Robin Hood - Kritik

GB/US 2010 Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Drama, Abenteuerfilm, Historienfilm, Kinostart 13.05.2010

  • 7 .5
    Filmfreund1988 19.12.2014, 10:02 Geändert 19.12.2014, 10:04

    Ich kann die zum Teil sehr schlechten Kritiken zu diesem Film hier nicht wirklich nachvollziehen. Es war ja hinlänglich bekannt, dass hier die Vorgeschichte zu Robin Hood präsentiert wird und dann ins Kino zu rennen und sich darüber zu beschweren, dass es nicht die "Standard-Robin-Hood-Geschichte" ist find ich ein wenig bedenklich.
    Der Film ist toll besetzt. Crowe macht seine Sache als Robin Hood sehr gut, Cate Blanchett (die ich normalerweise nicht so berauschend finde) spielt wirklich toll und mit Oscar Isaac hat man für meine Begriffe einen sehr gelungenen Bösewicht gefunden. Klar ist er noch nicht der Überschurke wie in der klassischen Version, jedoch sieht man im Film ganz gut, wie er dazu wird. Ein Prequel halt.
    Die Geschichte weiß zu unterhalten, ich habe mich in der ganzen Zeit eigentlich nie gelangweilt, auch wenn man die ein oder andere Stelle kürzen hätte können.
    Auch der Witz kommt für meine Begriffe nicht zu kurz im Film und lockert die düstere Ritteratmosphäre immer ein wenig auf.
    Absolut sehenswert finde ich.

    • 7 .5

      Ein guter Film. Jedoch finde ich, dass die Schlacht viel zu schnell und zu einfach vorrüber geht.

      • 9

        Enttäuschend, wenn man einen Zeichentrickfilm mit Tieren, einen Film mit Brot, Busch und Schaf, einen mit einem dauergrinsend durch den Wald hüpfenden Schelm mit grüner Narrenkappe oder einen, bei dem der kondensierte Schmalz außen am Bildschirm oder der Leinwand herunterläuft, erwartet hat. Genauso enttäuschend ist es, wenn man sich darauf verlassen hat, das Regisseur John Doe einfach die gefühlt tausendfach verfilmte Figur des Königs der Vagabunden und Diebe 1:1 für das veränderungsresistente Publikum klont.

        Ridley Scott ... und ich werde nicht müde, das immer wieder sinnloserweise zu wiederholen ... ist ein Regisseur, der zumindest in seinen historischen Verfilmungen wie GLADIATOR oder KÖNIGREICH DER HIMMEL, und eben auch in ROBIN HOOD, erfrischenderweise nach einem etwas anderen Schema vorgeht als die meisten seiner Kollegen. Darum erzählt er auch hier wieder einmal nicht dieselbe Geschichte, die schon so oft erzählt wurde, das viele glauben, es habe diesen grünen Rächer aus den Wäldern wirklich gegeben.

        Er nimmt sich, historisch relativ korrekt, aus den verschiedenen Theorien um die Person Robin Hood eine heraus und setzt sie in einen Kontext mit der zugehörigen Historie und den historischen Persönlichkeiten. Dazu kommt der moralische Aspekt in Form mindestens eines Menschen, der seinen Standpunkt mit dem Leben verteidigt und ein Sittengemälde der damaligen Zeit. Es sind im Grunde moderne Anti-Märchen, die sich immer gegen die geistliche und/oder weltliche Herscherklasse richten. Scott ist für mich ein Träumer, der immer noch daran glaubt und darauf hofft, das die Menschen irgendwann Verantwortung übernehmen und für ihre Ideale einstehen, statt sich immer wieder unter der Knute zu ducken.

        Sich erheben ... Immer und immer wieder ... Bis die Lämmer zu Löwen werden

        Zum Film selbst bleibt mir eigentlich nicht viel zu sagen, weil Scott und seine Crew sich wohl keine Blöße geben werden bis zum bitteren Ende. Eine fette Portion von allem, was ein anständiger Historienactioner braucht: Liebe, Humor und Action ... und einen Cast, der durchgehend zu überzeugen weiß mit Schauspielern wie William Hurt, Mark Strong, Russell Crowe, Max von Sydow, Cate Blanchett, Oscar Isaac und vielen weiteren bekannten und markanten Gesichtern. Ridley Scotts Filme sind für alle Menschen geeignet, umgekehrt ist die Sache etwas komplizierter.

