Kill Bill: Volume 1 - Kritik

Kill Bill: Volume 1

US · 2003 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 18 · Eastern, Actionfilm · Kinostart
Du
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    Malik 03.09.2017, 13:48 Geändert 03.09.2017, 15:32

    "Gewalt ist für mich Ästhetik“, sagte Quentin in einem Interview zu „Reservoir Dogs“.

    Nach Kill Bill kaufe ich ihm das ab.

    Denn wer in billigen Blutfontänen und Frisbee-Schädeldecken keine Kunst zu erkennen vermag, muss sich mit viel, viel warmer Luft zufrieden geben.

    Ich jedenfalls fürchte den Drei-Stunden-Bis-Zum-Verblöden-Film mehr als den Faust-Aufs-Herz-Fünf-Schritte-Und-Tot-Umfallen-Schlag!

    - ein namenloser Rezensent, ebay -

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    Ich bin heute auch mal zitierfreudig jenseits der Schmerzgrenze. :P

    Wenn ich mit Tarantino überhaupt einer Meinung bin, dann in dem Punkt, dass auch die hinterste Reihe manchmal einen Nachhall verdient.

    Wenigstens musste ich mir mein bisschen Kunstverstand nicht in vollgepissten Bahnhofskinos aneignen.

    Man sieht ja wohin das führen kann.

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    • 3

      Die Dame steht im Finale der Umfrage zur besten Actionheldin. Wieso? So steif wie sie kämpft. Uma wurde nur besetzt weil Tarantino sie mag. Ne echte Fehlbesetzung! Der Film selbst zieht sich wie Kaugummi und auch die Kampfszenen sind grottig inszeniert. Die hohen Bewertungen sind doch nur dem Tarantino Kult geschuldet.

      Mal ehrlich Leute. Hätte ein Paul W.S. Anderson diesen Film gedreht, wäre er genüsslich zerrissen wurden.

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      • 9
        inglouriousspstard 03.08.2017, 22:25 Geändert 03.08.2017, 22:28

        Filmisches Non Plus Ultra Meisterwerk welches in jeder einzelnen Szene zu überzeugen weiss. Tarantinos Liebeserklärung vor dem Samurai und Racheactionkino wirkt wie eine Comicverfilmung kümmer sich jedoch im Gegensatz zu diesen um seine Charaktere. Definitiv einer der besten von Tarantino und sowohl inszenatorisch als auch stilistisch und darstellerisch ein feuchter Traum von Film. Vielleicht liegt es an meiner Vorliebe für den Film im Film aber die Animeszene zählt nicht nur zu den besten von Tarantino sondern im Allgemeinen zu den besten Szenen aller Zeiten. Ein Film mit Seele, Anspruch, Mythos und Spannung. In der Tat einer der Filme die man immer wieder gerne in den Player legt und sich von dem himmlischen Soundtrack, den famosen Fights und einer wunderschönen Geschichte entführen lässt. Danke für dieses Epos Tarantino und diesen Traum von Film, für jeden der nur annähernd was für Action und Asiatische Filme übrig hat ein absolutes Muss und der wohl feministischste und actionreichste Film vom Meister des modernen Unterhaltungskinos. Jede Szene ist hier ein Genuss, nichts wirkt zu lange oder überflüssig und die Inszenierung blendet wirklich alles hinweg. Zwar nicht so anspruchsvoll wie INGLOURIOUS BASTARDS dafür aber der unterhaltsamste Film von QT und mindest einmal pro Jahr Pflicht bei mir. Eine Verneigung vom Asian Samurai Cinema und zugleich einer der besten Filme in diesem Genre, wahrlich ein grandioses Meisterwerk für die Ewigkeit mit fabulösen Soundtrack, brillanten Actionszenen und famosen Dialogen. So sollte Actionkino aussehen.

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        • Also ich finde den Film sehr schlecht, sogar einer der schlechtesten von Tarantino. Ich finde der Film macht alles falsch was falsch zu machen geht. Bsw. zu viel Blut, zu lange Kampfszenen, unverständliches japanisches Gebrabbel ohne Untertitel (jedenfalls in der Version in der ich den Film geschaut habe), sehr langweilig, sie ist viel zu stark (sie macht alle einfach fertig), komische Handlung und Charaktere (seltsame Frauen mit Augenklappen) und und und. Ich finde auch das man nicht unbedingt am Anfang noch ne Tochter bei dem Mord ihrer Mutter dabei gewesen sie musste. Was ich auch nicht verstehe ist, dass der gesamte Film voller feministischer und rassistischer Taten und Worte ist das man mehr als genug davon hat.

          • 8 .5

            Es ist nicht Tarantino's bester, aber es ist ein typischer Tarantino: Kill Bill - Die Geschichte über eine rachsüchtige Frau, die ihren kaltblütigen EX umbringen will.

            Viele Ideen stammen nicht von Tarantino selbst, er bediente sich an Vorlagen von anderen Filmen oder Geschichten.
            Teils verpackt er auch kleine Hommagen.
            Man kann also sagen, es ist nicht sein ideenreichster und kreativstes Werk.

            Dafür liegt hier klar der Fokus auf Actionsequenzen und One-Liner.
            Dialoge kommen in Volume 1 etwas kurz, wenn man es mit den anderen Tarantino-Filmen vergleicht.
            Ist allerdings eine gute Erfrischung und vor allem eins: Mutig.
            Eine Story und Charaktere, die nicht leicht zu spielen und meistern sind. Uma Thurman lebt ihre Figur förmlich und auch der Rest des Cast weiß zu überzeugen.

            Der Fokus liegt in Volume 1 klar in den Actionsequenzen, erzählerisch passiert wenig. Doch dafür gibt es dann Volume 2.

            Schade finde ich die "kurze Laufzeit" von 107 Minuten, es hätten ruhig etwas länger gehen können nach meinem Empfinden.

            Ein Film der einige Tarantino Fans spaltet:
            Die einen sagen er sei zu stumpf und Actionlastig, für die anderen ist es ein kultiges Meisterwerk. Ich muss mich wohl in der Mitte anschließen.

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              TheBigDaddy 02.07.2017, 20:32 Geändert 02.07.2017, 20:35

              Wenn ich Tarantinos Filme lange nicht mehr sehe, vergesse ich nicht nur langsam ihren Inhalt, sondern auch wie gut sie waren.
              Je länger ich den Film nicht mehr gesehen habe, desto eher fällt er bei mir in der Wertung. So war es zumindest bei Kill Bill 1.
              Als ich ihn das erste Mal gesehen habe fand ich ihn gut, aber teilweise langatmig und vor allem den Kampf gegen die 88 oder 66 nicht so toll. Zum Glück hab ich ihn nochmal gesehen -und vielleicht hat sich mein Geschmack auch nur verändert- denn diesmal war ich von der ersten bis zur letzten Minute vom Film gefesselt. Die Story ist simpel, doch würde ich das nicht Negativ sehen, eher im Gegenteil : Wie viele Actionfilme gehen einen den nicht mit einer schlechten Liebesgeschichte oder plötzlichen, unlogischen Wendung zur emotionalen Seite des Hauptcharakters auf die Nerven ?
              Tarantino macht diesen Fehler in Kill Bill 1 nicht, sondern bleibt bei der puren Action, wobei der stark an Eastern angelegte Hintergrund dem Film eine besondere Atmosphäre, einen besonderes Flaire gibt. Und wie genial seine Einfälle wieder sind! Ob Jacky Brown, Inglorious Bastards oder hier Tarantino schafft es immer den Zuschauer zu überraschen und die gängigen Regeln zu durchbrechen; so erzählt er in Kill Bill z.B. die Hintergrundgeschichte eines Charakters mittels Kurzanime !
              Was Kill Bill 1 von Tarantinos anderen Filmen masgeblich unterscheidet ist der stilistische Einsatz von Blut. Wenn er auch den Ruf hat sehr blutige Filme zu machen, so hat er das Blut der Antagonisten nie so kunstvoll spritzen lassen wie im bereits erwähnten Kampf gegen die vielen Gegner-ich glaube es waren 88.
              Der Film zeichnet sich außerdem durch die Schönheit der Bilder und Szene
              rien- besonders der letzte Kampf- aus, sodass die Action, das schöne viele Blut und die Szenerien ein perfektes Filmerlebeniss bieten .
              Ich hoffe jemand kann mir andere Filme empfehlen bei denen Action und Ähstetik auf so natürliche Weise zusammengehen, aber vorerst freue ich mich auf Kill Bill 2

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              • 8

                Geile Dialoge, hammer One-Liner, 1A Schauspieler, eine mitreißende Story, actiongeladene Charaktere, ein genialer Soundtrack und legendäre Kampfsequenzen, machen 'Kill Bill vol. 1' zu einem Filmerlebnis, das zu recht ein Klassiker ist und das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

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                • 9

                  Knackig Kurz, blutig und actiongeladen dazu jede Menge gute Dialoge und eingeien Endkampf. Tarantino kannst einfach. ;)

                  • 9 .5

                    Auch heute noch klasse , für mich Tarantinos bester.

                    • 2

                      "Kill Bill" finde ich einfach nur schrecklich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Uma Thurman ist ganz klar eine Fehlbesetzung schon wie sie ihres Schwert in der Hand hat einfach nur grottig, und das sie von kämpfen keine Ahnung hat ist sogar für ein Kindergartenschüler klar. Wie sie im Kampf agiert ist alles aufgesetzt und nicht glaubwürdig zum Teil lässt sie sich auch sichtlich Doublen weil sie es nicht so gut kann vor allem gegen Ende des Films.

                      Der Film selber hat kaum eine Handlung viele Fragen und keine Antworten für die Antworten wird man gezwungen den Teil zwei zuschauen.

                      Für mich lässt sich Quentin Tarantino zu sehr beeinflussen (Das nette Wort für stellen). Er klaut mir zu oft aus anderen Firmen und wenn man ein guter Regisseur sein will muss man eigene Ideen haben deswegen gehört Tarantino nicht zu den besten sogar ganz im Gegenteil. Aber er hat auch seine Positive Seite zB Charakteren- Zeichnungen, Dialogen und seine Settings gefallen mir auch, aber ansonsten überzeugt er mich nicht.

                      Für viele ist der Film Kult für mich nicht der mit Abstand der schlechteste Film vom Quentin Tarantino.

                      Ärgerlich.

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                      • 8 .5

                        Wieder mal ein sehr starker Filmepos aus der Feder eines der besten Filmregisseure aller Zeiten.
                        Eine saustarke Story verpackt in 2 Filme die auf einer Wellenlänge liegen.
                        Schauspielerisch eine Augenweide und wie immer mit einem tollen Soundtrack abgemischt!
                        Leider nicht ganz so viele Tolle zitatwürdige Dialoge wie in Django oder Inglorious basterds.
                        Erhältlich im steelbook mit beiden Teilen.

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                          derfreiegeist 28.04.2017, 20:55 Geändert 28.04.2017, 20:55

                          "Kill Bill" kann sich sicherlich nicht mit der intelligentesten Storyline aufwarten, die Tarantino hervorgebracht hat. Auch die Dialoge (die trotz allem gut geschrieben sind) verblassen ein wenig neben seinen anderen Werken. Trotzdem ist der erste Part des blutrünstigen Zweiteilers mein Lieblingsfilm von diesem einzigartigen Autorenfilmer-Genie.

                          Es ist wohl offensichtlich, dass der Film besonders durch seine handwerklich wirklich hervorragenden Actioneinlagen auffällt. Wer Schwertkämpfe liebt ist hier richtig. Dabei sind die vielen Gefechte oft nicht spannend und schon gar nicht realistisch. Aber sie sind so genial choreografiert und so ästhetisch in Szene gesetzt, dass sie stets unterhaltsam bleiben und den Zuschauer in ihren Bann ziehen.

                          Tarantino hat ein großartiges Gespür, wie man sich einen guten Soundtrack zusammenklaut - und bei keinem seiner Filme ist es ihm bisher besser gelungen, als bei diesem. Er hat es sogar geschafft, vielen der verwendeten Musikstücke durch ihren Einsatz Kultstatus zu verleihen. Die Musik hat allerdings auch eine tragende Rolle beim entscheidenden Punkt, weshalb ich "Kill Bill Vol. 1" so liebe.

                          Der Film strotzt nur so vor erinnerungswürdigen Momenten: wie Bill der Braut ganz zu Beginn einen Kopfschuss verpasst und mit Nancy Sinatras "Bang Bang" der Vorspann einsetzt. Wie die Braut im Krankenhaus auf Buck wartet und die Musik im Hintergrund immer lauter wird. Die Anime-Nacherzählung von O-Rens Vorgeschichte. Und so gut wie jede Szene im House of Blue Leaves: die maximal coole Slow-Mo-Ankunft von O-Rens Gang, der fast 1-minütige Tracking-Shot, die Konfrontation (genial unterlegt mit Morricones Musik) und vielleicht mein Lieblingsmoment: das finale Duell. Die Klingen der Kontrahentinnen kreuzen sich vielleicht ein paar mal, meisten umkreisen sie sich einfach nur mit langsamen Schritten oder stehen sich still gegenüber, während der Schnee auf sie herabfällt. Und "Don't let me be misunderstood" verleiht dem Kampf ein ganz besonderes Feeling.

                          All diese Szenen sind so grandios und unvergesslich in Szene gesetzt, dass ich den Film einfach nur lieben kann.

                          • 4 .5

                            Wieder mal kann ich bei einem Tarantino Streifen die hohen Bewertungen nicht nachvollziehen. Die Anfangsszene und den Endkampf fand ich gut, das wars dann aber auch schon, was mir an dem Film gefallen hat. Das Gemetzel in dem Restaurant, wo den Menschen das Blut wie Fontänen aus den neu entstandenen Körperöffnungen schießt, fand ich mehr amüsant als alles andere.

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                            • 7 .5

                              Technisch ist "Kill Bill" hochqualitativ, Tarintino eben. Ein audiovisueller Leckerbissen der ganz besonderen Art, den Film kann man wirklich ohne schlechtes Gewissen und ohne weiteres Nachdenken als Kunst bezeichnen. Mag die eigentliche "Handlung" auch in einem einzigen Satz erklärt sein, schafft es der Regisseur trotzdem, den Zuschauer über die ganze Laufzeit zu fesseln.
                              Da ich ungeachtet aller weiteren Umstände weiterhin kein Actionfan bin, bekommt der Film von mir trotzdem nur eine Bewertung von 7 Punkten, da er mir inhaltlich dann doch zu platt ist. Die Stärken von "Kill Bill" liegen eindeutig in anderen Bereichen, diese Bereiche sind mir aber nun mal weit weniger wichtig als die Handlung an sich und die ist sehr überschaubar.
                              Aber, wie auch unschwer an den zahlreichen übrigen Kritiken auf dieser Seite zu erkennen ist, handelt es sich hierbei ohne Frage um einen überaus sehenswertes Stück Filmkunst, das durchaus den Weg in einige Filmregale finden sollte.

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                              • 10
                                Bruno Morbitzer 28.03.2017, 14:36 Geändert 28.03.2017, 14:56

                                "Kill Bill" ist ein Real-Comic mit der audio-visuellen Ästhetik fernöstlicher Kampf-Elegien der 70er Jahre. Dies ist der erste Film von Tarantino mit gelöster Handbremse und Vollgas. Er entsteigt in dieser Inszenierung sämtlichen Fesseln und Schranken, die Dialoge changieren zwischen lakonischem Sprachwitz und lyrischer Weisheit, und die Bilder sind von derselben atemberaubenden Schönheit wie Uma Thurman, deren Erscheinung alle anbetungswürdigen Attribute der Weiblichkeit vereint. Der Score geht mit den Bildern eine selten erlebte Symbiose der Schönheit ein, und sei es in der finalen Dramatik des Todes. Ich weiß nicht, wie Tarantino auf die musikalische Offenbarung "Der einsame Hirte" stieß, - von James Last komponiert und von der den Engeln entliehenen Panflöte George Zamfirs gespielt, aber dieses Stück ist nicht von dieser Welt, genausowenig wie dieser Film. Mir bleibt nur die tiefe Verneigung vor diesem filmischen Sonnenaufgang, der mich unendlich tief berührt hat.

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                                • 9

                                  That woman deserves her revenge

                                  ---- Wenn du sehr empfindlich auf Spoiler reagierst, könnte dich die eine oder andere Andeutung um folgenden Text stören -----

                                  Tarantino erzählt Erlösungsgeschichten. Dies tut er hier verschachtelt gleich mehrfach. Im Vordergrund steht natürlich die Erlösung der Braut: Sie will aus dem Deadly Viper Assassination Squad ausbrechen. Nachdem ihr die einfache Flucht nicht gelingt, geht sie auf einen Rachefeldzug und erkämpft sich ihren Ausbruch mit Gewalt.

                                  Doch auch die Nebenfiguren tragen ihre Päckchen mit sich herum und versuchen dieser Welt der Kriminalität, der Gewalt und des Mordes zu entkommen. Da ist Vernita Green, die ebenso wie die Braut ausgestiegen ist und die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Hattori Hanzo möchte nicht länger Schwerter – Instrumente des Tötens – bauen, muss sich aber von einer Schuld namens Bill freikaufen.

                                  Und auch für die Endgegnerin O-Ren Ishii bekommen wir eine Erlösungsgeschichte erzählt, wenngleich eine ganz anders gelagerte: Sie erlebt als Kind hilflos die Ermordung ihrer Eltern mit. Von diesem Trauma erlöst sie sich durch eine Emanzipation zur Profikillerin, die sie bis an die Spitze der Yakuza führt – bis auch sie am Ende von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

                                  Selbst am Ende im Teaser zu Teil 2 wird das Thema Erlösung nicht fallengelassen, wenn Bud sagt: "Diese Frau verdient ihre Rache und wir verdienen zu sterben".

                                  Wir haben Kill Bill: Vol. 1 im Spätfilm besprochen. Als Gast durften wir den großartigen Arne aka. Jackermonkey begrüßen:

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                                  • 10
                                    BenAffenleck 17.02.2017, 20:47 Geändert 17.02.2017, 20:48

                                    Quentin Tarantino und BenAffenleck . . . zwischen Herzen, Höhepunkten und Mittelmäßigkeiten.

                                    Vor 2 Jahren bekam ich die Tarantino BluRay Box 20 YEARS OF FILMMAKING geschenkt, die nun endlich mal vom Cellophan befreit wurde. Da bot sich gleich eine etwas umfangreichere Werkschau an, die auch den ein oder anderen Seitenschritt des grandiosen Filmemachers einbezieht. Zwei der Filme sehe ich zum ersten Mal, andere zum x-ten Mal.

                                    Teil 07/12 >> KILL BILL Vol.1 (2003) <<

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                                    Quentin Tarantino erzählte schon während der Dreharbeiten zu PULP FICTION seinem Star Uma Thurman von seiner neuen Drehbuch-Idee: „ Uma, du wirst zu Beginn zusammengeschlagen wie in einem Spaghetti-Western. Dann jagen sie dir noch eine Kugel in den Kopf. Du überlebst – und startest einen blutigen Rachefeldzug.“ Über Jahre entwickelten beide zusammen die Geschichte um “Die Braut”, Beatrix Kiddo.

                                    Nach 6-jähriger Leinwandabstinenz meldete sich Tarantino 2003 mit einem furiosen Stilmix seiner Leiblingsgenres zurück. Dieses 4-stündige, ultrabrutale Todesballett empfanden die Miramax-Bosse als viel zu lang, um Kürzungen zu umgehen, wurde der Film in zwei Teile gesplittet, was allerdings sehr homogen wirkt, da beide Teile schon sehr verschieden sind.
                                    Die hohen Erwartungen, die nach der langen Pause an einen der innovativsten Regisseure gestellt wurden, waren hoch. Mit KILL BILL konnte er sie mühelos erfüllen, und ertränkte alle Skeptiker in einem perfekt temperierten Blutbad, jagte ihnen eine Ladung Steinsalz in die Brust, legte eine schwarze Mamba in ihre Sockenschubladen oder beerdigte sie gleich lebendig.

                                    KILL BILL Vol.1 schwitzt aus jeder Pore Leidenschaft. Die Leidenschaft eines Regisseurs zu seinen Filmen und zu den Filmen, die ihn inspirierten. Dieses Rache-Drama saugt einen förmlich ein, nur damit man nach fast 2 Stunden Blut überzogen und unverdaut wieder ausgespuckt wird. Im inneren dieses Monsters rauschte man in Höchstgeschwindigkeit durch Blutfontänen und an abgetrennten Gliedmaßen vorbei, landet mit entsetzt aufgerissenen Augen in einem 8 minütigen, schier unglaublichen Origins-Manga. Tarantino vergaß nicht mal, trotz ästhetisch durchgestylten Martial-Arts und diversen Knife & Sword Fights, seinen von mir so geliebten Humor unterzubringen. Meistens sehr zynisch, manchmal aber auch sogar etwas Tarantino-like andersartig, wie in der Sushi-Bar in Okinawa.

                                    Man kann es drehen und wenden wie man will, KILL BILL Vol. 1 ist Irrsinn in Perfektion, gepaart mit schier wahnsinniger Schönheit. Hier bringt Tarantino seine ihm eigene Kunst, Bilder mit Musik zu verbinden, auf den vorläufigen Höhepunkt. Wenn Nancy Sinatra zu Beginn ‘Bang Bang - My Baby shot me down’ durch die Lautsprecher haucht, kurz nachdem der Braut die Lichter vorerst ausgeknipst werden, kann man wohl nur wenig passendere Songs finden. Eine Gänsehaut gibt es bei ‘The lonely shepherd’, wenn die Braut ihr Schwert überreicht bekommt, oder O-Ren Ishii zu ‘Battle without honor or humanity’ im Teehaus einmarschiert. Nachdem man meint, dass es nun auch wirklich nicht mehr besser geht, legt Tarantino über den wunderschönen Endkampf im geradezu Traumhaft verschneiten Meditationsgarten (der sehr starke LADY SNOWBLOOD winkt mir wieder einmal wohlwollend zu) Flamenco Gitarren aus ‘Dont’ let me be misunderstood’. Einfach genial, und seinesgleichen suchend!!!

                                    Erwähnenswert sind auch die virtuosen Kamerafahrten, und immer wieder diese kleinen, etwas anderen Kameraeinstellungen sowie Farbspielereien, die das Herz des Filmfans ein klein wenig schneller schlagen lassen. Sicher, irgendwo schon Tarantino-Standarts, aber in so einem geilen Film sind das noch mal Streusel auf dem Sahnehäubchen. Der Knaller ist hier für mich dann noch der Schattenkampf im ‘Haus der blauen Blüten', als das Licht ausgeht. Das sieht so fan-tas-tisch aus.

                                    KILL BILL Vol.1 ist eine Wundertüte an Ideen für jeden Filmfan, geschnürt vom König des Filmzitats. Ein Action-Denkmal aus abgeschlagenen Gliedmaßen, felsenfest stehend in Fässern getrockneten Blutes. Ganz klarer Herzfilm.

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                                    Hier geht's zur Liste ::: http://www.moviepilot.de/liste/benaffenleck-guckt-tarantino-benaffenleck

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                                      DerDude1977 06.02.2017, 21:50 Geändert 06.02.2017, 21:52

                                      Für mich der Beginn des Abstieges von Tarantino. Schon das eingängige Star-Trek-Zitat lies mich damals im Kino böses erahnen, und böse bzw. scheiße fand ich dann auch den Film, obwohl ich als junger Erwachsener seine Titel von Reservoir Dogs bis Jackie Brown super fand.
                                      Seit Kill Bill kann ich mit Tarantino irgendwie nicht mehr viel anfangen, positive Ausnahmen waren für mich nochmal Death Proof und Django, ansonsten fand ich besonders den hochgelobten Inglourious Basterds sehr hanebüchen und unlustig bis auf Waltz. Kann auch sein dass ich irgendwann zu alt wurde für den Kram.
                                      Um es mit Trainspotting zu sagen: "Irgendwann werden sie alle alt und bringen es nicht mehr."

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                                        "Kill Bill" ist elektrisierend, lähmend, hochspannend, intensiv und klebrig. Was die (meisten) Tarantino-Filme betrifft, fehlen mir einfach immer wieder die Worte. Dieser Mensch versteht es, mich in meinen Sessel zu pressen, wortlos und mit großen Augen seine Werke anzuschauen, einzutauchen. Wie er das schafft? Ich habe keine Ahnung. Nicht die geringste. Denn mit einer Selbstverständlichkeit hebelt er alles aus, was es mir möglich machen sollte, mich mitzuteilen, mich zu artikulieren und in Worte zu fassen, was dieser Film mit mir macht. Ich kann es nicht. Es geht nicht. Bereits im Vorspann liegen meine Synapsen brach, versagen ihren Dienst, so dass ich lediglich dasitze, mir dieses Kunstwerk zu Gemüte führe und hinterher keine Worte finde. Da ist nur dieses Gefühl. Das Gefühl, Uma Thurman anbetungswürdig zu finden und die Fesseln abzuschütteln, die Tarantino mir angelegt hat. Mich schütteln wie ein nasser Hund, zurückkehren, blinzeln und "wow" sagen. Verdammt, verdammt, mir fehlen einfach die Worte.

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                                        • 7 .5

                                          Zurücklehnen, abschalten und genießen.

                                          • 8

                                            Für mich ist das ein "modernes Kunstwerk", welches Gewalt und Gegengewalt in Reinform feiert. Nichts wurde hinzugefügt, was davon ablenken könnte. Einige Szenen sind so intensiv, das man den Schmerz mitfühlt. Unglaublich abstoßend und fesselnd zugleich.

                                            • 4

                                              Obwohl Tarantino Anhänger habe ich es trotz mehrmaliger Versuche nicht geschafft den Film durchzuhalten...sorry

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                                                tekyoenbear 13.12.2016, 10:35 Geändert 13.12.2016, 10:42

                                                Ich glaube Q. Tarantino und meine Person leben in völlig verschiedenen Universen. Er zeigt Feuer ich will aber Wasser sehen. Er redet von Schwarz ich will aber Farbe verstehen. Keine Ahnung wie ich es ausdrücken soll.
                                                Die Gemeinsamkeiten für die Vorstellung eines guten Filmes, gehen bei uns beiden gegen Null. Und das ist schon stark Aufgerundet.

                                                Eines weiß ich mit 100%iger Sicherheit. Ich werde niemals einen Q. T. Film gut finden. Vielleicht im nächsten Leben einmal.

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                                                  Pyro 91 24.11.2016, 17:12 Geändert 24.11.2016, 19:59

                                                  Schon nach den ersten fünf Minuten konnte ich mich zurücklehnen und mich einfach nur in diesen richtigen guten Film fallen lassen. Ich habe Quentin Tarantinos Rache-Epos wohl seit gut sieben Jahre nicht mehr gesehen und war daher gespannt wie ich das Ganze heute wohl aufnehmen würde. Die Antwort: Sehr gut. Man merkt hier ganz deutlich, dass Tarantino mal so richtig ausflippen konnte/wollte und einfach nur - frei von irgenwelchen auferlegten Koventionen und ausgetretenen Pfaden - genau das auf die Leinwand gezaubert hat, was ihm in den Sinn kam und ihm Spaß bescherte. Es gibt hier einfach so viele liebevolle kleine Details - sowie stilistisch, als auch in den Dialogen - das es an eine wahre Freude ist, als Zuschauer dabei zu sein und diesen Exzess mitzufeiern.
                                                  Was ich wohl am spannendsten fand, war wie Tarantino hier die Braut charakterisiert und ihren Rachetrip inszeniert hat. Er setzt nicht nur auf coole Momente, sondern zeigt auch wie dreckig und schlecht es der Braut geht, was durch Uma Thurmanns großen Mut zur Hässlichkeit für starkes Mitgefühl beim Zuschauer sorgt und sicherstellt, dass wir uns nicht in dieser kunterbunten - z.T. auch farblosen - Gewaltorgie verlieren.
                                                  Am meisten bleibt mir nach diesem Film allerdings O-Ren Ishii´s Orgin-Story im Gedächtnis, in der Tarantino uns einfach - eiskalt - eine fast achtminütige Anime-Szene um die Ohren haut, die in ihrer Gewaltdarstellung nochmal völlig übersteuert und doch ein Gedicht für Augen und Ohren ist. Ich möchte mal einen anderen zeitgenössischen Regisseur sehen, der es mit solcher Leichtigkeit schafft soetwas in seinem Film einzufügen, ohne dass man das Gefühl hätte, jetzt völlig raus zu sein oder das Ganze als gekünstelte visuelle Spielerei abtun zu müssen. Dafür hat Mister Tarantino mad propz verdient!^^
                                                  Aber nicht nur visuelles Abwechslungsreichtum ist geboten, sondern auch was den Ton des Films angeht. Nach Ishii´s ultrabrutalem Kindheitserlebnis und ihrer Rekrutierung als Auftragskillerin, reist die Braut nach Japan und führt an einer Bar erstmal ein Gespräch mit ihrem zukünftigen Samuraimeister, wo sie sich wie ein kleines, nervöses Schulmädchen benimmt, weil er ihre mangelhaften Japanischkenntnisse bewundert. Bei Uma Thurmanns Schauspiel hier musste ich schon sehr lachen, aber auf den Boden lag ich erst, als der der Samuraimeister mit seinem Bruder(?) irgendwelche Gespräche über Fisch und Sake führt, was darin endet, dass die beiden immer wütender werden und sich nur noch auf japanisch beschimpfen. Ich weiß nicht wieso, aber gerade nach dem krassen Kapitel über Ishii war dieser Tonwechsel zunächst mal unheimlich erleichternd und zum anderen fand ich den Humor einfach ziemlich köstlich. Auch später als der Samuraimeister eine sehr leidenschaftliche und bewegende Rede auf die Kunst des Schwertes hält und die Braut trotz ihrer fehlenden Sprachkenntnisse scheinbar alles versteht, musste ich laut auflachen.
                                                  Auch das Finale im Teehaus ist irgendwie eine Mischung aus Badassery, komikhafter Momente, brutalen Abschlachtens, einnehmender Dramatik, cooler Musikberauschung und grandios choreographierten Fights.
                                                  Auch den Schlusspunkt fand ich gut gesetzt, da der Kampf mit Lucy Liu den Film zwar leise, aber dann doch spannend und brutal ausklingen lässt und somit keine bloße Wiederholung dessen war, das davor kam. Auch der Cliffhanger, wenn man ihn so nennen will, macht Laune auf den zweiten Teil und ehrlich gesagt musste ich mich gestern noch beherrschen, den nicht auch noch einzulegen, obwohl es schon spät in der Nacht war. Ich freu mich schon drauf!

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                                                    cycloo77 16.11.2016, 04:03 Geändert 16.11.2016, 04:09

                                                    Ich bin ein großer Bewunderer von Quentin Tarantino und mag seine einzigartige Art sehr gerne.

                                                    Nur sind die Kill Bill Filme einfach so gar nicht mein Fall. Ich bekomme egal wie oft ich es in den letzten Jahren versucht habe, keinen Zugang zu diesen Filmen.

                                                    Beide Filme bringen mir einfach nix, weder Spaß am schauen noch ein gutes Gefühl bei der Story.

                                                    Es mag daran liegen das ich noch nie ein Freund des Asiatischen Schwertkinos gewesen bin, oder von aus dem Stand auf ein Hochhaus springen Filme.
                                                    Das mag ein Grund sein, muss es aber nicht.

                                                    Kill Bill Vol. 1&2 ist mir viel zu überspitztes asiatisches Mythenkino verlagert in die Neuzeit, welches leider auch heute noch eher belustigend (die langhaarigen Bärtigen, waren mir damals schon lächerlich suspekt) als ernstzunehmend wirkt.
                                                    Gute Cast, die das ganze aber auch nicht besser werden lässt!

                                                    Ich und die Kill Bill Filme, gehen ab heute All Time getrennte Wege!

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