The Dark Knight - Kritik

US 2008 Laufzeit 152 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Kinostart 21.08.2008

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Kritiken (44) — Film: The Dark Knight

sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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9.0Herausragend

[...]Gleich vom Start weg muss man sagen, dass Nolan mit “The Dark Knight” relativ nahtlos da weiter macht, wo er mit dem Vorgänger aufgehört hat: den Zuschauer erwartet somit vom Start weg ein actiongeladener und sehr düster ausgefallener Titel, welcher Batman nun endgültig aus der Klamauk-Schiene (welche ohnehin nur Adam West wirklich gekonnt vertreten hat) heraus holt. Hatte ich schon in der letzten Besprechung anklingen lassen, dass es in Gotham so finster wie schon lange nicht mehr ist, kann man hier nun mit ruhigem Gewissen behaupten, dass die Stadt abseits der Comics noch nie so brutal und düster gezeichnet wurde wie hier.[...]

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JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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8.5Ausgezeichnet

Wie für einen zweiten Teil üblich ist "The Dark Knight" um einiges größer, lauter und actiongeladener als sein Vogänger. Logisch, die Vorgeschichte steht, die Figuren müssen nicht mehr groß eingeführt werden, es geht gleich voll zur Sache. Atempausen gibt es trotz der üppigen Laufzeit wirklich keine, Nolan beginnt mit einem Banküberfall inklusive hinterlistigem Zehn-Kleine-Negerlein-Spiel und drückt danach ordentlich auf's Tempo. Wenn es an diesem Spektakel etwas ernsthaft zu kritisieren gibt, dann wohl tatsächlich nur, dass Christopher Nolan vielleicht etwas zu viel in den Film packt. Gerade Two-Face wird etwas verheizt, er alleine hätte schon als Gegner einen ganzen Film tragen können. Der Film benötigt nur sein Alter Ego Harvey Dent als wichtige Schlüsselfigur für die Handlung. Leider kommt er zum Finale hin nicht ganz so zur Geltung, wie man es sich hätte wünschen können. Die Show gehört halt klar Heath Ledger als Joker, da tut der auch einiges für. Der Oscar war sicherlich durch sein überraschendes Ableben so was wie eine Würdigung seiner Person, ob er ihn sonst bekommen hätte, bin ich nicht so sicher. Aber wie dem auch sei, seine Interpretation finde ich großartig. Den bösen Clown als einen psychotischen Massenmörder anzulegen, der bis auf das Bisschen abblätternde Schminke nichts buntes hat, tolle Idee und hervorragend umgesetzt. So wie der ganze Film, handwerklich mal wieder unbestreitbar exzellent und als Popcornkino nahezu fehlerfrei. Noch etwas dunkler, etwas tragischer als sein Vorgänger, mehr Wums und mit einem leicht bitteren Beigeschmack am Ende, was die Erwartungen auf einen Abschluss der Geschichte geschickt schürt.

Sicher seinerzeit sehr überhypt und natürlich nichts weiter als Blockbusterkino, dafür aber ziemlich hochklassig gemacht.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

DonChris

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"Milk" ist eine klasse Darstellerleistung, kann ihn dir ebenfalls nur ans Herz legen. An sonsten wie immer ein schöner und vor allem treffender Kommentar, auch wenn ich "Batman Begins" für den stärksten der drei Teile halte, weil 2Face underirdisch schlecht in seiner Schauspielarbeit ist.


JackoXL

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@Don: Unterirdisch schlecht? Kann ich nicht behaupten.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.0Herausragend

Ein toller Film, vielleicht die beste Comicverfilung bis jetzt mit tollen Charakterschauspielern und einer Story die einem dazu bringt während des Film leise zu atmen, um nichts zu verpassen.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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10.0Lieblingsfilm

[...]Mit „The Dark Knight“ erdet Nolan sein Bat-Szenario weiter: zeigte „Batman Begins“ die Werdung Waynes zu Batman in aller Ausführlichkeit, säte den psychiologischen Nährboden aber vor dem Hintergrund einer ganz und gar typisch-überkandidelten (Comic-)Schurkenbedrohung, erzählt „TDK“ die Saga als komplexen Crime-Thriller weiter. Und entfesselt damit eine ähnliche Urgewalt von einem Film, wie es der von Nolan als Einfluss spezifizierte Genre-Prime „Heat“ von Michael Mann tat. Trotz eines Hauptcharakters mit Fledermaussymbol auf der Brust und –ohren auf dem Kopf und eines grell geschminkten Zampanos der Zerstörung ist „The Dark Knight“ von einem Comicspektakel so weit und auch von seinem direkten Vorgänger ein gutes Stück entfernt, wie es ein Superheldenfilm sein kann, ehe er die Grenze der Austauschbarkeit und Deplatziertheit seiner Figuren erreicht. Zugegeben: vor allem im dritten Akt überspringt der Film diese Grenze immer mal wieder, insgesamt funktioniert „The Dark Knight“ an dieser direkten Schnittstelle zwischen realitätsbedachter Crime-Chronik und der überlebensgroßen und aus Comicfiguren generierten Ikonografie einer Gut-gegen-Böse-Erzählung mit tiefen moralischen Konflikten und gleichzeitiger Entzerrung und Graufärbung dieses simplen Grundschemas aber ganz ausgezeichnet.[...]

[...]Das Gotham in „TDK“ ist nochmals entkünstelter, die in „BB“ charakteristischen Narrows und die Hochbahn sind komplett aus dem Stadtbild verschwunden, auch Arkham Asylum spielt keine Rolle, was man schon als gestalterische Inkohärenz kritisieren kann. Einen im ersten Teil noch so bedeutenden, atmosphärischen und nicht zu Ende erzählten Handlungsort wie die Narrows erwähnungslos zu streichen ist schon kein ganz nachvollziehbarer Schritt. Nachvollziehbare Schritte geht auch nicht unbedingt jede Szenenfolge, 10er-Wertung hin oder her, es wäre falsch zu behaupten, „The Dark Knight“ sei ein von innen nach außen und in alle Richtungen komplett perfekt komponierter Film. Da ploppt Batman schonmal einfach aus dem Nichts auf, obwohl er in der Szene zwei Sekunden zuvor noch wo ganz anders war und auch kein offensichtliches Wissen darüber besitzt, dass andernorts überhaupt etwas vor sich geht – aber gut, he’s Batman… Auch geht’s in der schieren Wucht und dem kaum einmal Innehalten des Films an einigen Stellen sehr gehastet voran, was mal schlicht schade ist, da Beruhigung eben auch einen dramaturgischen Effekt hat und manchmal gar unplausibel wird, wenn zum Beispiel Batman einen Mafiaboss aus großer Höhe fallen lässt, dieser sich hörbar die Beine bricht, und (gemessen an der gefühlt im Film vergehenden Zeit) wenig später bloß mit Gehstock statt dickem Gips zu sehen ist. Dennoch ein marginaler Nachteil, denn auf der anderen Seite ist es dieser ununterbrochene Antrieb, dieses ständige Vorwärtspassieren und nie zur Ruhe kommen (lassen), das „The Dark Knight“ zu einem solchen dauerpushenden Koloss von Film macht, der sich über weite Strecken gängigen Erzählmustern des (Helden-)Kinos verwehrt, die Struktur der Einführung, des Mittelteils und der Auflösung im Grunde komplett in seine erste Hälfte packt (der Film könnte mühelos nach straffen neunzig Minuten mit einem Cliffhanger enden), nur um danach einen einzigen Joker-macht-Terror-Höhepunkt nach dem nächsten aufzutürmen, in der Unvorhersehbarkeit des Psychopathen-Clowns manchen vollkommen antiklimaktisch auflöst und ausgerechnet gen Showdown auf den ganz dicken Explosionsknall verzichtet.[...]

[...]Gehypt von Gotham bis Meppen, gepriesen als einer der besten Filme aller Zeiten, als DAS Ultrameisterwerk unter den Comicverfilmungen – vielleicht alles ein bißchen viel. Dennoch, im Verbund mit seinem Vorgänger, ein großer und großartiger Film. Die Action, besonders die Car/Truck Chase Sequence, mag man, wie es Jim Emerson in seinem (wohlgemerkt hochinteressanten) In the Cut: Shots in the Dark (Knight)-Video getan hat, hinsichtlich Schnitt- und Continuityfehlern auseinander nehmen können, dennoch sticht das Sequel seinen Vorgänger in Größe und Ausmaß deutlich aus, zudem kommt weiterhin kaum CGI zum Einsatz, wodurch der Truck Flip und die Krankenhausexplosion umso eindrucksvoller werden. Ob „The Dark Knight“ nun die beste Comicverfilmung ist oder nicht, ob es die überhaupt gibt und inwieweit sich solche Kategorisierungen lohnen – who gives a batshit? Der Film bildet zusammen mit „Batman Begins“ (und hoffentlich „The Dark Knight Rises“) ein tiefgründiges, so sorgfältig im ersten Teil geformtes wie im zweiten vom Joker zerschlagenes Heldenbild, einen Abriss gegenwartsgesellschaftlicher Themen wie Terror und zweckheiligende Mittelüberschreitung und ein Blockbusterkino mit Reife und Inhalt statt Blödheit und Leere. Angesichts von Milliardenhits wie „Transformers“ und anderem effektüberladenen Radau maybe not the Kino we deserve, but the one we need…[...]

