Der Film an sich ist eigentlich nichts Besonderes, zumindest aus heutiger Sicht.
Loben möchte ich aber die Musik von Simon & Garfunkel, denn ich bin überzeugt davon, dass die letzte Szene nur wegen "The Sound of Silence" in meinem Kopf bleiben wird.
"The Sound of Silence" kann in bestimmten Szenen wirklich den Unterschied machen. Gesehen hier in "Die Reifeprüfung", in meinen Augen allerdings in "Bobby" mit noch größerer Wirkung auf den Zuschauer.
Den erquickenden Genuss den die erste Hälfte einem mit seinen Dialogen und Situationen beschert kann der Film nicht durchgängig bieten. Dazu sind die Richtungswechsel der Charaktere zu abrupt, das Ende etwas zu konstruiert. Dennoch ist "Die Reifeprüfung" wohl seiner Zeit weit voraus gewesen und sollte auch seinem Alter entsprechend konsumiert werden. Simon & Garfunkels beigesteuerte Songs allerdings sind ein Traum. Damals wie heute.
Diese Frage stellt sich mir zwangsweise immer wieder, wenn ich "The Graduate" einlege, Szene um Szene genieße und mich hinterher stundenlang über das Dasein dieses Klassikers freue.
Aus einer auf den ersten Blick und für heutige Verhältnisse unspektakulärer und oberflächlicher Haupthandlung entpuppt sich für mich vor der ersten Sichtung unerwarteterweise ein zeitloses Meisterwerk mit so vielen Facetten, unvergesslichen Szenen, Kameraeinstellungen und Schnittechniken sowie Schauspielkunst zum Niederknien.
Filmtechnische Mittel, welche unter Anderem von Größen wie Alfred Hitchcock einige Jahre zuvor erschaffen beziehungsweise revolutioniert wurden, werden hier zum Teil im Minutentakt in Perfektion eingesetzt, sodass dadurch stellenweise gezielt auf Dialoge verzichtet werden kann. Die Reifeprüfung liefert einen einzigartigen Einblick in die zerrütteten, von Zwiespalt, Scham und von Unbehagen geprägten Seelen der wahnsinnig gut durchdachten Charaktäre - und das allein durch seine exzellente Fotografie. Unterstrichen wird dies von den grandiosen schauspielerischen Leistungen sämtlicher Personen, die zum Teil durch bloße Gesichtsausdrücke mehr als tausend Worte sprechen. Manch einem mag der Film dadurch streckenweise langatmig vorkommen, ich aber lehne mich mal ohne schlechtem Gewissen aus dem Fenster und nenne dies Filmkunst erster Güte.
Dementsprechend ist der Film gefüllt mit einer Vielzahl kleiner Details, deren Anzahl mit jeder weiteren Sichtung steigt und steigt. Ungeachtet dessen erweisen sich jegliche Dialogszenen als äußerst unterhaltsam, die Szene zu Beginn des Films als Benjamin Mrs. Robinson nach Hause bringt ist schlicht und einfach legendär.
Das Ende des Films ist unwahrscheinlich intensiv und lässt den Zuschauer mit einem und dem selben Gefühl zurück, welches der Protagonist seit Beginn des Filmes gehabt haben muss. Mike Nichols versteht es einfach, den Zuschauer ohne Zwang in die Gefühlswelt jeglicher Personen hineinzuversetzen, und das mit zum Teil einfachsten Mitteln.
Die musikalische Untermalung der Ausnahmekünstler Simon & Garfunkel passt wie die Faust auf's Auge, der "Sound of Silence" und die "Scarborough Fair" stechen hier besonders hervor. Das sind Hymnen, welche ohnehin zurecht Kultstatus genießen.
Ich tu' mich generell schwer mit Beziehungsdramen, bei dieser Tragikomödie stimmt jedoch einfach von vorne bis hinten alles - was dieses Werk zu einem einzigartigen Stück Filmgeschichte macht, ungeachtet dessen was er aufgrund seiner Thematik in der damaligen Zeit auslöste.
Da steckt wohl zu viel Endsechziger drin, eventuell auch zu wenig Endsechziger in mir, aber so ganz kann ich den Kultstatus nicht nachvollziehen. Sicher, manche Sequenzen sind die reinste Poesie und das ist es auch, was mich an dem Film anspricht. Aber bei allem Freigeist der Zeit, bei allem Kontrast, den die Geschichte aufzeigen möchte, sind doch manche Abläufe schlicht nicht glaubwürdig - und als Metaphern, zumindest ohne Berücksichtigung der damaligen Verhältnisse, sind sie nur sehr zäh zu dekodieren. Erschwerend kommt hinzu, dass das Schlussdrittel doch arg gehetzt wirkt.
Unterhaltungswert gestehe ich dem Film von Mike Nichols dennoch zu, sogar recht viel, aber als thematisch zeitlosen Klassiker würde ich "Die Reifeprüfung" nicht bezeichnen.
Ja nö sorry aber ziemlcih belanglos der Streifen. Wie so oft ist das Buch besser als der Film, da das Buch aber auch nicht grad toll ist war der Film für mich schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Dustin Hoffmann schaut immer gleich, als wär er voller Botox und mit nem Stock im Arsch.
"Die Reifeprüfung" galt vor über 40 Jahren noch als revolutionär und machte Dustin Hoffman über Nacht zum Star. Obwohl ich den Film nicht als Offenbarung ansehe (dazu wurde ich einfach ein paar Jahrzehnte zu spät geboren), fand ich den Film sehr gut gemacht. Er beinhaltet ein paar denkwürdige Szenen, die bis heute noch parodiert werden (etwa die Hochzeit gegen Ende des Films).
