True Romance - Kritik

True Romance

US · 1993 · Laufzeit 120 Minuten · FSK 18 · Drama, Kriminalfilm, Road Movie, Thriller · Kinostart
  • 10
    lemmy1887 28.05.2016, 14:45 Geändert 28.05.2016, 14:46

    Bei diesem Film stimmt einfach alles: Top Schauspieler bis in die kleinsten Nebenrollen, sehr guter Soundtrack, hervorragende Dialoge,. Nie waren Slater und Arquette wieder so gut und zu Hopper, Walken, Gandolfini muss man ja eigentlich gar nichts mehr sagen.. Der beste Tarantino, der gar nicht von Tarantino gedreht wurde. Überragend.

    • Our Daily Free Stream: True Romance. Zum Geburtstag von Dennis Hopper! - Das hier ist ein Film, der sein eigenes Universum kreiert und sich frech darin sonnt. In der eigenen Glorie. Unschwer zu erkennen, entspringt dieses Universum aus den tiefsten Wünschen eines Heranwachsenden (und zwar eines männlichen). True Romance sind die feuchten Träume eines Teenagers, der Martial Arts Filme liebt, Waffen und Mädchen mit dicken Dingern. Schlecht ist der Film deshalb nicht, es braucht nur den richtigen Zugang. True Romance öffnet einfach ganz viele Schubladen voller Klischees und sortiert. Das aber mit solcher Energie, soviel Spass und derartig bekloppten Einlagen, dass ich mich nur schwer dagegen wehren konnte! Einfach das Gehirn am Einlass abgeben. Der Held Clarence (Christian slater) ist die Identifikationsfigur. Er arbeitet im Comic Laden und verbringt seine Freizeit damit, Kung Fu Filme zu glotzen. Schwer fassbar für ihn, als eine Blondine (mit einem archetypischen 90s Haarschnitt) in sein Leben dringt. Sie heisst auch noch Alabama (lechz!) und wird gespielt von Patricia Arquette. Muss man noch erwähnen, dass sie eine Hure ist? Ich denke, es ist der einzige mögliche Beruf für eine Bombe wie sie in einem Film wie True Romance! Ihr Job bedeutet übersetzt: Viel Freizeit, keine Eltern, immer erreichbar, zumindest ab einem gewissen Preis. Natürlich kosten solche Damen wie Alabama nie etwas für den Helden in Filmen wie True Romance. Beide zusammen ergeben ein Comic Paar, das in Bonbon Farben strahlt! Alabama ist übrigens die Unschuld in Person. Erst seit vier Tagen arbeitet sie als Nutte, doch hat bereits einen grausamen Zuhälter hinter sich (Gary Oldman). Mit ihm wird sich Clarence auseinandersetzen müssen... Clarence ist beides: Mutig und dumm und so kommt das Paar in den Besitz von fünf Millionen Dollar, die der Mafia gehören. Verfolgt vom Mob gehts über Land Richtung Rio. Inszeniert hat Routinier Tony Scott den Film. Der wahre Autor, dessen Handschrift jede Dialogzeile auszeichnet, ist aber Quentin Tarantino, der gerade in Sundance seinen ersten eigenen Film vorgestellt hatte. Tarantino kreiert diese Welt aus harten Typen, leichten Mädels und schmierigem Melodram. Dazu gibts Waffen, Drogen und ganz viele Intrigen. Wie in den frühen Tarantino Filmen so üblich, gipfelt der Plot darin, dass sich sämtliche Parteien bewaffnet gegenüber stehen und losballern. Es gibt keinen einzigen Moment des Innehaltens, geschweige denn tieferer Gedanken. Hier ist alles Style und Action! Viel mehr noch als die Rahmenhandlung machen einzelne Szene Spass. Das liegt am ungeheuren Cast: Christopher Walken, Dennis Hopper und Brad Pitt haben unvergessliche Auftritte. Val Kilmer schliesslich spielt Elvis, der ein guter Ratgeber in allen Lebenslagen ist. Falls du dich nicht darüber wunderst, dass sogar der Geist von Elvis mitmacht, bist du hier ganz sicher im richtigen Film!

