Kinos kam und meine Wenigkeit noch jung und weitaus stärker politisiert war als heute, da war diese "Doku" was ganz Tolles.
Heutzutage reicht ein Blick auf irgendeine zweitklassige Antifantenwebsite um zu erfahren wie dumm die Amis, wie böse die Unternehmer und wie schlimm lockere Waffengesetze sind. Das muss man nicht auf 2 Stunden Dauerpolemik ausweiten, von den gefakten Szenen und fragwürdigen "Fakten" ganz zu schweigen. Nicht noch einmal bitte!
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MrModicum 2011/11/17 22:23:09
Antwort löschenJa aber ist das ein Grund den Film schlecht zu bewerten? Ich hätte es ja verstanden wenn der Film aus dem Jahr 2011 kommt, aber wie du schon geschrieben hast, ist der Film von "damals". Und so sollte man ihn deshalb bewerten.
derbeheftig 2011/10/07 09:29:00
Kommentar löschenMeiner Meinung nach seine beste Doku.!
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CharlieAndAHalfMen 2011/10/07 14:41:16
Antwort löschenWTF
doctorgonzo 2011/09/23 11:19:38
Kommentar löschenDass Satire alles darf, ist nicht neu und diesen Grundsatz werde ich verteidigen, auch bei Werken, die nicht meine Zustimmung erlangen.
Darf Michael Moore ein solches Ereignis nutzen, um seine Platitüden in die Welt zu posaunen? Ja, natürlich. Und er klagt einiges an, was anklagenswert ist. Läßt dabei aber auch sicher genausoviel außen vor. Beleuchtet einseitig, selektiv und stellt Situationen ganz nach Belieben.
Einmal mehr beraubt er sich eines Großteils des bissigen Potentials, das er auffahren könnte.
Es könnte so unterhaltsam sein, es könnte so gefährlich sein. Aber so bleibt an positiven Dingen letzten Endes nur sein gelungener Angriff über den Aktionismus der Medien übrig (hinsichtlich der Manson-Debatte), aber auch der trägt einiges an unfreiwilliger Ironie in sich, da ja "Bowling for Columbine" gleichermaßen Teil dieses Aktionismus ist.
Bei aller Berechtigung, die einigen von Moores Intentionen innewohnt (beileibe nicht allen), sind seine filmischen Plädoyers dafür zu oft zahnlose Werke, die sich selbst das Potential wegschnappen und mich letzten Endes nur langweilen, unerheblich, wie gern ich mit manchen seiner Ideen sympathisieren würde.
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BaitfroN 2011/09/18 19:45:26
Kommentar löschenMeiner Meinung nach geht Michael Moore viel zu aggresiv vor, da ist es teilweise verständlich wenn die Leute nicht reden wollen. Doch der wohl größte Kritikpunkt dieses Filmes liegt darin das der Film einfach nicht objektiv ist. Es werden lauter negative Dinge über irgendwelche Leute oder Firmen gezeigt, ohne dabei auch auf andere Dinge einzugehen. Der Film ist einfach zu Subjektiv.
Dennoch sehr Interesant, aufjedenfall Sehenswert (Außer man ist sehr leicht zu beeinflussen)
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HollyBlue 2011/09/12 10:50:36
Kommentar löschenIch finde es wichtig sich auch mal mit der Problematik der Waffenkultur in den USA zu beschäftigen. Moore hat zwar seine ganz eigene Weise wie er das ganze Darstellt und wie er die Botschaft rüber bringen will. Aber sie kommt an! und das ist das wichtigste.
Mir jedenfalls hat der Film einige interessante Dinge aufgezeigt.
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countcount 2011/07/27 17:35:34
Kommentar löschenEin Dokumentarfilm bzw. eher ein Plädoyer gegen den Waffenkult (in der USA). Auch wenn das ganze natürlich ziemlich plakativ von Moore in Szene gesetzt wurde, finde ich sehr gut das es jemand gibt wie ihn der ein solches Thema anpackt....!
