Der König der Löwen - Kritik

The Lion King

US · 1994 · Laufzeit 89 Minuten · FSK 0 · Animationsfilm · Kinostart
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    Es lebe der Animationsfilm - carpenoctem410 und Deusfantasy auf den Spuren fremder Welten, erschaffen von Stiften, Computern und Knetfiguren.

    Teil 3: “Der König der Löwen”

    Meine Tatzen sind mir schwer geworden. Es sind Unsicherheit und längst vergangene Traurigkeit, die mich nach unten ziehen, mich verkriechen lassen ins hohe Gras. Ich blicke in mein eigenes Spiegelbild hinab, und suche nach Antworten. Wann habe ich mich das letzte Mal so intensiv angesehen? “Schau genauer hin”, hat der seltsame Affe gesagt, und ich zwinge mich dazu, mir selbst in die Augen zu blicken. So viele Erinnerungen, die ich darin lesen kann, die ich so gern vergessen hätte. Bilder, von denen ich dachte, ich hätte sie hinter mir gelassen - und die ich wohl doch nur verdrängt habe. Ich kann kaum erklären, was das in mir auslöst, Wut und Stolz und Liebe und Glück zugleich, und ich beginne mit jedem neuen Gefühl, mich wiederzuerkennen. Als könnte ich mich plötzlich klarer sehen. Meine imposante Mähne, mein großes, ausdrucksstarkes Gesicht, meine wachsamen, klugen Augen, meinen … Vater …
    “Siehst du ...”, flüstert der Affe, als könnte er sehen, was ich sehe. “Er lebt in dir!”
    Irgendetwas bebt in mir, ich zittere fast … Ein Wind zieht auf und fährt mir durchs Fell wie durch die Seele. Das Spiegelbild verschwimmt und wird doch klarer, und ich weiß nicht mehr, wessen Augen mir da entgegen blicken, umrandet vom ewigen Licht der Sterne.
    “Vater …”
    Alles stürmt auf mich ein. Meine Kindheit liegt vor mir, und längst vergrabene Dinge werden mir plötzlich bewusst und füllen sich mit Bedeutung. Ich starre nach oben, in den unendlichen Himmel, und spüre die Präsenz der alten Könige wie nie zuvor. Ich spüre meinen Vater so nah bei mir, dass es schmerzt, und ich lausche in den Wind und bin mir sicher: Er ist hier.
    “Simba. Du hast mich vergessen.”
    Seine mächtige Stimme trifft mich wie ein Schlag, dröhnt durch mich hindurch und fasst mich doch ein wie eine liebevolle Umarmung. Eigentlich bin ich doch erwachsen, und diesem Wissen zum Trotz bin ich eingeschüchtert und wieder das kleine Löwenjunge, das Dummheit mit Mut verwechselt. Und während in mir alles danach schreit, mich zu erklären und zu rechtfertigen, realisiere ich doch zunehmend, dass ich nicht wirklich erwachsen geworden bin. Dass ich zwar groß geworden und in meiner neuen Heimat glücklich bin, aber meine Wurzeln verleugne wie ein störrischer Teenager.
    “Du hast vergessen wer du bist, und somit auch mich vergessen”, höre ich meinen Vater sagen, und zum ersten Mal verstehe ich, was das bedeutet.
    “Sieh in dich hinein, Simba. Du bist mehr als das, was du geworden bist. Du musst deinen Platz im ewigen Kreis des Lebens einnehmen.”
    Hier ist sie wieder, die Verantwortung. Aus Angst und Trotz bin ich davor geflohen, und aus Angst und Trotz will ich sie meiden, will keinen anderen Artgenossen sehen der mich verurteilt und mich doch sowieso nicht versteht. Doch diese innere Stimme wühlt mich auf, zerrt an mir und meinen störrischen Gedanken wie ein Sturm und ich … ich …
    Nein. Ich bin nicht mehr derselbe. Zu viel ist passiert. Selbst wenn ich mir eingestehe, dass ich diese Verantwortung habe, so kann ich doch nicht einfach zurück. Sie würden mich wegschicken, sobald sie wüssten, was ich getan habe. Ich gehöre nicht mehr zu ihnen. Das ist lange vorbei.
    “Vergiss niemals, wer du bist.”
    Ach Vater … Wer bin ich denn schon? Verrate es mir! Wer bin ich!
    “Du bist mein Sohn, und der wahre König. Du musst dich wieder daran erinnern.”
    Ich spüre, wie seine Stimme leiser wird, und wie seine Präsenz erlischt. Als ob es einsamer werden würde in mir; als ob er etwas ausgefüllt hätte, dessen Leere nun nachschmerzt und unendlich resoniert. Ich presche nach vorne, doch spüre meine tauben Beine kaum.
    “Nein! Bitte! Verlass mich nicht!”
    Ich schreie die Worte hinaus, verwundet und einsam, den Kopf wirr und den Körper voller Sehnsucht. Wie konnte ich ihn nur so von mir weisen? Wie konnte ich nur jemals denken, mit seinem Tod sei auch die Erinnerung an ihn erloschen?
    “Erinnere dich.”
    Seine Stimme hallt nach und zieht den Wind mit sich in die Ferne. Erinnere dich. Es fühlt sich fast an wie Aufwachen, als der wohl doch nicht so verrückte Affe zu mir aufschließt.
    “Was war das? Das Wetter. Äußerst seltsam, findest du nicht?”
    Er grinst mich an, und ich erinnere mich an seine Worte, bevor die Stimme meines Vaters alles übertönt hatte. Erinnere mich an mein Spiegelbild, in dem ich doch so deutlich meinen Vater erkannt habe.
    Er lebt in mir. Ich trage ihn mit mir, und in meinen Gedanken und Taten besteht er fort. Da ist keine Leere in mir, die er hinterließ, sondern nur eine Leere, die ich selbst erschaffen habe und deren Last mich auch als Erwachsener blind für die Wahrheit gemacht hat.
    Er lebt in mir. Ich bin sein Sohn.
    Ich muss nach Hause.
    Und als ich zu rennen beginne, dem Wind der Veränderung hinterher, und ich mich plötzlich unendlich lebendig fühle, beginne ich zu lachen. Es fühlt sich gut an. Ich bin frei.
    Ich kehre heim.

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      Deusfantasy 03.07.2016, 12:55 Geändert 03.07.2016, 12:57

      Es lebe der Animationsfilm - carpenoctem410 und Deusfantasy auf den Spuren fremder Welten, erschaffen von Stiften, Computern und Knetfiguren.

      Teil 3: „Der König der Löwen"

      Eine rotglühende Sonne erhebt sich am Horizont, im Hintergrund erklingen folgende Worte:

      „Nants ingonyama bagithi Baba, Sithi uhm ingonyama“ – Pure Gänsehaut!

      Was für ein fantastischer Moment!
      Was für eine überragende Einleitungssequenz!

      Es dauert hier keine 5 Sekunden und „Der König der Löwen“ zieht mich damit sofort wieder in seinen Bann. Es ist mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben, was mit mir geschieht, während der wunderbare afrikanische Gesang von Lebo M im Hintergrund zu hören ist und im Bild die Tiere durch die Savanne ziehen. Bild und Ton erzeugen diese einzigartige Disney-Magie, die man nicht erklären, sondern nur fühlen kann. Exakt hier gipfelt Disneys Können auf seinem Höhepunkt und gibt einen stimmungsvollen Einblick in das was noch folgen soll. Und genau dann, wenn „The Circle of Life“ trällert und der kleine Simba das erste Mal zu sehen ist, kommt wieder ein Stück Kindheit in mir hoch und ich bin urplötzlich wieder 8 Jahre alt.

      Genau in diesem Alter war „Der König der Löwen“ mein damals erst zweiter Kinofilm (kleine Randbemerkung: mein erster Kinofilm war „Casper“) und ließ mich wie so viele andere Kinder auch vollkommen begeistert zurück.
      Ich kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass es DER FILM meiner Kindheit war. Dies gilt jedoch wohl gleichermaßen für Millionen von weiteren Kindern. War „Der König der Löwen“ doch der Film einer ganzen Generation von Kindern in den Neunzigern, der Kinderherzen gleichermaßen erstrahlen ließ und verantwortlich für Abermillionen von Tränen war, die die Kinos durchfluteten.

      Seit meinem Kinobesuch damals habe ich ihn jedoch nicht noch einmal geschaut. Ich kann nicht mal sagen, warum. Vielleicht wollte ich mir den Status, den er anhand meiner Erinnerungen noch innehatte, nicht zerstören. Mich daher weiterhin in meiner Nostalgie suhlen. Ich hatte nämlich noch so gut wie jede Szene im Kopf, wusste was geschieht und hatte den Film unter »mega super fantastisch« in meinem Hirn abgelegt. Doch jetzt, 22 Jahre später, war es endlich wieder soweit und ich wollte unbedingt nochmal den Mythos dieses Filmes ergründen. Ich habe mir dabei gleich ganz fest vorgenommen, emotional völlig gefasst an die Sache heranzugehen, wusste noch ganz genau was passiert und wann es passiert. Doch jeglicher Vorsatz wurde durch den ersten tragischen Moment über den Haufen geworfen und ich verlor den Wettkampf gegen meinen Tränenkanal. Da war sie also wieder, diese Magie.

      Disney erschuf mit „Der König der Löwen“ einfach einen ganz besonderen Film. Er basiert im Gegensatz zu allen anderen Disney-Filmen nämlich nicht auf Märchenerzählungen oder Romanvorlagen, sondern entsprang vollständig der Fantasie der Autoren und gilt gleichzeitig auch als einer der letzten großen Zeichentrick-Klassiker vor Anbruch der Animationsfilm-Ära.

      Doch was macht diesen Zeichentrickfilm darüber hinaus nur so besonders, dass er von so vielen Leuten geliebt wird und als gelungenstes Werk des Studios gilt?

      Es gibt sicherlich viele Aspekte, wie die großartigen Animationen, die bewegende Liebesgeschichte, die gelungene Mischung aus auflockerndem Humor und ernster Handlung, die für Disney-Verhältnisse von einer ungewohnten Ernsthaftigkeit geprägt ist, die außergewöhnlich gut entwickelten und liebenswerten Charaktere oder Lieder, die hier besonders eingängig sind und dadurch zu wirklichen Ohrwürmern wurden. All jene Bestandteile, die die größten Disney-Klassiker ausmachten, werden hier in Perfektion vereint und mit einer ordentlichen Portion Lebensweisheiten garniert.

      Gerade der ewige Kreis des Lebens – das zentrale Thema des Films – wird geradlinig, ohne viel Pathos erläutert. Jedes Lebewesen ist vom Anderen abhängig, jedes Ende bedeutet auch einen Neuanfang. Der Generationswechsel und der damit einhergehende Verlust eines Familienmitglieds werden als ökologisch korrekter Kreislauf der Natur hervorgehoben. Eben jene Botschaften werden selbst für die kleinsten Zuschauer verständlich vermittelt, weswegen der Film nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich ist.

      Damit ist Disney wahrlich sein Meisterstück gelungen.
      Ein zeitloser Zeichentrickfilm für die Ewigkeit.

      In diesem Sinne, Hakuna Matata!

