Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2
Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2 (2010), DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 29.04.2010
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von Irene Langemann,
Mit ihren achtzehn Jahren kann Irina Tschistjakowa auf eine zehn Jahre währende internationale Konzertkarriere zurück blicken. Irina war die Jüngste der vier Protagonisten des Films “Russlands Wunderkinder”, der bei der Berlinale 2000 seine Premiere feierte. Zehn Jahre später sind die kleinen Genies von damals Konkurrenten in knallharten Musikbetrieb. Sie erleben das Drama, das vielen Wunderkindern widerfährt: Als sie noch Kinder waren, konnten sie das Publikum in Erstaunen versetzen durch den Kontrast zwischen der zarten Erscheinung und dem frühreifen Können. Jetzt zählt vor allem die filigrane perfekte Leistung, Höchstpreise bei Wettbewerben, aber auch viel Glück. Sie möchten alle die Weltspitze erklimmen. Doch die Luft auf dem Pianistenolymp ist sehr dünn. Und Platz ist nur für eine Handvoll Tastenvirtuosen. Ähnlich wie Irina sind auch Nikita Mndoyants, 19, Dmitri Krutogolovy, 20, und Elena Kolesnitschenko, 26, der Musik treu geblieben. Zehntausende Stunden haben sie mit Üben am Klavier verbracht. Hat sich diese Schwerstarbeit gelohnt? Hat die kaum gelebte Kindheit Spuren in ihrer Psyche hinterlassen? Die Unbefangenheit der frühen Jahre und viele Illusionen sind inzwischen verflogen, die Konzertauftritte sind seltener geworden. Und es hat sich nicht nur ihre Körpergröße verändert. Die Welt der Klassik ist in dieser Zeit eine andere geworden. Von Konzertinterpreten erwartet man heutzutage, daß sie wie Popmusiker agieren und attraktiv wie Hollywoodstars sind. Wie kann man das alles neben körperlicher und räumlicher Präzision im Spiel unter einen Hut auf der Bühne bringen? Die Schmerzgrenzen, sowohl physischer als auch seelischer Art, sind im Beruf eines Konzertpianisten alltäglich und müssen immer wieder überwunden werden. Und es ist unglaublich schwierig etwas Neues, Eigenes, Erfrischendes dem Weltfundus an Pianoideen hinzuzufügen. “Die Konkurrenten” erzählt eine universelle Geschichte über Erfolg und Scheitern…
Mit ihren achtzehn Jahren kann Irina Tschistjakowa auf eine zehn Jahre währende internationale Konzertkarriere zurück blicken. Irina war die Jüngste der vier Protagonisten des Films “Russlands Wunderkinder”, der bei der Berlinale 2000 seine Premiere feierte. Zehn Jahre später sind die kleinen Genies von damals Konkurrenten in knallharten Musikbetrieb. Sie erleben das Drama, das vielen Wunderkindern widerfährt: Als sie noch Kinder waren, konnten sie das Publikum in Erstaunen versetzen durch den Kontrast zwischen der zarten Erscheinung und dem frühreifen Können. Jetzt zählt vor allem die filigrane perfekte Leistung, Höchstpreise bei Wettbewerben, aber auch viel Glück. Sie möchten alle die Weltspitze erklimmen. Doch die Luft auf dem Pianistenolymp ist sehr dünn. Und Platz ist nur für eine Handvoll Tastenvirtuosen. Ähnlich wie Irina sind auch Nikita Mndoyants, 19, Dmitri Krutogolovy, 20, und Elena Kolesnitschenko, 26, der Musik treu geblieben. Zehntausende Stunden haben sie mit Üben am Klavier verbracht. Hat sich diese Schwerstarbeit gelohnt? Hat die kaum gelebte Kindheit Spuren in ihrer Psyche hinterlassen? Die Unbefangenheit der frühen Jahre und viele Illusionen sind inzwischen verflogen, die Konzertauftritte sind seltener geworden. Und es hat sich nicht nur ihre Körpergröße verändert. Die Welt der Klassik ist in dieser Zeit eine andere geworden. Von Konzertinterpreten erwartet man heutzutage, daß sie wie Popmusiker agieren und attraktiv wie Hollywoodstars sind. Wie kann man das alles neben körperlicher und räumlicher Präzision im Spiel unter einen Hut auf der Bühne bringen? Die Schmerzgrenzen, sowohl physischer als auch seelischer Art, sind im Beruf eines Konzertpianisten alltäglich und müssen immer wieder überwunden werden. Und es ist unglaublich schwierig etwas Neues, Eigenes, Erfrischendes dem Weltfundus an Pianoideen hinzuzufügen. “Die Konkurrenten” erzählt eine universelle Geschichte über Erfolg und Scheitern in der durchkommerzialisierten Welt der klassischen Musik. Sehr nah an den vier Protagonisten, mit bewegenden Rückblenden aus dem Film “Russlands Wunderkinder”, entsteht eine menschliche Studie über das Erwachsenwerden unter den Zwängen eines fast unmenschlichen Konkurrenzkampfs. Auf eine dramatische und poetische Weise verwebt Irene Langemann in ihrem Film, für den sie mehrere Jahre in Russland, Westeuropa und Mexiko gedreht hat, Höhen und Tiefen aus dem Leben ihrer Protagonisten.
Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder II ist die Fortsetzung des Dokumentarfilms Die Konkurrenten und begleitet die vier Protagonisten auf ihrem Weg zu professionellen Musikern. Während der erste Teil die Musiker im Kindesalter zeigte, werden sie in der Fortsetzung als erwachsene Konkurrenten in der Welt der klassischen Musik gezeigt.
Der Bonus, den sie noch als Kinder hatten, als sie das Publikum durch ihr für ihr Alter untypisches Können in Erstaunen versetzen konnten, ist nun erloschen. Irina Tscistjakowa, 18, Nikita Mndoyants, 19, Dmitri Krutogolovy, 20, und Elena Kolesnitschenko, 26, müssen jetzt, zehn Jahre nachdem sie das erste Mal von Irene Langemann mit der Kamera begleitet wurden, perfekte Leistung bringen und sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Der Film zeigt die physischen und seelischen Anstrengungen, die die vier Musiker für ihren Traum auf sich nehmen müssen. Sie müssen mit der Zeit gehen und zehntausende Stunden am Klavier üben.
Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder II ist nicht nur ein Film über die harte und kommerzielle Welt der klassischen Musik, sondern auch eine Studie über das Erwachsenwerden. Der Fokus ist auf den vier Protagonisten und oft werden Szenen aus dem ersten Teil der Dokumentation eingeblendet, die die Höhen und Tiefen der Pianisten im Musikgeschäft veranschaulichen.
Weiterführende InformationenDie Konkurrenten – Russlands Wunderkinder II auf moviepilot
Die Konkurrenten auf film-zeit.de
Die Konkurrenten – Trailer auf film-zeit.de
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Cast & Crew
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Irene Langemann
Regie
Schauspieler
-
Irene Langemann
- Genre
- Kulturfilm, Dokumentarfilm
- Ort
- Russland
- Handlung
- Hochbegabt, Karriere, Klassische Musik, Klavier, Konkurrenz, Konzert, Konzertpianist, Musik, Musiker, Musikindustrie, Musikinstrument, Musikliebhaber, Musizieren, Pianist, Rivalen, Talent, Wunderkind
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Drehbuch
Filmdetails Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2
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Links zum Film Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2
- Die Konkurrenten: Offizielle Website (dt.)
- Die Konkurrenten: film-zeit.de

















Kritiken (3) — Film: Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2
Thomas Winker: fluter Thomas Winker: fluter
Kommentar löschenDie Moskauer Wunderkinder sind keine mehr, sondern nun angekommen im Alltag. Und der ist schwerer, als sie selbst erwartet haben. (...) Langemann dokumentiert das, die vielen Enttäuschungen und die Tränen, aber auch die seltener gewordenen Triumphe, mit viel Einfühlungsvermögen und einer geradezu stoischen Ruhe. Nie wird ihre Kamera aufdringlich, aber doch rückt sie nah heran an die kleinen Tragödien, an diese Menschen, denen die scheinbar vorgezeichnete Karriere ins Stocken, der einst so sicher geglaubte Lebensweg ins Trudeln geraten ist. Es ist eben nicht spektakulär, aber sehr eindringlich, wenn ein Märchen zu Grabe getragen wird.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschen"Die Konkurrenten - Russlands Wunderkinder 2" ist eine unbequeme, bewegende menschliche Studie. Schonungslos schaut Langemann hinter die Kulissen. Die Protagonisten reden ehrlich über ihre Enttäuschungen. Die berechtigte Anklage des Films gilt letztlich einem fast unmenschlichen, durch und durch kommerzialisierten Klassikbetrieb. Trotz scharfer Kritik versinkt der künstlerisch anspruchsvoll Film jedoch nicht in Schwermut. Neben all den Enttäuschungen, Niederlagen und Misserfolgen gibt es auch Hoffnungsschimmer. Irina begeistert das mexikanische Publikum mit Brahms’ erstem Klavierkonzert. Und Elena und Dmitri schaffen es dann und wann auch ohne einen Manager auf die Podien der großen Konzerthäuser.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschen„Die Konkurrenten“ ist nicht nur ein Film über vier junge Pianisten, die seit dem ersten Film viel erlebt und gelernt haben, sich von manchen Illusionen verabschiedet haben, sondern auch ein Film, der versucht, einen Einblick in das Geschäft mit der klassischen Musik zu geben. Es gelingt Langemann mit „Die Konkurrenten“ einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Klassikbetriebes zu werfen, in der vier völlig unterschiedliche Charaktere ihr Glück versuchen. Dass der Film nicht ganz die Geschlossenheit ihres herausragenden Moskau-Films „Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit“ erreicht, liegt in der Natur der Thematik. Die ist schlicht und ergreifend so umfassend, dass gerade angesichts von vier Protagonisten ein eher anekdotisches Ergebnis kaum zu vermeiden ist.
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