The Tree of Life - Kritik

The Tree of Life

US · 2011 · Laufzeit 139 Minuten · FSK 12 · Drama, Fantasyfilm · Kinostart
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    Flowrider 09.08.2016, 14:55 Geändert 09.08.2016, 14:59

    Es ist schwer zu bestreiten, dass die Naturaufnahmen von unnennbarer Schönheit sind, aber soetwas sucht man doch in einer Dokumentation und nicht in einem Spielfilm, egal ober nun künstlerisch anspruchsvoll sein will oder nicht. Filme können nunmal nicht zu neunzig Prozent aus Naturpanoramen, animierten Supernoven und eingeflüsterten Bibelzitaten bestehen.
    Insofern ist es mir ein gänzliches Rätsel, warum die Kritiker von Cannes "The Tree of Life" mit der Goldenen Palme preiskrönen, aber Filme wie (erst kürzlich) Ryan Goslings "Lost River" oder Refns "Only God Forgives" als prätentiös verschimpfen.

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      Eine Aneinanderreihung von sekundenlangen Sequenzen, ganz schrecklich anzuschauen. Nach 20 Minuten hatte ich keine Lust mehr.

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        Unterwerfung, Hierarchie, Nahrungskette.
        Mikrokosmos, Kosmos, Universum.
        Die adrigen, durchleuchteten Blätter eines Baums, der strömende Fluss des Blutes durch unsere Venen.
        Liebe, Zweifel, Geburt und der Tod.
        Ein Spaziergang durch den Garten des Lebens, ein Herumtollen der Kinder im flachen Bach der verantwortungslosen Glückseligkeit.
        Wir alle waren Kinder, das Erzeugnis der Liebe zweier Menschen oder das extatische Eindringen und Vereinnahmen von Geschlechtsorganen.
        Metamorphose, Zellteilung.
        Der Samen, der Spross über Jahre herangewachsen zum aufzweigenden Baum, dessen Narben tiefer, auf ewig unvergessen bleiben, aber verheilt sind.
        Ein ausgebildetes Nervensystem, das uns die Möglichkeit zum Denken gibt.
        Ein unaufhörlicher, nie stehenden bleibender Fluss der Gedanken.
        Wasser, Wellen, vom Licht getriebene Quallen.
        Gehirnströme.
        Im Federbett in sinnlosen Träumen dahingleiten und wieder zurückkehren ins Diesseits der erfüllten und unerfüllten Sehnsüchte.
        Bruder und Schwester, Familie.
        Die Verzweigung der Natur.
        Unserer Natur.
        Fressen und gefressen werden.
        Das sich drehende Rad am hochgebockten Auto. Unsere Erfindung.
        Das sich bewegende Sonnensystem. Galaxien.
        Den Kuchen essen.
        Einen Baum pflanzen.
        "Wenn der Baum groß ist, bist du längst erwachsen."
        Regeln sind da um gebrochen zu werden.
        Im Himmel wohnt der liebe Gott?
        Vielleicht auch nicht.
        Sich das erste mal den Regeln widersetzen und abends in der Decke eingekuschelt phantastischen Geschichten der Mythologie lauschen, bis man eingeschlafen ist.
        Prägende Momente, Erziehung, das Entdecken der eigenen Verantwortung.
        Strenge, Talent, Lebensweisheiten.
        "Mach nicht den gleichen Fehler wie ich", schallte es aus dem Mund meines, wie sicher auch aus dem deines Vaters.
        Irgendwann, irgendwo.
        Was ist Zeit?
        Das erste mal verliebt sein, es wird bestimmt nicht das letzte mal gewesen sein.
        Den erblichen Fußabdruck hinterlassen in der verwehenden Wüste der Vergänglichkeit.
        Unser Dasein als einzige Beeinflussung durch unsere Umgebung.
        Leben, reich werden, jeder ist seines Glückes Schmied.
        Man darf nie sagen "kann ich nicht".
        Menschlicher Fortschritt sichtbar in den monumentalen Gebäuden unserer Zeit.
        Der Drang alles perfekt machen zu müssen und wenn nicht, dann mit den Konsequenzen rechnen zu müssen.
        "Wie sollen wir Sachen wissen, ohne sie auszuprobieren?"
        Die alles umgebende Pracht im Detailreichtum, die Schönheit der einfachen und komplexen Natur.
        Selbstzweifel, Vergebung, Gnade.
        Respekt, Angst, Tod.
        Die Probleme jedes Einzelnen, das Schicksal unserer Welt, die Bedeutungslosigkeit im Bezug zum gesamten Universum.
        "Glücklich kann nur sein, wer liebt."
        Konvergierende Erdplatten erschaffen Boden für neues Leben.
        Dein Körper verwest, deine Seele verpufft in der Unendlichkeit.
        Neue Triebe entwachsen aus den Überresten, die du hinterlassen hast.
        Ebbe und Flut.
        Ein dauernder Wechsel der Generationen.
        Wozu leben wir?
        Emotionen.
        Leben und Sterben, unüberwindbar.
        Unendlichkeit.
        Der Baum des Lebens.
        Unser Baum des Lebens.