Nur mal so:
Zu dem Thema hab ich neulich "Das Urteil - Jeder ist käuflich" gesehen... Der Film hat zwar keine autobiografische Handlung, aber ich fand den trotzdem sehr spannend und interessant ;)
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kinogaengerin 2011/07/20 18:12:40
Kommentar löschen"Auf eines kann man sich immer verlassen: Auf die Angst der Weißen vor dem schwarzen Mann!" Meine erste Michael Moore Dokumentation hat mich doch erschüttert. Bereits nach den ersten 10 Minuten, als Moore ein Konto eröffnet und dafür eine Knarre umsonst bekommt, kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen: Sind die wirklich so naiv oder tun die nur so?! Bei den Statistiken kann ich ja glatt froh sein, dass ich während meiner Aufenthalte in den USA nicht über Haufen geschossen worden bin! Sicher zeigt Moore hier die krassesten Beispiele von Menschen auf, aber schließlich kann man nur mit dem Holzhammer auch die Masse aufwecken. Richtig stark fand ich die Aktion mit den beiden Schülern der Columbine High School und K-Mart, immerhin ein kleiner Punktsieg gegen die Waffen-Nation. Auch Marilyn Mansons Aussagen standen im Kontrast zu seinem Outfit – beeindruckend. ;-) Ich glaube, ich werde in den nächsten Tagen mal wieder Bowlen gehen…
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alanger 2011/07/20 18:26:23
Antwort löschenhttp://www.stern.de/kultur/film/michael-moore-er-ist-ein-heuchler-588114.html
ps. die szene mit der kontoeröffnung und der waffe ist gefakt.
kinogaengerin 2011/07/22 20:25:03
Antwort löschenInteressanter Artikel, aber die Grundaussage [der Doku] stimmt ja dennoch.
alanger 2011/07/22 20:38:47
Antwort löschenmeinste?
kinogaengerin 2011/07/23 10:04:42
Antwort löschenDenke schon, denn selbst wenn manches gefakt ist, läuft dort drüben nicht alles rund, auch wenns hier übertrieben wird. Oder was meinst du? :)
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shade1593 2011/07/23 13:03:12
Antwort löschenMichael Moore macht das auch alles nur wegen der Aufmerksamkeit und wegen dem kommerziellen Erfolges!
Viel zu viel ist hier gefaked um diese Doku wirklich als eine Art Bild der "Waffen-Nation" zu sehen.
Und meine Amerika Erfahrungen haben ebenfalls mit diesen Bildern hier 0% gemeinsam.
JonasakaAction 2011/07/28 14:11:57
Antwort löschen@shade1593: Meine Erfahrungen haben mir leider gezeigt, dass die Amis ihre Heimat, ihre Army und ihre Waffen lieben.
Es ist richtig, dass das nicht überall so ist, aber besonders in Texas habe ich dieses Phänomen beobachten müssen.
philopee 2011/05/18 21:58:31
Kommentar löschenMichael Moors Selbstdarstellung als morderner Moralmessias klingt auch in "Bowling for Columbine" nicht ab. Er benützt seine altbewährten Mittel aus dem Handbuch für Dokumanipulation um den Zuschauer aufzurütteln und gewisse Missstände an den Pranger zu stellen mal wieder äußerst effektiv.
Inhaltlich ist "Bowling for Columbine" allerdings um einiges wertvoller als "Fahrenheit 9/11" und Konsorten, da sich Moore diesmal nicht inhaltslos in irgendwelchen Verschwörungstheorien verliert und nebenher noch für den Extremliberalismus wirbt, sondern immerhin mit belegbaren Zahlen auftritt die auch der redegewandteste NFA-Vorsitzende nicht widerlegen kann. Man hat hier seltener das Gefühl, dass Moore sich mit billigen Tricks und Fantasieanwandlungen das zurechtbiegen will, was er gerne vermitten würde, auch die Interviews sind im Großen und Ganzen vertretbarer und objektiver als man es vom dicklichen Apostel gewohnt ist.
Doch auch bei diesem Streifen entpuppen sich Schwächen mit der jede Dokumentation zwangsläufig zu kämpfen hat:
Der Zuschauer hat keinerlei Beweise für die Relevanz und Korrektheit der "Fakten" der Regisseur serviert.
Abgesehen davon kommt "Bowling for Columbine" mit den Schwächen um die Ecke, die wohl Moore-spezifisch sind, denn solche dreisten Methoden hat weder Al Gore noch Bill Maher noch sonstwer drauf.
