Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Kritik

NZ/US 2012 Laufzeit 169 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Kinostart 13.12.2012

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    Meisterwerk der Effekte, ein Haoch auf Mittelerde!

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      relentless 19.12.2014, 17:34 Geändert 19.12.2014, 17:36

      Am Hobbit ist mir von Anfang an aufgefallen, dass er um einiges fröhlicher und humorvoller als der Herr der Ringe gehalten ist. Während im Herrn der Ringe häufig Merry und Pippin (vielleicht noch Gimli und Legolas) für die komischen Szenen zuständig waren, sind hier alle mal dran, auch Peter Jackson ist um komische Kameraeinstellungen nicht verlegen. Liegt vielleicht daran, dass PJ ein wenig den Kinder-/Jugendbuchcharakter der Vorlage einfangen wollte. Mir war es stellenweise etwas zu viel Blödelei, gerade die Zwergenentourage konnte man ohnehin schon kaum auseinanderhalten.
      Letztlich büßt der Hobbit im Vergleich zur Herr der Ringe Trilogie am meisten dadurch ein, dass er ziemlich routiniert durchgezogen ist, was man Jackson zwar nicht vorwerfen kann. Trotzdem fehlt dem Hobbit, was den Herrn der Ringe mE zu einem Großteil so erfolgreich gemacht hat: Das Gefühl, dass teilweise improvisiert werden musste, aber auch ein enormer Aufwand für die Kulissen von Nöten war, dass eben nicht alles ganz perfekt real erschien und man sich einen letzten Teil selbst dazuphantasieren musste (oder sollte?).
      Die Aufteilung auf drei Filme und das langsame Erzähltempo hat mich nicht gestört. Denn der Hobbit ist voller interessanter Charaktere, wie zum Beispiel Radagast, die es wert sind, in all ihrer Pracht erzählt und dargestellt zu werden.

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        "Jede gute Geschichte hat es verdient, ausgeschmückt zu werden."

        Nie spiegelte ein Zitat seine literarische wie filmische Quelle wohl besser wieder, als eben diese Hobbit-Trilogie Jacksons. Nachdem ich nach dem ersten Hobbit-Teil sehr enttäuscht aus dem Kino kam, habe ich mir für die Bewertung und den Kommentar Zeit gelassen, bis zur Zweitsichtung.

        Zu meiner eigenen Bestätigung musste ich feststellen, dass diese Filmreihe ihren Charme nicht im Kinosessel, mit 3D-Brille und doppelter Bildrate entfaltet, sondern vielmehr daheim auf mäßig großem Bildschirm und als stinknormale Oldschool-DVD, zumindest für euren Jimi.

        Somit versöhnte ich mich dann doch noch mit dem vormals ungeliebten ersten Teil. Auch wenn mich das mäßige Erzähltempo genauso gravierend störte, wie die katastrophale optische Gestaltung des unmarkanten Zwergenprinzen Thorin, sowie dessen lachhaft-bösen Antargonisten Azog, der den Anschein machte, als wäre er gerade einer Chemotherapie entsprungen. Mehr als unpassend fand ich auch die Umsetzung der Liedtexte aus dem Buch, für mich schmeckte das zu sehr nach überzogenem Disney-Kitsch. Ein echter Totalausfall war meines Erachtens nach die Goblinstadt-Szene: unglaublich schlecht animierte uniforme Goblins, samt Orkhäuptling, das Lied ging auch total in die Hose und zu guter Letzt ein völlig für 3D konzipierter überladener Action-Abgang.

        Ich fühlte mich im Mittelerde 2.0 zwar nicht uneingeschränkt heimisch und doch schafft es Jackson aus dem kindlichen Hobbit eine Geschichte zu machen, die mit ihrem Witz dennoch nicht versäumt, auch den erwachsenen Zuschauer mitzunehmen. Die wirklich große Stärke von DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE ist zweifelsohne die Besetzung des Bilbo mit Martin Freeman und zeigt erneut, dass Peter Jackson sein ungewöhnliches Gespür für passende Schauspieler nicht eingebüßt hat. Auch bleibt er hier und da seinem Trash-Stil treu und man darf zumindest in der Extended Edition wieder Orkköpfe rollen sehen!

        Was unter dem Strich bleibt ist mein Verständnis dafür, dass Jackson so viel Zeit wie möglich in Mittelerde bleiben möchte und man das auch in Passagen des Films negativ zu spüren bekommt. Doch Teile ich diese Sehnsucht nach mehr Mittelerde beinahe uneingeschränkt.

