Unter Strom - Kritik

Unter Strom

DE · 2009 · Laufzeit 80 Minuten · FSK 12 · Komödie · Kinostart
Du
  • 5

    Klamotte, manchmal stark an der Grenze des Erträglichen. Gut für einen Abend, an dem man eh nichts Besseres vor hat.

    • 0

      Filmfest München 2009:
      Ich habe den Film auf dem Filmfest gesehen und kann überhaupt nichts gelungenes daran finden. Falls da was Neues dahinter steckt, dann ist es eine neue Welle: "Neuer Deutscher Trash". Und der scheint sich dadurch auszuzeichnen, dass er selbst als Trash miserabel gemacht ist. Falls das die Alternativen zu Schweiger und Co sein soll, na denn Gute Nacht!

      • 1

        Ab der ersten Minute legt Zoltan Pauls Film ein hohes Grundtempo vor, welches fast ausnahmslos gehalten wird. Die Charaktere sind formvollendete Klischees, eindimensionale Abziehbilder ohne erkennbare verinnerlichte Entwicklungen – mithin regelrechte Schießbudenfiguren. Die Story ist abstrus, mal mehr, mal weniger vorhersehbar und durch Situationskomik und schnellen Wortwitz unterschiedlichster Güte verdichtet.

        1
        • 8

          Bei "Unter Strom" kann ich dem Publikum der "Münchner Filmfestspiele", sowie den meisten Kritikern erfreulicherweise Recht geben.

          Eine aeußerst unterhaltsame, wenn auch kurzweilige Komoedie, die Paul auf die Leinwand gebracht hat.
          Die Story, die wohl auch von einem Tarantino haette sein koennen und deswegen auch stark an seine Filme erinnert, ueberzeugt mit durchgeknallten Dialogen, komischen Szenen und teils wahnwitzigen Charakteren. Der Zuschauer merkt auch, dass die Schauspieler durchaus Spass am Dreh hatten - auch wenn wirklich alle Darsteller erst ab der Fluchtfahrt ueberzeugen koennen. Anfangs, gerade im Gerichtsgebaeude, wirkt alles doch sehr hoelzern und gespielt.
          Aber zum glueck wendet sich hier das Blatt schnell zum Bessern!

          Erwaehnenswert ist auch die kurze Spielzeit von "nur" 80 Minuten, in der der Regisseur allerdings alles reinpackt, was reingepackt werden muss. Ein Film - endlich mal - ohne unsinnige Laengen. Ein Gefuehl der Zaehe oder gar Langeweile erfaehrt der Zuschauer nicht! Und alleine dieser Aspekt ist eigentlich schon ausschlaggebend genug, denn das koennen - auch große Produktionen - nur selten von sich behaupten.

          Die eine oder andere Anspielung, mit erhobenen Zeigefinger, auf die aktuelle Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik ist mit der Tatsache, dass (zufaellig) der saechsische Wirtschaftsminister aufgrund eventueller Verstrickungen in riskante Boersenspekulationen entfuehrt wird und auch das Thema ueber gleichgeschlechtliche Liebe nicht ausgelassen wird, definitiv gegeben!
          Allerdings wirken diese Story-Elemente nie negativ oder verursachen ein ungutes Gefuehl beim Zuschauer - Paul versteht es gekonnt seine Anspielungen in seine Geschichte lustig, ueberdreht aber trotzdem sachlich zu interpretieren bzw. rueber zu bringen.

          Alleine der Soundtrack bleibt immer schoen im Hintergrund - wie mir naemlich gerade auffaellt, kann ich mich absolut an keinen Song oder eine markante Melodie erinnern. Auch eher seltener der Fall, dass der Score eines Films irgendwie gar nicht mehr im Gedaechtnis bleibt - geht mir zumindest so ;)

          Fazit: Kurzweilige aber witzige und abgedrehte Komoedie ueber eine Geiselnahme der etwas anderen Art, die in Bestform inszeniert und mit einem nahezu perfektem Cast aufwartet.

          • 7 .5

            Die Produzenten des Films "Unter Strom" haben erneut bewiesen, dass man nicht viel Geld brauch, um einen guten Film zu drehen, sondern dass ein lustiges Konzept vollkommen ausreicht.

            Habe den Film in der Sneak gesehen und hatte vorher noch nichts von ihm gehört. Der erste Eindruck, der gleich nach Low Budget aussah und eine langweilige Handlung prognostizierte hat sich nicht bestätigt.

            Von Anfang bis Ende schöne Anspielungen auf deutsche und amerikanische Produktionen. Hat mir alles sehr gut gefallen.

            Zwar kein Oscar-Hit, zumal zur zweiten Hälfte das Niveau etwas sinkt, lohnt es sich trotzdem, diesem Film einen Besuch abzustatten!

            • 7

              im großen und ganzen ein recht lustige film, der auch weiter zu empfehlen ist. in der ersten hälfte des films kommt man teilweise aus dem lachen gar nicht mehr raus. die zweite hälfte is nicht ganz so toll, zumal alles etwas an den haaren herbeigezogen wirkt. was mir auch nicht gefallen hat war das ende, sehr unrealistisch.

              • 7 .5

                Ein überraschend lustiger und unterhaltsamer Film, in dem es um viele Arten von Beziehungen geht. Da ist das alte Ehepaar was zerstritten und frisch geschieden ist, ein konservatiever schwuler Politiker der etwas mit dem Komissar hat, eine Dreiecks Beziehung wo die Freundin mit dem besten Freund ins Bett gehüpft ist aber der Mann noch nichts davon weiß und natürlich die Komissarin die krankhaft vernarrt in ihren Chef ist.
                Das alles ist eingebettet in eine Entführungsgeschichte, die zwar wenig originell ist aber doch als "Spielplatz" für die Protagonisten völlig ausreicht.

                Gerade das Alte Ehepaar ist grandios gespielt und sorgt schon gleich am Anfang für viele Lacher. Die Figuren heben sich stark voneinander ab und sind toll gespielt.

                Ich hatte viel Spaß und kann den Film nur wärmstens empfehlen.

                • 7 .5

                  Ich habe den Film gestern in der Sneak Preview gesehen und war echt überrascht, dass dieser Film gezeigt wurde. Mit dem hatte ich gar nicht gerechnet, zumal ich davor noch nichts über ihn gehört hatte.
                  Der Film an sich ist im Großen und Ganzen wirklich für einige Lacher gut, jedoch kommt der Humor ab und zu doch trashig rüber: sozusagen Geschmackssache.
                  So verhält es sich mannchmal auch mit der Story, die an manchen Stellen von den Haaren herbeigezogen zu sein scheint, insgesamt allerdings überzeugen kann.

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                  • 6 .5

                    Filmfest München 2009
                    Vorweg, Sunnyi Melles ist grossartig. Eine leichte Komödie, zum Teil sind manche Handlungsstränge und Wendungen an den Haaren herbei gezogen. Aber eine ordentliche Komödie ohne grosse filmische Offenbarungen. Manchmal sieht man leider dem Film an, dass er versucht komisch zu sein. Die Situation wäre es auch, aber weil man die "Anstrengung" im Drehbuch sieht, wirds dann leider etwas gequält das Lächeln und will nicht so richtig zünden.