Children of Men

Children of Men (2006), GB/US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 09.11.2006

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.7
Kritiker
83 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3
Community
15689 Bewertungen
195 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alfonso Cuarón, mit Clive Owen und Julianne Moore

Keine Kinder. Keine Zukunft. Keine Hoffnung. Das Aussterben der Menschheit scheint unabwendbar, als im Jahr 2027 der jüngste Mensch der Welt mit nur 18 Jahren stirbt. Der desillusionierte Regierungsagent und ehemalige Aktivist Theo und seine Ex-Frau Julian sollen die Zukunft des von Terroristen und Nuklearkriegen verwüsteten Planeten sichern: Als eine junge Frau wie durch ein Wunder schwanger wird, werden sie zur Eskorte auf einem gefährlichen Weg zu einem Zufluchtsort auf hoher See.

  • 37795279001_1035567197001_ari-origin05-arc-128-1309628924210
  • 37795279001_1860838214001_th-5061df05c569b0e43576669f-1592194011001
  • Children of Men - Bild 6381050
  • Children of Men - Bild 51556
  • Children of Men - Bild 6381036

Mehr Bilder (20) und Videos (3) zu Children of Men


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (19) — Film: Children of Men

sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] “Children Of Men” erzählt eine Geschichte, wie sie düsterer kaum sein könnte. Die Menschheit ist am Aussterben und kann nichts tun, außer sich selbst dabei zuzusehen. Eine Aussicht auf eine Heilung besteht nicht, da (so zumindest meine Interpretation) der Auslöser für die mysteriöse Unfruchtbarkeit nicht gefunden werden konnte. Die ganze Welt steht vor dem Abgrund, lediglich in England herrschen noch halbwegs normale Verhältnisse, welche aber auch nur durch massiven Einsatz von Staatsgewalt und die Internierung aller Zuwanderer aufrecht erhalten werden. Man sieht also, dass Cuaróns Zukunftsvision alles andere als rosig ist und das schlägt sich auch in der gesamten Atmosphäre seines Filmes nieder. Er versteht es sehr gut, die Hoffnungslosigkeit der Zukunft widerzuspiegeln und dem Zuschauer klar zu machen, dass vor allem eines in seiner Welt kaum vorkommt: Hoffnung. Er vergißt dabei aber auch nicht, dass er eine Geschichte erzählen möchte, die den Zuschauer auch fesselt. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Technisch ist die Zukunftvision atemberaubend umgesetzt, nur inhaltlich ist die Geschichte ein wenig mager. Die angeschnittenen Themen sind zwar zahlreich, aber genau dadurch bleibt wenig Zeit für die einzelnen Probleme. Oberflächlich ist «Children of Men» bestimmt nicht, in der Ausführung aber vielleicht doch ein wenig fragwürdig.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

“Children Of Men” versetzt einen in eine Welt der Zukunft, wie sie realistischer wohl selten dargestellt wurde. Hier gibt es keine fliegenden Autos, keine Laserpistolen. Die Welt versinkt in Kriegen und Chaos und es sind die kleinen Details, die einen daran erinnern, dass dies nicht die Gegenwart ist. Digitale Reklameflächen an Bussen, Displays in den Scheiben der Autos - ansonsten hat sich scheinbar nicht viel verändert, man möchte bald sagen: Früher war alles besser, da gabs auch wenigstens noch Kinder.

Der Film erklärt nicht viel: Frauen sind unfruchtbar, die Welt bekämpft sich gegenseitig, alle wollen nach England flüchten, doch England geht mit aller Härte gegen die Einwanderer vor. Wieso, weshalb, warum - auch wer fragt bleibt dumm. Und das ist das gute an dem Film. Keine krampfhaften Erklärungsversuche, die kaputte Welt, in der der Film startet, ist auch am Ende noch kaputt, der Zuschauer durfte nur kurz dabei sein. Ob das Ende dann auch wirklich ein Happy End ist, sei…

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Synovia

Antwort löschen

oh ja, mich auch :)


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

mich auch noch:)


sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Die grundsätzlich nette Storyidee ist leider nicht packend, sondern mit großem Fokus auf Action umgesetzt. Trotz großer Schauspieler, die ihr Bestes geben, nicht überzeugend.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

"Children of Men" muss man gesehen haben. Es handelt sich bei diesem Film zwar nicht um klassisches Popcornkino, sondern um Kopfkino mit einigen Popcornkinoelementen, aber davon sollte man sich als Gelegenheitsfilmschauer nicht abschrecken lassen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Reines subjektives Erfahrungskino. Hier wird kein globaler Sci-Fi erzählt. Wir hier überhaupt wirklich was erzählt? "Children of Men" ist das ständige Beschreiben eines Zustands mit Plansequenzen, die nicht mal Scorsese oder PT Anderson so hinbekommen hätten. Ich fange wirklich an an dem Oscar für Robert Elswitt zu zweifeln. Einer der authentischsten und innovativsten Sci-Fi-Filme der letzten Jahre. Nur zum Ende hin wird mir alles ein wenig zu sehr Kriegsfilm. Da ähnelt die Kamera dann einem Soldat James Ryan.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

