Technisch ist die Zukunftvision atemberaubend umgesetzt, nur inhaltlich ist die Geschichte ein wenig mager. Die angeschnittenen Themen sind zwar zahlreich, aber genau dadurch bleibt wenig Zeit für die einzelnen Probleme. Oberflächlich ist «Children of Men» bestimmt nicht, in der Ausführung aber vielleicht doch ein wenig fragwürdig.
“Children Of Men” versetzt einen in eine Welt der Zukunft, wie sie realistischer wohl selten dargestellt wurde. Hier gibt es keine fliegenden Autos, keine Laserpistolen. Die Welt versinkt in Kriegen und Chaos und es sind die kleinen Details, die einen daran erinnern, dass dies nicht die Gegenwart ist. Digitale Reklameflächen an Bussen, Displays in den Scheiben der Autos - ansonsten hat sich scheinbar nicht viel verändert, man möchte bald sagen: Früher war alles besser, da gabs auch wenigstens noch Kinder.
Der Film erklärt nicht viel: Frauen sind unfruchtbar, die Welt bekämpft sich gegenseitig, alle wollen nach England flüchten, doch England geht mit aller Härte gegen die Einwanderer vor. Wieso, weshalb, warum - auch wer fragt bleibt dumm. Und das ist das gute an dem Film. Keine krampfhaften Erklärungsversuche, die kaputte Welt, in der der Film startet, ist auch am Ende noch kaputt, der Zuschauer durfte nur kurz dabei sein. Ob das Ende dann auch wirklich ein Happy…
“Children Of Men” versetzt einen in eine Welt der Zukunft, wie sie realistischer wohl selten dargestellt wurde. Hier gibt es keine fliegenden Autos, keine Laserpistolen. Die Welt versinkt in Kriegen und Chaos und es sind die kleinen Details, die einen daran erinnern, dass dies nicht die Gegenwart ist. Digitale Reklameflächen an Bussen, Displays in den Scheiben der Autos - ansonsten hat sich scheinbar nicht viel verändert, man möchte bald sagen: Früher war alles besser, da gabs auch wenigstens noch Kinder.
Der Film erklärt nicht viel: Frauen sind unfruchtbar, die Welt bekämpft sich gegenseitig, alle wollen nach England flüchten, doch England geht mit aller Härte gegen die Einwanderer vor. Wieso, weshalb, warum - auch wer fragt bleibt dumm. Und das ist das gute an dem Film. Keine krampfhaften Erklärungsversuche, die kaputte Welt, in der der Film startet, ist auch am Ende noch kaputt, der Zuschauer durfte nur kurz dabei sein. Ob das Ende dann auch wirklich ein Happy End ist, sei dahingestellt - ein brutaler Cut beendet den Film, und lange nicht gehörtes Kinderlachen läutet den Abspann ein. Zurück bleibt ein nachdenklicher Zuschauer, der soeben mit aller Härte einen Film gesehen hat, der als Drama bzw. Thriller begann und sich dann zu einem Kriegsfilm entwickelte. Doch das musste sein, denn so wird einem das volle Ausmaß dieser Zukunft bewusst.
Der Kamerastil trägt dazu einiges bei: Minutenlange Takes ohne einen einzigen Schnitt verfolgen Theo, über die Straße, durch einen Bus, in ein Gebäude, die Treppe hoch, durch die engen Gänge - und überall ist etwas los, es herrscht Krieg, und alles passt auf die Minute. Wie auch immer diese Einstellungen entstanden sind - sie wirken.
Was jetzt doch für leichten Punktabzug sorgt ist die Tatsache, dass der Regisseur den Zuschauer teilweise für dumm hält. Die Botschaften des Films werden mit dem Holzhammer rübergebracht, dumme Dialoge erläutern das offensichtliche. Die Synchro halte ich für nicht ganz so gut gelungen, kenne zwar das Original nicht, doch die Stimme der schwangeren Kee ging mir doch schon ziemlich auf den Keks.
Die grundsätzlich nette Storyidee ist leider nicht packend, sondern mit großem Fokus auf Action umgesetzt. Trotz großer Schauspieler, die ihr Bestes geben, nicht überzeugend.
"Children of Men" muss man gesehen haben. Es handelt sich bei diesem Film zwar nicht um klassisches Popcornkino, sondern um Kopfkino mit einigen Popcornkinoelementen, aber davon sollte man sich als Gelegenheitsfilmschauer nicht abschrecken lassen.
"Children of Men" bringt gute Ansätze für ein hervorragendes und düsteres Szenario der Welt von morgen mit sich. Leider verzettelt sich der Regisseur bei dem Versuch, plakativ auf (bereits heute existierende) Missstände hinzuweisen. So stehen den gut gemachten Kulissen und der fesselnden Action am Ende leider nur wenig bis gar kein Sinn und jede Menge leerer Pathos gegenüber.
Schon in Harry Potter III ließ der Regisseur durchblicken, welch enormes cineastisches Potenzial in ihm steckt, jetzt, in diesem Film, hat er es vollends zum Ausdruck gebracht. Das erschütternde Endzeitszenario ist beeindruckend und erschreckend zugleich, die Menschheit steht kurz vor ihrem Untergang. Mithilfe der kargen, bedrückenden und von jeder Hoffnung beraubt geglaubten Atmosphäre inszeniert Alfonso Cuaron eine Schreckensvision, die es in sich hat. Tristes wo hin man sieht, zerfallende Gebäude, alte Autos auf den Straßen inmitten von antiquiert erscheinenden Fahrzeugen, es deutet nichts daraufhin, dass sich die Menschen im Jahre 2027 befinden würden - ein gewichtiger technologischer und humaner Schritt nach hinten trifft es wohl am ehesten. Unterstützt durch die dynamische Kamera und die selten eingesetzten Schnitte verfolgt man Clive Owen auf seiner Odyssee durch London, ganz dem Ziel ergeben, ein Neugeborenes und dessen Mutter in Sicherheit zu bringen.
Alfonso Cuarón konnte ich nicht einschätzen. Seinen "Harry Potter" werd' ich wohl mal gesehen haben, aber dafür sind die Filme dann doch zu beliebig, als dass mir da ein Regisseur im Gedächtnis haften geblieben wäre. Naja...das hat Cuarón jetzt nachhaltig geändert.
Seine Endzeitversion spielt im Jahre 2027. Es reichen 20 Jahre, um die Welt aufgrund einer globalen Unfruchtbarkeit in Depression und Terror zu stürzen, nur England versucht der verlorenen Zukunft mit faschistischen Methoden die Stirn zu bieten. Der ehemalige Freiheitskämpfer Theo Faron hat bereits resigniert, aber das Beamten-Dasein wird durch seine alte Liebe Julian beendet und er gelangt unfreiwillig in eine heikle Mission, die das Weltgeschehen beeinflussen wird...
Ein paar überdimensionale Werbetafeln lassen das futuristische Szenario erahnen, der Rest des Films ist von einer selten radikalen Bildsprache bestimmt, der in einem furiosem Finale zur Höchstform aufläuft. "Children…
Alfonso Cuarón konnte ich nicht einschätzen. Seinen "Harry Potter" werd' ich wohl mal gesehen haben, aber dafür sind die Filme dann doch zu beliebig, als dass mir da ein Regisseur im Gedächtnis haften geblieben wäre. Naja...das hat Cuarón jetzt nachhaltig geändert.
Seine Endzeitversion spielt im Jahre 2027. Es reichen 20 Jahre, um die Welt aufgrund einer globalen Unfruchtbarkeit in Depression und Terror zu stürzen, nur England versucht der verlorenen Zukunft mit faschistischen Methoden die Stirn zu bieten. Der ehemalige Freiheitskämpfer Theo Faron hat bereits resigniert, aber das Beamten-Dasein wird durch seine alte Liebe Julian beendet und er gelangt unfreiwillig in eine heikle Mission, die das Weltgeschehen beeinflussen wird...
Ein paar überdimensionale Werbetafeln lassen das futuristische Szenario erahnen, der Rest des Films ist von einer selten radikalen Bildsprache bestimmt, der in einem furiosem Finale zur Höchstform aufläuft. "Children Of Men" ist kein Science-Fiction-Film - er ist eine Kriegsberichterstattung. Noch vor dem Vorspann wird man in den alltäglichen Terror geschmissen und der Film endet so abrupt, als sei die Filmrolle zu Ende gewesen.
Spielberg setzte den ungeschönten, verwackelten Look von einem Film an der Front in seiner "Saving Private Ryan"-Eröffnung erstmals mit einer so großen authentischen Wirkung in Szene, das diese berühmten 20 Minuten den Rest des Films verblassen liessen. In "Krieg der Welten" und "München" bediente er sich des gleichen Stilmittels, den auch Ridley Scott für seinen "Black Hawk Down" aufgriff und Cuarón "Children Of Men" perfektionierte. So gibt es keine weichen Fahrten, Steadycam-Shots oder unmögliche Einstellungen. Der Zuschauer ist nicht nur bildlich ständig auf gleicher Höhe mit Theo Faron. Es gibt keine Nebenhandlungen, die Kamera ist nur in seiner Nähe und weicht ihm während des gesamten Films nicht von der Seite. Die extrem langen Einstellungen binden einen noch näher an die Hauptfigur. Weil selbst in den wahnwitzigsten Situationen kaum ein Schnitt das Duo Faron und Zuschauer trennt und der Bruch mit gängigen filmischen Konventionen hier zum Prinzip erhoben wurde, ist man mittendrin in einer Welt, die so "echt" ist, dass man sich ihr nicht mehr entziehen kann.
Die Kunstfertigkeit in der Inszenierung mehr als beeindruckend! Und sie ist nach Spielbergs Anfängen in dieser Form so wegweisend, dass auch dieser Film die Bildsprache im Action-Film nachhaltig beeinflussen wird. Der Zuschauer tritt aus der Perspektive des Betrachters und wird durch das ungekünstelte Bild so unweigerlich in das Szenario einbezogen, dass es seinen besten Moment der Abgründigkeit eines Nachrichten-Bildes gleichkommt - man glaubt, was man sieht!
Die Verfolgungs-Sequenz ist exemplarisch. Ein gewaltiger CGI-Einsatz und eine virtuose Regie machen es möglich, dass diese fünf Minuten, ohne einen einzigen Schnitt und die kein einziges Auto von aussen zeigt, so nervenzerfetzend sind, wie keine mir bekannte Car-Chase-Szene zuvor. Und sie sind nur der Appetizer für den weiteren Verlauf des Films, der in einem so zermürbenden Straßenkriegs-Szenario endet, dass es einem die Kehle zuschnürt.
Innovativ, radikal, mutig, politisch und mit einem absolut großartigen Clive Owen - für mich der beste Film des Jahres! (...vielleicht bis ich Scorceses "Departed" gesehen habe, aber ich wage zu bezweifeln, das der alte Herr das Kino ähnlich umkrempelt...)
*So* sollte modernes Action-Kino aussehen! Ich bin gespannt auf Ihre Antwort, Mr. Bay!
Einzig die Synchro gibt Grund zum Mosern. Für das Mädchen wurde offensichtlich eine Laien-Sprecherin verpflichtet...ärgerlich...
