Django Unchained

Django Unchained (2012), US Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Drama, Western, Actionfilm, Kinostart 17.01.2013


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Kritiker
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von Quentin Tarantino, mit Jamie Foxx und Christoph Waltz

Quentin Tarantinos Western Django Unchained befreit Christoph Waltz den Sklaven Jamie Foxx, um Oberfiesling Leonardo DiCaprio einen Besuch abzustatten.

Die Geschichte von Django Unchained ist eine Odyssee voller Entbehrungen und Sehnsucht. Wir befinden uns in den Südstaaten, kurz vorm Bürgerkrieg; Sklaverei ist hier noch eine Alltagserscheinung. Als das Sklavenpaar Django (Jamie Foxx) und seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) bei einer Auktion getrennt werden, hat Django nur noch ein Ziel vor Augen: seine Frau wiederzufinden. Die Gelegenheit ergibt sich für den in Fesseln Geschlagenen schneller als erwartet, als er vom früheren Zahnarzt und jetzigen Kopfgeldjäger Dr. Schultz (Christoph Waltz) befreit wird, damit er ihm bei der Identifikation steckbrieflich gesuchter Verbrecher behilflich sei. Zum Dank will Dr. Schultz ihn zum Kopfgeldjäger ausbilden und ihm helfen, seine Frau ausfindig zu machen. Die Zeit von Django Unchained ist gekommen!

Auf der Suche nach Broomhilda hinterlassen die beiden eine Schneise der Gewalt. Während ihrer Odyssee treffen die beiden Kopfgeldjäger auf Gesindel und rassistische Großgrundbesitzer wie Spencer Gordon Bennet (Don Johnson). Schließlich führt Django und Dr. Schultz die Spur nach Candyland, wo Broomhilda in den Besitz des charismatischen und überaus gefährlichen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) übergegangen ist. Sie erschleichen sich erfolgreich das Vertrauen von Candie. Doch der Haussklave Stephen (Samuel L. Jackson) durchschaut ihr Spiel…

Hintergrund & Infos zu Django Unchained
Die erste Einstellung in Inglourious Basterds gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was dem Regisseur von Pulp Fiction und Kill Bill vorschwebte: Mit Django Unchained wollte Quentin Tarantino nun endlich seine ganz eigene Vision eines Spaghetti-Westerns realisieren. Die Versatzstücke sind dem allgemeinen Kanon entlehnt (Musik im Stile Ennio Morricones, extreme Close Ups wie bei Für eine Handvoll Dollar, die üblichen Verdächtigen beim Bösewicht-Personal), um durch die unvergleichliche Art des Kultregisseurs in ein neues Gewand gesteckt zu werden. Die Rolle des Dr. Schultz wurde Christoph Waltz für Django Unchained dabei förmlich auf den Leib geschrieben. Der Oscar-Preisträger (Bester Nebendarsteller für seine Verkörperung des Judenjägers Hans Landa in Inglourious Basterds) zeigte sich sehr dankbar, indem er Tarantino dafür verantwortlich machte, dass er durch ihn zu seiner Berufung wieder zurückgefunden habe.

Frei nach Feld der Träume hieß es bei Django Unchained: Wenn er einen Film dreht, dann kommen sie. Und so fanden sich neben dem regulären Mitspieler Samuel L. Jackson auch die Vertreter der alten Riege aus rechtem Schrot und Korn ein, wie James Remar oder James Russo. In weiteren Nebenrollen waren in Django Unchained auch Joseph Gordon-Levitt, Sacha Baron Cohen oder Kurt Russell eingeplant, konnten ihren Verpflichtungen allerdings nicht nachkommen.

Die Mühe zahlte sich aus: Bei den Oscarverleihungen 2013 gewann Christoph Waltz den Oscar für den Besten Nebendarsteller und Quentin Tarantino für das Beste Originaldrehbuch. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Django Unchained
Genre
Drama, Western, Actionfilm, Neo-Western
Zeit
19. Jahrhundert
Ort
Südstaaten
Handlung
Ausbildung, Befreiungsaktion, Besitz, Blut, Ehefrau, Freiheit, Freiheitsdrang, Gefangenenbefreiung, Geheime Identität, Geheime Mission, Gewalt, Großgrundbesitzer, Kollaborateur, Kopfgeldjäger, Mann sucht Ehefrau, Peitsche, Plantage, Rassismus, Rassist, Selbstbewusstsein, Sklave, Sklavenhandel, Sklaverei, Spuren, Steckbrief, Suche, Verlust der Ehefrau, Verräter, Waffe, Zahnarzt
Stimmung
Aufregend, Hart, Witzig
Zielgruppe
Männerfilm, Pärchenfilm
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Brown 26 Productions, Columbia Pictures, Double Feature Films, The Weinstein Company

Kommentare (874) — Film: Django Unchained


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HansNase

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Bewertung7.5Sehenswert

+++SPOILER+++ (möglicherweise)

Dieser Film polarisiert! Auf fünf Gründe, ihn nicht zu mögen, kommen 10, ihm zu Füßen zu liegen. Positiv: Die Personenkonstellation - Guter Weißer (Waltz) trifft guten Schwarzen (Foxx) trifft bösen Weißen (DiCaprio) trifft bösen Schwarzen (L. Jackson). Wobei man Samuel L. Jackson auch als schwarzen Louis de Funès bezeichnen könnte, der nach oben schleimt und nach unten austritt. Eine toll ausgemalte Figur!
Negativ: Dem Film mangelt es am roten Faden. Es fehlt der Zug. Und mitunter wird es etwas langatmig.
Positiv: Der Soundtrack! Giuseppe Verdi meets Ennio Morricone und Beethoven teilt sich mit 2pac den Platz in diesem mutigen und ganz und gar nicht auseinanderfallenden Score. Allein damit schafft Tarantino schon etwas ungemein Wertvolles.
Negativ: Christoph Waltz übertreibt es (zugegeben: Geschmackssache) mit seinem eloquenten Habitus ein ganzes Stück. Dieser Eindruck mag womöglich dadurch entstehen, dass seine Rolle dem Hans Landa recht ähnlich ist. Während Waltz in "Inglourious Basterds" noch seine freundliche Ausstrahlung mit der unterschwelligen Warnung "gefährlich!" kombinierte, fällt zweiteres in "Django Unchained" weg und somit ist King Schultz nur die weniger interessante Fortsetzung des SS-Standartenführers.
Positiv: Mit denkwürdigen One-Linern kommt man bei diesem Film kaum hinterher. "Das 'D' ist stumm," wird man noch in vielen Jahren untrennbar mit diesem Film in Verbindung bringen und das ist nur ein Beispiel von vielen.
Negativ: So richtig ergreifend ist dieser Western eigentlich nicht. Die Rückblicke, die zum Beispiel Django's und Brunhilda's versuchte Flucht zeigen, wollen augenscheinlich Emotionen wecken, doch kommt das nicht so ganz rüber...
Positiv: ...Vielmehr bietet Django eine verblüffend differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Sklaverei. Es stecken so viele Ideen hierin, was man aufgrund des etwas albernen Tonfalls zu Beginn gar nicht erwartet. Die Suche des Sklaven nach seiner unterjochten Ehefrau mit dem Nibelungenlied zu kombinieren - Da muss man erst einmal drauf kommen! Dazu Verweise auf Alexandre Dumas, der Vergleich vom Verdienst des Kopfgeldjägers mit der Sklaverei und die Schädel-Szene, welche die zeitgenössischen Selbstrechtfertigungen der Sklaventreiber verständlich macht. Und woran übt Jamie Foxx das Schießen von Weißen? Natürlich - an einem Schneemann!
Negativ: Das Ende ist als Hommage auf weitere Vertreter des Genres sicher gut gemeint, gerät aber etwas kitschig und weichgespült.
Und abschließend positiv: Der Zahn auf der Kutsche! Neben Dr. Schultz der eigentliche Star des Films. Ersterer hat nun den Titel des denkwürdigsten Zahnarztes der Filmgeschichte inne. Sorry, Laurence Olivier...

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ElsaWaltz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon jetzt ein Klassiker unter den Westernfilmen. Ich LIEBE Christoph Waltz

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Metalimpact

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das Ende hätte man durchaus weglassen können, ja wenn nicht sogar weglassen müssen.

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mar (-ion-)

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

guter film.
zwei sachen haben mir nicht so gefallen.
die übertrieben "witzige" maskenszene und das samuel l jackson nen western mit planet der affen verwechselt....
waltz spielt natürlich genial!

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jasonbourne94

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hier wird einem durch maximalen Einfallsreichtum unglaublich gute Unterhaltung geboten! Ein derzeit konkurrenzloses Spektakel...

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howartwollowitz

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Bewertung9.5Herausragend

Ein durch und durch starker und intelligenter Film der nur durch sein Ende ein wenig die Stimmung versaut.
Das beste sind jedoch die Dialoge die von Christoph Walz sowohl im Original wie auch in der deutschen Fassung sehr gut umgesetzt sind.

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Kamil90

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin absolut kein Tarantino-Experte und ein großer Western-Fan schon gar nicht und dennoch habe ich mich in vielen Momenten des Films auf Django Unchained sehr gut einlassen können.

Der gesamte Auftakt strotzt mit seiner Songauswahl, den Eindruck erweckenden Landschaftsaufnahmen und der Interaktion seiner beiden Hauptcharaktere nur so voller Witz und Atmosphäre, dass man glatt Lust bekommt, selber aufs Pferd zu steigen und die beiden bei ihren Kopfgeld-Abenteuern zu begleiten. Besonders Christoph Waltz sei hier lobend erwähnt - ein Großteil des Vergnügens macht es meiner Meinung nach aus, seinem Sprachduktus und seiner Prosodik zu lauschen und man merkt stets, wie sehr ihm diese Rolle auf den Leib geschnitten wurde. Die erste Hälfte des Films trifft meiner Meinung nach also - trotz mancher Monty Phython-ähnlichen Einlage, bei denen man sich streiten kann, was sie in dem Film verloren habe - genau den richtigen Ton und man darf sich fragen, was an dieser Stelle also eine höhere Wertung verhindert hat.

Des Rätsels Lösung liegt in der zweiten Hälfte, bzw. stellt diese eben ein Rätsel für mich da, dessen Lösung ich noch nicht erlangt habe. In dem Moment, wo Leonardo DiCaprio als eine Art Bösewicht die Bühne betritt, gleitet der Film für mich in ein fortwährendes Paradoxon ab, das ich für mich persönlich bis jetzt noch nicht vollständig entbröseln konnte. Die extrem lang andauernden Dialoge und Schlagabtausche wirken auf der einen Seite so gekonnt stilisiert, dass sie die Spannung immer weiter hochtreiben, auf der anderen Seite entziehen sie dem Streifen aber viel an Tempo und lassen den Eindruck aufkommen, als würde sich hier Tarantino in seiner eigenen Dialogkunst suhlen wollen. Die engeren Handlungsräume verdichten die Geschichte einerseits, andererseits lassen sie den weiten Atem der ersten Hälfte vermissen. Der eskalierende Shooutout am Ende ist zwar hervorragend inszeniert, erfolgt allerdings an einem Zeitpunkt, wo er seinen Zenit vielleicht auch schon überschritten hatte etc.

Dies ist ein Geflecht, das sich vielleicht beim erneuten Schauen klarer gestalten wird, dennoch ist es nicht so, als hätte ich Django Unchained nicht genossen - es ist nur nicht ganz so befriedigend ausgefallen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ganz zum Schluss muss als großer Leo-Fan natürlich aber noch seine Rolle erwähnt werden, gehört dies doch zu den seltenen Malen, wo er so etwas wie einen Bösewicht verkörpert- und wie er ihn verkörpert! Ihn dabei spielen zu sehen, wie er die ganze Zeit über Fassung bewahrt, das Böse aber wie eine zischelnde Schlange manchmal doch in seine Augen und Mimik reingleitet, war ein richtiges Erlebnis!

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Parasomnie

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Bewertung10.0Herausragend

"Django Unchained" ist einer der wenigen Filme, die ich mir im Kino mehr als einmal angesehen habe. Die Story mag etwas ungewöhnlich sein, doch sie wurde mit grandiosen Schauspielern bestens umgesetzt. Auch die damaligen Verhältnisse und Umstände wurden sehr gut inszeniert.

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elias.beldzik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tarantino kann es einfach.

Seine Filme ziehen sich niemals und werden immer mit den besten Cast bestückt. Witzig und charmant, blutig und ... witzig. Waltz ist mal wieder der Obergeilste, wie schon in Inglourious Basterds.

Kann ich jedem empfehlen, der flache Witze mit viel Kunstblut und Klasse leiden kann.

Endlich schafft es auch mal DiCaprio in einen von Tarantinos Filmen, klasse. Musste glatt die Luft anhalten, als sich DiCaprio und Waltz trafen, da die beiden zu meinen Lieblingsdarstellern gehören und so etwas immer besonders ist. :D

Super Film, wirklich. :-)

Dass der Film FSK 16 ist, überrascht mich allerdings ein wenig. Der sollte mMn nun mal wirklich ab 18 sein, aber was soll's.

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philipp.ottmar

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Bewertung9.5Herausragend

Ich habe noch längst nicht alles von Tarantino gesehen, aber nach Kill Bill(1+2), Inglourious Basterds und Death Proof(meh) ist Django Unchained mein klarer Favorit.

Und gebt Leo endlich seinen Oscar, verdammt...

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philipp.ottmar

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Er war schon so gut, war aber natürlich nicht durchgehend so präsent wie Waltz. Außerdem hätte das eh anders laufen müssen. Christoph Waltz hätte als bester Hauptdarsteller gewinnen müssen und Leo als bester Nebendarsteller. Schließlich hat Waltz eh den ganzen Film getragen :D

Ja, Pulp Fiction und Reservoir Dogs müssen nachgeholt werden :)


adrian.hornung1

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Aber selbst wenn du Reservoir Dogs und Pulp Fiction gesehn hast könnte es sein, dass du , so wie ich, Django immer noch besser findest als die beiden frühen Werke von Tarantino.


huababuar

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Bewertung9.5Herausragend

„Django Unchained“ ist ein echter Tarantino: Eine verzwickte, kreative Story. Geniale Dialoge – insbesondere intoniert von einem schlichtweg überragenden Christoph Waltz. Die ganz eigenen Tarantino-typischen Stilelemente in Form von Schriftzügen. Und letztendlich der leichte Hang zur Übertreibung – inszeniert durch Slo-Mos, extremen Blutfontänen und befremdlich wirkender Musik. Der Score an sich ist der Hammer und sitzt in jeder Szene. Das Darstellerensemble rund um Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Kerry Washinton und Samuel L. Jackson weiß ausnahmslos zu überzeugen und sorgt mit pfiffigen Sprüchen stets für ein Lächeln. Es passiert selten, dass ich bei einer einsamen Filmsichtung zu lachen beginne. Hier war es des Öfteren der Fall. Vor allem wenn Waltz wieder seinen großen Auftritt als wortgewandter Kopfgeldjäger hat. Im O-Ton kommt das Ganze noch besser rüber als in der eh schon ausgezeichneten Synchro.
Fast ein kompletter Film. Fast, weil mir das Ende etwas zu plump ist und der Film mit guten zweieindreiviertel Stunden ein klein wenig zu lang geraten ist. Deshalb gibt es auch die 0,5 Punkte Abzug.

Nichtsdestotrotz lässt der Neo-Western sein Genre wieder neu aufleben und reiht sich neben Filmen wie „Pulp Fiction“ oder „Inglorious Basterds“ nahtlos in die Liste der Tarantino-Meisterwerke ein. Nur zu empfehlen!!!

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Kai_Asmus

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Bewertung10.0Herausragend

Die "Ich stehle Dir die Show"-Show! Wer ist besser? Di Caprio oder Waltz? Ein geiler Film, geiler Film!

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pischti

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Auch wenn Waltz hier gut ist so spielt er für sehr ähnlich wie bei "Inglorius Basterds".


ProfessorAbronsius

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Samuel L. Jackson sollte man auch nicht vergessen ;)


Bleecher

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein farbiger Sklave wird von einem Zahnarzt (Christoph Waltz, brilliant!) befreit und wendet sich - wie der Arzt selbst - der Kopfgeldjägerei zu. So wird von ihm nach ein paar moralischen Zweifeln und angestachelt vom Zahnarzt, ein Vater vor seinem Sohn erschossen.
Und damit wäre ich schon bei einem Kritikpunkt, der wohl die meisten, wenn nicht alle Tarantino-Filme betrifft.
Was sollen diese teils höchst brutalen Gewaltausbrüche? Auch die Andeutungen von Gewalt wie (Achtung Spoiler) das fastabschneiden der Weichteile von Django (dem Sklaven) fand ich widerwärtig und abstoßend. Wenn es wirklich geschehen wäre, hätte ich wegschauen müssen.
Das hat weniger mit Tarantino zu tun als damit, das Hollywood immer mehr Ekel in den Filmen zuläßt.
Zugegeben. Bei Django Unchained passte das alles wenigsten noch sinnvoll in den Film hinein. Und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Und doch hinterläßt dieser Film nicht wirklich etwas in mir.
Der Showdown hat es in sich. Und ist schlussendlich in meinen Augen doch nichts anderes als Gewaltverherrlichung, auch wenn das "Gute" obsiegt.
Ich bezweifle, das ich mir diesen Streifen noch einmal geben werde. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn ich ihn wieder vergessen habe.
Ehrlicherweise hatte ich schon vor dieser Bewertung die Hälfte vergessen und mußte alles noch einmal aus meiner Erinnerung zusammenkratzen.
Kein Film, den ich unter die ganz großen einreihe.

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Berlin42

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Django Unchained" war bereits lang vor seiner Kinopremiere in aller Munde. Ein Western von Wunderkind Tarantino, das versprach ein absoluter Kassenschlager zu werden. Wer Tarantinos Karriere bereits seit längerer Zeit verfolgt hat, sieht das mit Sicherheit eher skeptisch. Große Werbeplakate und Ankündigungen kennt man von Hollywoodproduktionen, aber Tarantino war doch eher etwas für Kenner?! Dennoch hat der Regisseur wieder großartige Arbeit geleistet und den nächsten großen Film geschaffen. Nicht zuletzt sein goldenes Händchen für die richtige Besetzung lässt alle Zweifler schnell verstummen. Herausragend sind hierbei die Darsteller Christoph Waltz, der vollkommen zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, und Jamie Foxx, der genau den richtigen Flow für einen Tarantino-Film findet. Immer wieder muss der Zuschauer trotz des bitterernsten Themas über den ein oder anderen Dialog schmunzeln, auch die Gewaltdarstellungen sind, nennen wir es mal, äußerst detailliert dargestellt. Der Film endet in einem brachialen Showdown, der genau nach dem Geschmack eingefleischter Tarantino-Fans sein dürfte. Ich kam jedenfalls voll auf meine Kosten. Gemessen an dem Hype, der vor der Erscheinung des Film entstand, muss ich jedoch ganz ehrlich sagen: Irgendetwas hat mir noch zum großen Wurf gefehlt. Wenn Tarantino sich an einen Western heranwagt, dann hätte ich eher ein Meisterwerk á la Sergio Leone erwartet. Auch wenn diese Hoffnung sich nicht erfüllt hat, ist "Django Unchained" immer noch absolut großes Kino.

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BigH

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Bewertung5.0Geht so

Bis zur Mitte des Films ist "Django Unchained" grandios. Das ist hauptsächlich dem durchweg großartigen Christoph Waltz zu verdanken, dessen Figur, der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz, von der ersten Szene an durch sein Auftreten und seinen Duktus alle Sympathien auf seiner Seite hat. Im Grunde stiehlt er der eigentlichen Hauptfigur fortwährend die Show. Durch die pointierten Dialoge und den gelungenen Aufbau der Handlung hätte "Django Unchained" durchaus das Zeug gehabt, in einem Atemzug mit "Pulp Fiction" genannt zu werden.
Und plötzlich kippt der Film.
Ab dem Moment, in dem Django und Schultz auf Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) treffen, verliert der Film einerseits gewaltig an Fahrt, weil er - ein ständiges Tarantino-Problem - einfach zu geschwätzig wird und sich selbst zu gut gefällt im verbalen Schlagabtausch, andererseits verliert er sich, wenn gerade nicht geredet wird, in teilweise regelrecht zelebrierten Gewaltausbrüchen; schon in der ersten Hälfte ist "Django Unchained" kein Kind von Traurigkeit, aber irgendwie passt die Gewalt da zu den Figuren und zur Handlung. Später aber rutscht die Gewalt zu sehr zum Selbstzweck ab, wirkt aufgesetzt und störend. Somit unterscheidet sich der Film eigentlich nur in Details von "Kill Bill" oder "Inglourious Basterds", und dementsprechend ist "Django Unchained" letztlich auch nichts anderes als ein weiterer typischer Tarantino-Film. Und das ist nicht als Kompliment gemeint!

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MemoriAria11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein typischer Tarantino ... schöner Western mit tollen Darstellern ...

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lennardB.

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Bewertung9.5Herausragend

Der beste Western , der letzten 40 Jahren.

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Bleecher

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Richtig. Garantiert nicht!


diddi.helvetia

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Doch ist er!


basti.blaich

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Bewertung9.0Herausragend

Django Unchained hat mich einfach super Unterhalten und das zum 4. mal ! Ich liebe die Dialoge die Schauspieler selbst die letzte Stunde wo richtig auf die Kacke gehauen wird hat mich bestens Unterhalten. Leider geht die Hauptperson vom Film ziemlich unter es ist nicht so das Jamie Foxx schlecht spielt die anderen spielen einfach ihre Rolle viel besser. Vor allem bin ich von Samuel L. Jackson überrascht klar kitzelt Tarantino bei jeden seiner Darsteller Höchstleistungen heraus. Doch gerade Jackson der seit Jahren auf Autopilot ist und damit mir langsam echt aufn Sack geht spielt seine Rolle wirklich sehr gut. Hoffe das es nicht sein letzter Film mit Tarantino ist. Und auch die Leistung von Leo ist wirklich gut und in diesem Film finde ich sieht er mal nicht aus wie 25 ;D Die Kirsche auf der Torte ist ganz klar Herr Waltz der in seiner Rolle brilliert ! Ich wurde mich über eine 4 Stunden Fassung freuen die es ja anscheinend geben soll die noch mehr Szenen mit Leo hat hoffentlich haut Tarantino die noch raus ;D

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

"D-J-A-N-G-O.....The D ist silent"

Ein Tarantino üblicher Film, in einem für ihn ungewöhnlichen Genre. Diesmal gab er sich dem Italowestern hin.
Auch hier hat er wieder das richtige Händchen für einen sehr gelungenen Soundtrack, der zwischen cool ( wie der Song "unchained") bis hin zu gefühlvoll (die Verfolgungsjagd, unterlegt von "freedom").
Der Cast kann sich auch sehen lassen: Jamie Foxx als cooler Django. Christoph Waltz als deutscher King Schultz mit seinem Pferd Fritz. Leonardo DiCaprio als fieser Mr. Candy und Kerry Washington als große Liebe von Django.
Die Dialoge schwelgen zwischen lustig, cool und ernst und das ist genau das, was Tarantino´s Drehbücher auszeichnet. Die Sprüche variieren einfach immer und sind trotzdem grundsätzlich passend. Tarantino riskiert in seinen Dialogen viel, in dem Wissen, dass es auf jeden Fall funktionieren wird, denn wenn ein Witz mal nicht zünden sollte, ein Spruch daneben gehen sollte, dann würde er die ganze Szene zerreißen, zum Glück hat er jedoch genügend Selbstbewusstsein, um sich an solche Dialoge heranzutrauen.
Er geht es auch hier (vor allem wieder in der Endszene) sehr blutig an und Parallelen zu Inglourious Basterds und Kill Bill sind deutlich erkennbar. Alle drei Filme sind sehr gelungene und epische Rachefilme, die vor allem am Ende immer in einer Metzelei enden.
Zu erwähnen ist noch,dass es der ernsteste Tarantino ist. Er beschäftigt sich mit einem sehr ernsten und in Amerika bis heute kritischem Thema. Dabei schafft er es allerdings immer noch Humor mit einzubauen, ohne das Thema ins Lächerliche zu ziehen.

Django unchained beweißt mal wieder, was für ein grandioser Regisseur Tarantino doch ist, denn das Drehen eines Italowestern brachte er sich selbst bei und das in einer solch hohen Qualität. Tarantino hat es also nach all diesen Jahren noch immer drauf.

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Martin Oberndorf

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Du hast vergessen, zu erwähnen, dass es nebenbei auch sein Film mit ernstesterund wichtigster Thematik ist.
Da ist viel Spaß dabei, aber er regt auch sehr zum Nachdenken an.
Ansonsten sehr guter Kommim


Troublemaker69

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Stimmt....das werde gleich mal ergänzen.


Superschurke_95

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach klasse der Film. Story hat mir sehr gut gefallen und auch die Schauspieler sind klasse. Blutig wie man es ,so denke ich zumindest, von Tarantino erwartet und einige Lacher sind auch mit drin. Gehört zu meinen Favouriten

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