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        Der mit abstand BESTE Disneyfilm aller Zeiten! Mein absoluter Favorit.<3

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          Ganze drei Jahre alt bin ich, als mich meine Mutter eines Abends beim Zubettgehen zudeckt, mir einen Kuss gibt und mir lächelnd sagt "Morgen gehen wir ins Kino". Und obwohl ich noch nicht einmal weiß, was ein Kino ist, freue ich mich darauf. Die kindliche Neugier hält mich lange wach und die Geburtsstunde meines Bewusstseins, meines bewussten Wahrnehmens der Umwelt, kommt mit großen Schritten. Was am nächsten Tag, einem Novembertag, geschieht, soll nicht nur mein Leben, sondern das von Millionen anderer Kinder für immer verändern.

          Das Kino, ein Stadtkino in Falkensee im Havelland, riecht angenehm nach Popcorn, als meine Mutter, mein älterer Bruder und ich es betreten. Überall hängen Filmplakate, doch eines sticht besonders heraus. Obwohl ich noch nicht lesen kann, fasziniert es mich von Anfang an. Es zeigt die schwarze Silhouette eines erwachsenen männlichen Löwen, der auf einem Felsen thront und gen Himmel blickt. Hinter dem Tier erstrahlt eine überdimensional große und ebenso königlich wirkende Sonne, die die afrikanische Landschaft in ein tiefes rotes Licht taucht. Bis heute habe ich nie wieder ein Filmplakat gesehen, das mich so sehr beschäftigte, berührte und erstaunte wie dieses. Der Saal des Falkenseer Kinos fasst nicht einmal 200 Sitze, es ist sehr idyllisch und für mich als Kind natürlich überaus spannend. Ein großer schwerer Vorhang bedeckt die Leinwand, wartet darauf, sich öffnen zu dürfen, präsentieren zu dürfen, was sich hinter ihm verbirgt.

          Und da sitze ich nun. Gespannt wie Bolle. Auf einem Kindersitz, wie man sie aus Autos kennt, in meinem Kinosessel ausharrend. Die Augen leuchtend. Mit dem Öffnen des Vorhanges beginnt meine Kindheit. Wir schreiben das Jahr 1994. Das Kino zeigt den Film "Der König der Löwen".

          Zwanzig Jahre sind es nun schon, in denen diese Walt Disney-Produktion mein Leben begleitet. Ich sehe immer noch die Bilder, rieche immer noch das Popcorn und höre immer noch diese fantastischen afrikanischen Klänge und diesen fabelhaften Score, an den so schnell kein Soundtrack mehr herankommen wird. Der Inhalt ist, gerade auf einer Plattform wie dieser, natürlich allgemein bekannt. Sagen wir einfach, es geht um Heimat, Familie, Fürsorge, Krieg, Intrige, Mord, Verrat, Hingabe, Rückkehr, Besinnung und Liebe. Und sagen wir einfach, Disney hat hier sein absolutes Meisterwerk geschaffen. Seine ewige Nummer Eins. Sein Non Plus Ultra. Und obwohl sich "Der König der Löwen" seinen Platz mit "An American Tail" teilen muss, so führt er doch auf ewig die Spitze meiner absoluten Filmfavoriten im Bereich des Zeichentrick an. Doch was ist es, das diesen Film so besonders macht? Wie kommt es, dass 80er und 90er Kinder in solch hohen Tönen von ihm schwärmen?

          1. Handlung und Charaktere: "Der König der Löwen" bietet mehrere spannende Handlungsstränge und überaus kultige Filmfiguren. Der Löwenjunge Simba, der sein späteres Königreich betrachtet und es nicht mehr abwarten kann, endlich König zu sein; der sich in Gefahr begibt, um Eindruck zu schinden; der frech aber liebenswert ist. Sein weiser Vater Mufasa, der als geliebter König das 'geweihte Land' regiert, bis zu seinem Tod an Simbas Seite steht und ihm die guten und schlechten Dinge des Lebens sowie die Philosophie des 'ewigen Kreises des Lebens' näher bringt. Der neidende Onkel Scar, der das geweihte Land als Diktator beherrschen will und dafür seinen Bruder ermordet und auch seinem Neffen Simba nach dem Leben trachtet. Die Hyänen, die als Sklaven und Handlanger von Scar das (dem Untergang) geweihte Land in Beschlag nehmen. Das Warzenschwein Pumbaa und das Erdmännchen Timon, die als beste Freunde Simbas Quasi-Adoptiveltern werden, als dieser von Scar aus seiner Heimat vertrieben wird. Die Rückkehr Simbas zu seinem Königreich, die Schlacht zwischen Löwen und Hyänen um das geweihte Land, der finale Kampf zwischen Simba und Scar, der Aufstieg des wahren Königs, der Sieg des Guten, das Schließen des ewigen Kreises. Disney hat hier eine Handlung geschaffen, die vorne und hinten schlüssig ist und keine Lücken vorweist. Gerade für Kinder ist die Handlung sehr intensiv; man ist gespannt darauf, ob Scar seine Verschwörung durchringen kann, ob Simba wieder zurückkehrt, ob er es schafft, sich seinen Platz als König zurück zu erobern. Die Charaktere haben definitiv Kultstatus. Gerade Timon und Pumbaa, die sogar mit einer eigenen Zeichentrickserie bekannt wurden, können als Nebencharaktere der Superlative bezeichnet werden. Sie sind der Inbegriff bester Freundschaft und verkörpern das sorglose Leben mit allem, was dazu gehört. Aber auch die anderen Figuren reihen sich nahtlos in die Handlung des Filmes ein. Jeder weiß, wo sein Platz ist, jeder weiß, wo er hin gehört. Ich lernte als kleinen Pimpf jeden einzelnen dieser Charaktere lieben. Schon immer mochte ich es, Filmfiguren bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Wir erleben Simbas Leben in mehreren Zeitverläufen, als Kind lernen wir ihn kennen, als erwachsener König verabschiedet er sich von uns. Wir begleiten ihn vollständig auf seinem Weg zum wohl verdienten Thron.

