Public Enemies - Kritik

US 2009 Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Actionfilm, Historienfilm, Kinostart 06.08.2009

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Kritiken (24) — Film: Public Enemies

evants.com: eventsandtrends.com

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6.5Ganz gut

Regisseur Michael Mann eilt dank Filmen wie „Heat“, „Insider“ und „Colleteral“ ein sehr guter Ruf voraus. Wenn sich Mann eines Films annimmt, der sich um die Geschichte einer Gangsterlegende der USA dreht, dann ist die Erwartung hoch. Doch ein Klassiker wie „Heat“ ist „Public Enemies“ nicht geworden. Das liegt zum einen an der kühlen und oberflächlichen Charakterzeichnung, die keine Identifikation mit einer der Figuren zulässt. Zum anderen ist die Kameraarbeit gewöhnungsbedürftig: Die wackeligen Aufnahmen sind zwar modern, passen aber nicht zu einem Film, in dem sonst alles an die Zeit der Handlung angepasst wird. Insgesamt ist „Public Enemies“ ein guter Film, der die hohen Erwartungen aber nicht ganz erfüllt, zumal das Potenzial der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wird.

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Elisabeth Maurer

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8.0Ausgezeichnet

...Kurz vor seinem Ende betritt Dillinger unbemerkt die Räume des Sonderkommandos des FBIs, das mit seinem Fall betraut ist. Für ihn ist es ein Gang in sein eigenes Museum. Hier wird ihm sein Leben vor Augen geführt, auch das nahende Ende. Der Zuschauer sieht auf den Pinnwänden die Stationen aus Dillingers Leben, die ihm der Film bisher präsentiert hat. Dabei versuchte der Film aber nicht wie ein Museumsbesuch zu wirken. Mann setzt HD-Technik und Handkamera ein, um die Aufnahmen möglichst realistisch und unmittelbar aussehen zu lassen. Die Bilder sagen aus, daß hier keine nostalgische Verklärung der Vergangenheit geboten werden soll. Sie bilden fast immer ausschließlich Reales und Gegenwärtiges ab, es gibt keine Rückblenden, keine inneren Bilder, die Kamera bleibt immer sehr dicht bei den Figuren....

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cArLos4evEr

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Also ich fand diese HD-Optik bei diesen Film nicht gut, auch wenn es realistischer sein soll gefällt mir die Kino-Üptik wirklich besser. Es wirkt zu glatt und oft zu plastisch und dadurch mehr wie eine Doku, das mag ich bei so etwas nicht! Ein Krisselfilter wär echt cooler!


Evie: www.inderzange.de

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2.0Ärgerlich

Micheal Mann bekannt durch Heat, Collateral oder The Insider, Johnny Depp bekannt durch Fluch der Karibik oder Sweeney Todd und Christan Bale bekannt durch den neuesten Terminator oder die neuen Batman Filmen drehten zusammen den Film Public Enemies. Allein der Cast schon ließ auf vieles hoffen dazu kamen dann noch Robert DeNiro als Produzent und Hans Zimmer als Berater für das Music Department. Ich ging also mit hohen Erwartungen in die Vorstellung, aber schon nach den ersten Minuten kaum so ein flaues Gefühl im Magen auf.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Wenn es nun an Public Enemies etwas ernsthaft auszusetzen gibt, dann nur zwei Dinge: Die digitale Ästhetik des auf High-Definition-Kameras gedrehten Films überzeugt ganz und gar nicht, in ihrer überrealistischen Klarheit, ihrer Flächigkeit, ihren verruckelten Bewegungsbildern, dem harten Licht und den starken Kontrasten. Da kann Michael Mann noch so sehr behaupten, auf 35-mm-Zelluloid »hätte es ausgesehen wie ein typisches 'period movie', ein Ausstattungsfilm. Das Publikum wird dadurch unweigerlich auf die Position von Betrachtern auf Abstand festgelegt.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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2.0Ärgerlich

[...]Zu oberflächlich bleibt die Geschichte, die deutlich angelehnt ist an die von "Heat", doch niemals dessen Intensität zu erreichen vermag. Ein Spannungsbogen existiert de facto überhaupt nicht, denn "Public Enemies" ist ein steter Wechsel zwischen typischen Mann’schen shoot outs und filmischem Füllmaterial, welches zwischen Bedeutungslosigkeit und Kitsch, Langeweile und fehlender Tiefe pendelt.[...]

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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4.5Uninteressant

[...] Summa summarum ist zu konstatieren, dass der zweite Versuch, einen Staatsfeind Nr. 1 in diesem Jahr ins Kino unterzubringen, gescheitert ist. Obwohl "Public Enemies" kein völliges Desaster repräsentiert, ist er doch, gemessen an den Erwartungen und seitens des Regisseurs, der nach "Ali" erst seinen zweiten historischen Film präsentiert, ein missglückter Versuch John Dillinger cineastisch zu würdigen. Michael Mann pfeift nicht nur auf historische Fakten und Authentizität – ohnehin stellt der Streifen mehr Fiktion denn Realität dar (man fragt sich, weshalb Mann den Stoff "Public Enemies: America’s Greatest Crime Wave And The Birth Of The FBI, 1933-34" von Bryan Burroughs überhaupt adaptierte) -, ihm ist es offenbar auch egal oder nicht ersichtlich, wie weit hier Form und Inhalt aufgrund seines neuen Looks auseinandergehen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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5.0Geht so

«Public Enemies» ist eine teilweise faszinierendes Kriminaldrama, das durch die dreckige Kamera viel von seiner Wirkung einbüsst.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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5.0Geht so

Michael Mann inszeniert diesen klassischen Gangsterfilm routiniert und rasant, so dass der Film nicht langweilig wird, aber letztlich bleibt der Film eine Aneinanderreihung von Szenen ohne wirkliche Dramatik. Selbst Depp ist bemüht der Rolle des Dillinger etwas Tatkraft zu geben. Während ihm das einigermaßen gelingt, sieht der neue Actionstar Christian Bale eher blass aus. Leider bleibt dieser Film nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus Dillingers Leben und es wird auch nicht wirklich klar, weshalb Dillinger in der amerikanischen Bevölkerung so beliebt war - im Film jedenfalls überwiegen die äußerst brutalen Banküberfälle...