Rein von der Story her bietet der Film nichts wirklich Neues. Actionfilme mit spannenden Hetzjagden gibt es wie Sand am Meer. Was diesen Film jedoch so auszeichnet, ist die düster-drückende Grundstimmung, die den ganzen Film beherrscht. Wir erleben ein heruntergekommenes, schmutziges und kühles London im Jahr 2027, das erschreckend alltäglich aussieht und eben nicht abgehoben futuristisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die in der Zukunft spielen, ergehen sich die Produzenten nicht in ebenso superstylishen wie unrealistischen Auto-Design-Studien, sondern peppen einfach aktuelle Fahrzeuge so dezent auf, dass sie zu jeder Zeit realistisch und denkbar bleiben. Ein London mit Sperrzäunen und schwer bewaffneten Polizisten wirkt ebenso real wie das futuristische Fernseh- und Radioprogramm. Viele Szenen sind so bedrückend, dass beim Zuschauer ein großer Kloß im Hals spürbar wird.
Aus einem ohnehin bereits adrenalintreibenden, temporeichen Plot ragen zwei ohne einen einzelnen Schnitt gefilmte Actionsequenzen besonders heraus, die mitsamt ihrer perfekten Choreographie noch lange in Erinnerung bleiben. Schon deshalb lohnt ein Kinobesuch. Wenn die tödlichen Einschläge näher kommen, und wir zugleich sehen, wie Menschen sozusagen am Fließband exekutiert werden, mutiert Children of Men zu einem Ritt auf der emotionalen Rasierklinge. Fast scheint es, als wolle Cuarón den Zuschauer in einer Art Schockstarre versetzen.
"Children of Men" funktioniert gut, wo er seine dystopische Welt für sich ernst nimmt, und versandet dort, wo er sich als Metaphernwerk übt. [...] Die Nähe der Zukunftsbilder am Anfang von Children of Men zu den Bildern unserer Gegenwart war noch eine futurologisch-diagnostische: Es ist naheliegend, dass sich wenig progressiv verändert hat und vielfach nur schon vorhandene Trends sich verstärkt haben, mit Stagnation und einigen etwas abseitiger erscheinenden Einsprengseln hier und da als Konsequenz der apokalyptischen Situation. Diese futurologische und verstörend realistische Weltzeichnung dessen, was sein könnte, vergeht bis zum Ende völlig in bloßer postmodern-arthausiger Jonglage und Collage dessen, was ist ...
Eine mindestens so verstörende wie faszinierende Dystopie, meisterlich in Regie und Inszenierung, mit streng durchkomponierten Bildern und herausragender Kameraarbeit. Bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt besetzt, fesselt der ultraatmosphärische Science Fiction-Film durch seine kongeniale Erzählung, die das Sujet nicht bis ins kleinste durchseziert und sich vor allem nie selbst ausstellt - ein modern classic des Genres, der völlig zu Unrecht übersehen wurde.
Die Hintergründe bleiben nebulös, eine politische Aussage entfällt. Und damit bewegt sich Cuarón letztlich doch nur auf den üblichen Genre-Gleisen. Gänzlich ärgerlich wirken schließlich all die pseudoreligiösen Versatzstücke, die Erlösung aus dem Unheil versprechen.
Es muss nicht immer eine politische Aussage gefällt mir. gerade dieser Umstand hat mir sehr zugesagt. Der Film lässt einen als Zuschauer über die genauen Hintergründe im Unklaren. Wir wissen nur, was der Durchschnittsmensch dieser pessimistischen Gesellschaft wohl auch weiß. So ist man sozusagen von Anfang mittendrin im Geschehen, als imaginärer Begleiter der Hauptfigur.
Was die pseudoreilgiösen versatzstücke betrifft: Eine nachvollziehbare Parabel, die da gezogen wird. Es geht immerhin um den ersten Menschen, der nach Jahren wieder zur Welt kommt, um eine Art Neuanfang. Man wird jedoch zu keiner Zeit mit religiösen Botschaften erschlagen und es wird erst Recht keine Erlösung versprochen. Es liegt ganz allein am Zuschauer, was er da hineininterpretiert.
Die Widerstände sind enorm, und beim Zuschauen kann einem anders werden, denn die hier gezeigte Zukunft erscheint gar nicht allzu weit weg angesichts des aktuellen Flüchtlingsdrucks auf Europa, des grassierenden Raubtierkapitalismus und der drohenden Klimakatastrophe. Außerdem sieht diese Zukunft, anders als in Filmen wie "Gattaca" oder "Minority Report", gar nicht so dramatisch anders aus als unsere Gegenwart - nur deutlich düsterer und heruntergekommener.
Mit "Children of Men" adaptierte der seit 1995 ("A Little Princess") international arbeitende Mexikaner einen Roman von P.D. James. Das Erschreckende an Cuaróns Szenario ist die Tatsache, dass es der Realität extrem nahe kommt...
Nett gemachte Zukunftsvision mit Anleihen bei der Vertigo-Reihe "Y - The Last Man", die technisch brilliert aber aufgrund der äußerst mageren Story sowie der aktuellen Missstände, die im Film als Worst Case Scenario aufbereitet werden, etwas bieder daherkommt. Wo der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger Gore in Sachen Umweltschutz bei "Eine unbequeme Wahrheit" mahnt, heben Cuaron und Sexton hier den sozialkritischen und in Moral getränkten Zeigefinger. Die Action-Faust kommt hingegen auch zu einem schlagkräftigen Einsatz. Soziologie-Professoren aber auch Kunststoffformgeber kommen hier auf ihre Kosten.
Erinnert mit seinen düsteren Farben ein wenig an die Verfilmung von "1984", obgleich hier mehr Action zu sehen ist. Originell: Die Anspielung auf die Geburt Jesu. Das offene Ende beglückt und nervt zugleich. Hatte man da wohl am Set eine Fortsetzung im Sinn?
Children of Men - lange hat mich kein Film mehr so hin- und hergerissen. Eine wirklich tolle und noch nicht da gewesene Idee bildet die Grundlage: Eine Welt der Unfruchtbarkeit, ohne Kinder, ohne Hoffnung auf Zukunft, langsam in Gewalt und Chaos versinkend. Clive Owen spielt brillant als Protagonist Theo, der aus seiner Lethargie geweckt wird, als er auf die schwangere Kee trifft - das Wunder, der Funken Hoffnung, auf den die Welt gewartet hat. Doch Kee und Ihr Kind drohen in den gesellschaftlichen Wirren unter die Räder zu geraten und so gibt Theo sein bestes, um sie in Sicherheit zu bringen. Das Drehbuch ist leider nicht so gut wie man es gern hätte, geht aber in Ordnung, dafür überragt der Film an anderer Stelle: unglaubliche Kameraarbeit in Form von teilweise minutenlang ungeschnittenen Aufnahmen des durch das Chaos eines Flüchtlingslagers irrenden Clive Owen. Gänsehautatmosphäre, wenn das für unmöglich gehaltene Babygeschrei einen Moment des Friedens in der von Rücksichtslosigkeit und Gewalt bestimmten Welt herbeiführt. Dazu kommen die starken Darsteller: Michael Caine ist klasse als Alt-Hippie und wie schon erwähnt glänzt Clive Owen, aus dessen Perspektive der Film erzählt wird und der somit quasi durchgehend im Bild ist.
Insgesamt eine exzellente und äußerst packende Regiearbeit von Alfonso Cuaron, die ich sehr empfehlen kann!
Kameraarbeit und Szenierie ist wirklich außergewöhnlich gut. So etwas habe ich selten gesehen, bzw. fällt mir nie groß auf. Diese Endzeit-Atmosphäre bei solcher Art von Filmen mochte ich noch nie und zum Glück wird die düstere Stimmung hier anders erzeugt. Natürlich ist das ein dünnes Drehbuch, aber das stört nicht wirklich, da ich keine hohen Erwartungen hatte. Ich war sehr von der Qualität des Films überrascht.
Bedrückende Atmosphäre und das Szenario erscheint mir garnicht so abwägig. Trotzdem konnte mich der Film nicht vollkommen überzeugen... Clive Owen macht seine Sache aber wie gewohnt gut und auch Caine weiß in seiner kleinen Rolle zu gefallen. Schlussendlich kein Film der einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen konnte.
"Children of Men" ist endlich mal wieder ein Zukunfts- / Endzeit-Thriller, welcher mir wirklich gut gefallen hat. "Babylon A.D." oder "The Book of Eli" (welche beide deutlich später erschienen; nämlich 2 und 4 Jahre) kommen da bei weitem nicht ran.
Eine der großen Besonderheiten sind die intensiven Kamerafahrten durch die Straßen des hermetisch abgeriegelten Bexhill. Einzig allein auf den großartigen Clive Owen fokusiert, zerrt eine solche Kamerafahrt den Zuschauer in eine zugleich unendlich stille, aber penetrante Welt. Nicht selten kam es vor, dass ich mich bei einer Explosion richtig verjagt habe. Ich habe einfach nur auf den Bildschirm gestarrt und mich total in dem Film verloren.
Und auch wenn die Idee, die hinter dem Ganzen steckt, zwar spannend, aber auch nicht unbedingt schwierig gestaltbar klingt, so hat Alfonso Cuarón mit einem gut halb so großen Budget wie bei dem 2 Jahre zuvor erschienenen "Harry Potter und der Gefangene von Askaba" einen positiv technisierten und unglaublich dichten Film geschaffen.
"Children of Men" ist nicht nur ein bisschen sozialkritisch und das wars. Nein, er ist viel mehr ein nahezu logisches Zukunfts-Portrait dieser Welt, verpackt in großartigen, albtraumhaften Bildern und genialen Szenen, welche teilweise bis zu 7 Minuten ohne Cut auskommen.
"Vielleicht verrate ich ein großes Geheimnis, aber manchmal steckt mehr dahinter, als es scheint. Wichtig ist, wie man alles zusammenschneidet (überblendet) und in all den unterschiedlichen Teilen die Wahrnehmung einer fließenden Choreographie aufrechterhält."
"Alfonso Cuarón" - Dieser Name hat mir vor "Children of Men" nicht viel gesagt.
Oscar-Nominierungen:
2006: Bester Schnitt für "Children of Men" zusammen mit Alex Rodriguez.
2006: Bestes Adaptiertes Drehbuch für "Children of Men".
Endzeitfilme habe ich schon viele gesehen. "Children of Men" ist aber anders. Er bringt eine neue Idee mit, was man hoch anrechnen muss und zurecht neugierig bzgl. Umsetzung macht. Aprosos Umsetzung: Großartig. Die Kameraführung ist sensationell, Michael Caine als Althippie grandios und bestens besetzt. Seit Shoot'em up war ich von Clive Owen eher skeptisch, das hat sich nun wieder gelegt.
Aber warum bei dem ganzen Lob nur 6 von 10 Punkten? Dann bitte nachfolgenden Spoiler lesen
+++ Spoileranfang +++
Schon wieder ein Film mit einem Ende, bei dem nicht alle wichtigen Personen überleben.
+++ Spoilerende +++
Selten so ein vergleichbar realistisches und atmosphärisch dichtes Endzeitbild gesehen.
Dafür sind nicht nur Drehbuch und Darsteller verantwortlich, sondern besonders die Kamerafahrten von Emmanuel Lubezki.
Unterstützt werden sie von den wenigen Schnitten, was dem Ganzen Authenzität zufügt.
Die Darsteller sind ebenfalls (sehr) gut gewählt. Sie verkörpern ihre Rollen mit einer enormen Glaubwürdigkeit. Besonders für die Rolle des Jasper hätte ich mir niemand besseren vorstellen können als Michael Caine.
Mich stört es nicht, dass der Film die ersten 30 Minuten "nicht in Fahrt kommt". Im Gegenteil: Für mich macht genau dieser Aspekt die Einzigartigkeit von "Children of Men" aus.
Denn Dramaturgie und Spannung verlaufen mit zunehmender Spieldauer parallel zueinander. In der ersten Hälfte wird beides aufgebaut, um zum Ende hin ein gelungenes Finale zu schaffen.
