Filmplakat von Waltz with Bashir Waltz with Bashir

FR, IL, DE 2008 — Kritik

Kritiker — Ausgezeichnet 8.0

Der Film Waltz with Bashir wurde von 23 Kritikern bewertet.

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

8.5Ausgezeichnet

Was mit Alpträumen und Halluzinationen beginnt, wird immer konkreter - bis am Schluss eine 50-sekündige Archivsequenz völlig unvermittelt mitten ins Mark trifft, indem sie zu den realen Opfern des Massakers umschwenkt. Stilistischer Bruch und nachhaltiger Schlusspunkt eines Films, der ob seiner Machart nicht nur als einer der ungewöhnlichsten des Jahres 2008 in Erinnerung bleibt.

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fko: filmsprung.ch

8.5Ausgezeichnet

Das Ergebnis ist nicht nur vom Thema her, sondern auch von der Machart her überwältigend. Die (alp-)traumhaften Bilder von kläffenden Hunden, goldigen Stränden oder Hinterhalten in Strassenschluchten brennen sich in das Gedächtnis ein. Dabei wird auch die Unverlässlichkeit der Erinnerung thematisiert. So erzählt ein Kollege von einem Experiment, bei dem Personen zehn Bilder aus ihrer Kindheit gezeigt werden. Neun der Bilder sind echt, eines davon eine Collage. 80 Prozent der Versuchspersonen «erinnern» sich sofort auch an die gefälschte Szene, die übrigen 20 Prozent «erinnern» sich nach einer Weile ebenfalls daran. So kann auch «Waltz With Bashir» – noch deutlicher als «reale» Dokumentarfilme – nur als Annäherung an die wirklichen Vorfälle verstanden werden.

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Enk: Mental Savage

9.0Herausragend

[...] Folman erzählt die Geschichte als visuelles Erlebnis: jede Szene hat neue optische Einfälle und Arrangements. Viele Szenen sehen aus wie ein nachkolorierter Realfilm. Das Spiel mit Licht, Farbe, fliegendem Wechsel zwischen realfilmartigen Szenen und comichafter Überzeichnung ist immer wieder überraschend.[...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

9.0Herausragend

Politisch ist der Film, besonders auf die israelische Situation bezogen, sehr mutig. Er wendet sich auch klar gegen übliche Machart von Dokumentarfilmen, in denen man – man denke etwa zuletzt an Errol Morris' Dokumentation "Standard Operating Procedure".

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Der Redaktör: kino-zeit.de

9.5Herausragend

Trotz der Distanz, die die animierten Bilder also schaffen, fühlt man sich förmlich in das Geschehen hineingezogen. Wenn am Ende reale Bilder von den Leichenbergen in Sabra und Schatila zu sehen sind, dann ist dies lediglich eine letzte Rückversicherung, dass wir in den letzten knapp anderthalb Stunden keinen perversen Albtraum gesehen haben, sondern nichts anderes als die zutiefst artifiziellen und erschreckend glaubhaften, bis an den Rand des Erträglichen verdichteten Bilder des Krieges, die niemanden mehr loslassen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

9.5Herausragend

Realität und Fiktion verschwimmen nicht einfach. Indem die verschiedenen Reflexionsebenen nach Art der "Graphic Novel" in einem einheitlichen Zeichenstil auf eine Stufe gestellt werden, sehen wir die Welt durch Folmans Augen. Was hat er in Nähe der Lager damals gesehen? Was nicht? Er will keine Wirklichkeit vorgaukeln. Sondern sein "dissoziatives Erinnern" veranschaulichen. ... So einzigartig Folmans Film wirkt, steht er doch auch für einen Trend: die Suche nach neuen Formen im fast verwaisten Bereich zwischen eskapistischer Fiktion und Reality-Wahn, das fröhliche Experiment mit den Formaten.

