Herr der Ringe: Die 10 größten Veränderungen gegenüber der Buchvorlage Die Gefährten

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Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Veränderungen zwischen Buch und Film
02.05.2022 - 14:05 UhrVor 25 Tagen aktualisiert
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Peter Jackson nahm bei seiner Herr der Ringe-Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Die Gefährten so einige Änderungen vor. Im Vergleich mit dem Buch zeigt sich Spannendes.

Peter Jacksons Der Herr der Ringe: Die Gefährten war vor zwanzig Jahren der Auftakt zur wohl gefeiertsten Fantasy-Trilogie der Filmgeschichte. Doch obwohl Fans seine Umsetzung priesen, nahm auch der neuseeländische Regisseur sich bei seiner Adaption von J.R.R. Tolkiens Werk einige Freiheiten heraus. Wir zeigen euch nach der erneute Lektüre die 10 größten Änderungen und Auslassungen gegenüber der Buchvorlage auf.

Was Peter Jackson bei seinem ersten Herr der Ringe-Film an Tolkiens Buch veränderte

Der Herr der Ringe galt lange als unverfilmbar, bis ein damals eher unbekannter neuseeländischer Regisseur den großen Schritt wagte und Fantasy-Geschichte schrieb. Doch wie bei jedem Roman, der seinen Weg auf die große Leinwand findet, sind Veränderungen und Kürzungen schon allein durch den Wechsel vom Buch zum Film notwendig. Mal offenkundig und mal subtil finden sich diese auch in Die Gefährten.

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Wir wollen die im Folgenden aufgezeigten "Eingriffe" in Tolkiens literarisches Herr der Ringe-Epos keinesfalls verurteilen, sondern vielmehr mit Interesse für die Entscheidungen des Filmteams (in der Kinofassung * und der Extended Edition * von Die Gefährten) lesen.

1. Herr der Ringe-Änderung: Frodos Immobilien-Entscheidung

Im Film Der Herr der Ringe: Die Gefährten wird so einiges zeitlich gestrafft. So lebt Frodo nach Bilbos Geburtstags-Abschied in Tolkiens Roman zum Beispiel noch 17 Jahre im geerbten Beutelsend in Hobbingen. Sein eigenes Abenteuer beginnt eigentlich erst, als Frodo 50 Jahre alt ist – also genauso alt wie Bilbo in Der Hobbit.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Frodo in Beutelsend

Frodos Weggang ist in Tolkiens Roman außerdem von einem Umzug begleitet: Er verkauft Beutelsend an die verhasste Verwandtschaft der Sackheim-Beutlins und zieht nach Bockland an den östlichen Rand des Auenlandes, um sein anschließendes Verschwinden weniger auffällig zu gestalten. Symbolisch hat er also kein wirkliches Heim mehr, in das er zurückkehren kann.

2. Herr der Ringe-Änderung: Die Auenland-Flucht und Tom Bombadil wurden gekürzt

Als die Schwarzen Reiter Jagd auf Frodo und den Ring machen, sind die anfänglichen Abenteuer der alleinreisenden Hobbits noch weitaus ausschweifender.

Frodo, Sam und Pippin brechen zunächst ohne Merry auf und treffen im Grünbergland den Elben Gildor samt Gefolgschaft. Sie kehren beim Bauern Maggot mit seinen Hunden ein, der ihnen auf ihrer Reise hilft und damit zugleich Frodos Pilzdieb-Trauma aus seiner Jugend überwindet. Erst an der Fähre (ohne knappe Reiter-Verfolgung) wird das Hobbit-Trio zum Quartett, wobei Merry und Pippin sich der gefährlichen Mission des Ring-Transports in vollem Wissen der Umstände anschließen.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Bauer Maggot bleibt off-screen

Der Nazgûl wegen die Straße meidend schlagen sich die Hobbit in den Alten Wald östlich des Auenlandes, wo sie fast von einer Weide gefressen und schließlich von Tom Bombadil gerettet werden. Das eigentümliche uralte Wesen in der Gestalt eines sonderbaren Mannes und dessen Naturgeist-ähnliche Wasserfrau Goldbeere nehmen die Verirrten eine Weile bei sich auf. Tom ist dabei gegen die Macht und Unsichtbarkeit des Rings immun und rettet die Hobbits später auch noch aus der Gefangenschaft der bösen Geister-gleichen Grabunholde bzw. Grabwichte (Englisch: Barrow-wights), die den Freunden auf ihrer weiteren Reise in den Hügelgräberhöhen zusetzen.

3. Herr der Ringe-Änderung: Die Verräter in Bree und Sams Pony-Lovestory

Als die Hobbits im ersten Herr der Ringe-Teil in Bree im Tänzelnden Pony einkehren, hat dessen Wirt Gerstenmann Butterblume anders als im Film tatsächlich eine schriftliche Nachricht von Gandalf. Er vergisst nur zunächst, sie im Bedienungsstress seines vollen Gasthauses an Frodo auszuhändigen, weshalb dieser dem "Streicher" erst verspätet (nach Gandalfs Brief-Erwähnung Aragorns) sein Vertrauen schenkt. Außerdem versucht Frodo von Pippins "Beutlin"-Erwähnung abzulenken, indem er singend auf einem Tisch tanzt und dort bei einem Sturz vor aller Augen unsichtbar wird.

Merry geht derweil allein draußen spazieren und wird zwischenzeitlich niedergeschlagen. Der lange Arm Saurons zeigt sich in Bree auch darin, dass hier menschliche Spione am Werk sind. Nur der Wirts-Gehilfe Nob verhindert, dass Merry verschleppt wird.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Sam & Frodo mit dem Wirt im Tänzelnden Pony

Um Aragorns Flucht mit den Hobbits zu verzögern, werden außerdem alle Pferde aus Bree vertrieben. Nur das Pony Lutz (im Englischen: Bill) des hinterhältigen Lutz Farning (Englisch: Bill Ferny) bleibt übrig und muss überteuert als Lastentier für die Reise nach Bruchtal gekauft werden. Das zunächst ausgemergelte und dann immer zuverlässigere Tier wächst Sam so sehr ans Herz, dass es ihm schließlich sehr schwer fällt, sich bei der Trennung vor Moria zwischen ihm und Frodo zu entscheiden.

4. Herr der Ringe-Änderung: Arwen ist nicht die Retterin

Die Reise der Hobbits mit Aragorn durch die Mückenwassermoore ist zumindest in der Extended Edition von Der Herr der Ringe: Die Gefährten enthalten. Geändert wurde hingegen der Auftritt von Glorfindel: Nachdem Frodo von der Nazgûl-Klinge verletzt wird, nimmt eigentlich der Elb ihn auf seinem Pferd mit zur Furt. Arwen, die in Peter Jacksons Film zur Retterin wird, bleibt bei Tolkien nur eine schöne, ferne Lichtgestalt in Bruchtal.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Arwen in der Furt mit Schwarzen Reitern

Im Buch ist der Sieg über die Schwarzen Reiter ein Gemeinschaftswerk: Die Wassermassen, die Saurons Handlanger wegspülen, werden von Elrond gerufen. Gandalf unterstützt ihn zauberhaft mit ein paar Pferde-Formen im Wasser. Und weil die Flutwelle nur drei Reiter mitnimmt, fällt es den nachkommenden Gefährten zu, die restlichen Nazgûl mit Feuer in den Fluss zu treiben. Außerdem trat Gandalf auf der Suche nach dem in Bree verpassten Frodo den Schwarzen Reitern bereits auf der Wetterspitze gegenüber (vor der Hobbit-Ankunft dort) und lockte vier Reiter von der Furt weg, damit nicht die geballte Macht der neun Feinde (wie im Film) dort aufläuft.

5. Herr der Ringe-Änderung: Die Gefährten kürzt Elronds langen Rat massiv

In Tolkiens Herr der Ringe-Buchvorlage nimmt Elronds Rat in Bruchtal über 40 Seiten ein, in denen Menschen, Zwerge, Elben, Hobbits und Gandalf zusammensitzen und reden. Die unzähligen Erklärungen und Berichte, die dort gegeben werden, würden sich in einem Film natürlich zu lang ausnehmen, weshalb Peter Jackson vieles davon an anderer Stelle einstreute oder schlicht wegließ. Die einzelnen Ratsmitglieder halten aber viele spannende Informationen bereit:

  • Glóin (ein Zwerg aus Bilbos Reisegemeinschaft zum Einsamen Berg und Gimlis Vater) berichtet von Balins Abwanderung nach Moria vor 30 Jahren, und dass sie 25 Jahre lange nicht mehr von ihm gehört haben. Außerdem kamen Schwarze Reiter zu König Dain im Einsamen Berg, um nach Bilbo zu fragen und ihm zu drohen.
  • Elrond erzählt vom Schmieden der Ringe der Macht, von der Schlacht des Letzten Bündnisses gegen Sauron sowie von Isildurs Geschichte mit dem Ring.
  • Boromir berichtet von Gondors Kampf gegen das erstarkende Böse im Osten und dass sein Bruder Faramir eine Traum-Stimme gehört habe, die ihm sagte, das Schwert Narsil sei neu zu schmieden, wenn der Ring gefunden würde.
  • Bilbo und Frodo erzählen von ihren Abenteuern mit dem Ring.
  • Gandalf offenbart, wie er den Nekromanten (Sauron) vor Jahren (während Bilbos Abenteuer) aus dem Düsterwald vertrieb. Außerdem jagte er mit Aragorn Gollum. Während Gandalfs Recherche zu Isildurs Ring fand Aragorn Gollum, sie quetschten den vormaligen Ringträger aus und übergaben ihn den Elben. Darüber hinaus berichtet Gandalf, von Zauberer-Kollege Radagast zu Saruman geschickt worden zu sein, von Sarumans Sinneswandel und dessen Begehren des Rings. Gandalf erzählt von seiner eigenen Gefangenschaft in Isengard und der Adler-Flucht nach Rohan. Rohans Position zum kommenden Krieg gegen Sauron ist unklar, doch er erhält zumindest ein Pferd zur Abreise und sucht sich zum Ärger des Königs das beste Ross (Schattenfell) aus.
  • Legolas berichtet, wie Gollum kürzlich der Gefangenschaft seines Volkes entkam und setzt damit weitere Puzzlestücke des Gesamtbildes zusammen.
Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Elronds Rat

Spannend ist, dass im geheimen Rat verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit dem Ring erwogen und verworfen werden: Weder ihn (dem immunen) Tom Bombadil zur Aufbewahrung zu übergeben, noch ihn in die Heimat der Elben nach Westen zu bringen oder ins Meer zu werfen, stoßen auf Gegenliebe. So bleibt am Ende nur die Vernichtung, auch wenn unklar ist, was danach mit den anderen mächtigen Ringen im Mittelerde geschehen wird.

Anders als im Herr der Ringe-Film ist im Die Gefährten-Buch auch Bilbo bei dem Treffen anwesend und bietet pflichtschuldig an, den Ring nach Mordor zu schaffen. Erst nach der Ablehnung dieses Angebots meldet Frodo sich freiwillig in der betretenen, ratlosen Stille (und nicht im aufflammenden Streit wie im Film).

6. Herr der Ringe-Änderung: Die Gefährten kämpfen vor Morias Toren gegen Wölfe

Bei Tolkien ist die Zusammenkunft der Ringgemeinschaft keinesfalls eine freiwillige Angelegenheit: Elrond ernennt Frodos Gefährten handverlesen. Lediglich von Merry und Pippin muss er überzeugt werden, doch neun Helden gegen neun Ringgeister sind am Ende eine überzeugend symmetrische Sache. Außerdem bekommt Aragorn im ersten Herr der Ringe-Buch schon jetzt sein aus Narsils Bruchstücken neu geschmiedetes Schwert Andúril.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten vor Morias Eingang

Nachdem die Gefährten an der Gebirgsüberquerung scheitern und die Route nach Moria wählen, gibt es außerdem noch einen epischen Kampf gegen Warge (Tolkiens monströse Wolfs-Art), bei dem Gandalf die eingekesselten Freunde auch mit Feuer verteidigt.

Kleinere spannende Moria-Änderungen sind, dass im Roman Boromir mit einem Steinwurf den Kraken-ähnlichen Wächter weckt und von Frodo deswegen ermahnt wird, während es im Film Aragorn war, der Merry und Pippin verwarnte. Dafür wirft Pippin im Buch unterwegs absichtlich einen Stein in den Brunnenschacht, statt das laute Geräusch wie im Film versehentlich auszulösen. Außerdem hat Gandalf, während die anderen flüchten, seine erste Konfrontation mit dem Balrog schon in Balins Grabkammer und muss erst nach seinem ersten Entkommen von Legolas erfahren, um was es sich bei dem ebenbürtigen Gegner handelt.

7. Herr der Ringe-Änderung: Der Film ändert den Lothlórien-Aufenthalt der Gefährten

Weil die Gefährten sich nach Gandalfs Fall auf der Brücke von Khazad-dûm den Weg zum Ausgang durch ein paar wachende Orks freikämpfen müssen und Aragorn dabei dessen Hauptmann den Schädel spaltet, wird später Lothlórien von rachsüchtigen Orks angegriffen, was die verfolgten Gefährten aber nur am Rande mitbekommen.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten in Lothlórien

Ohnehin haben sie bei ihrer Ankunft im Elben-Wald genug Probleme: Frodo und Sam sind verletzt und die Elben vertrauen ihnen zunächst nicht. Sie müssen eine improvisierte Brücke aus zwei Seilen überqueren und Gimli lässt sich vom Elb Haldir nur die Augen verbinden, als alle anderen Gefährten sich ebenfalls bereiterklären, derart blind ins Herz des Waldes geführt zu werden. Celeborn will die Neuankömmlinge gleich wieder wegschicken, als er vom Balrog-Treffen hört. Galadriel setzt sich aber für die Neuankömmlinge ein und "testet" sie zugleich (indem sie sie in Versuchung führt, die Ring-Mission für private Wünsche zu verlassen).

Am Ende bleiben Frodo und Co. im ersten Herr der Ringe-Roman fast einen Monat bei den Elben, weil die Zeit dort anders zu vergehen erscheint. Nicht nur Frodo, sondern auch Sam blickt in Galadriels Spiegel (und sieht darin ein verändertes Auenland). Erst in Lothlórien werden Legolas und Gimli echte Freunde. Nach einem Abschiedsfest erhalten alle ihre aus dem (Extended) Film bekannten Geschenke. Nur an Aragorn gibt Galadriel eine Brosche ihrer Enkeltochter Arwen weiter (während er Arwens Kette im Film direkt in Bruchtal erhält).

8. Herr der Ringe-Änderung: Eine gefährliche Flussreise mit Gollum (samt Frodos neuer Gabe)

Als die Gefährten mit ihren drei Elben-Booten den Anduin nach Süden hinabfahren, ist die Flussreise keinesfalls die geruhsame Paddeltour, die sie im Film zu sein scheint: Als sie ihre Boote an ein paar Stromschnellen umtragen wollen, werden sie am Ost-Ufer von Orks mit Pfeil und Bogen angegriffen und müssen nach Westen ausweichen. Außerdem vertreibt Legolas einen fliegenden Schatten: einen mit Flügeln geupgradeten Ringgeist. In Peter Jacksons Filmen tauchen die geflügelten Nazgûl erst ab Teil 2 auf.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten auf dem Anduin

Nachdem Gollums Verfolgung der Gefährten von Frodo mehrfach bemerkt wurde, tritt dieser bei der Flussreise erneut in Erscheinung, wird aber vertrieben. Während die anderen ihren leisen Schatten zuvor nicht bemerkten, wird klar, dass Frodo nach der überlebten Nazgûl-Wunde offenbar neue Fähigkeiten entwickelt hat: Er hat schärfere Sinne, hörte schon in Moria immer wieder Gollums Schritte und kann auch im Dunkeln besser sehen. Vorher hatte er außerdem schon Traum-Visionen von Gandalf (z.B. als dieser von Saruman gefangengehalten wurde).

9. Herr der Ringe-Änderung: Der etwas andere Bruch der Gefährten im Buch

Nachdem die Gefährten nach zehn Tagen auf dem Anduin die Rauros-Fälle erreichen, ist, anders als im Film, unklar, welche Route sie als nächstes wählen werden. Aragorn steht vor der Entscheidung, den Weg nach Osten durch das Emyn Muil-Gebirge einzuschlagen oder seine Reisebegleiter mit Boromir nach Gondor zu führen. Am Ende überlässt er die Entscheidung dem Ringträger. Der erbittet sich eine einstündige Bedenkzeit allein ... und so verlässt Frodo seine Gefährten ohne Abschied.

Denn nach der Konfrontation mit Boromir flüchtet Frodo unsichtbar auf die Spitze von Amon Hen. Auf dem "Berg des Auges" sieht er dank des Rings weit in allen Himmelsrichtungen die Zeichen des Krieges und beschließt daraufhin, die Bürde allein zu tragen, weil er manchen Gefährten nicht traut und anderen die weitere Reise nicht zumuten will. Nur Sam holt ihn wie am Ende des ersten Herr der Ringe-Films noch ein, doch die anderen (Aragorn, Merry und Pippin) sieht er nach seiner Entscheidung eigentlich nicht wieder.

Der Herr der Ringe - Die Gefährten lässt Frodo zurück

Außerdem wird Boromirs Tod vorgezogen, der eigentlich erst zu Beginn des zweiten Buches Die zwei Türme stattfindet. Als Boromir Aragorn sterbend von seinem versuchten Ring-Klau und der Hobbit-Entführung durch die Uruk-hai erzählt, ist unklar, ob auch Frodo von den Orks geraubt wurde. Erst zurück an den Booten findet Aragorn das mit Legolas und Gimli heraus und muss sich sodann aktiv gegen Frodo und für Merry und Pippin entscheiden.

10. Herr der Ringe-Änderung: Leider kein Mittelerde-Musical

Wer Tolkiens Herr der Ringe gelesen hat, wird sich nicht nur an die berühmt-berüchtigten Landschaftsbeschreibungen erinnern (die Peter Jackson mit Neuseelands Bergen, Flüssen und Tälern hinreichend abdeckte), sondern auch an die vielen eingestreuten Lieder, die seiner Welt eine besondere Note geben.

In der gesamten Herr der Ringe-Film-Trilogie gibt es durchaus Song-Einlagen (wer könnte Pippins Song zu Denethors Tomaten-Mahlzeit vergessen). Doch nur in der Extended Edition von Die Gefährten kann das Publikum kurz Aragorns Lied am Lagerfeuer lauschen. Dabei bekommt in der Buchvorlage fast jeder Charakter seine Gesangseinlage:

Der Herr der Ringe - Die Gefährten: Aragorn singt in der Extended Edition
  • Frodo singt unterwegs Bilbos Reiselied, ein Ermutigungslied im Alten Wald und in Bree von Kühen, die über den Mond springen. Außerdem dichtet er in Lothlórien ein Klagelied über Gandalf.
  • Die Elben singen in den Wäldern des Auenlands und in Bruchtal.
  • Pippin singt allein vom Baden und mit Merry von der Reise nach Bruchtal.
  • Tom Bombadil singt jede Menge wirres Zeug, auch mit seiner Frau Goldbeere.
  • Sam singt gern geschichtlich: einmal über den Elben Gil-galad und einmal von den versteinerten Trollen.
  • Aragorn singt unterwegs von der Elbin Lúthien und ihre Liebe zum sterblichen Beren.
  • Bilbo singt in Bruchtal eine lange selbstgedichtete Ballade über Númenor und das Silmarillion sowie ein Lied für Frodo von dessen erhoffter Rückkehr.
  • Gimli singt in Moria vom Zwerg Durin.
  • Legolas singt in Lothlórien über die Elbin Nimrodel.
  • Galadriel singt erst vom Wald und dann noch ein elbisches Abschiedslied.

Auch im Hinblick auf Amazons große Fantasy-Serie Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht sind diese Änderungen interessant. Denn schon Peter Jackson musste sich – bevor irgendwer das fertige Werk gesehen hatte – Vorwürfen stellen, dass er Tolkiens Vision nicht verstanden habe. Es bleibt also abzuwarten, ob die kritischen Stimmen sich am Ende mit dem Weg der Serie arrangieren werden, so wie es die Fans mit Peter Jacksons Herr der Ringe-Verfilmung taten.

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