Insgesamt kann ich mich in letzter Zeit an keinen Film erinnern der so düster und gleichzeitg realistisch war wie "Children of Men". Wenn dabei noch Actionszenen der extraklasse entstehen, muss ich bei der nächsten Sichtung über das Prädikat "Lieblingsfilm" nachdenken.
Wirklich guter Film, aber ich muss eingestehen, dass ich die erste Hälfte etwas langweilig fand. Da einfach nichts passiert, ich meine die Story ist super und Umsetzung auch, aber ich finde der ersten Hälfte fehlt es etwas an Pepp. Doch das reißt die zweite Hälfte auf jeden Fall wieder raus.
Ach ja: Clive Owen ist auch super ;)
Spätestes seit "28 Days Later" und "28 Weeks Later" wissen wir, dass die Briten wunderbare Endzeitthriller kreieren können. Mit "Children of Men" kam 2006 ein weiteres dystopisches Science-Fiction-Endzeitszenerio in die Kinos. Und auch dieses hat es wirklich in sich. Die bis zu diesem Zeitpunkt noch nie da gewesene und somit originelle Geschichte, in der die große Unfruchtbarkeit ausgebrochen ist, weiß den Zuschauer schnell zu begeistern, sodass dieser bereits nach kurzer Zeit mitfiebert, wie eine scheinbar schwangere Frau ihr Kind vor der ganzen Welt erst verbergen und dann gebären muss. Wirklich gelungener Endzeitthriller, der mit Top Schauspielern, Top Charakteren und Top Bildern eines völlig zerstörten Großbritanniens voll und ganz überzeugen kann.
ich muss sagen, eine kritik ist bei diesem film einfach unangebracht, fast alles ist perfekt,naja okay, eigentlich alles: die schauspieler,das drehbuch,die story, und vor allem die unglaublich beklemmenste one-shotaufnahme die ich je zu sehen bekam.
einzig und allein dass einige szenen so überfüllt waren mit ereignissen,sodass man kurz die orientierung verliert (musste kurz nachdenken um herauszufinden wann der held angeschossen wurde, und ähnliches).
aber wie gesagt so ein unglaublich guter film, den man mit dem hintergedanken anschauen sollte,
....dass jedes leben was in diesem film beendet wird gleichzeitig das ende einer blutslinie bedeutet.
Wenn ein falscher Satz einen Krieg auslösen kann, dann kann auch Kindergeschrei einen Krieg für kurze Zeit stoppen. Regiewunderkind Alfonso Cuaron arrangiert in ausgesprochen wunderbarer, ästhetischer Klarheit Szenen von wahrer inszenatorischer Größe. Szenen die wohl die besten des letzten Jahrzents sein müssen. Und endlich wird etwas wieder in den Fokus gerückt, dass wir als selbsverständlich hinehmen: Die Geburt, das Wunder des Lebens, ist eben doch, dass wertvollste Geschenk. Solche Filme braucht es, um uns daran zu erinnern...
Ein perfekter Endzeitthriller, der mit einer grandios erzählten dystopischen Story aufwartet. Die Darsteller machen ihren Job echt top, die Musik passt perfekt (ich meine bei den Songs auch die Band King Crimson erkannt zu haben :>) und die Actionszenen gehören mit zu den am besten inszenierten Schießereien und Verfolgungsjagden, die ich je in einem Film gesehen habe. Unglaublich authentisch, erschreckend realitätsnah und derart herb inszeniert, es ist so als ob man ein volles Pfund in die Fresse bekommt. Und so fühlt man sich danach auch.
(SPOILER Allein die Szene, in der Julian Moores Charakter erschossen wird. Unglaublich, wie die ganze Szene ohne einen einzigen Schnitt auskommt, nur aus dem verfolgten Fahrzeug heraus gefilmt ist und trotzdem derart dynamisch bleibt. Diese Szene hat sich bei mir definitiv ins Gehirn gebrannt und steht für mich nun stellvertretend für die perfekte Inszenierung einer Verfolgungsjagd. /SPOILER)
Alles in allem einer der spannendsten und kurzweiligsten Thriller, die ich je gesehen habe.
Intensiv, eindringlich, bestürzend und düster ist dieser Film, alles keine Verheißungen zum Geniesen also. Und trotzdem habe ich ihn unzählige Male gesehen und selbst beim letzten Mal war ich hinterher aufgewühlt und nachdenklich. Der Film dauert vielleicht nur zwei Stunden, aber er lässt mich tagelang grübeln.
Sensationell guter Film. Und Clive Owen kann mehr als die coole Sau. Großes Lob verdient natürlich die Kameraführung (bei jenen schier EWIG andauernden schnittfreien Sequenzen im Finale, wo einen die Intensität der Kriegsszenerie erst so richtig ins Geschehen reinsaugt, stand mir auch schonmal der Atem still), und die Tatsache, daß der Film von der ersten Szene direkt anfängt zu erzählen; ja, wirklich, es gibt sie noch, jene Sci-Fi-Filme ohne Texttafel-Intro, das einem erklärt "was bisher geschah". Stattdessen erschließen sich einem die Konsequenzen der schleichenden Katastrophe, die Regeln und Werte, die in solch einer dystopischen Utopie noch gelten, nach und nach durch klug in die Handlung eingebettete Details und Dialoge. So muß das sein.
großartig. ich bin normal ein fan von fantasievollen runden roboterzukunftsvisionen, doch hier eine "reale" zukunft erleben zu dürfen bringt mich fast zum weinen.
zu bemängeln ist hier das recht kurz gehaltene drehbuch in dem die dialoge selten zum punkt kommen. jede szene löst sehr langsam auf mit wem man es zu tun hat. leider wird auch nicht eindeutig darauf eingegangen wiso die "FISHs" tun, was sie tun und der emotionale verlust des bikers wird stärker zugelassen als nötig jedoch weniger als dass es möglich wäre diesem mitzufühlen. die ganz große stärke dieses films ist die detailverliebtheit der einzelnen szenen. hollywood zeigt uns für gewöhnlich keine "unnötigen" kleinigkeiten, es seih denn sie sind für die handlung unumgänlich. hier jedoch sehen wir autos die nicht spontan anspringen wenn man sie anschiebt, charaktäre, die sufällig in glasscherben treten, helferlinge welche eine andere sprache sprechen und jede menge haustiere. doch so schade wie das drehbuch verendete, genauso überzeugent ist hier in diesem futur-drama-action-thriller ein held, welcher nicht wie altbekannt mit einem lockeren spruch noch häftiger aufs gaspedal drückt, sondern einen dezenten aber vollständig presenten clive owen, der sich fragt wie er nur in diese situation kommen konnte bis er schließlich im großen showdown gegen mit seinem glauben an die welt die klarheit findet.
das ende tut gut, weil es unerwartet uneindeutig aber doch befriedigend ist. cuaron schickte eine junge frau auf die reise, das wunder der menschheit zu beschützen, und sowol er als auch die junge schauspielerin hauchen in den film (er hinter der kamera, sie davor) eine art von hoffnung ein, die spürbar ist.
das kindergeschrei im abspan hat etwas fast gruseliges und genauso fast göttliches und allmächtiges welches nur diesen effekt haben kann nachdem man diesen film verstanden hat.
in seinen gekonnt gewollten 10min-einstellungen schafft es dieser film wie wenige andere dem zuschauer in die szenen hineinzuleben, und das leibe leute, bei einem actionfilm. mir hat er gefallen!
Ich kauf diesem Film einfach nicht das "Zukunftsszenario" ab. Ganz ehrlich.
Autos aus den 90er leicht verkleidet mit Pseudo-Erlkönigabdeckungen. Der Versuch diese modern wirken zulassen in dem eine dauerhaft aktive Rückfahrkamera und superduper Touchscreens integriert werden verbessert dies nich, es wird dadurch nurnoch schlimmer. Die Städte sehen aus wie heute, nur teilweise zerstört. Alle Schusswaffen haben sich nicht verändert und niemand verhält sich auch nur ein Stücken so als sei man im Jahr 2002 äääh 2027.
Positiv ist aber die Idee der Story und die Kameraführung hat auch mich begeistert.
Damit hat man aber keine guten Film. Da das Ganze nicht glaubhaft rüberkommt kann ich mich mit diesem Film nicht anfreunden.
Ich weiss nicht, ob du es mitbekommen hast, aber wir düsen noch immer nicht in fliegenden Autos durch die Stadt und haben den Mars auch noch nicht besiedelt, auch wenn uns das Science-Fiction-Filme schon seit knapp 60 Jahren prophezeien. Wenn es mit der Weltwirtschaft steil bergab geht, Gesundheitssysteme kollabieren und totalitäre Regierungen am Ruder sind, dann mag man Verständnis dafür haben, dass die (hier nicht einmal allzu ferne) Zukunft nicht allzu geleckt aussehen kann und die Menschheit mit dem auskommen muss, was sie hat. Realitätsnah würde ich das nennen.
Aber wir sprechen uns in 16 Jahren nochmal und blicken gemeinsam auf die technische Entwicklung seitdem zurück. Einverstanden?
Du widersprichst mir also in der Aussage das in diesem Film Autos verwenden die HEUTE schon als älter bezeichnet werden können?
Ich verlange hier doch keine fliegenden Autos oder Plasma-Granatenwerfer.
Mir zerstört einfach das durchgängige Verwenden von nicht mal aktuellen sowie auch heute schon veralteten Gegenständen die Illusion das es sich hier um eine Handlung IN 16 Jahren handeln soll.
Und wir können gerne in 16 Jahren darüber sprechen. Wenn dann die britische Polizei mit Autos aus dem Jahre 2000 rumfährt, geht der Punkt an dich.
In wenn man dann die aktuellen Autos dazu weglässt sind wir in der Zukunft?
Wenn da ne vernünftige Mischung vorhanden wäre, kein Problem.
Ist aber nicht der Fall.
Das in 16 Jahren Oldtimer ausgestorben sind bezweifel ich gewaltig und wünsche ich mir auch nicht. Aber ich glaube kaum das die Autoindustrie 2005 aufgehört hat zu produzieren.
Ist doch dämlich, sich an sowas aufzuhängen. Cuarón zeichnet hier eine Möglichkeit, wie die Zukunft aussehen können. Mir gefällt das. Realistischer sind andere Visionen sicher auch nicht, egal, was für Autos durch die Szenerie tuckern oder wie die Menschen sich gehaben. Letzteren Aspekt finde ich sogar sehr gelungen. Die Menschen ändern sich doch nicht in ihrer Art? Schon gar nicht in 20 Jahren. Einige Konventionen verschieben sich vielleicht.
Na was soll man machen? Dir gefällt's nicht, sei es drum.
Einer meiner liebsten Filme.
Die Atmosphäre ist sowas von packend und glaubwürdig, die Bilder stark.
Szenen, in denen 10 Minuten lang nichts geschnitten ist, tolle schauspielerische Leistungen, Spannend, allet dabei!
Eine mysteriöse Unfruchtbarkeit befällt die Menschheit, seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren: ich halte das für eine unheimlich coole Prämisse. Umso enttäuschender ist es, dass die Story völlig wirr dargestellt wird, die Hauptfiguren nicht integer wirken und die Stimmung des Filmes hektisch und nervig ist.
