Lars von Trier verrät Details über MelancholiaBearbeiten

Veröffentlicht am 30.07.2010, 11:10

Auf einer Pressekonferenz in Schweden zum Drehbeginn von Melancholia gab Lars von Trier erste Details über die Handlung seines als psychologischer Katastrophenfilm beschriebenen Films ab. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, eine Hochzeit und ein Planet.

Lars von Trier Lars von Trier © MFA Filmdistribution

Es ist allgemein bekannt, dass Lars von Trier ein eher zurückgezogener und schweigsamer Charakterkopf ist. Auch über seine Filme redet er nicht wirklich gern, besonders wenn sich diese noch in der Entwicklungsphase befinden. So auch bei seinem neuesten Projekt Melancholia, von dem wir bereits berichteten, dass er ein psychologischer Katastrophenfilm im Science-Fiction-Gewand sein soll und erstmals bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 zu sehen sein wird. Auch das Darstellerfeld steht schon seit einiger Zeit fest: Neben Charlotte Rampling, Alexander Skarsgård und Udo Kier werden auch John Hurt, Kiefer Sutherland, Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg (Antichrist) der berüchtigten Schauspielerbehandlung von Lars von Trier unterzogen.

Pünktlich zu Beginn der Dreharbeiten von Melancholia lud Lars von Trier anfangs dieser Woche zur Pressekonferenz in Schweden ein. Obwohl der dänische Autorenfilmer von allen Seiten mit Fragen gelöchert wurde, ließ er sich wieder mal nur wenig entlocken. Aber ein bisschen was kam laut cinematical doch aus ihm heraus: Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Schwestern und ein Planet namens Melancholia. Die eine der beiden (Kirsten Dunst) heiratet einen Mann (Alexander Skarsgård), aber ihre Ehe nimmt durch ein dramatisches Ereignis ein plötzliches Ende. Zu alledem kommt ein anderer Planet der Erde in bedrohlicher Weise immer näher und kündigt das Ende der Welt an, während die beiden Schwestern (Charlotte Gainsbourg spielt die andere) mehr und mehr auseinander driften.

Alle weiteren Rollen sind nicht ganz so klar wie die von John Hurt, der als Vater der beiden Geschwister agiert. Der wohl in der männlichen Hauptrolle auftretende Kiefer Sutherland äußerte sich sehr vage über seinen Part: „Meine Figur repräsentiert das moralisch Richtige, während Kirsten Dunst den Gegenpol dazu darstellt. Der Film verfügt da über eine wichtige Balance.“

Kirsten Dunst sparte nicht mit Lob über ihren Regisseur: “Der große Unterschied bei Lars ist, dass er ohne Proben arbeitet. Das gibt dem Ganzen Leben. […] Die Rolle ist eine fortwährende Herausforderung für mich. […] Ich sehe in der Art, wie er Frauen foltert, eine besondere Poesie.“

Lars von Trier ließ außerdem verlauten, dass der Film optisch nicht so stilisiert ausfallen werde wie Antichrist, sondern sogar eine beabsichtigte Hässlichkeit verpasst bekommen soll. Dazu kommt dann noch die bereits vor einiger Zeit geäußerte Aussage, dass der eigenwillige Filmemacher nie wieder Happy Ends in seinen Filmen plane. Somit dürfen wir uns wohl trotz der angekündigten `Romantik im Stile Lord Byrons` auf einen neuerlichen Höllenritt ins Reich der Depressionen Marke Lars von Trier einstellen. Was doch auch manchmal ganz schön ist.


Tobias Röhring (Tobias Röhring)

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Kommentare

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BigDi

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Hässlich und ohne Happy End? Juhu, ich freu' mich drauf. ;)

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Seppeline

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« Kirsten Dunst sparte nicht mit Lob über ihren Regisseur: “[…] Ich sehe in der Art, wie er Frauen foltert, eine besondere Poesie.“ »

Sehr löblich...

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Briseis

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wasn Sch....


Mozzerino

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Klingt alles gut, nur dass die Kirsten Dunst mitspielt nervt mich.
Kann die nich leiden...

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Slevin Kalebra

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Ich wünschte, ich wäre da gewesen. Ich wäre nämlich nicht drum herum zu kommen eine Frage zu stellen. "Herr von Trier, wird sich Kirsten Dunst in ihrem Film die Genitalien verstümmeln?"

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Narrisch

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Mir schwappt es jetzt schon nach oben. Ja Trier Filme kann man als psychologische Katastrophen bezeichnen. Das trifft es sehr gut, in jeder Hinsicht. Regisseure die auf Proben verzichten, sollte man ganz schnell den Regiestuhl unterm Hintern wegziehen.

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Narrisch

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Handwerklich spielen sie eben nicht in der ersten Liga, weil sie im Regelfall entsetzlich aussehen. Triers Filme fühlen sich fast immer an wie ein improvisiertes Theaterstück. Einfach zu behaupten "ich probe nicht" ist ungefähr genau so glaubhaft wie die Legende, Spielberg würde chronologisch drehen. Ich habe bisher, von dancer in the Dark einmal abgesehen, noch keinen einzigen Film Triers gesehen indem mich das Schauspiel wirklich umgehauen hätte.


requiemforadream

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find ich absolut nicht fand emily watson in breaking the waves und kidman in dogville herrausragend ich glaub da bin auch nicht der einzige


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