Abstruse Geschichte, zunehmend lächerliche Entwicklung, 08/15-Auflösung, nach etwa 15 perfekten Filmminuten eine erschreckend schlappe Inszenierung, die den Film ereignislos dahindrömmeln läßt. Peinlichst die Szene mit dem Kojoten und der doppelte Einsatz von Audioslave. Das war nüscht.
Das stimmt. Zu keiner Zeit mit der nötigen Atmosphäre insziniert. Aus der Geschichte hätte man was besseres machen können. Tom Cruise ist die absolute Fehlbesetzung
@Susjed: Richtig! Eine 3.5 ist ein Witz! Jeder kann so bewerten wie er will und es spielen auch eine Menge Faktoren mit ein WIE man solch einen Film guckt. Dennoch bleibt eines gesagt, ein absolut genialer Film!
aha diesem film eine 3.5 geben und 08/15 nennen und einem wirklich seelenlosen schmarrn wie kampf der titanen mit einer 6.0 davonkommen lassen... sagen wir mal so, ich kann deine meinungen irgendwie nicht wirklich ernst nehmen...
und dann noch das schweigen der lämmer mit 4.0 abstrafen... irgendwie drängt sich mir der zweifel auf, ob du wirklich etwas von filmen verstehst und möglichst objektiv bewertest, wie es ein professioneller kritiker tun sollte
[...] „Collateral“ ist ein spannender Thriller, der nicht nur durch seinen hochkarätigen Cast überzeugt, sondern auch storytechnisch bis zum Schluss fesseln kann.
Mit dem Zusammenprall der gegensätzlichen Charaktere hat Michael Mann ("The Insider") seinem ausgeklügelten Thriller eine melodramatische Dimension gegeben und diese organisch in die Dramaturgie eingebettet. Hier wird nicht nur geschossen und gerast, hier geht es um lebende Menschen und nachvollziehbare Schicksale. Zugleich ist die Handlung atemberaubend inszeniert.
Ich krieche im Staub vor dieser Kamera-Arbeit! Während mich George Lucas mit seinen Technik-Speränsken nicht vom Vorteil von High-Definition-Kameras überzeugen konnte, erläutert Michael Mann im Audiokommentar die besten Beweise für die Vorteile von diesem Aufnahme-Verfahren. Hochinteressant, welche Einstellung auf Film nicht möglich gewesen wären, oder nur mit großem Qualitätsverlust. Insbesondere in den Tiefenschärfen der Landschafts-Aufnahmen wird eine unglaubliche Optik geboten, von der Farbgestaltung und dem Look des Films mal ganz abgesehen - ich war echt von den Socken!
Auch der Rest des Films weiss zu begeistern! Eine dichte, straight erzählte Storyline, die die beiden Charaktere nur mit Details aufbaut, welche von den Schauspielern aber bestmöglich darstellt werden. Foxx spielt einfach grandios, einen Tick besser gefiel' mir tatsächlich Tom Cruise, der als Arschloch einfach immer am besten ist. Die Action ist spannend und einfallsreich in Szene gesetzt und in seinen besten Momenten kommt sogar kurz so etwas wie ein "Taxi Driver"-Feeling auf. Ein Klasse-Film, den ich so nicht erwartet hätte...
Ich stimme dir zu der Film ist klasse aber wieso kriechst du im Staub vor dieser Kamera-Arbeit? Ich fand die ehrlich gesagt ziemlich schlecht. In der Nacht gab es viele Shaky Shots welche auch noch noisy waren.. naja mit RED Cameras durchaus machbar.
Unbedingt anschauen! Dieser Film hat es verdient, meisterlich genannt zu werden. Michael Mann erschafft eine Atmosphäre in diesem Film, die einfach jeden auf die Couch fesselt. Tom Cruise und Jamie Foxx tragen das Übrige dazu bei, dass man sich bis Filmende nicht von der Stelle rührt. Die Spannung - soundtracktechnisch perfekt untermalt - ist einfach überwältigend. Dieser Film ist seit langem der Erste, wo ich aufgrund eines Schusses zusammengezuckt bin.
Wir haben die Nacht im Kino noch nie gesehen wie hier, derart pechschwarz und doch scharfkonturiert bis in tiefste Tiefen des Bildes, so dunkel und doch leuchtend. Es lässt sich überprüfen, wenn man am Ende aus dem Kino tritt; diese Kamera hat tatsächlich die Nacht so klar wahrgenommen wie das menschliche Auge - wenn nicht noch durchdringender. Der Kontrast zwischen diesen hyperrealistischen Bildern und der hyperstilisierten Geschichte, welche sie erzählen, könnte nicht augenfälliger sein.
Eine perfekte Rückkehr klassischer Film-Noir-Tugenden: Mit Collateral hat US-Regisseur Michael Mann ein urbanes Märchen gedreht, einen eleganten Großstadtthriller über harte einsame Männer, mit dosierter, aber genau eingesetzter und im richtigen Moment entfesselter Gewalt - ein existentielles Drama voller magischer Kinomomente.
Wenn man einfach einsteigt, losfährt und den Verstand zurücklässt (das tun ja einige beim Autofahren), dann bietet "Collateral" packendes Männer-Kino à la Michael Mann: mit zwei ungleichen Kerlen, die wie verzerrte Spiegelbilder wirken, Kehrseiten derselben Medaille.
Ein wahres Meisterwerk wen man den film aus der Sicht der Atmosphäre sieht der film verbindet Atmosphäre mit dunkeln wie auch grellen lichtern und schaft da durch ein einzigartiges feeling. Tom cruise spielt genial obwohl ich kein cruise Fan bin, jamie foxx spielt auch gut da sich zwischen den zwei Hauptcharakteren langsam ein Katz und Maus spiel entwickelt. Die Action ist cool und kompromislos,die Musik ist auch in Ordnung. Michael mann hat hier ein weiteres mal bewiesen das er ein fabelhafter Regisseur ist und ein gutes Händchen für Thriller hat.
Zweite Fahrt im Killertaxi. Hat mir absolut gefallen, hatte Bedenken der Film könnte wegen seiner doch überschaubaren Handlung verlieren, war aber nicht so. Die ganze Fahrt findet während einer einzigen Nacht bzw. ein paar Stunden statt, mit den richtigen Männern vor und hinter der Kamera eine Vorlage die verwandelt wird. Klasse Einstieg, wie sich Regisseur Michael Mann genug Zeit nahm uns den Taxi Driver (ja, Querverweis zum anderen Taxifilm den sich erst vor kurzem schätzen gelernt habe – schauts euch den an!) Max vorzustellen, sein Leben etwas zu beleuchten, dadurch wurde eine emotionale Bindung zum Zuseher aufgebaut, Max war uns nun absolut nicht egal, wir haben quasi auf dem Beifahrersitz platzgenommen und mussten hilflos mit ansehen, wie der Profikiller Vincent ihn von Station zu Station trieb. Mir gefiel besonders wie langsam die Geschichte aufgebaut wurde, es ging nicht sofort zur Sache, etwas Einführung, ein paar Gespräche, und erst dann kamen die Schockmomente, es wurde aber nicht vergessen, den „Bösen“ Vincent zu Wort kommen zu lassen, der hat so einige hochinteressante Sätze von sich gegeben und somit nicht nur durchaus Sympathien erhalten, sondern auch etwas Grau in die eigentlich Schwarz/Weiße Ausgangssituation gebracht. Das alles hat dank L.A. in der Nacht, Live-Dabei-Kamera (wunderbar!), tollem Soundtrack/Score und sehr fähigen Darstellern, besonders Tom Cruise, aber auch für mich Neue Jamie Foxx (Schande, muss mehr gucken von ihm) haben den Film über fast 2 Stunden locker getragen, spannendes und abwechslungsreiches Leinwandduell, das wirklich Spaß gemacht hat und uns viele fesselnde Momente bescherrte. In Sachen Stimmung wirklich beeindruckend. Der Nebencast soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, genau wie die gut gefilmten Actionszenen, besonders jene im Club, hat Laune gemacht, war aber der Handlung entsprechend vorhanden also nicht übertrieben. Okay, das Ende war mir dann schon etwas too much muss ich sagen, wäre da mehr oder auch gerne weniger gekommen wäre ich über 8 Punkte hinausgegangen, was ich leider erneut nicht schaffe. Dafür hat der Rest sehr gut unterhalten, Sozialkritik, Emotionen und Lebenseinblicke gepaart mit Mord und Polizeiarbeit, eine gute und stimmige Mischung.
Durchgängig spannend inszenierter Thriller, der manchmal wie ein Kammerspiel wirkt. Dank Manns detailverliebter Inszeniertung setzt sich der Zuschauer intensiv mit den Protagonisten auseinander, Cruise und Foxx liefern dabei auch noch die besten Leistungen ihrer bisherigen Laufbahn ab. Trotz der auffälligen Dialoglastigkeit kommt hier keine Ödnis auf, da sich die Figuren in ihren Gesprächen nie in Belanglosigkeiten verlieren (anders als bei Tarantino, wo sie sehr schnell in triviales Gelaber abdriften können). Als Sahnehäubchen fällt einem die grandiose Fotografie auf: Nie wurde LA bei Nacht beeindruckender in Szene gesetzt als hier.
Er hat einfach alles was man braucht. Viel Spannung, reichlich Action und eine Prise Drama verpackt in ein zur falschen Zeit am flaschen Ort Story mit zwei Schauspielern in "Höchstform". Überagende Schauspielerische Leistung vorallem von Jamie Foxx (seine Mimik ist echt aunglaublich). Tom Cruise macht seine Sache immer gut !!!
