Die Päpstin
Die Päpstin (2009), DE/IT/ES/GB Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 22.10.2009
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83 Kommentare
Keine
von Sönke Wortmann, mit David Wenham und John Goodman
Europa im neunten Jahrhundert. In Ingelheim am Rhein wächst Johanna (Johanna Wokalek), die Tochter des fanatischen Dorfpriesters auf. Gegen den Willen des Vaters lernt sie heimlich Lesen und Schreiben. Doch Johannas außergewöhnliches Talent bleibt nicht unentdeckt. Als einziges Mädchen darf sie die Domschule in Dorstadt besuchen und wird in die Obhut des Ritters Gerold (David Wenham) gegeben, in den sie sich unsterblich verliebt. Nach einem blutigen Überfall der Normannen, trifft Johanna eine folgenreiche Entscheidung. Als Mann verkleidet, tritt sie ins Kloster Fulda ein. Dort erlernt sie die Kunst des Heilens und wird zum Priester geweiht. Später in Rom erwirbt sie den Ruf eines Wunderheilers und wird aufgrund ihrer Fähigkeiten zum Leibarzt von Papst Sergius (John Goodman) ernannt. Kurz darauf wird der Papst vergiftet aufgefunden. Der Drahtzieher des Komplotts, Bischof Anastasius, macht sich Hoffnungen auf den heiligen Stuhl, doch überraschend wird Johanna zum Papst gewählt. Aber die unentdeckte “Päpstin” besitzt eine gefährliche Schwachstelle: Sie ist von Gerold, ihrem heimlichen Geliebten, schwanger…
HandlungIm Jahr 814 nach Christi ist Johanna (Johanna Wokalek) zu einem Leben als Frau verdammt. Ihr Lebensweg scheint vorbestimmt: arbeiten, Kinder kriegen und früh sterben. Doch die junge Frau lehnt sich schon als Kind auf, gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Denn sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Doch der Preis dafür ist hoch.
In Dorstadt besucht Johanna die Domschule und begegnet Graf Gerold, einem Edelmann am Hofe des Bischofs. Aus ihrer Freundschaft wird Liebe. Als Gerold in den Krieg zieht, erinnert sich Johanna ihrer Bestimmung. Ihr Ziel aber kann sie als Frau nicht erreichen. Johanna trifft eine folgenreiche Entscheidung: Unter dem Namen Bruder Johannes tritt sie als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein und lebt dort als heilkundiger und geachteter Arzt. Als ihre wahre Identität droht, aufgedeckt zu werden, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe.
Immer weiter steigt Johanna in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken oder einem Mann? Doch ihr bleibt keine Wahl. Als Papst Sergius stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Ihre Gefühle für Gerold sind jedoch stärker als ihre Angst, durchschaut zu werden – Johannas Feinde aber warten nur auf eine Gelegenheit, um sie vom Thron zu stürzen …
HintergrundBereits 2003 versuchte die damals federführende Produktionsfirma UFA Film & TV das Historiendrama zu realisieren, doch u.a. wegen eines Rechtsstreits und später wegen der vorübergehenden Insolvenz von Partner Senator Entertainment wurde das Projekt verschoben, bis Constantin einsprang. Nachdem der ursprünglich vorgesehene Regisseur Volker Schlöndorff im Zuge der Diskussion um den sogenannten Amphibienfilm entlassen worden war, übernahm Wortmann die Regie.
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Cast & Crew
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Sönke Wortmann
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David Wenham
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John Goodman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Papst Sergius
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Iain Glen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Village Priest
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Johanna Wokalek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johanna von Ingelheim
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Anatole Taubman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anastasius
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Suzanne Bertish
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bischof Arnaldo
Regie
Schauspieler
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Nicholas Woodeson
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Branko Tomovic
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Oliver Cotton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Arsenius
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Edward Petherbridge
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aesculapius
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Ian Gelder
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Lotte Flack
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johanna (10-14 Jahre)
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Lenn Kudrjawizki
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jordanes
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Giorgio Lupano
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mamertus
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Richard van Weyden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eusthasius
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Gerald Alexander Held
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Emperor Lothar
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Frank Witter
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Sandro Lohmann
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Jördis Triebel
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Claudia Michelsen
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Tigerlily Hutchinson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Johanna (6-9 Jahre)
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Marc Bischoff
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Christian Redl
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Abt von Fulda
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Marian Meder
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Oliver Nägele
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bishop Fulgentius
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Katrin Pollitt
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Hendrik Arnst
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Isabel Bongard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gisla (15 years)
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Claudia Geisler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Magalgis
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Georg Tryphon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Parchment Seller
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Robert Meller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monk Scriptorium
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Sebastian Hülk
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Amber Bongard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gisla (11 years)
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Christian Stock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Baby Magalgis
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Stanley Anderson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) The Cardinal
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Heinrich Hadding
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Sönke Wortmann
- Genre
- Schicksalsdrama, Historienfilm
- Zeit
- Mittelalter
- Ort
- Deutschland, Italien, Rom, Vatikan
- Handlung
- Bischof, Emanzipation, Gottesdienst, Katholische Kirche, Kirche, Kirchenglocken, Kloster, Mönch, Papst, Roman, Zölibat
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Romantisch
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Päpstin
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Kritiken (12) — Film: Die Päpstin
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenSexismus und Bigottterie bei den männlichen Figuren (Ausnahme: John Goodman als Papst), Demut und Unterwürfigkeit bei den weiblichen Figuren - so viele Stereotype und mittendrin: die bemüht um Sympathie buhlende Johanna Wokalek als altkluge Johanna. Dazu eine Herzschmerz-Liebesgeschichte wie aus einem Pilcher-Roman, gekleidet mal in opulente Bilder, mal in unfreiwillig komische Dialoge und mal in vorhersehbare Wendungen. So sieht es aus, Sönke Wortmanns behäbig inszeniertes Mittelalter, das mit seinem emanzipatorischen Anspruch auch Alice Schwarzer hätte schreiben können.
