Bei den Interviews scheint es geradezu so, als ob man es gerade im Fernsehen schaut und man live dabei ist. Genau dieser Nervenkitzel, die Rivalität zweier Kontrahenten, die Sticheleien, das gekonnte Hin und Her, das fehlt vielen vermeintlichen Thrillern.
[...] Wer auf der Suche nach großem Charakterkino ist und sich nicht an dem für „uns Deutsche“ eher unbedeutenden historischen Hintergrund stört, der wird mit „Frost/Nixon“ seinen wahre Freude haben.
Zu sehr bleibt Howard den Hollywoodregeln für die - vermeintlich - breite Masse treu und inszeniert zu sehr auf Effekt - frei stehende Monologe, Hans Zimmer-Gedudel, dramatische Höhepunkte aus dem Spießerlehrbuch.
Die Austattung ist fantastisch, der Film ist toll gespielt, besonders von Sheen; Langella bewegt seinen Nixon für meinen Geschmack zu nah an der Parodie. Sehenswert allemal.
Der Film schafft es, den Prozess hinter eine Talkshow in einen fesselnden Thriller zu verwandeln, wenn auch viele von uns glauben, den Ausgang schon zu kennen.
Obwohl der Kern von „Frost/Nixon“ naturgemäß eine kammerspielartige Dramaturgie besitzt, bei der Salvatore Totinos Kamera die kleinsten Regungen und die Blicke der Hauptfiguren in Großaufnahme zeigt, macht etwa auch das detailverliebte Produktionsdesign – gedreht wurde an Originalschauplätzen, in Nixons Haus in San Clemente sowie in Frosts Hotel-Suite – aus „Frost/Nixon“ einen großen Kinofilm.
[...]Frank Langella, der für seinen Bühen-Nixon den Theater-Oscar ‚Tony‘ erhielt und völlig zu Recht in diesem Jahr für annähernd jeden Filmpreis nominiert ist, spielt schlicht überragend. Seine physische Präsenz, die in einer lustigen kleinen Szene sogar seinen schärfsten Kritiker völlig einschüchtert, besonders aber der Zwiespalt zwischen dem Eigenempfinden als Missverstandenem und dem gleichzeitigen Schuldbewusstsein, dem innersten Wunsch nach Vergebung und dem Starrsinn, sie zu fordern, statt zu erbitten – Langella stellt all diese Facetten mit Hingabe und gleichzeitig ausreichend Differenzierung dar, um aus Nixon nicht das politische Übermonster, sondern einen Menschen zu machen. Beim Anekdoten ausplaudern, wie beim Wutausbrüche ob seines auf den Watergate-Skandal reduzierten Handelns bekommend, Langella meistert die schwierige Rolle mit Bravour und umschifft gekonnt jede Tücke, die das Bild eines derart negativ in der öffentlichen Wahrnehmung manifestierten Mannes mit sich bringt.[...]
[...]Um den eigentlichen Kern, die Interviews, baut Howard eine massentaugliche Geschichte, beginnt seinen Film mit der Abdankung Präsident Nixons und nimmt sich fast eine Stunde Zeit, beide Hauptcharaktere vorzustellen. Eine etwas zu lange Einführung in Anbetracht des Hauptthemas. Eines jedoch muss dem Zuschauer hier klar sein: Frost/Nixon ist nicht das Abziehbild der Originalgeschehnisse. Vielmehr nimmt der Film sich das Recht heraus, Figuren und Tatsachen im Sinne der Dramaturgie zu verändern.[...]
Auch und gerade für Kinobesucher, die nicht en detail mit den politischen Hintergründen der Nixon-Ära vertraut sind, bietet Frost / Nixon geschliffene Unterhaltung und vor allem zwei brillante Schauspieler in Höchstform. Und vielleicht markiert er ja eine Trendwende im US-amerikanischen Kino - weg von tumber Action und hin zu mehr Bewusstsein für Politik und eine kritische Auseinandersetzung mit der Macht der Medien.
Frank Langella nimmt die pathologischen Züge Nixons zurück und verleiht ihm eine kleinliche Schläue, die jedoch schnell in staatsmännische Gravitas umschlagen kann. Morgan betont die innere Verwandtschaft der Kontrahenten, die beide im Exil leben (Frost arbeitet nach einigen Quotendesastern in Australien). Wirklich sympathisch ist keiner von ihnen, dennoch schafft es der Film, den Zuschauer mitfiebern zu lassen.
Ron Howard ist ja so ein Fall für sich. Ich mag Parenthood und The Paper (hauptsächlich wegen Keaton), ohne zugleich sagen zu wollen, dass sie gut sind. Bei How the Grinch Stole Christmas ist es eher so, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich Dr. Seuss Charakter vorher nicht kannte, Howards Arbeit schlecht einschätzen kann, obschon ich auch diesen Film mag. Über seine restlichen Filme – allen voran The Da Vinci Code – hülle ich lieber den Deckmantel des Schweigens. Was ich lustig finde, wo ich grad IMDb offen hab, ist, dass der gute Mr. Howard vor Frost/Nixon erst zweimal für einen Academy Award nominiert war (mit A Beautiful Mind). Dabei hatte ich eigentlich das Gefühl, dass das Ginger Kid so ein Kandidat ist, denn die depperte Academy jedes gefühlte zweite Jahr nominiert. So kann man sich irren.
Howard inszeniert die Geschichte unaufwendig und packend mit geschliffenen Dialogen an wenigen Originalschauplätzen als Kammerspiel. Im Fokus steht der psychologisch tiefgründige Schlagabtausch zwischen den beiden Männern, den er, ohne die Urteilsbildung des Publikums zu polarisieren, mit einer auf Schuss-Gegenschuss ausgerichteten klassischen Kameraführung bildlich umsetzt.
[...] Eigentlich eine banale Geschichte, Vorbereitung und Durchführung eines - wenn auch legendären - Interviews. Aber Ron Howard, der ansonsten für Blockbuster wie Da Vinci Code oder den dieses Jahr erscheinenden Nachfolger Angels & Demons verantwortlich ist, schafft es, das ganze so spannend zu inszenieren wie einen Thriller. [...]
Wer hätte gedacht, das ich je einem Ron Howard Film eine wirklich gute Bewertung geben würde. Steht der Mann für mich doch, für langweiliges Mittelmass und den cineastisch kleinsten gemeinsamen Penner. Abgesehen von Cocoon und Willow hat Howard, der durch seine Rolle in “American Graffitie” und die daraus resultierende Rolle in der Endlos-Sitocm “Happy Days” bekannt wurde, wenig vollbracht, das nicht fader, belangloser Einheitsbrei ist. Howards Filme sind in der Regel glossig, schmierige All-American-Stories die Pathos statt Sauerstoff atmen. Und doch: Frost/Nixon ist gelungen. Ein kraftvoller, hochspannender und sehr gut gespielter Thriller zwischen Boxduell und Mediensatire.
Hilfe ich mag einen Ron Howard Film. Bei genauerer Betrachtung gestalltet sich das aber wesentlich simpler: Gewohnt dünnes Drehbuch kämpft gegen spielwütige Darstellerorgie - und verliert. Zum Glück. Auf Grund dessen halte ich den Film insgesamt für gelungen, selbst wenn er an den üblichen howard'schen Wehwehchen leidet.
Einer der Filme, den man sich wegen der Thematik vielleicht nicht unbedingt freiwillig ansehen würde. Watergate, Nixon - das dürfte für die Mehrzahl der aktiven Kinogänger eher Namen aus Geschichtsbüchern sein.
Der Film lohnt sich dank der grandiosen Leistung der beiden Hauptdarsteller, die beide ihre Filmrollen schon auf der Bühne erfolgreich dargestellt haben. Ein großer Film!
Das Ron Howard dieses Theaterstück auf die Leinwand bringen konnte, grenzt an ein kleines Wunder. Seine Beharrlichkeit, ein kleines Budget und zwei großartige Schauspieler haben dieses Wunder wahr werden lassen. Der Film blickt vor und hinter die Kulissen einer denkwürdigen Begegnung, die für beide...
Ein Vergleich mit Sportarten lässt sich fast nicht vermeiden. Irgendwo zwischen einem Schachspiel und einem Boxkampf entfaltet sich diese dramatische Begegnung von Frost und Nixon. Diese Konfrontation zweier unterschiedlichen Persönlichkeiten wird von Ron Howard schwungvoll inszeniert. Vertrauen kann er dabei nicht nur auf seine technische Crew, sondern auch auf die vorzüglichen Schauspieler. Aufgelockert wird das Drama durch aus heutiger Sicht ironische Beobachtungen.
Die Hauptdarsteller Frank Langella und Michael Sheen versuchen nicht ihre Charaktere nachzuahmen, sondern verkörpern sie. Es gibt die gewöhnliche Eingewöhnungsphase, die in Filmbiografien vorkommt, wenn der Betrachter die Realität mit der Darbietung vergleicht. Dann verschwindet diese und der Zuschauer wird in den Bann des Dramas gezogen. Regisseur Ron Howard nutzt authentische Schauplätze und es werden zeitweise viele Details erläutert. Der Film konzentriert sich aber wirklich auf diese zwei, stark fesselnden, Hauptcharaktere. Diese zwei Männer zeigen tiefe Bedürfnisse, ganz außerhalb des Themas des Interviews.
Der Regisseur Ron Howard und Drehbuchautor Peter Morgan schafften mit Frost/ Nixon mehr als nur eine verschönerte Neuerzählung junger Geschichte.Sie formtem eine Tragödie, die fast die Kraft eines Shakespeares besitzt.
Schon eine kurze, unaufdringliche Szene in Frost/Nixon erfasst perfekt den subtilen Schmerz des gesamten Films. Der fesselnde Streifen ist gefüllt mit vielsagenden Momenten und kraftvollen, schauspielerischen Leistungen. Es ist schwer sich vorzustellen, das Interviews zwischen nur zwei Personen unterhaltsam sein können, aber Frost/ Nixon könnte nicht spannender sein.
Ein Film über den man letztendlich nicht allzuviele Worte verlieren kann, denn "Frost/Nixon" entzieht sich ganz bewusst jeglicher Hysterie oder Blockbustergehabe - zwei Dinge über die ich mich sonst zumeist in meinen Einleitungssätzen echauffiere. Howard (den ich sonst garnicht sonderlich schätze) ist für seinen Mut, das zugrundeliegende Theaterstück über weite Teile als altmodisches Kammerspiel auf die Leinwand zu bringen, nur zu beglückwünschen und zeitgleich zu bedauern, da sein Werk trotz vieler Nominierungen keinen Preis eingefahren hat.
"Frost/Nixon" gefällt durch seine gut ausgearbeiteten Figuren, die passenden Darsteller und einer Spannungskurve, die mich mehr gefesselt hat, als alle Thriller- und Horrorgeschichten des letzten Jahres - und das obwohl man den Interviewverlauf im Großen und Ganzen bereits kennt. Bei so viel Begeisterung sehe ich gerne über das eine oder andere Zugeständniss gegenüber dem historischen Protokoll hinweg.
Kurzum: Großes Kino - nicht nur für Politikjunkies wie mich.
Die erste dreiviertel Stunde, in der es darum ging, ob und wie das Interview zustande kam, fand ich streckenweise etwas langwierig, aber gut gemacht, und die kurzen Interview-Einblendungen fand ich anfangs störend (hätte man auch weglassen können meiner Meinung nach), aber haben gut in den semi-dokumentarischen Stil gepasst.
Als dann die Interviews losgingen war aber der Film genial.
Showdown zwischen 2 Boxern, von denen der eine übermächtig ist und der andere Null Chance hatte. Vielleicht war alles dramaturgisch etwas zu sehr aufs Kino getrimmt worden (vor allem der nächtliche Anruf, für mich die mit Abstand beste Szene des Films, kam bestimmt so in der Realität nicht vor, oder doch? ), aber es war vielleicht auch gerade deshalb atemraubend gemacht.
Und der letzte Interview-Tag war dann das Highlight, einfach super.
Frank Langella spielt genial und oscarwürdig, er WAR Richard Nixon! Super gespielt, Mimik, Gestik, alles hat gepasst, und man schwankte immer zwischen Sympathie, Abscheu und Mitleid.
Michael Sheen hat auch super gespielt. Dauergrinsen klar, aber ich fand das super, wie eben das immer eingefroren ist.
Ansonsten natürlich ein hochinteressanter Film, unterlegt mit einem süffisanten Witz und witzigen Schnitten, aber auch mit viel Drama.
Absolut empfehlenswert!
Der nächtliche Anruf kam nie vor. Zudem wurde auch anderes aus dramaturgischen Gründen verändert (Nixons Geständnis war in der Realität z.B. schon vor dem letzten Interview). Da wurden Zugeständnisse gemacht, um den Seher bei der Stange zu halten - finde ich legitim.
Ich fand's toll, dass irgendwie aber auch die Theateratmosphäre eingefangen werden konnte, da der Film ja auf einem Theaterstück basiert.
Ich bin, jetzt platzt die Euphorie aus mir heraus, begeistert! Grandioses Politdrama mit ebenso grandiosen Darstellern. Die etwas fade Einleitung (die den halben Punkt zur Höchstwertung kostet) ist ab dem Beginn der Interviews vergessen. Wie sich dann alles auf diesen einen Moment der Wahrheit zuspitzt und dabei eine unglaubliche Dynamik zustande kommt - großes Kino! Ohne bombastisch auf die Pauke zu hauen, entwickelt sich der Film zu einem gnadenlosen Duell, das schon an einen Western mit Showdown erinnert.
Hochinteressant auch die Darstellung der zwei Hauptcharaktere Frost und Nixon, die beide an Profil und Ausstrahlung gewinnen (sicherheitshalber spreche ich mal eine Spoilerwarnung aus): Der eine, Frost, wandelt sich vom schludrigen Dandy zum arbeitssamen Journalisten, der die Reichweite und die Ernsthaftigkeit erst nach und nach versteht, dann aber seinem Kontrahenten in Ebenbürtigkeit gegenübertritt.
Der andere, Nixon, wandelt sich vom gierigen und machtbesessenen Schuft zu einem alten Mann, einem Menschen ohne dämonische Attitüde, für den man sogar Mitleid empfindet.
Anders als von mir zu Beginn vermutet, zeichnet der Film die beiden Parteien nicht schwarz/weiß, sondern lässt viel Raum für andere Schattierungen.
Wen ein dialoglastiger Film ohne quietschbunte Aufmachung und laute Knalleffekte nicht abschreckt, der sollte sich "Frost/Nixon" unbedingt ansehen...
Regisseur Ron Howard ist für Hollywood-Unterhaltung mit historischem Kern bekannt. Zu seinen Erfolgen zählen neben den eher unmotivierten Dan Brown Verfilmungen auch "Apollo 13" und "A Beautiful Mind", beides Filme die mit dekorativen, dramaturgischen Schauwerten sowie bekannten Namen auf der Besetzungsliste aufmöbliert wurden.
"Frost / Nixon", die Verfilmung des gleichnamigen britischen Theaterstücks, ist nüchternes aber überaus packendes Kino, dass nicht mit großen Stars und Effekten arbeitet sondern mit Worten und Gesten und dies dramaturgisch in so einer Perfektion, dass die Rededuelle, nicht nur die zwischen David Frost und Richard Nixon, spannender und intensiver sind als so manche Schießerei oder Serienmörderhatz. Hilfreich dabei sind die Darsteller.
Michael Sheen (Frost) und Frank Langella (Nixon), die bereits auf der Theaterbühne von London ihre Rollen spielten, machen jedes Zwinkern, jede Schweißperle und jedes Räuspern zum spannenden Ereignis und gleichzeitig gelinkt es dem Film beide Hauptfiguren so zu gestalten, dass sie beide aus ihrem historischen Käfig ausbrechen können.
So entwickelt sich am Ende sogar Mitgefühl für Richard Nixon, dem ewigen Feindbild der Demokraten, während der scheinbar nur Ruhmsuchende David Frost auch eine Extraportion Profil in Form von innerer Unsicherheit und eines sich langsam entwickelten Kämpferherzens.
Natürlich muss man als Zuschauer der trockenen Geschichte offen gegenüber stehen um die Qualitäten dieses Werk richtig schätzen zu können, ansonsten würde man die alten Schauwerte schon irgendwie vermissen und dies obwohl in einem Film von diesem Format dafür keinerlei Platz wäre.
Ich selbst war etwas unsicher, ob mir der vermeintlich "trockene" Stoff gefallen würde. Aber "Frost/Nixon" ist nicht nur hervorragend ausgestattet, sondern auch ein unglaublich gespieltes Stück (Fernseh-)Geschichte. Ein großartiger altmodischer Film, in dem es um reale Figuren geht. Glaubhaft und mitreißend, ganz ohne Thriller-Anreiz.
Betrug, Lügen, Bescheißen, Angriff, Verteidigung,
Strategie, Provokation, Krieg gewinnen oder verlieren.
Ohne Waffen, nur verbal mit Konzentration.
Das ist Hochspannung, weil Real und weil von wirklich
allen Schauspielern so gut gespielt, so atmosphärisch dicht,
dass die Brisanz des Themas spürbar wird.
Als wäre der US-Präsident vor kurzem erst zurück getreten;
als hätten alle bis heute auf eine Antwort gewartet.
Das Legendäre Fernsehinterview des Reporters David Frost mit Richard Nixon galt als Vorlage für diesen spannenden Film!
Nach dem Rücktritt von Richard Nixon ist es ruhig geworden um den Präsidenten, doch seitdem versuchen zahlreiche Journalisten in zu einem Fernsehinterview zu überreden. Doch Nixon lehnt immer ab. Eines Tages kommt der junge britische Showmaster David Frost auf die Idee Nixon nach dem Interview zu fragen. Nixon der vom Ruf des Playboys schon gehört hat willigt ein um seinen Namen wieder reinzuwaschen. Frost der mit seinen Shows schon viele Flops hingelegt hat, und nicht gerade als seriös gilt, möchte als ernsthafter Journalist annerkannt werden. Nixon denkt er hat leichtes Spiel und wittert die Chance alle Vorwürfe abzuweisen und wieder als strahlender Ex-Präsident annerkannt zu werden, doch er hätte Frost nicht unterschätzen sollen....
Ron Howard der schon sein Talent für schwierige Stoffe unter Beweis gestellt hat inzeniert den Film spannend wie ein Thriller und auserordentlich informativ.
Dem Fernsehinterview mit Nixon und Frost kann man sich nicht mehr entziehen und man hängt die letzte Stunde nur noch an den Lippen der Protagonisten.
David Frost gespielt vom großartigen Michael Sheen überzeugt auf ganzer Linie.
Auch brilliert Frank Langella als Richard Nixon.
Die Musik von Hans Zimmer untermalt jede Szene sehr stimmungsvoll und genau.
Brilliant gespieltes Geschichtskino, ohne Effekthascherei
Fand ich total cool. Vermutlich aufgrund zu hohem Interesse am weltpolitischen Geschehen, Intelligenz oder überflüssigem emotionalen Bezug zur Watergate Affäre. Nich so gerne gucke ich Interviews mit Illner oder Will.
Fand ich total langweilig. Vermutlich aufgrund zu geringem Interesse am weltpolitischen Geschehen, Dümmlichkeit oder mangelndem emotionalen Bezug zur Watergate Affäre. Ich gucke lieber Super Nanny oder Peter Zwegat.
Wahnsinn wie es ein Film schafft, in dem eigentlich gar nicht so passiert, so spannend und mitreißend zu sein. Er bringt einen sogar dazu im großen Finale ein Bedauern für Nixon zu schaffen. Richtig starkes Kino! Und die Schlusseinstellung ist einfach genial. Das Bild des einsamen Mannes, der an einem traumhaften Ort, wo es ihm an nichts fehlen dürfte und trotzdem bleibt er allein und ungemocht.
Grossartiges, packendes Kino auf einer kleinen Bühne. Ausschliesslich mit Dialogen bringt uns Ron Howard hier ein Stück Amerikanische Geschichte näher, die jedenfalls ich bis dato nicht besonders vertieft kannte. Auch wenn ich immer noch nicht die ganzen politischen Details und Hintergründe dieser Watergate-Affäre verstanden habe (ich glaube, dass haben die wenigsten), so hat mich der Film doch jede Sekunde gefesselt. Vor allem Frank Langella als Nixon fand ich brilliant. Die 2 Punkte abzug gibts bei mir, weil ich die Darstellung von Michael Sheen als Frost zu oberflächlich fand und die "Liebesgeschichte" zwischen Frost u. seiner Freundin Caroline Cushing in diesem Film für mich keine Bedeutung hatte und damit ersatzlos hätte gestrichen werden können.
Wie der Titel schon andeutet bebildert dieser Film einen Zweikampf zweier Männer, die sich vielleicht näher sind, als es zunächst den Anschein hat. Denn weder wird Nixon als der intrigante Böse, noch Frost als der investigative Gute inszeniert. Dass der Film dies zeigen kann, ist dem semi-dokumentarischen Stil geschuldet, in dem er gehalten ist. Da sind die spontanen Interview-Einblendungen, sowie eine eher distanzierte Haltung gegenüber den Figuren. Diese erschließen sich ausschließlich aus dem was sie tun und sagen. Sie deuten auf nichts Vergangenes oder Zukünftiges (außer der Tatbestand Nixons zu Beginn und die Aussicht auf eine strahlende Karriere Frost am Ende des Films).
Was dieser dokumentarische Stil aber verhindert ist, die Sprache und Wirkung der Bilder selbst zuzulassen. Dies wird besonders am Höhepunkt des Films kritisch. Dort nämlich, wo Nixon öffentlich Schuld bekennt. Es setzt genau das ein, was diesen Höhepunkt zum Höhepunkt macht und was wenige Augenblicke später in einer obligatorischen Interview-Einblendung wiederholt wird: Die unglaublich starke und reduzierende Wirkung von (Fernseh-)Bildern.
Das Manko daran ist, dass der Film das, was er zeigen will - die Macht der Bilder - selbst nicht einlösen kann. Er kann sie nicht zeigen, sondern nur erklären. So wird die ursprünglich durch aus erhellende dokumentarische Methode an diesem Punkt zum Problem. Howard hätte an dieser Stelle besser auf die inszenatorische Kontinuität verzichtet und die Bilder Bilder sein lassen. Es hätte dem Moment gut getan und somit dem ganzen Film.
Toll, toll, toll!!! Soviel zum Thema verbaler Gewalt und der Kraft der Sprache und den Gesetzen des Gesprächs!! Frost/Nixon zeigt sehr, sehr eindrucksvoll, wie eine Schlacht in einem Gespräch ausgetragen werden kann und wie eben das auch schon Krieg ist!!!
Frost/Nixo hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, denn er ist recht fad und erreicht nicht annähernd das was wichtig war. So kann er als Charakterstudie glänzen versagt aber total als Kritik, er kritisiert Frost von damals und versäumt dabei die Zuschauer von heute aufzuklären. Er kann nicht alles machen doch ich bitte darum nur die Grundschritte zu beleuchten und kurz einen Einblick zu gewähren. Frank Langella spielt herrausragend und beeindruckt auch lange nach dem Film. Nixon prägt heute noch in Serien und Filmen ein Bild eines Mannes hinter dem vieles steckt und vorallem das Böse. Man hätte mehr erwarten können, doch was man bekommen hat, kann man trotzdem mit gutem Gewissen als Sehenswert bezeichnen.
Guter Film mit tollen Charakteren (insbesondere Nixon). Obwohl der komplette Film "nur" ein Interview mit Ex-Präsident Nixon beschreibt, ist er zu keiner Zeit langweilig. Der Film vermittelt sehr authentisch die angespannte Situation zwischen den Interviewpartnern und man spürt förmlich das Kribbeln, wenn Frost versucht, Nixon dazu zu bewegen, Fehler (Watergate) währen seiner Amtszeit einzugestehen.
Richtig starker und in seinem Schlussdrittel immens spannender Film mit großartigen Darstellern. Wer diesen unterstellt, sie seien nicht begabt, hat unbegabte wohl noch nie spielen sehen.
Großartiges Charakterkino - ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte wird hier gekonnt inszeniert. Jedoch kommt der Film um einige Längen nicht rum - dabei ist er gespickt mit den scharfen Interviews - und das nimmt dem Film etwas den Atem. Politik-Kino nicht nur für Fans.
Ron Howard hat auch schon bessere Filme gemacht. Ich fand den Film sowas von langweilig. Nicht mal den Schauspielern möchte ich hier ein gute Leistung bestätigen.
Nach all dem Lob fand ich mich recht enttäuscht. Richtig positiv ist Frank Langella, der einfach umhaut in seiner Performance - allerdings, wenn man ihn im Kontrast zum echten Nixon sieht, ist seine Darstellung schon wieder überzogen. Macht trotzdem erstmal grundsätzlich Spaß, so einem Schauspieler zuzusehen. Im Gegensatz dazu fand ich gerade Michael Sheen (oder die Regie-Idee zu seiner Rolle) recht übel; sowohl ohne den echten zuvor gesehen zu haben, aber auch bestätigt danach (der dreimal seriöser und authentischer war).
Ist die Story als solche dünn, hat es natürlich dennoch die Hoffnung gegeben, daraus etwas Gehaltvolles zu machen. Möglich wäre das. Gelungen ist es in meinen Augen nicht. Zu sehr zieht sich der Anfang, und der "Höhepunkt am Ende" (schon reichlich gewagter Aufbau an und für sich) kommt dermaßen plötzlich, dass es einfach gekünstelt wirkt. So sind auch die entsprechenden Originalaufnahmen an dieser Stelle unaufgeregter.
Ron Howard wollte eine Boxkampf mit Worten inszenieren. Wenn man das Ergebnis etwa mit "Una Pura Formalita" (einem der größten Filme überhaupt, leider in der Filmgeschichte fast untergegangen) vergleich, dürfte man ihm ob des Scheiterns an diesem Ziel eigentlich nur 1-3 Punkte geben.
Chance verpasst, würde ich sagen. Und dennoch am Ende nicht sooo schlecht, wobei ich das fast alleine Frank Langella zuschreiben würde.
Ich muss gestehen, dass ich über die Hintergründe der Watergate Affäre und des darauf erfolgten Rücktritts von Richard Nixon überhaupt nichts wusste. Und bei Frost/Nixon habe ich zunächst gedacht, dass der Film eher für ein amerikanisches Publikum gedacht ist. Das war eine Fehleinschätzung. Der Film ist wie ein großes Duell. Ein wirklich spannender Unterhaltungsfilm.
Manche Regisseure machen aus einem für mich interessanten Thema einen langweiligen Film, andere können genau das Gegenteil.
Zeitgeschichte nicht einfach nur abgefilmt.
Punktabzug für die eingeschobenen Kommentare, dies mag vielleicht filmtechnisch originell erscheinen, hat mich aber immer wieder aus dem Fluss gebracht, schade. Denn sonst ist Frost/Nixon erstklassiges, unterhaltendes und anspruchsvolles Schmunzelkino.
Der Film, getragen von exzellenten Schauspielern, zeigt, dass es nicht immer Action sein muss, die Spannung aufbaut. Ich war von den Dialogen wirklich gefesselt. Ganz nebenbei erklärt der Film auch noch die Watergateaffäre.
Insgesamt ein gelungenes Werk!
'Frost/Nixon' hat mir aufgrund der interessanten Diskussionen ziwschen David Frost und Richard Nixon gefallen. Politik ist nicht unbedingt mein Lieblingsthema, 'Die Unbestechlichen' fand ich z.B. ziemlich dröge, aber 'Frost/Nixon' war wirklich gut muss ich zugeben. Er zeigt einen Richard Nixon der selbst nach der Watergate Affäre sich dennoch als "Sieger" gibt und immer wieder auftritt als wäre er falsch verstanden worden. David Frost demontiert aber dieses Bild vollkommen.
Für mich der beste Film der diesjährigen OSCAR-Nominierungen: Ruhiges und (logischerweise) sehr dialoglastiges Drama, das mit seinem brillianten Drehbuch, seiner zeitgetreuen Ausstattung und vor allem durch die Leistung seiner beiden Hauptdarsteller (Frank Langella spielt einfach grossartig) zu überzeugen weiss. Zwei Stunden perfekte Unterhaltung mit Niveau - aber: Wer keine oder nur rudimentäre Kenntnisse der damaligen Geschehnisse um Nixon und die "Watergate-Affäre" besitzt, wird zeitweise etwas "auf dem Schlauch stehen". Zwar gibt der Film zu Beginn eine rudimentäre Einführung in die Thematik, doch ich schlage eher eine Vorbereitung durch das Ansehen zweier anderer Filme vor: "Die Unbestechlichen" von Alan J. Pakula sowie "Nixon" von Oliver Stone.
Interessanter und sehr authentischer, aber vielleicht etwas zu nüchterner und emotional wenig mitreißender Film. Auf jeden Fall sehr sehenswert, schon wegen der durchweg ausgezeichneten Schauspielerleistungen.
"Frost/Nixon" ist ein beeindruckender Film über das Interviewduell zwischen dem Talkmaster David Frost und dem ehemaligen Präsidenten der USA Richard Nixon im Jahr 1977.
"Frost/Nixon" ist ein wortgewaltiges Kammerstück, basierend auf einem Bühnenstück von Peter Morgan, welches besonders durch die schauspielerischen Leistungen von Michael Sheen ("Underworld") und Frank Langella ("Dracula") überzeugt. Regisseur Ron Howard, jüngst mit dem Mainstreamreißer "Illuminati" im Kino, serviert hier einen der besten Filme seiner ergiebigen Karriere.
Ohne Frage ist "Frost/Nixon" ein anspruchsvoller und fordernder Film, allerdings kann man den gezeigten Geschehnissen wohl auch folgen ohne genaueres politisches Wissen zu offenbaren.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Howard ein großartiges Politdrama schuf (berechtigte fünffache Oscarnominierung) - die Charaktere, Dialoge und die Bildsprache sind ohne Frage optimal inszeniert, auch wenn Blockbusterprofi Ron Howard der Dramaturgie wegen Abläufe des original Interviews und der Umstände veränderte.
Schon gewusst: Für die Rolle des Richard Nixon war anfangs auch Schauspieler Warren Beatty ("Der Himmel soll warten") im Gespräch.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Autor Peter Morgan, welcher auch das Drehbuch zum Film schrieb, aus dem Jahr 2006. Wie bereits erwähnt mussten für den Film aus dramaturgischen Gründen ein paar Änderungen vorgenommen werden.
In der Filmcommunity Rotten Tomatoes besitzt der Film eine kumulierte Gesamtbewertung von herausragenden 92 Prozentpunkten. Außerdem wurde der Film jeweils fünf Mal für den GoldenGlobe und Oscar nominiert, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller (Frank Langella), Beste Filmmusik (Hans Zimmer) und Bester Schnitt. Von den Auszeichungen konnte allerdings keine einzige gewonnen werden. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden bezeichnet den Film als 'Besonders wertvoll'.
Kritiker — Film: Frost/Nixon
Khitos: http://khitos.wordpress.com/
Bei den Interviews scheint es geradezu so, als ob man es gerade im Fernsehen schaut und man live dabei ist. Genau dieser Nervenkitzel, die Rivalität zweier Kontrahenten, die Sticheleien, das gekonnte Hin und Her, das fehlt vielen vermeintlichen Thrillern.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hausmeister: Nerdtalk.de
[...] Wer auf der Suche nach großem Charakterkino ist und sich nicht an dem für „uns Deutsche“ eher unbedeutenden historischen Hintergrund stört, der wird mit „Frost/Nixon“ seinen wahre Freude haben.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Julio Sacchi: Das Manifest
Zu sehr bleibt Howard den Hollywoodregeln für die - vermeintlich - breite Masse treu und inszeniert zu sehr auf Effekt - frei stehende Monologe, Hans Zimmer-Gedudel, dramatische Höhepunkte aus dem Spießerlehrbuch.
Die Austattung ist fantastisch, der Film ist toll gespielt, besonders von Sheen; Langella bewegt seinen Nixon für meinen Geschmack zu nah an der Parodie. Sehenswert allemal.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Der Film schafft es, den Prozess hinter eine Talkshow in einen fesselnden Thriller zu verwandeln, wenn auch viele von uns glauben, den Ausgang schon zu kennen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Obwohl der Kern von „Frost/Nixon“ naturgemäß eine kammerspielartige Dramaturgie besitzt, bei der Salvatore Totinos Kamera die kleinsten Regungen und die Blicke der Hauptfiguren in Großaufnahme zeigt, macht etwa auch das detailverliebte Produktionsdesign – gedreht wurde an Originalschauplätzen, in Nixons Haus in San Clemente sowie in Frosts Hotel-Suite – aus „Frost/Nixon“ einen großen Kinofilm.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
ChristiansFoyer: ChristiansFoyer
[...]Frank Langella, der für seinen Bühen-Nixon den Theater-Oscar ‚Tony‘ erhielt und völlig zu Recht in diesem Jahr für annähernd jeden Filmpreis nominiert ist, spielt schlicht überragend. Seine physische Präsenz, die in einer lustigen kleinen Szene sogar seinen schärfsten Kritiker völlig einschüchtert, besonders aber der Zwiespalt zwischen dem Eigenempfinden als Missverstandenem und dem gleichzeitigen Schuldbewusstsein, dem innersten Wunsch nach Vergebung und dem Starrsinn, sie zu fordern, statt zu erbitten – Langella stellt all diese Facetten mit Hingabe und gleichzeitig ausreichend Differenzierung dar, um aus Nixon nicht das politische Übermonster, sondern einen Menschen zu machen. Beim Anekdoten ausplaudern, wie beim Wutausbrüche ob seines auf den Watergate-Skandal reduzierten Handelns bekommend, Langella meistert die schwierige Rolle mit Bravour und umschifft gekonnt jede Tücke, die das Bild eines derart negativ in der öffentlichen Wahrnehmung manifestierten Mannes mit sich bringt.[...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
[...]Um den eigentlichen Kern, die Interviews, baut Howard eine massentaugliche Geschichte, beginnt seinen Film mit der Abdankung Präsident Nixons und nimmt sich fast eine Stunde Zeit, beide Hauptcharaktere vorzustellen. Eine etwas zu lange Einführung in Anbetracht des Hauptthemas. Eines jedoch muss dem Zuschauer hier klar sein: Frost/Nixon ist nicht das Abziehbild der Originalgeschehnisse. Vielmehr nimmt der Film sich das Recht heraus, Figuren und Tatsachen im Sinne der Dramaturgie zu verändern.[...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Auch und gerade für Kinobesucher, die nicht en detail mit den politischen Hintergründen der Nixon-Ära vertraut sind, bietet Frost / Nixon geschliffene Unterhaltung und vor allem zwei brillante Schauspieler in Höchstform. Und vielleicht markiert er ja eine Trendwende im US-amerikanischen Kino - weg von tumber Action und hin zu mehr Bewusstsein für Politik und eine kritische Auseinandersetzung mit der Macht der Medien.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Frank Langella nimmt die pathologischen Züge Nixons zurück und verleiht ihm eine kleinliche Schläue, die jedoch schnell in staatsmännische Gravitas umschlagen kann. Morgan betont die innere Verwandtschaft der Kontrahenten, die beide im Exil leben (Frost arbeitet nach einigen Quotendesastern in Australien). Wirklich sympathisch ist keiner von ihnen, dennoch schafft es der Film, den Zuschauer mitfiebern zu lassen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
TheCorey: Das Manifest, MovieMaze, ev... TheCorey: Das Manifest, MovieMaze, ev...
Ron Howard ist ja so ein Fall für sich. Ich mag Parenthood und The Paper (hauptsächlich wegen Keaton), ohne zugleich sagen zu wollen, dass sie gut sind. Bei How the Grinch Stole Christmas ist es eher so, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich Dr. Seuss Charakter vorher nicht kannte, Howards Arbeit schlecht einschätzen kann, obschon ich auch diesen Film mag. Über seine restlichen Filme – allen voran The Da Vinci Code – hülle ich lieber den Deckmantel des Schweigens. Was ich lustig finde, wo ich grad IMDb offen hab, ist, dass der gute Mr. Howard vor Frost/Nixon erst zweimal für einen Academy Award nominiert war (mit A Beautiful Mind). Dabei hatte ich eigentlich das Gefühl, dass das Ginger Kid so ein Kandidat ist, denn die depperte Academy jedes gefühlte zweite Jahr nominiert. So kann man sich irren.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...
Howard inszeniert die Geschichte unaufwendig und packend mit geschliffenen Dialogen an wenigen Originalschauplätzen als Kammerspiel. Im Fokus steht der psychologisch tiefgründige Schlagabtausch zwischen den beiden Männern, den er, ohne die Urteilsbildung des Publikums zu polarisieren, mit einer auf Schuss-Gegenschuss ausgerichteten klassischen Kameraführung bildlich umsetzt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
[...] Eigentlich eine banale Geschichte, Vorbereitung und Durchführung eines - wenn auch legendären - Interviews. Aber Ron Howard, der ansonsten für Blockbuster wie Da Vinci Code oder den dieses Jahr erscheinenden Nachfolger Angels & Demons verantwortlich ist, schafft es, das ganze so spannend zu inszenieren wie einen Thriller. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Wer hätte gedacht, das ich je einem Ron Howard Film eine wirklich gute Bewertung geben würde. Steht der Mann für mich doch, für langweiliges Mittelmass und den cineastisch kleinsten gemeinsamen Penner. Abgesehen von Cocoon und Willow hat Howard, der durch seine Rolle in “American Graffitie” und die daraus resultierende Rolle in der Endlos-Sitocm “Happy Days” bekannt wurde, wenig vollbracht, das nicht fader, belangloser Einheitsbrei ist. Howards Filme sind in der Regel glossig, schmierige All-American-Stories die Pathos statt Sauerstoff atmen. Und doch: Frost/Nixon ist gelungen. Ein kraftvoller, hochspannender und sehr gut gespielter Thriller zwischen Boxduell und Mediensatire.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Hilfe ich mag einen Ron Howard Film. Bei genauerer Betrachtung gestalltet sich das aber wesentlich simpler: Gewohnt dünnes Drehbuch kämpft gegen spielwütige Darstellerorgie - und verliert. Zum Glück. Auf Grund dessen halte ich den Film insgesamt für gelungen, selbst wenn er an den üblichen howard'schen Wehwehchen leidet.
Kommentar gefällt mir Antworten
sushi25: movie-fan.de
Einer der Filme, den man sich wegen der Thematik vielleicht nicht unbedingt freiwillig ansehen würde. Watergate, Nixon - das dürfte für die Mehrzahl der aktiven Kinogänger eher Namen aus Geschichtsbüchern sein.
Der Film lohnt sich dank der grandiosen Leistung der beiden Hauptdarsteller, die beide ihre Filmrollen schon auf der Bühne erfolgreich dargestellt haben. Ein großer Film!
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Das Ron Howard dieses Theaterstück auf die Leinwand bringen konnte, grenzt an ein kleines Wunder. Seine Beharrlichkeit, ein kleines Budget und zwei großartige Schauspieler haben dieses Wunder wahr werden lassen. Der Film blickt vor und hinter die Kulissen einer denkwürdigen Begegnung, die für beide...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Ein Vergleich mit Sportarten lässt sich fast nicht vermeiden. Irgendwo zwischen einem Schachspiel und einem Boxkampf entfaltet sich diese dramatische Begegnung von Frost und Nixon. Diese Konfrontation zweier unterschiedlichen Persönlichkeiten wird von Ron Howard schwungvoll inszeniert. Vertrauen kann er dabei nicht nur auf seine technische Crew, sondern auch auf die vorzüglichen Schauspieler. Aufgelockert wird das Drama durch aus heutiger Sicht ironische Beobachtungen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Die Hauptdarsteller Frank Langella und Michael Sheen versuchen nicht ihre Charaktere nachzuahmen, sondern verkörpern sie. Es gibt die gewöhnliche Eingewöhnungsphase, die in Filmbiografien vorkommt, wenn der Betrachter die Realität mit der Darbietung vergleicht. Dann verschwindet diese und der Zuschauer wird in den Bann des Dramas gezogen. Regisseur Ron Howard nutzt authentische Schauplätze und es werden zeitweise viele Details erläutert. Der Film konzentriert sich aber wirklich auf diese zwei, stark fesselnden, Hauptcharaktere. Diese zwei Männer zeigen tiefe Bedürfnisse, ganz außerhalb des Themas des Interviews.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Der Regisseur Ron Howard und Drehbuchautor Peter Morgan schafften mit Frost/ Nixon mehr als nur eine verschönerte Neuerzählung junger Geschichte.Sie formtem eine Tragödie, die fast die Kraft eines Shakespeares besitzt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Schon eine kurze, unaufdringliche Szene in Frost/Nixon erfasst perfekt den subtilen Schmerz des gesamten Films. Der fesselnde Streifen ist gefüllt mit vielsagenden Momenten und kraftvollen, schauspielerischen Leistungen. Es ist schwer sich vorzustellen, das Interviews zwischen nur zwei Personen unterhaltsam sein können, aber Frost/ Nixon könnte nicht spannender sein.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (47) — Film: Frost/Nixon
Hitmanski 2010/08/19 00:23:36
Kommentar löschenEin Film über den man letztendlich nicht allzuviele Worte verlieren kann, denn "Frost/Nixon" entzieht sich ganz bewusst jeglicher Hysterie oder Blockbustergehabe - zwei Dinge über die ich mich sonst zumeist in meinen Einleitungssätzen echauffiere. Howard (den ich sonst garnicht sonderlich schätze) ist für seinen Mut, das zugrundeliegende Theaterstück über weite Teile als altmodisches Kammerspiel auf die Leinwand zu bringen, nur zu beglückwünschen und zeitgleich zu bedauern, da sein Werk trotz vieler Nominierungen keinen Preis eingefahren hat.
"Frost/Nixon" gefällt durch seine gut ausgearbeiteten Figuren, die passenden Darsteller und einer Spannungskurve, die mich mehr gefesselt hat, als alle Thriller- und Horrorgeschichten des letzten Jahres - und das obwohl man den Interviewverlauf im Großen und Ganzen bereits kennt. Bei so viel Begeisterung sehe ich gerne über das eine oder andere Zugeständniss gegenüber dem historischen Protokoll hinweg.
Kurzum: Großes Kino - nicht nur für Politikjunkies wie mich.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Moe Szyslak 2010/07/20 22:03:12
Kommentar löschenDie erste dreiviertel Stunde, in der es darum ging, ob und wie das Interview zustande kam, fand ich streckenweise etwas langwierig, aber gut gemacht, und die kurzen Interview-Einblendungen fand ich anfangs störend (hätte man auch weglassen können meiner Meinung nach), aber haben gut in den semi-dokumentarischen Stil gepasst.
Als dann die Interviews losgingen war aber der Film genial.
Showdown zwischen 2 Boxern, von denen der eine übermächtig ist und der andere Null Chance hatte. Vielleicht war alles dramaturgisch etwas zu sehr aufs Kino getrimmt worden (vor allem der nächtliche Anruf, für mich die mit Abstand beste Szene des Films, kam bestimmt so in der Realität nicht vor, oder doch? ), aber es war vielleicht auch gerade deshalb atemraubend gemacht.
Und der letzte Interview-Tag war dann das Highlight, einfach super.
Frank Langella spielt genial und oscarwürdig, er WAR Richard Nixon! Super gespielt, Mimik, Gestik, alles hat gepasst, und man schwankte immer zwischen Sympathie, Abscheu und Mitleid.
Michael Sheen hat auch super gespielt. Dauergrinsen klar, aber ich fand das super, wie eben das immer eingefroren ist.
Ansonsten natürlich ein hochinteressanter Film, unterlegt mit einem süffisanten Witz und witzigen Schnitten, aber auch mit viel Drama.
Absolut empfehlenswert!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
guggenheim 2010/07/20 22:49:20
Der nächtliche Anruf kam nie vor. Zudem wurde auch anderes aus dramaturgischen Gründen verändert (Nixons Geständnis war in der Realität z.B. schon vor dem letzten Interview). Da wurden Zugeständnisse gemacht, um den Seher bei der Stange zu halten - finde ich legitim.
Ich fand's toll, dass irgendwie aber auch die Theateratmosphäre eingefangen werden konnte, da der Film ja auf einem Theaterstück basiert.
guggenheim 2010/07/15 00:36:56
Kommentar löschenIch bin, jetzt platzt die Euphorie aus mir heraus, begeistert! Grandioses Politdrama mit ebenso grandiosen Darstellern. Die etwas fade Einleitung (die den halben Punkt zur Höchstwertung kostet) ist ab dem Beginn der Interviews vergessen. Wie sich dann alles auf diesen einen Moment der Wahrheit zuspitzt und dabei eine unglaubliche Dynamik zustande kommt - großes Kino! Ohne bombastisch auf die Pauke zu hauen, entwickelt sich der Film zu einem gnadenlosen Duell, das schon an einen Western mit Showdown erinnert.
Hochinteressant auch die Darstellung der zwei Hauptcharaktere Frost und Nixon, die beide an Profil und Ausstrahlung gewinnen (sicherheitshalber spreche ich mal eine Spoilerwarnung aus): Der eine, Frost, wandelt sich vom schludrigen Dandy zum arbeitssamen Journalisten, der die Reichweite und die Ernsthaftigkeit erst nach und nach versteht, dann aber seinem Kontrahenten in Ebenbürtigkeit gegenübertritt.
Der andere, Nixon, wandelt sich vom gierigen und machtbesessenen Schuft zu einem alten Mann, einem Menschen ohne dämonische Attitüde, für den man sogar Mitleid empfindet.
Anders als von mir zu Beginn vermutet, zeichnet der Film die beiden Parteien nicht schwarz/weiß, sondern lässt viel Raum für andere Schattierungen.
Wen ein dialoglastiger Film ohne quietschbunte Aufmachung und laute Knalleffekte nicht abschreckt, der sollte sich "Frost/Nixon" unbedingt ansehen...
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
jannis 2010/07/15 11:51:21
Ich glaube, ich gucke Filme viel zu unaufmerksam. ICK SCHÄME MIR!!!
guggenheim 2010/07/15 12:14:53
Musste nicht, Super Nanny ist ja auch großes Schauspiel ;)
stuforcedyou 2010/06/16 10:23:13
Kommentar löschenRegisseur Ron Howard ist für Hollywood-Unterhaltung mit historischem Kern bekannt. Zu seinen Erfolgen zählen neben den eher unmotivierten Dan Brown Verfilmungen auch "Apollo 13" und "A Beautiful Mind", beides Filme die mit dekorativen, dramaturgischen Schauwerten sowie bekannten Namen auf der Besetzungsliste aufmöbliert wurden.
"Frost / Nixon", die Verfilmung des gleichnamigen britischen Theaterstücks, ist nüchternes aber überaus packendes Kino, dass nicht mit großen Stars und Effekten arbeitet sondern mit Worten und Gesten und dies dramaturgisch in so einer Perfektion, dass die Rededuelle, nicht nur die zwischen David Frost und Richard Nixon, spannender und intensiver sind als so manche Schießerei oder Serienmörderhatz. Hilfreich dabei sind die Darsteller.
Michael Sheen (Frost) und Frank Langella (Nixon), die bereits auf der Theaterbühne von London ihre Rollen spielten, machen jedes Zwinkern, jede Schweißperle und jedes Räuspern zum spannenden Ereignis und gleichzeitig gelinkt es dem Film beide Hauptfiguren so zu gestalten, dass sie beide aus ihrem historischen Käfig ausbrechen können.
So entwickelt sich am Ende sogar Mitgefühl für Richard Nixon, dem ewigen Feindbild der Demokraten, während der scheinbar nur Ruhmsuchende David Frost auch eine Extraportion Profil in Form von innerer Unsicherheit und eines sich langsam entwickelten Kämpferherzens.
Natürlich muss man als Zuschauer der trockenen Geschichte offen gegenüber stehen um die Qualitäten dieses Werk richtig schätzen zu können, ansonsten würde man die alten Schauwerte schon irgendwie vermissen und dies obwohl in einem Film von diesem Format dafür keinerlei Platz wäre.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
mikkean 2010/06/16 11:04:48
Antwort löschenIch selbst war etwas unsicher, ob mir der vermeintlich "trockene" Stoff gefallen würde. Aber "Frost/Nixon" ist nicht nur hervorragend ausgestattet, sondern auch ein unglaublich gespieltes Stück (Fernseh-)Geschichte. Ein großartiger altmodischer Film, in dem es um reale Figuren geht. Glaubhaft und mitreißend, ganz ohne Thriller-Anreiz.
Alle 3 Antworten zeigen
Potti 2010/06/16 11:34:26
Antwort löschenDas Unterzeichne ich mal genau so!
mikkean 2010/06/16 12:41:18
Antwort löschenDas musste auch gesagt werden.
Kill_Diether 2010/06/03 17:00:33
Kommentar löschenBetrug, Lügen, Bescheißen, Angriff, Verteidigung,
Strategie, Provokation, Krieg gewinnen oder verlieren.
Ohne Waffen, nur verbal mit Konzentration.
Das ist Hochspannung, weil Real und weil von wirklich
allen Schauspielern so gut gespielt, so atmosphärisch dicht,
dass die Brisanz des Themas spürbar wird.
Als wäre der US-Präsident vor kurzem erst zurück getreten;
als hätten alle bis heute auf eine Antwort gewartet.
Kommentar gefällt mir Antworten
der cineast 2010/05/21 14:05:06
Kommentar löschenDas Legendäre Fernsehinterview des Reporters David Frost mit Richard Nixon galt als Vorlage für diesen spannenden Film!
Nach dem Rücktritt von Richard Nixon ist es ruhig geworden um den Präsidenten, doch seitdem versuchen zahlreiche Journalisten in zu einem Fernsehinterview zu überreden. Doch Nixon lehnt immer ab. Eines Tages kommt der junge britische Showmaster David Frost auf die Idee Nixon nach dem Interview zu fragen. Nixon der vom Ruf des Playboys schon gehört hat willigt ein um seinen Namen wieder reinzuwaschen. Frost der mit seinen Shows schon viele Flops hingelegt hat, und nicht gerade als seriös gilt, möchte als ernsthafter Journalist annerkannt werden. Nixon denkt er hat leichtes Spiel und wittert die Chance alle Vorwürfe abzuweisen und wieder als strahlender Ex-Präsident annerkannt zu werden, doch er hätte Frost nicht unterschätzen sollen....
Ron Howard der schon sein Talent für schwierige Stoffe unter Beweis gestellt hat inzeniert den Film spannend wie ein Thriller und auserordentlich informativ.
Dem Fernsehinterview mit Nixon und Frost kann man sich nicht mehr entziehen und man hängt die letzte Stunde nur noch an den Lippen der Protagonisten.
David Frost gespielt vom großartigen Michael Sheen überzeugt auf ganzer Linie.
Auch brilliert Frank Langella als Richard Nixon.
Die Musik von Hans Zimmer untermalt jede Szene sehr stimmungsvoll und genau.
Brilliant gespieltes Geschichtskino, ohne Effekthascherei
So muss Kino sein!!!!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
greenkeeper 2010/05/16 11:19:46
Kommentar löschenFand ich total cool. Vermutlich aufgrund zu hohem Interesse am weltpolitischen Geschehen, Intelligenz oder überflüssigem emotionalen Bezug zur Watergate Affäre. Nich so gerne gucke ich Interviews mit Illner oder Will.
Is mir nich egal!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
jannis 2010/05/10 16:27:32
Kommentar löschenFand ich total langweilig. Vermutlich aufgrund zu geringem Interesse am weltpolitischen Geschehen, Dümmlichkeit oder mangelndem emotionalen Bezug zur Watergate Affäre. Ich gucke lieber Super Nanny oder Peter Zwegat.
Mir doch egal!
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Kill_Diether 2010/06/03 16:45:30
Aber trotzdem 6,5 weil du erfahren hast, was Wortgefecht,
Krieg mit Worten, auf hohem Niveau bedeutet, gelle ;-)
jannis 2010/06/30 18:07:42
ganz recht ;)
Melcon 2010/03/31 12:35:40
Kommentar löschenKlasse Politdrama, spannend und interessant bis zum Schluss.
Kommentar gefällt mir Antworten
Bäda 2010/03/30 07:39:53
Kommentar löschenWahnsinn wie es ein Film schafft, in dem eigentlich gar nicht so passiert, so spannend und mitreißend zu sein. Er bringt einen sogar dazu im großen Finale ein Bedauern für Nixon zu schaffen. Richtig starkes Kino! Und die Schlusseinstellung ist einfach genial. Das Bild des einsamen Mannes, der an einem traumhaften Ort, wo es ihm an nichts fehlen dürfte und trotzdem bleibt er allein und ungemocht.
Kommentar gefällt mir Antworten
brigerbaerger 2010/03/07 16:55:55
Kommentar löschenGrossartiges, packendes Kino auf einer kleinen Bühne. Ausschliesslich mit Dialogen bringt uns Ron Howard hier ein Stück Amerikanische Geschichte näher, die jedenfalls ich bis dato nicht besonders vertieft kannte. Auch wenn ich immer noch nicht die ganzen politischen Details und Hintergründe dieser Watergate-Affäre verstanden habe (ich glaube, dass haben die wenigsten), so hat mich der Film doch jede Sekunde gefesselt. Vor allem Frank Langella als Nixon fand ich brilliant. Die 2 Punkte abzug gibts bei mir, weil ich die Darstellung von Michael Sheen als Frost zu oberflächlich fand und die "Liebesgeschichte" zwischen Frost u. seiner Freundin Caroline Cushing in diesem Film für mich keine Bedeutung hatte und damit ersatzlos hätte gestrichen werden können.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
medee 2010/01/21 22:30:41
Kommentar löschenWie der Titel schon andeutet bebildert dieser Film einen Zweikampf zweier Männer, die sich vielleicht näher sind, als es zunächst den Anschein hat. Denn weder wird Nixon als der intrigante Böse, noch Frost als der investigative Gute inszeniert. Dass der Film dies zeigen kann, ist dem semi-dokumentarischen Stil geschuldet, in dem er gehalten ist. Da sind die spontanen Interview-Einblendungen, sowie eine eher distanzierte Haltung gegenüber den Figuren. Diese erschließen sich ausschließlich aus dem was sie tun und sagen. Sie deuten auf nichts Vergangenes oder Zukünftiges (außer der Tatbestand Nixons zu Beginn und die Aussicht auf eine strahlende Karriere Frost am Ende des Films).
Was dieser dokumentarische Stil aber verhindert ist, die Sprache und Wirkung der Bilder selbst zuzulassen. Dies wird besonders am Höhepunkt des Films kritisch. Dort nämlich, wo Nixon öffentlich Schuld bekennt. Es setzt genau das ein, was diesen Höhepunkt zum Höhepunkt macht und was wenige Augenblicke später in einer obligatorischen Interview-Einblendung wiederholt wird: Die unglaublich starke und reduzierende Wirkung von (Fernseh-)Bildern.
Das Manko daran ist, dass der Film das, was er zeigen will - die Macht der Bilder - selbst nicht einlösen kann. Er kann sie nicht zeigen, sondern nur erklären. So wird die ursprünglich durch aus erhellende dokumentarische Methode an diesem Punkt zum Problem. Howard hätte an dieser Stelle besser auf die inszenatorische Kontinuität verzichtet und die Bilder Bilder sein lassen. Es hätte dem Moment gut getan und somit dem ganzen Film.
Kommentar gefällt mir Antworten
Mr.Floppy 2009/12/29 14:49:08
Kommentar löschenToll, toll, toll!!! Soviel zum Thema verbaler Gewalt und der Kraft der Sprache und den Gesetzen des Gesprächs!! Frost/Nixon zeigt sehr, sehr eindrucksvoll, wie eine Schlacht in einem Gespräch ausgetragen werden kann und wie eben das auch schon Krieg ist!!!
Kommentar gefällt mir Antworten
Strikerth 2009/12/10 16:14:39
Kommentar löschenFrost/Nixo hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, denn er ist recht fad und erreicht nicht annähernd das was wichtig war. So kann er als Charakterstudie glänzen versagt aber total als Kritik, er kritisiert Frost von damals und versäumt dabei die Zuschauer von heute aufzuklären. Er kann nicht alles machen doch ich bitte darum nur die Grundschritte zu beleuchten und kurz einen Einblick zu gewähren. Frank Langella spielt herrausragend und beeindruckt auch lange nach dem Film. Nixon prägt heute noch in Serien und Filmen ein Bild eines Mannes hinter dem vieles steckt und vorallem das Böse. Man hätte mehr erwarten können, doch was man bekommen hat, kann man trotzdem mit gutem Gewissen als Sehenswert bezeichnen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Dom81 2009/10/20 15:58:38
Kommentar löschenGuter Film mit tollen Charakteren (insbesondere Nixon). Obwohl der komplette Film "nur" ein Interview mit Ex-Präsident Nixon beschreibt, ist er zu keiner Zeit langweilig. Der Film vermittelt sehr authentisch die angespannte Situation zwischen den Interviewpartnern und man spürt förmlich das Kribbeln, wenn Frost versucht, Nixon dazu zu bewegen, Fehler (Watergate) währen seiner Amtszeit einzugestehen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
AylaView 2009/10/09 00:37:22
Kommentar löschenRichtig starker und in seinem Schlussdrittel immens spannender Film mit großartigen Darstellern. Wer diesen unterstellt, sie seien nicht begabt, hat unbegabte wohl noch nie spielen sehen.
Kommentar gefällt mir Antworten
GunSpeed 2009/09/28 18:49:29
Kommentar löschenGroßartiges Charakterkino - ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte wird hier gekonnt inszeniert. Jedoch kommt der Film um einige Längen nicht rum - dabei ist er gespickt mit den scharfen Interviews - und das nimmt dem Film etwas den Atem. Politik-Kino nicht nur für Fans.
Kommentar gefällt mir Antworten
Hucklberry 2009/09/27 07:09:17
Kommentar löschenRon Howard hat auch schon bessere Filme gemacht. Ich fand den Film sowas von langweilig. Nicht mal den Schauspielern möchte ich hier ein gute Leistung bestätigen.
Kommentar gefällt mir Antworten
raab_himself 2009/09/20 22:51:07
Kommentar löschenInteressante Politdoku im Spielfilmformat.
Nixon und Frost gewinnen durch diesen Film Symphatiewerte-Ron Howard unzählige Nominierungen und Preise
Kommentar gefällt mir Antworten
dbeutner 2009/09/20 12:35:55
Kommentar löschenNach all dem Lob fand ich mich recht enttäuscht. Richtig positiv ist Frank Langella, der einfach umhaut in seiner Performance - allerdings, wenn man ihn im Kontrast zum echten Nixon sieht, ist seine Darstellung schon wieder überzogen. Macht trotzdem erstmal grundsätzlich Spaß, so einem Schauspieler zuzusehen. Im Gegensatz dazu fand ich gerade Michael Sheen (oder die Regie-Idee zu seiner Rolle) recht übel; sowohl ohne den echten zuvor gesehen zu haben, aber auch bestätigt danach (der dreimal seriöser und authentischer war).
Ist die Story als solche dünn, hat es natürlich dennoch die Hoffnung gegeben, daraus etwas Gehaltvolles zu machen. Möglich wäre das. Gelungen ist es in meinen Augen nicht. Zu sehr zieht sich der Anfang, und der "Höhepunkt am Ende" (schon reichlich gewagter Aufbau an und für sich) kommt dermaßen plötzlich, dass es einfach gekünstelt wirkt. So sind auch die entsprechenden Originalaufnahmen an dieser Stelle unaufgeregter.
Ron Howard wollte eine Boxkampf mit Worten inszenieren. Wenn man das Ergebnis etwa mit "Una Pura Formalita" (einem der größten Filme überhaupt, leider in der Filmgeschichte fast untergegangen) vergleich, dürfte man ihm ob des Scheiterns an diesem Ziel eigentlich nur 1-3 Punkte geben.
Chance verpasst, würde ich sagen. Und dennoch am Ende nicht sooo schlecht, wobei ich das fast alleine Frank Langella zuschreiben würde.
Kommentar gefällt mir Antworten
DarkMermaid 2009/09/13 20:07:22
Kommentar löschenIch muss gestehen, dass ich über die Hintergründe der Watergate Affäre und des darauf erfolgten Rücktritts von Richard Nixon überhaupt nichts wusste. Und bei Frost/Nixon habe ich zunächst gedacht, dass der Film eher für ein amerikanisches Publikum gedacht ist. Das war eine Fehleinschätzung. Der Film ist wie ein großes Duell. Ein wirklich spannender Unterhaltungsfilm.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
maslobojew 2009/09/10 23:25:26
Kommentar löschenManche Regisseure machen aus einem für mich interessanten Thema einen langweiligen Film, andere können genau das Gegenteil.
Zeitgeschichte nicht einfach nur abgefilmt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
stalker 2009/09/07 23:15:30
Kommentar löschenPunktabzug für die eingeschobenen Kommentare, dies mag vielleicht filmtechnisch originell erscheinen, hat mich aber immer wieder aus dem Fluss gebracht, schade. Denn sonst ist Frost/Nixon erstklassiges, unterhaltendes und anspruchsvolles Schmunzelkino.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Benni-THE-KING 2009/08/19 21:51:13
Kommentar löschenhochinteressanter Film mit hervorragenden Schauspielleistungen
Kommentar gefällt mir Antworten
ruf mich an 2009/07/12 15:46:27
Kommentar löschenDer Film, getragen von exzellenten Schauspielern, zeigt, dass es nicht immer Action sein muss, die Spannung aufbaut. Ich war von den Dialogen wirklich gefesselt. Ganz nebenbei erklärt der Film auch noch die Watergateaffäre.
Insgesamt ein gelungenes Werk!
Kommentar gefällt mir Antworten
SteveZissou 2009/06/03 23:51:31
Kommentar löschen'Frost/Nixon' hat mir aufgrund der interessanten Diskussionen ziwschen David Frost und Richard Nixon gefallen. Politik ist nicht unbedingt mein Lieblingsthema, 'Die Unbestechlichen' fand ich z.B. ziemlich dröge, aber 'Frost/Nixon' war wirklich gut muss ich zugeben. Er zeigt einen Richard Nixon der selbst nach der Watergate Affäre sich dennoch als "Sieger" gibt und immer wieder auftritt als wäre er falsch verstanden worden. David Frost demontiert aber dieses Bild vollkommen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
xiudt 2009/06/02 12:10:01
Kommentar löschenFür mich der beste Film der diesjährigen OSCAR-Nominierungen: Ruhiges und (logischerweise) sehr dialoglastiges Drama, das mit seinem brillianten Drehbuch, seiner zeitgetreuen Ausstattung und vor allem durch die Leistung seiner beiden Hauptdarsteller (Frank Langella spielt einfach grossartig) zu überzeugen weiss. Zwei Stunden perfekte Unterhaltung mit Niveau - aber: Wer keine oder nur rudimentäre Kenntnisse der damaligen Geschehnisse um Nixon und die "Watergate-Affäre" besitzt, wird zeitweise etwas "auf dem Schlauch stehen". Zwar gibt der Film zu Beginn eine rudimentäre Einführung in die Thematik, doch ich schlage eher eine Vorbereitung durch das Ansehen zweier anderer Filme vor: "Die Unbestechlichen" von Alan J. Pakula sowie "Nixon" von Oliver Stone.
Kommentar gefällt mir Antworten
ska-p_lyric 2009/06/01 22:44:15
Kommentar löschenGrandios gespieltes Drama.
Kommentar gefällt mir Antworten
daScorp 2009/06/01 16:48:47
Kommentar löschenInteressanter und sehr authentischer, aber vielleicht etwas zu nüchterner und emotional wenig mitreißender Film. Auf jeden Fall sehr sehenswert, schon wegen der durchweg ausgezeichneten Schauspielerleistungen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Ansi 2009/04/27 16:44:04
Kommentar löschen"Frost/Nixon" ist ein beeindruckender Film über das Interviewduell zwischen dem Talkmaster David Frost und dem ehemaligen Präsidenten der USA Richard Nixon im Jahr 1977.
"Frost/Nixon" ist ein wortgewaltiges Kammerstück, basierend auf einem Bühnenstück von Peter Morgan, welches besonders durch die schauspielerischen Leistungen von Michael Sheen ("Underworld") und Frank Langella ("Dracula") überzeugt. Regisseur Ron Howard, jüngst mit dem Mainstreamreißer "Illuminati" im Kino, serviert hier einen der besten Filme seiner ergiebigen Karriere.
Ohne Frage ist "Frost/Nixon" ein anspruchsvoller und fordernder Film, allerdings kann man den gezeigten Geschehnissen wohl auch folgen ohne genaueres politisches Wissen zu offenbaren.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Howard ein großartiges Politdrama schuf (berechtigte fünffache Oscarnominierung) - die Charaktere, Dialoge und die Bildsprache sind ohne Frage optimal inszeniert, auch wenn Blockbusterprofi Ron Howard der Dramaturgie wegen Abläufe des original Interviews und der Umstände veränderte.
Schon gewusst: Für die Rolle des Richard Nixon war anfangs auch Schauspieler Warren Beatty ("Der Himmel soll warten") im Gespräch.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Autor Peter Morgan, welcher auch das Drehbuch zum Film schrieb, aus dem Jahr 2006. Wie bereits erwähnt mussten für den Film aus dramaturgischen Gründen ein paar Änderungen vorgenommen werden.
In der Filmcommunity Rotten Tomatoes besitzt der Film eine kumulierte Gesamtbewertung von herausragenden 92 Prozentpunkten. Außerdem wurde der Film jeweils fünf Mal für den GoldenGlobe und Oscar nominiert, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller (Frank Langella), Beste Filmmusik (Hans Zimmer) und Bester Schnitt. Von den Auszeichungen konnte allerdings keine einzige gewonnen werden. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden bezeichnet den Film als 'Besonders wertvoll'.
Spaß:
Action:
Spannung:
Gefühl:
Anspruch: **
Kreativität:
Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein Twelve
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.