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Grund des irren Triumphzugs von „The Dark Knight“ ist eine Mischung aus starkem, visionärem Handwerk in allen wichtigen Teilbereichen, gekonnter Zeitgeisterfassung und dem tragischen Tod des Haupt-Nebendarstellers Heath Ledger sechs Monate vor Kinostart, wodurch sich die große Marketingkampagne quasi verselbstständigte und die Emotionen vollends überkochten. Betrachtet man alles nach einiger Zeit mit gesundem Abstand, bleibt eine gelungene Fortsetzung, die sich den nötigen Pflichten der vorangegangenen Einleitung entledigt und verdammt gekonnt eine komplexe Geschichte erzählt. Eine Fortsetzung, die so viel will, dass sie nicht perfekt sein, aber unter Umständen immerhin restlos plätten und faszinieren kann. [...]

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] Was 'Batman Begins' zu einer besonderen Comic-Verfilmung gemacht hat, war die realistische Inszenierung und der Charakter-Tiefgang. In beiden Punkten muss 'The Dark Knight' im Vergleich zum Vorgänger Abstriche machen. Was nicht heißen soll, dass Nolan mit CGI-Effekten oder unglaubwürdigen Szenen übertreibt, nein, aber dennoch werden hier einige Schippen draufgelegt. Das liegt daran, das 'The Dark Knight' deutlich mehr Wert auf Action-Szenen legt. Die Action ist nicht nur Nebensache, sondern übernimmt einen großen Punkt. Natürlich sind die Szenen fantastisch anzusehen und hervorragend in Szene gesetzt, aber die Charakterzeichnung leidet unter dem Feuerwerk. Christopher Nolans' Inszenierung ist nicht unbedingt oberflächlich und in jedem Fall vielschichtiger als in anderen Comic-Verfilmungen, aber dennoch nicht so ausgebaut und tiefgründig wie in 'Batman Begins'. Was aber auch daran liegt, das Batman nicht mehr die Hauptfigur ist, sondern viele verschiedene Charakter ins Spiel kommen, die alle ihre Zeit bekommen wollen. [...]

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Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"Why so serious?"
Christopher Nolan beweist einmal mehr das er weiß was er macht und was er macht ist ganz einfach mehr als fantastisch. Über die Story braucht man nicht viel sagen
---> Der Joker will alles dafür tun um Batman aus dem Weg zu räumen, um Gotham so in die Dunkelheit zu stürzen. Doch vor genau dieser Dunkelheit soll der "Dunkle Ritter" schützen.
Der Cast ist schlichtweg einer der besten die ich je gesehen habe, Batman wird 1A von Christian Bale verkörpert, er weiß wie man Action macht! Dann haben wir da noch den Joker. Der Joker wird von dem verstorbenem Heath Ledger gespielt. Nein, nicht nur gespielt, er lebt ihn förmlich, so viele Emotionen und so viel Hingabe sieht man wirklich sehr selten. Ich weiß gar nicht wie ich das richtig beschreiben soll, er macht einfach nichts falsch aber gut macht er auch nichts. Er macht es Unglaublich. Mit dieser Rolle hat er sich wahrlich ein Denkmal gesetzt, tschüss gesagt und dann diese traurige Welt verlassen.
Gary Oldman: James „Jim“ Gordon, Aaron Eckhart: Harvey Dent, Maggie Gyllenhaal: Rachel Dawes machen das Gespann dann vollständig und jeder von ihnen kann sich auf die Schulter klopfen für diese Leistung.
Vor diesem Film konnt ich nichts mit Batman anfangen, die ersten Filme waren mir einfach zu alt und langweilig, doch "The Dark Night" hat mich vom Gegenteil überzeugt, Batman ist nicht langweilig. Das "Batpod" und der "Tumbler" waren ja mal sowas von gut entworfen worden! Hübsch, hübsch.
Einfach ein toller Action-Kracher mit viel Gefühl.
"Madness is like gravity. All you need is a little push."

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Hitmanski: It's just a film, cereality...

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7.0Sehenswert

THE DARK KNIGHT bleibt auch nachdem die Jubelfanfaren um Heath Ledgers Performance verklungen sind, ein schwer in ein Bewertungsschema zu pressender Film, ist Christopher Nolans größter Verdienst doch auch sein größtes Manko: Es ist folgerichtig, dass der Mittelteil seiner Trilogie den durch Millers Comics inspirierten Pfad weiterschreitet, und nach dem Weltenbau im Vorgänger nun auch die narrative Ebene in der Realität verortet werden kann. Inwieweit man allerdings bereit ist, 9/11 als Ansatzpunkt einer Comicverfilmung zu akzeptieren, wird maßgeblich von der Toleranz des einzelnen Rezipienten abhängen.

Litt BATMAN BEGINS dabei bisweilen stark unter der Last, Ouvertüre und eigenständiges Werk sein zu müssen, ermöglicht seine Existenz Nolan für den Nachfolger nun zumindest eine gestraffte Dramaturgie, ist der Rahmen seiner Titelfigur doch in den Grundzügen bereits definiert, und bedarf nur noch der Ausgestaltung.

Beschäftigte sich der erste Film vorallem mit der Transformation von Bruce Wayne in Batman, konzentrierte sich dabei vorwiegend auf die inneren Stukturen seines Protagonisten, und verband dabei die Frage nach der Berechtigung einer symbolträchtigen Rächerfigur wie Batman mit der moralischen Hinterfragung von Waynes persönlichem Schicksal und den daraus resultierenden Entschlüssen, politisiert THE DARK KNIGHT bewusst sein Szenario, greift die Fäden des Vorgängers zwar auf, spinnt sie nun aber deutlich am aktuellen Weltgeschehen entlang: Es ist der Versuch, Terror und Paranoia einzufangen, ihre Mechanismen zu sezieren, der Nolan hierbei antreibt; mit Batman und seinen beiden Antagonisten fügt er eine weitere Konstante in die Systemstuktur seiner Welt ein, die - alle auf ihre Weise - geschickt zu deren Erosion beitragen.

Es sind per se keine unbedingt klassischen Motive, die jede der Figuren auszeichnet, und doch nimmt man sie durch ihre Omnipräsenz in den letzten Jahren als solche wahr: Ist Unrecht im Kampf für das Recht moralisch zu legitimieren?

Im Bezug auf die Titelfigur geht der Film deshalb auch nicht wesentlich weiter als BATMAN BEGINS, ihre Hinterfragung ist nicht Entwicklung, sondern Teil des anfänglichen Konzepts, die Parallelen die Nolan zwischen einer Quasi-Institution wie dem maskierten Flattermann, und realen Geheimdiensten zieht wird nirgendwo deutlicher als im vorgezogenen Schiffsfinale, in dem die obige Fragestellung packend, aber auch eindimensional zur Parabel über den Patriot-Act ausbuchstabiert wird.

Entgegen landläufiger Meinung geht - unter Auslösung der Darstellerebene - auch von Ledgers Joker wenig wirkliche Faszination aus; die ihm immanente Metaphorik, als ikonisierter Pate eines ebenso barbarischen, wie auch in seiner Motivation eher schwer zu umreißenden Terrors funktionieren zu müssen, engt seine Charakterzeichnung stark ein; die bewusste Positionierung gegenüber Batman als einander ebenso bedingende, wie auch abstoßende Variable, trägt zwar zur größeren Akzeptanz bei, als es bei Ra's al Ghul der Fall war, geht in ihrer Tiefenwirkung aber auch nicht weiter als Burtons Beziehungskonzeption fast zwanzig Jahre vorher.

Die devote Faszination gegenüber einem kostümierten Bombenleger, die Film und Regisseur dabei des Öfteren fahrlässig an den Tag legen, vergisst aber nahezu vollständig das Potential der Dent-Figur abzuschöpfen, oder auch nur auszuleuchten; ist dieser doch in Verkennung der Strahlkraft seiner Symbolik stets nur Randfigur - erst von Bruce Wayne, später vom Joker. Dabei wäre die Metamorphose seines Körpers und Gerechtigkeitssinns, die subtilste Art gewesen die Auswirkungen eines nur sich selbst unterstehenden Vigilantismus aufzuzeigen, ebenso wie seine neurotische Zerissenheit sich als Spiegel Waynes geeigent hätte.

Schlußendlich gelingt es Nolan, seine Interpretation des Batman-Stoffes weiterzuentwickeln, einen inhaltlichen und visuellen Einklang herzustellen, und so wirkt THE DARK KNIGHT trotz seiner vermehrten Zugeständnisse an actionaffines Blockbusterpublikum reifer und homogener, als BATMAN BEGINS. Sein aufgeblasener politischer Subtext bleibt dabei aber ebenso wie die rationale Welt und Nolans technizistischer Inszenierungsstil Geschmackssache.

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Hitmanski

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Dankeschön :)


Eigenbrötler

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Chapeau!


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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10.0Lieblingsfilm

Es gibt Filme die sind sofort ein Klassiker. “The Dark Knight” ist ein solcher Film. Toll gespielt, toll besetzt und toll inszeniert ist die “Batman Begins”-Fortsetzung ein Film der seinen Vorgänger in allen Bereichen überbietet. “The Dark Knight” muss man gesehen haben und gehört in jede Filmsammlung!

