The Tree of Life
The Tree of Life (2011), US Laufzeit 139 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 16.06.2011
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370 Kommentare
Keine
von Terrence Malick, mit Brad Pitt und Sean Penn
Im mehrfach oscarprämiierten Tree Of Life muss eine Familie den Verlust ihres Sohnes verkraften.
Der Baum des Lebens – Etz haChayim – Yggdrasil – wie viele Namen man dem Phänomen auch geben mag, die Fülle an mythologischer und mystischer Bedeutung wird kaum ausgeschöpft.
Das weltumspannende, das die Welt zusammenhaltende Wesen vom Lebensbaum ist die Ausgangsidee von The Tree of Life, die hier auf eine scheinbar ganz normale Familie im mittleren Westen der USA in den 1960ern übertragen wird. Wir sehen die Welt durch die Augen des jungen Jack: neugierige, weltoffene, staunende Augen. Wie auch seine Mutter (Jessica Chastain) vermag er mit seiner Seele die Welt zu schauen. Sein Vater (Brad Pitt) jedoch, ein Pragmatiker, trichtert dem Kind „die Realitäten“ der Welt ein, einer Welt, in der jeder sich selbst der Nächste ist. Hin- und hergerissen zwischen diesen verschiedenen Ansichten muss Jack im Zuge seiner Kindheit erfahren, dass das Leben auch düstere Seiten und viel Leid bereithält. Als Erwachsener (gespielt von Sean Penn) ist ihm die Welt nur noch Rätsel und er eine darin verlorene Seele. Was ist der große Plan, was bedeutet The Tree of Life, und was ist Jacks Stellung im Universum? Das „Schicksal“ hält eine wundersame Antwort für ihn parat…
So wie es in der Natur zwei Wuchstypen von Bäumen gibt – nämlich den schnell wachsenden (Typ Robinie) und den gemächlich sich entwickelnden (Typ Eiche) – so gilt es auch den Typen des gemächlich arbeitenden Regisseurs zu unterscheiden von Fließbandarbeitern wie Woody Allen. Daher passt The Tree of Life allein vom Titel her schon perfekt in das Werk von Terrence Malick: Er lässt sich Zeit. Auch wenn Malick seit über vier Dekaden Teil des Filmgeschäfts ist, hat er während dieser Spanne gerade einmal eine handvoll Filme erschaffen, für die er allerdings in Auteur-Manier auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Neben The Tree of Life weiß er sowohl mit Star-Ensemble-Filmen wie Der schmale Grat (u.a. mit Nick Nolte, George Clooney, John Cusack, Woody Harrelson und wie auch in The Tree of Life mit Sean Penn) zu überzeugen als auch mit cineastischen Kleinodien wie In der Glut des Südens. Gemein ist allen Filmen das Kontemplative und eine hervorragende Kameraarbeit. Außer für seinen Erstling Badlands – Zerschossene Träume waren Malicks Filme entweder für einen Oscar in der Kategorie Kamera nominiert oder gar Preisträger (In der Glut des Südens). Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in The New World ist auch in The Tree of Life wieder Emmanuel Lubezki der Mann hinter der Linse.
Mit Erfolg: Bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 gewann The Tree of Life die Goldene Palme. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Fantasyfilm
- Zeit
- 1960er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Planet, Texas, Universum, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Abstammung, Aufgabe, Dinosaurier, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Einsamkeit, Erkenntnis, Erlösung, Erscheinung, Erwachsenwerden, Evolution, Geschwister, Glückliche Kindheit, Gnade, Gott, Herkunft, Identität, Identitätskrise, Junge, Kindheit, Krankheit, Kreislauf des Lebens, Leben, Lebensweisheit, Mensch, Menschheit, Mutter, Nachdenken, Rätsel, Seele, Staunen, Strenge, Strenger Vater, Suche, Taufe, Trauer, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Verlust, Verlust des Bruders, Vorstellungskraft, Wunder
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich, Traurig
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Links zum Film The Tree of Life
- The Tree of Life: film-zeit.de
- The Tree of Life: critic.de





















Kritiken (41) — Film: The Tree of Life
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenZwei Fragen trieben mich nach der Sichtung von Malicks neuestem vermeintlichen Meisterwerk mit Oscar-Chancen um: Wie viel Kohle hat Sean Penn wohl für seinen seltsam entrückten 10-Minuten-Auftritt bekommen, in der er nichts tut als zwei Sätze zu sagen und sinnierend-fragend dreinzuschauen und scheinbar orientierungslos durch die Gegend zu latschen, was irgendwie schon ein wenig dümmlich wirkt UND zu den ständigen geflüsterten, aber dadurch nicht weniger pathetisch anmutenden Sinnfragen aus dem Off hätte ich gerne die Frage „Was soll das Ganze?“ hinzugefügt.
Terrence Malicks quasi storylose, stellenweise vor Kitsch triefende Sinnsuche will zu viel und erreicht zu wenig, und ist dabei so ausufernd wie ein Film nur sein kann, denn beim Unter-die-Nase-Reiben und Immer-wieder-Betonen, dass Malicks alttestamentarisch strafender Gott Leben gibt und nimmt kann man wohl kaum weiter ausholen, als buchstäblich beim Urknall anzufangen. Das ist zwar zweifelsohne beeindruckend hübsch bebildert…
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the traveler Sat, 25 Feb 2012 21:55:47 -0000
Antwort löschenDas, was Malick hier erzählt, kann man wirklich nicht auf den Begriff einer Geschichte reduzieren, aber dass er auch Geschichten erzählen kann hat er bereits in der Frühzeit seiner Karriere bewiesen ;)
Puebleau Sun, 26 Feb 2012 02:45:30 -0000
Antwort löschenAmen!
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenMichelangelo hat einige seiner Skulpturen nicht zuende geführt. In Florenz sind sie zu besichtigen – Gestalten, die überwiegend noch im Stein gefangen sind. Das, was man sehen kann, ist großartig, intensiv, mehr als beeindruckend und unglaublich schön. In diesem Sinne ist Malick der Michelangelo der Filmkunst: Im Fels eines 138 Minuten langen Films verbirgt sich ein etwa anderthalbstündiges Meisterwerk – fast verschüttet von einem metaphysischen Naturfilmexkurs am Anfang und einer sinn- und geschmacklosen Kitsch-Eruption am Ende. Irgendwann werde ich mir diesen Film digital vornehmen und nur ganz für mich neu schneiden, bis der Blick frei ist auf dieses unglaubliche Kinokunstwerk, das uns Terrence Malick vorenthalten hat.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Zunächst hat „The Tree of Life“ in seiner beachtlichen Bildgewalt eine friedliche, fast hypnotische Sogwirkung. Spätestens wenn dann computeranimierte Dinosaurier auftauchen, muss man stirnrunzelnd überdenken, wie man Malicks übereifriges und in aller Ruhe durchgezogenes Konzept aufnehmen will. Zweifelsohne besticht „The Tree of Life“ durch wahrlich fantastische Naturaufnahmen, wunderbar sorgfältiges Szenenbild, komplexe Kameraarbeit samt interessanten Experimenten und mächtige, bekannte Musik der klassischen Sorte, glänzend adaptiert von Alexandre Desplat („The King’s Speech“). Mehr Erfahrung als Film. Doch was der Geheimtipp „Mr. Nobody“ aus den Kräften und Möglichkeiten der Liebe heraus baute, wirkt bei Malick mehr wie ein Gottkomplex. Eine richtige Handlung weicht vagen Anspielungen und Bild-Collagen sowie der Suche nach Erleuchtung in Off-Kommentaren, deren Pathos das Flüstern auch nicht zu schmälern vermag. [...]