          2. Beeindruckende Bilder: Immerhin beginnt schon allein das Intro mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang über der afrikanischen Steppe, unzählige Tierarten versammeln sich, um den neuen König (den neugeborenen Simba) zu begrüßen. Wasserfälle rauschen und Wolken ziehen vorbei. Es ist ein wahrhaftiges Schauspiel der Natur. Die Animationen sind bis heute auf hohem Niveau. Die Landschaften, Szenerien, die Tiere, das Zusammenspiel von Licht und Schatten, alles wirkt äußerst faszinierend und packt das kindliche Gemüt von Anfang an. Schön auch, dass wir hier Einblicke in verschiedene Welten bekommen; ob Steppe, Savanne, Wüste, Dschungel oder Felsenschlucht, durch die beeindruckenden Bilder fühlt man sich, als sei man mittendrin. Auch die Wirkung der Farben ist bemerkenswert, sei es die in gelb und rot getauchte Steppe in den Morgenstunden, die bunte Farbenvielfalt des Urwaldes, in dem Timon und Pumbaa ihr Zuhause haben, die graue Tristheit, die sich wie ein Fluch über das nun öde Land unter Scars Herrschaft legt. Und natürlich der blaue Nachthimmel, der sehr viel mehr zu beherbergen scheint als nur die Sterne.

          3. Art der Herstellung: Im Jahr 1994 hat Disney mit "Der König der Löwen" einen neuen Maßstab gesetzt, was die Herstellung von Zeichentrickfilmen anbelangt. An einen komplett in 3D animierten Film wagte man sich zwar erst ein Jahr später mit "Toy Story", dennoch kommen auch in diesem Werk schon einige Szenen zum Einsatz, die es so vorher in einem Zeichentrickfilm noch nie gegeben hatte. Allein die aufgescheuchte Gnu-Herde ist, trotz seines tragischen Ausgangs, ein Fest für die Augen. Auch die Hyänen-Schar, die ihre Loyalität gegenüber Scar mit einem Gleichschritt beteuert, wurde äußerst aufwendig animiert. Heute scheinen Effekte solcher Art selbstverständlich, doch damals waren sie bahnbrechend. Um die Bewegungen der Tiere, in erster Linie natürlich die der Löwen, realistisch animieren zu können, holte sich das Produktionsteam echte Löwen ins Studio, um ihre Bewegungen genau zu studieren. Um die afrikanische Landschaft möglichst detailgetreu in Zeichentrickform zu projizieren, reisten die Produzenten nach Afrika und kamen mit Tonnen von Zeichnungen, Fotos und Videoaufnahmen zurück. Die absolute Liebe und Hingabe, die das Team in die Produktion von "Der König der Löwen" steckte, ist in nahezu jeder Sekunde des Films sichtbar. Der Erfolg kam absolut zurecht - das Team hat eine Wahnsinnsarbeit geleistet.

          4. Sensationellen Filmmusik: Mal ehrlich, was Hans Zimmer, Tim Rice und Elton John hier auf die Beine gestellt haben, ist für mich mit dem Wort 'Meisterwerk' noch unterbewertet. Natürlich ist man als Dreijähriger noch nicht so in die Musikwelt involviert und natürlich trieft der Kitsch und der melodiöse Zucker aus jeder Pore, dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Filmscore zu "Der König der Löwen" wahrscheinlich auf ewig Kultstatus genießen wird. Dies ist zum Einen dem Komponisten Hans Zimmer zu verdanken. Ich finde, er hat hier seine beste Arbeit auf den Tisch gelegt. Das Hauptthema variiert so stark, dass man teilweise erst bei mehrmaligem Hören eine melodische Ähnlichkeit vernimmt. Der Einsatz von afrikanischen Instrumenten und auch afrikanischen Gesängen in einem Zeichentrickfilm war damals und ist bis heute eine Einzigartigkeit. Allein das Intro, das an das Lied "The Circle Of Life" angekoppelt ist, jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken. Einfach nur als episch sind die Stücke "This Land", "To Die For", "Battle Of Pride Rock" und "King Of Pride Rock" zu bezeichnen. Es ist zum Kotzen, dass es diese Meisterwerke nur zu sehr kleinem Teil auf den offiziellen Soundtrack geschafft haben. Zwar bin ich überaus dankbar, dieses Schmuckstück von Filmmusik auf Schallplatte zu besitzen, dennoch fehlen eben leider viele Instrumentalstücke aus dem Film. Diese sind lediglich als inoffizielles Bootleg in okayer Qualität über das Internet beziehbar. Warum das so ist, wird wahrscheinlich niemand jemals zufriedenstellend beantworten können. Doch nicht nur der Score ist bemerkenswert: Auf der anderen Seite stehen die großartigen Songs und Ohrwürmer, die "Der König der Löwen" mit sich bringt. Tim Rice als Komponist und Elton John als Songschreiber und Interpret haben hier absolut goldene Händchen bewiesen. "The Circle Of Life" ist in seiner Urfassung wie auch in der von Elton John eingesungenen Version ein musikalisches Wunderwerk. Obwohl die Interpretation von John so gar nicht nach Afrika klingt, passt sie zu dem Film wie die Faust aufs Auge. Das Gleiche gilt für "Can You Feel The Love Tonight". Ist es im Film noch eine Ballade, die die Liebesszenerie zwischen Simba und seiner Gefährtin Nala untermauert, so ist es am Ende des Filmes im Abspann für Kinder ein Tränengarant oberster Klasse. Dieses Lied ist der Inbegriff für anrührende Filmmusik. Schon damals im Kino strahlte der Song durch seine ruhigen Klänge und natürlich durch die Stimme von Elton John eine ungeheure Wärme aus. Des Weiteren spendete er Trost für die Kinder, die das ganze Geschehen erst einmal verarbeiten mussten. Wann immer ich "Can You Feel The Love Tonight" heute höre, zieht es mich innerhalb von Sekunden in die schönsten Momente meiner Kindheit zurück. Diese Komposition wird definitiv auf meiner Beerdigung gespielt. Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich das kultige "Hakuna Matata", nicht nur ein absoluter Ohrwurm, sondern ein wahrer Lichtblick innerhalb des Filmes. Als Kind hatte ich an Mufasas Tod immer sehr zu knabbern, spätestens ab "Hakuna Matata" ging es mir dann wieder besser. Die anderen Filmsongs wie beispielsweise "Ich will jetzt gleich König sein" oder das von Scar gesungene "Seid bereit" bilden das musikalische Sahnehäubchen und runden den akustischen Filmspaß zur Perfektion auf.