Bester Cleaner Film auf dem Markt wer Leon der Profi liebte sollte diesen Film auch lieben!
der beste film den ich bisher mit tom cruise gesehen habe. ich bin überhaupt kein fan von ihm, aber wirklich positiv überrascht. den eiskalten killer ohne jegliche gnade hat er echt gut verkörpert.
jamie foxx hat mir auch gefallen, vor allem die szenen mit ihm und "vincent" im taxi.
was die frau von will smith angeht... jada pinkett smith oder so.. na ja, dass ich sie nur mit ihrem mann in verbindung bringe sagt auch schon alles. irgendwie merke ich in filmen (collateral, matrix) nie, dass sie das ist und lese es dann erst irgendwann nachher.
insgesamt ein spannender film mit einem wirklich guten tom cruise.
Taxis, das Gerät des Taxifahrers. Der Beruf selbst, doch recht faszinierend, man fährt hin und her. Trifft auf die verschiedensten Leute, aus allen möglichen Milieus, Schichten, Berufen und was es hierbei nicht alles für Möglichkeiten gäbe. Taxis, verschiedene Service-verschiedene Tarife, ein Beförderungsmittel, bei Zahlung. Und ja auch ein bestimmter Michael Mann interessiert sich für das Taxifahren und so kann man daraus schließen, dass es so wahrscheinlich zu "Collateral" kam, von Mann eben aus dem Jahre 2004. Wobei hier nun mal sowohl das Taxi, als auch auch sein Fahrer bzw. somit auch der Fahrgast eine durchaus bedeutende Rolle spielen, aber das erklärt sich ja fast von selbst.
Die Story schlau erdacht, ganz nach dem M.-Mann-Prinzip, ein cleveres Katz-und-Mausspiel, doch stets aufs Neue faszinierend, mit interessanten Wendungen, ein Zwei-Mann-Kampf, was sich mehr und mehr zum Psychoduell beider Kontrahenten entwickelt, an sich aber recht simpel: Es ist Nacht in Los Angeles, die Lichter Stadt flackern über dem Asphalt, Taxifahrer Max will nur noch den Feierabend, doch der nächste Fahrgast steht schon bereit und so soll es doch noch eine Tour sein. Der Fahrgast, Name Vincent, bietet Max hingegen 600 Dollar, wenn er ihn zu 5 wichtigen Terminen bringt. Doch bald stellt sich heraus...Vincent ist ein Profikiller, der anscheinend eine Abschussliste abarbeiten muss, so beginnt für Max der Albtraum einer Nacht...
Zudem hält auch der Cast einige Überraschungen bereit, nicht in der Hinsicht, dass Jamie Foxx einen Taxifahrer spielt. Das wohl eher nicht, dennoch agiert Foxx grandios, bringt die Ängste und die Unsicherheit bzw. seinen Versuch dieses mörderische Treiben zu stoppen, welcher in Verzweiflung endet seines Protagonisten perfekt rüber, fasziniert mit seinem intensiven Spiel und überzeugt auf ganzer Linie. Die Überraschung liefert aber Tom Cruise, der hier wahrscheinlichlich erstmals als Bösewicht auftritt, schwerlich fällt mir dabei eine andere Rolle seitens Cruise ein, die diesem Fieslings-Milieu gerecht werden könnte, steht ihm aber sehr gut. Aber auch auch das beherrscht Cruise im besten Maße, man würde wohl sagen er übernimmt die Rolle des Vincent teuflisch gut (besonders anfangs mit Sonnenbrille), sehr souverän gespielt. Beide in echter Hochform liefern sich ein Duell der Extraklasse, mit Taxi. Aber auch in Nebenrollen wissen einmal Jada Pinkett Smith als Max´s vorheriger Fahrgast die Staatsanwältin Annie und Mark Ruffalo zu glänzen.
Mann´s Regie kann man dabei selbstverständlich als exzellent loben, wenn die Story schon nach M.-Mann-Muster aufgebaut wurde, kann er natürlich auch wieder zeigen was er inszenatorisch so drauf hat. So baut Mann zunächst eine hitzige Spannung auf, füllt diese mit kleinen, feinen Wendungen und lässt diese letztlich förmlich explodieren, dazwischen zwar ein paar Längen und Durchhängern, aber trotzdem stets auf guten Niveau, und so bleibt seine Erzählstruktur fesselnd, wenn auch nicht perfekt, dieses Messen zweier ungleicher Menschen, die jedoch mehr verbindet als man vermuten mag, oder doch nicht. In jedem Fall sind sie aneinander zunächst gebunden. Einen anderen interessanten Aspekt bildet dabei noch jener, das Mann-Prinzip mal ausgenommen, dass auch bei "Collateral" durchaus Paralleln zu Manns großem Meisterwerk "Heat" zu finden sind, beabsichtigt oder nicht, denn wo "Collateral" beginnt (Flughafen L.A.), endet "Heat" und wo "Heat" wiederum seinen Anfang findet (Haltestelle Metro L.A.), findet "Collateral" seinen Schluss. Zufall oder nicht das die Frage, auch wenn Mann selbst es als einen Solchen bezeichnete. Weiterhin liegt Manns Stärke natürlich wieder in den Bildern und seinen Kameras bzw. die verschiedenen Kombinationen daraus, so werden wieder meisterhafte Bildchen kreiert, unterkühlt und sauber gefilmt, mit einer einmaligen Optik, wie sie nur Mann machen kann, und einer großartigen Atmosphäre, wo man den Geruch der Nacht in L.A. fast wahrnehmen kann, ein echter Bilderrausch, für mich wie immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst einfach erstklassig.
Dazu noch präzise niedergeschriebene Dialoge, durchaus gut ausgearbeitete Charaktere, hintergründig beleuchtet und nicht zu vergessen wäre noch der fein ausgewählten Soundtrack, passend eingesetzt und einem genauso stimmigen Score von James Newton Howard.
Schlussendlich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass "Collateral" ein absolut sehenswertes und spannendes Stück Zelluloid von Michael Mann ist, mit kleinen Schwächen, das aber besonders durch seine starken Bilder und das Duell seiner zwei Topstars und einem schicken Taxi besticht.
Gut geschrieben und gerade in deiner bewertungstechnischen Zurückhaltung mit passender Note. Mich störte an dem Film so ein bisschen das Finale, das mit den üblichen Klischees und Zufällen hantiert (Akku leer etc.).
@Timo: Och was? Das fandest du anderweitig auch nicht schlimm,. ;D
Und ja gemeinsam kriegen wir das noch hin mit dem ordentlichen Bewertungsmaßstab. Ja, so ungefähr und Zufällke machen das Leben erst lebenswert, aber stimmt schon, irgendwie.^^
Naja das größte Klischee war ja wohl mal wieder das Gute gewinnt, das Böse verliert. War zwar absolut abzusehen, aber für mich wäre es andersrum richtig richtig gut gewesen. Trotzdem ein Top Film.
Toll geschrieben :) Aber bei einem Punkt muss ich nachhaken: Tom Cruise war doch schon mal in ''Interview mit einem Vampir'' der Bösewicht. Vielleicht nicht so brilliant gespielt wie hier, aber er war Böse :)
@Sam: Danke und genau genommen, hatte ch das auch mit dem Film überlegt, aber da sehe ich Cruise eigentlich weniger als Bösewicht (eh so ein Klischeeding), als eher als tragische Figur des Ganzen, denn so böse an sich war er wie ich mich (schlecht) erinnere gar nicht^^
Es ist Nacht. Du sitzt in deinem Taxi. Entspannende Musik. Unter anderem nervige Kunden. Eine sympathische Staatsanwältin. Ach, und ein Auftragskiller. Einer der aufregenderen Abende eines Taxifahres...
...und auf jeden Fall einer der aufregenderen Tom Cruise Filme, er ist nicht unbedingt einer meiner Lieblingsschauspieler, doch hier kam er als eiskaltes 'Monster' perfekt zur Geltung und hat mal gezeigt das er echt was auf dem Kasten hat. Mit Sätzen wie "Hast du schonmal von Ruanda gehört? Zehntausende sind an einem Tag gestorben. Niemand hat so schnell Menschen umgebracht seit Nagasaki und Hiroschima. Hast du auch nur eine Träne vergossen?" will er Max, den Taxifahrer, aber auch den Zuschauer die Augen öffnen. Oder einfach nur davon ablenken das es trotzdem unmenschlich ist, dass er Gott spielt und Menschenleben in der Hand hat. Die Rolle des Psychaters hat der feine Herr Killer auch drauf, ""Irgendwann...Irgendwann wird mein Traum wahr werden"...eines Nachts wirst du aufwachen, und feststellen, dass es zu spät ist [...]", er zeigt Max, und wieder dem Zuschauer, das man sich lieber etwas vorstellt und seinen Traum nur im Kopf erfüllt, anstatt ihn auch wahr werden zu lassen. "Collateral" ist also nicht nur ein guter Thriller, es ist irgendwie Kritik an der Menschheit. Keine die äußerst ausgereift wirkt, doch es ist eine die gut vorgestellt wird. Zwischen diesen "Was ist der Sinn des Lebens"-Gesprächen geht Vincent(Tom Cruise) seinem Job nach und befördert ein paar wichtige Leute ins Jenseits. Damit wird "Collateral" auch in Sachen "Action" aktiv, Spaß hat man bei den Szenen allemal. Vor allem erkennt man bei diesen Szenen wie eiskalt dieser Mensch Vincent ist, dieser Mensch der über das Leben philosophiert.
Doch Tom Cruise ist hier auf keinen Fall der, der vollkommen im Rampenlicht steht. Jamie Foxx. Wow. Selten hat er mich so dermaßen überzeugen können, die Rolle des verängstigten, mit der Situation überforderten Taxifahrers, der eigentlich nichts im Leben kennt außer jeden Tag seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen, seinem Traum eines eigenen Geschäftes hinterher zu jagen, und in Gedanken auf einer Insel auf den Malediven zu leben. Doch aus dieser Traumwelt ist er an diesem Abend herausgerissen worden.
Ich hab leider nur die gekürzte Fassung sehen können (20.15, verflucht seist du), wenn ich den nochmal seh, mit allen Szenen, werden bestimmt mehr Punkte draus :)
In einer Kategorie ist Michael Mann der Meister seines Fachs: im tiefsinnigen, melancholischen Hollywood-Unterhaltungskino. Auch hier merkt man an, wo er sich zum Teil bedient hat: beim Dogma-Film - jedenfalls erinnert der Film daran.