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          Troublemaker69 15.12.2014, 15:43 Geändert 15.12.2014, 18:19

          Hobbit-Retrospektive (1/3)

          Ich war nie der allergrößte Fan der Herr der Ringe Filme.
          Auch wenn sie mir alle relativ gut gefallen haben, wurde ich nie so richtig warm mit ihnen und konnte auch den Hype und die vielen Auszeichnungen nicht so recht nachvollziehen.
          Für mich waren das solide bis sehenswerte Fantasy-Filme, die leider alle ein wenig zu lang geraten sind.
          Beim Hobbit bahnen sich für mich neben der Langatmigkeit noch viele andere Probleme an.
          Vorab: Ich werde hier nicht darauf eingehen, ob ich die Aufteilung des Buches in drei Teile für angebracht halte, weil diese Diskussion schon viel zu oft vorkam und kein Ende findet.
          Die Story des ersten Teils ist ziemlich dünn, es geht eigentlich nur um den Aufbruch und sich dem knappe zweieinhalb Stunden zu widmen ist meiner Meinung nach einfach zu wenig.
          Möchte man ganz Böse sein, dann könnte man sagen, dass der Hobbit eigentlich nicht mal genug Handlung für einen durchschnittlichen Spielfilm mit einer Länge von 90 Minuten handeln. Aber auch das kann man ganz klar ausgleichen, wenn die Effekte, Kulissen und Kostüme stimmen.
          Und da kann ich wieder ein wenig anfangen zu loben, denn die Effekte und Kostüme sind sehr gelungen und schaffen es auch richtig einen wieder nach Mittelerde zu entführen.
          Die Optik stört mich allerdings ein wenig, sie ist zu glatt poliert und wirkt zu sauber, dadurch kann man die Handlung und auch den Ork nicht wirklich als Gefahr wahrnehmen
          Der Hobbit schafft es zudem in meinen Augen nicht wirklich Spannung aufzubauen, es wirkt alles unheimlich konstruiert und es fehlt auch an Herz und Seele.
          Für mich wirkt der Streifen schon fast wie ein reiner Animationsfilm ohne Charme und Sympathien.
          Was man dem Hobbit natürlich zu Gute heißen muss sind die Charaktere, die man gelungen aus Herr der Ringe übernommen hat.
          Generell merke ich dem Film schon an, dass hier versucht wurde dem ungemeinen Druck stand zu halten und einen Film zu inszenieren, der der Herr der Ringe-Trilogie gerecht wird.

          Unterm Strich muss ich leider sagen, dass ich dem Streifen seine Bemühungen zwar anmerke, er aber viel zu sehr in die Länge gezogen ist und auch ansonsten leider nicht sonderlich überzeugt. Alles wirkt zu glatt poliert, zu sauber, so dass man Bedrohungen gar nicht Ernst nehmen kann und auch zu keinem Zeitpunkt wirklich auf die Ereignisse gespannt ist.

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            Wunderschöner, pompös inszenierter und grandios aussehender erster Teil der Hobbit-Triologie, der für mich einen würdigen Nachfolger der LOTR-Saga darstellt. Dabei wechseln sich poetisch-angehauchte Momente(Bruchtal, Auenland) mit krachend-knackigen Action-Sequenzen( Schlacht um Moria, Schlusskampf auf den Bäumen) ab.

            Ach ja, und der Zweikampf zwischen Bilbo und Gollum gehört für mich zu einem der atemberaubendsten Kinomomente, die ich je erleben durfte:)

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              Es ist normal das die da rumsitzen und feier die Planen für die Zukunft wie man
              einen Drachen besiegen kann und an das Gold ran kommen

              • Als Film nicht schlecht, als Leserin macht er mich traurig.
                Tolkien würde wahrscheinlich im Grabe rotieren.
                Hat er doch schon Disney abgelehnt und jetzt hat es ihn noch heftiger erwischt.
                Darum verzichte ich auf eine Wertung......

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                  gassifan2410 10.12.2014, 22:59 Geändert 11.12.2014, 01:13

                  Beim Hobbit frag ich mich mal wieder: Warum muss man Hassfilmen zwangsläufig 0/10 Punkten geben?^^

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                  • 6 .5

                    Eine ganz gute Einführung in die Geschichte vom Hobbit. Nur manche Szenen waren unnötig, daher geht die Wertung runter.

