Avatar von Vatikan kritisiertBearbeiten

Veröffentlicht am 14.01.2010, 09:00

Der Vatikan ist nicht gerade für seinen Filmgeschmack bekannt. Dennoch weht jedesmal, wenn er einen Film kritisiert, ein Hauch von Inquisition durch die Welt. Doch was hat der Vatikan am Naturmärchen Avatar auszusetzen?

Na'vi und Natur - Ein gutes Team Na'vi und Natur - Ein gutes Team © Fox

Die katholische Kirche hat es schon schwer. Über Jahrhunderte hinweg versuchte sie mühsam, die Heiden aus ihren Wäldern zu ziehen und – notfalls mit etwas Nachhilfe – zur Taufe zu bewegen. Kaum ist dies geschafft, kommt plötzlich James Cameron mit Avatar – Aufbruch nach Pandora.

Das Problem des Vatikans ist das in Avatar – Aufbruch nach Pandora gezeigte Naturbild. Wie bei Harry Potter oder auch Twilight kritisiert die katholische Kirche die verführerische Darstellung von Magie, die nicht im Wunderkatalog der Bibel aufgeführt wird. Auch in Avatar – Aufbruch nach Pandora findet sich diese Magie im Wirken der Natur. Außerdem haben die Na’vi, welche eindeutig als die Sympathieträger des Filmes bezeichnet werden können, eine pantheistische Religion. Das bedeutet, Gott herrscht nicht über die Welt, sondern Gott ist die Welt. So zitiert Focus Online einen vatikanischen Radiosender: Die Natur in Avatar – Aufbruch nach Pandora ist “nicht mehr eine Schöpfung, die verteidigt werden, sondern eine Gottheit, die verehrt werden muss”.

Anders als in unserer modernen Welt reagiert die Natur in Avatar – Aufbruch nach Pandora mit sichtbaren Effekten direkt auf Gebete und Rituale der Na’vi. Zwar wird der halbherzige Versuch unternommen, die Naturgottheit der Na’vi dadurch rational zu rechtfertigen, dass der Wald als riesiges neurales Netzwerk erklärt wird, doch am Ende kommt eine andere Botschaft beim Publikum an: Die Na’vi haben eine Naturreligion, die endlich auch einmal funktioniert und etwas bringt! Auf Pandora klappt all das, woran heimische Religionen in der Regel verzweifeln. Kein Wunder, dass das die katholische Kirche nicht gern sieht.

Allerdings haben die Kommentatoren auch ganz weltliche Kritik an Avatar – Aufbruch nach Pandora. Die offizielle Zeitung des Vatikans “L´Osservatore Romano” spricht Avatar – Aufbruch nach Pandora “viel verblüffende, hinreißende Technik, aber wenige aufrichtige Emotionen” zu. Außerdem wird die oberflächliche und simpel gestrickte Handlung kritisiert.

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Prestigeww (Stefan Tiess)

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Nahtigall

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Schon blöd wenn einem ein Film zeigen muss, wie es richig geht. Da wird man schon mal neidisch

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LMSMDK

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Es haben irgendwie viel zu viele Leute was gegen Avatar.

Er sei rassistisch, er verherrliche das Rauchen, jetzt hat der Vatikan auch noch was dagegen! Manche Leute haben einfach zu viel Langeweile.

Was soll man da noch sagen?

Avatar anschauen und Spaß haben.

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xtheunknown

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das überzeugt mich ja fast schon doch noch ins kino zu gehen

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count)(down

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HaHaHa, ich habs sowas von gewusst. Jeden Tag ne neue Nonsens-Nachricht zu Avatar.

Tut mir bitte den Gefallen und macht, wenn es irgendwann an einem Tag mal keine Nonsens-News zu Avatar gegeben hat, eine News-Meldung, das es heute gar keine Schwachsinn-Meldung zu Avatar gab?!?

Ich fänds toll...

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Sheeeeep

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"Cacator Papstus"


Sheeeeep

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Smoin seine Version stimmt natürlich eher, meine ist eher persönliche Interpretation.
[ät]Smoin: wir hatten aber ziemlich ähnliche Gedanken ;)


Iwan Goratschin

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Das Lexikon des internationalen Films wird glücklicherweise nicht vom Vatikan herausgegeben. Früher gab es ja auch noch weitere Filmnachschlagewerke in Buchform - z.B. den Fischer Filmalmanach sowie das Filmjahrbuch von Lothar Just. Inzwischen ist das Lexikon des internationalen Films das einzige in Buchform übriggebliebene Nachschlagewerk.

Herausgegeben wurde es von der Zeitschrift "film-dienst" und der KATHOLISCHEN Filmkommission für Deutschland. In diesem Lexikon zeigt es sich aber, dass es außerhalb des Vatikans bei den Katholiken auch fähige und halbwegs freigeistige Filmkritiker gibt. Ich denke, dass Avatar im April/Mai in der Neuerscheinung wohl relativ angemessen beurteilt werden wird.