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        • Terrence Malicks The Tree Of Life ist ein Film von gewaltigen Ambitionen und tiefer Menschlichkeit. Nicht weniger als das Abbild aller Existenz durch das Prima einer überschaubaren Zahl menschlichen Lebens: Der O'Brien Familie. Mir fällt nur ein einziger Film ein, der einen ähnlichen Anspruch hat und das ist 2001 - doch dem geht das Humanistische von Malicks Film ab. Malick ist der letzte Überlebende der New Hollywood Generation, dem immer noch und immer wieder solch ein Meisterwerk zuzutrauen ist! Ich kann mich kaum erinnern, wann mich ein Film zuletzt so berührt hat und so viel mit meinem eigenen Leben zu tun hatte. Fast kommt es mir so vor, als ob die Männer in The Tree Of Life ich selbst sind. Hätte ich die Begabung Malicks und müsste einen autobiographischen Film drehen, er würde wohl so aussehen. Wir erleben die Kindheit in einer kleinen Stadt, wo das Leben einfach so fliesst. Ein Vater tritt auf, der Disziplin predigt und eine Mutter, die für Vergebung eintritt. Wir befinden uns auf einer Insel des Müssigangs und nur in dieser Umgebung stellen sich die Fragen nach dem Sinn des Lebens (denn dafür braucht es Zeit). Die drei Jungs der O'Brien Familie sind von der Sonne gebräunt und leicht zerkratzt vom Spielen. Die flüchtigen Eindrücke, die sie von den Geheimnissen der Erwachsenen bekommen, stören sie und erhöhen den Wunsch, selbst möglichst schnell ewachsen zu werden. Ich selbst wuchs auf im Vorort von West-Berlin, dort wo die Mütter aus dem Küchenfenster nach den Kindern sahen und gegen sechs alle rein mussten zum Abendessen. Die Türen der Häuser standen offen und wir fühlten uns beschützt - ich denke von der Unschuld, die so eine Umgebung ausstrahlt. Malick erhielt hier die kongeniale Unterstützung von seinem Produktions Designer Jack Fisk, der die Bilder dieser Kleinstadt Idylle (es muss im mittleren Westen sein) schuf. Wie in seinen letzten Filmen kommt Malick ohne einen offensichtlichen Plot aus. Er zeigt, wie die Sommertage aufeinanderfolgen und lässt seine Figuren dazu monologisieren. Tatsächlich sind es weniger die Gespräche zwischen den Charakteren, als vielmehr die Selbstgespräche, die The Tree Of Life ausmachen. Wir sehen dem täglichen Leben zu. Inspiriert wohl durch Malicks eigene Erinnerungen aus seiner Heimatstadt in Texas wird das Geschehen begrenzt durch 1.) Raum und Zeit und 2.) Spiritualität. Malick führt dazu atemberaubende Bilder vor von der Entstehung und Ausbreitung des Universums, dem ersten Leben und der Evolution. Er landet im Hier und Jetzt - bei uns allen. Durch den Urknall wurden wir erschaffen und heute sind wir - du und ich eben. Aber was folgt danach? Zu beginn werden die Wörter "Nature" und "Grace" geflüstert. Wir erleben, wie die Natur das Leben schenkt und wieder nimmt. Einer der O'Brien Brüder stirbt. Wir können auch der Zeit zusehen: Aus dem jungen Jack O'Brien (Hunter McCracken) wird schliesslich ein Mann mittleren Alters (Sean Penn). Und dann? Ich denke, der Film verspricht ein Nachleben, ein Afterlife. In einer einsamen Landschaft grüssen sich die Menschen feierlich. Ich glaube, dass hier Einklang und absolutes Verständnis herrschen. Manchmal konnte man lesen, dass Mr. O'Brien (Brad Pitt mit Kurzhaarschnitt) eine Figur ist, die zu einseitig als eine Art Dompteuer gesehen wird. Es scheint ihn einzig die Disziplin zu interessieren. Für mich tut er einfach nur das, was er für richtig hält. Mrs. O'Brien (Jessica Chastain, die so ätherisch wirkt) ist verständnisvoller und liebenswürdiger. Sicher, wir sehen eine Familie der 50er Jahre und es ist nichts Ungewöhnliches, dass ein Kind am Essenstisch mal eine reinbekommt. Immerhin entschuldigt sich Mr. O'Brien bei seinem Sohn Jack: "I was a little hard on you sometimes". Der antwortet nur: "It's your house". Jack verteidigt seinen Vater sich selbst gegenüber. So wird man erwachsen. Das alles wirkt in Malicks Film wie ein kurzes Blitzlich des Lebens innerhalb der ewigen Bereiche des Raumes und der Zeit vorgeführt. (Dazu gibts unsere Film List "Mystik" auf cinegeek.de

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            Habe ca. 30 Minuten darauf gewartet, dass der Film endlich los geht, musste mir dann aber irgendwann eingestehen, dass der wohl so bleibt: aneinandergereihte Naturbilder und absolut keine Handlung. Sorry, aber absolut nichts für mich!

            Ich sah mich dann - da ich schon begann unter Krämpfen zu leiden - dazu gezwungen abzuschalten.

