The Dark Knight Rises - Kritik

GB/US 2012 Laufzeit 164 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 26.07.2012

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Kritiken (61) — Film: The Dark Knight Rises

Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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10.0Lieblingsfilm

Fun Fact: Der Hauptgrund, weshalb ich damals moviepilot beigetreten bin, war, dass dieser kleine Film hier (erst recht auf dieser Website) so viel Negativ-Hype, Bashing & Hater-Schelte abbekam, sowie (wenn man zurückblickt vollkommen-übertrieben) den nervtötend-engstirnigen, überheblichen Nerdrage-Trend des Logiklöcher-Herauspulen im Blockbuster-Genre heraufbeschwor, dass ich ihn sofort mit einer glatten 10 adeln musste. Mag für manche übertrieben erscheinen und ich weiß ja, dass so einige meiner Freunde auf dieser Plattform jenem Werk mal so gar nichts abgewinnen können.

Wie dem auch sei, nach heutiger Sichtung stelle ich jedenfalls noch immer fest, dass dieser (im Vergleich zu seinen Vorgängern durchweg-packendster und kurzweilig-aneckendster) Abschluss von Nolans DARK-KNIGHT-Trilogie trotz aller Imperfektionen weiterhin der wohl (speziell durch den sphärischen, pervers-einnehmenden Score) treibendste, epochalst-bebilderte und emotional-geschickteste Comeback-Film inmitten eines hyperfinsteren, technokratischen Post-9/11-Terror-Szenarios mit einschneidender 90's-Bigelow-"BLUE STEEL"-Optik ist, der mir bisher unterkam; zudem einen überwältigend-triumphalen und bittersüßen Klimax im filmischen Erbe des Batman - der ersten 'Popfigur', die ich überhaupt in meinem Leben bewusst mitbekam - darstellt, imho. Erst recht, sobald es in den sauharten Winter und seiner gruseligen Vorstellung von 'Exil' geht.

Ich zerreiße nun mal zum Ende hin immer wieder vor schwitzigster Spannung & urbaner Furcht und freue mich letztendlich für den guten, alten Bruce, der schließlich doch noch sein Glück in meinem damaligen Über-Schwarm Anne Hathaway fand - zu der Zeit gab's sowieso eine tolle, clevere und ähnlich-ausschauende Dame für mich in meiner Maßnahme...mit der es wirklich was hätte werden können, aber es sollte wohl einfach nicht sein.

Sowieso schafft es der Film immer wieder mit einschlagendster Präzision anhand zahlreicher denkwürdiger und aufgeregter Momente, dass ich ihn genauso empfinde, wie ich mich zur Erstsichtung fühlte, mich an jenen bezeichnenden Sommer 2012 und zugleich an vergangene Jahrzehnte erlebter Pop-/Filmkultur & speziell eindrücklicher Städtearchitektur erinnert (wenn man schon in Hamburg wohnt, kann man da so einiges wiedererkennen und ins Kopfkino adaptieren, selbiges gilt übrigens auch für MAN OF STEEL); weine sodann stets die letzten 25 Minuten inkl. Abspann Freudentränen durch, weil da soviel drinsteckt, was ich mir schon seit Kindheits- und Jugendtagen gewünscht hatte - und diese Bedeutung hält für mich bis heute Stand. Tut mir Leid, aber mich kann man da nicht mehr umstimmen.

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Andy Dufresne

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Als ich den schrieb, war es einer der allerersten negativen Kommentare, der Film war im Durchschnitt über 8.
Es gab also noch keinen standardisierten Hass :)
Mein Hass war ein emotionaler, kein rationaler. Ich will den auch ewig schon noch mal schauen, wahrscheinlich ist mein Hass überzogen. Ich war halt einfach komplett gefrustet, damals.
Und solange ich den Film nicht noch mal gesehen habe, bleibt der Kommentar erst mal so stehen (wie gesagt, ich bin mir mittlerweile bewusst das es wohl überzogen ist...).


Der Witte

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I can dig it ;) Glaube aber auch, dass du den jetzt inzwischen zumindest etwas besser finden dürftest - jedenfalls hoffe ich das, für das Gleichgewicht in meinem Universum^^


sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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7.0Sehenswert

[...]Vieles ist natürlich beim alten geblieben, so viel sollte gleich vorab erwähnt werden. Regisseur Nolan hat glücklicherweise seine Linie beibehalten, was die Gestaltung der Atmosphäre betrifft und somit ist auch “The Dark Knight Rises” wieder ein ziemlich düsteres Werk geworden, was meiner persönlichen Definition eines guten Batman-Films wie schon mehrfach erwähnt sehr entgegen kommt. Leider muss man jedoch auch sagen, dass er seiner Linie in Hinsicht auf die Laufzeit treu geblieben ist und sie im Vergleich zum direkten Vorgänger noch etwas nach oben getrieben hat. Dadurch ist es an einigen Stellen schon zu etwas Leerlauf gekommen, die mit der einen oder anderen Füllszene übebrückt werden musste. Dass das zu Einknickern im Spannungsbogen führt, muss wohl nicht gesondert erwähnt werden. Auch kamen bei uns während der Sichtung ein paar kleinere Fragen zu Logik des Titels auf (so zum Beispiel die Frage, ob sich jemand nach mehreren Monaten Gefangenschaft unter der Erde bei notdürftigster Ernäherung sofort in eine riesige Schlacht schmeißen kann), welche den positiven Grundtenor auch etwas getrübt haben.[...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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5.0Geht so

Mit The Dark Knight Rises legt Chistopher Nolan, seines Zeichens Herrscher und Peiniger von Gotham City, nach siebenjähriger Regentschaft das Szepter nieder und räumt das Feld für neue Franchise-Dynastien. Die Stadt wird es ihm danken, sie schreit nach frischem Wind. Denn nicht nur die Bedeutungsschwere erreicht im letzten Teil der enorm erfolgreichen Superheldensaga ihre kritische Masse, auch die Schwerfälligkeit von Nolans Regie, seine umständliche Handhabung der gesamten Materie, tritt hier so deutlich zu Tage wie noch nie.

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Mr.Film: City of Cinema

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5.0Geht so

Die Legende endet. Und sie endet langsam. Sehr langsam. Knappe 3 Stunden nämlich. Es gibt Filme die 3 Stunden im Fluge vergehen lassen, "Der Herr der Ringe" zählt sicherlich dazu, doch "The Dark Knight Rises" kann mit dieser Eigenschaft nicht prahlen. Es dümpelt vor sich hin, zwar nicht auf ätzend-langweilige Art, doch auf eine leicht einschläfernde. Für wahre Fans muss das eine Enttäuschung höchsten Grades sein. Für mich jedoch reicht es immer noch für einen netten Filmabend. Wenn dieser mit "The Dark Knight" auch sicherlich um einiges erfüllter wäre.

"When Gotham is Ashes, you have my Permission to Die"

Es gibt ziemlich vieles, dass man als schwach bezeichnen könnte. Vor allem an den Erwartungen (die doch wohl jeder hatte, der sich diesen Film anschauen wollte) gemessen. Doch in erster Linie möchte ich die Punkte nennen, die mir hier sogar noch Freude bereitet hatten. Ich nehme da mal Bane (Tom Hardy) und Blake (Joseph Gordon-Levitt). Sicher, beinahe der gesamte Cast blieb wie der Film hinter den Erwartungen, und auch diese zwei Herrschaften könnte man, wenn man keine überschwänglichen Sympathien für sie besitzt, zu der Sorte "Da ist man aber besseres von euch gewohnt" zählen. Bane an sich ist aber einfach ziemlich interessant, und nein, ich habe keine Ahnung wie die Vorlage aus dem Comic genutzt wurde und ja, das Genuschle (in Englisch und Deutsch, hab's ausprobiert) ist furchtbar. Dennoch 'ne coole Sau. Blake war zwar Charaktertechnisch gesehen eine oberflächliche Nuss, aber das störte mich kaum. War eben Levitt, und der hat noch das Beste aus seiner Rolle geholt.

Ich springe ansonsten aber mit auf den Zug und sage: Das war nichts, Nolan. Ich mag den Herren eigentlich, vor allem wegen seinen 'speziellen' Inszenierungskünsten (ja, ich mag den Großteil seiner Filmographie, ja, auch "Inception"), doch hier wurde das so unglaublich dröge inszeniert, das man wirklich fit sein muss, um nicht einzuschlafen. Schaut man sich den Trailer an, gibt es doch einige Highlights, nicht? So empfand ich z.B. die Football-Szene als extrem stark. Dann der Film, er läuft und er läuft, und dann singt da ein Knirps die Nationalhymne in Gotham's Footballstadium und man weiss, dass es gleich los geht. Dann: Puff, Szene zu Ende. "Joar, doch ganz nett". GENAU dieser Gedanke kam mir bei jeder dieser Szenen, bei jeder Szene die man davor, nämlich im Trailer, als wirklich stark eingestuft hatte.

"You are as precious to me as you were to your own mother and father. I swore to them that i would protect you and i haven't."

Doch grade die Szenen, mit denen man nicht gerechnet hatte, rührten einen dann. So kamen bei mir zum Ende hin wohl die ersten Emotionen überhaupt auf. Wisst ihr welchen Moment ich meine? Alfred (Michael Caine) hatte etwas damit zu tun. Und da möchte ich mal anmerken, dass er sowieso einer der wahren Helden dieses Films ist. Kaum Screentime und doch so viel Einfluss. Jedenfalls hatte er den auf mich, und ja, er hatte mich gebannt. Als vielleicht einziger so wirklich. Was gibt es aber sonst zu sagen? Eigentlich braucht man dafür nicht viele Worte (wie ich sie mal wieder trotzdem verwendet habe), denn im Fokus betrachtet ist "The Dark Knight Rises" nicht mehr als ein Schatten seiner selbst. Genauso wie Christian Bale als Batman. Ahh, ist das vielleicht die Referenz, welche diesen Film doch zu einem Meisterwerk macht?

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Mr.Film

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Ja, das ist nichtmal mein Kritikpunkt. Viele sagen, dass der Joker niemals ersetzt werden könnte, und ja wurde er auch nicht. Bane ist halt eine komplett andere Figur und ich finde diese ziemlich gut und habe den Joker nie vermisst. Der hat ja seinen Film. Aber jap, wir sind uns einig, ist kein Film den man sich aus Freude mehrmals am Tag anschaut.


muresan

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Nein, die Legende endet rasant schnell: Zu viele Filme, zu viele Schauspieler in dem Kulthelden, zu viele gleiche Bösewichte, sprich Two-Face, Joker und Catwoman.
Hollywood wird langsam langweilig mit solchen Wiederholungen.


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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3.0Schwach

Ein kleiner Junge intoniert die Nationalhymne, ein Football-Spiel beginnt – dann zündet die Bombe und reißt ein Loch in die Ingredienzen des american way of life. Szenen von solch tumber Symbolkraft reiht der Film im Minutentakt aneinander, und wem es trotzdem noch nicht klar geworden sein sollte, der bekommt es von Batman im mittlerweile berühmt-berüchtigten Grummel-Modus, wahlweise aber auch von jeder anderen Figur noch einmal brav vergegenwärtigt – Kino bei dem keiner zurückgelassen wird, denn: Hier geht’s um etwas Großes.

Gelang es Christopher Nolan dabei im Vorgänger noch, Comic-Reliefs mit realer 9/11-Bewältigung zu verschmelzen und daraus zumindest einen in Aspekten interessanten Diskurs über Gegensätzen, über Anarchie und Totalitarismus zu erschaffen, scheitert RISES einmal mehr am allumfassenden, selbstverordneten Realitätswahn. In diesem überlangen und in schwarz-blaue Farben getauchten Kauderwelsch aus Finanzkrisen-Allegorien und verquerer Robin-Hood-Lyrik wird zwar der hollywoodesken Vorstellung der Revolte des Proletariats in Form hübscher Bilder Entsprechung verliehen (und: schlussendlich natürlich wieder in die Ordnung überführt). Lediglich: Für Figuren oder gar Charaktere bleibt bei alledem kein Platz. Aufgestellt und von ähnlichem Sex-Appeal wie eine akademische Versuchsanordnung werden hier die Fäden der bisherigen Teile zusammengebastelt und Beziehungen behauptet; das Leiden Bruce Waynes darf man zwar an Christian Bales verzwicktem Gesichtsausdruck ablesen – wirklich spüren kann man es nicht. Ähnliches gilt im Übrigen auch für die Beweggründe von Bane, der nicht nur wie ein dummer und (ebenfalls) grummelnder Bösewicht aussieht, sondern letztlich auch nur genau das ist. Und wo steckt eigentlich Michelle Pfeiffer, wenn man sie braucht?

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TheBruceWayne

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User Tatarian stallione hat wohl die beste kritik/Analyse zum Film geboten.Besser als ich es formulieren könnte.Denn leider sind Anarchismus,Terror etc nur die langweilige Oberfläche des Films.


TheBruceWayne

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http://www.moviepilot.de/movies/the-dark-knight-rises-batman-3/comments/624195


JackoXL: Die Drei Muscheln

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5.0Geht so

Enthält kräftig SPOILER, geht nicht anders. Damit trotzdem ja keine Nichteingeweihter weiterließt: SPOILER----SPOILER----SPOILER!!!!!!

So, das muss reichen.

Geburt und Tod einer Fledermaus. Darunter steht das Motto von Christopher Nolans Batman-Trilogie, was ja grundsätzlich auch absolut Sinn macht. "Batman Begins" erzählt vom Werdegang der verlorenen Seele Bruce Wayne zum schwarzen Ritter, "The Dark Knight" schildert ihn auf seinem Höhepunkt und leutet gegen Ende das ein, was "The Dark Knight Rises" in aller Schwere zelebriert, seinen Niedergang. Aber nicht nur das, es gibt seine Wiedergeburt und Himmelfahrt, fast biblisch. TDKR ist für mich als Freund der Vorgänger eine herbe Enttäuschung. Statt einen epischen, atemberaubenden Abschluss der Saga um den ewigen Kämpfer für Recht und Ordnung zu zeigen, quält sich Nolans bisher schwächster Film fast 3 Stunden lang vor sich hin. Das Drehbuch ist erschreckend schwach und selbst das, was eigentlich als selbstverständlich vorausgesetzt sein dürfte, nämlich ein wuchtiges Spektakel, ist gerade mal rudimentär vorhanden.

Nach der typischen Wums-Eröffnungsszene wird dem Zuschauer lange nur Vergangenheitsbewältigung geboten. Der gebrochene Held vegetiert vor sich hin, sein Ruf ist ruiniert und gebraucht wird er eh nicht mehr, ist ja alles schön in Gotham. Dann kommt der Kampfklotz Bane, von Tom Hardy zwar physisch enorm beeindruckend verkörpert, mehr kann er leider unter seiner Maske nicht zeigen, und stürzt die Stadt ins Chaos. Bis dahin zieht aber schon mächtig viel Zeit ins Land. Beim ersten Aufeinandertreffen mit Bane wird Batman nach Strich und Faden vermöbelt und landet komplett zerknüppelt in einem unterirdischen Gefängnis, wo er durch die heilenden Hände des Knastopi vom quasi Querschnittgelähmten wieder topfit gezaubert wird. Komisch, aber na ja. Daran möge man sich vielleicht nicht so stören, wenn denn die Geschehnisse einen so richtig mitnehmen und ablenken könnte. Geht leider nicht. TDKR bietet keine spannende oder spektakuläre Handlung, zwischendurch gibt es viel Selbstfindungsgeschwafel und auch das wohl eigentlich so erschreckend apokalyptische geplante Szenario in Gotham lässt erstaunlich kalt. Statt durch seine eigene Handlung zu überzeugen, wird die gesamte Aufmerksamkeit auf das große Ganze und den Brückenschlag zu den Anfängen, sprich "Batman Begins", verwendet, was dem eigenständigen Film "The Dark Knight Rises" überhaupt nicht gut tut.