Übrigens:
"viel verblüffende, hinreißende Technik, aber wenige aufrichtige Emotionen” zu. Außerdem wird die oberflächliche und simpel gestrickte Handlung kritisiert."
da hat selbst der Vatikan mal recht. -- DAS SEHE ICH GENAUSO und trotzdem hat mich der Film nahezu überzeugt. (aber aus diesem Grund auch keine 10,0 sondern nur 9,5)

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doctorgonzo

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Herzlich willkommen bei der Weltfremd GmbH auch bekannt als katholische Kirche. Ich frage mich, woher diese Leute bei all ihren schwierigen Aufgaben (Erdbeben als Gottes Rache deklarieren, Abtreibungskliniken belagern/sprengen, den Einsatz von Kondomen verbieten wollen, Priester von kleinen Jungs fernhalten, Exorzisten auf Epileptiker ansetzen, etc.) noch die Zeit finden, sich mit derlei Nichtigkeiten auseinanderzusetzen... Oder glauben diese Fachkräfte tatsächlich, dass eine Kritik seitens des Vatikan (bekanntlich in Sachen Film nicht unbedingt eine Autorität wie der "Rolling Stone" für Musik) Leute vom Kinogang abhält? Oder dass umgekehrt ein Film, vollgepackt mit handlungsmäßigem Nichts, bekennende Christen dazu bringt, plötzlich Bäume und Felsen anzubeten? Wäre vielleicht nicht schlecht, wird aber trotzdem wohl kaum passieren.

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guggenheim

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Auch richtig. Aber dem Christentum das exklusive Vorrecht auf die Ausformung von Rechten/Freiheit zu geben, ist zu viel der Ehre- weil "Christentum" eine Glaubensvereinigung darstellt, in deren Namen entgegengesetzte Dinge geschahen (ohne dass ich das überstrapazierte Bsp. von den Kreuzzügen bemühen möchte). Sicher beruft sich ein Großteil Europas auf die Grundwerte, die uns überwiegend im NT nahegelegt werden- und das ist gut so. Wobei auch das NT nur eine (logische) Weiterentwicklung des AT war (Bsp: das "Auge um Auge"-Prinzip, damals revolutionär, wurde zu weiterer Gewaltlosigkeit ausgeformt).
Aber ja, unbestritten ist es die Basis der Moderne bzw. der frühen Neuzeit- aber erst die dortige Loslösung von all zu strikten Interpretationen machte den Weg frei hin zu modernen, freiheitlichen System...


guggenheim

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Aber drauf gesch*****, im Grunde geht es hier nur um Avatar! ;-)


Sheeeeep

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Tom Tom wird mit rechtlichen Schritten gegen das Machwerk von James Cameron vorgehen, da sie Na'vi mit USB Schnittstelle erfunden haben.

Zusätzlich sind die anonymen Alkoholiker sehr unzufrieden mit der Farbe der Ureinwohner auf Pandorra. David Hasselh... (Namen vielleicht nicht geändert) zu BILD:" Da wird man ja direkt verleitet zum trinken. Nachdem ich den Film gesehen hatte gönnte ich mir drei Bottle Korn und ging zu Burger King um mir ein Tripple Whopper einzutrichtern. Wenn da nicht mein *biep* Tochter mit der Cam gewesen wäre ..."

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Sheeeeep

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Hast ja Recht. He's only looking for freedom.


guggenheim

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Hat der Papst Avatar wohl schon gesehen?

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HerrLehmann

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Ich bezweifle stark, dass man im Vatikan Filme anschaut, bevor man sie kritisiert. Sonst wäre Twilight bestimmt nicht kritisiert worden...


Tyler

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Die Illuminaten haben nun auch Stellung zu Avatar bezogen. Nach neusten Erkenntnissen, welche noch nicht ganz hieb - und stichfest, aber zu 23% belegt sind, werden in Avatar Nachrichten und Symbole versteckt, die eindeutig eine Gehirnwäsche am Zuschauer vollziehen sollen. Aus diesem Grunde stufen sie den Film als höchst gefährlich ein und setzen ihn auf ihre schwarze Liste, die leider nicht eingesehen werden kann bevor sie nicht von höchster Stelle gesegnet wurden.
Desweiteren denkt der Club der Alaskafreunde über ein Verbot von Camerons früherem Werk Titanic nach, da in diesem Eisberge diskriminiert und als terroristisches Gut dargestellt werden. Wir dürfen gespannt sein!

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Sheeeeep

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und ich bin einer der im Hintergrund Gänsefüsschen beschäftigt Gänsefüsschen rumläuft


Tyler

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alanger, du darfst der Daniel Amati sein, mit de krass blaue augen.


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