Der Cast fiel positiv auf, jedoch stechen nur die Hauptfiguren Benjamin Braddock, Mrs. Robinson und ihre Tochter Elaine aus der Masse hervor. Besonders Benjamin und Mrs. Robinson fand ich sehr gelungen, auch wenn ihr Techtelmechtel ziemlich unglaubwürdig wirkt. Ganz anders fand ich aber die Beziehung von Benjamin und Elaine - meiner Meinung nach geben sie ein glaubwürdiges Paar ab.
Zu Beginn des Films konnte mich die Filmmusik noch begeistern, doch spätestens nach dem fünften Mal "Scarborough Fair" wurde es mir zu eintönig. Versteht mich nicht falsch, die Lieder sind wirklich klasse, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre schön gewesen.
Die Hochzeits-Szene ist schlicht hinreissend. Davor gibt es meines Erachtens aber auch einige Längen, die in keinen Film gehören der den Ruf eines "absoluten Meisterwerks" hat.
Normalerweise eine 7.0, der halbe Bonuspunkt gebührt dem roten Alfa Spider, einfach ein Traumauto.
Sex zur Befreiung. Sex als Mittel gegen die elterliche Spießigkeit. Eine ganze Generation auf der Suche nach einem Sinn. Einem Zweck. Einer Bestimmung. Das Lebensgefühl einer ganzen Jugendgeneration manifestiert in einer Persönlichkeit. Perfekt gespielt. Der Bruch mit den Konventionen verbunden mit einem völlig neuen Umgang mit Sexualität, Ehe und Liebe. Der Ausbruch aus dem Spießbürgertum und die Angst vor der Zukunft. Zentrale Leitmotive. Perfekt in Szene gesetzt. Eine ganze Generation auf der Suche nach Antworten. Eine ganze Generation zwischen gesellschaftlichen Pflichten und Selbstbestimmung. Ein neues Lebensgefühl. Melancholisch untermalt von Simon & Garfunkel. Revolutionär. Eine frustrierte junge Generation. Eine Generation ohne Krieg, ohne Krise, ohne Sinn. Perspektivlosigkeit und Frustration sind die vorherrschenden Gefühlszustände. Überholte gesellschaftliche Konventionen und Moralvorstellungen treten in den Fokus und werden hinterfragt. Eingefahrene Rollenvorstellungen und konservativ-prüde Scheinheiligkeit definieren nicht weiter das Handeln. Der Ausbruch aus dem Vorstadtparadies als Metapher für den Wandel einer ganzen Gesellschaft. Sexualität als Provokation. Liebe als Option. Eine 102-minütige Metapher. Meisterhaft umgesetzt. Zeitlos.
"Hello darkness, my old friend.
I've come to talk with you again.
Because a vision softly creeping,
left it's seed, while I was sleeping,
And the vision, that was pkanted in my brain,
still remains...
Within the sound...
Of silence...!"
Nach dem ich "Rain Man" sah und dadurch ein sehr großer Dustin Hoffman Fan wurde, musste ich natürlich auch "The Graduate" (Die Reifeprüfung) sehen!
Dieser Film ist meiner Meinung nach wirklich wunderbar! Die Musik passt perfekt und Hoffman spielt sowieso alle an die Wand, dieser leicht verträume Blick die ganze Zeit... Zum dahinschmelzen! Und auch die Naivität seines Charakters... Sie ist einfach so super!
Dieser Film wird immer einen Platz in meinem Herzen haben!
Die Reifeprüfung ist ein schöne Komödie, mit einigen dramatischen Aspekten, die dank des guten Soundtracks ein tolles 60er Jahre Feeling versprüht. Dustin Hoffman und Anne Bancroft spielen gut zusammen und machen aus dem ersten zwei Dritteln des Films eine interessante Geschichte über eine Affäre zweier ungleicher Menschen, das letzte Drittel wird zu einer recht geradlinigen Lovestory, die locker leicht erzählt ist und daher trotz ihrer Simplizität irgendwie herzerwärmend ist. Somit ist Die Reifeprüfung ein schön erzählter Film, mit einem tollen Cast und vielen amüsanten Stellen. Ein Film zum immer wieder gucken.
Wieso ist "Die Reifeprüfung" eines der besten Love-Stories aller Zeiten ? Weil der Film den Zuschauer mitfühlen lässt !
Dafür braucht Nichols kein übertriebenes Tammtamm, kein Herumgeknutsche im Regen, kein "Wäääähhhh, ich liebe dich !"... Nein ! Er konzentriert sich einfach auf die Mimik seiner Protagonisten, insbesondere auf die seines Hauptprotagonisten (vielleicht die treibende Kraft des Films: Dustin Hoffman) und daran erkennt man die menschlichen Gefühle, was den Film stärker erscheinen lässt als manch eine Titanic-Heulerei.
Genau das lässt den Zuschauer mitfühlen - und diese Gefühle gleichen einer Achterbahnfahrt: Anfangs Heiterkeit, dann Unsicherheit, danach sogar Verzweiflung, aber am Ende bleiben vor allem zwei Dinge: stille Freude und der Sound of Silence.
Hello darkness, my old friend,
I've come to talk with you again...
Dustin Hoffmans filmische Reifeprüfung. Außer Frage, dass er diese mit Bravour gemeistert hat, denn das was er hier abliefert ist wirklich gut, auch wenn es einem schwerfallen kann, ihm mit damals Anfang 30 noch den 21jährigen schüchternen Jungen namens Benjamin Braddock abzunehmen. Ihm gegenüber steht Anne Bancroft als Mrs. Robinson: verführerisch, selbstsicher und erfahren und so das komplette Gegenstück zu Benjamin. Anne Bancroft spielt diese Dame so überzeugend, dass es wirklich unangenehm ist.
