Der König der Löwen - Kritik

The Lion King

US · 1994 · Laufzeit 89 Minuten · FSK 0 · Animationsfilm · Kinostart
Du
  • 9

    Der beste Zeichentrickfilm ever

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    • 10
      cycloo77 22.06.2017, 03:10 Geändert 22.06.2017, 11:25

      Für mich einer der größten Zeichentrickfilme aller Zeiten, dazu einen Soundtrack der unvergessen bleibt.

      Der König der Löwen ist nicht nur ein Kinderfilm, nein, er ist vielmehr er ist für Jung und Alt, klein und groß immer wieder ein unvergessliches Film Erlebnis. Wenn ich diesen Film sehe, zieht er mich in eine andere Welt, in der die Erinnerungen überhand gewinnen und das ist wunderschön.

      Die tierischen Charaktere sind Filmgeschichte und da bleibt mir nur noch zu sagen Hakuna Matata!

      Ein Meisterwerk und ein großer Brocken Filmgeschichte.

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      • 10

        Klassischer Fall von Kindheitserinneurngen nachträglich durchrütteln:
        Ich habe The Lion King gerade das erste Mal auf englisch gesehen.
        Was ich auf jeden Fall sagen kann: Es war einfach nur mega ungewohnt.
        Dennoch: Die Stimmen waren der absolute Wahnsinn, allen voran James Earl Jones als Mufasa.
        Und auch die Lieder, die ich auf deutsch heute noch alle auswendig mitsingen kann, sind auf englisch ohrwurmig bis zum geht nicht mehr.
        Was die atmosphärischen Szenen angeht ist der Film sowieso über jeden Zweifel erhaben.

        Also: Anschauen und genießen!

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        • 10

          ich krig heute noch gaensehaut und glcksgefuehle wenns im tv laeuft..von anfang bis ende der beste zeichentrickfilm aller zeiten

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          • 9
            FA_14 03.05.2017, 13:10 Geändert 10.09.2017, 23:56

            Ist immer noch hervorragend.

            • Ein wunderbarer Film für alle Altersklassen. Ehrlich gesagt nach meinen Erfahrungen hat es die ganz junge Altersklasse (jedenfalls emotional) nicht ganz so angesprochen wie die Jugend bzw Erwachsene. Story recht schön erzählt und das Ende sehr emotional.

              Allerdings entgegen der meisten anderen Leuten fand ich "can you feel the love tonight" nicht sooo ansprechend. Ja es ist n tolles Lied aber wenn ich wählen müsste zwischen dem Lied bei Nala& Simba oder Kiara& Kovu würde ich jedes mal Kiara&Kovu vorziehen. Das Lied "Love will find a way" ist wesentlich emotionaler und sowohl traurig als auch fröhlich in einem. Das nimmt mich jedes mal mit.

              Leider wird sich mit der neuen Serie "The Lion Guard" nicht so viel mühe gegeben und die Story ist leider auch sehr einfallslos im Moment. Im Stil von TLK hätte man dort ruhig vielleicht angrenzende Lücken bzgl der Filme klären können und daraus auch ne gute Serie machen können. Zb was mit Kopa passierte ( Der ja offiziell eig nicht existiert, jedoch am Ende des 1. Teiles getauft wird ) . Da könnte seitens Disney vielleicht noch viel Filmmaterial entstehen. Vielleicht kommt das ja in Frage sobald die Neuverfilmung abgeschlossen ist. Wer sich die Fanfiction "Verborgene Geschichten" angesehen hat würde vielleicht genau so denken. Dort gibts viele gut gelungene und teilweise auch ergreifende Geschichten, die näher auf ungeklärte Fragen eingehen und eher in verbindung zu TLK stehen als TLG.

              Trotzdem ein toller Film, jedoch konnte mich das Musical ehrlich gesagt nicht vollständig überzeugen. Film : 9,5/10 Musical 7/10

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                Smileysunn 18.04.2017, 20:35 Geändert 18.04.2017, 20:36

                Was ich jetzt sage, tut mir in der Seele weh. Ich hab den Film gesehen, auf anraten meiner Freundin, die ihn liebt. Ich mag Disney-Filme. Am aller liebsten "das Dschungelbuch" und doch sieht meine Kritik für folgenden Film so aus, und das bricht mir ein bisschen mein Herz. Ich finde ihn wirklich schön anzusehen, die Charaktere sind ganz niedlich und auch die Musik ist großartig, doch die Story finde ich einfach nicht überzeugend. Tut mir leid.

                • 10

                  Ich finde den Film einfach super ist halt ein Klassiker

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                  • 7 .5

                    Wirklich Jeder sollte es Einmal Erlebt haben...Das Atemberaubende MUSICAL zu DER KÖNIG DER LÖWEN, das selbst Leute wie mich, die für Musical und Theater im Allgemeinen nicht viel übrig haben, restlos zu begeistern weiß!!!
                    Eine überwältigende Bühnenausstattung und Darsteller, welche das Stück nicht spielen, sondern es LEBEN, sorgen für GÄNSEHAUT Pur!
                    Wer bei so viel Emotions-Gewalt noch kalt bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen!!!

