Kill Bill: Volume 1 - Kritik

Kill Bill: Volume 1

US · 2003 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 18 · Actionfilm, Eastern · Kinostart
  • 7

    «Kill Bill Vol.1» ist Quentin Tarantino's Interpretation des Rache-Films als Martial-Arts- und Wuxai-Film, wobei die gegensätzlichen Motive dieser Genres den Kontrast zwischen der ersten und zweiten Hälfte des Films schaffen und den Konflikt des Figurenkonzepts der Braut unterstreichen, wobei die rational erfassbaren, physikalisch verankerten Motive des Martial-Art-Films die in die Gesellschaft eingegliederte Beatrix Kiddo darstellen und der sich durch phantastischen Elemente auszeichnende Wuxai-Film die übergeordnete und gottähnliche Figur der Black Mamba darstellt.
    "Kill Bill Vol.1" vorzuwerfen, er würde nur eine belanglose, bekannte Geschichte der Rache erzählen, ist schlichtweg falsch. Denn Quentin Tarantino erweitert die über Jahre hinweg festgelegten Genrekonventionen des Rache-Films um erfrischende, neue Motive. Im Gegensatz zu der nichtigen Anwesenheit von Regeln und Einschränkungen der Taten des Protagonisten werden hier zusammen mit Vernita Green's Tochter die beschriebenen Faktoren eingeführt, woraufhin die beiden Frauen ihren Konflikt für kurze Zeit beilegen müssen und der Fokus auf das Vertuschen dessen gelegt wird.
    Doch die aus vorangegangenen Tarantino-Filmen vertraute nicht lineare Erzählstruktur wird hier auf die ausschließliche Verwendung von Rückblenden reduziert und aus dem Miteinbeziehen des Zuschauers aus "Pulp Fiction", bei dem er sich die Kohärenz der verschiedenen Akte selbst konstruieren musste, wird eine durch Zwischentitel, die die Zeitsprünge erklären, geführte Handlung und selbst an einem auktorialen Erzähler aus dem Off kommt Quentin Tarantino nicht vorbei.

    8
    • 8

      [...] Nach einer sechsjährigen Pause macht Tarantino Platz für ein weiteres Schmuckstück, mit aufpolierter Optik und ausgeleuchteten Bildern musste die ineinander verschachtelte Erzählung einer – zumindest für Tarantinos Verhältnisse – stringenten Rachehandlung weichen. Vorüber sind die episodenhaften Geschichten ohne wirklichen Protagonisten, das Ensemblestück weicht einer einzelnen Figur, die zwei komplette Filme im Mittelpunkt stehen sollte. Was dabei herauskam ist ein Film, dem man die Leidenschaft seines Regisseurs wie kaum einem anderen anmerkt, bis ans Äußerste werden Szenen zelebriert, selten war Gewalt so ästhetisch stilisiert. [...] Die Spur aus Blut und Tod findet ihren vorläufigen Höhepunkt im Haus der blauen Blätter, in dem minutenlang kaltblütiger Mord und faszinierende Schönheit miteinander kollidieren und kulminieren. Inszenatorisch vielleicht Tarantinos beste Arbeit, mit großer Sicherheit seine ausgefallenste. Genres werden vermischt, Form und Inhalt finden zueinander und sogar für eine animierte Sequenz scheint Platz zu sein, noch mehr als sonst kann man sich nur von der ausgeliehenen Kreativität Tarantinos verbeugen. [...]

      12
      • 9

        Einfach genial! War super, den zu schauen ;)

        • 10

          Ich war nie so der Quentin Tarantino Fan. Django hatte mich letztlich über zeugt mal sämtliche Filme von ihm zu gucken.

          Kill Bill ist mein absoluter Lieblingsfilm.

          Ein in jeder Hinsicht (für mich) perfekter Film. Einfach ein stilistisches Meisterwerk.

          Einer wenn nich sogar der beste Film den ich je gesehen habe

          • 10

            Wenn man jetzt mal von dem ganzen Gemetzel hinwegsieht, erkennt man einen sehr guten, gelungenen Tarantino-Film mit einer Hauptdarstellerin in Topform.

            • 10

              "Kill Bill: Volume 1" ist ein perfekter Film, der die Möglichkeiten des Mediums Film vollkommen ausschöpft und bis auf die Spitze treibt. Er ist Kino in Reinform.
              Quentin Tarantino schuf mit diesem Film ein stilistisches Meisterwerk, an dem von den Schauspielern bis hin zur Musik alles stimmt. Die Mixtur sämtlicher Genres und das Zusammenspiel von Western- und Easternelementen, welches sich auch in dem genialen Soundtrack wiederspiegelt, wird in "Kill Bill: Volume 1" auf die Leinwand gebracht.
              Es wird nur eine gewöhnliche Rache-Geschichte erzählt, doch wie sie erzählt wird, mit einer Lebendigkeit, einer Abwechslung, einer Ästhetik und einer Perfektion, ist einfach unbeschreiblich. Der Film ist so perfekt wie eines von Hattori Hanzos Schwertern.
              Ich kann vollkommen verstehen, wenn jemand den Film nicht mag, aber jeder muss zugeben, dass "Kill Bill: Volume 1" ein Meisterwerk ist. Handwerklich ist dieser Film ausgezeichnet gemacht, das muss man Tarantino lassen. Bei mir kommt dann noch dazu, dass der Film mich abgeholt hat. Ich hatte Spaß. Ich wurde unterhalten.
              Quentin Tarantino ist ein brillianter Regisseur, der mir mit "Kill Bill: Volume 1" einen meiner Lieblingsfilme gebracht hat.

              5
              • 8

                Meiner Meinung nach Tarantino's zweitbester Film nach Pulp Fiction (ich betrachte 1&2 als einen Film).

                Ich finde er funktioniert ausgezeichnet als Hommage an die alten Eastern Streifen, von den Dialogen während den Kämpfen hin zu den überspitzten Namen, die Enthauptungsszene, all das wirkt herrlich vertraut aus dem Hongkong action Kino der 70er und 80er. Das weckt die Nostalgie und macht auch heute Spaß, da es Tarantino schafft die Stilmittel dieser Klassiker in einen modernen Film zu packen.

                Über den Verlauf der beiden Filme gibt es die eine oder andere Länge, klar. Sind aber auch ein paar klasse Szenen dabei, zum Beispiel die langgezogene Schlussszene mit der Unterhaltung bezüglich Superman macht einfach Spaß.

                Definit empfehlenswert.

                • 0
                  muresan 14.12.2015, 21:07 Geändert 15.12.2015, 22:20

                  Kill Bill: Noch mehr Unrealistisches, noch mehr Frauenpower, noch mehr Massaker, zu viel Blut. Tarantino, was machst du eigentlich für Filme??? Brutalität im Vordergrund mit Frauen??? Zum Abschalten...

                  • 8

                    Absoluter Kultfilm!!! Einfach spaßig, wie Tarantino mit Kunstblut umgeht. Ist schon direkt eine Art... "Kunst" ^^
                    Das Feeling der alten Japano-Slasher ist gut eingefangen worden.
                    Auch der Soundtrack ist spitze, und einige Neukompositionen sind noch heute auf Sportveranstaltungen und Ähnlichem zu hören . Einziger Kritikpunkt: Die eher einfallslose Story. Dieser haken fällt aber kaum auf, bei all den One-Liners und unbeschreiblich coolen Szenen ;)

                    • 6 .5
                      MoSeZ94 11.11.2015, 20:11 Geändert 11.11.2015, 20:40

                      Als bekennender Fan und Anhänger von Quentin Tarantino, der nun mittlerweile fast jeden seiner Filme geschaut hat, muss ich leider sagen, war ich von diesem Streifen doch etwas enttäuscht. "Kill Bill" hat es einfach nicht geschafft mich in seiner Gesamtheit zu überzeugen.

                      Zwar hat dieser Film ähnlich gute Elemente wie seine anderen Werke und man kann nicht übersehen, dass er auch hier viel Arbeit und Detailverliebtheit hineingesteckt und ebenso seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt hat, sodass wieder einige skurril sarkastische, exzellent verarbeitete Szenen, mit grandiosen Kameraansichten und ungewöhnlichen Perspektiven zu finden sind bei denen man häufiger schmunzeln muss. Klassische Dialoge, Zitate und Konversationen bleiben ebenfalls nicht aus. Allerdings ist mir das ganze schlichtweg einfach zu inhaltslos. Zudem sind manche Abschnitte echt übertrieben langatmig inszeniert, teilweise sogar recht nervtötend und stellenweise sinnlos gewalttätig.
                      Klar findet man unter anderem bei "Django Unchained" oder "Inglourious Basterds" ähnliches vor und es ist nicht abwegig, dass mal hier und da Blut spritzt und ein Kopf durchs Bild fliegt, aber dennoch bleibt meistens etwas Greifbares dabei übrig. Zumindest ein Grundaufbau der Thematik oder ein Plot, der mir etwas vermittelt und in den ich mich hineinversetzen kann.

                      Bei "Kill Bill" hingegen, bekommt man teilweise unnötige Gespräche mit unwichtigen Samurailehrmeistern auf japanisch geboten oder zwanzigminütige Kampfszenen präsentiert, die zwar wie gesagt, als solche wieder überragend gut gedreht wurden, aber trotzdem komm ich dabei schlicht und einfach nicht drum herum mich zu fragen, was ich hier eigentlich gerade schaue und vor allem warum.

                      Da ist es mir dann auch egal, ob andere Kritiker zu behaupten scheinen, daraus den ein oder anderen besonderen inhaltlichen Aspekt herauskristallisieren zu können. Oder, ob hier japanische Märchen, Hommagen oder irgendwelche Manga Verfilmungen zu finden sind, die dabei mit der "passenden" Musik begleitet werden, die rein zufällig teilweise texanisch angehaucht ist, sodass ich mir damit irgendeine Verknüpfung aufbauen kann.
                      Ja gut, wenn ich mir zuhause mein Brot zum Frühstück schmiere, kann ich mir bei dem Prozess auch reichlich Interpretationsansätze basteln und mich fragen, wo es hergestellt wurde, ob es eine optimale Beschmierungstechnik gibt oder in welcher Lage die wenigsten Staubpartikel mein Essen befallen.

                      Im Endeffekt will ich damit nur sagen, dass mir bei "Kill Bill" vieles wie brotlose Kunst vorkommt und mehr zu darstellen versucht, als es tut. Genauso gut hätte Tarantino eine ausgearbeitete Stelle drehen können, bei der sich jemand die Schuhe auszieht und das ganze halt so detailgetreu, skurril, lustig und überragend in Szene gesetzt, wie beispielsweise der Kampf zwischen Uma Thurman und den Samurai. Die Spannung und die Sinnhaftigkeit wäre ebenfalls ausgeblieben und inhaltlich würde man zu demselben Resultat gelangen - Nämlich zu keinem.
                      Und da stellt sich mir die Frage, ob und inwiefern das Filmkunst ist.....?

                      2
                      • 7
                        chrischris 05.11.2015, 22:03 Geändert 15.12.2015, 19:23

                        ist gut, und viel hat er geklaut aus anderen Filmen der Tarantino.

                        • 6

                          Der oft beschworene Anfang vom Ende. Vorliegend: dem Ende der zeitlichen Periode, in der Tarantino zumindest noch mehr als die Hälfte seiner Filme irgendwie selbst erdacht hat. Unbedarft geguckt bläst der Film einem erstmal ganz schön durch die Mähne, wenn man dann aber peu à peu herausfindet, wie viel in diesem (zweifelsohne durchweg unterhaltsamen) Film denn tatsächlich dem schöpferischen Geist seines Vatis entspringt (ca. 10 Minuten der Laufzeit, insgesamt), und wie viel er einfach nur arschdreist und ohne erkennbare Mühe der Verschleierung geklaut hat (nein, das Märchen von der Hommage wird immer noch nicht wahrer), bleibt zwar ein netter Ringelpietz mit Abhacken und immerhin der Schuhlöffel zu Tarantinos perfektem Poser-Film (Teil 2), aber mehr dann auch nicht.

                          1
                          • 9
                            OrdellRobbie 24.10.2015, 14:11 Geändert 03.11.2015, 11:15

                            Dieser Film ist reine Pop-Art-Kunst - wie ein Comicstrip - sie dient dem Genuss des Zuschauers durch knallige Farben, Kontraste, Musik und Rhythmus. Tarantino verknüpft das Westliche mit dem fernöstlichen Kino und es entsteht ein symbiotischer Reigen, blutige Poesie. Er verneigt sich so auf seine Weise vor diesem Genre-Kino.
                            Also in meinen Augen hat das schon was Künstlerisches!

                            4
                            • 3

                              Liebe Tarantino-Jünger, bitte versucht nicht immer da etwas "intelligentes" hereinzuinterpretieren
                              wo nichts ist, ich weiß ihr alle liebt Tarantino und seine Splatter-Orgien, aber dieser Film ist reine Hirnverbrannte Splatter-Action ohne jeglichen Inhalt.
                              Da mein anderer etwas milderer Text leider verloren gegangen ist kommt dieser hier.

                              3
                              • 9
                                Romsen2014 29.09.2015, 12:01 Geändert 29.09.2015, 18:43

                                Kill Bill Vol.1 & 2

                                Das ich ein riesen Quentin Tarantino Fan bin, ist kein Geheimnis. Warum das so ist, ist schnell zu erklären. Für mich hat dieser Regisseur eine Gabe. Die Gabe die nicht viele besitzen. Die Gabe liegt darin, dass seine Filme beim mehrmaligen gucken immer besser zu werden scheinen. So habe ich mir Kill Bill Vol.1 & 2 ( für mich ist Kill Bill ein Film) nun zum dritten Mal angesehen. Nach dem erstmaligen gucken bekam er von mir eine 7.5. Ich fand ihn zu brutal, mir fehlten vor allem in Vol. 1 diese Tarantino typischen Dialoge und irgendwie wurde ich nicht ganz warm mit Kill Bill. Doch ich fand ihn trotz alle dem gut. Die Zeit verging, Hunderte andere Filme habe ich mir in der Zeit angeguckt und ich entdeckte den Charme des Asia Kinos.
                                Nachdem ich einige Filme Kung Fu, Martial Arts, Japano Genre Filme angeschaut habe, entschloss ich mich Kill Bill nochmal eine Chance zu geben. Und es machte Klick. Da hat der Zitate Meister zugeschlagen. Kill Bill ist mehr als nur ein blutiges Massaker im Gewandt eines Samurai Martial Arts Films. Mir wurde deutlich, dass Kill Bill Quentin Tarantinos Liebeserklärung an das Asiatische Kino ist.
                                Alleine dieser Fight gegen die Crazy 88, die Art wie sie Kämpfen oder auch Kleinigkeiten wie die Kämpfer die Treppe runter rasen, zeigt wie QT diese Filme in sich aufgesogen hat. Mein besonderes Highlight in Vol. 1 ist natürlich der Kampf gegen O-Ren Ishii im vom Schnee bedeckten Japanischen Garten. Ein einziger Genuss für die Augen. Ich konnte mich mit Vol. 1 also "versöhnen".

                                Vol.2 der mir damals besser gefiel wurde auch beim zweimaligen schauen, noch besser. Ich finde es schön, wie unterschiedlich beide Teile vom Rhythmus her sind. So ist Vol.2 um einiges Ruhiger und geerdeter. Nun kamen auch meine ach so geliebten Dialoge zum Einsatz. Ob dies nun der Dialog zwischen Michael Madsen und Daryl Hannah im Wohnwagen ist oder der berühmte Superhelden Monolog von David Carradine ist. Auch das Training unter dem Meister fand ich schön und war natürlich ein Zitat verschiedener Kung Fu Filme aus den 70ern und 80ern.

                                Nun habe ich mir den Film zum dritten mal angeschaut und er machte noch mehr Spaß. Man entdeckt immer wieder neue Querverweise auf andere Filme und Genres und ich muss diesen Film nun einfach eine 9.0 geben. Wahrscheinlich werde ich diesen Film noch 4,5,6 oder 7 mal anschauen und vielleicht wird er dann die 10/10 bekommen.
                                Kill Bill ist für mich einer der Filme die einen überraschen können, wenn man es zu lässt. Ich kann jeden verstehen, der sagt das ihm das zu viele Zitate sind, dass er zu Brutal ist oder die Story zu verworren. Doch ich bitte euch/dich die diesen Text bis hier hin geschafft haben nicht den Fehler zu begehen und sich den Film überhaupt nicht anzuschauen. Es wird euch was entgehen.

                                9/10

                                5
                                • 9 .5

                                  die grosse metzelszene....unfassbar brutal... holy shit

                                  2
                                  • 7 .5

                                    Dieser Moment, wenn.......du das Gefühl hast, du wärst der einzige Mensch im verdammten Universum, der einen Film noch nicht bewertet hat....

                                    6
                                    • 9

                                      Episch! Habe den Film schon hundertfach im TV geshen und jedes mal hat man gleich lust die Uncut zu schauen! Film ist super.

                                      1
                                      • 10

                                        Brutal, Brutaler am Brutalsten! Action, Blut und TOP Schauspieler! Man beachte alleine wer hier aller mitspielt! Das ist zwar kein Garant für einen guten Film, aber die Kamp Choreographie ist einmalig! Uma Thurman verkörpert die Rolle perfekt!

                                        3
                                        • 10

                                          Hi Leute,

                                          "Eins muss ich noch wissen, Sophie... Weiss sie eigentlich, dass ihre Tochter noch lebt?"

                                          Die (Killer)-Braut schlecht hin, will aussteigen. Bill hat etwas dagegen ...

                                          https://www.youtube.com/watch?v=nsgHyzwmbnQ

                                          Mein Fazit: Eine Geschichte die wie fürs Kino gemacht ist und nur von Tarantino sein kann.

                                          16
                                          • 3

                                            Kaum Action, keine Spannung.

                                            • 10

                                              Kill Bill: Volume 1 war genau das, was ich mir unter einer Realverfilmung eines Animes vorstellen würde. Dazu die Tarantino typischen Merkmale und die perfekte Abmischung zwischen Story und Action. Ein Film, der sich nicht in ein bestimmtes, aber in viele Genre einordnen lässt.

                                              • 10

                                                ,,Die Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird."

                                                Quentin Tarantino machte mit Reservoir Dogs (1992), einem Film über einen fehlgeschlagenen Raubüberfall, der über Nacht zum Kultklassiker avancierte, einen spektakulären ersten Schritt auf dem internationalen Filmparkett. Der Film führte die Ästhetik ein, die zu Tarantinos Markenzeichen werden sollte: gewaltherrliche Kriminelle, nichtlineare Handlung, einprägsame, witzige (und derbe) Dialoge und tonnenweise Popkultur-Referenzen. Mit seinen Meisterwerken Pulp Fiction (1994) und Jackie Brown (1997) setzte Tarantino neue Maßstäbe.

                                                Dann kam Kill Bill, ein episches Rachedrama und Tarantinos ganz persönliche Hommage an einige seiner liebsten internationalen Kultfilmgattungen: Martial-Arts-Filme aus Hong Kong, chinesische Wuxia- bzw. japanische Samuraifilme, italienische Spaghetti-Western und die US-amerikanischen Blaxploitationfilme der frühen 1970er Jahre. Was ursprünglich als vierstündiger Film in zehn Kapiteln konzipiert war, wurde schließlich halbiert und mit 6 Monaten Abstand veröffentlicht: Kill Bill-Volume 1(2003) und Kill Bill-Volume 2 (2004).

                                                Kill Bill basiert weitgehend auf einer Idee des japanischen Films Lady Snowblood (1973), der im Westen in gewissen Kreisen als Kultfilm gefeiert wird: Eine Frau will sich an jenen rächen, die ihr Böses angetan haben, und streicht sie nacheinander von der Liste, nachdem sie sie getötet hat. Tarantinos Hauptfigur ist eine Auftragsmörderin, die zunächst nur ,,Die Braut" genannt wird. Als sie merkt, dass sie schwanger ist, will sie aussteigen und ein normales Leben führen. Doch bei der Hochzeitsprobe taucht ihr Ex-Boss (und Ex-Geliebter) Bill mit seinem Mordkommando ,,Tödliche Viper" in der kleinen Kirche auf und metzelt alle Hochzeitsgäste brutal nieder. Bevor Bill der ,,Braut" in den Kopf schießt und sie scheinbar tot zurücklässt, versucht sie ihm zu erklären, dass das Kind von ihm ist. Vier Jahre später erwacht sie in einem Krankenhausbett aus dem Koma. Sie flüchtet und beginnt ihren Rachefeldzug. Die Braut spürt die Mörder auf ihrer Todesliste einen nach dem anderen auf und rückt ihnen brutal zu Leibe: Geysire von Blut spritzen aus abgetrennten Gliedern, niemandem ist ein ,,einfacher" Tod vergönnt.

                                                Kultfilmfreaks haben im Internet so viele Querverweise auf andere Filme aufgelistet und visualisiert, dass man fast meinen könnte, Kill Bill sei lediglich eine Kompilation von Tarantinos Lieblingsclips. In jeder seiner sorgfältig choreographierten Gewaltszenen bezieht sich Tarantino auf einen anderen Film. Der gelbe Trainingsanzug, den Uma Thurman in einer Kampfsequenz trägt, ist eine Hommage an Martial-Arts-Ikone Bruce Lee, die Sequenz im Schnee ist eine direkte Anspielung auf den japanischen Erotikfilm Sex & Fury (1973). Trotz aller Anspielungen kann man Kill Bill auch ohne tiefere Kenntnisse des Trashkinos seit den 1960er Jahren genießen, aber der Film verlangt einen Sinn für dessen Ästhetik. Da es sich hier um einen Scheinuniversum mit eigener, interner Logik handelt, herrschen die Naturgesetze der Manga-und Comicwelt, wo Schwerkraft keine Rolle spielt.
                                                Das ist pure, aufregende Action-Fantasy.

                                                7
                                                • 9 .5
                                                  Congenial 05.08.2015, 10:14 Geändert 05.08.2015, 10:15

                                                  Ganz starker Tarantino!
                                                  Einer meiner Favoriten unter den Tarantino Filmen.
                                                  Uma Thurman spielt ihre Rolle wahnsinnig gut. Gerade gegen Ende dreht der Film nochmal so richtig auf!
                                                  Eine spannende Story, coole Fights und ein geiler Soundtrack machen diesen Film zu etwas ganz besonderem!

                                                  • 9 .5
                                                    SCHLECKI1961 03.08.2015, 16:42 Geändert 03.08.2015, 16:45

                                                    I love this Shit.
                                                    5mal geschaut, liebe ihn immer noch.
                                                    Geile Action, geile Musik,geiler Film.
                                                    Als Japan Cut noch eine Spur besser/härter.