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Corsovilla: SchönerDenken

9.0Herausragend

Ein ungewöhnlicher Film, eine Kriegsdokumentation als Zeichentrickfilm, eine Spurensuche, die zu den Massakern von Sabra und Schatila führt - aber keine Schuldigen sucht, sondern Wahrheit, falls das möglich ist. Ein Film, der unsere Sehgewohnheiten unterläuft, die Distanz zu den Kriegsbildern der Nachrichten aufhebt und uns öffnet wie eine Muschel, um uns am Ende ganz wehrlos und offen den Realbildern des Massakers zu überlassen. Ein Film, der etwas zu sagen hat, der Respekt vor seinen Protagonisten und der Geschichte hat und ein Film, der eine künstlerische Vision umgesetzt hat, damit wir die Welt so sehen konnten, wie wir sie noch nie gesehen haben. [Mehr im Podcast]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

8.0Ausgezeichnet

Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit - eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West-Beirut während des ersten Libanonkrieges...

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G. Jekubzik: Filmtabs

8.5Ausgezeichnet

Ein Zeichentrickfilm als Dokumentation? Das erscheint dem nüchternen Verstand als Unmöglichkeit oder als Scherz im Abspann eines Pixar-Zeichentrickfilms. Doch in „Waltz with Bashir“ zeigt sich in dunklen Zeichnungen ein Grauen aus den Kriegen im Libanon, das wohlmöglich in dieser Kunstform erträglicher daherkommt. Auf jeden Fall verstecken die Täter und Zeugen des Massakers in den Palästinenser-Lagern Sabrah und Shatila ihre Aussagen hinter den Farbschichten. Eine Methode, die sicherlich nicht zufällig auch bei der israelischen Dokumentation „Z32“ angewandt wird.

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TheCorey: Wicked Vision, Das Manifest...

6.5Ganz gut

Zwei Freunde treffen sich des Nachts am Hafen in einer Bar. Filmregisseur Ari Folman hört sich an wie ihm ein Freund von einem wiederkehrenden Albtraum erzählt. Doch der Bezug auf Folman selbst will sich diesem nicht erschließen. Ob er sich denn gar nicht mehr an den Libanonkrieg 1982 erinnere, wird Folman gefragt. Zwar weiß Folman, dass er als Zwanzigjähriger damals Bestandteil der israelischen Streitkräfte war, jedoch hat er jede Erinnerung an den Krieg ausgeblendet. Doch wieso? Folman beginnt sich selbst zu fragen, was der Katalysator für seine Verdrängung gewesen sein könnte. Allerdings kommt er von selbst nicht darauf, kann die Mosaikstückchen nicht zusammenklauben. Daher macht er sich auf die Suche nach ehemaligen Kameraden, die gemeinsam mit ihm in Beirut gedient haben. Speziell sein alter Schulfreund und ein ihm Unbekannter – beide sind Teil der einzigen Erinnerung, die Folman noch besitzt. Doch auch der Freund, welcher sich inzwischen nach Holland abgesetzt hat, kann oder will Folman nicht weiterhelfen. Aber der Regisseur gibt nicht auf. In Einzelgesprächen mit ehemaligen Freunden, die ebenfalls gedient haben, sowie Therapeuten und Journalisten fügt er dem blutigen Bild von eins immer neue Bilder hinzu, bis sich ihm am Ende das große Ganze offenbart. Und Folman merkt, dass man zwar seine Vergangenheit vergessen kann, aber die Vergangenheit einen selber nicht vergisst.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

8.0Ausgezeichnet

Ein gezeichneter Dokumentarfilm, das ist auch die logische Folge des nun zehn Jahre dauernden Siegeszuges der Grafic Novel, an dessen Anfang die Frage stand: Kann man ernste Dinge mit einer so unernsten Methode wie dem Comic schildern? ... Auch "Waltz with Bashir" zehrt von dieser Spannung.

