The Tree of Life
The Tree of Life (2011), IN/GB/US Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Fantasyfilm, Drama, Kinostart 16.06.2011
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von Terrence Malick, mit Brad Pitt und Sean Penn
Der Baum des Lebens – Etz haChayim – Yggdrasil – wie viele Namen man dem Phänomen auch geben mag, die Fülle an mythologischer und mystischer Bedeutung wird kaum ausgeschöpft.
Das weltumspannende, das die Welt zusammenhaltende Wesen vom Lebensbaum ist die Ausgangsidee von The Tree of Life, die hier auf eine scheinbar ganz normale Familie im mittleren Westen der USA in den 1960ern übertragen wird. Wir sehen die Welt durch die Augen des jungen Jack: neugierige, weltoffene, staunende Augen. Wie auch seine Mutter (Jessica Chastain) vermag er mit seiner Seele die Welt zu schauen. Sein Vater (Brad Pitt) jedoch, ein Pragmatiker, trichtert dem Kind „die Realitäten“ der Welt ein, einer Welt, in der jeder sich selbst der Nächste ist. Hin- und hergerissen zwischen diesen verschiedenen Ansichten muss Jack im Zuge seiner Kindheit erfahren, dass das Leben auch düstere Seiten und viel Leid bereithält. Als Erwachsener (gespielt von Sean Penn) ist ihm die Welt nur noch Rätsel und er eine darin verlorene Seele. Was ist der große Plan, was bedeutet The Tree of Life, und was ist Jacks Stellung im Universum? Das „Schicksal“ hält eine wundersame Antwort für ihn parat…
So wie es in der Natur zwei Wuchstypen von Bäumen gibt – nämlich den schnell wachsenden (Typ Robinie) und den gemächlich sich entwickelnden (Typ Eiche) – so gilt es auch den Typen des gemächlich arbeitenden Regisseurs zu unterscheiden von Fließbandarbeitern wie Woody Allen. Daher passt The Tree of Life allein vom Titel her schon perfekt in das Werk von Terrence Malick: Er lässt sich Zeit. Auch wenn Malick seit über vier Dekaden Teil des Filmgeschäfts ist, hat er während dieser Spanne gerade einmal eine handvoll Filme erschaffen, für die er allerdings in Auteur-Manier auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Neben The Tree of Life weiß er sowohl mit Star-Ensemble-Filmen wie Der schmale Grat (u.a. mit Nick Nolte, George Clooney, John Cusack, Woody Harrelson wie auch in The Tree of Life mit Sean Penn) zu überzeugen als auch mit cineastischen Kleinodien wie In der Glut des Südens. Gemein ist allen Filmen das Kontemplative und eine hervorragende Kameraarbeit. Außer für seinen Erstling Badlands – Zerschossene Träume waren Malicks Filme entweder für einen Oscar in der Kategorie Kamera nominiert oder gar Preisträger (In der Glut des Südens). Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in The New World ist auch in The Tree of Life wieder Emmanuel Lubezki der Mann hinter der Linse.
Mit Erfolg: Bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 gewann The Tree of Life die Goldene Palme. (EM)
Cast & Crew
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Terrence Malick
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Brad Pitt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. O'Brien
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Sean Penn
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Jessica Chastain
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. O'Brien
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Joanna Going
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack's Ehefrau
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Hunter McCracken
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack (jung)
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Fiona Shaw
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Großmutter
Regie
Schauspieler
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Laramie Eppler
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Tye Sheridan
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Tom Townsend
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Jackson Hurst
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Onkel Ray
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Jessica Fuselier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Führerin
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Crystal Mantecon
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Nicolas Gonda
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Reynolds
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Will Wallace
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Architekt
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Kelly Koonce
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pater Haynes
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Kari Matchett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jacks Exfreundin
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Bryce Boudoin
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Jennifer Sipes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) sechste Frau
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Jimmy Donaldson
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Brenna Roth
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Zach Irsik
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jacks Sohn
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Kameron Vaughn
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Cole Cockburn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harry Bates
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Brayden Whisenhunt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jo Bates
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William Wallace
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Dustin Allen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) George Walsh
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Brayden Whisenhunt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jo Bates
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Irene Bedard
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Finnegan Williams
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack mit zwei Jahren
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Erinn Allison
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Bates
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Michael Koeth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack mit fünf Jahren
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Chris Orf
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Bates
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John Howell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) R. L. mit zwei Jahren
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Samantha Martinez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Samantha
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Jodie Moore
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Walsh
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Savannah Welch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Kimball
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Tamara Jolaine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Stone
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Julia M. Smith
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Anne Nabors
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Christopher Ryan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gefangener
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Tyler Thomas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tyler Stone
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Michael Showers
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Brown
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Kimberly Whalen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Brown
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Margaret Hoard
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Wally Welch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kirchenmann
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Hudson Lee Long
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Bagley
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Michael Dixon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dusty Walsh
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William Hardy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jacks Kollege
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Tommy Hollis
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Cooper Franklin Sutherland
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John Cyrier
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Erma Lee Alexander
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Nicholas Yedinak
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nicholas Swimmer
-
Terrence Malick
- Genre
- Fantasyfilm, Drama
- Zeit
- 1960er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Texas, Universum, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Abstammung, Aufgabe, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Einsamkeit, Erkenntnis, Erlösung, Erwachsenwerden, Evolution, Geschwister, Glückliche Kindheit, Herkunft, Identität, Identitätskrise, Junge, Kindheit, Krankheit, Kreislauf des Lebens, Leben, Lebensweisheit, Mensch, Menschheit, Menschliche Evolution, Mutter, Nachdenken, Rätsel, Seele, Strenge, Strenger Vater, Suche, Trauer, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Verlust, Verlust des Bruders, Vorstellungskraft, Wunder
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails The Tree of Life
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Der schmale Grat
US 1998
Biutiful
MX/ES 2010
A Serious Man
US/FR/GB 2009
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Abbitte
GB 2007
Trailer zum Film The Tree of Life
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Links zum Film The Tree of Life
- The Tree of Life: film-zeit.de
- The Tree of Life: critic.de















Kritiken (38) — Film: The Tree of Life
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Zunächst hat „The Tree of Life“ in seiner beachtlichen Bildgewalt eine friedliche, fast hypnotische Sogwirkung. Spätestens wenn dann computeranimierte Dinosaurier auftauchen, muss man stirnrunzelnd überdenken, wie man Malicks übereifriges und in aller Ruhe durchgezogenes Konzept aufnehmen will. Zweifelsohne besticht „The Tree of Life“ durch wahrlich fantastische Naturaufnahmen, wunderbar sorgfältiges Szenenbild, komplexe Kameraarbeit samt interessanten Experimenten und mächtige, bekannte Musik der klassischen Sorte, glänzend adaptiert von Alexandre Desplat („The King’s Speech“). Mehr Erfahrung als Film. Doch was der Geheimtipp „Mr. Nobody“ aus den Kräften und Möglichkeiten der Liebe heraus baute, wirkt bei Malick mehr wie ein Gottkomplex. Eine richtige Handlung weicht vagen Anspielungen und Bild-Collagen sowie der Suche nach Erleuchtung in Off-Kommentaren, deren Pathos das Flüstern auch nicht zu schmälern vermag. [...]
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Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt
Kommentar löschenWas vermittelt werden soll in The Tree of Life ist ein Denken und Empfinden in Bildern an den Grenzen des Darstellbaren und eben dieses Denken und Empfinden kann im besten Fall zu einer erfahrenen Erkenntnis werden, für die das Kino zum sakralen Raum wird. Das freut den Cineasten, und den Kritiker noch mehr.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt
Kommentar löschenDer Begriff der filmischen Symphonie charakterisiert ihn möglicherweise am treffendsten; das Tempo der verschiedenen Teile von Malicks Komposition variiert gleichermaßen wie die Größe der durchweg brillanten Bilder und ihr Arrangement.