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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9.0Herausragend

Nolans düsterer Thriller zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Batman noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Ganz hervorragend!

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Pegisto

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Kann man nur zustimmen!


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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9.0Herausragend

Was für ein Film! Selten sind solche Filme die trotz großer Aufmachung es schaffen neben dem Bauch auch den Kopf zu bedienen. Christopher Nolans zweiter Batman ist ein Paradebeispiel wie man Big Budget Unterhaltung und intelligentes Kino mit Hintersinn zusammenschließt. Ein durch und durch ambitioniertes Werk dass mit diesen Ambition perfekt umgeht und so einen der besten Blockbuster der Filmgeschichte abliefert und es liegt zu einem großen Teil am genialen Spiel von Heath Ledger, aber auch an den interessanten politischen und gesellschaftlichen Reflexionen auf unsere heutige Zeit.

"The Dark Knight" geht mit diesen Reflexionen so geschickt um, dass sie sich perfekt ins Gesamtgerüst des Film einpassen ohne dass sie etwas von ihrer Kraft und Aussage einbüßen müssen. Der einzige der einbüßen muss ist Batman selbst, der sich seinem größten Gegner stellen muss und der weiß genau wie man Batman leiden lässt und dies zelebriert der Joker mit einer diabolischen, psychopathischen, amoralischen und durch und durch unbezähmbaren Intensität, die sich durch den gesamten Film windet und den düsteren Film noch etwas finsterer und grimmiger macht.

Man könnte noch so viel über dieses Meisterwerk sagen, z.B. dass der Film ein grandioses Vermächtnis von Ledger ist, dass er trotz seiner 150 Minuten nie langweilig wird, dass die handgemachten Actionszenen schier grandios ausgefallen sind oder dass diejenigen die wirklich glauben Schwächen in „The Dark Knight“ gefunden zu haben Erbsenzähler sind, aber im Endeffekt ist es alles nur Schall und Rauch.

Was bleibt sind großartige Erinnerungen. Erinnerungen an einen genialen Unterhaltungsfilm mit viel Grips, Erinnerungen an einen viel zu früh verstorbenen Ausnahmedarsteller und Erinnerungen an einen kommerziell und vor allem qualitativen Erfolg eines Filmes der seinen übergroßen Hype und Erwartungen, die durch den sehr guten "Batman Begins" und den tragischen Tod von Heath Ledger geschürt wurde, gerecht wurde.

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sushi25: movie-fan.de

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9.0Herausragend

Ohne Zweifel ein Film der (unabhängig vom seinem Publicity-förderenden Tod) von der genialen Darstellung von Heath Ledger, als Gegenspieler von Batman lebt. Anders als bei der überdrehten Darstellung von Jack Nickolson, scheint dieser Joker nicht einem Comic sondern dem dunklen, bösen Wahnsinn einer bitteren Realität entsprungen. Christopher Nolan ist es mit Dark Knight gelungen, Gotham durch den Joker einen bitteren Spiegel vorzuhalten. Ein tiefgründiges Actionspektakel - schade dass wir diesen Joker in den nächsten Teilen nicht wieder sehen dürfen.

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

The Dark Knight ist sicher nicht der beste Film aller Zeiten, aber er hat es geschafft, das Superhelden-Genre aus seinen Kinderschuhen herauszuheben. Eine derart vielschichtige Comic-Verfilmung hat man noch nicht gesehen und Vergleichen mit den großen Thrillern der Filmgeschichte wird locker Stand gehalten.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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10.0Herausragend

Der Superheldenfilm hat entgültig seine Unschuld verloren.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

“Zaubern wir ein Lächeln auf dieses Gesicht!”

Das war er also, der “neue Batman”. Der Film, der schon super war, als es ihn noch gar nicht gab. Für den Heath Ledger gar posthum den Oscar erhalten soll, wenn es nach der Meinung einiger Kritiker gehen würde. Das war aber auch der erste Film bei dem ich anwesend war, bei dem nach der Vorstellung vom Publikum applaudiert wurde. Doch was heißt das schon?

In diesem Fall eigentlich eine ganze Menge. Die bereits in “Batman Begins” vorhandenen Stärken - starke Schauspieler (ja, der Joker ist genial gespielt…), ein eindrucksvoller Soundtrack, beeindruckende Bilder und sehr gute Spezial-Effekte -wurden konsequent beibehalten. Doch heißt das alleine nichts. Der große Pluspunkt des Films ist die Story. Hier zeigt Christopher Nolan erneut, dass er ein großartiger Drehbuch-Autor ist.

Da hätten wir zum einen den Joker. Keiner weiß woher er kam (meine Vermutung: aus den vergifteten Narrows aus “Batman Begins”, aber wie gesagt, da ich die Comic-Vorlagen auch nicht kenne nur eine Vermutung), was genau er und vor allem WARUM er es will. Der Joker ist unberechenbar, völlig verrückt und agiert ohne Regeln, ist somit Batmans größter Widersacher. Die besten Szenen des Films gehören folglich Heath Ledger. Ich weiß, das sagt jeder, man liest es überall, meistens im Zusammenhang mit seinem frühen Tod, aber: Sein Joker IST der Joker. Alleine die Szene, in der er im Krankenschwester-Kostüm vor dem Krankenhaus steht um dieses zu sprengen - genial. Gestik, Mimik, seine Reaktion auf die (verspätete) Explosion - einfach gut gespielt.
Batman bzw. Bruce Wayne wiederum ist in seiner Rolle gewachsen und routinierter geworden. Seine Herkunft, seine Beweggründe kennen wir, und so wird darauf weniger Wert gelegt. Neu ist, dass er seinen Job eigentlich an den Nagel hängen will, um mit Rachel zusammen sein zu können (größte Enttäuschung des Films: Maggie Gyllenhaal). Und so setzt er große Hoffnungen in Harvey Dent. Christian Bale kann seiner Rolle leider nichts neues abgewinnen und hält sich schauspielerisch doch arg im Hintergrund, was sehr schade ist.
Harvey Dent ist der neue Staatsanwalt Gothams und sagt dem organisierten Verbrechen den Kampf an. Die meisten werden es wissen: Harvey Dent wird Two Face, und sein Weg dorthin ist eine wichtige Nebenhandlung des Films, hängt sie doch auch mit dem Joker zusammen. Auch diese Wandlung ist überzeugend gespielt, vllt. nicht unbedingt in den Vordergrund gestellt und seine Motive werden nicht auf Anhieb nachvollziehbar, doch sie sind es.

Hier hängt alles sehr zusammen, die Story ist verflochten, überraschend und doch in sich logisch. Mancher einer hätte das ganze in zwei Filme gepackt.

“Du hast alles verändert. Für immer. Es gibt kein Zurück. Weißt du, für die bist du nur ein Freak. Wie ich!”

Doch leider ist nicht alles besser in der Fortsetzung. Das neue Kostüm wirkt irgendwie lächerlicher… und wird etwas zu sehr in Szene gesetzt, so dass ich doch etwas befürchte, wir landen bald wieder bei dem Posing der alten Filme (ja, z.B. das Nippelkostüm…). Ich war ja noch nie ein Fan übertriebener Superhelden-Maskerade und habe deswegen auch den realistischen Ansatz von “Batman Begins” sehr begrüßt. Was hier aber noch an unglaubwürdiger technischer Spielerei präsentiert wird, setzt dem ganzen die Krone auf und führt zu glattem Punktabzug, ebenso wie die “neue Rachel”. Selten kam mir ein Charakter so unsympathisch und fehlbesetzt vor wie in diesem Film. Einen besseren Ersatz für Katie Holmes hätte man doch sicherlich finden können?
Man mag gar nicht glauben, dass es sich hier um eine Comic-Verfilmung handelt (meine Güte, vergleicht das mal mit den ersten Verfilmungen oder gar mit “Spiderman 3″…) - denn teilweise wirkt er nicht so. Nehmt Batman die Maske ab und er sieht aus wie ein Soldat im Umhang. Das Mystische, fantastische fehlt komplett. Doch stört das in meinen Augen nicht unbedingt.

Alles in allem ein sehr guter Film. Lasst euch nicht von der Acht stören, aber die letzten von mir angesprochenen Punkte haben mir persönlich nicht mehr zugelassen. “The Dark Knight” ist ein packendes Drama in einem realistischen, unbarmherzigen Gotham. Also: Gucken!

“Batman ist nicht der Held, den Gotham verdient. Er ist der Held, den Gotham braucht. Er ist kein Held in schillernder Rüstung.

Er ist ein dunkler Ritter.”

http://xander81.wordpress.com/2008/08/21/kritik-batman-the-dark-knight/

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Khitos: Kälte Reich

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9.0Herausragend

Letztes Jahr behauptete jemand, dass The Dark Knight der beste Film des Jahres 2008 sein werde. Viele seiner Schulkameraden haben ihn belächelt, ihn nicht beachtet, nicht darauf reagiert. Eins war aber sicher, derjenige hat an seiner Meinung festgehalten. So lange musste diese eine Person warten, um seiner Behauptung Wahrheit zu schenken. Im Sommer 2008 war es dann endlich soweit. Alle Welt hatte The Dark Knight schon gesehen, nur er nicht. Und dann geschah es endlich, der 21.8. war eingetroffen, der Tag an dem die eine Person den vermeindlich besten Film des Jahres zu Gesicht bekam. Und wie Recht er hatte!
Achja, die eine Person bin übrigens ich gewesen.

Ja, ohne Zweifel kann ich The Dark Knight schon an der Spitze meiner diesjährigen Top 10 Liste sehen. Hype hin oder her, der Film übersteigt ihn sogar und erklimmt einen Grad von Coolness, was ( vergeblich ) seines gleichen sucht. Ich übertreibe nicht, wirklich nicht! Die drei Menschen auf der Welt, die den Film noch nicht gesehen haben: Schaut ihn euch an! Zwar ist der Film um zwei Plätze auf imdb’s Top 250 Liste gesunken, aber auch nur, um einen ehrwürdigen dritten Platz einzunehmen, was meiner Ansicht nach aber immernoch etwas zu übertrieben ist. Nichtsdestotrotz, der Hype verhalf und hilft dem Film immernoch einer der most-grossing Blockbuster ever zu werden und zu sein. Ich hab meinen Teil getan - zwei Mal Kino, so viel Geld hab ich noch nie für einen Film ausgegeben.

Zugegeben, ich kann nicht viel hinzufügen zu der langen Liste der Lobhymnen anderer Kritiker, deshalb komme ich wohl schneller auf dem Punkt als eigentlich gewollt. Angefangen bei meiner Vorbereitung: Ich habe mir Batman Begins vor dem Kinobesuch auf Englisch nochmals angesehen und wollte sehen was sich verändert und verbessert hat. Die Welt in Christopher Nolans erstem Reboot-Batman ist eigentlich immernoch etwas fantasievoll gestaltet und könnte nicht als allseitsbekannte Großstadt erkannt werden, obwohl die essentiellen - Wolkenkratzer, Menschenmassen, etc. - Dinge dafür vorhanden sind. Der zweite Teil geht noch weiter und lässt den fantasievollen, dunklen, geheimnisvollen Teil vollkommen weg. The Dark Knight spielt in Gotham City oder für die Normalos: New York Chicago. Dieser Wandel vom halbwegs Mystischem zum Realem ist in meinen Augen immernoch zu bemerken, stellt für mich aber einen wichtigen und vorallem richtigen Schritt in die Moderne dar, da Batman nun im 21. Jahrhundert lebt und nirgendwo anders. Ich mag die neue Optik und seinen neuen Anzug, nicht so wie manch anderer, der eher Burtons Mystik vermisst und den Anzug zur Hightech-Special Ops Rüstung verklärt.

Zu den altbekannten Gesichtern, die zum Glück beibehalten wurden, gesellen sich viele neue erstklassige Schauspieler, die in jeder Szene überzeugen und mitreißen können. Zu erwähnen wäre wohl der passende Wechsel von Katie Holmes auf Maggie Gyllenhaal, die Rachel um einiges besser verkörpert als Holmes es in Batman Begins versucht hat. Aaron Eckhardt ist klasse als strahlend weißer Ritter Gothams und…ja, wer ist noch dazu gekommen? Ich wollt ihn noch etwas aufheben, denn er bekommt eine spezielle Erwähnung: Heath Ledger. Der Joker könnte nicht besser gespielt werden als von ihm. Zugegeben, ich hatte einige Zweifel, als ich ganz am Anfang erfahren habe, dass er den Joker spielen wird, aber nach einigen Bildern und dem Trailer war alles verflogen. Heath Ledger ist in seinem letzten Film in Bestform. Grandios, brillant, verrückt, komisch, unheimlich und viel mehr Adjektive könnte man aufzählen und man hätte seine schauspielerische Leistung nicht ansatzweise gewürdigt. Wenn er denn nominiert werden sollte, dann wird und muss er den Oscar für die beste Nebenrolle erhalten. Obwohl das eigentlich eine Beleidigung ist, wenn man bedenkt, dass er beinahe 70% des Films ausmacht und Batman, der einfach die Hauptrolle in diesem Franchise ist, den Vortritt bekommt.

Was mich besonders überrascht hat war die Tatsache, dass so viel in diesem Film steckt. Es gibt so viele Ebenen auf die The Dark Knight aufbaut und die auch alle funktionieren! Ich mein, die Action ist phänomenal, die viel umschwärmte Truck-Szene ist geil und die Schnitte sind nach der zweiten Sichtung nicht einmal zu hektisch gewesen. Die Story ist so komplex, dass ich erst überhaupt nicht durchgeblickt habe was wo abgeht, da mich das mit Hong Kong verwirrt hat und ich bei der ersten Sichtung die Mafia nicht mehr ganz im Gedächtnis hatte. Und dann noch diese Länge! 2½ Stunden, die aber wie im Fluge vorbeigehen - ehrlich gesagt hätte ich auf die Pausen im Kino getrost verzichten können. Des Weiteren gibt es dann natürlich noch die viel diskutierten Referenzen zu 9/11 und das ganze Drumherum, was ich nachvollziehen kann, aber im Sinne des Films eher bei Seite gelassen habe. Ansonsten ist auch der Score unglaublich fesselnd und stark, besonders in den vier Wänden des Kinosaals.

Eigentlich kann ich nicht viel mehr hinzufügen. Es hat mich einfach überrascht wie eine Comicverfilmung so tiefgründig sein kann und dabei noch so geil inszeniert werden kann. Viele Bilder werden mir in Erinnerung bleiben, besonders die wirklich witzigen Szenen mit Joker als Krankenschwester oder im Auto mit dem Kopf aus dem Fenster gelehnt und das im Hintergrund gedämpfte Nichts - einfach genial.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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9.0Herausragend

Was war das für ein Marketing! Spätestens als Heath Ledger, der neue Darsteller des Joker, im Januar an einer Überdosis Tabletten starb, war der Hype perfekt. In nie dagewesener Perfektion pushte das Studio durch virales Marketing, welches das von Cloverfield alt aussehen ließ, den Titel The Dark Knight in die Welt. Teaser, Trailer, Poster, Szenenbilder, Clips, TV-Spots, Interviews, Specials - nichts wurde dem Zufall überlassen, alles war bis aufs kleinste Detail durchgeplant. Das Zentrum des geplanten Marketings war zwar tot, aber dies wirkte sich auf keinen Fall negativ auf die Kampagne aus. Vielmehr wurden Heath Ledger und sein Joker so heldenhaft beworben, dass schon lange vor dem Kino-Start aus dem einstigen Sonny-Boy eine Legende wurde. Einen guten Film macht aber mehr aus als ein toter Darsteller und perfektes Marketing. Ob Christopher Nolan aus seinen Fehlern, die er bei Batman Begins noch reihenweise säte, gelernt hat, kann man nun endlich im Kino begutachten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Die Welt brennen sehen … das will der Joker. Und mit diesem charismatischen Unruhestifter, der unsere Ordnung auf die Probe stellen will, ist endlich Schluss mit Kindergeburtstag bei Batman-Verfilmungen. Christopher Nolan hat mit The Dark Knight ernst gemacht. Die Üblichen Verdächtigen sprechen direkt nach dem Film über beeindruckende Schauspieler, perfekte Synchronisation, Frank Millers Batman-Comics, den nächsten Batman, was der Film mit dem neuen Bond gemeinsam hat, diskutieren Anspielungen auf 9/11 und schwärmen von ein bisschen verlaufener Schminke. Diesmal (wie der Film) in Überlänge.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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10.0Lieblingsfilm

[...] „The Dark Knight“ ist für mich sicherlich der Film des Jahres, kann er doch meinen bisherigen Favoriten „Iron Man“ noch mal um einiges toppen. Mehr Story, mehr Tiefe, glaubwürdigere Charaktere. Doch wenn ich ehrlich bin ist „The Dark Knight“ für mich „Der Heath-Ledger-Film“. Jener Film, in dem man in jeder Joker-Einstellung zwischen den Zeilen lesen kann: „Seht her was für ein begnadeter Schauspieler ich gewesen bin.“ [...]

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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8.0Ausgezeichnet

Wäre ich Batman-Fan, wäre ich wohl etwas enttäuscht. Der dunkle Ritter ist im Grunde nicht mehr als ein Präsentator von martialischem Technik-Spielzeug, während die Bühne den etwas komplexeren Figuren wie Two Face und natürlich dem Joker gehört.

Der Film macht Spaß, weil er diesmal ernstzunehmend ist. Es gibt keine Achterbahnfahrten oder dämliche "Wasserbomben". Statt bunter Fummel wird auf Männer in Anzügen gesetzt. Keine Teenie-Romanzen, kein Schicksalsgehadere oder Selbstfindungsgedöns, dafür ungewöhnlich deutliche Seitenhiebe auf die amerikanische Paranoia nach 9/11 - erfrischend!

Auch die Regie gibt sich überraschend reduziert und umso effektiver. Ich habe lange nicht mehr die antiquierte Masche wie schneidende Geigen für den Spannungsaufbau gehört. So simpel und immer noch so wirkungsvoll.

