Gérard Depardieus Flucht nach Russland
guggenheim (Nils Pape), Veröffentlicht am 12.01.2013, 17:50
Neu-Russe Gérard Depardieu
© Concorde Filmverleih/moviepilot
Eigentlich soll ja jeder machen, was er will. Zumindest, wenn niemand anderes in Mitleidenschaft gezogen wird und die Gesetze eingehalten werden. Individuelle Freiheit ist ein hohes Gut, eine Errungenschaft, die es zu bewahren gilt. Ein paar französische Filmstars treiben es aber derzeit sehr weit, allen voran der sichtlich dem Genuss zugetane Gérard Depardieu.
Der Aufreger der Woche dreht sich um französische Stars, die die Nationalität wechseln (wollen).
Gérard Depardieus neuer Pass
Jeder hat es mitbekommen: Die französische Regierung unter François Hollande hatte vor, eine – wie sie im Volksmund genannt wird – Reichensteuer einzuführen. 75 Prozent für Einkommen über eine Million Euro. Schauspieler und Unternehmer Gérard Depardieu (er betreibt nebenher noch Restaurants und besitzt Weinberge) lehnte sich dagegen auf und drohte prompt mit dem Wechsel seiner Nationalität. Zu Anfang klang das noch wie aufgebrachtes Geschwätz, doch mittlerweile ist der Passtausch vollzogen worden. Gérard Depardieu ist nun, durch kräftige Unterstützung von Vladimir Putin, russischer Staatsbürger. Eigentlich wollte der Mime ja Belgier werden, aber ein Steuersatz von 13 Prozent ist einfach ein zu verführerisches Angebot. Außerdem ist es ja nicht so, dass es bei einem neuen Pass bleiben muss: Gérard Depardieu beabsichtig nach wie vor, die belgische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Ob’s klappt, bleibt abzuwarten.
Vor den Karren gespannt
Unterstützung bekam er vor kurzem erst von Catherine Deneuve und Brigitte Bardot. Beide sprangen ihrem Berufskollegen zur Seite und verteidigten ihn gegen Attacken, in denen ihm Habgier unterstellt wurde. So weit, so loyal. Betrachten wir Gérard Depardieus bisheriges Leben, kann allerdings davon ausgegangen werden, dass ihn die Angriffe eh kein Stück interessiert haben. Interessiert hat ihn jedoch auch ganz offensichtlich nicht die Lawine, die er mit seinem Wechsel der Staatsbürgerschaft und einigen getätigten Aussagen ins Rollen gebracht hat. Zum einen hat er sich als Zugpferd vor den russischen Karren spannen lassen. Nach dem Skandal um die Verurteilung der Punkband Pussy Riot benötigte Russlands Regierung schnellstens gute PR. Ob die durch die eilig vorangetriebene Passaustellung für Gérard Depardieu wirklich so gut ist, sei mal dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass sich Russland als kunst- und künstlerfreundlicher Staat darstellen konnte, der ein liberales Steuersystem hat, das Besserverdiener nicht schröpft. Ob das Gegenteil tatsächlich auf das mittlerweile gestoppte französische Vorhaben zutrifft, ist dabei nicht von Interesse.
Neuentdeckte Liebe
Dass Gérard Depardieu mit den Worten „Ehre sei Russland“ dankte und das Riesenreich als „große Demokratie“ bezeichnete, ist aber wohl der größte Witz mit Anlauf. Wer daran ernsthaft glaubt, der sollte mal mit Wahlbeobachtern und Amnesty International sprechen. Bestseller-Autor Wladimir Kaminer äußerte sich diesbezüglich vor einigen Tagen. Er merkte an, dass das Gebaren der französischen Stars für die russische Opposition ein Schlag ins Gesicht sei. Durch sie und ihre aus Steuergründen neuentdeckte Liebe zur russischen Regierung (nicht zum Land oder den Leuten) werden die wichtigen Anliegen unbedeutender, Vladimir Putin und seine Mannen bekommen massig Werbung. Die kleingeistige Haltung wird vor allem deutlich, wenn der Grund für Brigitte Bardots Drohung, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen, genannt wird: Sollten zwei kranke Elefanten in Frankreich eingeschläfert werden, dann gibt sie ihren französischen Pass ab – und geht ins für Menschenrechte und Tierschutz bekannte Russland…
Dass sie allesamt durch die ausgebaute Filmförderung in Frankreich profitiert haben, und sie durch höhere Steuerabgaben (wie hoch die auch immer sein sollten) einen Teil zurückgeben könnten, bedenken sie nicht. Als anständige und angesehene Bürger würden sie auch nicht einfach so die Nationalität wechseln oder zumindest damit drohen, sondern aktiv an einer politischen Lösung mitarbeiten. Gérard Depardieu hat schließlich Gewicht – also sein Wort hat Gewicht.
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Kommentare
über Gérard Depardieus Flucht nach Russland
La Bardot Mon, 14 Jan 2013 02:24:52 -0000
Kommentar löschenBrigitte Bardot möchte auch den Depardiues machen und Frankreich den Rücken kehren, weil zwei Elefanten schlecht behandelt werden... Russland ist sicherlich auch Anführer in Sachen Tierrechte und Tierbehandlung.
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Toho Sun, 13 Jan 2013 15:59:46 -0000
Kommentar löschenСлава России! ^^ Ich mag Putin und Russland^^
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John.Matrix Sun, 03 Feb 2013 09:07:55 -0000
Antwort löschenPutin ist ein Idiot. Wenn ich mir seine Kommentare zu bestimmten Themen anhöre, dann weiss ich der Typ hat keine Ahnung von irgendetwas. Aber hey, wer sagt denn dass ein Staatsmann Grips haben muss?In den meisten Fällen ist das sogar das Gegenteil, weil der klügere immer nachgibt. Und das gilt in solchen Ländern leider immer noch. Aber Russland mag ich auch, ist meine Heimat.
agynessa Sun, 13 Jan 2013 12:02:47 -0000
Kommentar löschenDann wird er nun wohl etwas abnehmen. Wodka macht schließlich nicht so dick, wie Bordeaux!
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Mike Bischoff Sun, 13 Jan 2013 09:18:23 -0000
Kommentar löschen"Das was mich wirklich an Depardieu stört, ist das er sich wirklich vor Putins Karren spannen lässt."
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Cinemen Sun, 13 Jan 2013 09:10:51 -0000
Kommentar löschenIs mir Wurscht ...soll machen was Er will..kann auch aufm Mond auswandern das würde mich auch nicht Jucken.....
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LoWi777 Sun, 13 Jan 2013 07:16:09 -0000
Kommentar löschenVielleicht bekommt Gerard Dep. ja demnächst die Hauptrolle in der Verfilmung von Putins Biografie? Die notwendige Figur hat er ja, oder nicht? Wenn nicht, sollte er nur einfach bei den nächsten Präsidentenwahlen gegen Putin antreten, dann wird man ihn schon zurechtstutzen.
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Narrisch Sun, 13 Jan 2013 02:43:07 -0000
Kommentar löschen75% sogenannte Reichensteuer grenzt schon an Enteignung und wird in Frankreich den gegenteiligen Effekt mit geringeren Steuereinnahmen haben. Aber Gérard Depardieus Steuerflucht nach Russland, die Anahme eines russischen Passes und Lobgesänge auf Europas zweitschlimmsten Diktator machen Depardieu vor allem zu einem lupenreinen Vollidioten.
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johannes.hudalla Sun, 13 Jan 2013 21:11:30 -0000
Antwort löschenDu vergisst das er erst mal eine Millionen "normal" versteuern muss. Erst auf die zusätzlichen Beträge greift die Steuer. So oder so bleibt ihm genug zum Leben. Weit mehr als den anderen 90% in Frankreich. Da stellt sich die Frage: Sind solche hohen Einkommen denn überhaupt gerechtfertigt? Was leistet dieser Mann denn so großartig mehr als andere? Bei Sportstars das gleiche...
Narrisch Mon, 14 Jan 2013 00:24:48 -0000
Antwort löschenNatürlich sind extreme hohe Einkünfte gerechtfertigt und darauf sollte auch ordentlich Steuer bezahlt werden. Nur halte ich 75% Steuer für überzogen. Ob jemand Summe XY wert ist entscheidet der Markt und wenn der Markt das bezahlen will ist das, in meinen Augen, völlig legtim. Das auch sehr reiche Menschen sehr besonnen mit ihrem Geld umgehen können zeigt zum Beispiel Bill Gates. Ich glaube das Bill Gates Milliarden Stiftung sehr viel gutes tut und dabei wesentlich effizienter ist als es ein staatliches System je sein könnte.
Titaneus Sun, 13 Jan 2013 00:13:27 -0000
Kommentar löschenEine belanglose Entscheidung eines inzwischen genauso belanglosen Schauspielers.
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RobinliebtFilme Sat, 12 Jan 2013 22:33:10 -0000
Kommentar löschenNach Russland auszuwandern halte ich auch für extrem, aber Hollande hat ja auch einen an der Klatsche ne Einkommenssteuer von 75% einzuführen.
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Schloøpselcki Sat, 12 Jan 2013 21:04:50 -0000
Kommentar löschenEhrlich gesagt dachte ich dass hier was stehen würde, was sich mit Klaus Kinski befasst..
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moench_gmbh_co Sat, 12 Jan 2013 20:26:47 -0000
Kommentar löschenartikel kommt min. 9 tage zu spaet. so nachrichten und geruechte hoert man gerne auf mp, stattdessen das hier.
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gabriel.rost.77 Sat, 12 Jan 2013 20:22:44 -0000
Kommentar löschenDanke, dass du Pussy Riot erwähnst. An die hatte ich garnicht mehr gedacht. In den Medien werden die ja kaum noch erwähnt.
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HulktopF Sat, 12 Jan 2013 19:44:18 -0000
Kommentar löschenSollten zwei kranke Elefanten in Frankreich eingeschläfert werden, dann gibt sie ihren französischen Pass ab – und geht ins für Menschenrechte und Tierschutz bekannte Russland… der witz des jahrhunderts ö.Ö
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Agent Smith93 Sat, 12 Jan 2013 18:35:24 -0000
Kommentar löschenJetzt ist Obelix kein Gallier mehr, sondern ein Russe. Mich wundert langsam gar nichts mehr.
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Chucky89 Sat, 12 Jan 2013 17:26:58 -0000
Kommentar löschenIch brauche kein Hellseher zu sein um zu wissen, dass nach diesen Äußerungen von Depardieu er so gut wie keine Chance mehr hat sich im Film wieder zu rehabilitieren, wobei schon vor diesen Äußerungen kaum noch gute Rollen in den letzten Jahren bekam. Das er sich über diese enorme reichen Steuer aufregte und das Land verließ, kann man vielleicht im ersten Moment noch verstehen, ich habe grundsätzlich auch nichts gegen eine Steuererhöhung für Superreiche, doch 75 % ist schon etwas hoch. Was mich viel eher aufregt hat ist diese Anbiederung an Putin, Ramsan Kadyrow, Karimow die Leute treten Menschenrechte mit Füßen und er lässt sich mit ihnen zeigen, tritt bei ihrer Geburtstagsfeiern auf oder nimmt ein Lied mit der Tochter auf.
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BaitfroN Sat, 12 Jan 2013 16:19:32 -0000
Kommentar löschenWas mich mal interessieren würde und worüber ich noch überhaupt nichts gelesen habe: Kann der Mann eigentlich Russisch? Wäre für mich als 08/15 Deppen vom Dienst ja schön scheisse wenn der Gerard mit seiner Kohle nach Russland darf und ich nicht!
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FordFairlane Sat, 12 Jan 2013 17:06:02 -0000
Antwort löschenIch glaube "Gerard Depardiue" hat einen anderen Bekanntheitsgrad als du, der ist überall auf der Welt Bekannt und hat somit schon einen anderen Status, ist halt so! Melde dich wieder wenn du ein Gehalt von mehr als 3. Millionen Dollar pro film bekommst!
Du wirst doch wohl schon begriffen haben in deinem langen Leben, das Geld einiges bewirken kann.