"Children of Men" bringt gute Ansätze für ein hervorragendes und düsteres Szenario der Welt von morgen mit sich. Leider verzettelt sich der Regisseur bei dem Versuch, plakativ auf (bereits heute existierende) Missstände hinzuweisen. So stehen den gut gemachten Kulissen und der fesselnden Action am Ende leider nur wenig bis gar kein Sinn und jede Menge leerer Pathos gegenüber.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Schon in Harry Potter III ließ der Regisseur durchblicken, welch enormes cineastisches Potenzial in ihm steckt, jetzt, in diesem Film, hat er es vollends zum Ausdruck gebracht. Das erschütternde Endzeitszenario ist beeindruckend und erschreckend zugleich, die Menschheit steht kurz vor ihrem Untergang. Mithilfe der kargen, bedrückenden und von jeder Hoffnung beraubt geglaubten Atmosphäre inszeniert Alfonso Cuaron eine Schreckensvision, die es in sich hat. Tristes wo hin man sieht, zerfallende Gebäude, alte Autos auf den Straßen inmitten von antiquiert erscheinenden Fahrzeugen, es deutet nichts daraufhin, dass sich die Menschen im Jahre 2027 befinden würden - ein gewichtiger technologischer und humaner Schritt nach hinten trifft es wohl am ehesten. Unterstützt durch die dynamische Kamera und die selten eingesetzten Schnitte verfolgt man Clive Owen auf seiner Odyssee durch London, ganz dem Ziel ergeben, ein Neugeborenes und dessen Mutter in Sicherheit zu bringen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Alfonso Cuarón konnte ich nicht einschätzen. Seinen "Harry Potter" werd' ich wohl mal gesehen haben, aber dafür sind die Filme dann doch zu beliebig, als dass mir da ein Regisseur im Gedächtnis haften geblieben wäre. Naja...das hat Cuarón jetzt nachhaltig geändert.

Seine Endzeitversion spielt im Jahre 2027. Es reichen 20 Jahre, um die Welt aufgrund einer globalen Unfruchtbarkeit in Depression und Terror zu stürzen, nur England versucht der verlorenen Zukunft mit faschistischen Methoden die Stirn zu bieten. Der ehemalige Freiheitskämpfer Theo Faron hat bereits resigniert, aber das Beamten-Dasein wird durch seine alte Liebe Julian beendet und er gelangt unfreiwillig in eine heikle Mission, die das Weltgeschehen beeinflussen wird...

Ein paar überdimensionale Werbetafeln lassen das futuristische Szenario erahnen, der Rest des Films ist von einer selten radikalen Bildsprache bestimmt, der in einem furiosem Finale zur Höchstform aufläuft. "Children Of Men"…

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Rein von der Story her bietet der Film nichts wirklich Neues. Actionfilme mit spannenden Hetzjagden gibt es wie Sand am Meer. Was diesen Film jedoch so auszeichnet, ist die düster-drückende Grundstimmung, die den ganzen Film beherrscht. Wir erleben ein heruntergekommenes, schmutziges und kühles London im Jahr 2027, das erschreckend alltäglich aussieht und eben nicht abgehoben futuristisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die in der Zukunft spielen, ergehen sich die Produzenten nicht in ebenso superstylishen wie unrealistischen Auto-Design-Studien, sondern peppen einfach aktuelle Fahrzeuge so dezent auf, dass sie zu jeder Zeit realistisch und denkbar bleiben. Ein London mit Sperrzäunen und schwer bewaffneten Polizisten wirkt ebenso real wie das futuristische Fernseh- und Radioprogramm. Viele Szenen sind so bedrückend, dass beim Zuschauer ein großer Kloß im Hals spürbar wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Aus einem ohnehin bereits adrenalintreibenden, temporeichen Plot ragen zwei ohne einen einzelnen Schnitt gefilmte Actionsequenzen besonders heraus, die mitsamt ihrer perfekten Choreographie noch lange in Erinnerung bleiben. Schon deshalb lohnt ein Kinobesuch. Wenn die tödlichen Einschläge näher kommen, und wir zugleich sehen, wie Menschen sozusagen am Fließband exekutiert werden, mutiert Children of Men zu einem Ritt auf der emotionalen Rasierklinge. Fast scheint es, als wolle Cuarón den Zuschauer in einer Art Schockstarre versetzen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

plomlompom: Filmblogs

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

"Children of Men" funktioniert gut, wo er seine dystopische Welt für sich ernst nimmt, und versandet dort, wo er sich als Metaphernwerk übt. [...] Die Nähe der Zukunftsbilder am Anfang von Children of Men zu den Bildern unserer Gegenwart war noch eine futurologisch-diagnostische: Es ist naheliegend, dass sich wenig progressiv verändert hat und vielfach nur schon vorhandene Trends sich verstärkt haben, mit Stagnation und einigen etwas abseitiger erscheinenden Einsprengseln hier und da als Konsequenz der apokalyptischen Situation. Diese futurologische und verstörend realistische Weltzeichnung dessen, was sein könnte, vergeht bis zum Ende völlig in bloßer postmodern-arthausiger Jonglage und Collage dessen, was ist ...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Eine mindestens so verstörende wie faszinierende Dystopie, meisterlich in Regie und Inszenierung, mit streng durchkomponierten Bildern und herausragender Kameraarbeit. Bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt besetzt, fesselt der ultraatmosphärische Science Fiction-Film durch seine kongeniale Erzählung, die das Sujet nicht bis ins kleinste durchseziert und sich vor allem nie selbst ausstellt - ein modern classic des Genres, der völlig zu Unrecht übersehen wurde.

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

C_C

Antwort löschen

da muß ich dir ausnahmsweise mal zustimmen.


Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
5.0Geht so

Die Hintergründe bleiben nebulös, eine politische Aussage entfällt. Und damit bewegt sich Cuarón letztlich doch nur auf den üblichen Genre-Gleisen. Gänzlich ärgerlich wirken schließlich all die pseudoreligiösen Versatzstücke, die Erlösung aus dem Unheil versprechen.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

karma-karman

Antwort löschen

Es muss nicht immer eine politische Aussage gefällt mir. gerade dieser Umstand hat mir sehr zugesagt. Der Film lässt einen als Zuschauer über die genauen Hintergründe im Unklaren. Wir wissen nur, was der Durchschnittsmensch dieser pessimistischen Gesellschaft wohl auch weiß. So ist man sozusagen von Anfang mittendrin im Geschehen, als imaginärer Begleiter der Hauptfigur.

Was die pseudoreilgiösen versatzstücke betrifft: Eine nachvollziehbare Parabel, die da gezogen wird. Es geht immerhin um den ersten Menschen, der nach Jahren wieder zur Welt kommt, um eine Art Neuanfang. Man wird jedoch zu keiner Zeit mit religiösen Botschaften erschlagen und es wird erst Recht keine Erlösung versprochen. Es liegt ganz allein am Zuschauer, was er da hineininterpretiert.