        Filme machen ... Immer und immer wieder ... bis die Zuschauer zu Akteuren werden

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        • 2 .5

          Einfach nur langweilig und schlecht. Gäähn...

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          • ich liebe die geschichten von robin hood aber dieser film ist echt schlecht!!!!

            • 5 .5

              Mich fröstelt anhand dieser vollhändigen Verschwendung von Geld, Regie- und Schauspieltalent für ein Drehbuch, welches jedweder logischen Handlung entbehrt.

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              • 2

                Hilfeeeee, wie kann man dem Film 6 Punkte aufwärts geben und sich diesen absolut lahmen Film schönreden? Der mit Abstand schlechteste Film von Ridley Scott und allen anderen beteiligten, einfach nur peinlich langweilig. Wem die Kevin Costner Version von Robin Hood gut gefallen hat, sollte hier auf Abstand gehen, sonst wird man fett enttäuscht.

                3
                • 5 .5

                  Ich fand den Film nicht schlecht. Er ist natürlich nicht ganz so witzig oder spannend oder gut gespielt wie der Prince of Thieves dafür aber näher an den historischen Hintergründen. Ansonsten aber wenig besonderes. Gut gemacht fand ich die Schlacht am Ende.

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                  • 5 .5

                    Ich beziehe mich ich auf die von mir gesehene Kinoversion mit ihren 2 Stunden und 20min. Ziemlich durchwachsener Film. Hatte immer wieder das Gefühl das er nicht so wirklich weiß, wo er nun wirklich hin will. Auch wurde vieles schlecht rüber gebracht und wirr dargestellt. Cast, Kamera und Soundtrack fand ich aber durchweg gelungen. Auch das Ende, was mich sehr an eine Kinderfreundliche Version vom Anfang von "Der Soldat James Ryan" erinnerte, fand ich überzeugend. Leider hatte er die 2 Stunden davor aber sehr viele Leerlauf- und Lückenfüllerstellen. Hat mich zwar gut unterhalten, ich bleib dann aber lieber bei den klassischen Robin Hood Filmen oder schau mir den weitaus besseren "Gladiator" noch mal an.

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                    • 8

                      Sehr guter Historienfilm (eines meiner Lieblingsgenre) mit sehr guten Kameraaufnahmen, einem gewohnt überragendem Russel Crowe, sehr gutem Soundtrack und einer guten flüssigen Story.
                      Würde mich über Fortsetzung sehr freuen, auch wenn mir in diesem Film das gewisse Etwas fehlte.

                      • 5 .5

                        Gut gegen Böse.
                        Großes solides altbackenes Kino.
                        Zwischen 2 Staffeln Game of Thrones brauchbar.

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                        • 7

                          Als ich erfahren hatte, dass sich das Duo aus Russell Crowe und Ridley Scott, das mir mit Gladiator einen meiner absoluten Lieblingsfilme bescherte, sich wieder zusammentat um den Robin Hood Stoff zu bearbeiten, war ich begeistert. Vielleicht gerade wegen dieser sehr hohen Erwartungshaltung konnte mich der Film nicht recht begeistern. Da schau ich lieber die Verfilmung von 1991 mit Kevin Costner.

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                          • 6 .5

                            Russell Crowe, Mark Strong, Cate Blanchett, Oscar Isaac, Max von Sydow, William Hurt, Matthew Macfadyen... was für ein Cast!
                            Trotzdem konnte mich ROBIN HOOD nicht wirklich begeistern... Aber nun ja, Mark Strong konnte es dafür. Himmel, Arsch und Zwirn, sah der cool aus! ;-)

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                            • 8

                              Russell Crowe spielt seine Rolle mal wieder grandios!

                              • 7

                                Endlich wieder ein Robin-Hood-Film. Etwas, worauf Verlass ist, etwas das so sicher wiederkommt wie der morgige Tag. Da fragt man sich auf dem Weg ins Kino, was bringt dieser Robin, wer ist er? Hat dieser Robin einen neckischen Oliba oder doch das seidige Costner-Fokhila? Ist dieser Robin lustig, zaghaft, romantisch oder geschickt? Trägt er Strumpfhosen oder Hosen mit Schlag? Wie hat dieses, unser Jahrzehnt, diesen, unseren Robin geprägt? Alles hat man bereits gesehen. Jeder Robin spiegelt seine Gegenwart wieder.
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                                Unser Robin erweist sich als rau, männlich, bärtig und mit einer tiefen Denkerfalte zwischen den gütigen Augen. Dieser Robin ist sensibel. Ich erkenne uns wieder. Was ich erfreulicherweise nicht erkenne, ist die Geschichte, die in der Zeit vor Sharwood spielt. Neue Aspekte aus Robins Leben werden aufgegriffen und technisch wie optisch einwandfrei verwurstet. Herausgekommen ist ein sehenswerter Frühmittelalter-Film mit einigen öden Längen. Diese wenigen Unzulänglichkeiten können aber im nächsten Robin-Hood-Film beseitigt werden.

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                                • 3

                                  Als "Ritterfilm" würde ich hier ein "durchschnittlich" vergeben. ABER ich erwarte von einem Film, wo Robin Hood drauf steht, auch die Robin Hood Story und nicht so ein ödes Prequel, das von der Story her, einfach gesagt, nur zum Kotzen war (für eine Robin-Hood-Verfilmung). Obwohl die Schauspieler gut gewählt waren, was für eine gute Erzählung auch nötig ist. Russel Crowe als Robin Hood war gut besetzt, auch Bruder Tack und Little John waren klasse, mit Prinz John hatte man einen sehr guten Bösewicht, der aber nie richtig böse sein durfte. Nur Cate Blanchett passte für mich sogar nicht in die Rolle. Dass dieses Gespann super funktioniert (Robin Hood, Little John usw.) zeigt sich dort, wo EINMAL im ganzen Film ein wirkliches Robin Hood-Feeling aufkommt (Beschaffung von Saat), was auch die Sternstunde des ganzen Films für mich war. Eine Szene, die 2 Min. dauert (das sagt schon alles). Also wenn man sich Robin Hood anschauen will, sollte man den "Titel" überhören und man bekommt einen mäßigen Historien/Ritter-Film, wenn man aber die eigentliche Robin-Hood-Story sehen wil,l sollte man lieber auf den Trickfilm zurückgreifen (den fand ich tausend Mal besser). Das ist kein Ridley-Scott-Niveau!

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                                  • 7

                                    Interessante Variante, um den "Robin Hood"-Stoff neu zu erzählen. Dabei wird mehr Wert auf die Entstehung der Legende als auf die späteren Abenteuer gelegt. Ridley Scott versucht dies mit einer mehr historisch verankerten Version. Allerdings hatte ich mir davon etwas mehr erhofft. Zwar gibt es einen gut aufgelegten Russel Crow, eine solide Cate Blanchett und ordentliche Action (vor allem im Finale), doch das gewisse Etwas fehlt einfach. Ich hätte gern den ursprünglich geplanten Film gesehehn, indem Nottingham und Hood eine Person sind. Diese Story wäre sicherlich um einiges interessanter gewesen.

                                    • 4 .5

                                      Ich hab mich als Ridley Scott und Russell Crowe-Fan auf den Film gefreut und muss sagen: ist echt nur was für Fans. Ist ja schon eine Sache, dass Crowe gleich zweimal auf einem weißen Pferd reitet und ein Schwert zugeworfen bekommt *ähem Gladiator* und das diese dämlichen Kinder am Ende in der Schlacht mitkämpfen (Sinn?), aber das Drehbuch hat mit Sicherheit auch keine Oscarnominierung. Ridley Scott fand es entweder witzig, Gladiator nicht so wahnsinnig lustig zu verarschen oder er hat sich gedacht, Gladiator ist so alt, daran erinnert sich eh keiner mehr, dann kann ich das ja noch mal verwenden. Aber für Fans des Genres oder für Leute, die auch gerne mal nicht so wahnsinnig anspruchsvolle Filme sehen, ist er durchaus empfehlenswert. Ist nicht mein Lieblingsfilm, aber scheiße ist er auch nicht.

                                      • 5

                                        Robin Hood

                                        »Sich erheben, immer und immer wieder, bis die Lämmer zu Löwen werden.« - Ich finde es ja erstmal durchaus löblich, dass Scott dem Stoff einen anderen Anstrich verpassen will und eben nicht die Spur fahren will, die bereits jeder vor ihm gefahren ist, im kunterbunten Märchengewand. Nein, bei Scott muss dieses Gewand eben ein düsteres sein (eben auch der derzeitigen Strömung in Hollywood nachempfunden mit mehr Realismus). Eben, wie Scott es gern hat, epochal aufgebacken. Da wird dann grimmig durch dunkle Wälder gestreift und große Schlachten werden gefochten, zu Lande und zu Wasser, in der mitteralterlichen Epoche. Und doch will das Ganze dann irgendwie nicht zünden, als würde der Stoff in dieser Form und Umsetzung nur Desinteresse wecken. Da fragt man sich doch glatt, ob der Robin Hood-Stoff überhaupt brauchbar für einen solch ernsten Erzählton ist oder ob er so allgemein funktionieren kann? Als Vorgeschichte erzählt ist das zumindest besser in einem solchen Ton, als wenn man das auf die folgenden Robin-Hood-Geschichten angewandt hätte. Vielleicht ist das größtenteils auch nur zu wenig stringent erzählt, besonders anfangs, wo nicht mal irgendein Konflikt vorhanden ist, der wird dann erst später errichtet. Aber so funktionieren ja die meisten Scottfilme. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass Scotts Interpretation nicht greifbar ist, wenig bietet oder die Handlung einfach viel zu schmälig für ein solches Spektakel ist.

                                        Da können die Bilder und die Landschaftsaufnahmen noch so prächtig sein, hier fehlt es wirklich an Tiefe und Materie. Inszenatorisches ist das ja alles routiniert von Scott inszeniert, besonders wenn es um das Schlachtengetümmel geht. Aber da fehlt einem wirklich die Neuerung, denn ansonsten wirkt das hier mehr wie die neuaufgekochte Version seiner bekannten Werke wie »Gladiator« oder »Kingdom of Heaven« und ja irgendwie empfand ich das schon als ziemlich uninspirierend. Manchmal auch absurd durch seine farblosen Bösewichten, wie Thronfolger Prinz John, der schon beachtlich überzeichnet ist in seiner Eindimensionalität als uneinsichtiger, arroganter, sturrer Tyrann, der nun auch noch höhere Steuern verlangt. So übt Scott demnach am Thema auch eine Politisierung aus, bei der natürlich wichtige Bestandteile Intrigen, Geld, Treue und Macht spielen. Und mittendrin ist dann der ehrenhafte und mutige Robin Hood, der sich für sein Königreich einsetzt und damit zum Gesetzlosen wird. Den Russell Crowe dann mit knurrigen und raubeinigen Charme mimt, auch wenn ihn das wenig zu beanspruchen scheint.

                                        Oder liegt es vielleicht daran, dass Ridley Scott mal wieder alle die Komplexitäten des Stoffes im Director´s Cut bunkert? Wehe! Im Mittelteil kommt dann noch spröder Humor dazu, bei der schwierigen Beziehung zwischen Robin und Marian. Etwas befremdlich beim bisherigen Ton des Films, ist wohl Standard. Wenigstens ist Marian (ein bisschen steif: Cate Blanchett) dann auch mal eine toughe Frau, die selbst den Kampf nicht fürchtet. Aber bei Scott, dem alten Emanzipator, war da auch nichts anderes zu erwarten. Der Rest der Besetzung ist aber auch hübsch gewählt, mit Mark Strong (mit der bösen Narbe!), dem Trumpf von Sydow und William Hurt, der aussieht wie ein zweiter Ridley Scott in Rittermontur. Es kam mir übrigens so vor, als wechselten die Ereignisse ständig zwischen Festen und Schlachten. Bis dann weitere komische Drehbucheinfälle, von der schicksalsträchtigen Vergangenheit Robins, bis zu seiner späteren Motivation, auftraten. Bei der großen Schlacht am Schluss ist Scott dann aber mal wieder voll in seinem Element dieser Geschichte, mit Schwert und Bogen. Das sieht ja dann auch alles sehr schön aus und ist teils unterhaltsam, inszenatorisch, von der Ausstattung und von der Landschaft und Kulisse her, aber ansonsten muss ich sagen, dass das doch wenig nährstoffreich war.

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                                        • 7

                                          Sehr gutes aber wirklich langes Mittelalter Epos.
                                          Russel Crow spielt wie auch in Gladiotar wirklich perfekt und Ridley Scott und an Stars mangelt dieser Film bei weitem nicht ein paar davon: William Hurt, Cate Blanchett, Max von Sydow, Mark Strong und je nachdem was man für eine Bewertung für einen Star hat tummeln sich hier auch noch sehr ansehnlich Mark Addy und Kevin Durand ;)
                                          Aber Vorwarnung: Dies ist die Vorgeschichte von Robin Hood, das wird leider bis zur letzten Szene größtenteils verschwiegen. Aber trotzdem ist Mark Strong schön verschlagen, Max von Sydow unglaublich bedürftig und Cate Blanchett ein toughes Biest ;) Die Saufbrüder Little John (Kevin Durand) und Bruder Tuck (Mark Addy) sind auch super anzusehen ;) Oscaar Isaac spielt einen wirklich gemeinen und niederträchtigen König. Und das Russel Crow ein Raubein spielen kann wissen wir doch alle langsam?

                                          Er ist wirklich toll gemacht, hebt sich aber nicht sonderlich von anderen Filmen des Genres ab bis auf durch seine Länge die aber auch gerechtfertigt ist.

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                                            In einer Hinsicht geht es mir bei Ridley Scotts Robin Hood Version genau gleich wie bei „Gangster Squad“. Ich finde beide Filme hammermäßig geil, wenngleich es mir schwer fällt ihre eigentliche Qualität zu beurteilen .

                                            Ridley Scott und historische Stoffe passen einfach wie die Faust aufs Auge und dann noch zusammen mit seinem bevorzugten Schauspieler Russel Crowe, ergibt dies ein für mich einzigartiges Filmerlebnis, und so fiel mir nach „Gladiator“ sofort der neue Streich der beiden „Robin Hood“ auf. Eine neu Auflage der Geschichte rund um den Kriegsheimkehrer der den Armen hilft indem er die reichen bestiehlt, brauchte die Welt absolut nicht, und so erzählt Ridley Scott eine ganz andere Geschichte. Es geht um die ersten Grundzüge einer demokratischen Regierungsform die von der Bevölkerung gefordert wird.

                                            “If you're building for the future, you need to keep your foundations strong, laws of the land enslave the people to a king who demands loyalty but offers nothing in return, I've been to the South of France, Palestine and back, you build a kingdom the same way you build a cathedral from the ground up!”

                                            Russel Crowe spielt ähnlich wie in „Gladiator“ sehr ruhig und bedacht nicht zu sehr gestikulieren, doch in den richtigen Momenten wird aus ihm ein wilder Stier. Ein seiner Seite würde ich in die Schlacht ziehen wollen! Doch am besten finde ich fast schon Oscar Isaac in der Rolle des John Ohneland. Er ist eklig und heuchlerisch, genauso wie ich mir Prinz John in den alten Geschichten und Büchern vorgestellt habe.

                                            Für alle die nach „Gladiator“ und „Kingdom of Heaven“ noch nicht genug von Scotts Interpretation historischer Stoffe hatten, sei „Robin Hood“ ein absoluter Tipp. Ich liebe den Film für seinen Flair, die so wunderbar choreografierte Action, die beweist, dass man nicht unbedingt, den FSK-16-Flatschen für tolle Fights benötigt und diesen leicht heroisch-politischen Unterton. Entweder man findet ihn klasse oder man lässt’s bleiben. Ich finde jedoch gerade im Vergleich zur Kinokost der letzten Jahre, ist dieser Film ein absolut toller und absolut sehenswert.

                                            „Rise and rise again until lambs become lions.”

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                                            • 3

                                              Tja was soll ich sagen, ich mag den ursprünglichen Robin Hood-Film ("König der Diebe") schon nicht (den Trickfilm allerdings) aber ich wurde eigentlich auch dazu gezwungen diesen Film zu gucken, da er den Anschein machte, "echt toll" zu sein. Nach 10 Minuten bemerkte ich bereits, dass wird nichts.
                                              Es gibt keine einzige spannende Kampfszene, keine Erotik oder Leidenschaft, einfach alle Charaktere bleiben flach und statisch. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind oberflächlich und bewegen überhaupt nicht. Nach Gladiator bin ich eigentlich ein Fan von Russell Crowe, wurde hier allerdings ziemlich enttäuscht.
                                              Die Endszene (die Schlacht) soll das große Highlight des Films sein, jedoch kommt es nicht an wie ich finde. Der Film ist einfach nur extrem langatmig und zu keiner Zeit kommt auch nur im Entferntesten Spannung auf.

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                                              • 3 .5

                                                Eine Geschichte, die mehr als ein dutzend Mal filmisch erzählt worden ist, mal anders zu verkaufen, ist an sich eine gute Idee, aber dann muss diese 1. auch wenigstens vage etwas mit der Grundgeschichte zu tun haben und 2. das Interesse der Zuschauer entfachen. Beides hat die Scott-Version für mich nicht erfüllt. Mit Robin Hood hatte das (bis auf die Sache mit dem Getreide) gar nichts zu tun. Den Sherwood Forrest hätte man auch gleich komplett weglassen können, wirkliches erwähnenswertes aus schauspielerischer Sicht gibt es auch nicht anzuführen (Cate Blanchett fand ich noch am besten, aber die Rolle der Lady Marian in dieser Version, gerade am Ende, fand ich mehr als unpassend). Crowe reißt aber nun wahrlich keine Bäume aus. Oscar Isaac als Prinz John ist völlig fehlbesetzt und über den Sheriff von Nottingham will ich gar nicht erst anfangen. Der taucht wohl auch nur auf, um noch eine Person aus der Vorlage mehr zu erwähnen.

                                                Der Film versucht eine große Geschichte zu erzählen, fast schon von epischem Ausmaß, und versagt dabei aus meiner Sicht einfach nur. Er ist viel weniger als er versucht zu sein. Die Geschichte reicht dabei nicht einmal, um die 140 minütige Laufzeit zu füllen, man braucht gerade in den ersten 1,5 Stunden eine Menge Geduld. Den Vergleich mit seinen bisherigen Vertretern (und vor allem mit der Reynolds/Costner-Variante) verliert dieser hier haushoch.

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                                                • 5 .5

                                                  Ganz netter, aber auch öfters langatmiger und langweiliger Robin Hood Film. Einmal reicht.

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                                                    Higging-Boote! Ernsthaft? Higgins-Boote??? In Asterix bei den Briten war das ja noch lustig, aber hier ist es nur lächerlich. Selbst, wenn ich die Invasion kaufe, und über den restlichen historischen Klumpatsch hinweg sehe, die Dinger sind völliger Schwachsinn. Lassen wir mal beiseite, dass die Teile einen Anachronismen darstellen, wie kommen die über den Kanal? Die Nussschalen sind nicht hochseetauglich, und selbst, wenn man sie an der Klappe für eine solche Überfahrt abdichten könnte, wäre es nahezu unmöglich, mit den Teilen über den Kanal zu kommen. Dass sie auf den Schiffen gelagert wurden, kann mir ja wohl keiner erzählen. Aber auch ohne diesen Bullshit handelt es sich um die mieseste Verfilmung des Robin Hood Stoffes, die ich kenne!