Warum genau sich Benjamin im weiteren Verlauf in Elaine verliebt, mag dem Zuschauer verständlich sein. Warum jedoch auch Elaine Interesse an Benjamin findet, den jungen Mann, der sie in einen Stripclub schleppt, einsilbig antwortet und mit ihrer Mutter kopuliert hatte, das bleibt mir irgendwie verborgen.
Aber das trübt das Filmvergnügen nur unbedeutend. Die Reifeprüfung ist ein unheimlich gefühlvoller, nachdenklicher, trauriger und schöner Film über den Weg sich selbst zu finden und zu erkennen, was man will. Ein Film, der ungemütlich werden kann, aber auch traumhaft. Das Ganze mag nicht unbedingt realistisch sein, aber vielleicht muss es das auch gar nicht, um zu vermitteln, was es bedeutet erwachsen zu werden, zu sich selbst zu finden und nur so sich auch anderen öffnen zu können.
Ob das jedoch alles so gut wäre ohne die Musik von Paul Simon und Art Garfunkel ist höchst fraglich. Aber zum Glück hat eben dieser Soundtrack in den Film gefunden, um die mal leichte und unbeschwerte, mal nachdenkliche und sorgenvolle Welt des Benjamin Braddock zu unterstützen, vielleicht sogar auch erst zu erzeugen. Diese Musik ist das wahre Highlight des Filmes.
And here's to you Mrs. Robinson
Jesus loves you more than you will know…
Dustin Hoffman treibt`s erst mit der Mutter, dann mit der Tochter.
Mal angenommen, ich würde mit meiner Nachbarin ins Hotelbett hüpfen und später mein Herz an ihre Tochter verlieren. Wäre das dann auch gleich Kult?
Für einige Enthusiasten des wilden Körperkontaktes bestimmt, für uns Normalos wohl
hoffentlich weniger. Warum ist das hier dann Kult?
Nur weil irgendeiner immerfort ein und dasselbe Liedchen trällert? Und das in Endlosschleife! Da steigt selbstverständlich die Stimmung.
Also, nein. Ehrlich, woran lag`s denn nun wirklich?
Vielleicht ja an Dustin Hoffman, der eigentlich einen klugen jungen Kopf darstellt, aber irgendwie intelligent mit Volltrottel verwechselt. Kann ja mal passieren. Nervt das? Natürlich nicht.
Aber was ist es denn jetzt? Der Sex, die Musik, der Trottel?
Liebe rote Fraktion, ich erwarte Antworten. Sonst sterbe ich noch dumm – und das wollen wir ja alle nicht ...
"Sie versuchen doch jetzt, mich zu verführen, nicht wahr?"
Der Film hat mich wirklich hin und hergerissen. Auf der einen Seite ist es verblüffend das ein so alter Film micht derart gut unterhalten hat. Was auf jeden Fall nicht jeder Film dieses Jahrgangs schafft. Doch auf der anderen Seite, war der Film auch recht klischeehaft, wo die erste Hälfte von "Die Reifeprüfung" noch sehr glaubhaft war, fiel der zweite Abschnitt in einen Pool voller Klischees. Ich jedenfalls würde keinen Partner nehmen der mich dauerhaft stalkt und verfolgt oder gar meinen Elternteil vögelt. Da wäre dann auch bei mir Schluss.
Aber alles in allem ist das ein richtig gelungener Streifen der Ende der 60er Jahre anlief, die Inszenierungen haben mich verblüfft und die musikalischen Unterstreichungen waren immer passend und haben verzaubert. Dustin Hoffman fande ich auch ziemlich stark, in diesem Alter habe ich ihn zum ersten Mal gesehen, in späteren Filmen war er meiner Meinung nach besser, aber hier hat er auch sehr überzeugen können.
Als Leckerbissen gab es Katharine Ross als Elaine, ihre Mutter war auch nicht schlecht aber sie hat wohl das perfekte, reiche, hübsche Mädchen verkörpert.
Das Ende fande ich, nicht so wie die meisten, eher unbefriedigend, man starrt da auf den TV und wartet das noch mehr passiert, klar es bleibt nun ein Spielraum für Interpretationen, aber verdammt nochmal ich hasse Filme ohne richtige Enden. Und dann auch noch ein großes Lob an Hollywood das sie, obwohl noch Stoff da gewesen ist, keinen 2ten Teil gemacht haben. Das wäre heutzutage wohl undenkbar.
Wahrscheinlich der optimistischste Film aller Zeiten. Jeder Optimist liebt das Ende, soll jetzt nicht heißen, dass du ein Pessimist bist, aber wie kann man das nicht lieben? :P
Ich hätte eher gehofft/erwartet das sie sich nun in den Armen liegen, aber (spoiler) die sitzen ja einfach nur da und obwohl sie immer wieder zu ihm schaut, zeigt er ihr auf einmal die kalte Schulter. Ja, da wünsche ich mir ein Klischeehaftes Ende :D
Ja ich habe damals eben nicht gelebt, aber das ändert trotzdem nichts dran das es mir nicht zu sehr gefallen hat, ist doch schön das es bei dir eben anders ist :)
fabel, die Erfüllung wars für mich auch nicht, aber er war mehr als gut :)
@Garfield: Aber die Warnung ist da! :D Hoffe du hast wirklich nicht weitergelesen, sonst lohnt sich das nämlich nicht wirklich.