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                    • 10
                      hipsu 12.02.2017, 17:54 Geändert 12.02.2017, 17:55

                      Toller Film, auf jeden Fall einer den man auch noch in vielen Jahren seinen Kindern zeigen kann und zwar ohne bedenken. Hatte den Film als Kind auf VHS und unzählige male angesehen. Selbst heute höre ich noch gern die Musikstücke aus dem Film und schaue ihn mir manchmal noch an. 10+<3 für diese schöne Kindheitserinnerung.

                      • 10
                        Gabe666 24.12.2016, 18:06 Geändert 24.12.2016, 18:07

                        Zur Feier des Tages widme ich mich heute mal wieder einem meiner absoluten Lieblingsfilme und präsentiere eine überarbeitete Version meines alten Kommentars, mit dem ich bisher nicht wirklich zufrieden war.

                        Soweit ich mich erinnern kann, war das der erste Disney-Film, den ich gesehen habe, und er gehört noch heute zu meinen Lieblingsfilmen. Sicher ist er stellenweise extrem unlogisch (wieso knien die ganzen Tiere (auch Giraffen und Elefanten, die sich von Löwen eigentlich überhaupt nicht beeindrucken lassen) vor dem Löwenprinz nieder? Im dritten Teil macht man sich zwar darüber lustig, aber hier war es noch ernst gemeint!), aber es ist einfach die pure Disney-Magie, die solche Schnitzer vergessen macht. Die Handlung ist an Shakespeares Hamlet angelehnt, aber natürlich bei weitem nicht so brutal und traurig (bei Mufasas Tod flossen trotzdem jedes Mal die Tränen). Die großartige Filmmusik von Hans Zimmer (nie war er besser!) und die Songs von Elton John sorgen auch nach 22 Jahren noch für Gänsehaut. Und die Charaktere sind allesamt einfach liebenswert.
                        Meiner Meinung nach ist der Film auf Deutsch sogar besser als im Original. Die überdrehte Hella von Sinnen ist klasse als kichernde Hyäne Shenzi (die im Original von Whoopi Goldberg gesprochen wird) und Thomas Fritsch ist einfach die Idealbesetzung (wenn man das hier so nennen kann) für den Bösewicht Scar (im Original Jeremy Irons, den er ohnehin ziemlich oft synchronisiert). Denn durch seine rauchige und charismatische Stimme verleiht er dem Charakter noch mehr Tiefe und macht ihn zu einem (für Kinder) wirklich bedrohlichen Bösewicht. Herrlich finde ich auch Ilja Richter als vorwitziges Erdmännchen Timon und den mittlerweile leider verstorbenen Eberhard Prüter (sprach später Thaddäus in "Spongebob") als hochnäsigen Papagei Zazu.
                        Die Originalsprecher liefern natürlich auch eine fantastische Arbeit ab. Insbesondere aber die Antagonisten wirken in der deutschen Fassung noch viel böser (was übrigens auch von vielen amerikanischen Fans so gesehen wird).
                        Im Zusammenhang damit bietet der "König Der Löwen" mit "Seid Bereit" auch eins der coolsten Musikstücke für einen Bösewicht. Ein jazzig angehauchtes Thema, das sofort zum Mitwippen animiert und bei dem ich auch nach über zwanzig Jahren noch Gänsehaut bekomme.
                        Inszenatorisch ist der Film praktisch perfekt. In gut anderthalb Stunden wird man in ein Wechselbad der Gefühle geworfen. Von Freude, Spannung, Angst, Wut, Trauer und Erleichterung wird einem praktisch alles geboten. Den größten Eindruck macht wohl bis heute die erschütternde Szene mit der Gnuherde, in der der Titelheld seinen Vater verliert. Wie zu Beginn die "Kamera" (ist es ja eigentlich nicht, denn der Film wurde nur gezeichnet) immer näher an den panischen Simba heranfährt, der sich urplötzlich der Gefahr bewusst wird, in der er schwebt, ist fantastisch gemacht und verfehlt seine Wirkung auch bei Erwachsenen nicht. Am bedrückendsten wird es aber, wenn Simbas von seinem Vater in Sicherheit gebracht wurde, dieser aber noch in der Stampede festsitzt und der kleine Löwenjunge immer verzweifelter nach ihm Ausschau hält, wobei die Musik immer hektischer wird und rasend schnell zwischen seinen aufgerissenen Augen und der aufgewühlten Herde hin- und hergeschnitten wird. Vor allem auf ein Kind wirkt dies extrem eindringlich, wird einem so doch hautnah der Verlust eines Elternteils begreiflich gemacht; eine Erfahrung, die man keinem wünscht.
                        Dies ist für mich reine Kinomagie - wenn es einem Film gelingt, einen so stark zu berühren wie ein echtes Erlebnis.
                        Was den "König Der Löwen" aber auch zu einem meiner All-Time-Favourites macht, sind vor allem auch die kleinen Momente dazwischen. Wenn in all der Aufregung und den Verwicklungen sich auch Zeit genommen wird für Momente zwischen Charakteren, die für die Handlung nicht unbedingt wichtig sind, das Ganze zwischendurch aber auflockern. Wenn die Comic-Reliefs absolut unerwartete Gags vom Stapel lassen. Wie beispielsweise die Gesangseinlage von Zazu in Scars Gefangenschaft ("Sur le pon, D'avignon!" - Ich versteh das Lied bis heute nicht und wusste damals noch nicht mal, was Französisch ist, aber so hab ich's zum ersten Mal gehört). Wenn beim Showdown so gut wie jeder Nebencharakter seinen großen Auftritt hat und eine Darbietung hinlegt, die man ihm vorher kaum zugetraut hätte, ist das jedes Mal zum Wegschmeißen. Da wird Rafiki urplötzlich zum Karatekämpfer und Pumba zum Berserker, der "Taxi Driver" zitiert (eine Szene, die man eigentlich erst als Erwachsener wirklich kapiert; diesen Dialog finde ich immer noch schlichtweg göttlich: Timon wird von Hyänen gejagt und flieht zu Zazu, der in einem Büffelskelett eingesperrt ist - Zazu: "Lasst mich raus, lasst mich raus!" - Timon: "Lass mich rein, lass mich rein!" - Pumba: "Pfoten weg!" - Hyäne Banzai: "Hey, was macht die Sau hier?!" - Pumba: "Redest du mit mir?" - Timon: "Oh nein, er hat's gesagt!" - Pumba: "Redest du mit mir?!" - Timon: "Jetzt ist alles aus!" - Pumba: "REDEST DU MIT MIR?!" - Timon: "Das werdet ihr noch bereuen!" - Pumba: "Man - nennt - mich - WAAAARZENSCHWEEIIIIIIIIN!!!!"). Einfach genial. Das sind die Momente, die für mich einen Blockbuster erst so richtig großartig machen. In heutigen Filmen leider viel zu selten vorhanden.
                        Wie gesagt, ich liebe diesen Film einfach. Neben der zeitlosen Geschichte sind es vor allem auch die sympathischen Charaktere, die technisch perfekt umgesetzten emotionalen Szenen, die unvermittelt kommenden, zum Brüllen komischen Gags und die Weisheiten, die durch den Film transportiert werden, die ihn so gut machen. Für mich bis heute der perfekte Disney-Film. Ein Muss für jeden!!