Aber es bleibt halt ein Joker-Film. Da kann man auch Ledgers Schicksal aussen vor lassen. Ob es für einen Oscar reicht, müsste ich mir nochmal im O-Ton anhören. So manche holprige Wendung wurde gekonnt überinszeniert, aber ich finde es schade, dass man den Joker so schnell und banal als Freak quittiert. Er hat definitiv die besten Momente und als "Nurse Joker" hat der Film für mich seinen Höhepunkt. Da wirkte das Finale mit den Schiffen so bißchen wie ein Zugeständnis ans SAW-Klientel. Aber erst bei der Vernehmung mit Batman ist Joker mehr als nur ein Spinner. Er ist tragisch, fast schon menschlich. Das verleiht ihm für einen Moment die Größe, gegen die Batman nur noch kleiner wirkt.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.5Sehenswert

Hier kommt der Fluch der Fortsetzung voll zum Tragen. All das hätte Nolan leicht hinter mächtigen Effekten verstecken können, Batmans waghalsige Flüge durch Hochhausschluchten etwa lassen den Atem stocken. Dass das nicht reicht, liegt am Drehbuch: Der Film ist mit zweieinhalb Stunden sicher eine zu lang, die Handlung hat schwere Hänger, mitunter wird 20 Minuten lang hin und her sinniert, und als Zuschauer sehnt man sich danach, es möge endlich wieder etwas passieren.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Lieblingsfilm

[...]Es ist ein schrill kreischender Nihilismus der da mit dem Joker die Bühne des Geschehens betritt. Die ultimative und absolute Nemesis von Batman, der in Gotham City so lange für Recht und Ordnung sorgte, bis die Oberhäupter der Mafia so gewaltig unter Druck gerieten, dass sie die Büchse der Pandorra öffneten und den Joker in das Spiel mit einbezogen. Der Joker ist nicht mehr länger der simple Harlekin, der Spaßmacher, sondern ein Psychopath sondergleichen. Nicht Macht, nicht Gier, nicht Geld motivieren ihn, in seiner Psychologie ist er diesen materiellen Dingen, die ihm nichts bedeuten, enthoben. Das unterscheidet ihn von der Mafia, von anderen Anatagonisten die sich anderen Helden in den Weg stellen. Nolans Joker ist der pure, ideologisierte Wahnsinn ohne Sinn, ohne Regeln und ohne Plan. Er ist per definitionem der absolute Inbegriff des Amoralen.[...]

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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8.0Ausgezeichnet

Auf Dauer wirken die ab der zweiten Hälfte des Films Schlag auf Schlag folgenden Showdowns etwas ermüdend. Es gehört zwar zum Genre, dass Bösewichter immer mindestens zweimal zur Strecke gebracht werden müssen, bevor sie endgültig besiegt sind, aber die Storywendungen von The Dark Knight hätten auch locker für zwei Spielfilme gereicht. Durch die Fülle an Figuren, Haupt- und Nebenhandlungen verliert das düstere Treiben ab und an den roten Faden.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.5Sehenswert

Nur wahrhaftige Helden stehen wieder auf, wenn sie am Boden liegen. Und schon der Titel trägt neues Selbstbewusstsein zur Schau: "The Dark Knight" ist der erste "Batman"-Film, der auf die Namensnennung seines Helden verzichtet.

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peter-noster: Mostly Movies

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8.0Ausgezeichnet

Nicht, wie vielerorts gesagt, zu lang. Two Face wurde leider nur quasie als Werkzeug benutzt und war mit einem Aussehen das comichafteste in einem ansonsten sehr realistisch wirkendem Film. Der Joker war schon sehr hypnotisierend böse. Ich müsste meine Kinobleitung nachher nach einer Anschlussszene fragen, weil ich meine Augen nicht vom Gesicht des Bösewichts lösen konnte und daher das Umfeld nicht wahrgenommen habe. Der Film brachte auf den Punkt, was Batman in seiner dunklen Inkaranation ausmacht. Nur hat mir, entgegen meiner Erwartung, Maggie Gyllenhall als Rachel Dawson nicht so gut gefallen. Sie sollte das emotionale Bindeglied sein, aber die Chemie sowohl mit Bale als auch mit Eckhart hat nicht so gestimmt. Eine etwas stärkere Frauenrolle hatte dem Film gut getan … Catwoman ick hör dir im dritten Teil trapsen.

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TheCorey: MovieMaze

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6.0Ganz gut

Im Grunde beweist The Dark Knight dass Nolan nichts dazu gelernt hat seit dem ersten Teil. Er macht nicht nur dieselben Fehler, mehrfach, sondern er fügt diesen auch noch neue Schwachpunkte hinzu. Das inhaltsfreie Drehbuch weiß er mit stumpfer Musik von Hans Zimmer und James Newton Howard zu untermalen, die erzeugten Bilder auf dilettantischste Weise zusammen zu schneiden.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Die traurigste Erkenntnis ist vielleicht die, dass “Dark Knight” genau das mit Batman macht, was “Casino Royal” mit James Bond macht: Er entmystifiziert die Figur. Er macht sie kleiner, belangloser. Zu einem Jack-Bauer Abklatsch, der stoisch seinen Job macht, für den der Zweck die Mittel heiligt, der mechanisch und emotionslos dem Terror den Garaus machen will. Das geheimnisvollste an diesem Dunklen Ritter ist wohl, wie er diese unfreiwillig komische Grunzstimme die ganze Zeit durchhalten kann, ohne dabei zu lachen.

Für die wahre Romantik, die Melancholie der Figur die im Herzen immer ein armes, reaktionäres, verklemmtes Schwein war, dem man doch irgendwie Erlösung wünschte, ist in der Dark Knight kein Platz. Es fällt schwer an Momente in “Dark Knight” zu denken, die nicht auch Ethan Hunt, Jack Bauer oder Jason Bourne bestehen könnten.

Nolan entzaubert Batman. Das macht er sehr gekonnt und liefert dabei einen sehr ordentlichen und unterhaltsamen Film ab. Doch ohne Geheimnisse ist Batman nur ein weiterer Actionheld - und ohne einen cleveren Gegner wie den Joker, wäre er eigentlich ziemlich fade.

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nilswachter

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Stimmt. Der Joker macht den Film aus.


Yarden

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@Strikerth
Lange her, dein Kommentar, doch ich muss trotzdem antworten :D
Batman war, meiner Meinung nach, nie langweilig, denn er kämpft für Recht und Ordnung, geht aber schon so weit, dass er eigentlich schon ein Krimineller ist. Er hat nur wenige Regeln, aber die hält er ein. Er will seine Gegner nicht töten, aber mehr als einmal stand er schon kurz davor. Die psychische Belastung auf ihm ist sehr hoch, beispielsweise ermordete der Joker (im Comic) Jason Todd, einen der "Robin's". Batman musste sich dem unheimlich starken Drang widersetzen, den Joker zu töten und damit Jason Todd zu rächen. Sein Doppelleben ist auch nicht immer einfach: Tagsüber ist er Milliardär und Playboy, muss allerdings auch oft wirtschaftliche bzw. politische Themen klären und nachtsüber wacht er über Gotham. Eine der interessantesten Fakten ist aber, dass man Batman theoretisch gesehen mögen muss, wenn man seine Gegner mag. Seine Gegner sind eigentlich das Spiegelbild seiner selbst, ohne ihn wären die meißten nie entstanden. Batman hat, wenn man es so nimmt, eigentlich durch das Trauma an der Ermordung seiner Eltern, auch eine psychische Störung, kein normaler Mensch kämpft einfach so gegen Psychopathen. Lars Banhold (Batman-Experte) sieht Batman als einen Soziopathen an.
Meine Quellen zu dem Text da oben sind übrigens folgende:
"Batman Arkham Asylum" von Grant Morrison (1989)
"Batman - Ein Tod in der Familie", Sammelband von den Batman Ausgaben 426-427 (1988)
Sowie so'n bisschen Wikipedia Zeugs, Fakten, die man als Batman-Fan einfach kennt und joa.

Wenn dein Kommentar sich nur auf die Filme bezogen hat und nicht auf die Figur an sich, verneige ich mich vor dir in tiefer Reue, auch wenn ich die Figur Batman in "Batman Begins" noch interessant dargestellt fand.


Stephen Hunter: Washington Post Stephen Hunter: Washington Post

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7.5Sehenswert

Ledgers Performance ist das Interessanteste am ganzen Film. Sobald der Joker nicht im Bild ist verliert The Dark Knight den Großteil seiner Kraft und Dynamik.

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Steve Rhodes: Internet Reviews Steve Rhodes: Internet Reviews

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6.0Ganz gut

Zwischen immer wieder aufblitzenden Szenen absoluter Brillanz findet sich auch viel Leerlauf. Der Film ließ mich mehr gelangweilt als unterhalten zurück und ist ein sicherer Kandidat für meine Liste der am meisten überschätzten Filme des Jahres.

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Private W. Hudson

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..eigentlich hätt ich es auch in deinen Worten wesentlich kürzer beschreiben können. Ein Hype den die Welt nicht braucht, mit - Tatsache - teilweise toll fotografierten Szenen. Überschätzt damit Hollywood Geld verdient!


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Ein düster-realistisches Setting, krude Schockeffekte und die immer perfideren Ideen des Jokers erzeugen eine unheilvolle Atmosphäre von Chaos und Anarchie. Anhand des moralischen Konflikts der Hauptfigur zieht der Film eindeutige Parallelen zur politischen Gegenwart, speziell der Bedrohung durch den Terrorismus. Der Joker erscheint in Heath Ledgers brilliant-diabolischen Verkörperung als Terrorist in der Maske eines perversen Clowns. Mit großem Ernst werden zudem moralische Fragen diskutiert.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

Es dominiert der Eindruck, dass Nolan, eines der großen Regie-Talente seiner Generation, mit Figuren und Geschichte noch weit mehr hätte machen können (und müssen). In einem Film, der sehr gut anfängt und dann zu lang ist, und wieder einmal mindestens drei Enden hat, wird Batman, der große Amoralist unter den Comic-Figuren, zum Moralprediger. So ist "The Dark Knight" am Ende der Versuch, einen Batman-Film zu machen und doch keinen zu machen. Daher ist dies alles in allem vielleicht einer der besten Filme des Jahres, aber zugleich auch seine bisher größte Enttäuschung.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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9.5Herausragend

Viel mehr Schaden als der Terrorismus selbst können die Hysteriker anrichten, die ihn zu bekämpfen vorgeben. Eine Comic-Verfilmung, die solche Gedanken nicht nur zulässt, sondern befördert, ist eine Rarität. Eine 180-Millionen-Dollar-Seltenheit, denn "Dark Night" schämt sich kein bisschen, ein Blockbuster zu sein, mit gleich sechs spektakulären Action-Sequenzen (die nicht auf 35 Millimeter, sondern mit einer 65mm-Imax-Kamera gedreht wurden). Nolan schafft es außerdem, nicht nur seine Protagonisten als komplexe Persönlichkeiten zu zeichnen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Das Drehbuch von Regisseur Christopher Nolan und seinem Bruder Jonathan Nolan behandelt in aller Ausführlichkeit die moralischen Untiefen im Kampf gegen das Böse. Dabei erweist es sich als wahre Fundgrube für tiefsinnige Zitate. Doch das Brüdergespann lockert die düstere und introvertierte Stimmung auch immer wieder durch freche Sprüche auf. Die öffentlichen Auftritte von Bruce Wayne sind immer wieder herrlich selbstironisch.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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6.0Ganz gut

[...] Ein Joker, der Banken ausraubt, Straßen in Flammen legt und über das Fernsehen Drohungen verbreitet, der Krankenhäuser in die Luft jagt und Senatoren korrumpiert – und nicht an Geld interessiert ist, sondern aus tiefstem Hass und perverser Freude, einer Ideologie des absoluten Chaos heraus handelt. Nolans Film, die entsprechende Analyse der Angst. [...]

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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9.0Herausragend

Im wohl größten und erfolgreichsten Blockbuster der letzten Jahre gibt es eine Szene, in der Feuerwehrmänner alles versuchen, ein brennendes Gebäude und seine Flammen in den Griff zu bekommen. Das Gebäude ist völlig zerstört, lediglich Überbleibsel seines Metallskeletts sind noch zu erkennen. Die Szenerie ist voller Rauch und den Feuerwehrmännern scheint nicht nur deshalb der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Diese Szene, die bereits einen großen, weil atemberaubenden Höhepunkt des Films markiert, erinnert nicht von ungefähr an die Ereignisse des 11. Septembers 2001. Dieses Datum, das nie ein Mensch vergessen wird, der an diesem Tag auch nur irgendeinem Medium folgte, war nicht nur eine Tat unproportionellen Ausmaßes, sondern markierte auch die Geburtsstunde des internationalen Terrorismus, der uns seit dem jeden Tag heimsucht. Nach dieser Einstellung Schnitt, dann steht plötzlich Batman (Christian Bale) vor diesem Trümmerhaufen, sein Cape weht im Wind, ähnlich dem Sternenbanner. Keine Frage, es ist Ground Zero und zugleich die Geburtsstunde des irrationalen Terrors, der Gotham City mit seinen 30 Millionen Einwohnern heimsucht.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Es wird dunkel im Kino und wenn dieser Film losrattert, sogar noch dunkler: Der zweite Teil einer Neuauflage der Batman-Geschichte lotet die Abgründe in der Seele des dunklen Superhelden und seiner Gegner auf - für das Mainstream-Kino - mutige Weise aus. Der in den USA enorm erfolgreiche und von einigen Kritikern hochgelobte Super-Depressiv-Helden-Film „The Dark Knight“ hat einige Längen, aber vor allem zum Ende hin faszinierend schaurige Tiefen.

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Perry Simm

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9.0Herausragend

"The Dark Knight" ist ambitionierter und gewagter [als sein Vorgänger "Batman Begins"], will am liebsten alles zugleich sein: Tragödie, Kriminal-Epos, Reflexion über Moral und gesellschaftliche Mechanismen, und das alles im Gewand eines Sommer-Blockbusters. Dadurch wirkt der Film stellenweise hektisch und überladen - vor allem aufgrund der Neigung, seine Themen durch von den Figuren dargebrachte Stehsätze auszudrücken anstatt durch filmsprachliche Mittel. Allen Mängeln zum Trotz ist "The Dark Knight" aber äußerst lohnend und auch bis dato die Batman-Verfilmung, die der Essenz des Stoffs in meinen Augen am nächsten kommt. Als puren Film halte ich allerdings immer noch Tim Burtons "Batman Returns" für das Meisterwerk der Serie.

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Zak

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Blasphemie


M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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10.0Herausragend

Vor neunzehn Jahren erntete Jack Nicholson großen Beifall mit Tim Burtons Batman. Im Vergleich zu diesem stylishen, aber unausgeglichenen Film, ist die Weigerung, den Bösewicht zu großspurig einzusetzen, ein großartiger Vorteil von The Dark Knight. Es ist ein wahrhaftes Ensemble-Stück, was man nicht von jedem 180-Mio.-Dollar-Franchiseprodukt sagen kann. Ledgers Szenen sind spärlich gesäht, sorgfältig durchgeplant, beginnen oft brutal und sind auf ihre launische Art einprägsam.

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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog

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10.0Lieblingsfilm

The Dark Knight ist ein Film, der in fast allen Bereichen triumphiert. Durchgängig unterhaltsame Action, nachdenklich machender Inhalt, schauspielerische Glanzleistungen, aufsehenerregende Regie, grandiose Musik: dieser Film hat alles. Er schafft es sogar, auflockernden Humor in genau solchen Dosen zu verabreichen, dass es nicht vom eigentlich todernsten Inhalt ablenkt. Sein durchschlagender Erfolg ist trotz einiger zu vernachlässigender Kritikpunkte also voll und ganz verdient. Letzten Endes schaffte der Film vor allem eines: er zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht. Damit ist es der beste Batman-Film, die beste Comic-Verfilmung, der beste Film von Christopher Nolan. Es ist jedoch nicht der beste Film aller Zeiten. Das ist und bleibt meiner Meinung nach Citizen Kane.
The Dark Knight bekommt von mir 997 von 1000 mit Blut und Schminke beschmierten Spielkarten.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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7.5Sehenswert

Der Film ist ein gluckenhafter, launischer Eintopf eines urbanen Chaos, der mit einem Kommentar von Darsteller Michael Caine steht und fällt (der wiederum die Rolle des Butlers und Hausweisen Alfred annimmt): Wie er sagt, ist Superman so, wie Amerika sich selbst sieht und Batman so, wie der Rest der Welt Amerika sieht. [...]

The Dark Knight, der in den letzten Monaten der Amtszeit von George W. Bush
in die Kinos kommt, ist zutiefst düster. Er suggeriert, dass Bösewichte unermüdlich sind und dass Helde, sollten sie lange genug leben, das Schicksal haben, als Bösewichte gesehen zu werden.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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10.0Lieblingsfilm

Iron Man und vielmehr noch Dark Knight, führen das Genre in ganz neue Richtungen. Sie begreifen, wie es viele Comic-Fans ganz instinkttiv auch tun, dass es in diesen Stories um teifgreifende Ängste, Trauma, Fantasien und Hoffnungen geht.

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HulktopF

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naja iron man besticht eher durch seinen comicnahen humor, nolan eher dadurch,dass batman sehr real wirkt in den comics, und somit auch real in filmen wirken sollte.


Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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10.0Herausragend

Wann haben Sie zum letzten Mal einen Blockbuster gesehen, der makellos war und gleichzeitig zum Nachdenken anregte, der kühn und erschütternd, aber auch pure Unterhaltung war? Dark Knight hat all diese ihm abverlangte, atemberaubende Explosivität und Spannung. Er überrascht die Zuschauer umso mehr, da er das Genre aufbricht und uns einen erschreckenden und lustigen Bösewicht liefert, welcher sich in unsere Erinnerung einbrennen wird.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.0Ausgezeichnet

Ein Film wie die beiden Seiten der TwoFace-Münze: Auf der einen Seite ist THE DARK KNIGHT genau das, was man sich erhofft hatte und noch mehr. Auf der anderen Seite ist der Film leider viel zu akribisch inszeniert. Auf jedes Detail wird eingegangen, nichts dem Zufall überlassen. In einer Welt voller Chaos die unvorhersehbarer nicht sein könnte, wirkt das Ganze checklistenartig und führt zu einer gewissen Disharmonie. Sonst stößt eigentlich nur die visuelle Gestaltung von Aaron Eckhart's Figur auf, die im krassen Gegensatz zum sonstigen Realitätsbezug gehalten wird. Genug gewettert, THE DARK KNIGHT ist ein toller Film. Christopher Nolan zieht mit unsichtbarer Kreide seine Trennlinie zwischen Gut und Böse und benutzt dieses Konstrukt schließlich für seine Figuren. Das Gute gibt es nur so lange wie das Böse existiert. Diese Ansicht ist zwar nicht neu, aber hier fulminant in Szene gesetzt. Heath Ledger ist als Joker eine Wucht und liegt mit diesem überaus unberechenbaren und ansteinflößenden Mimikry noch näher an der Vorlage als Nicholson. Somit ist THE DARK KNIGHT ein wunderbares, moralisches Katz- und Mausspiel, aber auch beeindruckender Action-Thriller.

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max.wolfsperger

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Zur akribischen Inszenierung fällt mir nur eines ein, was ich mal gehört hatte: Auch das Chaos folgt einer bestimmten Ordnung!


Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

In The Dark Knight sind Gut und Böse fein säuberlich getrennt, mit Batman hier und dem Joker dort - “You complete me” gurrt er einmal, und weiß genau, daß auch Batman nur durch ihn komplett ist. Das trifft den entscheidenden Punkt bestürzend genau: Ohne solche Bösewichter ist Batman eine völlig uninteressante Figur. Heath Ledgers Joker hingegen ist einer der intensivsten, verstörendsten Bösewichter des Kinos.

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Kommentare (739) — Film: The Dark Knight


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mrfranky

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Bewertung10.0Herausragend

DAS ist Kino,DAS sind Schauspieler,
er hat Wucht,Emotionalität,Story,Atmosphäre,die Musik von Hans Zimmer,genau mein Filmchen.
Da sollten sich einige "Filmgurken" die eine oder besser zwei Scheibchen abschneiden.

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Gladiator11

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Bewertung9.0Herausragend

Meine Wertung ist mit der Leistung von Heath Ledger zu Begründen, ohne ihn dann 8.0.... Kranker Joker, der gut inszeniert worden ist. Eigendlich war die Geschichte nocht fertig, denn man wollte die Fortsetzung mit Heath Ledger als Joker drehen. Das ging leider nicht mehr, weil er ja sich das Leben nahm.

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MovieBaerliner

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hi, ich dachte ich packe mein Anliegen mal hier rein, weil The Dark Knight wohl der beliebteste Teil der Reihe ist. Es geht mir um die "Batman-Stimme", über die ja immer wieder diskutiert wird.
Auch wenn ich nicht verstehe warum, merke ich doch weiterhin, dass es bei Diskussionen um die Nolan-Batman-Filme immer wieder Beschwerden über die Stimme von Batman. Sei es im direkten Gespräch mit anderen Leuten oder in YouTube-Videos. Dabei kann ich diese Diskussion nie nachvollziehen, weil für mich ganz klar ist, dass Batman in seinem Anzug einen Stimmenwandler hat (halt auf höhe der Kehle, ich glaube sowas gibt es sogar wirklich) der seine Stimme ändert, sobald er den Anzug, hauptsächlich die Maske, trägt. Ich habe nie gedacht, dass Wayne diese Stimme selbst macht. Das erklärt auch eindeutig warum er die "Batman-Stimme" auch nutzt, wenn er mit Leuten redet, die wissen dass er Bruce Wayne ist.

Ich wollte eigentlich nur wissen, ob ich der Einzige bin, der diese Ansicht hat, oder ob ich da vielleicht auch zuviel sehe? Verstehe halt einfach nicht, wieso immernoch darüber diskutiert wird, weil ich persönlich es so offensichtlich finde.

Danke!

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Ghoul

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Es geht ja nicht darum, ob er sie selbst macht oder nicht, aber es klingt halt einfach bescheuert


MovieBaerliner

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Naja mir ging es jetzt schon darum. Das die Stimme sich für manche blöd anhört, kann ich schon verstehen. Aber es kam halt immer wieder vor, dass Leute wirklich über den von mir angesprochenen Punkt diskuttiert bzw. es kritisiert haben. Und da ging es eben nicht darum, ob das jetzt doof klingt oder nicht. Unterschiedliche Meinungen über den Klang kann ich vollkommen nachvollziehen.


wireless

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Bewertung7.5Sehenswert

Batman - Der Mann, der in seiner Freizeit im Fledermauskostuem einen auf Darth Vader macht

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lok

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LOL:


odie.holzmann

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Bewertung9.0Herausragend

The Dark Knight schließt in seiner Qualität direkt an seinen Vorgänger an. Eine düstere Stadt mit seinen zwei Helden trifft auf einen Bösewicht, den man sich besser nicht wünschen kann. Durch den ganzen Film zieht sich ein roter Faden der Schizophrenie, der in einem Finale gipfelt, in dem sich Schwarz und Weiss plötzlich in ein klares Grau verwandeln. Das regt sehr zum Nachdenken an. Und zwischen dem ganzen Gedenke ist alles voll mit spitzenmäßiger Action.
Fazit: Einfach ein genialer Film

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lennard.vollmerig

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein genialer Film alles dabei Action nerven Kitzel ne gute Story und super Darsteller

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LouZiffer

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Bewertung9.0Herausragend

"Nimm einen kleinen Schuss Anarchie. Bring die althergebrachte Ordnung aus dem Gleichgewicht und was entsteht?"
Einfach ein geiler Film!

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ColePhelps

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Bewertung1.5Ärgerlich

Bin ich wirklich die einzige Person, die total genervt von Heath Ledgers schauspielerischen Leistung war und den Film furchtbar fand?

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Thomas Hetzel

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Schön wärs. Aber es kommen ja noch genug Filme mit ihm und die Tatsache, dass er für die exakt gleiche Rolle noch mal den Oscar gekriegt hat, lassen mich schlimmes ahnen.


ColePhelps

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Ach ich glaub nicht dran...Trends sind eben nur Trends!


HohnDoe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwacher Hauptcharakter. Der Joker stiehlt Batman die Show. Trotzdem großartiger Streifen mit einem herausragenden Bösewicht.

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Tikus09

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klar der stärkste Film in der Nolan-Trilogie. Trotzdem kommt er für mich nicht an die beiden Burton Verfilmungen von Batman ran. Heath Ledger als Joker ist ebenso grandios wie Jack Nicholson, jedoch finde ich die Darstellung des Jokers in Burtons Filmen einfach besser. Hier ist der Joker einfach nur ein krimineller Psychopath ohne viel Hintergrund. Bei Burton ist der Joker näher an den Comics der 50er und 60er Jahre. Er hinterlässt seine Opfer mit dem jokertypischen Grinsen im Gesicht und arbeitet mit "Scherzartikeln" als Waffen. Wie im Comic halt. Das bringt mich auch schon zum nächsten Kritikpunkt, der im Prinzip auf fast alle modernen Comicverfilmungen zutrifft: Es geht meiner Meinung nach der Charme der Comics verloren, wenn man versucht alles möglichst real aussehen zu lassen. Dies hat Burton ebenfalls (meiner Meinung nach) besser gemacht, da Gotham City in seinen Verfilmungen aussieht, als würde es wirklich aus einem Comic stammen.
Die Bat-Fahrzeuge in der Trilogie finde ich außerdem alle hässlich und die Herkunft fragwürdig (niemand beim Militär oder zumindest bei Wayne Enterprise weiß von diesem panzerähnlichem Gefährt, trotz dem Hintergrund?)
Auch wenn sich dieser Kommentar fast nur negativ ließt, gebe ich dem Film 8 Punkte! Ich habe das Positive einfach verschwiegen :p

Tikus09

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Agnida

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Ja das steht für sich:D Ich muss bei Deinen Bewertungen oft schmunzeln, gefallen mir:D


Tikus09

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Danke :)


Lilith1308

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich der beste Teil der Reihe, auch wenn The dark knight rises nah heran kam. Hier stimmt einfach alles: die Schauspieler, allen voran natürlich Ledger, die düstere Stimmung und natürlich die geballte Ladung Action und Spannung sorgen für ein grandioses Meisterwerk!

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lennart.biegert

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brilliantter Film trotz Superheldenfilm baut der Film einen Brillianten Spannungsbogen auf. Der Cast ist das Beste an dem Film gerade Heath Ledger's, der Leider 1 jahr nach dem dreh starb, Lebenswerk als der überzeugend psychopatisch wirkende Joker war einfach Toll

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gassifan2410

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ist Heath Ledgers Joker der beste Comic-Film-Bösewicht aller Zeiten?
Meiner Meinung nach: JA!
Wer hält dagegen? ;-)

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lok

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Außerdem hab ich meine Hobbit Bewertung geändert. Ich mag Herr der Ringe ( besonders Teil 3) mehr als Hobbit.


Samweis_Gamdschie

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Finde ich gut von dir.


ImWar

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Bewertung9.0Herausragend

Richtig guter Film nur leider hat Batman zu viele Gefühle :(

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Davdav

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Alte Joker ist immer noch der beste
PUNKT BASTA ENDE AUS FINISH.

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lok

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Ich verstehe dich nicht. Punkt Ende aus Basta Finish.


Davdav

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Ach **** **** **** ** ********** **********.


filmfreak180

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Drei lange Jahre mussten Fans des großartigen Neustarts der Batman Saga mit „Batman Begins“ damals auf die Fortsetzung warten und die Frage, ob uns Nolan hier ein weiteres kleines Meisterwerk spendiert, war groß...

So gut wie alle Darsteller aus „Batman Begins“ sind auch wieder bei „The Dark Knight“ mit an Bord. Christian Bale tritt wieder als Bruce Wayne alias Batman auf, auch wenn er in diesem Teil nicht mehr so im Mittelpunkt steht wie im Vorgänger, da wir seine Herkunft und Beweggründe bereits kennen. Batman bzw. Bruce Wayne ist in seiner Rolle gewachsen und routinierter geworden. Er meistert seine Rolle wie gewohnt sehr gut.

Die wohl überzeugendste Leistung liefert allerdings Heath Ledger als Joker. Dieser wird gleich zu Beginn furios eingeführt. Der Joker kennt bei seiner Jagd auf Batman und bei seinen Versuchen Gotham ins Chaos zu stürzen keine Regeln und ist somit unberechenbar. Damit ist der Joker der größte Widersacher Batmans und bringt ihn bis an seine Grenzen. Er verkörpert seinen Charakter mit atemberaubender Kraft und Authentizität. Die besten Szenen des Films gehören folglich Heath Ledger. Seine Mimik, Gestik und sein psychopatisches Lachen sind einfach meisterhaft. Meiner Meinung nach ist Heath Ledgers Joker die beste Performance eines Schauspielers in einer Comic-Verfilmung überhaupt, wenn nicht gar die beste schauspielerische Leistung aller Zeiten. Wen wundert es da noch, dass ihm für diese Leistung ein Oscar verliehen wurde. Leider verstarb Ledger kurz nach den Dreharbeiten, weshalb er im finalen dritten Teil leider nicht mehr auftrat, was sicherlich mehr als schade ist, wäre er doch sicherlich eine große Bereicherung gewesen...

Während Heath Ledger das Highlight und Christian Bale die treibende Kraft von „The Dark Knight" sind, ist Aron Eckhardt die für die Handlung wohl wichtigste Person. Er verkörpert die Rolle des neuen Staatsanwaltes, der weder ein Superheld noch ein Super-Krimineller ist, sondern einfach nur ein Mann, mit dem Herz am rechten Fleck, der dem organisierten Verbrechen in Gotham den Kampf ansagt. Während des Films verwandelt sich Harvey Dent in Two Face und der Weg dorthin ist eine wichtige Nebenhandlung des Films, die Aron Eckhardt überzeugend spielt.

Katie Holmes wurde in „The Dark Knight“ durch Maggie Gyllenhaal ersetzt, was allerdings nicht allzu schlimm ist. Auch wenn ich Katie Holmes persönlich etwas attraktiver finde, ist Gyllenhaal einfach die "bessere" Schauspielerin, die im Gegensatz zu Katie Holmes viel selbstbewusster rüberkommt. Gary Oldman als James Gordon bekommt noch etwas mehr Screen-Time als in „Batman Begins“ und auch er verkörpert seine Rolle wie gewohnt sehr gut, ebenso wie Michael Caine als getreuer Butler Alfred und Morgan Freeman als Lucius Fox. Die beiden letztgenannten bekommen in diesem Teil allerdings etwas weniger Auftritte spendiert.

Der Film besticht neben dem grandiosen Cast aber vor allem durch seine grandiosen düsteren Bilder. Wally Pfister, der Kameramann, der seit „Memento“ mit Christopher Nolan zusammenarbeitet, vollbringt erneut eine großartige Leistung. Er erzeugt eine äußerst dichte Atmosphäre, die man recht selten zu spüren bekommt. Die Actionszenen sind darüberhinaus phänomenal und im Gegensatz zu „Batman Begins“ hat sich Nolan hier um einiges verbessert! Denn die Schnitte sind nach der zweiten Sichtung nicht einmal zu hektisch gewesen. Besonders hervorzuheben sind auch die genialen Kamerafahrten hoch über den Dächern von Gotham City.

Ein weiterer Pluspunkt von „The Dark Knight“ ist der Score von Hans Zimmer. Bereits der erste Titel des Films „Why so serious?“ irritiert mit einer aufwendigen Klangkollage, in der tiefe Basstöne, orchester- und herzschlagartige pulsierende Rhythmen genial miteinander vermischt werden. Gänsehaut ist hier vorprogrammiert!

Während sich „Batman Begins“ vor allem durch die realistische Inszenierung und dem Charakter-Tiefgang ausgezeichnet hat, setzt „The Dark Knight“ mehr eine berückende Atmophäre und eine perfekte Chorografie der Bilder . Die CGI-Effekte werden dabei auch weiterhin sehr dosiert eingesetzt. Allerdings, so fantastisch die Actionszenen auch anzusehen sind, leidet die Charakter-Zeichnung dadurch leider etwas zu sehr drunter. Es kommen einfach zu viele neue Charaktere ins Spiel, die alle ihre Zeit im Film bekommen müssen. Nichts desto trotz hat Nolan sich viel Mühe gegeben und versucht jedem Charakter so viel Zeit wie möglich zu geben. Im letzten Drittel des Films überspannt Nolan den Bogen nämlich etwas zu sehr und der Film verliert etwas an Realität. Dazu gehört auch die übertriebene CGI-Maske von Two Face. Das fällt aber zum Glück nicht sehr stark ins Gewicht; "The Dark Knight" spielt seine Stärken in anderen Kategorien aus, weshalb die positiven Aspekte hier auch deutlich überwiegen. Der Film ist und bleibt somit wohl die beste Comicverfilmung aller Zeiten, weshalb ich dem Film auch ohne zu zögern die 9 Punkte gebe, die ich ansonsten eigentlich recht selten verteile^^...

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abendrot

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Bewertung2.0Ärgerlich

Auch wenn ich nun wahrscheinlich das Land verlassen muss:
Ich finde den Film sterbenslangweilig (zu lang, die üblich irritierenden Nolan-Schnitte, verschatelte Moralapostel-Einschiebungen an jeder Ecke) und die Darstellung des Jokers gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Nolans Radikal-Realismus sagt mir im Bezug auf Gotham überhaupt nicht zu. Die Stadt ist kein New York; sie muss dunkel und dreckig sein. Christian Bale spielt sich selbst, aber ist schlicht und ergreifend nicht Bruce Wayne. Insgesamt ein Versuch, einer Comicverfilmung das Comichafte zu nehmen - aber dafür muss man die entsprechenden Antennen haben, die mir wohl fehlen. Alles, was nicht die Burton-Version ist, prallt leider an mir ab.
(Und nicht, dass mir hier jemand denkt, ich wolle seine heilige Kuh auf den Grill werfen. Ich finde es selbst schade, dass der Film bei mir nicht zündet!)

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Mr.Magoo

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Aber nicht doch, in Treue stehe ich zu dir. Hat mich auch nicht gefesselt.


lok

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Nein!!!


Desmond42

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Bewertung10.0Herausragend

Einfach brillant (genau wie der Rest der Trilogie), was gibt's da mehr zu sagen?

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Socratez

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"The Dark Knight" ist der zweite Teil und somit auch das Kernstück der fantastischen Trilogie von Christopher Nolan. Er ist für mich nicht einfach nur ein Action-Thriller, sondern noch ganz viel mehr. Mit der "Dark Knight-Trilogie" schaffe ich es in eine Welt einzutauchen, die voll von Fantasie und schönen Dingen ist. Der Soundtrack ist meiner Meinung nach unübertroffen. Hans Zimmers größtes Werk.
Großartiges Meisterwerk dieser Film!
Dankeschön Christopher Nolan!

Empfehle ich jedem weiter.

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doctorgonzo

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Was hast Du denn von Zimmer schon gehört?


kouen-gen

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Hans Zimmers größtes Werk halte ich auch mal für sehr fragwürdig...da halte ich "The Thin Red Line" von ihm für den deutlich überragenderen Soundtrack. Allen voran der Track "Journey to the Line".


max.wolfsperger

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Bewertung10.0Herausragend

Ganz klar 10/10 Punkte. Eindeutig der beste "Superhelden-Film" unserer Zeit, auch wenn ich Batman kaum als typischen Superhelden sehen kann. Zum einen bin ich natürlich großer Chistian Bale-Fan, der diese Rolle definitiv grandios verkörpert und den besten Batman aller Zeiten gibt. Zum anderen ist Christopher Nolan besonders in diesem Film ein Meisterwerk gelungen. Und eine große Hilfe war natürlich Heath Ledger, der hier die Rolle seines Lebens verkörperte und mit unglaublicher Intensität und aber auch Witz und Listigkeit dem Joker eine geniale Persönlichkeit gibt. Der Film fesselt einen durchgehend. Er ist actionreich, spannend und wird nie langweilig. Andererseits ist der Film keine schnelle Aneinanderkettung von Handlungsabläufen, sondern wir an den richtigen Stellen auch etwas gebremst und es gibt immer wieder unerwartete Abläufe. Aber nicht zu vergessen ist natürlich die doppelte Persönlichkeit des Harvey-Two-Face, der erneut die Wandelbarkeit des Streifens voll ausnutzt aber nicht überspannt und ein perfektes Maß an Spannung und aber auch Mitgefühl für seinen Verlust liefern kann. Dieser Film lebt definitiv nicht nur vom Superhelden-Image. Im Gegenteil, es ist die perfekte Mischung aus schauspielerischen Glanzleistungen, eines großartigen Regisseurs und einer herausragenden Handlung.

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