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Auf ein Bier bei Sam & Diane im Cheers

Die Originalbesetzung von Cheers
© Paramount
Die Originalbesetzung von Cheers

Sam Malone ist ein ehemaliger Baseballspieler und Besitzer des Cheers. Die Titelfigur der gleichnamigen US-Fernsehserie wird über die gesamte Laufzeit von 11 Jahren von Ted Danson gespielt. Sam Malone ist trockener Alkoholiker, was natürlich einen irritierenden Kontrast zu seinem Beruf als Barkeeper bildet. In der ersten Folge von 1982 lernt er die Studentin Diane, dargestellt von Shelley Long, kennen, die er von da an als Kellnerin beschäftigt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine so komplizierte Liebesgeschichte, dass sich die beiden schließlich trennen. Nach dem Ausstieg von Shelley Long übernahm Kirstie Alley ab der 6. Staffel die Rolle des weiblichen Pendants zu Sam Malone. Sie spielt die neue Besitzerin Rebecca, an die der Ex-Sportler seine Bar zwischenzeitlich verkaufen muss. Aus dieser Konstellation ergeben sich dann die weiteren Reibungspunkte zwischen den neuen Streithähnen.

Die Bezeichnung “Harte Schale – weicher Kern” trifft auf die ruppige Kellnerin Carla, gespielt von Rhea Perlman, absolut zu. Die kleine Italo-Amerikanerin lässt sich nichts sagen, ist aber stets loyal zu Sam und die gute Seele des Cheers. Sie hat 8 Kinder von verschiedenen Männern, die sie ebenso resolut wie herzlich groß zieht, wie sie ihre Gäste bedient. In den ersten Staffeln steht außerdem Coach Pantusso hinter der Bar, ein naiver aber zugleich liebenswerter älterer Herr, den Sam Malone noch aus seinen Tagen als Sportler kennt. Nach dem Tod des Schauspielers Nicholas Colasanto übernahm der heutige Hollywoodstar Woody Harrelson den Part des einfältigen Barkeepers.

Auf ein Bier bei Sam & Diane im Cheers (7 Bilder)

Was wäre aber eine Kneipe ohne ihre Stammgäste? Das Cheers hat einige davon. Besonders hervorzuheben sind der pedantische Briefträger Cliff, gespielt von John Ratzenberger und sein stoischer Freund Norman, ultimativ dargestellt von George Wendt. Eigentlich mag außer Norman niemand in der Bar den besserwisserischen und anstrengenden Cliff, dafür lieben sie seinen Kumpanen. Jedesmal, wenn Norman Petersen das Cheers betritt – oder irgendeinen Ort, in dem es etwas zu essen oder trinken gibt – wird er von allen mit dem lauten Ausruf “Norm!” begrüßt. Auf die dann folgende Frage nach seinem Wohlbefinden hat der beleibte Grantler immer eine passende Antwort parat. Dieser Running Gag war in Amerika so beliebt, dass er mit “Normism” einen eigenen Namen bekommen hat. Hier ein Beispiel: Coach: „Na Norm, wie ist das Leben zu dir?“ Norm: „Als hätte es mich mit seiner Frau im Bett erwischt!“

Später gesellt sich noch der intelektuelle und in einer Bar stets etwas deplaziert wirkende Psychiater Frasier zu der illustren Runde. Dessen übertrieben kühle und streitsame Ehefrau Lillith, wunderbar streng dargestellt von Bebe Neuwirth, sorgt für weitere Brüller. Die von Kelsey Grammer verkörperte Figur des neurotischen Psychiaters bekam nach dem Ende von Cheers das überaus erfolgreiche Spin-off Frasier.

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Cheers ist eine klassische amerikanische Sitcom. Der Ort der Handlung ist fast immer die Bar, nur selten verlassen die Protagonisten ihr Bostoner Idyll. Die Geschichten drehen sich oft um die kleinen Dinge des Alltags, den roten Faden bilden die Beziehungen der Figuren untereinander und der Witz entsteht meist durch die Dialoge.

Bei uns leider viel zu selten wiederholt und wenn dann gern am frühen Morgen, wo die Lust auf ein begleitendes Bierchen noch zu wünschen übrig lässt, hatte Cheers in Deutschland nicht den durchschlagenden Erfolg wie in den Staaten. Den erkennt man auch an den zahlreichen Anspielungen in anderen Serien wie How I Met Your Mother oder Die Simpsons.

Ward ihr schon mal in einem Cheers in eurer Nähe?

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