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                        • 10

                          +++Dieser Kommentar ist für Amarawish im Rahmen der Wichtelaktion 2016 entstanden+++

                          Liebe Christina,

                          ich hoffe, der Wichtelkommentar gefällt dir. Eigentlich hatte ich mir einen anderen Film vorgenommen, hab sogar schon ne halbe Geschichte geschrieben, die mindestens so gut war, wie das Manuskript, das Hildegunst von Mythenmetz in der Lindwurmfeste lesen durfte und wegen dem er schon bald danach nach Buchheim wanderte. Eine Michung aus auktorialer und personaler Erzählstruktur, gespickt mit inneren Monologen. Eine Geschichte, die in die Abgründe der menschlichen Seele blickt und doch genügend Hoffnung bietet, um die lebensbejahende Aussage zu würdigen. Aber wie gesagt, es war nur eine halbe Geschichte. Ich wollte sie dieses Wochenende fertig schreiben. Aber nach der vergangenen Woche hatte ich einfach das Verlangen, zu diesem Film zu schreiben. Warum, das wirst du jetzt erfahren.

                          Frohe Weihnachten :)

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                          Es gibt sie nicht oft. Sie tauchen oft da auf, wo man sie nicht erwartet und manch einer sucht sie ein Leben lang ohne Erfolg: magische Momente. Es sind Momente, die man nicht planen kann. Momente, die plötzlich auftreten. Wenn sie aber da sind, dann merkt man es einfach, man fühlt sich wohl, ist mit allem verbunden und weiß einfach, dass die anderen einen völlig verstehen, dass niemand etwas hinterfragt und dass sie ganz genauso denken wie man selbst. Aber vor wenigen Tagen, vergangenen Mittwoch, hatte ich genau einen solchen Moment.

                          Ich war auf Abschlussfahrt in Berlin, genauer: meine Kollegen vom Seminar und ich. Wir haben dafür sogar vier Tage frei bekommen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir gemeinsam gearbeitet, gelacht, gelitten, uns getröstet, diese schrecklichen Prüfungen gemeistert, uns immer wieder motiviert, Seminarlehrer verwunschen und schlussendlich diese zweijährige Tortur des Dauerstresses erfolgreich überstanden. In Berlin wollten wir also mal so richtig die Sau rauslassen (haben wir), natürlich auch ein bisschen die Stadt ansehen (erledigt), mussten in den Bundestag (war überflüssig) und haben vier Tage lang einfach unglaublich viel Spaß gehabt. Achja, wir sind auch in ein Musical gegangen. Die Schöne und das Biest. Manche fanden es toll (ich zum Beispiel), andere waren enttäuscht. Aber das Besondere von dem ich sprach, kam danach.