Da rennt er schon gerne Mal mit zwei Amoklaufopfern im Anschlag in einen Supermarkt in dem die tötenden Kugeln gekauft wurden und macht dort mal so richtig die 400-€-Aushilfe für das Leid der Welt verantwortlich.
Am nächsten Tag bringt er noch die komplette Presse mit, damit genau die ihm helfen, gegen die er diverse Szenen vorher noch vehement ins Feld gezogen ist und die er später auch wieder als Mittäter für die Sozialverschrottung darstellt.
Und bei aller Kapitalismusfeindschaft vergisst man ganz gerne, dass Michael Moore trotz Schmuddellook an seinen Sozialkritikergüssen auch nicht schlechter verdient als die verhassten FOX-News oder diese üblen "Wirtschaftssünder".
Trotz seiner üblichen Makel ist Moore diesmal auf dem vollkommen richtigen Weg. Bei den amerikanischen Konservativen ist was im Busch, das ist mit der möglichen Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump mal wieder überdeutlich. Ein ätzender Amerikanismus hat sich breit gemacht. Der Stärkere überlebt, das wusste auch schon Darwin, doch Lösungen hat selbst Michael Moore nicht im Repertoire.
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alanger 2011/05/19 00:05:07
Antwort löschennicht mein film, aber gute kritik.
cpt. chaos 2011/05/19 11:29:23
Antwort löschenWirklich saugeil geschrieben!
Nur verstehe ich nicht so ganz, weshalb du einerseits mit dem rundlichen Gnom recht hart ins Gericht gehst, aber dennoch stattliche 7 Punkte locker machst!?
philopee 2011/05/19 16:08:37
Antwort löschen@alanger: großes dankeschön :)
@chaos: Nunja er ist mir einfach unsympatisch und hat dramaturgisch einiges aufm Kasten, was ihm als Regisseur an sich vielleicht Punkte bringen würde, als Dokumentationsmacher allerdings völlig daneben ist...
Die 7 Punkte gibts schlichtweg für die Aussage des ganzen Films. Ich persönlich schüttele mit dem Kopf wenn ich diese ganzen subelitären Dorffritzen mit ihren Schrotflinten sehe, die jeden Eindringling, sei der es der Postbote oder die Zeugen, nach dem Motto "Get off my property!" mit 6 Kugeln von ihrem hochheiligen Besitz jagen. Und genau auf dem Gebiet hat Michael Moore recht, die Medien polarisieren natürlich. Und wenn einem mittelständischen Texaner von ABC o. Ä. gepredigt wird, dass er erstens seinen Besitz verteidigen darf und zweitens ein uneingeschränktes Waffenbesitzrecht genießt, dann macht er davon auch 100%ig Gebrauch. Und dann wundert mich eine Zahl von über 10000 Ermordeten auf amerikanischem Gebiet jährlich nicht mehr groß...
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cpt. chaos 2011/05/19 19:35:03
Antwort löschenGrundsätzlich hat die Doku was, aber halt dermaßen megafett und einseitig aufgetragen, dass ich daher halt nur schwer verstehen kann, dass der Bengel solch einen Anklang findet.
Aber nun denn, jedem das Seine... ;o)
philopee 2011/05/19 22:31:33
Antwort löschenNaja, die Sache ist nunmal die. Wenn ein halbwegs authenitischer Konservativer einen ähnlichen Film drehen würde, dann hätte das nunmal die Attitüde von einem Werbefilm für die Army. Viel Patriotismus wo er nicht hingehört...
Dass Moore in die Gegenrichtung startet, kommt denk ich mir mal sehr gut an, denn Onkel Sam hat als Vorbild leider ausgedient...
SpiceWeasel 2011/02/15 12:42:31
Kommentar löschenKann ich immer wieder mal schauen die "Doku", klar sollte man den Film nicht allzu ernst nehmen, ich sehe Moore immer als zynischen Kabarettisten der mit maßlosen Übertreibungen arbeitet und sich seine Fakten schön hinbiegt wie er es braucht.
Jedoch kommt ein unterhaltsamer und kurzweiliger Film heraus der mit seiner Kernaussage schon recht hat.