@Mr.Film: Ich muss dich leider deiner Hoffnung berauben, Hollywood hat es heute nach 40 Jahre getan, die inoffiziele Fortsetzung heißt "Wo die Liebe hinfällt..." mit Costner und Aniston:)
Sorry^^
Die Affäre zwischen Ben und Mrs. Robinson finde ich ja noch ganz spannend und witzig. Aber würde ich mit einem Typ zusammensein wollen, der es vorher mit meiner Mutter gemacht hat? Nein!!! Elaine hat in meinen Augen ein angeknackstes Selbstwertgefühl und diese "Stalker"nummer von Ben ist mir doch etwas zu freaky. Schade, denn angefangen hat die Story ziemlich gut. Allerdings lassen die Gesichtsausdrücke von Ben und Elaine am Ende im Bus ja genug Spielraum für Interpretationen.
Eine Romanze, ich schau mir eine Romanze an? Ja, das tat ich und es gefiel mir ziemlich gut. Ein etwas anderer Film mit einer frischen Story und mit dem richtigen Soundtrack am richtigen Ort. "Die Reifeprüfung" lässt sich sehr angenehm anschauen und ist auch sehr lustig. Am Schluss vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber hier wird dem Zuschauer gezeigt, man soll wirklich kämpfen für das, was man liebt und dass es sich manchmal tatsächlich lohnt.
Viel hat man schon von diesem Film gehört, selbst wenn man ihn noch nicht gesehen hat. Umso überraschter war ich danach. "Die Reifeprüfung" ist weit weniger ernsthaft – ja teilweise fast schon albern – als ich ihn mir vorgestellt hatte. Von einer reinen Komödie zu sprechen, wäre aber ebenso falsch. Zwischendurch dachte ich, die Tragödie eines jungen Mannes zu sehen, der aus dem behüteten, zugleich ungemein fordernden Leben eines Spitzenschülers ausbrechen will und dabei dieses Leben komplett verliert. Der Film funktioniert also auf mehreren Ebenen, letztlich nimmt er sich aber weit weniger ernst, als es vereinzelte Passagen suggerieren. Nicht jede Wendung wirkt völlig glaubwürdig, aber das ist auch gar nicht nötig. "Die Reifeprüfung" macht nämlich einfach Spaß, nicht nur wegen dieser lockeren Vielschichtigkeit, sondern weil Mike Nichols ein tolles Gespür für die Inszenierung beweist. Der Soundtrack ist mindestens so legendär wie der Film selbst (mein Favorit: Scarborough Fair), und einige Einstellungen wirken für das Alter des Films fast avantgardistisch. Die Szenen sind oft sehr lang – nie langatmig! - und nehmen sich immer wieder Zeit, in die Psyche des Protagonisten, aber auch einfach in diesen damaligen Zeitgeist reinzufühlen. In jeder Hinsicht eine positive Überraschung für mich.
Der Film ist schon meisterlich: Hervorragende Schauspieler, fantastische Kameraarbeit und ein legendärer Soundtrack. Aber irgendwas ging mir auf die Nerven. Ein unbehagliches Gefühl, das ich die ganze Zeit über verspürte und was meinen Blick immer wieder in Richtung Uhr lenkte. Am Schluss war es dann doch endlich soweit: Ein halber Funken war bereit zu mir überzufliegen.
Klasse Film mit einem tollen Soundtrack (Simon and Garfunkel)... und am Schluss die doch sehr nachdenklich stimmende Szene im Bus. Ja, diesen Film sollte man zumindest einmal gesehen haben!
Die Reifeprüfung - Kritik
US 1967 Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 06.02.1968
Kritiken (1) — Film: Die Reifeprüfung
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie Inszenierung von Regisseur Mike Nichols verschmilzt mit der Musik von Simon and Garfunkel zu einem zeitlosen Meisterwerk.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (63) — Film: Die Reifeprüfung
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/01/03 22:24:20
Kommentar löschenDer Film an sich ist eigentlich nichts Besonderes, zumindest aus heutiger Sicht.
Loben möchte ich aber die Musik von Simon & Garfunkel, denn ich bin überzeugt davon, dass die letzte Szene nur wegen "The Sound of Silence" in meinem Kopf bleiben wird.
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Hellbilly 2012/01/14 11:39:35
Antwort löschen"The Sound of Silence" kann in bestimmten Szenen wirklich den Unterschied machen. Gesehen hier in "Die Reifeprüfung", in meinen Augen allerdings in "Bobby" mit noch größerer Wirkung auf den Zuschauer.
kamerakind 2011/11/26 23:11:11
Kommentar löschenDen erquickenden Genuss den die erste Hälfte einem mit seinen Dialogen und Situationen beschert kann der Film nicht durchgängig bieten. Dazu sind die Richtungswechsel der Charaktere zu abrupt, das Ende etwas zu konstruiert. Dennoch ist "Die Reifeprüfung" wohl seiner Zeit weit voraus gewesen und sollte auch seinem Alter entsprechend konsumiert werden. Simon & Garfunkels beigesteuerte Songs allerdings sind ein Traum. Damals wie heute.
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nilinat0r 2011/11/24 02:53:34
Kommentar löschen"Are you trying to seduce me, Mike Nichols?"
Diese Frage stellt sich mir zwangsweise immer wieder, wenn ich "The Graduate" einlege, Szene um Szene genieße und mich hinterher stundenlang über das Dasein dieses Klassikers freue.
Aus einer auf den ersten Blick und für heutige Verhältnisse unspektakulärer und oberflächlicher Haupthandlung entpuppt sich für mich vor der ersten Sichtung unerwarteterweise ein zeitloses Meisterwerk mit so vielen Facetten, unvergesslichen Szenen, Kameraeinstellungen und Schnittechniken sowie Schauspielkunst zum Niederknien.
Filmtechnische Mittel, welche unter Anderem von Größen wie Alfred Hitchcock einige Jahre zuvor erschaffen beziehungsweise revolutioniert wurden, werden hier zum Teil im Minutentakt in Perfektion eingesetzt, sodass dadurch stellenweise gezielt auf Dialoge verzichtet werden kann. Die Reifeprüfung liefert einen einzigartigen Einblick in die zerrütteten, von Zwiespalt, Scham und von Unbehagen geprägten Seelen der wahnsinnig gut durchdachten Charaktäre - und das allein durch seine exzellente Fotografie. Unterstrichen wird dies von den grandiosen schauspielerischen Leistungen sämtlicher Personen, die zum Teil durch bloße Gesichtsausdrücke mehr als tausend Worte sprechen. Manch einem mag der Film dadurch streckenweise langatmig vorkommen, ich aber lehne mich mal ohne schlechtem Gewissen aus dem Fenster und nenne dies Filmkunst erster Güte.
Dementsprechend ist der Film gefüllt mit einer Vielzahl kleiner Details, deren Anzahl mit jeder weiteren Sichtung steigt und steigt. Ungeachtet dessen erweisen sich jegliche Dialogszenen als äußerst unterhaltsam, die Szene zu Beginn des Films als Benjamin Mrs. Robinson nach Hause bringt ist schlicht und einfach legendär.
Das Ende des Films ist unwahrscheinlich intensiv und lässt den Zuschauer mit einem und dem selben Gefühl zurück, welches der Protagonist seit Beginn des Filmes gehabt haben muss. Mike Nichols versteht es einfach, den Zuschauer ohne Zwang in die Gefühlswelt jeglicher Personen hineinzuversetzen, und das mit zum Teil einfachsten Mitteln.
Die musikalische Untermalung der Ausnahmekünstler Simon & Garfunkel passt wie die Faust auf's Auge, der "Sound of Silence" und die "Scarborough Fair" stechen hier besonders hervor. Das sind Hymnen, welche ohnehin zurecht Kultstatus genießen.
Ich tu' mich generell schwer mit Beziehungsdramen, bei dieser Tragikomödie stimmt jedoch einfach von vorne bis hinten alles - was dieses Werk zu einem einzigartigen Stück Filmgeschichte macht, ungeachtet dessen was er aufgrund seiner Thematik in der damaligen Zeit auslöste.
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guggenheim 2011/11/02 23:04:04
Kommentar löschenDa steckt wohl zu viel Endsechziger drin, eventuell auch zu wenig Endsechziger in mir, aber so ganz kann ich den Kultstatus nicht nachvollziehen. Sicher, manche Sequenzen sind die reinste Poesie und das ist es auch, was mich an dem Film anspricht. Aber bei allem Freigeist der Zeit, bei allem Kontrast, den die Geschichte aufzeigen möchte, sind doch manche Abläufe schlicht nicht glaubwürdig - und als Metaphern, zumindest ohne Berücksichtigung der damaligen Verhältnisse, sind sie nur sehr zäh zu dekodieren. Erschwerend kommt hinzu, dass das Schlussdrittel doch arg gehetzt wirkt.
Unterhaltungswert gestehe ich dem Film von Mike Nichols dennoch zu, sogar recht viel, aber als thematisch zeitlosen Klassiker würde ich "Die Reifeprüfung" nicht bezeichnen.
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derschokobaer 2011/10/23 01:42:47
Kommentar löschenJa nö sorry aber ziemlcih belanglos der Streifen. Wie so oft ist das Buch besser als der Film, da das Buch aber auch nicht grad toll ist war der Film für mich schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Dustin Hoffmann schaut immer gleich, als wär er voller Botox und mit nem Stock im Arsch.
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Prechtl 2011/10/14 01:37:27
Kommentar löschen"Die Reifeprüfung" galt vor über 40 Jahren noch als revolutionär und machte Dustin Hoffman über Nacht zum Star. Obwohl ich den Film nicht als Offenbarung ansehe (dazu wurde ich einfach ein paar Jahrzehnte zu spät geboren), fand ich den Film sehr gut gemacht. Er beinhaltet ein paar denkwürdige Szenen, die bis heute noch parodiert werden (etwa die Hochzeit gegen Ende des Films).
Der Cast fiel positiv auf, jedoch stechen nur die Hauptfiguren Benjamin Braddock, Mrs. Robinson und ihre Tochter Elaine aus der Masse hervor. Besonders Benjamin und Mrs. Robinson fand ich sehr gelungen, auch wenn ihr Techtelmechtel ziemlich unglaubwürdig wirkt. Ganz anders fand ich aber die Beziehung von Benjamin und Elaine - meiner Meinung nach geben sie ein glaubwürdiges Paar ab.
Zu Beginn des Films konnte mich die Filmmusik noch begeistern, doch spätestens nach dem fünften Mal "Scarborough Fair" wurde es mir zu eintönig. Versteht mich nicht falsch, die Lieder sind wirklich klasse, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre schön gewesen.
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fohlenfan 2011/09/22 09:43:25
Kommentar löschenEin unterhaltsamer Film mit guten Darstellern. Am Ende der kurzweiligen Zeit blieb dennoch die Frage: "Was sollte das jetzt?".