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Das Leben, das für viele Menschengruppen von verschiedenen Pfeilern gestützt wird. Die einen finden ihren Halt in der Religion, die anderen finden ihn der Familie und wieder andere finden ihn nie. Doch was bedeutet eigentlich Leben? Was bedeutet Existenz? Was ist das Leben und was bedeutet der Tod? Wo stehen wir in dieser Welt und wann fallen wir? Was ist Nähe, Zuneigung, Verständnis, Respekt, Distanz und Schmerz? Was sind Gefühle und wie kann man sie kontrollieren? Wann dürfen wir sie zulassen? Wann dürfen wir Lieben und wann ist Hass verständlich? 'The Tree of Life'. Eine religiöse, psychologische und poetische Reise in verschiedene Menschen die zusammen etwas Ganzes ergeben. Eine Reise in die unterschiedlichsten und fremden Menschen und gleichermaßen eine Reise in das eigene Ich. Ein lebenslanger Weg, ständig auf der Suche nachdem was wir sind, was wir nicht sind und was wir immer sein wollen. Ein langer Weg auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dem Entdecken der eigenen Bedeutung. [...]
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Stefan_R. Sun, 13 Nov 2011 17:13:35 -0000
Antwort löschenToll geschrieben! :)
Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt
Kommentar löschenWas vermittelt werden soll in The Tree of Life ist ein Denken und Empfinden in Bildern an den Grenzen des Darstellbaren und eben dieses Denken und Empfinden kann im besten Fall zu einer erfahrenen Erkenntnis werden, für die das Kino zum sakralen Raum wird. Das freut den Cineasten, und den Kritiker noch mehr.
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Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt
Kommentar löschenDer Begriff der filmischen Symphonie charakterisiert ihn möglicherweise am treffendsten; das Tempo der verschiedenen Teile von Malicks Komposition variiert gleichermaßen wie die Größe der durchweg brillanten Bilder und ihr Arrangement.
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Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt
Kommentar löschenMalicks Lebensbaum ist schlicht „too big to fail“ und nimmt ohne Widerworte im cineastischen Olymp zwischen Tarkovskis „Der Spiegel“ und Kubricks „2001“ Platz. Er hat es sich verdient. Kein Weg führt an ihm vorbei.
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Dieser Gott Malicks ist ein Rachegott, ein Gott aus der Retorte, ein Naturgott der Leben gibt und Leben nimmt - wie den Jungen im Schwimmbad. Man darf auch schon mal Schwächen zeigen, aber auch Stärke - niemals aufgeben. Und doch holt er sich seine Opfer, wie er will. Malick erhebt ihn über alle ethischen Grenzen hinweg, indem er ihn als eine scheinbar allmächtige Figur etabliert. Das immer Schuldig-sein ist Teil seines Schöpfungsaktes, wie die Vergebung und die Erlösung. [...]
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Simon Rothöhler: Der Freitag, taz Simon Rothöhler: Der Freitag, taz
Kommentar löschenWer den ins spirituelle Delirium überhöhten Psychoanalyse-Überbau, das immergleiche Hiob-Gemurmel, die naturlyrisch dräuenden Gesamtkunstwerk-Wirkungstreffer, den irren Digi-Dino und den ironiefreien Jenseits-Kitsch des Finales aushält, wird allerdings mit einigen sehr schönen Passagen entschädigt. Momenthaft geht The Tree of Life in seiner technisch brillanten filmischen Fluidität auf [...]
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Diedrich Diederichsen: taz Diedrich Diederichsen: taz
Kommentar löschenEs gibt genug zu sehen und zu genießen am Tree of Life. Malick ist visuell zu obsessiv, um den religiös-musikalischen Eindeutigkeiten, die immer wieder entstehen, ganz zu verfallen. Es ist aber ebenfalls leicht möglich, sich diese "Bilder" durch ihre Heiligkeit verleiden zu lassen.
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Kerstin Decker: Der Tagesspiegel Kerstin Decker: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenThe Tree of Life hat die Dynamik und die Konsistenz jenes Films, der in jedem von uns abläuft, solange wir nicht schlafen oder mit dem Umstand konfrontiert sind, den Phänomenologen des Alkoholismus „Filmriss“ genannt haben. Es ist ein Bewusstseinsstrom, lauter Schwemmgut der Erinnerung in Satz- und Bildfetzen, kosmische Spekulation, alte Liedzeilen, versprengte Zitate neben Alltäglichstem.
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Volker Behrens: Hamburger Abendblatt Volker Behrens: Hamburger Abendblatt
Kommentar löschenMalick entwirft vor unseren Augen eine Geschichte des Mikro- und des Makrokosmos in einem opulenten Bilder- und Farbenrausch, wie man ihn so im Kino wohl noch nie gesehen hat.
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Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenTHE TREE OF LIFE sensationell zu nennen, ist weniger Lob als Tatsachenbeschreibung: Sensationen, Sinneseindrücke sind, was er ist und worüber hinaus er an keiner Stelle geht. Im Kern handelt Terrence Malicks fünfter Film von Erziehung, von verschiedenen Formen der Erziehung zur Wahrnehmung der Welt. Die Schule: Eine Familie im suburbanen Texas der 50er Jahre. [...]
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenThe Tree of Life ist ein Schnipsel-Film. Kann so oder auch so gedeutet werden. Gibt sich weltumfassend sinnsuchend. Von der Schöpfung bis zum Jetzt. Was war? Was ist? Was hat Bedeutung? [...] Musikalisch wird der Bilderstrom wuchtig kommentiert von Alexandre Desplat. Mit betörenden Sphärenklängen. Dafür bleibt die Sprache, wenn sie denn überhaupt stattfindet, verwirrend. Uneinheitlich. Mysteriös. Sich in - zumeist biblischen - Andeutungen und Lippenbekenntnissen ergehend. Spirituell ergiebig wie total langweilend, verkauft als bedeutungsschwangere Poesie mit nur begrenzter Magie. Meistens aufdringlich, belästigend, läppisch.
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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR
Kommentar löschenThe Tree of Life ist ein sehr elegisches, meditatives Werk, das mit seiner Bildsprache fasziniert, aber auch viel Geduld erfordert.
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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3
Kommentar löschenMalick ist mit The Tree of Life ein beeindruckender Film gelungen, radikal in Form und Inhalt. Ein Film, der als gänzlich eigenständiger, künstlerischer Entwurf das Label 'Kunstwerk' mehr als verdient. Wer sich als Zuschauer auf diese Seh-Herausforderung einlässt, wird reichlich belohnt.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenTrotz teilweise aufgeblasenen Monumentalismus [...] fasziniert die bombastische Anordnung, entwickelt The Tree of Life eine seltsame Suggestionskraft, zieht der Film in seinen Bann. Für Rationalisten ist diese filmische Reise durch die Erinnerungen wahrscheinlich eine Tortur, aber es ist schon einzigartig, wie Kinomagier Malick größenwahnsinnig mit allen Sinnen spielt.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenMalicks Film bietet eine Reise durch Zeit und Raum, eine Zeitreise, die sich jedoch nicht auf Jacks beziehungsweise auf eines Menschen Leben beschränkt. Denn die Vater-Sohn-Beziehung ist in eine „Rahmenhandlung“ eingebettet, die mit einer schwarzen Leinwand beginnt, auf der plötzlich „Licht ward“. Nach und nach erscheinen diverse Lebensformen, Momente der Stille wechseln sich mit der Filmmusik von Alexandre Desplat, aber auch mit Chorälen und weiteren klassischen Kompositionen (darunter Bachs „Toccata und Fuge“) und mit der Offstimme ab. Stufen der Evolution? Schritte der Schöpfung? Die selten im „Mainstream“-Kino zu sehenden Bilder in Terrence Malicks philosophischem und spirituellem Drama unternehmen nichts weniger als den Versuch, Schöpfung und Evolution mit filmischen Mitteln miteinander zu vereinbaren. Die Kamera von Emmanuel Lubezki wandert von den Nahaufnahmen der Kinder und den intimen Familienbilden, die an eine Art Familienalbum erinnert, in die unermessliche Höhe des Kosmos auf der Suche nach Sinn, vielleicht nach Gott. Allerdings erreichen die Kosmos- und Schöpfungsbilder leider selten eine Qualität, die über eine übliche National Geographic-Reportage hinausgeht. Diese ganz unterschiedlichen Bilder werden von einem grandiosen Schnitt zu einer Einheit geführt, aus der zusammen mit der Musik ein meditativer Rhythmus entsteht, der den kontemplativen Duktus in Malicks „Der schmale Grat“ noch steigert.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenAnti-lineare Erzählweise ist das, in Bestform: Alles, was aus einem Film heraus ein Eigenleben entwickelt, schießt über das reine Ziel der Vermarktung des Filmstoffes hinaus. Jeder sieht hier seinen ganz eigenen Film. Wie ist der Zustand der Filmkritik? Ohne solche Filme jedenfalls nicht denkbar.
Wie ist der Zustand der Filmkunst? Preisverdächtig, wenn’s L’art-pour-l’art-Kino ist: Es hat keine Richtung und befindet sich am Anfang eines Jahrtausends schon im Fin-de-siècle-Zustand. Dann kommt Vater nach Hause, es gibt was hinter die Ohren. "The Tree of Life" ist ganz großes unverstandenes Kino.
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buchholb Tue, 13 Dec 2011 12:54:00 -0000
Antwort löschenDas ist ja mal ehrlich, "ganz großes, unverstandenes Kino". Bei der Bewertung 4.0 "uninteressant" bedeutet das wohl, dass der Kritiker das große Werk selber nicht verstanden hat. Oder er schreibt unverständlich. Wie ist der Zustand der Fimkritik? Bedenklich!
Leider weiß ich jetzt, nach dreifachem Lesen noch immer nicht ob ich mir den Film ansehen soll. Dabei mag ich deine weiteren Kritiken sehr.
Jürgen Kiontke Tue, 13 Dec 2011 12:59:23 -0000
Antwort löschenvielen dank fürs lob. hm. ich hab mich wohl antilinear anstecken lassen. allerdings ist es genau genommen nicht unbedingt widerspruch. für dieses mal würde ich dann mal einen kinobesuch riskieren - und selbst urteilen.
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenEin Kommentar fällt schwer, weil man das Gefühl hat, Malick zeigt nicht zuletzt die Genese eines Geistes, der immer kommentieren (und damit distanzieren) muss und das Staunen verlernt hat.
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Alle Kritiken (41)
Kommentare (329) — Film: The Tree of Life
Hellboy1982 Sun, 19 May 2013 09:29:43 -0000
Kommentar löschenHabe mir diesen Film wirklich von Anfang bis Ende angesehen und muss ehrlich sagen, dass man diesen Film auf 20min. reduzieren kann. Lauter nicht zusammenhängende Szenen, die das Leben des Hauptdarstellers erzählen sollen. Anscheinend wollte der Regisseur den Film in die Länge ziehen und somit kann man Vulkanausbrüche sehen, man kann den Kugeln beim rollen zusehen, man kann dem Meer beim Rauschen zuhören und das geht alles weiter so( Unversum lässt grüssen). Bis die Handlung einmal anfängt vergehen fast 2 Stdn. Vielmehr kann und will ich über diesen für mich wirklich mieserablen Film mit normalerweise Top Schauspielern nicht sagen. Wenn ihr mir nicht glaubt investiert die knappen 2,5 Stdn und überzeugt euch selbst.
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OldSchool36 Thu, 16 May 2013 19:52:26 -0000
Kommentar löschenPurer Bullshit ! Echt ! Ich hatte mir eigentlich vorgenommen bei moviepilot nach anfänglichen Schwierigkeiten eloquente Kommentare mit konstruktiver Kritik zu schreiben aber nach diesem Rotz , der sich Film nennt fällt mir kein anderes Wort ein außer BULLSHIT !!! Jeder kann des Film auffassen wie er will , und auch irgendeine "Message" für sich herausziehen , aber für mich einfach nur Langeweile epischen Ausmaßes.
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-Joke- Thu, 16 May 2013 20:02:44 -0000
Antwort löschenNein, nein, nein, dieses Mal kein Gefällt mir! ;)
Moe Tue, 07 May 2013 10:05:33 -0000
Kommentar löschenGanz ehrlich, was habe ich da gesehen?!
Ich habe direkt danach Wikipedia und andere Seiten bemüht, aber da steht ja jedes Mal etwas anderes!
Ich kann nicht sagen, worum es in dem Film geht, aber dennoch hatte er mich gefesselt und neugierig gemacht.
Mich erinnerte der Film sehr stark an Kubricks 2001, muss sich aber nicht wirklich dahinter verstecken.
Sonst kann ich eigentlich nichts zu dem Film sagen.
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Limone103 Sun, 05 May 2013 09:20:40 -0000
Kommentar löschenJeder sollte ihn haben: Diesen Film,bei dem man im Kino eingeschlafen ist.
TTOL ist mein Film.
Ich gebe zu, es ist eine Kunst einen solchen Film zu drehen und ich würde ihn auch empfehlen,da ich der Meinung bin,man sollte auch sowas mal gesehen haben.Allerdings reicht es,wenn man ihn dann auch einmal gesehen hat.
Intressante Aufnahmen -keine Frage,aber mir dann doch etwas zu ruhig und zu sehr ins Detail gefilmt.
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florian.fiele Sat, 04 May 2013 10:58:26 -0000
Kommentar löschenDer Film gibt mir wirklich gar nichts, und das, obwohl ich auf schöne Bilder und Symbolik stehe. Mich stören einfach ganz entscheidende Dinge. Das fängt bei Pitts Erziehung und seinem Weltbild an, das mir einfach nur auf den Sack geht. Das geht weiter bei den Kindern, die mir einfach nur auf den Sack gehen. Dazu die Mutter, die mir einfach nur auf den Sack geht. Das endet nicht einmal mit dem ganzen Kirchengedöns (oh, die Rechtscheibprüfung kennt das Wort Kirchengedöns nicht^^), das mir einfach nur auf den Sack geht. Dogville, Irreversible, 7 Days, I Melt With You und Melancholia haben mir auf positive Art und Weise die Laune versaut, aber Tree of Life ist der vorläufige, leider negative, Höhepunkt. Kann mir irgendjemand sagen, was er an diesem Film gut fand? Ganz konkret bitte.
Positiv zu vermerken habe ich bloß das Schauspiel der beiden Eltern, welches tatsächlich sehr realitätsnah wirkt. Einige, bei der Masse wenige, Bilder fand ich gelungen. Die sind aber wirklich ein wenig wie die Nadel im Heuhaufen...wenn ich dagegen sehe, wie hoch in Drive oder Melancholia im selben Jahr der Anteil an Bildern, die mir gefielen, war, ist das kein Kompliment mehr. Der Beginn um den Urknall und die Dinosaurier gefiel mir noch am besten. Wo hier so viele eine Naturdoku erkennen wollen, erschließt sich mir nicht. Der Beginn war "der teuerste Bildschirmschoner der Welt", der Rest ein nerviges Drama. Die Zwischensequenzen (ja, das waren in der Tat Naturaufnahmen) mochte ich, was nichts bringt, wenn der überwiegende Teil des Films nicht gefällt. Lediglich das "Ich bin ein dummer Mensch, denn ich habe die Pracht der Welt nicht gesehen"-Zitat gefiel mir ausgesprochen gut. Was wollte Malick erreichen? Die Pracht der Natur unterstreichen, indem er ihr alles andere als prachtvolle Menschen gegenüber stellt? Misslungen. Drive hat mir mit ein paar Minütchen Natur mehr Schönheit der Welt gezeigt als The Tree of Life in 2,5 Stunden. Dazu auch die Themen "Wer nicht liebt, dessen Leben fliegt an ihm vorbei", "Tu anderen etwas Gutes" und "Staune" vernünftig abgedeckt. Wenn die 2,5 Stunden Tree of Life irgendetwas Gutes bewirkten, dann dass sie andere Filme für mich deutlich aufgewertet haben. Und (!) dass die Natur selbst eine Aufwertung erfährt. Die schau ich mir viel lieber live und in Farbe an als in so einem Film.
0.0 - furchtbare Figuren in einem furchtbaren Film
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Demine Sat, 04 May 2013 12:22:15 -0000
Antwort löschenDa ich den Film bisher nicht gesehen habe, kann ich nicht näher darauf eingehen was du zu dem Film gesagt hast, außer dass es schön ist, dass du deine Meinung über den Film begründest. Viele die 0 Punkte geben schreiben ja einfach so etwas wie "scheiß Film".
Was mir gefällt ist die Erkenntnis:
"Wenn die 2,5 Stunden Tree of Life irgendetwas Gutes bewirkten, dann dass sie andere Filme für mich deutlich aufgewertet haben."
- Ist ja immerhin auch schon etwas ;)
florian.fiele Sat, 04 May 2013 12:50:57 -0000
Antwort löschenDanke! Während eines Films schwirren mir immer irgendwelche Gedanken im Kopf rum und wenn ich die für mich selbst für bedeutsam halte, notiere ich sie mir ins Handy. Wenn daraus irgendwie ein halbwegs runder Kommentar wird, kopier ich den hier rein. Von "Scheiß Film"-Kommentaren hat schließlich niemand was. Die sind ja nicht einmal anständig provozierend :P
DonChris Tue, 07 May 2013 12:38:17 -0000
Antwort löschenAbsolute Zustimmung! Schöner Kommentar zu einem sich schrecklich wichtig nehmenden Film.
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TheBruceWayne Fri, 10 May 2013 16:28:05 -0000
Antwort löschenNaturdoku :D Gut das du das darin nicht gesehen hast.Wie in vielen Filmen Malicks geht es um die Gegenüberstellung von Makrokosmos und Mikrokosmos.Der Makrokosmos der Entstehung des weltalls/Erde wird dem Mikrokosmos des Heranwachsen eines Menschen gegenübergestellt. Als eine fast gleichwertigen bewundernswerten Schöpfungsakt.Nicht nur aus der Sicht der Theologie bzw. dem Weg der Gnade durch die Muttter,sondern auch durch die Natur, dem Weg der Natur von Pitt oder der bildlichen Entstehung des Weltalls zuvor.Also ein Film ausdem Blickwinkel der Natur und der Religion.Muss man trotzdem nicht mögen...ich liebe den Fillm :D
florian.fiele Sat, 11 May 2013 12:24:54 -0000
Antwort löschenKann ich alles nachvollziehen, auch wenn mir der Film nicht gefällt :) Mal schauen wie Malicks andere Filme mir gefallen.
a_krueger Fri, 03 May 2013 18:44:40 -0000
Kommentar löschenEin Film, der sehr großzügig mit den Dinosauriern ist und seinen Ruf als teuerster BIldschirmschoner aller Zeiten vollkommen gerecht wird. Oder: Ein meditativer Trip, der das Werden und Vergehen des Universums, das ganze Sein in der Parabel eines kleinstädtischen, amerikanischen Familiendramas erzählt. Wuderschön und narativ gewagt.
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123Filmfreak Thu, 11 Apr 2013 20:44:57 -0000
Kommentar löschenEigendlich mag ich Filme wo man mitdenken muss, welche die einen ieferen Sinn haben, leider nerven mich aber vor allem in der ersten hälfte diese gesamten Weltallbillder und diese Dinosaurier. Es ist mir schon klar, dass diese etwas zeigen sollten, aber ich fänd es besser wennn dieser Sinn in einer normalen Geschichte klar wird nicht in irgendwelchen beigefügten Bilder. Die Zweite Hälfte gefiel mir wiederum weit aus besser. So hätte man den gesammten Film machen müssen, dann hätte der Film bestimmt auch einige Oscars bekommen.
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TheBruceWayne Thu, 18 Apr 2013 16:36:36 -0000
Antwort löschennaja es soll halt der mikokosmos mit dem makrokosmos verglichen werden,da ist es klar das man der familie das größtmögliche gegenüber stellt :D
Boogers666 Mon, 08 Apr 2013 14:13:23 -0000
Kommentar löschen"Eines Tages werden wir fallen und weinen. Und dann werden wir alles verstehen ... alles!"
Im Grunde ist der Film unbewertbar, die einzigartige Arbeit die Mallick hier an den Tag legt, entzieht sich rein priniziell jeder Bewertungsform. Allein die Grundthematik wird an sich gar nicht genau erklärt, handelt der Film nun vom Sinn des Lebens oder ist er doch nur eine Coming-of-Age Story mit hübschen Bildern, laut Aussage Mallicks besteht der Film zur Hälfte nur aus Gedankenströmen, die durch diese atembearubenden Bilder untermauert werden, eine hypnotisierende Off-Stimme die über das Leben und Gott philiosophiert und im Vordergrund Bilder von der Entstehung der Erde, das Entwickelt einen gewalitgen Sog der mich ganz tief in mir berührte ich zititiere jetzt hier mal Andy und sage: "Der Film hat etwas mit mir gemacht", denn genau so war es bei mir auch, ich kann dieses Gefühl nicht in Worte fassen, man kann den ganzen Film nicht in Worte fassen, weil er sich jeglichen Normen der Filmkunst die uns durch den Mainstream bekannt sind entzieht und eine eigene Welt erschafft. Anstatt aber jetzt hier ewig über einen im Grunde unbewertbaren Film zu reden, was am Ende ja doch keinen Sinn ergibt. Möchte ich den lieben Mallick-Hatern nahelegen was er für ein Regisseur ist. Er hatte kein festes Drhebuch zu TOL geschrieben, er hatte Gedanken die er sich jeden Morgen machte als er zum Set fuhr. Das Drehbuch war so dick wie ein Telefonbuch und umfasste hunderte von Bildern, Musikstücken und "Gedanken" Mallicks, .Er improvisiert in seinen Filmen er hat keinen festen Ablauf, er machte tausende von unnötigen Aufnahmen einfach nur weil er es will, er schafft es eine eigene Welt am Set zu schaffen , die Charaktere bauten am Set eine familiäre Beziehung auf. Er filmte in den Drehpausen die Kinder beim Spielen, Malick lebt für den Film. Er liebt den Film und hat realisiert was er mit Filmen erreichen kann und deswegen zählt er mittlerweile zu den besten Regiessseuren unserer Zeit. Er ist ein lebendes Phänomen und erschafft Filme für die Ewigkeit, TOL wird in Zukunft ein ganz großer Film werden , das spüre ich. "Tree of Life" ist kein perfekter Film, das weiß auch Mallick selbst aber es ist ihm egal, vielleicht ist es ihm sogar recht so.
"If Michael Bay is the Antichrist, Terrence Malick is the opposite : He cares only about the Film"
Aber jetzt will ich doch noch kurz was zum Film sagen. Ich habe noch nie einen Film gesehen in den ich mich so verliebt und verloren habe, er brachte mich zum weinen, zum lachen, zum hassen und zum lieben.
"Hilft einander. Liebt einander, jeden, alles, jedes Blatt, jeden Lichtstrahl. Vergibt."
Elementare Bestandteile meines Lebens, spiegelt der Film teilweise wieder, er erinnerte mcih so sehr an meine Kindheit wie kein zweiter Film, ich fühlte Szenen aus dem Film eins zu eins wieder, leidete, vergab und lachte. Ich denke für mich selsbt ich habe den Film in seinen Grundzügen verstanden, vielleicht habe ich damtit recht, vielleicht aber auch nicht. Letzten Endes ist es aber Egal ob man den Film versteht man muss den Film fühlen, mann muss seine Seele öffnen und den Film und alle Eindrücke über einen Ergehen lassen, wer dazu bereit ist, den erwartet die Offenbarung, wer sich dem verweigert, der wird sich eventuell langweilgen...
"Die Nonnen lehrten uns das es zwei Wege durchs Leben gibt. Dem Weg der Natur und den Weg der Gnade. Man muss sich entscheiden welchen man geht. Die Gnade ist uneigennützig, sie nimmt es hin vernachlässigt, vergessen und abgelehnt zu werden. Sie nimmt Beleidigungen und Verletzungen hin. Die Natur sucht nur den Eigennutz, bringt anderen dazu ihr auch zu nutzen, neigt zur Herrschsucht, setzt gern ihren Willen durch. Sie findet Gründe unglücklich zu sein wenn die ganze Welt um sie herum strahlt und die Liebe sich lächelnd in allen Dingen zeigt. Sie lehrten uns, das niemand der den Weg der Gnade geht, je ein Böses Ende nimmt. Ich werde dir Treu sein, was auch geschieht.
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Andy Dufresne Tue, 09 Apr 2013 02:50:55 -0000
Antwort löschenDanke für die Erwähnung :)
Wirklich starker Text!
Boogers666 Tue, 09 Apr 2013 03:39:41 -0000
Antwort löschenBitte :)
Und danke ;)
Gabster Sat, 06 Apr 2013 17:43:47 -0000
Kommentar löschenDer Film ist eine ärgerliche Propaganda für die religiös zweifelhaften Lehren des Intelligent Design. Wir sehen eine Aneinanderreihung von Naturaufnahmen, die, angefangen beim Urknall, die gesamte Evolution abzubilden scheinen wollen. Dazu erzählt eine predigende Off-Stimme etwas vom großen Sinn hinter allem und die Figuren (allen voran die Mutter) legt dem Zuschauer den Wert spiritueller Erfahrung ans Herzen. Eine gefährlichere Vereinnahmung der Naturwissenschaft durch religiöse Arroganz ist im Kino kaum vorstellbar. Da schaffen es Malick und sein Kameramann Lubezki auch nicht mit ihren wirklich atemberaubenden Bildern über diesen ideologischen Schwachsinn hinwegtäuschen zu können. Dass es für so ein Machwerk die Goldene Palme gibt, zeigt wie oberflächlich auch auf renommierten Festivals Filme gesehen werden.
Nebenbei entwickelt sich in dem zweiten Handlungsstrang rund um die Familie ein Gefühl des Hasses eines Sohnes auf seinen Vater. Die Gedanken des Juniors, der von einem Kampf auf Leben und Tod mit mit seinem träumt, vermittelt ein Männlichkeitsbild, das bei den alten Griechen das letzte Mal modern war. Passend dazu wird Jessica Chastain in eine Rolle der treudoofen Ehefrau und herzensguten Mutter gesteckt. Stereotyper können die Figuren, banaler kann die Psychologisierung und reaktionärer das Familienbild kaum sein. Das wäre bei jedem anderen Film schon ärgerlich genug, bei einem, der jedoch mit dem Anspruch daran geht, die ganze Welt erklären zu können, ist das schlicht nicht zu tolerieren.
Und was bitte war mit Brad Pitt los, dass er auf dieses Projekt hereingefallen ist? Frau Chastain (die eine wirklich vielversprechende Schauspielerin ist) hat ja vor allem auch bei The Help gezeigt, dass sie kein glückliches Händchen bei der Auswahl ihrer Filme hat, aber von Brad und auch von Sean Penn hätte ich mehr erwartet.
Vor allem alle Verweise auf "2001" ärgern mich. Während Kubrick in seinem Film das innerste Wesen des Menschen aufgedeckt und eine wirklich hochphilosophische Reise an die geographischen, moralischen und theologischen Grenzen des Universums geschaffen hat, ist Malick mit "Tree of Life" in seinen besten Momenten ein poetischer Spinner in seinen schwächsten ein Verballhorner jeglicher ernsthafter Theologie. Auf jeden Fall aber ist er ein Blender, der so tut als setze er dem Zuschauer eine intellektuelle Achterbahnfahrt durch alle wichtigen Themen des Lebens vor, während er eigentlich keinen klaren Gedanken fasst, der nicht in sich zusammenfällt, sobald der Zuschauer sich wirklich damit auseinandersetzt.
Einzig zu gute zu halten ist dem Film (neben den handwerklich schönen Aufnahmen) der Umgang mit Vergänglichkeit. Da schafft er es wirklich den Zuschauer zu berühren und da hält er auch einer ernsthaften Auseinandersetzung stand und verliert sich nicht wie bei den o.g. Themen in affektierten Manierismen.
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DTokarsky Fri, 22 Mar 2013 12:49:23 -0000
Kommentar löschenMit wie von Malick gewohnt faszinierenden Naturaufnahmen weiß "Tree of life" doch nicht vollkommen zu überzeugen. Der Interpretationsraum, den der Zuschauer hier bekommt ist mir einfach zu groß so dass nie wirklich klar wird, was Malick uns mit seinem Werk eigentlich sagen möchte.
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wurzel.mann Fri, 22 Mar 2013 15:47:02 -0000
Antwort löschenSpiegelt genau meine Meinung wieder
Stallforce Thu, 21 Mar 2013 14:40:59 -0000
Kommentar löschenFuer mich unbewertbarer Film! Waere doch nur ein Monolith vorgekommen, ich haette ihm die 10 Punkte gegeben. So muss ich mich leider komplett auf die Arbeit von Douglas Trumbull konzentrieren, der ich die 8 Punkte gebe. Die Arbeit Malicks bewerte ich nicht, da The Tree of Life zu viele Komponenten hat, die so widerspruechlich sind, dass die Note Schwankungen von 0-10 hat. Und verdammt nochmal: Wo sind die Affen, die um den Monolithen huepfen????
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Andy Dufresne Thu, 21 Mar 2013 23:27:22 -0000
Antwort löschenDie sind hier als Dino(s) verkleidet...;)
Stallforce Thu, 21 Mar 2013 23:37:12 -0000
Antwort löschenDa waren aber die unverkleideten Affen cooler! Habe gerade ein Interview auf youtube gesucht, bei dem einer der Affendarsteller ganz stolz erzaehlt wie gut er das gemacht hat! Kennt das jemand und kann es mir nochmal schicken??
Stallforce Thu, 21 Mar 2013 23:37:18 -0000
Antwort löschenWuerde aber auch ein Interview nehmen von einem Affen, der in The Tree of Life einen Dino gespielt hat! :D
Andy Dufresne Thu, 21 Mar 2013 23:38:26 -0000
Antwort löschen:)
TheBruceWayne Fri, 05 Apr 2013 15:12:15 -0000
Antwort löschenDer Monolith ist hier entweder der Weg der Gnade (gott)/oder der Natur.Find ich cooler als so ein oller Stein wie in 2001 :D
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 21:21:26 -0000
Antwort löschenAber Affen sind cool, da bin ich ganz bei Stallforce ;)
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 21:29:38 -0000
Antwort löschenDen Kubrickschen Monolithen als ollen Stein zu bezeichnen finde ich ja schon ein wenig gewagt! Danke Andy, Affen sind einfach verdammt cool und mit nem Monolithen sind sie einfach DER Oberknaller! ;)
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 21:40:52 -0000
Antwort löschenWenn zu den Affen und dem Monolithen noch fliegende Knochen (die zu Raumstationen transformieren) hinzu kommen, dann, ja dann ist der cineastische (<--ich hasse das Wort...) Klimax erreicht...;)
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 22:03:17 -0000
Antwort löschenBaem! Andy wir sollten zusammen ein drehbuch schreiben! Ich habe eine Vision von einer raumstation mit einem bordcomputer. Und dieser bordcomputer kann kochen hmmm.. ne.. er kann.. ja ich habs: er kann reden und er dreht durch! ;) ich muss dir aber recht geben. cineastisch und innovativ sind die schlimmsten aller woerter! :)
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 22:20:35 -0000
Antwort löschenDrehbuch...Gute Idee! :)
Zeitreise, unsterbliche Liebe, krasse Sexszenen, Sequenzen in denen ewig nix geredet wird, irgendwas mit Geisteskrankeit, gewürzt mit absurdem Humor und brutalsten Gewaltszenen, alles in Schwarzweiß selbstredend (also zusätzlich zu deinen Ideen):
Das wird unser Meisterwerk! ;)
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 22:32:00 -0000
Antwort löschenAwesome! Ich glaube wir haben jetzt unser drehbuch!
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 22:34:08 -0000
Antwort löschenIch glaub es ist schon fertig, der Rest kommt dann beim drehen, wie bei allen großartigen Werken :)
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 22:41:09 -0000
Antwort löschenSo isses! Ich hab gehoert kubrick hat immer nur ein kreis auf ein blatt gemalt ein kreuz und ein dreieck dazu und fertig waren seine drehbuecher! ;)
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 22:44:24 -0000
Antwort löschenEbend! Wahrscheinlich ist unser Drehbuch schon viel zu spinnert ausdifferenziert...
Müssen wir halt kürzen und uns auf den Flow beim drehen verlassen! :D
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 22:49:19 -0000
Antwort löschenUnbedingt. Wir sollten uns auf 4 woerter konzentrieren. Ich sag mal rot und siffon. Was sagst du?
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 22:56:12 -0000
Antwort löschenNippel und Revolution!
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 23:12:13 -0000
Antwort löschenDa laesst sich doch mit arbeiten. 'Der rote nippel und die revolution der siffons!' Klingt nicht schlecht!
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 23:18:57 -0000
Antwort löschenThe Rotnippel siffons-Revolutions
Das wird wasserstoffepisch!!!
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 23:25:38 -0000
Antwort löschenDa kann welles einpacken. Ich bin nur am ueberlegen ob man wirklich das ganze drehbuch schon in den titel einbauen sollte. Im trailer sollten wir suf jeden fall die nippel weglassen dann werden die zuschauer geflasht! Ich sehe schon die kritik von vega vor meinen augen: fett innovativ und cinemaistisch der film!
Andy Dufresne Fri, 05 Apr 2013 23:28:05 -0000
Antwort löschenDer Traum: Gar kein Titel! Nur rausbringen und dann abwarten...;)
Stallforce Fri, 05 Apr 2013 23:43:07 -0000
Antwort löschenFuck! Warum ist da vorher noch niemand darauf gekommen??? :D
Andy Dufresne Sat, 06 Apr 2013 00:06:57 -0000
Antwort löschenSind sie doch!
Was glaubste denn wo die ganzen Megafilme herkommen...;)
Boogers666 Sun, 07 Apr 2013 15:06:28 -0000
Antwort löschenIch kann nicht mehr :DD Leute wen der Film rauskommt bin ich der erste der ihn kauft ;)
Stallforce Sun, 07 Apr 2013 17:20:59 -0000
Antwort löschenDu musst dann einfach keinen Titel bei google eingeben und wenn google dir einen Film nennt, dann ist es unserer! ;)
Andy Dufresne Sun, 07 Apr 2013 17:32:23 -0000
Antwort löschen:) :) :)
Boogers666 Sun, 07 Apr 2013 19:27:59 -0000
Antwort löschenAber. In eurem Film Musses unbedingt einen Monolithen geben ;)
Stallforce Sun, 07 Apr 2013 21:07:48 -0000
Antwort löschenDas wird noch nicht verraten! Wir suchen jedoch noch nach produzenten, die die 300 mio euro fuer den film zusammenkriegen! Interesse? Dann wuerdest du natuerlich auch mehr infos bekommen! ;)
Andy Dufresne Mon, 08 Apr 2013 01:14:50 -0000
Antwort löschenDa fehlt ne 0 Stallforce...
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Stallforce Mon, 08 Apr 2013 03:18:50 -0000
Antwort löschenDas sind ja auch nur die Kosten fuer die Vorproduktion!
Andy Dufresne Mon, 08 Apr 2013 10:58:16 -0000
Antwort löschenGut! :)
jeffcostello Sat, 09 Mar 2013 11:27:36 -0000
Kommentar löschenMalicks „Tree of Life“, von den einen geliebt und innig verehrt, von den anderen als unerträglich langatmige „Pseudophilosophie“ abgetan, ist in der Tat kein leichter Film, er ist durchaus anstrengend und nervenaufreibend, und dann und wann ist die Weile auch einmal lang, aber wenn man sich auf ihn einlässt, sich willig auf die Reise begibt, zu der Malick den geneigten Zuschauer einläd, dann wird man belohnt mit einem überragenden Filmerlebnis.
Ausgehend von den Gedanken, der Sinnkrise eines Geschäftsmannes Jack O‘Brian (Sean Penn), und seinen Jugendjahren, entwirft Malick sein eigenes Bild über die Entstehung der Welt, und stellt Fragen über Gott, und die Menschheit.
Aufgewachsen ist Jack in den 1950ger Jahren in einer idyllischen Vorstadt, mit seinen Brüdern, gefangen zwischen Mutter und Vater. Die Mutter (Jessica Chastain) ist eine herzensgute Frau, wird als Lichtgestalt dargestellt, voller Güte und Nächstenliebe. Von Jack wird sie abgöttisch geliebt. Der Vater (Brad Pitt) ist ein cholerischer Tyrann, der Anforderungen an seine Kinder stellt die er selbst nicht erfüllt, der verbittert ist, weil er in seinem Leben gescheitert ist, er ist der Virus, der die Familie vergiftet, und Jack nach und nach zu einem wütenden Jungen heranreifen lässt, der sich neben den normalen Belastungen des Heranwachsens, wie z.B. den ersten Berührungen mit Tod, Verbrechen und Gott („Warum soll ich gut sein, wenn du es nicht bist?“) auch noch ständig im Kampf gegen seinen Vater befindet.
„Vater, Mutter, ewig ringt ihr in mir…und nie hört ihr auf.“
Tree of Life ist ein Spätwerk, bzw. ein Alterswerk und zwar im besten Sinne, es wirkt altersweise, es wirkt beruhigt, und vor allem wirkt es versöhnlich, versöhnlich mit Gott, mit der Welt und auch mit dem Vater, der nie als schlechter Mensch dargestellt wird, sondern stets als ein Mann, der nur das beste für seine Familie will.
Der Film kommt sehr persönlich und ehrlich daher, er wirkt wie eine Ode an die Mutter und eine Versöhnung mit dem Vater, und daher gebührt die Ehre den meiner Meinung nach wichtigsten Satz des Films zu sagen, die, sofern es eine klare gibt, Botschaft des Films, der Mutter: „Wer nicht liebt, das Leben zieht an ihm vorbei.“.
Allerdings erhebt Malick nie den Zeigefinger, spielt sich nie auf als „Lehrer“, und er will auch nicht belehren, im Gegenteil, er stellt Fragen, ohne Antworten zu geben, möglicherweise weil es auf die Fragen keine Antworten gibt, jedenfalls nicht jetzt, nicht heute.
„Eines Tages werden wir Fallen und weinen und dann werden wir alles verstehen, alles.“
Anstatt den Zuschauer zu belehren, will Malick ihn viel lieber teilhaben lassen.
Visuell ist dieser Film wohl nahezu vollkommen, Lubezkis Bilder sind von unbegreiflicher Schönheit, der Soundtrack ist ebenso wundervoll. Allein deswegen verdient „Tree of Life“ schon Anerkennung.
Malick ist ein fantastischer und berührender Film gelungen, voller Wahrheit, voller Weisheit, und der wohl visuell prachtvollste Film seit 2000.
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hollygolightly1 Sat, 09 Mar 2013 12:29:30 -0000
Antwort löschenWunderschön geschrieben, genauso hab ich es auch empfunden :)
jeffcostello Sat, 09 Mar 2013 13:07:56 -0000
Antwort löschenMerci Madame :) War mein Einstieg in Malick, bin mal gespannt was noch kommt!
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RoosterCogburn Sun, 10 Mar 2013 16:27:14 -0000
Antwort löschenTolles Kommentar - ich mag übrigens The Thin Red Line von Malick.
jeffcostello Sun, 10 Mar 2013 16:48:37 -0000
Antwort löschenVielen Dank, ja, hab mir alles von Malick besorgt, der gute mann hat ja nich so viel gemacht, und die sind jetzt alle nach und nach dran.
Zak Wed, 27 Feb 2013 15:43:53 -0000
Kommentar löschenja irgendwann vielleicht ..so konnte ich nur nach kurzer zeit ausmnachen weil mein hirn unterfordert war und ich was "schnelleres" bevorzugte...aber der film rennt ja nicht weg..mit ein wenig mehr Ruhe könnt ich mir vorstelllen ihn mal ganz zu sehen und was gutes darin zusehen..zur zeit leider nicht möglich.....
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TinaCocaine Sun, 24 Feb 2013 13:03:17 -0000
Kommentar löschenIch habe mich unsäglich gelangweilt und muss gestehen, auch den Sinn des Films habe ich nicht ganz verstanden. Wenn ich mir eine sprachlose Dokumentation über kosmische Dinge, Dinosaurier, Kindererziehung oder das Meer anschauen möchte, dann greife ich für gewöhnlich nicht zu einem "Spielfilm", sondern sehe mir halt eine Doku an und schalte den Ton ab. Das Geflüster in "The tree of life" hat mich echt aggressiv gemacht, die Gebete fand ich schrecklich und auch die Musik brachte mich nahezu zur Weißglut. Was soll denn das? Künstler sind manchmal wirklich komische Menschen und machen verwirrende Sachen! Das Einzige, was ich positiv bewerten muss, ist, dass die Naturbilder wirklich gewaltig und atemberaubend schön sind. Auch die Erziehnungsmethoden "Brads" fand ich nett anzusehen. Ansonsten ging mir der Film auf die Nerven mit seiner spirituellen, philosophischen, religiösen Art und Weise.
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Pyro 91 Sun, 24 Feb 2013 03:43:31 -0000
Kommentar löschenHm, tja, also ein kleines Review wäre nicht schlecht, oder?
Das erweist sich allerdings als schwierig, da ich selten einen Film gesehen habe, bei dem ich das Gefühl hatte, das er auschließlich als reine Projektionsfläche für all die Gedanken, Gefühle und unterbewussten Empfindungen dient, die ich so mit mir durchs Leben schleppe.
Speziell der Konflikt des ältesten Sohns, der hin- und hergerissen zwischen den Erziehungsmethoden seiner Eltern ist, ging mir sehr nahe und viele Szenen, die seine Kindheit zeigen, könnten genauso gut Ausschnitte aus meiner eigenen sein.
Terrence Malick versteht, was es heißt ein Kind zu sein. Wenn wir sehen, wie ein Kind die ersten Schritte macht, mit seinen Geschwistern spielt, neue Buchstaben lernt, die Nähe seiner Mutter benötigt und Respekt und Anerkennung für seinen Vater empfindet, dann sind das zutiefst menschliche Bilder. Sie wirken auf mich nicht klischeehaft, obwohl ich sie wahrscheinlich schon tausend Mal in anderen Filmen gesehen haben. Stattdessen sind sie frisch, lebhaft und vermitteln eine Natürlichkeit, die nur das Leben selbst schreiben kann.
Ich könnte jetzt noch tiefer bohren und genau beschreiben, warum so viele Bilder in diesem Film so viel Aussagekraft für mich haben und wieso ich von Anfang bis Ende nur gebannt auf den Bildschirm gestarrt habe, aber erstens ist mir das zu persönlich und zweitens habe ich überhaupt nicht das Bedürfnis dies zu tun.
"The tree of life" hat mir über zwei Stunden lang philosphische Fragestellungen geliefert, mir Melicks Weltansicht übermittelt und mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt. Was will man mehr von einem Film? Richtig, nichts.
Der "2001 - A Space Odysee" des 21. Jahrhunderts!
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AceVentura Sat, 23 Feb 2013 22:43:38 -0000
Kommentar löschenDieser Film ist aufjedenfall Sehenswert, jedoch darf man sich nicht von der Laufzeit abschrecken lassen! Wer auf tiefgründiges Material steht und auf ruhige Bilder, ist an der richtigen Adresse.
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loveissuicide Sat, 23 Feb 2013 22:09:41 -0000
Kommentar löschenOhne das Spirituelle hätte "The Tree of Life" ganz großartig werden können. Die Bilder zu Beginn des Films, die Geschichte der Erde und des Lebens in Zeitraffer, ist gut gelungen und mit wunderbarer Musik unterlegt. Ebenso gefiel mir die Geschichte der Vorstadtfamilie, allen voran Hunter MacCracken, der den ältesten Sohn spielt. Aber ich bin überhaupt nicht mit der religiösen Seite des Filmes zurecht gekommen, ebensowenig mit dem psychedelischen Schluss. Ich versteh das nicht: man bekommt einen Einblick in die Enstehungsgeschichte des Universums, und dann bekommt man Gott vorgesetzt. In gewisser Hinsicht ist das ja auch zulässig. Mit dem Menschen ist Gott in die Welt gekommen, zumindest in den Köpfen der Gläubigen, also kann man diese imaginäre Wesenheit ruhig auch mitaufzählen, wenn man schon eine Geschichte der Zeit erzählen will. Man sollte das aber bitte auch so darstellen, wie es ist: das Spirituelle ist erst mit dem Menschen in die Welt gekommen, und das auch nur in den Köpfen. Aber sei's drum, das nennt man halt künstlerische Freiheit. Der Rest des Films ist ja eh ganz gelungen.
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DKennyK Thu, 21 Feb 2013 18:49:54 -0000
Kommentar löschenAls Fan von Arthouse-Filmen habe ich mich nicht von den vielen schlechten Kommentaren beeinflussen lassen und habe mir THE TREE OF LIFE angesehen, auch um festzustellen, ob der Film tatsächlich so schlecht ist.
Ja, er ist es.
Der Film fängt relativ gut an und die Kameraführung und die gewaltigen Bilder wecken bei mir reges Interesse, wie man dies nun weiterführt und in eine Geschichte implementiert. Pustekuchen, vorerst bekomme ich 20 Minuten pseudo-künsterlische Bildcollagen präsentiert, bei denen ich mir spätestens beim Cryptocleidus ernsthaft überlegte, ob ich nicht zwischenzeitlich einen Dokumentarfilm eingelegt habe. Zugegeben, die Seuqenz hat einen fast schon meditativen Aspekt, aber ich wollte eigentlich nicht meditieren, sondern einen interessanten Film sehen.
Auch in der zweiten Hälfte schafft THE TREE OF LIFE es nicht sich zu steigern, wenn auch die Protagonisten, die übrigens alle sehr gut spielen, mehr Screentime bekommen.
Fazit: Cinematographisch sicher interessant, wer aber auf interessante und unterhaltsame Filme steht sollte einen weiten Bogen hierum machen.
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KingRePPeL Tue, 19 Feb 2013 18:54:59 -0000
Kommentar löschenJa, ich habe mich auf The Tree of Life gefreut, diesem poetischen, ästhetischen neuen Werk von Terrence Malick (Der zurecht die goldene Palme dafür bekam, obwohl er erst dafür ausgebuht wurde.). Der Film ist von atemberaubender Schönheit , die Musik passt dazu genau und wurde richtig eingesetzt und die Aufnahmen vom Entstehen des Lebens ( - die einen etwas schläfrig machen können) sind unter dem ganzen Hollywood-Einheitsbrei mal was ganz anderes. In der Zweiten Hälfte wird Schauspielerisch etwas mehr geboten, allen vorran Brad Pitt, der einfach großartig als taffer strenger Familienvater agiert und seinen Kinder der Ernst des Lebens beibringt. Jessica Chastain wirkt wie ein Engel, die ihren Kindern die nötige Liebe mit auf den weg gibt. Am besten jedoch gefiel mir Hunter MacCracken, der den ältesten der drei Jungen spielt. The Tree of Life hasst man oder liebt man, ein Ereignis ist es irgentwie sowieso wie ich finde.
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Hochi Thu, 14 Feb 2013 21:55:50 -0000
Kommentar löschenEs ist mir ein Rätsel wie ein solcher Film überhaupt noch auf Blu Ray gepresst wird. Ein Kurzfilm hätte wohl auch gereicht.
Da Fängt dieser Film mit einem relativen guten Intro an, aber was dann? Zwischenzeitlich dachte ich schon die Disc hätte einen Fehler. Aber doch, doch das gehörte irgendwo dazu. Anfangs Teils Standbilder in Rot, Minutenlang konfus glotze man auf den Fernseher. Plötzlich Endlich etwa anderes, die Augen fallen doch nicht zu, schnell die Ernüchterung, immer noch belanglos.
Was dann folgt ist eine Geschichte die in 5 Minuten jeder erzählen kann. Kinder eben, die Spielen und Blödsinn machen, gefolgt von einem Vater der die rechte Hand noch als erzieherische Maßnahme sieht. Alles Dinge die man kennt, aber keine 120 Minuten sehen will. Zwischendurch fallen immer wieder belanglose, fast biblische Sätze die einem einfach nicht davon überzeugen nur im Entferntesten über irren Sinn nachzudenken.
So einen schlechten Film habe ich selten erlebt. Zurück bleibt eigentlich nur negatives, positives vermag ich nicht zu sehen. Es erweckt den Anschein als wurde hier ein Christlicher Werbefilm gedreht.
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