                          Beim anschließenden Burger-Essen haben wir natürlich ausführlich über das Musical diskutiert, die Melodien gesummt und kamen so eben auf ein Thema, mit dem so gut wie jeder von Kindesbeinen an in Berührung gekommen ist: Disney. Wir schwelgten also in Erinnerungen, erzählten von Aladdin, Robin Hood und Co. Was ist denn euer liebster Disney-Film? Warum ausgerechnet der? Und überhaupt, was war denn euer allererster Disney-Film? Natürlich, wir sind alle etwa im selben Alter, zwischen 26 und 30 Jahren. Aber trotzdem waren wir alle völlig überrascht, als alle 18 (!) Referendare auf die letzte Frage den einen Film nannten: Der König der Löwen. Wir erzählten uns die Geschichten von Videokassetten oder unserem ersten Kinobesuch und komischerweise hatte wirklich jeder noch Erinnerungen daran.

                          Ich selbst weiß nicht mehr genau, ob es 1994 oder 1995 war. Aber ich weiß noch, dass mich meine Tante Tini damals mit ins Kino genommen hat. Ins Kino! Was für ein Erlebnis. In unserem kleinen Städtchen gab es nämlich kein Kino und so mussten wir in die große Nachbarstadt fahren. Gut, auch die ist nicht viel größer als mein Heimatort, hatte aber eben dieses ominöse Kino, das es noch heute gibt. Ein kleines Kino. Nur zwei Säle, vielleicht drei oder vier verschiedene Filme pro Woche. Aber ein Kino. Ich war so aufgeregt, als schon an der Kasse ein süßlicher Geruch in die Nase stieg.

                          Ich weiß nicht mehr, ob wir an der Kasse lange angestanden sind und wie teuer die Karte für den Film war, aber an diesen Duft kann ich mich noch erinnern. Auch weiß ich noch, dass wir in den großen der beiden Säle gegangen sind und hinten links saßen, auf Sitzen, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe. Sie waren zum Klappen, hatten samtene Bezüge in einem dunklen Blau. Es fühlte sich wie auf einer Wolke an, so weich waren die Sitze. Zum Glück war ich schon richtig groß, immerhin schon sechs Jahre alt, und konnte auch von den hinteren Reihen gut nach vorne schauen.

                          Ich weiß nicht mehr, ob vor dem Film Werbung lief oder nicht, aber ich weiß noch, dass ich zum ersten Mal einen Lutscher bekommen habe, der die Zunge blau färbte. Meine Mama hätte das wohl nicht erlaubt. Aber Tini schon. Nach Cola schmeckte er. Spezi gab es auch und Popcorn in einer Papiertüte, auf der eine Art Wildschwein stand, auf dessen Rücken wiederum ein kleines Erdmännchen saß. „Alionking“ stand darauf. Lesen konnte ich das nämlich schon. Aber verstanden hab ich’s nicht. Das erste Mal Kino, das erste Mal Popcorn und der erste Zungenfarbenveränderungslolli. Was für ein Tag.

                          Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr, wie der Film war. Ob ich ihn damals, mit sechs Jahren, gemocht habe. Wahrscheinlich schon. Aber ich weiß es einfach nicht mehr. Im Grunde weiß ich außer den paar Erinnerungsfetzen gar nichts mehr von meinem ersten Kinobesuch. Dafür weiß ich, dass ich den Film danach immer wieder angeschaut habe, dass ich das Hörspiel komplett mitsprechen konnte. Jetzt, über 20 Jahre später, da weiß ich noch immer die Zeilen der Lieder, die wichtigsten Stellen des Films. Ich zische bei jeder sich bietenden Gelegenheit „Ich tö-te-te Mufasaaaa“, singe vom „äiwigen Craaaiis“ oder von Liebesgefühlen in der Nacht und rufe im Spaß „Lauf. Lauf weit weg. Und komm nie mehr zurück.“ – in der Regel jedoch die letzten beiden Dinge nicht zusammen. Noch heute habe ich einen Sticker von Simba in meinem Geldbeutel, die Blu-Ray im Regal. Noch immer ist er mein liebster Disney-Film. Und das soll auch jeder wissen.

                          Wir erzählten uns also von unseren Erlebnissen mit diesem Film und vergaßen dabei völlig die Zeit. Schon merkwürdig, wie ein einzelner Film 18 unterschiedliche Menschen, die zwar das Alter und den Job gemeinsam haben, die sich teilweise in den vergangenen zwei Jahren sogar angefreundet haben, die aber dennoch eben verschiedene Menschen sind, wie also dieser eine Film plötzlich eine Gemeinsamkeit aufgedeckt hat, mit der wir alle nicht gerechnet haben. Ich glaube schon, dass wir uns an diesem Abend ein bisschen näher gekommen sind und ich glaube auch, dass dieser Abend der vielleicht beste Moment im gesamten Referendariat war. Nicht die Bekanntgabe der Noten, nicht der Moment, als die letzte Prüfung vorbei war. Nicht der Beginn der Sommerferien und auch nicht der Moment, als man nach der ersten alleine gehaltenen Stunde das Klassenzimmer verlassen hat und gemerkt hat, dass die Angst vor der Stunde völlig grundlos war.

