Children of Men

Children of Men (2006), GB/US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 09.11.2006


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7.9
Kritiker
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von Alfonso Cuarón, mit Clive Owen und Julianne Moore

Keine Kinder. Keine Zukunft. Keine Hoffnung. Das Aussterben der Menschheit scheint unabwendbar, als im Jahr 2027 der jüngste Mensch der Welt mit nur 18 Jahren stirbt. Der desillusionierte Regierungsagent und ehemalige Aktivist Theo und seine Ex-Frau Julian sollen die Zukunft des von Terroristen und Nuklearkriegen verwüsteten Planeten sichern: Als eine junge Frau wie durch ein Wunder schwanger wird, werden sie zur Eskorte auf einem gefährlichen Weg zu einem Zufluchtsort auf hoher See.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Children of Men
Genre
Thriller, Drama, Endzeitfilm, Utopie & Dystopie
Zeit
Nahe Zukunft, Zukunft
Ort
England, London
Handlung
Aktivist, Alte Freunde, Alterung, Anarchismus, Angriff, Apokalypse, Asyl, Aufstand, Auftrag, Auto, Baby, Blut, Bombenattentat, Boot, Cannabis, Chaos, Desillusionierung, Dokument, Dystopie, Entführung, Ex-Frau, Ex-Freundin, Fahndung, Falle, Faschismus, Flucht, Fluchthelfer, Flüchtling, Flüchtlingslager, Gewalt, Gewalttätigkeit der Polizei, Glaube, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Joint, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kiffen, Kinderlosigkeit, Militär, Mord, Mord an Geliebtem, Mord an einem Freund, Panzer, Polizei, Polizeistaat, Propaganda, Rassismus, Rolle der Frau, Roman, Schlacht, Schwangere Minderjährige, Schwangerschaft, Schwierige Geburt, Starke Frau, Sterilität, Terrorist, Trauer, Verlust des Kindes, Verlust einer geliebten Person, Versteck, Vertrauen, Virus, Wehen, Wissenschaft, Überleben
Stimmung
Aufregend, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
United International Pictures GmbH
Produktionsfirma
Beacon Communications LLC, Hit & Run Productions, Strike Entertainment

Kommentare (225) — Film: Children of Men


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craax

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Cuaron mit Lubezki drehen einen atemberaubenden Film. Es ist nicht auszusagen, wie realistisch diese Dystopie – mit so bescheidenen Mitteln – im Detail perfekt- inszeniert ist. Diese Realität ist so authentisch und vollständig wie die Wirklichkeit. Nichts fehlt. Die Menschen sind echt. Ihr Zusammenbruch ist es. So echt, dass Schauspielen überflüssig ist und auch gar nicht vorkommt. Clive Owen spielt die Rolle naturgetreu so bis in jede Faser nachvollziehbar wie Michael Caine oder der Rastakopf oder die verstummte Frau. Man erfährt die ganze (wesentliche) Geschichte dieser Menschen. Jede Nebenhandlung, jede Motivation – gerade weil Lubezki sie n i c h t aufs Korn nimmt sondern weil sie nebenher mit auf ins Bild geraten,- 'vorhanden sind', entfalten sie eine ungeheure Wucht und Dynamik. Man wird in die Schicksale der vorüberflutenden Menschen und Ereignisse hineingerissen,- gerade in dem sie nicht erläutert und fokussiert werden; weil sie wahrscheinlich sind,- weil wir sie aus unserem wahren Leben mit in den Film hineinbringen und dort nur wieder-identifizieren brauchen. Wir erzählen uns das Wesentliche der Handlung selbst : alles ist bekannt. Der Film funktioniert dadurch, falsche Töne zu vermeiden. Ein Zeitungsartikel, eine Fernseh-Dokumentation verzerrt den Eindruck schon allein dadurch, dass es eine Auswahl präsentiert. Es muss keine Lüge ausgesprochen werden, um den Eindruck von Unwahrhaftigkeit zu produzieren : der Fehler liegt allein darin, dass das Bild nicht vollständig-, sondern gerundet aufsummiert ist; und oft auf das scheinbar >Prägnanteste<, durch Weglassung, verschoben wird. Das Besondere ist nicht das Normale. Der Tinitus ist ein Verabschieden : das letzte Mal, das man in seinem Leben, des Taubwerdens durch Anpassung, diese Frequenz hört. Das Wunder des Realismus ist, auch das Nebensächliche zuzulassen,- oder, wenn das aus Zeit-Komprimationsgründen der zwei Stunden nicht geht,- als Verpackung mitzuliefern. Das Reale ist das Schwere – in der Kunst. Die größte Kunst ist, die Kunst vergessen zu machen : und das Gefühl von Vollständigkeit und Selbstverständlichkeit herzustellen. In diesem Sinn : sind die zwei Stunden einer Welt ohne Kinder : atemberaubend – real.