                    • 8 .5

                      Was soll ich sagen...ich liebe es einfach in die Welt von Mittelerde einzutauchen und so war es nach "Der Herr der Ringe" wieder eine Freude, mit Peter Jackson auf eine neue Reise zu gehen.
                      Obwohl der erste Teil vom Hobbit nie die Genialität und die Stimmung von "Der Herr der Ringe" erreicht, ist es doch ein ganz toller Film geworden. Der Cast stimmt und es ist immer wieder schön bekannte Charaktere zu treffen und an die Zeiten von damals erinnert zu werden. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und die verlängerte Fassung ist sogar noch besser, als der Kinofilm. Teil 1 macht auf jeden Fall Lust, auch bei den noch folgenden Filmen dabei zu sein.

                      • 9

                        Bin positiv überrascht ! Ich hätte mir nie zugemutet, dass mir dieser Film gefällt. Aber dank eines DVD- Abends habe ich mir diesen Film angeschaut und wurde wirklich überrascht! Mir gefällt die Story und die Atmosphäre des Filmes sehr. Leider schwächelte der zweite Film aber ganz stark. Warten wir mal auf den dritten Teil der Triologie ab!

                        • 4

                          Als Hollywood-Blockbuster geht der erste Teil der Hobbit-Reihe locker als brauchbarer Durchschnitt durch. Es gibt wilde Action, viele Witze und manchmal auch spannende Szenen, kurz: Ordentlich Power. Aber was ist mit der Welt von Mittelerde passiert? Peter Jackson schafft es plötzlich kaum mehr, den Geist dieser Welt heraufzubeschwören. Statt spannender Charaktere und dichter Atmosphäre gibt es hier eine "Wundertüte" (wie Murphante treffend geschrieben hat) netter Einzelelemente - in der Gänze geht dieses Werk jedoch gar nicht auf.

                          Zunächst ist der Anfang wirklich prima. Die lustige Kinderbuchatmosphäre vom "Hobbit" greift Jackson durch das Auftauchen der Zwerge sehr gelungen auf. Das war mir auch gar nicht zu albern, da die Vorlage nunmal ein Kinderbuch ist und kein Fantasybrocken wie "Herr der Ringe". Und auch der Kampf gegen die Trolle blieb lustig und hat mich als Anhänger des lustigen Hobbitbuchs begeistert. Dieser ganz bestimmte Tolkien-Humor war bis dahin durchweg im Film vorhanden. Aber was kam dann?
                          Die Charaktere entwickelten sich doch tatsächlich kaum über ihre stereotypen Eigenheiten hinaus, was angesichts der einzelnen Zwerge ja noch in Ordnung geht, aber gerade bei Thorin Eichenschild doch etwas störend wurde. Der blickte hauptsächlich grummelnd herum. Da half auch der weiterhin tolle Ian McKellen nicht weiter und auch der ordentlich weltfremde Martin Freeman fand keinen tollen Gegenüber. Es blieb schlichtweg nett, mehr nicht.
                          Und auch die Atmosphäre der Welt, die Gegner - alles wird quietschbunt, aber gleichzeitig brutal. Plötzlich weiß ich nicht mehr, wohin der Film eigentlich will. Die Zwerge laufen mal hier hin, mal dort hin, ohne überzeugend dargestellte Motivation. Dann taucht der sehr böse blaue Ork auf und ist auch schon wieder verschwunden. Dazwischen dummes Kampfgehampel mit viel Schlachterei, die gar nicht mehr zur Vorlage und dem schrulligen Anfangsstil des Films passt. Im Übrigen waren die Computereffekte dabei viel zu offensichtlich und irgendwann nur noch aufdringlich.
                          Als am Ende der Oberork in seiner Höhle vor dem Tod noch einen "lustigen" Oneliner raushaut, der statt Mittelerde nur noch Hollywood-Komödie atmet, war ich endgültig rauskatapultiert. Die grundstimmige Welt von Mittelerde war hier einer typischen Actionfantasywelt mit ihren stereotypen Herausforderungen gewichen. Geschichte, Stimmung, Bedeutung - alles weggefegt. Und nicht einmal der humorvolle Ton der Vorlage hat sich durchgehalten, am Ende wird vor allem geschlachtet. Vor allem ist der Film aber langweilig, weil merkwürdig ziellos. Das Hauptziel der Zwerge steht zwar, aber dazwischen...? Man kann kaum mitfühlen, was diese Figuren treibt, denn neben Phrasen ist kaum Platz für Psychologie. Dann bleibt man vielleicht bei den wilden Kämpfen dabei, aber als Ganzes will der Film nicht packen.

                          Einzige große Ausnahme neben dem gelungenen Anfang ist die Szene mit Gollum, die wirklich fantastisch umgesetzt worden ist. Hinterlist, Verzweiflung und Freude - endlich war Gollum wieder da. Schade nur, dass das Rätselraten nicht länger dauerte, es hätte viele Ärgernisse zur Seite gedrängt.

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                            *AUSGEZEICHNET*
                            gut gefallen hat mir der Hobbit!!!! Witz / Charme / Action / Fantasy ...
                            eine Wundertüte verpackt in einer wunderschönen untermalten Soundkulisse. So hab ich mich nun endlich mal herangetraut mir diesen Film anzuschauen und war von den ersten Minuten bis zur letzten ... wirklich gespannt und beeindruckt. So prasselten nicht nur schier langweilige Effekte auf mich sondern:
                            - erheiterte
                            - mitfieberte
                            - beeindruckte
                            - fesselte
                            - belustigte
                            - erfreute
                            mich über die ganze Spielfilmlänge ... leider war das nur die DVD Kinofassung. Muss ich mir mal die Extended Version mal geben ... aber da meine liebe Nachbarin mir den Film mal leihweise mir gab ... würde ich mich auf eine wundervolle Edition mal einlassen ... denn so glaub ich kann man sich diesen Film getrost, öfters mal anschauen =) Richtig Klasse fand ich das mit den Trollen die die Zwerge fressen wollten, die Steintrolle, die Kämpfe ... ach ich weiß gar nicht was genau die beste Stelle war ... es passiert sehr sehr viel =) auch wenn die Story nicht soooo viel hergibt ... aber dennoch war es eine lange Reise für den Anfang. Bin schon sehr gespannt wie es weitergeht ... der zweite Teil liegt schon bereit und wartet gesehen zu werden.

                            Dann werde ich auch mal wieder das Kino aufsuchen und mir den dritten Teil mal gönnen =)

                            In diesem Sinne
                            krümeligen 2´ten Advent gewünscht
                            und ganz viele leckere KÄKZääää für Euch
                            Euer morphiiii

                            PS: Die Intro Mugge find ich Klasse :D

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                            • 8

                              Nach einer erneuten Sichtung muss ich meine ursprüngliche Aussage revidieren und schreibe nun eine völlig neue Kritik.

                              Wissenswert: Ich bin überzeugte Fantasyfan, seit ich lesen kann.

                              Ursprünglich habe ich dem Film tatsächlich nur 6 Punkte gegeben, da mich die Animationen störten und vor allem anderen eben die Tatsache, dass der Film keine herkömmliche "Verfilmung" ist, da Jackson einiges dazugedichtet hat.

                              Aber da das nun schon rund zwei Jahre her ist und die letzte Kritik an meinem 14. Geburtstag verfasst wurde, habe ich mittlerweile schon einige Erfahrungen gesammelt, was Filme betrifft, da ich eben auch erst seit 2013 ein Filmfreak bin. Nun denn:

                              Es hat mich tierisch aufgeregt, dass Jackson, der die grandiosen Der Herr der Ringe-Filme gedreht hat, diesen Film nicht so genial umgesetzt hat. Er wirkte häufig kindisch und hatte so viele neue Elemente.

                              Aber "Der kleine Hobbit" ist ein Kinderbuch, die Filme sind dementsprechend auch nicht so ernst, wie die anderen Bücher (Filme). In diesem Falle sind die helle Welt, die fröhliche Stimmung (Hobbits und Zwerge, was denn sonst?) und die unnötigsten Sprüche zu verzeihen, ja, sogar willkommen zu heißen.

                              Radagast finde ich einen tollen neuen Charakter. Die gesamten Szenen in Bruchtal sowie die bei Gollum lassen mein Herz höher schlagen und die Story um Sauron (die nicht mal sooo sehr dazugedichtet ist) und die um Azog finde ich eine sehr tolle Sache.

                              Der Soundtrack ist gewohnt fabelhaft und die Geschichte ist schön und lädt zum durchgehenden Lächeln ein. Kritikpunkt ist jedoch, dass die Animationen der Orks nicht gerade die Wucht sind, da jene in DHdR wesentlich realistischer und furchteinflößender waren. Sie sehen jedoch dennoch recht cool aus und sind damit zu verzeihen.

                              Den Schauspielern kann man wirklich nichts sagen; alle haben hervorragend gespielt. Meine 6 wurde zur 7.5 und die wurde letztendlich zur 8, eine solch drastische Veränderung gab es bei mir bisher nur einmal. Höher wird's jetzt allerdings nicht mehr, da 8 bei mir schon eine recht hochgestellte Klasse ist.

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                                Der Film war ganz in Ordnung, konnte mich aber nicht so stark vom hocker reißen.

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                                • 9

                                  Kommt zwar nicht auf meine besten ´filme aller Zeiten drauf, aber dennoch gibt es für einen echt guten Film 10 Punkte.

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                                    Okay, nach langer Zeit zurück in Mittelerde, mal sehen was sich getan hat...bevor ich das erste mal da war...irgendwie...

                                    Ehrlich gesagt war es mir von Anfang an ein Rätsel wie er aus einen Büchlein wie der Hobbit 3 rund 3 Stunden Filme herausdestillieren wollte. Aber was soll's, los geht's. Der Hobbit 1, was fällt mir so auf.
                                    Alls allererstes fällt mir auf, das das HdR Feeling zurück ist. Man fühlt sich einfach wieder zurück. Dann fiel mir folgendes auf, im Gegensatz zum fast toternsten HdR gestaltete sich der Hobbit leichter. Er ist einfach witziger. Angefangen bei der Zwergen Horde, die im Gegenzug zum Rauschgiftdezernat den Anstand haben und anschließend das Chaos beseitigen, was schon mal ihnen zugute kommt. Doch nicht nur Bilbo und 7...schuldigung, ich meinte 13 Zwerge sind knuffig. Angefangen bei den Trollen, die man irgendwie als alter Trickfilmliebhaber sofort ins Herz schließt und wie sie, so auch; zu meiner Überraschung die Orks. Ja, ehrlich, Mann, die Orks. Sie sind irgendwie amüsanter. Vom irgendwie charmanten Ork-König mit Kinneiern, über den einen Ork mit einem kurzen und einem langen Ohr, den ich hin und wieder in der huckigen Masse erspähte, bis zu dem kleinen Ork in der Gondel, was war der süß. Doch da kündigt sich gleich der erste Minuspunkt an: zu viel CGI. Während wir in HdR (und ja, den Vergleich muss er sich gefallen lassen) noch überwiegend ein Haufen verzweifelter Schauspieler unter dem dreckigen Latex steckte., so haben wir hier hauptsächlich CGI Orkse herumrennen.
                                    Der kleine, aber feine Auftritt von Gollum hat irgendwie mein Herz gerührt; und der weiße Ork, an den ich mich irgendwie nicht aus dem Buch erinnere, mit seinem Panter Gesicht ist verdammt cool. Alles in allem kann sich Der Hobbit eigentlich aufs geliche Treppchen stellen die HdR: Die Gefährten. +, - ein bisschen Mist, aber wie der ins Gewicht fällt zeigen uns die Folgeteile.
                                    SPOILER:
                                    Allerdings eine Kleine Frage zum Schluss: Warum haben sie bei HdR nicht einfach die Falken benutzt um zum Vulkan zu fliegen, jetzt ohne Scheiß, warum?!

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                                      Mit der nahenden Ankunft des letzten Teil der Hobbit-Filmreihe habe ich mir nun nochmal den Start dieser Reise zu Gemüte geführt; leider bessert dies den insgesamten Eindruck, den dieser Film bei mir hinterließ, auch nur marginal auf...

                                      Dabei wäre der Hobbit 1 (der Einfachheit halber so betitelt) per se gar kein so schlechter Film, selbst vor dem Hintergrund der Herr-der-Ringe-Saga könnte er bestehen ( was ja zumindest schon mal ein Achtungserfolg wäre), wäre der Film sich einig, was er denn nun sein will. Start einer neuen Reihe oder nur Prequel zu den HDR-Teilen? Der Hobbit1 scheint diese Frage noch nicht lösen zu wollen, vielmehr verfällt er in einen Art ,,Grauton" zwischen diesen beiden Ausrichtungen. Dadurch ergeben sich leider auch die größten Schwächen des Filmes, der Hobbit begibt sich selbst in die Position eines Spagats zwischen den beiden Filmreihen, der leider niemals vollkommen gelingt.