Auf inszenatorischer Ebene ist Mann gewohnt stark: die Bilder des nächtlichen Los Angeles sind atemberaubend.
"Weißt du noch ? Ein Mann steigt in die U-Bahn und stirbt. Was denkst du: Wird es irgendwann mal jemand bemerken ?"
Das obige Zitat trieft nur so von Ernsthaftigkeit. Generell verzichtet Mann hier auf irgendwelche humoristische Einschübe (den Funkdialog mit Max' (?) Boss mal ausgenommen), damit sich der Zuschauer auf den Knackpunkt des Filmes konzentriert: auf die beiden Hauptcharaktere - den Killer und den Taxifahrer.
Wenn man sich diese Konstellation in Anbetracht zieht, denkt man: Aha, bestimmt wird das so ein reißerischer kleiner Thriller mit obligatorischem Happy End. Aber nein, bei Mann ist es nicht so. Ganz im Gegenteil: Er hinterfragt die typische Schwarz-Weiß-Malerei, die im Kino allzuoft verwendet wird, indem er seine Charaktere ihre Gedanken zum Ausdruck bringen lässt.
Der Killer ist ein aufgrund der Erziehung seines Vaters zielloser Mensch, der sich noch nie mit der Liebe vertraut gemacht hat. Der Taxifahrer ist ein verunsicherter Mensch, der nach einem Ziel im Leben sucht und glaubt, ihn gefunden zu haben...
Fazit nach meiner unterkühlten Quasi-Analyse:
Collateral ist ein Film, der sowohl auf unterhaltungstechnischer, emotionaler, als auch auf intellektueller Ebene vollkommen überzeugt.
Was tun, wenn du als Taxifahrer gegen die Morde deines eigenen Kunden nichts machen kannst? Diese Frage stellt sich der Taxifahrer Max (Jamie Foxx) eine ganze Nacht lang, während er den Auftragskiller Vincent (Tom Cruise) von einem zum anderen Tatort chauffiert. Lieber das eigene Leben schützen oder doch versuchen andere Menschen zu retten und dabei das Leben weiterer Unschuldiger aufs Spiel zu setzen? Mit dieser Thematik wurde hier ein unglaublich spannender Thriller behandelt, der von den beiden guten Hauptdarstellern, der packenden Geschichte und der düsteren Atmosphäre nachts in den Straßen von L.A. lebt. Michael Mann gelang mit "Collateral" ein toller Thriller, der locker ohne die ganz großen Actionszenen auskommt und mit steigender Dramatik den Zuschauer schnell vor dem Bildschirm fesselt. Abschließend möchte ich noch sowohl die gelungene Kameraarbeit, als auch die Szene, in der Max und Vincent in einem ungeheuren Tempo über die verlassenen Straßen L.A.'s brettern loben, denn diese Szene vor dieser tollen Kulisse hat sich bei mir tief im Gedächtnis eingebrannt und an die erinnere ich mich immer wieder sehr gerne. So ist "Collateral" ein astreiner und überaus sehenswerter Thriller, der absolut nicht mit Spannung geizt.
Micheal Manns Colleteral hält exakt das, was Versprochen wird: Die Kollision zweier Menschen und ihren Lebensansichten. Das ist teilweise großartig gelungen, andererseits hätte man noch mehr auf die Figuren eingehen können und auf einige Actionelemente (wie zum Beispiel den Schluss) verzichten können. Positiv überrascht bin ich von den Schauspielerischen Fähigkeiten von Tom Cruise und Jamie Foxx, welche durchaus authentisch rüberkommen.
Alles in allem kann man von einem soliden Stück Filmhandwerk sprechen, welches allerdings noch eine Menge Potential verschenkt hat.
sooo habe den film vor wenigen minuten auf pro 7 gesehen und muss sagen:wow. ich bin echt positiv überrascht worden! michael mann inszeniert hier einen film, der sich praktisch aus dem nichts zu einem packenden thriller ohne kompromisse entwickeln. tom cruise beweist hier ebenfalls einmal mehr, dass seine psychische verfassung sowie seine ideologie zwar äußerst fragwürdig sind, er aber ein schauspieler ist, der sein handwerk versteht. zudem weist die figur, die er hier spielt, ähnliche merkmale auf, wodurch er meiner meinung nach eine perfekte besetzung darstellt. mein lob geht natürlich auch an alle anderen darsteller, vor allem jamie foxx. ich fühlte mich vom anfang bis zum ende hin unterhalten und kann den streifen jedem thrillerfan nur wärmstens empfehlen.
Ich ging mit einiger Skepsis an diesen Film heran. Ich konnte mir nicht wirklich Tom Cruise als Bösewicht vorstellen. Aber ich wurde von diesem düster inszenierten Großstadt-Thriller mehr als angenehm überrascht. Ein klasse Jamie Foxx und ein überzeugender Tom Cruise brillieren in diesem Werk von Michael Mann! Ein abgefahrener Großstadt-Krimi voll Spannung, in einzigartiger Kulisse.
"Sie haben ihn umgebracht!" - "Nein, ich habe auf ihn geschossen! Die Kugel und der Sturz haben ihn umgebracht!"
"Collateral" ist ein intelligenter und hochspannender Thriller von Michael Mann. Wie schon in "Heat" schafft er es eine interessante Grundidee packend zu erzählen und die Spannungskurve bis zum nervenaufreibenden Abschluss immer weiter steigen zu lassen. Tom Cruise erweist sich hier überraschenderweise als absolute Idealbesetzung. Er spielt den in die Jahre gekommenen, coolen, eiskalten, unberechenbaren und stets logisch denkenden Auftragskiller mit solch einer enormen Authenzität, dass ich meinen Augen gar nicht recht trauen wollte. Neben "The Last Samurai" und "Magnolia" sicherlich eine seiner Glanzleistungen. Jamie Foxx spielt den in Bedrängnis geratenen und von großen Zielen träumenden Taxifahrer ebenfalls recht glaubwürdig.
Mann ist in der Tat ein Meister der Inszenierung. Ob Close-Ups, die Vogelperspektiven über die hellbeleuchteten Straßen des nächtlichen Los Angeles oder die geschickt platzierten Winkel am Taxi selbst: Jede Kameraeinstellung sitzt und ist tadellos. Sein Streifen findet dabei immer die richtige Prise zwischen lauten und ruhigen Passagen. "Collateral" ist durchweg beklemmend, dramatisch, düster und von ernsthafter Natur geprägt. Doch durch die wenigen aber stets zündenden und amüsanten Einlagen bekommt der Film eine besondere Note. Wenn Vincent (Tom Cruise) Max (Jamie Foxx) beispielsweise dazu auffordert seinem Vorgesetzten über Funk zu sagen, das er ein Arschloch ist, diese Worte anschließend aber äußerst widerwillig sagt, dann ist das zum Schreien komisch. Auch die Szenen die im Kontext mit dem Besuch von Maxs Mutter stehen sorgen für einige Schmunzler. Manns Werk kommt größtenteils recht unaufdringlich daher. Doch wenn es zur Action übergeht, zeigt der Ausnahmeregisseur auch hier, dass er sein Handwerk beherrscht. Spektakulär und mit schnellen Schnitten versehen erschafft er so - wie eingangs schon erwähnt - die perfekte Symbiose zu den zurückhaltenden und ruhigen Szenen. Das Schießduell der beiden Kontrahenten im Zug oder die Clubszene setzen denkwürdige Akzente.
Die Ironie des Schicksals schlägt hier immer mal wieder zu. Denn viele Sachen laufen anders ab als geplant. Ein gutes Beispiel ist die Szene als Max Hilfe sucht um sich aus einer prekären Situation zu befreien, aber genau das Gegenteil erreicht. Wie im realen Leben sind alle Sachen zwar (kurzfristig) planbar, einige davon werden aber immer anders ausgehen als erwartet. Das lässt den Film noch eine Ecke realistischer werden. Das toll konstruierte Drehbuch enthält geschickt eingefädelte Augenblicke, die einen förmlich zum Mitdenken auffordern: Wie würde man selbst an Stelle von Max oder Vincent handeln? So verfolgt man gebannt den weiteren Handlungsverlauf und sieht aufmerksam zu, wie Max nach potentiellen Auswegen sucht und Vincent mit allen Mitteln versucht seinen Autrag zu Ende zu führen. Wie schon in "Heat" legt Mann auf eine starke Charakterzeichnung besonderen Wert. Beide Hauptfiguren sind grundverschieden, haben ihre eigenen Vorstellungen, Absichten und Ziele, Stärken und Schwächen. Sie sind einander nicht unbedingt unsymphatisch und besitzen beide eine ausgeprägte Beobachtungsgabe gegenüber Menschen. Wir können uns gut mit ihnen identifizieren und ihr Handeln damit immer punktgenau nachvollziehen. Die Dialoge erweisen sich dabei als durchdacht und äußerst ausgefeilt. Niemals ist ersichtlich, was als nächstes passieren wird. Ich für meinen Teil saß einfach nur fasziniert da und ließ das Treiben mit Wohlwollen auf mich wirken.
Auch in Anbetracht durch die hier durchsschimmernde sozialkritische Komponente, lässt uns "Collateral" - besonders durch Vincents letzte Worte - mit großer Nachdenklichkeit zurück. Ein Film, der einen erst am Ende wieder loslässt und in seiner Form sicherlich einmalig ist. Mann at its best!
Gut geschrieben. Gefällt! Aber der Regisseur heisst Michael Mann. Thomas Mann war der deutsche Schriftsteller, der die "Buddenbrooks" geschrieben hat. - Kann ja mal passieren^^
Sunnyboy Cruise als zynischer Auftragskiller , kleine Philosophieabstecher zum Thema Moral , Hammeroptik , geiler Soundtrack , einfach ein echt guter Film .