Die Welt der Re '-Fugees' : selbst die Spitznamen wurden nicht vergessen. Es ist erschreckend, wie nahebei unserer' diese parallele Welt wiedererkennbar existiert. Erschreckend : wenn wir erkennen, das wir alle die grauenhaften Einzelheiten, aus denen diese Vision ihre Wahrscheinlichkeit zieht – uns nicht nur bekannt sind, sondern von uns in die Welt des Films aus unserer herüber mithineingebracht wurden. Alles, was wir dort erleben, existiert – in unserer : verstreut in viele verschiedene Orten und Zeiten. Es ist ein Kennen, und ein Wiedererkennen. Visionär, wenn in Bexhill der 'Warschauer Aufstand' -z.b.- „Allahu akhbar“ skandiert; real wenn Straßenbomben zufällig Terror verbreiten; der David Geschmack an Schienbein aus Rost und Edelstahlknochen hat; das mißbrauchte PinkFloyd-Schwein den Ministerhimmel ziert; der Bildschirm-Nebenarbeitsplatz einer triefseligen Rührmeldung zutiefst anheimgegeben erschüttert ist das nur noch der Flachmann bleibt; der politische Ex-Karikaturist bis ans Ende glaubwürdig dem Leben Sinn, Würde, Zuversicht und Spaß verleiht die sogar ein "Faschistenschwein" freiwillig vorzieht; der erstarrte Beton-Triceratops vor der jahre-verfallenen lecken Grundschule die Einzelheit einer aussterbenden Evolution gemahnt; die Erinnerung an Julianne Moore aus anderen Filmen so unvermittelt lebensreal-nah heraufbeschworen, wie gleich wieder schockierend gebrochen beendet wird; die minutenlange Sequenz der Straßenschlacht in Bexhill zum Schluss schlicht die absolut erschütternd unverwechselbar echteste ist /in die ich auf Zelluloid-Bits anhand von des sagenhaften Lubezkis Handführung je mithinein genommen-, hineingeschleudert-, durchgewürgt + ausgespuckt worden bin. Mit Superlativen muss man klugerweise zurückhaltend sein. Hier darf man angebracht aussprechen, was einem angesichts in den Sinn kommt.
Cuaron hat übrigens ein Selbstportrait mitgeliefert; er sitzt, zutiefst verstört, mit protokollierenden Elektroden an den Fingerspitzen, an der Ministertafel, die aufgetischte Delikatesse schmeckt ihm nicht, unter einem seitenlangen Tagebucheintrag eines anderen verwirrten Kollegen aus der Geschichte, und spielt ein sehr kompliziertes Spiel.

Die Story ist schlicht, aber keinesfalls unbedarft : sie muss es sein, um >real< zu wirken. Sie ist spektakulär genug. Nichts weniger als Zeuge eines Wunders, an die >biblische< Geschichte mahnend (gottseidank in markabstreifender Verzweiflung) wird man. Das Ende des letzten gewaltsamen tagtäglich verdienten+ gerechtfertigten Absterbens vor Augen, erkennt man, und lernt zu würdigen, die unendlich verwund-erbare und verwunderungswürdige Tatsache des menschlichen, unseres-, deines- : Daseins – Lebens. „Es ist phantastisch, wie die Welt sich verändert, wenn das Geräusch, das Kinder machen, aus ihr verschwindet“ : zum Abspann hören wir die absolut echte unspektakuläre Tonspur aus einem Schulhof. Und wer vorher bei einer Geburt, nicht erschüttert war,- der ahnt überhaupt nicht, anhand dieser Führung, was er sich hier eigentlich tagtäglich rumtreibt,- wofür,- wohin. Der ist einfach nur da : und bemerkt es nicht. Anhand der Erfahrung dieser zwei Stunden, in die Cuaron – und Lubezki – uns mithineinnehmen : oder vielmehr durchzwängen, wird, -nebendas dass die Zeit neu definiert wird,- ein ganzes Leben und die Quintessenz seiner Erfahrung durch uns durchgequirlt-, geschäumt gepreßt-, drangsaliert, ausgekauert, zerfetzt, mißachtet, bugsiert, verstümmelt, abgeschnitten, gewürgt, gestopft, zerschlagen, verbeult, deprimiert – und wiederaufgebaut erhalten verletzt: und doch entlassen wird : die Wunde des Lebens ist tödlich, und kann kein gutes Ende nehmen, und doch geht sie weiter – bisher immer. So endet auch der Film. Es ist kein Film: es ist die Zukunft. Und die Gegenwart. Und die Vergangenheit. Es ist jetzt. Und, wenn es schlimm kommt, wird es das sein, was ist. Lehrt uns : dies auszuhalten, und anzunehmen, das es wahrscheinlich ist. Es geht : denn es wird nicht das Ende sein. Es ist unmöglich : und wir werden es, eines Tages, erfahren. Jeder von uns. Mit Dem der Kosmos, der einzige den wir kennen, stirbt. Dieser Film bringt die Tatsache ins Auge : die Menschheit,- sind wir. Sie sind wir. Und wir sollten, verdammt nochmal, die Tatsache des Lebens in ihr, die wir sind, achten. Wir wurden geboren. Andere werden es. Wir sind verpflichtet durch die Tatsache, geboren worden zu sein, die Tatsache, das Leben, außer uns, geboren wird, zu achten : und gebührend zu würdigen. Ein größerer Protest gegen die Mißachtung des Lebens, als dieser Film, mit dem Wunder seiner Begründung, des Lebens, als mehr als Menschen-Recht- : Menschen-Pflicht! - ist nicht denkbar. Es wird nicht ausgesprochen : nur gezeigt. Lubezki vollbringt das Wunder mit der Kamera,- Cuaron mit einer scheinbar simplen, unvollständigen, bruchstückhaften, zerbrochenen Geschichte : alles Illusion. Diese Geschichte ist vollständig: von Anfang bis Ende. Es ist das Grauen und die Hoffnungs-Ausweglosigkeit aller Zeiten,- die sich immer mehr verdichtet : unmöglich wird. Und doch gibt es uns : Dich : Mich. Wir leben – trotz allem. Es ist ein Wunder. Es geht weiter. Es wird weitergehen. Keine Ahnung wie : wenn es einen Anlass zur Hoffnung gibt,- ist er nicht dieser Film,- aber IN IHM ebenso, wie das andere.

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theo.becker.7

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Bewertung10.0Herausragend

Eine packende Geschichte über einen desillusionierten Ex-Aktivisten, herausragend gespielt von Clive Owen, der in naher Zukunft mit dem Weg konfrontiert wird, den es für ihn anzutreten gilt, inmitten einer verlorenen, dystopischen Welt, brilliant in Szene gesetzt von Alfonso Cuaron und seinem Kameramann Emmanuel Lubezki, das Fortbestehen der Menschheit zu sichern, so unauffällig wie möglich - ein scheinbar hoffnungsloses Unterfangen.
Wohltuend, wie der Film ohne viel TamTam eine so intensive Atmosphäre aufbaut, voll Spannung, feiner Action, aber auch sehr ergreifenden Momenten.
Einer meiner Lieblingsfilme.

"Werdet wie die Kinder, dann werdet Ihr das Reich Gottes sehen!"

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StrykeOut

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Bewertung9.0Herausragend

Ein beeindruckender Film.
Hier stimmt wirklich alles. Die Grundidee des Films versetzt die Geschichte von Jesu Geburt in eine dystopische Zukunft ohne Kinder und Geburten, in der England von einem erbarmungslosen Regime beherrscht wird. Dieses Szenario wird überraschend real dargestellt. Der Film spielt in einer nahen Zukunft, Laserkanonen, fliegende Autos oder Roboter gibt es hier nicht. Dennoch blitzen immer mal wieder, fast im Vorbeilaufen, Beispiele von Zukunftstechnologie auf. Alles wirkt glaubwürdig, erzeugt so eine sehr tiefe, deprimierende Atmosphäre und zieht sofort in seinen Bann. Zusätzlich bietet die Story durchaus Ansatzpunkte für tiefergehende Interpretationen.

Zusätzlich ist der Film sehr gut besetzt. Alle Schauspieler passen gut in ihre Rolle und spielen auf sehr hohem Niveau. Ausnahme ist da vielleicht Michael Caine, den ich in seiner Rolle als kiffender, langhaariger Zukunfts-Hippie etwas gewöhnungsbedürftig fand.

Die tollen Schauspielleistungen rücken aber fast in den Hintergrund, wenn man die Leistungen des Kameramanns betrachtet. Was dieser hier an Kamerafahrten, Plan-Sequenzen und Einstellungen, bei denen die Kamera frei zu schweben scheint, abliefert, spottet jeder Beschreibung. Einfach atemberaubend.

Ein düster-dystopischer Sci-Fi-Film, mit hoffnungsvoller Botschaft, tollen Schauspielern und einer genialen Kameraleistung. Sollte man gesehen haben.

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cronic

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Bewertung6.5Ganz gut

Gut aber nicht beeindruckend

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MetalFan92

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Bewertung5.5Geht so

Leider komme ich nicht ganz an den Film ran. Die Idee und die Umsetzung war recht gut, dennoch für mich eher uninteressant.

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selnic

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Bewertung5.5Geht so

Bei mir kam leider nicht wirklich Spannung auf...

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Spearman

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Bewertung5.5Geht so

Nicht schlecht gemacht, hat mir aber dennoch nicht besonders gefallen. Dunkle Weltuntergangsgeschichte, mit der ich mich nicht so recht anfreunden konnte.

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GermanSnake

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wirklich gelungener Film!!!!

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Wall

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Bewertung9.0Herausragend

Okay, diesen Film muss ich noch einmal deutlich nach oben korrigieren. Hatte ihn etwas schlechter in Erinnerung, aber habe ihn auch zuletzt im Jahr 2006 oder 2007 geschaut. Damals war ich noch ein eher ungeduldiger Zeitgenosse und war zwar sehr angetan von den virtuos in Szene gesetzten Actionpassagen des Films, störte mich aber an der ansonsten eher ruhigeren Gangart des Films. Auch kann ich mich erinnern, dass ich mich mir das offene Ende nicht gefiel und ich mir mehr Informationen über die Krankheit, sowie den generellen Zustand des Planeten und der Nationen gewünscht hätte.
Jetzt einige Jahre später (und reifer) sehe ich das ganze natürlich anders. Der Film hat mich von der ersten Minute an gepackt und erst ganz zum Schluss wieder losgelassen - und das trotz der teilweise doch recht ruhigen Szenen. Das Ganze verdankt man wohl zu großen Teilen der bestechenden Kameraarbeit und Schnittechnik von Regisseur Alfonso Cuaron, der dadurch eine unglaubliche atmosphärische Dichte und Nähe zum Geschehen (man fühlt sich als Zuschauer quasi immer mittendrin) erzeugt. Vor allem in den schon erwähnten, actionbetonten Szenen weiß der Film mit dieser Art die Zuschauer mit offen stehenden Mündern an sich zu binden, da diese Szenen meist ohne (sichtbaren) Schnitt auskommen und daher meist wie eine einzige lange Kamerafahrt wirken - einfach nur großartig! (Später in "Gravity" hat Cuaron diese Technik sogar noch weiter auf die Spitze getrieben und so eine extrem packende und spannende Achterbahnfahrt durch die Schwerelosigkeit erzeugt)
Aber auch in den ruhigeren Szenen weiß "Children of Men" zu überzeugen. Immer wieder blitzen in Gesprächen Informationen über die fast schon apokalyptischen Zustände im England der nahen Zukunft auf und diverse Kamerafahrten (bspw. im Gefangenenlager) untermauern dies dann mit teils sehr grausamen und schockierenden Bildern bei denen man wie die Protagonisten im Film meist nur Zuschauer ist und und nichts dagegen tuen kann.
Jetzt nach erneuter Sichtung des Films, bin ich von diesem wirklich schwer angetan und froh das ich in mir dafür extra auf Blu-ray zugelegt habe - denn das sehr scharfe und kontrastreiche (besonders stark in dunklen Szenen - Cuaron beherrscht das Spiel mit Licht und Schatten, wie schon in seinem Potter-Film, sehr gut) Bild überzeugt auch durch einen nicht glattgebügelten, sondern rauen und dreckigen Look und im Zusammenspiel mit dem dezenten, aber (wenns drauf ankommt) knackigen Sound kommt das Gesamtpaket echt gut rüber! Während dem ansehen des Films und dem Beobachten diverser Parallelen in Machart und Plot hat sich Cuaron auch bereits zu meinem Wunschregisseur für die kommende "The Last of Us"-Verfilmung avanciert. Naja, man darf ja mal träumen :D

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Clamio

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Idee, genialer Film.

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John3101

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Noch nicht gesehen, deshalb gibts erst ne bewertung hinterher.Sieht interessant aus.

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JokerReviews

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Top 100 meiner Lieblingsfilme. Meine Güte wie konnte ich nur verdrängen, was für ein atemberaubendes Meisterwerk dieser Film doch ist? Schon vor einer Weile habe ich mich beim Updaten meiner Top-Liste gefragt wieso Children Of Men nochmal drin ist. Gott sei Dank hat man ja ein Orakel, das einem die richtigen Filme zur richtigen Zeit vorsetzt (Insider ftw!) und jetzt weiß ich wieder genau warum Children of Men so eine riesige Perle der Filmwelt ist. Nicht nur, dass die Story eine der genialsten Ideen aus diesem Genre ist, die komplette Ausstattung und Machart ist einfach ultimative Weltklasse.

Der Mensch stirbt. Wir befinden uns in London im Jahre 2027. Schon seit vielen Jahren ist der Mensch unfruchtbar und nicht mehr in der Lage, sich fortzupflanzen. Der jüngste Mensch auf dem Planeten ist 18 Jahre alt. Überall ist Chaos ausgebrochen, es herrscht eine üble Anarchie. Viele Einwanderer wollen nach London fliehen doch das Regime ist knallhart und behandelt sie wie Abtrünnige. Unter all dem Chaos ist auch Theo der noch verhältnismäßig gut lebt. Doch er nimmt ungewollt Kontakt zu seiner Exfreundin auf, die mittlerweile als Terrorist öffentlich gilt. Und da lernt Theo eines Tages die schwarze Auswanderin Kee kennen. Und Kee ist schwanger.

