Zu Listen hinzufügen

Children of Men

Children of Men (2006), GB/US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 09.11.2006


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.9
Kritiker
83 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3
Community
17665 Bewertungen
232 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alfonso Cuarón, mit Clive Owen und Julianne Moore

Keine Kinder. Keine Zukunft. Keine Hoffnung. Das Aussterben der Menschheit scheint unabwendbar, als im Jahr 2027 der jüngste Mensch der Welt mit nur 18 Jahren stirbt. Der desillusionierte Regierungsagent und ehemalige Aktivist Theo und seine Ex-Frau Julian sollen die Zukunft des von Terroristen und Nuklearkriegen verwüsteten Planeten sichern: Als eine junge Frau wie durch ein Wunder schwanger wird, werden sie zur Eskorte auf einem gefährlichen Weg zu einem Zufluchtsort auf hoher See.

  • 37795279001_1035567197001_ari-origin05-arc-128-1309628924210
  • 37795279001_1860838214001_th-5061df05c569b0e43576669f-1592194011001
  • Children of Men - Bild 6381050
  • Children of Men - Bild 51556
  • Children of Men - Bild 6381036

Mehr Bilder (20) und Videos (3) zu Children of Men


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Children of Men
Genre
Thriller, Drama, Endzeitfilm, Utopie & Dystopie
Zeit
Nahe Zukunft, Zukunft
Ort
England, London
Handlung
Aktivist, Alte Freunde, Alterung, Anarchismus, Angriff, Apokalypse, Asyl, Aufstand, Auftrag, Auto, Baby, Blut, Bombenattentat, Boot, Cannabis, Chaos, Desillusionierung, Dokument, Dystopie, Entführung, Ex-Frau, Ex-Freundin, Fahndung, Falle, Faschismus, Flucht, Fluchthelfer, Flüchtling, Flüchtlingslager, Gewalt, Gewalttätigkeit der Polizei, Glaube, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Joint, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kiffen, Kinderlosigkeit, Militär, Mord, Mord an Geliebtem, Mord an einem Freund, Panzer, Polizei, Polizeistaat, Propaganda, Rassismus, Rolle der Frau, Roman, Schlacht, Schwangere Minderjährige, Schwangerschaft, Schwierige Geburt, Starke Frau, Sterilität, Terrorist, Trauer, Verlust des Kindes, Verlust einer geliebten Person, Versteck, Vertrauen, Virus, Wehen, Wissenschaft, Überleben
Stimmung
Aufregend, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
United International Pictures GmbH
Produktionsfirma
Beacon Communications LLC, Hit & Run Productions, Strike Entertainment

Kritiken (19) — Film: Children of Men

kobbi88: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]

Aber eigentlicher Hauptdarsteller des Films ist die Kamera. Cuarón und sein Kameramann Emmanuel Lubezki schaffen es, die das gesamte Elend, den Schmutz und die Zerstörung perfekt einzufangen. Die Kamera wirkt dabei nie aufdringlich, eher wie ein immer präsenter Begleiter, ein Beobachter, der einfach nur zeigt, was er sieht. So hält Lubezki nicht immer voll auf die Effekte drauf, sodass der Zuschauer einige Effekte quasi aus dem Augenwinkel wahrnimmt, sodass es noch echter wirkt. Und auch der Schnitt von Cuarón und Alex Rodríguez verstärkt diese Wirkung. Sehr sparsam werden die Schnitte gesetzt, die Szenen wirken dadurch noch flüssiger, dauern nicht selten über mehrere Minuten an. Und als Zuschauer traut man sich oft gar nicht zu blinzeln, aus Angst, etwas zu verpassen. Besonders bei den Schießereien, bei den Verfolgungsjagden, bei den hektischeren Momenten des Films kommen Kameraführung und Schnitttechnik gut zur Geltung.
[...]

Kritik im Original 33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 38 Antworten

Andy Dufresne

Antwort löschen

Ins Mark (des Filmes) treffender Kommentar!


kobbi88

Antwort löschen

Vielen Dank :)


sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] “Children Of Men” erzählt eine Geschichte, wie sie düsterer kaum sein könnte. Die Menschheit ist am Aussterben und kann nichts tun, außer sich selbst dabei zuzusehen. Eine Aussicht auf eine Heilung besteht nicht, da (so zumindest meine Interpretation) der Auslöser für die mysteriöse Unfruchtbarkeit nicht gefunden werden konnte. Die ganze Welt steht vor dem Abgrund, lediglich in England herrschen noch halbwegs normale Verhältnisse, welche aber auch nur durch massiven Einsatz von Staatsgewalt und die Internierung aller Zuwanderer aufrecht erhalten werden. Man sieht also, dass Cuaróns Zukunftsvision alles andere als rosig ist und das schlägt sich auch in der gesamten Atmosphäre seines Filmes nieder. Er versteht es sehr gut, die Hoffnungslosigkeit der Zukunft widerzuspiegeln und dem Zuschauer klar zu machen, dass vor allem eines in seiner Welt kaum vorkommt: Hoffnung. Er vergißt dabei aber auch nicht, dass er eine Geschichte erzählen möchte, die den Zuschauer auch fesselt. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Children of Men" besticht in erster Linie durch seine Atmosphäre, durch das kalte Bild der schleichenden Apocalypse, die die Menschheit eigentlich schon heimgesucht hat, aber nur langsam zur Vollendung kommt. Seit Jahren werden aus unerklärlichen Gründen keine Kinder mehr geboren, die Welt versinkt im Chaos. England schirmt sich ab und "verteidigt" sich gegen Flüchtlinge aus aller Welt. Dieses Szenario fängt Alfonso Cuarón hervorragend ein. Man wird in eine Dystopie der nahen Zukunft befördert, die sich um einen größtmögliches Maß an Authentizität bemüht, so weit das in diesem Rahmen möglich ist. Der Film beleuchtet nur so viel, wie er muss, liefert keine direkten Erklärungen oder Ursachen für sein Setting, sondern lässt es einfach für sich sprechen. Das funktioniert bestens, gerade weil Cuarón sich stets darum bemüht, keine zu abwegigen oder futuristischen Elemente einzubauen. Speziell das letzte Drittel und dessen Handlungsort scheinen sich stark an Dingen der Vergangenheit und Gegenwart zu orientieren (es gibt einen speziellen Moment, der an die Bilder aus Guantanamo erinnert).

