Die Vampirschwestern - Kritik

DE 2012 Laufzeit 97 Minuten, FSK 0, Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm, Komödie, Kinostart 27.12.2012

  • 5

    »SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«

    #03 (Staffel – 2)
    C... Culture-Clash

    Dass man „Die Vampirschwestern“ im Erwachsenenstadium mit anderen Augen sieht, als es noch die eigentliche Zielgruppe tut, für die der Film an und für sich produziert wurde, ist keine Überraschung. Allerdings ist es auch überheblich, den Film nur einer bestimmten Altersklasse anzuheften, funktioniert ein wirklich gelungener Film doch immer losgelöst von allen Einschränkungen und Zuschreibungen. Für ein 11-jähriges Mädchen mag „Die Vampirschwestern“ daher durchaus ein Geschenk sein, für alle anderen verbirgt sich in Wolfgang Groos Romanadaption überdies aber mindestens ein sympathisches, familientaugliches Coming-of-Age-Vergnügen, welches seinen folkloristischen Vampirismus als phantasievollen Anhang einer Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und eben auch dem bitteren Gefühl von Ausgeschlossensein kredenzt. Wirklich ernste Töne schlägt „Die Vampirschwestern“ allerdings nie an, stattdessen baut das Culture-Clash-Abenteuer auf Albernheiten, die das (grundsätzliche) Gruselpotenzial der Geschichte bis in die Unkenntlichkeit komprimieren. Im Epizentrum herrscht das monolithische Band zweier Schwestern und Halbvampire, die den Tod, mehr aber noch das Leben miteinander bestreiten und sich als Migrantinnen vor allem eine Aufgabe vom Drehbuch zugesprochen bekommen: Sich für ein multikulturelles Miteinander einsetzen – Sowohl zwischen den Menschen, als auch im Inneren ihrer selbst.

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    • 6
      lieber_tee 11.08.2015, 13:32 Geändert 11.08.2015, 16:18

      »SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«
      #03 (Staffel – 2)
      C...
      Die Culture-Clash-Komödie thematisiert auf humorvolle Art und Weise den Zusammenprall verschiedener Kulturen, indem sie Länderspezifische Vorurteile und Klischees offenbart und diskutiert, um ein friedvolles Zusammenleben wirbt. Der Grad dabei Ressentiment zu bestätigen bis hin unverhohlen rassistisch zu sein kann allerdings schmal sein.
      „Das Ihr nicht normal seid, ist so etwas von klar!“
      „Die Vampirschwestern“ ist eine typisch deutsche Kinderbuchverfilmung, die Mädchenzielgruppenfixiert leicht unterfordernde Unterhaltung anbiedert. Die Blutsauger-Stereotypen werden nicht als Horrormotiv genutzt sondern sind die ironische Basis für einen freundschaftlichen Inklusionsfilm, der das Andersartige, das Kindliche, das Fremde was nicht in den unseren bürgerlichen Alltag passt, integrieren möchte. So trifft die anpassungsfähige Vampirfamilie auf typisch deutsch-spießige Befindlichkeiten mit provinziellen Vorgärten. Der biedermeierliche Mief offenbart sich, mit all den strengen Regeln, die in ihrer Korrektheit besonders nach Autonomie strebende Kinder nerven. Junge Mädchen bekommen hier viel Material sich mit ihrer rebellischen Phase zu identifizieren, finden ihre eigenen Höhen und Tiefen im Stress mit Gleichaltrigen und Ausgewachsene wieder. Das wird sympathisch schwungvoll, mit viel infantilem Witz erzählt, holt die Mädels da ab wo sie gerade stehen und nervt lediglich in seiner vorgefertigten Vorhersagbarkeit und kalauernder Ausgeflipptheit der Erwachsenendarstellung.
      Meine 10 Jährige Tochter feilt seit der Sichtung des Films ständig ihre Eckzähne, spricht nur noch Vampvanisch mit mir und findet Vampire so cool, dass sie jetzt nur noch mit Sonnenbrille in die Schule geht.
      Anmerkung: Sorry für das hochgestochene Gelaber zu einem Kinderfilmchen, das einfach "nur" herzlich-albern-doof ist und Spaß macht.
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      14
      • 3 .5

        Am Anfang dachte ich gleich:Typisch deutsche Produktion! Die Schauspieler und die Effekte grenzen an eine Beleidigung. Denkt der Film etwa, man könnte getrost auf Budget verzichten und beispielsweise die Flugszene sowas von abgespeckt darstellen? Zumindest die wenigen Szenen in der Schule konnten noch ein wenig etwas herhalten.
        Fazit:Selbst für die Zielgruppe (6-12 Jährige) gibt es deutlich bessere Produktionen!

        • 6

          Eine Literaturadaption, die Spaß macht und ganz unkonventionelle Helden vorstellt, unterhaltsam und humorvoll. [Katrin Hoffmann]

          • 1

            Dass es typisch deutsche Komödienelemente hatte konnte ich noch übersehen. Ich wollte ja schließlich etwas Schlechtes sehen, als ich es begann. Die miserablen Schauspieler und der absichtlich "coole" Umgangston ("übelst", "geil") und völlig hanebüchene Quatsch, dass niemandem die verlängerten Eckzähne auffallen waren auch noch Standard in dieser Filmklasse.
            Dass Kessler dabei ist, konnte ich auch noch ertragen, obwohl ich den Kerl echt auf den Tod hasse.
            Aber dieser verdammte Fantasiesprache. Gefühlt jeden 2 Satz einfach kein Wort verstanden. Und dabei so unkreative Rentnerneologismen, d.h. dieser Mist klang wie das, was sich ein 80-jähriger ausdenken würde, für den Pokemon, Harry Potter und Star Wars exakt das gleiche sind.

            Weckte eindeutig Aggressionen der Film.

            1
            • 6

              Na ja, war ganz o.k. Halt ein Kinderfilm für ein jüngeres Publikum. Habe ihn mir trotzdem mal angeschaut. Einziger Lichtblick war Michael Kessler in seiner Rolle, als Vampirjäger Dirk van Kombast.

              • 5

                Eine seitenlange Rezension ist dieser Film nun nicht wert. Im Rahmen seines sein wollens macht er nicht wirklich etwas falsch, und so trifft "Der kleine Vampir für Mädchen" schon recht gut ins Schwarze. In Puncto Albernheit hätte man ihm aber doch noch den einen oder anderen Reißzahn ziehen dürfen. Ob es nur mir so ging, dass dieser überdimensionierte Blutegel(?) in seiner ersten Einstellung nach einem extrem genoppten Dildo aussah? Hat bei mir zumindest einen irritierten Lacher ausgelöst. Nichts für ungut. *gg*

                Der Film ist nicht schlecht, und erfüllt das, was man erwarten darf. Die Geschichte und ihre Wendungen stehen nicht im Verdacht, sonderlich überraschend zu sein, aber gemessen am Zielpublikum ist das in Ordnung. Wenn man von Zombiehorden, US-Teeny-Sexploitation und explosiven CGI-Orgien mal die Nase voll hat, und sich seicht unterhalten lassen will, kann man selbst als Erwachsener die Vampirschwestern an einem verregneten Sonntagnachmittag einschalten. Vielleicht ist ja die Fortsetzung auch etwas weniger albern. Ich frag mich nur, obs diesen genoppten Grinsedildo auch als Merchendise gibt ... *räusper* ;p

                1
                • 10

                  Das ist der Schandfleck meiner Lieblingsfilmliste.
                  Aber da das ganze hier anonym ist kann ich mir das leisten ohne öffentlich geächtet zu werden (oder?).
                  Furzwitze, nervige erfundene Sprache (Fums, noch eins!!) und untalentierte Schauspieler (lassen wir die Klischees mal weg, denn die werden beim deutschen Film ja vorrausgesetzt).
                  Tja was macht den Film besonders?
                  Nichts. Er ist nicht besonders, eigntlich ist er scheiße. Seht ihn euch am Besten nicht an. Weil er einfach nur schlecht ist.

                  Aber ich liebe ihn, denn genau DIESER Film ist das Paradebeispiel für einen Film über den man sich lustig machen kann! Und solche Filme braucht die Welt! (oder auch nicht.)
                  Ich kann nicht aufhören zu lachen und den zweiten guck ich im Kino mit meinen Freunden, denn wir zusammen sind die vampirolaktischsten Film-verarscher im ganzen Universum und dieser Film ist der mit Abstand witzigste, lächerlichste Film aller Zeiten. <3

                  Danke, danke, kein Applaus, kein Applaus... beruhigen sie sich!

                  8
                  • 9

                    Noch so ein Film, der auf dem Vampirtrend mitschwimmt. Dachte ich. Nur dass die Vampirschwestern mit Humor, Originalität und schicker Musik aufwarten. Völlig unerwartet von einem deutschen Film. Wenn hier auch die Regel gilt. dass das Buch besser ist als der Film, dann ist das auf jeden Fall lesenswert. Dann zücke ich wohl schon mal meinen Reader ...

                    • 6 .5

                      Der Film basiert auf der gleichnamigen, bekannten Buchreihe von Franziska Gehm und war wohl auch deshalb in den Kinos recht erfolgreich; aber in der Tat hat man es hier mit einer leichtfüßigen, vielleicht ein wenig albernen und wenig überraschenden Kinderkomödie zu tun.

                      • Ich muss zugeben ich wurde von meine kleine schwester reingehzwungen :D
                        aber ich fand am ende den film richtig cool unbd lustig :)
                        kleine nachmache von den "Twilight Saga" aber ohne romanze und Glizerne haut ^^

                        • 5

                          10. Kinofilm gesehen, 190 to go ( http://qatthemovies.com/ )
                          Recht netter deutscher Film für Kinder der das Rad nicht neu erfindet aber für die Altersgruppe sicher ein schönes Vergnügen ist. Ich hätte ihm vielleicht noch 0,5 Punkte oder mit vieeel Augen zudrücken einen Punkt mehr gegeben aber am Ende fährt der Film 3,4 Furtzwitze auf. Ich hasse Furtzwitze. :D

                          3
                          • 7 .5

                            Ich hatte ja ursprünglich gedacht das der Hobbit mein letzter Kinobesuch für 2012 gewesen sein dürfte doch dann hat mich mein Faible für alles was mit Vampiren zutun hat am 29 ten doch nocheinmal ins Kino gezogen. Aber bedauern kann ich es nich denn der Film ist wirklich nicht schlecht und wie schon so oft weckt ein Film bei mir nun das Interesse an einer Buchreihe die an mir bisher komplett vorübergegangen war.

                            • 10

                              Wir waren heute mit der ganzen Familie (Kinder 8 -14) im Kino, allen hat er sehr gut gefallen, auch mir und meinem Mann - ein schöner, kurzweiliger und witziger Film, besser als so mancher "Erwachsenenfilm.

                              • 8 .5

                                Achtung, da kommen Vampire. Dieses Pack!

                                Bei deutschen Filmen muss man ja Vorsicht walten lassen. Bei diesem sicher nicht. Mit Witz, Spaß und Spannung kommen die Schwestern daher und das wirklich gut.
                                Die Handlung ist vom Regisseur wirklich gelungen erzählt und der Film bringt auch was rüber.
                                Zwei Schwester, unterschiedlicher können sie ja kaum sein, haben doch etwas gemeinsam, sie beide sind Halbvampire. Eine Geschichte über das entdecken, wie und wer man sein möchte.
                                Freundschaften werden auf eine Probe gestellt, auch wenn man diese erst kurz zuvor geknüpft hat, was so ein kleines Logikleck war, aber gut.

                                Im Großen und Ganzen sind die Vampirschwestern wirklich coole Mädchen und verstecken sich nicht hinter schlechter Leistung, sondern zeigen was sie können.

                                Mich hat der Film überzeugt, wurde wirklich amüsiert und das ist einfach schön. 8.5 Punkte für die Schwestern.

                                Ganz am Ende gab es dann auch noch Grillwürstchen vom Nachbarn? Jetzt ist nur die Frage, welcher Nachbar? ;)

                                • 6

                                  Regisseur Wolfgang Groos und seine Drehbuchautorin Ursula Gruber adaptieren den gleichnamigen Roman Die Vampirschwestern von Franziska Gehm mit viel Schwung und schönen Humoreinlagen.

                                  • 7 .5

                                    Die turbulente, ebenso heitere wie spannende Rollenspiel-Fabel Die Vampirschwestern entwickelt sich zum kurzweiligen Fantasy-Abenteuer, bei dem nicht nur die frisch und unbekümmert agierenden Kinderdarsteller Akzente setzen, sondern endlich auch einmal die Erwachsenen charmant agieren dürfen [...].

                                    • 7 .5

                                      Heute in der Famiien Preview gesehen. Bin mit Unbehagen und nur meinen Kindern zuliebe mitgegangen.
                                      Doch Wow es war doch ein schöner Familienfilm.
                                      Dabei wurde dann doch schon darauf geachtet das es für die etwas Kleineren Kiddys nicht zu Gruselig wurde.
                                      Die Story kommt sehr gut rüber und ist ganz OK. Die "Flug"Trickszenen sind mal typisch Deutsch doch das tut der Fürsprache keinen Abbbruch.
                                      Doch der Film kommt ganz Gut weg.
                                      Schönes Familienkino.

                                      ......und geht mir wech mit Bücher und das ist nicht so wie da Umgesetzt---mir fehlt die Zeit zu Lesen !!!!

                                      • 0 .5

                                        Das fade Drehbuch von Die Vampirschwestern verbrät die Klischees, der Zuschauer macht sich lustig. Wobei mitleidiger Spott nicht mit Erheiterung zu verwechseln ist.

                                        • 6

                                          Einzig der misstrauische Nachbar erhält eine Art Motiv für sein Handeln, die restlichen Bewohner Bindburgs hingegen scheinen einfach so nur gut oder nur böse zu sein. Dass viele Darsteller noch dazu neigen, beim Spielen ein bisschen zu dick aufzutragen, hebt das Schablonenhafte nur noch mehr hervor.

                                          • 7

                                            Ob nun die Vampirschwestern für ihr manchmal etwas seltsames Verhalten gehänselt werden oder ihre Freundin Helena für ihre Schwerhörigkeit spielt dabei keine Rolle. Letztlich geht es um die Akzeptanz, anders zu sein, sich in seiner Haut wohl zu fühlen.