Robin Hood - Kritik

GB/US 2010 Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Drama, Abenteuerfilm, Historienfilm, Kinostart 13.05.2010

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Kritiken (21) — Film: Robin Hood

goodspeed: ANIch

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8.0Ausgezeichnet

Erstaunlich was Vorurteile und Fremdeinflüsse alles bewirken können. Als die Neuigkeit die Runde machte, dass Robin Hood erneut verfilmt werde, stöhnte jede einzelne Zelle in mir auf - wie bereits bei Star Trek oder vor Batman Begins. Dabei müsste man doch denken, dass selbst alte Filmnerdhasen irgendwann lernen müssten, dass auch betagte, ausgeleierte Stoffe durchaus noch Kraft und Potential besitzen können. Aber Robin Hood ist eine Vorlage - ähnlich wie Die drei Musketiere - die man zu oft und zu identisch vorgesetzt bekommen hat, als dass man sich eine gewisse Objektivität bewahren könnte. Also verschloss ich mich voll und ganz der Neuigkeit und nach dem die ersten Fach- und Publikumsmeinungen relativ ernüchternd ausfielen, fühlte ich mich darin bestätigt - da vermochte selbst Ridley Scotts Name nicht mehr viel bewirken.

Doch seht, was geschah? Während einem grauen Regentages fand der Film doch noch seinen Weg zu mir und fegte alle Vorurteile innerhalb seiner Exposition hinweg. Ein Wunder? Mitnichten, viel mehr eine handwerklich bis ins Letzte souveräne Umsetzung und eine Geschichte, die die Tugenden der Vorlage mit neuen Elemente und einem neuen Rhythmus vermischte. Die Figuren sind die selben, aber ihre Konstellationen wurden wild durcheinander gewürfelt. Ridley Scott und insbesondere Brian Helgeland, der wieder zu alter Autorenkräften kam, machten aus der idealisierten Legende einen urbanen Helden, dem der Zufall ebenso zu seinem Schicksal verhalf wie sein "edles Gemüt". Im Grunde handelt es sich um den alten Trick, eine Geschichte auf die Augenhöhe des Zuschauers zurück zu holen, in dem sie mit realistischer, glaubwürdiger und verwundbarer machte. Aus dem adligen Ritter Robin von Loxley wurde der Jedermann Robin Longstride gemacht, eine Figur, die greifbar ist und mit der sich der Zuschauer identifizieren kann, ohne zu hohe Ideale, ohne romantisches Weltbild, nur dem Willen zu leben. Die Figuren sind nun wesentlich älter als in der ursprünglichen Legende, haben mehr durch gemacht und verfügen über einen größeren Erfahrungsschatz. Aus einer relativ simplen schwarzweiß-Zeichnung wurden Figuren gemacht, die wieder überraschen konnten. Ridley Scott machte seine Sache gewohnt gut. Kaum ein anderer verleiht einer perfekt durch arrangierten Hochglanzoptik eine solch rohe, dreckige und brodelnde Oberfläche. Er macht alles richtig und das verhilft der neugeordneten Geschichte zu einem ungeahnten Höhenflug. Selbst der Score passt sich dieser Neuordnung an und verleiht mit seiner Mixtur aus mittelalterlichen Kolorit und Zimmer'schen Dreiviertel-Bombast einen interessanten Charakter, da stört es auch nicht, dass scheinbar ein Hans Zimmer Praktikant - Marc Streitenfeld - dem anderen - Steve Jablonsky - auf Geheiß des Regisseurs nacheiferte.

Vielleicht liegt der Trick darin, gelangweilt von der originalen Geschichte zu sein, um dem Film etwas abgewinnen zu können. Jede Abweichung stimulierte mich innerlich und machte den Film mit jeder Minute interessanter. Erst gegen Ende finden die losen Fäden wieder zusammen und bündeln in der klassischen Ausgangslage der vogelfreien Waldhelden im Kampf gegen König John und seine Vasallen. Wenn man bedenkt, dass im Mittelalter bereits 16-jährige zum Ritter geschlagen und in den Krieg ziehen konnten, Mütter ihre 10-jährigen Kinder auf die Straße setzten weil sie nicht für sie sorgen konnten, fördern selbst die Waldjungen den realistischen Anspruch. Kurzum, ich bin verblüfft. Der Film ist exemplarisch dafür, wie man eine Geschichte neu interpretieren kann, ohne ihren Kern zu verändern. Wie handwerklicher Perfektionismus über so manchen Stolperstein hinweg helfen kann und selbst dass ein Schauspielerisches Raubein wie Russel Crowe den Geist von Robin Hood nicht gänzlich zu verdrängen vermag.

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goodspeed

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Ja, den DC und nach dem ich mir eben den Schnittbericht angesehen habe, war das eine Weise Entscheidung.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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3.0Schwach

Ridley Scott war nicht müde immer wieder klar zu stellen, dass seine Version des englischen Volkshelden härter und realisitscher ist, als alle anderen Hood-Filme. Schön und gut, aber was man sonst mit dem grünen Bogenschützen verbindet, Abenteuer, Heldentum, Romantik, fehlt diesem Robin Hood völlig. Ja, die wenigen Schlachtszenen sind durchaus nett in Szene gesetzt, aber sie kommen während der Laufzeit von über zweieinhalb Stunden (Director's Cut) viel zu selten vor und sind dazu recht kurz. Dazu wirken alle Figuren ziemlich leblos und reißbretthaft skizziert. Dies macht sich vor allem bei Robins Love Interest Marion bemerkbar. Die verkommt hier zur stolzen, aber langweilig geformten Quoten-Emanze, deren Rolle so unwichtig erscheint wie die von Robins Kameraden. Klar, der gute Robin steht immer im Fokus, aber es war doch auch seine Kameradschaft zu Little John, Will Scarlett und Bruder Tuck, die den Filmen eine einfache aber gut funktioniernde erzählerische Komponente verlieh,eine Art von ritterlichen Buddy-Movie. Verkompliziert wird das alles dann noch von der politischen Ebene des Films, die so bleiern und überheblich wirkt, dass es weder wirklich interessant noch aufschlussreich ist, wenn sich die bösen Buben zu einer ihrer viele, freudlosen Verschwörungsstunden treffen. Alles zusammen ergibt dies einen "Robin Hood" der sich fast schon bockig dagegen wehrt Spaß zu machen. Sozusagen eine Legende in der Trotzphase, die zwar durchaus härter und realisitscher ist als seine vielen Vorgänger, aber leider auch dröger und verzichtbarer. Schon irgendwie blöd, wenn das erinnerungswürdigste eines Filmes sein animierter Abspann ist.

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m.laterne

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Vielleicht wollte er realistischer wirken. Aber auf mich wirkte er eher albern. Realismus sieht für mich anders aus. Wenn ich mich an die kämpfende Blagenschar zurück erinnere krieg ich jetzt noch heftige Schüttelanfälle. Kevin Costners Robin Hood wirkte auf mich sehr viel authentischer.


stuforcedyou

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Hach ja, der König der Diebe war wirklich beste 90er Unterhaltung mir einem grandiosen Alan Rickman ("call off christmas")


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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6.0Ganz gut

«Robin Hood» ist der falsche Titel für diesen Film, der zwar durchaus unterhaltsam ist, aber weder die Erwartungen einlöst (absichtlich), noch wirklich durch neue Ideen begeistern vermag.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Dafür das ich Russel Crowe wirklich nicht mag und Ridley Scotts Filme seit Thelma und Louise wirklich lahm fand, bot dieser Robin Hood doch solide Unterhaltung - was wohl auch daran liegt, dass der Film die Legende dann doch ernster nimmt und nicht krampfhaft versucht aus der Story eine moderne Neudeutung zu machen, wie Sherlock Holmes oder der neue Bond, die mit dem eigentlichen Kern der legendären Figuren wenig zu tun haben. Robin Hood ist auch hier Robin Hood, ein wenig dreckiger, aber dennoch eine klassische Figur. Kein umwerfend origineller Film, aber solide Unterhaltung.

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Dietmar Kesten: Filmmag.de

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[...] „Robin Hood“ ist nichts anderes als ein Aufguss der ganzen Schlachten, die sich im Kino die Hand reichen. Spannendes Kino ist das nicht mehr. Eher wird sich Scott wohl am Massengeschmack des Publikums orientiert haben. [...]

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

"Rise and rise again, till lambs become lions" -

Ein Mann großer Worte war Ridley Scott schon immer, und in der Vergangenheit ließ er eben jenen sogar teilweise ganz brauchbare Produktionen folgen. Nichtso in den letzten Jahren: Nach seinem belanglosen "Scarface"-Klon "American Gangster" und dem Terror-Quatsch "Body of Lies" widmet sich die verklärte Regielegende abermals den mittelalterlichen Schlachtfeldern, mit denen er es schon in "Kingdom of Heaven" verstand, sein Publikum zu langweilen.

Und tatsächlich setzt auch "Robin Hood" da an, wo der persönlicher Kreuzzug des Regisseurs endete: Es ist nicht Scotts fehlendes Regieverständnis, dass allen seinen letzten Filmen das Genick bricht, es ist vielmehr die Abstinenz jeglichen Augenzwinkerns in den betroffenen Werken.

Der "Robin Hood"-Mythos war und ist nie vielmehr gewesen, als ein unterhaltsames und aus Fantasie gesponnenes Historical, ein mittelalterlicher Vigilanten-Comic, dessen Verfimungen zumeist die jeweiligen Unterhaltungsmechanismen der entsprechenden Dekade widerspiegeln.

Scott hat dies - anders als die, in diesem Kontext, viel besser erscheinende Costner-Produktion - nicht verstanden: Er inszeniert seine Interpretation als bierernstes und spaßbefreites Schlachtengetümmel, dass mit seinen salbungsvollen Gesten und dem politischen Pseudotiefgang zu jeder Zeit näher an Wichtigtuer-Werken wie "Braveheart", denn an der klassischen Hood-Figur ist.
Die Namen, der komplette Kosmos dient nur als marketingträchtiger Aufhänger, hat aber keinerlei narrative Verankerung: Dass wir hier Robin Hood und nicht William Wallace beiwohnen, lässt sich einzig daran erkennen, dass Crowe - offensichtlich von schlimmer Verstopfung geplagt - sein Grimmig-guck-Gesicht nicht zur Hälfte in schlumpfblau einfärbt - der große Überbau, sogar einzelne Sequenzen wirken wie aus der deleted-scenes-Truhe Gibsons entnommen und mit selbstverliebter "Gladiator"-Ästhetik zusammengeklebt.

Sicherlich: Es steht jedem Regisseur seine persönliche Adaption zu; aber es wird kritisch, wenn der Vorlagenkult nur als publikumswirksame Legitimation für den Ego-Amoklauf der jeweiligen Verantwortlichen herhalten muss - ähnliches durfte man schon bei Coppolas "Dracula" bewundern, der auch noch die Gerissenheit besaß, "Bram Stokers" davorzusetzen - immerhin auf solche anmaßenden Späßchen verzichtet Scott.
Bei anderen Späßchen, auf die er hätte ebenfalls verzichten sollen, zeigt er jedoch weniger Nachsicht gegenübser seinem Auditorium: Besonders im mittleren Teil des Films schleicht sich eine seltsame Slapstick-Parade ein, die so garnicht in den dunkel-ernst-inszenierten Gesamtkontext passen möchte.

Das ärgerliche an "Robin Hood" anno 2010 ist schlussendlich, dass er wie soviele andere Blockbuster in letzter Zeit mit akuter Langeweile zu kämpfen hat: Nach dem hyperaktiven und pyroaffinen Start kehrt eine ewige Behäbigkeit ein (die im Directors Cut, der nur länger aber nicht besser ist, noch mehr auffällt), die der Film bis zum Schluss nicht wieder ablegen kann und nahelegt: Scotts "Robin Hood" ist ein überbudgetiertes und sich selbst zu ernstnehmendes Trashfilmchen mit platten Abziebildchen-Charakteren, nervend vor sich hin wimmernden Score und einem unmotiviert aufspielenden Cast (gar schmerzhaft: Cate "Stoneface" Blanchett).

Klar: Die Kritikpunkte des letzten Absatzes liesen sich zu großen Teilen auch auf die 90er-Variation des Stoffes mit Kevin Costner übertragen - nur: Dieser war sich während der gesamten Laufzeit seines Comiccharakters bewusst und ist somit gegenüber der Scott/Crowe-Show unter dem Strich das ehrlichere Popcornkino.
Demnach gilt: Wenn schon ein moderner Hood, dann die Verfilmung von Reynolds.

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Jonny Krüger

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Harter Rundumschlag - nicht nur gegen einen Film, gleich gegen ein gefühltes Dutzend. Dass Scotts "Robin Hood" einen Kritiker so sehr in Rage verfallen lässt, erstaunt mich dann doch sehr.


Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] Man kann sich schon fragen, warum man bei diesem Mittelalterfilm unbedingt einen Bezug zum „Rächer der Enterbten“ herstellen musste. Hätte Robin nicht Robin, sondern Roy, Kevin oder Mr. Big gehießen, hätte der Film genauso gut funktioniert. Aber spätestens seit „Sherlock Holmes“ darf man sich die Frage gar nicht mehr stellen, was der Film mit der (Buch-)vorlage zu tun hat. [...]

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.0Sehenswert

Er stiehlt’s von den Reichen und verteilt’s unter den Armen. So überliefert es die vielverfilmte Legende von einem Mann, dessen historisch nicht belegte Geschichte zwischen Wegelagerer und Sozialrevolutionär, Vogelfreiem und Volkshelden schwankt. Regisseur Ridley Scott erzählt, wie ein Bogenschütze aus dem Heer von König Richard Löwenherz zu Robin Hood wurde.

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Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin

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2.5Ärgerlich

Bierernste Dialoge folgen auf unnötig albernen Slapstick; imposante Totalen wechseln sich mit billig wirkendem Kameragewackel ab; familientaugliche Crowdpleaser-Szenen mit Bruder Tuck und Co. geben sich mit blutigem Schwertgemetzel und Pfeilen im Kopf ein Stelldichein.
In diesen unausgegorenen Brei reiht sich die Handlung gut ein, die plump und völlig vergebens versucht, das fiktive Geschehen in der anerkannten Historie zu verankern. Richard Löwenherz, Robin Hood, die Kreuzzüge und die Vorbereitung der Magna Charta - Brian Helgelands Skript schustert munter eigene Ideen, geschichtliche Ereignisse, Sagen und mythische Personen in loser Reihenfolge aneinander, dass einem nur so schwindelig wird. Mitunter wirkt die Kombination, die Robin Hood nun auch noch zum Begründer der Demokratie stilisiert, so befremdlich, dass man fast noch König Artus und seine Tafelrunde erwartet, die mit Excalibur herangaloppieren und das illustre Sammelsurium komplettieren.
Schade, dass ausgerechnet Ridley Scott, für den Tiefgang nie nur graue Theorie war, seine Qualitäten für einen Action-Abenteuer-Dünnbrettbohrer Marke Bruckheimer aus dem Fenster wirft.

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screenager

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Großartig :)! N
icht zu vergessen, dass man am Ende den Eindruck hat, Robin und Marian gründen die erste Kommune der Menscheitsgeschichte....


fabel

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Dem kann ich nur ohne Wiederworte ebenfalls beipflichten. ;)


Corsovilla: SchönerDenken

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4.0Uninteressant

Im Kino bin ich ja der Erste, der heult. Besonders, wenn da wieder mal einer für den anderen einsteht – da bin ich nur noch ein Sack Wasser. Bei Robin Hood allerdings blieb das Auge knochentrocken. Das Drehbuch verliert sich zwischen einer nicht zu Ende gedachten modernen politischen Ebene, einer Geschichte von Verrat und Krieg, einer Liebesgeschichte, der Robin-Hood-Legende … Und Scott ist hier kein Garant für die richtigen Bilder. Ein Beispiel: Die Landung in der Normandie, nein, die Landung der Franzosen an der englischen Küste (sieht nur aus, wie die Landung in der Normandie) – das vergleicht man natürlich mit dem Beginn von “Gladiator”: Und es hält dem Vergleich nicht stand. Vor allem nicht, wenn ***SPOILER*** Lady Marion mit Waisenkindern aufs Schlachtfeld geritten kommt. Uff. Auch knapp daneben ist vorbei. (Mehr im Podcast)

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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4.5Uninteressant

„Robin Hood” ist ein gut gemachter, brutaler High-Tech Action-Film, der den Namen Robin Hood aus keinem anderen Grund benutzt, als dass der Name nicht geschützt ist. Ich kann kein wirkliches Interesse von Scott, Crowe oder Autor Brian Helgeland an irgendeiner vorherigen Version von Robin Hood ausmachen. Ihr Robin Hood ist eine weitere lustlose Überarbeitung des muskulösen Macho-Metzgers, der mit austauschbarem Namen in einem überbordenden Blutbad nach dem anderen steht.

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philipp152

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es wäre sehr schön gewesen wenn die Kritik der Chicago Sun Times auch nur im entferntesten zutreffen würde... doch leider ist der Film genau das Gegenteil Die einzigen richtigen Kämpfe gibts in den ersten ca. 30 Minuten und das wars... bis zur letzten Schlacht ist der Film nur langweilig mit ein Paar kleinen "Lachern", und das Ende wird durch die Kinderarmee auf Ponnys mit Cate Blanchett als Anführerin komplett ins lächerliche gezogen... sorry aber das ist einer der schlechtesten Filme die es gibt, selbst Uwe Boll bringt es fertig spannendere und bessere Filme zu drehen...


Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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6.5Ganz gut

Robin Russell Hood ist ein klassisches Jungs-Abenteuer – mit Rittern, Rössern und deftigen Schwertkämpfen. Eine nicht uninteressante Variante, für die man aber einen langen Atem braucht.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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6.5Ganz gut

Interessanter, meiner Meinung nach auch mutiger Ansatz, Robin Hood mal anders zu interpretieren. Es ist zwar dann doch nicht so gewesen, wie ich es mir vorgestellt hätte, aber lieber so als die zigste Verfilmung mit einem Schmacht-Robin à la Kevin Costner... Also deutlich überm Durchschnitt, aber immer noch ein ganzes Stück von einem Film entfernt, der mich vor Begeisterung verzückt... Aber ein Film mit Cate Blanchett und William Hurt kann nicht schlecht sein.... ;-)

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sushi25: movie-fan.de

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3.0Schwach

Konturlose Verfilmung, bei der der Funke nicht überspringt. Diese Invasionsszenen machen mich echt sprachlos, wie kann ein Ridley Scott so etwas Unsägliches in einen ernstgemeinten Mittelalterfilm integrieren. Bei Mel Brooks mit eingebauten MG-Feuer o.k., aber hier leider nur Grund für ein Kopfschütteln. Neu ist nicht unbedingt gut.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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5.0Geht so

Grimmiges Prequel mit einem bierernsten Crowe und einer gewohnt zickig-verhärmten Blanchett. Der Film ist so schwergängig, daß man über die eigene Wehmut nach dem flotten Costner-Vehikel kaum überrascht ist. Die Figur Robin wurde all dessen beraubt, was sie zu einer der beliebtesten Heldenfiguren überhaupt macht; Leichtigkeit und Humor sucht man vergebens. Stattdessen gibt's die von Scott sattsam bekannten Schlachtszenen mit Shutter-Effekten und ein paar okay gesetzte Verdichtungszooms, gut gelaunte Bösewichter sowie mitunter imposante Szenenbilder. Unterm Strich passable Sonntagnachmittagunterhaltung ohne große Höhepunkte und ohne viel Freude bei der Sache, in der zweiten Hälfte leider nur noch langweilig und mit völlig ödem D-Day-Finale auch noch im Finale vergeigt. Oben drauf unerträgliches Getöse in Sachen Filmmusik.

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Julio Sacchi

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Seit Hans Zimmer ist die Hollywood-Filmmusik den Bach runtergegangen. Alles nur noch ein tonloses, zu lautes Getöse. Überhaupt konstant anhörbar sind eigentlich nur noch Alexandre Desplat und Carter Burwell.


phoenix409

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Und Thomas Newman.


Elisabeth Maurer

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7.5Sehenswert

...Um die Intrigen in England zu zeigen, wechselt der Film zwischen den verschiedenen Schauplätzen und Strippenziehern hin und her, doch Robin bleibt das absolute Zentrum des Films. Ganz nah bei der Hauptfigur und durch die realistischen Bilder, werden die Geschehnisse des Films beinahe physisch erfahrbar. Darin spiegelt sich die grundlegende Idee wieder, die Figur aus dem Reich des Mythischen in die Wirklichkeit zurückzuholen. Nicht nur durch die Variation der bekannten Legende, auch durch die für den Zuschauer fühlbare Härte und Rauheit des Lebens der Figuren, wird dieser Übergang bewerkstelligt. Hierhin unterscheidet sich der Film auch von Scotts früheren Historienfilmen Gladiator und Königreich der Himmel. Es geht um das direkte Leben, die Nahrung, die Körper. Daher finden sich nur sehr wenige Erinnerungsblicke in dem Film, keine Traumbilder, sogar wenig Landschaftspanoramen und ähnliches als Stimmungsbilder, wenn eher als Bilder von Übergängen und Reisen....

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José Garcia: Textezumfilm

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4.5Uninteressant

Ridley Scott besetzte nicht nur die Hauptrolle mit dem Protagonisten seines großen Publikumerfolges „Gladiator“ (2000). Darüber hinaus konnte der britische Regisseur ebenfalls auf Kameramann John Mathieson zählen, der Scotts Sandalen-Epos im Jahre 2000 visuell seinen Stempel aufgedrückt hatte. Manche Schlachtszenen wirken denn auch wie eine Fortsetzung von „Gladiator“. Zwar sind sie nicht in 3D gedreht, aber sie ziehen den Zuschauer ins Geschehen hinein. Dennoch: Mit zunehmender Dauer ermüdet dieser Inszenierungsstil, weil die Bilder nicht nur unübersichtlich, sondern auch austauschbar wirken, und in der finalen Schlacht sogar groteske Züge annehmen.

Unabhängig von geschichtlichen Ungenauigkeiten – König Richard starb zwar 1199 bei der Belagerung von Châtus, aber er befand sich auf einem Kriegszug gegen einen Vasallen, keineswegs auf der Rückkehr vom Kreuzzug: Er war bereits fünf Jahre vorher nach England zurückgekehrt und hatte sich mit seinem Bruder wieder versöhnt. Darüber hinaus sprach er selbst wie der damalige englische Hof kein Englisch, sondern Französisch –, verstört an Scotts Film insbesondere die anachronistische Interpretation von Robin Hood: Der Held ist eher ein Mensch aus dem 21. als aus dem 12./13. Jahrhundert. Robin ist nicht der Rebell oder der Rächer, der Reiche bestiehlt, um seine Beute unter den Armen zu verteilen. Vom König um seine Meinung gefragt, antwortet er nach unseren heutigen Maßstäben politisch korrekt, er habe zu kritisieren, dass der König beim Kreuzzug unter der Zivilbevölkerung ein Massaker verübt habe. Seitdem seien sie alle gottlos geworden. Ridley Scott stilisiert Robin Hood zu seinem Verfechter der „Magna Charta“, die König Johann tatsächlich 1215 unterzeichnen musste. Ja, er macht sogar Robin zum Sohn des eigentlichen Erfinders der Urkunde, die das Mitspracherecht des englischen Adels begründete. Die Sprache des Helden („Der König, der sein Volk achtet, wird geliebt“) mutet ebenso anachronistisch an. Vielleicht liegt es zum Teil auch an der deutschen Synchronisation, die mit Ausrufen wie „keine Ahnung“ schon zu modern anmutet. Apropos Synchronisation: Ob „outlaw“ tatsächlich mit „gesetzlos“ treffend und verständlich wiedergegeben wird, oder es lieber mit dem wahrscheinlich treffenderen Ausdruck „mit Acht belegen“ oder „für vogelfrei erklären“ hätte übersetzt werden sollen, sei nur am Rande angemerkt.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]Ein wenig, wenn auch auf hohem Niveau, enttäuschend fällt er schon aus, dieser neue „Robin Hood“, weniger gemessen an den Erwartungen, sondern vielmehr daran, dass der Film einem durch seine beeindruckende Gestaltung und formidable Besetzung mehr vorgaukelt, als er am Ende einzulösen bereit ist. Denn während man durchaus gerne über zwei Stunden bei ihm verweilt, entlässt er einen mit seiner Schlusseinblendung doch irgendwie unbefriedigt. Der groß angekündigte Mann hinter der Legende bleibt verschlossen, wenn er auch von Russell Crowe allein durch dessen physische Präsenz passend verkörpert wird. Mit Cate Blanchett als wehrhafter Lady Marion, dem glatzköpfigen Mark Strong als Sir Godfrey und einem Oscar Isaac, dessen Prinz/König John die eigentlich spannendste Fgur ist, bietet „Robin Hood“ überzeugendes Nebenpersonal auf.[...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

[...]Interessant ist, dass sich „Robin Hood“ ganz offensichtlich bemüht, die gängigen Klischees und Stereotypen der Legende zu vermeiden. Wer lustige Stockkämpfe zwischen Robin und Little John, oder den obligatorischen Schützenwettbewerb erwartet, wird ebenso enttäuscht werden, wie all diejenigen, die auf den Sherwood Forest, der im übrigen kein einziges mal mit Namen erwähnt wird, als primären Ort der Handlung hoffen. Scott hat mit „Robin Hood“ eine ziemlich geerdete Version des Mythos abgeliefert, die sich in ihrer Intention geradezu entmythisiert präsentiert. Eingebettet wird der Film in die historischen Ereignisse in England um 1215, als der glücklose König Johann Ohneland (das ist durchaus wörtlich zu verstehen) gezwungen wird, die berühmte Magna Charta zu unterzeichnen, die die Machtbefugnisse des englischen Monarchen deutlich beschneidet. Dieses Konzept geht durchaus auf, auch wenn die Figurenzeichnungen an sich arg stereotyp geraten, und somit leicht zu durchschauen sind. Was dies angeht, man denke nur an „Königreich der Himmel“, war Ridley Scott auch schon einmal weiter. Charakterlicher Tiefgang darf somit nicht erwartet werden, doch hindert dies den Film nicht daran, über seine mehr als zweistündige Spielzeit, die wie im Flug vergeht, ein überaus gelungener Historienspaß zu sein. Schwächen hat der Film aber immer dann, wenn er sich zu sehr den heutigen Blockbuster-Erfordernissen verschreibt, ohne diese adäquat in die Handlung zu integrieren.[...]

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AnniManiac

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IHMO trifft diese Rezension den Kern.
Ich hätte noch hinzugefügt, das Russel Crowe eine Fehlbesetzung ist, und dem Film wie immer, wenn er besetzt ist, zwei zusätzliche Minuspunkte einbringt.

Nur so nebenbei...:
Als Marion Robin die Kinder im Wald bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen vorstellt, stellt sie sie als "die Kinder von Sherwood" vor. ;-) :-)


Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.5Sehenswert

Ridley Scotts Verfilmung des Robin Hood-Stoffes ist so etwas wie ein Prequel geworden. Sie hört genau da auf, wo die meisten anderen Filme anfangen: Robin Hood wird zum Gesetzlosen erklärt, lebt versteckt im Sherwood Forrest und ärgert mit seinen Überfällen den Sheriff von Nottingham sowie den König von England, der sein Volk hungern und bluten lässt.
Wir lernen Robin Longstride, wie Robin Hood hieß bevor er zur Legende wurde, kennen, als er sich im Gefolge von König Richard Löwenherz (Danny Huston) auf dem Rückweg von den Kreuzzügen befindet. Als Löwenherz in Frankreich beim Plündern einer Burg getötet wird, nutzt Longstride die Gunst der Stunde. Er erbeutet die englische Krone, gibt sich als Ritter von Nottingham aus und überbringt die schlechte Nachricht der Königsfamilie in London. So wird Richards jüngerer Bruder John (Oscar Isaac) der neue König von England und harte Zeiten für das eh schon durch die kostspieligen Kreuzzüge gebeutelte englische Volk brechen an, denn Johns Steuereintreiber kennen kein Erbarmen. Während sich England dadurch an den Rand eines Bürgerkriegs manövriert, erkennen die Franzosen die Gunst der Stunde und wollen das zerstrittene und geschwächte Land angreifen. Unter anderem Robin Longstride, der sich mittlerweile in Nottingham an der Seite der Witwe Lady Marion (Cate Blanchet) niedergelassen hat, ist es zu verdanken, dass sich die Briten wieder versöhnen und gemeinsam die anlandenden Franzosen attackieren.
Dass Ridley Scott es ab und an gerne historisch mag, hat er bereits mit „Gladiator“ und „Königreich der Himmel“ beweisen. Dieses Biopic eines begabten Bogenschützen jedoch ist sein bislang stärkster Beitrag dieser Reihe. Pracht- und kraftvoll und mit einigen staatsphilosophischen Einsprengseln inszeniert Scott hier die Entstehung einer Legende erneut mit seinem gut gelaunten Lieblingsdarsteller Russel Crowe in der Titelrolle und ganz ohne Strumpfhosen. Dabei wird auf eine simple Idealisierung der Figur zum Volkshelden weitgehend verzichtet, wenngleich man auch Scotts stilvoll, klassisch und gerne auch mal deftig umgesetztes Ritterepos an einigen Stellen einen Hang zur Schwülstigkeit nicht absprechen kann.

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Heiner Dietzel

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als er zu robin hood wurde lebte aber richard löwenherz noch


alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Wo Anfang der 1990er Jahre langhaarige Grunger der Generation X das popkulturelle Bild der westlichen Welt bestimmten und Kevin Costner zuletzt im Kino als Robin Hood mit Matte den Bogen spannen durfte, metzelt im Finanzkrisen-geplagten 2010 ein grobschlächtiger Russell Crowe mit gegeltem Kurzhaarschnitt Horden Froschschenkel fressender Franzosen nieder – eiskalt und gänzlich ohne Schmachtpop eines Bryan Adams. Denn dank des Erfolgsproduzenten Brian Grazer erfährt der Kinogänger diesmal eine völlig neue Geschichte der bekannten Legende: Robin – das merkwürdige Prequel oder wie aus einem königstreuen, kreuzfahrenden Bogenschützen ein edler Waldschrat wurde. Dafür tauscht der ewige Gladiator Russell Crowe seinen Brustpanzer gegen ein Stoff-Lätzchen und bekämpft Franzosen, tritt für Freiheitsrechte ein, legt erste Demokratiestrukturen, bestellt ausgedörrte Felder, versöhnt den englischen König – wenn auch für kurze Zeit – mit den Untertanen und kann auch noch beeindruckend zielgenau mit dem Bogen umgehen wie Bruce Willis mit der AK47. Ein toller Typ, halt.
Der geradlinige Erfolgsregisseur Ridley Scott darf am Ende – während des großen D-Day-Finales an der südenglischen Küste - auch noch zeigen, warum große Schlachtszenen genau sein Ding sind und wie man sie imposant inszeniert. Obwohl der Auftritt der holden Maid Marion als eine Art Urgroßmutter von Jeanne D’Arc mit einer Horde Kindersoldaten im Schlepptau mehr als nur peinlich ist. Das hätte nicht sein müssen. Egal. Denn viel wichtiger ist, was hat das alles mit der Legende namens Robin Hood aus dem Sherwood Forest zu tun? Kaum etwas. Denn dieses bestimmte Rächer-der-Enterbten-Gefühl, das wir alle aus Filmen, TV-Serien, Comics und Büchern kennen, fehlt in Scotts Version. Stets wartet man auf Referenzen und wird fortwährend enttäuscht. Auch Crowe ist in seiner Rolle unglaubwürdig: Der feiste Australier ist nicht der bekannte Held der englischen Volksdichtung, sondern bloß ein Bolzen von Mann – und beileibe kein Charmebolzen wie die legendäre Figur. Die 2010er „Robin Hood“-Produktion ist unbestritten ein großes Abenteuer im Mittelalter – aber ein Robin Hood-Film? Nein, das sicher nicht, sondern vielmehr ein Etikettenschwindel, der Fans des ursprünglichen Stoffes in die Kinos ziehen will und tatsächlich nur für Mittelaltermarktsbesucher oder ähnlich strukturierte Menschen empfehlenswert ist.

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Kommentare (236) — Film: Robin Hood


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FireDragonC

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Bewertung5.5Geht so

Ich beziehe mich ich auf die von mir gesehene Kinoversion mit ihren 2 Stunden und 20min. Ziemlich durchwachsener Film. Hatte immer wieder das Gefühl das er nicht so wirklich weiß, wo er nun wirklich hin will. Auch wurde vieles schlecht rüber gebracht und wirr dargestellt. Cast, Kamera und Soundtrack fand ich aber durchweg gelungen. Auch das Ende, was mich sehr an eine Kinderfreundliche Version vom Anfang von "Der Soldat James Ryan" erinnerte, fand ich überzeugend. Leider hatte er die 2 Stunden davor aber sehr viele Leerlauf- und Lückenfüllerstellen. Hat mich zwar gut unterhalten, ich bleib dann aber lieber bei den klassischen Robin Hood Filmen oder schau mir den weitaus besseren "Gladiator" noch mal an.

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WNKino

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr guter Historienfilm (eines meiner Lieblingsgenre) mit sehr guten Kameraaufnahmen, einem gewohnt überragendem Russel Crowe, sehr gutem Soundtrack und einer guten flüssigen Story.
Würde mich über Fortsetzung sehr freuen, auch wenn mir in diesem Film das gewisse Etwas fehlte.

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zmpfl

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Bewertung5.5Geht so

Gut gegen Böse.
Großes solides altbackenes Kino.
Zwischen 2 Staffeln Game of Thrones brauchbar.

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martin.keller.9022

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Bewertung7.0Sehenswert

Als ich erfahren hatte, dass sich das Duo aus Russell Crowe und Ridley Scott, das mir mit Gladiator einen meiner absoluten Lieblingsfilme bescherte, sich wieder zusammentat um den Robin Hood Stoff zu bearbeiten, war ich begeistert. Vielleicht gerade wegen dieser sehr hohen Erwartungshaltung konnte mich der Film nicht recht begeistern. Da schau ich lieber die Verfilmung von 1991 mit Kevin Costner.

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Velly

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Bewertung6.5Ganz gut

Russell Crowe, Mark Strong, Cate Blanchett, Oscar Isaac, Max von Sydow, William Hurt, Matthew Macfadyen... was für ein Cast!
Trotzdem konnte mich ROBIN HOOD nicht wirklich begeistern... Aber nun ja, Mark Strong konnte es dafür. Himmel, Arsch und Zwirn, sah der cool aus! ;-)

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pischti

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Ich mag den Hühnen Kevin Durand, der ist auch dabei ^^


Velly

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Ja, den habe ich zwar nie wirklich auf dem Schirm, aber ich freu mich immer, wenn ich ihn sehe.^^


FilmRezension

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Russell Crowe spielt seine Rolle mal wieder grandios!

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TV Einheit

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Bewertung7.0Sehenswert

Endlich wieder ein Robin-Hood-Film. Etwas, worauf Verlass ist, etwas das so sicher wiederkommt wie der morgige Tag. Da fragt man sich auf dem Weg ins Kino, was bringt dieser Robin, wer ist er? Hat dieser Robin einen neckischen Oliba oder doch das seidige Costner-Fokhila? Ist dieser Robin lustig, zaghaft, romantisch oder geschickt? Trägt er Strumpfhosen oder Hosen mit Schlag? Wie hat dieses, unser Jahrzehnt, diesen, unseren Robin geprägt? Alles hat man bereits gesehen. Jeder Robin spiegelt seine Gegenwart wieder.
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Unser Robin erweist sich als rau, männlich, bärtig und mit einer tiefen Denkerfalte zwischen den gütigen Augen. Dieser Robin ist sensibel. Ich erkenne uns wieder. Was ich erfreulicherweise nicht erkenne, ist die Geschichte, die in der Zeit vor Sharwood spielt. Neue Aspekte aus Robins Leben werden aufgegriffen und technisch wie optisch einwandfrei verwurstet. Herausgekommen ist ein sehenswerter Frühmittelalter-Film mit einigen öden Längen. Diese wenigen Unzulänglichkeiten können aber im nächsten Robin-Hood-Film beseitigt werden.

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Moritz01

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Bewertung3.0Schwach

Als "Ritterfilm" würde ich hier ein "durchschnittlich" vergeben. ABER ich erwarte von einem Film, wo Robin Hood drauf steht, auch die Robin Hood Story und nicht so ein ödes Prequel, das von der Story her, einfach gesagt, nur zum Kotzen war (für eine Robin-Hood-Verfilmung). Obwohl die Schauspieler gut gewählt waren, was für eine gute Erzählung auch nötig ist. Russel Crowe als Robin Hood war gut besetzt, auch Bruder Tack und Little John waren klasse, mit Prinz John hatte man einen sehr guten Bösewicht, der aber nie richtig böse sein durfte. Nur Cate Blanchett passte für mich sogar nicht in die Rolle. Dass dieses Gespann super funktioniert (Robin Hood, Little John usw.) zeigt sich dort, wo EINMAL im ganzen Film ein wirkliches Robin Hood-Feeling aufkommt (Beschaffung von Saat), was auch die Sternstunde des ganzen Films für mich war. Eine Szene, die 2 Min. dauert (das sagt schon alles). Also wenn man sich Robin Hood anschauen will, sollte man den "Titel" überhören und man bekommt einen mäßigen Historien/Ritter-Film, wenn man aber die eigentliche Robin-Hood-Story sehen wil,l sollte man lieber auf den Trickfilm zurückgreifen (den fand ich tausend Mal besser). Das ist kein Ridley-Scott-Niveau!

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BreakingDad

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Recht hast du!!!!


manuel.luger.3

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Ich möchte jetzt nicht beleidigend werden oder streiten aber wenn sich deine Bewertung nur auf den Zeichentrickfilm stützt den ich natürlich auch kenne find ich das ein bisschen schade. Natürlich steht Robin Hood drauf, aber bevor ich mir einen Film anschaue informier ich mich was da auf mich zukommt, es ist nämlich die Vorgeschichte die ich wirklich interessant fand und nicht die typische Robin Hood Geschichte die sowieso schon jeder kennt, Dem Film kann man seine Qualität nicht absprechen denn Ridley Scott hat das ganze schon ganz gut umgesetzt...


Moviegod

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Bewertung7.0Sehenswert

Interessante Variante, um den "Robin Hood"-Stoff neu zu erzählen. Dabei wird mehr Wert auf die Entstehung der Legende als auf die späteren Abenteuer gelegt. Ridley Scott versucht dies mit einer mehr historisch verankerten Version. Allerdings hatte ich mir davon etwas mehr erhofft. Zwar gibt es einen gut aufgelegten Russel Crow, eine solide Cate Blanchett und ordentliche Action (vor allem im Finale), doch das gewisse Etwas fehlt einfach. Ich hätte gern den ursprünglich geplanten Film gesehehn, indem Nottingham und Hood eine Person sind. Diese Story wäre sicherlich um einiges interessanter gewesen.

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Decimus

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich hab mich als Ridley Scott und Russell Crowe-Fan auf den Film gefreut und muss sagen: ist echt nur was für Fans. Ist ja schon eine Sache, dass Crowe gleich zweimal auf einem weißen Pferd reitet und ein Schwert zugeworfen bekommt *ähem Gladiator* und das diese dämlichen Kinder am Ende in der Schlacht mitkämpfen (Sinn?), aber das Drehbuch hat mit Sicherheit auch keine Oscarnominierung. Ridley Scott fand es entweder witzig, Gladiator nicht so wahnsinnig lustig zu verarschen oder er hat sich gedacht, Gladiator ist so alt, daran erinnert sich eh keiner mehr, dann kann ich das ja noch mal verwenden. Aber für Fans des Genres oder für Leute, die auch gerne mal nicht so wahnsinnig anspruchsvolle Filme sehen, ist er durchaus empfehlenswert. Ist nicht mein Lieblingsfilm, aber scheiße ist er auch nicht.

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hoffman587

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Bewertung5.0Geht so

Robin Hood

»Sich erheben, immer und immer wieder, bis die Lämmer zu Löwen werden.« - Ich finde es ja erstmal durchaus löblich, dass Scott dem Stoff einen anderen Anstrich verpassen will und eben nicht die Spur fahren will, die bereits jeder vor ihm gefahren ist, im kunterbunten Märchengewand. Nein, bei Scott muss dieses Gewand eben ein düsteres sein (eben auch der derzeitigen Strömung in Hollywood nachempfunden mit mehr Realismus). Eben, wie Scott es gern hat, epochal aufgebacken. Da wird dann grimmig durch dunkle Wälder gestreift und große Schlachten werden gefochten, zu Lande und zu Wasser, in der mitteralterlichen Epoche. Und doch will das Ganze dann irgendwie nicht zünden, als würde der Stoff in dieser Form und Umsetzung nur Desinteresse wecken. Da fragt man sich doch glatt, ob der Robin Hood-Stoff überhaupt brauchbar für einen solch ernsten Erzählton ist oder ob er so allgemein funktionieren kann? Als Vorgeschichte erzählt ist das zumindest besser in einem solchen Ton, als wenn man das auf die folgenden Robin-Hood-Geschichten angewandt hätte. Vielleicht ist das größtenteils auch nur zu wenig stringent erzählt, besonders anfangs, wo nicht mal irgendein Konflikt vorhanden ist, der wird dann erst später errichtet. Aber so funktionieren ja die meisten Scottfilme. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass Scotts Interpretation nicht greifbar ist, wenig bietet oder die Handlung einfach viel zu schmälig für ein solches Spektakel ist.

Da können die Bilder und die Landschaftsaufnahmen noch so prächtig sein, hier fehlt es wirklich an Tiefe und Materie. Inszenatorisches ist das ja alles routiniert von Scott inszeniert, besonders wenn es um das Schlachtengetümmel geht. Aber da fehlt einem wirklich die Neuerung, denn ansonsten wirkt das hier mehr wie die neuaufgekochte Version seiner bekannten Werke wie »Gladiator« oder »Kingdom of Heaven« und ja irgendwie empfand ich das schon als ziemlich uninspirierend. Manchmal auch absurd durch seine farblosen Bösewichten, wie Thronfolger Prinz John, der schon beachtlich überzeichnet ist in seiner Eindimensionalität als uneinsichtiger, arroganter, sturrer Tyrann, der nun auch noch höhere Steuern verlangt. So übt Scott demnach am Thema auch eine Politisierung aus, bei der natürlich wichtige Bestandteile Intrigen, Geld, Treue und Macht spielen. Und mittendrin ist dann der ehrenhafte und mutige Robin Hood, der sich für sein Königreich einsetzt und damit zum Gesetzlosen wird. Den Russell Crowe dann mit knurrigen und raubeinigen Charme mimt, auch wenn ihn das wenig zu beanspruchen scheint.

Oder liegt es vielleicht daran, dass Ridley Scott mal wieder alle die Komplexitäten des Stoffes im Director´s Cut bunkert? Wehe! Im Mittelteil kommt dann noch spröder Humor dazu, bei der schwierigen Beziehung zwischen Robin und Marian. Etwas befremdlich beim bisherigen Ton des Films, ist wohl Standard. Wenigstens ist Marian (ein bisschen steif: Cate Blanchett) dann auch mal eine toughe Frau, die selbst den Kampf nicht fürchtet. Aber bei Scott, dem alten Emanzipator, war da auch nichts anderes zu erwarten. Der Rest der Besetzung ist aber auch hübsch gewählt, mit Mark Strong (mit der bösen Narbe!), dem Trumpf von Sydow und William Hurt, der aussieht wie ein zweiter Ridley Scott in Rittermontur. Es kam mir übrigens so vor, als wechselten die Ereignisse ständig zwischen Festen und Schlachten. Bis dann weitere komische Drehbucheinfälle, von der schicksalsträchtigen Vergangenheit Robins, bis zu seiner späteren Motivation, auftraten. Bei der großen Schlacht am Schluss ist Scott dann aber mal wieder voll in seinem Element dieser Geschichte, mit Schwert und Bogen. Das sieht ja dann auch alles sehr schön aus und ist teils unterhaltsam, inszenatorisch, von der Ausstattung und von der Landschaft und Kulisse her, aber ansonsten muss ich sagen, dass das doch wenig nährstoffreich war.

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Drehmumdiebolzen

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Stimmt! Wenn man jetzt so drüber nachdenkt gibt's da einige Parallelen, selbst wenn Danny Houston wohl kaum so etwas Ehrwürdiges wie Richard Harris ausstrahlen kann. Aber Marc Aurel ist in etwa ein die Historie ähnlich prägende Person gewesen. Und beide werden von Scott vergleichsweise entzaubert.
Hab' den Film aber auch schon länger nicht mehr gesehen. War damals als Kauf eher ein Blindgänger, die Bildqualität von der blu ray ist teilweise schauderhaft!!


hoffman587

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Da habe ich wohl mehr Glück gehabt. Ich hatte ihn damals im TV gesehen, als ihn das ZDF ausstrahlte. ; )


Friedsas

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr gutes aber wirklich langes Mittelalter Epos.
Russel Crow spielt wie auch in Gladiotar wirklich perfekt und Ridley Scott und an Stars mangelt dieser Film bei weitem nicht ein paar davon: William Hurt, Cate Blanchett, Max von Sydow, Mark Strong und je nachdem was man für eine Bewertung für einen Star hat tummeln sich hier auch noch sehr ansehnlich Mark Addy und Kevin Durand ;)
Aber Vorwarnung: Dies ist die Vorgeschichte von Robin Hood, das wird leider bis zur letzten Szene größtenteils verschwiegen. Aber trotzdem ist Mark Strong schön verschlagen, Max von Sydow unglaublich bedürftig und Cate Blanchett ein toughes Biest ;) Die Saufbrüder Little John (Kevin Durand) und Bruder Tuck (Mark Addy) sind auch super anzusehen ;) Oscaar Isaac spielt einen wirklich gemeinen und niederträchtigen König. Und das Russel Crow ein Raubein spielen kann wissen wir doch alle langsam?

Er ist wirklich toll gemacht, hebt sich aber nicht sonderlich von anderen Filmen des Genres ab bis auf durch seine Länge die aber auch gerechtfertigt ist.

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Val Vega

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Bewertung7.0Sehenswert

In einer Hinsicht geht es mir bei Ridley Scotts Robin Hood Version genau gleich wie bei „Gangster Squad“. Ich finde beide Filme hammermäßig geil, wenngleich es mir schwer fällt ihre eigentliche Qualität zu beurteilen .

Ridley Scott und historische Stoffe passen einfach wie die Faust aufs Auge und dann noch zusammen mit seinem bevorzugten Schauspieler Russel Crowe, ergibt dies ein für mich einzigartiges Filmerlebnis, und so fiel mir nach „Gladiator“ sofort der neue Streich der beiden „Robin Hood“ auf. Eine neu Auflage der Geschichte rund um den Kriegsheimkehrer der den Armen hilft indem er die reichen bestiehlt, brauchte die Welt absolut nicht, und so erzählt Ridley Scott eine ganz andere Geschichte. Es geht um die ersten Grundzüge einer demokratischen Regierungsform die von der Bevölkerung gefordert wird.

“If you're building for the future, you need to keep your foundations strong, laws of the land enslave the people to a king who demands loyalty but offers nothing in return, I've been to the South of France, Palestine and back, you build a kingdom the same way you build a cathedral from the ground up!”

Russel Crowe spielt ähnlich wie in „Gladiator“ sehr ruhig und bedacht nicht zu sehr gestikulieren, doch in den richtigen Momenten wird aus ihm ein wilder Stier. Ein seiner Seite würde ich in die Schlacht ziehen wollen! Doch am besten finde ich fast schon Oscar Isaac in der Rolle des John Ohneland. Er ist eklig und heuchlerisch, genauso wie ich mir Prinz John in den alten Geschichten und Büchern vorgestellt habe.

Für alle die nach „Gladiator“ und „Kingdom of Heaven“ noch nicht genug von Scotts Interpretation historischer Stoffe hatten, sei „Robin Hood“ ein absoluter Tipp. Ich liebe den Film für seinen Flair, die so wunderbar choreografierte Action, die beweist, dass man nicht unbedingt, den FSK-16-Flatschen für tolle Fights benötigt und diesen leicht heroisch-politischen Unterton. Entweder man findet ihn klasse oder man lässt’s bleiben. Ich finde jedoch gerade im Vergleich zur Kinokost der letzten Jahre, ist dieser Film ein absolut toller und absolut sehenswert.

„Rise and rise again until lambs become lions.”

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The Freewheelin Fonda

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Lustig dass du direkt am Anfang Gangster Squad erwähnt hast.
Spielen für mich beide auch in derselben SParte:
Nicht besonders toll, ziemlich platt und klischeehaft für ein Mainstreampublikum aber trotz allem gute Unterhaltung!
Habe beide angesprochenen ja nicht ganz so gut wie du bewertet aber schon im Positiven Bereich :)


Val Vega

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Trotzdem finde ich, dass dieser politische Unterton echt einiges hermacht bei Robin Hood, und der hat ihm letztlich auch sicherlich einen Punkt extra gegeben.


mary84

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Bewertung3.0Schwach

Tja was soll ich sagen, ich mag den ursprünglichen Robin Hood-Film ("König der Diebe") schon nicht (den Trickfilm allerdings) aber ich wurde eigentlich auch dazu gezwungen diesen Film zu gucken, da er den Anschein machte, "echt toll" zu sein. Nach 10 Minuten bemerkte ich bereits, dass wird nichts.
Es gibt keine einzige spannende Kampfszene, keine Erotik oder Leidenschaft, einfach alle Charaktere bleiben flach und statisch. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind oberflächlich und bewegen überhaupt nicht. Nach Gladiator bin ich eigentlich ein Fan von Russell Crowe, wurde hier allerdings ziemlich enttäuscht.
Die Endszene (die Schlacht) soll das große Highlight des Films sein, jedoch kommt es nicht an wie ich finde. Der Film ist einfach nur extrem langatmig und zu keiner Zeit kommt auch nur im Entferntesten Spannung auf.

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EvertonHirsch

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Bewertung3.5Schwach

Eine Geschichte, die mehr als ein dutzend Mal filmisch erzählt worden ist, mal anders zu verkaufen, ist an sich eine gute Idee, aber dann muss diese 1. auch wenigstens vage etwas mit der Grundgeschichte zu tun haben und 2. das Interesse der Zuschauer entfachen. Beides hat die Scott-Version für mich nicht erfüllt. Mit Robin Hood hatte das (bis auf die Sache mit dem Getreide) gar nichts zu tun. Den Sherwood Forrest hätte man auch gleich komplett weglassen können, wirkliches erwähnenswertes aus schauspielerischer Sicht gibt es auch nicht anzuführen (Cate Blanchett fand ich noch am besten, aber die Rolle der Lady Marian in dieser Version, gerade am Ende, fand ich mehr als unpassend). Crowe reißt aber nun wahrlich keine Bäume aus. Oscar Isaac als Prinz John ist völlig fehlbesetzt und über den Sheriff von Nottingham will ich gar nicht erst anfangen. Der taucht wohl auch nur auf, um noch eine Person aus der Vorlage mehr zu erwähnen.

Der Film versucht eine große Geschichte zu erzählen, fast schon von epischem Ausmaß, und versagt dabei aus meiner Sicht einfach nur. Er ist viel weniger als er versucht zu sein. Die Geschichte reicht dabei nicht einmal, um die 140 minütige Laufzeit zu füllen, man braucht gerade in den ersten 1,5 Stunden eine Menge Geduld. Den Vergleich mit seinen bisherigen Vertretern (und vor allem mit der Reynolds/Costner-Variante) verliert dieser hier haushoch.

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pischti

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Ich definitiv auch. Aber für mich wars dann am Ende ein typischer Ridley Scott mit Russel Crowe und möglicherweise auch ein leichter subjektiver Bonus, denn ich liebe Gladiator :) Hätte aber etwas derber sein können, die FSK 12 war nicht so der Hit.


EvertonHirsch

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Genau das Gladiator-Ding hat mir gefehlt. Wo Gladiator wirklich noch das Besondere und ganz Große vermittelt hat, versagt Robin Hood bei mir. Er versinkt irgendwo in der Mittelmäßigkeit und darunter


Maxsson

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Bewertung5.5Geht so

Ganz netter, aber auch öfters langatmiger und langweiliger Robin Hood Film. Einmal reicht.

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Rukus

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Bewertung3.5Schwach

Higging-Boote! Ernsthaft? Higgins-Boote??? In Asterix bei den Briten war das ja noch lustig, aber hier ist es nur lächerlich. Selbst, wenn ich die Invasion kaufe, und über den restlichen historischen Klumpatsch hinweg sehe, die Dinger sind völliger Schwachsinn. Lassen wir mal beiseite, dass die Teile einen Anachronismen darstellen, wie kommen die über den Kanal? Die Nussschalen sind nicht hochseetauglich, und selbst, wenn man sie an der Klappe für eine solche Überfahrt abdichten könnte, wäre es nahezu unmöglich, mit den Teilen über den Kanal zu kommen. Dass sie auf den Schiffen gelagert wurden, kann mir ja wohl keiner erzählen. Aber auch ohne diesen Bullshit handelt es sich um die mieseste Verfilmung des Robin Hood Stoffes, die ich kenne!

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MyNameIsNobody

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich habe Russel Crow zwar nicht so gerne jedoch überraschte mich genau dieser in der neuen Version Robin Hood
So gut wie die alte Version ist sie zwar nicht aber wer kommt schon an diese Version

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Limax_maximus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Bewertung bezieht sich auf den Director's cut! Die Kinoversion ist maximal 7, da die ganzen richtigen Robin Hood Szenen fehlen, wie die Jungen die im Wald leben und der Sheriff von Nottingham. Und noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Leider hat der Film keinen so extrem guten Soundtrack wie andere Ridley Scott Filme wie Gladiator oder 1492.

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styx.canomo

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Bewertung0.0Hassfilm

(Styx is back! Und er säät zur begrüßung erstmal ne große Schippe Hass aus)

Boahhh, hat mich dieser Film aufgeregt! Es ist zwar schon ein paar Monate her, aber diese Sherwood-Schändung hat sich dermaßen negativ in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich mich trotzdem fähig fühle, eine Kritik zu schreiben.
Was bitte war das?
Scheinbar kein ernsthafter Remake-Versuch, hoffe ich.

Zuerst einmal: Was zum Fick haben eigentlich alle mit ihrem pseudo-düsterlook dieser Tage?
Da Kino immer die jeweilige Gesellschaft reflektiert, muss man sich hier wirklich fragen: Leben wir in dermaßen pissigen Zeiten, dass man alles so ernst und gewollt bedrückend gestalten muss?
Selbst dann wenn es wie hier ÜBERHAUPT NICHT zum Stoff passt??
Aber wahrscheinlich wäre eine inhaltlich-suggestive Ebene schon zu viel interpretiert, es ist vermutlich ganz einfach: Es ist seit Nolan einfach hipp.
Dass aber selbst Regisseure wie Ridley Scott unreflektiert auf den Bandwagon aufspringen, ist ernüchternd.
Das Motiv des düsteren Seelenwracks mag zwar zu Batman oder vllt auch entfernt James bond passen, lasst aber den Hoody in Ruh.

Zum Zweiten kann mir keiner erzählen, dass das hier noch im entferntesten etwas mit der bekannten Figur des Robin Hood zu tun hat.
Historische Anlehnung hin oder her: Bitte nicht so.
Gerade die Schlachtenszenen gegen Ende wirken dermaßen deplaziert und wie aus einem anderen Film hereingecopypasted *hust* Gladiator *hust*, dass das ganze mehr wie eine Coullage anmutet, kreiiert, um möglichst vielen verschiedenen Zielgruppen das Eintrittsgeld abzuknöpfen.
Das härsteste ist dabei nicht die Morgenlatte des Großvaters (was für ein stück Filmkunst), sondern das Los derjenigen zuschauer, die gedacht haben, dass bei einem Film von Ridley Scott das Reißbrett bei der Charakterzeichnung und dem Storytelling ruhen würde.
Ridley sollte zudem aufhören, seinen Maximus in anderen Filmen unterbringen zu wollen, auch wenn Russel Crowe nur solche Rollen spielen kann.
Gladiator ist sowas von 2000.

Womit wir auch schon beim zu 70% entscheidenen Punkt kommen:
Wer um Pornos willen hat an Russel Crowe als Robin Hood gedacht und gemeint: „Hey, das ist doch mal ne gute Idee.“
Zur wissenschaftlichen Veranschaulichung biete ich hier dem geneigten Plenum ein paar inhaltliche Parallelismen in Form von Suggestivfragen als Beispiel, Korrelation und Kausalität sollen ja bei der Meinungsbildung sehr hilfreichsein:
Würdet ihr ein Atomkraftwerk im Krater eines aktiven Vulkans bauen?
Würdet ihr Paris Hilton zur Familienministerin wählen?
Würdet ihr euren Penis mit einem Haushaltshobel häuten, die abgetrennte Hornhaut in Kapernöl frittieren und genüßlich als Snack verspeisen?
Und:
Würdet ihr Russel Crowe als Robin Hood vorschlagen?
Tipp: Die rationale Antwort auf all das lautet: „Verdammte scheiße, nein!“ gefolgt von einem Roundhouse-Kick direkt in meine fresse.

Russel Crowe kann einfach keine filigranen Charaktere spielen.
Sein gewohntes sabberndes Gesichtstriumvirat (mürrisch, genervt, gedownsyndromed) bietet so viel Raum für Empathie und Identifikation wie Klitschkos rechte und ist somit nur begrenzt für einen spitzbübischen Scheik wie Robin Hood zu empfehlen.
Gebt dem Herrn ne Knarre, ein Schwert oder Muddis Nudelholz in die Hand und lasst ihn Zeug kaputt schlagen, das kann er.
Aber lasst ihn nie wieder diesen Kompetenzkreis überschreiten (Donald Trump, anybody?).

Das tarurigste aber ist, dass ausgerechnet Ridley Scott für diesen Klumpatsch verantwortlich ist.
In dem Punkt verkommt der Historienfilm zum tragischen Drama.

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styx.canomo

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eher subjektive meinung und verriss^^ aber danke ;)


styx.canomo

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und russel crwoes schauspielkunst ist in meinen augen eben doch sehr begrenzt. besonders extrem konnte man das in a beautiful mind sehen. das war auch nach objektiven kriterien zur qualität von schauspielerei mit eine der schmerzhaftesten sachen, die ich jemals von einer etablierten hollywoodgröße geboten bekommen habe, vor allem wenn man mal bedenkt, dass der mensch einen oskar sein eigen nennt.



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