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lorddarkstar28 2011/01/06 10:18:43
Kommentar löschenEin klassischer Micheal Moore: US-kritisch, einseitig, polemisch. Aber lieben wir ihn nicht dafür? Dafür, dass er den Finger in die offenen Wunden der "letzten Supermacht" legt, sie vorführt und ihr den Spiegel vor die selbstgefällige Fratze hält?
Diesmal geht es um die Vernarrtheit der Amerikaner was ihre Waffen betrifft. Der zweite Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung garantiert jedem (weißen) Amerikaner das Recht darauf, eine Waffe besitzen zu dürfen. Damals jedoch waren die USA gerade unabhängig geworden, die drohende Invasion der Briten hätte jederzeit erfolgen können. Dies blenden die Amerikaner jedoch gerne aus. Es regiert ein Klima der Angst.
Vom Massaker in Littleton erschüttert, führt Moore (übrigens selbst Mitglied der NRA!!) vor, wie einfach es in den USA ist, an Waffen zu kommen (beim Friseur kann man Patronen kaufen) und zeigt, dass Schusswaffen nicht zu weniger Kriminalität führt, sondern die Toten durch Schusswaffen in den USA höher liegen als in anderen Industrieländern. Hier macht Moore übrigens das, was er gerne macht: Er belegt seine Aussage mit Zahlen, ohne aber die richtigen Maßstäbe zu nehmen. So nimmt er die absolute Zahl bei den Toten durch Schusswaffen ohne zu erwähnen, dass die USA auch mit Abstand von all seinen Vergleichsländern (Deutschland, GB, Japan, Kanada) die meisten Einwohner hat. Die Zahl der Toten in Relation zur Einwohnerzahl wäre richtiger gewesen. Und hier kommen wir zu der Kritik, die aber auf alle Moore-Filme zutrifft: Er stellt sich als Hüter der Wahrheit hin und nutzt Zahlen so, wie er sie gebrauchen kann. Wer diese Hintergründe nicht durchschaut, folgt allzuleicht einem Polemiker.
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okoymparas 2011/01/04 17:55:55
Kommentar löschenGuter Film.
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TheNumber 2011/01/02 20:16:45
Kommentar löscheninteressant, teilweise witzig, weil sarkastisch und auf die spitze getrieben, mutig/frech... sehr guter dokumentarfilm von michael moore über den "amerikanischen fetisch waffe"(zitat 3sat)...
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sickoffall88 2010/10/23 18:44:45
Kommentar löschenEine Krawall; Holzhammer,- Emotionsdokumentation, die sich in das Gedächtnis der Zuschauer fressen will und dies auch mit drastischen Mitteln tut. Da wird Hollywood - Veteran Charlton Heston vor laufender Kamara mit Bezug auf seine mehr oder weniger vertretende Mitgliedschaft in der NRA bloßgestellt und Geschädigte des Highschool - Amoklaufs, der hier den Aufhänger gab, benutzt um einen munitionverkaufenden Supermarkt in die Enge zu treiben. Michael Moore befragt Menschen die direkt oder indirekt mit dem Columbine - Attentat in Berührung kamen. In sporadischen Exkursen kommen auch andere Menschen zu Wort. Dass sich hier der skeptische Zuschauer gleichermaßen angesprochen fühlt wie so manche Vertreter der veralteten, amerikanischen Waffenrechte, das ist offensichtlich genauso gewollt. Nur schafft es Moore nicht die brisanten Fragen, die er stellt zu beantworten oder noch besser, seine Interviewpartner antworten zu lassen. Stattdessen vergleicht er, um seine offenen Thesen zu unterstützen, Äpfel mit Birnen. So unterscheidet sich die blutige amerikanische Geschichte dermaßen von jener dunklen der Deutschen, dass die Aufrechnung der Morde durch Schusswaffen in den jeweiligen Ländern und eine Gegenüberstellung der Zahlen gezwungenermaßen torkelt. Aber da auch Al Gore auf solche Mittel zurückgreift, sei ihm das verziehen. In dem Sinne gilt: gleiches Recht für alle. Außerdem soll das auch schon der größte, der vielen kleinen Kritikpunkte sein. Denn wie man das von Moore - Filmen gewohnt ist, kommen Verschwörungstheoretiker gehörig auf ihre Kosten. Versucht die US - Regierung mit dem breiten Sprachrohr der Medien Angst in der Bevölkerung zu verbreiten, um somit den Konsum und nicht zuletzt den panikgetriebenen Waffenkauf zu fördern bzw. zu erzwingen? Vielleicht. Vielleicht ist die Frage des Films auch eine ganz andere. Hoch anzurechnen ist, dass Moore es schafft nebenbei auch noch das kleingetretene Thema der gesellschaftlichen Rassendiskriminierung hervorzukramen um auch die Letzten von der Schlechtheit der Medien zu überzeugen. Das Beispiel der Show, welche Polizisten dabei zeigt wie sie schwarze Kleinkriminelle jagen, lässt selbst harte Skeptiker zum ersten Mal zweifeln und kaum einen anderen Schluss zu als dass, das Einwandererland No. 1 oder zumindest deren führende Medien immer noch in Schwarz/Weiß sende(t).