                          Natürlich, der Film zeichnet sich auch durch seine Themen und deren Umsetzung heraus. Mut, Liebe, (Selbst-)Vertrauen, Freundschaft oder Schuld. Ja, der Humor ist unvergleichlich, der Film ist spannend, witzig, dramatisch, traurig, furchteinflößend und romantisch. Und die Musik rundet das alles famos an. Aber das ist bei vielen Filmen der Fall. Wenn ein Film aber nach über 20 Jahren noch immer diese Macht, diese Aura besitzt, unterschiedlichste Menschen zu verbinden, dann muss dieser Film etwas Besonderes sein. „Der König der Löwen“ ist einer dieser Filme, ein magisches Märchen, das Menschen ein kleines Stückchen näher zusammenbringt. Und das ist doch die eigentliche, wunderbare Kraft, die in diesem Film lebt und vielleicht niemals sterben wird.

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                          • 7

                            Der Film ist fast biblisch. Dass Scar von seinen eigenen Dienern aufgefressen wird, ist ein Bild darauf wie Satan von seinen eigenen Dienern vernichtet wird. Sowohl Jesus als auch Satan sind Löwen, dass ist das was Hysteriker bei Symbologie nicht schlussfolgern können.

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                            • 5 .5

                              wo ich 8 war hat der gerockt...

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                                Filmkritix 27.10.2016, 18:52 Geändert 27.10.2016, 18:52

                                Nach wie vor ein Klassiker über das Erwachsen werden und das Eingestehen von Fehlern, Intrigen und Freunden. Zwar sind die Hyänen etwas nervig und für eine FSK 0 zu düster und furchteinflößend, aber ich möchte diese Erinnerung an meine Kindheit nicht mehr missen. Ein Unboxing zur 3D Blu-ray und zum Digibook findet ihr übrigens hier: https://youtu.be/FMUek3r0TvU

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                                • 10

                                  Wohl der einzigste Film bei dem ich als Kind min. 4 x im Kino gewesen bin. Zu sehr war ich gefesselt von den tollen, gewaltigen Bildern, den liebenswerten Figuren, der spannenden (für ein Kind natürlich!) Geschichte und ja einfach allem. Schade dass sterile Computeranimation an die Stelle von liebevollen Zeichnungen getreten sind. Ich würde mein Kind auf alle Fälle an diese Klassiker ranbringen und nicht mit dem seelenlosen Mist von heute.

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                                  • 9

                                    Wahrlich ein Klassiker aus einer Zeit, als Disney noch reihenweise wirklich guter Filme herausgebracht hat. Hakuna Matata.

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                                    • 8 .5

                                      Be Prepared

                                      • 8 .5
                                        J.F.Lannister 10.10.2016, 23:05 Geändert 10.10.2016, 23:07

                                        And who are you, the proud lord said,
                                        That I must bow so low?
                                        Only a cat of a different coat,
                                        That’s all the truth I know.

                                        In a coat of gold or a coat of black,
                                        A lion still has claws.
                                        And mine are long and sharp, my lord,
                                        As long and sharp as yours.

                                        And so he spoke, and so he spoke,
                                        That lord of Castamere,
                                        But now the rains weep o'er his hall,
                                        With no one there to hear.
                                        Yes, now the rains weep o'er his hall,
                                        And not a soul to hear.

                                        1
                                        • 8 .5

                                          Ich war schon zu alt, um diesen - aus heutiger Sicht - Klassiker als Kind zu sehen und zu jung, um ihn als Elternteil mit Kindern gemeinsam anzusehen, also irgendwie gerade im toten Winkel. Neulich habe ich diese Wissenslücke aber nachgeholt. Somit habe ich allerdings bloß den ungetrübten, vielleicht etwas kargen erwachsenen Blick ohne verromantisierte Kindheitserinnerungen auf diesen zeitlosen Welterfolg.

                                          Worum geht es bei dem Film? Nun, um eine ganz liebe klassische Heldengeschichte - ohne Wein, aber mit (Löwen)Weib und oscarprämiertem Gesang.

                                          Der verlustbeladene ins Exil gelaufene Löwenbursche und Königsanwärter, der seiner Bestimmung noch nicht gerecht werden kann, muss seine Initiation als gereifter Herangewachsener etwas verspätet nachholen, indem er seinen Antagonisten bezwingt und sich damit letztlich in seiner der Ordnung entsprechenden Machtstellung selbst inthronisieren kann.

                                          Für Kinder ein Traum. Für Eltern mit Kindern ebenso.
                                          Macht gute Stimmung. Oder in Swahili: Hakuna Matata!

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                                          • 9 .5

                                            "With dreams to be a King,
                                            first one should be a man."

                                            - Manowar, Warriors of the World

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                                              Mr_Phil 13.08.2016, 10:17 Geändert 13.08.2016, 10:53

                                              Manchmal braucht es scheinbar nicht mehr, als ein kleines unscheinbares Bild aus seiner Kindheit, um einen glücklich zu machen.

