End of Watch - Kritik

US 2012 Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Actionfilm, Kinostart 20.12.2012

  • 8

    Die Tanzszene von Gyllenhaal ist die Beste, musste sie mir direkt mehrmals bei Youtube angucken ;-)
    Insgesamt ein klasse Film mit hervorragenden Darstellern und Los Angeles kommt bei mir eh immer gut an :)
    Es fehlte aber so ein richtiger Höhepunkt, daher Punktabzug

    • 7 .5

      Fand ich sehr cool.
      Mal was ganz anders.
      Ein Film in dem es um die Gewalt und den alltäglichen Trott geht, den hier Gyllenhaal und Pena selbst mit einer Doku festhalten.

      Gut gemachte Action, realistisch rüber gebracht und ziemlich gnadenlos.

      Ein unerwartetes Ende.

      Super geschauspielert, kann man sich aufjedenfall anschauen.

      4
      • 3

        Fuck, man, I mean, bro. Man, fuck, I love you, fuck, you know, like, you're myn bro. Man, yeah, bro, fuck, yeah. Man.

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        • 2 .5

          Einsatzwagenfahrt mit langweiligem Gerede - Einsatz. Einsatzwagenfahrt mit langweiligem Gerede - Einsatz. Zwischendurch Geburtstag, Hochzeit oder was auch immer. Interessiert mich nicht. Erschreckend schwacher Copkrimi mit einer Formelhaftigkeit, die jede Spannung im Keim erstickt. Zudem sind die Figuren schlecht ausgearbeitet und das Skript generell recht überraschungsarm. Was für ein Gähner.

          • 9

            Wow, das war schon eine kleine Überraschung.

            David Ayer , der Regisseur dieses Found-Footage-Streifens prügelt hier eine kleine Perle raus, die ich so nicht auf dem Schirm hatte. Das sich der Regisseur mit der Materie der Cop-Thriller gut auskennt und diese stark abliefern kann, hat er u.a. schon mit „Dark Blue“ und „Training Day“ unter Beweis gestellt. Und „End of Watch“ steht denen in Nichts nach.

            Anfangs ist der Film zwar noch sehr verhalten, man muss sich auch erst einmal an den Stil, an die Kameraarbeit gewöhnen. Eine Story lässt sich auch nicht wirklich erkennen. Denn es geht von vornherein eigentlich „nur“ um den Alltag zweier Cops im Beruf aber auch im Privatleben im Hexenkessel von Los Angeles. Verkörpert werden diese von Jake Gyllenhall und Michael Pena. Und beide sind einfach klasse. Sehr authentisch stellen Sie schnell eine Verbindung zu uns Zuschauern her, was die Kameraarbeit noch unterstützt. So ist es nie langweilig dem Treiben dieser jungen Cops zu folgen.

            Ganz im Gegenteil. Mit der Zeit entwickelt sich ein unglaublich intensiver, fesselnder Trip, der auch atmosphärisch punkten kann und in seinen besten Momenten an Genreklassiker wie „Sieben“ erinnert. Schön ist auch die permanente Gegenüberstellung von glücklichen, sorgloseren Momenten und den Polizeieinsätzen, die den Protagonisten aber auch uns spürbar zusetzen.

            Inhaltlich mag „End of Watch“ keineswegs das Rad neu erfinden, allerdings hatte ich selten Filme, wo ich mit den Figuren so mitgefiebert habe wie hier. Da stört mich auch der kramphafte mitunter aufgesetzt wirkende Handkameraeinsatz kaum (Fuck, jeder hatte so ne Digicam in den Pfoten ;)).

            „End of Watch“ ist sicherlich nicht perfekt. Aber auf seine Art und Weise ist er ein wahrhaft intensiver Trip, der vorallem mit einer dichten Atmosphäre und tollem Schauspiel glänzen kann.

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            • 4 .5
              RoboMaus 24.06.2015, 07:10 Geändert 24.06.2015, 08:19

              Ein Polizeifilm im Dokustil mit Wackelkamera, ähnlich 'Tropa de Elite' oder 'The Hurt Locker'. Mich stört an diesen Filmen, dass sie meist nur aus einer Aneinanderreihung von Einsätzen und Episoden des Lebens bestehen, ohne Story oder kaum einen Zusammenhang. 'Tropa de Elite' hat hier noch am meisten zu bieten.
              Wer gerne auf Streife in L.A. mitfahren will, ab und zu in ein Feuergefecht und andere Auseinandersetzungen verwickelt werden möchte, mit ein Bisschen Teilnahme am Familienleben der Cops, ist bei 'End of Watch' und Gyllenhaal/Pena genau richtig. Zu Ententanz und Hochzeitstorte. Dazu noch anregende Diskussionen der beiden über Beziehungen, Gott und die Welt, während der Streifenwagen gemütlich durch die Strassen von L.A. rollt, jäh unterbrochen von einer blechernen Stimme aus dem Funkgerät, die den nächsten Einsatzort verkündet.....wie schade, ich war schon fast eingeschlafen.
              "Die Bösen greifen von vorne an, die Vorgesetzten kommen von hinten", meinte der Sergeant, als er die übereifrigen Streifencops zusammenstauchte. Da ist etwas Wahres dran, nicht nur bei der Polizei - leider war das dialogmässig mit Abstand das Interessanteste, ansonsten empfand ich den Plot durchgehend als flach und zu langatmig.

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              • 8
                brucelee76 19.06.2015, 20:06 Geändert 19.06.2015, 21:31

                Hi Leute,

                neulich hatte ich ein Gespräch mit meiner Sechs jährigen Tochter. Inhalt dieses Gespräches war es: Was ich mal werden wollte als ich noch selbst Kind war?!
                So alles mögliche (Polizist, Räuber, Astronaut, Fußballer, Tierpfleger, Pilot, Indianer, usw.) antwortete ich ihr.
                Als ich sie nach ihrem Berufswunsch nachfragte, da sagte sie zu mir: "Papi, ich möchte mal Polizistin werden."
                Okay, sagte ich und warum möchtest du Polizistin werden?! - Sie antwortete: "Um Verbrecher und Diebe einzusperren!"
                Da ging mir durch den Kopf, aha Kinder sind so rein und gerecht und verstehen auf ihre Art Unrecht und Recht.
                Ich sagte zu ihr dann: "Okay ich finde deine Absicht, Verbrecher wegzusperren, ja bemerkenswert. Jedoch sei dir immer bewusst, du wirst IMMER die Leute wegsperren, die vielleicht ein stück Brot geklaut haben. Und die wahren Verbrecher und Mörder laufen zu jeder Zeit und überall frei herum!"
                Sie überlegte und fragte mich. Papi wer sind die wahren Verbrecher?"
                Ich sagte zu ihr dann. "Dein Arbeitgeber oder auch Chef genannt. Das wären unter anderem Politiker, Geistliche, Banker und Richter. Und diese Herren darfst du nicht wegsperren." Sie überlegte ernsthaft und kam zur einer logischen Schlussfolgerung: " Nee Papi wenn ich die wahren Verbrecher nicht einsperren darf, dann ist das nichts für mich!!

                Als freier Vater ist es meine Pflicht auf die Eigenständigkeit meiner Tochter zu achten und auf keinen Fall sie in andere (schlechte) Hände zu übergeben. Und sie zu einer Befehlsausführerin degradieren zu lassen.
                Sollen DIE doch ihren Dreck (Drogen-, Waffen-, Waren-, Krieg-, Steuer-, Zoll- und Menschenhandel) selbst erledigen und nicht dafür andere benutzen (Polizei oder Militär).

                Mein Fazit: Die ausführende Gewalt (Exekutive) wird in ihrer Arbeit beeinträchtigt und die spirale Gewalt dreht sich immer tiefer in den Abgrund weil die Verantwortlichen (Legislative und Judikative) auf freien Fuß sind.

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                • 5
                  Mandragore 13.06.2015, 17:23 Geändert 23.06.2015, 18:09

                  Ein Copfilm,der sicherlich bewegt und auch unter die Haut geht.
                  Die Kameraführung nervt gewaltig.
                  Doch trotz allen Realismus,den der Film zugrundeliegt,stelle ich mir nur die eine Frage.

                  Warum schaue ich mir das an?
                  Es gibt nämlich nicht einen einzigen Darsteller,der mir wirklich sympathisch ist.

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                  • 6

                    Ganz interessanter Cop-Thriller, der teilweise starke Dialoge und spannende Actionszenen bietet und (wie angenehm!) darauf verzichtet den Zuschauer belehren zu wollen. Die gezeigten Bilder muss jeder selber einordnen. Aber mussten sie unbedingt im Lost-Footage-Stil gezeigt werden?

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                    • 7

                      Ich weiß nicht, wie der Polizistenalltag in den üblen Vierteln von Los Angeles aussieht. Live erleben will ich das auch gar nicht. Mir reicht da schon, was ich in End of Watch sehe. Nicht zuletzt durch die konsequente Verwendung von Handkameras wirkt alles natürlich noch viel realistischer. Durch die Konzentration auf die beiden Officers Taylor und Zavala braucht der Film natürlich zwei starke Schauspieler. Und die hat er auch zu bieten. Jake Gyllenhaal, den ich eh für einen großartigen Schauspieler halte, aber auch Michael Pena, meisten die Aufgabe bestens. Gänzlich konsequent ist der Film dann aber doch nicht. Ich hätte mir gewünscht, wenn alles nur aus der Perspektive der beiden Polizisten gefilmt worden wäre. Die Szenen aus Sicht der afroamerikanischen und mexikanischen Gangs sind ein Bruch und für mein Empfinden auch absolut unnötig. Man hätte der Handlung auch ohne sie gut folgen können.

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                      • 6

                        Ein weiterer Cop Thriller, mit einem unglaublichen Jake Gyllenhaal. Hat mit gefallen aber kommt dennoch nicht über ein MIttelmaß hinaus. Wobei der "Found-Footage/ Documentary" Stil mir sehr gut gefallen hat, aber Ihr wisst ich steh aus dieses Subgenre. Die Kameraführung zum Teil wie aus einem Egoshooter bringt etliche Shoot-Outs auf den Screen. Der OST wirklich Hammer, das Ende mit faden Geschmack.

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                        • 9

                          Zwar muss sich der Zuschauer in den ersten Minuten ziemlich anstrengen, um sich auf die wackelige Handkameraführung einzustellen, doch ist dies geschehen, dreht David Ayers "End of Watch" so richtig ab.
                          Krasse, hammerharte Actionszenen, coole Sprüche, spannende Story, starke Darsteller, rundum ein Ausnahmethriller der ganz besonderen Art!
                          Mehr davon!

                          • 9

                            Ein sich-authentisch-anfühlender Polizei-Film. Ob er es wirklich ist, kann ich nicht beurteilen. Vermutlich aber eher nicht, denn die beiden Herren in Schwarz mit der silbernen Marke würden bei Ihren selbständigen Aktionen wahrscheinlich frühzeitig eins auf die Mütze bekommen - vor allem aus ihrer eigenen Einheit. Egal - ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Es war von Anfang an spannend und ich finde, dass die beiden Hauptdarsteller sehr gut miteinander harmoniert haben. Diese Art Film etwas abseits vom Mainstream kann es ruhig öfter geben.

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                            • 6 .5

                              Einerseits: Ein guter Actionfilm. Andererseits: Die Found-Footage-Masche nervt, weder ist sie hier stimmig noch konsequent. Bei genauerem hinsehen: Gibt man den Leuten in LA jetzt Überdosen Testosteron statt Ritalin? Ist schon Bürgerkrieg? Erstmal gute Unterhaltung. Auf den zweiten Blick eher ärgerlich.

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                              • 7 .5

                                Spannender und realistischer Film. Konnte mich wirklich überzeugen. Die beiden Hauptdarsteller waren sehr gut aber ob die Oscarnominierung für Jake Gyllenhaal gerechtfertigt war weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist End of Watch ein kurzweiliger und guter Film mit ein paar Szenen die mir wahrscheinlich noch etwas länger im Gedächtnis bleiben werden.

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                                • 8

                                  Die ersten 20 Minuten dachte ich "naja". Aber der Film wird immer besser und spannender. Die Charaktere nehmen Form an und spielen sehr überzeugend. Es werden nicht nur Polizeieinsätze reingebracht , sondern auch privates. Es wird über Probleme , Streitigkeiten etc. geredet. Diese persönliche Note macht den Film nochmal besser. Zum Ende hin wird es dann richtig interessant.

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                                  • 8

                                    Definitiv einer der besseren Action-Filme der letzten Jahre mit überraschend starken dramatischen Ansätzen. Gyllenhaal und Pena agieren hier wirklich stark und geben vor der Kamera ein cooles Duo ab, das aber zu keiner Zeit "pseudo-cool" wirkt. Auch die von der breiten Masse oftmals abgelehnte Shaky-Cam ist hier durchaus sinnvoll eingesetzt und sorgt für einige starke Action-Szenen. Alles in allem ein wirklich gelungener und authentischer Cop-Film, der die Balance zwischen Drama und Action gekonnt hält.

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                                      BattlemasterIZ 05.05.2015, 14:47 Geändert 05.05.2015, 14:49

                                      Jake Gyllenhaal und Michael Peña bilden in End of Watch ein tolles Duo.
                                      Die Cop´s sind der gängigen Polizeiarbeit gewachsen und im Streifenalltag suchen sie nun, förmlich nach größeren, gefährlicheren Einsätzen. Das hat Folgen.
                                      Mit der Aufmachung dieses Thrillers (Ein Stichtpunkt: Kamera) hat Street Kings Regisseur David Ayer sicherlich auch vielen, ein Dorn ins Auge gestochen.
                                      Mich hat es diese auf jeden Fall fast garnicht gestört.
                                      Zu einem besseren oder authentischeren Flair hat dies aber aus meiner Sicht auch nicht beigetragen. Die Autokamera fand ich aber mal gut eingesetzt.
                                      Bemerkenswert finde ich auch die Zwischentöne, die der Film gibt.
                                      Man hat zwar schon unterhaltsamere oder dramatische Cop-Movies gesehen. Gerade auch im fortgeschrittenen kriminellen Milieu. Aber trotzdem ist dieser ein Blick Wert. Ich find End of Watch sogar Sehenswert.

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                                        Zur keiner Zeit waren mir die Bullen symphatisch. Sie haben jedes Klischee bestätigt. Keine Freunde und Helfer, sondern nur drauf aus sich selber besser vorzukommen. Dienste am Volk? Eher nicht. Am Ende haben Sie Ihre Quittung bekommen.

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                                          hallidalli 04.05.2015, 11:22 Geändert 04.05.2015, 11:24

                                          Wäre der Schluss nicht so dramtisch gewesen und mir ans Herz gewachsen hätte der Film der kaum einer Linie folgt und Zusammenhänge hat weniger Points bekommen. Ok, der Film folgt der Linie BRUDER u. GROSSE FAMILIE aber das allein ist nicht sehr füllend und aufregend für einen Copfilm wie ich finde.

                                          • 6 .5
                                            mark.roslanidis 04.05.2015, 00:55 Geändert 04.05.2015, 00:56

                                            Achtung, enthält Spoiler!!!
                                            Der Film ist relativ solide ,lebt hauptsächlich von den sympathischen Hauptdarstellern und der Authentizität. Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist das Ende. Hier wurde die Chance verpasst aus einem guten Film einen großartigen Film zu machen. Ich dachte die Verstärkung kommt nicht weil das L.A PD dahinter steckt, die die beiden loswerden wollen wegen der Einmischung bei dem Menschenhandel Kartell. Wenn somit die letzte Szene gewesen wäre, wie die Gang siegreich davon zieht und am Ende aufgelöst wird dass der eine Officer mit seiner 'ihr werdet noch gef...' Prophezeiung Recht gehabt hat, DAS wäre eine Ende gewesen wodurch dieser Film lange in Erinnerung geblieben wäre. Verstehe sowieso nicht warum die Regisseure so selten Mut haben zu bad endings. Egal ob Twilight (der mit Edward Norton), Eden Lake, American History X oder die üblichen Verdächtigen,sie alle leben von den dramatischen Enden. Der Film hätte sich da einreihen können. Und warum soviel Fokus auf die Ehefrauen gelegt wurde bleibt auch schleierhaft. Dennoch sehr kurzweilig und zu empfehlen.

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                                            • 6

                                              jetzt bei der 2t sichtung ziehe ich 1.5 punkte ab...die einsätze sind zwar gut aber die beziehungssachen hatte ich besser in erinnerung

                                              • 7 .5

                                                South Central in your face Baby!!! Lassen wir die Bombe gleich zu Beginn platzen: "End Of Watch" ist der legitime Erbe von "French Connection". Zwei Cops – Menschen, nicht Super-Cops – gehen im schlimmsten Viertel von Los Angeles auf Streife. Clou des Ganzen ist dabei die Tatsache, dass Taylor (Jake Gylllenhaal) einen Filmkurs belegt und seinen Job per Digicam festhält. Was wir dabei zu sehen bekommen, erinnert mehr an ein Kriegsgebiet im Nahen Osten, als denn die Traumfabrik Hollywood. Kindesmisshandlung, Raubmord, Drive-by-Shootings und die Häuser alter Omas, die ganz abscheuliche Überraschungen bereithalten.

                                                Nicht von ungefähr erinnert "End Of Watch" an das, was bei einer Liason von "Training Day" und "Blair Witch Project" herauskommen würde. Regisseur und Autor David Ayer war sowohl an Ersterem beteiligt, wie er auch für "Street Kings", "Harsh Times", "S.W.A.T." oder "Dark Blue" immer wieder in den Hexenkessel L.A. blickt. Auch "End Of Watch" ist vor allem durch seine direkte Nähe bisweilen packend und interessant. Jake Gyllenhaal und Michael Peña sind die Ideal-Besetzung als Cop-Duo. Sie zeigen uns, was bedeutet, in einer Gegend, die schlimmer als Beirut im Ausnahmezustand scheint, täglich das Gesetz zu vertreten. Dass es einer Zielscheibe gleichkommt, sich die Dienstmarke anzuheften. Und dass es immer wieder hart ist, derartigen Scheiß zu erleben, auf den dich die Polizeischule nie im Leben hat vorbereiten können.

                                                Bei aller Härte ist "End Of Watch" auch eine echte Sozial-Nummer. Der Blick auf eine Nachbarschaft, die, bei aller Liebe Leute, am besten dem Erdboden plattgemacht gehört. Wenn Drogenschmuggler oder Mitglied eines Killer-Kommandos die einzigen Aufstiegschancen darstellen, kann etwas nicht stimmen.

                                                Auf der anderen Seite gewähren unsere Blutsbrüder Taylor und Miguel auch immer wieder den Einblick ins Privatleben. Stellen uns ihre Geliebten vor, lassen uns an der Familienplanung teilhaben und sorgen dafür, dass wir am Ende die eine oder andere Träne für diese Typen verdrücken müssen. Dennoch sind unsere Männer in Uniform keine Engel. Sie haben Ecken und Kanten, stolpern über ihre Stellung im Revier oder ziehen unliebsame Kollegen auf. Was ebenso als Schutzmechanismus verstanden werden kann. Ein Männer-Gespräch übers Ficken und Schwänze als Rettungsanker, damit du am Ende des Tages noch Mensch bleiben kannst. Gerade diese Wesenszüge scheinen ihren Weg direkt von William Friedkin's "French Connection" hierher gefunden zu haben. Nach dem die persönliche Seite des Cops in den letzten Jahren vor allem in TV-Formate wie "Southland", "The Wire" oder "True Detective" ihre Entfaltung fand, zeigt "End Of Watch", wie dies immer noch am besten funktioniert. Unauffällig, authentisch und, obwohl der Film im Grunde genommen Scripted Reality ist, lebensnah gehalten.

                                                Gäbe es die interessante Perspektive nicht, wäre "End Of Watch" nur ein Cop-Film unter vielen. So hingegen ist es weniger eine Story über gute Cops und böse Gangster, sondern ein fast ungefilterter Blick darauf, was es heißt, ein Polizist zu sein. Abseits vom Pathos eines Militär-Rekrutierungs-Videos oder den Helden-Geschichten, die es ins Fernsehen schaffen.

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                                                  2. Geschichte, ist nicht wirklich spannend, allerdings will man wissen es zu Ende geht.
                                                  3. Darf man den Film einen Found Footage nennen? Wenn ja, dann ist die Kamera recht ordentlich. Mir wurde nicht schwindelig.
                                                  4. Realitätsnah. Keine übertriebene Action usw.
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                                                  • 7 .5

                                                    Was ich End of Watch definitiv zu Gute halte, ist, dass es kein pseudocooler Cop-Film ist, sondern authentisch wirkt, nicht zuletzt wegen des tollen Zusammenspiels der beiden Hauptakteure. So in etwa kann ich mir vorstellen, dass es in der Realität aussehen könnte.

                                                    Manchmal hat man das Gefühl, dass durch die episodische Erstählstruktur etwas der rote Faden verloren geht, aber dennoch fielen mir keine wesentlichen Längen auf, weswegen man das gut verzeihen kann. Dafür wird man mit einem bewegenden Ende belohnt.

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