Der Ablauf der Geschichte mag kein Geniestreich sein, die beklemmende und handwerklich fast perfekte Inszenierung darf man aber wohl in diesen Bereich einordnen. Es gibt einige kleine, unspektakuläre, aber wirkungsvolle Momente (die verwilderte Grundschule), so wie als ein Highlight eine unglaublich brillant eingefangene Actionsequenz, in der die Kamera minutenlang Clive Owen durch ein wildes Feuergefecht folgt, ohne (sichtbaren) Schnitt, ohne Tempoausbremser, ganz dicht dran und ungemein intensiv. Diese Sequenz sollten sich mal einige Actionregisseure als Beispiel nehmen, da braucht man gar nicht so viel Krach-Bumm, um es mit wahnsinniger Wucht zu präsentieren. Die genutzte Symbolik ist natürlich nicht besonders subtil, wird aber auch nicht über die Maße strapaziert und kann deshalb die Klippen zum Kitsch stilsicher umschiffen. Das könnte schnell in den negativen Bereich rutschen, bei "Children of Men" wird ziemlich genau der Punkt getroffen, dass es wirkungsvoll und angemessen erscheint. Der Cast ist klasse, auch wenn man Leuten wie Julianne Moore und Michael Caine immer mehr Screen-Time gönnen würde, besonders bei solchen Leistungen wie hier.

Das Drehbuch, bezogen auf den reinen Handlungsablauf, hat noch Luft nach oben, die Inszenierung ist dafür wirklich beeindruckend, die Ausstattung und Sets so detailliert, die Stimmung perfekt auf den Punkt. Alfonso Cuarón ist es zu verdanken, dass "Children of Men" eine der besten Dystopien der letzten Jahre geworden ist.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

jacker

Antwort löschen

Ja, mit Dystopien haben die Filmemacher bis jetzt leider in diesem Jahrtausend etwas gegeizt.


craax

Antwort löschen

fällt mir BookOfEli ein...'schöner' düsterschauriger Film...


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Technisch ist die Zukunftvision atemberaubend umgesetzt, nur inhaltlich ist die Geschichte ein wenig mager. Die angeschnittenen Themen sind zwar zahlreich, aber genau dadurch bleibt wenig Zeit für die einzelnen Probleme. Oberflächlich ist «Children of Men» bestimmt nicht, in der Ausführung aber vielleicht doch ein wenig fragwürdig.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

“Children Of Men” versetzt einen in eine Welt der Zukunft, wie sie realistischer wohl selten dargestellt wurde. Hier gibt es keine fliegenden Autos, keine Laserpistolen. Die Welt versinkt in Kriegen und Chaos und es sind die kleinen Details, die einen daran erinnern, dass dies nicht die Gegenwart ist. Digitale Reklameflächen an Bussen, Displays in den Scheiben der Autos - ansonsten hat sich scheinbar nicht viel verändert, man möchte bald sagen: Früher war alles besser, da gabs auch wenigstens noch Kinder.

Der Film erklärt nicht viel: Frauen sind unfruchtbar, die Welt bekämpft sich gegenseitig, alle wollen nach England flüchten, doch England geht mit aller Härte gegen die Einwanderer vor. Wieso, weshalb, warum - auch wer fragt bleibt dumm. Und das ist das gute an dem Film. Keine krampfhaften Erklärungsversuche, die kaputte Welt, in der der Film startet, ist auch am Ende noch kaputt, der Zuschauer durfte nur kurz dabei sein. Ob das Ende dann auch wirklich ein Happy End ist, sei dahingestellt - ein brutaler Cut beendet den Film, und lange nicht gehörtes Kinderlachen läutet den Abspann ein. Zurück bleibt ein nachdenklicher Zuschauer, der soeben mit aller Härte einen Film gesehen hat, der als Drama bzw. Thriller begann und sich dann zu einem Kriegsfilm entwickelte. Doch das musste sein, denn so wird einem das volle Ausmaß dieser Zukunft bewusst.

Der Kamerastil trägt dazu einiges bei: Minutenlange Takes ohne einen einzigen Schnitt verfolgen Theo, über die Straße, durch einen Bus, in ein Gebäude, die Treppe hoch, durch die engen Gänge - und überall ist etwas los, es herrscht Krieg, und alles passt auf die Minute. Wie auch immer diese Einstellungen entstanden sind - sie wirken.

Was jetzt doch für leichten Punktabzug sorgt ist die Tatsache, dass der Regisseur den Zuschauer teilweise für dumm hält. Die Botschaften des Films werden mit dem Holzhammer rübergebracht, dumme Dialoge erläutern das offensichtliche. Die Synchro halte ich für nicht ganz so gut gelungen, kenne zwar das Original nicht, doch die Stimme der schwangeren Kee ging mir doch schon ziemlich auf den Keks.

http://xander81.wordpress.com/2008/07/30/kritik-children-of-men/

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Synovia

Antwort löschen

oh ja, mich auch :)


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

mich auch noch:)


sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Die grundsätzlich nette Storyidee ist leider nicht packend, sondern mit großem Fokus auf Action umgesetzt. Trotz großer Schauspieler, die ihr Bestes geben, nicht überzeugend.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

"Children of Men" muss man gesehen haben. Es handelt sich bei diesem Film zwar nicht um klassisches Popcornkino, sondern um Kopfkino mit einigen Popcornkinoelementen, aber davon sollte man sich als Gelegenheitsfilmschauer nicht abschrecken lassen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Schon in Harry Potter III ließ der Regisseur durchblicken, welch enormes cineastisches Potenzial in ihm steckt, jetzt, in diesem Film, hat er es vollends zum Ausdruck gebracht. Das erschütternde Endzeitszenario ist beeindruckend und erschreckend zugleich, die Menschheit steht kurz vor ihrem Untergang. Mithilfe der kargen, bedrückenden und von jeder Hoffnung beraubt geglaubten Atmosphäre inszeniert Alfonso Cuaron eine Schreckensvision, die es in sich hat. Tristes wo hin man sieht, zerfallende Gebäude, alte Autos auf den Straßen inmitten von antiquiert erscheinenden Fahrzeugen, es deutet nichts daraufhin, dass sich die Menschen im Jahre 2027 befinden würden - ein gewichtiger technologischer und humaner Schritt nach hinten trifft es wohl am ehesten. Unterstützt durch die dynamische Kamera und die selten eingesetzten Schnitte verfolgt man Clive Owen auf seiner Odyssee durch London, ganz dem Ziel ergeben, ein Neugeborenes und dessen Mutter in Sicherheit zu bringen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Alfonso Cuarón konnte ich nicht einschätzen. Seinen "Harry Potter" werd' ich wohl mal gesehen haben, aber dafür sind die Filme dann doch zu beliebig, als dass mir da ein Regisseur im Gedächtnis haften geblieben wäre. Naja...das hat Cuarón jetzt nachhaltig geändert.

Seine Endzeitversion spielt im Jahre 2027. Es reichen 20 Jahre, um die Welt aufgrund einer globalen Unfruchtbarkeit in Depression und Terror zu stürzen, nur England versucht der verlorenen Zukunft mit faschistischen Methoden die Stirn zu bieten. Der ehemalige Freiheitskämpfer Theo Faron hat bereits resigniert, aber das Beamten-Dasein wird durch seine alte Liebe Julian beendet und er gelangt unfreiwillig in eine heikle Mission, die das Weltgeschehen beeinflussen wird...