Eine Nacht und eine Fahrt durch Los Angeles. Ein Blick in den Alltag und der direkte Weg in eine bizarre Situation. Ein "ja" und ein Rundgang der nie so gezirkelt wurde. "Collateral" ist eine brillante Symbiose aus umhergehendem Kammerspiel, packenden, actionreichen Psycho-Thriller mit Heist-Elementen und einem hochspannenden und brillant inszenierten Show-Down. Cool, atmosphärisch, edel, detailliert, schnell, packend, ideenreich, logisch. Top.
Meiner Meinung nach der beste Film mit Tom Cruise und der einzige überhaupt mit ihm, den ich ansatzweise leiden kann. Ziemlich gut gemachter, spannender, atmosphärisch perfekter und authentischer Streifen.
Jamie Foxx spielt hier zur Höchstform auf. Einfach brillant dieser Typ.
Stimmt, Last Samurai ist auch ziemlich gut. Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde: Ich bin Tom Cruise Fan :)
Es gibt wirklich fast keinen Film mit ihm, der mir nicht gefällt.
Du gleitest in deinem Taxi dahin. Du magst die Nachtschichten. Entspannter, keine Hektik, besseres Trinkgeld. Auch heute eher ruhig. Hast Zeit zu verschwinden. Malediven. Wenn auch nur auf dem Foto. Eine nette Begegnung hast du noch. Junge Frau. Gestresst, aber freundlich. Versüßt dir die Schicht. Traust dich nicht. Lucky Guy, sie übernimmt das Heft. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Dann der nächste Gast. Zwielichtig. Aber sind sie das hier nicht alle? Er steigt ein, du fährst. Wie immer, normaler Gast. Ein bischen Smalltalk, gehört zum Geschäft. Doch das hier ist anders. Kein Routine-Reden. Tiefgang. Im Taxi. Interessant. Du fühlst dich gut.
Dann das Angebot. 600 für die ganze Nacht. Du zweifelst, aber schließlich geht es um Geld. Alles dreht sich nur um Geld. Also steigt er aus. Du wartest, denkst an nichts Böses. Dann - ein Knall! Splitter, Blut - und ein Toter auf der Frontscheibe. Jetzt merkst du, wen du da kutschierst. Nicht nur zwielichtig. Eiskalt. Berechnend. Angsteinflößend. Plan B tritt ein. Das wird die längste Nacht deines Lebens.
Anfangs Nadelstiche. Später Fausthiebe.
Penthouse, Jazzbar, Disco. Clubatmosphäre. Intensive Erlebnisse. Immer am Geschehen. Musik wird zu Geräuschen. Verschmilzt mit der Umwelt. Du nimmst sie kaum wahr, doch ist sie immer da. Angst lähmt dich. Spannung fesselt dich. Dann zerreißen Schüsse die Stille. Lähmung weicht Hektik. Glas splittert. Knochen brechen. Kugeln zischen. Beengter Raum. Dein Gewissen plagt dich. Du willst helfen. Doch wem? Ihnen? Dir? Beiden? Aber wem zuerst?
Mehrmals fast entkommen. Doch macht es nur noch schlimmer. Längst nicht mehr nur Fahrer. Er dringt in dein Leben ein. Er hat dich in der Hand. Er benutzt dich, das weißt du. Doch was kann man tun? Erneuter Versuch. Fehlschlag. Dann irgendwann: Verzweiflungstat. Wirkt. Du bist raus.
Denkst du. Denn jetzt bist du mittendrin. Du bist ein guter Mensch. Also wieder rein. Dunkel. Fesselnd. Panik. Hilfe! Flucht. Doch wiege dich niemals in Sicherheit!
Endlich geschafft. Atemlos. Gänsehaut. Komm zur Ruhe. Runter kommen, wirken lassen. Und verarbeiten.
Schön geschrieben :) Ich finde es immer wieder intressant wie ruhig der Abend für Foxx verlaufen wäre wenn Cruises Plan funktioniert hätte (also keine Leiche auf dem Auto).
Nur deinen letzten Satz versteh ich nicht, wie kommst du auf Miami? Wegen Miami Vice?
Danke. :) Ja, genau daran hab ich auch schon gedacht. Gefällt mir auch am Film, dass er Platz für solche Interpretationen lässt.
Genau, der letzte Satz bezieht sich auf "Miami Vice". Die Verfilmung fand ich furchtbar und "Collateral" und ja auch "Heat" (der zu meinen Lieblingen zählt) spielen halt in L.A. Wollte ein bischen verschlüsselt ausdrücken, was ich von Manns anderen Filmen halte. ;)
"Collateral" ist ein spannender Thriller der besonders durch eine großartige Optik und 2 famose Hauptdarsteller in einem spannenden Psychoduell punkten kann. Die Geschichte wirkt jedoch in einigen Teilen, besonders die Beziehung zwischen Jamie Foxx und Jada Pinkett Smith, arg konstruiert und stört so das ansonsten stimmige Gesamtbild.
Was ich noch als Besonderheit mit großem Schaufaktor erwähnen möchte ist die atemberaubende Kameraarbeit unter der Verwendung von High-Definition-Kameras. Das so entstandene Farbbild und die Tiefenschärfeeffekte sind schlichtweg einzigartig.
Ein kühles Blau legt sich auf das schlafende LA. Jamie Foxx mimt einen langjährigen Taxifahrer, der den Traum eines eigenen Limousinen-Unternehmens hegt, die Realitätsferne dieses Traumes aber kaum wahrhaben will. Tom Cruise spielt den grauhaarigen Auftragskiller, intensiv, mysteriös, weckt sogar Sympathie beim Zuschauer. Neben den beiden ist noch Jada P. Smith relevant, auch sie überzeugt. So dreht sich der gesamte Plot um das Trio. Jeder Mord ist klasse inszeniert, jede Einstellung sitzt, Michael versteht es wie kein Zweiter die richtige Musik zur richtigen Szene einzusetzen. Im Prinzip macht das die Nightclub-Disco-Kartell-Schießerei zu einem Glanzstück auf diesem Gebiet. Minutenlange Gänsehaut. Unerreicht.
Zudem zwingt die Wahl der Mainlocation (Cab) den Regisseur geradezu, sich intensiv mit den Figuren zu beschäftigen. Auch das erledigt Michael routiniert und mit Bravour.
Und es liegt diese nervöse Grundstimmung über allem, die den Puls konstant über Normal hält. Dann die Hochhausverfolgung. Grandios.
Nach 'The Insider' der Beste vom Mann, und einer der sehenswertesten Thriller des 21. Jahrhunderts. Das hört sich groß an. Ist es auch.
Tom Cruise präsentiert sich überraschenderweise mal ganz anders als sonst: als eloquenter Ganove, eine Rolle, die ihm wie die Faust aufs Auge passt. Er sollte öfters den Part des Antagonisten übernehmen, steht ihm mehr als das Hollywood Helden gedöns! Vincent kommt so dermaßen methodisch und kompromisslos rüber, dass es einem mehr als einmal kalt über den Rücken läuft. Übrigens auch ein sehr guter Jamie Foxx, hier gefällt er mir hundert mal besser als in Miami Vice. Insgesamt ein wirklich packender Thriller, bei dem man bis zum Schluss den Atem anhält!
Collateral - Kritik
US 2004 Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 23.09.2004
Kritiken (9) — Film: Collateral
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenAbstruse Geschichte, zunehmend lächerliche Entwicklung, 08/15-Auflösung, nach etwa 15 perfekten Filmminuten eine erschreckend schlappe Inszenierung, die den Film ereignislos dahindrömmeln läßt. Peinlichst die Szene mit dem Kojoten und der doppelte Einsatz von Audioslave. Das war nüscht.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Nahtigall 2009/12/27 14:55:24
Antwort löschenDas stimmt. Zu keiner Zeit mit der nötigen Atmosphäre insziniert. Aus der Geschichte hätte man was besseres machen können. Tom Cruise ist die absolute Fehlbesetzung
Fladek 2010/07/10 20:58:10
Antwort löschenSo ein Schwachsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Cineast1985 2010/11/25 04:01:57
Antwort löschenIch bin kein Fan von Tom Cruise,aber der hat da sowas von perfekt reingepasst,
Atmosphäre klasse...
schnix84 2010/12/22 10:06:44
Antwort löschensehe es genauso wie cineast
*frenzy_punk<3 2011/01/18 14:29:06
Antwort löschenWas war denn an der Szene mit den Kojoten so peinlich? ;)
Cristiano811 2011/05/11 05:38:09
Antwort löschen@Susjed: Richtig! Eine 3.5 ist ein Witz! Jeder kann so bewerten wie er will und es spielen auch eine Menge Faktoren mit ein WIE man solch einen Film guckt. Dennoch bleibt eines gesagt, ein absolut genialer Film!
mikadoapache 2011/07/30 12:57:13
Antwort löschengenial langweilig
kahaujiko 2011/12/16 22:50:09
Antwort löschenaha diesem film eine 3.5 geben und 08/15 nennen und einem wirklich seelenlosen schmarrn wie kampf der titanen mit einer 6.0 davonkommen lassen... sagen wir mal so, ich kann deine meinungen irgendwie nicht wirklich ernst nehmen...
Alle 10 Antworten zeigen
kahaujiko 2011/12/16 22:52:06
Antwort löschenund dann noch das schweigen der lämmer mit 4.0 abstrafen... irgendwie drängt sich mir der zweifel auf, ob du wirklich etwas von filmen verstehst und möglichst objektiv bewertest, wie es ein professioneller kritiker tun sollte
cruzha 2011/12/27 12:14:26
Antwort löschen"Eine erschreckend schlappe Inszenierung, die den Film ereignislos dahindrömmeln läßt."
Es scheint zwei Collaterals zu geben in diesem Universum.
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] „Collateral“ ist ein spannender Thriller, der nicht nur durch seinen hochkarätigen Cast überzeugt, sondern auch storytechnisch bis zum Schluss fesseln kann.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenMit dem Zusammenprall der gegensätzlichen Charaktere hat Michael Mann ("The Insider") seinem ausgeklügelten Thriller eine melodramatische Dimension gegeben und diese organisch in die Dramaturgie eingebettet. Hier wird nicht nur geschossen und gerast, hier geht es um lebende Menschen und nachvollziehbare Schicksale. Zugleich ist die Handlung atemberaubend inszeniert.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenIch krieche im Staub vor dieser Kamera-Arbeit! Während mich George Lucas mit seinen Technik-Speränsken nicht vom Vorteil von High-Definition-Kameras überzeugen konnte, erläutert Michael Mann im Audiokommentar die besten Beweise für die Vorteile von diesem Aufnahme-Verfahren. Hochinteressant, welche Einstellung auf Film nicht möglich gewesen wären, oder nur mit großem Qualitätsverlust. Insbesondere in den Tiefenschärfen der Landschafts-Aufnahmen wird eine unglaubliche Optik geboten, von der Farbgestaltung und dem Look des Films mal ganz abgesehen - ich war echt von den Socken!
Auch der Rest des Films weiss zu begeistern! Eine dichte, straight erzählte Storyline, die die beiden Charaktere nur mit Details aufbaut, welche von den Schauspielern aber bestmöglich darstellt werden. Foxx spielt einfach grandios, einen Tick besser gefiel' mir tatsächlich Tom Cruise, der als Arschloch einfach immer am besten ist. Die Action ist spannend und einfallsreich in Szene gesetzt und in seinen besten Momenten kommt sogar kurz so etwas wie ein "Taxi Driver"-Feeling auf. Ein Klasse-Film, den ich so nicht erwartet hätte...
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DaveVegas 2010/06/11 10:34:49
Antwort löschenIch stimme dir zu der Film ist klasse aber wieso kriechst du im Staub vor dieser Kamera-Arbeit? Ich fand die ehrlich gesagt ziemlich schlecht. In der Nacht gab es viele Shaky Shots welche auch noch noisy waren.. naja mit RED Cameras durchaus machbar.
KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa
Kommentar löschenUnbedingt anschauen! Dieser Film hat es verdient, meisterlich genannt zu werden. Michael Mann erschafft eine Atmosphäre in diesem Film, die einfach jeden auf die Couch fesselt. Tom Cruise und Jamie Foxx tragen das Übrige dazu bei, dass man sich bis Filmende nicht von der Stelle rührt. Die Spannung - soundtracktechnisch perfekt untermalt - ist einfach überwältigend. Dieser Film ist seit langem der Erste, wo ich aufgrund eines Schusses zusammengezuckt bin.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWir haben die Nacht im Kino noch nie gesehen wie hier, derart pechschwarz und doch scharfkonturiert bis in tiefste Tiefen des Bildes, so dunkel und doch leuchtend. Es lässt sich überprüfen, wenn man am Ende aus dem Kino tritt; diese Kamera hat tatsächlich die Nacht so klar wahrgenommen wie das menschliche Auge - wenn nicht noch durchdringender. Der Kontrast zwischen diesen hyperrealistischen Bildern und der hyperstilisierten Geschichte, welche sie erzählen, könnte nicht augenfälliger sein.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEine perfekte Rückkehr klassischer Film-Noir-Tugenden: Mit Collateral hat US-Regisseur Michael Mann ein urbanes Märchen gedreht, einen eleganten Großstadtthriller über harte einsame Männer, mit dosierter, aber genau eingesetzter und im richtigen Moment entfesselter Gewalt - ein existentielles Drama voller magischer Kinomomente.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWenn man einfach einsteigt, losfährt und den Verstand zurücklässt (das tun ja einige beim Autofahren), dann bietet "Collateral" packendes Männer-Kino à la Michael Mann: mit zwei ungleichen Kerlen, die wie verzerrte Spiegelbilder wirken, Kehrseiten derselben Medaille.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenStylish-lakonischer Thriller der trotz ein paar Längen letztlich überzeugt.
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Kommentare (131) — Film: Collateral
Kommentar schreiben1000Mindhunter 2012/01/21 20:49:55
Kommentar löschenEin wahres Meisterwerk wen man den film aus der Sicht der Atmosphäre sieht der film verbindet Atmosphäre mit dunkeln wie auch grellen lichtern und schaft da durch ein einzigartiges feeling. Tom cruise spielt genial obwohl ich kein cruise Fan bin, jamie foxx spielt auch gut da sich zwischen den zwei Hauptcharakteren langsam ein Katz und Maus spiel entwickelt. Die Action ist cool und kompromislos,die Musik ist auch in Ordnung. Michael mann hat hier ein weiteres mal bewiesen das er ein fabelhafter Regisseur ist und ein gutes Händchen für Thriller hat.
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Weltensegler 2012/01/08 22:16:08
Kommentar löschenZweite Fahrt im Killertaxi. Hat mir absolut gefallen, hatte Bedenken der Film könnte wegen seiner doch überschaubaren Handlung verlieren, war aber nicht so. Die ganze Fahrt findet während einer einzigen Nacht bzw. ein paar Stunden statt, mit den richtigen Männern vor und hinter der Kamera eine Vorlage die verwandelt wird. Klasse Einstieg, wie sich Regisseur Michael Mann genug Zeit nahm uns den Taxi Driver (ja, Querverweis zum anderen Taxifilm den sich erst vor kurzem schätzen gelernt habe – schauts euch den an!) Max vorzustellen, sein Leben etwas zu beleuchten, dadurch wurde eine emotionale Bindung zum Zuseher aufgebaut, Max war uns nun absolut nicht egal, wir haben quasi auf dem Beifahrersitz platzgenommen und mussten hilflos mit ansehen, wie der Profikiller Vincent ihn von Station zu Station trieb. Mir gefiel besonders wie langsam die Geschichte aufgebaut wurde, es ging nicht sofort zur Sache, etwas Einführung, ein paar Gespräche, und erst dann kamen die Schockmomente, es wurde aber nicht vergessen, den „Bösen“ Vincent zu Wort kommen zu lassen, der hat so einige hochinteressante Sätze von sich gegeben und somit nicht nur durchaus Sympathien erhalten, sondern auch etwas Grau in die eigentlich Schwarz/Weiße Ausgangssituation gebracht. Das alles hat dank L.A. in der Nacht, Live-Dabei-Kamera (wunderbar!), tollem Soundtrack/Score und sehr fähigen Darstellern, besonders Tom Cruise, aber auch für mich Neue Jamie Foxx (Schande, muss mehr gucken von ihm) haben den Film über fast 2 Stunden locker getragen, spannendes und abwechslungsreiches Leinwandduell, das wirklich Spaß gemacht hat und uns viele fesselnde Momente bescherrte. In Sachen Stimmung wirklich beeindruckend. Der Nebencast soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, genau wie die gut gefilmten Actionszenen, besonders jene im Club, hat Laune gemacht, war aber der Handlung entsprechend vorhanden also nicht übertrieben. Okay, das Ende war mir dann schon etwas too much muss ich sagen, wäre da mehr oder auch gerne weniger gekommen wäre ich über 8 Punkte hinausgegangen, was ich leider erneut nicht schaffe. Dafür hat der Rest sehr gut unterhalten, Sozialkritik, Emotionen und Lebenseinblicke gepaart mit Mord und Polizeiarbeit, eine gute und stimmige Mischung.
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cruzha 2011/12/27 12:12:58
Kommentar löschenDurchgängig spannend inszenierter Thriller, der manchmal wie ein Kammerspiel wirkt. Dank Manns detailverliebter Inszeniertung setzt sich der Zuschauer intensiv mit den Protagonisten auseinander, Cruise und Foxx liefern dabei auch noch die besten Leistungen ihrer bisherigen Laufbahn ab. Trotz der auffälligen Dialoglastigkeit kommt hier keine Ödnis auf, da sich die Figuren in ihren Gesprächen nie in Belanglosigkeiten verlieren (anders als bei Tarantino, wo sie sehr schnell in triviales Gelaber abdriften können). Als Sahnehäubchen fällt einem die grandiose Fotografie auf: Nie wurde LA bei Nacht beeindruckender in Szene gesetzt als hier.
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Keky 2011/12/20 12:01:16
Kommentar löschenEr hat einfach alles was man braucht. Viel Spannung, reichlich Action und eine Prise Drama verpackt in ein zur falschen Zeit am flaschen Ort Story mit zwei Schauspielern in "Höchstform". Überagende Schauspielerische Leistung vorallem von Jamie Foxx (seine Mimik ist echt aunglaublich). Tom Cruise macht seine Sache immer gut !!!
Bester Cleaner Film auf dem Markt wer Leon der Profi liebte sollte diesen Film auch lieben!
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Magnolia 2011/12/19 13:34:23
Kommentar löschender beste film den ich bisher mit tom cruise gesehen habe. ich bin überhaupt kein fan von ihm, aber wirklich positiv überrascht. den eiskalten killer ohne jegliche gnade hat er echt gut verkörpert.
jamie foxx hat mir auch gefallen, vor allem die szenen mit ihm und "vincent" im taxi.
was die frau von will smith angeht... jada pinkett smith oder so.. na ja, dass ich sie nur mit ihrem mann in verbindung bringe sagt auch schon alles. irgendwie merke ich in filmen (collateral, matrix) nie, dass sie das ist und lese es dann erst irgendwann nachher.
insgesamt ein spannender film mit einem wirklich guten tom cruise.
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hoffman587 2011/12/17 14:51:06
Kommentar löschenCollateral
Taxis, das Gerät des Taxifahrers. Der Beruf selbst, doch recht faszinierend, man fährt hin und her. Trifft auf die verschiedensten Leute, aus allen möglichen Milieus, Schichten, Berufen und was es hierbei nicht alles für Möglichkeiten gäbe. Taxis, verschiedene Service-verschiedene Tarife, ein Beförderungsmittel, bei Zahlung. Und ja auch ein bestimmter Michael Mann interessiert sich für das Taxifahren und so kann man daraus schließen, dass es so wahrscheinlich zu "Collateral" kam, von Mann eben aus dem Jahre 2004. Wobei hier nun mal sowohl das Taxi, als auch auch sein Fahrer bzw. somit auch der Fahrgast eine durchaus bedeutende Rolle spielen, aber das erklärt sich ja fast von selbst.
Die Story schlau erdacht, ganz nach dem M.-Mann-Prinzip, ein cleveres Katz-und-Mausspiel, doch stets aufs Neue faszinierend, mit interessanten Wendungen, ein Zwei-Mann-Kampf, was sich mehr und mehr zum Psychoduell beider Kontrahenten entwickelt, an sich aber recht simpel: Es ist Nacht in Los Angeles, die Lichter Stadt flackern über dem Asphalt, Taxifahrer Max will nur noch den Feierabend, doch der nächste Fahrgast steht schon bereit und so soll es doch noch eine Tour sein. Der Fahrgast, Name Vincent, bietet Max hingegen 600 Dollar, wenn er ihn zu 5 wichtigen Terminen bringt. Doch bald stellt sich heraus...Vincent ist ein Profikiller, der anscheinend eine Abschussliste abarbeiten muss, so beginnt für Max der Albtraum einer Nacht...
Zudem hält auch der Cast einige Überraschungen bereit, nicht in der Hinsicht, dass Jamie Foxx einen Taxifahrer spielt. Das wohl eher nicht, dennoch agiert Foxx grandios, bringt die Ängste und die Unsicherheit bzw. seinen Versuch dieses mörderische Treiben zu stoppen, welcher in Verzweiflung endet seines Protagonisten perfekt rüber, fasziniert mit seinem intensiven Spiel und überzeugt auf ganzer Linie. Die Überraschung liefert aber Tom Cruise, der hier wahrscheinlichlich erstmals als Bösewicht auftritt, schwerlich fällt mir dabei eine andere Rolle seitens Cruise ein, die diesem Fieslings-Milieu gerecht werden könnte, steht ihm aber sehr gut. Aber auch auch das beherrscht Cruise im besten Maße, man würde wohl sagen er übernimmt die Rolle des Vincent teuflisch gut (besonders anfangs mit Sonnenbrille), sehr souverän gespielt. Beide in echter Hochform liefern sich ein Duell der Extraklasse, mit Taxi. Aber auch in Nebenrollen wissen einmal Jada Pinkett Smith als Max´s vorheriger Fahrgast die Staatsanwältin Annie und Mark Ruffalo zu glänzen.
Mann´s Regie kann man dabei selbstverständlich als exzellent loben, wenn die Story schon nach M.-Mann-Muster aufgebaut wurde, kann er natürlich auch wieder zeigen was er inszenatorisch so drauf hat. So baut Mann zunächst eine hitzige Spannung auf, füllt diese mit kleinen, feinen Wendungen und lässt diese letztlich förmlich explodieren, dazwischen zwar ein paar Längen und Durchhängern, aber trotzdem stets auf guten Niveau, und so bleibt seine Erzählstruktur fesselnd, wenn auch nicht perfekt, dieses Messen zweier ungleicher Menschen, die jedoch mehr verbindet als man vermuten mag, oder doch nicht. In jedem Fall sind sie aneinander zunächst gebunden. Einen anderen interessanten Aspekt bildet dabei noch jener, das Mann-Prinzip mal ausgenommen, dass auch bei "Collateral" durchaus Paralleln zu Manns großem Meisterwerk "Heat" zu finden sind, beabsichtigt oder nicht, denn wo "Collateral" beginnt (Flughafen L.A.), endet "Heat" und wo "Heat" wiederum seinen Anfang findet (Haltestelle Metro L.A.), findet "Collateral" seinen Schluss. Zufall oder nicht das die Frage, auch wenn Mann selbst es als einen Solchen bezeichnete. Weiterhin liegt Manns Stärke natürlich wieder in den Bildern und seinen Kameras bzw. die verschiedenen Kombinationen daraus, so werden wieder meisterhafte Bildchen kreiert, unterkühlt und sauber gefilmt, mit einer einmaligen Optik, wie sie nur Mann machen kann, und einer großartigen Atmosphäre, wo man den Geruch der Nacht in L.A. fast wahrnehmen kann, ein echter Bilderrausch, für mich wie immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst einfach erstklassig.
Dazu noch präzise niedergeschriebene Dialoge, durchaus gut ausgearbeitete Charaktere, hintergründig beleuchtet und nicht zu vergessen wäre noch der fein ausgewählten Soundtrack, passend eingesetzt und einem genauso stimmigen Score von James Newton Howard.
Schlussendlich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass "Collateral" ein absolut sehenswertes und spannendes Stück Zelluloid von Michael Mann ist, mit kleinen Schwächen, das aber besonders durch seine starken Bilder und das Duell seiner zwei Topstars und einem schicken Taxi besticht.
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Timo K. 2011/12/17 14:57:59
Antwort löschenGut geschrieben und gerade in deiner bewertungstechnischen Zurückhaltung mit passender Note. Mich störte an dem Film so ein bisschen das Finale, das mit den üblichen Klischees und Zufällen hantiert (Akku leer etc.).
hoffman587 2011/12/17 15:08:03
Antwort löschen@Timo: Och was? Das fandest du anderweitig auch nicht schlimm,. ;D
Und ja gemeinsam kriegen wir das noch hin mit dem ordentlichen Bewertungsmaßstab. Ja, so ungefähr und Zufällke machen das Leben erst lebenswert, aber stimmt schon, irgendwie.^^
Mr. Ogi 2011/12/17 19:47:07
Antwort löschenNaja das größte Klischee war ja wohl mal wieder das Gute gewinnt, das Böse verliert. War zwar absolut abzusehen, aber für mich wäre es andersrum richtig richtig gut gewesen. Trotzdem ein Top Film.
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SamRamJam 2011/12/26 14:53:11
Antwort löschenToll geschrieben :) Aber bei einem Punkt muss ich nachhaken: Tom Cruise war doch schon mal in ''Interview mit einem Vampir'' der Bösewicht. Vielleicht nicht so brilliant gespielt wie hier, aber er war Böse :)
hoffman587 2011/12/26 16:01:30
Antwort löschen@Sam: Danke und genau genommen, hatte ch das auch mit dem Film überlegt, aber da sehe ich Cruise eigentlich weniger als Bösewicht (eh so ein Klischeeding), als eher als tragische Figur des Ganzen, denn so böse an sich war er wie ich mich (schlecht) erinnere gar nicht^^
Mr.Film 2011/12/17 14:36:13
Kommentar löschenEs ist Nacht. Du sitzt in deinem Taxi. Entspannende Musik. Unter anderem nervige Kunden. Eine sympathische Staatsanwältin. Ach, und ein Auftragskiller. Einer der aufregenderen Abende eines Taxifahres...
...und auf jeden Fall einer der aufregenderen Tom Cruise Filme, er ist nicht unbedingt einer meiner Lieblingsschauspieler, doch hier kam er als eiskaltes 'Monster' perfekt zur Geltung und hat mal gezeigt das er echt was auf dem Kasten hat. Mit Sätzen wie "Hast du schonmal von Ruanda gehört? Zehntausende sind an einem Tag gestorben. Niemand hat so schnell Menschen umgebracht seit Nagasaki und Hiroschima. Hast du auch nur eine Träne vergossen?" will er Max, den Taxifahrer, aber auch den Zuschauer die Augen öffnen. Oder einfach nur davon ablenken das es trotzdem unmenschlich ist, dass er Gott spielt und Menschenleben in der Hand hat. Die Rolle des Psychaters hat der feine Herr Killer auch drauf, ""Irgendwann...Irgendwann wird mein Traum wahr werden"...eines Nachts wirst du aufwachen, und feststellen, dass es zu spät ist [...]", er zeigt Max, und wieder dem Zuschauer, das man sich lieber etwas vorstellt und seinen Traum nur im Kopf erfüllt, anstatt ihn auch wahr werden zu lassen. "Collateral" ist also nicht nur ein guter Thriller, es ist irgendwie Kritik an der Menschheit. Keine die äußerst ausgereift wirkt, doch es ist eine die gut vorgestellt wird. Zwischen diesen "Was ist der Sinn des Lebens"-Gesprächen geht Vincent(Tom Cruise) seinem Job nach und befördert ein paar wichtige Leute ins Jenseits. Damit wird "Collateral" auch in Sachen "Action" aktiv, Spaß hat man bei den Szenen allemal. Vor allem erkennt man bei diesen Szenen wie eiskalt dieser Mensch Vincent ist, dieser Mensch der über das Leben philosophiert.
Doch Tom Cruise ist hier auf keinen Fall der, der vollkommen im Rampenlicht steht. Jamie Foxx. Wow. Selten hat er mich so dermaßen überzeugen können, die Rolle des verängstigten, mit der Situation überforderten Taxifahrers, der eigentlich nichts im Leben kennt außer jeden Tag seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen, seinem Traum eines eigenen Geschäftes hinterher zu jagen, und in Gedanken auf einer Insel auf den Malediven zu leben. Doch aus dieser Traumwelt ist er an diesem Abend herausgerissen worden.
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Oceanic6 2011/12/17 14:43:37
Antwort löschenSehr schön, aber mehr Punkte sind da trotzdem noch drin. ;)
Mr.Film 2011/12/17 14:50:38
Antwort löschenIch hab leider nur die gekürzte Fassung sehen können (20.15, verflucht seist du), wenn ich den nochmal seh, mit allen Szenen, werden bestimmt mehr Punkte draus :)
Oceanic6 2011/12/17 14:52:12
Antwort löschenHoffentlich ;)
hoffman587 2011/12/17 14:59:20
Antwort löschenNö, also 7.5 ist genau perfekt. ;)
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Oceanic6 2011/12/17 15:11:15
Antwort löschenNene, unter 9 geht da gar nichts :D
Broda 2011/12/17 16:31:43
Antwort löschen7.5 für Collateral ist schon ne ziemlich anständige Punktzahl. ;)
Jack_Torrance 2011/12/17 11:33:51
Kommentar löschenIn einer Kategorie ist Michael Mann der Meister seines Fachs: im tiefsinnigen, melancholischen Hollywood-Unterhaltungskino. Auch hier merkt man an, wo er sich zum Teil bedient hat: beim Dogma-Film - jedenfalls erinnert der Film daran.
Auf inszenatorischer Ebene ist Mann gewohnt stark: die Bilder des nächtlichen Los Angeles sind atemberaubend.
"Weißt du noch ? Ein Mann steigt in die U-Bahn und stirbt. Was denkst du: Wird es irgendwann mal jemand bemerken ?"
Das obige Zitat trieft nur so von Ernsthaftigkeit. Generell verzichtet Mann hier auf irgendwelche humoristische Einschübe (den Funkdialog mit Max' (?) Boss mal ausgenommen), damit sich der Zuschauer auf den Knackpunkt des Filmes konzentriert: auf die beiden Hauptcharaktere - den Killer und den Taxifahrer.
Wenn man sich diese Konstellation in Anbetracht zieht, denkt man: Aha, bestimmt wird das so ein reißerischer kleiner Thriller mit obligatorischem Happy End. Aber nein, bei Mann ist es nicht so. Ganz im Gegenteil: Er hinterfragt die typische Schwarz-Weiß-Malerei, die im Kino allzuoft verwendet wird, indem er seine Charaktere ihre Gedanken zum Ausdruck bringen lässt.
Der Killer ist ein aufgrund der Erziehung seines Vaters zielloser Mensch, der sich noch nie mit der Liebe vertraut gemacht hat. Der Taxifahrer ist ein verunsicherter Mensch, der nach einem Ziel im Leben sucht und glaubt, ihn gefunden zu haben...
Fazit nach meiner unterkühlten Quasi-Analyse:
Collateral ist ein Film, der sowohl auf unterhaltungstechnischer, emotionaler, als auch auf intellektueller Ebene vollkommen überzeugt.
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moviee 2011/12/16 23:14:46
Kommentar löschenWas tun, wenn du als Taxifahrer gegen die Morde deines eigenen Kunden nichts machen kannst? Diese Frage stellt sich der Taxifahrer Max (Jamie Foxx) eine ganze Nacht lang, während er den Auftragskiller Vincent (Tom Cruise) von einem zum anderen Tatort chauffiert. Lieber das eigene Leben schützen oder doch versuchen andere Menschen zu retten und dabei das Leben weiterer Unschuldiger aufs Spiel zu setzen? Mit dieser Thematik wurde hier ein unglaublich spannender Thriller behandelt, der von den beiden guten Hauptdarstellern, der packenden Geschichte und der düsteren Atmosphäre nachts in den Straßen von L.A. lebt. Michael Mann gelang mit "Collateral" ein toller Thriller, der locker ohne die ganz großen Actionszenen auskommt und mit steigender Dramatik den Zuschauer schnell vor dem Bildschirm fesselt. Abschließend möchte ich noch sowohl die gelungene Kameraarbeit, als auch die Szene, in der Max und Vincent in einem ungeheuren Tempo über die verlassenen Straßen L.A.'s brettern loben, denn diese Szene vor dieser tollen Kulisse hat sich bei mir tief im Gedächtnis eingebrannt und an die erinnere ich mich immer wieder sehr gerne. So ist "Collateral" ein astreiner und überaus sehenswerter Thriller, der absolut nicht mit Spannung geizt.
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eastergaard 2011/12/16 22:47:14
Kommentar löschenMicheal Manns Colleteral hält exakt das, was Versprochen wird: Die Kollision zweier Menschen und ihren Lebensansichten. Das ist teilweise großartig gelungen, andererseits hätte man noch mehr auf die Figuren eingehen können und auf einige Actionelemente (wie zum Beispiel den Schluss) verzichten können. Positiv überrascht bin ich von den Schauspielerischen Fähigkeiten von Tom Cruise und Jamie Foxx, welche durchaus authentisch rüberkommen.
Alles in allem kann man von einem soliden Stück Filmhandwerk sprechen, welches allerdings noch eine Menge Potential verschenkt hat.
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kahaujiko 2011/12/16 22:44:28
Kommentar löschensooo habe den film vor wenigen minuten auf pro 7 gesehen und muss sagen:wow. ich bin echt positiv überrascht worden! michael mann inszeniert hier einen film, der sich praktisch aus dem nichts zu einem packenden thriller ohne kompromisse entwickeln. tom cruise beweist hier ebenfalls einmal mehr, dass seine psychische verfassung sowie seine ideologie zwar äußerst fragwürdig sind, er aber ein schauspieler ist, der sein handwerk versteht. zudem weist die figur, die er hier spielt, ähnliche merkmale auf, wodurch er meiner meinung nach eine perfekte besetzung darstellt. mein lob geht natürlich auch an alle anderen darsteller, vor allem jamie foxx. ich fühlte mich vom anfang bis zum ende hin unterhalten und kann den streifen jedem thrillerfan nur wärmstens empfehlen.
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duffy 2011/12/16 22:50:41
Antwort löschenAm Besten die Nachtwiederholung aufnehmen und bei Zeiten anschauen. Eben fehlten ja doch ein paar Szenen. :)
kahaujiko 2011/12/16 23:10:29
Antwort löschenoh na dann werde ich mir die nachtwiederholung auf jeden fall noch reinziehen^^ die firma dankt für den tipp
RoosterCogburn 2011/12/07 11:58:47
Kommentar löschenIch ging mit einiger Skepsis an diesen Film heran. Ich konnte mir nicht wirklich Tom Cruise als Bösewicht vorstellen. Aber ich wurde von diesem düster inszenierten Großstadt-Thriller mehr als angenehm überrascht. Ein klasse Jamie Foxx und ein überzeugender Tom Cruise brillieren in diesem Werk von Michael Mann! Ein abgefahrener Großstadt-Krimi voll Spannung, in einzigartiger Kulisse.
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Joxcus 2011/09/21 18:51:10
Kommentar löschen"Sie haben ihn umgebracht!" - "Nein, ich habe auf ihn geschossen! Die Kugel und der Sturz haben ihn umgebracht!"
"Collateral" ist ein intelligenter und hochspannender Thriller von Michael Mann. Wie schon in "Heat" schafft er es eine interessante Grundidee packend zu erzählen und die Spannungskurve bis zum nervenaufreibenden Abschluss immer weiter steigen zu lassen. Tom Cruise erweist sich hier überraschenderweise als absolute Idealbesetzung. Er spielt den in die Jahre gekommenen, coolen, eiskalten, unberechenbaren und stets logisch denkenden Auftragskiller mit solch einer enormen Authenzität, dass ich meinen Augen gar nicht recht trauen wollte. Neben "The Last Samurai" und "Magnolia" sicherlich eine seiner Glanzleistungen. Jamie Foxx spielt den in Bedrängnis geratenen und von großen Zielen träumenden Taxifahrer ebenfalls recht glaubwürdig.
Mann ist in der Tat ein Meister der Inszenierung. Ob Close-Ups, die Vogelperspektiven über die hellbeleuchteten Straßen des nächtlichen Los Angeles oder die geschickt platzierten Winkel am Taxi selbst: Jede Kameraeinstellung sitzt und ist tadellos. Sein Streifen findet dabei immer die richtige Prise zwischen lauten und ruhigen Passagen. "Collateral" ist durchweg beklemmend, dramatisch, düster und von ernsthafter Natur geprägt. Doch durch die wenigen aber stets zündenden und amüsanten Einlagen bekommt der Film eine besondere Note. Wenn Vincent (Tom Cruise) Max (Jamie Foxx) beispielsweise dazu auffordert seinem Vorgesetzten über Funk zu sagen, das er ein Arschloch ist, diese Worte anschließend aber äußerst widerwillig sagt, dann ist das zum Schreien komisch. Auch die Szenen die im Kontext mit dem Besuch von Maxs Mutter stehen sorgen für einige Schmunzler. Manns Werk kommt größtenteils recht unaufdringlich daher. Doch wenn es zur Action übergeht, zeigt der Ausnahmeregisseur auch hier, dass er sein Handwerk beherrscht. Spektakulär und mit schnellen Schnitten versehen erschafft er so - wie eingangs schon erwähnt - die perfekte Symbiose zu den zurückhaltenden und ruhigen Szenen. Das Schießduell der beiden Kontrahenten im Zug oder die Clubszene setzen denkwürdige Akzente.
Die Ironie des Schicksals schlägt hier immer mal wieder zu. Denn viele Sachen laufen anders ab als geplant. Ein gutes Beispiel ist die Szene als Max Hilfe sucht um sich aus einer prekären Situation zu befreien, aber genau das Gegenteil erreicht. Wie im realen Leben sind alle Sachen zwar (kurzfristig) planbar, einige davon werden aber immer anders ausgehen als erwartet. Das lässt den Film noch eine Ecke realistischer werden. Das toll konstruierte Drehbuch enthält geschickt eingefädelte Augenblicke, die einen förmlich zum Mitdenken auffordern: Wie würde man selbst an Stelle von Max oder Vincent handeln? So verfolgt man gebannt den weiteren Handlungsverlauf und sieht aufmerksam zu, wie Max nach potentiellen Auswegen sucht und Vincent mit allen Mitteln versucht seinen Autrag zu Ende zu führen. Wie schon in "Heat" legt Mann auf eine starke Charakterzeichnung besonderen Wert. Beide Hauptfiguren sind grundverschieden, haben ihre eigenen Vorstellungen, Absichten und Ziele, Stärken und Schwächen. Sie sind einander nicht unbedingt unsymphatisch und besitzen beide eine ausgeprägte Beobachtungsgabe gegenüber Menschen. Wir können uns gut mit ihnen identifizieren und ihr Handeln damit immer punktgenau nachvollziehen. Die Dialoge erweisen sich dabei als durchdacht und äußerst ausgefeilt. Niemals ist ersichtlich, was als nächstes passieren wird. Ich für meinen Teil saß einfach nur fasziniert da und ließ das Treiben mit Wohlwollen auf mich wirken.