          5. Filmeigenes Vokabular: "Der König der Löwen" wirkt schließlich so perfekt aufgerundet, weil sich dem Zuschauer völlig neue Aspekte und Perspektiven zeigen. Worte und Wortphrasen wie 'ewiger Kreis des Lebens' oder 'Hakuna Matata' sind für Kinder zunächst schwer einzuordnen. Umso schöner ist dann der Effekt, der sich Jahr für Jahr weiter entwickelt, bis man schließlich wie Simba am Ende des Kreises angekommen ist. Die Dialoge waren für Disney eher untypisch, man könnte fast schon sagen, gewagt. Mufasa erklärt Simba, sein Königreich bestehe aus "allem, was das Licht berührt" und erklärt ihm, dass die "großen Könige der Vergangenheit von den Sternen auf ihn herabblicken" - und dies wirkt zu keinem Zeitpunkt schwülstig oder lächerlich, sondern gliedert sich perfekt in das Gesamtkonzept. Die Worte 'Hakuna Matata', die es in der swahilischen Sprache tatsächlich gibt und auch wahrheitsgemäß mit 'keine Sorgen' übersetzt werden können, waren nach dem Film in aller Munde und gehören inzwischen zum Standardvokabular der westlichen Welt. Simbas Feststellung, er sei "viel zu lange vor seiner Vergangenheit davon gerannt" brennt sich ebenso in den Kinderkopf wie auch, dass er endlich "seinen Platz im ewigen Kreis einnehmen" muss. Genau wie "Hakuna Matata" stammt auch die Philosophie des ewigen Kreises aus Afrika und es war für mich in späteren Jahren faszinierend zu entdecken, dass ich durch "Der König der Löwen" schon im Kleinkindalter mit völlig anderen Kulturen und deren Lebens- und Weltansicht bekannt gemacht wurde.

          6. Leistung der deutschen Sprecher: In "Der König der Löwen" geben sich namhafte Synchron- und Hörspielsprecher die Klinke in die Hand, und sie sind auch einer der Hauptgründe, die den Film für mich zum absoluten Genuss machen. Frank-Lorenz Engel ist als erwachsener Simba ebenso charismatisch wie sein junger Gegenpart Julius Jellinek. Kleiner Fun-Fact: Manuel Straube, den man heute als die deutsche Stimme des Babys Stewie aus "Family Guy" kennt, singt das Lied "Ich will jetzt gleich König sein". Absolut herausragend sind natürlich Thomas Fritsch als Scar und Wolfgang Kühne als Mufasa. Man könnte meinen, Fritsch wurde allein für diese Sprechrolle geboren. Sein leicht rollendes 'R' und seine raue Stimmfarbe geben Scar eine Gänsehautaura, die nicht einmal Jeremy Irons im Original so hinbekommen hat - ein Wahnsinnstimbre. Selbiges gilt für Wolfgang Kühne, der leider außerhalb seiner Sprecherarbeit sehr viele Probleme in seinem Leben hatte, und der bereits im Jahr 2008 mit gerade einmal 53 Jahren starb. Seine warme Stimme war zu 100% auf den liebenden, manchmal aufbrausenden Vater Mufasa zugeschnitten. Kaum zu glauben, dass er auch dem Kater Karlo in der Zeichentrickserie "Goofy und Max" seine Stimme lieh, dies zeigt wirklich, wie wandelbar er war. Sehr beeindruckt war ich auch von Ilja Richter als Timon und Rainer Basedow als Pumbaa, nicht nur, weil die beiden ihren Figuren auf wunderbare und humorvolle Weise Leben eingehaucht haben, sondern weil sie auch selbst ihre Gesangsparts übernahmen. "Hakuna Matata" in der Version von Basedow und Richter ist in Deutschland mit Sicherheit nicht zuletzt deswegen ein Kulthit, weil die charismatischen Stimmen von Timon und Pumbaa zu hören sind. Daumen hoch dafür! Eine weitere große Stimme, die uns leider bereits verlassen hat, ist die von Eberhard Prüter. Heute kennt man ihn eher als Thaddäus Tentakel aus "Spongebob Schwammkopf", in "Der König der Löwen" übernimmt er die Rolle des Zazu, eines Rotschnabeltokos, der als treuer Hofdiener an Mufasas und später natürlich auch an Simbas Seite fungiert. Seine unverwechselbare Stimme werde ich sehr vermissen, ebenso wie die von Joachim Kemmer. Letzterer ist ein wahres Disney-Flaggschiff: Während er in "Der König der Löwen" den weisen Affen Rafiki spricht, übernahm er beispielsweise auch in den Disney-Produktionen "Arielle, die Meerjungfrau" (als Krabbe Sebastian) und "Pocahontas" (als Ratcliffe) diverse Sprechrollen. Und auch wenn ich finde, dass er seinen absolut genialsten Part als der böse Zauberer Dschafar in "Aladdin" hatte, so glänzt er auch ohne jede Frage in "Der König der Löwen", und ich war sehr traurig, als ich erfuhr, dass er schon im Jahr 2000 dem Krebs erlag. Damit reiht er sich in die Reihe der vermissten Kindheitssprecher ein. Bemerkenswert ist, dass auch regelrecht prominente Sprecher zum Ensemble gehörten: Dass Hella von Sinnen der Hyäne Shenzi ihre Stimme lieh, wurde mir erst so richtig klar, als ich es nachlas. Doch wenn man es weiß, hört man es sofort, und ich muss sagen, Hella hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. "Der König der Löwen" strotzt nur so vor herausragenden Sprechern. Alle geben dem Film das gewisse Etwas und machen die Charaktere so lebendig, dass eine Steigerung nicht mehr möglich gewesen wäre.

          7. Epische Momente: Eigentlich müsste man im Duden unter dem Wort "Epik" hinschreiben: Siehe "König der Löwen". Hätte ich den Film seit 1994 nur ein einziges Mal gesehen, so gäbe es dennoch unzählige Szenen, die mir bis heute im Kopf geblieben wären. Die Eingangsszene wurde bereits von mir gelobt, sollte aber noch einmal Erwähnung finden. Die Zusammenwirkung mit der Musik: Umwerfend. Die rennende Gnu-Herde und der Mord von Scar an Mufasa: An Dramatik nicht zu übertreffen. Das Aufwachsen von Simba unter den schützenden Händen von Timon und Pumbaa: Unfassbar gut gemacht. Zwei Szenen des Filmes sollten jedoch besondere Anerkennung finden, denn ich habe in einem Zeichentrickfilm noch nie packendere, eben noch nie epischere Szenen gesehen: Da wäre zum einen die Geistererscheinung von Mufasa im Nachthimmel, der dem traurigen und unsicheren Simba klar macht, dass er seinen Platz im ewigen Kreis des Lebens nicht vergessen darf. Gerade im Kino wirken diese Bilder bombastisch und die Musik tut ihr Übriges dazu, dem Zuschauer einen Gänsehautschauer nach dem anderen zu bescheren. Meinem Bruder und mir stand damals im Kino der Mund offen, so gefesselt waren wir von Mufasas Erscheinung und seiner Predigt an seinen Sohn - der reine Wahnsinn. Übertroffen wird dies fast nur noch vom finalen Endkampf zwischen Simba und Scar. Wir befinden uns im heruntergekommenen Königreich, ein Unwetterblitz entzündet das trockene Geäst der Savanne, Scar fleht Simba scheinbar um Gnade an. Gutmütig wie Simba nun einmal ist, möchte er seinen Onkel nicht töten, sondern ihn nur aus dem Königreich verbannen. Doch dieser hintergeht ihn und greift ihn ein letztes Mal an - und was dann losbricht, lässt jede Herzfrequenz nach oben schnellen. Umgeben von einem lodernden Flammenmeer liefern sich Simba und Scar ein blutiges Duell, untermalt von fantastischer Musik, ummantelt von einem gekonnt eingesetzten Zeitlupeneffekt - die halligen Klänge des Löwengebrülls und der Schläge und Hiebe, die sie sich gegenseitig zufügen, all das wirkt im Zusammenspiel so untypisch für Disney, dass man als Kind wie auch in heutigen Zeiten als Erwachsener einfach nur fasziniert den Kopf schütteln kann. Und ich sage bewusst fasziniert und nicht etwa von der Gewalt verängstigt oder eingeschüchtert. Kinder dürfen und sollten auch in Zeichentrickfilmen mit Gewalt konfrontiert werden. Das Leben wird bestimmt von Konflikten - der richtige Umgang damit ist entscheidend. Und Disney hat hier die Messlatte so hoch gelegt, wie in noch keinem anderen Film. Der Begriff 'Mörder' taucht im Film mehrmals auf, man sieht diverse Charaktere mehr oder weniger plakativ sterben, und dennoch hat es Disney nicht nur geschafft, Kindern den Krieg und den Tod diplomatisch näher zu bringen, sondern diese Konfliktszenen auch noch einfach nur episch aussehen zu lassen. Man darf nicht vergessen: Es bleibt ein Unterhaltungsfilm. Auch als Kind weiß man, dass es ein Happy End gibt, dass das Gute siegt und das Böse bestraft wird. "Der König der Löwen" bleibt durch diese Epik im Kopf und behält dort seinen festen Platz, weil er einfach so viel davon besitzt. Der Aufstieg von Simba als neuer König auf dem Königsfelsen, Simbas Rückkehr zu seiner Heimat, die Entdeckung Rafikis, dass der totgeglaubte Simba noch lebt, sein anschließender Freudensausbruch - dies sind nur einige Beispiele für unzählige Gänsehautmomente.

          8. Kindheitserinnerungen: Seit 1994 kam "Der König der Löwen" auf fast zwölf Millionen deutsche Kinobesucher. Viele, viele Kinder, zu denen auch ich zähle, sahen den Streifen damals mehrere Male im Kino. Der Film hatte eine wahrhaft euphorische Welle ausgelöst. Nicht umsonst gehört er zu den weltweit erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Ich glaube, ich spreche nicht nur von mir, wenn ich sage: "Der König der Löwen" begeisterte mich von Anfang an so sehr, dass ich ein wahrer und großer Fan wurde. Und ich war noch nicht einmal annähernd im Schulalter. Ich verbinde so viele schöne und anrührende Kindheitserinnerungen mit diesem Film. Ich hatte Spielfiguren, ich hatte das dazugehörige Bilderbuch, ich hatte das Hörspiel zum Film, ich hatte Poster, Musikkassetten und Stofftiere. Ich sprach ständig Dialoge nach, sang ohne Unterbrechung die Lieder. Ich hörte das Hörspiel unzählige Male vor dem Einschlafen, weinte so oft vor Trauer und vor Freude. Auf meinem bisherigen Lebensweg bin ich etlichen Gleichaltrigen begegnet, die ganz ähnliche, wenn nicht gar nahezu identische Erinnerungen an den Film haben. Ob Mädchen oder Junge: Kinder der 80er und 90er Jahre lieben diesen Film zu großem Teil abgöttisch. Sie schwärmen über die süße Geschichte, den tollen Humor, die packenden Szenen, die zu Tränen rührende Musik. Sie schwärmen über Erlebnisse, die sie mit "Der König der Löwen" hatten. Darüber, dass auch sie mit der Hörkassette einschliefen. Darüber, dass sie auch heute noch an der Stelle Rotz und Wasser heulen, an der Mufasa stirbt. Darüber, dass sie den Film mit ihrer Familie im Kino sahen. Und mit ihrer Kindergartengruppe. Und mit ihrer Schulgruppe. Und mit ihrer Hortgruppe. Dieses Meisterwerk von Disney ist, so behaupte ich, der ultimative Kindheitsfilm für die Endachtziger und Anfangneunziger.

          Was ist es nun also, das "Der König der Löwen" so besonders macht? Ich glaube, es ist die perfekte Mischung aus allen in diesem Beitrag genannten Faktoren. Vor mehr als zwanzig Jahren, am 17. November 1994 startete in den deutschen Kinos ein Film, der eine ganze Kindergeneration geprägt hat. Davon abgesehen, dass ich ohnehin finde, dass die 90er Jahre das letzte wirklich menschliche und herzliche Jahrzehnt war, hat Disney hier etwas geschaffen, das bis heute ein Phänomen ist. Zwanzig Jahre hatte ich Zeit, den Film zu reflektieren. Ich habe es versucht, immer wieder und wieder. Doch ich kann es auch mit diesen mehr als 3500 Wörtern nicht beschreiben, was "Der König der Löwen" für mich ausmacht. Dafür hat dieses Werk einfach zu viel in mir bewegt. Objektiv bin ich bei meiner Bewertung auf gar keinen Fall. Und das, obwohl mir die Schwächen des Filmes durchaus bewusst sind. Die Animationen sind nicht unbedingt die neuesten, "Can You Feel The Love Tonight" ist als Komposition sehr einfach gestrickt, und dass Hans Zimmer bei seinem Filmscore ganz schön von Mozarts Requiem und dessen "Ave Verum Corpus" abgekupfert hat, ist mir inzwischen auch klar. Darum geht es mir aber nicht. Es geht mir um den Versuch, einen Film zu bewerten, der so viele Gefühle in sich vereint und wiederum so viele Gefühle in mir auslöst, dass Worte allein niemals ausreichen würden. Als ich vor ein paar Jahren mit meinem Neffen (inzwischen fast acht Jahre alt) und meiner Lebensgefährtin (so alt wie ich) "Der König der Löwen" sah, war es schon fast eine skurrile Situation. Während mein Neffe sichtlich Spaß hatte und oftmals aus dem Lachen nicht mehr heraus kam, mussten meine Freundin und ich immer wieder mit den Tränen der Rührung kämpfen. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich man diesen Film auffassen kann.

          Ich gebe "Der König der Löwen" selbstredend die Bestnote. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Enkel meiner Enkel ihren Enkeln noch den Film zeigen würden. In Vergessenheit geraten wird dieses Meisterwerk mit Sicherheit so schnell nicht. Für Zuschauer höheren Alters wird "Der König der Löwen" vermutlich eher ein schöner, dennoch gewöhnlicher Familienfilm für verregnete Sonntagabende bleiben. Für Kinder der 80er und 90er Jahre wird er dagegen immer mehr sein, als das. Sehr viel mehr.

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          • 10

            So ich habe hier erst einmal die Einträge gelesen und kann überhaupt nicht nachvollziehen was viele hier schreiben.
            Das Dschungelbuch soll tiefgründiger sein als König der Löwen? Also ich bitte euch. Die Story ist wirklich schlecht, erst die Neuauflage die dieses Jahr in die Kinos gekommen ist, hat überzeugt, weil da mehr Tiefe und Geschichte drin und dran gewesen ist.
            König der Löwen vermittelt so vieles, die Musik ist passgenau. Wenn ich mir die CD anhöre, bekomme ich Gänsehaut, es läuft mir auch mit 24 noch kalt den Rücken hinunter. Zwingend Emotionen hervorrufen? Ich bitte euch, wer da nicht wenigstens eine Träne verdrückt, der hat auch keine Emotionen.
            Ein Meisterwerk und mit dem neuen Repertoire welches Disney hervorbringt nicht zu vergleichen! Die Eiskönigin und Co. sind eine Beleidigung!

            • 10
              Martyman 10.04.2016, 23:47 Geändert 10.04.2016, 23:48

              Zeitloser, philosophischer Disneyklassiker und einer der besten Filme überhaupt. Die erzählerische Wucht wird mit starken Bildern überzeugend verdeutlicht und der unvergleichbare Hans Zimmer war nie besser. Wichtiges, emotionales Meisterwerk und Must-See!

              5
              • 10

                Wurde jetzt zwar offiziell als bester Disney Film abgelöst , aber er ist und bleibt einfach der beste Disney Film.(Punkt) Frozen Fangirls und Fanboys können sagen was sie wollen, der wird nie so gut sein wie der König der Löwen:)
                Also hatet mich, aber das ist meine Meinung .

                4
                • 9 .5

                  Für mich einer der besten Zeichentrickfilme. Diesen muss man einfach gesehen haben!

                  1
                  • 10

                    ist mein absoluter kinderwaltdisney Film, ich habe diesen Film schon so oft gesehen :-) und immer wieder finde ich ihn einfach super
                    Für einen Zeichentrickfilm sehr tiefgründig. Nicht nur das die Handlung top ist ist auch die Musik super gelungen.

                    3
                    • 10

                      Jeder hat doch seinen absoluten Lieblings-Kindheitsfilm. Dieser hier ist meiner !
                      Geschätz habe ich ihn 500 mal gesehen :) Der Film bedeutet mir viel, und wie bescheuert es sich anhören mag es ist so ! Er ist glaub ich sogar der am öftesten gesehen Film von mir :) Als erstes ist die Musik weltbewegend und ich glaube jeder, wirklich jeder kennt sie ! Als zweites ist der Film liebevoll gemacht. Mit viel Herzblut gezeichnet und mit viel Liebe umgesetzt. Auch sehr viel Gefühl steckt hier drin. Ich sage nur die eine Szene... Ich könnte schwören jedem Mensch läuft eine Träne übers Gesicht. Und es ist einfach so toll... über den ganzen Film... ich kann es nicht in Worte fassen :) Jeder kennt bestimmt auch den Spruch "Hakuna Matata". Dass es dieser einer Spruch schafft weltweit so bekannt zu werden ist auch einfach unfassbar. Und alles wegen diesen einen Film ! König der Löwen ist und bleibt für junge und erwachsene Menschen ein super Film und meine Kindheitserinnerung !

                      1
                      • 6

                        Für einen Kinderfilm eigentlich ganz gut. Mich nervt einfach diese unnötige Musik.

                        • 9 .5

                          Wenn ich so manche Kommentare durchlese, glauben einige wohl, in dem Film müsste man die epische Handlung und Tiefe von Tolstois "Krieg und Frieden" wiederfinden.

                          Hallo!

                          Das ist ein Zeichentrickfilm für Kinder!!! Dafür ist der König der Löwen eigentlich schon recht tiefgründig!
                          Ihr werdet auch ja auch von einem Vivid +18 Film keine allzu ansprechende Handlung erwarten!

                          1
                          • 9

                            Toller Disney-Klassiker mit einem tollen Score, tollen Charakteren und einem extremst bösen, von Jeremy Irons vertonten, Schurken.
                            Eine Empfehlung meinerseits!

                            • 6
                              Irony 04.01.2016, 16:31 Geändert 04.01.2016, 16:32

                              Also ich finde die Geschichte von "Der König der Löwen" ja eigentlich richtig gut, aber leider macht mich das Rumgesinge wahnsinnig und verhindert daher eine bessere Bewertung. Ohne Gesang wärn mehr Punkte dringewesen.

                              • 10
                                Zoppster 28.12.2015, 18:36 Geändert 28.12.2015, 18:37

                                Mein allerliebster Film aus Kindertagen hab ich als Kind fast jedes Wochenende auf videokasette geschaut einfach toll da werden Kindheitserinnerung wach und die Musik im Film ist auch einfach toll rundum perfekt

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                                • 9 .5

                                  Man nennt mich Warzenschwein! <3

                                  • 8 .5
                                    Mongole 09.12.2015, 03:30 Geändert 09.12.2015, 03:32

                                    Ja, also als Kinderfilm kann ich eigentlich den König der Löwen nur an erster Stelle richtig weiterempfehlen.

                                    Alles recht übersichtlich und gut gestaltet für das junge Publikum.
                                    Keine unnötige Hektik oder irgendwelche dummen Jugendwörter in diesen Klassiker verwurstet.
                                    Auch die Charakter in der ganzen Story sind sehr gut gemacht.

                                    Eigentlich könnte man diesen Film als besten Kinderzeichentrickfilm sogar meiner Meinung nach bezeichnen.

                                    Einziges Minus in meinen Augen ist der viele Gesang im Film, für den halt Disney nun mal berühmt ist..

                                    Aber dennoch. Einfach kultig klassisch gut!

                                    8,5/10 Punkten.

                                    • 6 .5

                                      Wieder ne Bildungslücke geschlossen.
                                      Der König der Löwen mag für Kinder episch sein. Er ist liebevoll gezeichnet, keine Frage. Dahinter verbirgt sich jedoch ein oberflächliches Konstrukt "Gut vs. Böse" ohne Facetten und Tiefgründigkeit. Über die Song-Passagen kann man sich streiten. Meine Meinung dazu: ARGGGGHHH!!
                                      Auch versucht der Film fast an jeder einzelnen Stelle zwanghaft die Emotionen zu wecken. Ich bin ein bisschen enttäuscht...
                                      Als Kind hätte ich den sicherlich ins ♥ geschlossen, nun jedoch...
                                      Es gibt bessere und anspruchsvollere Zeichentrickfilme, die für Kinder UND Erwachsene geeignet sind.

                                      • 9

                                        +die besten songs, die ich in einem film gehört habe
                                        +unglaublich gute und lehrende story
                                        +sehr emotional
                                        +einfach ein klassiker für gross und klein!

                                        Kurz: Der beste animationsfilm, den diese welt je gesehen hat

                                        2
                                        • 10

                                          1. Film, den ich im Kino sah und seither absoluter Lieblingsfilm!

                                          • 4

                                            Lichtjahre vom Charme und Witz eines "The Jungle Book" oder "The Sword in the Stone" entfernt.

                                            Grausam schlechte, Schüttelfrostattacken erzeugende Gesangseinlagen und zumindest in der deutschen Version die unpassendsten Sprecher, die damals aufzufinden waren.

                                            Respekt. Auch 'ne Leistung.

                                            Wer verteilte diesmal eigentlich bei der Oscarverleihung die Pillen?

                                            2
                                            • 10

                                              Disneys erfolgreichster Zeichentrickfilm. Und wahrlich der König der Zeichentrickfilme.

                                              • 10

                                                Der wirklich einzige Film bei dem man sich auf jedes Lied freut ;)

                                                • 10

                                                  Super guter Film. Immerwied er schön zu sehen, und die musik macht das ganze perfekt. Muss man einfach gesehen haben.
                                                  Außer man kommt net damit klar das tiere reden können.

                                                  • 8

                                                    Für meinen Geschmack ein wenig zu viel Gesang, trotzdem ein sehr guter Film!