Ein paar überdimensionale Werbetafeln lassen das futuristische Szenario erahnen, der Rest des Films ist von einer selten radikalen Bildsprache bestimmt, der in einem furiosem Finale zur Höchstform aufläuft. "Children Of Men" ist kein Science-Fiction-Film - er ist eine Kriegsberichterstattung. Noch vor dem Vorspann wird man in den alltäglichen Terror geschmissen und der Film endet so abrupt, als sei die Filmrolle zu Ende gewesen.
Spielberg setzte den ungeschönten, verwackelten Look von einem Film an der Front in seiner "Saving Private Ryan"-Eröffnung erstmals mit einer so großen authentischen Wirkung in Szene, das diese berühmten 20 Minuten den Rest des Films verblassen liessen. In "Krieg der Welten" und "München" bediente er sich des gleichen Stilmittels, den auch Ridley Scott für seinen "Black Hawk Down" aufgriff und Cuarón "Children Of Men" perfektionierte. So gibt es keine weichen Fahrten, Steadycam-Shots oder unmögliche Einstellungen. Der Zuschauer ist nicht nur bildlich ständig auf gleicher Höhe mit Theo Faron. Es gibt keine Nebenhandlungen, die Kamera ist nur in seiner Nähe und weicht ihm während des gesamten Films nicht von der Seite. Die extrem langen Einstellungen binden einen noch näher an die Hauptfigur. Weil selbst in den wahnwitzigsten Situationen kaum ein Schnitt das Duo Faron und Zuschauer trennt und der Bruch mit gängigen filmischen Konventionen hier zum Prinzip erhoben wurde, ist man mittendrin in einer Welt, die so "echt" ist, dass man sich ihr nicht mehr entziehen kann.
Die Kunstfertigkeit in der Inszenierung mehr als beeindruckend! Und sie ist nach Spielbergs Anfängen in dieser Form so wegweisend, dass auch dieser Film die Bildsprache im Action-Film nachhaltig beeinflussen wird. Der Zuschauer tritt aus der Perspektive des Betrachters und wird durch das ungekünstelte Bild so unweigerlich in das Szenario einbezogen, dass es seinen besten Moment der Abgründigkeit eines Nachrichten-Bildes gleichkommt - man glaubt, was man sieht!
Die Verfolgungs-Sequenz ist exemplarisch. Ein gewaltiger CGI-Einsatz und eine virtuose Regie machen es möglich, dass diese fünf Minuten, ohne einen einzigen Schnitt und die kein einziges Auto von aussen zeigt, so nervenzerfetzend sind, wie keine mir bekannte Car-Chase-Szene zuvor. Und sie sind nur der Appetizer für den weiteren Verlauf des Films, der in einem so zermürbenden Straßenkriegs-Szenario endet, dass es einem die Kehle zuschnürt.

Innovativ, radikal, mutig, politisch und mit einem absolut großartigen Clive Owen - für mich der beste Film des Jahres! (...vielleicht bis ich Scorceses "Departed" gesehen habe, aber ich wage zu bezweifeln, das der alte Herr das Kino ähnlich umkrempelt...)

*So* sollte modernes Action-Kino aussehen! Ich bin gespannt auf Ihre Antwort, Mr. Bay!

Einzig die Synchro gibt Grund zum Mosern. Für das Mädchen wurde offensichtlich eine Laien-Sprecherin verpflichtet...ärgerlich...

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Rein von der Story her bietet der Film nichts wirklich Neues. Actionfilme mit spannenden Hetzjagden gibt es wie Sand am Meer. Was diesen Film jedoch so auszeichnet, ist die düster-drückende Grundstimmung, die den ganzen Film beherrscht. Wir erleben ein heruntergekommenes, schmutziges und kühles London im Jahr 2027, das erschreckend alltäglich aussieht und eben nicht abgehoben futuristisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die in der Zukunft spielen, ergehen sich die Produzenten nicht in ebenso superstylishen wie unrealistischen Auto-Design-Studien, sondern peppen einfach aktuelle Fahrzeuge so dezent auf, dass sie zu jeder Zeit realistisch und denkbar bleiben. Ein London mit Sperrzäunen und schwer bewaffneten Polizisten wirkt ebenso real wie das futuristische Fernseh- und Radioprogramm. Viele Szenen sind so bedrückend, dass beim Zuschauer ein großer Kloß im Hals spürbar wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Aus einem ohnehin bereits adrenalintreibenden, temporeichen Plot ragen zwei ohne einen einzelnen Schnitt gefilmte Actionsequenzen besonders heraus, die mitsamt ihrer perfekten Choreographie noch lange in Erinnerung bleiben. Schon deshalb lohnt ein Kinobesuch. Wenn die tödlichen Einschläge näher kommen, und wir zugleich sehen, wie Menschen sozusagen am Fließband exekutiert werden, mutiert Children of Men zu einem Ritt auf der emotionalen Rasierklinge. Fast scheint es, als wolle Cuarón den Zuschauer in einer Art Schockstarre versetzen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

plomlompom: Filmblogs

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

"Children of Men" funktioniert gut, wo er seine dystopische Welt für sich ernst nimmt, und versandet dort, wo er sich als Metaphernwerk übt. [...] Die Nähe der Zukunftsbilder am Anfang von Children of Men zu den Bildern unserer Gegenwart war noch eine futurologisch-diagnostische: Es ist naheliegend, dass sich wenig progressiv verändert hat und vielfach nur schon vorhandene Trends sich verstärkt haben, mit Stagnation und einigen etwas abseitiger erscheinenden Einsprengseln hier und da als Konsequenz der apokalyptischen Situation. Diese futurologische und verstörend realistische Weltzeichnung dessen, was sein könnte, vergeht bis zum Ende völlig in bloßer postmodern-arthausiger Jonglage und Collage dessen, was ist ...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Eine mindestens so verstörende wie faszinierende Dystopie, meisterlich in Regie und Inszenierung, mit streng durchkomponierten Bildern und herausragender Kameraarbeit. Bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt besetzt, fesselt der ultraatmosphärische Science Fiction-Film durch seine kongeniale Erzählung, die das Sujet nicht bis ins kleinste durchseziert und sich vor allem nie selbst ausstellt - ein modern classic des Genres, der völlig zu Unrecht übersehen wurde.

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

C_C

Antwort löschen

da muß ich dir ausnahmsweise mal zustimmen.


Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
5.0Geht so

Die Hintergründe bleiben nebulös, eine politische Aussage entfällt. Und damit bewegt sich Cuarón letztlich doch nur auf den üblichen Genre-Gleisen. Gänzlich ärgerlich wirken schließlich all die pseudoreligiösen Versatzstücke, die Erlösung aus dem Unheil versprechen.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

karma-karman

Antwort löschen

Es muss nicht immer eine politische Aussage gefällt mir. gerade dieser Umstand hat mir sehr zugesagt. Der Film lässt einen als Zuschauer über die genauen Hintergründe im Unklaren. Wir wissen nur, was der Durchschnittsmensch dieser pessimistischen Gesellschaft wohl auch weiß. So ist man sozusagen von Anfang mittendrin im Geschehen, als imaginärer Begleiter der Hauptfigur.

