End of Watch - Kritik

End of Watch

US · 2012 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Thriller, Drama, Actionfilm · Kinostart
  • 8 .5

    Genial!

    Gyllenhall und Pena ergänzen sich wie Scully und Mulder. Zwar krankt die Handlung an manchen Stellen, doch das kann man durch die außerordentlich guten Leistungen der beiden verzeihen. Am Ende musste ich sogar 1,2 Tränen verdrücken, und das passiert mir wahrlich nicht oft.

    Das Found-Footage tut sein übriges und sorgt dafür das alles erschreckend realistisch erscheint (schlimm, wenn man bedenkt das dort wirklich andauernd ähnliches geschieht). Hoffentlich tun sich Gyllenhall und Pena nochmal zusammen.

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    • 7 .5

      Wah, schon beim Blu-ray-Hauptmenü hab ich richtig Bock bekommen, den Film zu schauen, das ist echt selten so.
      Also los...
      "End of Watch" ist grundsätzlich eine Art Aneinanderreihung von Situationen im Arbeitsalltag von zwei LAPD-Streifenpolizisten. Vor allem zu Beginn hat man das Gefühl, eher ein Mosaik aus verschiedenen Stücken gezeigt zu bekommen, das man sich dann selber zusammenbauen muss. Die Situationen wirken zufällig gewählt und ohne besondere Aussagekraft, auch wenn es natürlich spezielle, sich immer weiter steigernde und atemberaubende Momente sind, die wir vorgesetzt bekommen, um entweder die Story voranzutreiben oder die Charaktere genauer zu beleuchten. Beides gelingt sehr gut. Zwischen Einsätzen, die (sicherlich leicht überzeichnet) gute wie schlechte Seiten der beiden Hauptcharaktere aufzeigen, findet sich eben auch mal der ein oder andere Einsatz, der später in der Story sehr relevant wird. Dadurch, dass es also ab und an eine storytechnische Sackgasse gibt, in die man absichtlich hineingeführt wird, bleibt die weiterführende Story vorerst verborgen, bis sich die Ereignisse dann natürlich in eine Richtung zuspitzen (müssen).
      Leider musste ich für mich einen handwerklichen Totalausfall in der Story ausmachen. Der Gegenspieler, der aus dem Verborgenen agiert und vorher nur in Erzählungen vorkommt bzw. angedeutet wird, ist so offensichtlich platt, dass es mich kurzzeitig komplett aus dem Film gerissen hat. Natürlich nimmt dann die Handlung ihre entscheidende Wendung, sodass die Szene (Stichwort: Nachtsichtgerät) auch theoretisch storytechnische Relevanz hat, aber dann hätte ich den Gegenspieler lieber komplett im Dunkeln gelassen, anstatt ihn einmal kurz zu zeigen, nur um ihn danach direkt wieder im Nirvana zu versenken und nie wieder auszugraben. Sobald ich ein Gesicht habe, möchte ich auch eigentlich gern Persönlichkeit haben, das war dann doch recht enttäuschend, nachdem der Film über 2/3 der Laufzeit schon starke Methoden hatte, um den Zuschauer nach dem "Show, don't tell"-Prinzip durch die Geschichte zu führen. Hier dann aber kurzzeitig nicht. Danach ahnt man ungefähr, wie es weitergeht (ich lag trotzdem in der Konsequenz falsch, leider...), aber dadurch baut das Finale auch erst seine nervenaufreibende Spannung auf, wiederum hervorragend gemacht.

      Die Kamera, die größtenteils auf "Found Footage"-Optik setzt, ist mitreißend, "realistisch" und sehr immersiv/effektiv. Natürlich wird der genaue Beobachter gemerkt haben, dass manche Kameraeinstellungen nicht möglich gewesen sein konnten, obwohl ständig absichtlich darauf hingewiesen wurde, dass jemand gerade filmt (auch die abstrusesten Situationen übrigens). Allerdings war für mich die Illusion gegeben und so fand ich das eine gelungene Mischung zwischen Betonen des Found-Footage-Charakters und Ausbrechen aus den Grenzen des Looks durch Hinzufügen anderer Kamerawinkel.

      Die Rollen sind super besetzt und bis auf seltenes Overacting auch toll und überzeugend gespielt. Jake Gyllenhaal ist eh ein Guter, Michael Pena hat mich auch überzeugt und der für mich absolut überraschende Auftritt von Anna Kendrick hat mich sehr gefreut. Die Schilderungen der Privatleben der beiden Polizisten neben dem ganzen Buddy-Film-Flair hat mich verzaubert und deutete natürlich schon auf ein entsprechendes Ende hin.

      Was zum Entstehungszeitpunkt zumindest hierzulande noch nicht so aktuell schien, ist heute wohl an Aktualität und Brisanz kaum zu überbieten: Das Verhalten amerikanischer Polizisten, vor allem gegenüber der afroamerikanischen und mexikanischen Minderheit ist ein Thema, was die Weltnachrichten seit Monaten ständig begleitet. Hier wird ein Bild gezeichnet, von der Polizei, von den o.g. Minderheiten, von einer Stadt, in der ständig ein Straßenkrieg zu schwelen scheint.
      Polizisten, die recht wahllos zwischen absoluter Rechtschaffenheit, emotional bedingter Rohheit und der Jagd nach dem nächsten Adrenalinkick schwanken.
      Stadtviertel, in denen jeder Mann mit krausem Haar und/oder dunklerem Teint automatisch verdächtig ist.
      Männer, die testosterongeladene Auseinandersetzungen mit Waffe im Anschlag führen und doch einen auf ungewöhnlichen Standbeinen fußenden, respektvollen Umgang miteinander pflegen.

      Man kann nur (vergeblich) hoffen, dass "End of Watch" Fiktion ist.

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      • 4

        Hat mich eher genervt als umgehauen.
        Schade, bin anderes gewohnt von Gyllenhaal !

        • 7
          HanniDoll 25.06.2016, 22:29 Geändert 25.06.2016, 22:29

          ich geb mal 7 punkte.

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          • 10

            Herzergreifend realitätsnahe Bromance.
            Ich hatte Tränen in den Augen zum Ende hin.

            Richtiges Meisterwerk. :-) <3

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            • 10

              hammer film, foutage stört nicht in diesem film

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              • 7 .5

                Sehr gelungen ist die Idee, dem Film einen Dokumentationscharakter zu verleihen und damit das Geschehen so realitätsnah wie möglich zu veranschaulichen. Insbesondere die Kameraarbeit sorgt für eine intensive Atmosphäre. Mittendrin statt nur dabei ist hier mehr als nur ein Slogan. Die beiden Hauptdarsteller haben zudem eine gute Chemie miteinander und ihre Dialoge sind ein weiteres Highlight von "End of Watch".

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                • 8

                  Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Fan von Found Footage Filmen. Dieses Kamera Gewackel finde ich auf Dauer sehr anstrengend. "End of Watch" ist bis jetzt der einzige Film, bei dem mich das kaum gestört hat bzw. wo ich es sogar irgendwie passend fand, weil ich so das Gefühl hatte man ist wirklich mitten drin. Es wirkt alles so real und das macht den Film irgendwie noch mal umso heftiger! Ich will echt kein Cop in L.A. sein! Der Film zeigt unheimlich authentisch die Brutalität die in den Bezirken von L.A. abgeht und erspart dem Zuschauer gar nichts!
                  Was aber in dieser schrecklichen Realität für ein paar Sonnenblicke sorgt, ist die tolle Bromance zwischen Jake Gyllenhaal und Michael Peña, die einfach perfekt sitzt. Sie ist so natürlich und selbstverständlich und kommt total authentisch rüber. Wie zwei Cops nun mal, die sich während sie in ihrem Auto durch die Gegend fahren über die alltäglichsten Dinge unterhalten. Von daher ist das Ende umso trauriger...
                  Also es ist definitiv kein Film den ich mir öfter angucken würde, da ich ihn doch teilweise sehr verstörend fand, aber es ist ein guter Film mit einem tollen Cast!

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                  • 4

                    Ich kann einfach nichts mit diesen Found Footage Filmen anfange, ich will es mögen aber es geht einfach nicht, diese Wackelkamera und diese Pseudodokumentationen gehen mir irgendwie auf die Nerven.
                    An den Schauspielern ist nichts auszusetzen, die machen hier das Beste !!!
                    Werde künftig Abstand von diesem Genre nehmen !!!

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                    • 8 .5

                      1 Punkt Abzug wegen der teilweise doch sehr stark wackeligen Kamera. Wurde mir fast schwindlig.

                      Sonst: ein überragender Jack. Gute Story, das Ende war teilweise absehbar, Spannung... Also absolute Empfehlung.

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                      • 7 .5

                        Fand den wieder durchaus gelungen , aber mit David Ayer kann man auch nicht viel falsch machen wie ich finde. Der Found Footage Stil stört nur bedingt ist trotzdem gut gedreht worden. Spannung kommt auch auf und Schauspieler sind super .

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                        • 7 .5

                          Sehenswerter Cop-Thriller.

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                          • 8 .5

                            Ein guter Copstreifen, der unter die Haut geht. Wen die Kameraführung nicht stört, (Found footage) der sollte seinen Spaß haben. Michael Peña & Jake Gyllenhaal harmonieren prächtig, was die Sache noch authentischer macht.
                            Empfhelung ist den Film im O-Ton zu schauen.

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                            • 9 .5

                              Jake Gyllenhaal wiedermal absolut Klasse. Cop-Gangsterthriller vom Feinsten. Absolut packend und authentisch. Im Found Footage Stil hat man hier einen sehr realen Thriller inszeniert, der einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Fast jeder Streifen mit Gyllenhaal ist ein absoluter Volltreffer. Thriller ist sein Genre.

                              • 6 .5

                                [...]"End of Watch" hat den Atmosphäretank voll, ist als Milieuschilderung durchaus packend und insgesamt schön dreckig und geschickt in Szene gesetzt, ein urbaner Thriller mit rauem Asphalt unter den Sohlen und Blut an den Händen – was dem Film fehlt, ist eine erzählerische Originalität.[...]"End of Watch" ist im Kern nicht mehr, als ein relativ gewöhnlicher Cop-Thriller, mit allem was das an Handlungselementen und Rollentypen so mit sich bringt. Dennoch ist die Machart, wenn auch nicht halbwegs konsequent durchgespielt, herausstechend und das Ding atmosphärisch über jeden Zweifel erhaben. Rau und brutal, mit einem Ende wie ein Würgegriff, auch wenn der Film sich das auf den letzten Metern gleich wieder etwas wegrelativiert. Solide Genrekost, insgesamt.[...]

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                                • 4 .5

                                  spoiler

                                  wer filmt da eigentlich die ganze zeit? zwei cameras jeweils an der brusttasche rechtfertigen irgendwie aus meinem physikalischen verständnis heraus keine aufnahmen von hinten. aber hey, wer bin ich schon? es ist schließlich die LAPD, die können alles! sogar mal wieder nur den mexikaner umbringen.
                                  selbst schuld, wenn man nigger oder mexikaner ist.

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                                  • 10

                                    Gerade in meinen Top-5 der "besten Cop-Filme jemals" gelandet.

                                    Das Zusammenspiel aus Handkamera und Bodycam bietet ein ultrarealistisches Paket, was es sonst nirgends gibt.

                                    Einfach Hammer :-)

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                                    • 7

                                      Eigentlich ist alles mit dem Intro-Kommentar zu diesem Film schon gesagt. Absolut und unwiderrufbar. Was danach folgt ist ein Zusammenschnitt der harten Umstände, vor denen man sich weder verstecken noch verschliessen kann. Brutal, konsequent und nicht zu leugnen. Schier ohnmächtig gegen die Realität.

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                                      • 5 .5

                                        Ein kurzer Ausschnitt aus einem nie endenden Krieg, bei dem es keinen Gewinner geben wird. Kann man sich nebenbei anschauen, aber insgesamt als Film doch unbedeutend. Glänzt weder durch Story noch durch sonst was, aber schöne Bilder von inszenierter Polizeiarbeit in einer abgefuckten Gegend.

                                        • 8

                                          Sehr guter Film, mit überraschendem Ende. Kann man guten Gewissens anschauen.

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                                          • 8

                                            Insgesamt ein sehr guter Cop-Film mit interessanten Bildern und Kameraeinstellungen. Spannend bis zum Schluss!

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                                            • 6 .5

                                              Ach du Scha-eiße. Da hab ich mir mit der Sneak Preview ja was eingehandelt. Naja nachm 1. Schreck wars ja dann doch irgendwie herzig. Außerdem fiel mir wirklich die Kamera ins Auge. Und ich biss zum Lunch, mit den zwei freundlich fluchenden Kinderrettercops im Auto, herzhaft ab, von dem dick mit Beamtenpathos bestrichenen Schmalzbrot. Trotzdem.. gehts eigentlich noch?

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                                                Schmu!

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                                                  Der intensivste Cop-Film den ich je erlebt hab! Jetzt schon ein Klassiker!!!!

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                                                    Düstere Cop-Romantik in Los Angeles mit einem ausgezeichnet funktionierenden Darstellerduo und schön viel Männerpathos. Debile Exploitation von David Eier.

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