Prometheus - Dunkle Zeichen - Kritik

GB/US 2012 Laufzeit 124 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 09.08.2012

Kommentare zu Prometheus - Dunkle Zeichen

  • 10
    sachsenkrieger 20.11.2014, 23:34 Geändert 20.11.2014, 23:39

    Achtung! Achtung! Eindringlingsalarm! Spoiler an Bord!

    Weyland: Es sitzt heute ein Mann unter ihnen namens David. Und er ist für mich das, was einem Sohn am nächsten kommt. Bedauerlicherweise ist er kein Mensch ... er wird niemals alt ... und er wird niemals sterben. Doch kann er diese kostbaren Gaben nie schätzen, denn das würde etwas erfordern, das David nicht hat ... eine Seele!
    Ich bin mein ganzes Leben lang Fragen nachgegangen wie: Woher kommen wir? Was ist unsere Bestimmung? Was passiert, wenn wir sterben?

    Wie auf Kommando fällt der kleine, süße Wutz zu seinen Füßen, aus unerfindlichen Gründen auf die Seite. Was für tiefgründige Gedanken mag er gehegt haben? "Nix zu besteigen, nix zu jagen, nix zu beißen, keiner streichelt mich, keiner füttert mich ..... ich steeeeerbe vor Langeweile!"

    Sind die Fragen Weylands vollkommen nutzlos? Liegt er falsch in seiner Annahme, David besäße keine Seele oder liegt er falsch, zu glauben, wir besäßen etwas, das uns zu etwas Besonderem macht? Denn wir lernen einen David kennen, der wißbegierig, neugierig und bar jeglicher menschlicher Schwäche zu sein scheint. Er kümmert sich um das Raumschiff, lernt 20 mausetote Sprachen, spielt Biketball und versucht sich zu geben wie sein großes Vorbild, Peter O´Toole in "Lawrence von Arabien". Für mich eine der faszinierendsten künstlichen Lebensformen der Kinogeschichte, herausragend dargestellt von Michael Fassbender. In einer recht kurzen, allerdings wichtigen Szene des Films offenbart Davids Verhalten dann deutlich, das etwas vom Menschen erschaffenes nie "besser" sein kann als ein Mensch. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

    David: Warum glauben sie, haben die Menschen mich erschaffen?
    Holloway: Na, weil wir´s konnten?
    David: Können sie sich ausmalen, wie enttäuschend es wäre, wenn sie dasselbe von ihrem Schöpfer hören würden?

    David: Wie weit würden sie gehen ... um zu bekommen, wozu sie soweit gereist sind ... Ihre Antworten? Was wären sie bereit zu tun?
    Holloway: Alles! Einfach alles!
    David: Das ist es wert darauf zu trinken, würde ich sagen.

    Ridley Scotts Prometheus ist nicht nur ein Bild- und Soundspektakel der Sonderklasse, wie ich es auch erfahrungsgemäß nicht anders erwartet habe. Denn auf der Grundlage eines ziemlich guten Drehbuchs erzählt er uns die Geschichte, die seiner Meinung nach ... und damit hat er wohl recht ... von den Regisseuren der Filme Alien 2-4 schlichtweg vergessen wurde. Gleichzeitig stellt der Film aber auch die universellen Fragen der Menschen nach ihrer Herkunft und ihrem Lebenszweck gekonnt in Frage ... oder auch nicht. Bedenkt man dann noch, was uns, den zahlenden Gästen, in den letzten Jahren an SciFis angedreht wurde, ist Prometheus nur noch umso höher zu bewerten.

    Was aber ist nun letztendlich der Sinn unserer hochgesalbten Existenz? Scott als Agnostiker findet die rechte Antwort in einer Tätigkeit, der wir uns gerade zu widmen beginnen. Die Konstrukteure sind also wohl eine uralte Rasse von Weltraumreisenden, die genetische Experimente unter verschiedenen planetaren Bedingungen durchführen, vielleicht um ebenfalls ihren eigenen Konstrukteuren auf die Schliche zu kommen. Schlägt ein Experiment fehl, wie im Falle der Menschheit, wird der Planet gesäubert. Für diese schmutzige Arbeit haben sie eine nahezu unbesiegbare biologische Waffe gezüchtet oder aus einer bestehenden Lebensform entwickelt, die Aliens. Was für eine Ironie des Schicksals, das diese Waffe, die der Menschheit den Garaus machen soll, diejenige ist, die ihr unfreiwillig vorerst das Leben rettet. Nur die unstillbare Neugier und die unersättliche Gier der Menschen führt dann später beinahe zur Katastrophe, wäre da nicht Ripley gewesen. Aber das ist eine andere Geschichte!

    Scotts Werke ... darum mag ich ihn wohl mittlerweile so ... sind für mich immer eine wunderbare Mischung aus Kinokunst und Mainstream. Nie langweilig, aber auch nie verschroben oder kryptisch. Das so etwas dem ein oder anderen der ein oder anderen Richtung nicht gefällt, ist vorprogrammiert. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil und auf viele weitere Filme von Ridley Scott.

    P.S.: Manchmal danke ich meinem Schöpfer oder den Konstrukteuren, das mir vorbestimmt wurde, kein Cineast zu werden ;D

    4
    • 8 .5
      lok 19.11.2014, 20:27

      Kurz zuvor habe ich Alien vs Predator angeschaut. Fand den echt klasse, der hier ist meiner Meinung nach etwas schwächer. Trotzdem gibt es so viele Punkte will er einen düsteren Look, coole Effekte und einen schlichtweg oscarreifen Michael Fassbender hat. Genial!

      1
      • 3 .5
        vorhees103 04.11.2014, 22:16

        Da macht Ridley Scott endlich den Film, den alle erwartet haben und macht alles verkehrt.
        Wir machen was ganz neues mit...Alien DNA...ließ schon schlimmes erwarten.

        Schlimmer gehts nimmer. Grauenvoll, eine... ich geb euch Fans das Alien nämlich nicht, basta....konstruierte langgezerrte Story. Einziger Lichtblick: Naomi Rapace.
        Was für eine verwirkte Chance. Und die verdiente Klatsche an den Kinokassen.

        Der 2te Teil ist schon angekündigt. Wieder...mit Ansage... ohne Alien(s).

        Nein danke Ridley und sorry Ripley. Kardinalfehler sollte man vielleicht nur einmal machen. Ohne mich.

        Also sowas:-)

        2
        • 4
          Ollum666 26.10.2014, 14:23

          Ich sehe Ridley Scott als eine Art Regie-Gottheit an, wo sich Qualität und Quantität nicht im Wege stehen, weil einfach alles sitzt. Angefangen bei "Legende", über "Blade Runner", vor allem natürlich "Alien", -nicht zu vergessen... "Thelma und Luise", dann auch "Stoker"...ganz besonders in diesen Filmen hat er mich, auf direktester Art und Weise bezirzt, bereichert und zu einem großen Fan gemacht...Seine perfektionistische Arbeit, die für die heutige Zeit meist nicht nur subtil lyrisch vorgeht, ist kaum zu toppen.
          Aber "Prometheus", und das sage ich als absoluter Alien (-Trilogie) -Fan, welcher jetzt auch bald mit Teil 2 von Prometheus in quantitativer Folge von ihm getoppt werden soll, kann ich kaum nachvollziehen. Als wäre es nicht seine "Handschrift". Seine genannten Filme haben es so gekonnt auf die Spitze getrieben, auch wortkarg zu belegen, worum es der Regiearbeit ging.
          Prometheus fängt, wie gewohnt, mit zutiefst romantischer und purer Bildgewandheit an, grandiose Kameraführung durch eine atemberaubende, unberührte Natur-Location... die Geschichte wird aber andauernd in seiner Lyrik damit durchstochen, indem nochmal für Doofe erklärt wird, was gemeint ist. Klischeebehaftete (,teils überflüssige) Charaktere dienen hier dazu. Ich war nach dem Kinogang fast beleidigt. Wenn auch der 3D-Effekt nicht schlecht war. Okay, die Bildgewalt ging gut rein, zu mindest anfangs, die Story aber fand ich schrecklich dünn und irgendwie trotz der konstruktiv doppelt gemoppelten "Aufbauanleitung" ziemlich unverständlich dargelegt.
          Wiedermal Geschmackssache, aber das ist mein Gefühl zu "Prometheus". Ich finde den Fim nicht unnötig, aber das hätte Scott besser, ja eindeutiger, kunstvoller machen können, ich weiß es. Und da das Alien-Genre durch die Alien vs. Predator-Filme schon genügend in den Dreck gezogen wurde, hätte ich mich einfach gefreut, wenn an die alte Ur-Horror-Scenerie und Düsterheit angesetzt worden wäre. Meine Meinung.

          • 6
            HaudenLukas 26.10.2014, 11:59

            Jedes Leben fängt klein an.
            Ursprünglich als Alienprequel entworfen,stellte man nach und nach fest das sich die Alien-Reihe nicht mehr wirklich sinnvoll weiter entwickeln lässt und das auch der Ansatz als reines Prequel nicht zu bewerkstelligen war. So verschob man den Ansatz und geht auf deutlich umfangreichere Fragen in seiner Drehbuchverklausulierung ein.

            “Prometheus kann Spuren von Alien-DNA enthalten.”
            Existentielle Grundfragen wurden das Hauptthema bei “Prometheus”.
            Woher kommen wir, was sind wir und wie wurden wir erschaffen.
            Mit einem Gepäck an Fragen startet die Prometheus ihren Flug ins All. Fernab von jeglicher Aliendominanz, eigenständig, ohne wirklichen Bezug zur Alien-Reihe.

            Schöpfers Schöpfung.
            Am Beginn der Reise ist die Grundfrage also, wer hat uns erschaffen und wozu?
            Wirkliche Antworten erhält der Zuschauer während der Sichtung zu “Prometheus” allerdings nur bedingt. Die Suche nach dem Schöpfer birgt Gefahren in fremden Welten. Das spürt die Schöpfung später an sich selbst. Hat der Schöpfer in seiner Gesamtheit versagt? Am Ende ist alles gar nicht so kompliziert wie gedacht. Die Anmaßung dem Schöpfer gegenüber zu treten ist die beispielhafte Beleidigung. Schöpfers Zorn wird folgen. Niemand stellt sich mit dem Schöpfer auf die gleiche Stufe.

            Das Leben findet einen Weg.
            Generell durchzieht “Prometheus” die Frage nach dem Leben. Die Erschaffung des Seins und die Versinnbildlichung das eigentlich alles echt eklig ist. Während in der ersten Filmhälfte recht übersichtliche Spannung herrscht, verkommt die zweite Hälfte zu einem recht konfusen durcheinander.
            Eine creepy Monstershow bietet sich einem dar, deren Ausmaße so nicht mal vorherzusehen waren. Mit den Möglichkeiten dem Leben alles zu nehmen, schlägt das Leben Erbarmungslos zurück. Auch wenn es gegen den Schöpfer selbst geht.

            Das dümmste Wesen, der Mensch.
            Leider vergibt das Drehbuch in der zweiten Hälfte dann auch den eigentlichen Handlungsstrang/stränge und mindert die Intelligenz allen Lebens. Kein Wunder das der Schöpfer sauer ist.
            Ein optisch geschmackvolles Science-Fiction-Spektakel liefer Regisseur Scott hier schon ab, dennoch muss man sich Fragen aus welchem Grund die intelligenten Menschen sich im Laufe des Abenteuers doch den einen oder anderen IQ wegsparen. Drehbuchseiten sind verdammt teuer.

            Am Ende beginnt die Reise. / Entmystifizierung
            Das traurige dabei ist, das Prometheus anfänglich einer der wirklich interessantesten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre war. Gegen Ende bleibt das Interesse hoch, aber die Stimmung ist gedämpft.
            Wirklich spannend ist der Film nur selten. Bietet aber reizvolle Schauwerte, komplexes Set-Design und detaillierte Landschaftsaufnahmen. Zudem trägt „Prometheus“ zu guter letzt auch noch zur Entmystifizierung der gesamten Alien-Reihe bei, welches eigentlich ein unverzeihbarer Schachzug aller Beteiligten ist.

            5
            • 10
              Nero5555 23.10.2014, 06:43

              Im Grunde handelt Prometheus Dunkle Zeichen nur von einer Forschergruppe, die im Auftrag der Weyland Corporation den Ursprüngen der menschlichen Existenz nachgehen sollen. Nach einer Theorie der beiden Wissenschaftler Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall Green) soll auf einem fernen Planeten die Antwort liegen. Sie glauben, höhere Wesen, die Engineers, schufen einst den Menschen und es liegt an den Menschen nun Kontakt aufzunehmen.Doch wenn man das so liest, klingt das doch ganz nach einem Prequel und Scott ist clever genug, diese Trumpfkarte auszuspielen, aber gibt genug Hinweise im Film, dass dies gar nicht möglich ist. Dafür sprechen viele offensichtliche und weniger offensichtliche Fakten, die dem aufmerksamen Zuschauer auffallen. Das Raumschiff Prometheus und der gesamte Film spielen auf dem Planeten LV-223, Alien und dessen Fortsetzung spielten auf LV-426. Das Raumschiff stürzt im Film zwar ab, kommt aber in einer gänzlich anderen Position zum Stillstand. Auch der Space Jockey oder besser Engineer hat zwar Kontakt mit einem Monsterfacehugger, wir sehen aber nicht den Space Jockey aus den Alien-Filmen und dessen aufgesprengten Brustkorb. Auch das Alien selbst ist weit weniger entwickelt, als wir es kannten. All das spricht gegen die Theorie eines echten Prequels, wir sind am Ende von Prometheus - Dunkle Zeichen genauso schlau wie vorher, wie Weyland von LV-426 erfuhr und wieso die Crew der Nostromo dort hingeleitet wurde. Dies ist eine gänzliche andere Geschichte. Fest steht inzwischen nur, die Alien wurden als Waffen von den Engineers gezüchtet, um die Menschen auszurotten und vermutlich auch andere Rassen. Der Schöpfer vernichtet seine Schöpfung. Der Grund für diese Pläne wird zwar nicht erläutert, aber mit etwas Fantasie lässt sich hier auch schnell eine Theorie herleiten, die in Fortsetzungen sicher auch thematisiert wird.

              So wird zu Beginn des Films gezeigt, wie ein Engineer sich opfert, um auf einem Planeten Leben zu schaffen. Ob dies die Erde ist, wird nicht geklärt. Es könnte aber eine Anspielung sein auf die Prometheus-Sage. Im Film treten die Engineers als Schöpfer auf, so etwas wie Götter. Die Schöpfung ist ihnen in allen Formen vorbehalten. Möglicherweise hat dieser Engineer sich dem widersetzt und bringt den Menschen im übertragenen Sinne das Feuer, in dem er sie schafft. Im Gegenzug soll die Menschheit später als nicht geplante Rasse ausgelöscht werden. Doch dies ist nur eine Theorie, die mehrmaliges Sehen des Film festigen muss und vielleicht hat Scott da auch noch andere Ideen.

              3
              • 7
                Dady 22.10.2014, 17:48

                Zwar war ich jetzt nie ein ganz großer Fan der Alienreihe doch dieses Werk hat mir gefallen. Ridley Scott hat es mit einzigartigen Bildern und guten Darstellern geschafft mich zu überzeugen. Auch wenn die Story einen jetzt nicht vom Hocker haut und nicht immer ganz logisch ist. Dafür waren Noomi Rapace und Michael Fassbender umso besser. Anhand der Leistung von Fassbender versteht man schon warum er einer aufstrebendsten Schauspieler der letzten Jahre ist.
                Insgesamt hat mich der Streifen jetzt nicht zu 100 Prozent überzeugt doch Ridley Scott hat meine Neugier auf weitere Abenteuer aus dem Alien-Universum geweckt.

                7
                • 8 .5
                  FroschMitDerMaske 19.10.2014, 14:53

                  Naja, Logiklöcher sind vorhanden, aber, daß stört nur wenig bei einem solchen Film, der umgangssprachlich einfach grandios ist, eine sehr verdiente 8.5 :)

                  • 10
                    Schatten 14.10.2014, 20:05

                    Große Dinge haben einen kleinen Ursprung!!!
                    Für mich ein würdiges Prequel zur Alienreihe, oder besser gesagt zum ersten Alienteil. Der Bezug zum Raumschiff und zum Spacejockey haben mich einfach nur geflasht.
                    Noomi Rapace und Michael Fassbender überzeugen auf ganzer Linie und werden hoffentlich auch für den zweiten Teil (2016) zur Crew gehören.
                    Für mich zweifellos einer der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten, von einem der Größten seines Faches.

                    5
                    • 7 .5
                      LouZiffer 12.10.2014, 22:02

                      Als Alien-Film kann man Prometheus sicher nicht bezeichnen, auch wenn er im gleichen Universum angesiedelt ist. Doch ist das der Anspruch des Films? Wollte Ridley Scott wirklich eine weitere Fortsetzung der Alien-Reihe drehen? Oder wollte er den Grundstein für eine weitere Saga im gleichen Universum legen? Ich denke letzteres ist der Fall und deshalb sollte man den Film auch auf dieser Grundlage betrachten. Und was man dann vorfindet ist eine solide Story (kleinere Logiklöcher mal ausgenommen, aber welcher Film hat die heutzutage nicht?), Special Effects auf höchstem Niveau und gute Schauspieler (vor allem natürlich Theron und Fassbender).
                      Und mal ehrlich: wie niedlich und liebevoll designt sah das, ich nenn es mal "Ur-Baby-Alien" am Ende aus? Das alleine entschädigt doch schon für einiges. <3

                      • 7 .5
                        DocArroway 11.10.2014, 19:59

                        Da ich kein Kenner der Alien Reihe bin, bin ich ohne große Erwartungen an diesen Film herangegen. Mir hat "Prometheus" gut gefallen. Klar, der Film hat so einige Logiklöcher, aber mal ehrlich, welcher moderne Blockbuster hat die nicht? Die Macher haben versucht eine ernsthafte und auch anspruchsvolle Geschichte zu erzählen, was ihnen über weite Strecken auch ganz gut gelungen ist. Der Film verkommt nie zur seelenlosen Actionchose, ist schön düster und gut gespielt.
                        Nur das er viele Fragen aufwirft und nicht beantwortet stößt auch mir sauer auf. Sicher, bei "2001" hat das gut funktioniert, allerdings war das auch eine ganz andere Art Film für ein anderes Zielpublikum. Einige Unklarheiten hätten aus dem Drehbuch beseitigt werden sollen, wie zum Beispiel die Frage warum die weibliche Hauptfigur ganz am Schluss zu dem Heimatplaneten der Ingenieure aufbricht. Sie fliegt da doch buchstäblich in die Höhle des Löwen oder hab ich da etwas falsch verstanden?

                        • 8 .5
                          Nebular65 10.10.2014, 12:55

                          Die meisten Alienfans hassen Prometheus. Ich nicht. Vorweg ist zu sagen, Prometheus kommt Alien in keiner Kategorie nahe! Alien ist um einige tausendmale besser. Trotzdem finde ich den Film gut. Die Suche nach den "Konstrukteuren" fand ich eine klasse Idee. Teilweise hat mich das an 2001 erinnert (Nur die Idee). Ich sehe hier keine Zerstörung der Alienreihe. Ich sehe hier einen guten Teil, der eine gute Basis für eine neue Reihe sein kann.

                          • 4
                            TheCineast 08.10.2014, 12:56 Geändert 08.10.2014, 16:41

                            "Du hast Prometheus einfach nur nicht verstanden".
                            Der (in)direkte Vorwurf lautet also: Wer den Film nicht mag, hat ihn nicht verstanden. Bzw.: Wer den Film nicht mag, ist es nicht gewohnt einen Film mit offenen Fragen geliefert zu bekommen, einen "anspruchsvolleren" Film also, keinen reinen Action/Horror-Streifen.
                            Lustiger Weise scheint diese Meinung ja auf viel Gegenliebe zu stoßen. Ich war ziemlich enttäuscht von dem Film und das genau aus der konträren Sicht zu jener, welche den meisten indirekt unterstellt wird, die eine Abneigung gegen diesen Film hegen. Richtig ist, dass der Film Fragen aufwirft; ja geradezu in eine philosophische Richtung geht, an die sich der Otto Normalverbraucher wohl kaum heranwagt, außer er wird in bestimmter Hinsicht dazu gezwungen. Matrix hat dies bereits einmal erfolgreich getan. Auch Prometheus ist dies anzurechnen, doch die Herangehensweise ist eine ganz andere (dazu gleich).
                            Während der betitelte Ansatz der "Prometheus"-Mythologie (siehe dazu vor allem Platon) sicherlich einigen Interpretationsspielraum bietet (--> Die schwarze Flüssigkeit, die bewirken soll, dass die Menschen sich gegenseitig umbringen bspw. (super finde ich übrigens die ganzen Phallussymbole!), nicht zuletzt auch bezüglich der Alien-Saga (--> Das 'Andere' in uns (Alien 1)), ist die 'tiefgründige' Ideendarbietung hier doch eigentlich sehr einfach gestrickt! Richtig, "Die Schöpfer erschaffen die Menschen nach ihrem Abbild und fangen an, sie zu fürchten. Die Menschen haben den Drang ihrem Schöpfer zu begegnen, aber sind sich später der Bedrohung, die von ihnen ausgeht[,] bewusst und wollen die Schöpfer töten, anstatt getötet zu werden. Die Menschen konstruieren selbst eine Schöpfung nach ihrem Abbild, aber fühlen sich ebenfalls von ihr bedroht" (LilQ: http://www.moviepilot.de/news/prometheus-und-die-schopfung-136585?utm_source=facebook&utm_medium=post-moviepilot&utm_campaign=prometheus-und-die-schopfung#) .. Und ja, der Schöpfer der Anfangsszene hat -ganz offensichtlich(!)- die Evolution in Gang gesetzt und somit die Menschheit erschaffen, welche diese "Götter" eigentlich einheitlich anzubeten hat und in keinem Fall zu hinterfragen! Doch diese Menschen stellen sich mit ihren Schöpfern gleich, wollen ihm entgegentreten. Somit gilt es (für die Götter), diese zu vernichten. Die Menschen wollen nun selbst ihren Schöpfer vernichten und das mit ihrer eigenen Biowaffe (Kritik daran und an der Gentechnik?), womit diese sich selbst den Untergang bescheren, usw.
                            Aber einmal ganz ehrlich: Das war nicht offensichtlich? Ich mag den Film nicht etwa nicht, weil ich dies nicht verstanden habe, sondern weil genau das -nicht zuletzt- schlichtweg viel zu einfach und offensichtlich ist! Der Film lässt kaum Fragen offen, er maßt sich viel mehr an, Antworten geben zu wollen/können! Hier ist es eine Konstruktion durch Schöpfung. Es ist Wissenschaft in Verbindung mit einer der (weiteren) Glaubensrichtungen (denn nichts anderes sind die 'exakten' Wissenschaften). Oder viel mehr: Eine Glaubensrichtung, die wissenschaftlich belegt werden soll.
                            Pauschalisierend bedeutet dies: Am Ende steht die Schöpfer-Gattung, die die Evolution herbeigerufen hat; Diese "Evolution" bringt die Menschheit hervor, jene glaubt (zunächst) an einen Gott, hinterfragt ihn später (Aufklärung) und (gerade hier im Film:) will ihm gegenübertreten. (Im Film in Verbindung mit der "Realität"): Die Menschheit klammert sich, statt an die Religionen, vermehrt an die Wissenschaften (Evolution / DNA), um eine -einzig und allein- komplexere Erklärung (dennoch: Glaubensrichtung) für ihr eigenes und das allgemeine 'Sein' zu haben, um nicht (noch viel) tiefergehend(er) nachdenken zu müssen: Die Wissenschaft ersetzt die Religion.
                            Man mag sich fast einreden, Scott könnte genau diesen menschlichen Schritt in seinem Film kritisiert haben und sich förmlich darüber lustig machen. Das hieße: Scott nimmt, erstens, statt des "wissenschaftlichen" Urknalls einfach doch wieder einen Schöpfer, von dem keiner weiß, wo dieser wiederum herkommt (siehe auch Matrix), der die Schritte der Wissenschaften erschaffen hat, wodurch der Mensch immer weiter dazu gezwungen ist, zu glauben und wieder doch nicht zu "wissen" je weiter er "forscht" (bis zum Ende bzw. Anfang der DNA quasi) und wirft dann, zweitens, noch einige Menschheits-Kritiken in den Topf dieses Filmes und fertig ist das bunteste Philosophie-Soziologie-Feuerwerk der Filmgeschichte. Aber irgendwie traue ich ihm nur Letzteres zu.
                            Ebenso könnte(!) man "glauben", die Dialoge, Handlungsstränge der Figuren und leider auch schauspielerischen Darbietungen (mal abgesehen von Michael Fassbender) seien genau deshalb so dämlich und geradezu anmaßend, weil Scott der darin implizierten Dummheit der Menschheit -auch auf den eben genannten Punkt bezogen- einen Spiegel vorhalten will. Doch auch das bezweifle ich (Denn der Film ist, aus meiner Sicht, leider auch einfach kein guter Film!). Wäre das so, müsste der Film von mir eine 1 mit Sternchen bekommen, so bleibt es bei einer 4-... Denn weitere Antworten geben kann jeder. Einsehen, dass dies einfach nicht möglich ist, nur die Wenigsten.
                            Ich empfehle stattdessen:
                            Brazil, Holy Motors, einen der Lynch-Filme oder oder oder!

                            3
                            • 6
                              Erlkoenig 05.10.2014, 21:18

                              Qualitativ gesehen schon recht beeindruckend. Leider ist der Alien-Fan mit sehr großen Erwartungen an das Prequel herangegangen, die nicht wirklich erfüllt wurden. Filme wie früher werden wohl nicht mehr gedreht. Die Schauspieler wirken platt, die Dialoge gekünstelt und überhaupt ist alles recht vorhersehbar. Früher konnte man - nehmen wir Alien 2 als Beispiel - einen Film durchgängig düster und beklemmend halten. Und das ohne großartige (3D-)Effekte. Es wurde auch nicht wie heute Wert darauf gelegt, immer wieder einen Lacher unterzubringen und irgendjemanden besonders cool dastehen zu lassen.
                              Ich habe Prometheus damals im Kino gesehen und die gezeigten Bilder und der dröhnende Soundtrack waren schon überwältigend. Der ganze Rest aber wirkte auf mich an den Haaren herbeigezogen, unauthentisch und leer.

                              • 2 .5
                                Filmanalyst 26.09.2014, 12:55

                                Schwach angefangen und stark nachgelassen.
                                Ridley Scott, was hast du da nur gemacht? Das ist einfach nur ärgerlich.
                                Ah, Wandmalereien in Höhlen gleich Karte, ok wir fliegen an's Ende des Universums, finden den Planeten, landen, juchu, und sofort auf Anhieb den exakten Ort gefunden, gelandet, jawoll gleich rein da, warum warten... gähn... Ach, und es wird einfach nicht besser... Die absolute Top-Crew entpuppt sich als Idiotenhaufen und schauspielerisch wird man nicht gerade positiv überrascht. Ich kann auch leider mit dem hochgelobten Michael Fassbender nicht viel anfangen und im Gegensatz zu den ersten drei Alien-Teilen konnte mich dieser Prequel-Aufguss weder fesseln noch mitreissen und irgendwie halbwegs bei Laune halten oder eben auch mal Spannung erzeugen. Dafür agierten die Figuren den ganzen Film über oft einfach zu dämlich und unglaubwürdig. Da bleibe ich doch lieber bei der guten alten Alien-Trilogie...

                                1
                                • 6 .5
                                  judith.vollmar 06.09.2014, 20:19

                                  Was soll ich sagen? Es ist halt Sience-Fiction, da ist es nicht unüblich, dass Dinge, die für uns unlogisch sind, zur Tagesordnung gehören. Stellenweise etwas eklig, dennoch muss ich sagen, dass mir das Design der "Wesen" (ich will sie mal so nennen) einigermaßen gut gefallen hat.
                                  Zum Cast: Charlize tut das was sie am besten kann, nämlich eine durchgedrehte Irre spielen. Nichtsdestotrotz ein guter Auftritt.
                                  David, alias Michael Fassbender hingegen bleibt mir ein Rätsel. Ohne Zweifel gute schauspielerische Leistung. Dennoch verstehe ich eines nicht. (Spoilergefahr)
                                  Wenn David keine Seele hat, wie kann er dann werten wie "beeindruckend"? Setzt das nicht voraus das Bewusstsein mit der Seele gleichzusetzen, bzw. abzugleichen? Und das den ganzen Film hindurch.

                                  • 4
                                    2ndFugee 26.08.2014, 00:15

                                    Was war das? Also...ernsthaft? was war das? (Spoiler!)
                                    Ein Haufen Forscher fliegt auf Grund von ein paar Wandmalereien ins All, um dort außerirdisches Leben zu erforschen. Ok, da kann ich ja noch mit Leben. Aber diese Forscher sollen tatsächlich das beste vom besten sein? ehrlich? Der eine zieht beim ersten Anzeichen dafür, dass die Luft auf dem Planeten anscheinend für den Menschen atembar ist, seinen Helm aus und versucht das mit dem atmen halt einfach mal. Warum denn auch nicht, wir sind ja grade auch nur auf einem fremdem Planeten. Der nächste brilliante Forscher rastet komplett aus und will wieder zurück zu mama als ein toter Alien-Körper gefunden wird. also...echt...oh man! Dazu verirrt sich der Herr auf dem Rückweg dann noch. Na klar! Das ganze geht dann natürlich soweit, dass Herr 1a-Forscher auch noch in der Höhle übernachten muss und anfängt ein penis-artigen-Alien-Wurm zu streicheln, der zuvor auch überhaupt nicht bösartig wirkte als er anfing zu fauchen (!). Der nächste hochqualifizierte Forscher öffnete dann später die Raumschifftür für seinen toten Freund, dessen Beine über seinen Kopf geklappt sind. Na gut, da würd ich auch erst mal gucken was da los ist! Dazu kommen dann noch diverse Logik-Fehler ( über die Alien-Geburt, das Zu-tackern der Bauchdecke und das anschließende über klippen springen zu reden will ich gar nicht erst anfangen .. ) und die Tatsache, dass eigentlich niemand so ganz genau weiß warum Roboter-Michael-Fassbender das macht was er im Film alles so macht. Dazu die unglaubliche Verschwendung von Guy Pearce in der wohl schlechtesten Alter-Mann-Maske, die ich bisher in einem Film gesehen habe. Achja...und dann ist da noch meine Lieblings-Szene des Films: "Vater!" - Hier musste ich lachen. Und das tat irgendwie weh, hatte ich mir doch einiges von dem Film versprochen.
                                    Die 4 Punkte gibt es für coole Effekte, ungewollte Lacher, einen guten Michael Fassbender und für die Tatsache, dass ich die Zahl 4 mag.

                                    1
                                    • 5 .5
                                      Ralf Köhler 22.08.2014, 12:24

                                      Erneut ein Beispiel dafür, dass das derzeitige Hollywood-Kino im Niedergang begriffen ist. Nun hat es also auch Ridley Scott erwischt. Nicht mehr lange und wir können mit Fug und Recht behaupten: Tony ist der bessere von beiden. Pronetheus - Mahnung und Warnung zugleich...

                                      • 3
                                        Gaston 19.08.2014, 18:18

                                        Noch 'n Kommentar.
                                        Prometheus ist ein Mistfilm mit tollen Bildern. Nicht so sehr wegen der so vorhersehbaren und klischeehaften Handlung sondern vor allem weil die Charaktere permanent das Gegenteil von dem tun, was ein normal denkender Mensch machen würde.

                                        Ich versuche mal meinen Standpunkt klar zu machen ohne zuviel der Handlung zu verraten.
                                        Alle erwachen aus der Stasis, Raumschiff landet und es ist nur noch kurze Zeit zur Erforschung des Objektes der Begierde. Normale Menschen würden da erst mal die Nacht abwarten. So geht es munter weiter
                                        Wirklich jeder weiß was passiert wenn man sich von der Gruppe trennt, unmotiviert fremdartige technische Geräte befummelt usw.

                                        Diese völlig bescheuerten Handlungsweisen verderben einfach alles an diesem Film. Der wäre an sich ein 6-7er.
                                        Es war eine Qual bis zum Ende zu schauen, weil jedesmal wieder jemand genau das Verkehrte macht - bis zum Schluß.

                                        Nur so als Tipp wenn einen auf einer Ebene etwas langes schmales zu erdrücken droht. Man kann dann auch nach rechts oder links ausweichen.

                                        1
                                        • 0 .5
                                          DrunkenCherry 19.08.2014, 11:46

                                          Ich fand ihn einfach schrecklich langweilig. Die Atmosphäre konnte mich nciht packen ud ich bin schließlich eingeschlafen. Vielleicht ist es aber auch einfach nicht mein Genre.

                                          1
                                          • 8 .5
                                            HonkeyDonkeyTonkMan 15.08.2014, 21:20

                                            Danke Oh' Herr für diese würdige Fortsetzung der "Alien Saga"!
                                            Schon alleine für diese bezaubernde Meredith Vickers (Theron).
                                            So führt man den Pöbel.

                                            Alles in allem ein grandioser Film, mit unglaublichen Erkenntnissen.
                                            Daumen hoch!

                                            4
                                            • 10
                                              howartwollowitz 11.08.2014, 20:59

                                              Einer der besten Sci-Fi Filme aller Zeiten der nicht nur mit der Idee sondern auch der allgemeinen Handlung perfekt abgestimmt verbunden mit großen Bildern ein gigantisch überschaubares Werk gibt.

                                              3
                                              • 8
                                                Unclescrooge 06.08.2014, 21:51

                                                Haltet mich für bescheuert, aber mir persönlich hat der Film ganz gut gefallen, das Setting war schön , es hat irgendwie gepasst, da war es mir auch dass es kein richtiges Prequel war. Charlize Therons Figur hatte auch 0 Sinn und Zweck, aber wie gesagt es war ganz gut zum Gucken und unterhaltsam.

                                                • 6 .5
                                                  TheHunter 05.08.2014, 14:07

                                                  Angeblich ein Alien Prequel, Nur der Film hat zu 95% nix mit der Alien-Reihe zu tun.
                                                  Der Film ist Gut geworden, vorallem die Effekte.

                                                  Zwar Kein Alien-Prequel aber ein guter eigenständiger Film

                                                  • 4 .5
                                                    beast667 01.08.2014, 23:54

                                                    Das mit diesem Film hier ist so eine Sache........... Nehmen wir mal an, es würde Alien nicht geben und dieser Film wäre sozusagen ein eigenständiger 1. Teil einer Reihe, welche mit Alien nix, gar nix und überhaupt nix gemeinsam hätte, dann ja dann wäre dieser Film gar nicht mal so schlecht. Hört sich gut an? Ist es aber nicht, denn es gibt Alien. Und Alien tritt diesem Saubermann Film dermaßen in die Eier, dass das Wort Rührei eine neue Bedeutung bekommt. Prometheus ist lieblos, sauber, nett und geht einem mit seinen Menschen Göttern nach einer gewissen Zeit auf die Nerven. Finger weg, wenn man Alien gesehen hat, oder noch sehen will.

                                                    3