Selbst die finale Schlacht kann nicht ansatzweise mit Szenen mithalten, die man z.B. in "The Dark Knight" mal eben zwischendrin zu sehen bekommen hat. Am Ende steht natürlich der große Knall und Batman gibt den Märtyrer. Das ist im Gesamtkontext absolut logisch und hab ich auch erwartet, berührt aber kaum, vielleicht auch da zu vorhersehbar. Ich hatte das Gefühl, Nolan hat 164 Minuten nur darauf hingearbeitet, der Rest lief so nebenher. Ja, es ist natürlich handwerklich absolut gut gemacht, aber der Inhalt wirkt so blass, ideen- und wirkungslos, dass ich schon sehr erstaunt war. Da wirkt vieles lückenhaft, wenig inspiriert und kommt ohne große Momente aus. Manche Figuren aus der Vergangenheit tauchen plötzlich völlig sinnlos wieder auf und sind auch gleich wieder weg, andere bekommen nur wenig Raum (hatte Michael Caine keine Zeit?) oder sind nicht besonders sinnvoll genutzt (Anne Hathaway fand ich als Catwoman erstaunlich gut, dafür wird sie leider irgendwie verschenkt, die hätte viel mehr in die Handlung eingebaut werden können).

Man kann und sollte den Film als Fan der ersten Filme schauen, schließlich will man ja sehen, wie alles zum Ende gebracht wird. Der Weg dahin lässt nur sehr viel vermissen und ist gemessen an der berechtigten Erwartungshaltung leider unglaublich ernüchternd.

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Le Samourai

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Sehr richtig alles.


JackoXL

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@eddy: Ich will dem Streber auf keinen Fall einen reinwürgen. Hätte mich sehr über einen gelungenen Abschluß gewünscht, gerade weil ich Nolan mag.


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.5Sehenswert

[...] The Dark Knight Rises ist aber beileibe nicht schlecht, wenn ich auch die Kritikpunkte nun akut in den Vordergrund gerückt habe, denn dem Regisseur und seinem Team gelingt es selbstverständlich tadellos, dieselbe düstere Atmosphäre aufzubauen, die auch schon die vorangegangenen Teile von vielen anderen Comic-Verfilmungen abgehoben haben. Auch das Gros an bereits aus Inception bekannten Darstellern wirkt sich nicht negativ aus und wertet den Film durchaus auf, jedoch dann auch noch Anne Hathaway als Selina Kyle einzuführen – wenn auch geschichtlich durchaus von Bewandtnis – war vielleicht etwas zu viel des Guten, denn die Figur kann kaum entwickelt werden und das Ende der Trilogie ist gleichsam mit diesem Teil gekommen, so dass abzusehen ist, dass es ein kurzes Intermezzo mit der – meiner Meinung nach – besten Catwoman werden wird, sollte sie nicht ihren eigenen Film spendiert bekommen. [...]

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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7.5Sehenswert

Auch Nolan kocht nur mit Wasser und schafft es mit diesem Film nicht wirklich die ersten beiden Teile zu toppen. Alles in allem ein würdiger Abschluss der Filmreihe, wenngleich das Ende auch vermuten lässt, dass da noch ein Hintertürchen für mehr offen ist.

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doenef

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"Hintertürchen" = meine Rede, d.h. ich sehe das nicht mal nur(?/!) als ein Hintertürchen,...schon eher als ein "Hintertor"


Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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7.0Sehenswert

[...] Ich glaube, was Nolans BATMAN-Filme unterm Strich so ungemein reizvoll und faszinierend macht ist der Umstand, dass er mit dem Blick eines Kindes auf seine FIguren sieht - ich hatte kurz nach dem Screening einen Flashback in meine ganz jungen Jahre und als ich damals Comics las...[...]

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Christopher Nolan stellt erneut unter Beweis, dass er Action- und Massenszenen hervorragend inszenieren kann. Davon zeugt nicht nur etwa die Eingangssequenz, bei der in alter James-Bond-Manier ein Flugzeug von aus einer größeren Maschine sich abseilenden Männern gestürmt wird. Dazu gehört darüber hinaus die Folge von Explosionen in der ganzen Stadt, mit der Bane seiner Drohung Nachdruck verleiht. Technisch ist es an „The Dark Knight Rises“ wenig auszusetzen: Produktionsdesign, Kameraführung, der Schnitt bei den Actionszenen sind erneut auf der Höhe der Zeit. Das Problem am dritten Teil von Nolans Batman-Trilogie liegt indes am hoffnungslos überladenen Drehbuch. Christopher Nolan, der zuletzt in „Inception“ eine glückliche Hand in der Erzählung von komplexen Geschichten mit mehreren Handlungssträngen bewiesen hatte, gelingt es in „The Dark Knight Rises“ kaum, über die viel zu lange Filmdauer die verschiedenen Nebenhandlungen mit ihre Figurenvielzahl zu einer Einheit zu bringen. Größtenteils hängt dies aber auch damit zusammen, dass im Gegensatz zum „Joker“ in „The Dark Knight“ Bane durch die Maske jeglicher Mimik beraubt wird. Dass in den 164 Minuten kaum Humor aufblitzt, trägt nicht nur zur düsteren Anmutung des Filmes bei. Obwohl Regisseur Nolan mit seinem Batman-Trilogie-Abschluss eine Vielzahl an Themen anspricht, bleiben diese hinter den tiefgründigen Fragen zurück, die er sowohl in „Batman Begins“ (2005) als auch in „The Dark Knight“ (2008) angesprochen hatte – Filme, die eindeutig als „Läuterungsplot“ angelegt wurden. Insgesamt wirkt „The Dark Knight Rises“ eher wie eine Pflichtübung, so als hätte Nolan den Film partout aus Marketinggründen oder allein deshalb drehen müssen, damit seine „Batman“-Verfilmungen es zu einer Trilogie schaffen.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.0Ausgezeichnet

Er hat es tatsächlich geschafft, die Ehre des Fledermausmanns, der in den Neunzigern so viel erdulden musste, wieder herzustellen. Man soll den Tag nicht vor dem »Hobbit« loben, aber besser wird Blockbusterkino in diesem Jahr wohl kaum.

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Fulsome.

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Die Hoffnung stirbt immer noch zuletzt.


aPsYchO

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„Die größten Menschen sind diejenigen, die anderen Hoffnung geben können.“


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Zum letzten Mal formieren sich die Rächer und Gerächten zum theatralischen Leben und Sterben in einem metallenen Ungetüm an Großstadt. Der Kreis schließt sich melodramatisch, die Angst als Triebfeder übernimmt allmählich die Kontrolle, die Reise endet hier. Nur so viel: "The Dark Knight Rises" erreicht nicht die soziologische Brillanz des Vorgängers und auch nicht die in Unterhaltungssegmenten ohne doppelten Unterboden pragmatisch wildernde Finesse des Vorvorgängers. Dafür will "The Dark Knight Rises" schlicht und ergreifend zu viel Substanzielles beitragen, dafür will der Film jeden Schlupfwinkel ausfüllen, als dass er über jede einzelne Minute zu geistigen Luftsprüngen beim Zuschauer anregt. Vielleicht erweist sich "The Dark Knight Rises" somit als ambitioniertestes Minusgeschäft im Schaffen Christopher Nolans, der nicht nur seine obligatorischen Schwächen wie selten zuvor befeuert, sondern sie zu neuen Höhen führt. Oder andersherum: Der Film ist ein konsequentes Opfer seiner Inkonsequenz.

Der Abschluss von Nolans breitgetretener, ebenso politischer wie auch ein wenig reaktionärer Trilogie über den Superheld als Symbol am Himmel porträtiert nunmehr Superhelden, die keine mehr sind. Während sich Gotham City in feuchtfröhlicher Dekadenz sonnt, weil eine stattliche Verbrechensrate seit Harvey Dent auf sich warten lässt, ziehen sich die Superhelden in ihre geheimen Löcher zurück, vereinsamen, isolieren sich, verstecken sich wieder hinter ihrer Maske und suchen stärker denn je ihre Identität in einer Welt, die nichts mehr für sie bereithält. Bruce Wayne alias Batman (auf dem Maskenball ohne Maske: Christian Bale) humpelt unübersehbar eingefallen, veraltet, zerrissen und verbittert an Krücken seinem Leben hinterher, Harvey Dent wurde Geschichte durch eine Lüge und James Gordon (immer noch auf Zack: Gary Oldman) wird von Nolan nach einem ersten größeren Angriff seit Jahren handlungsgehemmt ins Krankenhaus geschickt – das sind von sich selbst und ihren Mitmenschen entfremdete Gefangene. "Rise" bedeutet hierbei nicht unbedingt das Erheben seines Körpers für die Probleme anderer, es symbolisiert vielmehr die Flucht aus dem seelisch verankerten Gefängnis.

Nolan tut gut daran, dass er all diese Figuren gleich in einer der ersten Szenen gemeinsam versammelt, woraus sich die Charakterzüge, Querverbindungen und verzweifelten Hilfeschreie mit wenigen dramaturgischen Inszenierungskniffen speisen. Blöd nur, dass Nolan jede Szene mit kommentierendem Inhalt füllen muss, um auch dem schlecht sehenden Zuschauer in den hintersten Reihen zu verklickern, worin der Sinn dieses oder jenes Gezeigten besteht, als ob nicht ein Gesichtsausdruck, nicht eine einzige lautlose Geste reichen würde. Und das ist Nolans Hindernis spätestens seit "The Dark Knight" und dem Erklärbär namens "Inception": Nolan vertraut weniger dem Kino und seinem Publikum als geschwätziger Trivialliteratur, die anfügt, ausschweift und ohne Unterlass zum Leser redet. Aber Kino kommuniziert mit Bildern, die für sich allein sprechen sollten. Sehr selten kommunizieren die Bilder jedoch im Nolan-Kino mit der Imagination, da sie viel zu oft sprachlich mit entweder Kindergartenironie oder Missionierungsesoterik unterstrichen werden, ebenjene formschönen Bilder aus Stadtpanoramen und heißen Verfolgungen auf dem Asphalt, Bilder, die nicht sprechen können und auch nicht sprechen dürfen. Und wenn, dann nur kurz. Höchstens.

Dem Dreh- und Angelpunkt des abgrundtief Bösen, Bane, bereitet es aufgrund dessen enorme Schwierigkeiten, sich ambivalent auszutoben, sich vor allem so zu entfalten, dass er angesichts von idiotischen Vorgeschichten und sepiafarbenen Rückblenden im Abgründigen verborgen bleibt. Tom Hardy ist sicher kein schlechter Schauspieler, leidet allerdings merklich hinter einer eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeit, kraftvollen Erkennungssprüchen und wird lediglich physisch definiert. Zieht man den Vergleich zum Joker, der jeglicher rationalen Moralität und analysierenden Hintergründen enthoben schien – das heißt, er war lediglich da und verschwand wieder – wird deutlich(er), wie seelenlos Nolan diese Bane-Rolle eigentlich schrieb, irgendwo zwischen archaischem Totschläger und muskelbepacktem Profi-Wrestler, der handelt, weil er gern dabei zusieht, ein austauschbarer Sadist eben. Sein Plan, Gotham zu zerstören und der Oberschicht ihre Ausbeutung gegenüber den 99% an Restmenschlichkeit und Armut vorzuhalten, will einen Bezug zu den vorherigen Teilen "Batman Begins" (die Stadtzerstörung) und "The Dark Knight" (die Abschottung mittels Bomben und gesperrten oder zerstörten Zufahrtswegen) herstellen, konterkariert jedoch im gleichen Atemzug durchaus eine unkonventionelle Eigenständigkeit innerhalb des Sujets, die nicht immer das provoziert, was man bereits zu kennen glaubt.

Eine fehlende Eigenständigkeit, ein Stempelaufdrücken des Regisseurs also, das den gesamten Film wie ein Virus befällt. "Batman Begins" war die Exposition, "The Dark Knight" hatte Heath Ledger. Aber "The Dark Knight Rises"? Irgendwas aus beiden, dazu Hollywood und die offene Tür für ein Anknüpfen nach der Nolan-Ära; dem Wahnsinn per se fehlt es insgesamt an künstlerischer Kraft. Der unbändige Eifer Nolans, zwingend die Verbindung aller Handlungsstränge aller drei Filme zu suchen, bemächtigt ihn, eine Vielzahl an Figuren hin- und herzuschieben wie es ihm beliebt. "The Dark Knight Rises" bündelt Kurzgeschichten und Nebenhandlungen, türmt Beziehungen aufeinander auf, ohne dass das Ziel erkennbar wäre, wohin diese Fragmente führen, ganz gewiss fehlt die eine übergreifende Geschichte. Resultat dieser erzählerischen Hetze und Figurendichte sind Charaktere, die entweder kaum oder wenigstens marginal psychologisch durchleuchtet werden (Gordon, Fox, Miranda Tate), verschwinden (Alfred), hübsche Cameos darbieten (Ra's al Ghul, Crane) oder wiederum eine Überakzentuierung erfahren (Bane), während das Einknicken Nolans vor der Kompromissbereitschaft des kommerziellen Industriekinos Spuren hinterlässt: Wenn Bane zur Tat schreitet, schneidet der Film unschön die Szene weg.

Gotham mutiert derweil vollständig und unumstößlich zur amerikanischen Großstadt alter Schule, wohingegen Batman ein neues Fluggefährt austesten darf. Die Fantasie- und Gestaltungslosigkeit Nolans beflügelte den Regisseur einst, aus einem sinnlichen, expressiven Traumfilm einen akademischen, glattgeschürften zu machen, eingehüllt in eine britische Gentleman-Attitüde von Welt. Dies ist mit Gotham City, äh New York City, und dem klobigen Flugzeug aus dem, so scheint es, Elektronikfachmarkt nicht unbedingt anders, die Nolan als ein Teil versteht, dessen großes Ganzes über das hinausgehen soll, was man sieht: Wieder verpflanzt Nolan sein Figurenschema in eine etwas plumpe, eine etwas drangeklatschte und nicht immer differenzierte Zeitgeistcollage, in eine Sozialkritik von politischer Aktualität, dessen alternative Lösungen weder nach vorn noch zurück weisen. Mit Bane identifiziert sich Tom Hardy als Aktivist, als Occupy-Anführer gegen das herrschende Etablissement an gierigen Bankern (klar) und stumpfsinnigen Millionären (auch klar) im Land des uferlosen, virtuellen Kapitalreichtums per Mausklick, und verwandelt das westliche und weltliche Gotham schließlich in einen gescheiterten, diktatorisch geführten Staat ohne Gesetze, der an einem gesonderten Zeitpunkt so brutal Regeln bricht, dass sich seine Bevölkerung allmählich gegen ihn auflehnt. Der Arabische Frühling zum Zweiten, eine Bestandsaufnahme der heutigen Verhältnisse.

Zerfetzte US-Flaggen, Rauchsäulen und Kampfjets am Himmel beschwören zudem einmal mehr die Analogie zu 9/11 herauf, die althergebrachte Ordnung aus dem Gleichgewicht zu heben. Die imposanteste Sequenz hat der Film damit gleichzeitig zu Beginn des zweiten Aktes, als Bane mit Gefolgschaft ein Footballstation in die Luft sprengt, während er davor unter der von einem Kind gesungenen amerikanischen Nationalhymne aus dem Schatten des Spielertunnels tritt. Im Verhältnis von leiser und aufgedrehter Lautstärke gelingt Nolan ein mitreißendes Pathosmoment, wo die Bilder sich nicht von anderweitigen, verbalen Präzisierungen stören lassen. Viel zu selten entfesselt Nolan seinen Film. Es sind dann Augenblicke wie dieser, das entbrannte Batman-Logo, der Prolog als choreographiertes Ballett oder etwa jener, in der sich der Dunkle Ritter wieder auf Gothams Straßen zeigt, die einen Einblick geben, wie der Abschluss der Trilogie wirken könnte, wenn Nolan mehr, keiner zusätzlichen Erörterung benötigendes Bilderkino machen würde. Meist fesseln auch die kleinen Szenen von fragiler Wucht in diesem Film: Gordons Lächeln, als er Batman auf dem Bildschirm sieht, Batman und Catwoman in ihren Kostümen Seite an Seite, die Tribunal- und Eisgeschichte oder Banes Träne, die ihn zur tragischen Gestalt umdichtet.

Am meisten Spaß macht "The Dark Knight Rises" selbstredend dann, wenn er sich formal und narrativ – konträr den Vorgängern – unumwunden dem Comic zugehörig fühlt: Gerade das deutsche Tonstudio verleiht (verschenkten) Schauspielern wie Marion Cotillard eine piepsige, eine honigsüße Barby-Stimme von hoher Frequenz als unfreiwillige Karikatur ihrer selbst, eben typischer Comic-Gestus. Die dumpfen Schläge im Zweikampf zwischen Batman und Bane, die Wirbelsäulenszene, fledermausartige Kreidezeichen in Form einer Markierung und das über alle Maßen zerstörungswütige Finale auf Gothams Weg- und Straßenkreuzungen mit unterschiedlichen futuristischen Fortbewegungsmitteln binden den Comic verstärkt in die Dramaturgie ein – trotz einem konservativen Spannungsverlauf (der ständige Blick auf den Zeitzünder der Bombe), einer konstruierten Verkettung von Dauerwendungen, wovon die eine aufgrund einer Narbe in der Liebesszene davor lange vorher angekündigt wurde, und einem prätentiösen "Inception"-Finale. Anne Hathaway mit stahlharten High Heels (tierisch erotisch; eine wunderbare Rolle) besorgt allerdings nicht nur angesichts ihres trocken-tödlichen Schusses gegen Bane schlussendlich die Ironie in diesem bleischweren Abschluss: Auch wenn Nolan nicht alles begreift und ergreift, so ist sein Film dennoch irgendwie sexy.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Timo K.

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Hehe.^^


aleandra22

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An Spacyfreak:
Ja dann geh doch schwören


Sylvestre Picard

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1.5Ärgerlich

Man hat uns einen Film versprochen, in dem die städtische Guerilla die Wall Street umzustürzt und der Dark Knight sich von einem ultimativen Superbösewicht massakrieren lässt. Stattdessen findet man ein Drehbuch, dass von einem absolut banalem 90er Jahre Actionstreifen stammen könnte, mit gesichtslosen, groteseken Terroristen und einer bescheuerten Atombombe und seinem zu erwartenden Ende.

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Canis Majoris

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Der auszugsweise hier zitierte Kommentar stammt von Sylvestre Picard auf "Premiere.fr", falls das nicht klar sein sollte.

Ich stimme Herrn Picard vollkommen zu, TDKR hat eine lächerlich banale Handlung und ist für mich bislang der schlimmste Film im Jahre 2012.

Darum habe ich ihn ja auch samt Kommentar mit nur einem Punkt bedacht. Mehr verdient der Streifen meiner Meinung nach einfach nicht, es sei denn man sieht in als TRASH an.

Dann wäre die Wertung deutlich höher ausgefallen, von meiner Seite aus.


Roach

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Danke für den Hinweis, war mir nicht aufgefallen.
Ich empfinde die Wertung aber immer noch als unverhältnismäßig. Ich kann sämtliche Kritikpunkte nachvollziehen, kann mich von denen aber nicht ganz überzeugen lassen, warum Herr Picard den Film (rein rechnerisch) zu den schlechtesten 15% der Filmgeschichte zählt. Es gibt zweifellos viele, viele Filme (auch oder vor allem im Blockbuster-Bereich), die wesentlich schlechter abschneiden sollten. Vor allem wenn man selbst als Kritiker einzig die Handlung und den Bösewicht zu bemängeln vermag.


SiameseMax: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

[...] “The Dark Knight Rises” strotz vor fantastischen Schauspielern, in mehrdimensionalen und druchdachten Rollen, die Story ist intelligent (und suhlt sich zuweilen darin), wenn auch etwas humorlos. Es kracht zudem ordentlich und die Spannung steigt stetig, wohlgemerkt bei einer Lauflänge von 2 1/2 Stunden. Hier stimmt summa summarum also fast alles und der Maßstab ist hoch, ja nahezu astronomisch. Eine Fledermaus im Höhenflug, und Kino der im besten modernen Sinne überbordenden Sorte.

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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3.5Schwach

'When Gotham is ashes, you have my permission to die.'

Was oder wer kommt nach dem anarchischen Mephisto-Joker, der konsequent und prägend Gotham verlassen hat? Die Karten sind neu gemischt, aber dieses Mal findet sich anstatt dem unüberbietbaren Jolly höchstens ein Treff-Ober, wenn nicht sogar nur ein Treff-Unter, im Stapel wieder. Antagonist Bane hätte ein hochintelligenter Terrorist, ja sogar eine Bestie mit einem durchkalkulierten Masterplan, werden können. Doch hinter der dubiosen Maske, die allenfalls für eine unfreiwillig komische Krieg der Sterne-Referenz taugt, offenbart sich ein schwacher, oberflächlicher und einfallsloser Page, der trotz spektakulärer (wenn auch inhaltlich fragwürdiger) Einführung mit Fortschreiten der Handlung lediglich auf seine Physis reduziert wird. Bane versucht irgendwo zwischen angemessenem Endgegner und Occupy-Pendant in Nolans Batman-Realismus, der große Schatten von The Dark Knight Rises zu werden. Dabei wirkt der Antagonist allerdings in jeder Sekunde, in der er sich nicht gerade mit Batman im visuell ansprechenden Schneetreiben prügelt, aufgesetzt und unkoordiniert. Selbst das verhaltene Schauspiel von Tom Hardy als Kontrapunkt zu Heath Leadgers leidenschaftlicher Joker-Interpretation, kann Bane nicht zu der Figur machen, die möglich und nötig gewesen wäre. Allgemein scheint Nolan trotz langen 164 Minuten damit überfordert, vier neue Figuren adäquat einzuführen. Während Miranda Tage einem unbeschriebenem Blatt gleich bleibt und den Anschein macht, als wäre sie nur zur Vervollständigung von 'Batman Begins' ins Drehbuch aufgenommen worden, wird John Blake zum zweiten Helden des Films auserkoren. Damit verbunden ist ein zusätzlicher Handlungsstrang, der The Dark Knight Rises nur noch mehr ins Stocken bringt. Denn neben drei Parallelhandlungen, bemerkt Nolan im letzten Akt, dass er eigentlich noch so etwas wie die Knightfall-Saga zu Ende erzählen wollte. Sperriger Pathos und inszenierte Epik stehen einer dynamischen Inszenierung dieses Vorhabens allerdings im Weg. In The Dark Knight Rises fehlt definitiv das Gespür fürs genaue Timing und gut arrangierte Sequenzen, wie es beim Vorgänger noch der Fall war. Ansonsten leidet der Film zwar nicht an fehlenden Motiven, sondern vielmehr an überflüssigen Wiederholungen. Das einzige, das die vielen oberflächlich angerissenen Themen (unter anderem Kapitalismuskritik) und das Figurenensemble in einer Handlung zusammenhält, ist der donnernde Score von Hans Zimmer – vorausgesetzt Anne Hathaway beschlagnahmt als reizende Selina Kyle/Catwoman nicht ohnehin schon die gesamte Leinwand mit ihrem Charme. Irgendwo in The Dark Knight Rises befindet sich ein großartiges Werk und auch viele Ambitionen für einen guten Film sind vorhanden. Aber ähnlich wie Gotham im pessimistischen und düsteren Schneegestöber unter einem Schleier der Isolation zu ersticken droht, wird Nolans (krönender) Abschluss von einem lähmenden Umhang bedeckt. Seit dem Tod von Rachel Dawes und Harvey Dent scheint sowohl der Bezug zu einer geerdeten Bevölkerung im Film, die nicht nur aus Polizisten und Schwerverbrechern besteht, sowie greifbare Emotionen für das Publikum verloren gegangen zu sein. Insofern wurde Bane wenigstens einem seiner Ansprüche gerecht: Gotham als zentraler Handlungsort zerfällt zu einem Haufen weißer Asche.
Eine 'epic conclusion' sollte The Dark Knight Rises werden. Das furiose und denkwürdige Finale der nolan'schen Dark Knight-Trilogie und nicht wenige euphorische Kritikerstimmen übertrumpften sich bereits gegenseitig mit Höchstwertungen und enthusiastischen Rezensionen das letzte Batman-Kapitel betreffend. Was am Ende übrigbleibt ist Ratlosigkeit. Denn ein Meisterwerk, noch eine würdige Zusammenführung der vorhergegangenen Ereignisse, ist The Dark Knight Rises nicht.

Eine endgültige Bewertung fällt mir aufgrund eines gewissen Grads an Enttäuschung trotzdem schwer. Irgendwie lässt mich The Dark Knight Rises ratlos zurück.

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Phallumegaly

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Habe den Film gerade gesehen und kann deine Ansichten nachvollziehen und auch zu 100% unterschreiben, jedoch erscheint mir eine Bewertung von 5.5 zu hart. Das Bewertungssystem ist jedoch eine andere Baustelle.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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4.0Uninteressant

Viel wurde bereits gesagt. Viel wurde gemeckert. Viel wurde gelobt. Was soll ich da noch tun, außer kurz und knapp meine Meinung kund tun?

Ich fand „The Dark Knight Rises“ teilweise wirklich gut, aber manchmal (sogar zu oft) auch ziemlich dürftig und an den unpassendsten Stellen unfreiwillig komisch (Gruß an das deutsche Tonstudio). Als Fan von Christopher Nolans bisherigen Filmen tut es mir in der Seele weh, aber sorry, das war trotz diverse positiver Faktoren (Cast, technische Umsetzung) nicht mehr als ein nicht wirklich überzeugender Blockbuster mit starkem Völlegefühl. Bin ich jetzt ein Hater?

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Edward Nigma

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@ Stefan: Außerdem hat der Film ja auch seine Gänsehaut-Momente, ich erinnere nur an das brennende Bat-Zeichen über der Stadt!


johnboy1979

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Nein, sondern eher einer, der dem Hype nicht traut: Zur Recht!


goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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7.0Sehenswert

Christopher Nolan hat mit The Dark Knight Rises seine Reihe souverän abgeschlossen. Nur warum muss der Film so unsäglich vorhersehbar sein? Da bewies Nolan bei seinen früheren Filmen mehr Gespür für überraschende und doch befriedigende Storywendungen abseits (zu) konventioneller Drehbuchplots. Dem Film fehlt die Leidenschaft und das Feuer seiner Macher. Somit ist imho TDKR das schwächste Glied einer beachtlichen Filmreihe und verliert das Comicrennen 2012 gegen The Avengers.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.5Geht so

Niemand kann Nolan vorwerfen, er habe zuwenig Ambitionen oder versuche flache Stories zu erzählen. Wenn TDKR etwas zeigt, dann dass er mit wahnsinnigem Bemühen gemacht wurde. Alles muss dabei sein, jeder soll bedient werden. Die Bilder verströmen Anstrengung und Mühsal. Was das Ansehen des Films durchaus zu einer anstrengenden und mühseligen Erfahrung macht. Ein bißchen wirkt er dabei wie ein sehr aufwendiges Fünf-Gänge-Menue, das leider nicht so superlecker ist, bei dem Mutti aber jede Kritik wegbügelt mit “Weißt du wie lange ich dafür in der Küche gestanden habe?” Es ist eine Aufgabe sich TDKR anzusehen, kein echter Spaß.

Rettete Nolan im letzten Film nicht nur Heath Ledgers Performance, sondern generell die geniale Figur des Joker (bei der man sich schon sehr anstrengen müsste sie tatsächlich langweilig zu inszenieren), führt ihn diesmal sein eigener Anspruch, seine Humorlosigkeit und sein fehlendes Verständnis für Comic, auf einen sehr holperigen Weg der öfter ins Abseits als ans Ziel führt.

Doch fangen wir vielleicht mit den positiven Dingen des Films an: Catwoman – auch wenn sie nie so genannt wird – ist eine verdammt coole Figur die im Grunde für alle coolen, witzigen und charmanten Szenen des Films sorgt. Anne Hathaway ist auch so ziemlich die einzige, die den Eindruck macht, als habe sie Spaß beim Spiel gehabt. Ihre Selina ist moralisch ambivalent, kann in einer Sekunde von Sexy und naiv, zu knallhart berechnend zu ironisch überheblich wechseln und ist zudem für die wenigen comictypischen One-Liner direkt oder indirekt verantwortlich. Sie ist eine würdige Nachfolgerin von Michelle Pfeifer und hat leider, wie alles was im Film Spaß macht viel zu wenig Raum.

Für sich genommen ist auch Joseph Gordon Levitts Cop eine durchaus gelungene Ergänzung, was vor allem daran liegt, dass Levitt ihn mit zurückhaltender Präsenz spielt und dabei menschlich geerdeter wirkt, als die meisten anderen Figuren. Was er leider nicht aufwiegen kann, ist das Nolan letztlich nicht wirklich viel mit ihm anzufangen weiß und seine ganze Figur ein wenig wie auf die Schlusspointe hin zugeschneidert wirkt. Wie vieles im Film, ist er für die Handlung nur bedingt wichtig und vielleicht eher noch ein Grund warum der großartige Gary Oldman für viel zu lange Zeit in einem Krankenhaus herumliegen muß, anstatt selbst aktiv zu werden. Im Grunde ebenso überflüssig ist auch Mirinda, auch wenn Nolan versucht die Figur mit Taschenspielertricks wichtig erscheinen zu lassen.

Und dann ist da natürlich Bane, the Big Bad, der vermutlich nur die Leute beeindrucken kann, die seine Comic-Vorgeschichte kennen. Im Film alleine ist er ein eher unterwältigender Bösewicht, was nicht daran liegt, dass der großartige Tom Hardy sich nicht bemüht – aber gegen einen lächerlichen Tonmix der die Stimme völlig von der Figur dissoziert und das Problem, dass man sein Gesicht nicht sieht und die Augen nur starr dreinblicken (was alles zum Nolan-Konzept gehört), kann er leider auch nicht an. Auch wenn die Stimme, die ein wenig klingt wie HAL bei der proktologischen Untersuchung, versucht ironisch-nuanciert zu sein – die Hälfte der Zeit werden diese Nuancen vom Effektfilter ruiniert, die andere Hälfte versteht man sie gar nicht. Das Nolan auf die Kritik an der Stimme im ersten TDKR-Bane-Trailer mit diesem weirden Mix reagiert, wirkt schon beinah wie ein trotziges Kind, dass sagt: “Das habt ihr jetzt davon, dass euch die Stimme zu leise war, jetzt mische ich sie eben absolut nach vorne”. Von Bales Batman Stimme, die noch absurder und unbegründet verstellter ist als in TDK fange ich besser gar nicht an.

Physisch ist Schurke Bane okay, wobei einen nie ganz das Gefühl verlässt, es könnte auch ein x-beliebiger (und vielleicht auch etwas größerer) Bodybuilder im Kostüm stecken und würde vielleicht sogar imposanter wirken. Was die Komplexität der Figur angeht und ihre allgemeine Faszination muss sie natürlich hinter Ledgers Joker zurückstehen – was aber auch die Frage stellt, warum sich von allen schillernden Bösewichten aus dem Batman-Kosmos ausgerechnet für Bane entschieden wurde. Abgesehen von der einen Sache für die er berühmt ist, ist er hier einfach nicht sehr spannend.

SPOILERS AHEAD – Be aware

Zur eigentlichen Handlung: Sie ist vollgestopft mit Zeug… und wirklich wenig davon ist tatsächlich wichtig. Was Nolan gleich zum holprigen Beginn auf die Füsse fällt (nachdem Bane in einer ebenso unsinnig-umständlichen, wie eindrucksvollen Szene (die wirkt als wäre sie wie so oft bei Nolan in einem Bond-Film besser aufgehoben)) ist das dämliche Ende vom Vorgänger. So holterdipolter Harvey Dents Downfall inszeniert wurde, so dumm war der Grund für Batmans Exil. Noch alberner wird es allerdings, wenn uns hier verkauft wird, dass Batman nicht nur abgetaucht ist, sondern aus Bruce Wayne ein körperlich verfallener Jammerlappen wurde, der sich mächtig Mühe gibt Howard Hughes den Rang als beklopptester Eremit ever abzulaufen. Mit Zauselbart und mysteriösem Humpeln (wo das genau herkommt wird nicht erklärt, denn so schwer verletzt war er am Ende von TDK nicht) betrauert Wayne seine verlorene Eleanor, respektive Rachel seit mittlerweile acht Jahren. In dieser Zeit hat er zwar irgendwie in ein brandgefährliches Fusions-Energie-Projekt investiert, aber nicht-mal Zeit gefunden zu gucken wie sich der Rest vom Wayne-Imperium entwickelt.

Das alles fühlt sich falsch und ruckelig an. Der Dent-Act, der wohl hauptsächlich darauf basiert Gangstern keine Bewährung mehr zu gewähren, ist eine politische Nullnummer, wie auch die restlichen politischen Brocken die Nolan immer wieder hinwirft letztlich im Nichts enden. Klar es wird thematisch plakativ mit Börsencrash, Occupy-Rhetorik, Sicherheits-Paranoia und Vigilantentum gespielt, ohne dass aber wirklich substanziell etwas dahinter ist. Wenn Selina Wayne lasziv ins Ohr flüstert, dass sie zu den 99% gehört, ist das genauso wie Banes Replik auf einen Börsianer das es nichts zu stehlen gebe (“Warum seid IHR dann hier?”) letztlich nur ein cooler Spruch, der sich selbst genügt. Bane ist weder eine Parabel auf Occupy, noch auf Romney – noch ist die Abschottung Gothams ein gelungenes Gleichnis zum Thema “Sicherheitsstaat”. Es sind Fragmente die genutzt werden um Tiefe anzutäuschen, wo wenig Substanz sitzt.

Leider ist der Börsen-Coup von Bane auch für die Story relativ belanglos und nur eine aufgeblasene Ausrede, eines von vielen Setpieces die zwanghaft das Epos-Gefühl erzeugen und den Film auf seine schwer zu rechtfertigende Länge aufblähen helfen. Was okay wäre, wenn es zumindest mitreißend inszeniert wäre. Aber Nolan ist und das war mir schon bei TDK ein Dorn im Auge, ein furchtbarer Action-Regisseur. So inkohärent seine “Verfolgungsjagd bei TDK” war, so schlimm sind die Szenen in The Dark Knight Rises. Das die Nahkampf-Fights grobmotorisch, undynamisch und lahm wirken, geschenkt. Aber schlimmer sind die großen Actionmomente. Wieder weiß man fast nie was eigentlich gerade konkret passiert. Wieder flüchtet er sich in Nahaufnahmen und lässt kein klares Konzept erkennen. Wer befindet sich wo? Wer fährt hinter wem? Welche Polizeitruppe ist gerade an welcher Stelle? Wo ist Batman, wo ist Banes-Truppe? Was plant Gordons Rebellenallianz? Egal. Irgendwie bewegt sich etwas und irgendwie gibt es dann ab und zu Action. Dabei steht die Kamera auch gerne mal an der falschen Stelle. Wenn Nolan bewusst versuchen sollte Action “uncool” zu machen (was durchaus zu seinem “Darüber macht man keine Witze”-Ansatz passen würde, mit dem er diese Welt inszeniert), dann ist TDKR ein Triumph, denn langweiliger und weniger mitreissend waren gewaltige und zweifellos teure Actionszenen selten inszeniert. Die Stadion-Szene und Banes-Bomben werden in wesentlichen in Luftaufnahmen abgehandelt die optisch irgendwo zwischen Fußballübertragung und SimCity liegen… und während der ungemein nervige Soundtrack von Zimmer sonst jede Sekunde des Films zutackert und oft verzweifelt versucht dort Rasanz und Spannung zu erzeugen, wo die Bilder gemächlich dahinplätschern, fällt ihm den größten Actionmomenten wenig ein. Oder vielleicht wollte Nolan sie bewusst frei stehen lassen, weil.. darüber macht man eben keine Witze. Wobei er verkennt, dass der Einsturz der TwinTowers mehr Schau- und Thrillwert besaß als seine gefakten Katastrophen-Imitate, die aber anscheinend auch betroffen machen sollen.

Was nicht funktioniert, genauso wenig wie Banes “Volksaufstands”-Rhetorik. Denn Gotham ist eine absolut aseptisch-tote Stadt. Wir sehen nie wirklich Bewohner, Leben, Urbanität. Nolan gönnt uns nicht die kleinsten Fitzel in denen wir tatsächlich mal mit den normalen Gotham-Einwohnern konfrontiert werden und mitbekommen wie sie denken, fühlen und reagieren. Als dramaturgischer Vorschlaghammer muss eine Haufen Kinder aus einem Waisenhaus stellvertretend für die Ganze Stadt einstehen. Doesn’t work. Donners Superman, Singers X-Men und Whedons Avengers haben es alle ohne große Mühen geschafft ihre Welten bevölkert wirken zu lassen, mit wenigen Hintergrundmomenten gelang es zu suggerieren, dass die Actionen der Helden und Schurken nicht in einem Vakuum stattfinden, doch Nolans Gotham ist tot. Gefühlt sind alle die dort rumlaufen befreite Gefangene aus dem Knast oder kriminelle Obdachlose die sich Bane angeschlossen haben. Was tragisch ist, weil dadurch gefühlt nichts auf dem Spiel steht, wenn Bane die Stadt zur Sperrzone erklärt.

Was ein generelles Problem des Films ist: Er überrascht nicht (bis auf die zwei Twists am Schluss, die aber eher selbstgefällig wirken, als tatsächlich substanziell etwas zur Handlung beizutragen). So dumm Waynes Howard Hughes Nummer ist, so unglaubwürdig ist es, dass er so gut wie keinen großen Ansporn braucht um wieder zu Batman zu werden. Und so gerne ich Michael Caine mag, aber Alfred war doch immer ein ziemlicher Badass, wieso ist er diesmal ein weinerlicher alter Mann, der eher wirkt wie Waynes Patentante, als wie sein väterlicher Freund. Immerhin Morgan Freeman scheint zu wissen, dass er in einem Comic-Film ist und spielt seine Q-Rolle erneut mit angenehmem Augenzwinkern. Vielleicht sollte Nolan tatsächlich einfach Bond-Filme drehen, denn er kriegt seinen Kopf einfach nicht wirklich um das Konzept-Comic gewickelt. Was Whedon mühelos gelang und auch Donner verstanden hatte, war dass Verisimilitude (der Anschein von Glaubwürdigkeit) nichts mit Realismus zu tun haben muss, sondern nur mit einer in sich stimmigen Welt. Nolans Welt sperrt sich gegen das phantastische – in TDK setzte er alles dran, absoluten Realismus zu präsentieren – diesmal mischt er eindeutige Comic-Elemente in die Geschichte, doch sie sitzen wie Fremdkörper auf Nolans Kosmos. Catwoman ist eine Comicfigur in ihrem Wesen, ihrer Physik und Attitüde, genauso wie die zwei spitzmausgesichtigen Geschäftsleute die Bane engagieren und zu spät merken, dass er nicht ihr Lakei ist. Spannende, spaßige Figuren die überlebensgroß aufspielen, aber wirken, als wären sie aus Burtons-Batman oder einem ganz anderen Film reingestolpert, genau wie die einsamen One-Liner an denen Nolan sich diesmal versucht. Für sich genommen funktionieren sie, aber im Gesamtkontext des Films wirken sie deplatziert und fremd, auch wenn ich mir wünschte der Film würde sich endlich trauen genau diesen Weg einzuschlagen. Sich zur Unterhaltung zum Comic bekennen anstatt mit wichtigem Gesicht Dauerdepression verbreiten zu wollen.

Kommen wir zu Batman, der in seinem eigenen Film im Grunde kaum auftaucht. Das was Nolan als Arc präsentiert funktioniert für mich überhaupt nicht. Wenn schon der Grund warum Batman “gebrochen” ist, nicht nachvollziehbar und doof wirkt, leidet auch seine Wiederkehr, der neuerliche physische Bruch durch Bane (eine unglaublich unspannende Szene) und sein zweiter Aufstieg. Was auch immer Nolan mit der Figur vorhatte: Es funktioniert nicht. Der ganze emotionale Bogen macht den Eindruck als befänden sich ganze Entwicklungsstränge auf dem Boden des Schneideraums. Weder die Beziehung zu Selina, noch zu Miranda ist auch nur Ansatzweise ausgearbeitet. In einer Sekunde lernt er sie kennen, in der nächsten landet er mit Miranda im Bett – ohne das die Figuren irgendeine Chemie verbinden würde, die Waynes extrem emotionale Reaktion rechtfertigt, wenn ihn Miranda im albernen Schlusstwist schließlich verrät. Nichts was hier passiert ergibt folgerichtig aus der Handlung der Personen, weder Waynes Rückzug, noch seine Rückkehr, seine emotionale Bindung an Miranda noch das er am Ende mit Selina ins Exil geht und zum Paar wird. Das Wayne eine Querschnittlähmung mit Kniebeugen, Liegestützen und zwei Aushilfs-Yodas mit Glückskekssprüchen (Der Geist muss bereit sein, nicht der Körper – diesen Ratschlag haben wir wohl in jedem Martial-Arts-Film irgendwann gehört) innerhalb weniger Wochen auskuriert ist gerade in Nolans Realismus-Universum schon ziemlich doof. Vielleicht sollte jemand mal Professor X sagen, dass er ein paar Liegestütze machen muss. Das die große Aufgabe Batmans darin besteht aus einem Brunnen zu kriechen, was ein kleines Mädchen im ersten Versuch geschafft hat (wie Doug Jones treffend bemerkt hat) und das Wayne es danach schafft aus einem fremden Land innert kurzer Zeit wieder im abgeriegelten Gotham zu sein, ist der Suspension of Disbelief auch nicht wirklich zuträglich. Das alles quietscht und knarzt erzählerisch und immer bleibt der Eindruck, dass Nolan nur inszeniert um sich smarter als das Publikum zu fühlen. Taschenspielertricks, die aber keineswegs so smart vorgeführt werden wie die der Magier in The Prestige.

Am Ende steht ein sehr, sehr langes Epos, dass ratlos zurücklässt. Der offenkundige immense Aufwand und die Ernsthaftigkeit mir der die Macher daran gearbeitet hat, steht der angestrengten Ernsthaftigkeit gegenüber mit der hier Nonsense als relevante Zeitgeistparabel verkauft wird. Und so inkonsequent der Mix aus Comic und Realismus ist, so inkonsequent ist auch das Ende, dass einerseits finaler Abschluss sein will und gleichzeitig die Tür zu einer neuen Story nicht nur offen lässt, sondern soweit aufstösst, dass man im Grunde lieber die sehen würde, als die für die man fast drei Stunden im Kino zugebracht hat. Levitt könnte ein interessanter Robin sein und ein Catwoman-Film würd ich mir mit dieser Selina auch nochmal anschauen. Aber vielleicht dann doch mit einem anderen Regisseur. Und lasst Nolan endlich Bond machen, ich glaub das kann er.

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Nahtigall

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Die Kritik ist nicht gurt weil sie meine Meinung wiederspiegelt. Du schaffst es nur endlich mal, wirklich Substanz in deine meist sehr aufgeblasenen und krampfhaft eloquent wirkenden Kritken zu bringen. Hier ist kein Wort zu viel oder zu wenig.


Shephard

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Sie dürfen nicht die Comics mit dem Film vermischen, Ihre Aussage:"Das Wayne eine Querschnittlähmung mit Kniebeugen, Liegestützen ........ innerhalb weniger Wochen auskuriert ist gerade in Nolans Realismus-Universum schon ziemlich doof" Im Film wird nicht erwähnt bzw gesagt das Wayne eine Querschnittlähmung hat, sondern das er nur verletzt ist (vllt. ist die Wirbelsäule nur gestaucht was eine kurzzeitige Lähmung verursachen kann und deswegen kann er durch "Therapeutische+Maßnahmen" wieder laufen) Ihr Wissen das Wayne eine Querschnittlähmung hat ist vermutlich aus dem Comic. Der Film ist eine Interpretation vom Comic, deshalb wird der Film nie die Erwartung an einem Comic gerecht werden.


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

Angst, Chaos, Verzweiflung. Das, in dieser Reihenfolge, sind die Hauptthemen der drei Teile von Christopher Nolans Batman-Reihe, stets initiiert vom jeweiligen Bösewicht. Natürlich sind die Bedeutungen der Begriffe miteinander verwandt und tauchen überall in der Trilogie auf, nur gibt es eben immer den einen Schwerpunkt. Verzweiflung ist dabei das persönlichste, erschütterndste und am tiefsten gehende Gefühl, welches sich Nolan folgerichtig als Leitthema für das große Finale ausgesucht und glänzend herausgearbeitet hat. So gesehen ist „The Dark Knight Rises“ der am stärksten packende Teil der ganzen Saga, sofern man den Vorgänger nicht vorschnell zum Höchstmaß der erwachsenen Comicverfilmung erklärt hat. [...]

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nilswachter

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TDK und TDKR zu vergleichen, erachte ich als sinnlos, Punsha. Es sind völlig unterschiedliche Filme.


aleandra22

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Es gehört zur selben Trilogie, hat die selbe Hauptfigur...
Das einzige was unterscheidet: Der Schurke und das "Rises" am Ende... :{}


CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Im dritten und letzten Teil der Batman-Reihe von Christopher Nolan bekommt es der dunkle Ritter mit einem monströsen Muskelpaket und den eigenen Dämonen zu tun. The Dark Knight Rises besticht durch seine großartigen Darsteller, eine atmosphärische Bildsprache sowie die packenden Actionszenen und braucht sich nicht vor dem Vorgänger The Dark Knight zu verstecken: Der würdevolle Abschluss einer fulminanten Trilogie.

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Jörg Schiffauer: ray Jörg Schiffauer: ray

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8.5Ausgezeichnet

Christopher Nolans Batman-Filme arbeiten diese Ambivalenz der Titelfigur kongenial heraus, was nicht unwesentlich dazu beiträgt, ein Epos wie The Dark Knight Rises weitgehend ohne aufgesetztes Pathos auskommen zu lassen. Kleine Schwächen – die Auftritte von Selena Kyle aka Catwoman erscheinen narrativ nicht immer ganz plausibel und erinnern manchmal an den Deus ex machina – kann man da nachsehen.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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6.0Ganz gut

Im Grunde ist The Dark Knight Rises ein mit Actionszenen angereichertes Melodram in epischen Ausmaßen. Und ein politisches Manifest [...]. Einen halben Film lang ist The Dark Knight Rises die im Pathos ertrinkende Geschichte einer Wiederauferstehung, die allerdings einen cleveren Bogen zu Batman Begins schlägt [...]. [Nolans] Film hat etwas Besserwisserisches, etwas Aufdringliches, etwas Einengendes und nimmt erst beim spektakulären Showdown Fahrt auf.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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9.5Herausragend

The Dark Knight Rises ist ein spektakulärer und eindrücklicher Abschluss geworden. Regisseur Nolan hielt nichts zurück und packte all seine Ideen in einen fast dreistündigen Marathonlauf, welchen die Kinowelt selten gesehen hat [...]. Dieser Film ist einfach riesig und trägt dazu bei, dass die Trilogie als eine der besten in die Filmgeschichte eingehen dürfte.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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7.5Sehenswert

The Dark Knight Rises ist bis ins Detail atemberaubend inszeniert, und er leistet sich hier und da sogar einige politische Seitenhiebe. Trotzdem ist er in vielerlei Hinsicht weniger konsequent als sein Vorgänger [...]. Man merkt dem Film ab dem ersten Drittel an, dass Nolan sich mit der Verantwortung, so viele verschiedene Interessen bedienen zu müssen, schwer tut.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Dabei überzeugt wieder die gelungene Balance aus guten Charakteren mit ernstzunehmenden Tiefen und eindrucksvollen Popcorn-Szenen [...]. Den Humor übernimmt eine feine Ironie ohne Schenkelklopfer, wenn Bruce Wayne etwas beim Wohltätigkeits-Maskenball der einzig ohne Maske ist [...]. The Dark Knight Rises liefert ein gelungenes Finale zu Nolans Latex-Triptychon.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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9.0Herausragend

The Dark Knight Rises ist nicht das, was man einen „angenehmen“ Film nennen würde, aber das hatte vermutlich auch keiner erwartet. Es ist aber zweifellos ein faszinierendes Werk, das noch einmal demonstriert was im Bereich des Superheldenkinos heute möglich ist [...].

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Andrea Woeger: DVD-Forum.at Andrea Woeger: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Das Finale ist ein imposantes Action-Spektakel mit beeindruckenden Kämpfen und einer knackigen Catwoman. Doch ein würdiger Abschluss für Batman Begins und The Dark Knight ist der Film nicht. Dafür ist er zu sehr Fortsetzung und Finale, als dass er etwas eigenes vorweisen könnte, das ihn auszeichnet [...].Nichtsdestotrotz kann man sich im Kino getrost zurücklehnen, denn so wie alle Filme Nolans ist auch dieses kurzweilige 2 ¾ Stunden Spektakel sein Ticket wert.

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H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst

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7.5Sehenswert

[E]s verdient Respekt, das Nolan den weit besseren zweiten Teil nicht mit aller Gewalt zu toppen versucht, sondern sichtlich bemüht ist, lieber seine Trilogie angemessen zu runden. Dafür nimmt er freilich manches in Kauf: seltsame Ungereimtheiten, Brüche in der Erzähllogik, dramaturgisch ernüchternde Abstürze [...], offene Handlungsfäden, die im Nichts der bombastischen Ereignisse zu enden scheinen [...].

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Frank Schnelle: epd-Film Frank Schnelle: epd-Film

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6.5Ganz gut

The Dark Knight Rises [ereilt] das Schicksal fast aller Hollywood-Trilogien: Im letzten Akt wirkt vieles allzu vertraut und manches ein wenig bemüht.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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5.5Geht so

Nolan, der das Drehbuch wieder mit seinem Bruder Jonathan schrieb, kriminalisiert die Occupy-Bewegung, wenn er den Aufruhr der 99 Prozent in jakobinische Tribunale gegen die Reichen münden lässt und der Mob gutbürgerliche Wohnungseigentümer unter ihren Kommoden hervorzerrt. Die Moral dieser Verteufelung von sozialem Gerechtigkeitssinn: Wenn es den Börsianern und Milliardären an den Kragen geht, bricht die Barbarei aus.

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Julian F.

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Ist das hier nicht eher Kritik an der politischen Aussage als Kritik an dem Film?


Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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5.5Geht so

The Dark Knight Rises bleibt unbefriedigend. Aufgepumpt mit Ambition, sackt die Story auf der langen Strecke zusammen.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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4.5Uninteressant

Nolans Finale der Trilogie versucht viel zu angestrengt, All- inclusive-Kino zu bieten: Er glaubt daher, jeden schattigen Winkel der Fledermaushöhle mit Relevanz füllen zu müssen. Daraus ist eine überlange Kraftanstrengung geworden, vor der man kapituliert.

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Jörg Taszman: Deutschlandradio Jörg Taszman: Deutschlandradio

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8.5Ausgezeichnet

Dieser in jeder Hinsicht bemerkenswerte und kraftvolle Film hat seinen kommerziellen Erfolg wirklich verdient und gibt Hoffnung, dass man auch noch in Hollywood Kunst, Anspruch und Kommerz erfolgreich verbinden kann.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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5.5Geht so

[I]m Gegensatz zum Vorgängerfilm ist die Inszenierung dieses Mal sehr fahrig, ausschweifend und über weite Strecken recht uninspiriert. Nolan [...] kann seine verschiedenen Handlungsstränge nicht zu einer Einheit verbinden.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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2.5Ärgerlich

Die erstmalige Verwendung von Wahrzeichen New Yorks im Gotham City des Films bringt den Film der Wirklichkeit nicht näher – als Politkommentar bleibt er Gestammel. Als Mythos nur zeitgeistig aufgewärmte Überambition. Auch darin: jenseits von Gut und Böse.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.5Sehenswert

Die Action-Sequenz zu Beginn ist atemberaubend. Die Anspielungen sind gekonnt. Anne Hathaway ist eine furiose Catwoman.

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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7.0Sehenswert

Dem Film fehlt über weiten Strecken die Emotionalität, um fesseln zu können. Denn auch der ewig verschlossene und unterkühlte "Batman" Christian Bale, ob mit oder ohne Kostüm, taugte noch nie zur Identifikationsfigur.

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NWO@Movie

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Deswegen nannte man ihn auch "Kassengift".


the gaffer: the-gaffer.de

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2.5Ärgerlich

Vermögen die inszenatorischen Mängel der Blockbuster Selling Points nach The Dark Knight und Inception nicht mehr zu überraschen, versetzt die radikale Abkehr von der visuellen Geschichtenerzählung, die im Abschluss der neuen – sicher bald alten – Batman-Trilogie vollzogen wird, in beträchtliches Erstaunen. Der unaufhaltsame Absturz des Dunklen Ritters mag, pessimistisch betrachtet, als stellvertretend für ein Blockbuster-Kino gelten, dem jegliches Vertrauen in seine Konsumenten ausgetrieben wurde. Enervierend an The Dark Knight Rises ist, dass er sich, anders als die üblichen Sündenböcke sommerlichen Eskapismus, hinter einer aufgeblasenen Seriosität versteckt.

Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

Markbln

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Finde TDKR auch misslungen, aber die Kritik hier ist nicht minder aufgezwungen ernst geladen als der vorgeworfene arme Film.


Le Samourai

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Wunderbar formuliert, Jenny. Kann man nicht besser auf den Punkt bringen.


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]„The Dark Knight Rises“ macht das insgesamt zu einem weit berechenbareren Film, als es „The Dark Knight“ war. Welche Ziele Bane verfolgt und womit er sie erreichen will ist schnell klar, seine Pläne haben nichts von der moralischen Erschütterung, den sozialen Experimenten, die der Joker an Sprengstoff und Benzin knüpfte. Wenn Gotham erstmal in den Belagerungszustand des Terroristen gerät, dessen Aufhetzen der Klassengesellschaften gegeneinander, der Sturz der Reichen und das Zurückgeben der Stadt in die Hände der weniger Betuchten, nur ein Vorwand ist, um ein in Wahrheit unausweichliches Ende Gothams zu verbergen, dann entfernt sich Nolan von der Erdnähe seines „The Dark Knight“. Eine simple, übergroße und in ihrer Konsequenz endgültige Bedrohung, die klare Zuspitzung auf einen finalen klimaktischen Akt, ein sadistische Show-Tribunale abhaltender alter Bekannter, ein abstruser character turn kurz vor Schluss (zu knapp vor Schluss, um dramaturgisch groß was zu reißen): „The Dark Knight Rises“ ist nicht mehr das realistische Crime-Drama, das der direkte Vorgänger war, sondern unter den Nolan-Bats am ehesten ein Comicfilm. Etwas verzeihlicher werden dadurch einige milde bis krasse Ungereimtheiten, der Film tüftelt einfach deutlich weniger auf mehreren Ebenen über das visuell Wahrnehmbare hinaus herum, vieles verhallt nach kurzem Anklingen und was bleibt ist selten das, was der Film im Vorfeld behauptet hat zu sein: er ist nicht episch, er ist nicht legendär, er ist im Rahmen der „Dark Knight“-Trilogie ein Fertigerzählen Bruce Waynes in einer überwiegend sehr herkömmlichen Gussform.[...]

[...]Der final fight zwischen Bats und Bane ist schlicht ein inszenatorisches Versagen Nolans, man merkt, wie ihm die Zeit ausgeht, wie sein Film, wenn er denn gedurft hätte, die drei Stunden-Marke eigentlich knacken müsste, statt nur daran zu kratzen, um wirklich so etwas wie Epik in die Schlusskonfrontationen zu pushen. Ein großer wirrer Massenbrawl, ein unsäglicher Han Solo-Gedächtnismoment, eine schwer nachvollziehbare Verfolgungsjagd und im Grunde nicht EINE Aktion Batmans, für die es sich lohnen würde, den Fledermausmann zu bejubeln, eben kein wirklicher Rise. Das ist zu wenig, und zwar deutlich zu wenig. Da kann auch Bats neues Fluggerät nichts ausrichten, der Tumbler in „Batman Begins“ und das Batpod in „The Dark Knight“ haben mehr Bock gemacht, als diese luftige Gerätschaft. Und Butter auf’s Brot: das Staubsaugeraufsatz-Design von dem Teil ist scheiße. Aber mag der schlussendliche Rise auch verpuffen, bis dahin ist zumindest ein ähnlich unablässiger Zug wie im Vorgänger drin, bringt „The Dark Knight Rises“ eine vergleichbare Masse ans unaufhaltsam vorwärts Rollen und kombiniert dies phasenweise erfolgreich mit dem tiefgreifenden Portrait Bruce Waynes aus „Batman Begins“. Aus der Verzweiflung heraus muss Wayne zur Angst zurück und dann zu einem Ende für Batman finden, um sich von Maske und Cape befreien zu können und seine Schuld an Gotham endgültig und mit einer Geste zurück zu geben, die Hoffnung hinterlässt und ausdrückt, für was Batman steht. Für die Entschlossenheit, Gutes zu tun, die JEDER aufbringen kann, ob verborgen hinter eine Maske im Faustkampf gegen das Unrecht, oder mit nur einer kleinen, unbedeutend scheinenden Geste…[...]

[...]Und? Ist „The Dark Knight Rises“ nun eine Enttäuschung? Lange Zeit nein und dann leider doch. Von vielem zu viel und von noch mehr zu wenig und im Vergehen der stattlichen Laufzeit wird im finalen Drittel immer klarer, wie sehr sich beides im Weg steht und es dem Film verwehrt, ein großer Abschluss zu sein. „The Dark Knight Rises“ fehlt gar nicht so sehr die über den Joker transportierte Nonkonformität des Vorgängers, ihm fehlt trotz des inhaltlichen Sprungs zurück zum ersten Teil dessen durchgehend klarer Fokus auf die Entwicklung Bruce Waynes, wenn diese schon wie dort über ein so konventionelles Bedrohungsszenario ausgetragen wird, das für sich nicht viel zu bieten hat. Christian Bale ist hier zwar wieder sehr viel öfter und härter gefordert und gewinnt dem abgewrackten Wayne ein paar neue Facetten ab, sein innerer Kampf um Erlösung greift aber wie sein äußerer im Batmankostüm nicht weit genug, er ist zu selten die unumstößlich wichtigste Person der Handlung. Die Liebelei mit der von Marion Cotillard allenfalls unauffällig gespielten Geschäftspartnerin Miranda Tate zergeht in banaler »they meet each other, they love each other«-Dramaturgie, die Auftritte Catwomans wollen sich nicht so richtig harmonisch eingliedern und die Backstory Selina Kyles und ihrer von Juno Temple gespielten… äh, ja was eigentlich, Schwester, Freundin, no idea… wird nur angerissen. Tom Hardy ist als Bane körperlich das Monstrum, das er für die Rolle zu sein hat, macht einschüchternde Dinge mit seinen Augen, ist aber, statt ein bahn- oder sonstwas brechender Schurke zu sein, ein in der Simplizität des Plots begründet simpler Terrortenor.[...]

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hash

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Hallo Christian!
Wie immer: Tolles Review! Deine Kritikpunkte kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich habe dem Film sogar noch einen Punkt weniger gegeben, weil ich von den narrativen Elementen total enttäuscht war. Die ganze Story um Bane war mir auch etwas zu knapp inszeniert und das Ende...naja...das war mir im Vergleich zu TDK zu weichgespült.


ChristiansFoyer

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Danke und ja: leider ist das alles so...


GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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6.5Ganz gut

Nun ist "The Dark Knight Rises" natürlich kein wirklich schlechter Film. Gemessen an dem, was er sich selbst allerdings auferlegt hat, enttäuscht er auf so vielen Ebenen, sogar auf so einfachen wie der Plotebene. Nolan hat von Beginn an nur wenig wirklich gute Ideen, und spätestens ab der Hälfte des Filmes gehen ihm diese ohnehin aus und sein Film gerät in Bahnen, die man einem Nolan normalerweise nicht zuschreiben würde. Das letzte Drittel ist dann so generisch und spannungsreich, dass man auch einen Rob Cohen auf den Regiestuhl hätte setzen können. Ich weiß nicht, woran es letztlich gelegen hat, dass Nolans Film zumindest meinen Erwartungen nur sehr bedingt gerecht werden konnte. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass eine Zweitsichtung nur Schlimmeres und nicht Besseres zu Tage fördern würde. Ich finde es aber auch nicht so schlimm, dass "The Dark Knight Rises" jetzt nicht der ganz große Wurf ist. Oder es ist mir egal. Jedenfalls schwirrt seit der Pressevorführung nur ein Wort in meinem Kopf herum. Ein englisches, da ich nochmal wiederholen möchte, das es meinen Gesamteindruck einfach so schön und präzise zum Ausdruck bringt: Ich bin gigantisch "underwhelmed" von diesem Abschluss.

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evants.com: eventsandtrends.com

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7.5Sehenswert

Regisseur Nolan bringt zu ende, was er 2005 mit "Batman begins" startete: Eine düstere Trilogie über einen zerrissenen Helden, die viel Wert auf Dramatik und Tragik legt. Auch in "The dark Knight rises" ist dies so - die Figur Batman tritt erst nach ca. 50 Minuten in Erscheinung. Vielmehr stehen Bruce Wayne und seine inneren Dämonen im Mittelpunkt. Nolan scheint nach den ersten beiden Filmen noch einen draufsetzen zu wollen, wartet mit vielen Charakteren auf und verleiht diesen in der Regel die nötige Tiefe, was viel Zeit beansprucht. Doch die ersten beiden Teile der Trilogie waren ausgewogener, diesmal geht es noch mehr Richtung überladenes Epos. An dieser Stelle wäre weniger etwas mehr gewesen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn "The dark Knight rises" ist das würdige Ende der "Dark Knight"-Trilogie, verbindet die Geschehnisse der ersten beiden Filme mit der Handlung des dritten Teils zu einem abschließenden Ganzen. Auf dem Weg dorthin hat Nolan noch einige Überraschungen parat.

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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7.5Sehenswert

Auch wenn er uns das erhoffte Meisterwerk letztlich schuldig bleibt, ist Christopher Nolans Abgesang auf seinen tragischen Helden Bruce Wayne alias Batman immer noch ein überdurchschnittlicher Sommer-Blockbuster, der in gewisser Weise den erwachseneren Bruder zum spaßig-bunten „Marvel's The Avengers“ [2012] darstellt. Nicht ohne Längen, aber immer nahe an seinen Charakteren, beweist Nolan erneut, wie ernsthaft Comic-Verfilmungen sein können und inszeniert mit seinem Trilogie-Abschluss im besten Sinne des Wortes großes Kino, das seinen Helden niemals verklärt, sondern im Gegenteil das menschliche Drama hinter der Maske bis ins letzte Detail stimmig auslotet. Ob dieser Aspekt aber auch mit der nötigen Konsequenz verfolgt wurde, möge am Ende dieser 164 Minuten bitte jeder für sich selbst entscheiden.

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stuforcedyou

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" ein überdurchschnittlicher Sommer-Blockbuster"
Mehr verlange ich auch gar nicht. Danke für anheizen der Vorfreude.


Stefan_R.

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Gern geschehen, ihr Lieben!


Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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6.5Ganz gut

“The Dark Knight Rises” ist eine filmgewordene Kapitulation vor einem allzu komplexen Handlungskonstrukt. Vielleicht auch, weil es angesichts eines Paradoxons nicht gelingen will: Christopher und Jonathan Nolan mussten vor dem Hintergrund eines großen Zweikampfs mit tagespolitischen Bezügen bekannte, populäre Figuren einführen, deren Charaktere kompatibel gemacht werden müssen mit den Erwartungen jener Zielgruppen, die nicht nur mit Tim Burtons “Batman”, sondern auch mit Internet und Ego-Shootern aufgewachsen sind. Aus diesem Grund rumpelt und ächzt es gewaltig am Ende eines Films, der nicht schlecht ist, aber eben – angesichts der hervorragenden Vorgänger – die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann.

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NWO@Movie

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Dieses Gefühl kenne ich^^


BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

[...]The Dark Knight Rises bietet in seinem massiven Gerüst Verknüpfungspunkte mit aktuellen, nur zu realen Problemen wie der Wirtschaft und dem Terrorismus. Zu den anpeitschenden, mit Chören ausgestatteten Klängen von Komponist Hans Zimmer ruft er am Ende zur letzten, gigantischen Schlacht zwischen Gut und Böse auf. Das ist dann gänsehauterzeugendes Bombast-Kino in Reinkultur und ein mehr als gelungener Abschluss zu einer Reihe, die es geschafft hat, sich einen eigenen Weg um die ausgelutschten Superheldenstorys zu bahnen. Vielleicht wird der Vorgänger bei den Fans eher als herausragender Batman-Film in Erinnerung bleiben, aber erst mit The Dark Knight Rises komplettiert Christopher Nolan seine Saga über den dunklen Ritter - mit diesem emotionalen wie angemessenen Höhepunkt.[...]

Copyright by MovieMaze.de: The Dark Knight Rises - Film, Kino, DVD http://www.moviemaze.de/filme/4615/the-dark-knight-rises.html#ixzz21AGIzYg9

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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8.5Ausgezeichnet

Es gil hier wohl wirklich die Erwartungshaltung zu dämpfe. The Dark Knight Rises ist nicht so gut wie der Vorgänger, doch wie könnte er das nur sein? Ledgers Abwesenheit ist spürbar.

Doch so gut Tom Hardys Spiel mit seinen Augen und der Stimme auch sein mag, alleine die Tatsache, dass er eine Maske trägt verhindert schon, dass er in das gleiche Pantheon wie Ledgers Joker aufsteigen kann. Noch schwerer wiegt aber, dass mit dem Joker im zweiten Film der wohl interessanteste Comic-Bösewicht verarbeitet wurde. Hardy hätte unter den gegebenen Voraussetzungen kaum etwas besser machen können.

Dennoch, alles in allem echt gelungener Abschluss der düsteren Reihe. Mien Fazit:

"The Dark Knight Rises fehlt die Naturgewalt von Heath Ledgers Joker, doch Christopher Nolan zeigt erneut sein Talent für gebrochene und zwiespältige Charaktere und liefert ein im Ganzen gelungenes Finale der wohl besten Superhelden-Filmserie aller Zeiten ab."

Und die vollständige Kritik, falls es jemanden interessiert:

http://www.filmfutter.com/the-dark-knight-rises/

Kaum zu glauben, dass es vobei ist...

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Anna Anna Pulaukebroda

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:)


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Erwartungshaltungen dämpfen! Christopher Nolan gelingt es erstmals nicht dem Hype standzuhalten. In Anbetracht seiner perfekt konstruierten und vollstreckten letzten Filme The Dark Knight und Inception ist The Dark Knight Rises ein deutlicher Schritt zurück. Das Drehbuch wirkt an vielen Stellen verworren, schwammig und unfokusiert, sodass es viel zu viele Figuren gibt, die dafür sorgen, dass keiner so richtig Raum bekommt und sich die gesamte Geschichte aufgeblasen anfühlt. Hinzu kommt ein verzerrt-undurchsichtiges Verständnis von Zeit und Raum, was dazu führt, dass Figuren und Objekte schon einmal auftauchen wo man sie eigentlich nicht erwarten würde und manche Handlungen und Prozesse unerwartet rasch über die Bühne gehen. Dies hat zur Folge, dass manche Szenenabfolge schon einmal für unfreiwillige Komik sorgt. Manche Figuren fügen sich nie wirklich in den Film ein, andere bekommen zu wenig Zeit und Tom Hardy verblasst im Schatten seines Vorgängers (und leidet noch dazu an einer merkwürdig verfremdeten Stimme im englischen Original). Ebenfalls hinderlich ist die Tatsache, dass es Nolan nicht ähnlich geschickt wie in den Vorgängern gelingt realistische Bezüge und den Comiccharakter zu verschmelzen. So hat man schon manchmal den Eindruck, dass The Dark Knight Rises ein normaler Crime-Thriller ist bei dem an manchen Stellen ein deplatzierter Typ in Kostüm auftaucht, der sich auch noch weigert eine Waffe in einem Bürgerkrieg abzufeuern. All dies hat in den Vorgängern besser funktioniert. Bitte keine Morddrohungen: The Dark Knight Rises ist ein guter Film, der die Reihe zu einem runden Abschluss bringt. Aber er zerbricht nur leider grandios an den Erwartungen, die der perfekte Vorgänger geschürt hat. Man kann es auch so sagen: The Dark Knight Rises ist ein Film mit vielen kleinen Dellen - doch wenn man sich ein Meisterwerk erhofft, ist jede dieser Dellen ein Schlag ins Gesicht. Und zur Wertung: Die 8/10 Punkte sind das obere Maximum, das (mit gutem Willen) für diesen Film vertretbar ist und in Anbetracht einer insgesamt sehr beeindruckenden Reihe gegeben werden kann.

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Hartigan85

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@Punsha: Das hab ich mir auch gerade gedacht...


Filmering

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@Oceanic6:
Gemeint ist folgendes: Du kennst es vielleicht selbst. Bei manchen Filmen kommt man aus dem Kino und hat sofort einen Wertung im Kopf. Bei anderen Filmen ist man sich unsicher. Bei mir ist es dann zum Beispiel so, dass es ein Spektrum gibt. Ein willkürliches Beispiel. Ein Film polarisiert enorm: Das heißt ich schwanke zwischen 8-9/10 Punkte aber ich kann es auch verstehen wenn jemand den Film 0 Punkte oder 10 Punkte gibt.

Konkret bei The Dark Knight Rises ist es bei mir so: Ich schwanke zwischen 7-8/10 Punkte, kann aber durchaus verstehen wenn jemand den Film schlechter bewertet. Eine höhere Wertung als 8 kann ich eher nicht nachvollziehen. Ich habe mich in diesem Fall dafür entschieden die höhere Wertung zu geben - unter anderem weil die Trilogie für mich als Gesamtwerk sehr gut ist und der Film alles zu einem für mich guten Ende bringt. Es könnte aber auch 7 dort stehen. Das finde ich aber auch gar nicht so wichtig, da ich glaube ich in meiner vollständigen Kritik ausführlich auf die Schwächen des Films eingehe: http://www.filmering.at/kritik/14976-the-dark-knight-rises-2012


Manohla Dargis: New York Times Manohla Dargis: New York Times

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8.5Ausgezeichnet

Die Action-Szenen wirken visuell geschlossener als in früheren Batman Filmen und die kontrollierte Fragmentierung funktioniert auf einem angenehmen, rein filmischen Level.
Aber sie dient auch Nolans tieferem Sinn in The Dark Knight Rises und wird auch sein letztes Wort in Bezug auf Superhelden und ihre Funktion: Wenn in Gotham der Aufstand tobt und alles verloren scheint, wechselt die Action von einer einsamen Figur zu einer Gruppe und die Hoffnung erwächst nicht aus einem einzelnen Menschen, sondern aus vielen.

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Edward Nigma: CinemaForever

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6.0Ganz gut

"Gotham, take control... take control of your city. Behold, the instrument of your liberation! Identify yourself to the world!"

Kaum ein Film wurde jemals so sehnsüchtig erwartet wie der Abschluss von Christopher Nolans spektakulärer Batman-Trilogie. Seit dem überwältigenden Erfolg von „The Dark Knight“ verging kaum ein Tag, an dem sich nicht einschlägige Internet-Portale in Spekulationen über Handlung, Besetzung und Antagonisten in „The Dark Knight Rises“ suhlten. Umso größer dann die Freude der weltweiten Batman-Fangemeinde, als angekündigt wurde, dass Bane, der südamerikanische Söldner mit der beängstigenden Gesichtsmaske und einem nicht unerheblichen Suchtproblem (Venom), sich nun im direkten Duell mit Batman messen würde. Die Freude kam natürlich nicht von ungefähr, schließlich hoffte man, dass Nolan sich thematisch an der Knightfall-Saga orientieren würde, dem Comic-Epos, in dem Batman erstmalig körperlich als auch geistig gebrochen wurde. Doch Vorschusslorbeeren sind kein Garant für einen guten Film und so ist im Anbetracht des Hypes das Endresultat ziemlich ernüchternd. Zwar inszeniert Nolan mit „The Dark Knight Rises“ einen soliden Action-Blockbuster, zieht dabei aber leider allzu oft spektakuläre Explosionen und pathetische Lobeshymnen einer anständigen Charakterentwicklung vor.

Vor genau acht Jahren schlüpfte Bruce Wayne (Christian Bale) zum letzten Mal in das Kostüm des dunklen Rächers. Seitdem ist es sehr still im Leben des Milliardärs geworden: Keine Partys, keine Wohltätigkeitsbälle und keine Damenbesuche mehr. Das ändert sich jedoch, als Gerüchte laut werden, dass sich im Untergrund eine Armee formiert, angeführt durch den brutalen und skrupellosen Söldner Bane (Tom Hardy). Bruce Wayne muss noch einmal die Rolle des schwarzen Rittes Batman schlüpfen, um Gotham vor der totalen Vernichtung zu bewahren. Doch kann es Batman mit einem Gegner wie Bane überhaupt aufnehmen?

Kann Bruce Wayne ohne Batman existieren? Ein Thema, das seit vielen Jahren immer mal wieder von mehr oder weniger begnadeten Comic-Autoren aufgegriffen wird und das auch zu Recht, schließlich handelt es sich hier um die Gretchenfrage des Batman-Universums. Ist Batman nun eine heldenhafte Ikone, die selbstlos Opfer bringt um den Bürgern Gothams einen sicheren Schlaf zu gewährleisten, oder ist er nichts weiter als ein Psychopath im Kostüm, der sich aus einem inneren Zwang heraus auf Verbrecherjagd begibt, um seinen Selbsthass und seine Schuldgefühle auszublenden? Auch Christopher Nolan möchte es sich nicht nehmen lassen, in seinem „großen“ Batman-Finale diese Frage wenigstens kurz anzuschneiden und orientiert sich dabei lose an „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ von Comic-Mastermind Frank Miller. So ist aus Bruce Wayne ohne Batman ein Zerrbild seiner selbst geworden: Erschreckend abgemagert, zerbrechlich und humpelnd tritt der ehemalige dunkle Ritter in seiner Auftaktszene vor die Kamera. Der Zahn der Zeit und die schweren Schicksalsschläge in der Vergangenheit haben deutliche Spuren an dem milliardenschweren Ex-Playboy Bruce Wayne hinterlassen. Und selbst die Rückkehr in die alte Superhelden-Identität kann die alten Lebensgeister nicht vollständig zum Leben erwecken. Bruce Wayne und damit auch Batman ist weder geistig noch körperlich in Form und so muss sich der Zuschauer in der ersten Hälfte des Films mit einem Batman-Light abfinden, ob man nun will, oder nicht.

Und so darf Bruce Wayne in „The Dark Knight Rises“ noch einmal all die Etappen durchlaufen, die wir mit „Batman Begins“ bereits abgeschlossen glaubten: Schicksalsschlag, Sturz und Auferstehung. Leider nutzt Nolan dabei aber nicht Möglichkeiten etwas tiefer in die Figur des Batman/Bruce Wayne einzutauchen und auf dessen innere Konflikte näher einzugehen, denn sofort nach dem Entschluss sein altes Cape wieder zu entmotten, verwandelt sich Batman in einen wahren Pfadfinder-Superhelden, der scheinbar aus reinem Gutmenschentun sein Leben aufs Spiel setzt. Da fragt man sich doch, warum offensichtliche Steilvorlagen ungenutzt bleiben und man statt einem „Dark Knight“ einen Superman-Verschnitt serviert bekommt.

Die Drehbuchautoren Christopher Nolan und David S. Goyer verfolgen seit „Batman Begins“ einen Plan, das ist „The Dark Knight Rises“ deutlich anzumerken. Permanent wird auf Ereignisse aus den vergangenen Teilen angespielt und Brücken zu früheren Handlungssträngen geschlagen. Dennoch wirkt der irrwitzige Plot doch ein wenig zu absurd für das sonst so auf Realismus bedachte nolansche Bat-Universum, erinnert dieser doch fast ein wenig an die Ausgangslage des Batman-Konsolenablegers „Arkham City“. Um die fehlenden Lücken zu schließen, taucht zudem eine wahre Flut an neuen Charakteren auf und so manch ein Zuschauer wird Probleme haben, sämtliche Namen den richtigen Charakteren zuzuordnen. Darunter leidet natürlich die in den vergangenen Teilen hochgelobte Charakterzeichnung, denn weder Protagonisten noch Antagonisten schaffen es, ihrer eigentlichen Größe gerecht zu werden.

Ausgerechnet bei Oberschurke Bane fällt dieses Manko besonders schwer ins Gewicht, denn statt dem gewieften Muskelprotz mit Mega-IQ und Wunder-Droge, bekommt man hier einen geschwollen lamentierenden Schlägertypen, dessen absurder Selbstdarstellungstrieb schon mal für die ein oder andere unfreiwillig komische Szene sorgt. Durch die dennoch nicht minder großartige Leistung von Tom Hardy, der einen körperlich äußerst bedrohlichen Bane gibt, lassen sich Ansätze der Comic-Schreckensfigur Bane erahnen. Ein weiteres Problem, das besonders Fanboys übel aufstoßen dürfte, ist die permanente Missachtung und Vermischung verschiedenster Origin-Storys. Dadurch werden einzelne Figuren so stark verfremdet, dass dieser eher einer Karikatur ihrer Comic-Persönlichkeit gleichkommen. Mit „The Dark Knight Rises“ hat Christopher Nolan definitiv keinen Film für Fanboys gedreht, denn Kinogänger, die die Vorlagen und Charaktere nicht kennen, dürften deutlich mehr Freude an dem Superhelden-Spektakel haben.

Vollends überzeugen kann hingegen Anne Hathaway als Selina Kyle alias Catwoman. Katzenhaft anmutig schleicht sich Hathaway durch die Szenen und verwandelt sich im Bruchteil einer Sekunde von der charmanten Verführerin zur tödlichen Furie. Unberechenbar, unwiderstehlich und ungemein gefährlich, das ist Anne Hathaway in „The Dark Knight Rises“. Und auch wenn ihr Kostüm eher funktional als sexy sein soll, muss sie sich in ihrem Dress keineswegs vor der Grande Catwoman-Dame Michelle Pfeiffer aus „Batmans Rückkehr“ verstecken. Bei einem solchen Auftritt wundert es einen keineswegs, dass Christopher Nolan Höchstselbst Werbung für ein Catwoman Spin-off macht.

Wie schon in „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ hat der Regisseur auch diesmal nicht an Action gespart. Wer in den letzten Teilen schon Freude am neuen Panzer-Batmobil hatte, wird dieses Mal vollends auf seine Kosten kommen, denn davon macht jetzt nämlich gleich ein halbes Dutzend die Straßen von Gotham City unsicher. Bestens ausgestattet ist Batman ja sowieso, denn neben dem modifizierten Bat-Motorrad steht der Fledermaus mit der tiefen Stimme diesmal noch ein Bat-Flugzeug zur Verfügung. Nolan wollte „The Dark Knight Rises“ so bombastisch wie möglich inszenieren und das merkt man. Stellenweise folgt eine dicke Explosion der nächsten, sodass man sich fast wie in einem Micheal-Bay-Film vorkommt. Spätestens, wenn ein ganzes Football-Stadion unter etlichen Tonnen Sprengstoff in sich zusammenfällt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus und man wünscht sich mehr Popcorn, um die Show anständig zu genießen.

Fazit: Nolan schafft mit „The Dark Knight Rises“ einen soliden Actionblockbuster. Der große Streich ist der Abschluss der Batman-Trilogie dennoch nicht geworden, da Nolan die Geschichte des dunklen Ritters nicht konsequent genug zu Ende bringt und letztendlich doch eher darauf bedacht ist, das Publikum bei Laune zu halten, als Batman sein verdientes Denkmal zu setzen.

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Bagodert Duck

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Schade. Dachte der wird nochmal richtig gut. Und hatte mich auf Bane gefreut.Aber vlt schneidet er bei mir als Nicht-Kenner der Comics ja bisschen besser ab.


Edward Nigma

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Wer dachte das nicht :(


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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6.5Ganz gut

Wie bei so vielen dritten Teilen von Trilogien, bezieht sich auch „Rises“ mehr auf den Ursprung, den ersten Film „Batman Begins“. Zum einen um eine Klammer zu schaffen und zum andern um den sträflich ignorierten Auftakt der Saga an die Trilogie zu binden. Den Bare-Bone-Realismus von „The Dark Knight“ mildert Nolan ein wenig. Im Gegenzug ist es dem Film wichtig die vorherigen Filme in allen Belangen zu übertrumpfen.

In stolzen 164 Minuten, die nicht immer so flüssig laufen, wie gewünscht, fackelt Nolan jedes Actionfeuerwerk ab, was das Drehbuch auch nur halbwegs anbietet. Schlichtweg alles vergrößert sich, vom Ensemble bis zu den Set-Pieces und es zeigt sich, was „Rises“ wirklich fehlt, ist ein Kern der Geschichte, etwas das alles miteinander verbindet. So bleibt Nolan nichts anderes übrig als seine zig Plots diffus und überdeutlich zu erzählen. Den zarten 9/11-Anspielungen eines „The Dark Knight“ weicht eine offenkundige Anklage an die Verursacher der Weltfinanzkrise, der dennoch nicht genügend Zeit bleibt um sich zu entfalten.

Niemand hat in diesem Film Zeit für irgendwas. Es ist ein einziges atemloses Hetzen und Kämpfen, was durch das schludrige Handwerk von Kamera und Schnitt noch verstärkt wird. Im Vergleich mit dem beinah makellosen „The Avengers“, fehlt es Nolans Film an vielen Dingen, aber während Joss Whedons Comic-Spektakel das leckere Sahnehäubchen auf einer groß kalkulierten Marketing-Torte ist, geben sich Nolans Batmanfilme immer als Wagnisse zu erkennen. Das gilt auch für den dritten Film, dem sein Übermaß an Inhalt und ungezügelter Form wohl zu Gesicht stehen. Hier geht es gar nicht darum einen schlechten Film gut zu reden, aber selten sieht man eine solch wunderbar strikte Perversion abseits des „Production-Codes“ heutiger Hollywood-Mega-Eventfilme.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.0Sehenswert

The Dark Knight Rises begint langsam mit einem holprigen Plot und zu vielen neuen Charakteren, aber er steigert sich zu einem sensationellen Höhepunkt.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Schwierig. Der Film schmeißt Elemente der KNIGHTFALL- und NO MAN'S LAND-Storylines zusammen und will gleichzeitig unbedingt alle vermeintlich offenen Enden seiner eigenen Trilogie verknoten. Das - und ein überbordendes Figurenarsenal - halten Nolan so beschäftigt, daß er darüber vergißt, seiner Inszenierung ein bißchen Pep und memorable Bilder zu schenken. Das eigentlich reizvolle an der KNIGHTFALL-Saga, nämlich Banes perfide Strategie des langsamen Zermürbens von Batman, wird über Bord geworfen, und so sehr Nolan hier auch die ganz große Oper (inkl. Witschaftskrisensubtext) vermitteln will - am Ende steht dann doch nur auf der einen Seite ein Mann im Fledermauskostüm und auf der anderen Seite ein Irrer mit 'ner Bombe. Das ist zu wenig.
Und doch, der Film hat einige große Momente, er hat die Fähigkeit, zu Begeistern, sogar zu Rühren; und obwohl ihm ein durchgängiger Spannungsbogen sträflich versagt bleibt, hat das Bild einer isolierten Stadt und der explosive Showdown darin durchaus Dramatik. Die Schauspieler müssen sich mit dem zufrieden geben, was ihnen bleibt; Bale ist endlich wieder entspannter, aber als Batman mitunter nur Randfigur. Cotillard, Oldman, Freeman und Modine mühen sich redlich; Caine hat einen sehr emotionalen Moment, aber der Film gehört Gordon-Levitt und einer erstaunlichen Hathaway, deren formidable Catwoman Michelle Pfeiffers Klamauk-Katze vergessen lässt. Kommen wir nun aber zu Tom Hardy, der die physische Präsenz für Bane mitbringt, aber, oh weh, seine Zeilen derart theatralisch und idiotisch verfremdet zu deklamieren hat, daß bei jedem seiner Auftritte Gekicher den Saal säumte. Das lenkte mitunter sogar von Batmans albernem Geröchel ab.
Unterm Strich ein mitunter etwas schwerfälliger, überlanger Koloß, in dessen Epilog Nolan ganz schön einen auf INCEPTION macht. Generell ist Action Nolans Sache nicht, dem Film mangelt es an Spektakel. Und daß die Actionszenen überdeutlichst in Los Angeles aufgenommen wurden, hat mich auch immer wieder rausgehauen.

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Hisayasu S

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Hihihi...


NWO@Movie

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Ja Batman Returns ist wirklich eine Schande aber die paar Sekunden von Michelle Pfeiffer sind doch - wenig um überhaupt bewerten zu können. Der Ansatz war aber hot.


Rochus Wolff: freier Journalist

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6.5Ganz gut

Ein Film, der große Botschaften transportieren will und dann an sich selber scheitert: An der Hybris des zu großen Zugriffs, am fehlenden Mut, diesen mit Bildern zu füllen. Irgendwo darin ist eine Geschichte verborgen, von Kapitalismus, Finanzmärkten und Gerechtigkeit vielleicht, von den oberen 1% und den anderen, sowie den unteren 1%, die wortwörtlich aus der Kanalisation kriechen, um die Macht an sich zu reißen.

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Prestigeww

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Aber wie das ganze aufgelöst wird, ist schon zutiefst rechtskonservativ. Da ist es vielleicht besser, dass sie das ganze im Spektakel versinken lassen.


NWO@Movie

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Und Bruce Wayne will die Mittelschicht retten! Bad Man saves God damn City.


Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

Episch für'n Arsch. Nach dem unberechenbaren, eiskalten und mystischen Joker liefert uns Christopher Nolan im grande Finale mit Bane einen Antagonisten, den man zu keinem Zeitpunkt ernst nehmen kann. Nein, man darf sich sogar herzhaft über ihn kaputt lachen, denn selten war ein Charakter so schlecht geschrieben. Banes kalkuliertes Chaos funktioniert zudem nur aufgrund der Dummheit der Cops und ohnehin sind Wendungen primär anwesend um den Film unnötig in die Länge zu ziehen. Darüber, dass diese Wendungen eventuell aufgesetzt wirken könnten, hat sich scheinbar niemand Gedanken gemacht.

Ein US-Kritiker lobte den Film als "spektakuläres Noir-Epos". Schon traurig, was manche Menschen heutzutage unter "Noir" verstehen. Wer nämlich düstere, zwiespältige Helden und mehr als nur angedeutenden Pessimismus erwartet, der wird sich noch gehörig wundern, denn wenn Nolan schon keine Ahnung davon hat, wie man Spannung langsam aufbaut, so hätte man doch wenigstens erwartet, dass er "The Dark Knight Rises" überraschend enden und nicht in Kitsch und Klischees ersaufen lässt. Der große Lichtblick in diesem 160-minütigen Sammelsurium an wirren, planlosen Momenten ist Anne Hathaway als Catwoman. Unheimlich elegant und sexy reißt sie jede Szene an sich, und die Minuten mit ihr sind auch die einzigen, welche wirklich Spass oder Spannung bringen. Ansonsten wird eine Szene nach der anderen entweder von bedeutunglosen Dialogen oder sinnfreier Endlosaction lädiert.

So verbringt man die volle Laufzeit in der Hoffnung, dass Nolan doch endlich mal anfangen möge, eine Geschichte zu erzählen. Gänsehautmomente sind, so mussen man am Ende jedoch feststellen, bei Nolan eine Rarität geworden. Einzig die meisterhaft inszenierte Massenszene auf der Wall Street bleibt dauerhaft in Erinnerung und sieht man mal von Hathaway ab, scheint Nolan in seinem Größenwahn selbst das Führen der Schauspieler verlernt zu haben. Bane hätte ein Bestie werden können, dessen Bosheit im Gegensatz zum Joker kein Gesicht und somit nichts Greifbares hat. Anstatt sich jedoch dieses Vorteils zu bedienen, wird man mit einer Erklärung für seine Gräueltaten konfrontiert. Typisch Nolan halt, denn so versteht sogar der Zurückgebliebenste, was sich dort auf der Leinwand abspielt. Jeder Augenblick wird von der extremen Vorhersehbarkeit begleitet und den großen Realismus, auf den alle bei Nolan schwören, kann er auch ein für alle Mal für sich behalten, denn wer schon nicht dazu imstande ist auf die kleinen Details zu achten, die man auf jeder Filmhochschule lernt, dem wird man auch so bald nichts mehr beibringen können. Einer der visionärsten Regisseure unserer Zeit? Sicher nicht, sondern vielmehr einer der Überbewertesten der Filmgeschichte.

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NWO@Movie

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Bad story cause: no Lan. the internet can be so helpfully.


Le Samourai

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VOLLKOMMEN richtige Einschätzung. Punkt.


Tom Huddleston: Time Out London Tom Huddleston: Time Out London

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8.0Ausgezeichnet

Wenn die Balance eher Richtung großartiger Action als emotionale Resonanz und eher Richtung statuenhafter Ikonen als echter Menschen kippt, dann können wir das durchgehen lassen. Hier gibt es nichts, was die Intensität von Heath Ledgers Joker erreicht, und der Film leidet darunter.

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Nev Pierce: Empire Magazine Nev Pierce: Empire Magazine

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9.5Herausragend

Mit Spektakel im Überfluss und Sexiness bei den (Neben-)Figuren ist The Dark Knight Rises ein Superheldenfilm, wie er so noch nie dagewesen ist. Rises mag nicht so überraschend wie Begins sein und es mag ihm die Anarchie von Knight fehlen, aber er kann dieses Manko durch pure Emotionen ausgleichen. Ein passendes Nachwort für den Helden den Gotham verdient.

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Matthew Leyland: Total Film Matthew Leyland: Total Film

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9.5Herausragend

TDKR könnte euch den Atem stocken lassen, auch wenn ihr euch nicht am Popcorn verschluckt. Sein Herausforderer diesen Sommer Avengers mag vielleicht größere Schauwerte haben, aber dieser Film hat eine Sache, die Whedon fehlt: emotionale Bindung; das Gefühl echter Gefahr; tiefgreifendes menschliches Drama. (Ok, drei Sachen.)

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Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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8.0Ausgezeichnet

Die Geschichte ist nicht so solide wie The Dark Knight und die Hauptgegner sind nicht so denkwürdig, aber mit einem Regisseur der eine so starke Vision hat und das Durchsetzungsvermögen sie zu erfüllen, überzeugt Nolans Batman-Finale zumindest als Gegenstück zu Batman Begins, selbst wenn er etwas mehr Geduld als seine Vorgänger benötigt.

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Todd Gilchrist: The Playlist Todd Gilchrist: The Playlist

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9.5Herausragend

The Dark Knight Rises ist ein Action-Opus, dem es gelingt sowohl emotional als auch intellektuell zu fesseln. [...] Ein anspruchsvolles, gedankenvolles und vitalisierendes Finale, das dem Publikum alles liefert, wonach es verlangt, allerdings manchmal auf andere Weise, als es erwartet.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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7.5Sehenswert

The Dark Knight Rises ist ein spektakuläres Noir-Epos, das zu gleichen Teilen düsteres, aufgeblähtes, glänzendes und triumphales Filmemachen bedeutet. [...] [Zu Begin der Geschichte] häufen sich die Ereignisse so rasant, dass selbt Nolan es nicht schafft, immer deutlich zu machen, wer eigentlich gerade was und aus welchem Grund macht. Nolans Erzählstil ist zwar immer ernst, aber nicht unbedingt vernünftig.

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smu137

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Find ich super, dass ihr so flott so viele US-Stimmen eingefangen habt, aber bitte checkt doch auch noch mal auf Typos ;)


Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

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9.0Herausragend

Über seine Laufzeit von unterhaltsamen aber auch anstrengenden 164 Minuten, sendet Nolans The Dark Knight Rises Batman ins sprichwörtliche Tal der Verzweiflung, und arbeitet aus ihm den Kern einer Legende heraus, welche die Notwendigkeit des Helden in einer gefallen Welt nicht nur infrage stellt, sondern auch kraftvoll bestätigt. Auch wenn The Dark Knight Rises nie an die Brillanz von The Dark Knight herankommt, enthält auch dieses unglaublich ambitonierte Action-Drama die moralische Dringlichkeit und den ins Ernste gewendeten Sinn für Trash, der die Warner Serie zu einem Fels der Aufrichtigkeit in einem zunehmend comichaften Hollywood-Universum machte.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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9.5Herausragend

The Dark Knight Rises ist großspurige Hollywood-Filmkunst, wie man sie besser nicht erreichen kann. Der letzte Teil von Christopher Nolans Batman Trilogie lässt alles im konkurrierenden Marvel-Universum unglaublich dumm und kindisch wirken. Durchgehend fesselnd und zeitweise wirklich nervenaufreibend, ist The Dark Knight Rises als zusammenhängendes Ganzes betrachtet der Beste aus Nolans Trio. [...] Ein Blockbuster in jeder Hinsicht.

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Ty13rDurd3n

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Ich glaub das war für mich damals nur der erste Schock^^ Also ich möchte nur klar stellen, dass ich ja alle drei Teile hintereinander gesehen habe und dementsprechend ein direkter Vergleich zu den Vorgängerfilmen existierte. Ich habe TDKR nun noch 2 mal gesehen und bin ein wenig anderer Meinung, obgleich trotzdem einige Kritikpunkte offen sind. Also entschuldige man mich für meine Anfangs so harten Worte. LG


H_B_C

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Filmkunst = Blockbuster? Ist das dein Ernst?
Das ist ungefähr wie Tag = Nacht :)
Nichtsdestotrotz ist der Film natürlich gelungene Nichtfilmkunst!
Kunst ist etwas anderes als gewöhnliche Unterhaltung!



Kommentare (844) — Film: The Dark Knight Rises


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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

The dark knight rises ist meiner Meinung nach der gelungenste Film der Reihe, da er auf der einen Seite den gelungenen Look des zweiten Teils beibehält und dabei jedoch noch viel kritischer und anspruchsvoller wirkt.
Der Film ist wirklich Nolans bester Film, denn bisher hat er in Filmen wie Inception immer nur versuchte zwanghaft anspruchsvoll zu sein und dabei jedoch so zum Mainstream gehörte
Mit "The dark knight rises" hat er jetzt jedoch einen Film geschaffen, der wirklich auch anspruchsvoll und fordernd ist.
Wirklich meiner Meinung nach der beste Film der Reihe.

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TheMarvelFan

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein guter Film, keine Frage, aber dennoch eine Enttäuschung. Nach dem grandiosen und meiner Meinung nach vollkommen unterschätzten Batman Begins, und dem noch minimal besserem Nachfolger The Dark Knight ist The Dark Knight Rises eindeutig der schwächste der Nolan Trilogie. Das hat mehrere Gründe, zum Beispiel ist einfach zu wenig "Batman" im Film. Außerdem hatten die beiden ersten Filme etwas woran man sich erinnert, im ersten war es die Geschichte wie aus Bruce Wayne Batman wurde, und warum ausgerechnet eine Fledermaus. Im zweitem Teil der Trilogie war es natürlich Heath Ledger als Joker, der ursprünglich ja auch im drittem Film dabei sein sollte. Natürlich konnte Christopher Nolan nichts dafür dass er starb (R.I.P. Heath Ledger) aber meiner Meinung nach hätte er den dritten Film aufgrund dieses Ereignisses nicht machen müssen, und die Geschichte so düster enden lassen können wie in The Dark Knight. Sieht man den Film im einzelnen, ist er dennoch überdurchschnittlich Unterhaltsam, und Christopher Nolan beweist dass er auch mit "Notlösungen" (Bane anstatt dem Joker als Antagonisten) noch gute Filme machen kann!

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Theclub

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Bewertung9.0Herausragend

Ich muss zugeben das ich den Film, nachdem ich ihn das erste mal gesehen habe wirklich nicht sehr gut fand. Der zweite Teil war noch gut in Erinnerung und die ganzen Trailer und das wochenlange warten haben meine Erwartungen einfach unrealistisch werden lassen. Doch nach dem zweiten mal muss ich sagen, ist es doch ein Meisterwerk. Allen voran die Musik trägt sehr viel zur Atmosphäre des Films bei. Leider muss ich hier einigen zustimmen, gibt es zuwenige Batman Szenen, so spät er in dem Film auftaucht, so schnell ist er auch wieder verschwunden. In einem fast 3 Stündigen Film 2 mal Batman, das ist schon sehr nüchtern. Trotzdem hat Nolan sein bestes gegeben und nicht einfach nur einen Fortsetzung gedreht, sondern versucht das ganze ineinander zu verankern. Es war natürlich schade das der Joker fehlt und die deutsche Synchronstimme von Bane war wirklich schlecht und alles andere als furchteinflößend, schade eigentlich.

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MaceWindu1998

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

An sich ein guter Film.
Wenn man aber bedenkt, das dies ein Film von Christopher Nolan und ein Teil der Batman Trilogie ist, kann ich auf jeden Fall sagen, das Nolan mich hier sehr enttäuscht hat.
Die erste Hälfte des Film zieht sich sehr dahin, es werden viele neue Charaktere hinzugefügt und eine Neue Lovestory entsteht. Nachdem Bruce Wayne jedoch dabei ist, aus Banes Gefängnis auszubrechen, nimmt dert Film an Fahrt zu. Er wird unterhaltsam und cool, so wie man es im Vorgänger sehen konnte (wobei er trotzdem nicht ansatzweise an den rankommt). Sehr gelungen finde ich die letzten 20 Minuten. Und das Ende ist auch sehr gelungen. Batman gibt es nicht mehr, aber eventuell kommt ja trotzdem bald ein neuer Film ... (auch wenn ich es nicht hoffe, jedenfalls ist Nolans Batman-Reihe für mich beendet).

Insgesamt ein guter Film, aber dennoch eine große Enttäuschung.

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BernhardRiemann

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kenne keinen einzigen Batman-Comic und habe daher die Trilogie völlig unvoreingenommen und auch ohne Erwartungen gesehen (an drei Tagen hintereinander). Teil 1 gefiel mir gut, Teil 2 nicht besonders, was aber nicht an der Story, sondern an der abstoßenden Figur des Jokers lag. Diesen dritten Teil mag ich wieder, Bruce Wayne ist so menschlich in seinem Superhelden-Sein und seinem Scheitern, dass man einfach mitleiden muss. Die Auflösung des Plots war dann ein bißchen zu gaga, diese ganze Geschichte um das Mädchen im Knast und ihren Beschützer und blablabla, da merkte man wieder, dass es doch eine Comic-Verfilmung ist. Aber egal, das Ende im Cafe nach dem Ende in der Stadt hat mich wieder versöhnt.
Und das Beste an allen drei Filmen: die Stimme von Batman ;)

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juls.muller.3

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Falls du ihn auf deutsch gesehen hast und es dich interessiert: David Nathan spricht Batman bzw generell Christian Bale. Ich liebe die Stimme auch :)


BernhardRiemann

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Ja, ich hab die in Deutsch gesehen, hab mir aber auf Youtube auch die originale Stimme angehört. Gefallen mir beide :) Vielleicht sollte ich mal ein Hörbuch von David Nathan kaufen...


11er

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Spannend, Emotional, Atemberaubend!!! Das Finale einer großartigen Trilogie!

Die Story: ...ist sehr gut aufgebaut, da sie direkt an “The Dark Knight“ anschließt & auch auf “Batman Begins“ passiert. Hier ist den Autoren ein Glanzstück gelungen. Damit ist die Geschichte noch tiefgründiger, als bei seinem Vorgängern. Die Handlung des Films basiert auf den Geschichten von “Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters, Der Sturz des Dunklen Ritters“ & “Niemandsland“. Damit wird die Figur Bruce Wayne mehr in den Mittelpunkt gesetzt, was auch den Tiefgang dieses Films erklärt. Damit ist der Film keine typische Comicverfilmung. Diese Variante gefällt mir sehr gut, da ich auf quietschbunte Heldenverfilmungen ohne jeglichen Plot wie z.b. “Batman & Robin“ von 1997, gut & gerne verzichten kann. Zum Glück verstehen die Nolan-Brüder, wie man einen Helden wie Batman in Szene setzen muss.

Die Darsteller: Mit Christian Bale, Gary Oldman, Morgan Freeman & Michael Caine ist die gewohnte Riege aus den letzten Teilen wieder mit von der Partie. Nur Maggie Gyllenhaal & Aaron Eckardt sind nicht dabei, da ihre Figuren in “The Dark Knight“ sterben mussten. Und Heath Ledger verstarb ja nach den Dreharbeiten von “TDK“.

Christian Bale ist dieses mal mehr als Bruce Wayne zu sehen. Als Batman taucht er eher selten auf. Doch das tut seiner Leistung im Film keinen Abbruch. Ohne Zweifel spielt er die Figur bravourös. Die Rolle ist wie auf ihn zugeschnitten, da er sich intensiv in diesen Charakter reinversetzen kann. Damit hat er mich in allen drei Teilen mehr als überzeugt.

Gary Oldman als Lt. Jim Gordon, Morgan Freeman als Lucius Fox & Michael Caine als Alfred sind die Ruhepole des Films. Besonders letzterer spielt hier dieses mal einen sehr ergreifenden Part. Ein Meister seines Faches.

Neu dabei sind Tom Hardy (Bane), Joseph Gordon-Levitt (John Blake), Anne Hathaway (Selina Kyle / Catwoman) & Marion Cotillard (Miranda Tate).

Die beiden erst genannten fügen sich super in Nolans Konzept ein. Besonders Tom Hardy zieht mit seiner Mimik alle in seinen Bann & wirkt sehr furchteinflößend. So stellt man sich Bane vor. Hut ab!!! Gordon-Levitt war in allen Belangen sehr überzeugend. Von ihm ist in nächster Zeit sicher noch einiges zu erwarten. Bis auf Anne Hathaway haben die anderen bereits in “Inception“ Erfahrungen unter Nolan sammeln dürfen. Auch Marion Cotillard war damals mit von der Partie. Auch sie war eine gute Wahl für “The Dark Knight Rises“. Auf Anne Hathaway war ich im Vorfeld besonders gespannt, was sie für eine Selina Kyle / Catwoman abgeben würde. Dabei wurde meine Wenigkeit nicht enttäuscht. Sie gab eine Selina Kyle vom feinsten. Jedoch war bei Catwoman etwas Luft nach oben.

Der Regisseur: Hier sind fast keine Wort mehr nötig. Es dürfte allen bekannt sein, dass Christopher Nolan seine Filme atemberaubend in Szene setzen kann. Diesen Stempel hat er nicht erst seit “Inception“ aufgedrückt. Sein jüngerer Bruder Jonathan ist oft als Drehbuchautor dabei. Nach “TDK“ bekam er auch hier wieder das Vertrauen. Die erneute Zusammenarbeit war wieder mal ein voller Erfolg. Dafür gibt es Bestnoten von mir.

Die Kulissen: Hier haben sich die Macher selbst übertroffen. Gotham City wurde erneut atemberaubend in Szene gesetzt. Außerdem erstrahlen “Wayne Manor“ & die “Bat-Höhle“ in neuem Glanz. Beides war in “TDK“ nicht zu sehen, da es in “Batman Begins“ zerstört wurde. Der Zuschauer kann sich in Sachen Gotham City auf tolle Effekte freuen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Musik: Erneut zeigte sich Hans Zimmer für den Score verantwortlich. Jedoch ist James Newton Howard nicht mehr mit dabei. Dennoch wird die Musik spektakulär eingesetzt. Aber im Gegensatz zu den Vorgängern, fand ich diesen hier noch etwas stärker.

Fazit: Habe ich ja eigentlich schon ganz oben erwähnt. ;-) Spannend, Emotional, Atemberaubend!!! Das Finale einer großartigen Trilogie!

Einzig die Synchronstimme von Bane könnte den Gesamteindruck etwas trügen. Mit der Zeit klingt sie dann doch recht nervig. Besonders dann, wenn Bane seine Reden hält. Aber da dies auf die Kappe der deutschen Synchronabteilungen geht, möchte ich dies nicht wirklich als Kritikpunkt anführen, da Nolan dafür nicht verantwortlich ist.

Fans des dunklen Ritters werden voll auf ihre Kosten kommen. Denn dieser Streifen hält einige Überraschungen parat. Aber Fans von reinen Comicverfilmungen dürften etwas enttäuscht sein, da es sich hier nicht um selbiges handelt. Im Abschnitt Storys bin ich bereits näher darauf eingegangen. Schwächer macht dies den Film auf keinen Fall! Chris Nolan ist wieder mal ein actiongeladenes Szenario geglückt. Mit “The Dark Knight Rises“ wird diese Trilogie wunderbar abgerundet & die Vorgänger sogar noch aufgewertet.

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Tq1991

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Bewertung10.0Herausragend

Die letzten Szenen!! Ganz groß

*Spoiler*
-Da sitzense dann zusammen im Cafe... Und der gute Alfred erblickt sie.
Einfach schön

-Wie heißen Sie? Robin!! Whoaah fast Gänsehaut.

-Der Autopilot repariert... Logo :)) Super schön.

-Teilweise gelesen, dass Banes stimme "kacke" war oder sogar "peinlich".
Ich hab den Film im Kino geseheh, Maximum Sound etc, und es war überragend!!! Die düsteren Szenen sind so stark rüber gekommen mit dieser Stimme.

Einfach herrlich

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J4KOB

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Betrachtet man das politische Geflecht, ist es vom Tiefgang her nur ein aufgeblasener Haufen Mist.


Framesurfer

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Saint- Just in Manhatten, bzw. gotham city. Ist doch mal ein guter Anfang.


Filmfan30

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Bewertung5.5Geht so

Die neue Batman-Reihe ist ja eigentlich ganz nett. Nicht besser oder schlechter als ältere Versionen, aber halt moderner und durch die Effekte wirkungsvoller. Was mich an dem Film enttäuscht hat, war, dass man den Tod von Heth Ledger dazu genutzt hat, um einen völlig neuen Bösewicht einzuführen. Hatte Joker bei "The Dark Knight" noch Rache geschworen, wird das bei der Fortsetzung überhaupt gar nicht mehr erwähnt. Desweiteren stört mich die krallenloseste Catwoman, die es je gab. Ich hätte mir ein Miststück erster Güteklasse erwartet, das Batman in eine Falle nach der anderen führt, sexuelle Reize und weibliche Ränkeschmiede als Waffen einsetzt, und manipuliert wo es nur geht. Catwoman ist für mich eine Peitsche schwingende Femme Fatale in Lack und Leder, die sich elegant und eigensinnig ihren Weg bahnt. Sie würde sich mit einer Perlenkette wohl eher die Zähne putzen als irgendetwas zu riskieren, um diese zu stehlen. Diamanten wären glaubwürdiger und Anne Hathaway war für die Rolle zu angepasst und zu brav.

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Pipkin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zu wissen, dass es eine Batman Trilogie gibt die so wundervoll ist lässt mich Nachts schlafen wie ein Baby. Ich als Fan bin pappensatt und zufrieden. So mag ich meinen Batman. *schmatz*

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filmfuzzy

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Bewertung7.0Sehenswert

Wieder zeichnet Regisseur Christopher Nolan ein düsteres und wenig heiteres Bild von der Stadt der Fledermaus. Zum großes Teil ist der Film mit Negativmaterial gedreht um diesen Effekt zu erreichen. Die technische Umsetzung und die Aktionszenen sind äußerst gelungen, dafür bleibt aber der Humor weitgehend auf der Strecke. Aber das größte Hindernis für einen mitreißenden Film ist seine Länge.

164 Minuten quält sich Batman über die Leinwand und das erzeugt schon ein gehörige Portion Langeweile. Weniger wäre mehr gewesen, zumal zuviele Nebenstränge der Geschichte im Nichts versanden.

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BlackLevel

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Bewertung7.0Sehenswert

Der letzte Teil der Trilogie, hatte es von Anfang an schwer die hohen Erwartungen zu erfüllen, nach seinem grandiosen Vorgänger!

"The Dark Knight Rises" hätte das Potenzial dazu gehabt, wenigstens ein ebenbürtiger Film zu werden.
Leider ist der gute Nolan, mit seinem Abschluss der Trilogie, etwas über das Ziel hinaus geschossen..
Der Film ist insgesamt betrachtet, einfach zu überladen.

Das Einführen zweier neuer Charaktere (John Blake und Selina Kyle), nimmt einfach zuviel Screentime in Anspruch, wodurch die eigentliche Hauptfigur, sprich Batman, zu sehr in den Hintergrund gerückt wurde.

Dennoch kann der Film mit gelungener Action, solider Spannung und sehenswerten Szenen wieder punkten.
Auch der neue Gegenspieler (Tom Hardy) des "dunkeln Ritters", gefiel mir persönlich recht gut.

Unterm Strich ist "The Dark Knight Rises" zwar gut unterhaltenes Popcorn-Kino, gleichzeitig aber auch, eine Enttäuschung.. Schade drum.

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StefanieD

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Bewertung5.0Geht so

ziemlich flache Fortsetzung wie ich finde... ich meine wo is Batman in dem Film? Der ist ja fast gar nicht präsens - höchstens als bemitleidenswerter Schwachmat... :/

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Framesurfer

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Ist ja auch nur in insgesamt 23 Minuten zu sehen.


Moviegod

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Bewertung9.0Herausragend

Krönender Abschluss einer der besten Trilogien der Filmgeschichte. Nicht ganz so gut wie sein Vorgänger (was auch fast unmöglich ist), aber dennoch qualitativ unglaublich hochwertiger Blockbuster. Bane gefiel mir als Bösewicht sehr gut, da er in jeder Hinsicht das komplette Gegenteil des Jokers ist. Die lange Laufzeit empfand ich als passend, da die Geschichte diese Zeit spürbar benötigt.

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curtis.n.miguel

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Aber so was von
alle sag das dieser film seie einen enttäuschung

von wegen. Der war bomben
der kann locker mit heutigen filme mithalten und sogar noch besser


JonnyvsSherlock

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@curtis
Ääääääähm, das ist auch ein "heutiger" Film......


Gallifrey

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Bewertung7.0Sehenswert

Für mich der Schlechteste Film der Reihe, hauptsächlich weil er so unlogisch ist...
Ja, ich weiß, es ist sinnlos an die Logik von Superhelden-Filme zu appelieren, aber trotzdem... ABER erist nur im Vergleich zu den anderen Bale-Batman-Filmen nicht so gut, als Einzelwerk aber gut gemacht

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Oekolampad

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Bewertung7.5Sehenswert

Immer noch sehr sehr gut, aber irgendwie passt er mir nicht richtig in die Reihe. Er wirkt sehr konstruiert in die Trilogie hineingepasst und Bezüge werden künstlich und bemüht geschaffen. Ein richtiger (gefühlter) Zusammenhang (die Story hängt ja schon zusammen) will sich mir nicht eröffnen. Das ist ein bisschen schade! Vielleicht konnte dieser Teil aber auch von vornherein nicht die Hoffnung, die die Weltklasse Leistung von Teil 2 weckte, erfüllen. Da hat sich der Hund irgendwie in den Schwanz gebissen.
Aber wie gesagt, immer noch ein toller Film, der durchaus andere Superheldenfilme locker an die Wand spielt...

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Lori007101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein würdiger Abschluss der Dark Knight Trilogie von Christopher Nolan. Leider nicht mehr ganz so gut, wie sein Vorgänger. Die Geschichte hinkt ein bisschen hinterher und es fehlt ein wenig an Emotionen. Schauspielerisch sehr gut gespielt und auch die Bildersprache wurde gut umgesetzt. Man hätte aber als Abschluss mehr Spannung und Gefühle einbauen lassen sollen. Man sollte doch mit dem Helden mit Leiden können!

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nachdem Staatsanwalt Harvey Dent zu Tode kam, wurde mit der Jagd auf Batman begonnen, sodass er sich ins Exil zurückzog. Acht Jahre später muss er Gotham wieder als dunkler Ritter verteidigen. Dort taucht ein neuer Gegenspieler namens Bane auf, der die Stadt vollends zerstören will. Zudem muss Batman herausfinden, welches Spiel die mysteriöse Selina Kyle genau spielt.

Mit The Dark Knight Rises, erreicht Christopher Nolan,ein würdevolles Ende,seiner Batman Trilogie.
Ein Hingucker, war natürlich Anne Hathaway, als Catwoman.Hans Zimmer, beschließt die Trilogie mit einem grandiosem Sound und auch der Bösewicht Bane kommt gut rüber,wenn er auch das diabolische eines Jokers nicht erreicht.
So muß anspruchsvolles Actionkino sein,neben Drive, für mich mit der Kino-Film des Jahres . 8,5/10 für The Dark Knight Rises.Übrigens,für Freunde des Steelbooks,den bieten Amazon und Media Markt an.

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Kai_Asmus

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Bewertung9.5Herausragend

Jedesmal ein Mordsspaß! Auch wenn er ein wenig zu lang ist.

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Blu-Ray99

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film ist besonders in den letzten Minuten sehr emotional.Die Schauspieler wissen alle gut wie sie agieren müssen. Zwischendurch hat der Film ein paar Längen und guckt sich sehr angestrengend. Der Sound des Films ist genial. Kommt aber nicht an The Dark Knight heran aber ist trotzdem eine angemessene Fortsetzung.

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Friedsas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

The Dark Knight Rises ist lang, sehr lang... und er braucht auch etwas lang um in Fahrt zu kommen aber er ist meiner Meinung nicht so schlecht wie er angesehen wird. Im Gegensatz zu The Dark Knight sieht er natürlich blass aus, aber trotzdem ist die Bedrohung da.

Anne Hathaway als Catwoman ist eine Femme Fatale wie sie im Buche steht, Batman ist gewohnt cool, Alfred weinerlich und Bane ist eine verdammt coole und gemeine Sau :D Tom Hardy spielt den Riesen toll und furchteinflössend.

Und diese American Football Szene da geht für mich als American Football Fan das Herz auf :D

Und der Plottwist ist dann am Ende doch nicht so eine Mega Überraschung aber das ist eigentlich nicht schlimm ;)

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