The Book of Eli - Kritik

US 2010 Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Kinostart 18.02.2010

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Kritiken (27) — Film: The Book of Eli

JackoXL: Die Drei Muscheln

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2.5Ärgerlich

[...] Im ersten Drittel könnte man noch leichte Hoffnung haben, das Szenario hat zweifelsfrei seinen Reiz. Wenn der stoisch-coole, dabei natürlich grenzenlos unterforderte Denzel Washington als post-apokalyptischer Wandervogel durch das Ödland streift, sich eine Frühstücks-Katze jagt und hungrige Kannibalen-Wegelagerer ohne große Anstrengung und minimalen Bewegungsaufwand zu Hackepeter verarbeitet schreit das zwar nicht nach einem richtig guten Film, aber immerhin nach etwas kurzweiliger Unterhaltung. Da hält der fromme Eli – der christliche Nächstenliebe im Zweifelsfall gerne mal mit dem Kampfmesser predigt – auch meistens noch die Klappe. Wenn sich dem Zuschauer später offenbart, was er eigentlich vorhat, was er wie einen kostbaren Schatz mit sich rumschleppt und wieso er das alles macht, wird’s peinlich. Aber nicht zu knapp. Nicht zu vergessen, dass natürlich auch der schurkige Ober-Schurke (vom Schurken-König Nummer 1 Gary Oldman zumindest stellenweise ganz ordentlich verkörpert, wenn man ihn noch ernst nehmen kann) wie der Teufel hinter diesem Artefakt her ist, denn NATÜRLICH ist DAS der Schlüssel zur unendlichen Macht und der Herrschaft über die Welt. Ja klar, was auch sonst...oh je, was für ein verblendeter, schwülstiger Religions-Propaganda-Unfug, der einem diesen Unsinn so ungeniert und bierernst-selbstverständlich auftischt, in gewissen Teilen der USA – wo Gottesdienste dreimal täglich in einem Zelt, inklusive Wunderheilungen von Krüppeln stattfinden – sind wohl die Leute vor Glückseligkeit auf die Knie gefallen. Grauenhaft. [...]

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MovieFreak83

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echt...über filme lässt sich wirklich verdammt gut streiten, sag ich immer wieder... 9/10 von mir....over and out ! xD


JackoXL

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Ist so, nur hier müssen wir nicht streiten, bringt nichts.


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.5Sehenswert

[...] The Book of Eli vermittelt ein beeindruckendes Endzeit-Feeling, das mich restlos begeistert hat. Die Öde und Leere der entvölkerten Welt wird auf eindrucksvolle Weise transportiert und zusammen mit den eingesetzten Farbfiltern wird die Atmosphäre noch erdrückender. Die anfangs aufgebaute Stimmung entlädt sich erstmals, als Eli auf die ersten anderen Menschen trifft, welche ihm zugegebenermaßen nicht gerade freundlich gesonnen sind.

Hier offenbart sich dann einerseits eine große Stärke des Films, andererseits seine größte Schwäche. Denn nachdem sich der Zuschauer an die ruhige, bildhafte Erzählweise gewöhnt hat, wird er von einer Action-Einlage überrascht, die in dieser Form eins zu eins in Sin City hätte übernommen werden können. Zudem erinnert Carnegies Siedlung und auch später noch folgende Actioneinlagen sehr an klassische Western. Zuletzt käme noch der christliche Pathos bezüglich der Macht des Glaubens hinzu, wobei ich diesen tatsächlich – auch als bekennender Pantheist – in keiner Weise als störend empfunden habe, sondern vielmehr die Analogie zu früheren Zeiten zu würdigen wusste: Der Mensch, in seiner Entwicklung zurückgeworfen, besinnt sich auf seine Wurzeln und niedersten Bedürfnisse – und das Gefühl von Sicherheit geht hervor aus dem Gruppenzugehörigkeitsgefühl, was insbesondere der Glaube auf exorbitante Art zu steigern vermag. [...]

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Xander8112: Xanders Blog

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5.0Geht so

[...]
Es geht sehr biblisch zu, und nicht nur aufgrund des Filmtitels kommt es einem vor als würde man ein Kapitel aus der Bibel mit einem bis dato unbekannten Propheten sehen. Für Leute, die mit Gottes Botschaft wenig anfangen können, wird der Film zu einer Qual, die Grundaussage ist zudem mit „Und bist du nicht gläubig, so brauch ich Gewalt“ sehr fragwürdig. Man stelle sich einfach mal vor, anstelle der Bibel würde es um den Koran gehen – unvorstellbar, das Geschrei wäre groß. Religionsunterricht mit großem Budget in einer Welt, in der passender Weise Dan Browns „Sakrileg“ verbrannt wird. Der coole, sonnenbebrillte Christ der Zukunft wäscht sich mit Erfrischungstüchern von Kentucky Fried Chicken, hört Musik über den iPod und metzelt sich mit seiner Machete den Weg frei, um die frohe Botschaft in die Welt zu tragen. Das lässt nicht wirklich für die Menschheit hoffen.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.0Ausgezeichnet

"The Book of Eli" ist der erste Film der Huges Brüder seit "from Hell". Nach immerhin neun Jahren melden sie sich mit ihrem Endzeitspektakel zurück. Dabei haben sie für ihren aktuellen Streifen nicht nur die optimale Besetzung engagiert, sondern schaffen es Action im Hochglanzformat eine tiefgründige, wenn nicht sogar philosophische Note zu geben. Die Art wie diese Aspekte zusammenfinden macht diesen Film doch sehr speziell und zu etwas besonderem.

Dabei ist die eigentliche Handlung ist einem One-Liner erzählt. Dass der Film dennoch zu gefallen weiß liegt an der geilen Optik, sehr guten Schauspielern und der Art, wie die Geschichte erzählt wird.

Die Optik ist geil gemacht: Stellenweise an die verwüsteten Landstriche in "Terminator 4" erinnernd wirken die verwüsteten Landstriche endlos, die verlassenen Häuserruinen trostlos. Hier kämpfen die Menschen ums nackte Überleben, und das wird auch genauso vermittelt. Innerhalb kürzester Zeit ist man ein Teil einer Welt, in der man für einen Schluck Wasser über Leichen geht.

In Szene gesetzt wird dies gekonnt cool durch aufgehellte Farben, so dass die Wüste noch sandiger wirkt. Slow-Motion Effekte machen zudem jeden Kampf zu einem perfekt choreographierten Spektakel.

Denzel Washington ist ein guter Schauspieler, dass er auch bei Kampfszenen eine gute Figur macht ist relativ neu. Dabei schafft er es einerseits eine Sanftmütigkeit an den Tag zu legen, die man noch am ehesten von einem Mönch erwarten würde, zerlegt aber im Falle einer Bedrohung in nur wenigen Sekunden mehrere Gegner auf einmal. Dabei vermittelt er immer die Rolle des Gläubigen, der eine Aufgabe hat - und das mehr als gekonnt.

Auf der anderen Seite der Leinwand macht Gary Oldman das was er am besten kann: er spielt den "Bösen". Dabei ist den Huges ein wahrer Besetzungs-Glücksgriff gelungen, denn die beiden Protagonisten funktionieren zusammen großartig - oder sollte man viel eher sagen gegeneinander? Oldman vermittelt perfekt Carnegie's Besessenheit nach dem Buch, und seine Bereitschaft alles aufs Spiel zu setzen um es zu bekommen, selbst wenn er sonst alles verlieren würde.

Wirklich gut spielt auch Mila Kunis, die man möglicherweise aus Filmen wie "Max Payne" und "Nie wieder Sex mit der Ex" kennt, wo sie bisher eher kleine Rollen hatte. Als Washingtons bessere weil weibliche Hälfte macht sie ihre Sache sehr gut und wirkt vor allem immer glaubhaft. Deswegen und weil sie es schafft gut auszusehen, auch wenn sie angezogen ist hoffe ich mehr von ihr zu sehen (Achtung - zweideutig!).

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.0Ganz gut

Die Regiezwillinge Allen und Albert Hughes gehören zu den selektiveren Moviemakern unserer Zeit. Lediglich vier Kinofilme und eine Dokumentation haben sie in 16 Karrierejahren inszeniert, zuletzt die „Jack The Ripper“-Variante „From Hell“. Mit dem Endzeitactionabenteuer „The Book Of Eli“ bescheren sie uns die Hölle auf Erden: Ein Atomkrieg hat nahezu alles Leben ausgelöscht.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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2.5Ärgerlich

„The Book of Eli“ überzeugt zu Beginn durch seine Optik, doch alleine die Atmosphäre vermag es nicht das christlich-aufgeblähte Handlungskonstrukt zu tragen. So fällt alles nach und nach in sich zusammen und hinterlässt genau dass, wo durch Hauptdarsteller Denzel Washington wandert: Ödnis.

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xiudt

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"Book of Eli" ist sicherlich einen Blick wert - zumindest für den wirklich guten bedrohlichen Spannungsaufbau und Optik in der ersten Hälfte des Films. Ich stimme aber zu, dass die Auflösung sehr vorhersehbar ist und zu dünn, um den Film zu einem erinnernswerten Finale zu tragen.


MovieFreak83

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also ich weis nicht wass ihr habt....
die ganze storry ist garnicht mal so unrealistisch nebenbei....;)
aber egal, real oder nicht real,
das endzeit apokalypse feeling kommt perfekt rüber.


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.5Sehenswert

[...]Denn die Hughes-Brüder zitieren nicht einzig aus der Bibel daher. „The Book of Eli“ ist Western, „Mad Max“, „Waterworld“, er ist in seinen stärksten und einsaugensten Bildern fast eine 1:1-Umsetzung des großartigen Games „Fallout 3“, der Film sucht sich seine Vorbilder also auf den naheliegenden und ziemlich weltlichen Gebieten. Zusammen mit dem elegischen Soundtrack von Atticus Ross, vielfach bestehend aus anschwillenden und dröhnenden Geräuschen und Instrumenten, und den wirklich berauschend „schönen“ Aufnahmen einer farblosen, entvölkerten, gar nicht so sehr verwüsteten sondern einfach nur leeren Welt, schafft der Film allerdings eine enorme audio-visuelle Dichte und Atmosphäre, deren Faszination man sich kaum entziehen kann. Sie hat zweiffellos ihre Wirkung, diese Aussicht auf eine Welt, die nach ihrem Ende ganz von vorne beginnt und ähnlich wie man in Bethesdas „Fallout 3“ einen nicht geringen Anteil der Spielzeit mit ausgiebigen Märschen durch das bedrückend-beeindruckende Ödland verbrachte, kann auch „The Book of Eli“ am meisten überzeugen, wenn er schwelgt im Anblick von kahlen Panoramen, zerfurchten Wüsten und Autobahnen, die wie gebrochene Knochen aus diesem leblosen Körper Welt herausragen[...]

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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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2.5Ärgerlich

Missglückter Endzeit-Western: bemüht um epische Breite, durchzogen von einer zweifelhaften Theologie

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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5.5Geht so

Der philosophisch-christliche Ansatz, dass eine Welt, in der die Menschen das Lesen verlernt haben, eine Art Jesus bedarf, der das Wissen und das Buch aller Bücher bis über seinen Tod hinaus weiterträgt, wird leider nur angedeutet. Den Kampfszenen und der Beseitigung alles Bösen auf dessem Weg wird hier dafür vielmehr Bedeutung zugeteilt. Schade!

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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5.5Geht so

Ansonsten regiert im Film nämlich grau in grau, und das gilt nicht nur für den Inhalt, sondern eben auch für die Optik. Schon das Bale- und sonstige Desaster „Terminator: Salvation“ hat angedeutet, dass dem Kino offensichtlich nicht mehr sonderlich viel zum Thema Apokalypse einfällt. Geröll, Kies und Staub – man hätte sich auch nicht gewundert, wenn John Connor Eli auf einmal heroisch beigesprungen wäre, so austauschbar sehen allein diese beiden Filme in Sachen Optik aus. Aber keine Sorge: „The Book of Eli“ hat auch seine guten Seiten. Es sind nicht viele, aber immerhin. Zum Einen weiß Denzel Washington in seiner Rolle durchaus zu Gefallen, und zum Anderen ist Gary Oldman mal wieder richtig schön fies in seiner Rolle des durchgeknallten und bibliophilen Despoten. Dazu gibt es noch die eine oder andere gelungene Anspielung an die gegenwärtige Popkultur. Zudem weiß noch des Rätsels Lösung der gesamten Angelegenheit, an dieser Stelle natürlich nicht verraten, durchaus zu Gefallen. Nichts desto trotz: Wenn am Ende von „The Book of Eli“ Mila Kunis als Amazonen-Verschnitt bis an die Zähne bewaffnet in die Einöde stiefelt, und somit die Grundlage für ein etwaiges Sequel liefert, bleibt doch die Frage im Raum stehen, wer das eigentlich sehen will?

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Corsovilla: SchönerDenken

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4.0Uninteressant

Nicht reingehen! “Book of Eli” ist ausschließlich für Freunde des postapokalyptischen B-Movies geeignet. Diesem 80er Jahre-Genre hat der Film nichts hinzugefügt, ein überflüssiger Film, dessen religiöse “Botschaft” völlig unklar bleibt. Nur einzelne kurzweilige Szenen und die beiden Hauptdarsteller verhindern, dass man den Kinosaal vor Ende des Films verlässt. Höhepunkt des Kinoabends war folgender Dialog eine Reihe vor uns:
Er (überrascht): “Ah, das Buch ist die Bibel!”
Sie (schlecht gelaunt): “Was hast Du gedacht, welches Buch das ist? HARRY POTTER?”

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xXIzeXx

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ist derteil mit der bibel gespoilert???


M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

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7.0Sehenswert

Der Minimalismus des Drehbuchs und die Konzentration der Inszenierung wirken aber nicht immer positiv: Lang dümpelt der Film dramaturgisch dahin, ohne große Actionmomente, ohne funktionierende Figuren. Nur Tom Waits' tolle Kleinstrolle sorgt für Heiterkeit, bis das gut vorbereitete Finale doch noch einen Blick in die Zukunft (mit Malcolm McDowell!) bietet

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Evie: www.inderzange.de

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5.0Geht so

Die Hughes Brothers, die mit ihrem 2001 erschienen Werk "From Hell" zuletzt zusammen gearbeitet haben, bringen jetzt ihren neusten Streich auf die große Leinwand. "The Book of Eli" ist genauso hochkarätig besetzt wie "From Hell" seinerzeits. Und man versuchte wie auch damals einiges mit den Schauspielern zu überdecken, nicht was die Story angeht. Aber ob nach so langer Zeit die beiden Brüder noch harmonieren werden wir jetzt herausfinden.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Die alte Geschichte wirkt im Look der Hughes-Brüder erschreckend und ungemein eindrucksvoll. „The Book of Eli“ ist Post-Western und mehr. Aber vor allem cool in der Person von Eli / Denzel. Er zitiert Bibel und Johnny Cash, sein einziger Begleiter ist lange Zeit ein iPod Classic. Elis Weg nach Westen ist ihm prophezeit, vielleicht gibt ihm das diese atemberaubende Sicherheit. Neben Washington kann Oldman nicht so beeindrucken wie in ziemlich der gleichen Rolle beim „Fünften Element“. Dafür freut man sich, Tom Waits im Tante Emma-Laden zu sehen. Und: keine Sorge, das ist kein missionarischer Film