Die schauspielerische Leistung ist ganz gut, doch ist das Drehbuch so mangelhaft dass hier kein Darsteller das Ruder rumreißen kann. Die Botschaft, dass Fortpflanzung ein Wunder ist wird einem derart plakativ eingehämmert, dass das Babygeplärr passender als Analogie wirkt als die Engelschöre; dies findet seinen Höhepunkt in der absolut albernen Szene, in welcher ein ganzer Packen Soldaten mal kurz einen Aufstand sein lässt, um das Kind zu begutachten. Desweiteren hatte ich immer das Gefühl, dass der Film nun nicht weiß ob er optimistisch oder pessimistisch sein will, man muss schon massive Stimmungsschwankungen haben um hier noch mitzukommen; das einzige, das klar wirkt, ist, dass der Film möglichst bedeutungsschwanger zu sein wünscht.
Die Darsteller handeln nach meinem Gefühl oft irrational und einfach nicht so, wie ein echter Mensch sich verhalten würde: wenn ein Kommando zu mir unterwegs ist, das mich umbringen will, bleib ich nicht eben nochmal kurz stehen und schau hinter mich, was so abgeht. Das Ziel der Reise durch ein verdammtes Konzentrationslager wird nicht ausgereift genug dargestellt, es bleibt viel zu nebulös, als dass der Weg dorthin nachfühlbar wäre.
Die Kameraführung ist in manchen Szenen sehr gelungen und die Depression, welche die Welt befällt angesichts der Unfähigkeit, sich fortzupflanzen, wurde effektiv portraitiert. Das ändert aber leider nichts daran, dass der Film mich mit dem Gefühl zurücklässt, massiv Potenzial verschenkt zu haben.
Vielleicht wurde ja auch versucht die Verwirrtheit und Verzweiflung der Menschheit widerzuspiegeln, dass die Leute völlig verrückt spielen, wenn sie nach 18 Jahren (stell dir das mal vor) mal wieder ein Kind sehen. Das erinnert mich an die biblischen Schilderungen der Hirten bei der Begegnung mit Jesus.
Man könnte versuchen die Stimmungsschwankungen in den Perspektiven zu suchen. Ein optimistischer Erzähler, optimistische early Adopters und eine ängstliche Mutter, die Angst davor hat, was mit ihr und ihrem Kind passiert.
Mir hat die Darstellung der Stadt damals eigentlich ziemlich gut gefallen, muss meine Erinnerungen an den Film aber vielleicht mal anpassen. :>
Ich find auch, dass die Verzweiflung der Menschheit gut festgehalten wurde. Die Szene als sie das Kind begaffen hat für mich aber einfach überdramatisiert und erzwungen gewirkt, es war mir irgendwie zu offensichtlich, worauf man da abgezielt hat.
Die Stimmungsschwankungen hab ich auch innerhalb einer Person bemerkt und unabhängig deren Interpretation fand ich sie einfach emotional nicht mitfühlbar und somit anstrengend / störend.
Also bitte, die Bewertung war ja sowas von daneben. Der Film laesst es dem Zuschauer offen, ob er optimistisch oder pessimistich ist. Ein ausgezeichnetes Stueck Filmgeschichte mit wahnsinnig coolen Ideen.
Packender Film, der eine düstere Endzeitatmosphäre bietet.
Mein einziger Kritikpunkt, der allerdings schwer ins Gewicht fällt, ist dass die Story obwohl sie zwar recht ansprechend präsentiert wird, sich viel zu viele Themen aufbürdet und die meisten nur anreißt und nicht ausführt.
Nebenbei ein wirklich tolles Ende und alleine schon wegen der Szene auf der Treppe kurz vor Ende des Films empfehlenswert.
Erster Eindruck
In Anbetracht des inneren Widerspruchs der Bewertung des Films die mir vorab bekannt war und der eben sporadisch angelesenen Kommentare zum Film empfinde ich einen gewissen befriedigenden "Howard Stern"-Hommage ....
Der Film ist erzählerisch totaler Müll; für empfindsame eine Zumutung; aber irgendwie schafft er es, dass man weiterguckt um nicht die nächste "Episch (unsinnige) Szene" zu verpassen. Man sieht es und staunt! [Howard-Stern-Effekt, Nummer 1]
Howards einstiger Ausspruch und Vermächtnis, klingelt in meinen Ohren: Töte, töte, töte ...... tötet den weißen Mann!! Der Film liebäugelt scheinbar mit diesem Bild der Zukunft. [Nummer 2]
Filmbewertung:
Die "zweite Chance" bahnt sich gefühlte 2 Stunden an .... zwischendurch "blinzelt" hier und da etwas Weltanschauliches hervor ....etwas Hippiges (laizistisch angehauchte Hippie-Kommune auf dem Land mit gutem "Shit"), die etwas spirituelle Hebamme (die nebenbei Yoga macht), die etwas schamanenhafte Zigeunerin und der ziemlich rührselige Cliv'i der vom christlichen Gott geprüfte Hirte der mit einer ebenso christlichen Unbekümmertheit das ihn umgebende Sterben hinnimmt ...sein Platz ist an der Seite des Kindes und der Mutter... tja... und daneben hat man viel Zeit über die irrwitzigen Wendungen zu schmunzeln bis einem selbst das schmunzeln dann endgültig im Flüchtlingslager vergeht ... hier geht alles drunter und drüber ... 200 Soldaten und Panzer beschießen ein Wohngebäude und im ...nächsten Augenblick sieht man Clivi, die Mutter und das Kind seelenruhig mit melodischer Filmmusik untermalt seelenruhig und unbehelligt aus dem Haus gehen .... Kurz davor hatten Sie noch Königlich in einer ehemals und noch recht schmucken Wohnung und eine Orange zum essen bekommen und dann kümmern Sie sich um ein Boot ....das auch schon auf sie wartet ....alles ganz normal ....mir reichte es dann jedenfalls ....
Die hier gelobte Kameraführung und die aufwendige Detailliertheit des Filmsets mag für ein Talent sprechen, allein diese Fähigkeit reicht aber nicht um einen "guten Film" zu produzieren. Die Hauptdarsteller sind einem am Ende des Films so nah' wie am Anfang ...das schon traurig, wenn man teils gute Schauspieler zur "Schmalspurigkeit" zwingt. Der Schauspieler "strahlen" kaum "Wärme" aus...man verfolgt nur deren Bewegung und die Bilder ... es ist schauspielerisch langweilig ... In welcher Art von Beziehung stehen die "Charaktere" zueinander? Die Freunde von Clive ...wer sind Sie? Ein Rätsel ohne Auflösung ... WAS IST IN DEN 18 JAHREN DAVOR in der Welt PASSIERT ??? Wieso erklären sich denn die überall sich ausbreitenden Kriegsähnlichen Zustände? Kindergärten und Schulen schließen ...sind es die Arbeitslosen und die ausbleibende Motivation weiterzuarbeiten die die Leute dazu bringt erst den Fernseher aus dem Fenster zu scheißen, dann gegen Ausländer zu wettern um sich dann mit einem von der Regierung gesponsertem Suicide-Kid selbst umzubringen.... darauf hätte man eingehen können und müssen ... der Plot bleibt zu sehr in vagen und die Story (als Tragödie) bleibt durch die gezeigten Menschen stets unpersönlich ... und das Rattern und Knattern, das zusammen mit der untermalenden friedvoll-und-weichen Musike wirkte aufgesetzt und irgendwie peinlich, weil die Musik auf kein fruchtbaren Boden fallen könnte... da war einfach nichts was die Gefühle ansprechen könnte.
Fazit:
Schade. Vergebens und Verschenkt. Den inzwischen geläufige Plot hat mein Interesse geweckt und das geweckte Interesse enttäuscht. Duzende Filme habens besser hinbekommen.
Die Mühe mit der Inszenierung sieht man dem Film an und ist dennoch überwiegend vergebens, weil die Ärgernisse einfach überwiegen.
Die handlungstreibende Logik der Story und der Charaktere wird offensichtlich verächtlich links liegen gelassen oder wirkt aufgesetzt und damit Rätselhaft. Vor allem Clive als der rätselhaft unmotivierte Held der die Handlung zumindest mitlenkt ..ist bleibt immer seltsam dröge und schmucklos.
Die Spannungsbögen sind vorhersehbar und kläglich. Die Spannungssequenzen sind unglaubwürdig (besonders die Szene bei Eingangskontrolle im Flüchtlingslager insgesamt und im Bus...und die Szenerie im Lager selbst)
Die religiösen Andeutungen sind zu Ausladend und zu sehr mit "der Keule" dadurch nimmt der Realismus- und Glaubwürdigkeitsgehalt rapide ab.
DER FILM IST eine Mischung aus Inhaltslosigkeit versetzt mit Action und religiöser Saga.
Nothing more.
Thats it.
Ok... ich gebe zu, ich habe "mit spitzer Feder" geschrieben... allerdings bin ich der Meinung, dass durch die Überspitzung der Worte das Inhaltliche nicht falsch wird ...vielmehr wird er dadurch besser erkennbar. Punkt 2: Die Möglichkeit in sich in das invidiuelle Drama der Rolle einzufühlen bleibt aufgrund des sehr spärlichen Aufbaus der Charaktere enorm schwierig wenn er nicht völlig aus bleibt ... und so gesehen finde ich wurde die INHALTLICHE AUSSTATTUNG des Films LEICHTFERTIG VERSCHENKT Punkt 3: Filme mit Clive Owen sehe ich aufgrund seiner Indivuellen Leistung auch gerne nochmal ...er versteht es durch seine Rolle dem gesamten Film etwas sehenswertes hinzuzufügen (ich denke dabei insbs. an "Inside man" oder "Duplicity") ...MÖGLICHKEIT DIE FÄHIGKEITEN DER SCHAUSPIELER ZU NUTZEN wurde VERTAN ..oder anders ausgedrückt VERSCHENKT. Punkt 4: Inhaltslosigkeit ist zu scharf formuliert ... aber was ist den noch an Inhalt da wenn man sich den Plot "rausdenkt" ..???... Nicht viel oder... Panik macht sich breit... und die Leute suchen ihr heil in der leeren Routine (ihres Arbeitsalltags) die Sie kennen (dies gilt insb. für die Städter) ...sie Verdrängen so gut es geht oder Sie suchen eben Zuflucht in einer spirituellen Idee ...der Rest glaubt an nix mehr ...die zivilen Standards verfallen und der tolle archetyp Mensch kommt wieder zum Vorschein. Das alles ist banal (im Sinne von "schon klar"). Punkt 5: Was bitte, von dem was sich im und um dem Flüchtlingslager abspielt ist glaubwürdig ... das Kind schreit (lange) nicht ... Clive müsste vom Kugelhagel durchsiebt sein... die "Fishs"-Truppe taucht in der Speerzone mit Waffen auf ...wie überhaupt alle ziemlich schwer bewaffnet sind ... und dann noch das Ruderboot. Punkt 6: Das Reizwort "religöse Saga" ...als Untermahlung macht viele Filme erst richtig "gut" erfolgreich ... beispiel: "Matrix" (Neo ist der Auserwählte ...der Messias einer neuen Ära..er hat vollbringt schier unmögliches)... aber hier ist es für meinen Geschmack zu dicke ... "Waterworld" ist in allen Kategorien deutlich besser gelungen. Punkt 7: ZUM POSITVEN... die Handwerkliche Umsetzung (Kamarabild+führung, Sets und Szenerie+Effekte) ist professionell und hochwertig! Gute Arbeit ... Aber beim Rest der ist die Mixtour misslungen bzw. zu niedrig um gut zu sein. Die Bewertung verspricht mehr als tatsächlich geboten wird. Wenn mich jemand fragt: ist der Film sehenswert (gut) ...werde ich NEIN sagen.
boa, liesst sich das irgendjemand wirklich durch? ich für meinen teil halte es immer für einen fehler, an einem film zu kritisieren, dass er etwas nicht tut was er tun sollte. letztendlich gibt man dem werk so keine möglichkeit zur eigenständigkeit, und zitiert lediglich bekannte schemata. ich find den film super...