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D. Kamalzadeh: Der Standard

8.5Ausgezeichnet

Folman lässt die Szenen zwischen Traum und Wirklichkeit changieren, manchmal überlagern sich mehrere Zeiten. All das ist äußerst vielschichtig gestaltet. Politisch geht der Film jedoch über eine Traumabewältigung der persönlichen Art nur in der Weise hinaus, als er sich an der Rolle der israelischen Armee beim Massaker abarbeitet.

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Kommentare — Ausgezeichnet 8.1

Der Film Waltz with Bashir wurde von 1127 Mitgliedern bewertet.

BigDi

Bewertung9.0Herausragend

Eine stilisierte Sammlung subjektiver Eindrücke eines Krieges, die von pubertärer Verdrängung zur unbezwingbaren Todesangst reicht. Und diese kleinen Eindrücke sind es auch, die einem im Gedächtnis bleiben und den Wahnsinn der Geschehnisse nachhaltig porträtieren. Die Hunde, die wild ihre Zähne fletschen. Die so sicher scheinende Fahrt im Panzer, die durch einen Schuss zu einem gnadenlosen Überlebenskampf wird. Die Szene im Garten, dieser perverse Kontrast zwischen der paradiesartigen Schönheit und der blutigen Gewalt. Die Verdrängung der Realität am Flughafen, die Flucht aus dem "Loveboat" - war es denn überhaupt eines? Oder ist er erst in der Erinnerung zu einem geworden? Der titelgebende Walzer, dieser absolute Vollrausch mitten im Gefecht. Alles in einem hochästhetischen audiovisuellen Gewand, dessen Optik selbst die krassen Stilbrüche angemessen darstellen kann. Und der Augenblick, wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, der alles darauffolgende in einem Schleiert erscheinen lässt: Vor Leid und Schmerz verzerrte Gesichter, die die gesamte Gewalt in einen Augenblick zu packen vermögen. Die Hilflosigkeit, die Verdrängung, die Angst, das Vergessen und dann wieder die Erinnerungen, die mitten in den Magen treffen und noch einmal zeigen: Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt tote Opfer und lebende Opfer. Die zweiten werden es so schnell nicht hinter sich haben. Und wenn man sich nach dem Film plötzlich daran erinnert, dass der dargestellte Konflikt noch lange nicht vorbei ist, wird der Nachgeschmack noch bitterer. Denn, um es mit den berühmten Worten aus "Fallout" zu sagen: "Krieg, Krieg ist immer gleich".

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jlorenz1

Bewertung7.0Sehenswert

Etwas eigenartig nach "Pans Labyrinth" diesen Film anzuschauen, in der faschistische Falangisten auch auftreten. An die Nachrichten des Massaker von Beirut in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila kann ich mich noch gut erinnern, weil PLO-Führer Yassir Arafat damals sein Hauptquartier nach Tunis verlegte. Als Zuschauer überkommt mich damals wie heute das Gefühl der Hilfslosigkeit eines mittlerweile lang anschwelenden, unüberschaubaren Konfliktes.

Mit dem Zeichentrickfilm habe ich so meine Schwierigkeiten. Die israelische Armee habe ich mir professioneller vorgestellt. Auch mit mehr Rückhalt in der Bevölkerung. Das sinnlose, angsterfüllte über Stunden anhaltende Geballere auf Obstgärten lassen Zweifel an der israelischen Militär- und Sicherheitspolitik (wie auch gegenüber jedem anderen Militär) aufkommen, die doch eigentlich nur eine "Sicherheitszone" im Libanon schaffen wollte.

Äußerst einprägsam schildert der Film die suggestiven Überlebenstechniken eines Soldatens. Wiederum anderes hat mich als Kriegsdienstverweigerer nicht überrascht. Das Interesse an der Vergangenheits- und Traumabewältigung von Ari Folman hatte ich nicht in dem erheblichen Maße wie er und so konnte die Frage Was passierte wirklich? mich bald nicht mehr persönlich so reizen.