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Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt
Kommentar löschenMalicks Lebensbaum ist schlicht „too big to fail“ und nimmt ohne Widerworte im cineastischen Olymp zwischen Tarkovskis „Der Spiegel“ und Kubricks „2001“ Platz. Er hat es sich verdient. Kein Weg führt an ihm vorbei.
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Dieser Gott Malicks ist ein Rachegott, ein Gott aus der Retorte, ein Naturgott der Leben gibt und Leben nimmt - wie den Jungen im Schwimmbad. Man darf auch schon mal Schwächen zeigen, aber auch Stärke - niemals aufgeben. Und doch holt er sich seine Opfer, wie er will. Malick erhebt ihn über alle ethischen Grenzen hinweg, indem er ihn als eine scheinbar allmächtige Figur etabliert. Das immer Schuldig-sein ist Teil seines Schöpfungsaktes, wie die Vergebung und die Erlösung. [...]
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Simon Rothöhler: Der Freitag Simon Rothöhler: Der Freitag
Kommentar löschenWer den ins spirituelle Delirium überhöhten Psychoanalyse-Überbau, das immergleiche Hiob-Gemurmel, die naturlyrisch dräuenden Gesamtkunstwerk-Wirkungstreffer, den irren Digi-Dino und den ironiefreien Jenseits-Kitsch des Finales aushält, wird allerdings mit einigen sehr schönen Passagen entschädigt. Momenthaft geht The Tree of Life in seiner technisch brillanten filmischen Fluidität auf [...]
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Diedrich Diederichsen: taz Diedrich Diederichsen: taz
Kommentar löschenEs gibt genug zu sehen und zu genießen am Tree of Life. Malick ist visuell zu obsessiv, um den religiös-musikalischen Eindeutigkeiten, die immer wieder entstehen, ganz zu verfallen. Es ist aber ebenfalls leicht möglich, sich diese "Bilder" durch ihre Heiligkeit verleiden zu lassen.
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Kerstin Decker: Der Tagesspiegel Kerstin Decker: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenThe Tree of Life hat die Dynamik und die Konsistenz jenes Films, der in jedem von uns abläuft, solange wir nicht schlafen oder mit dem Umstand konfrontiert sind, den Phänomenologen des Alkoholismus „Filmriss“ genannt haben. Es ist ein Bewusstseinsstrom, lauter Schwemmgut der Erinnerung in Satz- und Bildfetzen, kosmische Spekulation, alte Liedzeilen, versprengte Zitate neben Alltäglichstem.
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Volker Behrens: Hamburger Abendblatt Volker Behrens: Hamburger Abendblatt
Kommentar löschenMalick entwirft vor unseren Augen eine Geschichte des Mikro- und des Makrokosmos in einem opulenten Bilder- und Farbenrausch, wie man ihn so im Kino wohl noch nie gesehen hat.
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Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenTHE TREE OF LIFE sensationell zu nennen, ist weniger Lob als Tatsachenbeschreibung: Sensationen, Sinneseindrücke sind, was er ist und worüber hinaus er an keiner Stelle geht. Im Kern handelt Terrence Malicks fünfter Film von Erziehung, von verschiedenen Formen der Erziehung zur Wahrnehmung der Welt. Die Schule: Eine Familie im suburbanen Texas der 50er Jahre. [...]
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenThe Tree of Life ist ein Schnipsel-Film. Kann so oder auch so gedeutet werden. Gibt sich weltumfassend sinnsuchend. Von der Schöpfung bis zum Jetzt. Was war? Was ist? Was hat Bedeutung? [...] Musikalisch wird der Bilderstrom wuchtig kommentiert von Alexandre Desplat. Mit betörenden Sphärenklängen. Dafür bleibt die Sprache, wenn sie denn überhaupt stattfindet, verwirrend. Uneinheitlich. Mysteriös. Sich in - zumeist biblischen - Andeutungen und Lippenbekenntnissen ergehend. Spirituell ergiebig wie total langweilend, verkauft als bedeutungsschwangere Poesie mit nur begrenzter Magie. Meistens aufdringlich, belästigend, läppisch.
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Walli Müller: br-online Walli Müller: br-online
Kommentar löschenThe Tree of Life ist ein sehr elegisches, meditatives Werk, das mit seiner Bildsprache fasziniert, aber auch viel Geduld erfordert.
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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3
Kommentar löschenMalick ist mit The Tree of Life ein beeindruckender Film gelungen, radikal in Form und Inhalt. Ein Film, der als gänzlich eigenständiger, künstlerischer Entwurf das Label 'Kunstwerk' mehr als verdient. Wer sich als Zuschauer auf diese Seh-Herausforderung einlässt, wird reichlich belohnt.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenTrotz teilweise aufgeblasenen Monumentalismus [...] fasziniert die bombastische Anordnung, entwickelt The Tree of Life eine seltsame Suggestionskraft, zieht der Film in seinen Bann. Für Rationalisten ist diese filmische Reise durch die Erinnerungen wahrscheinlich eine Tortur, aber es ist schon einzigartig, wie Kinomagier Malick größenwahnsinnig mit allen Sinnen spielt.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenMalicks Film bietet eine Reise durch Zeit und Raum, eine Zeitreise, die sich jedoch nicht auf Jacks beziehungsweise auf eines Menschen Leben beschränkt. Denn die Vater-Sohn-Beziehung ist in eine „Rahmenhandlung“ eingebettet, die mit einer schwarzen Leinwand beginnt, auf der plötzlich „Licht ward“. Nach und nach erscheinen diverse Lebensformen, Momente der Stille wechseln sich mit der Filmmusik von Alexandre Desplat, aber auch mit Chorälen und weiteren klassischen Kompositionen (darunter Bachs „Toccata und Fuge“) und mit der Offstimme ab. Stufen der Evolution? Schritte der Schöpfung? Die selten im „Mainstream“-Kino zu sehenden Bilder in Terrence Malicks philosophischem und spirituellem Drama unternehmen nichts weniger als den Versuch, Schöpfung und Evolution mit filmischen Mitteln miteinander zu vereinbaren. Die Kamera von Emmanuel Lubezki wandert von den Nahaufnahmen der Kinder und den intimen Familienbilden, die an eine Art Familienalbum erinnert, in die unermessliche Höhe des Kosmos auf der Suche nach Sinn, vielleicht nach Gott. Allerdings erreichen die Kosmos- und Schöpfungsbilder leider selten eine Qualität, die über eine übliche National Geographic-Reportage hinausgeht. Diese ganz unterschiedlichen Bilder werden von einem grandiosen Schnitt zu einer Einheit geführt, aus der zusammen mit der Musik ein meditativer Rhythmus entsteht, der den kontemplativen Duktus in Malicks „Der schmale Grat“ noch steigert.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenAnti-lineare Erzählweise ist das, in Bestform: Alles, was aus einem Film heraus ein Eigenleben entwickelt, schießt über das reine Ziel der Vermarktung des Filmstoffes hinaus. Jeder sieht hier seinen ganz eigenen Film. Wie ist der Zustand der Filmkritik? Ohne solche Filme jedenfalls nicht denkbar.
Wie ist der Zustand der Filmkunst? Preisverdächtig, wenn’s L’art-pour-l’art-Kino ist: Es hat keine Richtung und befindet sich am Anfang eines Jahrtausends schon im Fin-de-siècle-Zustand. Dann kommt Vater nach Hause, es gibt was hinter die Ohren. "The Tree of Life" ist ganz großes unverstandenes Kino.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
buchholb 2011/12/13 13:54:00
Antwort löschenDas ist ja mal ehrlich, "ganz großes, unverstandenes Kino". Bei der Bewertung 4.0 "uninteressant" bedeutet das wohl, dass der Kritiker das große Werk selber nicht verstanden hat. Oder er schreibt unverständlich. Wie ist der Zustand der Fimkritik? Bedenklich!