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cannibal83 2011/09/17 19:47:20
Kommentar löschenDie Hochzeits-Szene ist schlicht hinreissend. Davor gibt es meines Erachtens aber auch einige Längen, die in keinen Film gehören der den Ruf eines "absoluten Meisterwerks" hat.
Normalerweise eine 7.0, der halbe Bonuspunkt gebührt dem roten Alfa Spider, einfach ein Traumauto.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
_Garfield 2011/08/28 17:32:56
Kommentar löschenSex zur Befreiung. Sex als Mittel gegen die elterliche Spießigkeit. Eine ganze Generation auf der Suche nach einem Sinn. Einem Zweck. Einer Bestimmung. Das Lebensgefühl einer ganzen Jugendgeneration manifestiert in einer Persönlichkeit. Perfekt gespielt. Der Bruch mit den Konventionen verbunden mit einem völlig neuen Umgang mit Sexualität, Ehe und Liebe. Der Ausbruch aus dem Spießbürgertum und die Angst vor der Zukunft. Zentrale Leitmotive. Perfekt in Szene gesetzt. Eine ganze Generation auf der Suche nach Antworten. Eine ganze Generation zwischen gesellschaftlichen Pflichten und Selbstbestimmung. Ein neues Lebensgefühl. Melancholisch untermalt von Simon & Garfunkel. Revolutionär. Eine frustrierte junge Generation. Eine Generation ohne Krieg, ohne Krise, ohne Sinn. Perspektivlosigkeit und Frustration sind die vorherrschenden Gefühlszustände. Überholte gesellschaftliche Konventionen und Moralvorstellungen treten in den Fokus und werden hinterfragt. Eingefahrene Rollenvorstellungen und konservativ-prüde Scheinheiligkeit definieren nicht weiter das Handeln. Der Ausbruch aus dem Vorstadtparadies als Metapher für den Wandel einer ganzen Gesellschaft. Sexualität als Provokation. Liebe als Option. Eine 102-minütige Metapher. Meisterhaft umgesetzt. Zeitlos.
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Anne Franke 2011/08/18 14:01:16
Kommentar löschen"Hello darkness, my old friend.
I've come to talk with you again.
Because a vision softly creeping,
left it's seed, while I was sleeping,
And the vision, that was pkanted in my brain,
still remains...
Within the sound...
Of silence...!"
Nach dem ich "Rain Man" sah und dadurch ein sehr großer Dustin Hoffman Fan wurde, musste ich natürlich auch "The Graduate" (Die Reifeprüfung) sehen!
Dieser Film ist meiner Meinung nach wirklich wunderbar! Die Musik passt perfekt und Hoffman spielt sowieso alle an die Wand, dieser leicht verträume Blick die ganze Zeit... Zum dahinschmelzen! Und auch die Naivität seines Charakters... Sie ist einfach so super!
Dieser Film wird immer einen Platz in meinem Herzen haben!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ash-williams 2011/08/15 09:27:39
Kommentar löschenDie Reifeprüfung ist ein schöne Komödie, mit einigen dramatischen Aspekten, die dank des guten Soundtracks ein tolles 60er Jahre Feeling versprüht. Dustin Hoffman und Anne Bancroft spielen gut zusammen und machen aus dem ersten zwei Dritteln des Films eine interessante Geschichte über eine Affäre zweier ungleicher Menschen, das letzte Drittel wird zu einer recht geradlinigen Lovestory, die locker leicht erzählt ist und daher trotz ihrer Simplizität irgendwie herzerwärmend ist. Somit ist Die Reifeprüfung ein schön erzählter Film, mit einem tollen Cast und vielen amüsanten Stellen. Ein Film zum immer wieder gucken.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jack_Torrance 2011/08/09 16:57:06
Kommentar löschenWieso ist "Die Reifeprüfung" eines der besten Love-Stories aller Zeiten ? Weil der Film den Zuschauer mitfühlen lässt !
Dafür braucht Nichols kein übertriebenes Tammtamm, kein Herumgeknutsche im Regen, kein "Wäääähhhh, ich liebe dich !"... Nein ! Er konzentriert sich einfach auf die Mimik seiner Protagonisten, insbesondere auf die seines Hauptprotagonisten (vielleicht die treibende Kraft des Films: Dustin Hoffman) und daran erkennt man die menschlichen Gefühle, was den Film stärker erscheinen lässt als manch eine Titanic-Heulerei.
Genau das lässt den Zuschauer mitfühlen - und diese Gefühle gleichen einer Achterbahnfahrt: Anfangs Heiterkeit, dann Unsicherheit, danach sogar Verzweiflung, aber am Ende bleiben vor allem zwei Dinge: stille Freude und der Sound of Silence.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kronenhummer 2011/08/08 21:02:38
Kommentar löschenHello darkness, my old friend,
I've come to talk with you again...
Dustin Hoffmans filmische Reifeprüfung. Außer Frage, dass er diese mit Bravour gemeistert hat, denn das was er hier abliefert ist wirklich gut, auch wenn es einem schwerfallen kann, ihm mit damals Anfang 30 noch den 21jährigen schüchternen Jungen namens Benjamin Braddock abzunehmen. Ihm gegenüber steht Anne Bancroft als Mrs. Robinson: verführerisch, selbstsicher und erfahren und so das komplette Gegenstück zu Benjamin. Anne Bancroft spielt diese Dame so überzeugend, dass es wirklich unangenehm ist.
