Kill Bill: Volume 1 - Kritik

US 2003 Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Eastern, Kinostart 16.10.2003

  • 9

    Es gibt wohl drei Arten von Filmfans,
    diejenigen die mit Tarantino, seinem Stil und seinen Filmen nichts anfangen können, die absoluten Tarantinojünger die ihm egal was er anstellt blind aus der Hand fressen und alles abfeiern was er anfaßt, und die die seine Filme ganz ok finden aber diesen schrecklichen Hype nicht nachvollziehen können.
    Aufgrund meiner Bewertungen und die ungeheure Freude seine Filme immer und immer wieder zu sehen gehöre ich wohl zur zweiten Kategorie!
    Ich kann aber trotzdem auch die anderen beiden Seiten mit ihren Argumenten verstehen.
    Man darf natürlich gerade bei einem Film wie "Kill Bill" nicht zimperlich sein und darf die übertriebene Gewaltdarstellug nicht ernst nehmen.
    Darüber hinaus sollte man schon ein Faible für alte Genre Klassiker haben die er ja in all seinen Filmen verwurstet, huldigt, kopiert und wild durcheinander mixt.
    Außerdem ist es nicht schlecht wenn man auf alte und coole Musik steht
    und auch einem Wiedersehen mit altausgedienten und ausgemusterten Hollywood oder B-Movie Genre-Stars sollte man immer aufgeschlossen gegenüber sein,
    denn die baut er immer wieder sehr gerne in seine Werke mit ein und gibt ihnen sogar wichtige und tragende Rollen.
    Wenn diese Dinge gegeben sind dann kann man eigendlich garnicht anders als jedes weitere Meisterwerk oder jede weitere mit Zitaten und Anspielungen vollgestopfte Hommage abzufeiern, gut zu finden und zu genießen!
    Mir geht es jedenfalls so, und das immer und immer wieder!
    Dabei ist es einfach toll dass er zwar immer wieder mit den selben Leuten zusammen arbeitet und eigendlich auch oft die selben Genre Filme kopiert oder Anspielungen benutzt, sich seine Filme aber trotz der gewollten Ähnlichkeit immer deutlich voneinander unterscheiden.
    Ein Beispiel das man sogar sehr gut anhand von Kill Bill 1 & 2 ausmachen kann die zwar zusammen genommen einen Film ergeben, getrennt voneinander aber zwei komplett unterschiedlich sind!
    Was aber wohl alle Filme miteinander verbindet ist die ungeheure Liebe zum Detail und die geniale Verbindung von Bild und Musik.
    Wie auch Wes Anderson hat Tarantino mitlerweile ein ganz eigenes Genre erfunden in dem er sich nach Lust und Laune austoben kann und in dem er alles zelebrieren darf was ihm gerade einfällt.

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    • 10
      maslobojew 16.01.2015, 01:31 Geändert 16.01.2015, 01:33

      Nehme mir immer wieder mal Zeit um den Film am Stück anzugucken ... also 2x eine 10! :-)

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      • 9

        Richtig Guter Film von QT mit einem Cast und Musik der absolut überzeugt.
        Das Finale hätte niemand besser hinbekommen als QT und verdient noch mal ein Extra Lob.

        Tip
        Unbedingt den Japan Cut sichten dort ist der Endkampf komplett in Farbe und etwas länger zu sehen.

        • 7

          Eine wunderbare Hommage an den Eastern, die zwar in einigen Szenen die Genialität von Tarantino zeigt, aber nicht an Meisterwerke wie "Pulp Fiction", den "Basterds" oder "Django" heranreicht. Dafür ist die Handlung zu schleppend und die Dialoge oft zu nichtssagend. Man merkt sicher, welche Absicht Tarantino mit dem Film und seiner Geschichte hatte, doch bringt er sie meiner Meinung nach nicht richtig rüber.
          So ist "Kill Bill" technisch super inszeniert mit perfekt choreographierten Fights, doch vom Inhalt her gibt es einige Mängel.
          Ich bin trotzdem auf Volume 2 gespannt, der dem Italo-Western Tribut zollen soll. Vielleicht steigert sich dann auch die Gesamtwertung des Werkes.