Leider weiß ich jetzt, nach dreifachem Lesen noch immer nicht ob ich mir den Film ansehen soll. Dabei mag ich deine weiteren Kritiken sehr.
Jürgen Kiontke 2011/12/13 13:59:23
Antwort löschenvielen dank fürs lob. hm. ich hab mich wohl antilinear anstecken lassen. allerdings ist es genau genommen nicht unbedingt widerspruch. für dieses mal würde ich dann mal einen kinobesuch riskieren - und selbst urteilen.
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenEin Kommentar fällt schwer, weil man das Gefühl hat, Malick zeigt nicht zuletzt die Genese eines Geistes, der immer kommentieren (und damit distanzieren) muss und das Staunen verlernt hat.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenPrätentiös. Irre. Unerträglich. Holy Mother of Sheer Awesomeness.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Malicks Entwurf der archaischen Kernfamilie führt zunächst einmal zum Ursprung aller Existenz. In einer unklaren Mischung aus Kreationismus und Evolutionstheorie gebären seine Bilder den Kosmos, die Welt und das Leben aus dem Nichts, angereichert mit Zitaten Hiobs. Zyniker werden das als aufgeblasene Trash-Esoterik bezeichnen, Polemiker als hochnotpeinliches Schwimmen in der eigenen Ursuppe. Ich nenne es betörenden Größenwahn. Alles oder nichts: ein audiovisueller Gedankenstrom, ausgetragen aus Bedeutungsschwangerschaft im ganz großen Stil. 140 Minuten lang zelebriert Malick Bilder von Schöpfung, Entwicklung und vermutlich göttlichen Interventionen. Seine Schauspieler sind Statisten, die mit wenigen Dialogen auskommen und sich den fragmentarischen Zusammenhängen ihres Regisseurs fügen müssen. [...] Wenn man "Tree of Life" mit Stanley Kubricks "2001" vergleichen möchte, so wie zahlreiche Cannes-Kritiker, weil er an dessen Bildgewalt und Auseinandersetzung mit der conditio humana anknüpfe, muss man auch hinzufügen, dass Malick nicht vom Dinosaurierbaby zum menschlichen Säugling wie Kubrick vom Knochen zum Raumschiff schneidet. Er verzichtet auf vordergründige Komplexität und kreiert auch keine Bilder einer bloßen Aussage wegen. Bei Malick geht es um Mensch und Natur, nicht Technik und Technizismus. [...]
Kritik im Original 46 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
Hitmanski 2011/06/09 18:20:46
Antwort löschenGefällt mir gut; dieses Mal ist deine Stil-Anpassung an gamona erfreulicherweise ja recht zurückhaltend :P
Mr Vincent Vega 2011/06/09 18:22:03
Antwort löschenAbgesehen vom Fazit am Ende. :P
Tyler__Durden 2011/06/09 18:41:47
Antwort löschenWunderhübsch, ganz wunderhübsch der Herr Vega.
BigDi 2011/06/11 16:18:19
Antwort löschenHört sich wirklich super an. Kann man das irgendwie mit "Enter The Void" vergleichen oder hast du jenen immer noch nicht gesehen? ;)
Mr Vincent Vega 2011/06/11 16:19:00
Antwort löschenNee, bäh. Guck ich auch nicht. :)
mitcharts 2011/06/13 20:23:05
Antwort löschenJetzt bin ich umso mehr gespannt, was mich da dieses Wochenende erwartet. Danke. :)
Le Samourai 2011/06/19 01:15:01
Antwort löschenSehr schön. Kann man so sehen, deinen Kubrick-Nicht-Vergleich!
Mr Vincent Vega 2011/06/19 01:17:39
Antwort löschenSchön übrigens, dass Du mir nicht verübelst, kein großer Freund von Kubrick zu sein. :)
Viel Spaß jetzt erstmal beim - offenbar - Durchstöbern aller MP-Kommentare zu TREE OF LIFE. :D
Le Samourai 2011/06/19 01:29:56
Antwort löschen:) Immer ziemlich abwechselnd: Wut - Freude - Unverständnis - Zustimmung - Hass - ....
Es ist einfach unverschämt ignorant, hier voreilig ne schlechte Bewertung rauszuballern, nur weil man den Inhalt nicht verstanden hat oder "langweilig" findet. Kamera/Montage ist unstreitbar perfekt.
Mr Vincent Vega 2011/06/19 01:35:39
Antwort löschenDas stimmt. Dann freu' Dich mal auf die angekündigte Sechs-Stunden-Version des Films. :)
Le Samourai 2011/06/19 01:39:51
Antwort löschenDefinitiv. Dann bitte mit Terrence-Audiokommentar. Für einige hier wäre das wohl die ultimative Foltermethode. ;)
Le Samourai 2011/06/19 01:55:31
Antwort löschenhttp://en.wikipedia.org/wiki/Douglas_Trumbull
;)
Alle 14 Antworten zeigen
Mr Vincent Vega 2011/06/19 02:57:15
Antwort löschenDann kann man auch eine Parallele zu Spielberg ziehen. :)
Dass Malack Trumbull noch mal dazu bewegen konnte, zum Film zurückzukehren, ist aber sowieso eine Sensation, immerhin ist er ein Special-Effects-Urgestein. Die Tricks in TREE OF LIFE werden mindestens oscarnominiert, so viel steht fest. Man kann ja nicht einmal sagen, wie das alles gemacht wurde (abgesehen natürlich von den Dinos).
phoenix409 2011/07/05 00:35:49
Antwort löschen...die leider kläglich animiert waren. Warum die niemand mehr rausgeschnitten hat, will mir nicht in den Kopf.
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The Tree of Life» ist ein kühnes Experiment, dass je nach subjektiver Einschätzung auf packende Weise zu philosophischen Gedanken anregt oder einfach nur gewaltig scheitert.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
kinokumpel 2011/06/17 01:53:30
Antwort löschenHab ihn noch nicht gesehen, aber nach allem was ich bisher gelesen habe, bringst Du die Diskussion um "The Tree of Life" mit diesem Satz ziemlich meisterlich auf den Punkt. Glückwunsch. :-)
Alle 3 Antworten zeigen
HelddergeistigenKlarheit 2011/08/25 18:54:30
Antwort löschenIch habe eher das Gefühl dass er gerade an der Philosophie scheitert.
Farengi-Man 2011/12/27 23:03:55
Antwort löschenhätte ich besser nicht sagen können
Alle Kritiken (38)
Kommentare (226) — Film: The Tree of Life
Kommentar schreibenFilmFreeza 2012/02/07 16:07:11
Kommentar löschenThe Tree of Life
Wie soll man The Tree of Life beschreiben? Wie soll man einen Film beschreiben, für den es so überhaupt gar kein passendes Wort gibt?
The Tree of Life ist mit Sicherheit einer der ungewöhnlichsten Filme der letzten Jahre. So richtig gibt es keinen Handlungsstrang. Die eigentliche Handlung ist schlicht und ergreifend das Leben. Den einfachen Dingen wird endlich wieder Beachtung geschenkt. Jede Aktion eines Familienmitgliedes hat Auswirkungen auf alle anderen und das gesamte Familienleben.
Selten hat sich jemand viel Zeit für die kleinen Dinge, für die normalen Dinge genommen. Terrence Malick tat dies und wurde prompt mit einer Oscar-Nominierung für den besten Film belohnt und obendrauf gibt es auch noch die Nominierung für die beste Regie. Einen der Beiden würde ich ohne zu zögern an ihn vergeben. Das ist der Goldbube für den besten Mann auf dem Regiestuhl.
Selten hat ein Regisseur so viel Liebe und so viel Begeisterung für seinen eigenen Film in die Kamera gesteckt. Die Sonnenstrahlen die durch die zahlreichen Baumwipfel scheinen, werden zum Roten Faden des Filmes und verlieren trotz ihrer Häufigkeit nie an Glanz. Malick beweist außerdem ein Gespür für sagenhafte idyllische Plätzchen und Landschaften die einem wie gemalt vorkommen.
Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die Leistung Malick´s die stärkste in diesem Film ist, stärker als die Leistung Pitts, stärker als die Leistung Penns und stärker als die Idee dieses Filmes. Die Regie wird zur tragenden Säule, denn sie alleine macht diesen Film zu etwas ganz besonderem und verleiht ihm diese Einzigartigkeit.
Brad Pitt in der Hauptrolle als strenger Vater Mr. O´Brien spielt wie gewohnt solide, nicht mehr und nicht weniger. Wie gesagt das hier ist kein Film für große Schauspielleistungen in meinen Augen. Trotzdem ist natürlich er der Darsteller der dem Film am meisten seinen Stempel aufdrücken kann, denn Sean Penn hatte aufgrund seiner geringen Screentime gar nicht die Möglichkeit dazu und die schweigsame Ehefrau Pitt´s, gespielt von Jessica Chastain kann alleine durch ihre Mimik diesen Rang nicht ergattern. Der junge Schauspieler Hunter McCracken macht seine Sache, dafür dass ´The Tree of Life´ sein erster Film war erstaunlich gut und zeigt uns, dass mit ihm in Zukunft durchaus nochmal zu rechnen ist.
The Tree of Life ist vor allem aufgrund seiner Mache ein sehr ungewöhnlicher Film. Diese ist definitiv nicht jedermanns Sache und auch bei mir ist diese eigenartige Variante des Filmens zu Beginn nicht gut angekommen, denn die ersten 30 Minuten sind in meinen Augen eine einzige Reizüberflutung. So viele Einflüsse, Landschaften und verschiedene Naturphänomene werden hier in diesen kurzen Zeitraum gepresst. Das führte dazu, dass ich schnell den Überblick verlor und die Bedeutung des momentan zur Schau gestellten Elementes überhaupt gar nicht einordnen konnte und so schnell die Lust am Film verlor.
Des Weiteren ist ´The Tree of Life´ ein in höchstem Grade esoterischer Film, der von religiösen Lebensweisheiten nur so sprüht und diese durch die Ruhe, welche den Film ausmacht noch verständlicher und glaubwürdiger rüberbringt.
´The Tree of Life´ bringt uns durch eben diese Weisheiten für kurze Zeit zurück zu den Wurzeln des ursprünglichen Lebens ehe er uns wieder auf die ursprünglichen Werte und Normen der Menschen aufmerksam macht die vor allem von Brad Pitt vertreten werden.
Was passiert wenn ein Junge auf diese Strenge stößt ? Wie reagiert ein Lebewesen, dass dazu bestimmt ist seinen eigenen Weg zu gehen auf eben diese Erziehung?
Auf diese und auf viele weitere Antworten gibt dieser Streifen Antwort.
„ Die Nonnen lehrten uns, dass es zwei Wege durchs Leben gibt. Den Weg der Natur und den Weg der Gnade. Man muss sich entscheiden welchen man geht.“
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Canis Majoris 2012/02/07 17:08:51
Antwort löschenSchön geschrieben. :)
Mir war der Film zu über-künstelt, auf eine für mich unangenehme Weise, weshalb ich ihn mit 4 Punkten bewertet habe.
Eigentlich mag ich diese Art von Filmen sehr, aber hier kam einfach kein wirklicher Funke rüber, was natürlich auch stark an mir und meinen Präferenzen liegen kann.
Meiner Ansicht nach hätte man den Film besser einrahmen müssen.
(Womit ich nicht "strenger/genauer" meine, sondern auf eine zum Film besser passende Art und Weise.)
Auch ist der Film handwerklich nicht sehr überzeugend, finde ich, obgleich auch nicht schlecht.
Deswegen sehe ich den Film unterm Strich eben eher als "uninteressant" an.
Leider, denn ich hatte mir hier vieles erhofft...
Vielleicht ändere ich meine Meinung aber ja auch noch einmal, wenn ich ihn mir irgendwann noch einmal zu Gemüte führe :)
FilmFreeza 2012/02/07 17:10:52
Antwort löschenJa , nach den ersten 30 Minuten dachte ich auch, manoman was ist denn das hier, aber der Film hatte dann ... wie sagt man da .. ja , er hatte in starkes Comeback, wegen der Anfangsphase auch "nur" 7.5 Pkte.. und danke für das Lob :)
DerDude_ 2012/02/03 14:59:15
Kommentar löschen"Help each other. Love each other. Forgive"
Vielleicht ist es deswegen so schwer etwas über "The Tree of Life" zu schreiben ,weil er sich jeglicher objektiven Bewertung entzieht. Der Film bezieht den Zuschauer zu jeder Sekunde selbst mit ein und stellt somit weniger einen Film ,als ein interaktives Erlebnis dar ,das sich aus jeder Betrachtung umformt und verändert. Ob der Film nun gut oder schlecht ist ,ist unmöglich. Entweder man findet ihn Gut , Schlecht oder Mittelmäßig. Niemand kann die Wahrheit wissen.
Dadurch ist "The Tree of Life" ein subjektiver Film ,der den Zuschauer direkt anspricht.
Es ist ein Film ,der letztendlich von allem handelt ohne etwas zu sagen.
Der Film zeigt die Geburt des Universums. Wir sehen den Kosmos ,auf dessen Bilder Kubrick mit "2001 :Odyssee im Weltraum" neidisch gewesen wäre.
Der Film zeigt die Entstehung der Erde. Wir begegnen Pflanzen , Vulkanen , Meerestiere und sogar Dinosauriern. Naturbilder ,wie sie selbst Andrei Tarkovsky nicht besser einfangen hätte.
Wir sehen einen depressiven Sean Penn , der durch wunderschöne Wüstenbilder ala "Gerry" wandert , nur um im nächsten Moment wie ein Gefangener in der übergroßen industriellen Großstadt zu wirken.
Anmuten tut dies einem filmischen Gebet ,unterlegt mit klassischen Opern Liedern und abgerundet mit einem Voice-Over ,das nach Gott zu suchen scheint.
Verbunden wird dies mit der Rahmenhandlung : Wir sehen Brad Pitt als strengen Vater ,der in einer autoritären Krise steckt. Der seinen Kindern eigentlich nur das beste wünscht ,aber diese ihn nicht verstehen oder besser ,seine Erziehung nicht nachvollziehen. Kinder die sich nicht zwischem ihm (dem Weg der Natur) und der liebevollen Mutter (der Weg der Gnade) entscheiden können. Auch hier sehen wir Bilder ,die den Augen eines Kindes entsprungen sein können: So nah dem Geschehen und doch so teilnahmslos.
Kosmos , Natur , Industrie und Ethik im ewigen Tanz miteinander.
Rückblickend hat man das Gefühl ,alles in diesem Film gesehen zu haben. Am Ende ist "The Tree of Life" keiner dieser lahmen Arthouse Filmen ,die letztendlich doch nichts zu sagen haben. "The Tree of Life" hat etwas zu sagen ,aber was liegt am Zuschauer selbst. Niemand , kein Filmkritiker , kein Kunstexperte kann ihm diese Frage abnehmen.
Ein Film ,der die Reise ,die Kubrick mit "2001:Odyssee im Weltraum" begann ,entweder zum kollosalem Ende bringt ,oder doch nur ins Leere laufen lässt.
Für mich ist es ein absolutes Übermeisterwerk ,voller menschlicher Ambition ,das die Geschichte des Universums ,der Erde , der Menschen in 2 1/2 Stunden auf den Punkt bringt.
Weit mehr als der beste Film des Jahres 2011 und der einzige Film ,der es zusammen mit "2001:Odyssee im Weltraum" verdient "Larger then Lifesize" genannt zu werden.
"Brother , Keep us ,Guide us. To the End of Time"
„Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sag an, wenn du Bescheid weißt! Wer hat die Maße bestimmt … als die Morgensterne frohlockten und alle Gottessöhne jubelten?“
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Canis Majoris 2012/02/07 17:11:40
Antwort löschenKubricks "2001" ist von diesem Film hier für mich so weit entfernt, wie der (nicht-mehr-Planet) Pluto von der Sonne in unserem Sonnensystem.
Dein Kommentar stimmt mich trotzdem nachdenklich und deswegen werde ich mir den Film, den ich bislang mit 4 Punkten als "uninteressant" bewertete, wohl noch einmal ansehen.
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DerDude_ 2012/02/07 17:57:47
Antwort löschenIch frage mich nur ,was Tree of Life von 2001 qualitativ so unterscheidet
Canis Majoris 2012/02/08 00:13:59
Antwort löschenWir reden hier über Gefühle, denke ich. (Lustige Formulierung...)
Für mich hatte rein subjektiv/gefühlt der Film "2001" etwas Überwältigendes. Davon war ich beim "Tree of Life" einfach weit entfernt. So meinte ich meine Aussage.
Ich könnte nicht wirklich und der Wahrheit entsprechend benennen, was "Tree of Life" so viel schlechter für mich macht, als "2001". Es ist einfach so für mich.
Aber ich werde mir "Tree of Life" noch einmal ansehen.
veseria 2012/02/01 18:26:09
Kommentar löschenMich beeindrucken die visuellen Künste in dem Film sehr. Also Schnitt, Kamera, CGI/Art Direction und das Schauspiel ist auch toll. Allerdings dieses Glaubensgeschisse so "sinnlos" und Zusammenhangslos darzustelen ist nicht unterhaltsam und eben sinnlos. Es ist ja keine Kunstausstellung die ich besuche. Wenn die Schauspieler den Film schon nicht sinnvoll finden wie dann wir Zuschauer? Naja trotzdem haben die Bilde rmich beeindruckt. Aber Warnung an all die, Die handlung wollen oder zu mindest Sinn...
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Mayla 2012/01/31 14:56:04
Kommentar löschenOh mein Gott wie schwülsig. So was von esotherisch verschwurbelt, triefig und dazu noch diese Plattidüden aus dem off. Und nicht mal ironisch, nein, der meint das ernst! Ich könnte lachen, wenn es nicht meione Zeit und mein Geld gekostet hätte.
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Alecprime 2012/01/30 19:28:59
Kommentar löschenNein, trotz der vielen ueberschwenglichen Kritik ist Tree of Life eben nicht der Selbstfindungshammer. Zu lau das Drehbuch, eine fehlende Story wird nicht durch bombastische Trickaufnahmen kompensiert, da kann die Kamera noch so toll zum vierten Mal unter einer brechenden Welle fahren, alles schon gesehen, war alles schon mal da. Esoterisch will er sein, der Tree of Life, aber er ist nur fad und suggeriert mehr als da ist. Wen das Thema "Baum des Lebens" wirklich interessiert ist beim viel tieferen und gelungeneren "The Fountain" besser bedient und zwar hundertmal.
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Jumperman 2012/01/29 22:13:56
Kommentar löschen- teilweise schöne Bilder (wenn nicht gerade total verwackelt)
- Story gibts nicht, Null Zusammenhang
- Löst bei mir Nichts aus, außer Wut über die verschwendete Zeit
- Musik ist schön, hätte aber abwechslungsreicher sein können
Für ausführlichere Kritik ist mir bei diesem Film die Zeit zu schade. Wiedermal erschließt sich mir eine mehrmalige Oscarnominierung überhaupt nicht. Schade.
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sitzdisko 2012/01/28 15:04:47
Kommentar löschenoch nööö, was soll denn sowas ?! ich schaue mir gern mal "ausergewöhnliche" filme an, aber der war mir dann doch zu nervig.
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Oliver0403 2012/01/27 08:38:47
Kommentar löschenIch hatte bereits im Vorfeld gelesen, dass der Film keine leichte Kost ist. Und so war es dann auch. Sehr viele schöne Landschaftsaufnahmen, die Eintstehung der Erde und am Ende das Himmelsreich, für die Laufzeit des Films eher wenig Dialoge, Brad Pitt in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle und viel Anspruch runden den Film ab. Man muss sich definitiv darauf einlassen können soviel ist mal sicher. Ich konnte es, würde mir den Film freiwillig aber kein zweites Mal ansehen.
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Aldischnaps 2012/01/24 22:49:55
Kommentar löschenVieles hab ich hier vorher über The Tree of Life gelesen. Einerseits machte mich dies (natürlich) neugierig, aber schreckte mich andererseits auch etwas ab. Dennoch hab ich mich, nachdem ich soeben diesen Film erlebt habe, dazu entschlossen, ihn meinen ersten Kommentar zu "schenken".
Vorab muss ich einräumen, dass man sich auf diesen Film definitiv einlassen muss...ein seichtes ZwischendrINTRO gibts hier auf jeden Fall nicht.
Nun also zum eigentlichen:
Ich muss zugeben, dass mir die ersten 20-30 Minuten relativ schwerfielen, es T. Malick aber mit fortlaufender Dauer geschafft hat, mich komplett in seinen Bann zu ziehen...ob die absolut einmaligen Naturaufnahmen, die liebevoll, aber dennoch sehr strenge Erziehung des Vaters (welcher absolut grandios von Brad Pitt in Szene gesetzt wird...imo eine der besten schauspielerischen Leistungen seinerseits), die liebene, aber dennoch sehr naive Art der Mutter, oder aber die brüderliche Beziehung der 3 Kinder. Angeführt vom "großen Bruder", der mit den "Problemen" des Heranwachsens versucht sich selbst und seine Grenzen zu entdecken, jedoch vom strengen Vater und der brachialgläubigen Gesellschaft in der er sich befindet sehr gebremst wird.
Der fast schon als Cameo zu zählende Auftritt Sean Penns, als erwachsener "großer Bruder", der versucht sich selbst zu finden bzw sich aus seiner strengen Erziehung zu befreien und am Ende (meiner Meinung) sogar einsieht, dass sein Vater doch recht hatte, ist ebenfalls absolut großartig....ich kann mich an keinen kompletten Satz von ihm in diesem Film erinnern, jedoch spricht seine Körpersprache mehr als es Worte je könnten!!!!
Das alles im Zusammenhang mit einem für meinen Geschmack extrem passend gewählten Potpourri an klassischer Musik machte diesen Film für mich sehr sehenswert und vorallem einzigartig.
Alles in allem muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor einen Film gesehen habe, der mich so in seinen Bann gezogen hat.
Die fehlenden 1.0 zur 10 habe ich deshalb nicht gegeben, weil ein schon überaus heftiger, strenggläubiger Einschlag einfach zu offensichtlich ist und mir der Ort der Kirche, des Gottesdienstes usw. zu oft ins Bild gerückt wurde. Man hätte auch einfacher darstellen können, wie schwer gläubig diese Familie und deren Umgebung ist.
Ich hoffe ihr geht nicht zu hart mit mir ins Gericht für diesen Beitrag , aber ich war der Meinung, dass ich auch mal so etwas wie eine "Kritik" schreiben müsste und dieser Film hat sich, durch seine grundverschiedenen Meinungen die hier vorherrschen, einfach dafür angeboten.
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silicine 2012/01/24 01:09:26
Kommentar löschenEnthält Spoiler.
Der dramatische Höhepunkt (der Tod eines Sohnes) und viele hübsche jedoch teils chronologisch willkürliche Aufnahmen und Bilder der Natur in ihrer unberührten Form bilden einen Rahmen für die eigentliche Geschichte des Filmes: Ein Lebensausschnitt einer strenggläubigen Familie, die auf den ersten Blick weder Not noch Sorgen kennt.
Die Idylle wirkt trotzdem prekär und aufgedrungen. Erst recht durch die Scheinheiligkeit des Vaters, die Kirchenmusik, den dazugehörigen Gesang und Gebete an Gott im Kontext der oben genannten Aufnahmen.
Die drei wichtigen Botschaften sind:
1. Geht es jemandem gut, ist das ein Geschenk Gottes. 2. Geht es jemandem schlecht, so hat er die Strafe verdient. 3. Erhielt man die Strafe Gottes trotz frommer Lebensweise, hat man nicht hart genug gearbeitet. Zusammengefasst also: Gott hat immer recht und ist die Antwort auf alle Fragen. Unfälle passieren trotzdem und Unschuldige sterben.
Kurios nicht wahr? Es kommt besser: Der Sohn hinterfragt als Kind die Autorität, philosophiert über Moral, Tugend und begibt sich auf den Pfad der Neugierde und Aufklärung, ehm... ich meine, Zerstörung und Sünde. So wie es natürlich kommen muss, wird er mit dem Tod bestraft. Es wird getrauert und kurz nach dem Sinn gefragt.
Traurige und gefühlsvolle Geschichte ohne Happy End? Falsch gedacht. So paradox es auch klingen mag, gibt es diesen. Zum Ende hin sind sich alle einig, dass es dem Sohn bei Gott bestimmt besser geht und haben sich mit dem vorzeitigen Ableben "angefreundet". Von Gott auf dem richtigen Weg geleitet zu werden ist und bleibt der innigste Wunsch. Die Scheinheiligkeit des Vaters verwandelt sich übrigens in Demut und Naturverbundenheit.
2.5 Punkte für die Naturaufnahmen.
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patcharisma 2012/01/23 21:31:42
Kommentar löschenEin Film wie ein endloser Gottesdienst voller schmerzhaften pseudophilosophischen Hoch-Moral-Lebens-Trieffigkeiten mit Elementen von MTV, Koyanissquatsi, Jurassic Park, der treuherzigen Bibel-Stunde und dem (blauen) Wunder der Erde. Nach einer geschlagenen Stunde ist mir das storylose Gegnudel endgültig vergangen.
Fazit: Harter pornographischer Kitsch - und jetzt sofort gleich eine alte Punk-Platte auflegen!
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Mr Vincent Vega 2012/01/23 22:53:49
Antwort löschenAlle, die hier auf "gefällt mir" gedrückt haben, sind für meine Entfreundungsliste nominiert!
Weltenkind 2012/01/23 23:17:19
Antwort löschenBedrohlich.
horro 2012/01/23 23:29:30
Antwort löschenna denn ... das Pornographische ist mir jetzt irgendwie entgangen, ansonsten kann ichs nachvollziehen
xtheunknown 2012/01/24 08:52:34
Antwort löschentortureporn, philosophieporn, gottesdienstporn, pornporn.
das war bei mir das erste mal das ich mit malick nichts anfangen konnte.
patcharisma 2012/01/24 21:23:34
Antwort löschenxD
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seven 2012/01/25 11:28:31
Antwort löschenFantastisch! ;-)
alanger 2012/01/28 10:28:53
Antwort löschenyeha!
Tachitalili 2012/01/23 15:14:48
Kommentar löschenSchöne Bilder, schöne Schnitte. Ich wollte aber eigentlich keine Naturdoku ansehen, sondern einen Film, dessen Handlung und Bedeutung ich mir nicht selber zusammenpuzzeln muss...
Fazit: Etwas für Kunstliebhaber. Ähnlich wie Odyssee im Weltraum,
der hat mir auch nicht gefallen.
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C_C 2012/01/23 17:36:50
Antwort löschendie Szenen mit Pitt sind sehr gut gelungen und im Kontext machen sie auch nachdenklich. In Summe aber bietet Tree of Life nichts neues und scho garkeine Antworten.
suicidefantasy 2012/01/23 00:03:25
Kommentar löschen"Fantasyfilm" trifft es wohl. Es gibt vieles was man in diesem Film nicht findet und das sind vor allem Antworten. Wenn es einen roten Faden gibt, dann ist es die Emotion oder die Spiritualität, die den Film durchziehen, so wie die Angst in "Inland Empire". Aber als poetischer Film ist "The Tree Of Life" weitaus anti-narrativer und nonverbaler als "Inland Empire".
Wer eine erzählte Geschichte erwartet, wird enttäuscht.
Wer Liebe zu Charakteren aufbauen möchte, wird enttäuscht.
Wer klare philosophische statements erwartet, wird enttäuscht.
Wer Rationalität erwartet, wird enttäuscht.
Mir fällt es sehr schwer, in das dichte, emotionale und sehr subjektive Netz aus Ästhetik und Glaube einzudringen oder mich einzufühlen. Ich finde, der Film ist sehr unkonkret und einseitig. Ich bin ehrlich gesagt auch ziemlich wütend darüber wie der christliche Aspekt dieses Filmes hoch gelobt wird. Aber die Konsequenz und die künstlerische Freiheit, von der Optik und Ästhetik spreche ich erst gar nicht, sind höchst liebenswerte Eigenschaften. Ich heiße Künstler willkommen, die gerade genau ihren Gefühlen freien lauf lassen und dabei trotzdem den roten Faden nicht verlieren. Das ist egoistisch, denn ihnen ist egal, ob sie jemand wirklich versteht. den Eindruck hatte ich jedenfalls. Ich für meinen Teil verstehe fast nichts von dem Film glaube ich, aber das ist Absicht denke ich.
Der Film spricht in einer eigenen Sprache und wagt das, was Film wagen sollte: Er vermittelt das, was wir Menschen mit Wort und Vernunft nicht zu erfassen vermögen. Die Bilder sprechen. Wenngleich ich die elitären high-end-Metaebenen in "the Tree of Life", die mich zuweilen verrückt machen, manchmal anzweifle.
Fakt ist bei diesem Film: das Kunstwerk entsteht beim Betrachter. Nur unsere Interpretation schafft seine Intention. Das geht hier so extrem gut, weil er so undeutlich spricht. Terrence Malick gibt uns nur Rohstoff für Kunst, der manchmal auch sinnlos wirkt, wie die vielen, vielen bunten Bilder, die wie eine Urlaubsdoku wirken.
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shostakovitchovitch 2012/01/21 23:34:24
Kommentar löschenDie Meinungen gehen bei diesem Werk mal wieder sehr weit auseinander. Grund genug für mich, mir auch mal die DVD anzuschauen und zu sehen, ob ich zur "Megaschlecht" oder "Megageil" Gruppe gehöre. Das Ergebnis: Mehr als geil, ein genialer Film.
Zunächst genieße ich Filme wie diesen, die nicht nach dem Schema F funktionieren, sondern eigene Wege gehen. Der Film erzählt auf einmal die Geschichte einer Familie, des erwachsenen Sohnes, des Urknalls, der Entstehung des ersten Lebens und von der Gnade im Leben. Natürlich schießt Malick hierbei vollkommen über das Ziel hinaus und fabriziert dabei Bilder, die irgendwo zwischen Kunst und Wahnsinn liegen. Aber das Ergebnis hat mich von Anfang an bis zum Ende hin gefesselt und begeistert wie noch kein anderer Film zuvor. Die Bildgewalt, gepaart mit Smetanas "Moldau" geben ein Gefühl ab, das für mich einzigartig ist.
Dazu noch die Stimme von Jessica Chastain, die existenzielle Fragen des Glaubens stellt - großartig.
Zugleich verstehe ich aber auch alle, die den Film schrecklich finden. Er trifft sicher nicht bei jedem den richtigen Nerv und Malicks religiöse Ansichten sind wohl auch nicht jedermanns Sache. Doch für mich ist es ein erstaunliches und berührendes Werk, das mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird. Danke Herr Malick, danke!
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siXer 2012/01/20 16:24:20
Kommentar löschenSo ich habe es echt versucht den Film zu folgen bin aber dierekt nach 20 min eingenickt. Nach 20min schöpferischer Pause, hatte ich mir vorgenommen jetzt wirklich mich auf den Film einzulassen. Doch konnte ich dem einfach nichts abgewinnen.
Ich kann zwar verstehen warum er so gute kritiken hat, da er wunderschöne Bilder hat, eine nahzu perfekte Kamaraarbeit und natürlich einen hervorragenden Brad Pitt. Meiner Meinung nach wäre der Film auch mit einer anderen Besetzung nicht nennenswert gewesen.
Es ist mir auch einfach zu viel Kitsch drin. Alles ist zu sehr auf Gott aus, allein schon dass mehrere Zitate von Hiob dabei sind.
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cosmagalaxies 2012/01/18 13:05:37
Kommentar löschenThe Tree of Life = Ein Spielfeld für Gedanken
Visuell sehr schön gemacht, von der Entstehung der Erde bis hin zum Aufwachsen und der Kindheit der drei Jungen. Alles, ist es an sich noch so traurig, erscheint hier luftig und das öffnet mir ein bisschen das Herz. The Tree of Life weist eine wundervolle Bandbreite an Momenten auf, in die man sich gut einfühlen kann, in deren Atmosphäre man förmlich schwebt. Das Kleine wird hier groß gemacht. Sehr schön, wie ich es finde. Dieses häufige Sprechen mit einer höheren Instanz fügt sich an manchen Stellen des Films wirklich perfekt mit den restlichen Sinneseindrücken (mehr oder weniger) ergreifend zusammen. Dadurch, dass das gesamte Sprechen fast nur von derart religiösem/gläubigen Inhalt ist, wirkt es auf die gesamte Erscheinung des Films, eben durch seinen überstrapazierenden Charakter, aber eher negativ und teils erdrückend. Lässt man das jedoch außer Acht und schärft den Sinn des Sehens, lässt das Hören etwas nebenbei geschehen, kann The Tree of Life seine sanfte Art ausbreitend um das Herz des Betrachters hüllen, es teilweise auf eine gute Art und Wiese erreichen und es an so mancher Stelle mit Staunen zurücklassen. Denn, wie ich finde, steckt irgendetwas in diesem Film, das weder sichtbar, noch zu hören ist, etwas, das bei dem Gedanken an The Tree of Life sofort in meinem Herzen aufblüht. Ich weiß eben nur noch immer nicht was. Die drei Jungen, ihren Umgang untereinander und das was sie dem Rest der Welt gegenüber von sich zeigen oder eben auch verbergen (möchten), hat mich schlicht und einfach berührt und ergriffen. Sie und vor allem ihre Taten, ihre Körpersprache, sind das, was den Film ein Stück weit auflockert und mehr dem Leben gleichen lässt, so wie es ist. Denn an so mancher Stelle sollte dem Film mit dem "Weg der Gnade" gegenübergetreten werden, denn was den schönen Eindruck, den man bekommt, wenn man eben diesem Weg folgt, stört (betrachtet man alle Szenen des Films), ist das häufige und wiederholte Erscheinen von Klischees. Wäre man anstatt dessen etwas mehr Lebendigkeit und Leben begegnet (wunderbar die Kinder), wäre The Tree of Life ein herausragender Film. Mir wurde zu sehr die traurige Seite des Lebens zelebriert, was mich verwundert, denn das ist, was ich oft am meisten mag, doch hier wurde dies auf eine Art und Weise getan, die irgendwie nicht passt und sich nicht ehrlich anfühlt (Ich habe was gegen Klischees!). Daher wäre es vor allem richtig gewesen die Lebendigkeit und das Glück, das das Leben schließlich und endlich rund macht, mehr in den Film einzubinden. Deshalb ist der Film nicht rund, sondern zu eckig, nicht unbedingt gut eckig! ... Kurzum, weniger Religiösität, aber an den richtigen Stellen, mehr Lebendigkeit und so die Konfrontation und Gegenüberstellung der beiden Seiten des Lebens erreichen. Eines kann der Film aber gut, den Betrachter nämlich über das persönliche Verhältnis zu den beiden Wegen, dem "Weg der Gnade" und dem "Weg der Natur", nachdenken zu lassen. Viel Raum zum Denken und Nachdenken ist beim Ansehen des Films jedenfalls gegeben.
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Vincent_Vega 2012/01/17 19:17:34
Kommentar löschenTja.
Was soll man dazu noch sagen?
Der stalker hat's mit seinem Satz eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Ich werd' aber trotzdem mal ein bisschen ausholen...
Der Film hat viele schöne, großartige Bilder zu bieten. Auch die Kameraarbeit ist perfekt.
Mit '2001: Odyssee im Weltraum' oder auch 'Enter the Void' hat 'The Tree of Life' jedoch (bis auf mit viel Ruhe gefilmte, schöne Bilder) nichts gemein; haben die beiden Erstgenannten doch vor allem eine fesselnde Story, wo 'The Tree of Life' nur ein aufgeplusterter Ballon voller Luft ist.
Macht mich das jetzt also zu einem ignoranten Zyniker, wenn ich sage, dass dieser Film nicht mehr als ein Griff ins Klo war, weil es für den Zuschauer keinerlei Chance gibt sich mit den gezeigten Figuren anzufreunden, weil die flüsternden Stimmen aus dem Off einen zur Weißglut bringen, weil der Film mit einer Überlänge der langweiligsten Sorte daherkommt, weil wahrlos aneinandergereihte Bilder nicht Wissen, was sie erzählen wollen, wenn sich mir die Poesie einfach nicht erschließen will, weil sie nur vorgibt Poesie zu sein, es im Grunde aber garnicht ist oder ist es einfach eine Tatsache, dass 'The Tree of Life' vielleicht doch nur langweiliger, esoterisch-religiös durchzogener Kitsch-Mist ist!?
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Le Samourai 2012/01/17 19:22:17
Antwort löschenDislike. Very much. :)
Jucham 2012/01/17 19:34:02
Antwort löschen2,5P ??? Hat man dir ins Gehirn geschissen ? 0 Punkte hat der nichtmal verdient ..
Le Samourai 2012/01/17 19:39:15
Antwort löschenTrollalarm!
Jucham 2012/01/17 19:40:52
Antwort löschenTrolololololo ... meinste dich ?
stuforcedyou 2012/01/17 19:52:38
Antwort löschenEntweder im oberen oder im unteren Drittel. Meine Neugier auf Malicks Baum wächst.
Vincent_Vega 2012/01/17 20:31:43
Antwort löschenWar mir klar, dass dieser Kommentar dir nicht allzu sehr zusagt, Herr Samourai. ;P
Auf den Troll gehe ich einfach mal nicht ein...
@stu: Ich habe dich gewarnt! ;)
horro 2012/01/17 20:32:34
Antwort löschenKann ich voll und ganz nachvollziehen und dir nur zustimmen Vince; auch wenn ich noch ein paar Punkte mehr für die schönen Bilder rausrücken konnte ... mein Massstab ist aber halt auch anders kalibriert wie deiner ;)
Vincent_Vega 2012/01/17 20:37:07
Antwort löschenFreut mich horro, danke. Ich hätte auch noch ein paar mehr Punkte für die Bilder gegeben, hätte mich der Rest nicht vor Lauter Wut in die Tischkante beißen lassen.
ProjectChaos 2012/01/17 21:28:36
Antwort löschenIch hab den ein oder anderen Werk von Kubrick nicht verstanden, käme aber nie auf die Idee zu sagen, dass es Möchtegern-Poesie und Mist sei, weil ich weiss, dass der Macher selbst und die vielen Cineasten nicht alle auf den Kopf gefallen sind.
So ein Kommentar grenzt an Ignoranz, nach dem Motto "Ich hab aus der Poesie nichts erschließen können, dann können es die anderen auch nicht und die, die es tun, geben es nur vor."
Vincent_Vega 2012/01/17 21:44:59
Antwort löschenSo scheiden sich die Geister.
Mein Kommentar ist selbstverständlich kein Angriff auf die Meinung anderer aber sehr wohl meine Meinung zu diesem Film. (Auch wenn mich das in deinen Augen zu einer ignoranten Person macht; habe ich aber berechnenderweise schon in meinem Kommentar berücksichtigt.)
Dass diejenigen, die Poesie darin erkennen können, es nur vorgeben habe ich allerdings nicht geschrieben.
ProjectChaos 2012/01/17 22:29:33
Antwort löschenDu schreibst, dass entweder du keine Poesie gesehen hast, weil der Film es nur vorgibt (und somit liegen alle die, die Poesie gesehen haben, daneben), oder der Film tatsächlich Mist ist.
Somit dürfen wir also zwischen schlecht und scheisse wählen.
Im ersten Teil gehst du also davon aus, dass der Film die Poesie vortäuscht, statt in Erwägung zu ziehen, dass du die Poesie nicht gesehen haben könntest oder sie dich nicht angesprochen hat.
Wenn du "selbstverständlich" keinen angreifen willst, dann kann man das Ganze auch so formulieren, dass sich jemand "von der anderen Seite" (wie ich) nicht angegriffen fühlt.
Vincent_Vega 2012/01/17 22:44:32
Antwort löschenNein, das hast du falsch verstanden. Ich habe mit meinem Satz (der im Übrigen als rhetorische Frage zu verstehen ist, um meine Meinung zu unterstreichen) lediglich meine Sicht auf den Film zum Ausdruck gebracht, indem ich gesagt habe, dass ich keine Poesie darin erkennen kann bzw. diese für mich(!) in diesem Film einfach nicht vorhanden ist. Dass alle anderen, die sehr wohl Poesie erkennen konnten daneben liegen, habe ich allerdings immer noch nicht geschrieben.
Ein Kommentar zu einem Film ist immer subjektiv, denke ich.
Und ja, man hat im Grunde in meinem Kommentar nur die Wahl zwischen: der Film ist Mist und der Film ist Mist. (= meine Meinung) Davon abgesehen kann ich bei positiven Kommentaren warscheinlich auch nur zwischen gut und gut wählen oder?
ProjectChaos 2012/01/18 16:17:34
Antwort löschenDu begründest dein subjektives "Nicht-sehen" der Poesie damit, dass der Film keine Poesie enthält. Damit ist der zweite Teil keine Meinungsäußerung, sondern Pseudofakt. Der springende Punkt und die Ignoranz liegt darin, dass du die Begründung dem Film zuschiebst.
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ProjectChaos 2012/01/18 16:20:16
Antwort löschenHoffe du erkennst, was ich meine. Da ist ein Unterschied zu der Aussage : "Ich finde ,Tree of Life ist ein schlechter Film."
Diese ist total in Ordnung. Aber du sagst :"Ich finde, Tree of Life ist ein schlechter Film, weil er schlecht ist."
Vincent_Vega 2012/01/19 00:16:11
Antwort löschenSeh ich anders. Ich habe mir einfach diesen von mir gewählten Sprachgebrauch, bzw. Satzaufbau für diesen Kommentar zu eigen gemacht, indem ich ihn auf diese Art und Weise aufgebaut habe (unter anderem als rhetorische Frage, der lediglich meine Meinung wiederspiegelt. Nicht mehr und nicht weniger.)
Ich weiß aber was du mir sagen möchtest. Dennoch muss ich sagen, dass du es im Endeffekt anders aufgefasst hast, als es in Wahrheit von mir gemeint war. Es ist und bleibt eine subjektive Aussage. Ich sehe Dinge (Filme) so, wie ich sie sehe. Und ich beschreibe Dinge aus meiner Perspektive. Ich hätte natürlich genausogut sagen können, ich sehe keine Poesie darin und fertig. Meiner Meinung nach ist sie aber auch einfach nicht vorhanden. Wenn andere Menschen anders darüber denken und sehr wohl Poesie darin erkannt haben, dann freut mich das und ich möchte ihnen diese Erkenntnis auch in keinem Fall nehmen. (Wie könnte ich auch, wenn jemand von etwas überzeugt ist!??)
In meinem Fall habe ich jedoch eben rein garnichts erkannt.
Auch wenn mich das in deinen Augen in diesem Fall eventuell eher zu einem ignoranten Zyniker macht, bleibt es doch meine Meinung.
Ich hoffe du verstehst, was ich damit sagen möchte! ;)
alexandrasmovie 2012/01/15 19:20:48
Kommentar löschenEin Film der sich nicht entscheiden kann zwischen Kitsch und großartiger Filmkunst.
Der Film hat eigendlich alles was ein guter Film benötigt: tolle Schauspieler, geniale Bilder, tolle Musik und einzigartige Momente. Er schafft es auch einen zeitweise in seinen Bann zu ziehen. Lässt einen in die Geschichte eintauchen und die einzigartigen Bilder mit wunderbarer musikalischer Unterlegung genießen. Doch dann kommt plötzlich ein nerviges Voice-over und die ganze Stimmung ist weg. 140 Minuten lang wechselt meine Meinung über den Film zwischen Lieben und Hassen. Atmosphärisch verdient dieser Film wahrscheinlich seine 10 Punkte,doch leider schafft es der Handlungsverlauf da nicht mitzukommen. Zu bedeutungslos und abgehoben wirkt dieser leider oftmals. Trotzdem ist The Tree of Life es wert gesehen zu werden und vielleicht ändert sich meine Meinung zum Film ja auch bei einer Zweitsichtung nochmals nach oben.
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Toblerone 2012/01/14 01:02:01
Kommentar löschenDas Leben. Kein roter Faden, viel Anstrengung, Schönheit, Natur, Dinos, Vulkane-whatever? Das ist einfach gefühlvolles, großes empörendes Kino, wie ich es liebe. Handwerklich gibt es kaum was besseres!
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ToniTapeless 2012/01/14 00:43:23
Kommentar löschen"nette bildschirmschoner....wann beginnt der film?! ach.... das ist er schon???"
wenn kino experimentiert, dann finde ich das in der regel wunderbar.
als lynch-jünger ist mir auch durchaus bewusst, dass es in filmen auch manchmal mehr um atmosphäre, als um handlung gehen kann. aber das muss doch bitte alles noch irgendwo einen halt haben! das hier ist der größte mist überhaupt! esotherisches arty-farty-gewichse, das sich selbst so richtig toll finden will. pure zeitverschwendung!
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cosmagalaxies 2012/01/14 16:58:26
Antwort löschenIch würde den Film eher als Spielfeld für Gedanken sehen.
cosmagalaxies 2012/01/14 17:01:53
Antwort löschenIch würde den Film eher als Spielfeld für Gedanken sehen.