Warum genau sich Benjamin im weiteren Verlauf in Elaine verliebt, mag dem Zuschauer verständlich sein. Warum jedoch auch Elaine Interesse an Benjamin findet, den jungen Mann, der sie in einen Stripclub schleppt, einsilbig antwortet und mit ihrer Mutter kopuliert hatte, das bleibt mir irgendwie verborgen.
Aber das trübt das Filmvergnügen nur unbedeutend. Die Reifeprüfung ist ein unheimlich gefühlvoller, nachdenklicher, trauriger und schöner Film über den Weg sich selbst zu finden und zu erkennen, was man will. Ein Film, der ungemütlich werden kann, aber auch traumhaft. Das Ganze mag nicht unbedingt realistisch sein, aber vielleicht muss es das auch gar nicht, um zu vermitteln, was es bedeutet erwachsen zu werden, zu sich selbst zu finden und nur so sich auch anderen öffnen zu können.
Ob das jedoch alles so gut wäre ohne die Musik von Paul Simon und Art Garfunkel ist höchst fraglich. Aber zum Glück hat eben dieser Soundtrack in den Film gefunden, um die mal leichte und unbeschwerte, mal nachdenkliche und sorgenvolle Welt des Benjamin Braddock zu unterstützen, vielleicht sogar auch erst zu erzeugen. Diese Musik ist das wahre Highlight des Filmes.
And here's to you Mrs. Robinson
Jesus loves you more than you will know…
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fabel 2011/08/08 20:24:58
Kommentar löschenman ist umgeben von Roten ...(© Hitmanski)
Dustin Hoffman treibt`s erst mit der Mutter, dann mit der Tochter.
Mal angenommen, ich würde mit meiner Nachbarin ins Hotelbett hüpfen und später mein Herz an ihre Tochter verlieren. Wäre das dann auch gleich Kult?
Für einige Enthusiasten des wilden Körperkontaktes bestimmt, für uns Normalos wohl
hoffentlich weniger. Warum ist das hier dann Kult?
Nur weil irgendeiner immerfort ein und dasselbe Liedchen trällert? Und das in Endlosschleife! Da steigt selbstverständlich die Stimmung.
Also, nein. Ehrlich, woran lag`s denn nun wirklich?
Vielleicht ja an Dustin Hoffman, der eigentlich einen klugen jungen Kopf darstellt, aber irgendwie intelligent mit Volltrottel verwechselt. Kann ja mal passieren. Nervt das? Natürlich nicht.
Aber was ist es denn jetzt? Der Sex, die Musik, der Trottel?
Liebe rote Fraktion, ich erwarte Antworten. Sonst sterbe ich noch dumm – und das wollen wir ja alle nicht ...
Pat, du bist nicht allein!
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
philopee 2011/08/09 00:44:10
Antwort löschenHey, wo zum Dreizack hast du das Copyright-Zeichen her?
Alt+was?
fabel 2011/08/09 00:46:15
Antwort löschenAlt+1069, glaub ich :D
patcharisma 2011/08/09 01:08:32
Antwort löschenIch find das auch so ungemein überschätzt: Du bist nicht allein! ;-)
fabel 2011/08/09 14:18:54
Antwort löschenDu weißt gar nicht, wie gut das tut.:)
Alle 6 Antworten zeigen
der cineast 2011/08/11 13:17:06
Antwort löschenVoll die Gayboyz! Kann ich mit unter die Decke? <3
mikkean 2011/08/14 16:31:15
Antwort löschenBei dem Review kannst du ja nur frohsein, dass niemand nach der Idee in "The Player" wirklich eine Fortsetzung gedreht hat, was? ;-)
Mr.Film 2011/08/08 10:30:31
Kommentar löschen"Sie versuchen doch jetzt, mich zu verführen, nicht wahr?"
Der Film hat mich wirklich hin und hergerissen. Auf der einen Seite ist es verblüffend das ein so alter Film micht derart gut unterhalten hat. Was auf jeden Fall nicht jeder Film dieses Jahrgangs schafft. Doch auf der anderen Seite, war der Film auch recht klischeehaft, wo die erste Hälfte von "Die Reifeprüfung" noch sehr glaubhaft war, fiel der zweite Abschnitt in einen Pool voller Klischees. Ich jedenfalls würde keinen Partner nehmen der mich dauerhaft stalkt und verfolgt oder gar meinen Elternteil vögelt. Da wäre dann auch bei mir Schluss.
Aber alles in allem ist das ein richtig gelungener Streifen der Ende der 60er Jahre anlief, die Inszenierungen haben mich verblüfft und die musikalischen Unterstreichungen waren immer passend und haben verzaubert. Dustin Hoffman fande ich auch ziemlich stark, in diesem Alter habe ich ihn zum ersten Mal gesehen, in späteren Filmen war er meiner Meinung nach besser, aber hier hat er auch sehr überzeugen können.
Als Leckerbissen gab es Katharine Ross als Elaine, ihre Mutter war auch nicht schlecht aber sie hat wohl das perfekte, reiche, hübsche Mädchen verkörpert.
Das Ende fande ich, nicht so wie die meisten, eher unbefriedigend, man starrt da auf den TV und wartet das noch mehr passiert, klar es bleibt nun ein Spielraum für Interpretationen, aber verdammt nochmal ich hasse Filme ohne richtige Enden. Und dann auch noch ein großes Lob an Hollywood das sie, obwohl noch Stoff da gewesen ist, keinen 2ten Teil gemacht haben. Das wäre heutzutage wohl undenkbar.
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Oceanic6 2011/08/08 11:07:52
Antwort löschenWahrscheinlich der optimistischste Film aller Zeiten. Jeder Optimist liebt das Ende, soll jetzt nicht heißen, dass du ein Pessimist bist, aber wie kann man das nicht lieben? :P
Mr.Film 2011/08/08 11:13:45
Antwort löschenIch hätte eher gehofft/erwartet das sie sich nun in den Armen liegen, aber (spoiler) die sitzen ja einfach nur da und obwohl sie immer wieder zu ihm schaut, zeigt er ihr auf einmal die kalte Schulter. Ja, da wünsche ich mir ein Klischeehaftes Ende :D
Oceanic6 2011/08/08 11:21:59
Antwort löschenIch glaube, du solltest den Film erstens im Kontext der damaligen Zeit und zweitens in Original nochmals schauen. ;)
Mr.Film 2011/08/08 11:23:46
Antwort löschenJa ich habe damals eben nicht gelebt, aber das ändert trotzdem nichts dran das es mir nicht zu sehr gefallen hat, ist doch schön das es bei dir eben anders ist :)
fabel 2011/08/08 13:49:23
Antwort löschenWieso mag diesen Film bloß JEDER? -.-
_Garfield 2011/08/08 15:02:56
Antwort löschenMr.Film, deine Spoilerwarnung kam wirklich sehr plötzlich, bin gerade so drum herum gekommen, das war knapp..:D
Mr.Film 2011/08/08 15:10:16
Antwort löschenfabel, die Erfüllung wars für mich auch nicht, aber er war mehr als gut :)
@Garfield: Aber die Warnung ist da! :D Hoffe du hast wirklich nicht weitergelesen, sonst lohnt sich das nämlich nicht wirklich.
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hoffman587 2011/08/10 22:45:24
Antwort löschen@Mr.Film: Ich muss dich leider deiner Hoffnung berauben, Hollywood hat es heute nach 40 Jahre getan, die inoffiziele Fortsetzung heißt "Wo die Liebe hinfällt..." mit Costner und Aniston:)
Sorry^^
Mr.Film 2011/08/11 09:49:02
Antwort löschenSo typisch :P
Virgil 2011/08/08 09:53:26
Kommentar löschenDie Affäre zwischen Ben und Mrs. Robinson finde ich ja noch ganz spannend und witzig. Aber würde ich mit einem Typ zusammensein wollen, der es vorher mit meiner Mutter gemacht hat? Nein!!! Elaine hat in meinen Augen ein angeknackstes Selbstwertgefühl und diese "Stalker"nummer von Ben ist mir doch etwas zu freaky. Schade, denn angefangen hat die Story ziemlich gut. Allerdings lassen die Gesichtsausdrücke von Ben und Elaine am Ende im Bus ja genug Spielraum für Interpretationen.
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WaaayneTrain 2011/08/08 09:31:02
Kommentar löschenEine Romanze, ich schau mir eine Romanze an? Ja, das tat ich und es gefiel mir ziemlich gut. Ein etwas anderer Film mit einer frischen Story und mit dem richtigen Soundtrack am richtigen Ort. "Die Reifeprüfung" lässt sich sehr angenehm anschauen und ist auch sehr lustig. Am Schluss vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber hier wird dem Zuschauer gezeigt, man soll wirklich kämpfen für das, was man liebt und dass es sich manchmal tatsächlich lohnt.
7.5
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brainchild 2011/08/08 00:59:15
Kommentar löschenViel hat man schon von diesem Film gehört, selbst wenn man ihn noch nicht gesehen hat. Umso überraschter war ich danach. "Die Reifeprüfung" ist weit weniger ernsthaft – ja teilweise fast schon albern – als ich ihn mir vorgestellt hatte. Von einer reinen Komödie zu sprechen, wäre aber ebenso falsch. Zwischendurch dachte ich, die Tragödie eines jungen Mannes zu sehen, der aus dem behüteten, zugleich ungemein fordernden Leben eines Spitzenschülers ausbrechen will und dabei dieses Leben komplett verliert. Der Film funktioniert also auf mehreren Ebenen, letztlich nimmt er sich aber weit weniger ernst, als es vereinzelte Passagen suggerieren. Nicht jede Wendung wirkt völlig glaubwürdig, aber das ist auch gar nicht nötig. "Die Reifeprüfung" macht nämlich einfach Spaß, nicht nur wegen dieser lockeren Vielschichtigkeit, sondern weil Mike Nichols ein tolles Gespür für die Inszenierung beweist. Der Soundtrack ist mindestens so legendär wie der Film selbst (mein Favorit: Scarborough Fair), und einige Einstellungen wirken für das Alter des Films fast avantgardistisch. Die Szenen sind oft sehr lang – nie langatmig! - und nehmen sich immer wieder Zeit, in die Psyche des Protagonisten, aber auch einfach in diesen damaligen Zeitgeist reinzufühlen. In jeder Hinsicht eine positive Überraschung für mich.
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marcowski 2011/08/07 22:25:24
Kommentar löschenDer Film ist schon meisterlich: Hervorragende Schauspieler, fantastische Kameraarbeit und ein legendärer Soundtrack. Aber irgendwas ging mir auf die Nerven. Ein unbehagliches Gefühl, das ich die ganze Zeit über verspürte und was meinen Blick immer wieder in Richtung Uhr lenkte. Am Schluss war es dann doch endlich soweit: Ein halber Funken war bereit zu mir überzufliegen.
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dantesque 2011/08/07 22:01:50
Kommentar löschenKlasse Film mit einem tollen Soundtrack (Simon and Garfunkel)... und am Schluss die doch sehr nachdenklich stimmende Szene im Bus. Ja, diesen Film sollte man zumindest einmal gesehen haben!
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