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die Widerstände sind enorm, und beim Zuschauen kann einem anders werden, denn die hier gezeigte Zukunft erscheint gar nicht allzu weit weg angesichts des aktuellen Flüchtlingsdrucks auf Europa, des grassierenden Raubtierkapitalismus und der drohenden Klimakatastrophe. Außerdem sieht diese Zukunft, anders als in Filmen wie "Gattaca" oder "Minority Report", gar nicht so dramatisch anders aus als unsere Gegenwart - nur deutlich düsterer und heruntergekommener.

Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Mit "Children of Men" adaptierte der seit 1995 ("A Little Princess") international arbeitende Mexikaner einen Roman von P.D. James. Das Erschreckende an Cuaróns Szenario ist die Tatsache, dass es der Realität extrem nahe kommt...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Nett gemachte Zukunftsvision mit Anleihen bei der Vertigo-Reihe "Y - The Last Man", die technisch brilliert aber aufgrund der äußerst mageren Story sowie der aktuellen Missstände, die im Film als Worst Case Scenario aufbereitet werden, etwas bieder daherkommt. Wo der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger Gore in Sachen Umweltschutz bei "Eine unbequeme Wahrheit" mahnt, heben Cuaron und Sexton hier den sozialkritischen und in Moral getränkten Zeigefinger. Die Action-Faust kommt hingegen auch zu einem schlagkräftigen Einsatz. Soziologie-Professoren aber auch Kunststoffformgeber kommen hier auf ihre Kosten.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Synopsis: zeitgeist Print & Online

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Erinnert mit seinen düsteren Farben ein wenig an die Verfilmung von "1984", obgleich hier mehr Action zu sehen ist. Originell: Die Anspielung auf die Geburt Jesu. Das offene Ende beglückt und nervt zugleich. Hatte man da wohl am Set eine Fortsetzung im Sinn?

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

HulktopF

Antwort löschen

wohl eher weniger,
in diesem film geht esglaube ich eher um die reise durch diesen albtraum, nicht um das aufwachen daraus.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Eine brilliante wie auch anstrengende Tour de Force, die auch den Zuschauern viel abverlangt.

http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/11/15/children-of-men/

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (176) — Film: Children of Men


Sortierung

Navarro Torres

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Effekthascherischer Film für die emotionsgeile Masse mit einem Ende, das so einfallslos ist wie der gesamte Film. Aber Tränendrüsendrückerei kommt an, wie man sieht...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jenny1988

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Film hat mich am Ende sehr an Titanic denken lassen :P Ansonsten fand ich ihn eigentlich wirklich gut gemacht!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Luzkopp

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Interessante Thematik, aber die gesamte Kriegsstimmung samt Faschistenmist und Migrantenexekution kann ich nicht nachvollziehen. Völlig übertrieben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MrDepad

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Es ist ein unangenehmes Zukunftsbild, welches Alfonso Cuarón in seinem "Children of Men" zeichnet.
Im Jahr 2027 sind alle Frauen unfruchtbar und es werden keine neuen Kinder mehr geboren. Gezeichnet von seinem Umfeld, welches von brutalen Aufständen und einer harten Regierung geprägt ist, muss Theo Faron unfreiwillig zum Beschützer einer jungen Frau werden, die das ersten Mal seit 18 Jahren schwanger ist und an deren Baby alle möglichen Parteien Interesse zeigen werden.
Durch die ungeschönten, harten Bilder, die von Kamera-Gott Emmanuel Lubezki eingefangen wurden, wird man direkt ins Szenario geworfen. Dazu erlebt man hier einen überragenden Clive Owen, den ich eh schon immer mochte, aber hier kann er noch einen draufsetzen und durch eine vielschichtige Leistung begeistern. Die Atmosphäre ist durchwegs von einem gewissen Misstrauen geprägt, welches sich oft als durchaus berechtigt erweist, weshalb Theo alles aufbieten muss, um den Schlüssel für eine hoffnungsvolle Zukunft der Menschheit zu sichern, während er langsam alles um sich herum zu verlieren droht und man zeitweise glaubt, er sei zum Scheitern verdammt. Die Regie von Alfonso Cuarón ist nichts anderes als absolut überragend. Die Action ist in spektakulären Plansequenzen und somit meist völlig ohne Schnitt inszeniert worden, was vor allem in einer späteren Szene in einem Gefangenenlager extrem an die Nieren geht. Immer wieder werden kleine Momente eingestreut, die sowas wie einen Hoffnungsschimmer in der hoffnungslosen Geschichte bieten und für Gänsehaut sorgen.
"Children of Men" ist sowohl finstere Zukunfts-Dystopie als auch intensiver Action-Thriller, der mit seiner brillanten Inszenierung und den fantastischen Schauspielern bewegt, schockiert und mitreißt.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jek-Hyde

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ich möchte vorher festhalten, dass ich weder etwas gegen die Schauspieler, noch gegen die Spannung, oder die Inszenierung habe, aber ich glaube, dass eine Welt ohne Kinder zwar nicht gerade gut wäre, zumindest nicht für den Menschen (für jedes andere Lebewesen vermutlich ganz große Klasse, ausgenommen vom Menschen abhängige), aber dass alles gleich deswegen in so einen Kriegszustand abrutscht? Bitte, dass ist doch ein wenig übertrieben. Und jetzt darf der erste seinen Hass freien lauf lassen, ich bin hier und warte...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

movie.max

Antwort löschen

Naja das es dir ein Filmerlebnis zerstört, ist schon schwierig nachzuvollziehen.
Aber ich erspare dir gerne die Erklärungsnot ;)