Leonerd Sat, 12 Jan 2013 15:37:41 -0000
Kommentar löschenMensch, der arme Mann. Da verdient er eigentlich 3 Millionen Euro, darf aber nur 750000 € davon behalten und am Ende des Jahres hat er nur einen Besitz von 90.750.000 €. Und 1 weiteres Jahr später, wenn die Reichensteuer wieder gesenkt wird, dann hat er nur noch 91.500.000 €. Und ich habe noch nicht mal die Miete für seine Studentenwohnung abgezogen! 125 € für die Rundfunkgebühren in Frankreich (pro Jahr!), nicht wenig! Genickbrechend! Sein Renault Clio, Baujahr 1998, nicht abbezahlt! Und nur 90 Mio € Vermögen. Er hätte auch seinen Gürtel enger schnallen können, wenn er den schon längst nicht versetzt hätte, um die Schulden seines letzten Saufgelages in der Bar in Höhe von 52,30 zu begleichen!
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Kleinman Sat, 12 Jan 2013 15:02:39 -0000
Kommentar löschenDie ganzen Leute, die sich über 75% Steuern empören! Als ob sie eines Tages selbst mal in diese Situation kommen würden. Aber Sozialkürzungen, die Millionen treffen sind ihnen egal. Von den 75% wären nur etwa 1500 Leute betroffen und die werden deshalb kaum auf ihre Yachten verzichten müssen.
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BaitfroN Sat, 12 Jan 2013 16:15:27 -0000
Antwort löschenNur weil du das Geld nicht hast heißt das nicht das du dich auch nicht mal in die Lage derer versetzen könntest die sie haben! Die meisten die soviel Geld haben, haben auch dafür gearbeitet. Gerard Depardieu war auch nicht sofort ein Filmstar, er hat es sich erarbeitet. Jetzt stell dir mal vor du hättest dir ein solches Vermögen erarbeitet, hättest du Lust es einfach so abdrücken zu MÜSSEN? Ich meine wenn du dann die Millionen hättest könntest du ja gerne Geld spenden, das wäre dann deine Sache. Aber einfach so gezwungen zu werden mit der Begründung "Du hast es ja"? Du wärst sicherlich auch angepisst!
mme.lehmann Sat, 12 Jan 2013 16:44:29 -0000
Antwort löschenMan muss aber auch immer berücksichtigen, dass die Leute, die sich dieses Geld erarbeitet haben, von der Gesellschaft profitieren. Oder hätte Gerard Depardieu mit seiner Schauspielerei in Somalia ein solches Vermögen anhäufen können? Vermutlich nicht. Ich finde es ganz schön komisch wie immer getan wird, als hätten diese Menschen im Vakuum vor sich hingeschuftet, völlig unabhängig von äußeren Faktoren. Da sie offensichtlich von der Gesellschaft profitiert haben, sollte es das Natürlichste der Welt sein, einen Teil an ebendiese auch zurückzuzahlen.
Kleinman Sun, 13 Jan 2013 02:37:24 -0000
Antwort löschen@mme.lehmann: Genau so sehe ich das auch
und @Freidenker und BaitfroN : Natürlich ist 75% viel und natürlich würde es mich persönlich dann auch irgendwie ärgern, aber andererseits geht es hier um einen Grad von Reichtum, wo man den Unterschied einfach nicht mehr bemerkt. Diese Leute sind absolut realitätsfremd, weil sich an ihrem Lebensstandart überhaupt nichts ändern würde, das Ärgernis existiert für sie nur, wenn sie auf die Steuererklärung schauen, aber nicht in ihrem Leben. Bei den meisten anderen Leuten dagegen machen sich schon ein paar Prozente mehr oder weniger direkt bemerkbar, weil das einen Urlaub, ein paar Restaurantbesuche, ermöglicht oder verhindert, oder noch existentieller die gesunde Ernährung oder die Mietzahlungen usw. betrifft.
Halcyon Sat, 12 Jan 2013 14:22:16 -0000
Kommentar löschenDass GD auswandern will um sein wohl verdientes Geld zu schützen ist seine Sache und nicht meine, aber dann ein geheucheltes Loblied auf den ach so menschenfreundlichen Staat Russland und dessen philantropischen, demokratischen und solidarischen Zaren - ähm Präsidenten zu singen bringt mein Blut zum kochen!
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Zeewo119 Sat, 12 Jan 2013 15:03:52 -0000
Antwort löschenDas die Politiker in unserem Land auch keine heiligen sind, ist dir schon bewusst?
Allen voran unsere Frau Bundeskanzlerin.
Minjung Sat, 12 Jan 2013 15:34:45 -0000
Antwort löschenist das dein ernst, dass du merkel bzw. die deutsche regierung mit der von russland auf eine ebene stellst???
BaitfroN Sat, 12 Jan 2013 16:17:08 -0000
Antwort löschen@Zeewo119: Also zwischen Merkel und Putin ist aber echt nochmal ein ganz schöner Unterschied! Ganz so schlecht geht's uns in Deutschland nun auch wieder nicht!
Halcyon Sat, 12 Jan 2013 16:45:03 -0000
Antwort löschenEs gibt keine heiligen Politiker - aber wie Baitfron geschrieben hat, es gibt da gravierende Unterschiede. In Deutschland kannst du einen kritischen Artikel über Frau Merkel schreiben - versuch das mal in Russland mit Putin dann reden wir weiter.
Zeewo119 Sat, 12 Jan 2013 21:17:21 -0000
Antwort löschenPutin ist zweifelos ein Verbrecher, dies dürfte jedem bewusst sein.
Allerdings ist unsere charakterlose und fremdbestimmte Bundeskanzlerin nicht einen deut besser und da spielt es keine Rolle ob sie sich kritisieren lässt.
Monkey D. Ruffy Sat, 12 Jan 2013 14:10:14 -0000
Kommentar löschenAlso ich finde es ja absolut in Ordnung wenn die Millionäre ein paar (!!!) % mehr abdrücken! Aber 75% ist ja mal mehr als dreißt. Da bekommt er ne Million gezahlt und am Ende bleiben 250.000 übrig! Ich kann Gérard Depardieu da absolut verstehen das er da auswandert. Richtige Entscheidung Gerard!