Alfonso Cuarón, Regisseur vom dritten Harry Potter Film und von Gravity, wofür er jüngst den Oscar als bester Regisseur kassierte, ist ein Meister der Kamera Technik. Er macht so ziemlich die besten Plan-Sequenzen, die ich jemals in einem Film gesehen habe. Minutenlange Szenen komplett ohne Schnitt, irre schwer zu drehen. Der Stil von Cuarón kommt auch hier zur Geltung und hier erleben wir Szenen, die es so wohl noch nie im Kino stiltechnisch gab. Nicht mal Gravity konnte mich von der Kamera-Arbeit so aus dem Sessel fegen wie dieser Film. Die Story ist von allen SciFi Zukunfstfilmen die realistischste. Der Film kommt mit einem einzigartigen Endzeit Szenario daher, der einen so deprimiert zurücklässt, dass man buchstäblich angst bekommt, dass diese durchaus mögliche Zukunft auf uns zu kommt. Durch die atemberaubende Inszenierung hat man immer das Gefühl man wäre mitten drin im unheimlichen Geschehen. Alle Schauspieler spielen hier auf absolutem Oscar-Niveau. Jedem einzelnen Akteur, sogar jedem Komparsen, nehme ich die deprimierende Grundstimmung ab.

Clive Owen glänzt in einer seiner besten Rollen und auch Michael Caine als moderner Hippie spielt hier Weltklasse. Auch ein riesiges Lob an die unbekannte Clare-Hope Ashitey als Kee die hier wohl die fröhlichste und sympathischste Rolle verkörpert. Sie ist Teil einer Szene, wo ich bis heute nicht weiß wie sie das gemacht haben. Solche Szenen gab es schon häufig in Filmen aber noch nie so realistisch.

Fazit : Ich könnte jetzt noch stundenlang weiter schwärmen, aber ich komme jetzt mal zum Ende. Children of Men ist für mich nicht nur Cuaróns bester Film, sondern er gehört auch zu den besten Filmen die ich jemals gesehen habe. Er sitzt locker irgendwo in den Top 20. Wer diesen Film noch nie gesehen hat MUSS das dringend nachholen, denn es ist aus meiner Sicht der beste und realistischste Zukunft-Thriller aller Zeiten, der extrem zum Nachdenken anregt.

10/10

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

"Viele Geschichten, die in der Zukunft spielen, drehen sich um etwas wie "Big Brother" aber ich denke, das ist ein Sicht des 20. Jahrhunderts auf die Tyrannei. Die momentane Form der Tyrannei trägt eine andere Maske - Die Tyrannei des 21. Jahrhunderts nennt sich Demokratie" - Alfonso Cuarón

Da spricht der Mann mir aus der Seele, denn niemals zuvor genossen wir soviele Freiheiten wie heute und lassen sie uns trotzdem, fast ohne jeglichen Widerstand nehmen. So warnt Cuaron uns im Grunde nicht vor einer bevorstehenden Tyrannei, die noch in ferner Zukunft liegt, sondern er warnt uns eher davor, das wir die bereits existierende Tyrannei nicht als solche erkennen.

2027 - Die Welt ist voll im Arsch! Viele kleine bunte Smartiephones, Terroristen, Zumbagruppen, bewaffnete Konflikte, Privatfernsehen, Ich bin doch nicht blöd, Mehrparteiensystem, Umweltverschmutzung und Fuckbook, kurz gesagt, die unglaubliche Doofheit des Menschen, hat die gesamte Welt ins Chaos geschickt und sämtliche Staatssysteme zusammenbrechen lassen ...... sämtliche? NEIN, denn ein kleines, enges Land am Rande des Planeten hält die Fahne hoch und ist das letzte Bollwerk menschlicher Zivilisation (wovor der Schöpfer uns alle bewahre - Anm. d. Verfassers). Der Preis für diese "Insel des Friedens" inmitten des Chaos, ist allerdings der Verlust fast sämtlicher Freiheitsrechte und die Internierung von illegalen Einwanderern in Lagern, die an Ghettos erinnern. Zu guter Letzt scheint auch der Schöpfer selbst uns sein Wohlwollen endlich entzogen zu haben, seit fast 20 Jahren wurde kein Kind mehr geboren.

Cuaron hat aus der Buchvorlage, die er weitestgehend außer Acht läßt, ein gewaltiges Werk geschaffen, das man nach einmaligem Genuss eigentlich gar nicht erfassen kann. Es gibt Unmengen an Anspielungen, die man teilweise nebenbei gar nicht mitbekommen kann. Einige allerdings sehr gut, wie die "Battersea Power Station" mit dem fliegenden Schwein, die Bezug nimmt auf das Album Animals, in dem Roger Waters bereits die Menschheit in Schafe, Hunde und Schweine einteilte. In dem Gebäude, das die "Arche der Kunst" beherbergt, also die gerettete "Beutekunst" der zusammengebrochenen Zivilisation, sehen wir zwei Kunstwerke. Den David von Michelangelo, der sinnbildlich für den Kampf für die Gerechtigkeit steht und das Bild Guernica von Picasso, das zeigt, was passiert, wenn die Menschen gleichgültig ihrem Schicksal entgegensehen und entgegengehen.

Stundenlang könnte man den Film kommentieren, aber das sollen andere übernehmen. Eine tolle Kameraarbeit mit teilweise mehrminütigen Uncut-Szenen, herausragende visuelle Efekte, ein passender Soundtrack, überzeugende schauspielerische Leistungen, insbesondere von Clive Owen, Claire-Hope Ashitey und Michael Caine runden das nahezu perfekte Erlebnis ab. Ein dystopisch-utopischer Klassiker! Schließen möchte ich mit dem Song "Pigs on the Wing" von Pink Floyd, der so herrlich passend ist:

"Wenn es dich nicht kümmern würde, was mit mir passiert
und ich mich nicht um dich kümmern würde
würden wir im Zick-Zack durch Langeweile und Schmerz laufen
gelegentlich flüchtig durch den Regen aufschauen
uns fragen, welchem der Kerle wir die Schuld geben können
und Ausschau halten nach Schweinen auf Flügeln"

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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craax

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das hat der Alfonso Cuaron wirklich gesagt?- danke für den Hinweis, werde ich nachprüfen. Der Mann hat Mut, wie der, der's versteht.


sachsenkrieger

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Das tun leider viel zu wenige, schön das Cuaron und wir das so sehen ;-)
Hab das Interview gesucht, aus dem das Statement ist, aber leider nicht gefunden. Vielleicht findest du es wieder.


francester

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dreckig, düster, aber dennoch nahe am Menschen, so habe ich Children of Men empfunden.
Nichts wirkt aufgesetzt, diese Welt könnte im gegensatz zu vielen anderen Dystopien wirklich so aussehen. Der Film gefällt mir im speziellen wegen der Charakteren, diese sind erfrischend anders, natürlich super gespielt vom Klasse Schauspielerensemble. Clive Owen und Michael Caine sind einfach Klasse. Das grösste Kompliment geht aber an Alfonso Cuaròn, der ein Zukunftssetting so aussehen lässt, als seih es in den 70er Jahren gedreht worden aber dennoch wie Zukunft aussieht, bzw eine Welt am Abgrund. Der Film funktionier sehr gut als Thriller, das Tempo zieht langsam an ohne jeweils langweilig zu werden. Das Ende dann, perfekt abgedreht mit einem Schnitt, mitten im Gefecht, ein Baby weint, der Mensch erstaunt dieser Tatsache, kann letztendlich aber nicht stoppen was nicht zu stoppen ist. Children of Men funktioniert auch nach mehrmaligem schauen, dass kann man nicht von vielen Filmen behaupten. Abzüge gibt es für die simple Story, ein wenig mehr Komplexitität hätte dem Film mehr Tiefe verliehen. Trotzdem, klasse Film, freue mich auf die nächsten Projekte von Cuaròn.
Good one

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FilmAnhaenger

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Bewertung9.0Herausragend

Ganz ganz starker Film, toll gespielt, tolle Bilder und Kameraführung.

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Big_Kahuna

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Langsam macht sich das Gefühl breit, dass Alfonso Cuarón besonders gern technisch etwas aufwändiger zur Stelle ist, wie man in seinem Film Children of Men besonders gut sieht. Gefühlt stundenlang ohne Schnitt und mit einer Art Doku-Kameraführung sehen wir die neuen Probleme auf der Erde im Jahr 2027.
Es lässt sich kein Kind mehr zeugen, Unfruchtbarkeit herrscht vor und der Staat versucht irgendwie seine Meute beisammen zu halten, wenn nicht schon längst Krieg ausgebrochen ist, wie eigentlich fast auf der ganzen Welt. Hysterie bauscht auf, die Menschheit ist nun kein zahmes, durch die Medien besänftigtes Häschen mehr, fährt dafür aber umso mehr aus der Haut und diese apokalyptischen Zustände könnten deutlicher nicht zum Vorschein kommen.
Teils kommt das einem wie der dritte Weltkrieg vor und wenn man dann sieht, wie Immigranten behandelt werden, scheinen das schon fast Zustände wie aus einem Konzentrationslager zu sein, die Angst und Panik steht den Gefangenen jedenfalls erschreckend echt ins Gesicht geschrieben.
Children of Men vereint hoffnungsloses Zukunftszenario und beklemmenden Kriegsthriller wie kaum ein anderer seiner Zunft. Der Terror, den die Protagonisten durchleben, kriegt auch der Zuschauer zu spüren, wenn andere Menschen überfallartig um ihr Überleben kämpfen. Fressen oder gefressen werden ist das allgegenwärtige Motto, hier geht's wirklich ums nackte Überleben. Ein Dystopie-Thriller, der zwar in puncto Realitätsnähe vielleicht nicht das allergrößte Paradebeispiel darstellt, gerade weil die Erklärungen für diese Weltunfruchtbarkeit eigentlich nur am Rand thematisiert werden, aber durch seine Überraschungsmomente besonders spannungstechnisch eine Menge zu bieten hat und durch sein dreckiges Setting und seine oftmals beklemmende "Wackelkamera" absolut vorzüglich anzuschauen ist.
Die Verfolgungsjagden sind hochspannend und technisch einwandfrei gedreht, das sorgt dann neben den ruhigen Stellen, in denen man schon darauf wartet, wann die nächste kaum zu bewältigende Situation auftritt, für ziemliche Wallungen. Kein künstliches "Extra-Verwackeln", man scheint viel mehr so nah am Geschehen zu sein, wie es eben nur möglich ist.
Hauptdarsteller Clive Owen macht einen guten Job. Besonders sympathisch, weil liebenswert verrückt agiert hier aber Michael Caine, den man ja schon als Butler von Batman im Prinzip nur gut finden konnte, leider bekommt er aber nicht ganz so viel Screentime, wie man sich das rückwirkend vielleicht erhofft hätte. Alles in allem gelingt Cuarón mit diesem Thriller hier ein schöner Spagat zwischen düsterer Zukunftsmusik und angsteinflößenden Kriegszuständen und das auch noch ziemlich realistisch, was ohne Lubezkis Kamera wahrscheinlich nie so authentisch rübergekommen wäre.
Insgesamt ein ausgesprochen starker Science-Fiction-Film, der gar nicht mal sooo bekannt ist. Das muss sich ändern!

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Ben Kenobi

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Sehr schoen. Fuer den muss mehr geworben werden, wie du schon schreibst!


Big_Kahuna

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Danke Ben, war mir auch völlig unbekannt.


mr.blessington

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alfonso Curaon erschuf mit Children Of Men eine außergewöhnliche Dystopie, die mich mit ihrer beklemenden Darstellung einer außer Kontrolle geratenen und verzweifelten Gesellschaft und der wunderbaren und ruhigen Kameraarbeit völlig fesselten. Als Science-Fiction-Thriller ist der Film sehr zurückhaltend mit Actionszenen und wenn diese eintreten, dann erliegt der/die Zuschauer/in der unmittelbaren Beobachtung, die die Kamera in ihrer permanenten dokumentarischen Nähe zu den Protagonist/innen erzeugt.
Der Film hält sich mit der Darstellung und der Erklärung einer völlig aus den Fugen geratenen Welt, in der die Menschen durch Unfruchtbarkeit dem Aussterben geweiht sind, sehr zurück und fokussiert ohne viel Hintergrundinformationen den Held der Geschichte, der sich in der wunderbaren Spielweise von Clive Owen durch die gewalttätige, kriminelle und auswegslose Welt schlägt. Dabei muss der Film einige Schwächen hinsichtlich des fehlenden Realismus in manchen Gefahrensituationen und der Zufälligkeit der Ereignisse hinnehmen. Auch die fehlenden Hintergrundinformationen lassen mich als Zuschauer einige Fragen aufwerfen. Wieso wollen alle nach Großbritannien flüchten und warum sind alle Flüchtlinge aus dem Nahen Osten/Osteuropa? Und wieso herrscht in Großbritannien eine rigorose Abschiebungspolitik und Ghettoisierung jeder Flüchtlinge? Angesichts der Tatsache, dass die Handlung des Films zum Großen Teil in dieser Thematik ihren Austragungsort besitzt, wären hier einige Zusammenhänge und Erläuterungen nennenswert.
Diese Schwächen seien jedoch in Anbetracht der intensiven und umittelbaren Darstellung einer Dystopie verziehen.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Weltuntergang hin, Weltuntergang her.

Was bleibt, immer bleiben wird:
Die schiere Hoffnung.

Egal wie fertig, wie ausgelaugt, wie ausweglos alles erscheinen mag, eines bleibt und zwar immer:
Die schiere Hoffnung.

Die Hoffnung, dass es besser wird, vor allem das es besser werden könnte.
Dass sich Dinge, Lebenswelten, Festgefahrenes, alte, von der Zeit überholte Wahrheiten verändern können, das sich schorfige, unerträgliche "für immer geltende Lebensweisen" wandeln können, und das der Mensch und seine Umwelt, sich eben in ständiger, stetiger Wandlung, Veränderung , Umwälzung befinden.

Das selbst in absoluter Isolation, in tiefster Hölle, im größten Untergang, IMMER der Funke der Hoffnung glimmt.

Das selbst in absoluter Dunkelheit, die Möglichkeit des Lichts, des (Neu)Anfangs inneruht, es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein neuer Tag anbricht, eine eben neue, andere Zeit sich ihren Weg bahnt...

Das ein neugeborenes Baby, nach Jahrzehnten der Unfruchtbarkeit, Systeme stürzen kann, dass ein (für sich selbst) absolut nicht wehrhafter Säugling, in sich die Hoffnung für eine ganze Welt tragen kann, dass eben das Prinzip Hoffnung, die wahre DNA der menschlichen Spezies ist, immer war.

Dass der Mensch, der (oft/meistens) egoistisch handelt, selbstbezogen, die anderen ignorierend, dass er aber (dann) erkennt, das wenn es (eben) hart auf hart kommt:

Auf das WIR kommt es an, auf das GEMEINSAM kommt es an, auf das tiefe Gefühl der Solidarität kommt es an.

Der Mensch wird zum Menschen durch den Menschen.

Eine sehr einfache, sehr simple Wahrheit, vielleicht die simpelste Wahrheit überhaupt und deshalb wohl die Wahrste...

"Children of Men" sagt für mich:
Es kommt (überhaupt) nicht auf persönlichen Besitz oder eigenen Vorteil an.
Es kommt (eben) auf gelebte Solidarität, auf Selbstlosigkeit und auf Demut an.
NICHTS ist für die Ewigkeit, außer Veränderung und Erinnerung.

Und was "Children of Men" für mich auch noch sagt:
Es kommt nicht auf deine / die Fehler und deine /die guten Taten an.
Es kommt darauf an, was (und vor allem DAS!) Du lernst, was Du daraus machst, wie Du damit in (Deiner und der allgemeinen) Zukunft umgehst.

Und eben auf die Einsicht, dass es nur Zusammen geht.
Dass das Geschenk (wer auch immer "Der Schenker" ist...) des Lebens , ein zu teilendes Glück ist, dass das Glück eben im Teilen und nicht im eigenen Behalten liegt...

Dieser Film sagt also:
Zusammen.
Zusammen muss es gehen.
Nur Zusammen KANN es gehen.

Das Menschliche im Menschlichen... vergesst nicht, woher es kommt, warum es da ist...

Und vergesst nicht:

WIR.

Und ich muss wohl noch etwas anfügen.

Passt nicht ganz genau rein, aber für mich schon.

Jedesmal, wenn diese, folgenden Zeilen kommen, schüttelt es mich.
Und dann hoffe ich, dass, wenn, falls ich einmal ein kleines Baby haben sollte, mittlerweile egal ob kleines Mädchen, oder kleiner Mann:

Ich würde doch schon gerne das Gefühl haben, dass da ein kleiner Papa , eine kleine Mama, sich ihren/seinen Weg sich erkämpft, er/sie sich seinen/ihren Weg bahnt.
Das da so ein bissl wenigstens, ein Ausgleich reinkommt.

I wasn't there that morning
When my Father passed away
I didn't get to tell him
All the things I had to say

I think I caught his spirit
Later that same year
I'm sure I heard his echo
In my baby's new born tears
I just wish I could have told him in the living years

Later that same year: Lass es ein kleines Käferchen sein ;)

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The Freewheelin Fonda

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Hatte den Streifen bisher gar nicht so sehr auf dem Schirm aber dein Text ist mal wieder großartig, vlt. bestelle ich mir den Film in nächster Zeit :)


Andy Dufresne

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@Freewheelin: Bin mir sehr sicher dass Du den Film sehr mögen wirst, 7,5 minimum, sag ich mal ;)


peaceandvictory

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Positiv beeindruckt von der Tatsache, dass ein (vorallem britischer) Film, eine Zigeunerin mal nicht als betrügerisch und böse darstellt, sondern als aufopfernde Helferin! Toller Film!

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undDerwolf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

10.0 weil sich zwei Dinge, die ich sehr schätze, bei Children of Men verbinden: Eine dystopische Erzählung und Plansequenzen (beziehungsweise unsichtbare Schnitte). Dabei kann ich auch die Tatsache verkraften, dass der verantwortliche Kameramann Emmanuel Lubezki bei den Oscars 2007 gegenüber Guillermo Navarro das Nachsehen hatte. Aber auch nur, weil Pans Labyrinth ein weiterer Lieblingsfilm ist.

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