All diese Mittel sind in Neonfarben angemalt, platt und manchmal sogar etwas populistisch, aber sie bringen die glitzernde, romantische Hollywoodfassade der Wirtschaftsmacht USA zum Bröckeln und unschöne Dinge, von denen wir ahnungslose, verblendete Europäer gar nichts mitkriegen, kommen zum Vorschein - oder auch nicht. Immerhin kann man sie sich mit Moores Hilfe selbst herleiten. Und das ist es was ein guter, ein aufrüttelnder Dokumentarfilm tun sollte - zum Nachdenken anregen. Das MM das scheinbar Unmögliche erreicht und den Mart dazu bringt keine Waffenmunition mehr zu verkaufen, sei nur am Rande erwähnt. Am Ende steht ein herausragender Dokumentarfilm mit einem sehr ironischen und schwarzhumorigen Soundtrack.
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cpt. chaos 2010/10/22 12:53:05
Kommentar löschenNur schade, dass diese durchaus interessante, wenn auch etwas zu lang geratene Doku, mit Untertiteln versehen ist.
Die Essenz des Ganzen, dass die Angst die Saat allen Übels ist, lässt sich nun einmal nicht so ganz von der Hand weisen.
Und dass die Amis im Allgemeinen etwas schießwütiger veranlagt sind, lässt sich sicherlich auch nicht vollständig leugnen, dennoch gibt es natürlich leider auch in zahlreichen Ländern dieser Erde Amokläufe und durchgeknallte Vollspinner.
Trotz alledem ist selbstverständlich nicht alles Gold was glänzt und entspricht gewiss nicht alles den Tatsachen, was uns der "Big Boy" hier an vermeintlichen Fakten so alles auftischt.
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Helter Skelter 2010/10/16 14:05:00
Kommentar löschenViel zu viel Propaganda...
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duffy 2010/10/16 14:27:12
Antwort löschenViel zu wenig Kritikpunkte...
Doom4408 2010/09/26 11:53:58
Kommentar löschenEin bisschen plakativ und verallgemeinernd für meinen Geschmack, aber dennoch beängstigend, wie weit es mit manchen Menschen schon gekommen ist.
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Marie Krolock 2010/06/14 16:20:19
Kommentar löschenMarilyn Manson wurde ja schon ein paar Mal erwähnt, auch mir bleibt er in Erinnerung - als derjenige, der so intelligent gesprochen hat, wie er schräg aussah. :)
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plattfuss69 2010/03/19 22:36:16
Kommentar löschenEinerseits ganz witzig gemacht, aber als Dokumentarfilm taugt der Streifen nicht viel. Zu sehr biegt Michael Moore sich "seine Wahrheit" so hin, wie er's braucht, und das ist inzwischen auch nachgewiesen worden. Klar, dass der Film beim antiamerikanischen Mainstream gerade in Europa auf fruchtbaren Boden fällt (nach dem Motto: haben wir doch immer gewusst, die Amis sind meschugge...), dennoch hat mich die Begeisterung über diesen Film verstört. Hier offenbart sich bei den jubelnden Zuschauern ein ziemlich schiefes Bild über die USA, welches von den Machern dieses Streifens recht billig bedient wird.
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