Kill Bill: Volume 1 - Kritik

US 2003 Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Eastern, Kinostart 16.10.2003

  • 9 .5

    Quentin Tarantino #4:

    "Rache ist ein Gericht, dass am besten kalt serviert wird."

    Kill Bill: Volume 1 setzt sehr viel auf Epik und Humor. Tarantino versucht brutale Action mit Coolness und Humor zu paaren, was ihm wie immer auch gelingt.
    Vor allem im ersten Drittel setzt er sehr viel auf coole Sprüche und auch auf den einen oder anderen Gag.

    "Dein Name ist Buck, richtig? Und du bist hier für´n Fuck, richtig?"

    Dieses Zitat stammt aus einer Krankehaus Szene, in der Braut, deren Namen unbekannt ist, aus dem Koma erwacht und mitbekommt, wie der Krankenpfleger Männern Sex für Geld mit ihr anbietet.
    Diese Szene steht für sehr viele Aspekte aus Kill Bill: Vol. 1. Zum einen für den Humor (die Coolness), denn alleine in dieser Szene gibt es so viele Zitate, die zum Totlachen sind. Zum anderen aber auch für die gnadenlose Brutalität, denn die Braut rächt sich sofort für die Missetat, die ihr angetan wird.
    In der Mitte des Films setzt Tarantino sehr viel darauf, die Geschichte, der einzelnen Personen, an denen sich die Braut rächen will, einzufangen. Dabei setzt er auf abwechslungsreiche Erzählperspektiven (z.B. im Anime-Style)
    Im letzten Drittel widmet er sich dann der Brutalität, der unheimlich harten und langen Brutalität, wie sich zum Beispiel Uma Thurman durch geschätzte hundert Menschen metzelt.
    Dabei werden einzelne Gliedmaßen abgeschlagen und das dann auch noch von lustiger Filmmusik wie "Nobody but me" unterlegt.
    Diese Szene, die knapp ein Drittel des kompletten Filmes ausmacht (zumindest gefühlt) macht so unendlich viel Spaß, einfach, weil man merkt, wie viel Spaß hier Tarantino hat.
    Hier konnte er sich komplett ausleben, wie in keinem anderen Film zu vor und das ist es auch, was Kill Bill Vol. 1 zu so einem grandiosen und unvergesslichen Film werden lässt.
    Am Ende kommt es dann noch zu einem Finale, das an Epik wohl kaum zu übertreffe ist.
    Tarantino setzt in dieser Szene nicht auf Brutalität, sondern auf Atmosphäre und Musik und ist auch überraschend intensiv auf Ästhetik bedacht, so dass das Blut schon fast einen künstlerischen Anspruch hat.

    Unterm Strich betrachtet ist Kill Bill Vol. 1 für mich ein unvergesslicher Streifen, bei dem Tarantino wie Picasso nur mit Blut statt Farbe über die Leinwand huscht und etwas Unglaubliches kreiert, das für mich zu den besten Streifen aller Zeiten gehört.
    Das ist Kunst in seiner Reinform, filmisches Können.
    Kill Bill ist ein atemberaubender Film, der für mich zu Tarantino´s Top-Streifen gehört und den man immer wieder sehen kann, ohne, dass er an Glanz verliert.

    22
    • 9

      Tarantino verbeugt sich in diesem Film vor den Ursprungsstoffen seiner Dreharbeit und den Schöpfern der Martial-Arts-Reihen. "Kill Bill: Volume 1" ist ein rauschendes Blutbad mit vielen Details und Hommagen, selbst Kleidungstechnisch, vom gelben Sportanzug mit schwarzen Streifen, bis hin zum High-School-Outfit. Der Streifen ist vollgepumt mit Pathos und Querverweisen; trickreich und einfühlsam wird von der Braut erzählt, die an ihrem Freudentag brutal niedergeschossen wird und sich in einem schier undenkbaren Szenario aus Rache, Liebe und Gewalt rächt. Zwar stellt Volume 1 eine deutliche Handhabung an Gewalt und Brutalität dar, dennoch sollte man ihn nicht als platte Gewaltfantasie betiteln, da er für diese Benennung einen zu großen Kultstatus besitzt. Er ist vielmehr eine neue Assoziation des asiatischen Genre, mit dem Tarantino (wie schon so oft) ein neues Statussymbol gesetzt hat.

      6
      • 9

        Uma !

        • 7 .5

          eine Frechheit diesen Film als "Eastern" zu klassifizieren!! Eastern beginnt bei Jet Li und endet bei Tony Jaa. Alles was westlich oder östlich davon ist, ist kein Eastern mehr!

          • 9

            Die harte Schnitte Uma tanzt im Todesrausch durch ihre Gegner und schnetzelt kleine Suschi Hopper.
            Niemand wird überleben wenn die dürstige Sch(n)eide sanft durch Knochen bügelt.

            Tarantino in Höchstform, sein kleines Herzstück und abartiger Quatsch mit Stil.
            „Bill, es ist dein Baby“ einprägsame Worte bevor die Kugel durch den Schädel fickt.

            Der Auftakt zu einem Racheakt welcher jegliche Grenzen sprengt und Spaß dabei hat.

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            • 9 .5

              Tarrantino at it´s Best.

              1
              • 8

                Ähnlich wie bei "From Dusk till Dawn" wusste ich auch hier erst nicht so genau, was ich von dem Film halten sollte. Eine amerikanische Blondine im knallgelben Motorradoutfit mit Katana auf der einen Seite - ein Asiamovie auf der anderen. Abgerundet wird dieses recht unstimmige Bild durch einen Soundtrack, der mit Flamenco-Passagen daherkommt. Heraus kommt eine abenteuerliche Mischung aus Asia-Mafia-Rachemovie mit spanischen Elementen. O.o
                Auch hier musste ich vorerst abschalten, weil es einfach nur lächerlich schien. Irgendwann schaffte ich es dann, mich auf "Kill Bill" einzulassen - versuchte Tarantinos Art, alles maßlos übertrieben aber immer mit einem Augenzwinkern zu filmen, auf mich wirken zu lassen...und es funktionierte. Nach einer Weile erkannte ich in Kill Bill ein Meisterwerk, das es so kein zweites Mal gibt. Gut, Jahre später folgte ein gnadenlos schlechter Kopierversuch in Form des "Man with the Iron Fists" aber den möchte ich hier nicht einfliessen lassen.
                Alles in allem ein Klassiker, der aber eben nur dann funktioniert, wenn man sich auf Tarantinos Art einzulassen weiss.

                • 9
                  Dr.Hasenbein 30.01.2015, 03:00 Geändert 30.01.2015, 20:41

                  Es gibt wohl drei Arten von Filmfans,
                  diejenigen die mit Tarantino, seinem Stil und seinen Filmen nichts anfangen können, die absoluten Tarantinojünger die ihm egal was er anstellt blind aus der Hand fressen und alles abfeiern was er anfaßt, und die die seine Filme ganz ok finden aber diesen schrecklichen Hype nicht nachvollziehen können.
                  Aufgrund meiner Bewertungen und die ungeheure Freude seine Filme immer und immer wieder zu sehen gehöre ich wohl zur zweiten Kategorie!
                  Ich kann aber trotzdem auch die anderen beiden Seiten mit ihren Argumenten verstehen.
                  Man darf natürlich gerade bei einem Film wie "Kill Bill" nicht zimperlich sein und darf die übertriebene Gewaltdarstellug nicht ernst nehmen.
                  Darüber hinaus sollte man schon ein Faible für alte Genre Klassiker haben die er ja in all seinen Filmen verwurstet, huldigt, kopiert und wild durcheinander mixt.
                  Außerdem ist es nicht schlecht wenn man auf alte und coole Musik steht
                  und auch einem Wiedersehen mit altausgedienten und ausgemusterten Hollywood oder B-Movie Genre-Stars sollte man immer aufgeschlossen gegenüber sein,
                  denn die baut er immer wieder sehr gerne in seine Werke mit ein und gibt ihnen sogar wichtige und tragende Rollen.
                  Wenn diese Dinge gegeben sind dann kann man eigendlich garnicht anders als jedes weitere Meisterwerk oder jede weitere mit Zitaten und Anspielungen vollgestopfte Hommage abzufeiern, gut zu finden und zu genießen!
                  Mir geht es jedenfalls so, und das immer und immer wieder!
                  Dabei ist es einfach toll dass er zwar immer wieder mit den selben Leuten zusammen arbeitet und eigendlich auch oft die selben Genre Filme kopiert oder Anspielungen benutzt, sich seine Filme aber trotz der gewollten Ähnlichkeit immer deutlich voneinander unterscheiden.
                  Ein Beispiel das man sogar sehr gut anhand von Kill Bill 1 & 2 ausmachen kann die zwar zusammen genommen einen Film ergeben, getrennt voneinander aber komplett unterschiedlich sind!
                  Was aber wohl alle Filme miteinander verbindet ist die ungeheure Liebe zum Detail und die geniale Verbindung von Bild und Musik.
                  Wie auch Wes Anderson hat Tarantino mitlerweile ein ganz eigenes Genre erfunden in dem er sich nach Lust und Laune austoben kann und in dem er alles zelebrieren darf was ihm gerade einfällt.

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                  • 10
                    maslobojew 16.01.2015, 01:31 Geändert 16.01.2015, 01:33

                    Nehme mir immer wieder mal Zeit um den Film am Stück anzugucken ... also 2x eine 10! :-)

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                    • 9

                      Richtig Guter Film von QT mit einem Cast und Musik der absolut überzeugt.
                      Das Finale hätte niemand besser hinbekommen als QT und verdient noch mal ein Extra Lob.

                      Tip
                      Unbedingt den Japan Cut sichten dort ist der Endkampf komplett in Farbe und etwas länger zu sehen.

                      • 7

                        Eine wunderbare Hommage an den Eastern, die zwar in einigen Szenen die Genialität von Tarantino zeigt, aber nicht an Meisterwerke wie "Pulp Fiction", den "Basterds" oder "Django" heranreicht. Dafür ist die Handlung zu schleppend und die Dialoge oft zu nichtssagend. Man merkt sicher, welche Absicht Tarantino mit dem Film und seiner Geschichte hatte, doch bringt er sie meiner Meinung nach nicht richtig rüber.
                        So ist "Kill Bill" technisch super inszeniert mit perfekt choreographierten Fights, doch vom Inhalt her gibt es einige Mängel.
                        Ich bin trotzdem auf Volume 2 gespannt, der dem Italo-Western Tribut zollen soll. Vielleicht steigert sich dann auch die Gesamtwertung des Werkes.

                        • 8 .5

                          Wunderbarer Kung-Fu Trash und eine Hommage an viele der alten Streifen. Der Film eines Genrefans, grell & überstilisiert blutig, Katana -Overkill und flirrende Comicsequenzen. Klar könnte das ganze auch lediglich ein überlanger Musikvideoclip sein aber das nimmt dem Film nichts von seinem Unterhaltungswert. Reines Fun- Popcorn-Kino macht aber trotzdem großen Spaß.

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                          • 6 .5
                            Hugo_Stieglitz 16.12.2014, 20:26 Geändert 28.12.2014, 18:55

                            Das ist ein film, in den ich hohe Erwartungen gesetzt habe.
                            Ich muss zugeben, ich wurde enttäuscht.
                            Lässt man all die ganzen Anspielungen und die Musik weg, was bleibt dann noch?
                            Ein rachegeschwängertes Gemetzel. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich ist es dank schauspielerischer Leistungen, einigen netten Gags und der guten Musik kein schlechter Film. Er ist aber auch nicht großartig oder überwältigend. Er ist schlicht eine Zelebrierung des Gemetzels. Ich glaube, Tarantino hat eine Wette abgeschlossen, wieviel Blut er in einem Film unterzubringen kann, ohne das die Kritiker seinen Film zerreissen.

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                            • 6
                              Desmond42 08.12.2014, 13:08 Geändert 03.03.2015, 07:16

                              Eins muss man dem Film lassen: Er IST kurzweilig und unterhaltsam, zumindest in gewissen Maßen. Ein weiterer Pluspunkt meinerseits ist, dass er nach dem Intro sofort mittem im Geschehen startet, anstatt den Zuseher ewig mit irgendwelchen Einführungsgeschichten warten zu lassen (Die Hintergrundinformationen werden immer wieder stückchenhaft serviert), und das auch noch auf ziemlich geniale Weise: (SPOILER!) Die rachsüchtige Braut taucht bei einer der Schuldigen am Massaker bei ihrer Hochzeit zuhause auf, ist sofort in einen wilden Kampf involviert, um dann von der Ankunft deren Tochter unterbrochen zu werden und sich "normal" mit ihr zu unterhalten, bis es doch wieder in einem Kampf ausartet, der sogar ziemlich schnell wieder vorbei ist. Obwohl mir gefiel, was die Hauptdarstellerin danach zu besagter Tochter sagt, konnte sie in mir jedoch nie Sympatie wecken, was vielleicht an Uma Thurmann generell liegen kann, oder an der Tatsache, dass sie eine Person umbringt, die mit der, an der sie damals Rache nehmen wollte, offensichtlich nichts mehr zu tun hat. Naja, ist eben ein Rache-"Epos", als solcher allerdings meiner Meinung nach noch nicht der beste, da würde beispeilsweise der beim Publikum weniger gut angekommene Film "The Punisher" oder das Meisterwerk "V wie Vendetta" für mich noch vorn liegen. Ansonsten jedenfalls kein schlechter Film, die Szenen sind gut gemacht, es wird Spannung erzeugt, der Soundtrack ist nichts Besonderes, aber in Ordnung. Die Action und deren Schauplätze sind ebenfalls einigermaßen gut, auch wenn sie meines Erachtens nie mit beispielsweise "Indiana Jones" zu vergleichen sein werden. Sehr interessant war jedenfalls auch die Zeichentricksequenz in der Mitte: Ob das jetzt wirklich Anime gewesen sein soll, kann ich schwer beurteilen, obwohl der selbts für Tarantino sehr überspitzte Einsatz von Blut darin schon irgendwie an Beispiele wie "Prinzessin Mononoke" erinnert hat.

                              So, und dabei sind wir beim Hauptkritikpunkt angelangt: Blut, Blut, Blut, eine Story für das Blut und durch das Blut. Spätestens beim Kampf im Dojo versinkt der Film in einem einzigen, rieisgen, langweiligen Blutvergießen. Tarantino soll nach dem was ich gehört habe, mal gesagt haben, er höre beim Drehen der Filme nur auf seinen Penis. Gerade bei diesem Film kommt es mir jedenfalls wirklich so vor als wäre alles nur aus dem Grund gemacht worden, zu zeigen wie eine Frau (War er nicht angeblich sexuell/romantisch an Uma Thurman interessiert?) Leute auf brutale Weise umbringt. Gliedmaßen werden abgetrennt, Organe durchbohrt (und das auch noch meist auf höchst unrealistische Weise), Platz für eine intelligente Story bleibt da kaum noch. Deshalb erschließt sich mir einfach nicht, wieso Tarantino mit seinem ständigen sinnlosen Abschlachten immer noch so viel mehr gelobt wird als Christopher Nolan, der sich wirklich ausschließlich auf gut durchdachte, tiefgründige Handlungen und glaubhafte Charaktere konzentriert. (Übrigens, wenn Nolan in einem Film zeigen würde, wie die Hauptperson ein Schwert (!) ins Flugzeug mitnimmt, würde jener Film von Kritikern sofort als unrealistisch und unlogisch in der Luft zerrissen werden, aber bei Tarantino finden es alle in Ordnung, nur mal so gesagt) Ähnliches gilt für Zack Snyder. Natürlich ist der abgesehen von "Watchmen" (und vielleicht "Dawn of the Dead" oder "Sucker Punch") nicht für intelligente Storys bekannt und ich bin zwar kein Fan von "300", aber wenn dort übertrieben männliche Charaktere, die sich gegenseitig brutal abschlachten, als schwulenfetischistisch abgetan werden, wieso darf dann Tarantino übertrieben weibliche Charaktere zeigen, die sich gegenseitig brutal abschlachten? Und wenn Snyder dann mit "Sucker Punch" eine möglicherweise sogar psychologisch tiefgründige Traumwelt erfindet, in der es um kämpfende Frauen geht, dann ist das wieder nur mehr sinnloses, sexistisches Gemetzel, das sich niemand ansehen sollte? Da kann ich einfach nicht nachvollziehen, wie es "Kill Bill" unter die Top 50 von Moviepilot geschafft hat.

                              Naja, sobald die sowohl abartige als auch irgendwie langweilige Dojo-Schlacht ihr Ende findet, wird der Film meiner Meinung nach jedenfalls wieder gut: Sowohl der zittrige kleine Asiate, als auch der letzte übriggeblieben Gegner, den sie auf den Geländer bekämpft, sowie der Showdown im Garten sind durchaus sehenswert. Dennoch schade, dass der Film immer höher eingestuft wird als der zweite, dessen Story dank des verminderten Gewaltanteils um einiges intelligenter umgesetzt wird.

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                              • 9

                                Überstilisiert, poppig, geschmacklos und trotzdem blitzsauber inszeniert. So lässt sich "Kill Bill" wunderbar beschreiben. Auf die Handlung gibt man am Besten gar nichts, denn die hat hier kaum etwas zu sagen. Es geht um den Rachetrieb, das pure Gefühl und den folgenden Bilderrausch. Da ist es nach der Logik der Suggestion nur realistisch, wenn es keine Grenzen mehr gibt und das Blut tomatenrot aus den Hälsen sprüht. Tarantino geht allerdings noch einen Schritt weiter und montiert das Ganze zu einer fantastievollen Popcollage, die sogar eine Animesequenz integriert. Damit entflieht der Film allen gedachten Konventionen und feiert sich im Grunde nur noch selbst. Ein wahnwitziges Vergnügen.

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                                • 8

                                  Splatter ohne Ende! Teilweise natürlich gewollt übertrieben. Dennoch gehört "Kill Bill" nicht zu den ersten Adressen von Tarantino! Er hat was. Ist aber nicht sonderlich intelligent. Rache, Schlachten und Blut! Ach ja, und Frauenfüsse!

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                                  • Der Monomane unter den Filmen: Das Thema ist RACHE (und zwar in Blockbuchstaben). Dass der Film trotzdem ein unbestrittenes Meisterwerk ist, ist der Verdienst des großen Quentin Tarantino, der immer sehenswerten Uma Thurman und besonders der Liebe des ersteren zur letzteren – denn das ist der Film Kill Bill auch: die zweiteilige, vierstündige Erklärung einer ehrfurchtsvollen Liebe zu einer faszinierenden Person und großen Schauspielerin.

                                    Mehr zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/12/kill-bill-vol-1.ht

                                    • 9 .5

                                      Da Quentin Tarantino zu meinen Lieblingsregisseuren zählt, musste ich mir natürlich auch Kill Bill Vol. 1 zu Gemüte führen. Die Stärken des Films liegen in seiner fast schon verrückten Story und dem tollen Bild. Besonders die Comic-Szene sticht positiv ins Auge, die "Kameraführung" ist in einer der Comic-Szenen besonders gelungen.
                                      Man kann den Film wirklich genießen wenn man auf Action steht und mal etwas anderes sehen will, allerdings zieht sich der Endkampf meiner Meinung nach hin und hätte kürzer sein müssen um diesen Film perfekt zu machen.

                                      • 9
                                        huababuar 28.11.2014, 18:08 Geändert 28.11.2014, 18:14

                                        "Kill Bill" - ein wahrlich großes Werk, in dem Tarantino so etwas seine Muster bricht.

                                        Denn eines fehlt dieser Hommage an das frühe asiatische Kino gänzlich: Die typisch ausschweifenden Dialoge im Tarantino-Stil. Doch diese hat "Kill Bill" auch gar nicht nötig. Vielmehr zeigt sich der Altmeister einmal von einer anderen Seite und schafft ein Action/Martial-Arts-Feuerwerk in Perfektion. Aus einem eigentlich stinknormalen Rache-Thriller macht Tarantino etwas ganz Großes. Das liegt zum einen natürlich wieder an seiner extravaganten, unchronologischen Erzählweise, die keineswegs verwirrend ist, sondern die Handlung etwas aufpeppt. Zum andern aber eben auch an dieser blitzsauberen Inszenierung: exzellente Kameratechnik, die in rasanten Szenen hervorragend zur Geltung kommt, geniale Voice-Overs, gut ausgewählte und abwechslungsreiche Musik und eine ordentliche Portion Trash, die sich vor allem in spritzenden Blutfontänen und einer übertriebenen Brutalität wiederspiegelt. Was anderes ist man von Tarantino eigentlich schon gar nicht mehr gewohnt. Uma Thurman und Lucy Liu stechen in einem brillianten Cast besonders heraus. Die Rolle der toughen Auftragskillerin ist beiden wie auf den Leib geschneidert. Erwähnenswert ist auch die Anime-Sequenz in der Mitte des Streifens - überraschend und so wahrscheinlich noch nie da gewesen. Zusätzlich glänzt "Kill Bill" mit einer knackig kurzen Laufzeit, die eigentlich fast ohne Längen auskommt.

                                        Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt finden will, muss man schon lange suchen und auch ein wenig spitzfindig sein: Der finale Kampf in Tokio ist zwar absolut sehenswert, im Endeffekt dann aber doch einen kleinen Tick zu lang. Auch die Atmosphäre besticht meiner Meinung nach nicht ganz so wie beispielsweise in "Pulp Fiction" oder "Reservoir Dogs". Natürlich ist das Kaffesatzleserei auf hohem Niveau, aber dann doch ein Argument dafür, dass "Kill Bill" nicht zu meinen liebsten Tarantinos gehört.

                                        Fazit: Rache-Epos im Eastern-Style und das auf Tarantio-Art. Was will man mehr?

                                        "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird."

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                                        • 6 .5

                                          Es gibt sie also doch, die Tarantinofilme, die mir gefallen. Kill Bill ist ein gut gemachter Streifen mit ordentlich choreographierten Kampfszenen, viel Blut(wobei mir hier die total unrealistische Übertreibung sehr gut gefällt) und einer, wie man es von Quentin gewohnt ist, sehr abstrusen Story. Im Mittelpunkt steht eine gut aufgelegte Uma Thurman und mit ihr steht und fällt der Film. Achja, die Zeichentrickelemente fand ich klasse.
                                          Fazit: Nicht schlecht für einen Tarantino (sorry, ich bin halt kein Fanboy)

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                                          • 9 .5

                                            Top Darsteller (Uma Thurman als obercooler Racheengel ist der Burner), sagenhafte Optik. großartiger Soundtrack, Badewannenladungen Blut und Gemetzel, Rache Feldzug at its best. Bekommt man nicht über, egal wie oft man den sieht.

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                                            • 8 .5

                                              auch sein sagenhaftes viertes werk, welches tarantinos genialität zweifelsfrei widerspiegelt, überzeugt anhand seiner extravaganten erzählweise, besticht durch fesselnde dialoge und beeindruckt mit einem erstklassigen schauspiel...auch bildtechnisch brilliert das zweiteilige, knapp vier stunden bannende kult-epos, welches sich mit auserlesenen und tarantino-typischen soundtracks vom so oft servierten einheitsbrei deutlich abhebt...
                                              ...sein unverkennbarer und einzigartiger stil machen Quentin Tarantino zu einem der bedeutendsten filmemacher aller zeiten!!!
                                              bill ist tot und die rechnung beglichen...der rache-actioner wird seinem doppeldeutigen titel gerecht...alles andere als gerecht ist das der meister seines fachs bis heute nicht den oscar für die 'Beste Regie' mit nach hause nehmen durfte!!!

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                                              • 10

                                                Geniestreich.

                                                • 9 .5

                                                  Ich hatte "Kill Bill: Volume 1" schon vor langer Zeit gesehen, als ich leider noch nicht viel mit Tarantino anfangen konnte. Dementsprechend niedrig war damals auch meine Bewertung, aber jetzt nach der Zweitsichtung habe ich meine Bewertung sofort wieder gelöscht, denn dieser erste Teil von "Kill Bill" ist direkt auf Platz 3 meiner Lieblingsfilme von Tarantino gewandert! "Kill Bill: Volume 1" hat alles, was man von einem Film dieses Regisseurs erwartet! Seltsame, aber extrem coole Charaktere, schräge Dialoge, eine unterhaltsame Story, bösartiger und genialer Humor und viel Gewalt (bei der es in "Kill Bill 1" verdammt viel gibt). Vor allem ist dieser hier der erste Film von Tarantino, bei dem es so gut wie keine Längen gibt meiner Meinung nach. Sogar "Pulp Fiction", den ich zu meinen 5 absoluten Lieblingsfilmen zähle, hatte mit ein paar minimalen Längen zu kämpfen, aber hier bei "Kill Bill: Volume 1" vergehen die ca. 100 Minuten wie im Flug! Viel mehr muss man hier eigentlich gar nicht erwähnen, denn auch ansonsten ist der Film handwerklich wieder absolute Sahne, hat eine gelungene Kameraführung, einen tollen Soundtrack und eine wunderbare Optik. Vor allem ist hier interessant, wie mit verschiedensten Stilmitteln gespielt wird (Schwarz-Weiß-Optik, Anime-Sequenzen...). Dass der Film teilweise etwas albern wirkt in den Kampfszenen, kann man hier Tarantino auch gar nicht verübeln, denn das war ja als Hommage an die alten asiatischen Kampfkunstfilme so geplant. Der halbe Punkt zur 10 geht aber beim Finale für mich verloren: Diese endlos lange Action-Splatter-Kampfszene am Ende, bei der das Blut wie aus Gartenschläuchen spritzt, ist in meinen Augen dann doch etwas zu viel des Guten gewesen und man hätte sie locker um ein paar Minuten kürzen können. Dafür wird man dann aber mit einem toll aufgebauten Cliffhanger belohnt, der mir direkt Lust auf den zweiten Teil gemacht hat!
                                                  Fazit: "Kill Bill: Volume 1" hat mich so gut unterhalten, wie schon lange kein Film mehr!

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                                                    Wie skrupelos der Film ist, so würden Moralpredigten gegen Gewalt und Rache, hier keinerlei Effekt erzielen.
                                                    Tarantino erschafft mit seinem Werk "Kill Bill", eine kalte und erbarmungslose Atmosphäre, die dem Zuschauer eiskalt unter die Haut geht. Parallel dazu, hält diese eine konstante Spannung und erzeugt einen Nervenkitzel.

                                                    Die Kamaraführung, sowie unterschiedliche Farb- und Bildszenen, werden hierbei spielerisch genutzt und zeichnen einen Regiesseur wie Terantino dadurch auch aus. Die verschiedensten Sichten, wie beispielsweise die Dachperspektiven, erzeugen einen höher Spannungsbogen und ermöglichen dem Zuschauer, eigenständig seine Perspektive auf dem Film zu ändern.

                                                    Für mich hat "Kill Bill" eine besondere Magie, bezogen auf seine Fazinination zur Hemmungslosigkeit, die jedoch zum Schluss kraftlos davonläuft. Bedauerlicherweise endet der Plot etwas unspektakulär und vorallem unüberraschend. Auch fand ich die Kämpfe zu lang und auf die Weise unraffiniert. Auch wenn die trashigen Kampfszenen, dem Film gut stehen.Trotzallem ist es wieder mal ein gelungenes Werk, welches bis zum Ende fesselt.