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C_C Sat, 12 Jan 2013 12:08:30 -0000
Kommentar löschenein sehr schönes und sehr komplexes Thema. Auch ich habe zuerst empört hyperventiliert, aber wenn man sich vor Augen hält, was hier eigentlich passiert, kann ich Depardieu sogar verstehen. Für wen soll er denn de fakto blechen? Für die Superreichen und die Banken. Denn an DIE traut sich ja keiner ran!
Das ist was die Politiker nicht begreifen. Depardieu ist weder wirklich reich noch ein Teil des Problems bzw. ein Verursacher. Die sitzen ganz woanders. Manchmal denke ich, die Politik ist wirklich zu blöd, das zu erkennen.
Abgesehen davon muß man klar sehen: wer braucht denn Filmstars wirklich? Der Mann sieht seine Felle wegschwimmen und rennt davon. Man sollte diese Möglichkeit eben wegnehmen, indem man die Steuergesetze weltweit angleicht, anstatt sich von diesen 'rückständigen' Nationen über die 'Unternehmer/Kapitalisten' erpressen lassen zu müssen. Nur, wem dient das? Dem VOLK! Und dem will man ja nur nominell dienen. REAL dient man dem Kapital.
Am Ende muß ich sagen, daß auch ich schon dran gedacht habe, nach Russland auszuwandern. Ist ein weites Land nicht so eng und übervölkert mit Spiessern wie die 'entwickelte' Welt.
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Zeewo119 Sat, 12 Jan 2013 13:08:13 -0000
Antwort löschenWären sehr hohe für die Spitzenverdienern nicht für die "Superreichen und die Banken" am schmerzhaftesten?
Und sollte dieses Geld nicht dienen die Französische Wirtschaft wiederaufzubauen?
Zeewo119 Sat, 12 Jan 2013 13:10:28 -0000
Antwort löschenWären sehr hohe Steuern für die Spitzenverdienern "Superreichen und die Banken" am schmerzhaftesten?
Sorry hab mich vertippt.
C_C Sat, 12 Jan 2013 13:10:51 -0000
Antwort löschendie wissen, wie man Steuern ermeidet und sind zu teil ohnehin schon supranational unterwegs also OHNE Staatsangehörigkeit etcpp.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 13:28:57 -0000
Antwort löschenSo arm kan der gute Dépardieu nicht sein, sonst wäre er von der Steuer ja gar nicht betroffen (ab 1 Mio./Jahr)!
Und das der letzte Absatz polemischer Unsinn ist, ist dir hoffentlich auch klar.
C_C Sat, 12 Jan 2013 14:11:02 -0000
Antwort löschenpolemisch vielleicht, aber kein Unsinn.
PS: als simpler Millionär bist du noch lange nicht wirklich REICH. Zumindest nicht aus Sicht derer, die das EIGENTLICHE Problem sind.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 14:16:18 -0000
Antwort löschenUnsinn in dem Sinne, dass es vielleicht weniger "Spießer" gibt, das aber macht das ganze noch lange nicht zu dem Paradies, das du darin vermutest.
Vielleicht sind wir durch die hohen Beträge, mit denen in letzter Zeit jongliert wird ja abgestumpft, aber ich finde 1 Mio. ist ein Haufen Schotter! Außerdem: Wer ein JÄHRLICHES Einkommen von min. 1 Mio hat, dürfte insgesamt wohl ein bisschen mehr haben. Auch wenn ich dir Recht gebe, dass es vielleicht nicht für die reichsten 5% reicht. Aber irgendwo muss man ja die ntergrenze festlegen.
C_C Sat, 12 Jan 2013 14:23:55 -0000
Antwort löschenWo habe ich von Paradis geredet!?
Falls dich das Thema interessiert:
http://www.amazon.de/0-1%25-Das-Imperium-Milliard%C3%A4re/dp/3864890233/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1358000619&sr=8-2
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 14:31:44 -0000
Antwort löschenNicht explizit, aber "ein weites Land nicht so eng und übervölkert mit Spiessern wie die 'entwickelte' Welt" ist schon eine etwas verkürzte Sicht auf das heutige Russland.
Klingt interessant. Ich glaube, da sind wir auch weitgehend einer Meinung: die obersten 0,1% sind natürlich noch mal eine ganz andere Kategorie.
Ich kann noch auf Georg Schramm verweisen: scharf, intelligent und immer treffend:
http://www.youtube.com/watch?v=9ERvHwAW2l4
C_C Sat, 12 Jan 2013 16:40:06 -0000
Antwort löschenin letzter Konsequenz sind die es, die alles kontrollieren. Das ist ZWANGSLÄUFIG so, ganz ohne Verschwörung, das System ERZWINGT das regelrecht. Nur mittlerweile spielt man da oben GERNE mit.
Anyway, Schramm ist mir natürlich ein Begriff. Großer Mann. Habe vor allem seine Darstellung bzgl. Bildungssystem sehr genossen.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 17:59:20 -0000
Antwort löschenDann ist das System offensichtlich (oder NOCH offensichtlicher) schlecht...
Oh ja, Schramm ist ein Großer. Bei Interesse:
http://www.youtube.com/watch?v=Uer9kRkj5lg
C_C Sat, 12 Jan 2013 19:39:01 -0000
Antwort löschenIst es nicht beschämend, in einer Gesellschaft zu leben, die die Vorteile solch ehrlosen Handelns ohne Gewissen und Skupel genießt? Und auch weiter verteidigt?
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 21:24:39 -0000
Antwort löschenDabei hatten wir mit de Grundgesetz so 'ne gute Basis. Vielleicht sollten wir von dem Punkt aus nochmal neu anfangen....
C_C Sat, 12 Jan 2013 22:01:59 -0000
Antwort löschendarf ich dich fragen... glaubst du an eine gewaltfreie Lösung?
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 22:53:51 -0000
Antwort löschenIch hoffe es und ich kämpfe dafür, aber ob es realistisch ist.....ich weiß es nicht.
nikl 1987 Sat, 12 Jan 2013 11:59:07 -0000
Kommentar löschenMan vergisst immer gerne mal wieder, dass auch Millionäre für ihr Geld arbeiten...manche mehr, manche weniger. Von ihren Verdienst, auch wenn ihn manche für überzogen halten, 75% abzudrücken, stößt auch bei mir für Unverständnis. Immerhin haben sie dafür eine Leistung erbracht, wie immer sie auch sein mag, und auch wenn manche das "Gehalt" für überzogen halten (ich wiederhole mich): manche, die jetzt geifernd auf Depardieu zeigen, sollten vielleicht mal überlegen, ob sie, falls sie in der gleichen finanziellen Situation währen, mit Hurrageschrei 75%! pro Mille an den Staat abdrücken würden. Ich für meinen Teil kann ganz sicher sagen, ich würde es nicht tun.
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Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 13:34:06 -0000
Antwort löschenVollkommen richtig, aber ich würde mich auch nicht wegen 13% Steuern als Propagandamittel in die Hände eines semidikatorischen Staates begeben. Oder bist du auch der Auffassung wie Schröder, dass Russland eine lupenreine Demokratie ist? Es gibt genügend Länder, wo man angemessene Steuern bezahlt und die einen weniger zweifelhaften Ruf haben.
C_C Sat, 12 Jan 2013 15:18:06 -0000
Antwort löschenwelche Leistung rechtfertigt ein Millionengehalt? Erleuchte mich!
Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 15:49:24 -0000
Antwort löschenIst Gérard Depardieu krank, weil er das Gehalt nimmt, dass ihm die Filmstudios zahlen oder liegt die Ursache bei den Filmstudios? Zudem: Würde sich das ganze nicht refinanzieren, würde man ihm die Gehälter sicherlich nicht dauerhaft zahlen. Ergo: Wenn man mit ihm viel Geld machen kann, dann ist man auch bereit, ihm für seine erbrachte Leistung entsprechendes zu zahlen. Über den Wert von Arbeit kann man sicherlich trefflich streiten, aber letztlich gelten auch hier die Gesetze des Marktes.
C_C Sat, 12 Jan 2013 16:20:16 -0000
Antwort löschenDie Gesetze des Marktes!? Wenn wir einen Fachkräftemangel haben wieso sinken dann die Gehälter weiter? Markt!? Red keine Scheisse!!
Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 18:51:44 -0000
Antwort löschenDu bist scheinbar auch dem Märchen des Fachkräftemangels aufgesessen. Den gibt es in dieser Form noch gar nicht. Allenfalls in bestimmten Branchen, aber nicht flächendeckend. Der Demographiewandel ist im Gange, hat seine Wirkungen aber noch längst nicht entfacht. Solange es noch abertausende Studienabsolventen gibt, die bereit sind, zu Dumpinglöhnen bei einer Firma zu arbeiten und sich mit befristeten Verträgen und Praktika abspeisen zu lassen, so lange werden die Unternehmen keine Probleme bekommen. Viele lassen sich ausnutzen in der Hoffnung auf die feste Stelle. Sie werden ausgepresst und entsorgt. Und siehe da: Es stehen 50 neue vor der Türe, die sich nur zu gerne auspressen lassen. Und somit regelt das Angebot wieder mal den Preis der Arbeit.
Hier ein interessanter Auszug aus dem Spiegel zum Thema:
"Als der Agrarwissenschaftler Arthur Hanau 1927 seine Studie über die Schweinepreise vorlegte, wird er wohl kaum daran gedacht haben, dass sie auch noch 85 Jahre später von großer Aktualität ist. Wenn früher die Preise für Schweine hoch waren, fingen Bauern wie toll an, Schweine zu züchten. Sobald die Schweine dann schlachtreif waren, musste man feststellen, dass ein Überangebot auf dem Markt war, das auf die Preise drückte. Die Erzeugung wurde gedrosselt, ein neuer Zyklus begann."
Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 20:16:56 -0000
Antwort löschenEin gutes Beispiel für einen Bereich, wo der Wert der Arbeit nicht richtig geschätzt wird. Oder der Wert des Menschen durch den Menschen? Da gehts dann ins soziologisch-philosophische: Die Arbeitsethik.
Morgaine_7 Sun, 13 Jan 2013 18:54:49 -0000
Antwort löschenDas sind doch verschiedene Themen! Ich arbeite selbst in der Pflege und halte mich für absolut unterbezahlt und ennoch muss ich sagen, wenn ein Film gedreht wird und der Film Millionen einspielt, wer hat dann das Anrecht auf das Geld? Klar bekommt der Hauptdarsteller einen Teil davon, gerade wenn er zum Teil für den Erfolg verantwortlich ist. Wenn ein Film 250 Millionen einspielt und der Hauptdarsteller bekommt 10 davon ist dies für den Rest der Welt, der wahrscheinlich härter arbeitet unfair, in dieser REchung jedoch mehr als fair! In der Filmbranche steckt nunmal das grosse Geld und grade wir süchtigen Filmliebhaber tragen doch dazu bei, dass die Filmbrache so reich ist, also sehe ich es ein wneig ironisch, dass man sich gerade hier über die Löhne von verwöhnten Schauspielern aufregt! ^^
Die Frage, welche Arbeit wie viel Geld wert ist, ist wohl eine andere, die sehr wohl seine Berechtigung hat und auf jeden Fall diskutiert werden sollte, mit der Grundaussage des Artikels, sich aus Luxusproblemchen an eine äusserst fragwürdige Regierung, wie die Russlands, anzuschmiegen, jedoch wenig zu tun hat.
C_C Sun, 13 Jan 2013 21:51:28 -0000
Antwort löschenNun, in meinen Augen verdient das meiste Geld, welches ein Film einspielt, derjenige, der das Buch/ Drehbuch verfaßt hat und diejenigen, die in irgendeiner Weise kreativ daran beteiligt sind, seien das zB Kostüme oder Trickaufnahmen. Die Schauspieler sind es nicht. Die hampeln bloß rum und nur wenige sind auch nur einen Pfifferling wert. Depardieu gehört nicht zu den wirklich guten Schauspielern. Durch seine Riesenfresse gehört er nur zu den Auffälligen.
franticfury Sat, 12 Jan 2013 11:46:56 -0000
Kommentar löschenNa ja, mal im Ernst, was haben die Herren um Monsieur Hollande denn erwartet? Dass die Leute, die wirklich Geld haben und ohnehin bereits einen hohen Anteil der Steuern in Frankreich stellen, das einfach so schlucken? 75% sind völlig vermessen und absolut blödsinnig, aber das haben die Franzosen ja offenbar jetzt selbst gemerkt, denn im Endeffekt schadet man sich damit nur selbst und vertreibt die Leute, die für die eigene Wirtschaft unerlässlich sind. Dass sich Depardieu mit seinen Äußerungen und seiner neuentdeckten Liebe zur "tollsten Demokratie der Welt" selbst der Lächerlichkeit presigibt, ist ebenso klar, aber wie es im Artikel auch heißt: Ihm wird das herzlich egal sein, er war ja nie dafür bekannt, sich Kritik sonderlich zu Herzen zu nehmen.
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Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 13:37:19 -0000
Antwort löschen1935 betrug der Spitzensatz der Einkommenssteuer in den USA (!) sogar 79% (im Zuge des New Deals). Die Steuerpolitik ermöglichte es Rossevelt, Amerika aus der der Krise zu führen. Warum sollte das heute nicht genauso gehen (nach dt. Steuerrecht wäre das übrigens auch problemlos möglich)?
Kujasan Sat, 12 Jan 2013 13:57:00 -0000
Antwort löschenDer Wealth Tax Act war ein Wahlkampftrick. Bezahlen musste ihn nachweißlich nur eine Person: Rockefeller.
SInnvoller wäre es, wie auch während des New Deals, statt Schröpfung der Bevölkerung die Sozialsysteme zu stärken und die Kosten eher den Konzernen anzulasten; diese stärker zu kontrollieren ihnen Ausbeutung zu erschschweren. Es gab damals auch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die jedoch im Gegensatz zur heutigen Vorstellung langfristig sinnvoll sein mussten: Brücken- und Straßenbau, Flughäfen, man könnte heute noch Kulturzentren wie Museen, meinetwegen auch Kitaplätze etc. hinzufügen.
Wenn die dann noch ordentlich bezahlt würden, wäre das vielleicht eine echt Option. Kontrovers? Natürlich.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 14:22:25 -0000
Antwort löschenStimmt schon. Diente auch eher der Verdeutlichung (außerdem hat Hollande die Steuer im Wahlkampf auch nur auf die Liste gesetzt um die Front de gauche zu schwächen - was funktioniert hat). Rossevelt hat j auch noch andere, wichtigere Steuern erhoben (z.B. die Körperschaftssteuer von 1936). Außerdem war der Spitzensteuersatz ja sowieso schon erhöht worden (Revenue act, 1932).
Den zweiten Teil finde ich gar nicht so kontrovers: wenn man Roosevelts Maßnahmen betrachtet (langfristige Konjunkturpakete, Mindestlohn, Sozialleistungen, Finanzmarktregulierung,...) wie sehr sich das doch mit heutigen Forderungen übereinstimmt - haben wir uns denn gar nicht weiter bewegt??
Sumsi79 Sat, 12 Jan 2013 14:34:29 -0000
Antwort löschen@Iamthesword
Vielleicht wäre es ohne die Maßnahmen des New Deal damals viel schneller zu einer Erholung der Wirtschaft gekommen?
Es gibt in den Wirtschaftswissenschaften auch die Meinung, dass Roosevelt die Krise eher in die Länge gezogen hat, anstatt zu einer raschen Beseitigung derselben beizutragen. Insofern ist die Faktenlage längst nicht so eindeutig wie du sie hier darstellst.
Kujasan Sat, 12 Jan 2013 15:09:02 -0000
Antwort löschenWirklich vernünftige wäre es jedenfalls, wenn die Medien mal anfangen würden, von realen Steuersätzen, Durchschnittseinkommen (ich glaube das wären gewichtete arithmetische Mittel?) und Arbeitslosenquoten zu reden.
Statistiken vergleichen macht auf die derzeitige Weise so unglaublich wenig Sinn =/
Desweiteren muss sich die Politik endlich damit beschäftigen, dass ein langfristiger Weg aus der Krise sich nicht mit der Symptomatik, sondern dem System beschäftigen muss. Es ist eben, wie Pispers und andere es uns seit Ewigkeiten vorhalten. Das System baut auf Wachstum, auf dem Erfinden von Produkten und auf der Verteilung von unten nach oben auf.
Die Lösungswege aus einer Krise innerhalb des Systems sind sehr wahrscheinlich andere als die Schritte in ein zukunftsfähiges, humaneres und vor allem nachhaltigeres System.
Solange Politik, Wirtschaft und Individuum maximal bis zur Rente der derzeitigen arbeitenden Generation denken (und das ist wohl schon utopisch), wird sich nichts ändern.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 17:47:11 -0000
Antwort löschen@Sumsi: Ich finde halt Keynes schlüssiger als Hayek (und betrachte es als Historiker, nicht als Wirtschaftswissenschaftler)
@Kujasan: Genau - Exponentialkurven sind in der Realität fatal...
Pispers <3
kasem Sat, 12 Jan 2013 11:37:54 -0000
Kommentar löschenAlso wenn wir April hätten würde ich das ganze für einen Scherz halten. Mal im ernst wer lässt sich bei sowas denn auf den lupenreinen Demokraten Putin ein, der einen ohne Frage für sich instrumentalisiert?
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Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 10:36:04 -0000
Kommentar löschenNaja, kennt man ja. Die Annehmlichkeiten eines Wohlstandsstaates gerne annehmen, aber sich selber nicht daran beteiligen wollen. Andererseits muss sich Frankreich auch nicht wundern, wenn Leute, die sich Geld erarbeitet haben, auswandern. Bei 75% würden das vermutlich die meisten so machen. Irgendwo muss man die Kirche auch im Dorf lassen. Der größere Aufreger ist aber wohl Amerika, wo ein Milliardär prozentual gesehen weniger Einkommensteuer zahlt als seine Angestellten. Das ist die wahre Ungerechtigkeit, aber niemand redet drüber.
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tobi12000 Sat, 12 Jan 2013 12:57:46 -0000
Antwort löscheninwiefern profitierte er von "den annehmlichkeiten eines wohlstandstaates"?
und er hat doch vorher steuern bezahlt, wieso soll das keine beteiligung sein?
Filmkenner77 Sat, 12 Jan 2013 13:29:25 -0000
Antwort löschenNun, dass er als Ehrenbürger seines Landes Vergünstigungen erhalten hat, steht wohl außer Frage. Nur dies würde er nie in der Öffentlichkeit preisgeben. Als er noch ein Niemand war, erhielt er am Théâtre National Populaire kostenlosen Schauspielunterricht. Und den hat ja letztlich auch der Steuerzahler durch Subventionen bezahlt. Ergo: Als er ein Niemand war, hat der Staat ihm eine Ausbildung ermöglicht. Durch diese ist er erst zum dem geworden, was er heute ist.
Letztlich möchte ich nicht den französischen Staat in seinem Vorgehen verteidigen. Leistungsträger bis aufs Blut auszupressen, ist der falsche Weg. Gérard Depardieu sollte aber jetzt auch nicht über seine Liebe zu Russland faseln. Jeder weiß doch, warum er sich dorthin begibt. Vielmehr irritiert mich aber, dass sein Demokratieverständnis scheinbar so schwach ausgeprägt ist, dass er sich vor den Karren Putins spannen lässt.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 13:39:02 -0000
Antwort löschenZum Beispiel die französische Filmförderung, die über Steuern auf den Eintrittskarten finanziert wird und die es erst ermöglicht, so viele Filme zu drehen/den Schauspielern ein so fürstliches Gehalt zukommen zu lassen.
Tytus Sat, 12 Jan 2013 10:03:38 -0000
Kommentar löschenJa PR Mäßig nicht so ganz Klever umgesetzt, haben andere auch hier in Deutschland ja besser hinbekommen, also das mit dem, Hier arbeiten und denn Wohnsitz ins Ausland verschieben:D
Er muss nur aufpassen das er nicht enteignet, oder neben Chodorkowski landet wen er unbequem wird :D
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il padrino Sat, 12 Jan 2013 09:43:11 -0000
Kommentar löschenSchade, dass er nicht zu einem Kannibalenstamm geflohen ist. Die hätten ein echtes Festmahl gehabt.
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HulktopF Sat, 12 Jan 2013 19:52:15 -0000
Antwort löschenund dann wird er demokratisch unterm volk aufgeteilt
Commentator Sat, 12 Jan 2013 09:41:03 -0000
Kommentar löschenAlso an Depardieus' Stelle finde ich es äußerst peinlich und er ist mir schlagartig ein Unsympath geworden. Das haben doch andere schon besser hinbekommen. Warum muss er sich mit Putin treffen und sich vor seinen Karren spannen lassen. Gebe es denn nicht andere steuergünstige Länder, die zumindest Menschenrechte bewahren und einhalten. So viel Verstand sollte man eigentlich in West-Europa haben, dass man zwar nicht die Menschen in Russland verurteilt, aber das Macht- und Entscheidungsgefüge Putins sollte wohl ohne Zweifel verabscheut werden.
Ob Depardieu es außerdem finanziell nötig hat Steuern zu sparen, kommt noch obendrauf, aber das ist noch nicht mal mein Hauptaufreger an dieser Sache. Wobei man ja schon beachten muss, dass er nicht auf jeden Cent 75% zahlen muss, sondern erst über einem bestimmten Gehalt und außerdem ist dieses Gesetz noch nicht durchgewunken und rechtswirksam, d.h. noch muss er die 75% sowieso nicht zahlen.
Depardieu: Ich mag dich nicht mehr, nicht weil du ein Geizkragen bist, was du ja bist, sondern weil du die Menschen mi Füßen trittst, die Jahrelang gegen Putins Menschenverachtende Politik kämpfen und du sein fettes Schoßhündchen spielst.
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Tytus Sat, 12 Jan 2013 09:56:56 -0000
Antwort löschenSoviel Versand sollte man in West Europa haben und die Abhängigkeit von Russland vielleicht abschütteln.
Ich finde die heuchlerische bei uns schon peinlich, auf jeden schritt werdne Länder wie China, RUssland & Co Kritisiert (berechtigt) aber wenn es um das Liebe Geld geht um Geschäfte dann ist man still.
Aber das konnten wir ja immer schon Gut die DDR Kritisieren aber schön von denn Politischen Gefangenen in denn Gefängnissen Waren Produzieren lassen.
Für mich ist Depardieus jetzt richtiger Europäer :D oder wenn du willst der Buh Mann, weil es öffentlich geworden ist.
somit :
„The same procedure as last year, Miss Sophie?“;
„The same procedure as every year, James“
;-)
Commentator Sat, 12 Jan 2013 10:58:11 -0000
Antwort löschen@Tytus: Ich bin jetzt irgendwie unsicher, ob es eine Ergänzung sein soll oder ein Widerspruch. Ich finde jedenfalls, bis auf den Teil mit dem richtigen Europäer, den ich vielleicht auch einfach gerade nicht verstehe, richtig. Wollte ich nur sagen. ;-P
Tytus Sat, 12 Jan 2013 12:56:17 -0000
Antwort löschen;-) extra etwas überzeichnet, er ist ja etwas übersziel geschossen alle anderen gehe ja nur in die Schweiz, Belgien & Co wobei ey Russland ja ja kontinental auch ein teil Europas :D
hier wir also wieder nur eine Sau durch Dorf getrieben.
Dom699 Sat, 12 Jan 2013 09:16:03 -0000
Kommentar löschendas deprdieus rein wirtschaftlich motivierter nationalitätenwechsel natürlich albern ist und es unglaublich ist, wie wenig gespür er für die pr-technische wirkung seiner entscheidung hat, sei als aufreger der woche meinethalben ausreichend. andererseits muss ich auch sagen, finde ich es bemerkenswert wie konsequent depardieu in seinen entscheidungen ist. wenn ich mir überlege, wie sehr ich mich schon über die gez bzw den neuen "beitragservice" der öffentlich rechtlichen aufrege, den ich für ersatzlosen diebstahl halte, bekomme ich eine leichte vorstellung davon wie es sein muss, der bekannteste, vielbeschäftigte schaupieler einer nation zu sein, und 3 viertel seines verdienstes abdrücken zu müssen.
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BaitfroN Sat, 12 Jan 2013 08:39:56 -0000
Kommentar löschenVöllig egal wie viel Geld jemand bekommt, wenn er 75% seines Vermögens für den Staat abdrücken soll hat er jedes Recht deswegen angepisst zu sein! Man kann natürlich wie du schon selber sagtest eine vernünftigere, weniger kindische Lösung anstreben.
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pada_wahn Sat, 12 Jan 2013 10:18:59 -0000
Antwort löschenEr soll(te) nicht 75% seines Vermögens abdrücken, sondern 75% seines Einkommens oberhalb von 1 Million €.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Dridge Sat, 12 Jan 2013 10:44:06 -0000
Antwort löschenAber selbst in dem Fall sind 75% eine viel zu große Menge Holz.
Lorion42 Sat, 12 Jan 2013 11:45:46 -0000
Antwort löschenDie Frage ist eher, warum hat er es verdient, dass er das X-fache von dem der anderen Leute besitzt. Ich finde hohe Steuersätze für Millionäre vollkommen in Ordnung.
franticfury Sat, 12 Jan 2013 11:51:32 -0000
Antwort löschenEs geht nicht darum, ob er es verdient hat. Er verdient so viel, wie man ihm bezahlt, Angebot und Nachfrage, wie überall. Vielleicht mag es nicht gerecht sein, dass er das vielfache eines Hirnchirurgen verdient, aber sieh dir an wieviel Geld seine Filme einspielen und dann verstehst du warum er so gefragt ist. Dass Spitzenverdiener einen höheren Steuersatz bezahlen, als Andere, ist ja auch in Ordnung, aber 75% ist ein einziger Witz, kommunistischer Blödsinn, mit dem man nur die Leute vertreibt, die für die eigene Wirtschaft unerlässlich sind. Das hat nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, das ist Feuer mit Feuer bekämpfen.
Lorion42 Sat, 12 Jan 2013 12:05:08 -0000
Antwort löschenFeuer mit Feuer bekämpfen funktioniert bei Waldbränden erstaunlich gut. Klar wenn man die Leute damit vertreibt, ist es kontraproduktiv und vermutlich sind 75% doch etwas zu viel, aber ich sehe den Fehler eher bei den Leuten die fliehen, als bei denen die solche Gesetze hervorbringen wollen. Dass Filme so viel Geld einspielen ist krass - liegt aber vor allem daran, dass das Reproduzieren eines Werkes so viel günstiger ist als das produzieren.
Was man sich immer vor Augen halten sollte, ist dass die Menge des Geldes gleichbleibt. Je mehr also eine Person hat, desto weniger haben andere. Selbst wenn sich die Menge des Geldes vermehrt und es somit zu Inflation kommt, ist das eigentlich nur ein Transfer von Geld.
Das Problem könnte also vermutlich eher darin liegen, dass wir bereit sind für einen Film mehr Geld auszugeben als für ein Brot oder eine Putzkraft.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 13:46:54 -0000
Antwort löschen1. Frankreichs Staat subventioniert die Filmindustrie in gewaltigem Umfang mittels einer Steuer, die auf alle Kinokarten erhoben wird und in einen Fimfond fließt - Angebot und Nachfrage gilt deshalb nur begrenzt.
2. Zumal in Krisenzeiten (Stichwort Staatsschulden) sind hohe Steuersätze für die Bestverdienenden nur gerechtfertigt: schließlich haben vom Aufschwung laut deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (dürfte in Frankreich ganz ähnlich sein) auch nur die obersten 10% profitiert. Und wie heißt es so schön im Grundgesetz: Eigentum verpflichtet.
F. D. Roosevelt hat den Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer sogar auf 79% erhöht (1935), um den New Deal zu finanzieren - mit Erfolg!
Punsha Sat, 12 Jan 2013 14:06:05 -0000
Antwort löschenEgal ob der Steuersatz bei 75%, 20% oder 5% steht: Ein Einkommen von einer Million genügt völlig, um ein höchst luxuriöses Leben zu führen.
BaitfroN Sat, 12 Jan 2013 16:09:35 -0000
Antwort löschen@Punsha: Der Mann arbeitet ja auch für sein Geld! Er hat es sich verdient, und wenn er 75% seines Einkommens abdrücken muss ist das schon ganz schön viel. Wenn man 1 Millionen verdient und 75% davon abgeben muss, wie viel hat man dann?
Lorion42 Sat, 12 Jan 2013 16:25:53 -0000
Antwort löschenDa hat es jemand noch nicht verstanden. Er müsste 75% von allem über 1 Million abgeben. Alles unter eine Million unterliegt dem normalen Steuersatz (35% oder so). Also wenn er 2,5 Millionen verdient, bleiben ihm 65% von 1 Million = 650.000 + 25% von 1,5 Millionen = 375.000
macht also zusammen 1.025.000 von 2.500.000. Effektiv also 59% Steuern
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 17:54:42 -0000
Antwort löschenDer offizielle Spitzensteuersatz liegt im Moment meines Wissens bei knapp über 50 Prozent. Aufgrund vieler Vergünstigungen bezahlen die meisten aber weniger.
Iamthesword Sat, 12 Jan 2013 18:00:01 -0000
Antwort löschenAch ja, bei Interesse:
http://www.frankreich-info.de/themen/wirtschaft/steuern
Weiterführendes zum Artikel ?
Beteiligt an 146 Filmen (als Akteur, Produzent, Regisseur und Lieder) und 3 Serien
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Orlindo alias goodspeed liebt, lebt, hört, fühlt und atmet Filme. Er studierte Animation/VFX und betreibt mit ANIch einen eigenen Blog zum Thema. Im Aufreger der Woche lässt er sich über skurrile, unfassbare oder schlicht traurige News aus der Filmwelt aus. Wenn euch ein Aufregerthema auf der Seele brennt, dann meldet euch bei ihm.






Immer diese Neider. Erst motzen wegen den GEZ Gebühren und dann für Reiche hohe Steuern vordern.
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MrKORNCLOWN Mon, 14 Jan 2013 19:56:16 -0000
Antwort löschenfordern mit f du idiot