          • 8 .5

            Wunderbarer Kung-Fu Trash und eine Hommage an viele der alten Streifen. Der Film eines Genrefans, grell & überstilisiert blutig, Katana -Overkill und flirrende Comicsequenzen. Klar könnte das ganze auch lediglich ein überlanger Musikvideoclip sein aber das nimmt dem Film nichts von seinem Unterhaltungswert. Reines Fun- Popcorn-Kino macht aber trotzdem großen Spaß.

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            • 6 .5
              Hugo_Stieglitz 16.12.2014, 20:26 Geändert 28.12.2014, 18:55

              Das ist ein film, in den ich hohe Erwartungen gesetzt habe.
              Ich muss zugeben, ich wurde enttäuscht.
              Lässt man all die ganzen Anspielungen und die Musik weg, was bleibt dann noch?
              Ein rachegeschwängertes Gemetzel. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich ist es dank schauspielerischer Leistungen, einigen netten Gags und der guten Musik kein schlechter Film. Er ist aber auch nicht großartig oder überwältigend. Er ist schlicht eine Zelebrierung des Gemetzels. Ich glaube, Tarantino hat eine Wette abgeschlossen, wieviel Blut er in einem Film unterzubringen kann, ohne das die Kritiker seinen Film zerreissen.

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              • 6
                Desmond42 08.12.2014, 13:08 Geändert 10.01.2015, 12:14

                Eins muss man dem Film lassen: Er IST kurzweilig und unterhaltsam, zumindest in gewissen Maßen. Ein weiterer Pluspunkt meinerseits ist, dass er nach dem Intro sofort mittem im Geschehen startet, anstatt den Zuseher ewig mit irgendwelchen Einführungsgeschichten warten zu lassen (Die Hintergrundinformationen werden immer wieder stückchenhaft serviert), und das auch noch auf ziemlich geniale Weise: (SPOILER!) Die rachsüchtige Braut taucht bei einer der Schuldigen am Massaker bei ihrer Hochzeit zuhause auf, ist sofort in einen wilden Kampf involviert, um dann von der Ankunft deren Tochter unterbrochen zu werden und sich "normal" mit ihr zu unterhalten, bis es doch wieder in einem Kampf ausartet, der sogar ziemlich schnell wieder vorbei ist. Obwohl mir gefiel, was die Hauptdarstellerin danach zu besagter Tochter sagt, konnte sie in mir jedoch nie Sympatie wecken, was vielleicht an Uma Thurmann generell liegen kann, oder an der Tatsache, dass sie eine Person umbringt, die mit der, an der sie damals Rache nehmen wollte, offensichtlich nichts mehr zu tun hat. Naja, ist eben ein Rache-"Epos", als solcher allerdings meiner Meinung nach noch nicht der beste, da würde beispeilsweise der beim Publikum weniger gut angekommene Film "The Punisher" oder das Meisterwerk "V wie Vendetta" für mich noch vorn liegen. Ansonsten jedenfalls kein schlechter Film, die Szenen sind gut gemacht, es wird Spannung erzeugt, der Soundtrack ist nichts Besonderes, aber in Ordnung. Die Action und deren Schauplätze sind ebenfalls einigermaßen gut, auch wenn sie meines Erachtens nie mit beispielsweise "Indiana Jones" zu vergleichen sein werden. Sehr interessant war jedenfalls auch die Zeichentricksequenz in der Mitte: Ob das jetzt wirklich Anime gewesen sein soll, kann ich schwer beurteilen, obwohl der selbts für Tarantino sehr überspitzte Einsatz von Blut darin schon irgendwie an Beispiele wie "Prinzessin Mononoke" erinnert hat.

                So, und dabei sind wir beim Hauptkritikpunkt angelangt: Blut, Blut, Blut, eine Story für das Blut und durch das Blut. Tarantino soll nach dem was ich gehört habe, mal gesagt haben, er höre beim Drehen der Filme nur auf seinen Penis. Gerade bei diesem Film kommt es mir jedenfalls wirklich so vor als wäre alles nur aus dem Grund gemacht worden, zu zeigen wie eine Frau (War er nicht angeblich sexuell/romantisch an Uma Thurman interessiert?) Leute auf brutale Weise umbringt. Gliedmaßen werden abgetrennt, Organe durchbohrt (und das auch noch meist auf höchst unrealistische Weise), Platz für eine intelligente Handlung bleibt da kaum noch. Deshalb erschließt sich mir einfach nicht, wieso Tarantino mit seinem ständigen sinnlosen Abschlachten immer noch so viel mehr gelobt wird als Christopher Nolan, der sich wirklich ausschließlich auf gut durchdachte, tiefgründige Handlungen und glaubhafte Charaktere konzentriert. (Übrigens, wenn Nolan in einem Film zeigen würde, wie die Hauptperson ein Schwert (!) ins Flugzeug mitnimmt, würde jener Film von Kritikern sofort als unrealistisch und unlogisch in der Luft zerrissen werden, aber bei Tarantino finden es alle in Ordnung, nur mal so gesagt) Ähnliches gilt für Zack Snyder. Natürlich ist der abgesehen von "Watchmen" (und vielleicht "Dawn of the Dead" oder "Sucker Punch") nicht für intelligente Storys bekannt und ich bin zwar kein Fan von "300", aber wenn dort übertrieben männliche Charaktere, die sich gegenseitig brutal abschlachten, als schwulenfetischistisch abgetan werden, wieso darf dann Tarantino übertrieben weibliche Charaktere zeigen, die sich gegenseitig brutal abschlachten? Und wenn Snyder dann mit "Sucker Punch" eine möglicherweise sogar psychologisch tiefgründige Traumwelt erfindet, in der es um kämpfende Frauen geht, dann ist das wieder nur mehr sinnloses, sexistisches Gemetzel, das sich niemand ansehen sollte? Da kann ich einfach nicht nachvollziehen, wie es "Kill Bill" bis vor Kurzem unter die Top 50 von Moviepilot geschafft hat. Naja, sobald die sowohl abartige als auch irgendwie langweilige Dojo-Schlacht ihr Ende findet, wird der Film meiner Meinung nach jedenfalls wieder gut: Sowohl der zittrige kleine Asiate, als auch der letzte übriggeblieben Gegner, den sie auf den Geländer bekämpft, sowie der Showdown im Garten sind durchaus sehenswert. Von den drei Tarantino-Filme, die ich gesehen habe, war's zumindest mein zweitliebster.

                7
                • 9

                  Überstilisiert, poppig, geschmacklos und trotzdem blitzsauber inszeniert. So lässt sich "Kill Bill" wunderbar beschreiben. Auf die Handlung gibt man am Besten gar nichts, denn die hat hier kaum etwas zu sagen. Es geht um den Rachetrieb, das pure Gefühl und den folgenden Bilderrausch. Da ist es nach der Logik der Suggestion nur realistisch, wenn es keine Grenzen mehr gibt und das Blut tomatenrot aus den Hälsen sprüht. Tarantino geht allerdings noch einen Schritt weiter und montiert das Ganze zu einer fantastievollen Popcollage, die sogar eine Animesequenz integriert. Damit entflieht der Film allen gedachten Konventionen und feiert sich im Grunde nur noch selbst. Ein wahnwitziges Vergnügen.

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                  • 8

                    Splatter ohne Ende! Teilweise natürlich gewollt übertrieben. Dennoch gehört "Kill Bill" nicht zu den ersten Adressen von Tarantino! Er hat was. Ist aber nicht sonderlich intelligent. Rache, Schlachten und Blut! Ach ja, und Frauenfüsse!

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                    • Der Monomane unter den Filmen: Das Thema ist RACHE (und zwar in Blockbuchstaben). Dass der Film trotzdem ein unbestrittenes Meisterwerk ist, ist der Verdienst des großen Quentin Tarantino, der immer sehenswerten Uma Thurman und besonders der Liebe des ersteren zur letzteren – denn das ist der Film Kill Bill auch: die zweiteilige, vierstündige Erklärung einer ehrfurchtsvollen Liebe zu einer faszinierenden Person und großen Schauspielerin.

                      Mehr zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/12/kill-bill-vol-1.ht

                      • 9 .5

                        Da Quentin Tarantino zu meinen Lieblingsregisseuren zählt, musste ich mir natürlich auch Kill Bill Vol. 1 zu Gemüte führen. Die Stärken des Films liegen in seiner fast schon verrückten Story und dem tollen Bild. Besonders die Comic-Szene sticht positiv ins Auge, die "Kameraführung" ist in einer der Comic-Szenen besonders gelungen.
                        Man kann den Film wirklich genießen wenn man auf Action steht und mal etwas anderes sehen will, allerdings zieht sich der Endkampf meiner Meinung nach hin und hätte kürzer sein müssen um diesen Film perfekt zu machen.

                        • 9
                          huababuar 28.11.2014, 18:08 Geändert 28.11.2014, 18:14

                          "Kill Bill" - ein wahrlich großes Werk, in dem Tarantino so etwas seine Muster bricht.

                          Denn eines fehlt dieser Hommage an das frühe asiatische Kino gänzlich: Die typisch ausschweifenden Dialoge im Tarantino-Stil. Doch diese hat "Kill Bill" auch gar nicht nötig. Vielmehr zeigt sich der Altmeister einmal von einer anderen Seite und schafft ein Action/Martial-Arts-Feuerwerk in Perfektion. Aus einem eigentlich stinknormalen Rache-Thriller macht Tarantino etwas ganz Großes. Das liegt zum einen natürlich wieder an seiner extravaganten, unchronologischen Erzählweise, die keineswegs verwirrend ist, sondern die Handlung etwas aufpeppt. Zum andern aber eben auch an dieser blitzsauberen Inszenierung: exzellente Kameratechnik, die in rasanten Szenen hervorragend zur Geltung kommt, geniale Voice-Overs, gut ausgewählte und abwechslungsreiche Musik und eine ordentliche Portion Trash, die sich vor allem in spritzenden Blutfontänen und einer übertriebenen Brutalität wiederspiegelt. Was anderes ist man von Tarantino eigentlich schon gar nicht mehr gewohnt. Uma Thurman und Lucy Liu stechen in einem brillianten Cast besonders heraus. Die Rolle der toughen Auftragskillerin ist beiden wie auf den Leib geschneidert. Erwähnenswert ist auch die Anime-Sequenz in der Mitte des Streifens - überraschend und so wahrscheinlich noch nie da gewesen. Zusätzlich glänzt "Kill Bill" mit einer knackig kurzen Laufzeit, die eigentlich fast ohne Längen auskommt.

                          Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt finden will, muss man schon lange suchen und auch ein wenig spitzfindig sein: Der finale Kampf in Tokio ist zwar absolut sehenswert, im Endeffekt dann aber doch einen kleinen Tick zu lang. Auch die Atmosphäre besticht meiner Meinung nach nicht ganz so wie beispielsweise in "Pulp Fiction" oder "Reservoir Dogs". Natürlich ist das Kaffesatzleserei auf hohem Niveau, aber dann doch ein Argument dafür, dass "Kill Bill" nicht zu meinen liebsten Tarantinos gehört.

                          Fazit: Rache-Epos im Eastern-Style und das auf Tarantio-Art. Was will man mehr?

                          "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird."

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                          • 6 .5

                            Es gibt sie also doch, die Tarantinofilme, die mir gefallen. Kill Bill ist ein gut gemachter Streifen mit ordentlich choreographierten Kampfszenen, viel Blut(wobei mir hier die total unrealistische Übertreibung sehr gut gefällt) und einer, wie man es von Quentin gewohnt ist, sehr abstrusen Story. Im Mittelpunkt steht eine gut aufgelegte Uma Thurman und mit ihr steht und fällt der Film. Achja, die Zeichentrickelemente fand ich klasse.
                            Fazit: Nicht schlecht für einen Tarantino (sorry, ich bin halt kein Fanboy)

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                            • 9 .5

                              Top Darsteller (Uma Thurman als obercooler Racheengel ist der Burner), sagenhafte Optik. großartiger Soundtrack, Badewannenladungen Blut und Gemetzel, Rache Feldzug at its best. Bekommt man nicht über, egal wie oft man den sieht.

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                              • 8 .5

                                auch sein sagenhaftes viertes werk, welches tarantinos genialität zweifelsfrei widerspiegelt, überzeugt anhand seiner extravaganten erzählweise, besticht durch fesselnde dialoge und beeindruckt mit einem erstklassigen schauspiel...auch bildtechnisch brilliert das zweiteilige, knapp vier stunden bannende kult-epos, welches sich mit auserlesenen und tarantino-typischen soundtracks vom so oft servierten einheitsbrei deutlich abhebt...
                                ...sein unverkennbarer und einzigartiger stil machen Quentin Tarantino zu einem der bedeutendsten filmemacher aller zeiten!!!
                                bill ist tot und die rechnung beglichen...der rache-actioner wird seinem doppeldeutigen titel gerecht...alles andere als gerecht ist das der meister seines fachs bis heute nicht den oscar für die 'Beste Regie' mit nach hause nehmen durfte!!!

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                                • 10

                                  Geniestreich.

                                  • 9 .5

                                    Ich hatte "Kill Bill: Volume 1" schon vor langer Zeit gesehen, als ich leider noch nicht viel mit Tarantino anfangen konnte. Dementsprechend niedrig war damals auch meine Bewertung, aber jetzt nach der Zweitsichtung habe ich meine Bewertung sofort wieder gelöscht, denn dieser erste Teil von "Kill Bill" ist direkt auf Platz 3 meiner Lieblingsfilme von Tarantino gewandert! "Kill Bill: Volume 1" hat alles, was man von einem Film dieses Regisseurs erwartet! Seltsame, aber extrem coole Charaktere, schräge Dialoge, eine unterhaltsame Story, bösartiger und genialer Humor und viel Gewalt (bei der es in "Kill Bill 1" verdammt viel gibt). Vor allem ist dieser hier der erste Film von Tarantino, bei dem es so gut wie keine Längen gibt meiner Meinung nach. Sogar "Pulp Fiction", den ich zu meinen 5 absoluten Lieblingsfilmen zähle, hatte mit ein paar minimalen Längen zu kämpfen, aber hier bei "Kill Bill: Volume 1" vergehen die ca. 100 Minuten wie im Flug! Viel mehr muss man hier eigentlich gar nicht erwähnen, denn auch ansonsten ist der Film handwerklich wieder absolute Sahne, hat eine gelungene Kameraführung, einen tollen Soundtrack und eine wunderbare Optik. Vor allem ist hier interessant, wie mit verschiedensten Stilmitteln gespielt wird (Schwarz-Weiß-Optik, Anime-Sequenzen...). Dass der Film teilweise etwas albern wirkt in den Kampfszenen, kann man hier Tarantino auch gar nicht verübeln, denn das war ja als Hommage an die alten asiatischen Kampfkunstfilme so geplant. Der halbe Punkt zur 10 geht aber beim Finale für mich verloren: Diese endlos lange Action-Splatter-Kampfszene am Ende, bei der das Blut wie aus Gartenschläuchen spritzt, ist in meinen Augen dann doch etwas zu viel des Guten gewesen und man hätte sie locker um ein paar Minuten kürzen können. Dafür wird man dann aber mit einem toll aufgebauten Cliffhanger belohnt, der mir direkt Lust auf den zweiten Teil gemacht hat!
                                    Fazit: "Kill Bill: Volume 1" hat mich so gut unterhalten, wie schon lange kein Film mehr!

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                                    • 9

                                      Wie skrupelos der Film ist, so würden Moralpredigten gegen Gewalt und Rache, hier keinerlei Effekt erzielen.
                                      Tarantino erschafft mit seinem Werk "Kill Bill", eine kalte und erbarmungslose Atmosphäre, die dem Zuschauer eiskalt unter die Haut geht. Parallel dazu, hält diese eine konstante Spannung und erzeugt einen Nervenkitzel.

                                      Die Kamaraführung, sowie unterschiedliche Farb- und Bildszenen, werden hierbei spielerisch genutzt und zeichnen einen Regiesseur wie Terantino dadurch auch aus. Die verschiedensten Sichten, wie beispielsweise die Dachperspektiven, erzeugen einen höher Spannungsbogen und ermöglichen dem Zuschauer, eigenständig seine Perspektive auf dem Film zu ändern.

                                      Für mich hat "Kill Bill" eine besondere Magie, bezogen auf seine Fazinination zur Hemmungslosigkeit, die jedoch zum Schluss kraftlos davonläuft. Bedauerlicherweise endet der Plot etwas unspektakulär und vorallem unüberraschend. Auch fand ich die Kämpfe zu lang und auf die Weise unraffiniert. Auch wenn die trashigen Kampfszenen, dem Film gut stehen.Trotzallem ist es wieder mal ein gelungenes Werk, welches bis zum Ende fesselt.

                                      • 9

                                        Mehr als 10 Jahre vergangen und immernoch einer von meinen Lieblings Filmen.
                                        Danke Quentin Tarantino!

                                        • 10

                                          einfach toll!!!!!

                                          • 2 .5
                                            PacinoDeniro 28.10.2014, 18:03 Geändert 28.10.2014, 18:09

                                            Der Film ist nicht mehr, als eine aneinander Reihung von pseudo coolen Szenen. Alles wirkt affektiert und billig. Die Dialoge sind fast schon unerträglich gezwungen und es lassen sich an jeder Tankstelle bessere Storys finden. Nach dem grandiosen Jackie Brown eine echte Enttäuschung. Man hat das Gefühl, dass Tarantino nach den beiden, für seine Verhältnisse eher unblutigen Filmen Pulp Fiction und Jackie Brown, einfach durchgedreht ist.
                                            Manchmal kann diese Art von Filmen sicherlich einen gewissen Unterhaltungswert haben, aber im Falle Kill Bill sehe ich nur einen Film, der besser sein will als er ist. Mir leider zu stumpf und durch das übermäßige Blutgespritze letzten Endes zu langweilig.
                                            An dieser Stelle wird nun manch einer sagen, dass es sich bei Kill Bill doch um eine Hommage handle, doch auch dieses Argument fruchtet nicht.
                                            Denn ERSTENS, ist dass ein Argument, welches einem nach jedem Tarantinostreifen an den Kopf geworfen wird und welches ich nicht mehr hören kann.
                                            Und ZWEITENS, gibt es gute Hommage und schlechte Hommage.
                                            Kill Bill ist letzteres.

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                                            • 9 .5

                                              "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird" ;-) ... hier haben wir wieder mal einen typisch genialen Tarantino mit >>> Kapiteln... Steckbriefen... Manga-... sowie Schwarz-Weiß-Sequenzen <<< dazu absolut passende Musik und furioseste ;-) Kampfszenen, gepaart mit coolen Dialogen... HAMMER!

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                                              • 9

                                                Wiedereinmal ein ausgezeichneter Tarantinofilm. Sehr gute Story sowie das Tempo von dieser. Viel Blut und wie immer grandiose Dialoge. Auch ist der Film im Besitz der längsten und zugleich einer der besten Kampf oder auch Abschlachtungsszene in einem Tarantinofilm.

                                                • 10

                                                  Was für ein Film kann ich da nur sagen.
                                                  Ich muss gestehen Kill Bill Vol. 1 war der erste Tarantino Film, der mich anfangs nicht überzeugten konnte. Einige Anläufe hab ich hier gebraucht, bis ich in liebte. Teil 2 fand ich übrigens schon bei der Erstsichtung spitze.
                                                  Beim 1.Mal : 6 Punkte
                                                  Beim 2. Mal: 7 Punkte
                                                  Beim 3.Mal: 8 Punkte
                                                  Beim 4.Mal 9 Punkte
                                                  Beim 5. Mal 9.5 Punkte.
                                                  Und beim 6. Mal vor einiger Zeit gab es die 10. Punkte.
                                                  Ob es irgendwann die 10 ♥ geben wird, werde ich sehen.
                                                  Warum das so ist kann ich selber nicht verstehen.
                                                  Damals fand ich ihn nichts Besonderes. Heute ist er für mich neben "Pulp Fiction" DER Tarantino-Film.
                                                  Ein Film der immer besser wurde. So etwas konnte noch nie so richtig ein Film bei mir auslösen. Für mich ein wahres Meisterwerk von Tarantino.
                                                  Aber was macht diesen Film so einzigartig ?
                                                  Das Zusammenspiel eines grandiosen Soundtracks und brachial guten Kampfszenen, tolle Charaktere und einer tollen Uma Thurman. Natürlich gibt es auch hier Dialoge die nur vom Meister stammen können.
                                                  Die Story ist im Grunde nichts besonderes, jedoch Tarantino machte sie zu etwas ganz Besonderem.
                                                  Eine Anime Sequenz und die Schwarz-Weiß-Szene die dir den Mund vor staunen öffnen.
                                                  Vergleich der Schwarz-Weiß Szene im Vergleich mit der farbigen:
                                                  Ich bevorzuge auf jeden Fall die Schwarz-Weiß-Version, die finde ich einfach nur top.
                                                  Die Schwarz-Weiß Szene hat einfach dieses gewisse Etwas.
                                                  Wie ich diesen Film liebe. Teil 2 finde ich sogar um ein minimales Stückchen noch besser.
                                                  Kill Bill ist zu 100 % ein Tarantino Film. Besser hätte es niemand machen können.
                                                  Ein Mix aus verschiedensten Genres, die perfekt zusammenpassen.
                                                  Kill Bill 1+2 sind zwar sehr umstrittene Filme, aber für mich Perlen der Filmgeschichte.
                                                  Am besten Teil 1 und 2 sofort hintereinander ansehen, funktionier noch besser.

                                                  "Diese Frau verdient ihre Rache. Und wir verdienen den Tod!"

                                                  Dieser Soundtrack: ♥ https://www.youtube.com/watch?v=nsgHyzwmbnQ

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                                                    "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird."

                                                    Das dachte ich mir auch, also gab es zum Abendessen eine kalte Platte. Zum Glück! Denn selten schafft es ein Film, mich alles andere vergessen zu lassen. Die Augen waren einzig und allein auf den Fernseher fixiert– bloß nicht blinzeln hieß es, während die Hand blind nach weiteren Salamisnacks suchte. Leichte Spoiler voraus!

                                                    "Da hatte wohl jemand etwas gegen die Verbindung und wollte nicht für immer schweigen."

                                                    Keine Ahnung wie oft ich beim schauen laut auflachen musste, aber Quentin Tarantino schoss hier (wiedermal) den filmischen Vogel ab. Regelmäßig sogar. Und im positiven Sinne natürlich.
                                                    Denn ich weiß nicht, wie ein einzelner Filmemacher so ein perfektioniertes Gespür für Pointen und Inszenierung haben kann. Und wie einer auf so 'bescheuerte' Ideen kommt, die nebenbei aber so locker flockig, wie eine Fingerübung, von ihm miteinander verbunden werden.

                                                    Es macht nämlich so unglaublich viel Spaß, Tarantinos Handschrift zu lesen. Gerade hier, in „Kill Bill Vol. 1“. Ihr müsst beispielsweise nur mal auf die Kameraarbeit achten. Sie ist oben, unten, ganz oben, ganz unten, über dir, weit weg, nah dran, schräg von unten, schräg von oben, via Splitscreen… sie ist einfach überall und ausschließlich auf das Wesentliche konzentriert, so verspielt sie auch sein mag. Sie bringt Leone’sche Closeups, oder hält stur auf Uma Thurmans Füße oder ihre krummen Zehen. Sie allein vermag es mitunter, komödiantische Einlagen, über die man noch Jahre später amüsiert lachen kann, zu erschaffen. Zum Beispiel wenn sich Uma Thurman auf die Suche nach dem „Pussy Wagon“ begibt und im Rollstuhl durch die Tiefgarage rollt. Der irre Blick nach links, nach rechts. Die Kamera zieht fast schon zu spät nach. Aber nur fast. Alles gewollte Kniffe, die Tarantinos Filmen diesen experimentellen Touch verleihen, ohne dabei deplatziert zu wirken. Eher gekonnt.

                                                    Eine weitere Eigenschaft, für die ich Tarantino und sein „Kill Bill“-Rachewerk so schätze und liebe, sind nicht nur die fein geschliffenen Dialoge, sondern auch die in ihnen enthaltenen Pointen.
                                                    Wie kann man nur so ein verflucht gutes Gefühl und Timing für sie besitzen?! Jede Einstellung sitzt, manche von ihnen sind schon eine einzige Pointe für sich. Und jeder einzelne Spruch trifft nicht minder ins Schwarze. Coolness in ihrer reinsten und reduziertesten Form.

                                                    „Wie auch immer. Bevor ich meine Genugtuung bekommen sollte, das Wichtigste zuerst: Wackel mit dem großen Zeh.“

                                                    Doch neben all diesen Dingen gibt es noch zwei andere Dinge, die einen Tarantino-Film so einzigartig machen. Der Soundtrack und die überzogene Gewaltdarstellung.
                                                    Tarantino erschafft für sich und seine Filme eine andere Welt, setzt physikalische Gesetze zum Teil außer Kraft und macht alles so unbeschreiblich cool und übertrieben, wodurch er die zur Schau gestellte Brutalität selbst wieder ad acta legt. Dabei schließt sich beides nicht unmittelbar gegenseitig aus, dennoch herrscht zwischen diesen beiden Elementen eine unsichtbare Linie, die nur hin und wieder verbogen oder schwammig wird. Alles ist Maßarbeit, das eine wiegt das andere auf und andersrum. Wie eine feine Waage hält es die Balance, ohne den Film, trotz seiner völligen Überzogenheit, in die Unglaubwürdigkeit rasen zu lassen.
                                                    Nie verkommt diese gezeigte Brutalität zu einer Art der Aufgeilung, sie ist schier das Mittel zum Zweck: Unterhaltung. Fernab jeglicher Realität, überdreht und einfach toll anzuschauen. Genauso wie die kurz eingestreuten, völlig vom Boden losgelösten Kampfbewegungen, eine kleine Hommage an die alten Eastern. Und dann… immer mit diesem nötigen Augenzwinkern… schießen die nicht enden wollenden Blutfontänen aus den Stümpfen- erst in Farbe, dann sogar nur noch in s/w. Wie ein Rausch. Und dann wieder, im wortwörtlich gemeinten Moment eines Augenzwinkerns, kehrt die Farbe wieder zurück ins Bild. Als sei das alles ganz normal und der Blutrausch damit vorbei.

                                                    Ein Rausch. Ja, das ist wohl das richtige Wort für „Kill Bill Vol. 1“. Ein Rausch, der selbst in ruhigen Situationen noch über den Zuschauer hereinbricht und ihn zu fesseln vermag.

                                                    "Ihr dürft gehen, aber die abgetrennten Gliedmaßen bleiben hier! Sie gehören jetzt mir!"

                                                    Natürlich benötigt diese zur Schau gestellte Coolness auch immer einen passenden Soundtrack, der sie unterstreicht. Und da ist wieder dieses Mysterium namens Quentin Tarantino. Denn der ist musikalisch gefühlt in jedem Winkel der Erde unterwegs und findet hier zusammen mit RZA immer das exakt passende Stück für seine Szenen, selbst wenn sie komplett gegensätzlich zu dem Gezeigten agieren. Dann dient sie eben als Kontrastmittel, was die Szene nur noch einprägsamer und betonter macht. Und seien wir mal ehrlich, es passt trotzdem noch wie die Faust aufs Auge.
                                                    Wenn Die Braut blutüberströmt im Hochzeitskleid auf dem Boden der Kapelle liegt, den Gnadenschuss verpasst bekommt und danach zynisch Nancy Sinatras „Bang Bang (My Baby Shot me Down)“ erklingt, wenn Elle Driver (Daryl Hannah) mit dieser eingängigen Melodie von „The Twisted Nerve“ pfeifend im engen Krankenschwesterndress durch das Krankenhaus marschiert oder Tomoyasu Hotei’s fette Gitarren in „Battle Without Honor or Humanity“ zum großen Finale einläuten...
                                                    So macht das Medium Film einfach Spaß. Die Elemente befinden sich im Einklang, losgelöst sämtlicher gängigen Konventionen und noch dazu so einfallsreich in Szene gesetzt… da geht mein Filmherz richtig auf.

                                                    Wer weiß wie oft ich Tarantino in diesem Text nun schon gelobt habe. Vermutlich zu wenig, denn für mich ist „Kill Bill Vol. 1“ durch und durch perfekt. Seine Geschichte selbst passt zwar auf eine Augenklappe, aber hier ist es das ganze drum und dran, das mir so gut in den Kram passt. Tarantino weiß eben, wie er es angehen muss und macht diesen Streifen dadurch zu einer absolut runden Sache. Er erlaubt sich Einstreuungen wie die Animesequenz oder die Kapitelaufteilung seiner Erzählung, bringt einen scheinbar so unwichtigen Handlungsstrang mit Sonny Chibas genialem Auftritt ins Rollen, der sich dann aber als äußerst wertvoller Twist entpuppt.
                                                    Alles Dinge, die unter einem anderen Regisseur höchstwahrscheinlich kläglich scheitern würden. Dieses punktgenaue Einsetzen aller erdenklichen Mittel fetzt einfach ungemein.

                                                    Vermutlich ist dieser Tarantino-Streifen nebst der Fortsetzung deshalb mein liebstes Werk von ihm. Und dafür ziehe ich gerne meinen Hut. Bravo.
                                                    Die 10 Punkte sind da nur noch reinste Formsache.

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