Was die pseudoreilgiösen versatzstücke betrifft: Eine nachvollziehbare Parabel, die da gezogen wird. Es geht immerhin um den ersten Menschen, der nach Jahren wieder zur Welt kommt, um eine Art Neuanfang. Man wird jedoch zu keiner Zeit mit religiösen Botschaften erschlagen und es wird erst Recht keine Erlösung versprochen. Es liegt ganz allein am Zuschauer, was er da hineininterpretiert.


gunnar.wilhelmi

Antwort löschen

"Man wird jedoch zu keiner Zeit mit religiösen Botschaften erschlagen und es wird erst Recht keine Erlösung versprochen." Sehr richtig, tatsächlich wird sogar an einer Stelle ein Seitenhieb ausgeteilt, als kurz die Vaterfrage angesprochen wird. Einfach köstlich, welche Mimik da Clive Owen auflegt.


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die Widerstände sind enorm, und beim Zuschauen kann einem anders werden, denn die hier gezeigte Zukunft erscheint gar nicht allzu weit weg angesichts des aktuellen Flüchtlingsdrucks auf Europa, des grassierenden Raubtierkapitalismus und der drohenden Klimakatastrophe. Außerdem sieht diese Zukunft, anders als in Filmen wie "Gattaca" oder "Minority Report", gar nicht so dramatisch anders aus als unsere Gegenwart - nur deutlich düsterer und heruntergekommener.

Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Mit "Children of Men" adaptierte der seit 1995 ("A Little Princess") international arbeitende Mexikaner einen Roman von P.D. James. Das Erschreckende an Cuaróns Szenario ist die Tatsache, dass es der Realität extrem nahe kommt...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Nett gemachte Zukunftsvision mit Anleihen bei der Vertigo-Reihe "Y - The Last Man", die technisch brilliert aber aufgrund der äußerst mageren Story sowie der aktuellen Missstände, die im Film als Worst Case Scenario aufbereitet werden, etwas bieder daherkommt. Wo der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger Gore in Sachen Umweltschutz bei "Eine unbequeme Wahrheit" mahnt, heben Cuaron und Sexton hier den sozialkritischen und in Moral getränkten Zeigefinger. Die Action-Faust kommt hingegen auch zu einem schlagkräftigen Einsatz. Soziologie-Professoren aber auch Kunststoffformgeber kommen hier auf ihre Kosten.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Synopsis: zeitgeist Print & Online

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Erinnert mit seinen düsteren Farben ein wenig an die Verfilmung von "1984", obgleich hier mehr Action zu sehen ist. Originell: Die Anspielung auf die Geburt Jesu. Das offene Ende beglückt und nervt zugleich. Hatte man da wohl am Set eine Fortsetzung im Sinn?

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

HulktopF

Antwort löschen

wohl eher weniger,
in diesem film geht esglaube ich eher um die reise durch diesen albtraum, nicht um das aufwachen daraus.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Eine brilliante wie auch anstrengende Tour de Force, die auch den Zuschauern viel abverlangt.

http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/11/15/children-of-men/

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (213) — Film: Children of Men


Sortierung

undDerwolf

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

10.0 weil sich zwei Dinge, die ich sehr schätze, bei Children of Men verbinden: Eine dystopische Erzählung und Plansequenzen (beziehungsweise unsichtbare Schnitte). Dabei kann ich auch die Tatsache verkraften, dass der verantwortliche Kameramann Emmanuel Lubezki bei den Oscars 2007 gegenüber Guillermo Navarro das Nachsehen hatte. Aber auch nur, weil Pans Labyrinth ein weiterer Lieblingsfilm ist.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Centipede

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zum Schluss hin, nimmt der Film nochmal sowas von Fahrt auf, dass ich wirklich mit einem offenen Mund dagesessen habe. Ich habe den Film immer vor mich hergeschoben, weil mir die Story nicht so zugesagt hat. Den Film, den ich in meinen Kopf, durch Hörensagen und lesen einiger Artikel zusammengesponnen hab, ging ungefähr so: In einer ungewissen Zukunft sind die Frauen, nicht mehr in der Lage, Kinder zu gebären. Irgendwo im Nirgendwo passiert ein Wunder und eine Frau bekommt ein Baby. Einige Gruppierungen und Organisationen sind natürlich hinter den süßen Fratz her, um Profit aus dem Baby zu schlagen. Die Frau mit dem goldenen Kind, begibt sich in die Obhut, einer 1-Mann-Armee und die ballert sich bis zum bitteren Ende durch die Lauflänge des Films. Ich habe vorher nicht alt zu viel von dem Film gehört und gelesen, nur ein paar Bruchstücke sind zu mir gelangt. Eigentlich schade, dass ich den Film erst jetzt, gesehen hab! Oder? Eigentlich, war heute doch der richtige Zeitpunkt. Die ganzen Vorurteilen die ich hatte, haben sich nach 30 Minuten, in Rauch aufgelöst. Wie schon geschrieben steht, dachte ich das der Film viel zu actionlastig wird, dass lag ein klein weinig an Clive Owen und Shoot´Em Up. Ich dachte zum Teil das Children of Men (kam glaube ich auch zur selben Zeit heraus) genau in die gleiche Kerbe schlägt. Bei Shoot´Em Up ging es ja, um 1 Baby und eine 1-Mann-Armee. Positiv überrascht bin ich gewesen, als ich mitbekommen habe, dass Mr. Owen in diesen Film ein Pazifist ist und lieber mit seinem Gehirn und nicht mit Schusskraft arbeitet. Die Drehorte, genauso wie die Settings, haben mir sehr sehr gut gefallen. Ich liebe ja zerstörte Städte und Umgebungen die so aussehen wie nach eine Apokalypse. Es gibt zum Schluss, eine Szene, die hat mir richtig gut gefallen. Da versucht Clive Owen das Baby samt Frau zu retten und rennt im Feuerhagel den beiden hinterher. Das was die Szene so besonders macht, ist die Kamera- und Regiearbeit. Die Kamera lässt Clive Owen mehrere Minuten nicht mehr los und genauso ging es mir auch. Meine Augen beobachteten, ohne mit der Wimper zu zucken, dass Geschehen. Als ich die Szene in mich aufgesogen habe, sind mir die Worte von Eddy (Game One) durch meine Ohren gehallt, wo er diese Szene so gefeiert hat. Ich dachte mir nur "So toll ist die bestimmt nicht" und was war? Sie war bombastisch. ^^ Die Schauspieler waren solide bis auf Clive Owen und Michael Caine, die waren nämlich großartig, wie sonst auch immer. =) Einige Szenen sind sehr spannend und fesselnd. Hätte ich auch nicht gedacht das mich der Film, doch so in seinen Bann ziehen würde. Wie gesagt, viele Pluspunkte konnte der Film, schon wegen seiner kaputten Welt bei mir sammeln. Obwohl ich ja kein Fan von Gravity bin, muss ich sagen, haben mich Alfonso Cuarón und sein Kameramann Emmanuel Lubezki mit Children of Men voll überzeugt.
Ich wollte einfach ein paar Worte zu diesen Film verlieren und das waren meine wirren Gedankenzüge, zu diesen Film.
Großer Daumen nach oben. =)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