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Die Hughes-Brüder entwerfen eine düstere Zukunftswelt, in die verschiedene Kinogenres, etwa der Western- oder der Science-Fiction-Film, Eingang finden. Kameramann Don Burgess liefert verwaschene, an Comics erinnernde Bilder, die von der archaisch anmutenden Filmmusik von Atticus Ross kongenial unterstützt werden. Im Gegensatz zu anderen Filmen des Genres verwendet „The Book of Eli“ keine Rückblenden, um zu verdeutlichen, wie es zur Katastrophe kam. Mit einem ausgesprochenen Gespür für Tempo enthüllt der Film jedoch nach und nach einige Informationen, die vor allem in der Aussage gipfeln, die meisten Menschen hätten in der Bibel die Ursachen des Krieges gesehen. Deswegen haben sie versucht, alle Exemplare zu verbrennen. Der Zustand der Welt straft indes dreißig Jahre später die Einschätzung eindrücklich Lügen: Ohne die Bibel, ohne den Glauben an eine transzendente Welt sind die Menschen zu Bestien geworden. Das Außerordentliche an „The Book of Eli“ liegt gerade darin, dass nicht irgendwelche Gutmenschen in der Lage sind, die menschliche Zivilisation wiederherzustellen. Dafür benötigt der Mensch etwas, was über seine Kräfte und Fähigkeit hinausgeht. Und das findet er nur in der Bibel. Deswegen wandert Eli seit 30 Jahren ohne Unterlass in Richtung Westen. Denn hier, in der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz, wird der Kern einer neuen Zivilisation aufgebaut.

Dass das Regisseurduo es damit ernst meint, beweisen viele Aussagen von „The Book of Eli“, nicht zuletzt Elis Lebensweisheit, die er der Bibel entnommen hat: Dass es im Leben darauf ankommt, mehr für andere zu tun als für sich selbst. Ebenso ernst zu nehmen sind denn auch die Worte des Apostels Paulus („Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten“), die am Ende des Filmes als Zusammenfassung von Elis Leben stehen. Angesichts der nachdenkenswerten Ansätze, die „The Book of Eli“ bietet, befremdet es allerdings um so mehr, dass sich Allen und Albert Hughes einer übermäßigen, über weite Strecken allzu realistischen „Martial Arts“-Gewalt bedienen, die bei vielen Zuschauern eher Widerwillen erzeugt.

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F. Everschor: Film-Dienst.de

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4.0Uninteressant

Hughes-Brüder zugute halten, dass er eine Menge Stilwillen besitzt. Selten hat verbrannte Erde auf der Leinwand so gut ausgesehen, und selten hat sich ein Kameramann bemüßigt gefühlt, den Überresten einer vergangenen Zivilisation so kunstfertige Perspektiven abzugewinnen. Doch die Rechnung der Regisseure, „Mad Max“-Kino und Bibelfestigkeit miteinander zu versöhnen, geht schief. Wenn Denzel Washington seinem Teenager-Schützling das Beten vor dem Essen beibringt oder zu nächtlicher Stunde aus der Bibel zitiert, dann hat das nicht einmal eine Unze der Glaubwürdigkeit, die er an den Tag legt, wenn er einem Straßenräuber die Hand abschlägt. Ernst nehmen kann man diese Art Anbiederung an die Millionen wiedergeborener Christen in Amerika gewiss nicht, selbst wenn man gewillt sein sollte, über die zahllosen Ungereimtheiten und Unwahrscheinlichkeiten des Films hinweg zu sehen.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.0Sehenswert

Ähnlich wie die Werke der Wachowski-Brüder, so sind auch die Filme der Hughes-Brothers von einem unbändigen Willen zur Stilisierung der Coolness geprägt. Ihre Comicverfilmung „From Hell“ war ein Beispiel dafür und ähnlich sieht es nun bei „The Book of Eli“ aus.
Das regieführende Brüderpaar entwirft darin ein Zukunftsszenario, in dem die zivilisierte Welt wie wir sie kennen untergegangen ist: Der Kampf zwischen den Religionen führte zu einem Nuklearkrieg, der den Globus verwüstet und die Menschheit stark dezimiert hat. Die Überlebenden sind zurückgefallen in eine vorindustrielle Welt des Tauschhandels, in der unverseuchtes Trinkwasser zu den kostbarsten Gütern zählt, und die beherrscht wird von marodierenden Banden, die ihre Opfer rücksichtslos und brutal ausrauben. Durch diese gefährliche Ödnis zieht Eli (Denzel Washington) mit einem geheimnisvollen Buch in seinem Rucksack gen Westen. Auf seiner Wanderung trifft er auf den cholerischen Kleinstadt-Despoten Carnegie (Gary Oldman), der das Geheimnis hinter Elis Buch lüftet und ihm den großformatigen Schinken abnehmen will. Zwar gelingt Eli zusammen mit Carnegies Tochter Solara (Mila Kunis) die Flucht, doch der Bandenboss und seine Schergen bleiben den beiden dicht auf den Fersen.
Das Szenario ist klassisch und besitzt dank diverser Anleihen bei ähnlich gelagerten Streifen wie „Die Klapperschlange“ oder „Mad Max“ stets etwas sympathisch Retrohaftes. Die ausgemergelten Bilder und ein lässiger Denzel Washington strotzen dabei in jeder Einstellung förmlich vor Coolness, während dieser mit Western- und Samurai-Motiven geschickt spielende und packende Apokalypse-Actioner zwischen in sich gekehrter Kontemplation und brutaler Action hin und her pendelt. Beim finalen Schlusstwist wird dann zwar in Sachen Missionierung ein wenig dick aufgetragen, was den positiven Gesamteindruck jedoch nicht nachhaltig zu schmälern vermag.

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G. Pscheider: ray G. Pscheider: ray

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6.0Ganz gut

Die erste halbe Stunde funktioniert dank der ausgezeichneten Kameraarbeit und der klugen, weil sparsamen Inszenierung sogar ausgezeichnet, auch weil man noch nicht weiß, worum es eigentlich geht. Die zweite Hälfte erschöpft sich in noch immer zumindest ordentlich gemachten Action-Sequenzen von Flucht, Verfolgung und Belagerung. Beim völlig unglaubwürdigen Schlusstwist weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll.

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R. Zimmermann: critic.de

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7.5Sehenswert

The Book Of Eli ist weder Literatur- noch Comicverfilmung, auch wenn die Handlung und die Figurenzeichnung letzteres vermuten lassen. Das Erstlingswerk von Drehbuchautor Gary Whitta reiht Gleichnisse und Symbolismen mit solchem Eifer aneinander, als gelte es eine weitere Bibelgeschichte mit massentauglicher Low-Level-Chiffre zu schaffen. Mit diesem Knobel-Faktor geht der Film qualitativ weit über andere ähnlich gelagerte Produktionen à la Kostners Postman (The Postman, 1997) hinaus.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.5Uninteressant

Die Passion Denzels. Grauenhaft freudloser Apocalypsenfilm, der jeden unterhaltsamen Ansatz in humorlosem Gestarre erstickt. Ohne jede Selbstironie wird hier die frohe Botschaft mit dem blutigen Schmiedehammer verbreitet und selbst ein Nahe an der Selbstparodie agierende Gary Oldman schafft es nicht diesen inhaltsleeren, moralisch fragwürdigen und menschenfeindlichen Film zu retten. Der krampfige Schlusstwist, der die Zuschauer schlichtweg für blöd verkauft, macht das Ganze noch ärgerlicher. Wie sagte ein US-Kollege so schön: Dieser Film macht für das Christentum, was Battlefield Earth für Scientology getan hat. Amen.

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Deep Ford

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Hab's doch geahnt, dass die Story nüschts taugt. Und dann auch noch ein Werbevideo rechter Christen - also wieder ein Fall für eine semilegale Streamingseite...


flow206

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Jeder der nicht gerade 68er oder linksextrem verblendet ist wird diesen Film durchaus gut finden können.


Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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5.0Geht so

Weder gutes Produktions-Design, noch coole Action-Szenen können die schwache und schablonenhafte Geschichte sowie die stereotypen Charaktere, die wir so schon viel zu oft gesehen haben, wett machen. Es gibt zusätzlich noch einen lächerlichen Twist in der Story, der einfach nur ärgerlich ist.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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8.0Ausgezeichnet

Obwohl nicht so lyrisch wie “Die Strasse”, […], benutzt “The Book of Eli” die Genre-Konventionen des Western um seinen Haupt-Charakter zu einer mythischen Gestalt zu machen. Washington, immer interessant, bringt die ganze Kraft seines intensiven Blicks und seines versöhnenden Lächelns in diese Rolle mit ein. Sein Pilger der Postapokalypse sieht hinter die unmittelbaren Bedürfnisse und in eine Welt, die größer ist als er selbst. In einem Wort, dieser Film ist inspirierend.

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boabob

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Gilt genannte Inspiration auch für den Fall, wenn Mr. Washington mit dem Koran anstatt der Bibel über die Strassen gereist wäre ?


craax

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boa_ prinzipiell gewiß DOCH! - denn das "Christliche" an dem sich so viele hier stören) ist der völlig mißverständlichste Nebenumstand der Welt dabei! - denn es handelt sich: um Z i v i l i s a t i o n s kritik,- genauer: eine Warnung, so deutlich wie nur geht,- & (zuletzt) um eine unzerstörbare Hoffnung : das >die Wahrheit< (zwar hier eines Glaubens an >den Glauben<) (aber beileibe eines nicht "christlich" eingeschränkten,- sondern nur symbolisierten) nicht untergeht -
believe it or not.

PSüberflüssige Anmerkung: ich bin nicht nur un-christlich, - sondern sogar dagegen allergisch - und fand den Film >trotzdem< (weil ich nicht das mindeste "christliche" darin zu entdecken auf die Idee kam, außer der vorgenommenen Larven-Äußerlichkeit) - gut.-


Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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7.0Sehenswert

Die Idee im Kern des Films ist, das große Ideen eine Gesellschaft wieder aufbauen können – nur, wem werden diese Ideen gehören, den Menschenfreunden oder Diktatoren? Der Konflikt zwischen Eli und Carnegie ist wie eine Mini-Version des Konflikts, aus dem der “Flash” resultierte. Was Denzel Washington angeht, so kann nicht jeder Schauspieler die letzte Hoffnung der Menschheit spielen, aber kann und er tut es – durchaus eine beachtliche Leistung.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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7.5Sehenswert

Für Manche hat dieser Genre-Film den Bonus auffälliger und offensichtlicher Religiosität. Es geht um Das Wort, und darum, wer es kontrolliert. Aber “The book of Eli” funktioniert, selbst wenn das Weiterbestehen der Christenheit nicht besonders weit oben auf ihrer persönlichen post-apokalyptischen Überlebens-Liste rangieren würde. Indem er seine Regeln klar und deutlich aufstellt, ist dieser Film einfach besser und besser gespielt als die üblichen Endzeit-Schinken.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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5.5Geht so

Ein didaktischer und homorloser Western, ist dieser Film zu langsam für einen Action-Film und zu brutal für eine inspierierende Geschichte. Mit seinem interessanten, düsteren Look fühlt er sich mehr an wie ein überlanges Musikvideo.

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Mokba

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wenn das homor simpson hört!


MovieMonster

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Nukular... Nu-ku-lar !


David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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6.0Ganz gut

Dieser Film weist mehr als nur eine entfernte Ähnlichkeit mit den Mad Max Filmen auf, auch hier spielt die Action in einer von der Sonne verbrannten Wüste. Das Problem ist die mittelmäßige Story, die sich anfühlt als ob sie auf einen Rahmen gespannt und bis zum Zerreissen gedehnt wurde.

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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4.0Uninteressant

Langsam gefilmt und vermutlich der letzte Sargnagel für die Karriere der einst so hoffnungsvollen Regisseure Albert und Allen Hughes, ist dies ein extrem dummer Film mit absurden Ambitionen. Die Geschwindigkeit ist viel zu langsam für Action-Fans, und die Kämpfe sind zu bizarr gewalttätig, um sensibleren Gemütern zu gefallen, denen vielleicht die christliche Message gefallen hätte.

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Kommentare (329) — Film: The Book of Eli


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Hauru

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Bewertung6.0Ganz gut

Ihre Seiten sind seit jeher der Nährboden für Hoffnung und Taten, die auf ihre Worte gestützt akzeptiert werden. Die Bibel ist das mächtigste Buch der Welt und ob das nun beängstigend oder beruhigend ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Ich, für meinen Teil, bin nicht gerade der gläubigste Mensch. Genau genommen vertrete ich die Theorie des Urknalles, bin aber jemand, der die Worte der Bibel in den richtigen Situationen zu schätzen weiß.
Ein ähnliches Gefühl habe ich auch gegenüber The Book of Eli. Ich weiß diesen Film wirklich zu schätzen und finde seinen Grundgedanken unglaublich schön, aber richtig überzeugen konnte er mich trotz allem nicht – eben ganz wie die Bibel.

Während draußen der Regen gegen die dreckigen Fenster prasselte, saß ich auf meinem Sofa und bewunderte die gewaltigen Bilder, welche The Book of Eli auf meine Netzhaut zauberte.
Von den Aufnahmen, über die Farbkorrektur, bis hin zu dem wunderschönen Spiel mit der Sonne – das Jahr 2044 wurde absolut stimmig eingefangen.
Die einzigen Pflanzen bekommt man ganz am Anfang zu Gesicht. Danach wirkt The Book of Eli wie ein Western in der Apokalypse. Wüste, Saloons, Staub, weite Leere, kaum Wasser und über allem liegt dieser beunruhigende Schleier.
Nach den ersten Minuten hatte mich der Film bereits in seine Welt gezogen und ich folgte gespannt der Handlung, die sich Stück für Stück offenbarte.

Eli (Denzel Washington) ist einsamer Überlebender in diesem postapokalyptischen Western, der ein Buch beschützt. Das letzte Buch seiner Art. Die Bibel. Carnegie (Gary Oldman) ist ein Despot über eine kleine heruntergekommene Stadt und will dieses Buch.

In meinen Ohren hörte sich der Plot unglaublich spannend an. Ich konnte es gar nicht erwarten zu sehen, wie Gary Whitta seine Idee weiter gestrickt hatte und welche spannenden Glaubenskonflikte sich noch offenbaren würden.
Die Frage ist jetzt natürlich nur, was man als einen Glaubenskonflikt betrachtet. Ist es ein Konflikt, wenn Person A die Bibel behält und Menschen helfen will, während Person B das Buch braucht um damit eine kleine Siedlung zu unterjochen?
Wahrscheinlich schon, aber dafür ein sehr langweiliger. Ist Eli wirklich der einzige Mensch, welcher hier eine gewisse Ungerechtigkeit sieht? Was ist mit den Menschen, die frei sein wollen? Die nicht kontrolliert werden wollen?
Jene werden hier gekonnt von Größen wie Denzel Washington, Mila Kunis und Gary „Gordon“ Oldman umspielt und man kommt somit nicht darüber hinweg, dass irgendetwas fehlt. Etwas Essentielles - die eigene Empathie.
Diese wird durch den undetaillierten Tagesablauf der Überlebenden alles andere als angeregt. Man empfindet zwar ein gewisses Bedauern gegenüber den Müttern, welche ihre Babys schützend im Arm halten und in einer Seitengasse schlafen, aber dieses gewisse Unwohlsein, welches sogar bei Dredd mehr zum Ausdruck kam, habe ich schmerzlich vermisst und auch die kläglichen Versuche mit Kannibalen das Mitgefühl einzuschalten sowie Actionszenen, die zwar spannend aber vorhersehbar sind, sorgen dafür, dass ich von den einzelnen Momentaufnahmen mehr genervt als bedrückt war.
Die eigentlich interessante Handlung reitet den Film der Hughes-Brüder somit ins Verderben – und das nur, weil an Details gespart wurde.

The Book of Eli wirkt wie eine langweilige Predigt, die allenfalls gläubigen Menschen noch gefallen könnte und in der die andere Hälfte angestrengt nach einem Sinn sucht, um das Geld doch nicht zum Fenster herausgeworfen zu haben.
Diesen Sinn bekommt man jedoch am Ende serviert. Was dort an einer Wendung geboten wird ist auf der einen Seite sehr fragwürdig, aber auf der anderen Seite genial gelöst.
Das Ende ist ein Rettungsring, den man diesem Film in letzter Sekunde zugeworfen hat, damit er doch nicht in der trockenen Wüste ertrinkt.
Ich kann also beim besten Willen nicht sagen, dass der Film schlecht ist. Er verlässt sich eben ausschließlich auf sein interessantes Setting und vergisst dabei die Hauptsache. Eine Handlung die funktioniert. Lediglich die teils großartigen Bilder und die spannende Grundprämisse, lassen diesen Film doch noch interessant werden. Letztendlich kann dann aber doch nur das Ende ein wenig überzeugen.

Immerhin besitzen die Macher des Films Empathie.

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Pesthexer

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter Film. Gary Oldman ist mal wieder überragend und Denzel Washington macht ebenfalls einen wunderbaren Eindruck.
Die Story ist auch echt gelungen. Das so ein urtypisches Buch zu so einem zentralen und wichtigem Grund wird ist schon echt gut gemacht.
Hätte mir allerdings noch ein bisschen mehr Background zu den Wastelands gewünscht.
Ansonsten Top.

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Captain_Haddock

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Bewertung3.5Schwach

Im Namen Gottes ne Menge Menschen über den Haufen schießen – Yay! (Einzig die Schlussszene hat mich ein bisschen versöhnt)

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MovieFreak83

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Bewertung9.0Herausragend

einer meiner Lieblings Endzeit Filme bisher.
Es ist wenn man so will die religiöse version von Mad Max....ca, ;)

finde alles top, der letze punkt fehlt...weiss nicht genau wo, aber e egal, ;)

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Nexo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich finde den Film echt Klasse gemacht ich bin zwar kein Fan von der Bibel aber in diesem Film wurde die Bibel zum sehr guten Objekt wenn man das so sagen kann. Er ist extrem spannend obwohl ich auch zugeben muss das ich den Film erst nach dem 2ten mal schauen richtig verstanden habe, bei dem Film sollte man konzentriert sein und einfach genießen ein richtiger Popcorn Kino Film...

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mary-jane

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Bewertung6.0Ganz gut

Tjo, hm, die Bibel – nicht gerade mein Thema, aber hier glücklicherweise nicht christlicher und katholischer als unbedingt notwendig umgesetzt. Das war die positive Überraschung.
Eli wird von Denzel Washington solide und überzeugend – aber durchaus mit Schwachstellen – verkörpert, insbesondere wenns ums Benutzen der Machete geht. In den bildgewaltig dargestellten Kämpfen finden sich auch die wirklichen Höhepunkte des Films.
Die Rolle des Eli wirkt im Großen und Ganzen etwas unausgegoren. Ich meine es geht um das angeblich ultimative Buch, das er mit seinem Leben beschützen und an einen bestimmten Ort bringen soll. Hütet er mit sein Leben aber nicht das ironischerweise falsche Buch, wenn er, nur um nicht von diesem Pfad abzudriften, jegliche Hilfestellung verwehrt oder soll eine gewisse Läuterung dann darin gesehen werden, dass er sich in dem Wild-West-Kaff dann doch ala Django einmischt, als er erneut Zeuge von Unrecht wird? Hm, irgendwie nicht ganz durch eben.
Bonuspunkte bekommt von mir das perfekt gerüstete, überlebens- und schießwillige alte Pärchen, deren einsames Farmhäuschen sich so herrlich skurril in die ohnehin bizarre Landschaft der Wüste einerseits und des selbst angelegten Friedhofs andererseits einfügt.
Und ganz klar geht ein besonders rebellischer, selbstbestimmter, natürlich gutaussehender Punkt an Solara, verkörpert von Mila Kunis.
Die postapokalyptische Welt wird in illustrativer Atmosphäre präsentiert, über lange Strecken - vor allem das erste Drittel - ist der Film allerdings wie das Ödland rundherum, eintönig und langatmig, ohne aber meines Erachtens wesentliche und eigentlich wichtige Teile der Geschichte nicht nur in kurzen Floskeln anzukratzen, sondern zu erzählen (denn die Zeit wäre da allemal gewesen) zB darüber, woher genau Eli kommt, warum ausgerechnet er im Besitz des Buches ist, wie es zu den Zu- und Umständen der „Neuen Welt“ gekommen ist. Warum denn die Wüsten-Pinky-&-Brain's in Form von Redridge (Ray Stevenson) als einfältiger Chef-Dobermann samt Rudel und Carnegie (Gary Oldman) als sadistischer, alkoholgetränkter Boss meinen, von einem winzigen Einöde-Kaff aus die Weltherrschaft an sich reissen zu können, wenn der einzige Plan „das Buch“ ist, hat sich mir nur insoweit erschlossen, als dass ich dachte: The blind leading the blind.
Es ist vieles Halb und irgendwie nix Ganz und genauso sehenswert oder auch nicht.

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JackoXL

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"nicht christlicher und katholische als unbedingt nötig umgesetzt"...hä? Das ist doch SO ekelhaft durchtränkt, macht ein interessantes Szenario zur reinen Farce.


mary-jane

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Moin,

najo, wenn ich mir einen Film über Troja anschaue, wundere ich mich auch nicht, wenn da ein Riesenholzpferd vorkommt.
Vielleicht ist es bei mir als Atheistin (von Grund auf: ich bin nicht getauft und höre trotzdem auf meinen Namen) deshalb so angekommen, dass - wie uns die Geschichte schon seit über 2000Jahren lehrt - die Bibel und Religionen im Allgemeinen noch nie die „Seelenrettung“, jedoch als Mittel zum Zweck immer die beste Waffe darstellen, um die vermeintlich ultimative Macht zu erlangen und sich das selbst nach dem Weltuntergang nicht ändert/ändern würde. Also räumt der Mensch an sich den Religionen zu viel Platz und Macht ein, mit Glauben hat das noch lange nichts zu tun.
Ich wünschte im Sinne der Weitsicht auch, dass mal jemand das Thema von einer ganz anderen Seite angeht, aber ich kann mich offenbar glücklich schätzen, für die so oft angesprochene Propaganda dieses Films nicht anfällig zu sein.


Turonn

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Bewertung7.0Sehenswert

Athmosphäre relativgut in den Bildern wiedergespiegelt. Story ist ok, product placement recht belustigend ^^. Finde es schade, dass einige Leute den Film nicht mögen, weil sie die Bibel oder die christliche Religion nicht mögen. Persönlich finde ich den Film gut gelungen.

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SevenOfMine

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Bewertung0.0Hassfilm

Fundamentaler religiöser Fanatismus auf christlich, der stark nach missionarischen Kreationisten aus Reihen der Boston Tea Party müffelt: Glauben ist alles, Wissen ist nichts. Das soll der Zuschauer auch bitte gleich verinnerlichen, indem über die Gründe der gezeigten postapokalyptischen Welt nur herumschwurbuliert wird, dafür aber die Botschaft, daß ohne die Bibel die ganze menschliche Existenz nichts ist, ganz unmißverständlich übermittelt wird. Etwas subtiler wird zwar auch klar, daß hier der Blinde der einzig wahrhaft Sehende ist, was den ganzen Schwachsinn zwar entlarvt, aber nichtsdestotrotz bleibt solche Art von Machwerk gefährlich, denn wir wissen heute, das Gefühl siegt meist über den Verstand. Dem kann auch ich mich bei meiner Bewertung nur schwerlich entziehen, selten hat sich mir bei einem Film innerlich alles so dermaßen gesträubt wie bei 'The Book of Eli'. Denn auch der Mißbrauch des (christlichen) Glaubens, die Instrumentalisierung zum Zwecke des Machtaufbaus und -erhaltes, also das, was den Christen ihre Amtskirchen sind, wird in Person von Gary Oldman dargestellt. Nur nützen all diese unterschwelligen Warnhinweise nichts, wenn die Botschaft bleibt: Vergiß alles, was Du weißt, und GLAUBE! Denn nur so funktioniert Glaube leider auch: Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Super gefilmt mit ein paar schönen Action- und Fightszenen. Washington wie immer der Wahnsinn, Oldman endlich mal wieder in einer richtig fießen Rolle und Mila Kunis als sexy Beilage. Das Ende war für mich sehr überraschend, wenn auch etwas zu unglaubwürdig und mit religiösem Beigeschmack (den ich aber den restlichen Film über nicht gespürt habe). Auf jeden Fall sehenswert.

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RoboMaus

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenn man die Kommis liest, wird eines klar: 'The Book of Eli' polarisiert ob seines religiösen Inhalts. Dabei geht das noch wesentlich über die hervorgehobene Bedeutung der Bibel hinaus: Eli ist direkt von Gott wie eine Art Moses der post-Apokalypse mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Wie sonst könnte er (SPOILER:) einen Schuss aus nächster Nähe in die Brust überleben, danach noch auf Wanderschaft gehen und über die Bucht von San Fancisco rudern (SPOILER ENDE)? Mich stört das nicht - im Gegenteil: lieber das als ernstgemeinte, Bugs Bunny-artige Stehaufmännchen-Action in Filmen wie 'Largo Winch', oder Christopher Lambert in 'Fortress 2', wo er ohne Schutzanzug durch den Weltraum schwebt. Ob das schützenswerte Buch nun die Bibel oder das Rocklexikon ist, spielt für mich auch keine Rolle. Es ist im Sinne des Plots nur ein Buch, und um dessen Besitz dreht sich die Story. Das Setting ist düster, wie man es von einem Endzeitthriller erwartet, und die CGI der zerstörten Städte finde ich sehr gelungen. Die Actionszenen sind hervorragend und der Plot ist immer interessant, wenn auch nur streckenweise spannend und manchmal schleppend. Alles in allem ein gut unterhaltender und sehenswerter Film.

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Vaultguy

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Bewertung1.0Ärgerlich

Religiöse Propaganda getarnt als Sci-fy Film. Igitt

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MovieFreak83

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BITTE ???
Alter echt sorry....:/
Was für endzeit filme gefallen dir dann?


twentyfour

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Bewertung2.0Ärgerlich

Da schleppt also der schwarze Eli das letzte (?) noch existierende Exemplar der Bibel durch eine restlos zerstörte Welt um dem Rest der dahinsiechenden Menschheit den Glauben zurück zu geben. Ein Gottloser Gangster will sich die "Dummheit" der Menschen zu nutze machen und mit Kraft der Bibel seine Macht ausbauen.

So viel zur schwachsinnigen Story.

Die postapokalyptische Welt wurde in staubig trockenen Bildern dargestellt. Ein paar Fights retten gerade noch 2 magere Pünktchen. Ich bin Atheist. Ich glaube an keinen Gott. Von mir aus kann Glauben wer was auch immer will. Ach ja, ich habe die Bibel gelesen, falls mir einer damit kommt. Ich habe darin nichts gefunden was mich an einen Gott glauben lässt.

Das einzige was ich glaube ist: Im Namen der Kirche und damit im Namen Gottes wurden große Verbrechen an der Menschheit verübt. Der Glaube der einfachen Bevölkerung wurde immer wieder schamlos von Machtgierigen ausgenutzt. Die größten Verbrecher der Menschheit sitzen in der Kirche und predigen seit jeher Wasser während sie in in ihren Prunkvollen Bauten selber Wein saufen.

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SchorschDiego

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Und ja, der film war wirklich schlecht! ;-)


kawummbaby

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Danke 24 für den Hinweis, dass er die Bibel im Gepäck hat. Das Buch hab ich letztes Jahr ein Mal aufmerksam durchgelesen und ich bin entsetzt ob des grässlichen Mülls darin. Wie soll das die "Lösung" sein? Und als ob es 2044 nicht noch irgendwo ein paar Evangelikale gibt, die das Ding auswendig kennen. Den Film werde ich mir ersparen. Danke für die gesparte Lebenszeit.


Murphante

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Bewertung3.0Schwach

Film Nummer: 1066
gesehen am: Mittwoch, den 08. Januar 2014
Stimmung: Wieder geht die Welt unter und das Jahr fängt grade erst an :D
Wie oft gesehen: Erstsichtung !!!
Vorhersage: 6,5 ------> viel zu schwach = 3.0

WENN WORTE SO STARK SEIN KÖNNEN ...
WARUM MÜSSEN DANN MACHETEN SPRECHEN LERNEN ???

In dieser verblendeten schwarz / weiß Einöde, die den Schein trügen soll das die Sonne hier den hellsten Punkt darstellt ... wirft die Story hier einen großen Schatten über all die verbrannten Charaktere die hier in diesem Film rumschlurften ... naja außer vielleicht
"Mila Kunis" ... die Augenweide ist immer mal ein Blick wert und hat den Film überraschend aufgewertet mit ihren optischen Reizen ... mehr aber auch nicht !!!
Weil soviel gab es jetzt von ihr auch nicht zusehen,
aber war eine nette Ablenkung!

Mir fehlen die Worte, diesem Film eine einigermaßen gute Benotung zu vergeben ... aber der ganze Streifen, wenn man ihn aus einem negativen Blickwinkel betrachtet ... geht ein Gottes schwarzer alter Knabe wie "Der blutige Pfad Gottes" muss hier er auf seinem Weg, Richtung Westen, ein blutiges Gemetzel schlimmer wie auf einem Schlachthof für Pelzträger ... sich seinen Weg durchbahnen ... und ein Typ der eine große Stadt aufbauen möchte und all seine Menschen als seelenlose und verblödete Wanderer, sie als Untertanen verarschen möchte ... nur ... ja nur wenn er die richtigen Worte hat ... dann kann es funktionieren ... sein großer Plan ... eine neue Ära, eine neue Stadt ... aufzubauen -.- *räusper*

AMEN !!!

"WAS FÜR EIN BLÖDSINN" hahahahaahahaaa :D

VOLLPFOSTEN hat mal ein Taschenbuch gelesen und will mit richtigen Worten einen kleinen Haufen Scheiße zu Gold fabrizieren ... Leute Leute Leute ...
dieser Film ist einfach zum niedermachen gemacht !!
Das war mal GAR NIX !!!

ABER ... nun gut ... betrachte ich es von der positiven Seite ...
so hat er dennoch eine Mission gehabt ... die er ...
koste es was er wolle ... durch seine "Gottes blutigen Finger"
geführt mit Kraft ... auf seinen Wegen, böse Buben ...
niedergemetzelt ... für seine heilige Mission ...
das letzte Buch auf Erden das die Gottes Worte geschrieben stehen
in einer Schrift die nur bestimmte Menschen lesen können ...
das die Menschen in neuer frischer Form ein Buch in Händen halten dürfen
um wieder einen Glauben zu erleuchten ihrer hohlen Köpfe =)

AMEN !!!

Jetzt wo ich noch ernsthaft darüber nachdenke ... mit meiner persönlichen Eigeninterpretation ...
"Jeder Mensch auf Erden ist geschaffen für eine Mission,
hat er sie erfüllt ... so geht er von uns"

Er wurde hier geführt von Gottes Hand und war solange in seinen beschützenden Händen gewesen ... bis er es aufgab ... denn ab da an ... war er verwundbar !!!
Doch so schleppte er sich auf seinen Weg um seine Mission zu erfüllen
und hinterließ ein ganzes Buch, frei aus seinen Gedanken ... neu schreiben !!!
Man könnte meinen ... es kommt eines Tages ein jeder daher ...
er mal ein neues Buch verfassen kann ...
denn mir kann keiner erzählen das man ein ganzes Buch,
auswendig lernen niederschreiben lässt :P

AMEN !!!

3.0 Points
1 Point für Mila
1 Point fürs Gemetzel
1 Point für Explosionen

PS: ich hab meinen eigenen Glauben und brauche kein Buch !!!
PS2: ich freue mich wenn MILA KUNIS die Machete schwingt !!!

*FORTSETZUNG FOLGT* bestimmt ... ;)

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twentyfour

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Ist das jetzt "Gotteslästerung"? ;)


Murphante

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rrrrrrrrrrrrRRRR* har har har har :D


Gretchen_Ross

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin absolut atheistisch bis zum letzten Atemzug, aber mich hat die Botschaft gar nicht so genervt, weil der Film an sich sehr gelungen ist.
Die Atmosphäre, der Score, die Aufmachung, die langen Drehmomente ohne zu viel Schnitte und und und, einfach super.
Ich fand alles sehr speziell und anders, wie in einer anderen Welt irgendwie, klar, am Schluss hat sich der Bibelkram wirklich schon frech aufgedrängt, aber ich bin es eh schon gewohnt, nervende Wertevorstellungen durch Filme eingetrichtert zu bekommen.

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Gretchen_Ross

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@HellGreetings: Willst du mir mit deinem Kommentar irgendwas sagen? Eventuell auch was, was in Richtung Beleidigung driftet?
Wieso ist es ein Propagandafilm, nur weil er einen starken Glauben befürwortet?
Ist es so schlimm, parallel zu der eh schon relativ ungläubigen Welt, ein paar Bibeltreue rumrennen zu haben?
Ja, ich glaube an keinen Gott und lehne all das auch für mich persönlich ab, aber ich kann es nachvollziehen, warum man glaubt.
Meine Güte, von vor 200 Jahren war es völlig normal zu Glauben und heute wird das schon als "Propaganda" abgetan, total überzogen.

Und der Film hat mich nicht wegen der Message angezogen, sondern wegen der Atmosphäre und der Machart.

Sowas nennt man nicht "anfällig für Propaganda", sondern tolerant gegenüber anderen Meinungen.
Ich könnte mich schon wieder aufregen..


Friedsas

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Oh und nur um das ganze zu vervollständigen: *Beware of Sarkasmus* Darauf ein Amen Schwester ;)


SchorschDiego

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Bewertung3.0Schwach

Ich bin sehr vom Film enttäuscht worden. Ich kann mir nicht helfen, aber die Post-Apokalpysenwelt sah für mich dauernd nach B-Movie aus. Die Farbigkeit der Bilder, die hier manche toll finden, empfand ich als uninteressant und sieht sehr stark nach Computer aus. Eine ähnliche Welt gibt es auch in „The Road“, aber finde sie dort wesentlich besser umgesetzt.

Aber das ist nebensächlich. Die Quintessenz des Films besagt, dass die Menschheit einen Glauben braucht und bezieht sich hier – amerikatypisch – voll auf die Bibel. SPOILER: Im Regal von Alcatraz standen zwar auch Thora und Koran, doch die ganze Welt hat jetzt nur auf die Bibel gewartet. SPOILER ENDE. Der Mensch sollte auch an etwas glauben, damit er einen Grund hat morgens aufzustehen. Aber leider zieht der Film meiner Meinung nach die falschen Schlüsse aus der Bibel. Die Bibel oder besser gesagt das neue Evangelium (worauf die christliche Welt basiert), vermittelt Werte wie Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Vergebung. Eli hingegen metzelt im Namen Gottes in fast 2 Stunden Filmzeit unzählige Leute nieder und der Böse (Gary Oldman) wird am Ende bestraft. Jeder der sich Eli in den Weg stellt wird kommentarlos geschlachtet. Mit christlichen Werten hat das leider gar nichts zu tun. Aber die konservativen Amerikaner und die sogenannten Kirchenvertreter leben die Bibel ohnehin so aus, wie es ihnen gerade passt.

Eli sollte als moderne Prophet dargestellt werden, aber herausgekommen ist ein Anti-Jesus. Ich hab kein Problem mit Gewalt in Filmen, aber wenn ein Film mit einer biblisch-philosopischen Note daherkommen will, dann wird er auch nach diesen Maßstäben beurteilt. Und für mich ist die Aussage des Films daher einfach nicht richtig. Abgesehen davon habe ich keine wirklichen Spannungselemente erlebt und der Film plätschert nur vor sich hin.

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EVAkuierung

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Bewertung1.5Ärgerlich

Anfangs habe ich den Film gebannt angeschaut, da mir besonders die Farbigkeit der Bilder sehr gut gefallen hat. Nachdem der Film dann aber ENDLICH eine Richtung nimmt und ich verstanden habe worum es geht, war ich eher angepisst als gespannt.
Immer dieser bescheurte Religions-Scheiss. Das kann ich einfach gar nicht haben, ich bin da richtig Anti.
Im Grunde sagt der Film nichts anders aus, als dass die Welt ohne Glaube und Religion unzivilisiert ist und man eine Zivilisation nur aufbauen kann, wenn man eben Religion hat. Applaus, für diese beschissene Moral, die nur von irgendeinem hinterwäldlerischen konservativen Republikaner-Depp stammen kann.

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EVAkuierung

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joooooo, jetzt kriegt euch mal wieder ein. ich hab ja nicht null punkte gegeben. entweder ein film gefällt oder eben nicht, und "ärgerlich" traf für mich da einfach extrem gut zu. punkt.


Tastenklopfer

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Also mich hat der Film auch schon ein wenig angekotzt; er kam mir teilweise schon fast wie ein von Republikanern geschriebener christlicher Propaganda-Film vor^^ doch ich kann es nicht wirklich beurteilen, da ich zwischendrin eingeschlafen bin...


T00BI

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Bewertung5.5Geht so

Wir schreiben das Jahr 2044, die Erde ist nach einer verheerenden Katastrophe zu einer postapokalyptischen Welt geworden, in der jeder um sein eigenes Überleben kämpfen muss. Darunter auch der einsame Wanderer Eli (Denzel Washington), der seinen wertvollsten Besitz, ein seltenes Buch aus der früheren Welt, nach Westen an einen sicheren Ort bringen will. Aber auch der mächtige Carnegie (Gary Oldman) ist hinter diesem Buch her und will es um jeden Preis in seinen Händen halten.

"The Book of Eli" ist für mich ein Film mit zwei Gesichtern, einem richtig starken, das Lust auf mehr macht und einem äußerst ärgerlichen, bei dem ich einfach nur den Kopf schütteln kann:

DAS STARKE GESICHT

Schon nach der ersten Szene in "The Book of Eli" springt einem die schön gestaltete postapokalyptische Welt an, die sich definitiv sehen lassen kann. Eine kahle Wildkatze, die in der lebensfeindlichen Umgebung umherstreift, weite verwüstete Landstreifen, übersät mit Kratern und Ruinen längst vergessener Tage. Eine Welt, in der sich die Menschen für schier alltägliche Dinge auf einmal gegenseitig umbringen. Mittendrin unser Held Eli, der schon seit 30 Jahren durch diese Welt schlendert, verlassene Häuser nach nützlichen Dingen durchsucht, sich über kleine Sachen wie sein neues festes Schuhwerk freut, um dann am Abend in aller Einsamkeit bei vor sich hin dümpelnder Musik einzuschlafen. Wo wird gerade bei Eli sind, Denzel Washington spielt diesen ruhigen, erfahrenen Kerl, der bei jeder Situation weiß, wie er sich verhalten muss wirklich richtig gut, aber auch sein Gegenstück, der verbitterte, von Macht getriebene Schurke Carnegie wird hier super gespielt von Gary Oldman, bei dem es einfach richtig Spaß macht zu sehen, wie sich seine Mundwinkel immer wieder nach unten bewegen, wenn er kurz vor einem Ausraster steht. Fürs Auge ist hier auch was dabei, nämlich die hübsche Solara, gespielt von Mila Kunis, die unseren Helden Eli auf seinem Weg begleitet. Für knackige Abwechslung sorgen die immer wieder kehrenden Actionsequenzen, die teilweise wie gemalt daherkommen: Eli, der kurz vor dem Gefecht im Schatten abtaucht und es mit dreckigen Gaunern aufnimmt, während man nur noch ihre Silhouetten wahrnimmt. Höhepunkt sind aber vor allem die ewig langen Kamerafahrten mitten im Gefecht, die ohne Schnitt auskommen, einen total ins Geschehnis hineinversetzen und dabei teilhaben lassen, wirklich klasse. Schade nur, dass der Film auch noch sein anderes Gesicht hat.

DAS ÄRGERLICHE GESICHT [SPOILER]

So stark der Film in einigen Bereichen auch sein mag, umso ärgerlicher ist hier die Story, genauer gesagt das Buch um das es hier eigentlich geht: Die Bibel! Jeder wird seine eigene Meinung zum Thema Religion haben, mein Fall ist es sicherlich nicht. Anfangs stört es einen auch überhaupt nicht, aber mit zunehmender Filmdauer ändert sich das leider. Wenn man hört, dass der Grund warum Carnegie unbedingt das Buch haben will der ist, weil es eine unglaubliche Macht besitzt, eine Waffe ist, die Leute einem vertrauen, wenn es die Worte aus dem Buch sind, und und und, sorry, da kann ich nur den Kopf schütteln. Solche immer wieder kehrenden Szenen, Motive und Aussagen haben mir die Suppe echt immer wieder aufs neue versalzen, vor allem wenn die Religion als so gut und wertvoll dargestellt wird, dass es für die Beteiligten nichts Wichtigeres gibt.

FAZIT: Wem das zweite Gesicht von "The Book of Eli" keine Probleme macht, der wird hier einen wirklich starken Film mit überzeugenden Darstellern, einer tollen Optik und richtig guter Action samt klasse Kamerafahrten zu Gesicht bekommen. Wer allerdings, wie ich, Probleme mit dem zweiten Gesicht hat, der wird sich am Ende vermutlich ärgern, dass hier eine Menge Potenzial verschenkt wurde.

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Jona89

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Bewertung6.5Ganz gut

The Book of Eli lebt den ganzen Film über von einer sehr dichten Atmosphäre, die grade zu Beginn sehr zu gefallen weiß. Leider lässt das im Laufe des Films etwas nach, nichtsdestotrotz ist der Film von der Atmosphäre sehr überzeugend. Die Endzeitstory ist zwar sicherlich nicht neu, aber hier ganz nett umgesetzt.
Kritik gibt es an der teilweise sehr schlecht umgesetzten grafischen Darbietung, wie die Szene auf dem Wasser. Das ist einfach Murks.
Ebenfalls finde ich die Botschaft des Films durchwachsen und ob dies am Ende so raus gestellt werden muss bezweifle ich.
Als Fazit ein von der Atmosphäre guter Film mit einem gut aufgelegtem Denzel Washington, aber nicht mehr.

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BOW666

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film von den Hughes Brothers ( From Hell) kann ja nur gut sein dachte ich, From Hell war eine glanzleistung, nun Jahre später kehren sie zurück mit ihrem "Book of Eli" Action ist da und ein gewisses "Fallout" Game Reihe Flaire ist mit dabei, dieser Film erinnert grob am Fallout-Universum, auch sehr gut gelungen.
Natürlich muss man einige Abstriche machen wenn man den Film genauer unter die Lupe nimmt, aber was solls Leute das ist ein Fantasy-Endzeitfilm.
Der Film berührt voralem ( Meiner meinung nach ) mit guten Untergangsbildern und eine Musik die gut in diesem Film hinein gequetscht wurde.
Schon lange kein Film in Endzeit-Stimmung beglückwünscht wie dem brillianten genossen "A Boy and his Dog" der Vorreiter von Fallout.
Fazit:
Nicht jeder des seinem aber die auf Apocalipse und zerstrümmerte Welt stehen, dem sei der Film ein gaudiger Spaß.


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ossgewalt

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Bewertung7.0Sehenswert

Stylische Endzeit-Action, nur die "Botschaft" nervt.

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-NooN-

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Ein toller Film. Atmospherisch und eine sehr schöne musikalische Begleitung. Es ist schade , dass dieser Film so oft runtergemacht wird, weil er eine Glaubensbotschaft enthält, die fälschlicherweise sehr oft als religöser Wahn abgestempelt wird, denn so sehr behandelt der Film das Thema Religion gar nicht. Es geht ganz allgemein um die Bewahrung des Glaubens und daran ist nichts Verwerfliches. Zwar hat auch dieser Film, wie viele andere ein paar Logikfehler, doch er schafft es sehr gut den Zuschauer in eine fremde Welt voller Gefahren zu führen und mehrfach zu Überraschen. Die Kernaussage ist simpel und dennoch sehr subtil in ihrer Thematik ohne zu sehr auf ganz bestimmte religiöse Inhalte abzuzielen. Somit behält der Film einen respektvollen Abstand zur Substanz um eine gewisse Objektivität zu bewahren, denn auf direkte religiöse Fragen, geht er nicht weiter ein.


Baumkopf Holzfaust

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Diese Thesen sind sehr gewagt, gelinde gesagt. Die subtilität eines Schwertes, mit dem im Namen des glaubens verstümmelt und getötet wird, wipl sich mir nicht so ganz erschließen. Könntest du das bitte präzisieren?



Deine Meinung zum Film The Book of Eli