Children of Men - Kritik
GB/US 2006 Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Science Fiction-Film, Abenteuerfilm, Kinostart 09.11.2006
Kritiken (17) — Film: Children of Men
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenTechnisch ist die Zukunftvision atemberaubend umgesetzt, nur inhaltlich ist die Geschichte ein wenig mager. Die angeschnittenen Themen sind zwar zahlreich, aber genau dadurch bleibt wenig Zeit für die einzelnen Probleme. Oberflächlich ist «Children of Men» bestimmt nicht, in der Ausführung aber vielleicht doch ein wenig fragwürdig.
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen“Children Of Men” versetzt einen in eine Welt der Zukunft, wie sie realistischer wohl selten dargestellt wurde. Hier gibt es keine fliegenden Autos, keine Laserpistolen. Die Welt versinkt in Kriegen und Chaos und es sind die kleinen Details, die einen daran erinnern, dass dies nicht die Gegenwart ist. Digitale Reklameflächen an Bussen, Displays in den Scheiben der Autos - ansonsten hat sich scheinbar nicht viel verändert, man möchte bald sagen: Früher war alles besser, da gabs auch wenigstens noch Kinder.
Der Film erklärt nicht viel: Frauen sind unfruchtbar, die Welt bekämpft sich gegenseitig, alle wollen nach England flüchten, doch England geht mit aller Härte gegen die Einwanderer vor. Wieso, weshalb, warum - auch wer fragt bleibt dumm. Und das ist das gute an dem Film. Keine krampfhaften Erklärungsversuche, die kaputte Welt, in der der Film startet, ist auch am Ende noch kaputt, der Zuschauer durfte nur kurz dabei sein. Ob das Ende dann auch wirklich ein Happy…
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Mr.Winchester 2010/09/25 15:58:15
Antwort löschenspoiler spoiler , depp schreib es auch hin
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facepalm 2010/10/09 13:55:01
Antwort löschenDanke, hast mich gerettet, Mr. Winchester :)
Synovia 2010/11/29 03:57:03
Antwort löschenoh ja, mich auch :)
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDie grundsätzlich nette Storyidee ist leider nicht packend, sondern mit großem Fokus auf Action umgesetzt. Trotz großer Schauspieler, die ihr Bestes geben, nicht überzeugend.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Children of Men" muss man gesehen haben. Es handelt sich bei diesem Film zwar nicht um klassisches Popcornkino, sondern um Kopfkino mit einigen Popcornkinoelementen, aber davon sollte man sich als Gelegenheitsfilmschauer nicht abschrecken lassen.
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KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa
Kommentar löschen"Children of Men" bringt gute Ansätze für ein hervorragendes und düsteres Szenario der Welt von morgen mit sich. Leider verzettelt sich der Regisseur bei dem Versuch, plakativ auf (bereits heute existierende) Missstände hinzuweisen. So stehen den gut gemachten Kulissen und der fesselnden Action am Ende leider nur wenig bis gar kein Sinn und jede Menge leerer Pathos gegenüber.
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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...
Kommentar löschenSchon in Harry Potter III ließ der Regisseur durchblicken, welch enormes cineastisches Potenzial in ihm steckt, jetzt, in diesem Film, hat er es vollends zum Ausdruck gebracht. Das erschütternde Endzeitszenario ist beeindruckend und erschreckend zugleich, die Menschheit steht kurz vor ihrem Untergang. Mithilfe der kargen, bedrückenden und von jeder Hoffnung beraubt geglaubten Atmosphäre inszeniert Alfonso Cuaron eine Schreckensvision, die es in sich hat. Tristes wo hin man sieht, zerfallende Gebäude, alte Autos auf den Straßen inmitten von antiquiert erscheinenden Fahrzeugen, es deutet nichts daraufhin, dass sich die Menschen im Jahre 2027 befinden würden - ein gewichtiger technologischer und humaner Schritt nach hinten trifft es wohl am ehesten. Unterstützt durch die dynamische Kamera und die selten eingesetzten Schnitte verfolgt man Clive Owen auf seiner Odyssee durch London, ganz dem Ziel ergeben, ein Neugeborenes und dessen Mutter in Sicherheit zu bringen.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenAlfonso Cuarón konnte ich nicht einschätzen. Seinen "Harry Potter" werd' ich wohl mal gesehen haben, aber dafür sind die Filme dann doch zu beliebig, als dass mir da ein Regisseur im Gedächtnis haften geblieben wäre. Naja...das hat Cuarón jetzt nachhaltig geändert.
Seine Endzeitversion spielt im Jahre 2027. Es reichen 20 Jahre, um die Welt aufgrund einer globalen Unfruchtbarkeit in Depression und Terror zu stürzen, nur England versucht der verlorenen Zukunft mit faschistischen Methoden die Stirn zu bieten. Der ehemalige Freiheitskämpfer Theo Faron hat bereits resigniert, aber das Beamten-Dasein wird durch seine alte Liebe Julian beendet und er gelangt unfreiwillig in eine heikle Mission, die das Weltgeschehen beeinflussen wird...
Ein paar überdimensionale Werbetafeln lassen das futuristische Szenario erahnen, der Rest des Films ist von einer selten radikalen Bildsprache bestimmt, der in einem furiosem Finale zur Höchstform aufläuft. "Children…
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenRein von der Story her bietet der Film nichts wirklich Neues. Actionfilme mit spannenden Hetzjagden gibt es wie Sand am Meer. Was diesen Film jedoch so auszeichnet, ist die düster-drückende Grundstimmung, die den ganzen Film beherrscht. Wir erleben ein heruntergekommenes, schmutziges und kühles London im Jahr 2027, das erschreckend alltäglich aussieht und eben nicht abgehoben futuristisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die in der Zukunft spielen, ergehen sich die Produzenten nicht in ebenso superstylishen wie unrealistischen Auto-Design-Studien, sondern peppen einfach aktuelle Fahrzeuge so dezent auf, dass sie zu jeder Zeit realistisch und denkbar bleiben. Ein London mit Sperrzäunen und schwer bewaffneten Polizisten wirkt ebenso real wie das futuristische Fernseh- und Radioprogramm. Viele Szenen sind so bedrückend, dass beim Zuschauer ein großer Kloß im Hals spürbar wird.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenAus einem ohnehin bereits adrenalintreibenden, temporeichen Plot ragen zwei ohne einen einzelnen Schnitt gefilmte Actionsequenzen besonders heraus, die mitsamt ihrer perfekten Choreographie noch lange in Erinnerung bleiben. Schon deshalb lohnt ein Kinobesuch. Wenn die tödlichen Einschläge näher kommen, und wir zugleich sehen, wie Menschen sozusagen am Fließband exekutiert werden, mutiert Children of Men zu einem Ritt auf der emotionalen Rasierklinge. Fast scheint es, als wolle Cuarón den Zuschauer in einer Art Schockstarre versetzen.
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plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschen"Children of Men" funktioniert gut, wo er seine dystopische Welt für sich ernst nimmt, und versandet dort, wo er sich als Metaphernwerk übt. [...] Die Nähe der Zukunftsbilder am Anfang von Children of Men zu den Bildern unserer Gegenwart war noch eine futurologisch-diagnostische: Es ist naheliegend, dass sich wenig progressiv verändert hat und vielfach nur schon vorhandene Trends sich verstärkt haben, mit Stagnation und einigen etwas abseitiger erscheinenden Einsprengseln hier und da als Konsequenz der apokalyptischen Situation. Diese futurologische und verstörend realistische Weltzeichnung dessen, was sein könnte, vergeht bis zum Ende völlig in bloßer postmodern-arthausiger Jonglage und Collage dessen, was ist ...
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenEine mindestens so verstörende wie faszinierende Dystopie, meisterlich in Regie und Inszenierung, mit streng durchkomponierten Bildern und herausragender Kameraarbeit. Bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt besetzt, fesselt der ultraatmosphärische Science Fiction-Film durch seine kongeniale Erzählung, die das Sujet nicht bis ins kleinste durchseziert und sich vor allem nie selbst ausstellt - ein modern classic des Genres, der völlig zu Unrecht übersehen wurde.
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C_C 2010/12/31 17:38:59
Antwort löschenda muß ich dir ausnahmsweise mal zustimmen.
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDie Hintergründe bleiben nebulös, eine politische Aussage entfällt. Und damit bewegt sich Cuarón letztlich doch nur auf den üblichen Genre-Gleisen. Gänzlich ärgerlich wirken schließlich all die pseudoreligiösen Versatzstücke, die Erlösung aus dem Unheil versprechen.
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karma-karman 2010/10/11 00:03:52
Antwort löschenEs muss nicht immer eine politische Aussage gefällt mir. gerade dieser Umstand hat mir sehr zugesagt. Der Film lässt einen als Zuschauer über die genauen Hintergründe im Unklaren. Wir wissen nur, was der Durchschnittsmensch dieser pessimistischen Gesellschaft wohl auch weiß. So ist man sozusagen von Anfang mittendrin im Geschehen, als imaginärer Begleiter der Hauptfigur.
Was die pseudoreilgiösen versatzstücke betrifft: Eine nachvollziehbare Parabel, die da gezogen wird. Es geht immerhin um den ersten Menschen, der nach Jahren wieder zur Welt kommt, um eine Art Neuanfang. Man wird jedoch zu keiner Zeit mit religiösen Botschaften erschlagen und es wird erst Recht keine Erlösung versprochen. Es liegt ganz allein am Zuschauer, was er da hineininterpretiert.
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenDie Widerstände sind enorm, und beim Zuschauen kann einem anders werden, denn die hier gezeigte Zukunft erscheint gar nicht allzu weit weg angesichts des aktuellen Flüchtlingsdrucks auf Europa, des grassierenden Raubtierkapitalismus und der drohenden Klimakatastrophe. Außerdem sieht diese Zukunft, anders als in Filmen wie "Gattaca" oder "Minority Report", gar nicht so dramatisch anders aus als unsere Gegenwart - nur deutlich düsterer und heruntergekommener.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenMit "Children of Men" adaptierte der seit 1995 ("A Little Princess") international arbeitende Mexikaner einen Roman von P.D. James. Das Erschreckende an Cuaróns Szenario ist die Tatsache, dass es der Realität extrem nahe kommt...
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenNett gemachte Zukunftsvision mit Anleihen bei der Vertigo-Reihe "Y - The Last Man", die technisch brilliert aber aufgrund der äußerst mageren Story sowie der aktuellen Missstände, die im Film als Worst Case Scenario aufbereitet werden, etwas bieder daherkommt. Wo der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger Gore in Sachen Umweltschutz bei "Eine unbequeme Wahrheit" mahnt, heben Cuaron und Sexton hier den sozialkritischen und in Moral getränkten Zeigefinger. Die Action-Faust kommt hingegen auch zu einem schlagkräftigen Einsatz. Soziologie-Professoren aber auch Kunststoffformgeber kommen hier auf ihre Kosten.
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenErinnert mit seinen düsteren Farben ein wenig an die Verfilmung von "1984", obgleich hier mehr Action zu sehen ist. Originell: Die Anspielung auf die Geburt Jesu. Das offene Ende beglückt und nervt zugleich. Hatte man da wohl am Set eine Fortsetzung im Sinn?
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HulktopF 2011/12/09 14:21:27
Antwort löschenwohl eher weniger,
in diesem film geht esglaube ich eher um die reise durch diesen albtraum, nicht um das aufwachen daraus.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEine brilliante wie auch anstrengende Tour de Force, die auch den Zuschauern viel abverlangt.