                                      Dabei startet alles recht vielverprechend; zu Anfang präsentiert sich Mittelerde verspielter, farbenfroher & lebendiger als die bekannte Welt aus der HDR-Saga, es liegt dieser gewisse Hauch von Abenteuer in der Luft, jedoch ohne aufdringlich irgendwelche Parallelen zu späteren Ereignissen zu schlagen. Auch die Einführung von Gandalf und den Zwergen (denen P. Jackson jeweils einen eigenen Charakter gibt, vorbildlich) wird geschickt über die Bühne gebracht und es wird das Gefühl vermittelt, dass der Hobbit bewusst seinem eigenen Artstyle, seiner eigenen Geschichte folgt als nur die HDR-Saga zu bedienen. Leider wird dieses eigene Flair mehr oder weniger mit Bilbos Aufbruch im Auenland zurückgelassen. Was danach kommt, ist ein Film, der sich nicht mehr sicher ist, was er sein will; ein düsterer, epischer Fantasy-Schinken (im besten Sinne^^) oder doch eher ein farbenfrohes, mystisches Abenteuer wie das Hobbit-Buch. Peter Jackson will es jedem Recht machen und bewirkt damit das genaue Gegenteil; (fast) keinem entspricht der Film mehr zu Hundert Prozent. Wer ein Prequel sehen wollte, sieht zu viele kindlich-erheiternde Szenen, wer eine eigenständige Hobbit-Verfilmung sehen wollte, dem wird oftmals unvermittelt eine zu offensichtliche HDR-Parallele vor die Nase geklatscht.

                                      So vermittelt einem zum Beispiel Radagast, wie ernst und düster die Lage sei und dass sich ganz Mittelerde in Gefahr befindet, bevor er einen tiefen Zug aus Gandalfs Pfeiffe nimmt und in bester Comic-Manier die Augen verdreht und Rauch aus dem Ohr(!) ablässt. Wenn ich die Lage also vorher enst nahm, jetzt tue ich es nicht mehr... Noch des öfteren werden nun mit zunehmender Laufzeit des Filmes Parallelen zum HDR geschlagen, doch niemals mit einer endgültigen Konsequenz, mit der sich der Hobbit endlich als Prequel oder als eigenständiger Film offenbaren könnte. Man wird sogar das Gefühl nicht los, dass sich Peter Jackson zu diesem Zeitpunkt selbst nicht sicher war, in welche Richtung er denn gehen wollte!
                                      Das wohl beste Beispiel dafür; die Zwerge befinden sich in der Berg-Stadt der Orks und werden vor deren Anführer geführt, der erstmal ein fetziges Mittelerde-Rock-Solo hinlegt. So etwas ist gut, so etwas ist einzigartig, solche Szenen bräuchte der Film, um sich ein bisschen vom HDR zu lösen und sich dadurch selbst zu entfalten.
                                      Doch anstatt diese Konfrontation mit den Orks auf eine ähnlich augenzwinkernde Art & Weise aufzulösen, verfällt der Film wie aus heiterem Himmel in einen Art ,,Blutrausch", bei dem der bis dahin recht zahme Hobbit 1 die Körperteile nur so fliegen lässt. Da werden mit voller Kameradraufsicht Köpfe & Arme abgehackt, Bäuche aufgeschlitzt, Orks in die Tiefe gestoßen dass man sich unweigerlich an die Massenszenen aus dem HDR erinnert fühlt. Doch in gleich der nächsten Szene werden Leitern plötzlich zu Rammböcken, die Tunnelwelt wird zu einem Art Jump & Run-Vergnügen für die ganze Familie, bei der das Hauptziel ist, Orks auf möglichst kreative Art und Weise um die Ecke zu bringen. Selbst 2D-Sidescroller-Passagen werden nicht ausgelassen, bis die ganze Sequenz schließlich in einem (jeglicher bekannten Physik widersprechenden) Finale endet. Während dieser ganzen Sequenz schreit einem der Film förmlich zwei Sachen ins Gesicht: ,,Sowas hast du noch nicht gesehen, das musst du doch mögen!" & ,,Sowas hast du doch schon in HDR gesehen, das musst du doch mögen!"

                                      Dass man mit dieser sich im weiteren Film fortsetzenden Unentschlossenheit zwischen den zwei Seiten irgendwann überfordert ist und sich nicht sicher ist, ob man hier nun das sprichwörtliche ,,Fleisch" oder nicht doch den ,,Fisch" vor sich hat, lässt einen schlussendlich resignieren und zu der Entscheidung gelangen, dass man hier nichts von beiden vor sich hat. Mit anderen Worten: das ständige Rumeiern zwischen Prequel-Anspruch und eigenem Film-Stil schwächt den Hobbit; anstatt sich nur einmal festzulegen, versucht der Film sich bei jeder Art von Zuschauer einzuschmeicheln und schafft es gerade dadurch bei vielen nicht. Schade, denn viele richtig schöne Sequenzen wie z. Bsp. ,,Rätselraten mit Gollum" erhalten durch die durchwachsene Rahmenhandlung einen starken Dämpfer, wodurch man als Zuschauer schließlich mit dem Gefühl zurückgelassen wird, einen relativ oberflächlichen Aufguss der HDR-Saga gesehen zu haben, der sich zu selten zu dem bekennen konnte, was er eigentlich ist; eine abenteuerliche Reise durch Mittelerde mit weniger Ähnlichkeiten zum HDR, als uns hier weisgemacht werden will...

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                                        EvertonHirsch 02.12.2014, 12:33 Geändert 02.12.2014, 15:38

                                        Hmm… Gerade in Kevin James Filmen wird gern mal erwähnt, dass in der ganzen Herr der Ringe Trilogie hauptsächlich nur gelaufen wird. Dann aber ist der Hobbit der Superlativ davon. Wirklich viel passiert nicht und da liegt der Hund begraben. Weil eben kaum etwas passiert, werden auch die einzelnen Personen kaum gefordert bzw. ist es nicht einfach, sich irgendwie mit diesen zu identifizieren. Und wenn die Hauptpersonen dann auch noch auf Kampf gestimmte Zwerge sind, dann wird das ganze noch einmal schwieriger. Martin Freeman als eigentliche Hauptfigur wird doch sehr an den Rand gedrückt.

                                        Passiert dann endlich mal was, sieht mir persönlich das ganze zu sehr nach Computer aus. Hier und da fängt die Kamera die tolle Landschaft gut ein und die Musik kann auch voll überzeugen, aber ansonsten sollte man schon ordentlich ausgeschlafen haben, wenn man als nicht HdR-Jünger reinschnuppert.

                                        Ist es im Buch auch so, denn mir kam überhaupt die ganze Geschichte sehr erzwungen vor, gerade als Prequel zum Herr der Ringe?

                                        Aber immerhin spricht Freeman in Bezug auf Gandalf das an, was meiner Erinnerung nach schon bei der HdR-Trilogie verwunderlich war, wenn alle vorab vom großen Gandalf geredet haben: "Ist er ein großer Zauberer oder ist er mehr so wie du?"

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                                          ShayaNova 01.12.2014, 18:33 Geändert 01.12.2014, 18:50

                                          Kommt irgendwie an den "Schmelz" der ersten Trilogie nicht heran. Auch wenn es in HdR 1-3 genug Momente der grässlich-süßlichen Mittelalterverklärung gab, kamen mir diese Filme viel düsterer vor. Die Zwerge waren mir allerdings schon damals nicht ernsthaft genug dargestellt, eigentlich sind das ja finstere Gesellen und keine bärtigen Kinder. An Kindergeburtstag hab ich mich aber in der ersten halben Stunde schon erinnert gefühlt (mit Grausen).
                                          Martin Freeman füllt die Rolle besser aus, als ich befürchtet hatte. Tatsächlich war er neben Ian McKellen und Richard Armitage derjenige, der mich von allen am wenigsten genervt hat. Mir fehlen hier trotzdem die richtig charismatischen Schauspieler wie Viggo Mortensen und Sean Bean.
                                          Aber ist es Tolkien, und der war schon genial. Über Generationen hinweg haben sich Autoren, Filmemacher und sogar Game-Designer bei ihm bedient.. äh ich meine: sich von ihm inspirieren lassen (wer in Sternenschweif jemals nach Stunden des Herumirrens im Finsterkamm endlich die Zwergenbinge gefunden hat, weiß was ich meine), und so drückt man ein paar Augen zu und lässt sich so gut es geht ins Fantasy-Abenteuer hinein fallen. Auf jeden Fall sehenswert.

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                                          • 6

                                            Ganz "nett". Story war ok aber nicht überwältigend, Darsteller waren mittelmäßig bis ok, Musik war ganz in Ordnung, allerdings weiß ich nicht wirklich, was alle (Fans) so lieben an dem Hobbit. Ich meine, ich sehe eh nur Dr. Watson in ihm :) aber selbst wenn ich das außer Acht lasse, überzeugt mich seine Figur als Hobbit jetzt nicht wirklich bzw. haut sie mich keineswegs um. Es gab keine großartige Spannung, keinerlei Wendungen im Film, man wurde einfach nicht mit gezogen.
                                            Gollum wiederum fand ich allerdings sehr interessant und witzig zugleich, vor allem aber hat mich die optische Darstellung sehr beeindruckt.

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                                            • 8 .5

                                              Man merkt den Film schon recht deutlich an, dass die Vorlage, auf der er basiert recht dünn ist und sich Jackson und Co. ganz schön anstrengen mussten die Geschichte auszuweiten, damit man mit dem Material eine ganze Trilogie füllen konnte. Vielleicht wäre es doch besser gewesen "Der Hobbit" nur in zwei statt in drei Filmen nachzuerzählen.
                                              Aber Jackson hat es mal wieder geschafft eine tolle Atmosphäre zu kreieren, die den Zuschauer gefangen nimmt. Die Kamerarbeit, die Ausstattung, die Musik und die Schauspieler sind allesamt grandios. Man hat jedoch das Gefühl, dass hier eine eher "kleine" Geschichte ganz schön stark zu einem "großen" Drama aufgeblasen wurde, was den Film nicht unbedingt guttut. "Der Hobbit" ist nunmal nur ein Kinderbuch und keine komplexe, epische Geschichte, wie "Der Herr der Ringe". Negativ anzumerken sind auch die Spezial-Effekte, die nicht immer gelungen sind. Das ist vor allem irritierend wenn man bedenkt was für einen guten Ruf Weta Digital auf diesen Gebiet hat. Auch die Gesangseinlagen hätte man sich sparen können.
                                              Trotz allem ist "Der Hobbit" ein tolles Stück Kino, dessen lange Laufzeit wie im Flug vergeht und wehmütige Erinnerungen an die "Herr der Ringe" Trilogie aufleben lässt, was auch der Tatsache zu verdanken ist, dass es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern gibt. Peter Jackson weiß besser als jeder andere wie man Fantasy perfekt inszeniert.

                                              • 8 .5
                                                odie.holzmann 01.12.2014, 15:23 Geändert 01.12.2014, 15:25

                                                Peter Jackson hat es wieder mal geschafft.
                                                In "Der Hobbit" gelingt es ihm den kindlichen Charme des Buches einzufangen und dennoch einen ernstzunehmenden Fantasyfilm zu erschaffen. Zwar konnte er "Der Herr der Ringe" nicht toppen, aber das scheint eh schier unmöglich. Zum Schluß möchte ich allen Mittelerde-Fans, die es noch nicht gelesen haben, das Buch "Das Silmarillion" ans Herz legen. Ist zwar etwas schwere Kost, aber danach versteht man alles noch viel besser.
                                                Fazit: Ein Fantasyfilm voller Superlative

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                                                  So kurz vor dem Start des letzten Hobbit-Filmes habe ich mir die Extendend Version von Hobbit 1 angesehen und bin weiterhin bei meiner Bewertung geblieben. Der Film überzeugt mit seinen Bildern und kann weiterhin die Atmospäre von Mittelerde einfangen. Man merkt in diesem Teil zwei wichtige Tatsachen und zwar die Detailverliebtheit von Peter Jackson. Das kann man sowohl positiv als auch negativ auffassen. Derjenige, der die Bücher von Tolkien gelesen hat, wird sich darüber freuen (sowie ich), aber andere wird es eher langweilen, wenn bis auf Details verschiedene Sachen besprochen werden oder verschiedene Sachen gezeigt werden. Die zweite Kontroverse ist natürlich die, dass die Hobbit-Filme auf 2 ausgelegt waren und als sie auf 3 gestreckt wurden es in der Geschichte zu vielen Längen kommt, denn wenn man sich mal überlegt die Gruppe braucht fast eine ganze Stunde um aufzubrechen!
                                                  Leute wie ich, die die Herr der Ringe Filme geliebt haben und ein Riesen Tolkien Fan sind, werden darüber hinweg sehen und Hobbit trotzdem mögen. Jedoch habe ich den Film aufgrund einiger Schwächen nur 8 von 10 Punkten gegeben.

                                                  • 7 .5

                                                    ..bin wahrlich kein Fantasyfan..aber fand ich durchaus ansehenswert..gute Farben bzw. Masken und Effekte mit Kameraführung...okay die Spannung bleibt auf der Strecke.