Jek-Hyde

Antwort löschen

Danke, ich wusste doch, der movie.max, der ist ein ganz feiner :3


brigerbaerger

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Wie wäre die Welt ohne Kinder bzw. wenn vor 18 Jahren das letzte Kind geboren wäre. Children of Men zeigt es uns. Auch wenn Weihnachten schon wieder vorbei ist, aber ich hatte doch plötzlich den Eindruck, als wären hier Maria und Josef auf der Suche nach einem einfachen, ruhigen Plätzen für die Geburt des Erlösers, der den Menschen wieder Frieden und Freude bringen soll...
Wie auch immer. Der Film bietet optisch einen Augenschmaus. Hier gibt es Szenen die dauern mehrere Minuten ohne Schnitt - einfach nur gewaltig und ich empfehle allen Interessierten, sich auf den DVDs oder BluRays die Enstehung dieser Szenen anzuschauen. Faszinierend!
Leider war der Start für mich etwas lahm und richtungslos und nach etwa 20 Min. wollte ich den Film ausmachen, da mir nicht ganz klar war, wo er mich denn eigentlich hinführt und die angezeigte Richtung hat mir überhaupt nicht gefallen (verschiedene Untergrundorganisationen mit difusen Ideen, viel Militär, eingepferchte Menschen...). Am Ende bin ich nun doch froh, habe ich mir den Film angeschaut, denn gerade die letzten 30 Min. entschädigten mich für den Start. Ach ja: grossartiger Clive Owen und Michael Caine ist brilliant!

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

brigerbaerger

Antwort löschen

Auf jeden Fall beiden sehenswert. Interessiere mich halt auch immer noch etwas für die "Herstellung" der Filme... ist aber meine "Marotte"...;o) Auf jeden Fall viel Spass bei der nächsten Sichtung.


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

Also, wen ich ehrlich bin, war für mich die erste halbe Stunde des Films noch besser als das, was danach kam.


NiboraC

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guter Endzeitstreifen, Gänsehaut kommt auf.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

filmfreak23

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was ist die wohl schlimmste Zukunftsvision?
Richtig, eine dunkle, dreckige, verseuchte und zerbombte Welt ohne das Lachen von Kindern, (fast) ohne Hoffnung.
Die 2. Sichtung von "Children of Men" stand heute auf meinem Plan und jetzt steht sie schließlich, die 10!
Meine Begeisterung ist im Augenblick geradezu euphorisch.
Theo bahnt sich den Weg durch die Häuserblocks, entkommt knapp den Geschossen von Militär und Aufständischen gleichermaßen, überall schreien und weinen Zivilisten, Explosionen am laufenden Band und die Kamera fängt dieses Szenario für ungefähr 2-3 Minuten ohne einen einzigen Schnitt ein.
Ich als Zuschauer hatte die wohl heftigste Gänsehaut meines Lebens und mein Mund stand sperrangelweit offen.
Das ist etwas, was gute Regisseure von wahren Bildermagiern unterscheidet.
Da kann ein Steven Spielberg mit seinem "Krieg der Welten" oder "Der Soldat James Ryan" oder ein Ridley Scott mit "Black Hawk Down" nicht mithalten.
Ich verneige mich vor dir, Alfonso Cuarón.

Ansonsten habe ich nichts mehr zu sagen.
Andy unter mir hat von alles andere vorweg genommen.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andy Dufresne

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Weltuntergang hin, Weltuntergang her.

Was bleibt, immer bleiben wird:
Die schiere Hoffnung.

Egal wie fertig, wie ausgelaugt, wie ausweglos alles erscheinen mag, eines bleibt und zwar immer:
Die Hoffnung...

Die Hoffnung das es besser wird, vor allem das es besser werden könnte.

Das sich Dinge, Lebenswelten, Festgefahrenes, alte, von der Zeit überholte Wahrheiten verändern können, das sich schorfige, unerträgliche " für immer geltende Lebensweisen" wandeln können, und das der Mensch und seine Umwelt, sich eben in ständiger, stetiger Wandlung, Veränderung , Umwälzung befinden.

Das selbst in absoluter Isolation, in tiefster Hölle, im größten Untergang, IMMER der Funke der Hoffnung glimmt.

Das selbst in absoluter Dunkelheit die Möglichkeit des Lichts, des (Neu)Anfangs inneruht, es nur eine Frage der Zeit ist ,bis ein neuer Tag anbricht, eine eben neue, andere Zeit sich ihren Weg bahnt...

Das ein neugeborenes Baby, nach Jahrzehnten der Unfruchtbarkeit, Systeme stürzen kann, das ein (für sich selbst) absolut nicht wehrhafter Säugling, in sich die Hoffnung für eine ganze Welt tragen kann, das eben das Prinzip Hoffnung die wahre DNA der menschlichen Spezies ist, immer war.

Das der Mensch (oft/meistens) egoistisch handelt, selbstbezogen, die anderen ignorierend, das er aber erkennt, das wenn es hart auf hart kommt:
Auf das WIR kommt es an, auf das GEMEINSAM kommt es an, auf das tiefe Gefühl der Solidarität kommt es an.

Der Mensch wird zum Menschen durch den Menschen.
Eine sehr simple Wahrheit, vielleicht die simpelste überhaupt und deshalb wohl die Wahrste...

"Children of Men" sagt für mich:
Es kommt (überhaupt) nicht auf persönlichen Besitz oder eigenen Vorteil an.
Es kommt (eben) auf gelebte Solidarität , auf Selbstlosigkeit und auf Demut an.

NICHTS ist für die Ewigkeit, außer Veränderung und Erinnerung.

Und was "Children of Men" für mich auch noch sagt:
Es kommt nicht auf deine/ die Fehler und deine/die guten Taten an, es kommt darauf an was (und vor allem DAS!) du lernst, was du daraus machst, wie du damit in (deiner und der allgemeinen) Zukunft umgehst.


Und eben auf die Einsicht , das es nur Zusammen geht, dass das Geschenk (wer auch immer "Der Schenker" ist...) des Lebens , ein zu teilendes Glück ist und dass das Glück eben im Teilen und nicht im eigenen Behalten liegt...

bedenklich? 38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

einSchluss

Antwort löschen

Ich denke auch, dass das nicht ohne Schnitt möglich war.
Dass der Zuschauer aber keinen wahrnimmt, ist schon extrem geil gemacht und treibt den Puls zu Spitzenwerten.