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/11/15/children-of-men/
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Kommentare (146) — Film: Children of Men
Kommentar schreibenEmzed 2012/02/08 13:17:24
Kommentar löschenChildren of Men - lange hat mich kein Film mehr so hin- und hergerissen. Eine wirklich tolle und noch nicht da gewesene Idee bildet die Grundlage: Eine Welt der Unfruchtbarkeit, ohne Kinder, ohne Hoffnung auf Zukunft, langsam in Gewalt und Chaos versinkend. Clive Owen spielt brillant als Protagonist Theo, der aus seiner Lethargie geweckt wird, als er auf die schwangere Kee trifft - das Wunder, der Funken Hoffnung, auf den die Welt gewartet hat. Doch Kee und Ihr Kind drohen in den gesellschaftlichen Wirren unter die Räder zu geraten und so gibt Theo sein bestes, um sie in Sicherheit zu bringen. Das Drehbuch ist leider nicht so gut wie man es gern hätte, geht aber in Ordnung, dafür überragt der Film an anderer Stelle: unglaubliche Kameraarbeit in Form von teilweise minutenlang ungeschnittenen Aufnahmen des durch das Chaos eines Flüchtlingslagers irrenden Clive Owen. Gänsehautatmosphäre, wenn das für unmöglich gehaltene Babygeschrei einen Moment des Friedens in der von Rücksichtslosigkeit und Gewalt bestimmten Welt herbeiführt. Dazu kommen die starken Darsteller: Michael Caine ist klasse als Alt-Hippie und wie schon erwähnt glänzt Clive Owen, aus dessen Perspektive der Film erzählt wird und der somit quasi durchgehend im Bild ist.
Insgesamt eine exzellente und äußerst packende Regiearbeit von Alfonso Cuaron, die ich sehr empfehlen kann!
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rwn2106 2012/02/01 23:47:43
Kommentar löschenKameraarbeit und Szenierie ist wirklich außergewöhnlich gut. So etwas habe ich selten gesehen, bzw. fällt mir nie groß auf. Diese Endzeit-Atmosphäre bei solcher Art von Filmen mochte ich noch nie und zum Glück wird die düstere Stimmung hier anders erzeugt. Natürlich ist das ein dünnes Drehbuch, aber das stört nicht wirklich, da ich keine hohen Erwartungen hatte. Ich war sehr von der Qualität des Films überrascht.
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marlose 2012/01/31 10:12:13
Kommentar löschenBedrückende Atmosphäre und das Szenario erscheint mir garnicht so abwägig. Trotzdem konnte mich der Film nicht vollkommen überzeugen... Clive Owen macht seine Sache aber wie gewohnt gut und auch Caine weiß in seiner kleinen Rolle zu gefallen. Schlussendlich kein Film der einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen konnte.
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dustyOn3 2012/01/17 00:50:36
Kommentar löschen"Children of Men" ist endlich mal wieder ein Zukunfts- / Endzeit-Thriller, welcher mir wirklich gut gefallen hat. "Babylon A.D." oder "The Book of Eli" (welche beide deutlich später erschienen; nämlich 2 und 4 Jahre) kommen da bei weitem nicht ran.
Eine der großen Besonderheiten sind die intensiven Kamerafahrten durch die Straßen des hermetisch abgeriegelten Bexhill. Einzig allein auf den großartigen Clive Owen fokusiert, zerrt eine solche Kamerafahrt den Zuschauer in eine zugleich unendlich stille, aber penetrante Welt. Nicht selten kam es vor, dass ich mich bei einer Explosion richtig verjagt habe. Ich habe einfach nur auf den Bildschirm gestarrt und mich total in dem Film verloren.
Und auch wenn die Idee, die hinter dem Ganzen steckt, zwar spannend, aber auch nicht unbedingt schwierig gestaltbar klingt, so hat Alfonso Cuarón mit einem gut halb so großen Budget wie bei dem 2 Jahre zuvor erschienenen "Harry Potter und der Gefangene von Askaba" einen positiv technisierten und unglaublich dichten Film geschaffen.
"Children of Men" ist nicht nur ein bisschen sozialkritisch und das wars. Nein, er ist viel mehr ein nahezu logisches Zukunfts-Portrait dieser Welt, verpackt in großartigen, albtraumhaften Bildern und genialen Szenen, welche teilweise bis zu 7 Minuten ohne Cut auskommen.
"Vielleicht verrate ich ein großes Geheimnis, aber manchmal steckt mehr dahinter, als es scheint. Wichtig ist, wie man alles zusammenschneidet (überblendet) und in all den unterschiedlichen Teilen die Wahrnehmung einer fließenden Choreographie aufrechterhält."
"Alfonso Cuarón" - Dieser Name hat mir vor "Children of Men" nicht viel gesagt.
Oscar-Nominierungen:
2006: Bester Schnitt für "Children of Men" zusammen mit Alex Rodriguez.
2006: Bestes Adaptiertes Drehbuch für "Children of Men".
Doch jetzt sagt er wohl einigen etwas.
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DeDavid 2012/01/17 09:04:27
Antwort löschenSchön! <3
Für mich sogar der bester Film der letzten 12 Jahre. :)
dustyOn3 2012/01/17 10:44:17
Antwort löschenSo weit würde ich jetzt nicht gehen, aber er war / ist auf jeden Fall brilliant.
smartyx 2012/01/03 23:29:41
Kommentar löschenEndzeitfilme habe ich schon viele gesehen. "Children of Men" ist aber anders. Er bringt eine neue Idee mit, was man hoch anrechnen muss und zurecht neugierig bzgl. Umsetzung macht. Aprosos Umsetzung: Großartig. Die Kameraführung ist sensationell, Michael Caine als Althippie grandios und bestens besetzt. Seit Shoot'em up war ich von Clive Owen eher skeptisch, das hat sich nun wieder gelegt.
Aber warum bei dem ganzen Lob nur 6 von 10 Punkten? Dann bitte nachfolgenden Spoiler lesen
+++ Spoileranfang +++
Schon wieder ein Film mit einem Ende, bei dem nicht alle wichtigen Personen überleben.
+++ Spoilerende +++
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SoulReaver 2012/01/06 10:08:58
Antwort löschenSPOILER!!
Nur weil jemand wichtiges stirbt gibts weniger Punkte?
SPOILER!!
smartyx 2012/01/06 13:32:32
Antwort löschenNein. Weil jemand von den wichtigen Guten stirbt, gibt es massiv Punktabzug!
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SoulReaver 2012/01/06 21:11:47
Antwort löschenAchso. Gut, sind deine Punkte und deine Meinung.
smartyx 2012/01/07 01:35:59
Antwort löschenJup, tut mir auch etwas leid, aber ich kann nicht anders. Da muss ich konsequent sein.
Danke für dein Verständnis.
DerMarvin 2011/12/30 13:44:42
Kommentar löschenSelten so ein vergleichbar realistisches und atmosphärisch dichtes Endzeitbild gesehen.
Dafür sind nicht nur Drehbuch und Darsteller verantwortlich, sondern besonders die Kamerafahrten von Emmanuel Lubezki.
Unterstützt werden sie von den wenigen Schnitten, was dem Ganzen Authenzität zufügt.
Die Darsteller sind ebenfalls (sehr) gut gewählt. Sie verkörpern ihre Rollen mit einer enormen Glaubwürdigkeit. Besonders für die Rolle des Jasper hätte ich mir niemand besseren vorstellen können als Michael Caine.
Mich stört es nicht, dass der Film die ersten 30 Minuten "nicht in Fahrt kommt". Im Gegenteil: Für mich macht genau dieser Aspekt die Einzigartigkeit von "Children of Men" aus.
Denn Dramaturgie und Spannung verlaufen mit zunehmender Spieldauer parallel zueinander. In der ersten Hälfte wird beides aufgebaut, um zum Ende hin ein gelungenes Finale zu schaffen.
Insgesamt kann ich mich in letzter Zeit an keinen Film erinnern der so düster und gleichzeitg realistisch war wie "Children of Men". Wenn dabei noch Actionszenen der extraklasse entstehen, muss ich bei der nächsten Sichtung über das Prädikat "Lieblingsfilm" nachdenken.
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M4x1k1ng 2011/12/30 02:21:02
Kommentar löschenWirklich guter Film, aber ich muss eingestehen, dass ich die erste Hälfte etwas langweilig fand. Da einfach nichts passiert, ich meine die Story ist super und Umsetzung auch, aber ich finde der ersten Hälfte fehlt es etwas an Pepp. Doch das reißt die zweite Hälfte auf jeden Fall wieder raus.
Ach ja: Clive Owen ist auch super ;)
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aberaber 2011/12/28 19:15:07
Kommentar löschenHeldentum und Menschlichkeit in einer Zeit, in der es keine Hoffnung mehr zu geben scheint. Sehenswert!
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moviee 2011/12/27 05:37:55
Kommentar löschenSpätestes seit "28 Days Later" und "28 Weeks Later" wissen wir, dass die Briten wunderbare Endzeitthriller kreieren können. Mit "Children of Men" kam 2006 ein weiteres dystopisches Science-Fiction-Endzeitszenerio in die Kinos. Und auch dieses hat es wirklich in sich. Die bis zu diesem Zeitpunkt noch nie da gewesene und somit originelle Geschichte, in der die große Unfruchtbarkeit ausgebrochen ist, weiß den Zuschauer schnell zu begeistern, sodass dieser bereits nach kurzer Zeit mitfiebert, wie eine scheinbar schwangere Frau ihr Kind vor der ganzen Welt erst verbergen und dann gebären muss. Wirklich gelungener Endzeitthriller, der mit Top Schauspielern, Top Charakteren und Top Bildern eines völlig zerstörten Großbritanniens voll und ganz überzeugen kann.
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HulktopF 2011/12/09 14:18:25
Kommentar löschenich muss sagen, eine kritik ist bei diesem film einfach unangebracht, fast alles ist perfekt,naja okay, eigentlich alles: die schauspieler,das drehbuch,die story, und vor allem die unglaublich beklemmenste one-shotaufnahme die ich je zu sehen bekam.
einzig und allein dass einige szenen so überfüllt waren mit ereignissen,sodass man kurz die orientierung verliert (musste kurz nachdenken um herauszufinden wann der held angeschossen wurde, und ähnliches).
aber wie gesagt so ein unglaublich guter film, den man mit dem hintergedanken anschauen sollte,
....dass jedes leben was in diesem film beendet wird gleichzeitig das ende einer blutslinie bedeutet.
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der cineast 2011/11/24 22:23:58
Kommentar löschenWenn ein falscher Satz einen Krieg auslösen kann, dann kann auch Kindergeschrei einen Krieg für kurze Zeit stoppen. Regiewunderkind Alfonso Cuaron arrangiert in ausgesprochen wunderbarer, ästhetischer Klarheit Szenen von wahrer inszenatorischer Größe. Szenen die wohl die besten des letzten Jahrzents sein müssen. Und endlich wird etwas wieder in den Fokus gerückt, dass wir als selbsverständlich hinehmen: Die Geburt, das Wunder des Lebens, ist eben doch, dass wertvollste Geschenk. Solche Filme braucht es, um uns daran zu erinnern...