      • 7 .5

        "Alter", aber hammermässiger Film mit Staraufgebot. Humor, Action und Liebelei kommen nicht zu kurz!

        • 7 .5
          patrick.rohrer.5 10.05.2016, 14:08 Geändert 10.05.2016, 14:09

          Wahnsinnsfilm mit tollen Schauspielern. Gary Oldman, Christopher Walken, Dennis Hopper und James Gandolfini mit viel zu kurzer Screentime, sie spielen hier so überragend, das ich sie gerne länger in diesem Film gesehen hätte.
          Man merkt auch eindeutig die Handschrift von Quentin Tarantino, sehr viele typische Momente, die an seine Filme erinnert.
          Auch der Endkampf war geil inszeniert und hat mich vollends zufrieden gestellt.

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          • 9
            RockyRambo 08.05.2016, 11:47 Geändert 09.05.2016, 11:52

            Klasse Road Movie irgendwo zwischen QT typischer Kunst und Lovestory. Clarence (Christian Slater) und Alabama (Patricia Arquette) haben als Paar eine Klasse ausstrahlung und sämtliche Nebenrollen sind stark besetzt und wunderbar ausgearbeitet. Wer noch Zweifel hat ob der sich lohnt sollte einfach nur mal in die Cast Liste schauen. Mein persönlicher Lieblingsfilm von Tony Scott neben Last Boy Scout .

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            • 9

              Hammer Film Danke Tony
              RIP
              Die besten gehen leider immer zuerst.

              • 7 .5

                Ganz netter Film, aber wirklich umgehauen hat er mich nicht.
                Die schauspielerischen Leistungen sind super. Christian Slater und Arquette überzeugen und auch der Kurzauftritt von Christopher Walken bleibt einem im Gedächtnis.
                Die Story ist auch toll ausgedacht und stammt, wer könnte es sonst sein, von Quentin Tarantino.
                Warscheinlich waren meine Erwartung wohl etwas zu hoch. Jedenfallls hat mir etwas gefehlt. Mehr ausgefeilte Dialoge? Mehr Witz und haudrauf "a la Quentin"? Wer weiß, möglicherweise bin ich nach einer zweiten Sichtung mehr angetan.

                • 8 .5

                  Eine Sache nervt tierisch: Die Filmplakate und der Vorspann vermitteln den Eindruck, dass Pitt, Jackson, Oldman, Kilmer und Walken in Nebenrollen spielen, denn Cameo-Auftritte haben.

                  Walkens Auftritt kann man noch als "Special Appearance by" oder als "and with"- Rolle bezeichnen, also als letzte Nennung zur Verdeutlichung der Relevanz des Kurzauftritts.
                  Samuel l. jacksons Darstellung ist ein Witz von 1 Min - lächerlich... Brad Pitt als kiffender Gast-Gast ist zwar amüsant aber dann lieber die Rolle des Dick Ritchie (M.Rapaport) oder Donnie Donowitz- einfach zu wenig Screentime für eine Darstellerauflistung.
                  Ich frage mich bis heute, warum Val Kilmer verschwommen ist-ätzend, kann doch jeder Schauspieler dahinter stehen... und den Darsteller nur anhand Stimme "zu sehen", ist mir für einen Film auch zu schade. Inbesondere, wenn mit ihm als Darsteller geworben wird.

                  Der Film hat Glück, dass er gut ist, denn die Cast-Auflistung reine Verarsche!

                  • 10
                    cycloo77 29.02.2016, 23:29 Geändert 01.03.2016, 00:03

                    Kultiger und abgefahrener Coolness Streifen!

                    Ein blutgeträngtes Thriller - Love Story - Road Movie, gewürzt mit tiefschwarzem Humor und garniert mit einer riesen Portion Selbstironie.

                    Das Quentin Tarantino hier den Füller geschwungen hat, ist in jeder Film-Sequenz spürbar. Die Gewaltspirale schlägt im knallroten Bereich aus, der Film zeigt das ber in einer gelassenheit, die Brilliant ist.

                    Eine Dialog-Granate nach der anderen wird hier gezündet und brennt sich ins Kleinhirn.

                    Das Straufgallopp das einen Vergleich in dieser Coolness erst noch irgendwo finden muss ist beeindruckend. Dazu kommen Charaktere die einfach nur GENIAL sind!

                    Unvergleichliche Szenen und Dialoge, tolles Score, ein KULTFILM der zum zeitlosen Klassiker wurde, auch nach über 20 Jahren macht der Film genausoviel Spaß wie bei seiner Premiere.

                    Die blutigste und wohl außergewöhnlichste Lovstory überhaupt, ist hier auf Zelluloid geschmiedet worden.

                    10
                    • 10
                      Mystery-Fan77 16.02.2016, 18:39 Geändert 16.02.2016, 18:40

                      Ebenfalls an "True Romance" lässt sich Quentin Tarantinos Handschrift sofort anmerken: Super Dialoge, krasse Gewalt, coole Story usw.....
                      Ein weiterer Film, den ein Tarantino Fan gesehen haben muss. Aber mein Lob sollte nicht nur Tarantino, der im Grunde genommen nur das Drehbuch verfasste, allein gelten, sondern auch Tony Scott lieferte eine tolle Regiearbeit ab.

                      Fazit: Auf alle Fälle weiterzuempfehlen! "True Romance" bleibt nach meiner Meinung ein weiterer Meilenstein im Thriller-Genre, der selbst in den folgenden 20 Jahren unüberholt sein wird.

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                      • 10

                        Einer meiner Lieblingsstreifen. Unzählige Male gesehn.
                        Mein Favorit unter Tarantinos Drehbüchern.
                        Der Dialog zwischen Dennis Hopper und Christopher Walken ist einfach unschlagbar!!!

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                        • 10

                          Hi Leute,

                          LOVE IT, so much ♥. Um es mit den Worten von @Copa, dieses geniale Frühwerk von Tarantino und Tony Scott, zu beschreiben.

                          "Ich habe seit 1984 keinen Mann mehr getötet. Bis dieser Komiker aufgetaucht ist."

                          Unvergessen die Szene mit Dennis Hopper und Christopher Walken in Sachen Sizilianisch-Maurische Ahnen-Geschichte oder die Sado-Maso Killer-Hotel-Szene zwischen Arquette und Gandolfini. Ich sag nur Ober-Affen-Titten-Hammer-Geil.

                          Meister Bruce Lee in diversen Cameo Auftritte genau so wie der King of Rock.
                          Das ist KINO-MAGIE pur.

                          Mein Fazit: Auf Anhieb geliebt. Das schaffen nur wenige Filme!

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                          • 7 .5

                            Notiz an mich: 10.01.15/VoD/schöner Liebesfilm mit guten Tarantino-Spannungsmomenten; gelungene Dialoge allen voran die berühmte SizilianerSzene; super Titellied; stimmungsvolle Bilder von Detroit

                            • 9 .5

                              So, nachdem die Weihnachtstage überstanden sind und ich gefühlte 10 Kilo zugenommen habe, hatte ich unbedingt Lust, mir mal wieder einen Tarantino anzusehen. Ja, ich weiß, dass ''True Romance'' kein echter Tarantino ist, doch da das Drehbuch von ihm ist, merkt man trotzdem seine Präsenz und wenn ich es nicht wüsste würde ich auch keine großen Unterschiede sehen, ob er jetzt hinter der Kamera stand oder nicht. Tarantino ist für mich wohl der beeindruckendste Filmschaffende der heutigen Zeit. Er hat mich mit allen seinen Filmen, die ich bisher gesehen habe voll und ganz in seinen Bann gezogen und ich wurde jedes Mal überzeugt. Hier ging es mir genau wie bei anderen Tarantinos, denn an erster Stelle stehen die Dialoge, welche einfach gewohnt super und geistreich sind und den Plot überhaupt nicht vorantreiben, worüber sich manche Leute überall streiten, was mir jedoch komplett wurscht ist, denn ich mag diese Art der Erzählstruktur.
                              Ein weiteres Tarantino Merkmal ist, was hier doch recht deutlich auftritt, ist die Großzügigkeit, was den Einsatz von Kunstblut und Gewaltszenen angeht, denn die gibt es wirklich nicht zu knapp. Doch diese sind handwerklich auf top Niveau und recht hochwertig gemacht. Aber keineswegs nehmen diese Szenen den Hauptteil des Films ein, denn eigentlich geht es hier ja nur um die außergewöhnliche Liebe. Kurz zum Inhalt: Alabama ist ein Call Girl und möchte ihren ''Kunden'' Clarence glücklich machen, doch bei ihrem Treffen verlieben sie sich. Clarence will nun das Zeug von Alabama aus den Fängen ihres Zuhälters holen. Doch er nimmt ganz zufällig einen Koffer voll Koks mit, den es nun gilt zu verticken....
                              Das hört sich ja alles schon nicht unbedint nach Mainstream an, sondern ein bisschen besonders ist die Story schon. Wie gesagt wird diese zum einen Teil von den Dialogen getragen und zum anderen Teil von den Darstellern, von denen es wirklich viele großartige gibt. Denn wenn man hier Namen wie : James Gandolfini, Christopher Walken, Brad Pitt, Christian Slater und Co. hört, dann könnte einem schon das Herz aufgehen. Besonders entdecke ich die letzte Zeit meine Begeisterung für Christopher Walken, der ein wirklich grandioser Schauspieler ist. Einerseits ist der Cast brilliant, doch auf der anderen Seite muss ich leider sagen, dass es für mich zu viele Charaktere gab, die jedoch nur 10 Minuten eine Rolle gespielt haben. Diese hatten eigentlich ziemlich viel Potential näher belichtet zu werden. Denn letztlich hätte ich es besser gefunden, wenn es ein paar weniger großartige Schauspieler gegeben hätte, doch andere wichtigere Charaktere mehr Screentime gehabt hätten, aber gut das ist jetzt auch Meckern auf höchstem Niveau. Denn im Großen und Ganzen ist der Film großartig und baut eine schöne 80s Atmosphäre auf.

                              Also, wer auf Tarantino oder Gangsterfilme oder beides steht, sollte ''True Romance'' wirklich mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben.

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                              • 8
                                OrdellRobbie 23.12.2015, 13:26 Geändert 23.12.2015, 13:28

                                Ein wilder , knalliger, bunter, schneller, harter, explosiver, virtuoser Scott/Tarantino-Trip. Die Chemie zwischen der schnuckligen Patricia Arquette und dem Elvis-Philosophen Christian Slater ist hervorragend ...und zu süß :-) Daneben eiskalte Mobster wie Christopher "Sicilian" Walken, den Brad Pitt der 90er, Dennis Hopper, Gary Oldman als herrlich bösartigen und überzogenen Pimp Drexl Spivey so wie James Gandolfini als einen sadistischen Mafioso. Ja, hammer Cast!
                                Tarantinos Oberfläche ist zu spüren, deutlich; von Dialogen im Diner über Kuchen, im Kino läuft ein Sonny Chiba - Feature, eine nette Videothek,... Wer hier aufpasst, merkt, dass Clarence ein Alter Ego von Tarantino ist.
                                Das Thema von Hans Zimmer ist ein toller Kontrast zum rasenden Actioner und bringt Cineasten zum Schmelzen.
                                TRUE ROMANCE ist wahrlich eine Romanze - Blutgetränkt und mit naivem Charme.

                                • 9

                                  You're so Cool. Punkt.

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                                  • 7

                                    Ich frag mich grad wieso Samuel L Jackson und Brad Pitt hier eigentlich an erster Stelle bei dem Cast stehen und Slater und Patricia nichtmal unter den ersten paar dabei sind :D

                                    • 9

                                      SPOILER!

                                      Ich hatte das Zitatefeuerwerk aus der Feder von Tarantino, unter Anleitung von Tony Scott schon vor einigen Jahren gesehen, als die Liebe zum Film gerade am Wachsen war.
                                      Der Film war mir durchaus positiv im Gedächtnis geblieben. Coole Darsteller, rasante Action und eine gut erzählte Geschichte. Konkretes, war mir aber nicht im Gedächtnis geblieben. Also galt es, "True Romance" eine zweite Chance zu geben. Die er eigentlich gar nicht brauchte, mir aber gezeigt hat, wie gut der Film wirklich ist. Nämlich verdammt gut.
                                      Da wäre zu allererst die tolle Chemie zwischen der süßen Patricia Arquette und dem lässigen Christian Slater, der wohl nie besser war (was bei seiner recht dürftigen Filmographie aber auch kein großes Wunder ist). Die Zwei reisen, als eine Art Bonnie und Clyde Verschnitt der 90er, durch die USA und hinterlassen die ein oder andere Leiche.
                                      Von Anfang an, ist das Mitwirken von Tarantino zu bemerken. Und der macht seine Sache wie immer großartig. Tolle, filmverliebte Dialoge, eine Menge Blut und sau-coole Charaktere. Schön, wer hier alles den Weg auf die Leinwand gefunden hat. James "Tony Soprano" Gandolfini, Samuel L. Jackson, Christopher Walken, Dennis Hopper und Viele mehr. Auch wenn einige nur für kurze, spritzige Dialoge da sind und dann recht bald das Zeitliche segnen, ist es beeindruckend, wer hier so alles dabei war.
                                      Hervorstechen tun in etwas größeren Rollen vorallem Gary Oldman als total abgefuckter Drogendealer und Brad Pitt als herrlich verplanter Dauerkiffer.
                                      Nicht zu vergessen der grandiose Dialog zwischen Christopher Walken und Dennis Hopper, der zweifelsohne zu Tarantinos Besten gehört.
                                      Auch wenn erzählerisch keine neuen Wege beschritten werden, macht die Geschichte um Slater und Arquette Riesenspaß. Das endet Tarantino-Typisch in einem großen Showdown, der keine Gefangenen nimmt. Hier fließt, bzw. spritzt, literweise Blut, wobei der Shoot-Out irrwitzig eingeleitet wird und erst für Gelächter sorgt. Wenn es dann losgeht, bleibt dieses Lachen im Hals stecken, zumindest irgendwie. Denn die gezeigte Gewalt ist so dermaßen überspitzt, das jeder Ruf nach "Gewaltverherrlichung" überflüssig wird. Immer mit einem kleinen Augenzwinkern inszeniert, häuft Scott eine Leiche auf die andere, bis unsere "Helden" halbwegs erfolgreich das Weite suchen können.
                                      Beschenkt wird der Zuschauer dann mit einem Happy End. Auch wenn ich kein großer Freund vom Happy End bin, hier war es einfach nötig. Denn im Kern, ist "True Romance" ja wirklich eine Romanze. Über die Liebe zum Kino und die Liebe Zweier Menschen, die trotz aller Widrigkeiten ihr Happy End verdient haben.
                                      Ein Kultfilm, der den Namen wirklich verdient hat und den meisten Filmliebhabern große Freude bereiten wird. Und wenn nichts, wen juckt's ich hatte meinen Spaß und freue mich schon auf die nächste Sichtung. Denn Tony Scotts Meisterwerk rockt ordentlich!

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                                      • 7 .5

                                        Wann hat man als Drehbuchautor seine Aufgabe zu einhundert Prozent ausgefüllt? Wenn man es schafft, sich über die Jahre hinweg seinen ganz persönlichen Stempel zu basteln, dessen Abdruck man unter etlichen anderen sofort erkennt und mit dem jeweiligen Autor assoziiert? Wenn man schon kurz nach dem Beginn eines beliebigen Filmes, nachdem erst wenige Worte gesprochen worden sind, eine kleine Vorahnung hat, oder sich vielleicht schon absolut sicher ist, aus welchem genialen Kopf diese Zeilen stammen? Es gibt mit Sicherheit einige Erkennungsmerkmale im Bezug auf Drehbuchautoren, doch ich für meinen Teil kenne keinen anderen, der in dieser Hinsicht einen solch hohen Wiedererkennungswert besitzt wie der gute Quentin Tarantino!

                                        Tony Scotts TRUE ROMANCE ist ein Film, dem man die Handschrift seines Drehbuchautors zu jeder Sekunde spürbar anmerkt. Ich wollte mir TRUE ROMANCE schon seeehr lange endlich mal ansehen, vor allem da ich natürlich zum einen Tarantino und Scott sehr gern mag, und außerdem ein großer Fan von Patricia Arquette und dem mittlerweile leider nicht mehr so präsenten Christian Slater bin.

                                        TRUE ROMANCE ist für mich letztlich fast schon eine Art filmischer "Paradiesvogel" geworden, da dieser Streifen einfach unglaublich viele Genreanteile in sich vereint und somit im Endeffekt wie eine bunte Mixtur aus Lovestory, Drama, Roadmovie, Thriller, Komödie und vielem mehr wirkt.
                                        Und ich gebe es zu, genau DA liegen die meinerseits größten Kritikpunkte! In der Regel mag ich es sehr, wenn sich Regisseure verschiedenster Stilmittel bedienen und dies alles schließlich irgendwo in ihrem jeweiligen Film verarbeiten, doch ich weiß nicht warum, Tony Scott hat damit in manchen Momenten tatsächlich gar nicht meinen Geschmack getroffen ( was nicht heißt das der Film deshalb 'ne Totalkatastrophe ist! ). Manchmal war mir das Ganze zugegebenermaßen etwas zu viel des guten, da ich mir immer ein bisschen wünschte, das man sich hier etwas mehr konkretisiert hätte, anstatt so wild zu experimentieren...
                                        Ein ähnliches Problem hatte ich schon damals bei Oliver Stones psychotrip NATURAL BORN KILLERS, wo Tarantino ja ebenfalls seine Finger im Spiel hatte...
                                        Es ist halt wie im richtigen Leben, wenn die Chemie nicht passt, dann kann man sich zwingen wie man will, kommt nichts Gutes dabei heraus.

                                        Das alles hört sich aber wirklich schlimmer an als es ist! Denn wenn ich TRUE ROMANCE schlecht finden würde, hätte ich ihm doch mit Sicherheit keine 7,5 Punkte spendiert, oder nicht? Denn abseits seiner wilden Genreexperimente ist Scott mit TRUE ROMANCE ein Film geglückt, der überwiegend bestens unterhält und ungeheuer viel Tempo besitzt.
                                        Erzählt wird eine Geschichte, bei der man ebenfalls wieder sofort merkt, wessen Genie hier am Werk war. Die Dialoge die Quentin Tarantino hier mal wieder aus dem Ärmel geschüttelt hat, sind wie immer ein Fest für die Ohren und ein erneuter Beweis für das Talent dieses Mannes, auch wenn TRUE ROMANCE natürlich nicht ganz an Tarantinos größte Werke heranreicht, siehe PULP FICTION oder RESERVOIR DOGS. Dennoch, es sind vor allem die Dialoge, weswegen der Streifen so viel Spaß macht, denn den Stil Tarantinos kann man nun mal nicht kopieren, NIEMALS!

                                        Wenn man die beiden frisch verliebten Clarence und Alabama, die an einen Koffer vollgestopft mit Koks gekommen sind und dieses nun verkaufen wollen, auf ihrer Flucht vor diversen abgefuckten Zuhältern, wilden Untergrundgestalten, den Cops und gierigen Mafiosi begleitet, dann ist das von Tony Scott ein trotz allem verdammt unterhaltsam inszenierter Trip, welcher kaum Langeweile besitzt, mit einem grandiosen Shootout endet und einige andere denkwürdige Szenen zu bieten hat ( ich denke da besonders an die Szene zwischen Hopper und Walken ).
                                        Dabei hat mir vor allem gefallen, das die Geschichte zwischen Clarence und Alabama, also praktisch ihre Liebe zueinander, trotz der ganzen überdrehten Inszenierung äußerst greifbar und echt wirkt und schlichtweg richtig schön anzusehen ist, gerade zu Beginn des Filmes während der Szenen im Kino.
                                        Christian Slater und die abgedrehte und doch wundervoll anzusehende Patricia Arquette harmonieren hierbei wirklich 1a miteinander, woraus die Darstellung ihrer Charaktere natürlich ungemein viel Profit zieht. Allgemein hat Tony Scott hier einen beachtlichen Cast versammelt, dem viele große Filmstars beiwohnen dürfen. Von Christian Slater, Patricia Arquette, Dennis Hopper, Christopher Walken, Brad Pitt und Gary Oldman, bis hin zu Val Kilmer, Tom Sizemore und James Gandolfini, es ist ein Cast zum bestaunen, der eigentlich keine Wünschen offen lassen sollte.
                                        Daneben punktet TRUE ROMANCE natürlich auch durch seine Kameraarbeit, schnelle und gut getimte Schnitte und einen bombastischen Soundtrack!

                                        TRUE ROMANCE ist für mich ganz klar ein überdurchschnittlich guter Film, wenngleich er für meinen Geschmack nicht DER Reißer und "Kult"film ist wie für viele andere! Dazu war mir der Film in manchen Momenten wie schon gesagt doch etwas ZU unentschlossen und experimentierfreudig, was öfters nicht vollständig meinen persönlichen Geschmack getroffen hat.
                                        Trotzdem, der starke Cast, das tolle Liebespaar aus Clarence und Alabama und der dennoch hohe Unterhaltungswert des Filmes machen TRUE ROMANCE letztlich zu einem guten Werk, bei dem sich der Regisseur und sein Drehbuchautor wunderbar zueinander ergänzt haben!

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                                        • 9

                                          Ein Filmfanatiker erkennt den Drehbuchautor des Filmes schon nach der ersten Sequenz, nämlich den Meisterregisseur Tarantino. Die Absurdität der Handlungen, das düstere, übertriebene Menschenbild und groteske Dialoge, die spezifisch auf eine Thematik eingehen und nicht den Plot vorantreiben wollen, macht den Film zu einem genialen Streifen. Aber trotzdem muss ich fragen, warum hast du nicht die Regie geführt Tarantino, sondern der Tony Scott? Der grosse Minuspunkt in diesem Film ist für mich er, man merkte an einzelne Stellen, das die Dialoge der Protagonisten um einiges gekürzt wurde, der Regisseur stellt einzelne Szenen sehr oberflächlich dar, er wollte seine Mainstreamzuschauer nicht mit Komplexität überschütten. Auch wenn ich sagen muss, dass das Handwerk von Tony mit den Kamarafahrten und die Positionierung der Kameras überaus gut ist. Auch die musische Untermalung des Filmkomponisten Zimmermann mit wenigen Instrumenten passte sehr gut zu einzelne Szenen, vor allem als der Aufbruch und Zusammengehörigkeit des Paares dargestellt wurde.
                                          Die Liebe der Protagonisten kamen mir trotz der überzeichneten Charakteren absolut authentisch und glaubwürdig hinüber.
                                          Und natürlich können, wie bei jedem Film Tarantinos, die extravaganten Charakteren mit all ihren Sehnsüchten und Probleme mich begeistern, am meisten konnte mich Gary Oldman mit seinen Machtspielchen in die Welt des Tarantino mitreissen.

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                                          • 8 .5

                                            Einer meiner lieblings Liebes Filme. Super Dialoge, super Soundtrack. Echt sehr nett :)

                                            • 9

                                              „Elvis sah irre aus. Glaub ja nicht, dass ich ´ne Tunte bin, bin ich nicht. Aber Elvis sah besser aus als viele Frauen – als die meisten jedenfalls. Weißt du, ich hab mir immer gesagt: Wenn ich je ein Typ knallen sollte, ich meine, wenn ich müsste und mein Leben davon abhängt, würde ich Elvis vögeln.“

                                              Dann kann das fröhliche Zitate abfeuern ja beginnen.
                                              Knallbunt, pfeffrige Dialoge, brutal, hochgradig besetzt und verdammt lässig.
                                              Bonnie & Clyde der 90er, und um Längen besser als "Natural Born Killers".

                                              "Ich habe niemanden getötet... seit 1984."

                                              Es gibt wirklich ikonenhafte Szenen, Dennis Hopper und Christopher Walken, die sich gegenüber sitzen und versuchen sich gegenseitig an die Wand zu spielen, dass macht einfach Spaß den beiden zuzuschauen. Wirklich ganz, ganz groß!

                                              "Ihr habt das Scheisskoks unterm den Bett versteckt und ich hab' nicht unter dem Scheissbett nachgesehen...!

                                              Um es zusammenzufassen, bleibt am Ende eine irrwitzige Gangsterballade, mit einer hinreissenden Patricia Arquette, einem total herumzappelnden Christian Slater, ein aalglatter und eiskalter Christopher Walken und nem dauerbekifften Brad Pitt, der trotz seiner kurzen Screentime, besonders hängengeblieben ist.

                                              "Tu bloß nicht so vornehm, Mann… Du bist zu gelackt! Dafür könnt ich dich wegpusten!"

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                                              • 5
                                                der cineast 19.04.2015, 21:50 Geändert 19.04.2015, 21:50

                                                Süß ist Patricia Arquette allemal, der Film anfangs sogar auch: Liebe muss immer im Kino beginnen. So weit, so gut. Dann kommen die lausigen Nebenfiguren. Super selbstironisch: Der schöne Brad Pitt als Kiffer und dann der schlimmste Zuhälter der Filmgeschichte: Gary Oldman hatte wirklich zu viel Coke auf dem Cock. Und dieses unerträglich postmoderne Gewäsch. Nach der intensiven und unvergesslichen Szene zwischen Walken und Hopper kommt aber leider auch nichts mehr. Bei TRUE ROMANCE ist irgendwie alles zu hipp, zu crazy, zu abgefahren. Und die Liebe zwischen einem von der Tarantel gestochenen Christian Slatter und der hübsch-naiven Arquette traut man auch keine Sekunde über den Weg.

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                                                • 8

                                                  "True Romance" macht Spaß, ist cool und nimmt sich vor allem selbst nicht zu ernst...und doch ist man am Ende nicht ganz zufrieden, weil einen der Gedanke nicht los lässt, wie genial der Film geworden wäre, wenn der Drehbuchautor auch noch die Regie übernommen hätte:-)

                                                  Aber das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau und wenn man diesen Gedanken ausblenden kann, bekommt man beste Unterhaltung geboten.

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                                                  • 7 .5

                                                    habe den Film nun das zweite mal geschaut, muss ehrlich sagen ich hatte den Film besser in Erinnerung.
                                                    Die Geschichte ist eigentlich ganz gut (Drehbuch von Quentin Tarantino sehr gut), aber er hatte leider einige Längen und zwischendurch fand ich ihn sogar bisschen langweilig.
                                                    Bin überzeugt, wenn Tarantino auch die Regie übernommen hätte wäre der noch besser geworden.

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