Andy Dufresne

Antwort löschen

Hab ihn ausgeliehen als er auf DVD rauskam und auf dieser Leih-DVD war bei den Extras eine ca 20 minütige Erklärung zu dieser Szene dabei, sehr interessant...


o0julee0o

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seit zehn min sitze ich da und weiss nicht mehr weiter. Eigentlich mag ich keine Endzeit Filme, aber dieser hat eine Atmosphäre, bei der ich Gänsehaut bekomme habe.
Leider ist diese Weltvorstellung für mich nicht an so abwegig und in irgendeiner Form realistisch. Die Bilder, vorallem von den letzten 30 min, kommen uns doch allen bekannt vor. Hervorragender Film zum innehalten und einen Moment nach zudenken.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

reddig

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

gerade das setting und die story haben mich dazu veranlasst, diesen film auf 9,5 zu heben (von langer zeit 8,5). ich versteh auch die kritik hier an beiden nicht.
der film lebt in einer welt, in der seit 18 jahren keine kinder geboren wurden, stellt euch das bitte mal vor...
es ist leider das innerlichste von lebewesen sich fortzupflanzen, und/oder, den fortbestand der zivilisation zu gewährleisten. hier hat beides ein ablaufdatum...
da ist die handlung mMn sehr nachvollziehbar!
alleine die vorstellung einer gesellschaft ohne nachwuchs lässt mich erschauern!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Couga[MH]

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Inzenierung und unglaublich gute Kamera holen einiges heraus, Setting und Schauspieler sind auch noch sehr nett, aber die Story ist echt lame...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HauntedSaint

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Authentischer und bewegender Endzeitstreifen, der von seiner Atmosphäre getragen wird. Ein dunkles Portrait unserer möglichen Zukunft, mit einer nicht ganz so subtilen Kernbotschaft.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Children Of Men" besticht in erster Linie durch seine Atmosphäre, durch das kalte Bild der schleichenden Apocalypse, die die Menschheit eigentlich schon heimgesucht hat, aber nur langsam zur Vollendung kommt. Seit Jahren werden aus unerklärlichen Gründen keine Kinder mehr geboren, die Welt versinkt im Chaos. England schirmt sich ab und "verteidigt" sich gegen Flüchtlinge aus aller Welt. Dieses Szenario fängt Alfonso Cuarón hervorragend ein. Man wird in eine Dystopie der nahen Zukunft befördert, die sich um einen größtmögliches Maß an Authenzität bemüht, so weit das in diesem Rahmen möglich ist. Der Film erklärt nur so viel, wie er muß, liefert keine direkten Erklärungen oder Ursachen für sein Setting, sondern lässt es einfach für sich sprechen. Das funktioniert bestens, gerade weil Cuarón sich stets darum bemüht, keine zu abwegigen oder futuristischen Elemente einzubauen. Speziell das letzte Drittel und dessen Handlungsort scheinen sich stark an Dingen der Vergangenheit und Gegenwart zu orientieren (es gibt einen speziellen Moment, der an die Bilder aus Guantanamo erinnert). Der Ablauf der Geschichte mag kein Geniestreich sein, die beklemmende und handwerklich fast perfekte Inszenierung darf man aber wohl in diesen Bereich einordnen. Es gibt einige kleine, unspektakuläre, aber wirkungsvolle Momente (die verwilderte Grundschule), so wie als ein Highlight eine unglaublich brilliant eingefangene Actionsequenz, in der die Kamera minutenlang Clive Owen durch ein wildes Feuergefecht folgt, ohne Schnitt, ohne Tempoausbremser, ganz dicht dran und ungemein intensiv. Diese Sequenz sollten sich mal einige Actionregiesseure als Beispiel nehmen, da braucht man gar nicht so viel Krach-Bumm, um es mit wahnsinniger Wucht zu präsentieren. Die genutzte Symbolik ist natürlich nicht besonders subtil, wird aber auch nicht im über die Maße strapaziert und kann deshalb die Klippen zum Kitsch stilsicher umschiffen. Das könnte schnell in den negativen Bereich rutschen, bei "Children Of Men" wird ziemlich genau der Punkt getroffen, dass es wirkungsvoll und angemessen erscheint. Der Cast ist klasse, auch wenn man Leuten wie Julianne Moore und Michael Caine immer mehr Screen-Time gönnen würde, besonders bei solchen Leistungen wie hier.
Das Drehbuch, bezogen auf den reinen Handlungsablauf, würde ich nicht unbedingt als hervorragend einstufen, die Inszenierung ist dafür wirklich beeindruckend, die Ausstattung und Sets so detailliert, die Stimmung perfekt auf den Punkt. Alfonso Cuarón ist es zu verdanken, dass "Children Of Men" eine der besten Dystopien der letzten Jahre geworden ist.

bedenklich? 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

jacker

Antwort löschen

Ja, mit Dystopien haben die Filmemacher bis jetzt leider in diesem Jahrtausend etwas gegeizt.


craax

Antwort löschen

fällt mir BookOfEli ein...'schöner' düsterschauriger Film...


Pyro 91

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mein erster Eindruck war: WOW!
Alfonso Cuarón - für mich der Ehrenretter der Harry Potter-Reihe und gleichzeitig Regisseur des besten Teils der Saga - legt mit diesen apokalyptischen, dystopischen Drama eine absolut mitreißende Inszenierung an den Tag, die dafür sorgt, dass man sich sofort mit den Charakteren im (Kriegs-)Geschehen befindet und mitfiebert. Besondere Erwähnung verdient die Szene im Auto als die Rebellen in einen Hinterhalt gelockt werden. Dynamisch schwenkt die Kamera im Inneren des Autos in allen Richtungen und man fühlt sich wie live dabei.
Weitere Nägelbeißer sind die Flucht aus dem Dorf und im Prinzip die komplette letzte halbe Stunde. Als Clive Owen durch die zerbombte Stadt rennt und versucht das Mädchen mit dem Kind wiederzufinden, tummeln sich dort Menschenmassen, Häuser explodieren, Leute werden erschossen und er selbst muss ständig in Deckung gehen. Wie ein Kriegsreporter begleiten wir ihn, wir schauen ihn sozusagen über die Schulter.
Und das Beste: Minutenlang wird nicht gecuttet! Wenn ich allein über die Planung solcher Actionszenen nachdenke, bekomme ich Kopfschmerzen.Nein wirklich: WOW!
Was mir auch noch gut gefiel, war dass die Story eher "klein" war. Es ging grundsätzlich nur darum, die Mutter und das Kind zum "Human Project" zu bringen. That´s it. Keine große, aufgeblasene Gesichte.
Die Sets sind eingelebt, düster, apokalytisch und man findet stets interessante Kleinigkeiten im Hintergrund, die Aufschluss darüber geben, wie es um den Zustand und Lebensgewohnheiten in diesem Land bestellt ist. Doch es bleibt nebensächlich, da es nicht weiter wichtig ist, für die Story die Cuarón erzählen will. Sogar der MacGuffin, dass Frauen keine Kinder mehr kriegen können, wird nicht weiter erläutert.
Ein Moment, gegen Ende des Films, schrammt haarscharf am Kitsch vorbei, scheint der allgemeinen Thematik gegenüber allerdings angemessen.

Letztendlich bleibt nur die Frage: Wieso? Wieso dreht Herr Cuarón so wenig Filme? :(

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Pyro 91

Antwort löschen

Mir hat dieser Moment gut gefallen. Wenn er etwas länger angedauert hätte, dann wäre es mir zu vordergründig religiös gewesen, doch Cuarón hat für mich in dem Moment genau den richtigen Ton getroffen. Auch der Schluss auf den Boot ist durchaus interessant, da die Zukunft immer noch nicht sicher ist, auch wenn das Baby beim "Human Project" ankommt. Im Prinzip ist die ganze Reise und Schinderei für Clive Owens Charakter wie ein letztes Aufbäumen gegen eine triste Welt, die dringend Veränderung benötigt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer im Dunkeln, der vielleicht zu ein Licht werden kann. Die letzte Möglichkeit den Fortbestand der Menschheit zu sichern. ;)


craax

Antwort löschen

jetzt auf deinen Wunsch hier: (ist aber eigentlich zu lang)...

-ich verlege die Antwort mal ins Private, damit das dort nicht so zukleistert. Du nimmst die Geschichte (Brechts Rat folgend, die Wahrheit sei) sehr konkret. ich ;) nehme sie mehr als Parabel. Eigentlich wartet der Film noch auf einen Kommentar von mir, der womöglich, wie ich dir antworte, nun nie geschrieben wird (halleluja'). - "Parabel" : die "Menschheit" hat ihren "höheren Sinn" verloren, sieh dir das letzte zwanzigste, verf*ckteste, gewaltreduzierteste Jahrhundert an: Kultur hat (mit dem endgültigen Verlust der gewaltillusionären Unschuld seit Ausbruch des ersten (Stellungs-)Weltkriegs) ihren Schirm& Charme als sinnstiftender Überbau verloren. Seitdem lebt der Mensch nackt. Viele (Empfindliche) halten seitdem (und die nukleare Bomben- oder Umweltpestdrohung kommt nur noch als Ausdruck hinzu) den Kuchen der Menschheit für gegessen und läuten die Endzeit-Glocke/n: das als Sinn für das "Abkommen vom Weg": sie hat ihre inspirierte Daseinsberechtigung (Kinder) verloren, ist (kulturell) unfruchtbar geworden. (Wie / kann keiner sagen, deswegen ist es auch unnötig, sich eine Tatsachenbegründung für den Kindernachgeburts-Notstand zurechtzulegen). Der (Erste)WK ist "irgendwie" passiert /ausgebrochen; niemand wollte ihn wirklich; genauso unergründlich bleibt hier - die "Kinder"zukunft weg.
Die Welt geht zugrunde. Die politischen Systeme (für feinsinnige Empfinder) werden immer enger/brutaler/platter. Die Illusion von individueller Freiheit in wahrer Massengesellschaft ist Gegenstand unzähliger filmmetaphorischer Abhandlungen; wir setzen das (einverständlich) als Fakt. In solcher (totalitaristisch heruntergekommener Pseudo - nachbritisch- xenophobischer Gesellschaft leben die Protagonisten/Charaktere dieses Films. Cuaron tut hier einen pessimistisch gebannten Zukunftsblick (nicht das er glaubt, das es so kommen w i r d , er will, wie alle Feingeschockten, WARNEN, es auf keinen Fall dahin kommen zu LASSEN). Wenn die Menschheit im Ar** ist, kann sie dann immerhin ohne Hoffnung leben? - kein Mensch, keine Zukunft könnte das. C. malt das düstest-mögliche Szenario: über die Ausweglosig- und Alternativlosigkeit der Hoffnung. ("Bewaffneter") Widerstand regt sich; und treibt den Teufel (der hoffnungslosen) Menschheit mit Beelzebub aus. Aber es gibt noch eine andere (Hffng.) als Widerstand: der zurückkehrende Sinn. Denn 'Maria' ist schwanger. Das kommt einer ungeheuren Rebelle gleich: das ist umstürzlerischer und zukunftsgebährender als jede Kontraunterdrückungs-Unterdrückung. Der (von allen ersehnte) Balg ist der Keim von einem Weg in irgendeine den Menschen weiterhin enthaltende Zukunft, weil er zu sich selbst - seiner spirituellen Kraft, die ihm seinen "Platz auf diesem Planeten" in der "Sinn- und Lebenskette" weist, zurückfindet. Esoterisch klingt's, ich weiß, mußt es auch nicht glauben. Von daher kommt aber (m.E.) die geheime Transportkraft (und Sinnesfügigkeit) des Films : denn er ist eine Melodie, die -man weiß auch nicht warum insgeheim - gefällt oder nicht. Das alles macht durchaus (höheren) Sinn. Es geht eben nicht um die vordergründige Ebene : d i e s e s Mädchen, d i e s e s Kind, d i e s e r sagen wir, dienende Beschützer (der schließlich sein Leben gibt) (wie wir alle). Wichtig ist nicht, das w i r leben: sondern das (neben dem anders fortgeführten Leben selbst) u n s e r Leben den Sinn hatte, die w a h r e Lebenskraftinspiration d e s Menschen - hier im Kind-"Lebens"geschenk symbolisiert - zu befördern, zu schützen, und zu be-dienen. Wieso könnte sonst der Film DA enden? (das Kind, die Hauptsache, beginnt doch gerade erst seinen Weg?) -in Wahrheit ist da die Geschichte tatsächlich zu Ende (erzählt): von Anfang bis-. Jeder Mensch lebt zu Beginn (seiner Eigenständigkeit) ohne (eigenen) Sinn; die Dystopie unterstreicht das nur. Aber jeder Mensch nähert sich im Laufe seiner Erfahrungen; und wird eines Tages des Wunders (was über das individuelle Dasein, das zwangsläufig in Tod endet) gewahr,- das über dieses Ende hinausreicht. Das ist eine wunderbare Geschichte; und dieses Wunder verspürt, wird er es vorübergehend in seinem Leben gewahr (was es für ein Wunder ist, am Leben - im leben - lebendig- zu sein, im Ansehen dieses Kindes, das das Schicksal DES Menschen trägt, in sich vorübergetragen,- was dieses Kind für eine Bedeutung des Lebenschicksals DES Menschen, nicht nur seines eigenen (Schicksals) es hat. Drücke ich mich verständnis-unwillig aus? - Kurz, lieber Pyro: es geht nicht um drei Menschen: es geht um dich, um mich, um alle Menschen, die sich - in diesen drei - fühlen können. Das muß der Kopf nicht checken: es genügt, das unser Gefühl es täte, um zu wirken.
Du siehst, diese Abhandlung wäre schon in wenig viel, im Anhang, zu deinem Kommentar. (und steht nun doch hier, Anm.d.V.)
Fand den Film wirklich ziemlich wirksam; ist schon einer der sehr guten, die mir, seit ich mich (wieder seit zwanzig/1979) mit beschäftige, begegnet bin. Wegen solcher Filme (war/ist einer davon) gucke ich hin (wer weiß für wielange?) .- Hoffe habe dich nicht allzusehr ermüdet /abstrus vollgemüllt / dir unglaubhafte oder unverständliche Sachen gesalbadert. Wollte dich nicht torturen - sondern - als kleines dankeschön für DEINE guten Worte - ein wenig auswiegen. Ich hoffe, es war, wenn, nicht allzuschlimm. Ich wünsch dir einen guten Abend - und nicht nur diesen. Film : ist bereits recht weit gediehen, uns (verdient) eine recht ansehnliche Menge solcher <guter<, sinnerfüllter Abende zu spenden. Mittlerweile, nach hundert jahren (Film) ein rechtes Füllhorn. Laß es uns - das vereint uns - geniessen! auf weiterhin recht ergiebiges Lesen! (Und Sehen!) - in Nähe oder Ferne - dein Crx. / Wijo


onyxxx11

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Jackos Paket des Grauens- Teil 5
Children of Men
Vielen Dank erstmal an Jacko das er mir diesen Film als Goodie ins Paket gelegt hat. Leider war der Film nicht das erwartete Meisterwerk (Vorhersage von 8 ist doch sehr selten), was nicht heißen soll das Children of Men schlecht ist. Visuell gelungen, der Cast geht immer, netter Soundtrack, aber schade, die Story ist so dünn wie Butterbrotpapier. Zu viele offene Fragen.

Ich für meinen Teil werde jetzt ganz laut dieses Lied mitsingen, wieder und immer wieder. Eigentlich müssten meine Nachbarn mir Geld dafür zahlen, ist ja wie ein Live-Konzert...
http://www.youtube.com/watch?v=q-sk9abOYQ4

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

RickyRidiculous

Antwort löschen

Ich hatte auch eine Vohersage von 8.0. Am Ende wurde viel zu wenig aufgelöst, teilweise sehr zähe Strecken. Die Idee an sich garnicht schlecht, nur die Hintergründe völlig offen.


BrittaLeuchner

Antwort löschen

Warum hier immer "offene Fragen" als Argument für das Prädikat "dünne Story" genommen wird oder im zweiten Nebensatz als Begründung genannt wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Eine "dünne Story" oder ein Film mit bewusst gesetzten "offenen gebliebenen Fragen" sind 2 VÖLLIG verschiedene paar Schuhe, das wisst ihr schon, oder?

Und 0.5 Punkte für die Idee? Naja. Dann möge Derjenige mir doch mal bitte vergleichsweise Filme nennen wo er für die Idee 7 oder 8 oder 9 Punkte gibt. Weil ich glaube eher, dass hier Einige die Form der Filmkritik mit persönlichen Geschmack/Vorlieben verwechseln. Ich finde es immer interessant bei solchen Leuten in ihre Lieblignslisten zu schauen. Meistens finde ich da dann auch die Antwort auf meine Fragen ;)


NWO@Movie

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat mich positiv überrascht. ich dachte es wäre so ein schwerer, langatmiger Film- alles grau und so - wie in 1984.
Aber dann fiel mir schon am Anfang diese Kamerafahrt auf. Schien eine Art Genius a la Underground - ein Geheimtipp zu sein.
Typisch für Sci Fi Filme ist zu zeigen, wie der Alltag aussieht, wie sich alles verändert hat und erst dann zur Main Story überzugehen - und diese Kamerafahrt scheint die richtige Wahl zu sein.
Man sieht Einfluss von Blade Runner - diese graue hochentwickelte Stadt - man sieht sogar diese Fahrräder - hab keine Ahnung wie diese heißen. Ein bisschen auch was von Minority Report - große Werbebildschirme - die Menschen werden mit Massenmedien überfüttert. Einzelgängertum. Isolation. Depression.
Nun eine Explosion scheint der richtige Anfang zu sein. Wir haben von Anfang an einen Zustand erklärt bekommen : das Problem, dass die Menschen keine Kinder mehr gebären können. Dann werden wir zu seinem Arbeitsplatz geführt... Er kann nicht wegen der Explosion arbeiten aber auch so hat er die Schnauze von seinem Leben voll und will einfach nach Hause. Dann kommen wir zu Michael Caine der uns futuristische Zen-Kampf-Musik vorstellt und wir wissen: sogar in der Kunst wird das Überleben thematisiert. Man hört Geschrei und Schwerterklinge - und beide scheinen sich in dieser Wohnung am Ende der Welt amüsieren.
Dann besucht er einen Freund. Dessen Wohnung sieht super kalt futuristisch aus - spiegelglatte Marmorböden- aus meiner Erinnerung.
Dass der Vater seinen gameboyspielsüchtigen Sohn dran erinnert seine Medizin zu nehmen. Erst geduldig. Letztendes schreit er. Der Sohn schluckt das. Und spielt weiter. Ohne Rumgezicke. Dann wendet sich der Freund wieder an Clive Owen...und labern.
Irgendwann wird Clive von Julian Moore entführt - und beide versuchen eine gemeinsame Sache zu machen - doch auf dem Weg wird sie abgeknallt - in einer sehr langen Kamerafahrt - obwohl ich ein Typ bin, dem 3 Minuten Kamerafahrt eher kurz vorkommt. Naja kommt drauf an. Bin ein bisschen von der 2001 Stargate-Sequenz abgehärtet.
Dann wird der Michael Caine abgeknallt. Irgendwann. Im 2/3 des Filmsoder so.
Wir besuchen einen Menschenzoo... Menschen in Käfigen unter freiem Himmel.
Und am Ende finden wir Clive Owen mit einer Frau in einem Boot wieder. Im Meer.
Also so richtig umgehauen hat er mich jetzt nicht - aber ich werde ihn wegen der Kamerafahrt Regie nochmal anschauen. An die Musik kann ich mich jetzt auch nicht genau erinnern. Schauspiel ist glaubwürdig. Er könnte in der Sammlerabteilung "Endzeit Film" ruhig gelagert werden.

Nachtrag: Von 6.5 auf 8 ! Hab ihn eben nochmal gesehen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Mr. K R I T I K

Antwort löschen

Hmmmm.... schwer zu sagen, mir gefiel einfach alles an dem Film, außerdem ist es bis zum guten Schluss auch noch eine Helden-Geschichte, und darauf stehe ich nun mal total, bin eher ein euphorischer Typ.


NWO@Movie

Antwort löschen

Im Grunde sind Helden totale Außenseiter, darum lieben alle Helden. Man will sich immer mit denen identifizieren. Besonders die einen Dachschaden haben wie Batman oder die Maske. Herkules.


PassionForSound

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

In keinem Film ist mir die Kameraführung dermaßen KRASS POSITIV aufgefallen.
[ SPOILER: AHOI!!] die szene wo moore im auto abgeknallt wird - ich fühl mich jedes mal wie im Bewegungssimulator im Movie Park, no shit! 3Minuten kein Cut? Und ne Kamera, wo ich das erste und einzige mal das Gefühl hatte bei nem Film ich wär wirklich dabei. War schon nen richtiges Erlebnis. Die Story hält einen auf Trab, ist jetzt aber auch net das große Los (sonst wären wir wohl bei 10).

Clive und vorallem Caine sind wie (fast) immer super.

Moore ist wie fast immer nackt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

Der Film gefällt mir auch aber "Moore ist wie fast immer nackt." ist Quatsch!


NWO@Movie

Antwort löschen

Was meinst du mit "Moore ist wie fast immer nackt?". Im Ernst jetzt.


boxcarsboxcars

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Auf gewisse Weise ist das schon sehr abgedroschen. Ein verletzter Mann, seine alte Liebe, einer, der Kunstwerke sammelt, während Menschen in Vogelkäfigen gehalten werden, Panzer, brennende Autos, Verfolgungsjagden, Graffiti an jeder Hauswand, der Vorzeige-68-er kombiniert mit ein wenig Verschwörungstheorie ...alles schon gesehen, gelesen oder auch gehört.

Die Inszenierung ist hingegen beispiellos und man merkt, dass genau das der Grund ist, weshalb der Film einen eben doch nicht durchgehend langweilt. Wo es der Geschichte an Stringenz und spannenden Figuren - derer gibt es leider nicht eine - fehlt, springen raffinierte Plansequenzen und liebevoll vermüllte Sets ein.

Es bleibt ein Film, der durchaus seine Qualitäten hat, der aber - so wie ich das hier sehe - überbewertet wird. Um zum großen Wurf zu werden, hätte man nicht etwa weiter ausholen müssen, ganz im Gegenteil: Es hätte gut getan, alles ein wenig zu raffen, den Knoten ein bisschen enger zu schürzen. Politischer Aktivismus in dystopischen Zukunftsvorstellungen ist mittlerweile ausgelutscht. Mag daran liegen, dass es von Blindheit zeugt, die Zukunftsvisionen einfach immer zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre zu verschieben, ohne, dass man bemerkt, dass vieles längst nicht mehr in der Zukunft liegt. Wenn ‘Children of Men’ das berücksichtigt hätte, wäre es das, was viele schon fasst inflationär verwenden: Ein ‘Meisterwerk’.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

heikschn

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Die Menschheit stürzt ins Chaos, weil sie sich nicht mehr fortpflanzen kann und daher den Sinn des Lebens selbst in Frage stellt. Interessante These, die im Film durch passende Settings und die gesamte Inszenierung gut umgesetzt ist. Für mich persönlich störend, weil nur bedingt nachvollziehbar sind die einzelnen Handlungsmotive der einzelnen Charaktere. Höhepunkt des Films ist die (vielleicht etwas dick aufgetragene) Darstellung des Babygeschreis, das in dieser Zukunftsvision selbst Kampfeshandlungen zu deeskalieren vermag.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch