End of Watch - Kritik

US 2012 Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Actionfilm, Kinostart 20.12.2012

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Kritiken (26) — Film: End of Watch

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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7.0Sehenswert

„End of Watch“ ist kein zweiter „Colors – Farben der Gewalt“ und er schleppt, trotz dem Verzicht einer richtigen Story, zu viel Ballast mit sich herum, doch die Straßen von Los Angeles wirken lebendig, immer wieder gelingt es Autor und Regisseur David Ayer die Anspannung der Cops spürbar zu machen. Der Film wirkt in seinen besten Momenten fast schon organisch.

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Andy Dufresne

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Jetzt will ich unbedingt (mal wieder) Colors sehen :)


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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6.5Ganz gut

[...]Ein oder sogar DAS Problem seines bisherigen Schaffens beseitigt David Ayer allerdings nicht durch Wackelkamera und fake documentary-Style: „End of Watch“ hat den Atmosphäretank voll, ist als Milieuschilderung durchaus packend und insgesamt schön dreckig und geschickt in Szene gesetzt, ein urbaner Thriller mit rauem Asphalt unter den Sohlen und Blut an den Händen – was dem Film fehlt, ist eine erzählerische Originalität. Die Sequenzen, oder auch nur Momente, in denen sich Stilistik und Narration zu einem symbiotischen Wirken verbinden, mehren sich erst zum Ende, die meiste Zeit ist „End of Watch“ in seinem Ablauf ein Cop-Thriller mit Charakterdramaeinschlag, wie es herkömmlicher nicht zu artikulieren ist, nur die Präsentation ist halt mal divergent. Wobei Ayer aus den Digicam-, Uniform- und Dienstwagenkameraperspektiven ohnehin früh ausbricht und letztlich eine bunte Allerleipaella aus first und third person-shots anrührt und die Aufnahmequelle wild zuckend von Schulter- zu Gewehr- zu feststehender Perspektive wechselt. Das fordert die üblichen paar Minuten der Eingewöhnung, funktioniert dann aber auch dann, wenn der Film ganz klar aus handlungsexterner Position gefilmt wird und seinen Ansatz damit eigentlich selbst entkonstruiert, zum Beispiel bei einer Sexszene oder auf der Grillparty einiger Ghettostyler mit anschließendem Drive-by. Doof wär’s allerdings ebenso, wenn hier neben Cop Taylor, der seinen Alltag für Studienzwecke aufzeichnet, noch mehr Figuren mit Kamera in der Hand drauflos pesen würden, wirkt’s doch schon bei den bösen Hispanos reichlich gestellt (um mal gar nicht davon anzufangen, dass die hier permanent Beweismaterial gegen sich abfilmen…).

Sein Echtheitszertifikat bekritzelt sich „End of Watch“ also selbst und das nicht nur in Bezug auf die Technik. Vieles vom Dialog zwischen Taylor und Zavala ist improvisiert und wirkt oft ein bißchen so, als hätten sich die Schauspieler Jake Gyllenhaal und Michael Peña nicht besonders viel zu erzählen gewusst und einfach mal kräftig ins Blaue geraten, worüber sich zwei Cops auf Streife wohl so unterhalten. Heraus kommen dabei Gespräche, die öfters banal mit authentisch verwechseln – zwei Begriffe, die nicht unbedingt ungleich sind, die in ihrer Vermengung aber häufig am Zentrum von „End of Watch“ vorbeipalavern: die angeblich tiefe Freundschaft der Cops klingt mit Sätzen wie »I love you, bro« und »I know, bro« formuliert nach vielem, und Männer haben’s ja eh nicht so mit Gefühlen und bla, aber eine enge und durch die Jahre des gemeinsamen Einsatzes stahlgebadete Verbundenheit hört man da trotzdem zu selten heraus, zumal viel small talk während des routinemäßigen Streetchecks eben rüberkommt, als würden sich die Kumpelcops doch erst seit zwei, drei Wochen kennen und über Oberflächlichkeiten hinaus noch nicht so recht warm miteinander sein. Zum Ausgleich setzt „End of Watch“ auf dramatische Momente, wie die Rettungsaktion dreier Kinder aus einem brennenden Haus oder Heimvideoclips auf der Geburtstagsfeier von irgendeiner Verwandten Zavalas, um das dicke Band zwischen den beiden zu knüpfen, das der Film an anderer Stelle durch sein phrasenhaftes Schwadronat wieder aufribbelt.[...]

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.0Ausgezeichnet

End of Watch bedeutet in Amerika, dass ein Polizist bei der Ausübung seiner Pflichten getötet wurde. Damit ist ein tragisches Ende quasi vorprogrammiert, doch bis es soweit ist, begleitet der Film seine Protagonisten in der Ausübung ihrer Pflicht.

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Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

Die Straßen L.A's. Nicht die, die von Touristen belaufen werden, sondern die in den Grenzgebieten, in den Problembezirken. Die, in denen die Mafia lebt, ebenso wie gefährliche Banden, Tonnen von Waffen und Drogen. Genau dort fahren Taylor (Jake Gyllenhaal) und Zavala (Michael Pena) Streife. Abgesehen davon, dass sie eines der besten Teams des LPD's sind, können sie sich auch beste Freunde nennen. Beste Freunde die einen Erfolg nach dem anderen zu verbuchen haben. Doch sind sie sicher nicht das, was man 'perfekte Cops' nennt, durch ihre unkonventionelle Art und ihre Alleingänge machen sie sich in der Gegend unbeliebter, als es für Cops eh schon üblich ist. Das steigert zwar ihr Selbstvertrauen, doch eben auch den Hass der Bewohner.

Jake Gyllenhaal rennt hier mit einer Handkamera bewaffnet an der Seite von Michael Pena durch lebensbedrohliche Straßen und macht seinen Job als Polizist. Found Footage: Kennt man. Polizisten: Auch. Sehen wir so gut wie jeden Tag. Doch sind wir hier erstens in einem Schmelztiegel in Amerika und zweitens zeigt das Found Footage auf unglaublich nahe Weise was so ein Team dort erlebt. Natürlich kann man davon ausgehen dass die Jungs und Mädels das im echten Leben nicht ebenfalls jeden Tag erleben, doch so grausam wie das auch aussieht, man kann davon ausgehen das es realitätsgetreu ist was man dort sieht.

Aber mal angenommen es würde mir jemand sagen dass das total überzogen ist, und ich keinen Bock auf diskutieren hätte: Wen zum Teufel interessiert's? Die Show ist super, macht das Problem klar und bietet mit der deftigen Action die Phasenweise geschieht auch Blockbusteratmosphäre (was nicht immer schlecht sein muss). Doch wer hier Gyllenhaal und Pena überzogen nennt, hat die ein oder andere Grausamkeit verdient. Für mich stellen sie hier klar DAS Filmbuddypärchen des Jahres 2012 dar. Von Sekunde 0 an haben sie ihre Performance mehr als überragend abgeliefert. Alleine die Persönlichkeitswechsel von Arschlochhaft zum netten Gesetzeshüter und wieder zurück, war ziemlich beeindruckend.

Was den ein oder anderen nerven könnte, sind die teils wirklich schwer debilen Gangster. Abgesehen davon das sie in gewissen Szenen vorher wohl noch nie mit einer Waffe umgegangen sind, geht einem das Gelaber auch ziemlich auf den Keks. Doch da die Typen nur selten mal richtig an Screentime gewinnen, geht das grade so noch in Ordnung.

Aber es entschädigt so viel für diese offensichtlichen Fehler. So sind Ayer's Dialoge und Inszenierungen wirklich vom allerfeinsten, die Kulissenwechsel wie z.B. von der Seitenstraße zum schönen, mexikanischem Geburtstag, sind nicht einfach, doch er hat es problemlos geschafft. Langeweile kommt hier wirklich gar nicht auf. "End of Watch" ist für mich in absolut jeder Hinsicht intensiv: Die Emotionen stellen Buddys dar, denen man ihre Rollen mehr als abkauft, die Inszenierung lässt einem das realitätsnäheste Gefühl überhaupt bescheren und der Look ist so dreckig und sympathisch wie das Gesamtwerk an sich. Selten hat bei mir, als der Abspann lief, so ein Gefühlschaos geherrscht.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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4.0Uninteressant

Ist ja okay, daß Ayer uns immer wieder das Hohelied auf das LAPD singen will, aber künftig soll er sich doch bitte wenigstens nen Plot einfallen lassen. Was soll uns END OF WATCH eigentlich erzählen? Es ist das Geilste, ein Bulle zu sein? Es ist das Scheißeste, ein Bulle zu sein? Männer sind die besten Kumpels? Für letzteres sprechen die sintflutartig auf einen niederprasselnden "I love you bro"-Dialoge im Polizeiwagen. Und von wegen "Found Footage": Gyllenhaals Kameraperspektive kriegt man vielleicht in 1% des Films zu sehen, der Rest ist einfach so wüst zusammengekloppt, damit der Film schön cheapo bleibt. Jeglicher Realitätsanspruch ist vergessen, als der kleine Pena sich auf einen Faustkampf mit einem Verdächtigen einlässt, anstatt ihn zu verhaften, und nach 80 Minuten gibts sowieso nur noch Copsploitation mit appen Köppen und Schnellfeuergewehren. Spannend ist das alles nicht, eher ermüdend und reichlich wichtigtuerisch für nichts als heiße Luft. Erwähnenswert nur die gute Arbeit der Music Supervisors und ein Tänzchen von Gyllenhaal und der Landplage Anna Kendrick zu "Push It".

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Adrian_Veidt

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hier = im Film
:/


lleemmoo

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Adrian ich finde z.B. diesen Film einen der besten Filme 2013. Am besten man lässt sich seine Meinung nicht bilden, sondern bildet sie sich selbst! Ich kann hier keine Kritik nachvollziehen, daher empfehle ich dir den Film anzuschauen und zu schauen, ob du ihn magst oder halt nicht.


Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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7.5Sehenswert

David Ayers erzählt in End of Watch vielleicht nichts Neues, aber wie er es tut, ist sehens- und bemerkenswert.

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Andreas Busche: taz, fluter, Der Freitag, E... Andreas Busche: taz, fluter, Der Freitag, E...

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8.0Ausgezeichnet

Ayer erzählt seine Geschichte [...] realistisch und glaubwürdig, woran die beiden Hauptdarsteller Gyllenhaal und Peña großen Anteil haben.

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Christian Schröder: Der Tagesspiegel Christian Schröder: Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Mit End of Watch will David Ayer ein realistischeres Bild von der Polizeiarbeit zeichnen. Wenn er nun eine Hymne auf die Aufrichtigkeit seiner Helden anstimmt, verfällt er dabei allerdings von einem Extrem ins andere.

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Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Ayer bedient sich einer Erzählstruktur, die zunächst den Eindruck eines gelassenen, fragmentarischen Realismus erweckt, dann aber in den denkbar monströsesten dramatischen Spannungsbogen mündet.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Schonungslos und unverblümt inszenierte David Ayer "End of Watch" als sehr persönliches Videotagebuch. Das wirkt dann so, als würde die Geschichte keinem fiktiven Plot folgen, sondern sich ganz natürlich entwickeln.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Die glücklichere Anpassung geschieht in dramaturgischer Hinsicht, denn End of Watch verläuft zwar im Großen und Ganzen recht linear, die Erzählung wird allerdings [...] in kleinere Einheiten aufgesprengt.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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7.0Sehenswert

Die Reality-Textur soll den Zuseher ins Geschehen ziehen, lenkt aber öfters eher ab [...]. Aber emotional überzeugt End of Watch dennoch, zusammengehalten vom dringlichen Spiel der Hauptdarsteller und einem kinetischen Vorwärtstrieb, den das neumodische Inszenierungsprinzip auch nicht untergraben kann.

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Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk

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6.0Ganz gut

Ghetto-Krieg, Polizeialltag und Männerfreundschaft. "End of Watch" ist kein klassischer Cop-Thriller, sondern eher ein 'vor sich Hinplätschern', bei dem ständig Gefahr in der Luft liegt.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

David Ayer liefert mit End of Watch seine bisher beste und nachhaltigste Arbeit ab, denn diesen Film wird man sicher nicht so schnell vergessen [...]. Am Schluss ist man nur noch enorm beeindruckt von den überraschenden, eigenwilligen und konsequenten Wegen, die David Ayer und seine Crew hier gegangen sind. Hart, schnell, authentisch. Großartig.

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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6.0Ganz gut

[...] Aber „End of Watch“ will nicht nur einen realistischen Einblick in das Leben zweier Polizisten in South Central L.A. vortäuschen, sondern kann den Zuschauer durch die dokumentarische wie originäre Nähe schnell an sich binden. Wir tauchen in die gelegentliche Routine des Jobs und dem Privatleben der unterschiedlichen Figuren ein, genauso wie in abgründige Kriminalität und die ständige Lebensgefahr, in der sich Zavala und Taylor fortlaufend befinden. Geht es dann auf den Showdown zu, lässt es Ayer noch einmal so richtig krachen, das Blut darf spritzen, die Projektile haltlos durch die Gegend fliegen und es kommt schlussendlich genau zu der Dramatik, die man in dieser abschließenden Form nicht erwartet hätte, auch wenn sich der Film vorher eine äußerst störende Sequenz erlaubt. [...]

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Punsha

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Oh, eine störende Sequenz ... kenn ich. So ärgerlich, dass sie manchmal den ganzen Film vermiest. Ich vermute auch deshalb die 6 Punkte, weil bis dahin liest es sich eigentlich nicht schlecht.


SoulReaver

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Schlecht ist der absolut nicht. Sehenswert, gerade in der heutigen Zeit, in der man immer wieder mit irgendwelchem Polizei-Kram zugemüllt wird. Aber wie gesagt, neu ist das auch nicht und es ist auch immer wieder erstaunlich, wie schlecht so manche Bösewichte mit der AK umgehen.


Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.0Ganz gut

Unterm Strich hinterlässt End of Watch [...]einen ambivalenten Eindruck mit vielen interessanten Ansätzen, die aber allzu oft nicht ordentlich zu Ende gedacht wurden.

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NeilSmith: Total Film NeilSmith: Total Film

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7.0Sehenswert

Wenn man ersteinmal über den hinfälligen Found-Footage Effekt hinweggekommen ist, bietet End Of Watch ein anschaulisches und authentisches Portrait zweier Polizisten.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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5.5Geht so

[...]„End Of Watch“ ist kein schlechter Film, aber eben auch kein sonderlich guter oder gar außergewöhnlicher. Wie bei den meisten Produktionen aus dem sogenannten Found footage-Bereich, verweisen auch hier die Verantwortlichen stolz darauf, dass sie den Stil nicht als bloßes Gimmick ausgewählt haben, sondern mit diesem der Geschichte mehr Authentizität verleihen wollten. Allerdings fragt man sich an verschiedenen Stellen, wie nun die jeweilige Einstellung in dieser Form überhaupt aufgezeichnet werden konnte[...]
Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“) und Michael Peña („L.A. Crash“) geben sich zwar Mühe, ihre Figuren mit Leben zu füllen, aber wahre Sympathie will für diese einfach nicht aufkommen. Das liegt nun nicht unbedingt an den Leistungen der Schauspieler, sondern eher an dem schwachen Drehbuch, das sich überwiegend in ausgelutschten Cop- und Gangsterklischees wälzt.

In seinen stärksten Momenten wirft „End Of Watch“ seine Zuschauer tatsächlich mit einer beachtlichen Intensität in einen Strudel der Gewalt. Blöd ist eben nur, dass man sich in diesem nur marginal um die darin befindlichen Charaktere sorgt …

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Chuck Wilson: Village Voice Chuck Wilson: Village Voice

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8.0Ausgezeichnet

Vielleicht ist End of Watch unnötig, aber durch den großen Unterhaltungswert ist der Film einfach unwiderstehlich, denn Ayer hat ein Talent für gute Dialoge, Dody Dorn schafft mit seinem Schnitt ein unnachgiebiges Tempo und Gyllenhall und Peña spielen einfach wundervoll.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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9.0Herausragend

Nerven aufreibend im besten Sinne ist End of Watch [...] einer der besten amerikanischen Cop-Movies, die ich seit langem gesehen habe.

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Lili 9ochefort

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Nervenaufreibend ??? ich hatte große Mühe wach zu bleiben. :)


Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Anders als bei so vielen Actionthrillern, wo der Zuschauer sich recht sicher ist, dass die Protagonisten nicht zu Schaden kommen, ist man dies hier nicht. Während wir uns mit auf Patrouille befinden, haben wir jederzeit das Gefühl, alles Mögliche könnte passieren. Dies fügt mit zum vorantreibenden Moment der fesselnden Story hinzu.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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6.5Ganz gut

End of Watch vermittelt mit Bravour das Gefühl, einem Job nachzugehen, bei dem man sein Leben riskiert. Die Sünde, dass hier Polizistenklischees dargestellt werden, kann da verziehen werden, denn der Film ist eine Hommage an die Polizei.

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dbeutner

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Wow. Sünde wird verziehen, weil jemand eine "Hommage an die Polizei" inszeniert... Wenn das mal nicht die größte Sünde ist, die man begehen kann... :-|


kaot76

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@dbeutner: dieser kommentar tut weh hast recht!


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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10.0Herausragend

End of Watch ist einer der besten Polizeifilme der letzten Jahre, eine virtuose Verschmelzung von Schauspielleistungen und oft aufsehenerregender Action.

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HulktopF

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gab ja auch nicht soviele davon in den letzten jahren, lol.


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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8.0Ausgezeichnet

Für diejenigen, die Ayers übermäßigen Gebrauch der Wackelkamera-Ästhetik aushalten können, ist End of Watch ein befriedigendes Leinwandereignis und emotional stark.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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5.5Geht so

Überlang und ungemein unoriginell schafft es End of Watch nur voran zu kommen durch das überaus engagierte Spiel der beiden Hauptdarsteller.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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8.0Ausgezeichnet

End of Watch trifft punktgenau wie die Faust auf's Auge. Vorbei an typischen Polizisten-Klichees zeigt er stattdessen die spannende Jagd zweier Cops. Der Versuch Faux-found-footage einzubauen ist zwar ein wenig veraltet, verleiht dem Film aber Authentizität.

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Kommentare (205) — Film: End of Watch


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georg1993

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Bewertung6.0Ganz gut

Auf jeden Fall ein unterhaltsamer Actionfilm mit zwei gute Hauptdarstellern! (What else Jake Gyllenhal?)

Vorausgesetzt man kann über ziemlich banale " Wir sind Cops, wir sind die guten, halten zusammen wie Familie und alle Gangster sind ultraböse" - Cliche hinwegsehn.

Und trotzdem bleibt mir das Gefühl zurück gerade einen ziemlich teuren Werbespot für die Polizei gesehen zu haben. Aber eben einen guten Werbespot.

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A-Wax

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Bewertung7.5Sehenswert

Cop-Thriller der im Fahrwasser von "Colors" und "Training Day" schwimmt und durch den exzessiven Einsatz von Handkameras doch recht stark verliert.

Was macht einen guten Cop-Thriller aus? Eine vernünftige Story, nachvollziehbare Charaktere, ein Schuss "Realität", eine gute Prise Action und ein mutiges und nicht zu schemenhaftes Ende. Genau an diesen Punkten sehen wir sowohl Parallelen als auch große Unterschiede zu seinem großen Bruder "Training Day", den ich nachhaltig für einen der besten Filme von Denzel Washington halte und den vielleicht besten Cop-Thriller überhaupt. Er weist ähnliche Stärken auf, aber in keiner Disziplin ist er so stark wie sein Vorbild.

Nun will ich ihm aber in keinster Weise seine unbestreitbaren Qualitäten absprechen, denn auch wenn die Story nur zweckdienlich ist und nicht wirklich viel Innovation bietet, die Hauptdarsteller sind beide überragend, ihre Figuren durchaus nahe an der Realität und Action ist ebenfalls ausreichend vorhanden.

Wo liegen denn dann nun die Schwächen? Ganz einfach, den angesprochenen "Schuss Realität" wollte der Regisseur bei "End of Watch" mit möglichst viel Bildern aus der Handkamera erreichen. Das führt vor allem in der ersten Hälfte des Films zu extrem viel verwackelten Bildern und der Effekt, dass man sich direkt im Geschehen fühlt nutzt sich dann doch sehr ab und nervt irgendwann nur noch. Das Ende kann leider auch nicht vollends überzeugen, denn hier wirkt es so, als hätte man sich um das eigentlich "richtige" Ende herumgedrückt.

Trotz dieser Kritikpunkte ist "End of Watch" ein guter Cop-Thriller geworden, der durch seine Vorbilder inspiriert ist und durchaus einiges von ihrer Qualität herüberretten kann, auch wenn die Gangproblematik doch sehr klischeehaft dargestellt scheint.

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pischti

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"Training Day" ist wahrlich ganz groß!!!


mar (-ion-)

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Bewertung6.5Ganz gut

kann man gucken..wenn man auf diesen super coolen cop-nigger slang steht, - zu empfehlen. action, teilwesie drama. jake spielt gut!

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The Photograph

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun, ich bin zwiegespalten. Einerseits ist der Film irgendwie storylos insofern die Handlung nicht wirklich einen roten Faden besitzt, sondern eher einem Dokumentarfilm gleicht. Die Kameraführung ist gewöhnungsbedürftig.
Andererseits ist er spannend durch die verschiedenen Ereignisse und Gegebenheiten.
Fazit: 6,5 Punkte. Mehr geht nicht.

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borgdrone

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Bewertung9.5Herausragend

großes Kino

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Hades1987

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Überragend!!!

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Martin Oberndorf

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Bewertung5.0Geht so

Worin "End of Watch" definitiv punktet, sind seine beiden Protagonisten, die sich nicht allzu sehr in der Klischeeliste verirren.
Es gibt in der Filmwelt zwei Arten von Polizeibeamten: den sympathischen Kämpfer für Recht und Ordnung, und das brutale Arschloch, dass seine Rechte ausnutzt, um seine sadistischen Triebe auszuleben.
"End of Watch" beginnt mit einem Off-Kommentar von Jake Gyllenhaals Figur, die erzählt, dass er jeden Verbrecher jagen wird, weil es das Gesetz von ihm verlangt. Seine Schilderung wird dabei immer hemmungsloser, wenn er beschreibt, was er auf dem Weg dorthin alles tun würde.
Das Bild der Protagonisten Brian und Miguel ist ein sehr eigenes. Die beiden Polizisten nehmen kein Blatt vor dem Mund, sind teilweise Kindsköpfe und finden oftmals Spaß an Prügeleien oder kleineren Delikten. Zunächst dachte ich ehrlich gesagt, sie seien durchaus arschlöchrig, da sie oftmals den Eindruck vermittelten, sie würden einige der kriminellen Aktivitäten cool finden. Relativ bald aber merkt man, dass sie das Herz am rechten Fleck haben, und lediglich pubertäre Jungs im Körper zweier erwachsener Männer sind, die niemandem was Böses wollen, aber doch auch hin und wieder mal Scheiße bauen.
Die Konstellation der Beiden ist auch interessant: Jake ist eher der Gewissenhafte, der seinen Job ernst nimmt, Miguel der mit dem bescheuerten Humor, der immer für jeden Schwachsinn zu haben ist. Es sind aber dennoch nicht die typischen Buddy Movie-Figuren, allein, weil sie sich im Zusamnenspiel zu gut verstehen und als eingespieltes Team agieren.
Und auch, wenn mir nicht ganz klar ist, warum man Jake Gyllenhaal, der eigentlich immer sehr gefühlvolle und beinahe androgyne Figuren verkörpert, unbedingt kahl in den Streifen bringen musste - er spielt hier ja auch eher den nachdenklichen und nicht unbedingt mit viel Testosterom vollgepumpten Part - so finde ich auch die Wahl der Darsteller sehr gut gelungen.

Charaktere - check!
Schauspieler - check!
Situation - check!

Hier wurden also zwei Cops auf das Publikum losgelassen, die erfrischend anders herüberkommen und auch bis zu einem gewissen Grad den Film tragen.
Man hatte hier denke ich vor, einen realistischen Polizeifilm zu drehen, der in den Bandenterritorien Amerikas spielt. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, allerdings denke ich durchaus, dass dem Film das wohl recht gut gelungen ist.
Unterstrichen wird dies dadurch, dass teilweise Found Footage-Aufnahmen zum Einsatz kommen, die von Brian aufgenommen wurden (und natürlich gestellt sind).
Im Genre des Polizeifilms wäre das mal eine andere Herangehensweise, und auch für den Found Footage-Film eine Abwechslung zur immerwiederkehrenden Verwurzelung mit dem Horrorkino.

Und hier wurde eine Entscheidung gemacht, die für das, was der Film zeigen will, wohl die Beste war, und für das, was er letztlich zeigt, die Schlechteste: der Film bietet auch Handlungsszenen, die nicht von Brian aufgenommen wurden.
Sein Found Footage-Look wird nicht konsequent durchgezogen.
Das kann Fluch und Segen zugleich sein.
Er nimmt sich damit die Möglichkeit, komplett dokumentarisch zu wirken und somit für den Zuschauer unmittelbarer, direkter und realistischer daherzukommen.
Einem Found Footage-Film kann man verzeihen, wenn man inhaltlich nicht viel erklärt bekommt und eine Dramaturgie auch nur spärlich vorhanden ist, denn das hält eine Kamera, die den Alltag filmt, auch selten bis garnicht fest.
Die zusätzlichen, nicht vom Protagonisten gefilmten Szenen bieten aber dramaturgisch natürlich viel mehr Möglichkeiten. Nun kann man eine Narrative einbauen, Parallelhandlungen zeigen, Hintergründe erläutern und Zusammenhänge der einzelnen Szenen erklären, was mit der blossen Handkamera des Protagonisten nicht möglich gewesen wäre.
Zu gewissen Teilen macht der Film das auch, doch leider erst viel zu spät.

"End of Watch" ist ganz klar ein Szenenfilm, der von der Aneinanderreihung lose zusammenhängender Sequenzen lebt, es aber nicht wirklich schafft, eine Geschichte zu erzählen.
Als Milieustudie sind diese Abschnitte sehr gut geeignet, jedoch ist es auf diese Länge gesehen ziemlich schwer, sich von Szene zu Szene zu rangeln, wenn man sowohl die Charaktere als auch deren Umfeld und Beruf einmal gut kennengelernt hat, was nach etwa 40 Minuten der Fall ist. Es wird dann ohne einen "richtigen" Aufbau etwas anstrengend, dem Geschehen zu folgen. Erst kurz vor dem Höhepunkt des Films kündigt sich dieser an, anstatt auf ihn hinzuarbeiten. Was "End of Watch" nicht schafft, ist es, ein Gefühl der Spannung aufzubauen.
Dafür ist der Film zu lang, und schöpft zu wenig seiner Möglichkeiten aus, die durch die Vermischung gespielter Archivaufnahmen und konventionellem Film durchaus gegeben wären. Es könnte ein Film sein, der einem in den kurzen Abschnitten die "Realität" zeigt, und nebenbei auch noch durch eine fesselnde Geschichte den Zuschauer bannt. Ersteres gelingt dem Film auch, das Versagen - trotz Versuches - des Zweites allerdings nimmt dem Film Vieles weg.

"End of Watch" ist einer jener Filme, die ich nicht als schlecht erachte, denen ich aber durchaus anmerke, das hier nicht alles herausgeholt wurde, was möglich gewesen wäre.
Das etwas Entscheidendes fehlt, merkt man vor Allem daran, dass man zwar zugeben muss, immer etwas mehr oder weniger Interessantes zu sehen, die zweite Hälfte sich allerdings wie zwei Drittel des Films guckt.

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Codebreaker

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Ja, da haben wir das dann wieder: zu viele Erwartungen haben meist zur Folge, dass der Film einen dann gar nicht soo dermaßen gefallen kann.

Naja, wenn du den Film nicht magst, dann ist das halt so. Auch wenn man selbst das anders sieht, sollte man da jedem schon seine Meinung lassen. Aber ich weiß was du meinst.


Martin Oberndorf

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Ich befürchte trotzdem, auch so hätte er mir nur mäßig gefallen.
Wobei der Film schon recht sympathisch wäre aber leider reicht mir das allein nicht... :/


Becci-Fandorin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film.
Natürlich ist er typisch amerikanisch, was soll's?

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expendable87

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Bewertung9.0Herausragend

atemberaubendes buddy cop-movie in authentischer doku-manier!
schon kurz nach filmbeginn fühlt man sich mit den beiden sympathischen polizisten des LAPD eng verbunden und fiebert intensiv bis zur letzten minute mit ihnen...jake gyllenhaal (prisoners) und michael peña (shooter) brillieren in ihren rollen und geben zusammen ein irre gespann ab!
der found footage-stil ist meiner meinung nach für eine spannungsreiche atmosphäre unerlässlich, ich persönlich empfinde ihn zu keiner sekunde als störend!
das kompromisslose und bestürzende ende (auch das alternative ende auf dvd) setzt dem nervenaufreibenden actionthriller letztlich die krone auf...david ayer, drehbuchautor unter anderem von 'U-571', 'training day' & 'swat', hinterließ bei mir bereits mit 'street kings' einen bleibenden eindruck und kreierte mit 'end of watch' ein weiteres film-juwel welches sich zurecht den ersten platz auf meiner liste der 'cop-movies' bemächtigt!

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TheCME

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Bewertung10.0Herausragend

Gerade da der Streifen für meine Begriffe keine klassische Spannungskurve hat taucht man wahnsinnig tief in den Alltag und gleichzeitig in die Charaktere ein. Der Dokustil gibt der Szenerie einen zusätzlichen Intensitätsgrad, welcher sich über die gesamte Länge hält. Gyllenhaal und Pena agieren großartig miteinander, mit dem perfekten Maß an "Typen" und deinem langweiligem Nachbarn und ohne dabei in klischeehafte Buddyrollen zu fallen. Der Soundtrack ist noch eine extra Bemerkung wert. Es wird auf Hollywood-2039dB-Soundfx verzichtet, während man sich satt dessen auf dezente, aber nicht weniger harte Klangkulisse verlässt. Musikalisch kann besonders der Schluss den Zuschauer emotional in die Couch prügeln. Top!!

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AlexLosAbeardos

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wer wie ich auf Dokumentar-Stil im Film steht, ist hier richtig. Man fühlt schon nach wenigen Minuten mit den beiden Cops mit. Tolle Schauspieler, gute Leistungen, runde Charakter. Genial!

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jurijboyka

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Bewertung5.0Geht so

Was richtig gut anfing, wurde zum Ende hin (sogar für einen Actionfilm) ziemlich unrealistisch... Die ganzen Schussszenen haben mir den Film versaut, deshalb nur eine Durchschnittsbewertung.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin die Konsequenz ... ich bin eine unbezahlte Rechnung ... ich bin das Schicksal mit einem Abzeichen und einer Waffe. Unter meinem Dienstabzeichen steckt ein Herz wie deins ... ich blute, ich denke, ich liebe ... und Ja, ich kann getötet werden ... und obwohl ich nur ein einzelner bin, habe ich tausende Brüder und Schwestern, die so sind wie ich. Sie würden ihr Leben für mich riskieren ... und ich meins für sie. Wir stehen gemeinsam auf dem Posten ... eine dünne blaue Linie. Wir beschützen die Beute vor den Raubtieren ... die Guten vor den Bösen. Wir sind Cops!

Mit diesen Worten von Officer Taylor, die mich an das von mir auswendig gelernte Vaterunser im Konfirmandenunterricht erinnert haben, beginnt einer der stärksten Copfilme, die ich je gesehen habe. Officer Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Pená) sind zwei noch recht junge, ungestüme Cops in South Central, dem berüchtigsten Stadtteil von Los Angeles.

Wohl kaum einem anderen Regisseur als David Ayer, der in South Central aufgewachsen ist und zahlreiche Cops aus L.A. kennt, würde ich es zutrauen, einen realistischeren Film über die alltägliche Arbeit in diesem Sumpf des Verbrechens zu machen. Diese Nähe zum Milieu merkt man dem Film auch deutlich im positiven Sinne an. Zum Einsatz der Kameras hat Ayer selbst gesagt, das er auf die Idee kam, als ein befreundeter Polizist ihm einen selbstgemachten Clip mit einer Ansteckkamera zeigte. Da er aber keinen "Found Footage"-Film machen wollte, drehte er etliche Szenen mit konventionellen Kameras, die aber auch teilweise an Waffen oder auf den Fahrzeugen installiert waren. Das Ergebnis dieser Bemühungen halte ich als Laie ebenfalls für sehr gelungen.

Die Schauspieler machen durch die Bank einen wirklich guten Job. Jake Gyllenhaal und Michael Pená spielen ihre Rollen, als wären sie wirklich die allerbesten Freunde oder unzertrennliche Brüder. Sehr beeindruckend! Aber auch der restliche Cast mit Frank Grillo, Anna Kendrick und Natalie Martinez weiß zu überzeugen. Dazu die durch die Bank genreuntypisch hervorragenden Dialoge, nicht nur der beiden Hauptdarsteller. Eine der absoluten Stärken Ayers.

Ein sicherlich übertrieben auf dem Zufall basierende, ansonsten aber sehr durchdachte Story, die bis zur letzten Minute kein bißchen an Spannung verliert. Für mich insgesamt eine sehr große Überraschung. Tja, warum kein Lieblingsfilm? Ich weiß es nicht, vielleicht bei der zweiten Sichtung.

P.S.: Zuerst aber muss ich "Sabotage" zweitsichten, der nach mehreren Nächten gesunden Schlafs, auch immer besser zu werden scheint. Mein bisheriger Kommentar wird mir immer peinlicher, aber Laotse sagt:

Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selber besiegt, ist stark.

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sachsenkrieger

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Der Preis ist die süße, saftige und über alle Maßen schmackhafte Frucht der Selbsterkenntnis :D


Macintosh

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Bewertung1.0Ärgerlich

Was für ein Müll.
Ein absolut wertloser Film. LA ,2Cops, ein Einsatz nach dem anderen, einer krasser als der Nächste da wird auch mal die Marke für ein Boxkampf mit Verdächtigem abgelegt.
Polizist in LA Yeah Bruder, wie können manche nur einen anderen Beruf wählen?
Denn zutun gibt's ja reichlich. Warum eigentlich? Fvck keine Ahnung man, die Straße ist hart, Bruder. Gefilmt wird alles selbst von den beiden (also authentische Wackelbilder yeah)
außer die Szenen der Gangster die filmen sich netterweise auch selbst.
Für mich war nach einer Stunde end of watching.
Undurchdachter Schund eines eher talentfreien Regisseurs.

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Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Ich wurde damals auf den Film aufmerksam, als es hieß, dass er im Doku-Stil gedreht wurde. Da werde ich automatisch hellhörig.
Hier wurde es konsequent durchgezogen, obwohl es an manchen Stellen etwas affig aussah, wie da ein Cop mit einer Kamera sich selber filmt.
Der Film ist sehr spannend und lässt einige Fragen ungeklärt. Man macht sich wie die Cops im Film seine Gedanken. Die Chance auf Antworten ist dabei allerdings sehr gering, welche auch nach dem Film nicht beantwortet werden.
Man fühlt sich schnell mit den beiden Cops verbunden, fiebert mit ihnen mit, geht mit ihnen auf Streife - kurz gesagt: sie wachsen einem ans Herz.
Der Film ist kein Action-Feuerwerk, eher ein Krimi mit dem etwas anderen Blick auf Los Angeles.

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bonjovi84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

toller film im doku-stil mit wackelkamera. das hier ist demnach keine charakterdarstellung, dafür ist die polizeirealität in L.A. sehr glaubhaft dargestellt. auch wenn die gewaltdarstellung hier deutlich überzeichnet ist und mich das dauergefluche etwas nervt. ansonsten wirken darsteller sowie die einsätze relativ authentisch. das ende nimmt einen nochmal mit. respekt! tolle 8 punkte!

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Ben-adar

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film ist im Grunde genommen eine Aneinanderreihung von Polizeieinsätzen. Einen roten Faden hat es kaum.

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Codebreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Irgendwie hatte ich mich auf "End of Watch" gefreut.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau warum. Wahrscheinlich hat mir der Trailer einfach irgendwie Spaß gemacht, vielleicht fand ich auch nur Gefallen an der Thematik.
Was auch immer, nun habe ich diesen Film gesehen und bin eigentlich durchaus zufrieden. Die Freude war also zurecht vorhanden.

Die Handlung ist eigentlich recht schnell zusammengefasst. Es werden zwei Cops, die ihren Tagesablauf filmen. Was sie erleben, wie ihr Job aussieht, etc.
Und da kommt dann eben die Handkamera ins Spiel. Und generell ist das eigentlich auch eine sehr gute Idee dieses Prinzip so einzusetzen. Teilweise gelingt es wirklich gut, dass der Zuschauer "mittendrin" ist, im Geschehen. Man begleitet die Cops bei härteren Vorfällen, bei leichteren Angelegenheiten und auch bei normalen Gesprächen.

So weit, so gut also. Doch leider ist, so gut das vielleicht auch gedacht und teilweise präsentiert war, da auch der größte Kritikpunkt.
Manchmal werden dann scheinbar wieder "normale" Kameras genutzt, da es eigentlich unmöglich ist, dass in diversen Situationen jemand die Handkamera hält bzw. die Cops da gerade filmt. Das ist teilweise eben etwas verwirrend und passt eben auch nicht ganz so ins Gesamtbild rein. Außerdem scheinen auch die Gangster hier allesamt mit Kamera rumzurennen. Das man sowas als Beweismittel nutzen könnte vergessen die scheinbar. Aber darauf wird sowieso größtenteils nicht eingegangen.

Tja, das ist teilweise etwas schade und sorgt dann auch dafür, dass hier nicht noch mehr Punkte rausspringen. Allerdings finde ich das jetzt auch nicht so dermaßen schlimm.
Dafür überzeugt mich End of Watch einfach zu sehr.

Wir sehen zwei Menschen die diesen Beruf ausüben.
Wir sehen wie sie mal mit sehr harten (und dann ist das auch wirklich hart, extrem, unangenehm und schon beim Zuschauen ziemlich schlimm), mal mit eher weniger schlimmen Verbrechen.
Wir sehen wie sie bei der Arbeit herumblödeln.
Wir sehen wie sie über das Leben reden, über Liebe, Familie und Freundschaft.

Irgendwie sind mir Taylor und Zavala sehr sympathisch. Man spürt einfach, dass sie eine ganz besondere Verbindung zueinander haben. Das sind nicht einfach nur irgendwelche eindimensionale Rollen, die mit bekannten Gesichtern besetzt und zusammengeklatscht sind.
Nein, das SIND Freunde...
Nein, das sind Brüder!
Und auch die Schauspieler, Jake Gyllenhaal und Michael Pena machen das super!
Manchmal, gerade wenn sie eben wieder einen, durch die Arbeit bedingten, Schlag in die Magengrube verpasst bekommen haben, sieht man direkt an ihren Gesichtern, wie schwer es ist damit umzugehen.
Wie schwer doch dieser Beruf ist.
Man spürt, dass sie damit Probleme haben, wenn sie auch den Anschein nach außen nicht machen. Auch in anderen Situationen.
Man sieht oft genug wie sie Heldentaten vollziehen - fühlen sie sich dennoch als Helden?
Nunja, die Antwort auf die Frage, sieht man, wie beschrieben, in ihren Gesichtern.

Ansonsten ist "End of Watch" auch durchaus ein kurzweiliger und unterhaltsamer Film.
Manchmal ziemlich hart, manchmal ziemlich witzig, manchmal auch ziemlich schön und manchmal ziemlich spannend und eben auch manchmal echt traurig/emotional.
Insgesamt hat mir der Film also wirklich gut gefallen, ja, die Wackelkamera hat hier und da mal genervt und insgesamt wirkte das Konzept nicht wirklich richtig gut umgesetzt, aber alles in allem bin ich dennoch richtig zufrieden.
Durchaus ein Empfehlung, ich werde den sicherlich auch erneut sichten, irgendwann!

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Martin Oberndorf

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Ich auch :3


BenAffenleck

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@Code: Kein Thema. Ich kann auf die Stelle jetzt auch nicht näher eingehen, ist schon einige Monate her das ich den Film sah...


Antichrist

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Bewertung0.0Hassfilm

VORSICHT:SCHIMPFWORTSPOILER!

Nach 15 Minuten,den angekündigten unlogischen Doku-Wackel-Zappel-Bildern und bereits unzähligen Fucks,Wichsern,Motherfuckern,Schlampen,Shits,Alter,wowowowo,Arschlöchern usw. zieh ich die Notbremse und schalte aus,verflucht nochmal!
(Möglich,dass ich den ein oder anderen Kraftausdruck dazugedichtet hab',aber in diesem Fall,schei... drauf!)

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dannydiaz

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nicht so schlimm, ist zwar unter Umständen unterhaltsam, am Ende sagt er aber nur, hey wir bei der Bolizei wollen auch Militärequipment


The Chief

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Bewertung7.0Sehenswert

Hatte im Vorfeld nicht wirklich viel über den Film gehört, bin also komplett ohne Erwartungen heran gegangen.
Ich finde die Rollen alle gut besetzt und sympathisch. Die Dialoge sind einfach gehalten, was aber aufgrund des rauhen Umgangston nicht weiter verwunderlich ist.
Die Kameraführung vermittelt den Hauch von Realität und ein Gefühl, als wäre man mittendrin. Mitunter kann es aber auch anstrengend sein, den verwackelten Bildern zu folgen.
Die Story ist nicht wirklich der Hammer, aber dennoch klar herausgearbeitet. Nebenbei ist natürlich viel Pathos dabei, aber das ist bei filmen dieser Art normal.
Alles in allem ein Film, der gut inszeniert ist und unter Umständen etwas aufrüttelt und zum Nachdenken über die Gewalt auf den Straßen anregt.

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