PureChris

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Mir haben das Setting und die Kulisse außerordentlich gut gefallen, auch die Kameraführung war ein Augenschmauß, besonders im hinteren Teil, wo es fast keine Schnitte mehr gab. Das apokalyptische Szenario wurde echt realistisch rübergebracht, wie ich es bisher in keinem Film gesehen hab. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Auch die schauspielerische Leistung fand ich gut. Jedoch werden es insgesamt nur 6.5 Punkte, da mir die Story nicht zugesagt hat. Am Anfang dachte ich "Oh, eine interessante Story", aber der Film konnte mich von der Geschichte her leider nicht packen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Moviegod

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Hoffnung und Enttäuschung können oft nah bei einander liegen. Dies zeigt uns Cuarons düstere Zukunftsvision an sehr vielen Stellen im Laufe der starken Story. Mit Clive Owen in einer seiner besten Rollen, guten Nebendarstellerin wie Moore und Caine und einer Inszenierung, die in der Komplexität ihres gleichen Sucht ist "Children of Men" ein absolutes Highlight.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

littledrummerboy01

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großartiger Film, in dem das größte Grauen und die größte Schönheit ganz nah beieinander liegen. Clive Owen spielt wunderbar, die oft endlos scheinenden Kamerafahrten passen perfekt in die Story und geben ihr ein extrem realistisches Feeling. Das Beste, was ich von Cuarón bisher gesehen habe.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gabster

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Matrix in dreckig: Es ist schon bezeichnend, wie obsessiv Science Fiction Filme der jüngeren Jahre die Jesus-Geschichte wieder und wieder aufrollen, auch wenn Jesus hier ein Mädchen ist. Der Film versucht auch erst gar nicht, das zu verschleiern sondern pimpt das mit sakralen Chören und Bibelanleihen noch gewaltig hoch. Dazu passt auch der Haufen von Kiffern und Säufern, die das kleine (ungeborene) Erlöserkind beschützen müssen. Clive Owen spielt seine Rolle fantastisch heruntergekommen und fügt sich damit ins Bild der durch und durch verdreckten Welt (die Ausstattung des Filmes ist genial!). Die Geschichte von der Menschheit, die sich in naher Zukunft selbst ausrotten wird, haben wir zwar schon tausendmal zu sehen bekommen aber ich glaube noch nie in solch atemberaubend langen (und leider auch nach CGI stinkenden) Plansequenzen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KittyPimms

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wer mit dystopischen Zukunftsszenarien was anfangen kann, ist hier bestens aufgehoben. Es handelt sich vor allem endlich einmal um etwas Anderes als eine in Fraktionen unterteilte Gesellschaft mit einem bösen bösen Herrscher an der Spitze. Natürlich gibt es auch hier ein totalitäres Regime, aber viel wichtiger ist die Lage der Menschheit.
Wir betrachten das England einer fernen oder vielleicht gar nicht so fernen Zukunft - das einzige Land in der Welt, das noch eine halbwegs funktionierende Regierung vorweisen kann. Seit 18 Jahren ist der Mensch unfruchtbar. Die Menschheit blickt einem bevorstehenden Aussterben entgegen.
Eine düstere Welt wird uns präsentiert. Dementsprechend fallen auch die Bilder aus, die durchgehend grau und trist sind, so wie die Gemütsverfassung unseres Hauptprotagonisten Theo Faron (großartig gespielt von Clive Owen). Im Fernsehen läuft Werbung für Selbstmord-Tabletten. Von der einen auf die andere Sekunde geht eine Bombe hoch. Immigranten werden aus England getrieben, in einer Art Konzentrationslager ausgesetzt und dort sich selbst überlassen. Faschismus hat wieder einmal in der Geschichte die Oberhand gewonnen - ganz erschreckende Szenarien, die uns Alfonso Cuarón hier vor Augen führt.
Auffallend ist, dass nicht zwanghaft versucht wird, eine Zukunftswelt entgegen unserer Vorstellungen zu kreieren. Zu keinem Zeitpunkt sehen wir Dinge, die unserer Zeit zum Beispiel technisch weit voraus sind. Und doch fühlen wir uns in eine ganz andere Realität hineinversetzt. Dehumanisierung, Chaos, Gewalt, Trägheit, Hoffnungslosigkeit - ganz langsam fällt die Zivilisation in sich zusammen und alle Bande der Freundschaft und der Nächstenliebe zerreißen. Der Begriff Familie verliert ihre Bedeutung. Es gibt keine Kinder, die dem Ganzen einen Sinn geben.
Und in dieser fast völligen Dunkelheit taucht ein kleiner Hoffnungsschimmer in Gestalt einer jungen schwangeren Immigrantin auf. Ihr ungeborenes Kind ist allerdings in Gefahr, da es der britischen Regierung als Forschungsobjekt dienen müsste, sollte seine Existenz ans Licht kommen, aber auch Feinde der Regierung haben vor, es als Waffe zu benutzen, um Macht zu demonstrieren und ihre Ziele durchzusetzen.
Es ist ein unglaublich tiefgründiger Film, der schockiert und mitnimmt, deprimiert und gleichzeitig große Hoffnung in das Morgen setzt. Auf einem Schiff ganz am Ende des Films prangt groß und deutlich das Wort "Tomorrow". Macht was draus.
Ganz großes Kino.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

OptiMaster

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Eine Reise in eine graue, trostlose und „alte“ Welt! Wer ist dabei…? ;)

Der mexikanische Filmemacher Alfonso Cuarón, der sich mit dem dritten Teil der Harry Potter Saga (2004) dem breiten Publikum präsentiert hat, positioniert den Zuschauer mit diesem Werk in eine schier unausweichliche Konfrontation mit seiner fesselnden, düsteren Dystopie der Geschichte der Menschheit in naher Zukunft, die uns mehr als nur über unsere eigene Zukunft nachdenken lässt.

Ein für mich in gewisser Weise befreiender Film, ignoriert er doch die sonst so beständigen, endzeitdramatischen Klischees: Eine feindliche Übernahme durch Aliens, futuristische Städte mit fliegenden Autos und hochmodernisierten Wolkenkratzern, ausgereifteste Waffen- und Forschungssysteme, all das sucht man hier vergebens. Stattdessen begeben wir uns auf eine Reise in eine graue, trostlose und „alte“ Welt, in der weit Abstand von all dem materiellen und oberflächlichen Entwicklungen genommen wird und der Blickpunkt auf den Menschen, seinen moralischen Verfall, den Zusammenbruch seines gesamten Wertegefüges gelegt wird.

Die Zukunft kann nur solange gesichert sein, wie es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt. Was aber, wenn das – biologische – Gleichgewicht aus den Angeln gehoben wird, was wenn den Menschen die Fähigkeit genommen wird, sich zu reproduzieren? Jahrtausende der Evolution enden hier im Jahr 2027 in der grausamen Realität, dass die Menschheit vor ihrem schlichten Aussterben steht.

“I can't really remember when I last had any hope, and I certainly can't remember when anyone else did either. Because really, since women stopped being able to have babies, what's left to hope for?”

- Theodore Faron

Denkt man sich auch nur für eine Sekunde in eine solche Szenerie, sind die verstörenden Bilder, denen man gegenübersteht nicht wegzudenken. Obwohl es letztlich nicht zentral um die eigene Existenz geht, sieht man sich doch der Ohnmacht ausgesetzt, dass mit dem Verschwinden des neuen Lebens, jegliche Hoffnung, ja jegliche Lebensfreude absorbiert, vakuumiert und unter Verschluss gebracht wird.

Eingetaucht in eine desaströse Welt, in der größtenteils Anarchie, Terrorismus, Unterdrückung, Verfolgung und der absolute Mangel an Menschlichkeit regieren, finden wir uns in Großbritannien wieder, der letzten „Festung des Widerstandes“ eines weitgehend geordneten Lebens auf den Straßen. Selbst in der wohl noch zivilisiertesten, menschlichsten Großstadt der Welt, London, sehen wir allerdings Bilder des Entsetzens: Einreisende in Käfigen öffentlich wie Vieh zusammengetrieben, Obdachlose und Mittellose in erbärmlichsten Hütten hausend und natürlich keine Kinder…

Ein Film der sicherlich der Redewendung „Kinder sind ein Geschenk Gottes“ eine noch weitaus existenziellere Bedeutung beimisst und uns durchaus realisieren lässt, dass unsere Zukunft nicht nur vom technischen Fortschritt und unseren gesellschaftlichen Grundsätzen abhängen kann.

All diese Gedanken und Bilder vor meinem inneren Auge sind mir nur vergönnt, weil dieser Film so verdammt stark umgesetzt ist. Bereits von der ersten Sequenz an ist man gefesselt, Seite an Seite mit dem Schicksal der Welt. Die Nachricht, die über lokale Medien überliefert wird, dass der gegenwärtig jüngste Mensch, Diego Ricardo (18), Opfer eines gewaltvollen Übergriffes wurde – symbolisch unter anderem für die immer geringere Menschlichkeit auf Erden stehend – schockiert die Menschen in einer so dramatischen Weise, dass es nur schwer nachzuvollziehen ist.

Hierbei lässt sich sehr deutlich festmachen, was eben diese unwahrscheinliche Stärke des Films ausmacht: Neben schauspielerischen Topleistungen, allen voran wäre Clive Owen zu nennen, wahnsinnig gut dosierter und inszenierter Aktion mitreißender Kämpfe, Verfolgungsjagden und Aufstände, ist es vor allem das, was in unserem Inneren ausgelöst wird. Dialoge, Story Line, Kamerafahrten, Schauplätze, alles bietet ein solch großes Potenzial darin zu versinken, wie ich es selten erleben durfte und mich einige Zeit nachdenkend zurückgelassen hat.

Dabei sind die Ansatzpunkte so vielschichtig und facettenreich: Auf politischer Ebene sehen wir Regierungen bzw. das, was von ihnen übrig ist, wie sie durch Furcht und Einschüchterungen staatliche Gewalt exekutieren und ein System der kontrollierten Unterdrückung schaffen. Die kommunikative Interaktion zwischen den Staaten und auch den Menschen dieser Welt ist zum Erliegen gekommen – es gibt nichts mehr, wofür es sich lohnt zu kämpfen, denn man lebt in der letzten Generation, die diese Welt sehen wird.

Welche Hoffnung es noch geben kann und wie viel Menschlichkeit noch zurückgeblieben ist, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr kommentieren, sondern nur eine stille Empfehlung geben, sich dieses kleine Meisterwerk zu Gemüte zu führen.

Peace out.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

pischti

Antwort löschen

@laskler15

Dann click auf "Children of Men" und scroll zu OptiMaster´s Kommentar (der müsste ganz oben sein), dann gehts :)


OptiMaster

Antwort löschen

^^ Selbst wenn es nicht klappen sollte, weiß ich nun, dass er Dir gefallen hat - freut mich!


jeffcostello

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Children of Men ist ein furchteinflößender Film, der sein Publikum in Sorge zurücklässt, denn seine Thematik von dem völligen Geburtenrückgang ist tief in der Realität geerdet und wird von Cuarons nüchtern-realistischem Stil getragen.
Fernab von der Künstlichkeit von Computer-Effektgewitter oder der mittlerweile nur noch nervtötenden Wackelkamera schaffen Alfonso Cuarón und sein Kameravirtuose Emanuel Lubetzki mit durchkomponierten Bildern und atemberaubend perfekten Plansequenzen, ohne das der Stil prätentiös oder aufgesetzt wirkt, einen harschen, dreckigen Realismus. Der großartigste visuelle Moment des Films ist wohl die Autofahrt, nie zuvor wurde eine Auto-Szene besser gefilmt, nie zuvor wurde der Raum eines Autos von der Kamera so wundervoll ausgelotet, hier zeigt Lubetzki ganz deutlich, dass er aktuell der beste seiner Zunft ist.
Children of Men wirkt stets greifbar und erschreckend nah, nie wie entfernte Science-Fiction, sondern eher wie die Wirklichkeit einfach konsequent weitergedacht, doch wenn es am Ende einzig und allein das Weinen eines Babys schafft die Waffen schweigen zu lassen, dann lässt Cuarón den Zuschauer nicht nur mit einem leichten Hoffnungsschimmer zurück, sondern auch mit dem starken Gefühl ein Meisterwerk gesehen zu haben.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Vincent_Vega

Antwort löschen

Yes!!! Schöner Kommentar!


jeffcostello

Antwort löschen

Vielen dank ihr zwei! :)


TimX93

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Alle Frauen sind unfruchtbar, es gab seit 18 Jahren keine neuen Geburten mehr, die Welt geht im Chaos zugrunde? Keine schlechte Basis für einen Film und definitiv eine coole Idee - auch wenn ich das Buch dazu nicht kenne, hat mich das Konzept doch wirklich angesprochen. Und obwohl der Film über weite Strecken ordentlich unterhalten hat, fehlt am Ende dieses "Besondere", das ihn vom gewöhnlichen Sci-Fi-Streifen zum viel propagierten cineastischen Meisterwerk macht.