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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4.5Uninteressant

Allen Unkenrufen zum Trotz, habe ich mich gestern ins Kino gewagt um einen spannenden Abend im Umfeld von Johnny Depp, Christian Bale und Marion Cottilard zu verbringen, geleitet wurde das Ganze von Michael Mann, dem man ein gewisses Talent nicht absprechen kann, schließlich hat der Mann "Heat" auf die Leinwand gezaubert.
Überraschenderweise stellte sich die HD-Videoästhetik als geringeres Übel heraus als im Vorfeld von mir angenommen. Es ist sogar so, dass gerade der Gedanke ein Period Picture mithilfe moderner Kameratechnik zu filmen um es so zu sagen in unsere heutige Zeit zu holen, sich als der innovativste Kniff dieses Gangsterepos herausstellte.
Die Atmosphäre stimmte, ja gerade die Handkamera, die so mutig war, dem Zuschauer auch mal eine Form der Orientierung vorzuenthalten (Ausbrüche), trug ungemein dazu bei. Ja auch das Bildrauschen, die späten Schärfen, das half, das war neu und das ließ mich auch ein wenig besser die epische Länge "genießen"…

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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4.0Uninteressant

[...]Neue Techniken sind eine gute Sache, wenn man weiß wie und vor allem warum man sie einzusetzen hat. Oder aber anders ausgedrückt: Die Wahl der technischen Mittel sollte immer der Sache dienen, und nicht einfach nur, weil sie vorhanden sind. „Public Enemies“ ist von Michael Mann komplett auf Digital Video gedreht worden, was dem Film nicht sonderlich gut zu Gesicht steht – Gelinde gesagt. Die schnelle, flexible und verwackelte Kamera, die vielleicht zu einem Jason Bourne aus dem 21. Jahrhundert passen mag, wirkt bei diesem Period Piece, das ja auch einen gewissen epischen Anspruch von Natur aus in sich trägt, erschreckend deplatziert wirkt. Mit der Entscheidung Manns für DV geht somit Einiges, man möchte fast sagen Alles von dem Flair verloren, was derartige Filme in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Wie man es richtig macht, hat nicht zuletzt Clint Eastwood in diesem Jahr mit seinem Period Piece „Der fremde Sohn“ aus inszenatorischer Sicht eindrucksvoll bewiesen.[...]

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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5.5Geht so

Hatte an diesen Film wegen Mann, Bale und Depp große Erwartungen, die zum Glück durch die bisherigen Kommentare hier etwas heruntergeschraubt wurden.

Viel Kritik klang schon an: Die Kamera wirkte auch auf mich oft unpassend und störend. Die Hauptdarsteller blieben bis auf wenige Ausnahmen deutlich unter ihrem Niveau, was wirklich schade ist, denn beide haben schon häufig bewiesen, daß sie das besser können. Da stell ich mir die Frage, ob Drehbuch und Regie einfach nicht das Potential der Darsteller abrufen konnten.

Alles in allem bleibt mir das nüchterne Fazit, das "Public Enemies" (leider) ein Film ist, bei dem, bis auf wenige Szenen nichts hängen bleibt. Er bietet keine Highlights, wenig Identifikation und Glaubwürdigkeit, letzters bei einem Film, der immerhin historische Persönlichkeiten und Geschehnisse nachbildet.

Für mich als wirklichen Michael Mann Fan eine ziemliche Enttäuschung. Aber "Inglorious Basterds" kommt ja bald....

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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5.5Geht so

Überhaupt wirkt vieles an der Geschichte dramaturgisch wenig zwingend, die Liebesgeschichte zwischen Dillinger und dem Hutmädchen Billie osziliiert zwischen purem Kitsch und der Degradierung der großen Liebe des Gangsters zum schmückenden Beiwerk. Trotz der gewaltigen Länge von 140 Minuten und einem Handlungszeitraum von gerade mal einem Jahr wirkt vieles an Public Enemies bruchstückhaft, weist erhebliche Lücken und Glaubwürdigkeitsprobleme auf und lässt deshalb – außer in den und gewohnt grandios inszenierten Schießereien und Action-Szenen – den Zuschauer eher kalt.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Von einem Duell Depp/Bale à la De Niro/Pacino kann allerdings keine Rede sein, dafür fokussiert Mann seinen Blick nicht genug. "Public Enemies" will nämlich auch noch ein Film über die Politik sein, die damals in den Vereinigten Staaten mit der Verbrechensbekämpfung gemacht wurde. So gibt es die heimliche dritte Hauptfigur J. Edgar Hoover, den Chef der noch unerfahrenen Bundespolizei (aus der bald das FBI werden sollte), gespielt von Billy Crudup. Hoover mit seinen verdeckten Zielen ist die ganze Zeit im Hintergrund des Films präsent, und zu den eindrücklichsten Szenen gehört eine frühe (illegale) FBI-Telefonabhöraktion, bei der die Unterhaltungen auf Wachsschallplatten (!) aufgezeichnet werden. In das traditionelle Mann-Männerduell dringen also plötzlich Politik und Geschichte ein, was "Public Enemies" nicht gut tut, da sie ihm den klaren Fokus rauben.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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6.0Ganz gut

Ob Schauspielveteranen wie Robert DeNiro und Al Pacino in „Heat“, Energiebündel Tom Cruise in „Collateral“ oder die obercoolen Colin Farrell und Jamie Foxx in „Miami Vice“: In den stets stilvollen Action-Thrillern von Michael Mann dürfen die hochbezahltesten Schauspieler Hollywoods den starken Mann markieren ohne Angst haben zu müssen sich an bodenständiger Action-Gülle a la „Rambo“ die Finger schmutzig zu machen. Jetzt hat Johnny Depp als der legendäre Bankräuber John Dillinger den Finger am Abzug. Als Kontrahent steht Depp der zur Zeit unvermeidliche Christian Bale als FBI-Agent Melvin Purvis gegenüber. Ungeachtet des Terrors, den Dillinger mit seiner Maschinengewehrbande in den 30er Jahren in Chicago verbreitet hat, wird der charismatische Gangsterboss als schnuckeliger Sympathieträger präsentiert, dem die Damenwelt zu Füßen liegt. Als vogelfreier Outlaw, der aus jedem Knast ausbrechen kann und den Autoritäten auf der Nase herumtanzt genießt er die Sympathien der seiner Zeit von der…

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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7.0Sehenswert

[...]„Public Enemies“ braucht lange, beinahe zu lange, bis er seine Vorzüge voll zur Entfaltung bringt. Über weite Strecken stehen die recht ungenügend plausibel gemachten Figuren und der daraus resultierend eindimensionale Handlungsablauf dem Film im Weg, ehe er sich immerhin zu einer mächtigen audiovisuellen Wucht steigern kann. So etwas wie epische Weite erreicht die Geschichte aber nie, statt durchgehender fiebriger Hitze verbreitet das Geschehen zu oft nur leicht erhöhte Temperatur. Trotz der Top-Besetzung fehlt es auch an einer beherrschenden Präsenz, für die Depp und Bale normalerweise nicht mal die Hände aus den Taschen nehmen müssen, doch hier kann weder einer der beiden für sich uneingeschränkt glänzen, noch können sie einander in den wenigen gemeinsamen Szenen entscheidend pushen. Am Ende ist „Public Enemies“ vor allem ein 'sehens'werter, bei allen Mängeln auch immer noch guter Film; ein wirkliches Erlebnis, eine unverzichtbare Erfahrung ist er jedoch viel zu selten.[...]

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Muffin Man

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"Public Enemies" hat aber auch das coolste Lied, das ich in einem Film dieses Jahr gehört habe:
http://www.youtube.com/watch?v=fhiO8rT_LnA
Leider wird es im Film nicht wirklich gewinnbringend eingesetzt.


ChristiansFoyer

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Ja, eins von mehreren Beispielen, wo die Musikuntermalung nicht 100%ig sitzt


KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

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6.0Ganz gut

"Public Enemies" ist kein grundsätzlich schlechter Film. Wenn aber Michael Mann auf der Verpackung steht, erwartet man als Zuschauer einfach andere Dimensionen als es hier zu sehen gibt. Bei einem Regisseur, der in der Vergangenheit dermaßen geniale und bis ins kleinste Detail durchdachte Meisterwerke präsentierte, liegt die Messlatte nun mal ein Stückchen höher. Hätte ein anderer Regisseur den Film auf diese Art verfilmt, die Bewertungen wären sicherlich besser ausgefallen. Mann wird sich damit abfinden müssen, stets an seinen bisherigen Filmen gemessen zu werden. Und die waren bisher meist deutlich besser als es "Public Enemies" nun ist.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Michael Mann gehört zu den Regisseuren, die sich ganz der Digitalisierung der Kinobilder verschrieben haben und ihre Filme entsprechend mit einer Digitalkamera drehen. Machte dies bei Arbeiten wie „Collateral“ oder „Miami Vice“ noch Sinn, war hier doch aufgrund der Thematik ein durchaus zeitgemäßer und fiebriger Gestaltungsstil gefragt, wirkt es bei diesem, in den 1930er Jahren angesiedelten Gangsterepos ein wenig befremdlich. Das Auge stößt sich an den kalten, immer etwas überbelichtet wirkenden Bildern, es erwartet eher säuberlich durchstrukturierte, panoramaartige Aufnahmen in satten, dunklen Farben.
Dabei passt Michael Mann die Bildgestaltung ganz dem unsteten Leben seiner Hauptfigur an: Denn John Dillinger (Johnny Depp) ist als US-Staatsfeind Nummer Eins stets auf der Flucht. Zusammen mit Baby Face Nelson (Stephen Graham) und weiteren Komplizen führt er ein Leben, das aus Banküberfällen, Gefängnisausbrüchen und dem Untertauchen in immer wieder neuen Verstecken besteht. Entsprechend…

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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10.0Lieblingsfilm

Gedreht in gestochen scharfem HD ist das hier ein beeindruckend aussehender Film, in dem sogar die einfachsten Szenen vor Energie und Suspense strotzen. Wie damals mit Heat hat mann nicht nur das Kriminaldrama des Jahres, sondern möglicherweise des Jahrzehnts gemacht.

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Le Samourai

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Sowas von überhaupt nicht!


Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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4.5Uninteressant

Mann widmet sich ganz der Aufgabe, Dillinger cool aussehen zu lassen, und das ist das Problem mit dem ganzen Film. Er sieht aus, wie es sich gehört, doch hat keine Tiefe, nichts zu sagen, keinen neuen Blickwinkel. Er fühlt sich an wie eine Hommage an ältere, bessere Filme wie Scarface, White Heat und tatsächlich der Film Dillinger von 1945.

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Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

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8.5Ausgezeichnet

Kunstfilm und Kriminalfilm zugleich, mag Manns letzte Arbeit dem Zuschauer nicht gerade viel bieten, woran man sich emotional binden kann, doch die Schönheit und das Geschick der Inszenierung nehmen einen sanft gefangen.

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Trevor Johnston: Time Out, Channel 4 Film

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6.5Ganz gut

So beeindruckend er auch ist, der Film wäre aufregender, wenn wir irgendeine aufrichtige emotionale Verbindung zu den Figuren hätten. Am Ende wissen wir mehr über den sozialen und politischen Kontext für die Verbrechensserie als über die Motivationen der Schlüsselfiguren: Depp's Dillinger wird getrieben von einem verallgemeinerten Wunsch, Christian Bales kernigem Gesetzeshüter Melvin Purvis zu entkommen, der unersetzbar seine Pflicht erfüllt. (...) Wie in Manns Miami Vice bleibt das beunruhigende Gefühl, dass dieser Film einfach über unsere Gefühle hinwegrast, ohne große Anziehungskraft zu entwickeln.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

In PUBLIC ENEMIES werden die 30er Jahre unmittelbar gegenwärtiges Ereignis, zum Greifen nah und zugleich hyperreal verfremdet. Manns Film, der seine in COLLATERAL begonnene Auslotung einer digitalen Ästhetik radikal fortführt, ergeht sich in einem fetischistischen Taumel aus Texturen, Licht und Bewegung. Die Folge ist eine lustvoll schwindelerregende Potenzierung von Bildinformationen, die keiner narrativen Verbindlichkeit mehr gehorchen und die Erzählung zunehmend unter sich begraben. Wer diesen Schritt schon in MIAMI VICE nicht mitgehen wollte, wird mit PUBLIC ENEMIES wohl kaum glücklich werden. Alle anderen erwartet der visuell kühnste Film des Jahres.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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Von Hollywoods klassischen Gangsterfilmen inspirierte und offenkundig auch mächtig beeindruckte Ausstattungs- und Klischeerekonstruktion in HD-Ästhetik. Die Vorzüge des Formates haben sich mir immer noch nicht erschlossen, dem Heimvideolook konnte ich in der widersprüchlichen Kombination mit klassischen Genrekino-Elementen auch kein akademisches "interessant" abgewinnen, nicht zuletzt deshalb, weil die Bilder oftmals durch eine anstrengende Bewegungsunschärfe entstellt sind. Das eigentliche Problem von "Public Enemies" ist jedoch, dass es der langweiligste Markige-Kerle-Dünnschiss der Kinosaison und die völlig ideenfreie, lustlose und mit den üblichen ausgestellten Michael-Mann-Techniksperenzien versehene Adaption eines durchaus interessanten Kriminalfalls ist. Sehr erhellend immerhin der Moment, in dem Johnny Depp und Christian Bale aufeinander treffen, da sich hier wunderbar anschaulich belegt, wer von beiden ein Schauspieler – und wer nur ein angestrengt dreinschauendes, seltsamerweise ständig flüsterndes und nervtötend mit der Stirn runzelndes Hollywoodmysterium ist. Nach dem letzten "Terminator" ist das nun hoffentlich endgültig der Abschuss für den meistüberschätzten Schauspieler der letzten Jahre. Ach, noch was zum Film: Nach der Hälfe war der Wille noch immer nicht gebrochen. Und da sich das ermüdende, stereotype und repetitive Männerkino Michael Manns selten auch inszenatorisch so schwachbrüstig präsentierte – wobei die ruckelnden Kamerazooms und der bewusst Bildlücken generierende Schnitt mindestens bei den Regie- und Filmstudenten wieder feuchte Hosen garantieren dürfte – habe ich angesichts meiner dahinschwindenden Lebenszeit nach der Hälfte die Flucht ergriffen.

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der cineast

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Bale ist grausig.


Le Samourai

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Wie Recht du hast.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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3.0Schwach

Dreht Michael Mann jetzt aus Kosten- oder falsch verstandenen Coolnessgründen eigentlich auf Mini-DV? Public Enemies sieht aus wie für ne halbe Million mitm Camcorder und nem Halogenstrahler runtergekurbelt. Das Bild ist dank Handkamera extrem unruhig und viel zu scharf, wie man es von Aufnahmen bei Ommas Geburtstag kennt. Da rettet auch die aufwendige Ausstattung nichts, denn selbst das Setdesign sieht durch die Art der Aufnahme sehr langweilig und "gebaut" aus. Die dramatrötende altbacksche Überwältigungs-Musik will dazu so gar nicht passen. Die Geschichte ist nicht der Rede wert und bis auf zwei-drei spannende Momente plätschert der Film über gefühlte vier Stunden an einem vorbei, ohne das man sich je für eine der Figuren wirklich interessieren würde. Bale und Depp spielen gelangweilt auf Autopilot, denn mehr als zwei verschiedene Emotionen werden ihnen im Film nie abverlangt. Sie bleiben - wie oft bei Mann - Rißzeichnungen, die in Ausrufesätzen reden. Sollte der Film das Verbrechen entglamourisieren, leistet er ganze Arbeit - doch leider fehlt ihm selbst jegliches Interesse an den Protagonisten und dem Jagd nach Dillinger. Immer wenn Depp ins Kino geht und für Sekunden ein Gangster-Film der 30er Jahre zu sehen war, ertappte ich mich dabei, eigentlich lieber diesen Film weitersehen zu wollen, als diesen charmelosen und eindimensionalen Dillinger, der mehrfach dasselbe Bankset überfallen muß und nur einmal für Sekunden glänzen darf, als er frech das Polizeirevier besucht, in dem seine Spezialeinheit sitzt. Der Rest sind billige Bilder, viel Leerlauf und ein Christian Bale der die Minuten bis Drehschluss zählt. Darf ich jetzt nochmal The Untouchables sehen, bitte?

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Batzman

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Auch wenn der Potter zweifellos seine Schwächen hat, so grauenhaft langweilig und schäbig anzusehen wie Public Enemy ist er nicht...


Sonse

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Sorry Batzman und loewenzahn, heute lief PB im Original und ich habe ihn doch angekuckt. Was soll ich sagen? Ihr hattet ja so recht! Nun folgt die Selbstkasteiung für mein Nicht-Hören-Wollen... *senke mein Haupt in Schande*



Kommentare (183) — Film: Public Enemies


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vanilla

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Bewertung6.0Ganz gut

optisch macht der Film einiges her. Ich liebe auch diese alten Fahrzeuge, die langen Mäntel oder die Hüte auf dem Kopf.
Darsteller sind eine Augenweide. Bis zu den Nebencharakteren sehr gut besetzt.
Leider ist der Charakteraufbau, die meisten Dialoge, die Verfolgungsszenen und die Beziehungen zwischen allen Beteiligten, höchstens als mittelstark einzuordnen.
Viele Entscheidungen sind einfach nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht waren sie ja wirklich alle so dumm. Von der Polizei, bis zu den Gangstern.
Viele Sachen wurden entweder nicht zu Ende gedacht, oder das Drehbuch ist jemandem aus der hand gerutscht und alle durften die Seiten wieder zusammenfügen.
Als Gesamtwerk bin ich etwas enttäuscht.
Von diesem Staraufgebot und diesem filmischen Potenzial habe ich viel mehr erwartet.

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uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

beim ersten mal fand ich ihn schon nicht doll...und auch jetzt kann ich nichts gutes sagen..einige sachen sin ok aber an sich ist der film........enttäuschend!!!!

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Hfonda15

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin eigentlich ein großer Fan von Gangsterfilmen, die zur Zeit der 30er in den Staaten spielen. Coole Gangster, korrupte Cops und eine tolle Optik der 30er Jahre mit stilvollen Autos und Gangstern die mit langen Mänteln und Hüten rumlaufen. Auf so was stehe ich eigentlich echt aber dieser Streifen von Michael mann ist eher ein Durchschnittsfilm, dieses Genres.
Bei Public Enemies geht es um den Bankräuber John Dillinger, der mit seiner Bande immer in anderen Staaten auftaucht um dort Banken zu überfallen, die örtlichen Polizisten haben diesen Profigangstern wenig entgegenzusetzen, weshalb man zeitgleich zur Handlung von John Dillinger, den Aufbau des FBI durch J Edgar Hoover anschneidet. Dessen Leute angeführt von Melvin Pervis verfolgen John Dillinger durch das ganze Land um einen der gefürchtetsten Gangster der US Geschichte endlich auszuschalten.
Die Actionszenen bei Banküberfällen sind wirklich gut in Szene gesetzt und bereiten Fans des Genres großen Spaß auch die Optik der 30er ist bei diesem Streifen klasse was ihm bei mir schon mal ein paar solide Punkte einbringt.
Doch sonst ist der Film leider stellenweise misslungen, die Charakterzeichnung von John Dillinger empfand ich als viel zu oberflächlich und auch wieso seine Figur von der US- Bevölkerung als ein moderner Robin Hood anerkannt wird, kam nicht sehr glaubwürdig rüber.
Die Beziehung von Pervis und seinem Wiedersacher hätte man ebenfalls intensiver gestalten könnte, da das dem Film vlt. auch über einige Längen hinweggeholfen hätte.
Public Enemies hat einige Längen, eine oberflächliche Inszenierung der Figuren und weiß leider oft durch Einfallslosigkeit des Drehbuchautors nicht zu überzeugen.
Die Hauptdarsteller Christian Bale und Johnny Depp spielen zwar routiniert gut aber leider nicht so herausragend, dass man hier noch mehr Punkte vergeben könnte.
Hätte dem Streifen gerne mehr Punkte gegeben aber für viel mehr als ne 6 reicht es hier leider nicht, da man vor allem von einem Regisseur wie Michael mann wohl mehr erwarten darf!

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Hfonda15

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,,VIEL mehr als ne 6" da ich die das Genre mag halte ich einen halben Punkt mehr grade noch für vertretbar! ;)


cpt. chaos

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Ach so, ich dachte das war einem zittrigen Finger geschuldet. :o)
Das Genre ist selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben, aber die Umsetzung fand ich in diesem Fall eher dürftig - schade!


Cayopei

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Bewertung5.0Geht so

Handwerklich hervorragend gemachter Film, der einen aber anders als "Heat" (Achtung: Kalauer) kalt läßt.

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich liebe Gangster-Filme über alles, vor allem, wenn sie zwischen 1925-1949 spielen! Ich hatte mich deshalb auch auf 'Gangster Squad' so gefreut, der sich leider als zu Action-fixiert und zu mainstreamig herausgestellt hatte. 'Public Enemies' hingegen ist das bessere 'Gangster Squad'; denn all die Ansprüche, die ich an 'Gangster Squad' hatte, wurden in diesem Film erfüllt! Mit Johnny Depp, Christian Bale, Marion Cotillard, Stephen Lang und Giovanni Ribisi bis in die Nebenrollen perfekt besetzt und gespielt fesselt dieser Film durch Realismus, extrem tolle Dialoge und Schießereinen, die anders als bei 'Gangster Squad' nicht bloß auf Action fixiert sind, sondern dabei auch Spannung, Story und hin und wieder sogar Charakterzeichnung widerspiegeln. Ein super Gangster-Film eben und wirklich zu sehr von den Kritikern zerrissen!
Zwei Sachen sind noch Anzumerken:
Da Johnny Depp und Christian Bale in Deutschland normalerweise den gleichen Synchronsprecher haben, hat man hier Bale eine Synchronstimmer gegeben, die wirklich nur bedingt passt und an die man sich einfach nicht gewöhnen kann! Man hätte lieber Bale seine sontige Stimme (also die von Depp in diesem Fall) geben sollen, und Depp seine Synchronstimme aus 'Fluch der Kribik 1-3', an die man aus diesen Filmen ja auch schon im Zusammenhang mit Depp gewöhnt ist!
Zweitens: Der Film ist extrem brutal und für mich vollkommen unverständlich, wie der ein FSK 12 bekommen konnte; nicht nur, dass hier (realistisch) viel Blut spritzt, und das gerne auch mal in Zeitlupe oder im Zoom, sondern zeichet sich der Film auch mit teilweise starker psychischer Gewalt aus!

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alter.native

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Bewertung6.0Ganz gut

Dillinger als historische Figur ist bekannt. Keine Ahnung, ob die Romanvorlage wirklich so schlecht war wie das Drehbuch, aber hier ist alles abziehbildartig mit weitestgehend blöden Sprüchen. Für mich sind auch die Leistungen eines an sich erlesenen Schauspielerensembles nur halbwegs brauchbar. Irgendwie kommt mir der Film vor, wie ne Filmhochschulabschluss- oder Übungsarbeit, aber nicht wie die Arbeit eines gestandenen Regisseurs.

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Rob Stark

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Bewertung5.0Geht so

Die Punkte sammelt "Publich Enemies" bei mir für Johnny Depp und den Einblick in die damaligen Zeit und deren Atmosphäre. Das waren auch die Gründe, warum ich den Film gucken wollte. Ich fand ihn allerdings ziemlich zäh und langlebig. Mich hats nicht so gepackt. So sehr ich auch wollte, dass er mir gut gefällt, hat es einfach nicht gefunkt. Super Schade, gerade weil solche Art von Gangsterfilmen großes Potential gehabt hätten.

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george.rk.71

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ging mir absolut genauso,hab mich auch versucht zwei drei mal in den film zu zwängen,aber ich kam einfach nicht durch


florian.fiele

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Bewertung9.0Herausragend

Public Enemies

Nicht den Hauch einer Ahnung habe ich, was die Masse an Public Enemies auszusetzen hat. Ich will mich nicht lang an einer Analyse aufhalten. Story sehr gut, Schauspieler großartig, Regie grandios. Tolle Kameraarbeit, fantastische Bilder, ein traumhafter Sound sowie Score, der in den richtigen Momenten anzieht und somit sowohl Spannung als auch Dramatik verstärkt. Public Enemies ist extrem spannend, an einigen Stellen sehr dramatisch, hat grandiose Shootouts, wie man sie nur von ganz wenigen Filmen/Regisseuren kennt.

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Christian Bale und Johnny Depp spielen großartig, wie erhofft. Einer besser als der Andere. Ich kann keinen Favoriten ausmachen, sodass ich wie schon bei Heat das faszinierende Erlebnis habe, mit beiden Gegenspielern mitzufiebern, ganz genau wissend, dass es mindestens einen am Ende erwischen wird. Neben vielen weiteren Dingen ist es nicht zuletzt die unkonventionelle Art und Weise wie Mann seine Figuren charakterisiert und seine Filme abschließt, die mich so fasziniert und fesselt. Nicht das übliche "Der Held kriegt das Mädchen - der Böse stirbt"-Ende, nicht das übliche "Der Held rettet die Welt - oder wenigstens die USA - und stirbt dann; der Zuschauer weint"-Ende, und auch nicht das übliche "Der Böse tötet den Held, und lacht"-Ende. Manns Filme enden wie sie enden müssen, das Unausweichliche tritt ein...das Gute siegt, der Bösewicht scheitert...irgendwann erwischt es sie alle...Neil McCauley, Vincent, John Dillinger...und dennoch ist es kein happy ending, weil Mann die Figuren so kreiert und von seinen Stars (De Niro, Tom Cruise, Johnny Depp) so spielen lässt, dass sie mehrdimensional, charismatisch und für den Zuschauer fühlbar sind. Heat, Collateral und Public Enemies sind durch und durch menschliche Tragödien im klassischen Sinne, mit dem einen Unterschied, dass Mann die Rollen von Protagonist und Antagonist umkehrt bzw. beiden Gegenspielern beide Rollen zugleich zuweist. Mich fasziniert so etwas und mir fallen neben den 3 genannten Filmen keine gleichwertigen Beispiele an. Ich bitte um Kommentare bei Ideen!

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Marion Cotillard überrascht, in Nolans Filmen gefiel sie mir gar nicht. Alle übrigen Schauspieler machen ihre Sache mehr oder weniger gut. Nichts, was noch besonders erwähnenswert wäre. Das Ende enttäuscht minimal und ist schlechter als die Finalszenen von Heat und Collateral. Insofern ist die Story das Einzige, das mir hier zu einem weiteren 10.0 Meisterwerk fehlt, denn Botschaften sucht man ebenso vergebens wie das letzte Quäntchen Dramatik auf der Zielgeraden. Public Enemies ist aber auch so genreübergreifend einer der stärksten Filme der letzten Dekade.

9.0 - hätte ruhig 3 oder 4 Stunden gehen können, selten bekommt man so spannende Unterhaltung geboten.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung6.0Ganz gut

"Heat" war der Ausreißer nach Oben von MMs Schaffen. "Public Enemies" kann zumindest verlorenes Zuschauervertrauern wieder gut machen, das bei "Miami Vice" verbrannt wurde.
Mila Kunis - Hoppla! - Marion Cotillard rockt den Film absolut fantastisch und hebt das gesamte Niveau um mindestens zwei Punkte. Depp und Bale wirken etwas überroutiniert aber vielleicht liegts an der insgesamt sehr kühlen Erzählweise. Ist aber insgesamt ein schöner Film bei dem man nichts falsch macht.

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Baumkopf Holzfaust

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die komplette Serie gibts für einen Appel und ein Ei. Visuelle Holprigkeiten inklusive, waren halt noch die 80er. Aber sehr viele Debutrollen von späteren Stars dabei.


N. Hornblower

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Mal sehen, es gibt noch so vieles, das ich sehen möchte (Sopranos zu Ende, The Wire, Oz undundund). :)


Bibabiest

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Bewertung5.0Geht so

Das einzig schillernde an dem Film ist Marion Cotillard. Irgendwie geht alles an Spannung in dem immens vielen (nett anzusehenden) Geballer unter, schade drum.

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DerSuperBob

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Bewertung5.0Geht so

trotz toller schuspieler leider kein toller film

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TinaCocaine

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Bewertung5.0Geht so

Mir hat "Public Enemies" von einigem zu viel, von anderem zu wenig. Während mehr als genug Action, Geballer und Gerede auf einen zukommen, bilden Spannung, Einzigartigkeit und eine gute Kameraführung die Minderheit, sodass man sich auf eine Mittelmäßigkeit einigen kann. Natürlich wurde tief in den "Star-Topf" gegriffen, was dem Film sehr weiterhilft, allerdings kam er mir sehr emotionslos und nicht gerade spannungsgeladen daher. Die Story hat wesentlich mehr Potential als genutzt wurde, was mich sehr enttäuscht hat. Also ich persönlich würde da eher zu anderen Streifen mit Depp oder Bale greifen!

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TinaCocaine

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Dafür war er mir zu laut :-D


george.rk.71

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ich konnte auch nicht wachbleiben,bis dann wieder das ( selsbt für so einen film UNNORMAL) laute geballer die akkustik zerriss


cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Darstellerisch mit Johnny Depp, Christian Bale und Marion Cotillard gut aufgestellt, Michael Mann als renommierter Regisseur am Start, ein fettes Budget von etwas über 100 Millionen US-Dollar zum verpulvern und eine interessante Story im Gepäck – was will man mehr?

Den Protagonisten habe ich weitestgehend emotionslos bei ihrem Treiben zugesehen, obwohl mich die Story von der Thematik voll angesprochen hat. Schließlich ging es um die Verfilmung von Dillingers heißer Lebensphase!!! Auch wenn sich der Filmstoff an den Fakten orientiert, hätte man doch dem Ganzen mehr Spannung einhauchen können. Als größten Stimmungskiller habe ich die sterile Kameraarbeit ausgemacht; wir begeben uns hier in die 1930er Jahre und mir knallt eine eiskalte Optik in die Fresse! Vor allem die nächtlichen Shootouts wirkten wie bei einer Fernsehproduktion! Meine Güte, kann doch echt nicht angehen!!!

Aufgrund diverser zurückhaltender Bewertungen war ich bereits vorgewarnt und auch mein Sohnemann fand erst im zweiten Anlauf den rechten Zugang, daher hält sich meine Enttäuschung nun auch in Grenzen, aber bitter ist es dennoch ansehen zu müssen, dass derartige filmische Ressourcen nicht entsprechend genutzt werden können!

Vielleicht bekommt der angesichts der verschenkten Möglichkeiten, für meinen Geschmack vermurkste Streifen, noch ne zweite Chance, in der Hoffnung, dass mein kleiner Junge recht behält… ;o)

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KonTaicho

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Ungelogen drei mal versucht..und drei mal nach zehn Minuten eingeschlafen. ( okay, es war auch schon später ). Das ist mir sonst noch nie passiert! :D


cpt. chaos

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@KonTaicho: Dabei hatte ich gerade den Auftakt als noch relativ unterhaltsam in Erinnerung... ;o)


craax

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Bewertung4.5Uninteressant

Routinierter Rollentausch: Die Bösen spielen die Guten, & vice versa. Gibt’s nichts weiter zu sagen. Johnny Depp hat offensichtlich den Karriere-Höhepunkt erreicht überschritten. Er kann sich doch mittlerweile die Drehbücher aussuchen. Warum also nur absehbarer Durchschnitt? – Oder erwarten wir schon zu routiniert das Besondere?
Besonders ist an diesem Film nichts. Höchstens die Ausstattung: Alles dreißiger Jahre vom Feinsten. Ansonsten wird fleißig geballert und gedankenlos gekillert, wie es sich für’s Genre gehört. Pflichtschuldigst. Unterhaltung wie Otto Normalverbraucher mittlerweile zum Nach-Abendbrot-Tisch gewohnt ist ; man fühlt sich an römische Gelage erinnert, wo zwischendurch schon einmal mit der Feder der Gaumen gekitzelt wurde, um Platz für den nächsten Gang zu reservieren. Diese müde Anstrengung, sich zu amüsieren, ist auch hier knapp unter der Oberfläche spürbar. Spitzenregisseur, Spitzenschauspieler, Spitzenbudget, kantig-markiges Gesichtcasting: geistig von der Stange, eigentlich mehr als das: ärgerlich verschenkt. Gerade noch gesehen und schon vergessen! & wie kennen wir das edle Räuber-RobinHood-Thema um den korrekt-bösen Nottingham-Sheriff - mittlerweile schon...! Etwas mehr Psychologie - statt Klischee und Strickmuster – wäre schön gewesen! (und Themenansätze waren doch da: die Erfindung der Hoover-Bundespolizei, Ur-Ohm der Rasterfahndung,- der Bevölkerungs-Ganovenliebling, der Schulterschluß der Ganoven-Ethik füreinander miteinander als Mikro-Gegengesellschaftsentwurf,- oder der Konflikt Büro-Schlips-Gangster versus Anarcho-Abenteuer-Gangster- Ebene. Alles stehen- und –liegengelassen für eine Handvoll dekorativ-malerisches pyroplastisches Rumgeballer mehr. Schade drum. Nutzt‘ nix, so schads‘ nix. Zwei Stunden im Leben, die so sesselpupend verstrichen. Glotzkino eben, Mainstream-Totale. Wegen diesem Streifen hätte das Kino nicht eben erfunden werden müssen! Alles, was dort transportiert wurde, waren (leicht mühsam) die Umlagebewegungen der Produktionskosten. Ach, wie unoriginell das alles, bloßes starres Auge.

Etwas unsicher gebliebene Ausnahme: die französische Schauspielerin Cotillard. Sie hat irgendetwas, was immer noch wirkt, eine gewisse Frische und Unverbrauchtheit. Vielleicht auch nur Vorurteil: durch ihre sehr eindrückliche Präsenz aus den französischen Filmen, die mir bekannt sind (z.B. im Groß-Epos „Mathilde“, oder im witzigen „Taxi“). (nochmal) Ach, she’s on the way: in Hollywood nun eben. Ein zwei Filme noch. Wie bedeppert,- wir bedauern - das.

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zmpfl

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Damit, lieber craax, hast Du vollumfänglich Recht!
Teuer, seelenlos, langweilig.
Bis zum letzten Drittel dachte ich, da MUSS noch was kommen, irgendein Twist, eine Wendung, eine Überraschung, die das bisher Gesehene legitimiert...Nö.
Ein Filmsurrogat.


Lagomorph

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Bewertung3.0Schwach

Nach Heat und Collateral habe ich eine weitere Großtat von Michael Mann erwartet und war, milde ausgedrückt, relativ enttäuscht. Es hat einfach nicht klicken wollen bei diesem eigentlich doch recht ambitionierten Dillinger-Biopic.
War es die oft bemängelte und für das Szenario unpassende Mann'sche Inszenierung in wackeliger HD-Cam-Optik? Vielleicht, gut fand ich diese stilistische Entscheidung sicherlich nicht. Was mich aber wirklich gewurmt hat, war die Charakterarmut des Streifens - oder besser gesagt: Public Enemies hat gefühlt 100 Figuren, aber nur 3 Charaktere, nämlich Dillinger, Christian Bales Melvin Purvis und die von Marion Cotillard gespielte Billie Frechette.
Der Rest des Cast sind bestenfalls Randnotizen. Das sollte normalerweise nicht unbedingt ein Manko sein, die Handlung konzentriert sich ja klar auf die drei Protagonisten - aber dieses lieblose Verheizen von Nebenrollen ohne Persönlichkeit, dieses gefühlt ständige "Hey, Johnny! Ich komme zwar nur in dieser einen Szene vor, aber ich bin dein langjähriger Freund X, den du schon seit Kindertagen kennst! Oh nein, die Polizei! Schwups, ich bin tot." hat mich dann doch massiv gestört.

Inszenierung, Action und Ausstattung sind handwerklich an sich einwandfrei - abgesehen natürlich von der oben erwähnten Camcorder-Optik, die allerdings auch mehr eine Geschmacksfrage als eine wirkliche "Schwäche" darstellt.
Ich persönlich fand sie deplatziert, aber ein anderer visueller Stil würde letztendlich auch nichts ändern: Das größte Manko des Films ist seine erzählerische Trägheit, seine langweilige Farb- und Lieblosigkeit, getragen von zwei großen Schauspielern im Standby-Modus.

Eine Sache verwundert mich dennoch: Ich habe "Public Enemies" schon so lange nicht mehr gesehen, trotzdem ist mir überraschend viel im Gedächtnis geblieben. Ich hatte nach dem Kinobesuch erwartet, dass ich den Film schon nach spätestens zwei Wochen wieder vergessen haben würde.
Vielleicht sollte ich dem Film noch mal eine Chance geben? Wer weiß. Überzeugt hat er mich damals auf jeden Fall kein Stück.

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Mr. Ogi

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Nee der Film war wirklich irgendwie komisch. Wobei der Soundtrack meines Wissens noch ganz gut war. Christian Bale geht auch irgendwie unter, weil halt Augenmerk auf Depp gelegt wird. Was auch völlig in Ordnung ist wenn es um ihn geht, aber Mann hat es sonst auch geschafft Nebencharaktere besser darzustellen. Ich hatte ihn ein Ganz Gut gegeben, was mich aber gerade wundert :D Geht So! ist völlig ausreichend.


nerdkiller

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Guter Kommentar. Geht mir ähnlich, fand den auch ziemlich enttäuschend... Allerdings sit mir auch nicht viel im Gedächtnis geblieben, ausser dass er schlecht war.


jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich hatte "Public Enemies" schon mal relativ zeitnah nach DVD Release angefangen und ca. bei der Hälfte genervt abgebrochen. Zu sehr hab ich damals Inhalt und Stil als konträr empfunden, so konträr, dass ich problemlos von gegenseitiger Abstoßung gesprochen hätte.

Mit der Zeit hat es mich aber immer mehr gewurmt, dass ich dem Film die Chance, mich doch noch zu überzeugen (oder endgültig zu vergraulen), verwehrt habe. Michael Mann hat Kracher gemacht, ist jedoch kein Garant dafür, dennoch musste ich mir (erster Versuch hin oder her) die Gesamtkonstellation Mann, Depp, Cotillard und Bale, schon der Vollständigkeit halber noch mal anschauen.

Die begrenzte BluRay Auswahl meiner bevorzugten Leih-Quelle macht es möglich sowas nicht nur vor zu haben, sondern irgendwann auch mal zu machen. Also, Resentiments über Bord geworfen, Zweitsichtung begonnen.

Dieses mal ging mir der Film um Längen besser rein, nur wirklich begeistert hat er mich immernoch nicht. Ich glaube aber, dass Mann irgendeine Vision hatte, die er einfach nur sehr schwer zugänglich verpackt hat. Irgendwo in diesem Film schlummert etwas und ich könnte mir wirklich vorstellen, dass man es bei einer weiteren Sichtung schlagartig finden kann.
Klick. Umgehauen.
Ist zumindest denkbar..

An großen Momenten mangelt es "Public Enemies" nämlich nicht!
Mal sind das ganze Szenen, die unheimlich intensiv und knisternd auf mich gewirkt haben (z.B. der 'Ausflug' von Dillinger in die Polizeistation), mal nur kurze Momente, die durch Zusammenwirken von Schauspiel, Score und Bildästhetik eine fast perfekte Einheit ergeben (z.B. bei der Flucht nach dem ersten Ausbruch, wie Dillinger versucht um jeden Preis seinen Kompagnon zu retten: 'I know, you never let someone down!').

Und dann ist da, im krassen Kontrast dazu, über lange Teile diese kühle Distanziertheit die uns irgendwie auf Abstand hält. Diese Bildsprache ist natürlich gerechtfertigt, es ist die Zeit der großen Depression, die Realität soll kalt und hart wirken. Mein Problem dabei ist nur, dass Mann große Teile der Dramaturgie über die versteckte Gefühlswelt und die Emotionen der Protagonisten begründet, die Story auf teilweise irrationalen (weil emotionalen) Entscheidungen aufbaut. Das kommt bei so viel Unterkühltheit aber nicht rüber, man muss es sich aktiv bewusst machen.
Depp deutet die innere Zerrisenheit zwischen eiskaltem, mordendem Verbrecher und loyalem, liebenden Menschen zwar an, es bleibt aber bei Andeutungen.
Vielleicht liegt da sogar die Stärke, die ich nur (noch) nicht in der Lage bin zu sehen: Aufrechterhaltung der Fassade, weil alles andere in diesem Geschäft und zu der Zeit einem direkten Todesurteil gleich kam?

Großartig empfand ich Marion Cotillard, die aus ihrer Rolle wirklich etwas gemacht hat. Im Gegensatz zu Christian Bale, konnte sie es aber auch, denn sein Charakter bleibt bereits Skriptbedingt unheimlich flach, die Besessenheit Dillinger zu stellen erahnt man gerade so, weder Skript, noch sein Spiel vermitteln sie!

Inhaltlich hangelt sich der Streifen manchmal zu sehr von Schießerei zu Schießerei (von denen 2 allerdings auch zu den großen Momenten zählen) in denen der visuelle Stil aber sehr angebracht wirkt. In anderen gezeigten Szenarien erschließt sich mir der Sinn der übertriebenen Wackel-Cam einfach nicht. Natürlich ist sie Mann's Markenzeichen, doch man muss die eigene Arbeit doch auch gelegentlich mal wieder hinterfragen? Bei ruhigen Momenten in Wohnungen ist es (und dabei bleibe ich) einfach unangebracht, beißt sich sogar mit der erwünschten Wirkung.

Viel Gutes und viel Negatives bieten diese 140Minuten, teils zäh, teils kurzweilig geht es zu, aber ich werde "Public Enemies" mit diesen ganzen Gedanken im Kopf noch einmal anschauen. Vielleicht kommt das 'Klick', vielleicht komme ich auch zu dem Schluss, dass es nichts herauszukitzeln gibt. Ich werde sehen..

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brainchild

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Ich kann deine Kritikpunkte (und die von so vielen) verstehen. 'Public Enemies' lässt sich wahrscheinlich kaum objektiv bewerten, weil jeder die guten und negativen Aspekte unterschiedlich gewichtet. Für mich überwiegt das Gute.

Diese innerlich zerrissenen Typen ziehen sich auch irgendwie durch Manns Gesamtwerk, ob Pacino und de Niro in Heat, Cruise und Foxx in Collateral oder auch Ali im Biopic. Vielleicht sind die typischen Mann-Zutaten in Public Enemies nicht ganz so meisterlich zusammengerührt, aber sie sind definitiv vorhanden :)


jacker

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Ja vorhanden sind sie auf jeden Fall, aber hier gehen sie nicht wie in "Heat" und "Collateral" in eine perfekte Symbiose miteinander.
Ich finde ja gerade, dass die Charakteristiken des Films vorhanden, aber zu stark (Wackelcam / Unterkühlung) oder zu wenig (zerrissener Charakter / emotionaler Antrieb) ausformuliert sind.

Aber wie gesagt, bin mit "Public Enemies" noch nicht endgültig durch ;)


lisa.kre.7

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein Western Film mit viel rum geballere verkleidet als Gangsterfilm...
irgendwann bin ich gar nicht mehr mitgekommen. wer ist tot, wer lebt, wer ist überhaupt wer?!
Ein Film ohne wirklichen Inhalt.
Und mit unfähigen Polizisten wie es scheint. Mitten im Film steht der "Staatsfeind Nr. 1" (Johnny Depp) sichtbar auf der Straße, während die Polizisten ihn 50 meter weiter suchen?! Und sie sehen ihn einfach nicht!!!!
Wenig später besucht er auch noch die Polizeiwache und frägt nach dem Spielergebnis. Und spaziert einfach wieder aus der Polizeiwache raus.?!
Die gute schauspielerische Leistung von Johnny Depp und Marion Cotillard bringen da nichts. Der Film bleibt langweilig und uninteressant.

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Yarden

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Bewertung3.0Schwach

Johnny Depp und Christian Bale sind meiner Meinung nach geniale Schauspieler, aber neben der schauspielerischen Leistung war das einzig gute am Film die Kulisse. Der einzige Film, bei dem ich eingeschlafen bin, obwohl ich kein bisschen müde bin. Der Film ist sehr einseitig und man hat das Gefühl, die gleichen Szenen wieder und wieder mit anderer Kulisse zu sehen.

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torwei

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Bewertung6.0Ganz gut

Es hätte ein richtig großer Film werden können, doch auf Grund der hohen Erwartungshaltung kam am Ende leider eine größere Enttäuschung dabei heraus. Namen wie Michael Mann, Christian Bale, Johnny Depp und Marion Cotillard versprechen eben einiges. Vor allem weil Michael Mann den Film inszenieren sollte, war ich mir sicher, dass es sich hier um ein ähnlich elektrisierendes Werk wie "Heat" handeln werden würde. Schließlich schien auch der epische Stoff rund um Gangster-Held John Dillinger wie gemacht für einen Regisseur diesen Kalibers.

Doch die größte Schwäche des Films liegt schon in der handwerklichen Umsetzung: Mann nutzt wie schon bei Collateral HD-Cams, die zwar vor allem in dunklen Szenen hervorragende Bilder abliefern, bei Tageslicht dann allerdings für unnatürliche Belichtungsverhältnisse sorgen und einen sterilen Eindruck der Sets hinterlassen. Der Film wirkt dadurch eher dokumentarisch, was der epischen Prämisse keinesfalls gerecht wird und den Zuschauer auf Distanz hält.

Auch in der Charakterentwicklung tun sich erhebliche Schwächen auf. Johnny Depp ist gewohnt brilliant und spielt die vielen bekannten Nebendarsteller ohne Mühe an die Wand. Trotzdem findet man keinen wirklichen Zugang zu seiner Figur. Wieso Dillinger sich z.B. so sehr zu Billie (Cotillard) hingezogen fühlt, bleibt größtenteils unklar und muss einfach so hingenommen werden. Besonders schwer ins Gewicht fällt die ausdrucksarme Darstellung der zweiten Hauptfigur durch Christian Bale. Seine Darbietung bleibt über den gesamten Film hinweg kalt. Schade, denn gerade in "Heat" hat Mann bewiesen, dass er zwei Ausnahmeschauspieler auf ein Level bringen und so unglaublich intensive Szenen schaffen kann.

Michael Mann wäre aber nicht Michael Mann, wenn er nicht wenigstens wuchtige Schießereien inszenieren würde. Und das tut er. Sobald die Tommy Guns rattern, will man am liebsten hinter dem Sofa in Deckung gehen. Außerdem ist die Ausstattung des Films überragend und lässt eine komplette Ära wiederaufleben.

Eigentlich also perfektes Ausstattungskino. Wenn da doch bloß nicht diese Gefühlskälte wäre ...

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kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

"Meine Freunde nennen mich Johnny, aber ein dreckiger Hurenbock wie du, sollte mich lieber mit Mr. Dillinger anreden!" Er ist einer der größten Gangster seiner Zeit und entkommt trotz mehrerer Banküberfälle dem langen Arm des Gesetzes immer wieder. Doch dann wird der FBI-Agent Melvin Purvis auf Dillinger angesetzt und der würde alles tun, um ihn endlich festzunageln... 'Public Enemies' ist eigentlich exakt das geworden, was ich von diesem Film erwartet habe. Mit einem passenden Johnny Depp als Dillinger, Marion Cotillard, Christian Bale und anderen bekannten Gesichtern bekommt man einen Gangsterfilm mit genau der richtigen Portion Spannung und Action geboten, auch wenn er leider etwas zu gradlinig ausfällt und zu viel auf die Schießereien setzt. Den Darstellern hätte man etwas mehr Spielraum zur Entwicklung einräumen dürfen. An manchen Stellen gestaltet sich auch der Fortgang recht zäh, dafür entschädigen Ausstattung und Charme dieser Zeit.

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Deine Meinung zum Film Public Enemies