                                              "Der König der Löwen" war für mich schon immer einer der ganz großen Filme - groß natürlich bedingt durch den Umstand, dass ich selbst ein kleiner Junge war, der durch seine kindliche Naivität die Welt noch als einen unbeschwerten Ort sah, wenngleich der ebenfalls kleine Löwe mir früh zu verstehen gab, dass nicht alles im Leben so laufen würde, wie es einem wohl am liebsten wäre.
                                              Was aber vielleicht einen noch viel entscheidenderen Charakter für diese frühe Liebe besaß, war nicht bloß diese sehr frühe Bekanntschaft mit diesem Löwen und meine daraus gezogenen Lehren - es war viel mehr die Bekanntschaft mit der Hauptverantwortlichen für das alles hier.

                                              Sie besuchte uns zwar nur dreimal, jedoch blieb sie dann zumindest ihre ganzen Sommerferien bei uns. Von Amerika bis hier her zu uns ist es eben doch eine enorme Strecke.
                                              Und schon direkt bei ihrem ersten Besuch brachte sie unzählig viele Geschenke mit. Mein Opa war mehr als nur glücklich - nicht wegen den Geschenken, sondern weil sie die Tochter seiner Cousine war und er sie zum ersten Mal überhaupt sah.
                                              Bei mir sah das natürlich ein wenig anders aus und als sie mir dann diesen kleinen gelben Löwen in die Hand drückte, wusste ich im ersten Moment gar nicht, was dies auslösen würde und wozu dieses Plüschtier überhaupt gehörte.
                                              Die Verwunderung auf ihrer Seite war daraufhin aber auch nicht minder groß, als sie bemerkte, dass ich den kleinen Simba tatsächlich nicht kannte.
                                              Ihr könnt euch sicher denken, was daraufhin folgen musste - ein "König der Löwen"-Marathon mit meinem neuen gelben Wegbegleiter, welcher mir fortan nicht so schnell von der Seite weichen sollte.

                                              Wir sprachen zwar nicht die selbe Sprache - verstanden haben wir uns doch trotzdem immer.
                                              Durch Gestik und Mimik, mit Händen und Füßen und eben durch diesen wunderbaren Film - "Der König der Löwen" war viel mehr als nur ein Film für uns, wir haben es gelebt, dieses Lebensgefühl inhaliert, indem wir den ganzen Film versucht haben, zusammen nachzuspielen. Meine Sammlung wurde Stück für Stück natürlich unlängst in jedem weiteren Sommer um viele Figuren erweitert, wie beispielsweise Timon und Pumbaa.

                                              Als sie dann eines Sommers nicht mehr zu Besuch kam - was hauptsächlich ihrer gefundenen Arbeitsstelle und ihrem Freund, welchen sie inzwischen sogar geheiratet hat, weshalb ich ihr das Ganze jetzt im Nachhinein sogar verzeihe, geschuldet war - musste ich eben auch ohne sie, die Geschichte um Simba mit meinen Kuscheltieren am Leben erhalten.
                                              Eines Abends muss meine Mutter wohl unbemerkt in mein Zimmer gekommen sein und ein Foto von einem dieser Szenarien geschossen haben.

                                              Hiermit würde sich der Kreis des Lebens also auch irgendwo wieder schließen.
                                              Dieses Bild mit dem kleinen Jungen, welcher an der Bettkante sitzt, sein Kuscheltier Simba festhaltend, steht methaphorisch gesehen für das Ende eines Lebensabschnittes, während er sich natürlich noch verzweifelt versucht am Alten zu klammern, obwohl Loslassen oftmals der einzigst richtige Weg ist.
                                              Wie gerne würde ich zu ihm hingehen, mich auf sein Bett neben ihn setzen und ihm sagen, dass das alles ganz gewiss nicht leicht werden würde, es also auch für ihn (wie auch für Simba) bestimmt nicht immer nach Plan laufen wird in seinem Leben, er aber doch trotzdem jede Hürde im Leben meistern wird und gestärkt aus allen Rückschlägen hervorgeht.
                                              Der Kreislauf des Lebens hat also auch vor ihm nicht Halt gemacht.

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                                                Es lebe der Animationsfilm - carpenoctem410 und Deusfantasy auf den Spuren fremder Welten, erschaffen von Stiften, Computern und Knetfiguren.

                                                Teil 3: “Der König der Löwen”