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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenMäßig unterhaltsame, in letzter Konsequenz aber doch erbärmliche Kostümschau -
Dass die Verfilmung von Cross´ Bestseller "Die Päpstin" zu keiner Sekunde das wirkliche Potential der Geschichte ausschöpfen kann, liegt vorallem an den beiden Namen im Hintergrund: Eichinger - bekannt geworden durch cameo-verseuchte Historicals - und Wortmann, seines Zeichens Verwurster deutscher Fußballgeschichte.
Ihre Collabo in "Die Päpstin" vereint all jene Dinge, die man dem bisherigen Œuvre der Beiden vorgeworfen hat, in nahezu dokumentarischer Konsequenz: Wortmanns Inszenierung kann trotz hohem Budget und internationaler Produktion nie den Fernsehmief abstreifen, der sie umgibt.
Schwerfällig, ideenlos und nur durch einen Off-Erzähler vorangetrieben mäandert sich die Geschichte Johannas von der Kindheit bis zum Vatikan hindurch, und vergisst vielzuoft, dass Interesse des Zuschauers mit auf die Wanderschaft zu nehmen: Bis zum ersten Auftritt von John Goodman als Papst, mit dem die Geschichte langsam etwas Schwung aufnimmt, vergehen über 90 Minuten belangloser und breitgetretener Einleitung.
Die Uminterpretation des Romans in manchen Sequenzen wäre leicht verschmerzbar, würde sie nicht mit der schwachen Figurenzeichnung im Film kollidieren: Wenn man die wahre Identität Johannas schon von Anfang an eine Anzahl an Menschen wissen lässt, führt es automatisch zu der Frage, warum all die involvierten Männer so leicht über ihren Schatten springen, nur um Johanna zu decken. Ihre Figur ist auf die Klugheit reduziert, und bleibt trotz Wokaleks Talent eine uncharismatische und ungeeignete Identifikationsfigur für die Geschichte.
Somit reiht sich "Die Päpstin" nahezu nahtlos in die äußerst durchwachsene Liste an Aufbereitungen von Historie und Romanstoffen Made in Germany ein: Halbwegs ansehnlich aber letztendlich doch belanglos und weit unter Potential verkauft.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDie katholische Kirche zieht es bis heute vor, Unangenehmes zu vertuschen statt sich auseinanderzusetzen. Und so werden wir wohl nie erfahren, wie viel von der Legende um „Pope Joan“ wahr ist. In Donna W. Cross’ Bestseller von 1996 existierte jene Frau, die als Papst Johannes Anglicus im neunten Jahrhundert die Geschicke der Katholiken lenkt, Reformen einleitet; und deren Name aus den Geschichtsbüchern getilgt wurde. Sönke Wortmann, der anstelle des vom Projekt wieder abgezogenen Volker Schlöndorff Regie führen durfte, konnte für sein bildgewaltiges Halbhistorienepos vier „Lola“- Nominierungen verbuchen, darunter die Kategorien „Szenenbild“ und „Kostüme“, und tut dafür nicht viel mehr, als 556 Seiten in zweieinhalb Stunden querzulesen. Eine fahrlässige Sünde auf Hollywood-Niveau.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenUm die Geschichte der modern anmutenden Frau zu erzählen, deren Bildungsdrang sie gegen die Regeln einer patriarchalischen Kirche auflehnen lässt, bedient sich Regisseur Sönke Wortmann einer Überdeutlichkeit, die bald die Intelligenz des Zuschauers beleidigt: Jedes Bild wird von den teils bedeutungsschweren, teils unfreiwillig komischen Dialogen („Ihr habt etwas an Euch, das in diesen Mauern fehlt“, sagt etwa der Papst zu Johanna) und darüber hinaus von der allgegenwärtigen Offstimme erläutert.
Weil die Handlung und das Produktionsdesign – der Papstpalast besteht aus Marmor und Gold, während die Armen in schmutzigen Hütten hausen – so sehr von Klischees durchzogen, die Rom-Bilder so karikaturhaft, so erkenntlich am Computer erzeugt wurden, drängt sich die Vermutung auf, Regisseur Wortmann wollte die Romanverfilmung als unfrommes Märchen inszenieren. Folgerichtig wurde die noch im Trailer aufgestellte Behauptung, es handele sich um „eine wahre Geschichte“, aus dem fertigen Film entfernt.
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Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenDie Umsetzung (Tricks, Kostüme, Ausstattung etc.) ist tadellos, über die Geschichte (bzw. die Romanvorlage) mag man unterschiedlicher Meinung sein. Die internationale Besetzung, allen voran John Goodman, aber auch Ian Glen und David Wenham spielen auf solidem bis hohem Niveau. Dagegen fällt die Darstellung von Johanna Wokalek je nach Szene unterschiedlich aus, teilweise solide, teilweise hölzern. Schade, aber ich denke bei der Hauptrolle hätte eine besser Besetzung gefunden werden können. Außerdem wird ausgiebig Johannas Kindheit und Werdegang geschildert, was der Charakterentwicklung gut tut, sich aber in einem völlig überhasteten Höhepunkt rächt. Aber nochmal eine halbe Stunde länger wäre dann wohl auch zu lange gewesen.
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Kill_Diether 2010/08/20 00:44:56
Antwort löschenNach den Worten, der Beschreibung von Johanna Wokalek,
habe ich gesucht. Exakt deiner Meinung, auch was
die internationale Besetzung, die Umsetztung und
den "Höhepunkt" angeht.
Doch ich gebe 8 Punkte.
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Was mich am meisten geärgert hat, ist die unspektakuläre Kameraarbeit. Da hat so mancher Fernsehfilm wesentlich mehr zu bieten als diese biederen Einstellungen, denen jegliche Dynamik fehlte. Natürlich: „Die Päpstin“ ist kein „Kill Bill“ und müsste optisch auch kein Kracher sein, aber Hauptcharaktere fast immer im Bildmittelpunkt zu platzieren, bekommt man schon in VHS-Kursen ausgetrieben. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Die Päpstin» ist ein ödes Historiendrama, das zwar gelegentlich zu Gedanken anregt, aber durch seine plumpe Inszenierung quält.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDas Mittelalter-Thriller-Melo der Madame Cross hat Wortmann in 148 langen Minuten genau als die Schmonzette verfilmt, die man befürchten musste.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenDer Amphibienfilm krabbelt zu Wasser und schwimmt auf dem Land und wenn er fliegt, dann meist auf die Nase. "Die Päpstin" ist das jüngste Exempel eines solchen Amphibienfilms. Spüren aber wird man es, weil die Erzählmaschine so holprig und unrund läuft, schon auf der Leinwand. Amphibienfilme sind nicht Fisch und nicht Fleisch und so sehen sie so gut wie immer auch aus.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenMit "Die Päpstin" beweist Regisseur Sönke Wortmann, dass er deutlich mehr kann als nur Komödien. Sein neuer Film hat durchaus Hollywood-Format und kann sich mit Werken wie "Das Gewand" oder "Der Name der Rose" messen. Das überdeckt sogar die eine oder handwerkliche Sünde.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen(Der Film) ist gediegen. Ein stattlicher Ausstattungsfilm, eine achtbare Literaturadaption. Aber nicht mehr. Das Gran an Genialischem, das ihn zum Meisterwerk erheben könnte, fehlt. Denn brav, ja manchmal auch ein wenig behäbig und vorhersehbar bildet Wortmann Station um Station ab, nie aber findet er dafür eigene, bleibende Bilder, die sich einprägen. Wer den Roman nie gelesen hat, wird hier mit einer großen Geschichte konfrontiert. Wer das Buch indes kennt, sieht es nur noch einmal quergelesen, ohne eigene Interpretation.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenSchon lange geisterte das Projekt durch die deutsche Filmszene: Eine Verfilmung von Donna Woolfolk Cross’ Bestsellers „Die Päpstin“. Eigentlich sollte Franka Potente einmal die Titelrolle spielen und Volker Schlöndorff die Regie übernehmen. Doch letzterer zerstritt sich mit den Produzenten und musste seinen Hut nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Potente bereits gegen Johanna Wokalek ausgetauscht und in die Rolle des Regisseurs schlüpfte schließlich Sönke Wortmann. Während sich die so überaus passend androgyn wirkende Wokalek als Glücksgriff bei der Besetzung erweist, verhält es sich auf dem Regiestuhl genau umgekehrt. Sönke Wortmann ist hier nicht viel mehr als ein braver Bebilderer ohne jegliche Idee oder Vision, was er mit seinem Film eigentlich erzählen möchte - außer der zwar spektakulären, weil recht skandalösen, in ihren Details aber letztlich banalen Geschichte einer jungen Frau, die mutig ihren Weg geht.
Denn der Stoff gäbe so einiges mehr her,…
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Schlegel 2009/10/23 01:40:26
Antwort löschenHörthört. Schade, dass es unter Antworten kein "gefällt" zum Anklicken gibt.
Kommentare (71) — Film: Die Päpstin
Kommentar schreibenRoosterCogburn 2012/05/09 20:37:01
Kommentar löschenIch weiss gar nicht mehr, warum ich mir dieses deutsch-italienische Historiendrama damals doch reingezimmert habe. Der Film personifiziert den Begriff 'uninteressant'. Goodman als Papst ist noch ein Hingucker. Ansonsten war es das erste Mal, das ich von einer Inszenierung Sönke Wortmanns enttäuscht war.
Wahrscheinlich ist es einfach nicht mein Stoff.
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Rukus 2012/05/09 03:41:56
Kommentar löschenSuperbia et invidia! Wenngleich Hochmut und Neid theologisch korrekt betrachtet nur Laster und keine Sünden sind, wie der Volksmund mit den "sieben Todsünden" glauben machen mag, so ist es doch das Resultat, das auf der Waage landet. Diese beiden Laster dürften die größte Triebfeder für die Selbstherrlichkeit sein, die innerhalb der heiligen Kirche für die Niederhaltung von Frauen seit jeher hauptverantwortlich sind. Ob es wirklich eine Päpstin gab, wird wohl niemand jemals endgültig klären können, zumal Fakt und Fiktion zum Christentum gehören, wie das berühmte Amen in der Kirche. Ist das Häresie? Nein! Immer wieder werden Wunder als Scharlatanerie und Trickserei entlarvt. Dass es nicht zuletzt um den heiligen Stuhl nicht immer ganz so heilig zuging, ist nachgewiesen. Man denke nur an die vielzitierte Pornokratie.
Nun gut, es geht hier um einen Film, der auf einem Roman basiert, welcher seinerseits auf Spekulationen und Ungewissheiten fusst. Fiktion, eindeutig. Es ist eine interessante Geschichte, nicht mehr. Oder doch? Ich möchte an dieser Stelle nicht unnötig auf den Spekulationen herum reiten, sondern die Umsetzung betrachten. Auch, wenn hier und da ein paar historische Ungenauigkeiten zu finden sind, ist der Film insgesamt wirklich gelungen. Eine Zeit voller Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Vor diesem Hintergrund wirken unsere sozialen Probleme, wie Nichtigkeiten. Machtkämpfe, Kriege und Intrigen als Basis einer ungleichen Gesellschaft. Und in eben jener Zeit folgt ein Mädchen einem Weg, wird zur Frau und Schritt für Schritt wird sie weiter gezogen. Als Frau wird sie für eben das verachtet, für das sie als Mann geachtet wird. Nicht Leistung und Wissen allein zählen, Macht und Einfluss zählen oft mehr, und eben dies sind Dinge, die eine Frau nicht wirklich erringen kann. All das, und auch der Zwiespalt und die Widerstände werden hervorragend erzählt und auch gespielt.
Besonders gut hat mir John Goodman gefallen. Ein außergewöhnlicher Papst. Goodman zeigt selbst hier sein schelmisches Talent. Negativ aufgefallen ist mir hingegen das Ende. Es wirkt hektisch. Während die Geschichte bis kurz vor der Papstwerdung Johannas in einem angenehmen Tempo erzählt wird, scheint die Zeit auf einmal knapp geworden zu sein. Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen, aber auch nicht in den Himmel zu loben. Es sind klassische Charaktere und Wendungen im historischen Gewand. Am interessantesten ist es, das zeitgenössische Element zu beobachten, auch wenn einiges sicher ein wenig unrealistisch sein dürfte. Ich denke da nur an den Pergamenthändler. Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass auf einem Markt im 9. Jahrhundert einfach so seitenweise gebrauchtes Pergament angeboten wurde. Palimpseste sind zwar heute eine der wichtigsten Quellen für antike Texte, aber dass wertvolle Materialien so feilgeboten wurden? Für mich unglaubwürdig. Ich lasse mich aber gerne von Historikern gerne vom Gegenteil überzeugen. Da diese Szene für den gesamten Film von Bedeutung ist, wiegt das Bauchgrummeln darüber auch entsprechend schwerer als andere Dinge. Dennoch ist Die Päpstin insbesondere auch für Freunde historischer Filme lohnenswert.
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Chewbacca 2012/05/03 15:48:15
Kommentar löschenDank Sönke Wortmann gibt es diese extrem langatmige fiktive Geschichtsstunde um eine Päpstin, die angeblich existiert hat und im Film gekonnt durch Johanna Wokalek verkörpert wird. Sie spielt dabei ihre maskuline Ader aus und kann durch ihre Spielweise überzeugen, aber die Spannung nicht retten. Der Film ist sehr zäh und schreitet nur langsam voran, wird aber gut erzählt. Das opulente Design kommt leider erst im letzten Drittel zum Tragen, wenn Johanna nach Rom gelangt und dort im Endeffekt zum Papst aufsteigt, indem sie den vortrefflichen John Goodman ersetzt, der seit Jahren nicht so viel Sympathie versprüht hat.
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dbeutner 2012/05/02 17:38:43
Kommentar löschenSönke Wortmann macht international. Oder versucht es zumindest. Warum sieht ein Film wie dieser, mit irgendwas um die 20 Mio. EUR Produktionskosten, optisch aus wie eine Farce einer einzigen Folge GoT (5-6 Mio. Dollar)? Irgendwer hat da zu viel Geld ausgegeben, für ein Ergebnis, das sich - hieran gemessen - schämen muss. (Und der GoT-Vergleich liegt auch deswegen nahe, da etwa Sean Bean hier mitspielt; allerdings merkt man ihm in der Päpstin nicht an, dass er ne Menge kann - was wiederum auf den Regisseur zurückfällt, denn wir wissen ja: Er /kann/ ganz viel!)
Lassen wir den direkten Vergleich weg, bleibt es noch gutes Mittelmaß. Allerdings schmerzt die Synchronisation in den Ohren, was schade ist, da der Stoff ja primär in Deutschland spielt, so dass Deutsch als Sprache mitunter weniger komisch wäre. Aber dennoch: Wer sich das ansieht, dem empfehle ich dringend den O-Ton, und einige Anmerkungen zum Spiel und zu den Stimmen, die hier stark wertend berücksichtigt wurden, wären sicherlich besser ausgefallen...
Der Stoff wiederum ist interessant umgesetzt. Motivation und Geschichte um Johanna haben mich durchgehend interessiert, ich hätte es langweiliger erwartet. Bei dem Thema wäre etwas mehr Standpunkt zur Legende eventuell gewinnbringend gewesen - so fragt man sich im Anschluss doch etwas unsicher, was der Film eigentlich will - nur eine Legende "lustig nacherzählen" (die Darstellung des Papstes durch John Goodman zielt sehr stark in die Richtung), oder subtile Kritik äußern und Fragen stellen. Letzteres habe ich bestenfalls in Ansätzen entdecken können, wobei die Kritik (die katholischen Männer dulden keine Frauen in den hohen Kreisen) nicht gerade originell und tiefschürfend ist.
Dass die Besetzung und/oder Maske mitunter der zeitlichen Fortentwicklung Hohn spottet, wurde hier ja auch schon angemerkt. Ja, das sind grobe Nachlässigkeiten, die den letztlich irgendwo amateurhaften Ansatz leider unterstreichen.
In Summe: Inhaltlich spannender und interessanter umgesetzt als ich erwartet hätte, aber mit zu vielen handwerklichen Nervigkeiten, die das Gefühl vermitteln, dass hier kleine Leute Arbeit geleistet hätten.
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Rukus 2012/05/09 02:47:00
Antwort löschenVerzeihung, aber wo bitte hat Sean Bean hier mitgespielt? Graf Gerold, der wohl Anlass für diese Verwechslung ist, wurde von David Wenham gespielt. Gewisse Ähnlichkeiten sind vorhanden, aber die Päpstin teilte mit Faramir und nicht Boromir das Lager. ;)
Ganz nebenbei halte ich Budget-Vergleiche zwischen europäischen Produktionen und Serien, die von amerikanischen Privatsendern in Auftrag gegeben werden, für nur bedingt statthaft. Sets und Kostüme beispielsweise werden über mindestens eine Staffel verwendet. Mal im Ernst, 22 Mio. € sind nun wirklich keine große Summe für einen Historienfilm von knapp 150 Minuten.
dbeutner 2012/05/09 11:51:23
Antwort löschenIch meine, ihn erkannt zu haben, außerdem jemandem, der ihm nur ähnlich sah. Zur Benennung müsste ich jetzt nochmal reinschauen, habe ich aber wenig Lust drauf. Quellen gibt es kaum, insofern kann ich das nicht völlig ausschließen, ggf. ist Marcus Fliegel der gleichen Täuschung erlegen: http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2009/12409-die-paepstin-film.html
Im Übrigen habe ich nicht so sehr den Budget-Vergleich gezogen, sondern den optischen. Und optisch ist der Film, verglichen mit GoT, einfach ne Farce. Beim Schauen habe ich mich gefragt, ob das Budget noch viel geringer wäre, aber das ist es nicht einmal. Sicherlich hast Du Recht, dass man die Summen für eine Folge GoT nicht 1:1 mit den Geldern für einen abgeschlossenen Film vergleichen kann. Aber wie gesagt, darum ging es mir auch nicht im Kern. Sondern um die - vergleichend oder auch absolut gesehen - schmale Optik.
Rukus 2012/05/09 14:08:01
Antwort löschenSelbst auf imdb wird Die Päpstin nicht bei Sean Bean angezeigt. Ich tippe auf die HdR-Brüder Verwechslung. Ich wüsste nicht, wen er gespielt haben soll.
Was die Optik angeht, kommt höchstens Rom etwas kurz, aber ich bin eigentlich ganz froh, dass man da insgesamt nicht zu oppulent rangegangen ist. Vielleicht sind wir von Hollywood einfach etwas zu verwöhnt mit großen Bildern.
dbeutner 2012/05/09 14:14:05
Antwort löschenOptik: Nee nee nee, da meine ich absolut alles. Schaust Du GoT? Dann müsstest Du eigentlich wissen, was ich meine. Die Unterschiede sind mit dem Wort "gewaltig" nur sehr unzureichend umschrieben. Und ich meine da nicht mal in erster Linie Requisiten, das geht mehr ins Detail, also auch Kamera, Schärfe, Licht etc pp. Eben die Gesamtoptik, der optische Eindruck, und was dieser hinterlässt.
Rukus 2012/05/09 14:36:35
Antwort löschenIch seh das Problem nicht. Vielleicht liegts daran, dass ich mich mehr um Inhalt denn Optik schere. Solange es nicht unpassend wirkt (frisch gewaschene Bauern o.ä.) achte ich nicht ganz so sehr auf sowas.
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dbeutner 2012/05/09 14:45:11
Antwort löschenTja, ich achte halt drauf. Deswegen schaue ich filme und lese keine Bücher (mehr) ;-)
Rukus 2012/05/09 14:46:48
Antwort löschenIch bin auch keine Leseratte, aber Kopfkino ist immer noch am besten, weil man das bekommt, was man selber wirklich mag. ;)
J.R.K. 2012/04/08 23:46:17
Kommentar löschenHätte nie gedacht das mich diese 148min. europäische Produktion, die auch noch ein Historiendrama ist, so fesseln kann.
Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, da kommen Actionfan natürlich zu kurz, aber mich hat die Ausstattung, die Zeit in der es spielt und Johanna fasziniert.
Und es war spannend zu sehen wie sie sich mit den Widrigkeiten der damaligen Zeit durchschlug.
Sogar meine Frau die solche lange Filme dieses Genres nie durchhält, war hier hellwach bis zum Schluss voll dabei. Und das will was heissen ! ;)
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Hauptdarsteller 2012/04/08 17:03:12
Kommentar löschenDa hat sich Herr Wortmann aber mächtig übernommen. Von den schlechten schauspielerischen Aktionen der Hauptakteure abgesehen, mufft es nach deutscher TV-Unterhaltung. Oberflächlich und schnell erzählt, ein Plot, der nicht funktioniert hat. Der Film hat es nicht geschafft mich emotional zu berühren, es wirkte oberflächlich und phasenweise hatte ich das Gefühl, ein Theaterstück der Laienschauspielgruppe zu sehen. Großes Kino geht eindeutig anders...
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Faramir 2012/01/16 14:54:22
Kommentar löschenSuper Film! Am besten Johanna Wokalek und David Wenham. Aber in der deutschen Synchro hört sich Johanna furchtbar an. Obwohl sie es selbst synchronisiert hat. David, wie immer klasse!!!
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Nayuma 2012/01/09 17:48:13
Kommentar löschenEin Muss!
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Filmkenner77 2011/12/24 12:51:48
Kommentar löschenNennt mich einen Nostalgiker, aber die "Die Päpstin" ist in meinen Augen eine wirklich positive Überraschung. Zunächst erwartet man einen Historienroman auf Rosamunde-Pilcher Niveau, aber dank der überragenden schauspielerischen Leistung von Johanna Wokalek, die problemlos auch neben Hollywood-Größen bestehen könnte, ist ein sehenswerter Streifen gelungen. Handwerklich ist der Film unter der souveränen Regie von Sönke Wortmann einwandfrei. Der Zuschauer wird förmlich in die Geschichte hineingezogen. Wortmann hetzt zumindest in weiten Teilen nicht wie in Getriebener von einer aufsehenerregenden Szene zur nächsten, sondern lässt sich zur Entfaltung der Geschichte und seiner Charaktere die nötige Zeit. Diese sorgsame Einführung mag mitunter unspektakulär und tempoarm erscheinen und den actionverwöhnten Zuschauer abschrecken, aber gerade an dieses "Zielpublikum", dass sich mehr von Effekten denn von der Geschichte gefangen nehmen lässt, ist das Werk ohnehin nicht gerichtet. In Zeiten von Actionszenen im Minutentakt und hektischen Schnitten, die dem Zuschauer Dynamik vorgaukeln wollen, ist dieser Film eine wahre Wohltat. Mit einem Budget von knapp 22 Millionen Euro ließ Wortmann das Mittelalter wiederauferstehen. Er hat ein Auge für große Bilder, wie es nur wenige deutsche Regisseure haben und braucht daher den Vergleich zumindest europaweit nicht zu scheuen.
Insgesamt ist "Die Päpstin" opulentes Kino, wie es in Deutschland nur sehr selten zu sehen ist. Schauspielerisch sehr ansprechend und aufwändig inszeniert, kann der Film zwar nicht in allen Belangen überzeugen (so verfällt Wortmann am Ende dann doch ein wenig in Hektik und der Film endet etwas zu abrupt), bietet aber knapp zweieinhalb Stunden solide Unterhaltung. Endlich zeigt sich mal wieder, dass deutsches Kino mehr kann als nur belanglose Romantikkomödien mit oder von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zu produzieren. Schon alleine deswegen hat der Film bei mir eine Sonderstellung inne.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
lieber_tee 2011/12/28 00:02:36
Antwort löschenFür mich ein Beispiel von biederen, ich muss kotzen-deutsches- möchte-gern-Hollywood-Kino. Nur Ober-peinlich...
Filmkenner77 2011/12/28 15:46:08
Antwort löschenSicherlich Geschmackssache. Aber ich verurteile einen Film grundsätzlich nicht wegen seiner Herkunft. Es sei denn, er ist von Michael Bay. ;-)
lieber_tee 2011/12/28 19:41:28
Antwort löschenNa, gerade der Versuch als deutscher Film einen auf großes Hollywood zu machen und dann so einen und erbärmlich zu scheitern meinte ich. Zudem ist die Schlöndorf und Potente Geschichte auch noch recht übel...
Filmkenner77 2011/12/29 15:55:55
Antwort löschenDie Geschichte mit Schlöndorf fand ich eher kontraproduktiv für ihn selbst. So einem erfahrenen Mann erklären zu müssen, wie Vermarktung heute funktioniert, ist doch eher peinlich. Als wenn 10 Minuten mehr Film ein Produkt verfälschen. Ich denke nicht, dass ein etwas höheres Budget automatisch zu einem besseren Film geführt hätte.
lieber_tee 2011/12/29 17:59:12
Antwort löschenIhm ging es nicht um 10 Min mehr oder höheres Budget. Er hat für das TV und für die Kinoversion unterschiedliche Drehbuchentwürfe erstellt, mir verschiedener Bildgestaltung und Dramaturgie. Das wollte Eichinger aber nicht. Er schmetterte das lapidar ab, das einfach nur eine lange Version gedreht werden sollte um dann die Kinoversion im Schneideraum zu kürzen. Ist eher eine künstlerische Diskussion. Fand es durchaus sinnvoll von Schlöndorf das kritisch zu bemerken. Das Endergebnis sah dann ja auch wie ein überlanger TV-Film aus...
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lieber_tee 2011/12/29 18:04:20
Antwort löschenhttp://www.sueddeutsche.de/kultur/evolution-des-kinos-vorhang-auf-vorhang-runter-1.423245
Filmkenner77 2011/12/29 18:19:39
Antwort löschenDanke. Den Artikel werde ich mir noch einmal zu Gemüte führen. Ist ja alles schon etwas länger her. ;-)
8martin 2011/12/22 14:33:45
Kommentar löschenWahrheit oder Fiktion, vorhersehbar oder traumatische Entwicklung, emanzipatorisch oder spekulativ, Historie oder böser Scherz. Der Film gibt aus mehreren Gründen Anlass zu Diskussionen. Die Thematik ist allemal provokant. Fällt jetzt auch noch eine der letzten Männerdomänen? Welches kranke Hirn hat sich das bloß ausgedacht? Die Mädels kommen halt langsam aber gewaltig…
Das tangiert mich alles überhaupt nicht, obwohl es schon irgendwie dazugehört. Die Gedankenspiele gehen dann in alle angedeuteten Richtungen und es wird nie langweilig. Da kann man den Historiker schon mal beurlauben, die kritische Sehweise in die Ferien schicken und sich einfach nur wie im Zirkus unterhalten lassen.
Dafür sorgt der Film nun mal. Sönke Wortmann hat ein mittelalterliches Spektakel abgeliefert, das durchaus interessant, sogar spannend ist, dabei üppig ausgestattet mit überzeugend agierenden Akteuren. Vor allem Johanna Wokalek in der Titelrolle passt haargenau als androgyner Typ, verletzlich aber stark und doch ist die Weiblichkeit nie völlig ausgeschlossen. Man fürchtet um ihre Entkleidung! Der optische Sog tut ein Übriges, die Zeit verfliegt ohne dass man es bedauert. Und der Schluss ist auch nicht unpassend. Etwas herb, aber akzeptabel. Warum nicht!?
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Laura Eissenberger 2011/09/07 05:14:53
Kommentar löschenNaja. Billiger Historienschinken. Okay für nen verkaterten Sonntagnachmittag.
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lieber_tee 2011/08/19 10:21:30
Kommentar löschenBiedere und spannungsarme Verfilmung des Bestsellers „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross. Die trivial und vorhersehbar erzählte Geschichte um einen weiblichen Papst wird von Sönke Wortmann in opulenten Bildern getaucht, leidet aber an seinen schwarz – weiß Charakterisierungen und platten Dialogen. Die eigentlich spannende Thematik „Frau im Christentum“ wird nur grob angerissen und zugunsten einer banalen Liebesgeschichte verschenkt. So bleibt am Ende nur aufwendiges Ausstattungskino mit soliden schauspielerischen Leistungen übrig. Das ist etwas wenig für 22 Mio. Euro Produktionskosten...
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Laura Eissenberger 2011/09/07 05:15:28
Antwort löschen"Bieder" ist das Wort der Stunde.
G.a.G Spencer 2011/07/30 00:52:22
Kommentar löschenGroßes Kino!
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mazinger 2011/07/23 21:26:26
Kommentar löschenWie ich finde eine recht gelungene Umsetzung der Buchvorlage!
Wie das aber eben so ist, das Buch ist selbstverständlich trotzdem wesentlich besser!
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agynessa 2011/07/20 20:47:40
Kommentar löschenHabe endlich mal geschafft mir den Film anzuschauen und muss sagen das ich wirklich von der Detailgenauigkeit des Buches mit dem der Film wiedergegeben wurde, verblüfft war. Das es fast 1 zu 1 mit dem Buch übereinstimmt, hätte ich nicht gedacht oder erwartet. Ich fand ihn schon durchaus gelungen, die Kommentare, welche ich hier gelesen habe teilweise zu hart. Die Figur der Johanna fand ich in ihrem Ausdruck und in der Art leider auch etwas missglückt gewählt, aber ansonsten habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch schon allein deswegen um zu sehen, wie das wirklich gute Buch umgesetzt wurde. Lediglich zum Ende hin, habe ich das ein oder andere mal auf die Uhr gelinst, da der Streifen doch schon sehr lange ging. Ansonsten alles in allem ganz gut.
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veseria 2011/07/16 13:24:49
Kommentar löschenDer Film hat ganz eindeutige Schwächen. Falsche schwerpunkte, oft sehr schlechte Dramaturgie und und und.. Das Buch ist zwar auch 1000 Seiten lang was das ganze erschwert aber nun gut...
Trotz der großen Schwächen gefällt der Film mir entgegen den Erwartungen gut. Ich mag einfach die Thematik (also ich hasse Religion und Kirche aber ihr wisst was ich meine) und ich liebe Johanna Wokalek einfach. Darüber hinaus sind die Kostüme schön und es passiert recht viel Unterhaltsames....
Ich konnte über die Schwächen hinweg sehen. Deswegen war der Film eine nette Unterhaltung die ich auch nochmal gucken würde.
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Schloøpselcki 2011/07/11 13:53:48
Kommentar löschenSowas Monumentales Sönke Wortmann in die Hände zu geben muss ja schlecht enden. Johanna Wokalek bietet eine so dermaßen schlechte Performance, dass ich mich bereits ab den ersten zwanzig Minuten fremdschämen muss. Wunderbar einzureihen ist ihre Darstellung in das mäßige Drehbuch und die sogenannten "Animationen". Ein Sakrileg. Mir hat das Buch wirklich gefallen.
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Bodennebel 2011/07/07 09:50:56
Kommentar löschenAch ja, der Sönke. Obwohl alles bei Die Päpstin groß und international angelegt ist, mufft es nach solider deutscher TV-Unterhaltung.
Dabei hat er sich wirklich Gedanken bei der Verfilmung gemacht, der Sönke.
So entwickelt sich das Licht mit dem Intellekt von Johanna von düster in der Kindheit zu blendendem High Key als Papst. Zudem wurde viel wert auf eine möglichst detailgetreue Darstellung des Mittelalters gelegt.
Aber am Ende springt nie ein großer Funke für diese wirklich interessante Geschichte über und es bleibt der Gedanke, dass in den richtigen Händen viel mehr hätte drin sein können.
Highlight ist sicherlich John Goodman. Im sind die wenigen Minuten zu verdanken, in denen der Film wirklich Spaß macht. Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt. Ob Goodman wusste, dass dies für diesen Film vollkommen ausreichend ist?
Wie muss ich mir eigentlich das Vorsprechen von Anatole Taubman bei Die Säulen der Erde vorstellen? "Schaut mal, ich hab schon die blöde Frisur und die Klamotten an" - "Doll Anatloe, dann darfste auch gleich bei uns den fiesen Möb spielen". Eine Rolle, zwei Filme. Das nenn ich mal ökonomisch.
Aber wahrscheinlich hat er sich David Wenham zum Vorbild genommen, der hier einfach sein altes Herr der Ringe Outfit aufträgt, mitsamt Vokuhila.
Hinzu kommt, dass der Film an der Idiotie vieler Filme die sich über mehrere Jahrzehnte hinstrecken leidet. 824 nimmt Graf Gerold die junge Johanna auf. Sie ist ein 10 jähriges Kind. Sieben Jahre später wird sie von der Wokalek gespielt. Ab jetzt ändert sich an den Figuren nicht mehr viel. Bei Gerold nicht mal mehr die Frisur. So kommt es, dass beim Ende der Geschichte 848 Gerold immer noch so ausschaut, wie vor 24 Jahren. Und das im tiefsten Mittelalter. Respekt! Gute Gene! Hoffe er konnte sie irgendwie noch weitergeben.
Mindestens genauso hirnrissig ist es, wenn Arn, ein Junge um den sich Johanna während ihrer Zeit in Fulda kümmert, innerhalb weniger Jahre zu einem erwachsenen Mann mit Familie heranwächst, während sie noch genauso wie in der Szene vorher aussieht.
Als besonders gruselig empfand ich die Offstimme. Zum Glück wurde sie nicht all zu oft genutzt, sonst hätte ich dem Film mindestens 2 Punkte weniger gegeben.
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doctorgonzo 2011/07/07 10:14:37
Antwort löschen`Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt.´ Das ist herrlich! Etwas zu gnädig bewertet, aber schön geschrieben...
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Bodennebel 2011/07/07 10:40:45
Antwort löschenDie Gnade erfüllt, aber sie kann nur da eintreten, wo es eine Leere gibt, durch die sie empfangen werden kann, und sie ist es auch, die diese Leere schafft.
Simone Weil, Cahiers 2
Danke :)
doctorgonzo 2011/07/07 10:42:25
Antwort löschenWie tiefsinnig zum Donnerstagmorgen...Da muss ich erstmal wach werden...
manager18 2011/05/14 13:18:13
Kommentar löschenMich hat dieser Film positiv überrascht. Zu sehen waren fähige Schauspieler und eine fesselnde Handlung. Die Konfliktsituation auf wissenschaftlicher und religiöser Ebene macht den Film zu einem spannenden Ereignis, welches in einem provozierend gutem Ende gipfelt.
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J0J0 2011/05/03 15:16:14
Kommentar löschenSchöne Darstellung des 9. Jahrhunderts. Die Rüstungen waren noch grob gefertigt, die Leute lebten im Dreck und christianisierte Barbaren spielten zwischen Ruinen und verfallenen Aquädukten Senatssitzungen nach und stritten sich über Bibelverse. Eigentlich ist das Postapokalypse. Mag "Die Päpstin" sonst auch etwas lahm sein, hübsches Anschauungsmaterial für die Dark Ages wird dennoch geboten.
Nie wieder Mittelalter!
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Rukus 2012/05/09 03:44:02
Antwort löschenDas Mittelalter umfasst schlappe 1000 Jahre. Da war nicht alles schlecht. ;)
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J0J0 2012/05/09 14:17:28
Antwort löschenEs wurde dann ganz okay, als es nicht mehr so mittelalterlich war... aber im Kern widert mich diese Epoche an. ;-)
Rukus 2012/05/09 14:39:08
Antwort löschenLeben wollte ich da nicht (ich sag nur Hygiene), aber insgesamt ist das Mittelalter für mich eine der interessantesten Zeitspannen der Weltgeschichte.