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              Der Film ist kein Drama. Kein Fantasy. Es schmerzt auch hier überhaupt das ganze als Film zu bezeichnen. Das einzige was ich persönlich gelten lasse ist eben der Ausdruck Kunstfilm. Was er ja auch ist. Und zum Glück ist Kunst ein sehr, sehr dehnbarer Begriff. 2 Stunden und 20 Minuten die sich eher anfühlen wie 6 Stunden ^^
              Nach 40 Minuten habe ich auf Pause gedrückt. Meine Freundin und ich haben kurz überlegt und diskutiert was das ganz soll? Sie wollte eher was anderes sehen... ich meinte,.. "Neeeeiin... jetzt wird es dann bestimmt losgehen. Die ganze Zeit nur irgendwelche Naturaufnahmen... jetzt fängt der Film bestimmt gleich an."
              Naja und als der Film dann zu Ende war, haben wir beide mal ordentlich gelacht. Also, gelacht haben wir während dem Film auch. Eben wegen den ganzen sinnlosen Aufnahmen. Aber nach dem Film... so richtig gelacht. Da wurde der Filmfan mal so richtig verarscht :D
              Also, ich mag ja eigentlich Naturdokus. Ich mag auch anspruchsvolle Filme.. aber echt jetzt... der hier?!?
              Falls ich mal Sean Penn oder Brad Pitt über den Weg laufen sollte, verlange ich von beiden eine Entschuldigung :D

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                Nach einer erneuten Sichtung von Malick's "The Tree Of Life", dachte ich mir, ich lese mein Kommentar durch, welches ich vor zirka einem Jahr geschrieben habe und habe gesehen das ich einige MP-User beleidigt und dadurch negatives Feedback zurückbekommen habe! In diesem Sinne entschuldige Ich mich für mein damaliges Kommentar! Dadurch habe ich mich entschlossen, mein Kommentar von Grund auf neu zu schreiben!

                Wie oben schon geschrieben, habe ich mir "The Tree Of Life" wiedereinmal angesehen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass er nicht nur 10 Punkte Wert ist, nein, er zählt von nun an zu meinen Lieblingsfilmen! Warum das so ist, erkläre ich kurz:

                Was uns Terrence Malick hier bietet ist kein Film, sondern ein meisterliches Kunstwerk! Es ist ein Genuss, eine Offenbarung, diesen Film zu sehen! Weil einfach alles stimmt! Die traumhafte Musik, die schauspielerische Leistung, die unglaublichen Zitate und die meisterhafte Kamera!

                Es ist ein Kunstwerk, dass Menschen den Sinn des Lebens zeigt! Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne!

                Fazit: Nicht nur mein längstes Kommentar, dass ich hier je geschrieben habe, sondern auch mein intensivstes, weil es einfach ein unglaubliches Kunstwerk von Film ist, dass sich mindestens eine Sichtung verdient hat!

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                • Ich fand den Film garnicht toll zuviel Kunst zuwenig Geschichte, das war teils sehr verwirrend! Ich war froh als er zu Ende war ich hab mich furchtbar gelangweilt!

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                    manuella.semyd 30.09.2015, 14:24 Geändert 30.09.2015, 14:24

                    Ich war zuerst sehr gespannt auf den Film. Leider fand ich den Kunst-Anspruch des Films völlig überambitioniert, und die Geschichte die erzählt wird find ich eher mässig spannend, und durch diese unbewussten-ich erzähl mit anderen Perspektiven- Kameraeinstellungen wird die Geschichte auch nicht besser. Was vielleicht noch bei der ersten halben Stunde geht, wird irgendwann fade. Ich verstehe die Idee und finde das auch spannend, kann aber in der Umsetzung echt leider nichts damit anfangen. Weil der Film auf mich neben der langweiligen Geschichte auch noch so überambitioniert wirkt - ist es mein absoluter Hassfilm.

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                      TheBirdman 24.09.2015, 13:29 Geändert 24.09.2015, 13:31

                      "The Tree of Life" spaltet die Massen wie selten ein Film zuvor, die einen lieben ihn, die anderen können mit Malicks Machart nicht groß etwas anfangen. Bedauerlicherweise muss ich mich selbst nach diesem Erlebnis in letztere Sparte eingliedern. Malick hat einen Kunstfilm geschaffen, keine Frage, eine Ode an das Leben, an das Enstehen und den Verfall des Lebens und dessen endgültige Schönheit in seiner Gänze. Dabei ist die erste halbe Stunde wirklich herausragend inszeniert, mit seiner kurzen Einführung in das Leben der Familie O'Brien und den anschließenden Bildern zur Entstehung der Welt. Die Bilder, die wir dabei vor unserem geistigen Auge sehen, sind wundervoll, anmutig und stilbildend zugleich. Doch leider ist diese erste halbe Stunde leider schon das Beste an "The Tree of Life". Denn spätestens ab dem Zeitpunkt verliert sich der Film in seiner Langatmigkeit und der zähflüssigen Erzählstruktur der eigentlichen Handlung, die immer wieder mit pseudointellektuellen Kommentaren aus dem Off untermalt wird. Die Geschichte um die Familie O'Brien wirkt dabei stets so unglaublich banal, dass man schnell anfängt, das Interesse an den Figuren zu verlieren. Da können im Endeffekt nicht einmal die großartigen Performances der Darsteller (Pitt, Penn und Chastain) etwas retten, die ihren Charakteren allein schon durch ihre stellenweise nonverbale Aura Leben einhauchen.
                      Interessanter Kunstfilm, der wiederholt mit dem Vaterkomlex spielt, dessen Botschaft leider etwas auf der Strecke bleibt und einen mit mehr Fragen, als Antworten zurücklässt.

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                        Nach "The Tree of Life" weiß glaube ich jeder, was richtige Kunst und wahre Schönheit ist. Poet des Kinos - so betiteln viele Terrence Malick.

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                          Irgendwie hab ich die ganze Zeit versucht den tieferen Sinn zu deuten. Bin wohl daran gescheitert. Gerade auch am Ende, wurde es, finde ich, immer verworrener und bevor ich mir eine Interpretation zurecht gedacht hatte, wurde sie auch schon wieder von der Flut der nächsten Bilder zerstört.
                          Den Grundgedanken versteh ich ja, aber hätte man das nicht ein Wenig kürzer und nicht ganz so verwirrend verpacken können?
                          Sehenswert aber allemal, gerade auch wegen dem visuellen Aspekt und der beeindruckenden Kameraführung.

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                            Ioosh698 07.08.2015, 23:05 Geändert 07.08.2015, 23:10

                            Ioosh und "der Poet des Kinos": Eine Reise durch das Werk des Terrence Malick...

                            #2 THE TREE OF LIFE

                            Terrence Malick hat mit THE TREE OF LIFE ein faszinierendes Erlebnis geschaffen, voller Poesie, Philosophie, Gefühl und Kraft. Nachdem ich mir vor kurzem Malicks DER SCHMALE GRAT angesehen habe, welcher meinen Einstieg in die Filmografie dieses Regisseurs darstellte und mich auf einer speziellen Ebene sehr berührte, war ich ja bereits MEHR als angetan was das Können dieses Mannes betrifft, doch das ich dieses Gefühl bei der Sichtung von THE TREE OF LIFE ebenfalls genauso stark in mir spüren würde, wenn nicht sogar NOCH stärker, hätte ich tatsächlich nicht gedacht!

                            THE TREE OF LIFE ist eine filmische Explosion, ein verdammt eigenwilliger und doch unglaublich berauschender und geheimnisvoller Streifen, in dem sich Terrence Malick in all seinen Vorstellungen sichtlich ausgetobt und dem Film SEINEN ganz persönlichen Stempel aufgedrückt hat, in so gut wie jeder Szene.
                            Ich glaube man kann es keinem Übel nehmen wenn behauptet wird, dass THE TREE OF LIFE nicht den persönlichen Geschmack trifft, dazu ist der Film, wie schon gesagt, viel zu eigenwillig und einzigartig.
                            Ja, THE TREE OF LIFE ist letztlich, wie einige andere berühmte Werke der Filmgeschichte, ich denke da beispielsweise an 2001 oder von Triers ANTICHRIST, ein einziges großes Fragezeichen, dessen Antwort wahrscheinlich nur der Regisseur des jeweiligen Filmes lüften und somit Licht in's Dunkle bringen könnte. Doch vielleicht liegt ja genau DA die ganze Faszination die dieses Werk umgibt: Der Drang des Regisseurs sein Publikum zum Nachdenken anzuregen? Der Hang und die Liebe Malicks zur Philosophie? Der Wille des Regisseurs, die Zuschauer daran zu erinnern wo allen Lebens zeitlicher Ursprung liegt? Vielleicht war dies genau die Absicht von Terrence Malick, die Leute zu ermutigen, zum tiefen in sich kehren, zum Rückblick auf ihr eigenes Leben, ihre eigene Kindheit, die Fürsorge und Erziehung der Eltern, alles eingebettet in die Entstehung sämtlichen Lebens? Wer weiß, vielleicht gibt Malick in THE TREE OF LIFE mehr von seinem eigenen Leben und seiner eigenen Kindheit preis als wir eigentlich denken? Sind wir alle nur eine kleine Schachfigur auf einem riesigen Schachbrett, dazu "verdammt" auf ewig verrutscht zu werden? Wie ein Blatt am Baum des Lebens von einer Station zur nächste geweht zu werden, auf der Suche nach Schicksal, Zukunft, Glück und Antworten? Die Vergangenheit durch Seelenreise erforschen und bekämpfen, um so Klarheit und innere Reinheit mit all den offenen Antworten zu erlangen?
                            Fragen über Fragen und doch (fast) keine Antworten. Terrence Malick lässt in THE TREE OF LIFE alle gängigen Konventionen links liegen und schafft ein bildgewaltiges Kunstwerk ganz nach seinen Vorstellungen. Ich habe versucht den tieferen Sinn in THE TREE OF LIFE zu Suchen und Antworten auf all die vielen Fragen zu erlangen, doch bin dabei kläglich gescheitert. Man muss den Film schlichtweg "geschehen lassen", sich der Geschichte und den zahlreichen visuellen Offenbarungen einfach geschlagen geben um all die Schönheit erkennen zu können die uns Malick hier präsentieren will.

                            Was Malick und sein Kameramann Emmanuel Lubezki hier für herausragende Bilder gezaubert haben ist absolut großartig um (wie gesagt) eine Offenbarung! Ich mag Lubezki sowieso, doch was dieses Talent hier geleistet hat verdient Lob, großes Lob! Allgemein ist THE TREE OF LIFE optisch ein wunderschönes Gemälde, voll erhabener Schönheit und Stärke.
                            Wenn die zahlreichen existentiellen Fragen des Filmes, meist begleitet von wunderbar angenehmen Stimmen aus dem Off, von diesen Bildern, wo Terrence Malick mal wieder zeigt das ihm in diesem Bereich kaum ein anderer Regisseur das Wasser reichen kann, perfekt abgerundet werden, dann ist das berührend, wohltuend und meisterhaft zugleich umgesetzt worden!
                            Die Szenen während der Darstellung des Urknalls und der Entstehung allen Lebens, der Geburt des Universums, haben mich in ihrer Inszenierung und vor allem musikalischen Begleitung so sehr beeindruckt wie kaum ein anderer Filmmoment sonst. Einige mögen diese Szenen langweilig nennen (wie gesagt, kann man wohl keinem krumm nehmen), doch für ist es schlichtweg große Kunst. Ja, Malick mag sich mehr auf seine grandiosen Bilder verlassen als auf seine Geschichte, doch was will man denn tun, wenn man von all dem einfach zu jeder Sekunde in seinen Bann gezogen wird, am ganzen Körper Gänsehaut bekommt und einfach nur dankbar ist, für das was man hier zu sehen bekommt? So tun als wäre es öde, nur weil es jemand anderes vielleicht so empfindet? Nein, ganz sicher nicht!

                            Die Schauspieler, welche Malick oft nur als eine Art Polster für seinen optischen "Wutausbruch" nutzt, zeigen dabei ebenfalls guten Leistungen. Brad Pitt spielt als harter und strenger Pragmatiker äußerst glaubhaft und macht eine wiedermal richtig starke Figur!
                            Sean Penn, auch wenn er im Film selbst nicht lange zu sehen ist, gilt für mich sowieso als einer der besten Charakterdarsteller überhaupt und gefällt als an seine Vergangenheit gebundener Sohn Jack auch auf ganzer Linie!
                            Und Jessica Chastain steht für mich im Kontext der fantastischen Bilder kurz gesagt für die ganze Schönheit und Ausdruckskraft dieses Filmes. Eine talentierte, charismatische, sympathische und wunderschöne Frau ❤️

                            Es werden ja hier immer wieder Vergleiche zwischen Kubrick und Malick gezogen, das sich diese beiden doch sehr ähnlich wären. Kubrick war DER Perfektionist, bei ihm musste ALLES zu hundert Prozent sitzen und zur Not so oft er es wollte wiederholt werden. Malick jedoch, so habe ich das Gefühl, lässt die Dinge geschehen so wie er es für richtig hält, so wie es seinem Weltbild entspricht, mit "Schönheitsfehlern", wenn es sein muss.
                            Doch am Ende stimme ich einigen anderen gerne zu, wenn ich sage, das THE TREE OF LIFE Malicks 2001 darstellt...

                            THE TREE OF LIFE ist, für mich, ein Jahrhundertfilm, ein gigantisches Werk, ein visionärer und berührender Geniestreich von Terrence Malick welcher mir einige Male Gänsehautfeeling bescherte!
                            Und auch wenn ich es nach einer Erstsichtung eines Filmes eigentlich nicht mehr tun wollte, so kann ich hier nur ein ❤️ vergeben, für diesen tollen Film!

                            "Glücklich kann nur seiner liebt. Wer nicht liebt, dessen Leben fliegt an ihm vorbei."

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                              Deusfantasy 05.08.2015, 15:22 Geändert 03.04.2016, 17:01

                              Eins ist definitiv klar, Terrence Malick hat mit "The Tree of Life" wirklich einen einzigartigen Film geschaffen. Im Vorfeld konnte ich sehr oft lesen, dass man den Film entweder hasst oder ihn liebt. An dieser Aussage ist durchaus was dran, auch wenn ich weder zur einen, noch zur anderen Seite gehöre. Dafür ist mir der Film letztlich einfach zu egal.
                              Eine wirkliche Handlung gibt es leider nicht, was äußerst schade ist, da die Familie sehr Interessant ist. Die Geschichte um Jack und seine Familie wird größtenteils nur angedeutet, geht aber nicht genug in die Tiefe und steht letztlich ständig im Schatten der philosophischen Perspektive. Dieses Gefühl vermittelte mir auch die beständig an den Charakteren vorbeigleitende Kamera. Dadurch wirken alle Charaktere eher wie Schaufensterpuppen, die gut fürs Bild positioniert wurden. Die Figuren sind für mich somit komplett ungreifbar gewesen und dementsprechend konnten mich die Schicksale so gar nicht berühren. Sean Penns Kurzauftritt fand ich sogar fast schon eher belustigend, da er die meiste Zeit mit gequältem Gesichtsausdruck Fahrstuhl fährt oder an einem Strand spazieren geht.
                              Auf der Gegenseite muss man dem Film aber auch die wahrlich atemberaubend schönen Bilder zu Gute halten. Eine Bilderkomposition, von der ich tatsächlich viel lieber mehr gesehen hätte, anstatt den oberflächlichen Familienkonflikten zu folgen.
                              Mich erinnert „The Tree of Life“ irgendwie an einen Tintenklecks auf einer weißen Leinwand. Für die einen ein zutiefst kunstvolles Meisterwerk, für mich lediglich ein Tintenklecks, der eine weiße Leinwand beschmutzt.
                              Der Film will einfach zu viel, erreicht dadurch aber nur wenig. Ich empfand ihn letztlich als aufgeblähtes, langweiliges, furchtbar prätentiöses Stück Schmu, ohne viel Unterhaltungswert. Die Bilder hauen aber noch einiges zum positiven raus.
                              Das es auch anders geht, bewies Malick mit "Der schmale Grat", wo er es geschafft hat, einen kunstvollen und philosophischen Ansatz, mit einer wirklichen Handlung und einem größeren Unterhaltungswert zu kombinieren. Ich werde "The Tree of Life" in einigen Jahren aber trotzdem noch eine weitere Chance geben.

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                                Der Filmtheoretiker Steven Shaviro hat einst folgendes behauptet: "There are two types of cinephiles: those who love 'The Tree of Life', and those who love 'Melancholia'." Tja, wie es aussieht, werde ich mich nach wie vor zu den Melancholia-Fanatikern zählen müssen. Wieso? 'Melancholia' löst in erster Linie folgendes aus: Fassungslosigkeit. Das Ende ist von der ersten Sekunde an offensichtlich, aber dennoch trifft es einen wie ein Schlag ins Gesicht. Was jetzt? Was war das? Wieso das ganze? Worauf will Lars von Trier hinaus? Dadurch, dass er dieses Gefühl der Unsicherheit auslöst, merkt man, dass von Trier hier vor allem auf eines hinaus will: Er will den Zuschauer zur Selbst-Hinterfragung animieren. Ihn zum Nachdenken über den Sinn des Lebens auffordern. Das tut er, indem er den Zuschauer direkt mit seiner Sterblichkeit konfrontiert. Der Tod definiert unseren persönlichen Sinn des Lebens.
                                Was tut Malick? Er stellt es als Tatsache dar, dass der Sinn des Lebens das Lieben ist, das Lieben der Natur, das Lieben der Mitmenschen, das Lieben von Gott. Im Endeffekt erweist sich das als nervig. Klar, man könnte begründen, dass der Film in erster Linie eine subjektive Sicht ist und dass es hier nicht um das Vermitteln einer Botschaft, sondern um eine filmische (Selbst-)Suche geht. Man muss aber konstatieren, dass der Zuschauer von Malicks Denkprozess nicht ausgeschlossen ist und somit daran beteiligt ist, sprich: Dadurch, dass Malick diesen filmischen Selbstfindungsprozess dem Zuschauer zur Verfügung stellt, macht sich dieser zusammen mit Malick auf die Suche. Was mich also an dem Film letztendlich stört ist dieses förmliche Aufdrücken einer Antwort am Ende: "The only way to be happy is to love. Unless you love, your life will flash by." Dieses eindeutige Zitat einer Figur, mit der Malick eindeutig sympathisiert, führt die Rechtfertigung, dass es dem Film in erster Linie um die Aufforderung zur Selbstreflexion ginge, ad absurdum. Das, was mich daran vor allem stört: Malick lässt den Zuschauer nicht selbst zu der Erkenntnis kommen, er kaut ihm diese Erkenntnis durch dieses Voice Over förmlich vor. Im weiteren Verlauf des Films wird das nur noch bestätigt: Der Erwachsene Jack trifft seine Verwandten in einem Art Paralleluniversum (?) wieder und umarmt sie bedeutungsvoll. Malick bestätigt hiermit die vorhin angesprochene Weisheit und fordert somit nicht wirklich zur Reflexion, sondern eher zur Umsetzung einer von ihm propagierten Idee auf. Als der Abspann anfing, dachte ich mir nur: "Aha, durch Liebe wird man glücklich. Wusste ich vorher schon." Keine Reflexion, nichts. Vielleicht schaue ich schon wieder nur, aber sehe nicht, aber ich erkenne hier beim besten Willen keine Aufforderung zur Reflexion, sondern lediglich eine leicht penetrante Aufforderung, die Natur, Gott und seine Mitmenschen zu lieben. So richtig diese Idee auch sein mag: Sowas ist meines Erachtens für einen so dermaßen hochgelobten Film einfach zu wenig.
                                Sorry Terry, aber ich bevorzuge immer noch Filme von depressiven Dänen.

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                                • 8

                                  Was soll ich noch großartig sagen? Malicks Werk hat mich zur richtigen Zeit, in einer schweren Phase meines Lebens erwischt und mir Kraft und Hoffnung gegeben. Ich denke der Film ist für jeden eine Bereicherung, egal ob im positiven oder negativen Sinne.

                                  take dat u litte malick haters cuz the tree of life is 1 naise movie okay!?

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                                  • 4

                                    Grandiose Bilder und überragende Kamerführung, aber sonst leider einfach nur langweilig.
                                    Bei weitem nicht so stark, wie 2001 - A Space Odyssee

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                                    • 5

                                      ...und am achten Tag erschien Terrence Malick und fasste die Essenz der ersten Woche in 139 Minuten zusammen...und fügte noch eins, zwei Updates ein...

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                                      • 6

                                        Hi Leute,

                                        eigentlich schreibe ich sehr selten zwei Kommentare zum selben Film. Aber hier muss ich noch einmal meinen Senf abgeben.

                                        Sonntag-Nacht habe ich den mir alleine angeschaut. Ich habe insgeheim gehofft er packt mich wie 2001. Gelobt wird er ja ohne Ende. Auch von meinen Buddies hier.
                                        Umso länger der Film andauerte (ich dachte am Ende ich saß 5 Stunden vor dem Fernseher) desto mehr in Richtung so "What the fuck is that?!"

                                        Mein Urteil direkt nach dem Film war. Das ist hochwertiger Schrott mit unendlichem Inhalt. Anderer seits sagt eine noch tiefere Stimme in mir, man vielleicht bist du noch nicht bereit, das gesamte Ausmaß, was Malick versucht uns vermitteln, zu verstehen. Ich frage mich dann, muss ich das denn überhaupt?! Das hier verstehen?!
                                        Jeder Mensch ist doch am Ende für sein Leben selbst verantwortlich. Ich wusste bereits im sehr frühen Alter. Ich bin ein Teil des Ganzen Universum-Puzzles. Und nur ich alleine kann es lösen. Egal unter welchen Umständen man sein Leben lebt oder welche Erfahrungen oder Eindrücke man im laufe der Zeit gesammelt hat.

                                        So jetzt, gestern Abend habe ich den nochmal mit meinen Kids angeschaut. Die beiden Jungs sind 11 und 9 Jahre alt meine Tochter ist 7 Jahre alt. Ich habe gehofft durch die Augen meiner Kinder die Magie zu entdecken.

                                        Ich versuche so gut es geht meine Kinder frei zu erziehen. Selbstständiges denken und immer nach den 5 Ws fragen (Wer, was, wo, wann und vorallem nach dem Warum).
                                        Meine jüngste, sie wurde einige male sehr emotional und fühlte mit den drei Jungs im Film mit. So wie die anderen beiden auch. Das ist schon mal sehr gut. Mitgefühl ist da, für gleichaltrige fremde Kinder. :) Mein mittlerer meinte und er ist ziemlich aufgeweckt. "Papi was ist den das für ein Schrott". Mein ältester meinte nachdem ich nach seinem Resümee nachfragte. "Irgendwie ist er schlecht aber wieder rum auch gut." Jedoch wollte keiner abbrechen und die drei haben den zu Ende geschaut. Weil sie insgeheim gehofft haben den Sinn zu erkennen!

                                        Mein Fazit: Okay, bei mir war das dann so, er hat sogar noch einen Punkt Abzug bekommen. Und lasse den erstmal Ruhe vergehen. Und denke ich gebe dem noch einmal die Chance in 10 Jahren oder so. Dann sehe ich wirklich ob hier etwas zeitloses erschaffen wurde oder doch nur eine leere Luftblase.

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                                          Hi Leute,

                                          was ist Leben und wie wird Leben gelebt? Malick geht aufs Ganze, er will das allumfassende Universum, den unendlichen Kreislauf und er verheddert sich!!
                                          Finde ich.

                                          Meine Interpretation:
                                          Der Baum des Lebens ist die Antwort. Von der Wurzel bis hin zu den letzten Zweigen muss der innere Energie-Fluss gewährleistet sein. Sprich Pflege, Sonne und Liebe. So ist man von Kindesbeinen an, gegen Gewitter und äußere Einflüsse geschützt.

                                          Kein Wunder das viele Kinder Verhaltensgestört aufwachsen und im Erwachsenen -Alter, Schwierigkeiten mit sich und ihrer Umwelt haben.
                                          Hier Sinnbild für dieses Scheitern, sind die Eltern der Familie OBrien. Die das beste für die eigenen Kinder wollen und dabei sich in festgefahrene Erziehungs-Ideologien verharren. Die Mutter ist zu arg emotional nett. Das schadet dem Kind Jack und seinen Brüdern, genau so wie die rabiate und dominante Erziehung des Vaters.

                                          Das Zauberwort heißt HARMONIE und GLEICHGEWICHT. Wenn diese erreicht ist, dann kann braucht man sich nicht mehr vor dem Tod zu fürchten.

                                          Mein Fazit: Ich habe eine 2001 Familien-Odyssee erwartet. Es wurde so etwas wie eine schwere Geburt des Kosmos mit leichten Komplikationen.

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                                            "Im mehrfach oscarprämiierten Tree Of Life von Terrence Malick muss eine Familie den Verlust ihres Sohnes verkraften."

                                            Äh... nein, der hat nicht einen einzigen Oscar abbekommen liebes Moviepilot-Team ;)

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                                              delawy 21.06.2015, 14:20 Geändert 21.06.2015, 21:14

                                              puuuuuuh. Ganz schwierig, zu bewerten. Weshalb? Weil der Film nicht innehält bei soziologischen, psychologischen Themen, sondern nach dem ganzen Universum greift. Und genau dort scheitert er für mich. Zuerst einmal: der Künstler (Malick) arbeitet mit dem Medium Film ( Was für Konsequenzen beinhaltet dieser Fakt? Ist eine sehr interessante Frage). Augenfällig: Er hält sich auch an einen bestimmte (bewährten?) Konsens , was Spieldauer eines Filmes angeht. Der Film ist zwar überdurchschnittlich lang, aber immer noch kinotauglich. Für ein solches Ansinnen eine wirklich grosse Herausforderung.

                                              Ich kann den Film in 2 Teile gliedern:

                                              a)Die bedeutungsschwangere Erweiterung: NATUR,Gott, kompositionelle Musik, Surrealität. Ich fühlte mich immer wieder stark an 2001 von Kubrick erinnert. Der Funken sprang nicht über.

                                              b) der Mensch: Beziehungen. Eltern, Kinder, Gesellschaft, Autorität, Liebe, GEWALT, Angst,Trauer, SCHAM. Und was Gott für den Menschen ist. Für mich war dieser "Mittelteil" tief, grossartig, feinfühlig, ambivalent. Ich hatte Gänsehaut bei der Off- Stimme des Jungen in diesem Teil. Eine Mutter die duch ihre "Gnade" genauso versagt wie der Vater. Ich erkannte hier das Grosse (das Kleine), die Sehnsucht, den Widerspruch, den Kampf.

                                              Weniger ist manchmal mehr. Das hat mir dieser Film auf faszinierende Weise gezeigt. Trotzdem halte ich den Film für sehenswert.

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                                                Dies war meine erste Begegnung mit Terrence Malick. Ich hatte meine Zweifel, ob ich mich in diese Art von Filmkunstwerk hineinversetzen könnte, ohne gelangweilt zu werden, da Herr Malick auf unterschiedliches Echo stößt. Immerhin wird hier keineswegs hirnlose Kost angeboten. Und was soll ich sagen: Es ist ihm gelungen, mich überwiegend positiv in eine neue Welt einzustimmen.
                                                Warum nur 7 Punkte?
                                                Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten diesem Film zu folgen.
                                                Es gab einige Szenen, die ich nicht zuordnen konnte und sie erschienen mir fast sinnlos.
                                                Aber das Positive überwiegt!
                                                Dieser Film bietet die schönsten Landschaftsaufnahmen, die ich je gesehen habe. Oder die Entstehung des Universums, unterlegt mit wundervollem Chorgesang. Dieser Moment prägte sich intensiv ein.

                                                Die schauspielerische Leistung bleibt im sehr guten Bereich.
                                                Jessica Chastain spielt hier eine unantastbare, wunderschöne Mutter, die mit einer sehr starken Ausstrahlung ausgestattet ist. Sie sieht aus wie ein Engel.
                                                Durch diesen Film konnte sie mein Herz gewinnen.
                                                Mr. Pitt spielt seine Rolle genauso gut, wobei ich hier kaum Unterschiede zu seinen vorherigen Rollen sehe. Brad Pitt spielt also Brad Pitt.

                                                Nachdem der Film zuende war, blieb ich erstmal ratlos zurück.
                                                Was genau möchte Herr Malick mit diesem Film ausdrücken? Nun, ich hadere noch mit meinen Interpretationen, aber sobald ich meine PERSÖNLICHE Meinung gefunden habe, wird dieser Film zu einem einzigartigen Meisterwerk, mit einer Bilderflut voller Schönheit.

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                                                  ju.ku.750 29.03.2015, 21:45 Geändert 31.03.2015, 15:46

                                                  Selbst Sean Penn, der in dem Film mitspielt, konnte die Handlung des Films nicht wirklich zusammenfassen, nachdem er ihn gesehen hatte:-)
                                                  Mir ging es da nicht anders. Das macht den Film aus. Jeder, der sich auf ihn einlässt, wird seine ganz eigene Interpretation haben.
                                                  Man sollte sich einfach zurücklehnen und die wunderschöne Komposition der gezeigten Bilder genießen.
                                                  Mein Lieblingsfilm von Terrence Malick ist und bleibt "Der schmale Grat". Da stimmt für mich die Mischung aus Kunst und Handlung.

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                                                    exterminatethemall 08.03.2015, 00:32 Geändert 08.03.2015, 00:55

                                                    Ein scheußlicher Film, für jeden Nichtgläubigen unerträglich. Der Handlungsstrang der Familie könnte interessant sein, wäre es nicht so supernervig spirituell aufgeladen. Welchen Weg nimmst du, den der Natur, oder den Weg der Gnade? Ich bin für gar keinen..... Wenigstens weiß man am Ende des Films, dass auch Dinosaurier Gnade empfinden können. Den einen Punkt gibts für die Weltraumsequenzen, an der jeder Kiffer seine Freude haben wird.

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