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Die Päpstin
DE 2009
- Genre
- Schicksalsdrama, Historienfilm
- Inhalt
Europa im neunten Jahrhundert. In Ingelheim am Rhein wächst Johanna (Johanna Wokalek), die Tochter des fanatischen Dorfpriesters auf. Gegen den Willen des Vaters lernt sie heimlich Lesen und Schreiben. Doch Johannas außergewöhnliches Talent bleibt… — Mehr
Europa im neunten Jahrhundert. In Ingelheim am Rhein wächst Johanna (Johanna Wokalek), die Tochter des fanatischen Dorfpriesters auf. Gegen den Willen des Vaters lernt sie heimlich Lesen und Schreiben. Doch Johannas außergewöhnliches Talent bleibt nicht unentdeckt. Als einziges Mädchen darf sie die Domschule in Dorstadt besuchen und wird in die Obhut des Ritters Gerold (David Wenham) gegeben, in den sie sich unsterblich verliebt. Nach einem blutigen Überfall der Normannen, trifft Johanna eine folgenreiche Entscheidung. Als Mann verkleidet, tritt sie ins Kloster Fulda ein. Dort erlernt sie die Kunst des Heilens und wird zum Priester geweiht. Später in Rom erwirbt sie den Ruf eines Wunderheilers und wird aufgrund ihrer Fähigkeiten zum Leibarzt von Papst Sergius (John Goodman) ernannt. Kurz darauf wird der Papst vergiftet aufgefunden. Der Drahtzieher des Komplotts, Bischof Anastasius, macht sich Hoffnungen auf den heiligen Stuhl, doch überraschend wird Johanna zum Papst gewählt. Aber die unentdeckte "Päpstin" besitzt eine gefährliche Schwachstelle: Sie ist von Gerold, ihrem heimlichen Geliebten, schwanger...
- Cast
- David Wenham, John Goodman, Iain Glen, Johanna Wokalek, Anatole Taubman, Suzanne Bertish, Nicholas Woodeson — Mehr
- Regisseure
- Sönke Wortmann
- Autoren
- Heinrich Hadding, Sönke Wortmann
- Laufzeit
- 148 Minuten
- Zeit
- Mittelalter
- Ort
- Deutschland, Italien, Rom, Vatikan
- Handlung
- Bischof, Emanzipation, Gottesdienst, Katholische Kirche, Kirche, Kirchenglocken, Kloster, Mönch, Papst, Zölibat
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Romantisch
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Uninteressant 4.0
Der Film Die Päpstin wurde von 12 Kritikern bewertet.
Die Umsetzung (Tricks, Kostüme, Ausstattung etc.) ist tadellos, über die Geschichte (bzw. die Romanvorlage) mag man unterschiedlicher Meinung sein. Die internationale Besetzung, allen voran John Goodman, aber auch Ian Glen und David Wenham spielen auf solidem bis hohem Niveau. Dagegen fällt die Darstellung von Johanna Wokalek je nach Szene unterschiedlich aus, teilweise solide, teilweise hölzern. Schade, aber ich denke bei der Hauptrolle hätte eine besser Besetzung gefunden werden können. Außerdem wird ausgiebig Johannas Kindheit und Werdegang geschildert, was der Charakterentwicklung gut tut, sich aber in einem völlig überhasteten Höhepunkt rächt. Aber nochmal eine halbe Stunde länger wäre dann wohl auch zu lange gewesen.
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[...] Was mich am meisten geärgert hat, ist die unspektakuläre Kameraarbeit. Da hat so mancher Fernsehfilm wesentlich mehr zu bieten als diese biederen Einstellungen, denen jegliche Dynamik fehlte. Natürlich: „Die Päpstin“ ist kein „Kill Bill“ und müsste optisch auch kein Kracher sein, aber Hauptcharaktere fast immer im Bildmittelpunkt zu platzieren, bekommt man schon in VHS-Kursen ausgetrieben. [...]
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Kommentare — Ganz gut 6.1
Der Film Die Päpstin wurde von 450 Mitgliedern bewertet.
momo92 2010/03/06 21:13:06
Ich kann nicht wirklich verstehen, warum die meisten hier so miese Kritiken schreiben. Der Film ist wirklich gut, interessant gemacht und wird nicht langweilig, im Gegenteil, manchmal ging's mir sogar fast zu schnell.
Trotzdem ist der Film absolut zu empfehlen!
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Lise 2009/12/08 21:00:45
Ich habe das Buch schon vor Jahren gelesen und mich sehr über die Verfilmung gefreut. Ich finde er ist gut gelungen und hat meine Erwartung voll erfüllt. Ich fand vorallem die Schauspielerische Leistung der Weiblichen Hauptrolle sehr bemerkenswert. Wirklich zu empfehlen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
LMSMDK 2009/11/25 18:34:08
Irgendwie finde ich, dass die Vorhersage zutrifft. Kann mich nicht wirklich für diesen Film begeistern.
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Kommentieren | Alle Kommentare (34)
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Gestern feierte Die Päpstin, laut der Constantin das deutsche Filmereignis des Jahres, in Berlin Premiere. Kritiker sind nicht besonders angetan von dem opulenten Mittelalter-Schinken: Er strotzt vor Kitsch und Vorhersehbarkeit.
Der Film Die Päpstin gehört zum Genre Schicksalsdrama, Historienfilm. Regie führte Sönke Wortmann.

Um die Geschichte der modern anmutenden Frau zu erzählen, deren Bildungsdrang sie gegen die Regeln einer patriarchalischen Kirche auflehnen lässt, bedient sich Regisseur Sönke Wortmann einer Überdeutlichkeit, die bald die Intelligenz des Zuschauers beleidigt: Jedes Bild wird von den teils bedeutungsschweren, teils unfreiwillig komischen Dialogen („Ihr habt etwas an Euch, das in diesen Mauern fehlt“, sagt etwa der Papst zu Johanna) und darüber hinaus von der allgegenwärtigen Offstimme erläutert.
Weil die Handlung und das Produktionsdesign – der Papstpalast besteht aus Marmor und Gold, während die Armen in schmutzigen Hütten hausen – so sehr von Klischees durchzogen, die Rom-Bilder so karikaturhaft, so erkenntlich am Computer erzeugt wurden, drängt sich die Vermutung auf, Regisseur Wortmann wollte die Romanverfilmung als unfrommes Märchen inszenieren. Folgerichtig wurde die noch im Trailer aufgestellte Behauptung, es handele sich um „eine wahre Geschichte“, aus dem fertigen Film entfernt.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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