Auch in Anbetracht durch die hier durchsschimmernde sozialkritische Komponente, lässt uns "Collateral" - besonders durch Vincents letzte Worte - mit großer Nachdenklichkeit zurück. Ein Film, der einen erst am Ende wieder loslässt und in seiner Form sicherlich einmalig ist. Mann at its best!
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RoosterCogburn 2011/12/07 12:03:34
Antwort löschenGut geschrieben. Gefällt! Aber der Regisseur heisst Michael Mann. Thomas Mann war der deutsche Schriftsteller, der die "Buddenbrooks" geschrieben hat. - Kann ja mal passieren^^
Joxcus 2011/12/07 12:16:46
Antwort löschenDanke für diese Information, Rooster! Wurde umgehend korrigiert! :)
rockoholic 2011/09/15 13:02:19
Kommentar löschenSunnyboy Cruise als zynischer Auftragskiller , kleine Philosophieabstecher zum Thema Moral , Hammeroptik , geiler Soundtrack , einfach ein echt guter Film .
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fkfilmkritik 2011/09/14 20:39:40
Kommentar löschenEine Nacht und eine Fahrt durch Los Angeles. Ein Blick in den Alltag und der direkte Weg in eine bizarre Situation. Ein "ja" und ein Rundgang der nie so gezirkelt wurde. "Collateral" ist eine brillante Symbiose aus umhergehendem Kammerspiel, packenden, actionreichen Psycho-Thriller mit Heist-Elementen und einem hochspannenden und brillant inszenierten Show-Down. Cool, atmosphärisch, edel, detailliert, schnell, packend, ideenreich, logisch. Top.
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Kreaexo 2011/09/11 11:53:06
Kommentar löschenMeiner Meinung nach der beste Film mit Tom Cruise und der einzige überhaupt mit ihm, den ich ansatzweise leiden kann. Ziemlich gut gemachter, spannender, atmosphärisch perfekter und authentischer Streifen.
Jamie Foxx spielt hier zur Höchstform auf. Einfach brillant dieser Typ.
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TheTurk 2011/09/11 19:36:10
Antwort löschenSchon mal ''The Last Samurai'' gesehen? Dort spielt der seine Rolle auch sehr gut, finde ich zumindestens.
christian-bauer 2011/09/27 10:22:01
Antwort löschenStimmt, Last Samurai ist auch ziemlich gut. Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde: Ich bin Tom Cruise Fan :)
Es gibt wirklich fast keinen Film mit ihm, der mir nicht gefällt.
Benjamin Barker 2011/09/06 13:26:57
Kommentar löschenLeben und Sterben in L.A.
Du gleitest in deinem Taxi dahin. Du magst die Nachtschichten. Entspannter, keine Hektik, besseres Trinkgeld. Auch heute eher ruhig. Hast Zeit zu verschwinden. Malediven. Wenn auch nur auf dem Foto. Eine nette Begegnung hast du noch. Junge Frau. Gestresst, aber freundlich. Versüßt dir die Schicht. Traust dich nicht. Lucky Guy, sie übernimmt das Heft. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Dann der nächste Gast. Zwielichtig. Aber sind sie das hier nicht alle? Er steigt ein, du fährst. Wie immer, normaler Gast. Ein bischen Smalltalk, gehört zum Geschäft. Doch das hier ist anders. Kein Routine-Reden. Tiefgang. Im Taxi. Interessant. Du fühlst dich gut.
Dann das Angebot. 600 für die ganze Nacht. Du zweifelst, aber schließlich geht es um Geld. Alles dreht sich nur um Geld. Also steigt er aus. Du wartest, denkst an nichts Böses. Dann - ein Knall! Splitter, Blut - und ein Toter auf der Frontscheibe. Jetzt merkst du, wen du da kutschierst. Nicht nur zwielichtig. Eiskalt. Berechnend. Angsteinflößend. Plan B tritt ein. Das wird die längste Nacht deines Lebens.
Anfangs Nadelstiche. Später Fausthiebe.
Penthouse, Jazzbar, Disco. Clubatmosphäre. Intensive Erlebnisse. Immer am Geschehen. Musik wird zu Geräuschen. Verschmilzt mit der Umwelt. Du nimmst sie kaum wahr, doch ist sie immer da. Angst lähmt dich. Spannung fesselt dich. Dann zerreißen Schüsse die Stille. Lähmung weicht Hektik. Glas splittert. Knochen brechen. Kugeln zischen. Beengter Raum. Dein Gewissen plagt dich. Du willst helfen. Doch wem? Ihnen? Dir? Beiden? Aber wem zuerst?
Mehrmals fast entkommen. Doch macht es nur noch schlimmer. Längst nicht mehr nur Fahrer. Er dringt in dein Leben ein. Er hat dich in der Hand. Er benutzt dich, das weißt du. Doch was kann man tun? Erneuter Versuch. Fehlschlag. Dann irgendwann: Verzweiflungstat. Wirkt. Du bist raus.
Denkst du. Denn jetzt bist du mittendrin. Du bist ein guter Mensch. Also wieder rein. Dunkel. Fesselnd. Panik. Hilfe! Flucht. Doch wiege dich niemals in Sicherheit!
Endlich geschafft. Atemlos. Gänsehaut. Komm zur Ruhe. Runter kommen, wirken lassen. Und verarbeiten.
L. A. ist einfach schöner als Miami.
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SamRamJam 2011/09/06 14:04:37
Antwort löschenSchön geschrieben :) Ich finde es immer wieder intressant wie ruhig der Abend für Foxx verlaufen wäre wenn Cruises Plan funktioniert hätte (also keine Leiche auf dem Auto).
Nur deinen letzten Satz versteh ich nicht, wie kommst du auf Miami? Wegen Miami Vice?
Benjamin Barker 2011/09/06 14:52:14
Antwort löschenDanke. :) Ja, genau daran hab ich auch schon gedacht. Gefällt mir auch am Film, dass er Platz für solche Interpretationen lässt.
Genau, der letzte Satz bezieht sich auf "Miami Vice". Die Verfilmung fand ich furchtbar und "Collateral" und ja auch "Heat" (der zu meinen Lieblingen zählt) spielen halt in L.A. Wollte ein bischen verschlüsselt ausdrücken, was ich von Manns anderen Filmen halte. ;)
seven 2011/09/06 16:09:04
Antwort löschenBravo!
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_Garfield 2011/09/06 18:55:35
Antwort löschenSehr cooler Schreibstil, wenn auch Filmbedingt.
Benjamin Barker 2011/09/06 23:03:11
Antwort löschenDanke auch beiden. :) Hatte anfangs ein paar Sätze in diesem Stil im Kopf und musste dann erstmal überlegen, wie ich eine ganze Kritik so verpacke. ^^
tobiasschoeler 2011/08/19 20:06:31
Kommentar löschen"Collateral" ist ein spannender Thriller der besonders durch eine großartige Optik und 2 famose Hauptdarsteller in einem spannenden Psychoduell punkten kann. Die Geschichte wirkt jedoch in einigen Teilen, besonders die Beziehung zwischen Jamie Foxx und Jada Pinkett Smith, arg konstruiert und stört so das ansonsten stimmige Gesamtbild.
Was ich noch als Besonderheit mit großem Schaufaktor erwähnen möchte ist die atemberaubende Kameraarbeit unter der Verwendung von High-Definition-Kameras. Das so entstandene Farbbild und die Tiefenschärfeeffekte sind schlichtweg einzigartig.
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jimmey11 2011/08/15 19:47:56
Kommentar löschenEin kühles Blau legt sich auf das schlafende LA. Jamie Foxx mimt einen langjährigen Taxifahrer, der den Traum eines eigenen Limousinen-Unternehmens hegt, die Realitätsferne dieses Traumes aber kaum wahrhaben will. Tom Cruise spielt den grauhaarigen Auftragskiller, intensiv, mysteriös, weckt sogar Sympathie beim Zuschauer. Neben den beiden ist noch Jada P. Smith relevant, auch sie überzeugt. So dreht sich der gesamte Plot um das Trio. Jeder Mord ist klasse inszeniert, jede Einstellung sitzt, Michael versteht es wie kein Zweiter die richtige Musik zur richtigen Szene einzusetzen. Im Prinzip macht das die Nightclub-Disco-Kartell-Schießerei zu einem Glanzstück auf diesem Gebiet. Minutenlange Gänsehaut. Unerreicht.
Zudem zwingt die Wahl der Mainlocation (Cab) den Regisseur geradezu, sich intensiv mit den Figuren zu beschäftigen. Auch das erledigt Michael routiniert und mit Bravour.
Und es liegt diese nervöse Grundstimmung über allem, die den Puls konstant über Normal hält. Dann die Hochhausverfolgung. Grandios.
Nach 'The Insider' der Beste vom Mann, und einer der sehenswertesten Thriller des 21. Jahrhunderts. Das hört sich groß an. Ist es auch.
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Glücksritter 2011/08/02 20:38:24
Kommentar löschenTom Cruise präsentiert sich überraschenderweise mal ganz anders als sonst: als eloquenter Ganove, eine Rolle, die ihm wie die Faust aufs Auge passt. Er sollte öfters den Part des Antagonisten übernehmen, steht ihm mehr als das Hollywood Helden gedöns! Vincent kommt so dermaßen methodisch und kompromisslos rüber, dass es einem mehr als einmal kalt über den Rücken läuft. Übrigens auch ein sehr guter Jamie Foxx, hier gefällt er mir hundert mal besser als in Miami Vice. Insgesamt ein wirklich packender Thriller, bei dem man bis zum Schluss den Atem anhält!
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