                                                Meine Tatzen sind mir schwer geworden. Es sind Unsicherheit und längst vergangene Traurigkeit, die mich nach unten ziehen, mich verkriechen lassen ins hohe Gras. Ich blicke in mein eigenes Spiegelbild hinab, und suche nach Antworten. Wann habe ich mich das letzte Mal so intensiv angesehen? “Schau genauer hin”, hat der seltsame Affe gesagt, und ich zwinge mich dazu, mir selbst in die Augen zu blicken. So viele Erinnerungen, die ich darin lesen kann, die ich so gern vergessen hätte. Bilder, von denen ich dachte, ich hätte sie hinter mir gelassen - und die ich wohl doch nur verdrängt habe. Ich kann kaum erklären, was das in mir auslöst, Wut und Stolz und Liebe und Glück zugleich, und ich beginne mit jedem neuen Gefühl, mich wiederzuerkennen. Als könnte ich mich plötzlich klarer sehen. Meine imposante Mähne, mein großes, ausdrucksstarkes Gesicht, meine wachsamen, klugen Augen, meinen … Vater …
                                                “Siehst du ...”, flüstert der Affe, als könnte er sehen, was ich sehe. “Er lebt in dir!”
                                                Irgendetwas bebt in mir, ich zittere fast … Ein Wind zieht auf und fährt mir durchs Fell wie durch die Seele. Das Spiegelbild verschwimmt und wird doch klarer, und ich weiß nicht mehr, wessen Augen mir da entgegen blicken, umrandet vom ewigen Licht der Sterne.
                                                “Vater …”
                                                Alles stürmt auf mich ein. Meine Kindheit liegt vor mir, und längst vergrabene Dinge werden mir plötzlich bewusst und füllen sich mit Bedeutung. Ich starre nach oben, in den unendlichen Himmel, und spüre die Präsenz der alten Könige wie nie zuvor. Ich spüre meinen Vater so nah bei mir, dass es schmerzt, und ich lausche in den Wind und bin mir sicher: Er ist hier.
                                                “Simba. Du hast mich vergessen.”
                                                Seine mächtige Stimme trifft mich wie ein Schlag, dröhnt durch mich hindurch und fasst mich doch ein wie eine liebevolle Umarmung. Eigentlich bin ich doch erwachsen, und diesem Wissen zum Trotz bin ich eingeschüchtert und wieder das kleine Löwenjunge, das Dummheit mit Mut verwechselt. Und während in mir alles danach schreit, mich zu erklären und zu rechtfertigen, realisiere ich doch zunehmend, dass ich nicht wirklich erwachsen geworden bin. Dass ich zwar groß geworden und in meiner neuen Heimat glücklich bin, aber meine Wurzeln verleugne wie ein störrischer Teenager.
                                                “Du hast vergessen wer du bist, und somit auch mich vergessen”, höre ich meinen Vater sagen, und zum ersten Mal verstehe ich, was das bedeutet.
                                                “Sieh in dich hinein, Simba. Du bist mehr als das, was du geworden bist. Du musst deinen Platz im ewigen Kreis des Lebens einnehmen.”
                                                Hier ist sie wieder, die Verantwortung. Aus Angst und Trotz bin ich davor geflohen, und aus Angst und Trotz will ich sie meiden, will keinen anderen Artgenossen sehen der mich verurteilt und mich doch sowieso nicht versteht. Doch diese innere Stimme wühlt mich auf, zerrt an mir und meinen störrischen Gedanken wie ein Sturm und ich … ich …
                                                Nein. Ich bin nicht mehr derselbe. Zu viel ist passiert. Selbst wenn ich mir eingestehe, dass ich diese Verantwortung habe, so kann ich doch nicht einfach zurück. Sie würden mich wegschicken, sobald sie wüssten, was ich getan habe. Ich gehöre nicht mehr zu ihnen. Das ist lange vorbei.
                                                “Vergiss niemals, wer du bist.”
                                                Ach Vater … Wer bin ich denn schon? Verrate es mir! Wer bin ich!
                                                “Du bist mein Sohn, und der wahre König. Du musst dich wieder daran erinnern.”
                                                Ich spüre, wie seine Stimme leiser wird, und wie seine Präsenz erlischt. Als ob es einsamer werden würde in mir; als ob er etwas ausgefüllt hätte, dessen Leere nun nachschmerzt und unendlich resoniert. Ich presche nach vorne, doch spüre meine tauben Beine kaum.
                                                “Nein! Bitte! Verlass mich nicht!”
                                                Ich schreie die Worte hinaus, verwundet und einsam, den Kopf wirr und den Körper voller Sehnsucht. Wie konnte ich ihn nur so von mir weisen? Wie konnte ich nur jemals denken, mit seinem Tod sei auch die Erinnerung an ihn erloschen?
                                                “Erinnere dich.”
                                                Seine Stimme hallt nach und zieht den Wind mit sich in die Ferne. Erinnere dich. Es fühlt sich fast an wie Aufwachen, als der wohl doch nicht so verrückte Affe zu mir aufschließt.
                                                “Was war das? Das Wetter. Äußerst seltsam, findest du nicht?”
                                                Er grinst mich an, und ich erinnere mich an seine Worte, bevor die Stimme meines Vaters alles übertönt hatte. Erinnere mich an mein Spiegelbild, in dem ich doch so deutlich meinen Vater erkannt habe.
                                                Er lebt in mir. Ich trage ihn mit mir, und in meinen Gedanken und Taten besteht er fort. Da ist keine Leere in mir, die er hinterließ, sondern nur eine Leere, die ich selbst erschaffen habe und deren Last mich auch als Erwachsener blind für die Wahrheit gemacht hat.
                                                Er lebt in mir. Ich bin sein Sohn.
                                                Ich muss nach Hause.
                                                Und als ich zu rennen beginne, dem Wind der Veränderung hinterher, und ich mich plötzlich unendlich lebendig fühle, beginne ich zu lachen. Es fühlt sich gut an. Ich bin frei.
                                                Ich kehre heim.

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                                                  Deusfantasy 03.07.2016, 12:55 Geändert 03.07.2016, 12:57

                                                  Es lebe der Animationsfilm - carpenoctem410 und Deusfantasy auf den Spuren fremder Welten, erschaffen von Stiften, Computern und Knetfiguren.