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fkfilmkritik 2011/11/24 22:29:03
Antwort löschenSchön geschrieben. Muss ich auch noch sehen. :)
Tjeorrmy 2011/11/24 22:40:49
Antwort löschenStark!
der cineast 2011/11/24 22:42:40
Antwort löschen<3
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as-aka-der-streuner 2011/11/26 17:33:40
Antwort löschenklasse kritik, zu einem grandiosen streifen ;)
der cineast 2011/11/27 21:31:43
Antwort löschen:*
Joeyjoejoe17 2011/11/20 20:34:09
Kommentar löschenEin perfekter Endzeitthriller, der mit einer grandios erzählten dystopischen Story aufwartet. Die Darsteller machen ihren Job echt top, die Musik passt perfekt (ich meine bei den Songs auch die Band King Crimson erkannt zu haben :>) und die Actionszenen gehören mit zu den am besten inszenierten Schießereien und Verfolgungsjagden, die ich je in einem Film gesehen habe. Unglaublich authentisch, erschreckend realitätsnah und derart herb inszeniert, es ist so als ob man ein volles Pfund in die Fresse bekommt. Und so fühlt man sich danach auch.
(SPOILER Allein die Szene, in der Julian Moores Charakter erschossen wird. Unglaublich, wie die ganze Szene ohne einen einzigen Schnitt auskommt, nur aus dem verfolgten Fahrzeug heraus gefilmt ist und trotzdem derart dynamisch bleibt. Diese Szene hat sich bei mir definitiv ins Gehirn gebrannt und steht für mich nun stellvertretend für die perfekte Inszenierung einer Verfolgungsjagd. /SPOILER)
Alles in allem einer der spannendsten und kurzweiligsten Thriller, die ich je gesehen habe.
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InfiniteJest 2011/11/16 16:45:58
Kommentar löschenIntensiv, eindringlich, bestürzend und düster ist dieser Film, alles keine Verheißungen zum Geniesen also. Und trotzdem habe ich ihn unzählige Male gesehen und selbst beim letzten Mal war ich hinterher aufgewühlt und nachdenklich. Der Film dauert vielleicht nur zwei Stunden, aber er lässt mich tagelang grübeln.
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diceman 2011/11/03 14:16:53
Kommentar löschenSensationell guter Film. Und Clive Owen kann mehr als die coole Sau. Großes Lob verdient natürlich die Kameraführung (bei jenen schier EWIG andauernden schnittfreien Sequenzen im Finale, wo einen die Intensität der Kriegsszenerie erst so richtig ins Geschehen reinsaugt, stand mir auch schonmal der Atem still), und die Tatsache, daß der Film von der ersten Szene direkt anfängt zu erzählen; ja, wirklich, es gibt sie noch, jene Sci-Fi-Filme ohne Texttafel-Intro, das einem erklärt "was bisher geschah". Stattdessen erschließen sich einem die Konsequenzen der schleichenden Katastrophe, die Regeln und Werte, die in solch einer dystopischen Utopie noch gelten, nach und nach durch klug in die Handlung eingebettete Details und Dialoge. So muß das sein.
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gnipmac14 2011/11/03 00:35:12
Kommentar löschengroßartig. ich bin normal ein fan von fantasievollen runden roboterzukunftsvisionen, doch hier eine "reale" zukunft erleben zu dürfen bringt mich fast zum weinen.
zu bemängeln ist hier das recht kurz gehaltene drehbuch in dem die dialoge selten zum punkt kommen. jede szene löst sehr langsam auf mit wem man es zu tun hat. leider wird auch nicht eindeutig darauf eingegangen wiso die "FISHs" tun, was sie tun und der emotionale verlust des bikers wird stärker zugelassen als nötig jedoch weniger als dass es möglich wäre diesem mitzufühlen. die ganz große stärke dieses films ist die detailverliebtheit der einzelnen szenen. hollywood zeigt uns für gewöhnlich keine "unnötigen" kleinigkeiten, es seih denn sie sind für die handlung unumgänlich. hier jedoch sehen wir autos die nicht spontan anspringen wenn man sie anschiebt, charaktäre, die sufällig in glasscherben treten, helferlinge welche eine andere sprache sprechen und jede menge haustiere. doch so schade wie das drehbuch verendete, genauso überzeugent ist hier in diesem futur-drama-action-thriller ein held, welcher nicht wie altbekannt mit einem lockeren spruch noch häftiger aufs gaspedal drückt, sondern einen dezenten aber vollständig presenten clive owen, der sich fragt wie er nur in diese situation kommen konnte bis er schließlich im großen showdown gegen mit seinem glauben an die welt die klarheit findet.
das ende tut gut, weil es unerwartet uneindeutig aber doch befriedigend ist. cuaron schickte eine junge frau auf die reise, das wunder der menschheit zu beschützen, und sowol er als auch die junge schauspielerin hauchen in den film (er hinter der kamera, sie davor) eine art von hoffnung ein, die spürbar ist.
das kindergeschrei im abspan hat etwas fast gruseliges und genauso fast göttliches und allmächtiges welches nur diesen effekt haben kann nachdem man diesen film verstanden hat.
in seinen gekonnt gewollten 10min-einstellungen schafft es dieser film wie wenige andere dem zuschauer in die szenen hineinzuleben, und das leibe leute, bei einem actionfilm. mir hat er gefallen!
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Freegier 2011/11/01 22:13:51
Kommentar löschenIch kauf diesem Film einfach nicht das "Zukunftsszenario" ab. Ganz ehrlich.
Autos aus den 90er leicht verkleidet mit Pseudo-Erlkönigabdeckungen. Der Versuch diese modern wirken zulassen in dem eine dauerhaft aktive Rückfahrkamera und superduper Touchscreens integriert werden verbessert dies nich, es wird dadurch nurnoch schlimmer. Die Städte sehen aus wie heute, nur teilweise zerstört. Alle Schusswaffen haben sich nicht verändert und niemand verhält sich auch nur ein Stücken so als sei man im Jahr 2002 äääh 2027.
Positiv ist aber die Idee der Story und die Kameraführung hat auch mich begeistert.
Damit hat man aber keine guten Film. Da das Ganze nicht glaubhaft rüberkommt kann ich mich mit diesem Film nicht anfreunden.
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davidleeuw 2011/11/02 10:04:53
Antwort löschenIch weiss nicht, ob du es mitbekommen hast, aber wir düsen noch immer nicht in fliegenden Autos durch die Stadt und haben den Mars auch noch nicht besiedelt, auch wenn uns das Science-Fiction-Filme schon seit knapp 60 Jahren prophezeien. Wenn es mit der Weltwirtschaft steil bergab geht, Gesundheitssysteme kollabieren und totalitäre Regierungen am Ruder sind, dann mag man Verständnis dafür haben, dass die (hier nicht einmal allzu ferne) Zukunft nicht allzu geleckt aussehen kann und die Menschheit mit dem auskommen muss, was sie hat. Realitätsnah würde ich das nennen.
Aber wir sprechen uns in 16 Jahren nochmal und blicken gemeinsam auf die technische Entwicklung seitdem zurück. Einverstanden?
SpiceWeasel 2011/11/02 12:16:54
Antwort löschen*lach* Volle Zustimmung!
Freegier 2011/11/02 13:23:24
Antwort löschenDu widersprichst mir also in der Aussage das in diesem Film Autos verwenden die HEUTE schon als älter bezeichnet werden können?
Ich verlange hier doch keine fliegenden Autos oder Plasma-Granatenwerfer.
Mir zerstört einfach das durchgängige Verwenden von nicht mal aktuellen sowie auch heute schon veralteten Gegenständen die Illusion das es sich hier um eine Handlung IN 16 Jahren handeln soll.
Und wir können gerne in 16 Jahren darüber sprechen. Wenn dann die britische Polizei mit Autos aus dem Jahre 2000 rumfährt, geht der Punkt an dich.
SpiceWeasel 2011/11/02 14:01:53
Antwort löschenSchau einfach mal raus auf die Straße, da siehst ne menge Autos rumfahren die locker noch älter als 16 Jahre sind! ;-)
davidleeuw 2011/11/02 18:31:19
Antwort löschenSpiceWeasel sagt es.
Freegier 2011/11/02 18:36:13
Antwort löschenIn wenn man dann die aktuellen Autos dazu weglässt sind wir in der Zukunft?
Wenn da ne vernünftige Mischung vorhanden wäre, kein Problem.
Ist aber nicht der Fall.
Das in 16 Jahren Oldtimer ausgestorben sind bezweifel ich gewaltig und wünsche ich mir auch nicht. Aber ich glaube kaum das die Autoindustrie 2005 aufgehört hat zu produzieren.
davidleeuw 2011/11/03 11:16:23
Antwort löschenIst doch dämlich, sich an sowas aufzuhängen. Cuarón zeichnet hier eine Möglichkeit, wie die Zukunft aussehen können. Mir gefällt das. Realistischer sind andere Visionen sicher auch nicht, egal, was für Autos durch die Szenerie tuckern oder wie die Menschen sich gehaben. Letzteren Aspekt finde ich sogar sehr gelungen. Die Menschen ändern sich doch nicht in ihrer Art? Schon gar nicht in 20 Jahren. Einige Konventionen verschieben sich vielleicht.
Na was soll man machen? Dir gefällt's nicht, sei es drum.
Freegier 2011/11/03 12:30:18
Antwort löschenIch würde mich ja gern nicht daran aufhalten. Allerdings, wie du sagst, gefällt mir daher der Film nicht.
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DerHerr 2011/11/07 19:08:42
Antwort löschenes fahren auch noch trabis auf deutschen straßen
Apophis 2011/11/17 01:24:36
Antwort löschenEin Film wegen den vielleicht nicht hunderprozent zutreffenden Auto schlecht finden, zeugt hat davon, dass man wenig mit Filmen anfangen kann!
HerrSpitt 2011/10/05 11:25:08
Kommentar löschenEiner meiner liebsten Filme.
Die Atmosphäre ist sowas von packend und glaubwürdig, die Bilder stark.
Szenen, in denen 10 Minuten lang nichts geschnitten ist, tolle schauspielerische Leistungen, Spannend, allet dabei!
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Ich-Bin-Viele 2011/09/22 03:07:40
Kommentar löschenEine mysteriöse Unfruchtbarkeit befällt die Menschheit, seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren: ich halte das für eine unheimlich coole Prämisse. Umso enttäuschender ist es, dass die Story völlig wirr dargestellt wird, die Hauptfiguren nicht integer wirken und die Stimmung des Filmes hektisch und nervig ist.
Die schauspielerische Leistung ist ganz gut, doch ist das Drehbuch so mangelhaft dass hier kein Darsteller das Ruder rumreißen kann. Die Botschaft, dass Fortpflanzung ein Wunder ist wird einem derart plakativ eingehämmert, dass das Babygeplärr passender als Analogie wirkt als die Engelschöre; dies findet seinen Höhepunkt in der absolut albernen Szene, in welcher ein ganzer Packen Soldaten mal kurz einen Aufstand sein lässt, um das Kind zu begutachten. Desweiteren hatte ich immer das Gefühl, dass der Film nun nicht weiß ob er optimistisch oder pessimistisch sein will, man muss schon massive Stimmungsschwankungen haben um hier noch mitzukommen; das einzige, das klar wirkt, ist, dass der Film möglichst bedeutungsschwanger zu sein wünscht.
Die Darsteller handeln nach meinem Gefühl oft irrational und einfach nicht so, wie ein echter Mensch sich verhalten würde: wenn ein Kommando zu mir unterwegs ist, das mich umbringen will, bleib ich nicht eben nochmal kurz stehen und schau hinter mich, was so abgeht. Das Ziel der Reise durch ein verdammtes Konzentrationslager wird nicht ausgereift genug dargestellt, es bleibt viel zu nebulös, als dass der Weg dorthin nachfühlbar wäre.
Die Kameraführung ist in manchen Szenen sehr gelungen und die Depression, welche die Welt befällt angesichts der Unfähigkeit, sich fortzupflanzen, wurde effektiv portraitiert. Das ändert aber leider nichts daran, dass der Film mich mit dem Gefühl zurücklässt, massiv Potenzial verschenkt zu haben.
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SgoTscH 2011/09/23 10:08:25
Antwort löschenVielleicht wurde ja auch versucht die Verwirrtheit und Verzweiflung der Menschheit widerzuspiegeln, dass die Leute völlig verrückt spielen, wenn sie nach 18 Jahren (stell dir das mal vor) mal wieder ein Kind sehen. Das erinnert mich an die biblischen Schilderungen der Hirten bei der Begegnung mit Jesus.
Man könnte versuchen die Stimmungsschwankungen in den Perspektiven zu suchen. Ein optimistischer Erzähler, optimistische early Adopters und eine ängstliche Mutter, die Angst davor hat, was mit ihr und ihrem Kind passiert.
Mir hat die Darstellung der Stadt damals eigentlich ziemlich gut gefallen, muss meine Erinnerungen an den Film aber vielleicht mal anpassen. :>
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Ich-Bin-Viele 2011/09/26 09:07:18
Antwort löschenIch find auch, dass die Verzweiflung der Menschheit gut festgehalten wurde. Die Szene als sie das Kind begaffen hat für mich aber einfach überdramatisiert und erzwungen gewirkt, es war mir irgendwie zu offensichtlich, worauf man da abgezielt hat.
Die Stimmungsschwankungen hab ich auch innerhalb einer Person bemerkt und unabhängig deren Interpretation fand ich sie einfach emotional nicht mitfühlbar und somit anstrengend / störend.
Gentle 2011/10/12 20:32:00
Antwort löschenAlso bitte, die Bewertung war ja sowas von daneben. Der Film laesst es dem Zuschauer offen, ob er optimistisch oder pessimistich ist. Ein ausgezeichnetes Stueck Filmgeschichte mit wahnsinnig coolen Ideen.
Trimalchio 2011/09/02 22:56:27
Kommentar löschenPackender Film, der eine düstere Endzeitatmosphäre bietet.
Mein einziger Kritikpunkt, der allerdings schwer ins Gewicht fällt, ist dass die Story obwohl sie zwar recht ansprechend präsentiert wird, sich viel zu viele Themen aufbürdet und die meisten nur anreißt und nicht ausführt.
Nebenbei ein wirklich tolles Ende und alleine schon wegen der Szene auf der Treppe kurz vor Ende des Films empfehlenswert.
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Trimalchio 2011/09/02 22:58:04
Antwort löschenUnd Cuaron sollte wirklich mal wieder einen Film drehen!
I_have_seen 2011/08/30 14:59:20
Kommentar löschenErster Eindruck
In Anbetracht des inneren Widerspruchs der Bewertung des Films die mir vorab bekannt war und der eben sporadisch angelesenen Kommentare zum Film empfinde ich einen gewissen befriedigenden "Howard Stern"-Hommage ....
Der Film ist erzählerisch totaler Müll; für empfindsame eine Zumutung; aber irgendwie schafft er es, dass man weiterguckt um nicht die nächste "Episch (unsinnige) Szene" zu verpassen. Man sieht es und staunt! [Howard-Stern-Effekt, Nummer 1]
Howards einstiger Ausspruch und Vermächtnis, klingelt in meinen Ohren: Töte, töte, töte ...... tötet den weißen Mann!! Der Film liebäugelt scheinbar mit diesem Bild der Zukunft. [Nummer 2]
Filmbewertung:
Die "zweite Chance" bahnt sich gefühlte 2 Stunden an .... zwischendurch "blinzelt" hier und da etwas Weltanschauliches hervor ....etwas Hippiges (laizistisch angehauchte Hippie-Kommune auf dem Land mit gutem "Shit"), die etwas spirituelle Hebamme (die nebenbei Yoga macht), die etwas schamanenhafte Zigeunerin und der ziemlich rührselige Cliv'i der vom christlichen Gott geprüfte Hirte der mit einer ebenso christlichen Unbekümmertheit das ihn umgebende Sterben hinnimmt ...sein Platz ist an der Seite des Kindes und der Mutter... tja... und daneben hat man viel Zeit über die irrwitzigen Wendungen zu schmunzeln bis einem selbst das schmunzeln dann endgültig im Flüchtlingslager vergeht ... hier geht alles drunter und drüber ... 200 Soldaten und Panzer beschießen ein Wohngebäude und im ...nächsten Augenblick sieht man Clivi, die Mutter und das Kind seelenruhig mit melodischer Filmmusik untermalt seelenruhig und unbehelligt aus dem Haus gehen .... Kurz davor hatten Sie noch Königlich in einer ehemals und noch recht schmucken Wohnung und eine Orange zum essen bekommen und dann kümmern Sie sich um ein Boot ....das auch schon auf sie wartet ....alles ganz normal ....mir reichte es dann jedenfalls ....
Die hier gelobte Kameraführung und die aufwendige Detailliertheit des Filmsets mag für ein Talent sprechen, allein diese Fähigkeit reicht aber nicht um einen "guten Film" zu produzieren. Die Hauptdarsteller sind einem am Ende des Films so nah' wie am Anfang ...das schon traurig, wenn man teils gute Schauspieler zur "Schmalspurigkeit" zwingt. Der Schauspieler "strahlen" kaum "Wärme" aus...man verfolgt nur deren Bewegung und die Bilder ... es ist schauspielerisch langweilig ... In welcher Art von Beziehung stehen die "Charaktere" zueinander? Die Freunde von Clive ...wer sind Sie? Ein Rätsel ohne Auflösung ... WAS IST IN DEN 18 JAHREN DAVOR in der Welt PASSIERT ??? Wieso erklären sich denn die überall sich ausbreitenden Kriegsähnlichen Zustände? Kindergärten und Schulen schließen ...sind es die Arbeitslosen und die ausbleibende Motivation weiterzuarbeiten die die Leute dazu bringt erst den Fernseher aus dem Fenster zu scheißen, dann gegen Ausländer zu wettern um sich dann mit einem von der Regierung gesponsertem Suicide-Kid selbst umzubringen.... darauf hätte man eingehen können und müssen ... der Plot bleibt zu sehr in vagen und die Story (als Tragödie) bleibt durch die gezeigten Menschen stets unpersönlich ... und das Rattern und Knattern, das zusammen mit der untermalenden friedvoll-und-weichen Musike wirkte aufgesetzt und irgendwie peinlich, weil die Musik auf kein fruchtbaren Boden fallen könnte... da war einfach nichts was die Gefühle ansprechen könnte.
Fazit:
Schade. Vergebens und Verschenkt. Den inzwischen geläufige Plot hat mein Interesse geweckt und das geweckte Interesse enttäuscht. Duzende Filme habens besser hinbekommen.
Die Mühe mit der Inszenierung sieht man dem Film an und ist dennoch überwiegend vergebens, weil die Ärgernisse einfach überwiegen.
Die handlungstreibende Logik der Story und der Charaktere wird offensichtlich verächtlich links liegen gelassen oder wirkt aufgesetzt und damit Rätselhaft. Vor allem Clive als der rätselhaft unmotivierte Held der die Handlung zumindest mitlenkt ..ist bleibt immer seltsam dröge und schmucklos.
Die Spannungsbögen sind vorhersehbar und kläglich. Die Spannungssequenzen sind unglaubwürdig (besonders die Szene bei Eingangskontrolle im Flüchtlingslager insgesamt und im Bus...und die Szenerie im Lager selbst)
Die religiösen Andeutungen sind zu Ausladend und zu sehr mit "der Keule" dadurch nimmt der Realismus- und Glaubwürdigkeitsgehalt rapide ab.
DER FILM IST eine Mischung aus Inhaltslosigkeit versetzt mit Action und religiöser Saga.
Nothing more.
Thats it.
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I_have_seen 2011/08/30 23:08:15
Antwort löschenOk... ich gebe zu, ich habe "mit spitzer Feder" geschrieben... allerdings bin ich der Meinung, dass durch die Überspitzung der Worte das Inhaltliche nicht falsch wird ...vielmehr wird er dadurch besser erkennbar. Punkt 2: Die Möglichkeit in sich in das invidiuelle Drama der Rolle einzufühlen bleibt aufgrund des sehr spärlichen Aufbaus der Charaktere enorm schwierig wenn er nicht völlig aus bleibt ... und so gesehen finde ich wurde die INHALTLICHE AUSSTATTUNG des Films LEICHTFERTIG VERSCHENKT Punkt 3: Filme mit Clive Owen sehe ich aufgrund seiner Indivuellen Leistung auch gerne nochmal ...er versteht es durch seine Rolle dem gesamten Film etwas sehenswertes hinzuzufügen (ich denke dabei insbs. an "Inside man" oder "Duplicity") ...MÖGLICHKEIT DIE FÄHIGKEITEN DER SCHAUSPIELER ZU NUTZEN wurde VERTAN ..oder anders ausgedrückt VERSCHENKT. Punkt 4: Inhaltslosigkeit ist zu scharf formuliert ... aber was ist den noch an Inhalt da wenn man sich den Plot "rausdenkt" ..???... Nicht viel oder... Panik macht sich breit... und die Leute suchen ihr heil in der leeren Routine (ihres Arbeitsalltags) die Sie kennen (dies gilt insb. für die Städter) ...sie Verdrängen so gut es geht oder Sie suchen eben Zuflucht in einer spirituellen Idee ...der Rest glaubt an nix mehr ...die zivilen Standards verfallen und der tolle archetyp Mensch kommt wieder zum Vorschein. Das alles ist banal (im Sinne von "schon klar"). Punkt 5: Was bitte, von dem was sich im und um dem Flüchtlingslager abspielt ist glaubwürdig ... das Kind schreit (lange) nicht ... Clive müsste vom Kugelhagel durchsiebt sein... die "Fishs"-Truppe taucht in der Speerzone mit Waffen auf ...wie überhaupt alle ziemlich schwer bewaffnet sind ... und dann noch das Ruderboot. Punkt 6: Das Reizwort "religöse Saga" ...als Untermahlung macht viele Filme erst richtig "gut" erfolgreich ... beispiel: "Matrix" (Neo ist der Auserwählte ...der Messias einer neuen Ära..er hat vollbringt schier unmögliches)... aber hier ist es für meinen Geschmack zu dicke ... "Waterworld" ist in allen Kategorien deutlich besser gelungen. Punkt 7: ZUM POSITVEN... die Handwerkliche Umsetzung (Kamarabild+führung, Sets und Szenerie+Effekte) ist professionell und hochwertig! Gute Arbeit ... Aber beim Rest der ist die Mixtour misslungen bzw. zu niedrig um gut zu sein. Die Bewertung verspricht mehr als tatsächlich geboten wird. Wenn mich jemand fragt: ist der Film sehenswert (gut) ...werde ich NEIN sagen.
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Dom699 2011/09/11 23:44:46
Antwort löschenboa, liesst sich das irgendjemand wirklich durch? ich für meinen teil halte es immer für einen fehler, an einem film zu kritisieren, dass er etwas nicht tut was er tun sollte. letztendlich gibt man dem werk so keine möglichkeit zur eigenständigkeit, und zitiert lediglich bekannte schemata. ich find den film super...
ReubenCogburn 2011/11/02 18:13:01
Antwort löschenjoar, habs mir durchgelesen und bin gleicher Meinung. Gute Idee und auch gelungene Ansätze aber irgendwie nicht konsequent Umgesetzt.
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