Nicht ganz zur Geltung kommt der Konflikt und das Entsetzen von Ari Folman, dessen Eltern die Shoah überlebt haben, dass er entfernt parallel zu diesen schrecklichen Ereignissen einem Ghettomassaker als Helfershelfer beiwohnt.

"Waltz with Bashir" ist sicherlich sehenswert, aber eindeutig überbewertet. Mit dem Mittel des Zeichentrickfilms gelingt es zwar Traumbilder heranzuholen und gleichzeitig wiederum noch lebende Personen zu ihrem Schutz zu entfremden. Gleichzeitig gehen ihm andere Dinge verloren ...

P.S. Sah am 13.01.2010 | 22.30 Uhr | 30 Min.Auslandsreporter:Israels Armee am Pranger? - Ein Jahr nach Gaza mit Tenor Israel - die "moralistische" Terrorarmee. Noch immer sind Zweifel wie im Film angebracht. Leider

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LeGrip

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wirklich großartiger Dokumentarfilm, der einen durch seine sphärischen Bilder und der beeindruckenden Geschichte soffort in den Bann zieht und mich bis zum heutigen Tage nicht mehr loslässt. Unbdedingt ansehen!

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Dachsman

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Zeichenstil ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig (ich hatte weniger 3D-Elemente erwartet), geht aber nach einiger Zeit in Fleisch und Blut über und entfaltet in seinen stärksten Szenen, im Zusammenspiel mit dem gelungenen Score, eine enorme Wucht (z.B. die Szene, die auch für das COver der Special Edition verwendet wurde).
Der Film folgt der Geschichte des Regisseurs Ari Folman, der 20 Jahre nach seinem Einsatz im Libanon den Geschehnissen und seiner Rolle darin (ins. dem Massaker von Sabra und Shatila) nach geht. Er trifft verschiedene ehemalige Kamerade aus der Zeit und versucht ein einigermaßen lückenloses Bild des Grauens zu schaffen.
Der Film ist dabei wie ein normale Doku aufgebaut, mit dem Unterschied, dass Folman, wie ihn einer der ersten Interviewpartner auffordert, nicht filmt, sondern zeichnet. In Rückblenden werden die Erlebnisse der Beteiligten aufgearbeitet, der Film bezieht allerdings zu keiner Minute klar Stellung sondern zeigt nur das, was auch berichtet wird, die einzige Hilfe, die dem Zuschauer mit auf den Weg gegeben wird, ist die eines Freundes von Folman: Erinnerungen sind dynamisch und sie schützen uns auch vor Gebieten unseres Unterbewusstseins, die wir nicht betreten wollen. Der Film stellt seine Aussagen und das Gezeigt daher nie als Fakt hin, er hält uns stets vor Augen, dass keine der Aussagen der Betroffenen so geschehen sein muss und auch, dass die eventl. grausamsten Abschnitte gänzlich fehlen dürften. Besonders deutlich wird dies in einer Szene, in der ein Soldat von einem Starkorrespondeten erzählt, der nicht wie die Soldaten verängstigt in der Deckung kauert, sondern sich wie ein Übermensch durch die Kugeln bewegt.
"Waltz with Bashir" erzählt eindriglich von dem Schicksal junger Menschen, die die Schrecken des Krieges erleben mussten und wie sie im Nachhinnein versuchen mit diesen fertig zu werden. Der Film wirkt dabei zu keiner Zeit plakativ und schafft es seine grausamsten und seine absurdesten Momente (Porno, der alte Mann) mit der nötigen Klarheit rüber zubringen.

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Prestigeww

Bewertung9.5Herausragend

Ein großer Film über Kiregsverbrechen und ein noch größer Film über das Mysterium dessen, was wir unsere "Erinnerung" nennen. Die Tatsache, dass dieser Film auf diese ganz spezielle Weise animiert ist, in der alles gleichzeitig real und irreal wirkt und irgendwie zu funkeln scheint, übersetzt die "Geschichtsfälschung" unseres Bewusstseins in atemberaubende und eindringliche Bilder.

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chain

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine gute und durchaus interessante Form des Dokumentarfilms. Echt gut gemacht. Sieht einfach klasse aus! Anschauen lohnt sich!

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Nayuma

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich kann das was ich gesehen habe nicht in Worte fassen. Ein unglaublich gelungener Film. Beim schauen muss man besonders auf die Hintergründe achten. Optisch gesehen auf jeden Fall ein Meisterwerk und auch sonstsehr sehr gut.

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Fulsome.

Bewertung7.0Sehenswert

Mir persönlich alles ein wenig zu steif.

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Chewbacca

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Antikriegsdrama in besonderem Comic-Look, das hart und ergreifend ist und trotzdem witzige Stellen bietet. Der einzigartige Stil macht die Hilflosigkeit und die Traumatisierung der Soldaten deutlich, wie sie die erlebten Grausamkeiten verarbeiten, in Träumen, die sie nicht mehr loslassen. Ari Folman hingegen erinnert sich an nichts mehr von seinem Einsatz im ersten Libanon-Krieg und dem Massaker von Beirut. So sucht er seine Kameraden auf und versucht seinen einzigen Traum vom Krieg zu deuten. Die Aufklärung der Geschehnisse bringt einen dann in die schreckliche Wirklichkeit zurück und man schaut nur fassungslos zu, wie die Originalaufnahmen folgen...

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dbeutner

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film erinnert in seiner Art ein wenig an Persepolis (und ist damit auch nicht ganz so innovativ wie tw. behauptet wird), der im Jahr zuvor erschienen war. Allerdings muss man zugeben, dass Waltz With Bashir technisch in einer anderen Liga spielt, und das sehenswerte MakingOf unterstreicht noch einmal, was für Freaks da am (Film)Werk waren.

Inhaltlich ist der Film mutig und zum Ende hin sehr krass; das Ende ist ein wenig vergleichbar mit Redacted. Macht keinen Spaß und ist deshalb umso wichtiger. Zuvor ist die Erzählweise sehr ruhig, und die Geschichte reißt nicht jederzeit mit, was aber durch die Filmtechnik etwas aufgefangen wird.

Ich schwanke daher zwischen 8 (wegen leichter dramaturgischer Schwächen) und 9 (wegen der starken Botschaft, dem Mut des Films und nicht zuletzt wegen der Bilder) Punkte, lande erstmal in der Mitte und korrigiere eines Tages vielleicht noch nach, wenn ich den Film noch weitere ein bis zweimal gesehen habe.

Eine Anmerkung noch zur Sprache: Es lohnt sich m.E. (beinahe überraschenderweise bei einem "Comic"), den Film im Original (mit Untertiteln) zu schauen, da die Gespräche teilweise echte Interviews sind und im Original sehr viel authentischer wirken (und sind) als in der Synchronisation; abgesehen davon, dass der Film in seiner eigenen Kultur spielt und schon von daher die Originalsprache natürlich zur Authenzität beiträgt.

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BAD ONI0N

Bewertung9.0Herausragend

Ein herrlich kritischer Film über die Unschuld der Armee.

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Werderdonna

Bewertung10.0Herausragend

Fast dokumentarisch arbeitet Ari Folman das Massaker von Beirut in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila der christlichen Phalange-Milizen im Frühstadium des Libanonkrieges (1982-1985) auf. Ausgehend von eigenen Erinnerungen verfilmt er im Stile des Computerspiels XIII die Aussagen von israelischen Beteiligten und Augenzeugen. Auch die eigene "Täterrolle" arbeitet Folman damit auf. Nicht außer Acht gelassen werden dabei die Reaktionen und psychischen Belastungen bei den israelischen Soldaten, die 40 Jahre nach dem Holocaust der Nazis am eigenen Volk als Mittäter oder zumindest duldende Helfer dieses Genozids auftreten. Gelungen ist dabei, dass letzten Endes nicht der Eindruck erweckt wird, die israelischen Soldaten seien die Geschädigten. Vielmehr sind sie Beteiligte an dieser Gräueltat an palästinensischen Flüchtlingen gewesen, so dass am Ende der Verfilmung ein ausschließliches und authentisches Mitgefühl für die Opfer der Tat vermittelt wird. Das Werk ist gelungen und ist in meinen Augen ein "großartiger" Antikriegsfilm, der die Schrecken eines solchen Massakers glaubhaft schildert. Ein Meisterwerk!

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cinorbird

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehenswertes Werk: Hier wird echte, stilistisch hochwertige Traumaarbeit geleistet.
Da können die FC-Recken mal rein, wenn sie die Champions-League-Quali vermasselt haben ;)

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Mum Pitz

Bewertung9.5Herausragend

ein dokumentarischer trickfilm, der visuell fasziniert und emotional aufrüttelt

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KlapTrap

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Und es steht geschrieben : Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns !

WALTZ WITH BASHIT ist nicht völlig frei von Längen, und auch gewollt manipulativ, aber in diesem speziellen Fall heiligt der Zweck tatsächlich alle Mittel.
Stlistisch brilliant, immer wieder zwischen Doku, Psychogramm, Überhöhung und Kriegsdrama hin und her pendelnd, erzählt der Film seine mutige Botschaft in Zeichnungen, die einen perfide einlullen, faszinieren, abstoßen und anziehen - nur um in ein Ende zu rasen, das selbst die hartgesottenste Milch im Glas sauer werden lässt.
Dabei kommt dem Film zu Gute, das er oftmals die geschichtlichen Hintergründe etwas vernachlässigt, und ganz allein die Personen und ihre Einzelschicksale in das Zentrum seiner Bemühungen stellt.
Und so wird aus einem Kaleidoskop von Eindrücken, Anekdoten und Gefühlen ein furchtbarer Bilderbogen, der die Geschehnisse zeitweise aus seinem Kontext herauslöst, und so frei von Hintergründen, als Parabel für jede erdenkliche Gräultat, für den Krieg an sich bestehen kann.
Markerschütternd.
Mutig.
Und bisher einzigartig.

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Bäda

Bewertung9.0Herausragend

Echt gut was dabei rausgekommen ist. Bewegendes Thema gut in Bilder umgesetzt. Der Schluss ist schon sehr heftig, aber so wars nunmal. Sollte durchaus auch mal an Schulen gezeigt werden.

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pixtur

Bewertung9.5Herausragend

Absolut beeindruckendes Beispiel, das Animationsfilme nicht immer für Kinder sein müssen. Auf der DVD sollten man sich auch das wunderbare Making-of ansehen.

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Benni-THE-KING

Bewertung8.5Ausgezeichnet

optisch und vorallem akustisch beeindruckend

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denise

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine realistischere Darstellung von Krieg habe ich noch nicht gesehen. Hier wird keine Geschichtsstunde erteilt, kein Hollywood-Drama erzählt. Hier werden die Ereignisse, die Dramen und Zufälle erzählt, wie sie geschehen sind und von den Beteiligten wahrgenommen wurden. Nicht mit dem Wissen, dass man im Nachhinein von solchen Ereignissen hat und dieser merkwürdigen, schablonenhaften Art, die Geschichte gern zu eigen ist. Hier sind die Vorgänge Teil eines Lebens, Tage, Stunden oder gar Sekunden, in denen man nur wenig Zeit hat zu reagieren, geschweige denn nachzudenken.

Sicherlich ist dies kein Film, in dem man mit den Figuren mitfühlt oder wie in Spielfilmen üblich sich mit ihnen sogar identifiziert. Als Folge davon gibt es sicherlich Momente, in denen Langeweile aufkommen könnte oder fehlender Zugang zu den Personen. Aber das hat hier offensichtlich einen guten Grund: Zum einen spiegelt es die Taubheit wider, mit denen die Kriegsveteranen sich erinnern bzw. nicht erinnen können. Zum anderen kann man als Zuschauer am Ende des Films nur dankbar sein, denn die Wirkung ist auch so schon nachhaltig genug.

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samploo

Bewertung10.0Herausragend

Atemberaubende Animationen, schockierende Bilder, toller Soundtrack und vor allem eine hervorragend erzaehlte Geschichte eines traumatisierten Kriegsveteranen.
Mein Kumpel und ich saßen beim Abspann mindestens eine Minute schweigend da, bis er es mit den Worten "Man war der super!" brach. Passiert selten :]
Die deutsche Synchro gefiel uebrigens auch recht gut :]

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Ortega Lorre

Bewertung9.5Herausragend

Vielleicht die Einzige Form heute einen Kriegsfilm zu machen. Wenn am Ende die Realität einbricht stockt einem das Herz.

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SteveZissou

Bewertung5.0Geht so

Am Anfang fand' ich den Film noch recht interessant. Doch ab der Hälfte fing ich an mich zu langweilen. Klar, das Thema Krieg ist wichtig und so weiter, aber subjektiv gesehen hat mich der Film nur bedingt unterhalten.

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Haze

Bewertung9.0Herausragend

Ein äußerst brisanter Stoff, klug und bewegend in seinen Bildern hinterlässt der Film einen etwas unangenehmen Beigeschmack beim Zuschauer.

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filmschauer

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ari Folman verarbeitet seine Kriegserlebnisse im Libanonkrieg 1982 in einer Dokumentation, die zum ersten Mal in Form eines Animationsfilm dargestellt wird. Dieser Stil zeigt das Geschehen zwar komprimierter, dafür werden die wichtigen Ereignisse noch mehr intensiviert. Hat mich sehr mitgenommen, sollte man mal gesehen haben.

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Jim C.

Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Waltz with Bashir" ist ein Film der weiß wie Menschen zum wirklichen nachdenken gebracht werden und Er hat auch eine Musikuntermalung die seit langem nicht so bewegt hat!

Für mich der Politfilm 2009!

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facinus

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr emotional bewegender Film, über die Bearbeitung von Gräueltaten und erlebten extrem Zuständen die der Krieg mit sich bringt. Dabei werden die Erlebnisse sehr nah und ruhig Erzählt, von einfachen und normalen Menschen die sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und die grenzen zwischen Opfer und Täter verwischen lässt, so das jeder nur als Verlierer aus einem Krieg zurückkommen kann, der eine mehr der andere weniger.
Auch die Geschehnisse als Animierte Dokumentation darzustellen, lässt seine Wirkung nicht verfehlen. Es ist ein gelungener Antikriegsfilm!

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maslobojew

Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr einfühlsamer, aber auch drastischer Film zu diesem Thema.
Da spielte es für mich weniger eine Rolle, dass ich mit der visuellen Umsetzung in dieser Art sonst eher weniger anfangen kann. Es spielte sich so mehr im Kopf ab. Mit realistischen Bildern, wäre das Gezeigte wahrscheinlich extrem schockierend und im Moment des Sehens sehr schwer zu ertragen gewesen. Einen Eindruck davon bekommt man am Ende durch den plötzlichen Einsatz der Realbilder.

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Moviefan29

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sehr guter, intelligenter Film über den Kreig im Libanon.
Bewegend und kompromisslos. Die erste Animations-Dokumentation überhaupt. Sehr empfehlenswert.
-Ein Meisterwerk-

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Jaspermusik

Bewertung10.0Herausragend

Beeindruckender Film zu einem schweren Thema. Nichts für einen unterhaltsamen Fernsehabend, dafür viel Futter fürs Hirn.

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stalker

Bewertung3.5Schwach

Kriegsästhetik mit Wehmutklängen, die beweist, dass Lesen bildet und Film unterhält.

Kommentar gefällt mir 2 Antworten

alanger

wohl doch nicht immer.


stalker

Nee, nicht immer.



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