                                                  Teil 3: „Der König der Löwen"

                                                  Eine rotglühende Sonne erhebt sich am Horizont, im Hintergrund erklingen folgende Worte:

                                                  „Nants ingonyama bagithi Baba, Sithi uhm ingonyama“ – Pure Gänsehaut!

                                                  Was für ein fantastischer Moment!
                                                  Was für eine überragende Einleitungssequenz!

                                                  Es dauert hier keine 5 Sekunden und „Der König der Löwen“ zieht mich damit sofort wieder in seinen Bann. Es ist mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben, was mit mir geschieht, während der wunderbare afrikanische Gesang von Lebo M im Hintergrund zu hören ist und im Bild die Tiere durch die Savanne ziehen. Bild und Ton erzeugen diese einzigartige Disney-Magie, die man nicht erklären, sondern nur fühlen kann. Exakt hier gipfelt Disneys Können auf seinem Höhepunkt und gibt einen stimmungsvollen Einblick in das was noch folgen soll. Und genau dann, wenn „The Circle of Life“ trällert und der kleine Simba das erste Mal zu sehen ist, kommt wieder ein Stück Kindheit in mir hoch und ich bin urplötzlich wieder 8 Jahre alt.

                                                  Genau in diesem Alter war „Der König der Löwen“ mein damals erst zweiter Kinofilm (kleine Randbemerkung: mein erster Kinofilm war „Casper“) und ließ mich wie so viele andere Kinder auch vollkommen begeistert zurück.
                                                  Ich kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass es DER FILM meiner Kindheit war. Dies gilt jedoch wohl gleichermaßen für Millionen von weiteren Kindern. War „Der König der Löwen“ doch der Film einer ganzen Generation von Kindern in den Neunzigern, der Kinderherzen gleichermaßen erstrahlen ließ und verantwortlich für Abermillionen von Tränen war, die die Kinos durchfluteten.

                                                  Seit meinem Kinobesuch damals habe ich ihn jedoch nicht noch einmal geschaut. Ich kann nicht mal sagen, warum. Vielleicht wollte ich mir den Status, den er anhand meiner Erinnerungen noch innehatte, nicht zerstören. Mich daher weiterhin in meiner Nostalgie suhlen. Ich hatte nämlich noch so gut wie jede Szene im Kopf, wusste was geschieht und hatte den Film unter »mega super fantastisch« in meinem Hirn abgelegt. Doch jetzt, 22 Jahre später, war es endlich wieder soweit und ich wollte unbedingt nochmal den Mythos dieses Filmes ergründen. Ich habe mir dabei gleich ganz fest vorgenommen, emotional völlig gefasst an die Sache heranzugehen, wusste noch ganz genau was passiert und wann es passiert. Doch jeglicher Vorsatz wurde durch den ersten tragischen Moment über den Haufen geworfen und ich verlor den Wettkampf gegen meinen Tränenkanal. Da war sie also wieder, diese Magie.

                                                  Disney erschuf mit „Der König der Löwen“ einfach einen ganz besonderen Film. Er basiert im Gegensatz zu allen anderen Disney-Filmen nämlich nicht auf Märchenerzählungen oder Romanvorlagen, sondern entsprang vollständig der Fantasie der Autoren und gilt gleichzeitig auch als einer der letzten großen Zeichentrick-Klassiker vor Anbruch der Animationsfilm-Ära.

                                                  Doch was macht diesen Zeichentrickfilm darüber hinaus nur so besonders, dass er von so vielen Leuten geliebt wird und als gelungenstes Werk des Studios gilt?

                                                  Es gibt sicherlich viele Aspekte, wie die großartigen Animationen, die bewegende Liebesgeschichte, die gelungene Mischung aus auflockerndem Humor und ernster Handlung, die für Disney-Verhältnisse von einer ungewohnten Ernsthaftigkeit geprägt ist, die außergewöhnlich gut entwickelten und liebenswerten Charaktere oder Lieder, die hier besonders eingängig sind und dadurch zu wirklichen Ohrwürmern wurden. All jene Bestandteile, die die größten Disney-Klassiker ausmachten, werden hier in Perfektion vereint und mit einer ordentlichen Portion Lebensweisheiten garniert.

                                                  Gerade der ewige Kreis des Lebens – das zentrale Thema des Films – wird geradlinig, ohne viel Pathos erläutert. Jedes Lebewesen ist vom Anderen abhängig, jedes Ende bedeutet auch einen Neuanfang. Der Generationswechsel und der damit einhergehende Verlust eines Familienmitglieds werden als ökologisch korrekter Kreislauf der Natur hervorgehoben. Eben jene Botschaften werden selbst für die kleinsten Zuschauer verständlich vermittelt, weswegen der Film nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich ist.

                                                  Damit ist Disney wahrlich sein Meisterstück gelungen.
                                                  Ein zeitloser Zeichentrickfilm für die Ewigkeit.

                                                  In diesem Sinne, Hakuna Matata!

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                                                    Der mit abstand BESTE Disneyfilm aller Zeiten! Mein absoluter Favorit.<3