CHILDREN OF MEN ist ein Film, der gerne viel wäre, auch viel hätte sein können, der aber letztendlich enorm unter seinen Möglichkeiten bleibt - nicht zuletzt deshalb, weil seine prinzipiell interessante Geschichte nicht stark genug erzählt und nicht intensiv genug ausgemalt wird. Inszenatorisch gibt es nichts zu meckern, schließlich saß hier auch Cuaron auf dem Regiestuhl. Szenen wie die im Auto oder auch der gefühlt minutenlange Gang durch die Army sind grandios. Aber der Geschichte, die diese Szenen miteinander kombiniert, mangelt es an Emotionen, an nachdenklichen Ruhephasen, an berührenden Dialogen ... die Wichtigkeit der jungen Mutter und ihres Kindes ist einfach nicht präsent genug. Dass das Ende des Films dann auch noch unglaubwürdig wirkt und all die Fragen, die ich mir während des Films gestellt habe, nicht beantwortet, war ebenfalls eine riesige Enttäuschung. Da halfen dann auch die tolle Performance von Clive Owen, die gute Musik und die erstklassige Inszenierung nicht weiter.

Alles in allem: CHILDREN OF MEN macht Spaß, kann seine eigenen hohen Ambitionen aber nicht ganz erreichen, was ihm leider einen faden Beigeschmack verleiht - trotz einiger großartiger Szenen, die man kaum hätte besser machen können.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoboMaus

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Starke Story, deren Umsetzung mir streckenweise etwas zu langatmig geraten ist. Im letzten Drittel wird dafür aufgedreht - man bekommt fast das Gefühl, dass das Gros der Action & Spannung aus dem Rest des Films hier hineingewandert ist. Die munierten Logiklöcher oder Erklärungsnotstände stören mich nicht - Filme, die in der Zukunft spielen, v.a., solche mit düsteren Endzeitvisionen brauchen sich nicht zu erklären oder logisch herzuleiten. Ich finde es ausreichend, mit einem Status quo zu starten - das Warum ist für das Filmerlebnis zweitrangig bzw. unerheblich. Oder sind wir hier im Physik-/Biologiekurs an der Uni? 'Children of Men' ist einer der Filme, die ich mir auf jeden Fall noch einmal ansehen werde. Vielleicht wird's ja dann eine 8.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fleeting

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"Das eindrucksvolle pessimistische Zukunftsgemälde entwirft mit vielschichtigen Figuren eine düstere Version der Weihnachtsgeschichte und verbindet sie mit den Eigenschaften eines packenden, geradlinig erzählten Genrethrillers." – film-dienst

"Ein finsteres Meisterwerk mit einer hervorragenden Besetzung. Beklemmende Szenen, die noch lange in Erinnerung bleiben." – TV-Media

"Children of Men" ist ein dystopischer Science-Fiction-Film, den man gesehen haben sollte. In einem Mix aus Science Fiction, Thriller, Action, Drama und Anti-Kriegsfilm überschreitet er sämtliche Genre-Grenzen und überzeugt vor allem durch seine düstere Atmosphäre, die nur allzu realistisch wirkt. Alles ist beklemmend in diesem Film: die grausamen und unübersichtlichen Kriegsszenen, die Suche nach einem sicheren Ort für das neugeborene Kind und seine Mutter, die Szenen der Abschottung eines autoritären Polizeistaates vor illegaler Immigration. Um jede Figur muss man hier zittern, liebgewonnene Charaktere werden nicht verschont. Die überdurchschnittlich langen Kamerafahrten, die in einem aufwändigen Computerverfahren aus verschiedenen Einstellungen kombiniert wurden, erzeugen einen fast dokumentarischen Charakter, der an die Bilder moderner Bürgerkriege erinnert: Irak, Afghanistan, Syrien. Dieser Häuserkampf spielt ebenso in der heutigen Welt. Und auch die Internierung der illegal Immigrierten erzeugt bekannte Bilder. Zumal eine der festgenommenen Frauen deutsch spricht.
"Children of Men" spielt in der Zukunft, ist aber zugleich (wie alle anspruchsvollen Science-Fiction-Filme) auch eine Reflexion der politischen Zustände der Gegenwart. Manchmal jedoch orientiert sich diese Reflexion zu sehr an aktuellen politischen Debatten und wirkt etwas einfallslos: Dass Terroristen wie selbstverständlich "Allahu Akbar!" schreien und damit wohl dem islamistischen Lager zugeordnet werden sollen, muss nicht sein und reproduziert Klischees, die man hätte vermeiden können.
Auch die Tatsache, dass es nun gerade eine schwarze Frau sein muss, die das einzige Baby auf der Welt in sich trägt, bereitet mir ein wenig Bauchschmerzen, gelten schwarze Frauen doch seit jeher als besonders verführerisch, sexuell aktiv und für jede sexuelle Begegnung "bereit" (deshalb wurden übrigens in den USA bis ins 20. Jahrhundert hinein Anzeigen schwarzer Frauen wegen Vergewaltigung automatisch ignoriert -> "die wollten es ja so"). Sympathisch daran ist aber auf der anderen Seite, dass nun - aufgrund der christlichen Symbolik im Film - die Jungfrau Maria zu einer Schwarzen wird. Das gibt dem Film eine gänzlich andere Dimension, hängt doch nun das Schicksal der Welt am Leben einer Ausgestoßenen.
In einem Thriller eine "düstere Version der Weihnachtsgeschichte" zu erzählen, ist äußerst innovativ. Diese Seite des Films ist durchaus gelungen. Auch als Anti-Kriegsfilm ist er in jedem Fall sehenswert. Als Science-Fiction-Film überzeugt er aber aufgrund seiner etwas seichten Story nur mäßig. Mit den großen Klassikern ("Stalker", "Solaris", "Planet der Affen" und "2001 - Odyssee im Weltraum") kann er bei Weitem nicht mithalten.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Obsoleszenz

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Wunderschöner Film.
Traumhafte Schnitt - & Kameraarbeit, Charakterdesign, Musik und Schauspieler, alles greift mühelos ineinander.
Das letzte Viertel und vor allem das Ende war zwar weniger mein Ding - aber was solls - ich wurde blendend unterhalten, ans Sofa gefesselt und habe zu beinahe jeder Minute eine Art aufgeregte Spannung gespürt, die nicht mal zwangsläufig etwas mit der Story zu tun hatte. Dafür reichte alleine schon die grandiose Inszenierung. Und Gott verdammt, diese Szene im Auto, ohne einen verdammten Schnitt!
Also ich kann und werde diesen Film jedem weiterempfehlen, der mir vor die Linste läuft.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

A-Wax

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Düstere und faszinierende Zukunftsvision mit einem überragenden Clive Owen.

Die Grundidee von "Children of Men" basiert auf einem Roman von P.D. James. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber es soll wesentlich intensiver den komplexen Ausgangsplot schildern. Wie so oft bei Romanverfilmungen fällt dem Medium Film einiges an Storyelementen zum Opfer, die den Film noch klarer verständlich hätten werden lassen. Die entsponnene Dystopie reicht allerdings für mich problemlos aus um mich nachhaltig zu faszinieren. Ob diese Vision nun sonderlich realistisch ist oder nicht möchte ich gar nicht beurteilen, die Handlungen die Menschen aber vollziehen wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen, halte ich für durchaus nachvollziehbar dargestellt.

Die intensive und düstere Inszenierung mit teilweise ewig langen Kamerafahrten tut dem Film auch ungemein gut. Ich halte alle Personen für glaubhaft charakterisiert und die Storyentwicklung ist auch gut gelungen.

Kommen wir nun aber zum größten Pluspunkt des Films. Der hört diesmal auf den Namen Clive Owen und hat mir nie wirklich besser gefallen als in diesem Film. Seine Darstellung des ehemaligen Politaktivisten, der sich mittlerweile in der Spirale der Angepasstheit wiederfindet ist absolut überzeugend. Auch die anderen Darsteller erledigen ihren Job hervorragend, aber Clive Owen überstrahlt sie doch sehr stark. Bei Julianne Moore hätte ich mir allerdings ein wenig mehr Screenzeit gewünscht.

Insgesamt bietet "Children of Men" alles was ein qualitativ hochwertiger Film braucht und daher halte ich ihn für herausragend gelungen.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

A-Wax

Antwort löschen

Was natürlich ausschließlich an der schauspielerischen Leistung liegt, gell ;-))


Lydia Huxley

Antwort löschen

Ganz recht! :) Der Typ hat knallharte Action und Witz einfach richtig gut in Waage gehalten. Dazu der Running Gag mit den Karotten :D Hat eben alles gut zusammen gepasst.


Splashy

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Zwar ist die Grundidee durchaus innovativ & vielversprechend, die Umsetzung ist jedoch mehr als dürftig.
Da paaren sich Unlogik, schlechte Schauspieler und eine Produktion, die teilweise an britische Sitcoms erinnert.

Alles in allem taugt der Film weder als packendes Endzeitdrama noch als Actionfilm. Schade drum...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

tewescharline

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Was ein Film! Handlung super. Schauspiler, glänzen mit ihrem Auftritt in diesem spannenden Endzeit Action Streifen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

natedb

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Children of Men" ist eigentlich ein recht simpler Film. Die Grundidee dieser Dystopie ist natürlich sehr gut, allerdings wurde hier mehr Wert auf die exzellent eingefangene Atmosphäre denn auf ein anspruchsvolleres Drehbuch gelegt, was natürlich nicht heißt das die Handlung schlecht ausgearbeitet wurde, allerdings wäre rein storytechnisch auch ein wenig mehr drin gewesen. Vom promptem Schluss ganz zu Schweigen...
Was die Umsetzung betrifft kann man jedoch nicht meckern, denn Alfonso Cuaron beweist bereits hier sein Faible und Können für ausufernde Plansequenzen, welche hier auf beachtliche Weise eingefangen wurden.
Außerdem ist Clive Owen ne coole Sau! Und Michael Caine sowieso.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BlackSeaStorm

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Visuell bzw. technisch gesehen einfach nur genial. Minutenlange Sequenzen ohne Schnitte begeistern mich immer wieder. Die fehlende Begründung, weshalb plötzlich keine Menschen mehr geboren werden und das vielleicht abrupte Ende stören mich nicht allzu sehr. Deswegen von mir fast volle Punktzahl.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Niho

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Was für eine Überraschung. Wenn auch eine negative.
"Children of Men" ist trotzdem ein besonderer Film. Schon beim Trailer denkt man sich "Wow, was für eine coole Idee".
Am Anfang funktioniert diese Idee und die Story ja sogar noch, aber langsam fällt der Film immer gnadenloser durch. Zwar findet man am Anfang und im Mittelteil immer wieder spannende und gut inszenierte Szenen, doch diese werden durch verdammt viele negative Punkte zerstört. Es fängt schon damit an, dass die Charaktere absolut unsymphatisch sind. Weiterhin gibt es auch schlechte oder langweilige Szenen, die sich dann doch lang hinziehen. Und vorallem nervten mich viele Dialoge und Abschnitte im Film, die absolut sinnlos wirkten und ungewollt witzig wurden.
Beispiel:

[SPOILER]
1. Ein Mann wird angeschossen. Er liegt am Boden und hat offensichtlich Schmerzen. Trotzdem hält er (komischerweise) seinen Finger hoch und sagt: "Zieh an meinem Finger." Daraufhin wird der arme Mann erschossen. Was für eine Szene!
2. Am Ende sitzen die beiden Hauptdarsteller in einem Boot auf dem Meer. Auf einmal sagt sie, dass so viel Blut im Boot ist. Und aus heiterem Himmel merkt unser liebenswürdiger Hauptdarsteller, dass er eine Schusswunde hat. Daraufhin stirbt er.
[SPOILER ENDE] (Anmerkung: Das waren nicht alle Szenen, die so sinnlos waren)

Außerdem wird die Thematik überhaupt nicht vertieft und fast alle Fragen, die man sich schon während des Trailers stellt, bleiben offen. Und schließlich verwandelte sich der Film am Ende auch noch in einen waschechten, absolut klischeehaften Actionfilm.

Fazit: Ein wilder Genrecocktail, der wenigstens am Anfang (und ein bisschen in der Mitte) etwas zu bieten hat.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Niho

Antwort löschen

Aber gerade diese Zukunftsvision fand ich in vielen Punkten nicht so gut gemacht.

Ich glaube allerdings auch, dass der Film wirklich Geschmackssache ist. ;)


Magdalena Bean

Antwort löschen

Ähm.. was? xD die Szene mit "zieh an meinem Finger" -> für mich ein klares "ich weiß, ich werde sterben, und mache das beste draus". Ihm war klar, dass er sterben würde, deswegen hat er seiner Frau auch dieses Rattengift gegeben. Das hatte nichts mit Komik zu tun. Genau das gleiche gilt für die Schlussszene. Als ob er nicht vorher mitbekommen hat, dass er angeschossen wurde.. Das hat man ja sogar gesehen, wie es passiert ist. Er hatte nur vorher einfach keine Zeit zum Jammern und hat es durch das Adrenalin geschafft, sie zur Boje zu bringen.

Zu deinem Fazit: Genrecocktail? Ich weiß ja nicht, was du vorher für Filme gesehen hast ;D aber ich war mega froh darüber, dass das Thema "Romantik" zum Beispiel NULL zum Thema wurde. Am Anfang wurde es durch das Wiedertreffen der Ex-Frau angedeutet.. aber das hatte sich ja schnell wieder erledigt ^^ Desweiteren fällt mir kein Genre auf, was dort zu viel oder gar Fehl am Platz wäre. Thriller / Science-Fiction / Drama. Drei Richtungen, die wunderbar zusammen funktionieren und den Film nicht überladen.

Alles Andere ist selbstverständlich Geschmacksfrage. Aber einen Film anhand von vermeintlichen Fehlern zu kritisieren, ist irgendwie schade.


schwedenretter

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

gut gespielt, man kauft den Leuten ihre Rolle ab,
das ganze szenario ist aber nich ganz so glaubwürdig und der spannungsbogen nicht perfekt.
die szene mit dem hinterhalt ist großartig

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch