True Romance
US 1993
- Genre
- Thriller, Romanze, Road Movie, Polizeifilm, Mafiafilm, Heist
- Zielgruppen
- Über 18 (Gewalt), Männerfilm, Über 18 (Anzügliche Sprache)
- Inhalt
Clarence Worley ist ein einsamer junger Mann, der als Verkäufer in einem Comic-Laden arbeitet und großer Elvis-Fan ist. An seinem Geburtstag geht er allein ins Kino und sieht sich drei Kung-Fu-Filme hintereinander an. Dort lernt er die flippige… — Mehr
Clarence Worley ist ein einsamer junger Mann, der als Verkäufer in einem Comic-Laden arbeitet und großer Elvis-Fan ist. An seinem Geburtstag geht er allein ins Kino und sieht sich drei Kung-Fu-Filme hintereinander an. Dort lernt er die flippige Alabama kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, aber nach der ersten gemeinsamen Nacht stellt sich heraus, daß sie ein Callgirl ist und von Clarence' Chef als Geburtstagsgeschenk engagiert wurde. Aber egal, die beiden haben sich verliebt; also "kündigt" sie ihren Job und sie heiraten. Doch dem frischgebackenen Ehemann läßt die Vergangenheit seiner Frau keine Ruhe, und so sucht er ihren ehemaligen Zuhälter Drexl auf. Bei dem Besuch (Clarence wollte eigentlich nur Alabamas Sachen abholen) kommt es zu einer Schiesserei, bei der Clarence einige Leute, darunter auch Drexel, tötet. Er schnappt sich einen Koffer, doch darin befindet sich nicht etwa Alabamas Hab und Gut, sondern er ist voll mit Herion. Bald haben sie neben einigen Mafia-Gangstern auch noch die Polizei und das FBI am Hals. Eine aufregende Reise nach Hollywood beginnt, wo das Pärchen den Stoff einem Filmproduzenten andrehen will.
- Cast
- Christian Slater, Patricia Arquette, Dennis Hopper, Val Kilmer, Gary Oldman, Brad Pitt, Christopher Walken — Mehr
- Regisseure
- Tony Scott
- Autoren
- Roger Avary, Quentin Tarantino
- Laufzeit
- 120 Minuten
- Zeit
- 1990er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Beverly Hills, Detroit , Hollywood, Los Angeles , Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Alkoholiker, Amour Fou, Brutalität, Callgirl, Dieb, Drogen, Drogenboss, Drogendealer, Drogenhandel, Drogenmafia, Drogenmissbrauch, Durchbrennen, Elvis Presley, Exekution, Falle, Filmproduzent, Flucht, Folter, Gewalt, Gewehr, Held, Illusion, Italo-Amerikaner, Kiffen, Kokain, Krimineller, Leiche, Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Liebe gegen alle Widerstände, Liebespaar, Mafia, Maschinenpistole, Mexikanisches Unentschieden, Mord, Mut, Mörder, Pistole, Polizist, Prostituierte, Prostitution, Reise, Romantik, Romanze, Schauspieler, Schießerei, Schuss in den Kopf, Schusswaffe, Schusswechsel, Schusswunde, Schönheit, Vater-Sohn-Beziehung, Verbrechen, Verfolgung, Verlieben, Verlust des Vaters, Zuhälter, Zyniker, Überwachung
- Stimmung
- Aufregend, Hart, Romantisch, Spannend, Verstörend, Witzig
Über diesen Film
Handlung
Als Clarence Worley seinen Geburtstag im Kino feiert, wo er sich ein Sony Chiba Triple-Feature anschaut, lernt er zufällig die attraktive und etwas durchgeknallte Alabama kennen. Sie kommen sich näher und entdecken, dass sie di… — Mehr
Handlung
Als Clarence Worley seinen Geburtstag im Kino feiert, wo er sich ein Sony Chiba Triple-Feature anschaut, lernt er zufällig die attraktive und etwas durchgeknallte Alabama kennen. Sie kommen sich näher und entdecken, dass sie die gleichen Interessen teilen, nämlich Kung-Fu Filme, Comics und Elvis. Der Abend endet für beide in einer heißen Liebesnacht. Kurz danach gesteht Alabama Clarence jedoch unter Tränen, dass sie in Wirklichkeit ein Callgirl ist und von Clarences Chef als Geburtstagsgeschenk für ihn engagiert wurde. Clarence lässt sich jedoch von Alabamas Geständnis nicht beirren, da er sich unsterblich in sie verliebt hat. Da Alabama ihn ebenso liebt, beschließen beide, noch am nächsten Tag zu heiraten.
Allerdings steht dem jungen Glück noch etwas im Wege: Alabamas ehemaliger Zuhälter Drexl Spivey. Nach einem imaginären Gespräch mit seinem Idol Elvis, beschließt Clarence, dessen Rat zu folgen und Drexl zu töten. Unter dem Vorwand, ihre Sachen abholen zu wollen, lässt er sich von Alabama dessen Adresse geben.
Er findet den Zuhälter in dessen Nachtclub und es kommt zu einem Streit zwischen beiden. Nachdem Clarence zusammengeschlagen wurde, nimmt sich Drexl dessen Führerschein und erhält so seine Adresse. Er befiehlt seinem Bodyguard Marty, die Wohnung aufzusuchen und Alabama zu holen. In diesem Augenblick zückt Clarence eine versteckte Pistole und erschießt die Beiden. Bevor er den Club verlässt, nimmt er noch einen Koffer mit, von dem er glaubt, er gehöre Alabama. Zuhause stellen Clarence und Alabama zu ihrer Überraschung fest, dass der Koffer voll mit Kokain ist.
Sie beschließen, die Drogen in Hollywood zu verkaufen. Auf ihrem Weg dorthin besuchen sie jedoch erst einmal Clarences Vater, Clifford, einem ehemaligen Polizisten, der wegen Alkoholismus seinen Job verloren hat und nun in einem heruntergekommenen Wohnwagen haust. Er soll seine alten Kontakte nutzen, um herauszufinden, ob die Polizei seinen Sohn im Visier hat. Clifford kann ihn jedoch beruhigen, da die Polizei von einem Verbrechen der Drogenmafia ausgeht. Clarence erzählt seinem Vater, dass er zusammen mit seiner Frau auf den Weg nach Hollywood ist und schreibt ihm die Adresse seines Freundes Dick Ritchie auf, den er dort aufsuchen möchte.
Kurze Zeit später erscheint jedoch der Mafiaboss Vincenzo Coccotti mit seinen Männern in Cliffords Wohnwagen. Sie haben Clarences Führerschein bei Drexls Leiche gefunden und sind nun auf der Suche nach dem Kokain. Als trotz der Folter durch Coccottis Männer, Clifford den Aufenthaltsort seines Sohnes nicht verrät, wird er von dem Mafiaboss erschossen. Allerdings findet einer seiner Männer den Zettel mit der Adresse in Hollywood.
Inzwischen haben Clarence und Alabama dessen Freund Dick getroffen, der zusammen mit seinem dauerbekifften Freund Floyd in einer armseligen Wohnung lebt und von einer großen Hollywood-Karriere träumt. Zusammen planen sie, das Kokain an den bekannten Filmproduzenten Lee Donowitz zu verkaufen und arrangieren ein Treffen mit dessen Berater Elliot Bliter. Dieser schlägt Clarence vor, sich in drei Tagen mit ihm und Donowitz in einem Hotel zu treffen, um den Deal durchzuführen.
Währenddessen taucht Virgil, einer von Coccottis Killern, in Dicks Wohnung auf. Über den ahnungslosen und wieder einmal zugekifften Floyd erhält er die Adresse des Hotels, in dem Clarence und Alabama untergekommen sind. Als Alabama alleine in das Hotelzimmer zurückkehrt, weil Clarence unterwegs ist, um Hamburger zu holen, wird sie bereits von Virgil erwartet und brutal zusammengeschlagen. Nur durch Glück schafft es Alabama, Virgil zu töten.
In der Zwischenzeit wird Elliot in seinem Porsche von der Polizei wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten. Während sich die Polizisten dem Auto nähern, versucht er verzweifelt, bei seiner Begleiterin ein Kokainpäckchen zu verstecken. Als diese sich jedoch weigert, kommt es zu einem Handgemenge, wobei das Päckchen platzt und Elliot komplett mit Heroin vollgestaubt wird. Da ihn die Polizei nun in der Hand hat, erklärt er sich bereit, Lee Donowitz an sie auszuliefern.
Als Elliot später zum vereinbarten Treffen erscheint, trägt er ein verstecktes Abhörmikrofon bei sich. Während Donowitz und Clarence in die Verhandlungen einsteigen, kann die Polizei in einem Nachbarzimmer jedes Wort mitverfolgen. Als sie genug gehört haben, beschließen die Polizisten, Lees Suite zu stürmen. Schwer bewaffnet stehen sich Polizei und Lees Bodyguards gegenüber und fordern sich gegenseitig auf, die Waffen fallen zu lassen. Da erscheinen plötzlich auch noch Mafiakiller im Zimmer, die wieder einmal über Floyd von dem Treffen erfahren haben. Die Situation eskaliert und es kommt zu einer wüsten Schießerei (Mexican Standoff), bei der Clarence ein Auge weggeschossen wird. Alabama schafft es jedoch, sich und ihren schwerverletzten Mann zu retten. In der allgemeinen Konfusion schaffen sie es, unerkannt zu fliehen.
Der Film endet mit einer Einstellung, in der man Alabama und Clarence, zusammen mit ihrem Sohn Elvis, am Strand spielen sieht.
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.0
Der Film True Romance wurde von 26 Kritikern bewertet.
Flibbo: [neue Website coming soon]
Eine echte Romanze auf Tarantino-Art – das konnte ja nur herrlich werden. Schon in der ersten Minute macht sich deutlich bemerkbar, wer hier das Drehbuch verfasste. Wenn der von Christian Slater mit Leidenschaft verkörperte Elvis-Fan Clarence über Rockabilly und Kung-Fu-Filme erzählt, und wenig später ein paar Gangster über das Muschi-Lecken philosophieren, müsste man sich mindestens an den ein Jahr zuvor erschienenen „Reservoir Dogs“ erinnert fühlen. Auch „True Romance“ lebt von seinen Dialogen, genauso aber von einer fantastischen Besetzung und viel skurriler Brutalität.
Patricia Arquette und Christian Slater geben ein spannendes Paar ab, welches 1994 übrigens, noch eine Nummer schriller, auch von Woody Harrelson und Juliette Lewis verkörpert wurde, da sich der Film „Natural Born Killers“ ebenfalls an Tarantinos Drehbuch orientiert, obgleich der Autor sich vom stark abgeänderten Endprodukt nicht erfreut zeigte. Jedenfalls sind in „True Romanceâ€
… — MehrEine echte Romanze auf Tarantino-Art – das konnte ja nur herrlich werden. Schon in der ersten Minute macht sich deutlich bemerkbar, wer hier das Drehbuch verfasste. Wenn der von Christian Slater mit Leidenschaft verkörperte Elvis-Fan Clarence über Rockabilly und Kung-Fu-Filme erzählt, und wenig später ein paar Gangster über das Muschi-Lecken philosophieren, müsste man sich mindestens an den ein Jahr zuvor erschienenen „Reservoir Dogs“ erinnert fühlen. Auch „True Romance“ lebt von seinen Dialogen, genauso aber von einer fantastischen Besetzung und viel skurriler Brutalität.
Patricia Arquette und Christian Slater geben ein spannendes Paar ab, welches 1994 übrigens, noch eine Nummer schriller, auch von Woody Harrelson und Juliette Lewis verkörpert wurde, da sich der Film „Natural Born Killers“ ebenfalls an Tarantinos Drehbuch orientiert, obgleich der Autor sich vom stark abgeänderten Endprodukt nicht erfreut zeigte. Jedenfalls sind in „True Romance“ lange nicht nur die Hauptdarsteller das Highlight. Vom wahrlich winzigen Mini-Auftritt von Samuel L. Jackson als vermeintlicher Homie des bösen Zuhälters, über den unterforderten Brad Pitt als dauerbekifften, Auskunft gebenden Mitbewohner bis hin zu den zwei impulsiven Cops oder Clarences besorgtem Freund tragen auch die Nebenfiguren maßgeblich zum Gesamtvergnügen bei. „True Romance“ bietet zu viele interessante Charaktere um sich an dieser Stelle allen von ihnen zu widmen. Unbedingt zu erwähnen bleibt aber noch der köstliche Dialog zwischen Christopher Walken, Gangsterboss, und Dennis Hopper, Ex-Polizist, der vor Charisma nur so sprüht. Vergleichbar scheint da fast nur noch „Heat“ mit Pacino und De Niro.
Die innige Liebe, die die beiden Hauptfiguren verbindet, bekommt der Zuschauer deutlich zu spüren. Dennoch ist „True Romance“ frei von Kitsch. Stattdessen zeigt sich diese Romanze durch und durch grotesk. Unter welchen Umständen die beiden zusammenfinden und welche irren, blutigen Folgen deren kühne Zukunftspläne haben ist einfach nur schräg, und, was entscheidend ist, ziemlich unterhaltsam anzusehen. Dabei wird es, trotz der hohen Dialog-Dichte, praktisch nie langweilig, was auf den ausgefeilten Schnitt und Tony Scotts wunderbar straffe Inszenierung zurück zu führen ist. Gegen Ende droht sich der Film zwar langsam zu erschöpfen, wartet dann aber mit einem furiosen und wortwörtlich durchgeknallten Finale auf. Nach dem Happy End fragt man sich, was das Ganze nun eigentlich sollte. Aber egal, man hat einen gut gemachten, harten, mit vielen witzigen Details versehenen, außergewöhnlichen und unterhaltsamen Film gesehen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
Angestrengt in Szene gesetzt und fast zwanghaft männlich, gefällt Tony Scotts Road Movie als postmoderne Bonnie and Clyde-Version lediglich phasenweise durch feine Kabinettstückchen und stilisierte Gewalt. Ansonsten ist der von Over Acting durchzogene Testosterontrip nur ein romantisch-verklärender Abgesang auf den American Dream, dem es ganz deutlich an Reife fehlt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare — Sehenswert 7.9
Der Film True Romance wurde von 1950 Mitgliedern bewertet.
Pepe Pnoire 2010/03/05 02:29:33
Ein Meisterwerk! Ein Film wie eine Achterbahn, durch Brutalität und Kitschromantik. Eine überzogene naive Liebe zwischen abgedrehter Gewalt. Und jeder Darsteller, und tritt er nur kurz auf, leistet ein Maximum. Die Szene zwischen Dennis Hopper und Christopher Walker ist wohl das was man ganz grosses Kino nennt, aber es gibt so viel mehr. Ein Film zum immer wieder sehen. Auch in Tarantino's Laufbahn ein Meilenstein, den seine folgenden Werke nur noch selten erreichen. Voller Action, Humor, Romantik, Dialogen und schauspielerischer Höchstleistung.
Muss ihn mir jetzt direkt nochmal ansehen^^
Kommentar gefällt mir Antworten
berliner4 2010/02/02 14:01:06
Gute Besetzung und eine wunderschöne Melodie von Hans Zimmer - You're So Cool machen diesen Film für mich zu den Besten.
Kommentar gefällt mir Antworten
cpt. chaos 2010/02/02 13:23:14
Herrlich abgedrehtes Road Movie!
Hätte man vielleicht etwas mehr herauskitzeln können, aber auf jeden Fall sehenswert!
Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentieren | Alle Kommentare (49)
Deine Meinung zum Film True Romance
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Fans dieses Films gefiel auch
Léon - Der Profi
US, FR 1994
Reservoir Dogs - Wilde Hunde
US 1992
Pulp Fiction
US 1994
Fight Club
US 1999
Donnie Brasco
US 1997
Trailer suchen | Alle Trailer (2)
Photos: True Romance
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
News zu diesem Film True Romance
7 Liebesfilme für heimliche Romantiker
2009/10/23 15:00:00
Beim Thema Liebesfilm gibt es bei vielen Augenrollen und Schulterzucken. Dabei kann ein jeder mit einem richtig ausgewählten Streifen einen dunklen Herbstabend sehr angenehm verbringen. Wir stellen 7 Liebesfilme vor, die besonders zum Herbstkuscheln geeignet sind.

[...] Was bleibt, ist "True Romance", ein ambivalentes, sarkastisches, kontrastreiches Roadmovie, das sich zu keiner Zeit ernst nimmt. "True Romance", Scotts blutgetränkte, durchgeknallte Version einer (Loser-)Romanze, bei der jegliche Vorstellungen ad absurdum geführt werden, bei dem offen in Frage gestellt wird, was normal ist, so durchgestylt, so großartig geschrieben, so glänzend besetzt, ein Film über gut und böse, über Reichtum sowie über grenzenlose Liebe und Stärke, wie ihn nur Quentin Tarantino niederschreiben kann. In gewisser Hinsicht repräsentiert "True Romance" somit die beinah perfekte Symbiose von Regisseur und Drehbuchautor.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten